Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
Teil 2) Anmerkungen - Wir werden damit in Trab gehalten,
unseren Alltag täglich neu erfinden zu müssen,
damit wir nicht sehen, was wirklich passiert.
Und das nennen wir noch Freiheit.
*Es
ist doch mehr als auffällig, daß die Bevölkerungen in Europa und den
USA seit vielen Jahren mit "Problemen" konfrontiert sind, die absolut
willkürlich vom Zaun gebrochen wurden, und völlig sinnlos
Notwendigkeiten setzen, die genau durch diese Sinnlosigkeit ein wahres
Alltagschaos anrichten, das jede Maus bis in den letzten Winkel
beschäftigen soll. Damit soll keineswegs gesagt werden, daß die
erwähtnen Proxy-Probleme nicht von Bedeutung wären! Im Gegenteil, WEIL
es sich hier um so tiefgreifende Grunddinge handelt, war und ist sie vom
Zaun zu brechen clevere Taktik, um die Kräfte der Bevölkerung zu binden
und vor allem zu schwächen (!) - und vom eigentlichen Raubzug
abzulenken, der derweilen stattfindet.
Und
das kann der geneigte Leser mit eigenen Augen beobachten: Während wir
tagtäglich mit willkürlich zugefügten Alltagsproblemen überschüttet zu
kämpfen haben, werden die großen, entscheidenden
politisch-wirtschaftlichen Weichenstellungen regelrecht heimlich
durchgezogen (CETA, Euro-ESM, Klimaabkommen, etc. etc., die ganz
offensichtlich schon die Souveränität und Politik unserer Staaten binden
und letztlich sogar aushebeln, und nur darauf kommt es ja an), wird
auch in den Medien kaum darüber berichtet. Während wir uns um unsere
Kinder sorgen müssen, die staatlich verordnetem Mißbrauch ausgeliefert
werden, während willkürlich importierte fremde Kultur und Religion
unsere alltäglichste Lebenskultur und Lebensweise zerstört, stiehlt man
uns den Stuhl unter dem Arsch. Kultur bedeutet "Hinaus!", bedeutet "Welt!" Stattdessen sind alle
(und die Jungen allen voran) mit simpelsten Tagesproblemen beschäftigt,
weil nichts, buchstäblich NICHTS mehr funktioniert. Wer mit
Geschlechtsidentität, Pornographie, Drogen, iPod- und Konsum-Neuheiten,
Familien- und Beziehungsproblemen (weil auch hier einfach NICHTS mehr
einfach "ist", einfach funktioniert), Nachbarschaften und Freundschaften
(die in ideologische und religiöse Unvereinbarkeiten
auseinanderfallen), dem Energieverbrauch, Furcht um den Arbeitsplatz,
wer schließlich schon mit den simpelsten Essensvorgängen ständig
beschäftigt ist, hat keine Hand mehr frei, um Welt zu begreifen und
schöpferisch zu gestalten. Man mußte dazu nur alles Selbstverständliche
zur Disposition stellen, und das Meisterstück dabei: Der Zusammenbruch
alles Eigenen, in der wir zu Sklaven, unsere Arbeit zum Sklavendienst,
unser Umwelten zu völlig entstalteten Technikwüsten werden die
Interessen von Gier und Diebstahl am Volksvermögen dienen, wird sogar
noch als FREIHEIT und christlich-religiöser Wert verkauft.
Wenn man das einmal sehen kann, greift man sich heute nur noch an den Kopf.
Natürlich muß man abwarten, wie sich die Politik Donald Trumps entfaltet, aber schon die ersten handfesten Weichenstellungen hinterlassen einen schalen Geschmack. Als ob jemand Interesse gehabt hätte, noch ehe Trump sich wirklich gefaßt hat ihn gleich zu bestimmen, weil unter Druck zu setzen, setzte die erste Kongressentscheidung unter ihm gleich einen Widerspruch zur angekündigten Außenpolitik, dem legendären America First, einer politischen Bewegung, die u. a. von Charles Lindbergh, dem "american heroe" der Atlantiküberquerung, Ende der 1930er Jahre ins Leben gerufen wurde und damals massiv gegen das Engagement der USA in den Europäischen Krieg auftrat.
