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Samstag, 17. August 2024

Erschreckende Medien

Nein, wir sinken nicht bewundernd in die Knie. Das, was dieses Video zeigt, ist keineswegs die große technische Innovation, auf die alle gewartet haben, und ihr Nutzen offensichtlich beschränkt. Freuen werden sich nur diejenigen mit unredlichen Absichten. Ihnen öffnet die KI (Künstliche Intelligenz) Tür und Tor. 

Die Konsequenzen sind atemberaubend, und deshalb wird es lange dauern, bis sie allgemein bewußt geworden sind, und zu weiten Kreisen werden sie überhaupt nie durchdringen. Aber hat man vor zwei, drei Jahren nooch geschätzt, daß 50 % der Beiträge auf den social media von (Vor-)Formen der KI generiert sind, so wurde von Fachleuten vorhergesehen, daß in absehbarer Zeit diese Marke bei 90 % liegen wird. 

Was heißt das für alle Teilnehmer an den social media? Werter Leser, atmen Sie ruhig durch, und lassen Sie den Gedanken sacken. Denn es heißt, daß wir den social media ÜBERHAUPT NICHT MEHR trauen können. Selbst der Photographie (der GRundlage des Films) kann man nicht mehr trauen, denn diese ist immer ein Bezug zu einem Realen - in der KI wird ihr aber genau das genommen. 

Wurde das Internet - ich erinnere mich noch gut an die Anfänge, mein erstes Internet im Jahre 2.000, und die Begeisterung, die es überall auslöste - als INFORMATIONSQUELLE hochgejubelt, so ist genau das der Grund, warum wir es VERGESSEN sollten. Es mag ein Spielzeug bleiben, aber als Informationsquelle ist es absolut unbrauchbar.
Das Internet und die social media mögen alles Mögliche sein, aber eines sind sie ganz sicher nicht: Sie sind nicht der neue Schritt der Menschheit zu einer vorgeblichen "Wissensgesellschaft". Vielmehr sind sie schon heute und weit konsequenter, als wir das gewahr werden wollen, Mittel der Täuschung, der Lüge und des Nicht-Wissens, damit der Verdummung und vor allem der Verwirrung.

Sonntag, 8. Januar 2023

Zwischenräuspern

Was ich unlängst zu den Medien schrieb hat noch einen Aspeit, der das geheimnisvolle, aber so klar erkennbare Verhältnis von Zeitlosigkeit (Ewigkeit) und Medium trägt. Und das bezieht sich auf den Akt des Schreibens.

Wenn ich wie früher mit der Hadn geschrieben habe, konnte ich oft sofort auswenidg, was ich soeben geschrieben hatte. Das hat sich mit dem PC, dem Bildschirm, geändert. Nicht nur wegen des höheren Schreibtempos, sondern weil alles so wirkt, wirken die Sätze selbst wenn ich sie länger betrachte so flüchtig, daß ihnen das Gewicht fehlt, daß sie sich "einprägen". Ich vergesse sie, meist sogar augenblicklich, und weiß dann nicht mehr, daß ich sie geschrieben habe. Wie die wissen, die schon mit mir gearbeitet haben.

Mittwoch, 2. November 2022

Gedankensplitter (1439)

Als das Buch über "den wahren Anthony Fauci" einlangte, fiel mir sofort der Satz am Schutzumschlag auf: "Bill Gates, die Pharmaindustrie und der globale Krieg gegen Demokratie und Gesundheit"

Welch cleverer, aber in seiner Struktur besonders einsichtsreicher Schachzug war, daß man die Menschen glauben macht, daß es eine Neue Weltordnung geben solle, die ein Angriff auf Demokratie und Freiheit sei. Nicht nur, daß das begrifflich Unsinn ist, wird damit eine fast ultimative Identifikation auf Liberalismus (Freiheit) und Demokratie als das einzige menschliche Ordnungssystem menschlicher Gemeinschaften festgezurrt. Damit entsteht eine widernatürliche Verfestigung, die den Blick vor der wahren Ordnung in Gott fast unüberwindbar zustellt.

Sonntag, 22. Mai 2022

Da stürzen Welten/schwanken Berge/brüllen Riesen/gröhlen Zwerge (3)

Weiter in der Assoziationskette, ohne mit Milliarden Menschen herumzuwerfen - (Herrschaften, ich spreche hier von Texten auf Ebene der WHO in Genf! in deren Büros wöchentlich UNSERE Minister und Präsidenten mit unterwürfiger Geste - Hauptsache der Chauffeur und die Hotelkategorie stimmt - antanzen, um mit fließendem Speichel uns, die "Bevölkerungen der Welt", in jedem Einzelnen weil bis ins letzte Lebensgestaltungselement reichend an solche Leute, Ziele und Vorstellungen ZU BINDEN; jeden; jeden Einzelnen; auf nimmer enden sollend; ich sage ja: Ich habe vor diesen "Demokratien" und "Politikern" nicht nur bereits echte Angst, es gruselt mich sogar schon, und zwar wirklich, ohne jede Übertreibung! denn das ist alles bereits real gewordene Hölle, die uns hier bereitet WURDE; Vergangenheit)

Und Frau ist Mann, und Mann ist Frau, und Gelb ist weiß, und weiß ist gelb, 
wo immer sich der Blick auch hebt, er findet nichts, ist all dasselb.
Kein Ding mehr sich zu eigen nennt, kein Wort mehr Boden findet, 
Die Welt versinkt zum Staub der brennt, in Sümpfen zu verschwinden.  
(Gorolaukus Goroláyos Hegedüsböl, Ezek az Isten igeyel? Übers. vom VdZ) 

Weil das Denken aufgehört hat, weil es immer weniger Rolle gespielt hat, hat auch das Argumentieren, die Logik ihren Wert verloren. Das Ende ist Chaos. Das Ende ist verzweifeltes Vergehen, ohne noch ins Nichts gehen zu dürfen. Also Hölle.

Samstag, 21. Mai 2022

Da stürzen Welten/schwanken Berge/brüllen Riesen/gröhlen Zwerge (2)

Zu einem Sprachraum der Analphabeten geworden - Doch es ist eine Tatsache: Da meinen zwei Korrespondierende, sie "beherrschten" jeweils die Sprache des anderen so halbwegs und leidlich, um dann festzustellen, daß das, was einem da der andere sagt, im Grunde ... totaler, ja manchal sogar lächerlicher Müll ist. Für eine ernsthafte Auseinandersetzung um geistige Verhältnisse jedenfalls total ungeeignet Sodaß der Grund, warum man an diese Möglichkeit überhaupt dachte, in ganz anderen Umständen begründet liegen muß als ... in der Sprache, die man "kann". Daß also der Träger der Sympathie als "Zusammen-fühlen", somit die Mutung einer Einheit, etwas ganz anderes sein muß als das, was wir gemeiniglich als Sprache bezeichnen.

Ob es sich also hier um dasselbe handelt, was mich schon vor zwanzig Jahren zu der auf den ersten Blick absurd wirkenden Einschätzung gebracht hatte, daß in meinen Augen NEUNUNDNEUNZIG PROZENT DER DEUTSCHSPRACHIGEN MENSCHEN FUNKTIONALE ANALPHABETEN SIND, die des Gebrauchs ihrer angeblichen Muttersprache - noch dazu IN SCHRIFT UND TEXT - völlig unfähig sind. Sodaß man fast - fast! - auf verlorenem Posten steht, wenn man versucht, sich anderren Menschen durch Schrift und Text "verständlich" zu machen, was ijmmer heißt: Einheit zu suchen. Was Ansprüche an social media und Internet, die in Richtung "Verbesserung der Kommunikation" etc. etc. gehen, endgültig in die totale Lächerlichkeit abstellt.

Freitag, 20. Mai 2022

Da stürzen Welten/schwanken Berge/brüllen Riesen/gröhlen Zwerge (1)

Die erste Phase des Verschwimmens hat an die zweihundert Jahre gedauert. Aus der Evolutionslehre heraus, aus der Vorannahme einer materialistischen Welt - eine Vorstellung, die tausende Jahre alt ist, aber immer wieder vom Tisch gefegt worden ist, weil sie rational einfach nicht haltbar ist - ist allmählich und in parabolischer Linie (also nicht linear, sondern progressiv sich steigernd, sich also zu einer Potenz der Zeit in der Ausgestaltung der Höhe verhaltend) die Sicht ausgewachsen, daß es zwischen Mensch und Tier keinen Unterschied gäbe.

Auch wenn sich viele noch mit Händen und Füßen gegen dieses Fazit sträuben, das doch schon mit dem Beginn der Verkündigung dieser Theorien (die in Wahrheit Ideologien sind, also Weltbilder, keine "wissenschaftlich objektiv gewachsenen Erkenntnisse") festgelegt worden ist (weil es ja immer nur darum ging, weil das ja das Ziel gewesen ist: Die Erniedrigung, die Entwertung des Menschseins, indem man ihn von der Superposition in der Schöpfung entfernen wollte) mit pikierter Geste abzuwehren.

Aber neeiiin, aber gääähhh, das ist schon ein bissel übertrieben, weil natürlich ist der Mensch schon noch mehr als ein Viech, also ... ich zumindest, hühü ... aber man muß halt schon die Wissenschaft auch ein bissel, höhö ... - als vergäbe man höfliche Komplimente in ehrenwerter Salonrunde, bei Tee und Plunderkekschen nach dem Rezept der Uroma aus Czesko Vlahovice, damals noch Klein Färsendorf.

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Fluffiges, um dem Wahnsinn zu entkommen und frei genug zu werden, um Sylvester in Fröhlichkeit und nötigem Gleichmut feiern zu können

Was war, und was wir waren ist, was wir sind. Was würde also zum Jahresabschluß besser passen als ein Einblick darin, was wir sind - nämlich ... saublöd, strunzdumm und appeldoof. Warum das so ist, erklärt dieser Mann auf diesem Video. Das wirklich sehens- und hörens- und bedenkenswert ist. Weil er als ausgewiesener IT-Fachmann die Fähigkeit entwickelt (also nicht, wie meist, abgebaut!) hat, über dem Geschehen seine archetypische Struktur zu sehen. Und das kann er wirklich. Tolle Generalisierungen, die in dieser Abstrahierung allgemein anwendbare Erkenntnis- und Verständnisschemata liefert. 

Woran es nämlich auf jeden Fall genug gibt ist Dummheit, Faulheit und Bösheit. Diese drei hängen zusammen, und sie schaffen jene Produkte, die uns im Alltag umzingeln.

Uwe Grigats Ausführungen sind ein Gegenmittel. Sie geben jene Brille ab, durch die man das Wirkliche hinter dem Faktischen, das sich so gerne und immer wieder neu als endgültig Gültiges und ewig Ewiges darstellt, das in die Geschichte eingeht, zu sehen vermag. Ohne ins Flache, Platitüdenhafte abzugleiten.

Was Uwe Grigat hier vorträgt, indem er sich mit vollem Gewicht und frech und frei auf die andere Seite des Bootes setzt, denn auf der anderen sind alle übrigen und bringen so das Boot schwer in die Gefahr zu kentern, ist deshalb jedem Leser zum Jahresausklang zu empfehlen. 

