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Mittwoch, 2. September 2026

Wie die KI massive Strömungen der Gegenwart (insbesonders bei den "Rechteren", den "Durchblickern" und "Kritischen") zusammenfaßt, wenn man gut fragt

Ich dachte erst, daß es Papst Benedikt XV. in RERUM NOVARUM gewesen ist, der den AMERIKANISMUS verurteilt hat ("anathema sit"). Aber es war schon lange vor ihm Papst Leo XIII., und nicht in einer Enzyklika. Also lege ich doch wieder die mittlerweile vor sich hin staubende zweibändige Biographie von Papst Leo XIII. auf den riesigen Stoß "Endlich zu lesen!" Möge sie dort weiter stauben.

Denn ich habe anderes dringend zu lesen, und das wird mehr denn weniger. Durch meine Krankheiten ist das Lesetempo bejammernswert niedrig. Dafür das des Denkens entzückend hoch. Denn so wird mein Abstand zur Welt noch größer und entfremdender, sodaß das Erkennen mitterweile Gegenstände sieht, die die Weltgegenwart noch tiefer, noch hintergründiger begreifen lassen.

Sonntag, 5. November 2023

Sehnsucht nach der einstigen Einheit

Die Vorstelluingswelg so mancher dürfte umstützen,, wenn ihzr das erlaubt würde, geht man den Ursprüngen der sogenannten Rock-, also "schlagenden" Musik nach. Ich bin zu faul um die Titel herauszusuchen, aber ich habe einige interessante musikhistorische Abhandlungen gelesen, in denen vor 100 Jahren ziemlich klar und schlüssig herausgearbeitet wurde, daß die uns in der amerikanischen "schlagenden" Musik - Jazz, Beat, Rock, aber auch Soul, Blues und wie die Richtungen alle heißen - als dies sich die Musik im Neuen Kontinent etabliert hat, in nicht andeem gründen als in der europäischen Musiktradition des 15. und 19. Jahrhunderts. gründen. 

Und nicht wenige Stücke, die der Halbgeildete als "KLassik" bezeidchnet, belegen es jedem Musikinterssierten: ALLES SHCON ENTHALTEN. 

Montag, 23. Mai 2022

Der Plan ohne Plan

Wenn hinter all dem ein Plan steckt, dann hat er sich sehr gut versteckt. Normalerweisel nimmt man an, daß ein Plan auch eine Ordnung zum Ziel hat. Aber was diese Ordnung nun sein solle, die man da anstrebt, will sich nicht erschließen. Und in der Krise, die sich "Ukraine" nennt, offenbaren sich Widersprüche, die anmuten, als wären sie die Ausblühungen eines längst übersättigten Gemischs, durch das man 100.000 Volt durchgeschickt hat, sodaß die nun aussinternden Inhaltstoffe wie zufällig vor uns zu liegen kommen - aber keinen Plan ergeben. Sondern wie das wirre Sammelsurium der Bausteine eines Hauses wirken, die nebeneinander und zufällig aufgelegt werden. Eines Hauses, das man gerade abreißt.

Damit sind alle die Widersprüche gemeint, die sich derzeit aus der konkreten (vor allem Außen-)Politik offenbaren. Einerseits will Amerika die Weltmacht behaupten, anderseits schwächt es sich permanent in der Basis, von der aus sie das bewerkstelligen könnte. Handfestes Beispiel: Gerade eben hat Joe Biden die Pipeline von Alaska nach den USA endgültig gestrichen. Über sie sollten aber jene 800.000 Barrel Öl in die Industrieen der Staaten fließen, die man bislang von Rußland bezogen hatte, und nun aus dem eigenen Land beziehen hätte können. 
Was für ein Plan könnte also da dahinterstehen? War es nicht Roosevelt, der einmal gesagt hat, daß in der Politik nichts zufällig geschieht, selbst wenn es so aussieht?

Dienstag, 10. Mai 2022

Woher die Indianer kommen (2)

Freilich wissen auch wir - Sie, werter Leser, ich - rein naturwissenschaftlich betrachtet nicht recht viel mehr. Also auch nicht, wie sich diese Kontinentaldruft, enstanden unter anderem aus dem immensen Druck der Wassermassen der Sintflut (von oben) und dem Auseinanderreißen des Planeten von innen her real abgespielt hat. 

Daß alles aber in sehr kurzen Zeiträumen geschehen sein muß, dafür spricht auch der Fußabdruck von tektonischen Katastrophen, die sich abgespielt haben müssen. Als sich schließlich die Landmassen endlich wieder hoben (und so das Wasser "in den inneren Abgrund hinein" ablaufen ließ (was dann noch einmal die Erdoberfläche gewaltig umgestaltete, man denke alleine an de Grand Canyon) 

Nur an Kometeneinschläge will ich nicht so recht glauben. Vielmehr hat da Hans-Joachim Zillmer eine Spur gezeigt. Der bei den "Kometenkratern" auch nicht von Einschlagspuren spricht, sondern von Eruptionslöchern. Nicht von oben also, sondern von unten sind sie entstanden. Das alles muß sich auf jeden Fall in so kurzen Zeiträumen abgespielt haben, bei denen nicht von Jahrmillionen o.ä, sondern von Wochen, Monaten oder Jahren gesprochen werden muß.

Montag, 9. Mai 2022

Woher die Indianer kommen (1)

Eine Untersuchung der globalen genetischen Konstellation der Völker der Erde (sie ist nach wie vor iin Gange und wird nun konsequent wie nie auf jeden einzelnen Bürger dieses unseren Heimatplaneten ausgedehnt) ergab einige nicht erklärliche Ergebnisse. 

Wie die, daß die nordamerikanischen Indianer mit den heutigen Europäern sehr enge Verwandtschaften aufweisen. Da warf sich ntürlich sofort miene hantasie auf, um mir vor Augen zu führen, wie sich die Wissenschaftler mit ihren weißen Kitteln mit den Assistentinnen im Schlepp, die mit Wattestäbchen udn Pißbechern das Filmset bei den Winnetou-Filmen überfumpelte.
 
Wenn sie schon mal da sind - Denn wo hat man schon so viele Indianer auf einen Haufen, um eione statistisch relevante Menge an Genmaterial einsammeln zu können? Die Indianer in den USA und Kanada hängen ja entweder schon mittags betrunken in verrauchten Reservatskneipen herum, verwalten ihre Casinogelder, und mißbrauchen ihre Kinder, so ungefähr düfte es sich abspielen.

Während man am Drehort in Jugoslawien (wo die Karl May-Verflmungen in der Regel produziert werden, Tito-Kommunismus hin, Jugoslawien-Ferienstimmung zu Niedrigpreisen her) höchst kultivierte Hundertschaften an frisch bemalten Prärierothäuten vorfand, die noch dazu vom Filmcatering bestens versorgt und damit geduldig wie heiter das Herumgetue der Gensammler ertrugen.

Montag, 29. März 2021

Wenn das Gleiche zum völlig Verschiedenen wird

Zum Wochenbeginn präsentiert der VdZ gleich mal dieses Video, als Framing für diese Zeit. Das heißt: Als Interpretationshoriziont, der das Einzelne, das Erfahrene, Erlebte beleuchtet. In dem über die Schäden der Corona-Maßnahmen (Masken, Lockdowns; Verhaltensneurosen) bei Kindern gehandelt wird. Die auch tatsächlich sehr gut ermeßbar werden. 

Auch wenn viele Erklärungen natürlich falsch sind. Im Wesentlichen, weil das Menschenbild heute falsch ist, sodaß viele Schäden wie auch Folgen nicht richtig analysiert werden können. Das Ursache-Wirkungs-Gefüge bleibt also vielfach im Dunkeln, auch wenn viele Phänomene richtig beschrieben werden. Woran man erkennt, wie sehr bereits der Liberalismus zur geistigen (ungeistigen) Grundlage unserer Gesellschaften wurde.

Weshalb sich viele Argumente im Film zu so einem undifferenzierten Gequatsche über "Bedürfnisse" verlaufen. Das sich zum Höhepunkt in "Kuscheln" und "Kuscheln mit der Oma" als entscheidende "Kinderbedürfnisse" versteigt. 
Mit anderen Worten: Je länger der Film dauert, je länger man also versucht, über die Phänomene hinauszugehen um sie zu begreifen, desto mehr wird nur noch Unsinn geredet. Als Indiz dafür, daß wir diese Zeit nicht mehr denken können. Wir haben das an dieser Stelle schon oft als die eigentliche Katastrophe dargelegt, in der wir nun stehen.

QR zum Video

Zugleich wird das Geschäft mit den "Kinderrechten" und - das darf nie fehlen - "Gewalt in der Familie" als gegen die Naturordnung gerichtete Emanzipation als Destruktion (Ausgliedern aus der natürlichen Autoritätsordnung und Ausliefern an eine künstlich implementierte, ideologisch fundierte wie gelenkte Gewalt) gleich mit erledigt. 

Man nimmt es als Folge ein und derselben Mißstände (Corona-Maßnahmen) mit hin, weil an der Hand des berechtigten Aufbegehrens gegen den politisch verhängten Corona-Wahnsinn die Tore bei der Bevölkerung weit offen sind, sodaß dieses Aufbegehren zum Trojanischen Pferd wird, das alles mit in die Nacht schleppt, aus der heraus in Wahrheit die Stadt angezündet wird. Die man eigentlich ja schützen wollte! Höre man zu, wie gleich auch das "Hierarchische" an den Pranger gestellt wird, als sei es die eigentliche Quelle des Corona-Wahns. Sie wird mißbraucht, ja, aber sie zu beseitigen schüttet man das Kind mit dem Bade aus.

Es darf einem also schon übel dabei werden zu erkennen, wieviel Müll man auch bei diesem Video mitschluckt und quasi "absegnet". Weil man es als in die Gesamtbotschaft - Leiden an Corona-Lockdowns usw. - integriert akzeptiert. Und viele dieser im Film genannten Anliegen ziehen in eine andere Richtung! Man fährt in einen anderen Janker, sozusagen, weil Ärmel. Das ist das Entscheidende, das aber nur geistig und bei entsprechender Bildung (das muß man so bezeichnen) erkennbar ist. Sonst könnte leicht der Fall eintreten, daß man im richtigen Impuls gegen den Corona-Wahnsinn lediglich die Pest gegen die Cholera eintauscht.

Zu jammern, daß die Freiheit für eine 17jährige eingeschränkt ist, die zu dieser Zeit ein Jahr in den USA verbringen wollte und jetzt total depressiv ist, weil sie das nicht kann, ist ein Wahnsinn für sich. Das hat mit Freiheit genau NICHTS zu tun, im Gegenteil, da wäre eine andere Unfreiheit implementiert worden. Mit Lust als Lebensprinzip. Dies und Amerikanismus sind zwei Seiten derselben Medaille weil liberales Weltprinzip, das nur dort "limitiert" wird, wo die Lustbeschränkung eines anderen laut genug beklagt und, das ist entscheidend, im Diskurs durchgesetzt wird. 

