Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Sonntag, 18. September 2022
Gedankensplitter (1437)
Montag, 12. September 2022
Viel zu spät, und dann auch noch falsch (1)
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| Synode 2022 - Katerjammern |
Sonntag, 31. Oktober 2021
Gedankensplitter (1355b)
Samstag, 30. Oktober 2021
Gedankensplitter (1355a)
[Man erzählt sich von] allen wahrhaft großen Menschen, daß sie mehr Typen als Individuen gewesen seien.
(Richard von Schaukal, Erkenntnisse und Betrachtungen)
Persönlichkeit entfaltet sich in dem Maß, als der Mensch sich auf einen Ort hin überschreitet. Nicht im "Selbst sein wollen" liegt also die Größe, sondern in der Bereitschaft zu empfangen, dessen, was immer da kommt, indem man sich an eine Aufgabe, an eine Identität, an eine (immer erhaltene, einem übergebene) Position in der Welt hingibt.
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Im Magna-Autozulieferteilebau-Werk in Graz, der Hauptstadt der Steiermark (eine Fabrik, die übrigens auch und im Auftrag von Mercedes, BMW etc. jährlich zehntausende Autos baut, das aber nicht an die große Glocke hängt, um die Automobilfirmen/-marken, ihre Kunden am Teilemarkt, nicht zu vergraulen), in diesem Werk also wurden ab Ende September die Werkskantinen für alle Ungeimpften gesperrt. Während die Firma nichts dagegen hat, daß am Fließband Geimpfte und Ungeimpfte nebeneinander stehen, miteinander arbeiten, wird beim Essen diskriminiert. Eine eigene Kantine für Ungeimpfte gibt es natürlich nicht.
Wohlgemerkt: Wir reden hier von GESUNDEN. Die behandelt werden, als hätten sie eine Seuche. Während die Geimpften doch aus einem Grund geimpft worden sind, den man "Immunität" nennt. Wie sie bei Genesenen besteht.
Nachdem es also nicht um Gesundheitsaspekte gehen kann, denn dann dürfte man die Gesunden überhaupt nicht mehr beschäftigen, stellt sich die Frage, was damit bewirkt werden soll. Und wer soll nun wen noch anstecken? Oder handelt Magna einfach bewundernswert klug, weil die Gesunden vor der Infektion durch die Geimpften geschützt werden?
Auch möglich. Aber einen merkwürdigen Umstand sollte man denn doch beseitigen. Den, daß so getan wird, als hätten Gesunde einen Mangel! Indem man sie zu UN-....(irgendwas) macht. Dabei sind SIE DIEJENIGEN DIE KEINEN MANGEL HABEN, und darin jedem Geimpften völlig überlegen.
Wir leben aber überhaupt in einer Zeit, in der das Normale zum Mangel wird. Und sich alle möglichen Parteiungen und Bewegungen die größte Mühe geben, Rezepte zu verbreiten, mit denen das Normale, das Gesunde zu einem Ungesunden und Unnormalen wird.
KEINES DIESER REZEPTE ABER, DAS NICHT SELBST ES IST, DAS KRANK UND ABNORMAL MACHT.
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Noch ein Wort zu Graz:
Freitag, 5. Juli 2019
Welt und Liturgie: Raum durch Schall
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Montag, 24. September 2018
Was ist ein normaler, geistig gesunder Mensch?
Sheen zeigt damit, daß er einerseits am tiefen Strom der Wirklichkeit verankert war, der seine Ewigkeitsdimension als historische Zeitlosigkeit erweist. Aber er zeigt andererseits, daß die entgeistete, entgöttlichte Welt und Materie auf eine berechenbare Weise mechanisch abläuft, die von Leben, Geist, Freiheit nicht einmal mehr Ahnung hat. Weil sie tatsächlich wie eine Maschine - weil die entgöttlichte Welt zur toten Materie entartet! - abläuft.
Es war jene Zeit, in der sich die antikatholischen Kräfte sammelten, weil sie die sichtbar zunehmende Macht der Katholiken in den USA (1962 kam mit John F. Kennedy sogar noch der erste katholische Präsident an die Macht) aus naheliegenden Gründen fürchteten. Eines der populärsten Bücher in genannten Kreisen war Paul Blanshards "Freedom and Catholic Power", das die zunehmende Macht des Katholizismus als Apokalypse der amerikanischen Freiheit in apokalyptischer Dimension zeichnete und eine Panik auslöste.