Es ist dabei nicht nur amüsant genug, auch an diesem Tag der gesellschaftlichen Attitüde der Fröhlichkeit (und daß mir niemand etwas dagegen sagt!) der Stimmung gerecht zu werden. Sondern es ist auch jenen ertragreich, die sich für Depressionen entschieden haben, betrachten sie den Wahnsinn des Jahres 2020. Auch die werden zu ihrem Ding kommen wenn sie etwa hören, wie dumm wir eigentlich sein müssen, für die Einschränkung unseres Lebenskreises auch noch selbst zu bezahlen. Und zwar doppelt und dreifach. 

Denn nichts ist vernünftiger als von der Tatsache auszugehen, daß vor allem das mögliche SCHLECHTE auch Realität wird. 

Das Schlechte kommt nämlich von selbst! Das Gute hingegen braucht etwas, das es immer seltener gibt, denn unsere Alltags"kultur" (die somit eine A- oder sogar Anti-Kultur geworden ist) - es braucht die Tugend. 
Als Haltung, als Training, die Mühe des Schöpferischen wieder und wieder auf uns zu nehmen. Bis es eines Tages, eiderdautz, gar keine Mühe mehr darstellt, weil es die Ebene der frohmachenden Leichtigkeit des Seins erreicht hat. 

Doch die Technik, die uns umgibt, und insbesondere die (angeblich) intelligente Technik, setzt auf das genaue Gegenteil. Es setzt auf die Bequemlichkeit. In der uns suggeriert wird, daß wir die Tugend nicht nur nicht brauchen, sondern durch Technik und Ablaufoptimierung ersetzen können. 
Was wir aber nicht betätigen, verschwindet eines Tages. So leben wir in einer Welt, in der kaum noch etwas mehr Mühe abverlangt als ... das Allereinfachste. Und das ist das Leben selbst!
Und das spüren wir auch, zumindest in so ruhigen Stunden wie die, in denen wir auf unsere vergangene Zeiteinheit, dieses letzte Jahr 2020, zurückblicken, haben wir meist mehr das Gefühl als das echte Begreifen, daß da etwas fehlt, in dieser unserer Welt. 
Möglicherweise, leider sogar recht wahrscheinlich, ist dieses Fehlende, dieses Loch in unserem Leben, in den vergangenen zwölf Monaten sogar noch größer geworden.

Mit diesem Ahnen und Fühlen liegen wir ziemlich richtig. Denn es geht nicht nur um die allmähliche Gewöhnung an unser eigenes Verschwinden. Wir sind sogar in einer schweren Schizophrenie erstarrt. In der wir uns über das beklagen, das wir im Umdrehen selbst als Ziel aller Träume herbeischaffen.

Der werte Leser kann es sich also aussuchen, wie er auf einen Einblick in unsere hochtechnisierte, smarte Welt reagiert. Vergesse er dabei nicht: 

Jede Generation ist nur die Lachnummer der folgenden.

In dieser Stimmung sei der Leser somit in die Sylvesterfeier entlassen. Genieße er, was es in aller Bedrückung zu genießen gibt, und vergesse er nicht, daß es die Clowns sind, die uns in eine Situation manövriert haben und darin festhalten, von der sie verlangen, daß wir sie ernst nehmen, weil sie die Wahrheit nicht vertragen können, daß wir nur über sie lachen können. 

Mit der kleinen Spitze, daß wir um Gottes willen nicht vergessen sollten, daß wir diese Larve der apokalyptischen Situation nur zum Schein aufsetzen dürfen. Und nicht zum Propaganda-Assistenten der Dummheit werden, die an das, was sie verkündet, um den anderen zu täuschen, schon selber glaubt.



*211220*

Sonntag, 28. Juni 2020

Das respiratorische Virus gegen Religiosität (2)

Teil 2)


Das alles ist aber auch nur deshalb möglich, weil man sich heute als "akademisch Gebildeter" (der als Autorität auch auf größte Menschengruppen vorbildlich, also "bildend" wirkt) den Menschen als rein biologisches Maschinenwerk vorstellt.
Das betrifft aber nicht nur Biologen und Bill Gates - es betrifft vor allem auch viele jener, die solche Dinge wie das oben vorgestellte nicht nur für real und möglich, sondern für tatsächlich gefährlich halten. Denn möglich wäre das nur, WENN der Mensch ein solches materielles Ding wäre. 
Genau mit diesem Ansatz haben wir damit schon geschätzt die Hälfte aller Verschwörungstheorien zerstört. Die Angst und Panik vor Dingen ausdrücken oder schüren, die schon deshalb nicht zum Fürchten sind, weil sie von einem falschen Menschenbild ausgehen (auch wenn dieses Menschenbild weit verbreitet ist).
Das Tragische an Bill Gates ist also eng mit seinem Streben verbunden, "Gutes" tun zu wollen. Denn das führt ihn in Bereiche, wo alles, was er tut, reine Geldverbrennung ist. Sinnlos und wirkungslos, aber auch zerstörerisch, das ist das Tragische daran. Bill Gates richtet enorm viel Zerstörung an, tut der Welt also überhaupt nichts Gutes! 
Nicht nur die Vernünftigen haben Verschwörungsängste (denn Verschwörungsängste sind vielfach durchaus vernünftig), sondern auch die Dummen, die Materialisten, die offenen und die verdeckten Atheisten.
Im konkreten Fall heißt das: Bei einem solchen materialistischen, atheistischen Menschenbild, das Geist generell leugnet, sind Denken und Geist nur eine Art der Betrachtung (also ein Epiphänomen - ein und derselbe Vorgang, aber je anders benannt oder zum Begriff identifiziert*) rein organischer, also materieller Vorgänge. Aber mit einem angeblichen Geist oder Verstand oder gar freiem Willen (natürlich damit auch mit Moral oder Ethik) haben sie nichts zu tun.

Ob dieses Video beziehungsweise diese Theorie ein Fake ist (wie das Pentagon behauptet hat, sobald das Video an die Öffentlichkeit gelangt war) oder echt - wir wissen es nicht. Beides ist möglich und nicht unrealistisch. Auf keinen Fall wäre davor mehr zu fürchten als daß die nächsten US-Steuermillionen sinnlos verbrannt werden.

Und natürlich: Daß unsere Regierungen auch daran glauben, und nun auch unsere Steuermillionen ins selbe Feuer werfen, und unser Leben noch bedrückender und schwieriger machen, als es ohnehin ist. Nicht zuletzt, ja zuvorderst sogar durch Menschen so gemacht, die glauben, "Gutes" zu tun.

Mit dieser Möglichkeit, mit diesem Gedanken, daß man es den Eliten zutraut, so zu denken und dafür Millionen hinauszuschmeißen, spielen somit die Macher dieses Filmchens, und die Auslöser dessen Verbreitung. Gerade in Zeiten der Corona-Verwirrung. Wo ein Phantom, das jeder riechen kann, dazu verwendet wurde, um die Menschheit zu extremen Maßnahmen - und vor allem deren Akzeptanz! - zu bewegen. Dieses innere Ahnen sucht nun eine äußere Erklärung.




In diesem Sinne hält der VdZ dennoch die Reaktion von James Corbett für seltsam überzogen. Der da meint, daß Verschwörungstheorien, die so offensichtlich unsinnig seien, die gesamte Szene, die von realen Verschwörungen ausgeht und sich mit viel Mühe daran macht, sie aufzudecken, in Mißkredit bringe. So nebenbei: Dieses Video kursiert seit 2011 im Netz.

Weder zeigt es aber Bill Gates, noch ist die Botschaft dieses Video wahr. Bemerkenswert, wie lange Corbett darüber redet. Wirklich, weil er meint, daß es jeden schädigt, der zukünftig wirkliche Verschwörungen aufdeckt oder aufgedeckte Verschwörungen verbreitet?

Immerhin meint auch Corbett, daß die Verbreitung dieses Nonsens nicht möglich wäre, wenn es nicht Bezüge zu einem wahren Kern gäbe. Wenn nicht Bill Gates tatsächlich oft genug bekundet hätte, daß er die Religiosität der Menschen als ersten Hinderungsgrund für eine neue und bessere Welt sähe. Und wie ein Mantra herunterbete, daß Vaccination, also Impfung, das Allheilmittel für jedes und alles wäre. Und wenn nicht die Tätigkeit der Bill and Melinda-Gates-Stiftung die Welt retten zu wollen vorgibt, aber dabei das eigentlich Menschliche zerstört.





*Ein Beispiel für ein Epiphänomen: Jemand zerschlägt einen Topf. Für den einen hat er nun einen Topf zerschlagen. Für den anderen hat er aber das Trinken seines Nachbarn verhindert. Ein und derselbe physikalische (als einzig wirklicher) Vorgang - und doch in der menschlichen Sprechweise zwei verschiedene "Akte".

**Solche Impfungen haben übrigens bis heute höchstens kurze Zeit (organisch feststellbar) gewirkt.


Samstag, 27. Juni 2020

Das respiratorische Virus gegen Religiosität (1)

Dieses Video zeigt einen Vortrag, der angeblich 2005 in einem Keller im Pentagon, dem amerikanischen Verteidigungsministerium stattgefunden hat. Hier stellt jemand das Ergebnis von Gehirnforschungen vor. Und dieser jemand soll ... Bill Gates sein.

Bild metabunk
Demgemäß sei bei Probanden gemessen worden, welche Gehirnregionen beim Lesen eines religiösen Textes aktiviert werden. Beim Religiösen sind es die vordere, beim A-Religiösen die mittlere Region. Die Forschungen hätten nun ergeben, daß ein Virus als Wirkung eine solch Verlagerung der Reaktion beim Menschen bewirke.

Wie wirkt dieses Viren-Serum? Er wirkt über eine Umwandlung der "schlechten Gene" in den Zellen beim damit Geimpften.** Der Mann (Gates?) behauptet also, die Injektion eines Virus - die beste Wirkung hätten seiner Erfahrung nach Viren mit respiratorischer Wirkung (wie bei Grippe- oder Corona-Viren) - könne "Menschen von ihrem religiösen Fanatismus heilen." Er schlägt diese Impfung deshalb als Waffe für den arabischen (muslimischen) Raum vor.

Und er nennt diese Impfung FunVax - Fundamentalist Vaccination oder Impfung gegen Fanatismus (die der Mann natürlich überhaupt mit Religiosität gleichsetzt)
FAKE ODER WAHRHEIT?
Es gibt eine aktuelle Verschwörungstheorie die behauptet, das alles beruhe auf Wahrheit. 2005 habe die Regierung der USA vom Pentagon Rezepte zur Bekämpfung der Feinde im Irak verlangt. Und dort habe man u. a. diesen "Forschungsbereich" vorgestellt. Ein Forschungsbereich, in den Bill Gates tatsächlich Milliarden steckt. Denn wie er selbst sagt, ist seine größte Angst die vor einer weltweiten Viruserkrankung.

Und dann werden wir 2020 mit so einem "Corona-Virus" konfrontiert. Einem Virus, der über respiratorische Krankheit wirkt. Kein Wunder, daß diese Verschwörungstheorie auflebt.

Auf diesem Video zeigt Bill Gates, daß es, betrachtet man das 20. Jahrhundert, in den Augen der meisten Menschen zwei Höhepunkte der Sterblichkeit gegeben hat: Den Ersten und den Zweiten Weltkrieg. Aber es gab noch einen, den man gefließentlich vergißt. Und das war die Zeit der Spanischen Grippe dazwischen. Die mehr Tote als der Erste Weltkrieg gefordert hat. Deshalb sei diese Angst seine größte. Denn einen Atomkrieg oder den Einschlag eine Asteroiden mit ähnlicher Wirkung hält er eher für unwahrscheinlich.