Aber man darf natürlich nicht vergessen, daß Kinder (bis Erwachsenenalter) den Gesamtrahmen (Vernunft) noch nicht zur Verfügung haben, der den Menschen durch jedes Einzelargument hindurch fest in der Welt als Vernunftgefüge verankert hält. Deshalb sind die Einzelerklärungen, -anweisungen, -erklärungen der VOLLE Welthorizont! Da hängen dann lauter große Berge in ihrem Blickfeld, und sie sind unfähig, ihre Größe bezogen auf die absolute Ordnung, in der sie stehen, abzuschätzen.
Fazit: Die Phänomene der teils verheerenden und langfristigen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf Kinder werden größtenteils gut dargestellt. Man darf sich darüber aber nicht hinreißen lassen zu übersehen, daß die Erklärungen ein kunterbunter, in sich völlig widersprüchlicher Strauß von Blumen und getrockneten Disteln sind, die zeigen, wie sehr im öffentlichen Diskurs auch dieser Corona-Wahnsinn noch der geistigen Durchdringung bedarf. Was vermutlich der Grund dafür ist, daß der Widerstand als an die Politik gesendetes Signal des Überschreitens jeder Grenze zum Erträglichen so ineffektiv ist.


*230321*

Montag, 29. Juni 2020

Weil es keine "schwarze Ethnie" gibt

Es ist ziemlich betrüblich zu sehen, daß die Argumente egal welcher Seite in den Konflikten rund um BLM (BLACK LIVES MATTER) einen gravierenden, eigentlich sogar seltsamen ungelösten Kern haben. Sie gehen von SCHWARZEN aus. 

Aber ES GIBT KEINE SCHWARZEN, die eine "ethnische" Identität ergäben. Es gibt nämlich - und jetzt kommt's! - auch kein "schwarzes Volk". Es gibt zahllose Völker, deren Hautfarbe mehr oder weniger schwarz ist. Aber diese Völker sind zahllos. 

Als die Sklaven aus Afrika (um das ein für allemal geklärt zu haben: Ausgeliefert meist von muslimischen Fürsten, oder von afrikanischen Feindesstämmen, denn Sklaven zu nehmen war seit je ein probates Mittel der Kriegsbeute, und ist es bis heute) wurden sie allesamt aus jedem Stammes- und Volkszusammenhang herausgerissen, meist sogar aus dem sozialen Gefüge von Familien (Häusern). 

So wurden sie kunterbunt durcheinandergewürfelt nach Amerika verschifft. Und dort wurden sie zu einem künstlichen "Rassengegensatz" zur meist andersfarbigen (gelb-, braun-, weißen) Hautfarben anderer Völker. Ein Zufallsprodukt, eine Zufallsunterscheidung! 

Aber eine wichtige Unterscheidung. Denn was die Schwarzen in Amerika von fast allen übrigen Völkern, die dort vertreten sind und waren, so unterscheidet IST EBEN NICHT DIE HAUTFARBE. Denn das beträfe dann zum Beispiel auch Schwarze, die (eiderdautz!) auch in den USA eine völkische Identität bewahren, und deshalb in das Elendsschema der "Schwarzen" nicht passen. Wie die Nigerianer! Diese fallen in die Kategorien der Chinesen, Japaner, etc. etc., also von Volksgruppen (Völkerzugehörigkeiten), die es auch in den USA "zu etwas bringen". 

Die Schwarzen in den USA sind KEIN VOLK, das ist das Problem! Sie sind vereinzelte Menschen aus allen möglichen Teilen Afrikas. Sie sind Vereinzelte, sie sind Prototypen des rousseauischen Menschentypos, des aufgeklärten Vereinzelten. 

Der Mensch beginnt aber beim Volk, bei der Volkszugehörigkeit. Dort setzt die Identität an, weil Identität bedeutet, einen Ort zu haben, den man einerseits ergreift, und andererseits zugewiesen bekommt. Welches Volk aber wären nun die Schwarzen, die heute in den USA leben, praktisch sämtlich Nachfahren der aus jedem Identitätszusammenhang herausgerissenen Afrikaner? 

Und das ist ein Kontinent, kein Volk, kein Staat, kein Land. Ein Kontinent noch dazu, der anders als Europa, anders als China, anders als so viele andere Völker und Länder und Staaten, NIE durch EINE Kultur geeint war! Der seit vielen Jahrhunderten (genaues weiß der Huber Max, aber wir nicht) in zahllose, einander alles andere als wohlgesinnte Völker zerfallen ist. Nicht einmal in Afrika selbst gelingt es, diese willkürlich durch europäische Verstiegenheit in "Staaten" schein-geordnete Völker unter einen Hut zu bringen. WEIL ES KEINE EINHEITLICHE KULTUR GIBT.

Ruhe gibt es nur dort, wo auch eine Religion gemeinsames Merkmal eines Volkes war. Und dazu gehört ... das nördliche (katholische, zumindest christliche) Nigeria, das sogenannte "Biafra". Der Leser möge doch einmal Dinge selber nachprüfen, soll sie nach ganz anderen Kriterien überprüfen, er wird genau das entdecken!

Und er wird genau das entdecken, wenn er Regionen oder Stadtlandschaften in den USA studiert, in denen Schwarze scheinbar in einer anderen Welt leben. Die mit diesen Unruhen, diesen Forderungen usw. usf. nichts am Hut haben (wollen). Sie sind sämtlich christlich, meist katholisch.  Und Religion ist das, was ein Volk begründet. Religion, und NUR Religion.

Weil nur eine gemeinsame Wertebasis, eine gemeinsame Grammatik als Zugang und Verhältnis zur Welt ein Volk überhaupt schaffen, das heißt formieren kann. Erst und nur Religion kann das schaffen, was Einheit schafft: Werte- und damit Rechtsempfinden, Verbindlichkeiten, soziale Strukturen, legitime (weil im Absoluten verankerte) Hierarchien und zwischenmenschliche Haltungen.

Der VdZ ist völlig sicher, daß jede "Lösung" des Schwarzen-Problems in den USA genau an dieser Problematik scheitert und scheitern muß. Auch zukünftig. Es wird nicht einmal in seiner gerade heute so aufbrechenden - und so schändlich mißbrauchten! - Wirklichkeit gesehen.

Deshalb sind die Auseinandersetzungen in den USA, die wir wieder einmal erleben, und die reine Instrumentalisierung völliger Begriffsvernebelungen sind (und solange sie das sind, sind sie spielend instrumentalisierbar) unlösbar. Sie wären das nicht einmal durch Segregation. Weil ihnen die Grundlage der Segregation fehlt: Die völkische Identität. Was das ist? Gucken, werter Leser. Wir sind in Europa gerade dabei, uns auch diese Problematik einzuhandeln.



*150620*

Freitag, 17. April 2020

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus (4)

Sie finden hier eine Übertragung eines weiteren Artikels von Ianto Watt, der sich auf den Seiten von William M. Briggs ab 14. November 2019 findet (Teil 1 und Teil 2) und mit dessen freundlicher Genehmigung hier nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht. Auf vier Happen aufgeteilt, es wird täglich einen weiteren geben. Sein Inhalt scheint nur auf den ersten Blick sehr "amerikanisch". Das Schema, die historischen Bezüge und Muster, die man erkennt, die Archetypen, die Watt zeigt, finden sich aber in Europa und bei uns nicht weniger. Sie werfen ein weiteres erhellendes Schlaglicht auf das, was passiert. Und vor allem - wohin es gehen wird.

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus –
Gastbeitrag von Ianto Watt 


Erstmals veröffentlicht im Blog von 

William M. Briggs am 14. November 2019


4. und letzter Teil) Die große Partei
Wer sind diese Generäle? Es sind die verschiedenen militärischen, polizeilichen Elemente in diesem Vierfach-Szenario. Sie sind sämtlich in die verschiedensten religiösen Bürokratien verwoben, die oben beschrieben wurden, und zwar sowohl im Osten wie auch im Westen. Es gehört nicht viel dazu zu erkennen, wer die Generäle im Osten sind. Sie haben sich an Moskau geklammert, und sind ganz eng mit ihrem Bischof, also mit Kyrill, dem Kopf der Russischen (und Ukrainischen) Orthodoxen Kirchen. Sie haben alle dasselbe Ziel: Die Slawische Hegemonie. Und sie haben dieselbe Taktik. Sie denken wie Vlad. Sie denken also wie der KGB.

Am anderen Ende dieser politischen Achse sitzen die Jungs vom State Departement und deren Generäle. Sie sind alle tief verheiratet mit der Idee eines unendlichen Kriegs des Imperiums. Jenes Konzept also, das sie in totale Opposition zu Donald gebracht hat, der doch glatt versucht hat, uns (sic!) aus all solchen Verwicklungen herauszuschälen, und somit Amerika wieder in den Stand einer Nation zu bringen, anstatt in den eines weltbeherrschenden Imperium. 

Nun richten Sie einmal ihren Blick auf die verbotene religiöse Achse. Sehen sie diesen Burschen, den man Franziskus nennt? Betrachten Sie einmal, mit welchem Eifer er sich im Amazonasgebiet austobt, mit diesem Pachamama Idol, mit seinem Versuch, naturalistische Elemente in den übernatürlichen Korpus der Kirche einzugliedern. 

Schauen Sie einmal genau auf das Priestertum. Er hat längst begonnen, es zu verändern. Zeit, Frauen zuzulassen, oder? Und alle diese Hexenmeister auch gleich. Warum? Weil die Göttin Gaia es so verlangt. Na klar, Gaia ist dasselbe wie die Heilige Mutter Kirche. Wie können wir ihr nur den nötigen Respekt erweisen? Indem wir - going green! - "grün" werden, natürlich! Wir haben ja nur noch ein paar Jahre, nicht wahr? Nehmen Sie mich freilich nicht so ganz wörtlich. Aber immerhin sagen das auch sämtliche Medien, und der Deep State (der Tiefe Staat) sowieso. Also muß es auch so sein.

Franziskus hat die gleichen Generäle und Tief-Staatler, die ihn unterstützen, wie die politische Achse des Westens. Und ihre Vorgehensweisen ähneln sich auffallend. Haltet nur das Volk gespalten! Haltet es verwirrt! Vergewissert euch, daß alles übrige, das ihr jetzt sagt, dem widerspricht, was ihr gestern gesagt habt. Und sorgt peinlich genau dafür, daß das einzige klar erkennbare Thema, das übrig bleibt jenes ist, daß die Welt nur eine physisch-physikalische, innerweltliche Bedeutung und Sinn hat. Wir können das in zwei Worten zusammenfassen: Die Umwelt.

Das ist alles, was es gibt. Vergeßt also Himmel und Hölle. Außer für den Fall, daß ihr nicht Going Green unterstützt, denn dann werdet ihr auch in die Hölle geworfen, mit Sicherheit. Kein Wunder, daß der Westen in Unordnung und Verwirrung ist, religiös gesprochen. Das spiegelt nur unser politisches Durcheinander wider. Dieselben Generäle, dieselbe Agenda, dieselbe Taktik, dasselbe Ziel. Verbreitet man Verwirrung, erhält man eine erschöpfte Herde. Die entweder aufgibt, oder der Kirche davonläuft. Und das ist exakt das Ziel von Franziskus. Ein selbst herbeigeführtes Schisma. Das die, die noch am Glauben festhalten, dazu bringt, zu gehen.

Das ist die Umkehrung von Luthers Strategie. Er stimmte mit der Lehre nicht überein, und verließ die Kirche. Heute verlassen die die Kirche, die mit der Lehre der Kirche übereinstimmen. Das ist nahezu genial von Franziskus. Zwinge jeden, der mit Dir nicht übereinstimmt dazu, den Bus zu verlassen. Mache sie damit zu Schismatikern. 