Die Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran, die der Kongress mit einer kaum zu glaubenden Mehrheit (mit nur eine Gegenstimme) vor kurzem beschloß, bringt Trumps Außenpolitik, die vor allem einen Rückzug aus dem Nahen Osten bedeuten hätte müssen, dem größten (und teuersten) außenpolitischen Desaster der amerikanischen Geschichte, schon in Widersprüche, ehe sie noch richtig begonnen hat. Denn anderseits hat Trump angekündigt, die mit Rußland wieder ein freundschaftlicheres Verhältnis pflegen zu wollen. Das sich aber in Syrien (und auch sonst) in enger Partnerschaft mit dem Iran befindet. Denn während Rußland die Luftangriffe gegen den IS flog, sind es iranische Milizen, die das Rückgrat des dazu notwendigen Bodenkampfs bilden, der notwendigen zweiten Komponente, will man militärisch (schon gar gegen in einer asymmetrischen Auseinandersetzung) erfolgreich sein. Wie soll das aber zukünftig zusammengehen?
Die ersten Differenzen kündigen sich ja schon an. Wenn die UN mitten in den Endkämpfen um eines der wichtigsten IS-Zentren (Aleppo), in denen die syrisch-iranisch-russische Koalition vor einem entscheidenden militärischen Sieg steht, eine "Waffenruhe" fordert, dann kann man dazu nur noch "absurd" sagen.
Stellt man in solchen Situationen die Sinnfrage, zieht man dazu das altehrwürdige "cui bono?" heran, dann bleibt nur eine Folgerung: Diese seltsame Entscheidung des US-Kongresses zementiert die Interessen Israels im arabischen Raum als jenen Faktor, der die US-Außenpolitik schon bisher bestimmt hat und nun weiter bestimmen will. Indem man Trump vor vollendete Tatsachen stellt, stellt man "überfallsartig" sicher, daß seine Außenpolitik nicht viel vom bisherigen Kurs abweichen wird können. Damit wird also vor allem der jüdische Einfluß auf den Kongress sichtbar.
Der noch eine weitere widersprüchliche Komponente zu verantworten haben könnte. Die nicht weniger mit Trumps angekündigter Politik in Widerspruch steht wie die ersten Schritte im Orient. Und das ist die Benennung eines Vertreters der Oligarchie zum Finanzminister (Treasury), der ein Goldman Sachs-Mann ist. Trump hat aber den Wahlkampf nicht zuletzt deshalb gewonnen, weil er sehr richtig die USA als "Oligarchie" angeprangert hat, die Hillary Clinton ohne jeden Zweifel als Kühlerfigur vorgeschoben haben. Trump hat angekündigt, die Oligarchie zu bekämpfen! Nun setzt er sich aber ausgerechnet ins Finanzministerium einen Vertreter der oligarchischen Großfinanz.
Jenes Finanzministeriums, das 2008 den historisch einzigartigen Raub am amerikanischen Volksvermögens durch die Banken möglich gemacht hat - wo mindestens eine, sieht man das Gesamtbild aber insgesamt 10 Billionen (!) Dollar schlicht und ergreifend verspekulierte Gelder auf die Steuerzahler umgewälzt wurden. Genau das also, was die Amerikaner tatsächlich nun bedrückt, weil es sich nicht nur auf die Steuerlast auswirkt, sondern die gesamte Politik gebunden hat. Die einzigen, die sich wieder frei bewegen konnten, waren ... die Finanzoligarchen. Und sie haben nun auch wieder ein kräftiges Lebenszeichen gegeben. In den USA, wo sie die Proteste organisieren um jenen Druck zu erzielen, der sie wieder in die alte Machtposition zurückhebeln soll, und in der Außenpolitik, wo sie schon jetzt Fakten setzen, an denen zukünftige Außenpolitik nur mehr schwer vorbeikönnen wird.
Wenn Trump also nicht aufpaßt, wird er seine Politik bereits zu einem Zeitpunkt verspielt haben, wo er sie noch nicht einmal beginnen konnte. Denn dann bestimmt - wie schon so lange in den USA - nicht mehr die Politik, was zu geschehen hat, sondern die Wallstreet hier, und Israel dort, wie die Zukunft des Landes aussieht. Dem Präsidenten bleiben dann nur noch Musemumseröffnungen und Kindergartenwiesen mit Klimaeffekt als propagandistisch groß aufgeblasene, aber sinnlose Ersatzhandlungen. "Proxy wars" wie die gesamte Gender-Rassismus-Antiislam-Debatte*, wo man der Bevölkerung Stangen in die Speichen ihrer Fahrräder schiebt, mit deren Beseitigung sie ständig beschäftigt sind, während das Haus unbewacht bleibt und frei zur Plünderung ist.