Dann gibt es aber noch dieses Video, das Bill und seinen Vater zeigt, den Bill Gates immer als sein großes Vorbild nennt. Darin erklärt also der Vater, was er für die größte Bedrohung hält. Und der sagt: Es sei der religiöse Fanatismus.



Wir wollen es mit der Bemerkung dabei bewenden lassen, daß das, was mit religiösem Fanatismus meist (und sicher auch hier) gemeint ist, Religiosität überhaupt ist. Denn davon kann man nur sprechen, wenn man von ihrer Wirklichkeitsdimension überzeugt ist und damit real, also historisch rechnet. Damit auch von ihrem absoluten Wahrheitsanspruch einerseits, und von ihrer Alleinstellung als Weg zum Heil für alle Menschen anderseits überzeugt ist und selber mit der Realität Gottes rechnet.

Der Relativismus, der heute so verbreitet ist und meint, das dadurch auflösen zu könne (oder zu müssen), daß eben zwar jeder privat seine Religion pflegen könne, aber nie zu dem Punkt gelangen dürfe, daß das Allgemeingültigkeit haben müsse, ist eine Standpunkt des Atheismus, sonst nichts.

Das Fatale an dieser oben vorgestellten "Verschwörungstheorie" mit dem Impfstoff gegen religiösen Fanatismus ist, daß es in gewisser Hinsicht nicht unglaubwürdig ist. Man traut das diesen Deppen zu. Denn es gibt nicht wenige Biologen, die an solche Dinge glauben. Ja zu größten Teilen beruht die Forschung an Künstlicher Intelligenz genau auf solchen Vorstellungen vom Menschen und seinem Geistes- und Seelenleben.
DIESES VIDEO IST FAKE.
Morgen Teil 2) 

*Ein Beispiel für ein Epiphänomen: Jemand zerschlägt einen Topf. Für den einen hat er nun einen Topf zerschlagen. Für den anderen hat er aber das Trinken seines Nachbarn verhindert. Ein und derselbe physikalische (als einzig wirklicher) Vorgang - und doch in der menschlichen Sprechweise zwei verschiedene "Akte".

**Solche Impfungen haben übrigens bis heute höchstens kurze Zeit (organisch feststellbar) gewirkt.



*030620*

Dienstag, 12. Mai 2020

Die Schöpfer der Neuen Welt, einer Ersatzwelt

Es ist eine vollkommene Ersatzwelt, eine zweite Welt und neue (rationalistische) Wirklichkeit, in der die Jungen, die, die der Babyboomer Generation folgen, gehalten werden. Diese noch frühere Generation, die noch die wirkliche Wirklichkeit kannte, weil die Kultur sie nicht vollständig verstellte und verbaute, ist der physische, aber sich durch den Tod selbst eliminierende Feind, den es vorerst noch auszuschalten gilt. Denn sie können die dichten Zäune, die diese Welt umschließen, noch durchbrechen, weil sie noch Wurzeln draußen haben, über die Säfte einströmen, die ganz andere Impulse einbringen, die dieser Neuen Welt entgegenstehen, sie ausheben, sie stören, weil sie inkompatibel sind.

Es sind Götter, die diese Neue Welt schaffen, die ihre Fäden in der Hand halten, die damit den Großteil der physisch erschienen Menschheit beherrschen. Einer dieser Götter heißt Bill Gates. Kaum etwas an "Fortschritt" und "Wissenschaft" (als die Grammatik dieser Neuen Welt, das nicht in seiner Bill and Melinda- Gates-Stiftung gründet, finanziert wird, oder zumindest damit wesentlich zusammenhängt.

James Corbett hat sich diesen Gottspielen von Bill Gates immer wieder gewidmet. Hier in einem nächsten Video (Ersatzlink), einem nächsten Versuch, Überblick über die Aktivitäten dieses reichsten Mannes der Welt zu gewinnen, um aus der Ordnung Ziel und Wirkweise zu erkennen.

Alles wird künstlich geschaffen. Gates schafft eine neue Welt. Er hat für alles die Technik, oder arbeitet daran (was bei Gates seit je heißt: läßt daran arbeiten, um das Ergebnis der Arbeit und Ingeniosität anderer für sich zu monopolisieren). Ersatzfleisch. Ersatzgeld (Kryptowährung). Ersatzträume (Medien). Ersatzmenschen (genetisch veränderte Menschen in künstlicher Befruchtung). Ersatzpflanzen (genetisch veränderte Pflanzen). Ersatzkinder (Künstliche Befruchtung und Empfängnisverhütung beziehungsweise Abtreibung). Ersatzvernunft (Künstliche Intelligenz). Ersatzmoral (neue Philanthropie). Ersatzdenken (die Betriebssysteme von Gates/Windows geben die Grammatik des neu-rationalen Denkens vor). Ersatzwünsche (Steuerung der Computer- und Internetnutzer). Totalüberwachung und Steuerung (Drohnen, Überwachungstechnologie, Überwachungssoftware und Datenspeicherung, die wiederum die Grammatik für immer weitere Bereiche der Wirtschaft liefern, sodaß die Grammatik der Welt für die jungen Menschen immer lückenloser und stringent wird). Neues Wetter und Klima (über den Klimawahn, mit Geoengineering und Umweltparadigmen). Neue Religion (als reines Psychopharmakon, natürlich synkretistisch). Neue Gesundheit* als Abhängigkeit (durch Impfung, die das natürliche Immunsystem ausschaltet weil zur Erschlaffung bringt), eine ähnliche Abhängigkeit und Geschlossenheit wie in der Tier- und Pflanzenwelt. Die Liste ist weiter und weiter verlängerbar.
Wer ist dieser Bill Gates? Vielleicht nicht das, was Sie und der VdZ einfach so glauben möchten. Heimlich still und leise ist Bill Gates sogar zum Monopolisten der Gesundheit der Erde geworden. Wie immer hat ein Monopol die Leistung über andere. Er greift  nach dem Monopol für Heiligkeit, die Haupteigenschaft eines Erlösers. 
Wie hatte schon John D. Rockefeller gesagt? Wer von den Menschen als Gott verehrt werden will, muß für sie ein Versprechen sein, daß er ihnen das gibt, was sie am meisten wollen: Geld.
Gates hat sich längst aus allem operativen Geschäft bei Microsoft verabschiedet, um sich mit seinen kolportierten 35 Milliarden Dollar Privatvermögen nur noch seinen philanthropischen Zielen zu widmen. Die eine neue Menschheit und eine neue Geschichte schaffen will.




*Die Corona-Krise hat bewiesen, daß sich über "Gesundheit" ein noch nie dagewesener Teil der Menschheit "einen", also zusammenfassen weil durch eine Meinung beherrschen läßt. Man kann Politumfragen genau so deuten: Daß 90 Prozent, wenn nicht 95 Prozent der Menschen EINER (künstlich geschaffenen beziehungsweise vor- und eingesetzten) Meinung sind, und mit der herrschenden Interpretation der Welt und der Geschehnisse in ihr komplett steuerbar werden. Die Corona-Krise war wie eine große Ernte, die die Klimakrise noch weit übertroffen hat.

Damit hat man die Zustimmung (zumindest die Korrumpierung der Willen) so großer Teile der Bevölkerung, daß das Instrument Gesundheit den jederzeitigen Einsatz aller, buchstäblich aller, auch der brutalsten Mittel ermöglicht, um im "Notstand der Gesundheit wegen" die Bevölkerungen zu bezwingen und ihr Leben zu steuern. Bei Wohlverhalten zu belohnen, oder zu bestrafen. Und die Menschen haben es seit diesen Monaten, dem Jänner, Februar, März, April 2020, legitimiert. Sie können nicht mehr zurück, weil ihre Zustimmung diesmal auch die Gesetzesgrundlage für die Zukunft geschaffen hat.



*010520*

Freitag, 24. April 2020

Vier Gründe das Haus zu verlassen

Gerüchten zufolge soll zukünftig das Tragen von Schutzmasken auch bei jeder Form von Bildschirmtätigkeit verpflichtend werden. Die Regierung rechtfertigt diese Maßnahme mit einem Hinweis auf die Wissenschaft. Dergemäß ist es völlig unmöglich abzuschätzen, wann, wo und in welcher Form ein Computervirus auftritt. Dieser aber richtet, sobald er auftritt, gewaltigen Schaden an. Das könnte sogar zum Totalcrash unseres Wirtschaftssystems führen. 

Experten haben die Wahrscheinlichkeit dafür zwar "nur" mit 0,0003 Prozent angegeben. Das mag dem Unbedarften somit klein, ja vernachlässigenswert erscheinen. Aber ob er noch so denkt, WENN DIESES EREIGNIS EINTRITT? Wird nicht jeder dann tief bereuen, nicht etwas dagegen getan zu haben, als noch Zeit und Geld dafür da war? 
Was, wenn der Komet einschlägt und alles vernichtet - würden wir dann nicht gerne alles - KOSTE ES WAS ES WOLLE - aufgeopfert haben, um diese Katastrophe durch Schutzschilde, Satelliten, Weltallkanonen, Verlagerung des Lebens in Bunker ... zu verhindern, auch wenn das unsere gesamte Wirtschaftskraft aufzehrt? 
Würden wir nicht gerne den heutigen Wohlstand geopfert haben, um ihn nicht in der Zukunft - möglicherweise - zu verlieren, und sei es um den Preis von Krediten?
Die Gefahr besteht aber gerade heute in der extremen Leichtfertigkeit, ja Nachlässigkeit, mit der man dieser - in Anbetracht der totalen Vernetzung der Menschheit, der Bedeutung, die die elektronischen Medien für das Alltagsleben haben - angesichts angeblich wunderwirkender, kostenloser Anti-Virenprogramme oft schon begegnet. Niemand rechnet noch mit dem Möglichen! Das muß sich ändern. 

Aufgrund vergangener Computerviren-Epidemien, ja -Pandemien, ist mit einer 68-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, daß binnen der nächsten drei Monate eine nächste Pandemie dieser Art ausbricht. Diese könnte bis zu 89 Prozent der Bevölkerung (so viele sind mittlerweile online) betreffen, und einen Schaden in Billionenhöhe anrichten. 

Dieser Möglichkeit muß durch landesweite Schutzmaßnahmen vorgebeugt werden. In vorauseilendem Gehorsam ist deshalb jeder Katholik aufgerufen, vorbildlich für sein soziales Umfeld zu sein, und hinkünftig seine elektronische Device erst dann einschalten, wenn er Nase und Mund (und am besten auch die Augen und Ohren) mit einer Schutzmaske bedeckt hat. 

Ferner sind Ortsbewegungen von Computern und Handgeräten (etwa das Surfen in der Eisenbahn) und damit Reisen mit mitgeführtem Gerät ab sofort nur noch möglich, wenn den Kontrollpersonen die Einrichtung eines kostenpflichtigen, durch Zertifikat der Amtsstellen als ausreichend anerkanntes Anti-Viren-Programm nachgewiesen werden kann.

Geschäftsidee  

Wie die Frau Wirtschaftsminister von Österreich vorschlägt, sollte in diesen Zeiten der E-Commerce gestärkt werden: "Surf global - kauf lokal". Wir haben das aufgegriffen, und bieten ab sofort in Handarbeit durch mitteleuropäische Fachkräfte (also keine globalen Bangladesch-Kinder!) hergestellte Gesichtsmasken an, die dem Seuchen-Präventionsgesetz der Bundesregierung ziemlich entsprechen. 