Dasselbe also, was Bartholomäus im Osten macht. Große Geister denken ebenso. Sie könnten meinen, ich mache es mir zu einfach, aber Sie könnten damit falsch liegen. Es gibt generell nur zwei Seiten in einem Konflikt. Unabhängig von den verschiedenen lokalen Schattierungen in einem Streit, sind alle Beteiligten einer der beiden Seiten zugeneigt. Oft aber sieht man nicht alle Beteiligten. Und das ist der Fall, wenn man an die Generäle denkt, die Barti beraten. Ab diesem Zeitpunkt wird die Angelegenheit kompliziert.

Was meinen Sie, wer in den letzten Jahren zahlreiche Besuche in Konstantinopel absolviert hat? Schauen Sie mal. Hier, hier, hier, und hier. Nur um Ihnen einen kleinen, winzig kleinen Geschmack von dem zu geben, worüber die orthodoxe Welt immer berichtet hat. Wer hat die Griechisch-Orthodoxe Kirche in Athen besucht? Wer war am Berg Athos, dem geistigen Zentrum der Orthodoxie? Wer bei den Schismatikern in Mazedonien? Und wer Bartholomäus, viele viele Male während der vergangenen paar Jahre? 

Da wäre etwa Mike Pompeo zu nennen. Und zahlreiche andere hochrangige Funktionäre des State Department. Hier und hier, hier, und zur Bestätigung noch hier.

Betrachten wir den Zustand der politischen Angelegenheiten in der Welt - warum sollten diese Leute sich die Zeit nehmen, religiöse Würdenträger zu besuchen? Was ist da so bedeutend an ihnen, daß sie Höflichkeitstelephonate machen müssen, während sie mitten in einer der vielen Krisen stecken, die uns umgeben? Was kann es sein, daß sie Religion in der Außenpolitik so hoch einschätzen lassen könnte, was sehen sie darin? Ich finde das höchst seltsam. Wie viele Leute in den verschiedensten Abteilungen des Deep State (des Tiefen Staates) würden Sie schätzen, sind auch nur irgendwie religiös eingestellt? Natürlich auf andere Weise als in Wicca (Hexenmagie), natürlich. 

Das ergibt erst Sinn, wenn man begreift, da sie Religion als Vehikel dafür sehen, beim Kleinen Mann auf der ganzen Welt Anerkennung und Respekt zu ernten. In solch einem Fall hat es auch Sinn, dieses Vehikel mal zu versuchen und es für eigene Zwecke etwas zu entführen. Und das ist es genau, was diese Leute auch versuchen. Ja, für mich ist Pompeo Mitglied des Deep State, des Tiefen Staates.  Genauso wie Bolton. Und all die anderen Funktionäre der Bürokratie, die von diesen endlosen Kriegen abhängen, die ihre Positionen im Imperium gewährleisten und aufrecht halten. Es gibt keine politischen Differenzen zwischen Pompeo und Hillary. Beide gehören zur Kriegspartei.

Diese Kriegspartei und ihre Generäle möchten den Fußabdruck des imperialen Militärs aufrecht erhalten. Ihr Ziel ist sogar, diesen Fußabdruck weiter auszudehnen, nicht, ihn zusammen zu ziehen. Das ist der Grund, warum sie bei jeder diplomatischen Gelegenheit gegen Donald sind. Und die Bischöfe wollen dasselbe. Zumindest zwei von ihnen. Diese beiden zählen aber, es sind Franziskus und Bartholomäus. Sie versuchen ihr "spirituelles" Imperium zu erweitern, indem sie ihre Kräfte bündeln. 

Sie versuchen, die Kirche wieder zu vereinen, aber sie können das nicht, wenn sie das in ihren dogmatischen Positionen tun wollen. Das ist schon längst in Stein gemeißelt. Frag nach bei Kyrill. Also müssen Franziskus und Barti ihre Aufmerksamkeit auf anderes richten, um jeden Widerstand gegen eine Wiedervereinigung, die auf Falschheit beruht, zu überwinden. Also geht es hier um eine Wiedervereinigung, die auf Politik beruht, nicht auf Dogma.

Und hier ist sie, die Gretchenfrage, um die es aber geht. Wie bringt man den kleinen Mann dazu, sich bereitwillig in den Dienst am Imperium zu stellen? Man muß es so wie der Arianer Caesar und seine Arianischen Bischöfe (auf beiden Seiten) machen. Man muß auf der Trommel des Imperiums einen satten, nationalen Ton anschlagen. Die patriotischen Bürger, denen freilich der Kopf vom Trommeln etwas schwirrt, geben dann leichten Herzens in der Gewißheit ihr Leben, daß dieses ihr Opfer die Nation (und die Familie) in Sicherheit hält. 

Sicher wovor? Vor den Feinden Caesars, natürlich. Aber sind dessen Feinde wirklich unsere Feinde? Oder ist nicht Caesar der wirkliche Feind?

Untersuchen wir einmal das Herz des Glaubens ans Imperium näher. Gehen wir dazu nach Syrien, in jenes Land also, das den einzigen und sogar ziemlich wirkungsvollen Widerstand, und zwar aller Seiten (!), gegen Donald geliefert hat, als dieser (wie schon zahlreiche andere vor ihm) versuchte, diesen Vorhof zur Hölle zu verlassen. Plötzlich stießen beide Seiten der vorgeblichen politischen Streitparteien in ein und dasselbe Horn des Entsetzens, und maßregelten mit empörter Miene Donald dafür, wie er allen Ernstes glauben könne, daß es in unserem Interesse läge, diesen Mohammedanischen Saustall zu verlassen.

Beide politischen Seiten sind hier nun völlig einer Meinung. Mitch McConnel und Charles Schumer. Nancy Pelosi and Lindsey Graham. Max Boot and Karl Rove. Ich könnte das fortführen, aber warum sollte ich? Zeigt mir stattdessen, daß ich Unrecht habe! Zeigt mir, nachvollziehbar, warum unsere Nation auch nur irgendetwas von dem zu fürchten hätte, das sich in Syrien abspielt. Oder irgendwo anders in diesem gottverdammten Sand der mohammedanischen Wüsten. 

Was also sollen wir tun? Wie kommen wir aus diesem Saustall mit heiler Seele heraus? Wie können wir Donald so helfen, wie er versucht, uns zu helfen? Die Zeit läuft uns zwar davon, aber es gibt immer noch eine Chance das zu tun, was letztendlich alle Männer tun, um etwas zu beenden, und das ist, daß sie etwas demgegenüber änderten, das sie taten, als alles anfing. Weshalb sich immer Männer zu allen gefährlichen Zeiten der Geschichte in derselben Situation finden: Sie verändern etwas im letzten Akt, weil das Vorherige, das Bisherige nicht ausgereicht hat, das Übel zu besiegen.

Ich habe diesen Aufsatz mit dem Hinweis auf das begonnen, was Chlodwig getan hat, um den Sieg zu erringen. Ich werde ihn nun ebenso schließen, wieder mit einem Hinweis auf das, was er getan hat. Werte Bürger, hört mir also zu! Wenn Ihr eine wirkliche Nation wollt, für Euch und Eure Familie, dann solltet ihr Euch endlich in bessere Form bringen. Ihr werdet das brauchen, wenn ihr in die Schlachtreihen eintreten wollt, damit ihr allem, was die Imperatoren (und ihre Arianischen Bischöfe) auf Euch hetzen können, widerstehen könnt. 

Tut dann, was David und Joshua getan haben. Tut dann, was Konstantin und Patton getan haben. Bereitet Euch also auf eine Schlacht vor, denn es wird eine geben. Diesem Umstand werden wir nicht auskommen. Das Wichtigste dabei ist aber: Betet zu demselben Gott! Vereint Eure Gebete, und Ihr werdet von Ihm Kraft erhalten. Versammelt Euch, alle Ränge, vor diesem einen, einzigen Gott. Und laßt Euch von einem einzigen, treuen Bischof führen. Folgt Petrus, indem ihr die arianische Vorstellung von Gott und Mensch zurückweist. 

Steht alle zusammen auf den Schultern von Chlodwig. Doch steht auf Euren Knien! Dazu habt Ihr sie. Und das ist es, was Chlodwigs Männer taten. Beginnt also diese Eure Knie für das zu nutzen, wofür Gott sie geschaffen hat. Das ist die ultimative Kampfhaltung. Es gürtet Euch allem gegenüber, das kommen mag. Und es kann wahrhaftig Eure Feinde entwaffnen. Jeder echte Heide weiß das. Fragt nur Maximus, wie er überlebt hat.




Donnerstag, 16. April 2020

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus (3)

Sie finden hier eine Übertragung eines weiteren Artikels von Ianto Watt, der sich auf den Seiten von William M. Briggs ab 14. November 2019 findet (Teil 1 und Teil 2) und mit dessen freundlicher Genehmigung hier nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht. Auf vier Happen aufgeteilt, es wird täglich einem weiteren geben. Sein Inhalt scheint nur auf den ersten Blick sehr "amerikanisch". Das Schema, die historischen Bezüge und Muster, die man erkennt, die Archetypen, die Watt zeigt, finden sich aber in Europa und bei uns nicht weniger. Sie werfen ein weiteres erhellendes Schlaglicht auf das, was passiert. Und vor allem - wohin es gehen wird.


Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus –
Gastbeitrag von Ianto Watt
Erstmals veröffentlicht im Blog von 
William M. Briggs am 14. November 2019
Teil 3)


Wer sind diese unnennbaren Vehikel, die letztens erwähnt wurden? Wer sonst könnte noch denselben GPS Koordinaten folgen wie der Humvee und der Falkatus? Und warum scheint deren Potential für Zerstörung niemandem aufzufallen? Zuerst einmal: Weil niemand davon spricht. Weil sie eben nicht genannt werden dürfen. Es ist verboten, wie so viel eben im Leben in einem Imperium. Brechen wir aber dieses Tabu. Sprechen wir über das geistige Territorium, das Chlodwigs Männer angetrieben hat. Sprechen wir über Religion. Und sprechen wir dann über diese anderen Autos, und wer hinter deren Lenkrädern sitzt.

Das erste Auto auf dieser zweiten (und üblicherweise nicht gesehenen) Achse ist das ... Papa-mobil. Es wandert von West nach Ost, was eine völlig unnatürliche Richtung für das Heilige Rom ist. So wie der imperiale Humvee schlingert es auf der Fahrbahn hin und her. Nur findet dort kein Kampf um den Fahrersitz statt. Denn Franz (oder Franziskus) der Erste sitzt ganz alleine am Lenkrad. Und es sieht so aus, als würde er die Fahrt ziemlich genießen, selbst wenn sämtlichen Passagiere im rückwärtigen Teil des Wagens schon übel ist. Und zwar allen, egal ob Modernisten oder Traditionalisten. Jeder versucht die Bewegungen auszugleichen, ob das Auto nach links oder nach rechts schleudert. Je nachdem, und hin und zurück. Und wieder. Mittlerweile sprudelt der Fahrer ja sogar - wie er selbst zugibt - nur noch wirres, widersprüchliches und idiotisches Zeug aus sich heraus, und zwar eines nach dem anderen.

Was ist nun das andere Auto, das auf dieselbe Breitspurautobahn abzielt, nur aus der gegenteiligen Richtung? Das könnte der Cheka Sedan sein. Und er wird gelenkt von der Nemesis des Franziskus, dem Patriarchen Kyrill. Der Mann also, den Franz in Havanna vor ein paar Jahren zu bestechen versuchte. Ausgerechnet jenen Mann also, der keinerlei Anstalten macht, sich bestechen zu lassen, egal von wem. Franz bot ihm die Autokephalie an, aber Kyrill lehnte ab.