Scheinprobleme, flächendeckend mit "WICHTIG"-Schildern behängt, damit man politisch so tun kann, als hätte der Präsident etwas zu sagen. Immerhin rettet er ja die Welt. Während das wirklich WICHTIGE in der Politik von ganz anderen Interessen gesteuert wird. Von Interessen, die der Publizist Dinesh D'Souza als "größten Raubzug der Weltgeschichte" bezeichnet, weil sie ein Land, ja die ganze Welt stehlen wollen. Und die mit den entscheidenden Ressorts Finanzen und Außenpolitik fast schon jene Hebel in der Hand haben, mit denen man die Politik eines Landes bestimmt. Der Rest ist aufgewärmtes Soyagulyas für Veganerschädel. Es wird wirklich Zeit, daß sich (auch bei uns) die Politik wieder um die wichtigen Dinge kümmert. Daß sie endlich aufhört, die Bevölkerung mit Lächerlichkeiten zum Quadrat zu karniefeln, um sie so beschäftigt zu halten (und sich selbst wichtig zu machen), daß niemand merkt, daß die entscheidenden Schauplätze ganz woanders liegen - und von ganz anderen Kräften beherrscht werden.
Morgen Teil 2) Anmerkungen - Wir werden damit in Trab gehalten, uns den Alltag täglich neu erfinden zu müssen,
Der amerikanische Konservativismus ist vom europäischen völlig unterschieden. Und das hat mit dem zu tun, WAS konserviert, bewahrt werden soll. Europas Konservative wollen die alten Strukturen und Institionen bewahren. Sie reagieren wesentlich auf alle Änderungen udn lehnen sie ab. Der amerikanische Konservativimus ist auch afu siene Vergangenheit ausgerichtet, aber diese Vergangenheit ist aus der Gründung heraus ein ILLEGALER Impuls. Es ist der Geist der Revolution, auf den sich der amerikanische Konservativismus bezieht. Das macht es für Europäer oft recht verwirrend eine Analogie zu den eigenen politischen Verhältnissen zu finden.
Diese den Vortrag einleitende Aussage Dinesh D'Souzas ist deshalb so interessent, weil sie eigentlich ganz klar macht, warum die amerikanische Außenpolitik, in der wir Amerika ja am direktesten kennenlernen, derartig verworren ist, daß sie zwar oft ihre vorrangigen Ziele erreicht, aber die höheren, umfassenderen Ziele regelmäßig verfehlt. Ein Beispiel von so vielen: Carter haßte den Iran. Er ließ den Schah fallen, er wurde gestürzt. Aber was erhielt er? Ajatollah Khomeini. Die Gegenwart ist voll mit ähnlichen Beispielen. Wenn D'Souza Hegel zitiert, so ist das mehr als Zufall. Denn in Hegel findet sich genau jene Philosophie, in der egal was herauskommt - alles letztlich "gut" ist, und letztlich zum Guten führen wird.
Man muß das gut unterscheiden von der katholischen, abendländischen Sicht. Die von einem Gesamtziel ausgeht, das zwar inhaltlich nicht vollständig auszudefinieren ist, auf das hin sich aber alle kleinen Schritte abstimmen. Dazu braucht es ganz klar etwas, was die Amerikaner nie hatten und nicht haben: Eine Vorstellung von einem Idealzustand. Den es zwar nie perfekt geben kann, und das ist wichtig, das zu wissen, denn es würde die Freiheit ausklammern - die Grundbedingung des Menschseins überhaupt -, aber es muß um ein Ziel wissen, um das herum sich alles Einzelne drehen MUSZ, weil sich daraus erst das Gutsein oder Schlechtsein definiert.
Das einzige, worauf amerikanische Konservative vertrauen ist, daß das Ergebnis der Zukunft zwar nicht vorhersehbar ist, weil die Zukunft überhaupt zufällig und in jedem Fall das Beste ist. Daß es aber so lange gleichgültig ist, als der Amerikaner den amerikanischen Weg geht - darauf zu vertrauen, daß das Lebensschicksal ganz in der eigenen Hand liegt. Sodaß man einfach zu sehen bereit sein muß, wo auf der Leiter des eigenen Lebensschicksals die nächste Sprosse liegt.
So wird deutlich, daß der Amerikaner - pragmatisch! - immer "zu kurz" denkt. Er denkt nicht an die nächsten Folgen seines Tuns. Er denkt nur an sein nächstes Ziel, und daran, wie er das erreichte. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht.
Und deshalb haben die Amerikaner auch kein Problem damit, frühere "Prinzipien" aufzugeben, und sich vollständig umzudrehen. Dinesh liefert den Beweis dafür - am Beispiel der Demokraten, die eine scheinbar vollständige Kehrtwendung durchgemacht haben, NACHDEM sie begriffen haben, daß sie damit über kurz oder lang ihre kurzfristigen Ziele nciht mehr erreichen werden. Sie waren die "europäischen Konservativen" - und haben sich zu modernen Progressiven gewandelt.