Model "Selfmade-Man", in trendigem Weiß, mit elegantem Stopfband "Nostalgie II - Oma", der sich über die patentierte Maschenlösung jedem Quadratschädel anpassen läßt. Bestell-Nummer 0815-4711-KZ. Telephonische Bestellannahme möglich. Bitte nach Herbert fragen. Achtung: Ohrenweite bereit halten! Preis pro Stück 13,90 Euro incl. MWSt.; Mengenrabatt möglich.


Sonderanfertigungen (Bildbeispiel: Modell "Pipe straight") sind möglich, sofern sie den Anforderungen der Seuchen-Präventions-Verordnung der Regierung entsprechen. Das heißt: Dichtheit der Anschlüsse. Auch wenn nicht alle dicht sind. (Man beachte: Staatliche Zuschüsse bei Bart! Formblatt 777A anfordern!) Telephonische Bestellannahme! Bitte Bartlänge sowie die gewünschte Seite für die Pfeife (dreht man die Maske um, kann das Loch auch zum Nasenbohren verwendet werden) bekanntgeben. Preis 19,90 incl. MWSt. Weitere Sonderwünsche? Reden Sie mit uns! Sie wissen ja: Bei Corona ist alles möglich.

Achtung: Kosten bei der Einkommenssteuererklärung absetzbar! Deshalb sind sie so teuer. Der durch wirklich handlungsfähige Politiker eingerichtete Corona-Notfonds deckt alles. Kostet also nix. Niemanden.

Masken sind Social Distancing

"Masken sind ein wichtiger Schritt zur Normalität!" Das sagt BK Mat. Sebastian Kurz mit seiner Grundsatzrede "Vier Gründe, das Haus zu verlassen." Ausnahme: Kinder, die Ostereier suchen. "Bitte, feiert Ostern nicht miteinander!" "Das gilt es zu verhindern." Mama und Papa dürfen aber per Videokonferenz zugeschaltet werden, wenn man mit seiner Freundin Ostern feiert.  "I love you!"

Aber Masken sind mehr. In einer Gesellschaft der Nichtexistenz weil Nicht-Orte sind Masken ein wichtiger, als ultimo ratio angesichts völliger Beraubung von Form (Benehmen, Höflichkeit) ultimativer Schutz vor dem Gen des anderen. Das oder das ANDER IST EIN VIRUS. Eine Eiweißsequenz, die der eigenen fremd ist, und die stark genug ist, ihre Grammatik der eigenen Grammatik aufzuprägen, so daß diese um ihre Existenz ringt.

Masken wahren den Hort der Persönlichkeit - das Geheimnis

In einer Gesellschaft und Unkultur weil Anti-Kultur der Selbstentblößung auf das Niveau von Mama und Papa sind Masken aber auch ein letzter Griff nach jenem Geheimnis, das Person prinzipiell ist. Definiert, offen, erkennbar ist der Mensch nur über seine Rolle, seinen Ort, auf den in er sich transzendieren muß.

Retten wir uns also mit Masken! Masken als letzter, verlegener, verzweifelter Griff nach einem Ort. Retten wir aber nicht nur uns. Retten wir damit alles. Wenn auch Ihr eigener Computer zu Klump gesurft werden kann (Computerviren!), wen kümmert es. Es geht um die anderen! Es geht um alle! Es geht um alles! Es geht alles!

***

Apropos Retten: Die vom Österreichischen Roten Kreuz (vulgo "Rettung") zusammen mit Basti Schwurz entwickelte "Corona-App" (die sich der Grünenhäuptling Kogler sofort einmontieren ließ) hat ein paar Spitzfindigkeiten eingebaut, die nicht unerwähnt bleiben sollten: Sie wurde gar nicht vom Österreichischen Roten Kreuz, sondern von einer amerikanischen Firma entwickelt, und der Einfachheit halber - wir denken ja ökonomisch! - gleich auch von der BETRIEBEN. Sie enthält wohl deshalb einen Zugriff auf Bluetooth und Mikrophon, damit alles auch amerikanischen Abhörstandards entspricht.

Na da schau her ... Wird die Corona-Gefahr nun auch durch Abhören unserer Privatquatschereien lokalisiert und (anonym) personalisiert. Oh, personalisiert? Ach so, es hat ja so große Vorteile! Denn sicher geht es nur um die Entdeckung von bislang verborgenen Gesangstalenten. Oder Menschen ohne Talent, aber mit viel viel Ehrgeiz, und das ist heute die entscheidende Eigenschaft für diese Branche. Ist nicht das Fernsehen genau aus dem Grund so langweilig (und das Internet, ach was, die "alternativen Medien" so spannend), weil (wie man liest und hört) 60 Prozent der Jugendlichen berühmt werden wollen, das aber aus unerfindlichen Gründen dann doch nicht werden? Jetzt wissen wir, warum. Und warum wir die NSA haben. Just for Entertainment! To become famous!



*060420*

Donnerstag, 23. April 2020

Die versuchte Wertewende

Wieviel Nebel allerorten, wieviel an Apodiktischem, das verhängt, aber nie durchdacht, nie mit dem Lebensgrund in eins gebracht worden ist. Wieviel von solchen Worten, die aber in den Horizont als unhinterfragbare, nur auf "Gefühlen", die nie solche, sondern "zu habende innere Stimmungen" sind, also Sentimentalität, also psychogenetischer Zustand, wird als Dogma jenem Narrativ angefügt, das durch solche Nebelgranaten Wahrheit und Vernunft in ferne Weiten treiben. 

Im Windschatten der hochgescheuchten Corona-Panik hingen von Anfang an Aussagen in diesem dogmatischen Horizont, der alles zu gliedern hat, was wir denken und fühlen, die auf einem Menschenbild aufruhen, in dem es keine Vernunft mehr gibt. Dort hängt auch das Dogma der "Gesundheit, die über alles geht". Ein Spruch, der von einer bloßen Aufheiterung im Lebensvollzug der Gegenwart zur Hauptaussage wurde.
Es wird nun daran gearbeitet, diesen Spruch ein für allemal zu verankern. Denn er dient jemandem. Wem? Das überlassen wir der Phantasie des Lesers. Aber wem nützt der Diebstahl der Freiheit? Wem dient also ein Spruch, den die Kronen Zeitung tagtäglich in die Schlagzeilen schreibt, indirekt oder direkt, wie hier, wo ihm noch der Nimbus der guten Tat AN ANDEREN beigesellt wird, der ihn in dieser Dogmatisierung entscheidend stützen soll. Und so dem Staat den Tod der Freiheit als mögliche, ja wünschenswerte Tat beimißt: "Leben retten ist wichtiger als Datenschutz". 
Es ist schwer, über etwas, das dem Menschen so naheliegt, so natürlich ist, zu disputieren. Man urteile also nicht voreilig, wenn es da heißt, daß die Freiheit dem durchschnittlichen Bürger so wenig wert sei. Das stimmt nicht. Dem Durchschnittsbürger ist es einfach nur fast unmöglich, die Freiheit zu argumentieren!

Er kann meist nur mit zufälligen Handlungen argumentieren, die von Willkür nicht mehr zu unterscheiden sind, und in jedem Fall die Freiheit ins rein subjektive Wollen und Wünschen verschieben. Zu tief ist sie dem Menschsein - Ebenbild Gottes! - in seiner Grundverfassung eingeschrieben. Das, was die Bewegung selbst treibt ist nur schwer vor Augen zu stellen, weil auch diese Augen davon bewegt sind. Den Weg der geistigen Ableitung, des induktiven Denkens, vermögen nur wenige zu gehen. Deshalb darf sie als "Dogma", als Gebot das unter dem Verdikt des Tabus stehen muß, niemals in Frage gestellt werden. Nie!
Hier liegt auch der entscheidende Unterschied zu Whistleblowern wie Edward Snowden. Der doch glatt in einem Interview meinte, daß diese Eingriffe in die Freiheit grundsätzlich zu begrüßen wären, wenn sie - wie beim Corona-Virus - DEM GUTEN (=der Gesundheit) dienten. Wer aber (und DAS sieht Snowden erst als Problem) garantiere, daß NACH der Corona-Krise diese Überwachungs- weil Tracking-Mittel nicht wieder zurückgefahren, sondern für Propaganda und Manipulation aufrechterhalten blieben? Guter Snowden, als läge DARIN das Problem!? Oder als läge das Problem darin, daß man "fake news" irgendwie auszufiltern hätte. 
Nein, eben nicht. Es liegt viel tiefer. Es liegt im Grundsatz, daß NIE ein GUT durch ein schlechtes Mittel erreichbar wäre. Nicht einfach nur, weil der Kollateralschaden größer wäre, selbst das meint Snowden noch erkennen zu können, sondern weil der Kollateralschaden in der Kategorie eine in sich schlechte Tat ist, und die ist nie gerechtfertigt. Eine Aufrechterhaltung moralischer Anforderungen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung aufklärerischer Maßstäbe, die von Autonomie und Gleichheit der Menschen ausgeht ist unter der Absicht, Moral aufrechtzuhalten, überhaupt nicht möglich, das ist das Problem. 
Wenn ich Zugang zum Internet zu einer Art Menschenrecht erhebe, kann ich das Internet nicht mehr als "Medium" eines akzeptablen moralischen Standards aufrecht erhalten. Man kann nicht liberal sein, und dann doch irgendwie und irgendwann doch nicht mehr liberal sein, weil einem gerade hier und gerade da mal jemand auf den Zeh steigt. Das ergibt keine Standards, keine Richtlinien, sondern das ergibt Momentethik. Einen "Standard", der heute Standard ist, weil dies und das mal stört, morgen aber auch keiner sein kann, weil etwas nicht mehr stört. Es gibt nur die Wahl zwischen Gleichheit ODER Freiheit. Beides auf einmal ist nicht möglich.
Die Freiheit des Menschen aber, welche vom Sammeln von Daten schwer bedroht ist, weil es viele Bereiche kalkulierbar und manipulierbar macht, ist bei keinem noch so frommen Wunsch ein Opfer, das gebracht werden darf*. Sie ist nicht mit irdischen Gütern rechtfertigbar, weder in der Erhaltung noch in der Bedrohung.
Angesichts des Theaters, das sich in der Corona-Krise abspielt, wird kein Akt ausgelassen, und so rollt das Stück der Idiotie der Zeit wie in einem Leierkasten mechanisch und deshalb vorhersehbar ab.
Man darf nicht das Niedrigere bewahren oder wollen, und dabei das höhere Gut aufgeben. Die Freiheit steht deshalb auch immer über der Gesundheit und über jeder Krankheit. Sie steht über jedem Schmerz und über jedem Wohlergehen. Keines dieser nachrangigen Ziele darf dem Gebot der Freiheit, die eine immer wieder neu zu erringende Augenblicksfähigkeit zur Sachlichkeit der Wahrheit hin ist, so daß der Wahrheit gemäß gehandelt werden kann, in der Haltung, in der Sicht, übergeordnet werden. 

Aber sie kann letztlich auch niemals wirklich geopfert werden. Sie kann sogar letztlich niemals unterdrückt werden. Sie ist dem Menschsein eingeschrieben, und zwar von seinen Fundamenten her. Hätte der Mensch seine Freiheit nicht, er wäre ein Tier. Die Freiheit macht erst das Leben zum menschlichen Leben, weil zum Spiel, also zum Ordnen der Welt nach Kriterien der Schönheit und Freude.