Und noch ein Auto fährt dieselbe Straße, wieder: Von Ost nach West. Dieser Fahrer ist der Cheka bereits voraus, aber er fährt einen Yugo, und es ist der

Patriarch of Constantinople. Nicht nur der Patriarch. Er ist sogar der Ökumenische Patriarch. Und dieses Wort Ökumenisch ist jenes machtvolle Wort, das Bartholomäus ermächtige, das Auto zu entführen, in dem er sitzt, das in der östlichen Orthodoxie aber außerhalb von Rußland (und der Ukraine) unterwegs ist.

Ehe Barti daherkam, gab es so etwas wie einen Östlichen Papst nicht. Es gab dieses Amt nicht. Denn nicht zuletzt ist der definierte Glaube der Östlichen Orthodoxie, daß es da kein Ding wie einen legitimen "Der Papst" nicht gibt, egal ob im Osten oder im Westen. Das, was ich hier Östlichen Papst nannte, wäre deshalb in den Ohren östlicher Orthodoxie weit aggressiver als das römische Konzept eines globalen Papstamtes. Bis in jüngste Zeit wären aber auch Gedanken wie ein Papstamt, das NICHT global orientiert ist, auf wenig Gegenliebe gestoßen. Jetzt aber ist alles, Ost- wie West-Papstamt, völlig aus dem Blick verschwunden. Nichts aus der Vergangenheit hat heute noch Gültigkeit. Und hier ist der Grund dafür.

Wir kennen die aktuelle Lateinische Situation. Der Blüte der lange sich bemühenden modernistischen Rose folgte ihr unmittelbares Verwelken. Im Westen ist die Zeit des Raskolnikow angebrochen. (Daß Sie, werter Leser, nun möglicherweise nicht wissen, was diese letzte Bemerkung bedeutet, sagt alles über den heutigen Zustand des (Un-)Glaubens in dem früheren Lateinischen Westen.

Die Welt des Ostens wurde erschüttert vom Anspruch des Bartholomäus, dem Patriarchen von Konstantinopel, daß er und nur er alleine die authentische Rolle eines Führers der Orthodoxen Welt inne habe. Eben "Ökumenische" Führerschaft. Er meint, daß ihm die anderen orthodoxen Kirchen rundum zu gehorchen hätten. Was nichts anderes bedeutet als "Papst des Ostens", was sonst, auch wenn es dafür keinen offiziellen Titel gibt.

Dabei gibt Bartholomäus vor, und zwar in jeder Hinsicht, daß sein Ziel eine Wiedervereinigung der Kirchen, und zwar Ost und West, ist. Um das zu erreichen, muß er zuerst einmal mit dem Papst im Westen übereinstimmen. Nur ist das Problem, daß diese Wiedervereinigung nur politischer, nicht spiritueller Natur wäre.

Diese Situation wirkt leicht betäubend auf die Vernunft, und zwar in mehrerlei Hinsicht. Zuerst einmal weil die Bedeutung des Papstamtes auf der Idee beruht, daß es nur ein Haupt der Kirche geben könne. Wenn Franz dem Konzept zustimmt, daß es so etwas wie einen östlichen Papst gibt, würde er im Endeffekt zugeben, daß seine eigene Rolle sich auch auf etwas Geringeres reduziert, nämlich auf die eines West-Papstes.

Umgekehrt hat Bartholomäus, wenn er nun sagt, daß es so etwas wie einen Ost-Papst gibt, den Glauben der östlichen Orthodoxie ins Herz getroffen und in Frage gestellt. Er würde die autonome (und autokephale) Natur der vierzehn "lokalen" Kirchen der orthodoxen Welt verleugnen. Bartholomäus gleicht damit Lincoln bei seinem Versuch, die Union zu bewahren. Außer, daß es da nie eine Einheit im Osten gegeben hat.

Die Idee einer sämtliche lokale Kirchen übergreifenden Einheit ist Anathema. Jede lokale Kirche ist niemandem außerhalb ihrem eigenen kanonischen Territorium verantwortlich. Und damit auch nicht gegenüber dem Papst, wie es ihn gibt. Diese Unabhängigkeit war die wahre Basis der Östlichen Orthodoxie, wie sie sich seit der Zeit des Photius gebildet und von der normalen Orthodoxie unterschieden hat. Und die das ist, was im Osten als Katholizismus bekannt war, ehe das große Schisma im Jahre 1054 formell stattfand.

Mit einem Mal aber versucht Konstantinopel, über Bartholomäus, der erste und nachdrücklichste Vertreter dieses schismatischen Ideals einer kirchlichen Autonomie/Autokephalie, eine romaneske Version des Papstamtes den übrigen dreizehn lokalen Kirchen des Ostens aufzudrücken. Das ist, um das Mindeste zu sagen, die empörendste und ungewöhnlichste Sache, die einem östlichen Ohr jemals zu Gehör gekommen ist.

Und es wird deshalb auch nicht besonders gut aufgenommen. Was einige Dinge in diesem ganzen Szenario erklärt. Wie erklärt man das Konzept eines östlichen Papstes den "ökumenischen Brüdern" in der östlichen Welt? Ganz einfach. Man stehle sein Auto und erzähle ihm dann, daß es ja ohnehin Dir gehört hat. Deshalb bist Du ja sowieso sein Papa, sein Papst. Er hätte nichts, gar nichts, wenn es nicht ohnehin für Dich gewesen wäre, nicht wahr? Also schluckt den Braten, Kinder.

Wir sind doch keine Geschwister ohne einen wirklichen Vater, oder? Wir sind immerhin eine Familie, das wird doch niemand bestreiten, und Barti ist ihre lange abwesende Vaterfigur, die sich jetzt aber geoffenbart hat. Wenn ihr dreizehn kleine Kinder das nicht mögt, dann wird Barti eben einige andere Waisen adoptieren und ihnen den Rest Eurer Sachen geben.

Im Wesentlichen ist es das, was im Osten durchgesickert war, als Barti begonnen hatte, alle die uralten "Bestätigungen" der Autonomie und Autokephalie neu zu interpretieren. Vergessen wir einmal, daß die meisten dieser dreizehn anderen, seit der Zeit des Photius bestehenden Lokalkirchen, Konstantinopel gegenüber nun genau das gemacht haben, was Photius Rom angetan hatte. Was auf nichts anderes hinauskommt als daß man das Auto des Alten Mannes gekapert hat (man hat die Besitztümer des Patriarchen, die sich in den Lokalkirchen befanden, an sich gerissen) und lauf weg von Zuhause.

Wie auch immer, es bleibt die Frage, wer nun noch im Yugo von Bartholomäus sitzt? Der eine ist Epiphany Dumenko, der Metropolitan der falschen Orthodoxen Ukrainischen Kirche (OUK). Der andere ist Hieronimus II., der Erzbischof von Athen und Primas der Griechisch-Orthodoxen Kirche.

Im Kurzen die Geschichte. Bartholomäus, der Erste unter Gleichen (Primus inter Pares) in der Orthodoxie, erweiterte seine Macht indem er den Titel des Ersten ohne Gleiche für sich in Anspruch nahm. Er vollzog das, indem er einseitig die Gründung einer neuen Kirche in der Ukraine anerkannte, die aus zwei schismatischen Kirchen bestand, die sich schon vor Jahren von der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche abgespalten hatten. Diese Ukrainisch-Orthodoxe Kirche ist es aber, die von den übrigen dreizehn lokalen Kirchen der östlichen Orthodoxie anerkannt wurde. Und zwar auch von Bartholomäus in Konstantinopel.

Das ist, als würde McDonalds neben dem bestehenden Franchise-Vertrag nun noch einen neuen Franchise-Vertrag einführen. Die neue Kirche (die Orthodoxe Kirche der Ukraine, OCU/OKU) erhebt nun Anspruch auf sämtliches Eigentum und Mitarbeiter (Gemeindemitglieder) der originalen Franchisenehmer, der Ukrainisch Orthodoxen Kirche (UOC/UOK).

Sehen Sie nun ein, werter Leser, warum alle die übrigen lokalen Kirchen über einen Papst Bartholomäus etwas nervös werden? Was geschieht, wenn sie ihm widersprechen? Er könnte einigen anderen Willigen einen neuen Franchise-Vertrag direkt neben dem eigenen gewähren, und dann heilige Eide schwören, daß den Neuen sämtliches Eigentum zustünde. Nun, was meinen Sie, werter Leser, wer diesen unglaublichen Betrug gekündigt hat? Die Unierten!

Das Eigentum, das Bartholomäus zu stehlen versucht hat (die UOC/UOK) ist zur Gänze der Russisch-Orthodoxen-Kirche (ROC/ROK) unterstellt. Die die größte der Einzelkirchen der östlichen Orthodoxie ist. Dieser 800-Pfund-Gorilla im selben Zimmer mit dreizehn lokalen Schimpansen der östlichen Orthodoxie. Jener Gorilla, der über vierhundert und mehr Jahre alle lokalen Kirchen finanziell unterstützt hatte, als sie unter Joch und Daumen des Sultans gekommen waren.

Barti und seine Quatschpuppe Dumenko versuchten sogar, eine von Kyrills Sommerresidenzen in der Ukraine zu rauben. Das hat Kyrill so richtig wütend gemacht. Und auch Vlad, wen sonst. Besonders seit Vlads Pläne sämtlich aufgegangen sind, und er auch alles sonst noch tut, um die Ukraine wieder in den russischen Orbit einzugliedern.

Beginnt nun die Sache endlich begreifbarer zu werden?

Wobei jetzt erst der wichtigste Punkt kommt: Die ROC/ROK ist fundamentalstes Element in der Unterstützung der Legitimitätsfrage von Vladimir Putin in Rußland. Was glauben Sie wem Vlad, der Fürst von Moskau, glaubt, wenn Kyrill seine Beschwerden vorbringt, und beklagt, daß hier ein versuchter Raub von Kircheneigentum im Schwange ist? Denn wenn Kyrills Ukrainische Kirchenprovinz in Richtung Westen umfällt könnte es glatt sein, daß Vlad niemals bekommt, was er so gerne möchte.

Verstehen Sie jetzt aber auch, was die Kriegs-Partei der Westlichen plant - das mit der Aufteilung des Heiligen durch das Profane beginnt? Wenn gelingt, was sie vorhaben, wird alles profan. Denn jeder von denen, die involviert sind und die ich bei diesem heraufziehenden Terroristen-Geschehen erwähnt habe, ist böse. Außer Donald. Er ist nur ein Heide der hofft, diese Aufteilung abwickeln zu können, ehe alle die übrigen Wagen eintreffen.

Machen wir aber vorerst einmal für eine Sekunde Zwischenstop, und erinnern wir uns, worüber ich im Ersten Teil gesprochen habe. Wer waren also die Bösen in diesem Spiel? Richtig, die Arianer. Und zwar sowohl die arianischen Bischöfe wie auch deren Generäle. Wissen Sie aber was? Die sind zurückgekehrt. Zombies sterben nämlich nie.


Morgen Teil 4)


 

Mittwoch, 15. April 2020

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus (2)

Sie finden hier eine Übertragung eines weiteren Artikels von Ianto Watt, der sich auf den Seiten von William M. Briggs ab 14. November 2019 findet (Teil 1 und Teil 2) und mit dessen freundlicher Genehmigung hier nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht. Auf vier Happen aufgeteilt, es wird täglich einen weiteren geben. Sein Inhalt scheint nur auf den ersten Blick sehr "amerikanisch". Das Schema, die historischen Bezüge und Muster, die man erkennt, die Archetypen, die Watt zeigt, finden sich aber in Europa und bei uns nicht weniger. Sie werfen ein weiteres erhellendes Schlaglicht auf das, was passiert. Und vor allem - wohin es gehen wird.