Er zeigte, daß der Katholizismus dabei war, die USA "zu übernehmen". Zumal sich schon alleine aufgrund der Geburtenrate in kurzer Frist eine katholische Mehrheit in den USA abzeichnete. Rockefeller fuhr persönlich zu Papst Paul VI., um ihn zu bewegen, die Verhütung zu akzeptieren! Was der natürlich zurückwies.
Also taten sich die Protestanten der Ostkirche (Puritaner) und die Juden zusammen, deren Geburtenraten lange schon in heutigen suizidalen Dimensionen lagen, und berieten, was sie gegen diese "Bedrohung Katholizismus" machen sollten. Der Kampf gegen die Katholiken - dem sich bald der CIA anschloß, weil der Katholizismus auch als Gefahr gegen die Bildung eines kriegsfähigen "geeinten" Amerikabewußtseins galt - begann dezidiert in den 1950er Jahren, und er setzte effektiv vorerst über den im Kalten Krieg entscheidend gesehen "Anti-Kommunismus-Amerikanismus" im social engineering an. Der sich als "Stadterneuerung" ausgab. Wie bei uns!
In dem die ethisch-religiösen Einheiten und Viertel in den Großstädten der USA systematisch durch gezielte, organisierte Zuwanderung (und damit Umwandlung in "kulturell-ethnische Vielfalt") aufgebrochen wurden. Martin Luther King erhielt persönlich (und nachweislich) von Rockefeller 25.000 Dollar, um von New Orleans nach Chicago umzusiedeln und dort ein "Rassenproblem" aufzubringen, das es dort vorher einfach nicht gab. Aber nun war der Maßstab der Schwarzen eben, alles dürfen zu sollen, was jede ethnisch-religiösen Gruppierungen durften. Weil diese nicht mehr das Recht haben sollten, ihr bisheriges Eigensein von Lebensräumen zu behaupten.
Hunderttausende, Millionen Neger wurden schon in den Kriegsjahren als billige Arbeitskräfte (denn die Männer im Norden waren vielfach als Soldaten ausgezogen) aus dem Süden in die Städte des Nordens transferiert. Sie hatten dort wie jede andere ethnische Gruppierung erst ihre eigenen Viertel gehabt. Aber nun brachen sie binnen kurzer Zeit alle zuvor prosperierenden, lebendigen, solidarischen ethnisch-religiösen Einheiten auf.
Der Begriff des "Weißen" ("Schwarzen") entstand, ja wurde als rassischer Gegensatz buchstäblich geschaffen, obwohl es dieses Unterscheidungskriterium zuvor (und nicht nur im Norden) nie gegeben hatte. Aus Litauisch-, Polnisch-, Irisch-, Französisch-, Italienisch-, Deutschstämmigen wurden plötzlich "Weiße". Die in die modernen Einfamilienhaus-Vorstädte verdrängt wurden, wo sich alles isolierte, das zuvor blühende soziale Leben aufhörte, der Einzelne auf Fernseher und Wochenendbarbecue reduziert wurde. Und damit in Anonymität und Vereinzelung - zum "patriotischen Konsumenten" gewandelt - verschwand.
Und das, was man heute als "Normalzustand" der Geistesverfaßtheit des Menschen ansehen muß, ist das sicherste Zeichen für die geistige Abnormalität eines Menschen!
Denn dieser ist nicht mehr der Vernunft zugängig bzw. ruft diese nicht als entscheidende Instanz an, die ihn aber überhaupt erst verantwortlich entscheiden ließe! Der abnormale Mensch, der psychisch kranke Mensch ist also ein Mensch ohne Verantwortung WEIL ohne Vernunftbezogenheit, und damit ohne Glaubwürdigkeit. Der heutige Mensch ist ... nicht normal. Der Gegenwartsmensch ist in seinem Normalzustand ... krank.
Freitag, 17. August 2018
Warum dennoch römisch-katholisch
Wir bringen ihre Gedanken in der üblichen Freimütigkeit, in der wir an dieser Stelle stets unmittelbare Bezugstexte ergänzen, wo es zum weiteren Verständnis für die Leser dieser Seiten nützlich scheint. Wer am reinen Originaltext interessiert ist, möge ihn auf den Seiten von OnePeterFive nachlesen.