Sie wird deshalb in jeder noch so tiefen Situation der Unterdrückung im tiefsten Inneren des Menschen immer schreien und ihren Anspruch anmelden. Sie wird den Manipulateuren und Bösen, die den Menschen zu einer form- und lenkbaren Masse machen, im Namen von Zielen, die mit den letzten Zielen jedes Menschen nicht übereinstimmen, die nur in und mit Freiheit erreichbar sind.

Wir sollten also bei aller berechtigten Sorge eines nicht vergessen: Diese Form der Freiheitsberaubung kann zwar unser Leben erschweren, ja sogar sehr viel schwerer machen. Es kann und wird vor allem diejenigen, deren Vernunft noch nicht voll ausgebildet ist, also Junge und Unreife, schwer beeinträchtigen können. Aber es wird letztlich den Menschen, der Kraft der Wahrheit frei sein kann, diese Freiheit immer wieder erringbar machen, durch alle Vernebelungen durch, die der Datenmißbrauch bewirkt. Dieser muß bekämpft werden, und er kann niemals von einer vorgeblichen Gesundheitsfürsorge legalisiert werden. Solche Taten sind Verbrechen, man muß es endlich beim Namen nennen.

Und wer solche Taten unterstützt, ja vorantreibt, macht sich schuldig am Leben, gegen Gott, den er im Ebenbild Gottes, dem Menschen, mit zu treffen versucht. Seine gesamte weitere zukünftige Geschichte wird deshalb nur noch unter dem Aspekt der Schuldbewältigung, die eine Verdrängung und eine Sündenbockmentalität ist, die sämtliches "Denken" als Ordnen der Sprache bestimmt, zu verstehen sein. 


*Die Querverbindungen sind aus dem CUI BONO nur unschwer zu ziehen: China hat in diesen Wochen - wenige Wochen nach der "Corona-Pandemie" - bei der UNO einen Vorstoß unternommen, das gesamte Internetsystem der Welt auf Prinzipien umzustellen, die "solche Krisen wie Pandemien" - als angebliche (gerade ja "erlebte") große Menschheitsbedrohungen - zukünftig leichter bekämpfen lassen sollen ... indem der gesamte Informationsaustausch der Welt kontrolliert und gesteuert werden kann. Wie man liest, soll die Bereitschaft vieler UNO-Glieder groß sein, diese Angelegenheit zu diskutieren. Wie groß die Gefahr wirklich ist, angesichts der traditionellen Immunschwäche der UNO wenn es um Freiheit und Wahrheit geht, zeigt dieser Ausspruch eines der Pioniere des Internet: Es sei alles eine Frage der "Balance zwischen Kommunikation und der Fähigkeit, diese zu kontrollieren" ... 

Wer so beginnt, hat das Ende bereits verspielt, da hat der Disput noch nicht einmal begonnen. Denn es geht um ein Prinzip, nicht um Quantitäten in der Handhabung. Schon gar, weil es auch nicht um die Frage geht, ob "das Internet jedem Menschen eine Stimme geben" müsse, also jeder Willkür offen zu stehen habe. Willkür und Egalitarismus sind keine Kriterien der Freiheit!



*300320*

Montag, 17. Februar 2020

Wie es nur gehen kann

Die Geschichte ist zu schön, um sie nicht hier zu bringen. Denn die Entwicklung des Ellwangener Batterienherstellers VARTA nach 1945* beruht auf der Konzentration des Kern- und Gründungsgeschäftes, die Herstellung von tragbaren, wiederaufladbaren Batterien. Danach herrschte in den 1980ern/1990ern wenig Nachfrage, und die weit weniger komplexen Massen-Autobatterien konnten koreanische oder chinesische Hersteller weit billiger von den Fließbändern laufen lassen. VARTA ging es nicht gut, und 2007 wurde die Aktienmehrheit der Traditionsfirma sogar an den (österreichischen) Investor Tojner um gerade einmal dreißig Millionen Euro verkauft. 

Aber man blieb sich in der Ausrichtung nicht nur treu, sondern forschte weiter, blieb bei dem, was man konnte, und entwickelte wieder aufladbare Klein- und Kleinstbatterien in einer Energiedichte, die die globale Konkurrenz um bis zu 30 Prozent übertrifft. 

Womit aber niemand so recht gerechnet hatte, das trat in den letzten Jahren ein: Der Markt für solche Batteriezellen explodierte, und im Moment weiß noch niemand, wo es hingehen wird, denn Kleinstapparaturen sind weltweit und in allen möglichen Bereichen im Vormarsch. Medizin (Insulinpumpen, Überwachungsgeräte im Körper), Hörgeräte, Bio-Daten-Instrumente (Armbanduhren mit Puls- und Blutdruckanzeige, Armbänder für Babyüberwachung), Kopfhörer die immer kleiner werden sollten ... 

Heute stellt VARTA jährlich hundert Millionen Knopfbatterien her, und die Zahl wird sich bis 2022 auf einhundertfünfzig Millionen steigern. Der Anteil am Weltmarkt hat bald 50 Prozent, und noch immer ist kein Ende der Fahnenstange abzusehen. Sogar Apple hat sich bereits in die Riege der Partner eingereiht. Partner eines Unternehmens, dessen oberster Chef (CEO) ein Ingenieur ist, der seit 1991 im Betrieb arbeitet. 

Und das in einem Markt - Batterien, Akkumulatoren - in dem Deutschland als weltweit hoffnungslos abgehängt gilt. Für all die staatlich verordneten Elektro-Antriebe werden die riesigen Mengen an Batterien, die benötigt werden (und wie erst in der Zukunft!), irgendwo in China oder Südamerika hergestellt. Selbst mit Hunderten von Steuermillionen auf die Wiese geknallten Batteriewerke (wie Mercedes demonstriert hat) sind chancenlos und wurden zu Lagerhallen für Importe umfunktioniert. Arbeitsplätze verschwinden ersatzlos, KnowHow, Fähigkeit wird nicht weiter aufgebaut und verschwindet sogar. Weil man sich nach einem "Bedarf" richtet, den die Politik bestimmt, nicht der Markt, der von ganz neuen Mechanismen beherrscht wird, die auf jede Wirtschaft desaströs wirken.

Zwar sieht man heute in den Fertigungshallen von VARTA auch kaum noch Arbeiter, weil diese Feinstarbeiten fast ausschließlich Roboter erledigen. Aber auch diese müssen ja entwickelt, hergestellt, gewartet und laufend verbessert werden. Die Arbeitsplätze haben sich also (wie bei der gesamten sogenannten technischen Revolution der letzten Jahrzehnte) nur verlagert und sind in der Wertdichte sogar gestiegen.

Schon der fehlenden Rohstoffe wegen würde ja Deutschland sagen, wo seine Stärke und damit Zukunft liegt - in der Kleinteiligkeit, der spezialisierten, fachdichten Produktion. Dies zu stärken, vor allem aber auch im globalen Markt zu schützen und das durchzusetzen wäre die Aufgabe der Politik. Deutschland, das eine Bevölkerungsdichte hat, die mit den dichtest besiedelten Gebieten in Ostasien konkurrieren kann, ist ein Land, das regelrecht göttlichen Auftrag hat, sich im Kleinen zu entwickeln. Und es muß somit - wie jedes Land - in gewissen Maß auch die Kriterien für seine "Märkte" selbst bestimmen und aus seiner Charakteristik heraus selbst vorgeben. Ziel jeder Volkswirtschaft muß zuerst nämlich einmal sein, sich selbst im Fluß zu halten.

Nirgendwo hat es dafür bessere Voraussetzungen als im Rückgriff auf die eigene Bevölkerung, auf deren Lebensweise, deren Werthaltungen, deren Gewohnheiten. Und deren Voraussetzungen, was die Problemlösungskraft anbelangt. Lustigerweise ist genau das dann der Moment (die Schweiz zeigt es ja seit hundert Jahren vor), ab dem die inländische Leistung auch im Ausland nachgefragt wird. Jedes Volk muß zuerst einmal SEINE Problemstellungen erkennen und lösen, und von dort aus - bestenfalls - kann es zu weiteren Wirkkreisen fortschreiten. Wir beschreiten heute aber den genau umgekehrten Weg eines absurden Werte-Universalismus, der uns aus dem Boden reißt und schließlich verhungern läßt. Das Wesen des universalsten Wertes, der Wahrheit, aber ist genau die Paradoxie, daß Wahrheit im allerengsten Umfeld beginnt, nur dort zu finden ist, und in der unendlichen Tiefe des Kleinsten endet. Dort, von dort aus ist auch dann das große Ganze der Weltprobleme zu lösen, und NUR von dort aus.

Das schwäbische Unternehmen VARTA, das nach Aktienwert berechnet heute einen volatilen Marktwert von 4,5 Milliarden Euro repräsentiert, hat genau das gemacht. Es hat die Wertdichte seiner Arbeit und seiner Produkte erhöht. Das ist das Geheimnis jeder Wohlstandsvermehrung die auf mehr als Skrupellosigkeit und Geldanbetung beruht, sondern Substanz und Sinnpotential hat.

Wert aber hat (im Gegensatz zum Kapitalismus) mit freiem Markt zu tun. Freiheit heißt aber nicht Willkür, Schrankenlosigkeit gegenüber dem Bösen, sondern Freiheit zum Guten, zur Wertantwort im Begegnenden, das als Gut erkannt wird, das das Sein in der Tätigkeit entfaltet. In der eine Wirtschaft, die auf Schwächen abzielt (wie es die Wirtschaftsentwicklungen weltweit seit Jahrzehnten betreiben), keinen Platz hat. Denn Glück, Lebenserfüllung beruht auf Selbst-Aktivität, und aktiv werden kann immer nur ein Gut, ein Sein.

So trägt sich auch Entwicklung, Innovation "von selbst", weil sie historisch gegenwärtig werdenden Seinsantrieben und darauf beruhenden Lebensveränderungen entspricht. Die nur vom realen Leben herstammen können, wie sie keine Politik, kein Schreibtischfurzer bestimmen oder verordnen kann. Das unterscheidet VARTA von dem, was sich derzeit in der Automobilbranche abspielt (wo ja auch so viele Batterien benötigt werden), und dort jeden Saft aus den Knochen saugen wird. 




*Mit den Verstrickungen von VARTA im Rahmen der Tätigkeit als Rüstungsbetrieb für den Hitlerismus und Teil des Quandt-Firmenkonglomerats (BMW) wollen wir uns hier nicht befassen. Es tut auch nichts zur Sache, um die es hier gehen soll. Man könnte höchstens untersuchen, wieweit erst eine neue Generation von Mitarbeitern seelisch frei genug war, sich wieder auf das eigentliche Tun zu konzentrieren. Nach 1945 war VARTA nämlich einer der zahlreichen "belasteten" Betriebe der deutschen Industriegeschichte, mit denen man nicht wußte, was man nun anfangen sollte. Die Nähe von (kapitalistischer) Industrie und Politik wird auch für eine spätere Abrechnung unserer Gegenwart noch seine Rolle spielen, die Energiewendeprofiteure können sich einstweilen schon mal warm anziehen.