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus –
Gastbeitrag von Ianto Watt 

Erstmals veröffentlicht im Blog von 


Teil 2)


Chlodwig ist das Vorbild? Wir wollen es hoffen. Denn der hat gewonnen. Und wie hat er das geschafft? Zuerst einmal hat er sich mit dem geeinigt, was die allgemeinen Überzeugungen seiner Truppen waren, und die hat er gegen die Überzeugungen seiner Feinde gestellt. In diesem Fall gegen den Tiefen Staat des römischen Imperiums. Und dann hat er seine Truppen nach jedem Sieg vergrößert, indem er die Soldaten von seinen Feinden eingeladen hat, auf seiner Seite zu kämpfen.

Aber nur die Soldaten. NICHT IHRE ANFÜHRER.


Chlodwig war ein Auxiliar General (Hilfsgeneral für Legionäre; Anm.) in den römischen Legionen im späten 5. Jahrhundert. Das war ungefähr zu der Zeit, als die zentrale Macht Roms unter den Attacken meiner Cousins, der Barbaren, bereits ziemlich erschüttert war. Dabei war Chlodwig ja auch selbst ein Barbar, so wie die meisten seiner Männer. Das ist auch die grundsätzliche Definition von Auxiliartruppen, Hilfstruppen: Barbaren im Sold von Rom. Sie waren alles was in den Provinzen noch übrigblieb, als die italienischen Legionen bereits mehr und mehr gegen ihre Hauptstädte Rom und Konstantinopel zurückgedrängt waren. Aber die Soldzahlungen erfolgten bereits schleppend. Und das ließ manchen die Nerven durchgehen.

Das bedeutete, daß Chlodwig das war, was man heute "warlord" nennt, Bandenchef sozusagen, und es lag rein bei ihm, ob er es vermochte - oder nicht - mit seinem französischen Durcheinander zurechtzukommen, der zurückblieb, nachdem die patrizische Oberschichte die Szene bereits fluchtartig verlassen hatte. (Auf diesem Bild sieht man, wie so etwas bei einem gegenwärtigen Imperium aussieht.) Das war auch bei den angrenzenden Gebieten dasselbe, sie waren alle in derselben Situation, hatten alle dieselben Hilfstruppen, und waren alle von einem Barbaren-General angeführt, der vor demselben Problem stand wir Chlodwig.

Der bedeutende Unterschied war, daß alle diese Generäle der umgebenden Gebiete sich selbst als zivilisierte Römer sahen. Waren sie nicht alle zu der offiziellen römischen Staatsreligion konvertiert, dem Katholizismus? Hm, ja und nein. Wobei eher nein als ja. Klar, sie waren konvertiert. Aber nicht zum wahren Katholizismus. Stattdessen hatten sie sich für eine der ersten Aufblühungen des Protestantismus entschieden, die man damals Arianismus nannte.
Das ist jene Häresie, die da sagt, daß Jesus nicht seit aller Ewigkeit bestand. Seinen gottgleichen Status hatte er dann eher während seines vorbildlichen und außergewöhnlichen menschlichen Lebens erhalten. Und wenn ER das konnte, warum sollten sie das nicht auch können? War es nicht eine Tatsache, daß sie diesen Punkt sogar ebenfalls schon erreicht hatten? Waren diese Generale nicht schon genau so außergewöhnlich? Sie dachten mit Sicherheit so von sich.

So nebenbei ließ das die Lage so aussehen, daß sie mit dem erst kürzlich christianisierten Imperator - es hatte ja erst mit Konstantin begonnen - ebenbürtig waren. Das war politisch doch auch äußerst passend. Was für ein schönes Possenspiel!

Alle Generäle waren also Arianer. Außer einem: Clovis, der Heide, war der einzige, der kein Arianer war. Wobei die meisten seiner Soldaten keine Heiden mehr waren. Aber auch keine Arianer. Sie waren vielmehr Katholiken. Männer von der Straße, kleine Leute. Kleine Katholiken. Männer, die sich rund um einen einzigen spirituellen Führer auf Erden versammelt hatten. Und obwohl die Kirche mit dieser Arianischen Häresie fast gänzlich schon ruiniert worden war, sogar noch nach dem Konzil von Nicäa im Jahre 325, hatte diese Infektion den überwiegenden Teil der Bevölkerung NICHT angestellt. Nein: Es war der Großteil der Bischöfe, die vom rechten Glauben abgefallen waren, weil die arianischen Generäle ihren Willen durchgesetzt, die Bischöfe also nachgegeben hatten. In den Augen der Generäle war das das Ticket zur Legitimität. Denn wenn die Bischöfe sagten, sie waren von Gott gesegnet, warum sollte man daran zweifeln? Kein Bischof verweigerte den häretischen Generälen in jenen Tagen die Kommunion. Oder tat das einem seiner abgefallenen Brüder im Amt gegenüber.

Klingt das alles nicht irgendwie bekannt?

Als Chlodwig gegen diese benachbarten Generäle in den Krieg zog, waren seine Truppen nicht nur durch patriotische Gefühle (für ihre unmittelbare Heimat) mit Energie aufgeladen, sondern, was noch wichtiger war, durch eine gemeinsame Überzeugung. Eine Überzeugung, die ihnen als Menschen eine Würde gab, wie sie all den Heiden oder Arianern fehlte. Wen kümmerte es da, daß Chlodwig ein Heide war, solange er höchst wirkungsvoll gegen den römischen Tiefen Staat (solchen wie ihn Bischöfe oder Generäle darstellten) kämpfte?

Die Mehrheit der heutigen Kirchenhierarchie ist Teil des imperialen Tiefen Staates. Man schaue sich nur ihre Einkommenssteuererklärung an. Raten Sie mal, wer dafür bezahlt wird, staatliche "Nächstenliebe" zu betreiben.
 
Noch weitere Ähnlichkeiten gefällig? Dann erinnere man sich doch einmal an die Vorwahlsaison der Republikaner im Jahre 2016, als Donald mit siebzehn arianischen RINOs aufkreuzte. Romans In Name Only. Römer dem Namen nach. Sie alle waren vorgeblich Christen, aber alle waren von den originären (und immer noch gültigen) Dogmen der Kirche meilenweit entfernt. Dabei kritisiere ich Protestantismus hier natürlich nur wegen des mangelnden Zusammenhalts. Denn mit anderen Worten heißt das: Man kann nicht geeint zusammenarbeiten, wenn man nicht geeint IST.

Und das ist die Achillesferse unserer Nation. Dieser leuchtenden Stadt auf dem Berg. Wir können dem Imperium nicht widerstehen, weil wir ständig untereinander über Glaubenssätze streiten. Das bedeutet nicht weniger als daß wir unfähig sind, in einer geeinten Strategie vorzugehen, da brauchen wir von Taktik noch gar nicht reden. Schauen wir den Tatsachen doch in die Augen. War in diesem Aufgebot der siebzehn RINOs auch nur ein aktiver, praktizierender Katholik? Irgendeiner, der aktuell und aggressiv die katholische Orthodoxie verteidigte? Nein, mein Freund, der einzige, der uns unter diesen verwirrenden Umständen einen könnte wäre ein heidnischer Barbar. Mit flammendem Haar. Und einem katholischen Eheweib. Das ihn dann (und vielleicht tut sie es jetzt schon) wenn sich die Gelegenheit bietet zum Glauben bekehrt. So wie es Clothilde bei ihrem Chlodwig machte.

Bürger, stelle Dir einmal diese Frage: Wer, außer Donald, ist ernsthafter gegen den arianischen Irrsinn unserer Zeit aufgestanden? Wer ist in der Verteidigung Amerikas als Nation, der Amerikaner als Volk, aggressiver vorgegangen? Und dasselbe bei der Christenheit, in der Front der Abtreibungsgegner?

Nein, das nicht, vergleiche, werter Leser, ihn nicht mit einem Heiligen (und weise ihn dann wegen seiner offensichtlichen Schwächen zurück). Vergleiche ihn besser mit dem, was Du ohne ihn bekommen würdest. Denn was wäre das? Ein arianischer Herrscher. Im Arianismus geht es um "Weiterentwicklung", und wir wissen, wohin das führt. Schaue einer nur auf unseren letzten (neuen) Transgender-Kongressabgeordneten. Und mit jedem aus der Schar der Demokraten. Und - man muß die Wahrheit beim Namen nennen - bei dieser ganzen Höllenbrut von RINOs.

Chlodwig mag gegen seine römischen Generalskollegen gekämpft haben, aber nicht, weil sie Römer waren. Er hat gegen sie gekämpft, weil sie Arianer waren. Arrogante, imperiale Arianer. Männer, die von sich behaupteten, sie wären römisch, die aber nicht den Funken von Verpflichtung dem ursprünglichen Konzept der römischen Republik gegenüber fühlten, ehe sie das Geschlecht wechselte und sich zum Imperium wandelte. Wirkliche Männer fallen nie in diese "Entwicklungs- und Veränderungs"-Falle. Sie wissen, wer sie sind. Sie wissen, wer Gott ist. Und sie verwechseln diese beiden nicht.

Bedeutet das irgendetwas für Sie? Wissen Sie, worum es da wirklich geht? Glauben Sie, daß Gott und Caesar Freunde sind?

Nein, mein Freund. Chlodwigs Kampf drehte sich in allem darum, sich von einem Imperium zu befreien, das den Menschen auf die gleiche Stufe stellte wie Gott. Drehte sich darum, wieder einen Staat zu etablieren, in dem die Menschen ihre Treue zum wahren Gott über den König stellten. Drehte sich darum einen Anführer zu haben, der mit diesem Ideal übereinstimmte. Und das war das original römische Ideal.

Das ist der Grund, warum so viele der Armeen, die Chlodwig schlug, freiwillig in seine Armee eintraten, um sich dort dann für die nächste Schlacht gegen den nächsten arianischen General vorzubereiten. Letztendlich könnte man sogar sagen, daß Karl der Große auf den Schultern von Chlodwig stand. Jedenfalls wäre es klug von uns, diese Tatsache zu verstehen und so richtig einmal durchzuventilieren.

Fast niemand im Herzland Amerikas versteht, daß vor uns eine Kreuzung liegt. Alle glauben, daß es nur um ein Kopf-an-Kopf-Spiel im Politzirkus geht. Sie können sich nicht einmal vorstellen, daß da noch zwei (oder mehr) andere Fahrzeuge mit exakt denselben Absichten auf dieselbe Kreuzung zurasen, die aber im 90-Grad-Winkel darauf zufahren.

Amerikanische Nationalisten haben die letzten hundert Jahre (und länger) damit verbracht, das Imperiale Soma (siehe: Aldous Huxley, "Brave New World"; Anm.) zu sich zu nehmen, das da behauptet, daß Arianismus unsere wahre Religion ist. Man buchstabiert ihn nur wie "Amerikanismus". Und es steht auch direkt vor Ihnen: Arianismus. Genauso wie in Amerikanischer Exzeptionalismus. Oder, wie wir es heute sowieso schon nennen: Demokratie. Unsere wahre Religion des Neo-Konservativismus.

Dieses selbe politische System besteht sogar darauf, daß unsere originale Religion (die protestantische Christenheit) dieser alles übertrumpfenden Wahrheit untergeordnet ist, daß alles Heil von der Politik kommt. Und zwar von der Partei. Und von welcher Partei? Suchen Sie sich eine aus, sie sind alle gleich. Sie müssen nur hier unterschreiben, und das dann allen erzählen.