Was die Demokraten heute tun, sagt D'Souza, möchte er mit Progressive Whitewash bezeichnen. Was immer sie heute anführen, was angeblich Amerika aus seiner Geschichte her belaste, hat nie "Amerika" getan- sondern ... die Demokraten. 'Sie haben nur vor Jahrzehnten begonnen, diese Dinge "von sich wegzusprechen", aus sich heraus zu "objektivieren", um plötzlich "gegen" sie aufzutreten. Weil sie spätestens in den 1950er Jahren begriffen haben, daß sie damit gegen den immer stärker werdenden Zeitgeist stehen. Aber sie treten damit gegen das auf, was sie selbst zu verantworten haben.
Das beginnt bei der Sklaverei, die die Demokraten (der Südstaaten) als "Gut" gesehen haben. Nicht nur als Gut für die Sklavenhalter, sondern auch als Gut für die Sklaven selbst. Diese Position hat sie in den Bürgerkrieg geführt, wo sich Demokraten die für Sklaverei eintraten mit Republikanern, die Sklaverei ablehnten, gegenüberstanden. Als die Demokraten verloren, distanzierten sie sich plötzlich, denn es gab natürlich auch im Norden Befürworter der Sklaverei. Doch hielten sie an ihren ursprünglichen Zielen fest, und gründeten den Ku-Klux-Klan, dem radikalen Arm ihrer Partei. Und bis auf den heutigen Tag besteht diese Nähe von Ku-Klux-Klan und Demokraten!
Als F. D. Roosevelt in den 1920er Jahren zur politischen Macht strebte, schickte er Männer nach Italien, damit sie den dortigen Faschismus studierten, den er nämlich in die USA bringen wollte. Umgekehrt, pries Mussolini die in Buchform vorliegenden Gedanken Roosevelts, daß sie eigentlich ganz genau die faschistischen Ideen wiedergäben. Roosevelt war Demokrat! Diese Haltung änderte sich freilich schlagartig nach der Niederlage des Faschismus 1945, und prompt änderte sich neuerlich die Haltung der Domokraten. Und wieder deuteten sie die Geschichte um - plötzlich war der Faschismus eine Angelegenheit der "Rechten", der ... Republikaner. Die Demokraten verstehen es bis heute äußerst geschickt, alles, was nur sie selbst zu verantworten haben und was ihre ursprünglichen Positionen waren, auf ander zu schieben. All das war nun "Amerika", und zwar jenes rechte Amerika, das sie ... ablehnen.
Interessant, was D'Souza über Trump bzw. generell über politische Führungskräfte sagt: Es sei nicht wichtig, was sie wirklich sind, sondern was die Menschen mit ihnen verbinden. Denn es sind die mit damit verbundenen Grundgestalten - Neid, Gier, Haß ... - die die Menschen dazu bringen zu handeln. Daraus entsteht ein Wahlkampf, in dem sich Schlagworte gegenüberstehen, Leitfahnen, die natürlich gar nicht so unvereinbar sind, wie es aussieht, aber die zu solchen Kontrapositionen der beiden Lager aufgebaut werden: Die Linke schwingt die Fahne der Gerechtigkeit als Gleichheit, die Rechte die der Freiheit als Individualität, in der jeder für sein Leben selbst verantwortlich ist.
Dabei interpretiert die Linke - die Demokraten - die Begriffe um und vernebelt sie. Denn wenn sie alles mögliche als Gerechtigkeit fordert, das es "kostenlos" zu geben habe, und das auf Schulden finanziert, so nimmt sie es genau jenen aus der Tasche, denen sie es "schenkt", und genau diese werden es einmal bezahlen müssen. Sie haben aber als Bühne alle Medien auf ihrer Seite, denn sie haben das Kapital auf ihrer Seite. Die Konservativen müssen sich diese Bühnen jeweils erst schaffen. Dazu bedient sich die Linke der political correctness. Sie gewährleistet, daß die Argumentation nicht außerhalb der Argumentationswiesen der Linken geraten, sie sichert damit deren Argumentationshoheit.
Sie haben sogar den Begriff der "Rechte" umbedeutet - ein Recht ist nun nicht mehr die Grenze des anderen, wie weit er im Vollzug seines Handelns gegen mich überhaupt gehen kann (wie weit also etwa die Regierung gegen mich vorgehen kann), sondern es ist umgedeutet worden zur Pflicht des anderen, dies und jenes an mir zu erbringen.