Samstag, 25. Januar 2020

Zukunft als Zwang zum Sozialismus (2)

Teil 2)



Genau das tut aber die Entwicklung, die und Gerd Leonhard als vor uns liegend zeigt, die uns auch bereits erfaßt hat, und noch erfassen soll, NICHT. Sie erhöht nicht die Qualität, sondern nur die Quantität. Was im übrigen auf jeden Fall eine Erhöhung (weil Verschwendung) des Energieaufwands bedeutet, und sei es der elektrischen Energie. (Wieder: Man denke an die Energiewende, wo wir in katastrophalem Wahnwitz die Energieverbraucher von hoher Energiedichte auf oft haarsträubend niedrige Energiedichte umstellen. Was erwartet man sich davon? Weniger Energieverbrauch bei gleichbleibendem Lebensniveau? Erleben wir nicht genau hier das Gesagte hautnah: Daß unsere Welt mit immer mehr Dingen vollgestellt wird, sich also die Quantität sogar exorbitant erhöht, die Qualität aber sinkt?)

Alles läuft in immer schnellerem Tempo auf eine Notwendigkeit zu, gewissen ablaufgerechten Normen und Lebensvollzügen zu entsprechen. Die Toleranz gegen Individualistisches wird hingegen immer geringer und strebt der Ausschließung von existentiellen Vorgängen zu. Damit wird das eigentlich Menschliche ausgeschlossen. Alles Reden von "Vorteilen" und Vorzügen ist leere Quatscherei, ja ist gigantische Lüge, wäre da nicht die Dummheit, die man als eigentlichen Grund annehmen muß. Denn der Techniker ist keineswegs der Überlegene, Geistige, sondern der Dumme, der Unschöpferische, der sich in Mechanik auflöst. Leben aber heißt in erster Linie, schöpferisch zu sein!

Eine weitere Lüge ist die von "Einsparungen" durch Technik. Diese Rechnung geht nur auf, wenn man den Berechnungsrahmen beschränkt. Die Gesamtkosten für eine Volkswirtschaft und für die Wirtschaft der Welt sind aber höher. Die Technik, in der wir uns derzeit engagieren, bewirkt lediglich eine Umlagerung, eine Umverteilung der Kosten. Meist dorthin, wo wir sie nicht sehen, also die Ursache-Wirkung-Zusammenhänge so zerrissen sind, daß sie kaum noch wahrnehmbar werden. Schon deshalb drängt die Technik dazu, jeden Winkel der Erde auszufüllen.

Vieles aber, was wir an Einsparungen bezeichnen, ist in Wahrheit ein gewaltiger Verlust, etwa an sozialer Einbindung, die dann durch hohe zusätzliche Kosten irgendwie ersetzt oder nachgeholt werden muß. Was aber nicht geht, weil jeder unserer Lebensvollzüge innerhalb einer Gemeinschaft geschieht, und insofern immer andere betrifft. 

Deshalb ist auch das Gerede von "wir haben dann mehr Zeit" bloßes Gequatsche, Bullshit. Das Gegenteil wird der Fall sein. Man denke doch an die letzten Jahrzehnte. Was wurde uns nicht alles erzählt, wie wenig Zeit wir noch benötigen - das Gegenteil ist eingetreten. Wir haben immer weniger Zeit. Und wissen mit der bestehenden nichts mehr anzufangen, weil uns die Fähigkeit zum Schöpferischen - die einzige Basis von allem, was wir "erleben" - verloren ging.

Die Einzigen, die von diesen Entwicklungen begeistert sind, sind deshalb Techniker selber. Die noch dazu an den Schwachsinn der Künstlichen Intelligenz glauben, der die menschliche Intelligenz ersetzen oder übertreffen könnte. (Dabei ist sie nur der stupide Vergleich mit empirisch bekannten Daten und vorgegebenen Sollens-Linien.)

Für jeden schöpferischen Menschen sind solche Visionen deshalb zum einen Schrecken, und außerdem ... todlangweilig, weil strohdumm, mit Verlaub. So sympathisch kann Leonhard gar nicht auftreten. Am Unerträglichsten wird es, wenn solche Leute dann von "Ethik" etc. daherschwafeln, weil es natürlich "neue Regelungen" braucht, wenn wir "den Menschen völlig neu verstehen lernen müssen".  Endgültig die Zehennägel rollen sich dann auf, wenn er von Glück und Weisheit (á la Coelho) faselt, weil wir ja "den menschlichen Imperativ nicht vergessen dürfen".

Hier ist dennoch der einzige Punkt, den Gerd Leonhard richtig formuliert, wenn wir ihn auch anders meinen: Unsere Aufgabe wird nicht sein, mit Computern zu konkurrieren, sondern "draufzusitzen", also das menschliche Extra beizusteuern, "die Weisheit", wie er es vollmundig nennt. Was er nicht sieht ist, daß das eine das andere extrem behindern, ja ausschließen wird. Wie jede Utopie ist auch die hier vorgestellte extrem mangelhaft: Sie phantasiert von Qualitäten, die auf dem Weg dorthin verloren gehen. 

Die Qualitäten, auf die es also in Zukunft ankommen wird, werden nur die haben, die diesen Technikzirkus gar nicht mitmachen!

Insofern hat die hier vorgestellte Vision, die freilich schon sehr weit Realität wurde, etwas sehr konkret Bedrohliches. Vor allem aber, weil sie noch etwas ist, das ist uns meist gar nicht bewußt. Sie ist die Vision eines kommenden und globalen Sozialismus. Und das ist dann das Paradies der Techniker auf welches wir zusteuern. Daß wir schon heute von Jahr zu Jahr mehr an Lebensqualitätsverlust wahrnehmen ist kein Betriebsunfall, der reparabel wäre, sondern unvermeidbarer Kollateralschaden einer Phantasie, die die Hölle schön redet.

Zumalen wir über eines noch gar nicht gesprochen haben. Darüber, daß Technik aus sich heraus auf Krieg zusteuert. Erst dort erfüllt sie ihren vollen Sinn. Denn erst im Krieg ist die ihr eigene Denkweise wichtig. Was wir deshalb heute an Technikdruck erleben, ist in Wahrheit eine mehr oder weniger weit gediehene Vorstufe eines Krieges. Aber im Gegensatz zu vergangenen Kriegen ist es ein Dauerkrieg.







*Schon 2019 hatte der VdZ zu tun sich gegen eine technische Umstellung der Banken zu wehren, die zuerst eine völlige Umstellung auf Internet-Banking förderten, auf die man sich einließ, bis man alle Bankabläufe nur noch so vollzog. Während die Banken den "Schalterbetrieb" fast gänzlich (oder als nur noch gegen hohe Gebühren in Anspruch zu nehmen) einstellten. Um dann 2019 zu erleben, daß man dies fürderhin ("Vorteil" Sicherheitserhöhung) nur noch durch Besitz und Verwendung eines SmartPhones (o. ä.) würde weiter tun können. 

Mit Mühe hat er noch eine nahezu versteckte Möglichkeit gefunden, dies wenigstens über seinen Heimcomputer zu machen, wenn auch mit Einschränkung (weil an das Gerät gebunden, das diese individuelle "App" installiert hat): In Zukunft erkennt man nicht mehr die Person, sondern die Computerprogramme erkennen sich untereinander; und die Sicherheit besteht nur noch durch eine kleine, letzte Hürde von der Person getrennt durch Besitz des Computers selbst. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Die Konsequenz? Bankgeschäfte sind ohne SmartPhone (etc.) nur noch eingeschränkt weil ortsgebunden (wie bei einer Filiale früher) abzuwickeln. Aber wie lange wird es noch möglich sein, auf so ein Gerät zu verzichten? Schon sind auch Arzt-Rezepte an ähnliche Vorgänge geknüpft, und der "normale" Gebrauch wird immer eingeschränkter.




Freitag, 24. Januar 2020

Zukunft als Zwang zum Sozialismus (1)

Es ist natürlich immer interessant zu sehen, was man vor fünf Jahren prognostizierte, das in diesem Jahr Wirklichkeit sein sollte. Und Gerd Leonhard hat da in vielem auch recht behalten, was er 2015 vorhersagte.

Auffallend ist aber vor allem eines: Daß der liberalistische Wirtschaftsmoloch eine Veränderung mit sich bringt, die aus seiner Ausrichtung auf technische Ablaufoptimierung stammt und sich mit Zwang schmückt. Und eine Umstellung von Lebensvollzügen bedeutet, den der VdZ zumindest, wäre er vor die Wahl gestellt, glatt ablehnen würde. Weil sie keineswegs reine Ablaufoptimierungen (also Erhöhungen von Energiedichte wären, wie fälschlich behauptet), sondern die Natur der Vorgänge selbst verändern.

Solche Entwicklungen gehen nicht in Sprüngen, sondern Schritt für Schritt. Eine ganze Kultur kann da regelrecht "hineinschlittern", und wacht eines Morgens auf und "ist eine andere". Und die Tür zum nächsten Schritt ist fast nie der "große Sprung", sondern der kleine Schritt, der irgendeinen Vorgang "optimaler" gestalten würde, der irgendeinen Teilvorteil bringen würde, der irgendeine kleine Bequemlichkeit stützen würde. Bis wir vor einem Gesamtbild stehen das einen großen, ja ganz großen Verlust an Lebensqualität anzeigt, der uns erschrecken müßte. Denn plötzlich ist alles, wirklich alles an unserer Lebensweise umgebaut, bis zu einem Punkt, wo wir meinen könnten, anders gar nicht mehr überleben zu können, weil selbst unverzichtbare Prozesse nur noch über diese technischen Prozesse erledigbar sind.*

Fast nein wirklich alles, was Leonhard da 2015 sagt und uns damit ein wenig Überschau liefert, ist technischer Natur. Und hat in der einen oder anderen Form mit Internet, social media und Digitalisierung zu tun. Die wie ein D-Zug über uns alle drüberbraust. Ganz so als wäre "Fortschritt" nur eine technische Ablaufoptimierung! Das ist er aber in keinem Fall. Denn Fortschritt, wenn wir das Wort schon verwenden, muß um ein solcher zu sein eine Erhöhung der Energiedichte PRO VORGANG sein. Wir aber haben es praktisch immer mit einer Reduktion der eigentlichen Vorgänge, und einer Aufsplitterung in zahlreiche weiter (sic!) zu tun, während der Hauptvorgang immer mehr nur noch nach Normvorgaben erfüllbar ist.

Dieses Umstellen auf immer mehr Technik ist somit keineswegs eine Optimierung von an sich bekannten Abläufen. Im Gegenteil. Sie reduzieren die Komplexität des Lebens selbst, und machen zweidimensional, das aber aus seinem Wesen her drei- oder mehrdimensional ist und auch sein muß. Wir haben es somit mit technischen "Innovationen" zu tun, die auch unser In-der-Welt-sein betreffen, weil sie Kommunikationsvorgänge reduzieren und damit verarmen (weil über bloße Automatismen, die der Möglichkeit der Technik entsprechen, und diese ist immer zweidimensional) laufen lassen.

Was aber als Vorteil aussieht, ist in fast allen Fällen von einem ungeheuren, qualitativ aber höherwertigen Verlust begleitet. Denn wir lagern in der Technik Leiblichkeit, persönliches Vermögen aus, und setzen durch solche Vorgänge (materiell in der Maschine, immateriell in Programmen) "Prothesen" in beziehungsweise an unseren Leib. In den wir anderseits die Welt unverzichtbar eingliedern. Gleichzeitig ist diese Entwicklung von einem Abbau von Verantwortung gekennzeichnet, denn sie bedeutet, daß das Eigentumsverhältnis zu den Dingen verschwindet. (Man denke an die Vision der Mobilität in der Stadt, in der niemand mehr ein Auto braucht, dafür bestehende, selbstfahrende Autos über Vernetzung pausenlos unterwegs und per App buchbar sind.)