Unser Glaube ist schlicht und ergreifend von der Erastianistischen Richtung eines falschen Patriotismus in die Irre geführt. In dieser Version des "Patriotismus" wird die Nation über Gott gestellt. Während wir nach außen hin stolz erzählen, daß wir "eine Nation unter Gott" sind. Ist Ihnen jemals aufgefallen, daß der einzige Ort, wo es Gott gestattet ist, im Imperium aufzutreten, die Dollar-Note ist? Was uns so nebenbei einiges darüber erzählt, wen oder was wir wirklich anbeten, ob wir das begreifen oder nicht.
Und während wir klammheimlich darauf vergessen, daß unsere Nation als Republik verfaßt ist, und NICHT als Demokratie. Demokratie (also diese Form des Arianismus, wo alle Menschen Gott sind, oder dieser werden können) ist nämlich die Straße in den Ruin, wie schon der olle Aristoteles gesagt hat. Sie führt direkt zur Tyrannei.

Wenn wir auf dieser abschüssigen Straße bleiben, ist Tyrannei also unser letzter Zwischenstop. Denn es könnte sein, daß wir sobald wir dort ankommen, einen Zwischenstop erfahren. Ein kluger Mann würde das sogar in seine Berechnungen einplanen.


Morgen Teil 3)



Dienstag, 14. April 2020

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus (1)

Sie finden hier eine Übertragung eines weiteren Artikels von Ianto Watt, der sich auf den Seiten von William M. Briggs ab 14. November 2019 findet (Teil 1 und Teil 2) und mit dessen freundlicher Genehmigung hier nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht. Auf vier Happen aufgeteilt, es wird täglich einen weiteren geben. Sein Inhalt scheint nur auf den ersten Blick sehr "amerikanisch". Das Schema, die historischen Bezüge und Muster, die man erkennt, die Archetypen, die Watt zeigt, finden sich aber in Europa und bei uns nicht weniger. Sie werfen ein weiteres erhellendes Schlaglicht auf das, was passiert. Und vor allem - wohin es gehen wird.





Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus –
Gastbeitrag von Ianto Watt

Erstmals veröffentlicht im Blog von 


Teil 1)

Sind Sie je mit Autodrom-Autos gefahren? Wo man alle möglichen verrückten Kehrtwenden machen kann, und ohne Rücksicht auf Regeln quer über die Bahn fetzen kann, wo man mit anderen zusammenstoßen kann, ohne Angst haben zu müssen, jemandem wirklichen Schaden zuzufügen? Wo es keine Regeln des Straßenverkehrs gibt, und es nur einen Horror gibt - zu langsam dahin zu gondeln. Wo man einen schönen Totalzusammenstoß produzieren kann, der nicht mehr Wirkung hat als Herumgekichere? Macht Spaß, probieren Sie es!

Nur - haben Sie das je mit 100 km/h probiert?

Machen Sie sich aber darauf gefaßt, denn ich gehe davon aus, daß das bald kommen wird. Wir stehen sogar kurz davor, einen solchen maximalen Frontalzusammenstoß zu erleben. Sie meinen, ich spreche über unsere widersprüchliche politische Strategie? Das ist zwar nicht ganz falsch, aber das ist es nicht ausschließlich. Klar, es stimmt schon, die Politik in dieser Zeit ist so schlimm, daß es schlimmer kaum können könnte. Keine Anschuldigung, kein Vorwurf, der den Medien zu würdelos und niedrig ist. Als hätte man nur mit ihrer Fähigkeit zur Selbsthypnose kalkuliert. Nutten und Huren, wo man hinsieht. Und an mehr Orten, als man je gedacht hätte.

Aber die politische Situation ist in und aus sich nicht in der Lage, die Dinge so auf die Spitze zu treiben. Normalerweise können Menschen ja durchaus zwar von einer Idee besessen sein, aber trotzdem die Fähigkeit bewahren, dem Nachbarn noch genügend Raum zu lassen. Allerdings nur so lange als sie sich nicht entschieden haben zu glauben, daß es nur noch ihre Politik auf der Welt gibt. Und daß diese ihre Seite das Recht auf Wahrheit in der Monopolausführung gepachtet hat. Daß das Heil nur von ihrer Partei kommen kann.

Womit wir schon bei meinem ersten Punkt sind. Denn als Amerikaner stehen wir jetzt vor der Entscheidung, ob wir wirklich eine Nation werden wollen, oder das Gegenteil, ein Imperium. Beides zugleich geht nicht. Man kann nicht zugleich Romulus und Remus sein. Einer von ihnen muß sterben.

Wovon ich da rede? Daß wir kurz vor einem Hochgeschwindigkeits-Crash stehen? Absolut. Nach wie vor wird Das große Spiel am Broadway aufgeführt. Und genauso, wie das Römische Imperium nie ganz fiel, fiel auch nie das Britische Imperium. Zumindest sind ihre Financiers nie gefallen. Sie haben es alle bis heute irgendwie geschafft, zu überleben. Und jeder mit einem Auge und einem halben Gehirn ist in der Lage, die Trommeln für einen Krieg mit Rußland schlagen zu hören, die auch jene, die das Imperium führen, durch ihren Rhythmus steuern. 

Dasselbe Imperium, dieselben Wünsche, dieselben Resultate.

Ist es wirklich so simpel? Gibt es in diesem gigantischen Wettlauf der Hühner wirklich nur zwei Fahrzeuge? Oder gibt es da noch mehr Autos auf mehr Straßen, die alle zur selben Straßenkreuzung führen? Und haben diese dann dieselben Absichten wie die zwei politischen Fahrzeuge? Halten wir einmal inne, und denken wir einmal eine Minute darüber nach. Was könnte Männer dazu bewegen sich zu wünschen, in den Krieg zu ziehen, ja sogar: in den totalen Krieg? Gut, da gibt es einmal Patriotismus, der kann das sicher. Aber sonst noch was? Ja, auch das. Und zwar jenen Spieler, den man nicht nennen kann. Zumindest jetzt noch nicht.

Schauen wir uns einmal an, wem diese Autos gehören. Da haben wir einmal das Imperium, welches sich - SOP (Standard Operation Procedure, also Standardvorgangsweise) -  mit jedermann im Krieg befindet. Sehen Sie den Humvee, der mit Höchstgeschwindigkeit dahinrast? Erkennen Sie den Fahrer, den mit dem orangefarbenen Haar? Ich bin sicher, Sie erkennen ihn. Aber der Fahrer ist nicht wirklich das Imperium. Denn der Imperator ist nicht das Fahrzeug. Das ist er nie. Zu gefährlich, Sie verstehen. Der schaut allem nur mit sicherer Distanz zu. Und wenn er einmal etwas möchte, wird es ihm frei Haus geliefert.

So nebenbei, einen wirklich einzigen Herrscher gibt es nicht. Klar, Präsidenten wirken so, als wären sie wirkliche Herrscher. Aber die Geschichte hat uns gelehrt, daß diese Behauptung gar nicht stimmt. Die wirkliche imperiale Macht haust immer im selben Haus wie die Geldgeber. Die haben auf alles, was nur irgendwie von Wert ist, ein Pfandrecht. Wer dabei gerade der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist, egal zu welchem Zeitpunkt, ist nicht wirklich von Bedeutung. Von Bedeutung ist vielmehr, daß diese Geldgeber keinem Land wo immer auf der Erde verpflichtet sind. Keinem. Denn sie besitzen zwar in jeder Nation der Welt Häuser, aber wirklich wohnen, wirklich leben tun sie nirgendwo. Das sollten Sie nicht aus dem Gedächtnis verlieren, wenn sie das Spielfeld erkunden.

Diese Inhaber der Pfandrechte scheinen nun zu glauben, daß Donald die Präsidentenlimousine im Jahr 2016 gestohlen hat, und daß er nun versucht, damit über die Staatsgrenze (=Wiederwahl) zu entkommen. Um so in eine halbwegs sichere Situation zu gelangen, wo er zumindest nach seinen Vorstellungen dieses Auto seinen ursprünglichen Besitzern wieder zurückgeben kann. Mit anderen Worten: Es scheint da eine Auseinandersetzung darüber zu geben, wem dieses Auto überhaupt gehört.

Keine Frage ist, wer das Pfandrecht daran über die letzten hundert und drei Jahre besessen hat. Bis eben diese Pfandrechtseigentümer an dem Punkt gekommen sind, an dem sie glauben, daß Donald sie 2016 unrechtmäßig an sich gerissen hat. Und zumindest für eine kleine Weile sah es dabei so aus, als könnte er damit auf und davon rennen. Aber mit einem Mal, und mitten in einem Scheingefühl der Sicherheit, ist Donald's CIA "Leibwächter" im Passagiersitz neben ihm plötzlich seitlich nach links geglitten, hat seinen Fuß mitten auf den von Donald gestellt, und das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt. Das Bremspedal ist mittlerweile nur noch ein Haufen Brösel. Trump will raus aus Syrien? Vergiß es, Donald. Raus aus Afghanistan? Und sogar aus der NATO? Na das kannst Du erst recht vergessen. Raus aus der Ukraine? Daß ich nicht lache. Guter Versuch, Junge. Raus von egal wo? Na, hast Du noch alle? Die RePo-Leute des Imperiums geben nichts kampflos auf. Und kämpfen um alles bis zum Tod. Und zwar um Deinen Tod, Donald, darum geht es.

Und damit haben wir schon das wichtigste Problem für alle Insassen des Fahrzeuges. Da wird erbittert um jedes Rad gekämpft, und das Auto wird gefährlich zwischen den Leitplanken hin und her geworfen, ja es überschlägt sich sogar beim Vorwärtskommen. Es wäre schon ein Wunder, wenn es nur bis zur Halbzeit kommen würde, und das große Ziel kann es sowieso vergessen. Aber ich glaube eben an Wunder. Und es ist in meinen Augen schon ein Wunder gewesen, daß Donald unter diesem Druck der Anschuldigungen und Angriffe überhaupt so weit gekommen ist.

Das ist es also, das erste Auto, auf dessen Rücksitzen die patriotischen Imperiumssoldaten (wir) gefangen sind, während auf den Vordersitzen der tödliche Kampf anhält. Draußen ist es dunkel wie in der Hölle, und schon lange Zeit hat man kein Verkehrszeichen mehr gesehen. Wo sind wir überhaupt? Und kommen wir den Rücklichtern vor uns näher?

Offenbar nicht. Sie scheinen genauso schnell unterwegs zu sein wie wir. Unvermindert rast dieses Falkatus-Monster auf Rädern dahin. Es rast die Hauptstraße hinunter, und macht keinerlei Anstalten, einmal zu wenden. Der Fahrer hat nämlich eine Pistole an der Schläfe. Denn das ist die Art, wie in dem Geschäft gearbeitet wird. Keinen Moment denkt er daran, seine möglichen letzten Sekunden für eine bestimmte Mikro-Sekunde an Klugheit zu verkaufen, einfach indem er etwas Verrücktes macht, indem er zum Beispiel einmal heftig auf die Bremsen springt. Er kennt seine Geschichte. Genauso wie Leute, die wissen, daß das imperiale Rom endgültig vorbei ist, weiß er auch, daß die Sowjetunion Geschichte ist. Nur seine Führer sind es nicht. Besser den Wettbewerb der Halbstarken jetzt mitzuspielen, als später möglicherweise den Kürzeren zu ziehen. Es ist besser, den 'ehemaligen' KGB-Typen im Rückspiegel keinen Moment aus den Augen zu lassen, als nach vorne einen Blick durch die Windschutzscheibe zu werfen.