Und so haben sie es sogar geschafft, alles das, was die Republikaner gegen den Widerstand der Demokraten durchgesetzt haben - allem voran die "civil rights movement" - als eigene Leistung darzustellen. Die Republikaner müssen aber diese Nachteile erst aufholen, sie müssen erst lernen zu argumentieren - um sich von den Schlagfahnen der Linken nicht weiter erschlagen zu lassen.
Die Demokraten sind, sagt D'Souza an anderer Stelle, von der Sklaverei zur Versklavung übergegangen. Sie meinen damit: Social Engineering und Social Control.
Zur Massenimmigration: Früher, sagt D'Souza, kamen die Migranten, weil sie die Chance hoch schätzten, daß sie in den USA ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen können, selbst ihr Leben in Freiheit gestalten können. Heute kommen sie aber, um sich an ein Seil anzuhängen, das sie nach oben ziehen soll. Aber die Demokraten, die jedem ein Seil bieten wollen, werden ihnen keineswegs nach oben helfen. Denn dann würden sie nicht mehr gebraucht werden, sie würden sich selbst abschaffen. Sie werden also alle, die sie zu ziehen versprechen, auf halbem Weg in der Luft hängen lassen.
Warum aber Trump? Weil er ein so großer Konservativer und Geist ist? Nein, eher nicht. Aber in der Politik geht es darum, sagt D'Souza, Motivationswellen, Interpretationshorizonte zu setzen - oder zu brechen. Und nun gehe es darum, die Welle der Linken zu brechen. Und dafür scheint Trump geeignet. Wen gäbe es sonst?
Es macht schon Vergnügen, dem Feuerwerk an originellen Gedanken von Dinesh D'Souza zuzuhören. Hier argumentiert er in einer Fernsehsendung, daß es die Demokraten immer ausgezeichnet verstanden haben, schlimme Dinge zu rechtfertigen und sich zeitgeistiger Strömungen zu bedienen. Wie derzeit der Sozialbewegung. Aber er stellt schon die Frage, was die Lebensbedingungen von Detroid oder Baltimore von den Bedingungen unterscheidet, die auch die Sklaven seinerzeit hatten. Denn auch die hatten soziale Versorung, man mache sich da keine falschen Vostellungen, auch sie hatten medizinische Versorgung, die besser war als sie viele je hatten.
Aber sie hatten eines nicht: Die Freiheit, ihr Leben in einem festen, selbst bestimmten sozialen Gefüge zu leben, denn sie waren Ware, wurden beliebig - nach "Arbeitskraft" und Nutzenaspekten - gehandelt. Heute werden sie zwar nicht mehr offiziell gehandelt, aber die familiären Gefüge werden bedenkenlos und programmatisch auseinandergerissen, und sie müssen sich fügen, wollen sie überleben, weil sie nur einen gewissen Nutzen verkaufen können. So schlimm wie in Detroid (etc.) ist es in keinem indischen Ort, und sei er noch so arm. Denn in dem Moment, wo sie den Indern Chancen geben, werden sie ihr Lebensgefüge prosperieren lassen.
Die staatliche soziale Versorgung, die Hillary Clinton verspricht, hilft nur, die Slums und unmenschlichen Bedingungen zu einem Scheinleben auszubauen, das die Menschen noch abhängiger macht - nicht freier. Sie werden zu wohlversorgten Sklaven, die wie die meistne Sklaven der Südstaaten seinerzeit lieber in diesen Abhängigkeitsverhältnissen weiter leben, als das Risiko der Freiheit tragen zu müssen. Man bot ihnen den Sozialstaat, sie mußten nur ihre Freiheit dafür hergeben. Man ließ ihnen nur gerade so viel Freiheit, daß sie noch kontrollierbar blieben. Sklaven sind wie ein Auto. Man muß doch auch für sie sorgen, sonst funktionieren sie nicht. Man muß ihnen ein gewisse Maß an "Rechten" zu gestehen, sonst sind sie wertlos. Und - die Demokraten Clintons waren früher die Partei der Sklavenhalter.
Er frage sich, sagt D'Souza, warum niemandem auffällt, daß sich nach fünfzig Jahren Umverteilung gar nichts verändert hat. Die Menschen sind nach wie vor existentiell völlig abhängig - und sind arm. Man muß sich doch nur vor Augen halten, daß wenn alle Vermögen aufgeteilt würden, für jeden ein unglaublich kleiner Betrag bliebe. Aber dennoch wird so argumentiert: Nehmt es den Reiche, gebt es den Armen.