Das heißt, daß sich der persönliche Besitzanspruch, das Territorium des Leibes gewissermaßen, ausweitet (was meist übersehen wird). Damit wird nicht nur die Unverzichtbarkeit auf Weltdinge größer, sondern die Freiheit, Vorgänge auch anders zu gestalten, geringer. Die Technik wird zum Zwang, um überhaupt noch leben zu können. 

Und verbindet sich noch dazu mit dem Zwang, im Erwerbsleben ein bestimmtes Einkommensminimum zu erzielen. Die Abhängigkeit von Geld und auf Geld (nicht auf Wert!) ausgerichtete Arbeit steigt also. Und zwar vor allem quantitativ, weil wie gezeigt die Energiedichte jeder Arbeitsminute sinkt, während die Anzahl der nötigen Vorgänge steigt. (Simples Beispiel: Früher ging man mit ein paar Noten unter dem Arm zum Klavierunterricht, machte sich für nächsten Dienstag einen Termin aus, und alles war erledigt. Schaue der Leser einmal genau, wie viele Dinge und ausgelagerte Vorgänge er heute braucht, will er so einfache Dinge regeln. Und mache er keine Ausnahme, rechne er auch ein, was an Umwegen zu machen ist, weil andere Vorgänge durch Zeit-, Geld- und Dinge-Aufwand Auswirkungen haben. Auto, Handy, ständige rasche Ortswechsel, Aufgezeichnetes in Computern, Erwerbsarbeit auch der Frau, etc. etc.)

"Wir leben in einer mobilen Welt. Und daran führt auch kein Weg vorbei. Und wir leben noch dazu in einer vernetzten Welt." Was Gerd Leonhard so nonchalant daher erzählt ist in Wahrheit nicht einfach eine Frage des Lebensstils, den man halt auch ändern kann. Es ist eine Veränderung des Wesentlichen im Leben, nein, es ist eine Verlagerung weg von allem, was noch Substanz hat hin zur positivistischen, spiritualistischen Bewußtseinswirklichkeit. 

"Mobil" heißt auch "Entwurzelung" und damit substantieller Verarmung, so einfach könnte man es nennen. Es bedeutet ein Auflösen der eigenen Substanz, die durch virtuelle, flüchtige Vorgänge ersetzt werden soll (wenn das denn ginge). 

Oh nein, der VdZ ist nicht unbedingt "technikfeindlich", eher freilich hat er etwas gegen mechanische, vorhersehbare Abläufe und kann sich an Technik nur sehr bedingt begeistern, hält sie meist für Gehirnmechanik. Deshalb ist sie recht leicht lern- und vermittelbar. Aber er ist nicht gegen Verbesserung als "Fortschritt", ja "Wachstum", weil das im Wesen des Menschen begründet liegt: Die Verdichtung weil Zusammenfassung der Energie in jedem seiner Vorgänge, sodaß sich bei jedem seiner Taten die Handlungsebene in immer mehr Umfassenderes, Universelleres schiebt (was letztlich Begriff, Wort, Geistiges bedeutet), was nur durch Tugend einerseits, durch Erinnerung (sic!) als Speicherung (sic!) anderseits möglich ist. Je allgemeiner Begriffe sind, um das zu illustrieren, desto mehr Einzeldinge tragen sie mit sich, selbst wenn man diese Einzeldinge "vergißt" oder nicht einmal direkt als vereinzelte Dinge "kennt".

Morgen Teil 2)




Freitag, 3. Januar 2020

Mehr Arbeit, aber weniger Wert

Es gibt nur eine Chance, Wohlstand (der von der Speicherung von Energie=Arbeit=Wert bestimmt wird) aufzubauen - und Schulden zurückzuzahlen, und die heißt: Zuwachs in der Produktivität. Und weil Schuldenrückzahlung das Kriterium ist, Schulden überhaupt machen zu können, sind beide Faktoren nicht zu trennen.

Produktivitätssteigerung wiederum heißt, daß pro gearbeiteter Einheit mehr Wert (Wert heißt nicht unbedingt "Menge", heißt nicht unbedingt alleine "Geld") erwirtschaftet wird. Den meisten offiziellen Statistiken diesbezüglich traut der VdZ deshalb nicht, weil sie zwischen Menge, Geldmenge und Wert nicht ausreichend unterscheiden. Sogar Schulden und Zinsen fließen ja in solche Wertberechnungen ein.

Die Produktivität pro Arbeitsstunde hat 
sich in Deutschland bedenklich gesenkt.
Wie auch immer, diese Graphik hat der VdZ im Netz gefunden. Und sie ist deshalb interessant, weil sie mit Einschätzungen übereinstimmt, die sich aus anderen Gegebenheiten und Entwicklungen ableiten lassen. 

So ist die Energiewende etwa aus sich heraus eine "volkswirtschaftliche Leistung", die in vollem Umfang die Produktivität der Arbeitsstunde pro Arbeitenden in Deutschland und Österreich um genau die darein gesteckten Gelder senkt. Denn der Wert, der dabei herauskommt - die Kilowatt-Stunde für den Energieverbrauch, bzw. überhaupt auch ein erhöhter Energieverbrauch - ist praktisch gleich geblieben, während der Aufwand, mit dem sie erzeugt wird, sich immens vergrößert hat. Schon das muß die Produktivität unserer Volkswirtschaften drücken. Und wenn es heißt, daß in den nächsten fünfzehn Jahren bis zu einer Billion Euro dafür ausgegeben werden, kann man nur Schlimmstes befürchten. Dieses Geld wird bei einer gesamtvolkswirtschaftlichen Betrachtung die Produktivität senken.*

Aber noch andere Umstände werden durch so eine Kennzahl angezeigt. Die Produktivität wird auch immer dann gesenkt, wenn Arbeit in der Produktionsstufe nach unten sinkt. Hier zeigt sich also das Abwandern hochwertiger Industrien (etwa Pharmazie und Chemie, oder Maschinenbau) ins Ausland. Oder das Zuwandern von Menschen, die im besten Fall zwar arbeiten, aber aus verschiedenen Gründen nur Arbeiten auf niedriger Wertstufe verrichten können. Daß das in relativ kurzer Zeit ein quantitativ erhebliches Problem werden wird, zeigt alleine die Demographieverteilung bei Kindern und jungen Menschen.

Auch die beträchtlich gestiegene Zahl der Teilzeitjobs (die in der Regel aber sogar pro Stunde höher bezahlt sind als Vollzeitarbeit) läßt nichts Gutes erahnen, und verschleiert unter Umständen harte Realitäten - eben: den Verlust an Produktivität, das Absinken der Arbeit in der Wertstufe.

Außerdem wird die Technik ganz erheblich überschätzt, vor allem in ihrem möglichen Beitrag zur Produktivität. Bei volkswirtschaftlicher Betrachtung wird sich bald zeigen, daß die Rechnung nicht und nicht aufgehen wird, daß durch mehr und mehr Maschinen (und KI, also "Künstlicher Intelligenz") auch die Produktivität gesteigert würde. Das ist nicht der Fall! Es trifft nur in isoliert betrachteten, einzelnen Räumen zu, ohne deren (mittlerweile standardmäßig global zu sehende) Vernetzung mitzurechnen.

Unser Begriff von Reichtum und Wirtschaft orientiert sich am Falschen. Nicht am Wert, sondern an irgendwelchen Mengen. Die Globalisierung hat wesentlichen Anteil an dieser Verschleierung der Realitäten.

Daneben wird vieles, was heute als "Produktivitätssteigerung" angesehen wird (ganz besonders sei hier der Computersektor hervorgehoben, der grob fahrlässig falsch hinsichtlich volkswirtschaftlicher Produktivität eingeschätzt wird) in Wahrheit deren Minderung darstellt. Wir sehen es deshalb nicht klar genug, weil die Folgen verschleiert werden. Ursachen und Wirkungen zu sehen ist heute eines der größten Probleme, an denen sich der geistige Niedergang am deutlichsten erkennen läßt.

Computereinsatz und Sozialstaat (umfassender gesagt: ausgleichende Staatseingriffe), etwa, sind zwei korrespondierende Größen und untrennbar verbunden. Beide wachsen also nicht zufällig gemeinsam, aber aus ganz anderen Gründen als meist erzählt wird, und senken schon aus sich heraus die Gesamtproduktivität einer Volkswirtschaft.

Der Verlust der Produktivität zeigt sich aber auch auf ganz anderer Ebene, nämlich der der sozialen Verhältnisse. Jahrzehntelang wurde als Fortschritt verkauft, was in Wahrheit ein eklatanter Rückschritt auf Kosten der gesamtvolkswirtschaftlichen Leistungs- und Wertschöpfungskraft war. Allein der Aufwand für soziale Leistungen, die früher selbstverständlich in der Familie erbracht wurden, geht auf Kosten der Produktivität. Und die angebliche "Freiheit" der Identitätslosigkeit, die verheißt, täglich Ort und Identität auflösen und neu begründen zu können, hat die Folge, daß die einfachsten, selbstverständlichsten Dinge der Zwischenmenschlichkeit, die früher institutionell wie vorhandenes Werkzeug (gespeicherte Information!) gewirkt haben, dessen sich jeder bedienen konnte, bedeuten ein notwendiges Umlenken auf eine tägliche Selbsterfindung!

Dazu kommt die gezielte (politisch-ideologisch gewollte) Auflösung der Homogenität von sozialen Gruppen, die nunmehr keine Heimat mehr haben, sondern gezwungenermaßen mit Menschen anderer Kulturkreise konfrontiert sind, die das Eigentliche an Heimat - als Ort, wo man sogar ohne Worte verstanden wird - verdunsten lassen. Die Rolle von Facebook, ja der social media im Gesamten, sind nur daraus zu verstehen. Sie kennzeichnen aber einen enormen Produktivitätsverlust. Welch' Aufwand ist heute notwendig, täglich, sich überhaupt einmal in der Welt zu halten!

Der VdZ weiß schon, daß er mit dieser Sichtweise ziemlich alleine dasteht. Aber - nicht ganz alleine ... und die Realität sowie deren Vorhersagbarkeit spricht für deren Richtigkeit, man lese nur die Beiträge in diesem Blog seit zwölf Jahren: Wie viele der Vorhersagen eingetroffen sind.

Es kann deshalb gar nicht anders sein, als daß dieses umgesetzte, umlaufende Mehr an Geld (praktisch der gesamte Umverteilungs- und Subventionsapparat, und nicht zuletzt die Kosten für die Migration) einerseits die Schulden erhöht, anderseits auf Kosten der Substanz geht. Das heißt: Auf den Generationenvertrag, auf die Generationenumlage - etwa zu Lasten der Pensionen geht.  Zumal der Produktivitätswert bei allfälligen zugewanderten Menschen deutlich unter dem liegt, den deutsche Hände früher erarbeitet haben, und dem das Land seinen Wohlstand verdankt hat. Dieser Wohlstand wird sichtbar immer weniger. Jetzt erst noch in Zahlen, die mit Schulden ausgeglichen werden, öffentlich wie privat, aber bald sehr deutlich im Alltag spürbar. Denn noch wird von der Substanz gezehrt (d. h. Speicher aufgebraucht), aber deren Ende ist absehbar, und dann wird es keine Speicher mehr geben.