Was soll das, sagen Sie nun. Das ist doch nur eine weitere Episode dieses typischen Machtkampfes des Imperiums mit dem Möchtegern-Imperium von Rußland. Das haben wir doch fünfundsiebzig Jahre lang gespielt, und niemand hat jemals das Imperium besiegt. Ein paar Rückschläge, höchstens. Korea. Kuba. Berlin. Saigon. Kabul. Damaskus.

Alle diese vergangenen Duelle und Wettkämpfe wurden von amerikanischen Nationalisten gestemmt. Immer dabei im Namen der amerikanischen Imperialisten. Die meisten dieser vergangenen Geschehnisse sind zudem passiert, wenn die 

Kämpfer auf amerikanischer Seite überwiegend Christen 

waren. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, daß sich zwar die meisten selbst als Christen einschätzen, aber dabei übersehen, daß es eine Million unterschiedlicher Richtungen und Schattierungen in dieser Bekenntnisreligion gibt. Und täglich kommt eine neue Geschmacksrichtung dazu.  

Amerika ist immer eine protestantische Nation gewesen, und zwar ganz von Anfang an. Was sicherstellt, daß es niemals so etwas wie eine einzige richtige Lehre gibt. Eigentlich ist sogar das Gegenteil richtig. Und das ist genau die Art, wie uns die Meister des Imperiums auch kontrollieren. Wenn wir keine einheitlichen Überzeugungen haben, können wir auch nicht sagen, was uns zu einer geeinten Nation machen könnte. Umso freimütiger beten wir wie ein imperiales Mantra den Satz herunter, daß Amerika die Christenheit IST. Und umgekehrt. 

Also ist es auch egal, wenn wir sagen, daß Cesar dem Christentum nahe steht (oder eher sogar noch besser ist als dieses). Dazu muß man nur Max Boot* fragen. Oder Bill Kristol*. Oder Hillary**. Oder alle die übrigen in diesem tiefen (und breiten) Staat. 

Oder fragen Sie gleich auch Bill Buckley***, wenn Sie ihn mal sehen. Ach nein, den nicht, denn der war nie ein katholischer Amerikaner. 

Der war ein amerikanischer Katholik. Das ist dasselbe wie ein Protestant. Und alle diese Varianten und Spielformen sind auf die eine oder andere Weise nur eine Variante des Arianismus. Vielleicht etwas verwässert, wie man so sagt, aber die wesentlichen Elemente dieses Exzeptionalismus, dieses "Besondersseins"****, ist in ihnen allen enthalten. 

Und genau das findet sich im "American Exceptionalismus", diesem amerikanischen Glauben, außergewöhnlich zu sein, auf dem dieses ganze Imperium aufgebaut ist. Und dessen sich alle die oben Erwähnten auch fleißig rühmen. Alle die, die uns brav dem Cäsar unterworfen halten. 

Die Wurzeln der Varianten protestantischer Religiosität unter allen diesen "Einfachen Amerikanern" (einschließlich der amerikanischen Katholiken der Spielart, wie es die Jünger von Buckley sind) sind ein Ergebnis des mangelnden historischen Wissens über sie. Solcherart, unseren eigenen Fähigkeiten überlassen, sind alle diese einfachen Amerikaner unfähig, ihre Aktionen zu koordinieren. Sie haben keine allseits anerkannte Leitfigur, um die sie sich scharen könnten. Wir sind deshalb für alle, die einen gut durchdachten Plan haben, leichte Beute. Zu viele Religionen meint zu viele Häuptlinge, aber nie genug Indianer.

Dennoch unterscheiden wir uns vollständig von den Truppen, die voller Überzeugung dem heidnischen König Chlodwig gefolgt sind. Sollten Sie nicht wissen, wer diese historisch so herausragende Persönlichkeit war, und was er erreicht hat, wäre es Zeit, sich darüber schlau zu machen. Hören Sie auf, ein Faulpelz zu sein. Es gibt nämlich keinen anderen Weg auch herauszufinden, wer Donald wirklich ist. Oder sein könnte. Gegen WEN er wirklich kämpft. Und WOFÜR er wirklich kämpft.

Morgen Teil 2)


*Man könnte diese Namen vielleicht mit Leuten unserer Berichterstattung vergleichen, die als "Weise Leute" in den Medien hochgespielt werden, in Wirklichkeit aber eine Ideologie verkünden, Interessen führender Kreise vertreten, anstatt objektiv zu informieren. Die so aber das Publikum glauben machen, es liefe alles rund in unserem Staat, und die Menschen sollten ruhig bestimmten Leuten glauben.

**Da muß man nichts dazu sagen.

***William "Bill" F. Buckley ist ein als "besonders Konservativer" auftretender US-Nationaler. Alles zusammen also sind die angeführten Namen Personen, die sich als führende Stimmen der Konservativen gebärden und jede Menge Jünger haben. 

****Wie der Protestantismus, hat auch der Arianismus, der in den ersten Jahrhunderten nach Christus auftrat, mit der Losung eines "einfachen Verständnisses" gespielt. Luthers "den Leuten aufs Maul geschaut" war dabei aber genau kein "einfacheres Verständnis", sondern weil das Große, das Hohe nicht verstanden wurde (und eben nicht so einfach und ohne Mühe zu verstehen ist), wurde es nicht "einfacher ausgedrückt", sondern zu etwas Anderem simplifiziert. Nicht ohne zu betonen, daß alles doch dasselbe wäre. Das nun aber auch der bequemere, faulere Geist rasch "versteht". 

Sieh da, plötzlich war es auch populär! Jesus = Gott? Ach, das muß ja nicht sein, und seine Lehre ist ja auch so noch toll, muß man nix ändern, und Jesus war doch echt ein geiler Typ, nicht wahr? Und sieh da: Arianismus war schon zur Römerzeit die "Religion" der "Eliten". Denn wer selbst der Maßstab für "Bedeutung" ist, ist eben auch ... so besonders wie das oder der, was oder wen er "erklärt". Und das ist der springende Punkt.




Sonntag, 17. März 2019

Das trojanische Pferd namens Marshallplan (Epilog)

Epilog


Auf besondere Bitte ein Auszug aus einem Brief



"Benedict/Ratzinger hat den Artikel 2017 verfaßt! Es gab ja im vorigen Jahr sogar eine heftige Reaktion darauf, einige deutsche "Theologen" haben ihn angegriffen und ihm Antisemitismus vorgeworfen, gesagt, er sei nicht der große Theologe, als der er dargestellt werde. Benedict hat sich natürlich sofort quasi entschuldigt, er habe es nicht so gemeint, etc. etc. Dabei ist der eigentliche Skandal ja, daß Benedict schreibt, daß die Juden keine Bekehrung bräuchten (weil sie ungebrochen Gottes Volk seien, das arbeitet er in dem Artikel u. a. heraus), was klar der katholischen Auffassung (und der Hl. Schrift) widerspricht. Wo die Taufe unabdingbar für das Heil ist, und man nur als Getaufter zum Volk Gottes gehört.

Ich hätte davon nichts erfahren, wenn mich nicht William Briggs gebeten hätte, ihn ins Englische zu übersetzen. Was ich ablehnen mußte, denn so gut ist mein aktives Englisch sicher nicht. Aber ich habe mich bemüht, native speakers, zwei amerikanische Priester dafür zu gewinnen, die jedoch schon in Österreich Theologie studiert haben. Die haben aber auch abgelehnt, weil das Deutsch Ratzingers darin dermaßen schwierig sei, daß sie sich nicht hinausgesehen haben. Na klar, er versucht die Quadratur des Kreises, schrecklich verschwurbelt alles deshalb auch im Deutschen. Er versucht quasi nur ja nix gegen die Juden zu sagen.

Und das ist ein schwerer Fehler. Denn so kann man sie schon gar nicht verstehen. Vor allem aber wird durch die Tabuisierung des Themas eine Gegenwehr unmöglich, weil man die Gefahr nicht erkennen kann, man den Grundimpuls der Juden nicht sieht: Bestehende Ordnungen, vor allem aber in christlichen Gesellschaften, zu zersetzen. Aus dem Grundimpuls: Ablehnung des Erlösers. Also "kann" er nicht der Erlöser sein. Also kann keine Ordnung, die auf ihm beruht, gut und stabil sein, das würde gegen die Juden aussagen.

Die Position der Kirche war deshalb immer "sicut Iudaeus non" - es sind Juden, doch niemand darf ihnen etwas antun. Aber man muß auch den Juden gebieten und sich wehren, wenn sie wie überall bestehende Gesellschaftsordnungen untergraben. Noch 1890 hat der Vatikan in "La Civiltà Cattolica" eine Artikelserie veröffentlicht, in der gewarnt wurde, daß nämlich Gesellschaften, die den König abschaffen, immer und überall bald von den Juden beherrscht und versklavt werden.

Der Großonkel von Benedict/Ratzinger, Georg Ratzinger, auch ein Kleriker, hat rund um 1870ff. mehrere Bücher zur Judenfrage veröffentlicht. (Ich habe bzw. kenne einige davon.) Er hat davor gewarnt, daß Deutschland unter das Joch der Juden geraten ist. Wenn man das Problem nicht klar aufgreift und anspricht, werde es deshalb zu einer gewaltigen Judenverfolgung kommen, weil sich die Deutschen irgendwann dagegen auflehnen würden. Es müßte nur ein Führer (wörtlich) daherkommen, der dieses unbewußte Gefühl benennt und ans Tageslicht hebt. Recht hatte er.*

Der liberalistische Kapitalismus führt automatisch zur Judenherrschaft, und Deutschland hat sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dem Kapitalismus vorbehaltlos an den Hals geschmissen. Das war der tiefere Grund, warum das zentralistische Kaiserreich 1871 ausgerufen und von so vielen (vor allem von den großen Unternehmen) gewünscht wurde. So konnte Deutschland wirtschaftlich "modern werden". Was ja dann gründlich gelang. 1900 hatte Deutschland sogar England in der Produktionsleistung übertroffen, trat nun in Konkurrenz mit den USA. Weil das aber nur über Geld und vor allem über Kredite geht, gerät eine Volkswirtschaft wie von selbst unter jüdisches Joch, und das passierte auch hier. Denn die großen Kapitalien und Banken stehen weltweit alle unter jüdischer Fuchtel (Ostküste/Wallstreet, vor allem aber London). Aus denen refinanzieren sich sogar nichtjüdische Banken, sodaß es auf dasselbe hinausläuft. 
Der Rest ging nach 1871 wie von selbst. Aus dem Deutschland der Völker wurde ein zentralistisches, ideologisches Konstrukt "Deutschland" nach dem Modell Preußen. Eine Perversion der Reichsidee, die diesen Namen nur vorschützte, weil sie Legitimität brauchte, die nur die Völker selbst haben: Deutsches Reich. Plötzlich entstand sogar ein "deutsches Volk", das es aber noch nie gegeben hatte und bis heute nicht gibt. Die nur geistige Idee (die das hätte bleiben müssen - ein Universalium) wurde als Staat zum realen Ding gemacht. 

Dieses wurde durch den kapitalistischen Umbau der Wirtschaft (plötzlich gab es sogar in Bayern Großunternehmen - sie waren am meisten für einen "Staat Deutschland" gewesen - und ihr Pendant, die Proletarier) rasch groß und stark. Die Entwicklung, die im Spätmittelalter grundgelegt worden war, wurde nun vollendet. Mit denselben sozialen Verwerfungen wie damals. Als nämlich der liberalistische Kapitalismus in der Form entstand, wie wir ihn heute kennen: Als staatsgestützter Wucher. Sofort war deshalb auch der Feind definiert. Es war die katholische Kirche.

