Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Samstag, 2. April 2022
Die nicht wissen, daß sie verloren haben (2)
Freitag, 1. April 2022
Die nicht wissen, daß sie verloren haben (1)
Freitag, 4. März 2022
Gedankensplitter (1219b)
Donnerstag, 3. März 2022
Gedankensplitter (1219a)
Dienstag, 25. Januar 2022
Welche Stunde es geschlagen hat
Aber plötzlich brechen die weg. Plötzlich blicken sie sich wieder einmal um, und mit einem mal steht der andere auf jener Seite, die der ihren exakt gegenüber liegt, ja, die daran arbeitet, sie auszuhebeln und ins Nichts des Unvereinbaren, ganz sicher Inakzeptablen zu stürzen. Wie wir es jetzt in der Impfpflicht erleben. Wie wir es jetzt im "großen Reset" erleben, wie manche es bezeichnen, und wie die UNO es in ihrer Agenda 21 UND in ihrer Folge-Agenda 30 bezeichnet, zu denen uns unsere Politiker verpflichten und verpflichtet haben. (Man fühlt sich mit einem mal auch so ausgeliefert, verkauft, verraten.)
Plötzlich (und ich kenne so einen Fall, deshalb greife ich das Thema ja auf, denn es scheint durchaus tauglich das zu beschreiben, was in den letzten beiden Jahren mit praktisch sämtlichen Grünen und Linken passiert ist) ergibt sich sogar ein ganz erstaunlicher Moment. Wo dieser eine und jene jenen, die noch vor drei Jahren vor dem "großen Reste" warnten, die panisch von Surveillance und Kontrolle warnten, und sogar noch strenger als Sie selbst, ja fast hysterisch sogar, hinter jeder Ecke eine "1984" zu warten schien, in seiner Übertriebenheit gar nicht übertrieben war. Sondern seine Paranoia realitätsgerechte Reaktion war.
Mittwoch, 19. Januar 2022
Schwätzchen am Mittwoch (3)
Welche Erkenntnis, die von Kant über Hegel bis zu Dilthey ihre fundierenden Theoriespuren zieht, im seinem einen Extrem zur Ablehnung jeder absoluten Wahrheitsmöglichkeit führte - weil alles "subjektiv" und damit gleichermaßen "unwahr" sei, also ein Ding niemals durch den Menschen objektiv beschreib- und erfaßbar sei. Warum? Weil es kein Ding "an sich" real gibt, wie Kant es als mathematisches Ideal der Wissenschaft proklamierte.
Weil es Dinge nur gibt, wenn und insoweit sie in einer Beziehung stehen, also von einem unendlichen Netz von Bezüglichkeiten umwoben sind. Und die Quantenphysik bestätigt das: Definierbar, meßbar, bestimmbar sind atomare Vorgänge erst, wenn man sie in eine Beziehung gestellt hat bzw. so behandelt. Beziehung, die außerhalb ihrer selbst liegt, die das gesamte atomare Geschehen also in umgreifende Bedingungen stellt.
Der Physiker und Mathematiker Wolfgang Smith hat es so formuliert: Die mathematisierte Welt der Physik gibt es gar nicht.
Dienstag, 6. April 2021
Gedankensplitter (1076)
Das größte Übel am Liberalismus ist, daß er nicht nur Lügen verbreitet, sondern in sich eine Lüge IST. Denn sein Ziel ist kein positives Programm zu verwirklichen, sondern es ist antinomisch: Es besteht darin, jeden Widerspruch gegen die subjektive Willkür im Keime zu ersticken. Indem dem anderen und allem Begegnenden das Eigensein genommen wird. Das immer Ansprüche hat!
So sehr, daß man überhaupt nicht von einem Sein der Dinge und damit der Welt sprechen kann, wenn die Dinge (und mit diesem hier stets ontologisch verwendeten Begriff sind auch Menschen gemeint) auch Ansprüche haben, die nicht verhandelbar sind! Die sich aus der Bedingung des Seienden überhaupt ergeben - an einem Ort zu stehen, das heißt ein Knotenpunkt von Beziehungen zu sein.
Liberalismus ist die Lüge der Tugendlosen, der Bequemen, der Menschen mit Acedia (als der seelischen Trägheit selbst), oder auch nur der schlichtweg Faulen, die allesamt mehr oder weniger versteckte Egoismen sind (den offen darzustellen doch noch geächtet ist).
Die Behauptung, daß nichts in der Welt durch scharfe Kontur seinen Ort in der Gesamtordnung HAT, daß überhaupt alles Humane disponibel ist, setzt das eigene Beharren auf grenzenlose und rücksichtslose Bedürfniserfüllung zur generellen Eigenschaft des Menschen. Und wer das nicht zugibt, ist einfach ein Lügner. Oder jemand, der sich halt nicht so gut kennt (wie man selber).
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Der VdZ hat nicht wenige Menschen kennengelernt, die sich heute als Liberale bezeichnen. (So, wie sich heute ohnehin alle als Liberale entweder bezeichnen, oder faktisch Liberale sind. So sehr, daß es gar keine anderen Geisteshaltungen mehr gibt bzw. diese zahlenmäßig zu einem Bevölkerungsanteil geschmolzen sind, der in Bruchteilen von Prozenten zu messen ist.)
Am vielsagendsten über die Natur des Liberalismus sind dabei jene, die aus Arbeiterfamilien stammen, und ihre gesamte Kindheit und Jugend im sozialdemokratischen Milieu verbrachten, wie es noch von ihren Eltern selbstbewußt vertreten worden ist. Deren Kinder sich sogar selber noch zu Beginn ihres Studiums als Links oder Sozialistisch bezeichnet haben. Die aber dann, eiderdautz, sobald sie "sozial aufgestiegen sind", ihre Bildungszertifikate in der Hand halten und ihrem "durch Leistung errungenen Recht" gemäße "Führungspositionen" erhalten haben, "toleranter" geworden sind.