Der sozialistische (demokratische) Anspruch ist einer selbsterfüllenden Prophetie gleich. Gebt den Menschen genug, daß sie jederzeit überleben können - und sie werden sich kaum noch bemühen, etwas aus ihrem Leben zu machen. Denn den meisten steht kaum mehr offen als eben - mehr oder weniger gut zu überleben. Aber nun müssen sie gar ncith mehr erst versuchen, etwas aus ihrem leben zu machen. Damit genau argumentieren aber die Demokraten: Daß es so und so viele Menschen gibt, die die Sozialfürsorge BRAUCHEN. Nein, sie bräuchten sie nicht! Sie nützen nur, was ihnen angeboten wird, und DESHALB brauchen sie sie.
Sind aber Sozialleistungen dieser Art einmal eingeführt, kann man sie gar nicht mehr abschaffen. Weil die Menschen ihre Lebensbedingungen darauf abgestellt haben. (Was übrigens auch Alexis de Tocqueville als die große Gefahr der Demokratie bezeichnet.) Die moralische Position der Demokraten ist damit zu charakterisierne, daß sie sagen, ich kann machen was ich will - Hauptsache ich bin für Frauenrechte. Niemand regt sich auf, daß Thomas Jefferson Sklaven hatte und Kinder mit einer Sklavin zeugte (wo man argumentiert, sie habe ihn geliebt) - und gleichzeitig für Freiheit eintrat. Und derselbe Bill Clinton, der für Feminsmus eintrat, ließ die Praktikantin an seinen Hosenschlitz und bezeichnete das als "freien Sex". Sie sind Heuchler und Lügner!
Hillary wußte genau, wie es um ihren pathologisch lügnerischen Mann stand. Sie kannte alle seine Affairen, seine Abhängigkeiten. Sie benutzte ihn, eiskalt, legte nur Wert darauf, daß er "zu ihr" gehörte, aber er war die Marionette, die sie für ihre eigenen Zwecke einsetzte - etwas zu werden. Und das ging vorerst nur, indem ihr Mann etwas war. Verstand es aber exzellent, sich als die "Arme" darzustellen, die unter den Eskapaden ihres Mannes zu leiden habe, die aber völlig integer sei. Nichts davon ist wahr! Hhillary und Bill haben eine Art diabolisches Spiel gespielt. Sie hat ihm den Rücken freigehalten, er hat sie protegiert.
Und, interessant: Die Amerikaner haben es nie geschafft, ihr Zwei-Parteien-System zu überwinden. Sie können nur in dieser Polarität leben, und alles ist darauf zugeschnitten. Mehr Parteien, wie in Europa üblich, ist in Amerika unmöglich, eine dritte Partei würde nur je eine Seite schwächen. (Das hat mit dem Wahlsystem zu tun.) Damit haben sich Richtungen etabliert (sic!), wo es Seiten gibt, die die Grundidee Amerikas verändern wollen, die also gegen die Grundidee stehen! Das war früher nicht der Fall, wo auch politisch divergierende Meinungen zu einem Kompromiss führten, mit dem beide Seiten leben konnten. Heute geht es in den USA ums Ganze, um fundamentale Änderungen, mit denen keine Kompromisse mehr möglich sind. Und entsprechend hat sich die Bevölkerung gespalten. Es geht heute nicht mehr darum, welche Mittel zum beiden gleichen Ziel die besseren sind. Es geht um andere Ziele.
Obama ist bereits ein Reinexemplar jener Politik, die fundamental das Land ändern wollen, nicht mehr über die Mittel zum selben Ziel nachdenken. Es ist eine "Revolution von oben", wie wir sie auch in Europa beobachten, angesichts einer Politiker und Establishment-Kaste, die genau das auch will: Ihre Länder, die Menschen ändern.
Und deshalb geht es auch bei der Wahl zwischen Clinton und Trump um mehr als um verschiedene Wege. Es geht um Grundsatzentscheidungen. Und das verbergen die Demokraten perfekt. Dabei muß man Obama zugute halten, daß er keine egoistischen Motive hat. Das glaubt auch D'Souza nicht. (Das hat auch Trump nicht, er ist reich genug.) Obama hat und hatte ideologische und fundamentalistische Ziele, die ihn immer wieder dazu brachten, im Namen höherer Ideale sogar Amerika zu schaden. Denn er hatte auch die Grundideen, daß Amerikas Wohlstand auf Kosten des Reste der Welt entstanden sei. Ideen, die man ablehnen muß, gewiß. Mit denen er aber immerhin sogar konservative Politiker da und dort zum Nachdenken brachte, weil man sie ihm auch abnehmen konnte. Man nahm ihm ab, daß er das Wohl des Landes im Sinn hatte, auch wenn man meinen muß, daß er sich darin ganz schwer irrt.