Der zweite Punkt ist die Haltung zur Empfängnisverhütung, die in der Orthodoxie aus ebensolchen pastoralen Gründen "flexibler" ist. Aber der Umstand, daß Empfängnisverhütung in der römischen Kirche untersagt ist, hat nichts mit kirchlicher Willkür oder Macht zu tun, sondern geht aus der Anthropologie, aus dem Wesen des Menschen hervor. Er liegt deshalb in der Schöpfung selbst begründet, also im Willen Gottes, und kann nicht verändert werden, wenn es "pastoral barmherziger" wäre. Das sind menschliche Maßstäbe! Genau das wirft man der römischen Kirche zum Gegenteil zuletzt vor: Aus pastoralen Gründen ihre Lehre ändern zu wollen, wie es die Orthodoxie gemacht hat.
Die ganze Fülle der Wahrheit, das ist Nicholas klar geworden, lebt nur in der römisch-katholischen Kirche. Nur dort findet sie in Theologie und Philosophie eine Ausfaltung, eine Weiterentwicklung im besten Sinn, die der orthodoxen Kirche gewissermaßen fehlt. Nichts in der Orthodoxie, das nicht im römischen Katholizismus ebenfalls enthalten wäre - aber dort ist noch mehr. Gleichwohl von der Orthodoxie zu lernen wäre - wie in der Liturgie, oder in den Formen der Frömmigkeit.
Wenn man davon läßt, wenn man diese Hoffnung, dieses Vertrauen aufgibt, gibt man letztlich überhaupt die Kirche auf, auch wenn man sich orthodox nennt bzw. der Orthodoxie zugehört. (Die im übrigen ihre Geschichte beileibe auch nicht als Aneinanderreihung von puren Großtaten sehen kann.) Wir müssen das ausleiden, aushalten, was sich heute abspielt. Und fest gerade in diesem Moment bleiben, in dem sich alles scheinbar so zur Nacht verdunkelt hat.
Freitag, 4. August 2017
Drei Tugenden der Kirche: Trägheit, Feigheit und Hochmut (2)
Donnerstag, 3. August 2017
Drei Tugenden der Kirche: Trägheit, Feigheit und Hochmut (1)
Sonntag, 30. April 2017
Erleben durch Ferne vom Geschehen
Sonntag, 13. Dezember 2015
Dipolomatie ist nicht Dogmatik (3)
Auf das bezügliche Dokument angewendet heißt das, daß in dem Augenblick, wo mediale Verbreitung über den spezifischen Raum "junge Muslime in Marokko (oder überall, etc.)" hinausgeht oder absehbar hinausgehen wird, es plötzlich auch in seinem Charakter umschlägt bzw. in der Formulierung umschlagen müßte. Als Ansprache an Christen, wie mit dem Islam umzugehen sei, wäre ein und dieselbe Aussage nämlich völlig unzulänglich, ja wird gefährlich falsch. Da genügt es bei weitem nicht "draufzuschreiben, an wen es gerichtet ist". Klugheit ist nicht zufällig eine der Haupttugenden. Daß sie von der "Naivität einer allumfassenden Plauderstunde" ersetzt werden könnte ist Unsinn. Das Besondere an den Worten Jesu, wie sie uns überliefert sind, ist ja, daß sie so klug sind, daß sie sowohl in die damalige historische Situation hinein, wie diese Situation als zeitlos Allgemeines zu treffen vermögen. Gerade Päpste sollten sich dies also zum Vorbild nehmen. Und haben das auch meist. In der Vergangenheit leider aber nur.
Eine absolute Aussage zum Islam und dem Verhältnis der Kirche zu ihm ist dieses Dokument einer Ansprache also sicher nicht. Und man tut dem Verstorbenen keinen Gefallen, eine solche hineinzuinterpretieren. Dann hätte er gewiß noch mehr zu bedauern.
Was die Frage aufwirft, ob es tatsächlich klug ist, daß die Kirche dem Islam gegenüber ihre "wahre Haltung" mittlerweile derartig verbirgt, daß sie die Grenzen zur Irritation schon längst überschritten hat. Ob also nicht offenere Kritik, klarere Darstellung der katholischen Position, weit zielführender wäre. Denn die Muslime glauben der Kirche dieses Kreidefressen sowieso nicht! Der einzige, der dieses Süßraspeln aber mangels Gegengewicht in der internen Verkündigung, die diese Diplomatie einzuordnen, als solche zu erkennen möglich machte, als dogmatische Position zu glauben begonnen hat, sind die Katholiken selbst!