In kaum einem Land der entwickelten Welt, übrigens, hat sich die Arbeitsproduktivität dermaßen verschlechtert wie in Deutschland. Nicht einmal in Großbritannien.


Nachtrag: In diesem Zusammenhang ist nicht uninteressant, daß mittlerweile 85 Prozent der Aktien sämtlicher Unternehmen, die im deutschen DAX zusammengefaßt sind (als repräsentative Auswahl der wirtschaftsbestimmenden Unternehmen an der Börse) in ausländischem ("internationalem") Besitz sind. Das heißt auch, daß die Tendenz des bei uns wirkenden Kapitals nicht deutschen, sondern internationalen Ertragsabsichten und -strategien folgt. Dieser Umstand ist wichtig, denkt man darüber nach, was man gegen Fehlentwicklungen in unseren Ländern tun kann.

*Ein köstliches, aber so typisches Beispiel für die absurde Ressourcenvergeudung jeder Art durch die unvernünftige, produktivitätsvernichtende Hysterie der "Energiewende" schildert Roger Letsch in seinem Artikel über einen "Klimaparkplatz" auf achgut.






Samstag, 10. August 2019

Nachbemerkung zur Produktivität von Volkswirtschaften (3)

Teil 3)




Mathematik kann da und dort Dienste leisten, ja, aber sie ist als Betrachtungsgrundlage für eine Wirtschaft falsch und völlig ungenügend. Sie führt sogar wie im Falle der MMT zu einer fatalen Fehleinschätzung. Wo sich jemand in die Hand von Krediten begibt, unterwirft er sich deren Bedingungen.***

Wir erleben auch also im Privaten dasselbe, was unsere Volkswirtschaften im Großen erleben: Einen immer weitergehenden Verlust an Effizienz! Denn wenn wir von Effizienz sprechen, müssen wir das auf ein und dasselbe Vorgehen, ein und dasselbe Produkt, ein und dieselbe Lebensqualität (etc.) beziehen.

Das ist mehr als eine nette Metapher. Das ist eine blanke Realität. Zwar können wir durch die Technik ANDERE beziehungsweise gewisse Lebensvorgänge vereinfachen, wir können auch andere Produkte genießen, aber wir können eines nicht: DIE ALTE LEBENSWEISE EFFIZIENTER MACHEN. Der massive Einsatz von Technik hat unser Leben verändert, das ist alles. Effizienter hat diese unser Leben nicht gemacht, im Gegenteil.****

Und wenn wir auch sagen können, daß wir dadurch immerhin viel mehr Produkte zur Verfügung haben, die sogar leistbar sind, so nur, weil erstens diese Produkte in der Qualität reduziert und völlig veränderte, neue Produkte sind, die sich verglichen mit dem Ausgangspunkt (dem, was sie verbessern etc. sollten) weiter reduzierten (was immer heißt, dem Konsumenten Aufgaben zu übertragen, die das Produkt früher noch löste), und zweitens, weil wir in unserer Lebenserfüllung auf immer mehr VERZICHTEN. 

Eine hochtechnische Volkswirtschaft und Gesellschaft ist also ein völlig anderes Ding als jene, die das nicht sind. Aber es ist das durch eine Veränderung, eine Umschichtung, eine Verlagerung. Es ist keinesfalls eine Steigerung der Effizienz des Bisherigen. Und das sollten die sogenannten Ökonomen schön langsam in ihre Überlegungen einbauen, wenn sie noch Wert auf gewissen Ruf legen. Denn dann würden sie, die Wissenschaftlichkeit vortäuschen, indem sie sich schamlos der Erkenntnisse und Methoden anderer Wissenschaften bedienen und zu einem bunten Blumenstrauß arrangieren, vielleicht vom Stand der Kaffeesudleser zu wenigstens halbwegs ernsthaften Philosophen aufsteigen.

Wenn wir heute davon sprechen, daß wir MEHR Produkte, mehr Genußmomente im Vergleich zu früheren, technikärmeren Zeiten haben, dann sollten wir einmal darüber nachdenken, ob der PREIS, den wir dafür zahlen, ob das worauf wir dafür verzichten, nicht viel zu hoch ist. Ob wir nicht statt "besser" einfach "anders" leben. Und ob dieses "anders" tatsächlich "besser" ist. Effizienter ist es jedenfalls nicht.




***Das ist der Grund, warum Kredit und Kreditwirtschaft IMMER zur Konzentration von Geld und Vermögen hier, zur Verarmung und Auslöschung der Mittelschicht dort kommt. Denn der Mensch fällt ihr IMMER zum Opfer. Das macht das Zinsnahmeverbot der Kirche, das bis heute gilt (!), so realitätsfundiert. 

****Ja, auch der VdZ ist für einen Um-/Rückbau der Wirtschaft. Aber "Klima" ist nicht nur der falsche Ansatz, sondern - weil eine einzige Lüge - sogar kontraproduktiv. Und fördert eine der tödlichen Bedingungen: Die Globalisierung, die Ent-Lokalisierung (zum Beispiel durch Energieleitungen) die weitere existentielle Vernetzung der Volkswirtschaften, die ihre Integrität aufgeben müssen oder per Verordnung verlieren. Und ihr Hauptsatz ist in sich eine Drohung und ein Irrtum, daß nämlich nur "global" zu agieren sei, das Lokale unbedeutend, ja, daß der Mensch das Hauptproblem ist. Das genaue Gegenteil ist der Fall! Alles muß zurück zum einzelnen Menschen, zum verbindlichen sozialen Umfeld, zum verbindlichen lokalen Kleinraum, dort fängt alles an. Und die Politik muß diesen Kleinraum schützen, nicht "aufbrechen" wie sie es jetzt tut.





Freitag, 9. August 2019

Nachbemerkung zur Produktivität von Volkswirtschaften (2)

2. Teil)



Aber das entspricht auch der Erfahrung, die wir alle machen: Seit Jahrzehnten wird uns eingeredet, daß wir durch die Zunahme des Technikeinsatzes paradiesischen Zuständen entgegengehen. Immer mehr Freizeit wird steigenden Einkommen gegenüberstehen. Doch was erleben wir? WIR HABEN IMMER WENIGER ZEIT. Die Bewältigung unserer Lebensweisen nimmt uns immer totaler in Anspruch. Dieselben Effekte - Lebenszufriedenheit, Glück, Wohlleben, Bildung, etc. etc. - benötigen immer mehr Einsatz, also Arbeit, also Zeit. Das einzige, was wuchs, waren die Mittel und Methoden, uns auf ein besseres Morgen zu vertrösten, oder uns Ersatzwege zu suchen, in denen wir uns und der Welt "Erfüllung" vormachen können. Drogen, Unterhaltungsindustrie oder Sexuelle Befreiung, vor allem aber auch die Medien und social media gehören in diese Reihe der Betrachtung.

Auf einer anderen Ebene drückt sich das auch im nötigen Einsatz von Energie aus. Auch hier haben wir gute Beispiele, man nehme die Energiewende. Wir wollen zwar mehr oder weniger dieselben Nutzeneffekte (Mobilität, Geräte, Kommunikationsmittel etc.), aber wir wollen sie mit der Verbannung häßlich empfundener Nebeneffekte (Kohle und Öl ist dreckig, Atomkraft bedrohlich) verbinden.

Der Effekt? Um denselben Nutzen (Effekt, wovon sich Effizienz ableitet) zu erzielen, setzen wir das Doppelte an Arbeit und Energie ein. Die Energiewende, die Klimarettung zeigt deshalb folgerichtig, daß der Gesamtenergiebedarf steigt und steigt, und daß die Herstellung dieser Energie gigantische Kollateralschäden und Lebenseinbußen mit sich bringt. In dem Fall, weil wir einen bestimmten Effekt, ein bestimmtes Produkt also unbedingt wollen. Die letztlich sogar auf die Auslöschung der Menschen als "Feinde der Welt" hinausläuft, so schaut es nämlich in Wahrheit aus.

Wovon wird diese Energiewende wirklich angetrieben? Vom alten Menschheitstraum des perpetuum mobile, der Maschine also, die mehr Energie liefert als man hineinsteckt. Und das ist unmöglich, das widerspricht einem der Grundgesetze, die wir in der Natur als unumstößlich und beherrschend sehen. Die Energiewende ist der sagenhafte und einzigartige Versuch, die Lebensqualität in einer Volkswirtschaft dadurch zu steigern, indem man bewußt deren Effizienz verringert. Und wodurch? Durch noch mehr Technikeinsatz, also durch noch mehr Energieverbrauch. Deshalb sind die wenigstens noch ehrlich, die gleich sagen, daß sie ein Leben wie vor zweihundert Jahren bevorzugen. Denn warum nicht? Darüber kann man doch reden? Und der VdZ wäre dem nicht einmal abgeneigt, wäre es ... realistisch.**

Und so typisch für die oben gesprochene Verschiebung von "häßlichen Nebenwirkungen" auf andere Erdteile, daß es schon fast platt wirkt, ist der Hinweis auf den Zusammenhang E-Autos hier - brutalste Menschenausbeutung (und Umweltzerstörung) bei der Rohstoffgewinnung in Afrika dort. So daß die Gesamtbilanz von Elektro-Autos sowohl energietechnisch wie auch moralisch wahrhaft schauderlich und ein Musterbeispiel dafür ist, wie wir uns bei der Effizienz als volkswirtschaftliche Bedingung einer Kreditwirtschaft in die eigene Tasche lügen. 

Das entlarvt das wahre Gesicht des Ökologismus in unseren Ländern: Als Fratze eines eiskalten Zynismus. Er verstärkt genau das, was uns ohnehin bereits zerstört, und gibt irrationale Wunschträume vor, die lokal gar nicht mehr zu lösen wären (Energie, oder Recycling), gehen also vom Regionalen weg (auch wenn das Gegenteil behauptet wird, das ist nur das Umhängen einer Regionalmaske über eine totale Entwurzelung). 

So erklärt sich noch eindringlicher, daß die Global Player weltweit längst auf diesen Zug aufgesprungen sind, ja wenn die Vermutungen mancher stimmen, diesen Ökologismus selbst initiiert haben. Er ist das perfekte Vehikel.

Und so nebenbei wird eine Scheinwirtschaft aufgebaut (E-Autos, volatile Energie usw. usf.), die genau zu jenen Faktoren gehört, die unsere Volkswirtschaft und damit unser Geld völlig entwerten, den Crash also noch gewaltiger ausfallen lassen werden, der unweigerlich bevorsteht und nur eine Frage der Zeit ist. Die Öko-Wirtschaft gehört somit zu jenen MMT (Moderne Geldtheorie)-Faktoren, die in bloßer kreditbasierten Geldvermehrung ohne Wert tatsächlich Wirtschaft zu erblicken behaupten. Aber das ist alles eine Fata Morgana, mit der sich manche frohrechnen.


Morgen Teil 3)


**Daß genau das aus anderen Gründen auf uns zukommen könnte, diesmal aber unbeabsichtigt und mit noch größeren Kollateralschäden - denn es wäre dann nicht eine Wiedergeburt mittelalterlicher(er) Kultur (das geht gar nicht, man kann nicht Geschichte einfach auslöschen) sondern ein Rückfall in Elend und Primitivität - ist ein anderes Kapitel.