Aber bei Hillary Clinton ist das überhaupt anders. Sie hat ganz persönliche Ziele, und versucht eiskalt berechnend sie zu erreichen. Für sie ist alles nur Bühne und Mittel, um diese persönlichen Ziele, diesen persönlichen Ehrgeiz zu verwirklichen. Die Präsidentschaft ist ihr nur Mittel für persönliche Zwecke.
Das macht sie nicht nur ablehnen, das macht sie regelrecht gefährlich.
Hier D'Souzas Thesen zum Rassismus in den USA. Wie gesagt - im Einzelnen haben Amerikaner sehr oft sehr recht, weil und so weit sie aus pragmatischen Gründen sofort bereit sind, das bessere Argument zu akzeptieren, weil es realitätstauglicher - pragmatisch nützlicher - ist. Damit brechen sie oft auch europäische Grundsatzstarre auf, wirken belebend, erfrischend. Aber damit ist die Suppe bei weitem noch nicht gegessen! D'Souza ist ein "Bekehrter", ein zum Amerikanismus Bekehrter, das sollten wir nie vergessen. Er sieh Realitäten. Gut. Aber er sieht noch lange nicht die Wirklichkeit.
Teil 4) Deshalb die Forderung: Sofort zurück zur Rassendiskriminierung!
Was Europa von Amerika endlich lernen sollte
Das führt für die USA, so D'Souza, zu
einer Doppelbewegung: Einerseits stärkt der Staat seinen Einfluß im
Inland. Und anderseits gibt er seine internationalen, globalen
Positionen auf, weil die Politik das Erreichte als Unrecht sieht. Und
das steht auch hinter der sogenannten "Klimapolitik". Obama ist das
Klima völlig egal, sagt der Inder. Worum es geht ist die Neuverteilung
von "Energie". Dabei spielt die Eigenverschuldung, in die sich Amerika
unter Obama in gigantischem Ausmaß neuerlich gestürzt hat, eine fast
metaphysische Rolle: Sie soll die Kolonialschuld, die internationale
Schuld aufwiegen. Schulden für völlig sinnlose, ja unverünftigste
Selbstbeschränkungen (man denke an den Wahnsinn deutscher
"Energiewende"!). Staatsschulden werden zur Sühne für Schuld,
sozusagen. Denn bei wem haben wir die Schulden? Bei jenen, die wir
(angeblich) ausgeraubt haben: Bei den Saudis, bei den Kuweitis, bei den
Chinesen bei den Ländern mit Rohstoffen (und seien diese der Faktor
Arbeitskraft).
Wie
gesagt - D'Souza ist schon über weite Strecken sehr bestechend! Um
sofort klarzumachen, wo sein Kritikpunkt liegt: Obama wolle zurück zu
einer multipolaren Welt. Darin gründet auch D'Souzas Kritik an Putin,
übrigens: Amerika wolle unter den Demokraten zurück zu einer Welt, die
den amerikanischen Führungsanspruch in der Welt aufgibt. Insofern ist
Obama auch kein typischer Demokrat. ER wäre mit einem Amerika
einverstanden (gewesen), das nur die Nummer 16 der Welt wäre, oder
Nummer 64. Denn jeder andere Demokrat würde da sofort widersprechen, und
hat auch widersprochen: Amerika muß für sie selbstverständlich die
Nummer 1 der Welt sein! Und das hat zweifellos mit Obamas Zugehörigkeit
zur Gruppe der Schwarzen zu tun.
Denn
deren Ethos - auch das eines der Arbeitsgebiete von D'Souza -
unterscheidet sich grundlegend von dem der übrigen Amerikaner, ja selbst
dem der vielen Zuwanderergruppen. Die Schwarzen haben nie begriffen,
daß es auf jeden Einzelnen selbst ankommt. Sie verdanken ihre "Freiheit"
dem Staat, und sie sind deshalb immer besonders staatshörig gewesen.
Anders als alle übrigen Amerikaner, sehen die Schwarzen in den USA ihre
Freiheit vom Staat abhängig. Während der Rest sich selbst als Quelle des
eigenen Glücks begreift. Das hat zu einer Dynamik geführt, in der sich
die Schwarzen der USA selbst in eine gesellschaftlich immer schlechtere
Position geführt haben. Jeder dritte Schwarze in den USA ist bereits
einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Ihre Kriminalitätsrate ist
fünfmal höher als die der anderen Bevölkerungsgruppen. Selbst schwarze
Taxi-Fahrer lehnen schwarze Fahrgäste ab, weil die Wahrscheinlichkeit,
daß sie Opfer eines Verbrechens werden, extrem hoch ist. Die
Abhängigkeit vom Staat hat die Schwarzen in eine Position geführt, in
der sie nie begriffen haben, daß sie auch untereinander zu gewisser
Solidarität und Gruppenzusammenhalt verpflichtet wären. Sie haben keine
soziale "Gewissensinstanz".