Aber daraus erwächst notwendig der Anspruch auf Weltbedeutung, daraus wächst die Dringlichkeit der Rüstung, daraus wächst Konflikt mit bestehenden Weltmächten.**




*Ich vermute fast, daß Benedict/Ratzinger sich für diesen Onkel "pflichtgemäß und als Deutscher" schämt, und daß das auch ein Motiv für seine seltsamen Windungen ist."

**England und USA, aber auch die Franzosen. Die hatten sowieso auf Rache gedrungen und (geschürte wie echte) Angst vor der deutschen Stärke, und Rußland - das zunehmend von Frankreich finanziert und angestachelt wurde - wollte auch endlich etwas gelten, es hatte sich ja erst kürzlich blutige Nasen gegen Japan geholt. Das ebenfalls wie Deutschland aufgeholt hatte, sich kapitalistisch machte, und nun im Osten groß werden wollte. Alles das - und schon haben wir die Zutaten für den Ersten sowie den Zweiten Weltkrieg. Schon gar wenn man nun noch die Lunten - konkrete überstaatliche, nichtstaatliche Interessen und Interessensgruppen, entfesselte Avantgarden und Eliten, die alles Bestehende nur noch zerstören wollen ... - berücksichtigt, die die Reaktionsfreudigkeit dieser Zutaten soweit zu jenem kritischen Zustand bringt, in dem sie fast wie von selbst reagieren und explodieren. Aber noch mehr: Angesichts einer Politik, die völlig neue Formen annimmt, und von Personen gekennzeichnet ist, wo sich einerseits wenigstens restanständige, traditionelle Führungskräfte, die noch Verantwortungsbewußtsein auch einem Absoluten gegenüber haben, die tatsächlich noch als christlich bezeichnet werden können, Personen gegenüberstehen, die völlig skrupellos eigene Ziele verfolgen und ohne Bedenken lügen und täuschen.







*190119*

Samstag, 16. März 2019

Das trojanische Pferd namens Marshallplan (3)

Teil 3) Ein traumatisiertes Volk ist immer eine fette Beute




Alles Eigene wurde - man denke an "Der autoritäre Charakter" von Wilhelm Reich, ein Buch mit enormer Wirkung - mit einer Weltanschauung als Grundhaltung gleichgesetzt, die zwangsläufig zum Nationalsozialismus führen mußte, weil dieser im Grunde war. Die patriarchale Familie, jede bestehende, traditionelle Autorität wurde damit prinzipiell zum Ursprung des im Nationalsozialismus seine Vollgestalt annehmenden Bösen.²

Damit wurden die gewachsenen Gesellschaftsstrukturen zertrümmert, die (wie immer und überall) auf Hierarchie und Autorität beruhten, und klammheimlich neue Autoritäten (die das zu sein kaschierten) installiert. Politik wurde zum "social engineering", zur gezielten Veränderung psycho-sozialer Strukturen und Ordnungen. Zwar verschwanden die äußeren Trümmer, aber das Land wurde innerlich in Schutt und Asche gelegt. Sodaß es gegen die wirksamste Waffe der USA, die sexuelle Revolution, keine Abwehrkraft mehr hatte. 

Von diesem auf den Kopf gestellten Freiheitsbegriff ausgehend, war Deutschland und Europa leicht zu lenken, denn über ihn zersetzte sich jede soziale Bindung (die jene geistige Bindung ist, die im Wort verankert ist;  Wort, Sprache aber war nunmehr vom Gift der Auflösung durch die Ideologie der Revolution bestimmt) und isolierte den Einzelnen zum bloßen Knecht seiner Leidenschaften. Die per Anreize fast beliebig zu triggern sind. Ein solcherart gelenkter Mensch kümmert sich nicht mehr um wirkliche staatliche Angelegenheiten. Er ist zufrieden, wenn er seine Begierden ausleben kann. Und das garantierte der Sozialstaat. Denn auch den Linken war es willkommen ein Volk vor sich zu haben, das zufrieden war, wenn man ihm Zucker und Honig ins Maul schob, während man ihm seine Kleider raubte und den Stuhl unterm Hintern wegzog. 

Gleichzeitig begann freilich auch die USA selber, durch social engineering alle verwurzelten Völker, die das Land ausmachten, vor allem aber die katholische Kirche, die diese zahlreichen ethnischen Gemeinschaften von innen her stützte und nährte, durch gezielte Maßnahmen zu zerstören und zu unterhöhlen. Aus verwurzelten Identitäten wurden leicht steuerbare Konsumentenmassen. Aus integren Kulturträgern wurden oberflächliche Wohlstandsklumpen. Die neue Doktrin war die Ideologie des Amerikanismus, mit seiner Grundlage, dem Liberalismus. Was bedeutet er? Er bedeutet, daß der kapitalistische Liberalismus (als mißbräuchliche und anti-moralische Umdeutung des Freiheitsbegriffs) die erste Staatsdoktrin war, der sich alles unterzuordnen hatte. Amerikanismus könnte sogar so definiert werden, daß nur der Amerikaner ist, der gar keine Identität im naturrechtlichen, natürlichen, dem Wesen des Menschen gemäßen Sinn, sondern nur eine Behauptung, also eine universale Amerika-Ideologie hat.*

Hinfort war es nicht mehr der Mensch und seine natürliche Lebensweise, die ohne Verwurzelung nicht möglich ist, die Identität bestimmte, sondern die universalistische Idee eines "Amerika". Dessen Geist - mit seinen Brechstangen "Demokratismus", "Konsumismus" und "(Pseudo-)Freiheit", aber nicht zu vergessen: Dem "Anti-", also "Anti-Kommunismus", "Anti-Terrorismus", als notwendiger Klebstoff - Amerika über die ganze Welt verbreitete und ihm überall dieselben Früchte vom Baum fallen ließ: Die Wehrlosigkeit weil Aufgelöstheit der genuinen Völker und Staaten. Das macht deutlich, warum das Großkapital daran so interessiert ist. Denn ihm werden diese Völker zu "Märkten", in die man jederzeit einbrechen kann. Die Gegenwehr, die man heute feststellt, beruht auf der Tatsache, daß andere Länder allmählich davon zu profitieren begannen, und nun dieselben Methoden gegen die USA anwenden. Darin gründet Trumps "America first", seine Wirtschaftskriege - in dieser Gegenwehr. Trump weiß nur zu gut, wie wirksam diese Waffe ist.

Das alles wurde auch in Europa durch den Marshallplan, der vermeintlich so großzügigen, selbstlosen Hilfe des "großen Bruders USA" eingeleitet. Zwar stimmt, daß er die Initialzündung für die künftige Prosperität Europas war. Aber er war es letztlich nur - und da stimmt der VdZ mit Mueller überein - weil die Länder sich aus eigener Kraft wieder aufrappelten, zum einen, aber zum anderen, weil damit dem amerikanischen Großkapital jedes Tor geöffnet wurde. Der deutsche Wohlstand ist deshalb sogar nur zu einem gewissen Teil die Frucht mittelständischer, individueller Lebensleistung der deutschen Völker. Deren Mittelstand um seine Früchte gebracht wurde. Man denke an den richtungsweisenden Fall Borgward im Jahre 1961**, denke an all die "Strukturbereinigungen", die ab den 1970er Jahren Branche um Branche zugunsten des Großkapitals ruinierte. Er ist zu einem guten Teil die Folge einer auf Funktionalismus umgewandelten Lebensweise, die mit dem verwurzelten Europäer unvereinbar war. Aber das erkannten nur wenige. 

Denn der Amerikanismus braucht Entwurzelung. Weil seine Staatsideologie, der liberale Kapitalismus (der, noch einmal, mit freiem Markt nur entfernt etwas zu tun hat, nicht aber mit ihm identisch ist), der mit der Geldhilfe 1948 erstmals und als trojanisches Pferd nach Europa transferiert wurde, das ihm zuliebe wie die Trojaner sogar die Mauern einriß, damit es in die Mitte der Stadt kommen konnte, nur steuerbare Funktionsträger braucht. Freiheit der Person ist deshalb sein größter Feind.

Morgen) Epilog


²Was dort und damals begann, hat sich über die Jahrzehnte so weit fortentwickelt, daß es heute allen Ernstes Ansätze gibt, Männlichkeit zur psychischen Erkrankung zu erklären. Die American Psychology Association hat das auf die Agenda gestellt. Diese Leute nennen ihre Hervorbringungen allen Ernstes "wissenschaftlich". Gut, daß sie zu scherzen verstehen haben sie ja schon in der These bewiesen. Der VdZ weist deshalb schon lange darauf hin, daß die Psychologie in der heutigen Form (die auch Heimito von Doderer als "Geisteserkrankung" bezeichnet) radikal und ausnahmslos verboten, und sogenannten Psychologen jede "akademische Würde" weil offensichtlich betrügerisch erschlichen aberkannt werden muß. 

Darüber hinaus müssen sie bis ins dritte Familienglied enteignet werden, um wenigstens einen Bruchteil der Schäden auszugleichen, die sie bereits - voll beabsichtigt, denn das ist der wahre Grund, Psychologe zu werden - angerichtet haben. Es gebe Ausnahmen? Nein. Hier gilt einmal das Stellvertretungsgesetz. Ferner aber, wer den Unsinn studiert, der an Universitäten gelehrt wird, wer dort nicht eine Revolution anzettelt (oder wenigstens das Studium abbricht), ist an allen Folgen mitschuldig, weil er die Zerstörung genau damit unterstützt.

*E. Michael Jones weist immer wieder darauf hin, daß die Idee "Weißer" als Selbstbestimmung nur ein Notgriff angesichts einer nicht mehr vorhandenen originalen Identität ist. Aus allen sozialen Geflechten entflochten, greift der Mensch hilflos um sich, und findet nur noch dieses Unterscheidungs- und somit Selbstidentifikations-Merkmal - Weiß. Anders als die Schwarzen, Gelben, Mestizen ... Aber "weiß" ist inhaltsleer. Es gibt keine "weiße" Identität. 

Diese Unterscheidung entstand als Folge des Sezessionskrieges in den US-Südstaaten, als die Nationalitäten und Regionalkulturen zerschlagen - traumatisiert (der Feldzug des Nordens ging ja bekanntlich immer mehr in eine völlige Vernichtung der Kultur und Lebensgrundlagen des Südens über) - waren, und man verzweifelt nach einem Abgrenzungs-, also Identitätsmerkmal suchte. Denn ohne Identität kann niemand leben. Aber das Eigene (erinnert das nicht an Deutschland nach 1945?) war quasi verboten und "schlecht". In dieser Situation bot sich die Idee "Weiß" aus dem Norden (sic!) an. Denn dort, im protestantisiert-judaisierten, wurzellosen Niemandsland, war diese Abgrenzung zuvor schon existent. Denn man könnte diese beiden Religionen/Konfessionen als Ergebnis von Entwurzelung bezeichnen.

**Diesen Fall der Vernichtung eines großartigen mittelständischen Bremer Unternehmens - Borgward war damals drittgrößter Automobilhersteller Deutschlands - versucht ein 2018 fertiggestellter deutscher Film aufzuarbeiten. Der VdZ hat ihn schon gesehen. Zwar läßt er manchen Wunsch offen, aber er ist dennoch sehenswert.




*170119*