Weil sie nun liberaler geworden sind. Und das heißt angeblich weniger "eng", und was es noch an Unsinnsprädikaten für diese Aufweichungsgebote gibt, die im Liberalismus immanent sind, und die allem Widerständigen - und das ist nunmehr alles, das sich selbst noch als Identität sogar explizit behauptet - entgegengebracht werden, und diesen Anspruch mit der Behauptung höchster Moral umkleiden.
Und in einer Kultur der Auflösung, der Nichtung, ist tatsächlich das Gebot zur Auflösung, also der Liberalismus, höchstes Moralgebot. Weil Moral auf Erhaltung ausgerichtet ist, also auf Identität, die wirklich solche ist. Die somit als Identität fundamental jedem Liberalismus entgegensteht, und diesem niemals beitreten, diesen als gleichberechtigem Anspruch aber niemals neben sich dulden kann ohne ihn als das zu begreifen, was er ist: Feind, ja Todfeind.
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Wenn wir von Studium sprechen, dann meinen wir das von eben dieser Sozialdemokratie verschleuderten, zur Volksverwirrung der Allgemeinheit "zugängig gemachten" Universitäts-Schullehrgänge, die lediglich den Zweck hatten und haben, sozialen Aufstieg zu ermöglichen.
Nicht durch Bildung, sondern durch die Ansprüche, die sich aus Zertifikaten ergeben. Die gegen jede echte, innere, wirkliche Bildung auch jenen den Stand der Gebildeten zusprechen, und diesen sogar gesetzlich absichern. Und damit gegen jede (auch von ihnen selbst so gefühlt; machen wir uns nichts vor) Wahrnehmung der Umwelt eine Behauptung, Rang, Geltung und Autoritätsanspruch einer gewissen (vorgetäuschten) Gestalt durchsetzen können.
Aber wir müssen das noch schärfer weil umfassender, ganzheitlicher sehen. Mit der Massenuniversität wurde kein Aufstieg der früher "unteren" Schichten der Bevölkerung erreicht. Der war auch gar nie intendiert. Sondern es wurde der dieser Klasse übergeordnete Stand zerstört. Zerstörung, nicht Auferbauung war das Ziel des "allgemeinen, hürdenlosen Zugangs zu Universitätsstudien."
Die man als "Chancengleichheit" bei der Verwirklichung von "Talenten" verkauft hat. Alleine in diesen Begriffen findet sich aber ein wahres Feuerwerk an Begriffsverwirrtheit und Lüge.
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Kaum eine soziale Gruppe aber, die die neu gewonnene Klasse der Aufgestiegenen mehr gegen alle Gefahren absichert, ja: offensiv absichert, das heißt: präventiv. Kaum eine soziale Gruppe, die mehr darauf bedacht ist, sich sofort gegen alle "unteren" abzusichern, und kaum eine soziale Gruppe, die eifriger am Bann arbeitet, überhaupt noch zu erkennen: Am Großziehen des Hochmuts und der Arroganz.
Vorwiegend jene sind und werden deshalb "liberal", die etwas zu verlieren haben, von dem sie selber wissen, daß es ihnen entweder überhaupt nicht zusteht, oder das sie sich mit Gewalt und unter vielerlei Opfer der Umwelt widerrechtlich angeeignet haben.
Genau dort kippt dann der Liberalismus auch zur rücksichtslosen Gewaltanwendung. Genau dort wird der Liberale zum Vertreter strikter staatlicher Gewalt gegen alle jene, die die Gefährdung ihres Anspruchs gefährden.
Am erheiterndsten fand der VdZ dabei einen Spruch, der vor ein paar Jahren aufkam. Mit "Keine Toleranz den Intoleranten" wurde vorbeugend dieser Forderung nach Gewalt, die im Widerspruch zum ursprünglichen Anspruch steht und genau die hier beschriebenen Motivzusammenhänge zeigt, in eine vernebelte, irrationale Hausverstandskategorie zu heben versucht. Welcher Zug dann sämtliche Liberalen aufgesammelt hat, die ein wenig ratlos angesichts der einbrechenden Realitäten herumgestanden sind.
Realitäten, die im übrigen - auch - die Frucht ihres eigenen Verhaltens sind bzw. waren: Die Rede ist hier von der 2015 allzu offensichtlich überbordenden Migration. Der Spruch ist deshalb nicht zufällig auch ... 2015 im öffentlichen Diskurs aufgetaucht. Und wurde sofort heftig akklamiert, und von erlöstem Aufatmen nach oben geblasen.
Dienstag, 30. April 2019
Herzlich gelacht
Donnerstag, 12. Januar 2017
Ganz andere Erkenntnisse der Kulturmischungs-Soziologie (2)
Zum Abschluß aber noch ein paar Details, die man durchaus als amüsant bezeichnen könnte, und die sich über die gesamte USA legen ließen: Die Untersuchungen über Vorurteile erbrachten (abgesehen davon, daß sie sehr von den konkreten lokalen Bedingungen abhängen), daß jene am "wenigsten" Vorurteile hatten, die die höchsten Einkommen und die höchste Wanderungsfluktuation AUS gemischten Vierteln aufwiesen. Sie konnten am leichtesten wegziehen.
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Inklusivismus als Form des Hochmuts
Keineswegs ist der Hinduismus eine Religion der Toleranz, wie eine eigentlich künstliche Form davon, die im Grunde aus Indern resultiert, die im 20. Jhd. im Westen westliche Philosophie studiert haben, und im Westen kursiert, verkünden will.²