Mit weitreichenden Konsequenzen: Denn während die Kirche auf "Islamfreundlichkeit" mimt und sich zur Interpretin eines Islam aufwirft, den dieser selbst gar nicht so sieht, schlägt in der Bevölkerung längst die Stimmung um. Denn man ahnt, man begreift, daß es hier um mehr geht. Also wird sich an diesem mächtigen weil im Alltag erfahren existentiell bedrohlichen Aufhänger eine massive weitere Entkirchlichung vollziehen. Mit einem Überschwenken auf laizistische und vor allem neuheidnische Bewegungen, die im Grunde dem Islam eine regelrechte innere Einfahrtsrampe bauen. Der eine Wertewelt anbietet, die so vieles, was subkutan dem Europäer schon lange nicht mehr geheuer ist, von Feminsimus und Genderwahn über Lebensschutz bis zur Familienauflösung, um nur einige der Widersprüche zu nennen, in denen Europa derzeit schon um Luft ringt, offensiv vertreten.
Bewegungen, deren Angebote also die reale Lebenssituation vordergründig weit besser abzudecken scheinen. In sämtlichen neu aufkommenden politischen Bewegungen spielt heute schon die Kirche keine Rolle mehr, ja steht auch noch gegen das, was als "Notwehr" empfunden wird, ob es nun immer klug und vernünftig ist oder nicht. Dieser Zug ist also bereits abgefahren!
Die Menschen erleben nicht mehr, daß sie von ihrem eigenen Glaubenssystem gehalten und gestützt, sondern sogar noch weiter geschwächt werden. Das geht zwar schon lange so, aber nun hat es eine kritische Größe erreicht, die mit der Dimension des Problems zusammenhängt. Während ihnen die islamistischen Bomben und die Leichen um die Ohren fliegen - so erleben sie es -, während Millionen Muslime zuwandern, die die faktische europäische Ordnung schwer in Frage stellen, erzählt ihnen die Kirche grinsend oder anlaßgemäß mit betroffenen Gesichtern vom "guten Islam". Als ginge es darum, daß der Katholik im Islam etwas sieht, was Muslime selber nicht darin sehen.
Ein Aufruf zum Populismus? Mitnichten. Aber ein Aufzeigen der schweren Versäumnisse, ein Aufzeigen des Ungleichgewichts, in dem das "peace-"Getue dauerpubertierender Neo-68er dem Islam gegenüber die genuin christ-katholische, abendländische Sicht - die dem Islam prinzipiell äußerst kritisch gegenübersteht, aber wer sagt das denn noch? - zum Verschwinden bringt weil lieber einmal hinterm Rücken hält. Oder selber nicht mehr kennt. Dabei aber so tut, als sei das Heidentum der Muslime, ein wenig mit (noch dazu: fragwürdigen!) "Wertwolken" weichgespült, im Grunde genau so gut wie das frühere Christentum, als das ein dekadenter Westen aufgekocht wird.
Wieder: Niemand glaubt das so wenig, wie Muslime. Denen es aber enorm nützt.
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Samstag, 12. Dezember 2015
Dipolomatie ist nicht Dogmatik (2)
Deshalb sagt Jesus nicht "Hier habt ihr die Wahrheit, den Weg, das Leben, setzt sie richtig ein" (was häretisch und gnostisch wäre) - er sagt "ICH BIN der Weg, die Wahrheit und das Leben." Ein fundamentaler Mangel des Islam, übrigens, den der (im an sich religiös betrachtet richtigen Instinkt, denn schon natürliche Spiritualität drängt zu einer in einem Menschen bzw. im Kairos notwendig verwurzelten Wahrheit; ein Umstand, der sogar in der Geschichte vieler islamischen Völker enorm präsent ist und sich dort bis in die oft gottähnliche Position der Herrscher, ja in der Königslehre aller Völker mehr oder weniger wiederfindet) durch knallhart literale Dogmatisierung des Koran und der Person eines Propheten (im Zusammenspiel mit der Rolle der Herrscher) zu überbrücken sucht. Dort, in dieser sozusagen dogmatisch-inhaltlichen Konstellation, liegt auch die Wurzel des sogenannten "politischen Islam." Es ist höchst bedauerlich, daß gerade die Kirche heute nicht mehr die Kompetenz zu haben scheint, sich diesen auch im Verhältnis zum Islam entscheidenden Fragen zu stellen.