Jeder
Italiener, Ire, Koreaner, Chinese, der nach Amerika kam oder kommt
erfährt von seinen Landsleuten ein umfangreiches System der
wechselseitigen Hilfe, aber auch der Verantwortung. Wenn ein Italiener
Mist baut, der Mafia beitritt, was auch immer, hat er Probleme mit
seiner Volksgruppe in Amerika. Diese möchte nicht, daß ihre Gruppe
in Verruf gerät. Denn damit hat es jeder Einzelne von ihnen schwerer, im normalen Leben akzeptiert zu werden.
Das
haben die Schwarzen nie begriffen. Heute ist es so, daß die Schwarzen,
die es geschafft haben, in normale Mittelklasseverhältnisse
auszusteigen, jeden Kontakt mit ihrer Herkunftsgruppe abbrechen, die
Gegend, in der sie aufgewachsen sind, verlassen, und so die Dynamik des
Niedergangs in der Herkunftsgruppe noch dramatischer machen. Dafür
verlassen sie sich auf zahllose "Anti-Diskriminierungs-Regelungen", die
ihnen Vorteile verschaffen, die sie nicht nützen, von denen aber
groteskerweise dieser längst ent-solidarisierte schwarze Mittelstand
profitiert - die Kinder von Jessie Jackson, der sagenhaft reich ist,
haben dieselben Privilegien an Universitäten wie ein Schwarzer aus einem
Slum.
Weil den Schwarzen das endlich bewußt werden sollte, fordert D'Souza (an anderer Stelle) deshalb ein sofortiges Ende jeder Anti-Diskriminierungsmaßnahme,
sondern im Gegenteil: die Akzeptanz jeder rassischen Diskriminierung,
wie sie sowieso bei vielen Unternehmen der Fall ist. Nur so können sie
begreifen, daß es auf sie ankommt, auf jeden Einzelnen, auf ihre
Gesamtidentität, von der sie ein Teil sind. (Und auf die sich die
Anti-Diskriminierung einzig bezieht.) Der Punkt ist hier schon deshalb so
ausführlich behandelt, weil Europa aus den Zuwanderungserfahrungen in
den USA endlich - endlich! - lernen sollte!
Die Republikaner, die Konservativen in den USA freilich führt das zu einer nächsten Widersprüchlichkeit. Denn ursprünglich waren SIE diejenigen, die jede Diskriminierung der Rasse ablehnten, ja deren Beseitigung forderten. Man sieht, wie - fast wirr - sich programmatische Positionen in den USA aufgelöst haben. Und das ist sogar typisch Amerikanisch - es ist nämlich pragmatisch, es ist im letzten materialistisch. Denn für die Amerikaner gibt es keine göttliche Ordnung der Ideen, die allen Gedankengerüsten letztlich den Raum und Halt gäben. Es gilt, was gerade praktisch als notwendig erscheint.
Der amerikanische Realismus ist vom europäisch-abendländischen grundlegend verschieden! Er ist ein relativer historischer Realismus, eigentlich eine Art "Faktizismus". Was auftaucht, muß gesehen werden, und darauf muß im Sinne einer Ablaufoptimierung reagiert werden. Das macht Amerikaner oft sogar sehr erfrischend: Sie drücken sich nicht gleich um Fakten. Sie können sie aber auch nicht einordnen, und - sie wollen sie auch gar nicht einordnen. Sie nehmen, was nützt. Auch, wenn es die Wahrheit ist.
Man kann das innenpolitische, inneramerikanische Geschehen nicht mit den europäischen Entwicklungen und Zuständen vergleichen! Beide sind prinzipiell inkompatibel. Selbst wenn es in vereinzelten Digen viel Übereinstimmung gibt. Aber diese ist "äquivok", nominell gleich, dem Gesamtgeist aber völlig verschieden.
Aber D'Souza vertritt puren, ja brutalen Amerikanismus. Er FORDERT Rückkehr zum Geist von 1776, zum Wiederbegreifen des Amerikanismus als "exceptionalism", als "Ausnahmeerscheinung" in der Weltgeschichte: Amerika als Land der besonderen Sendung, als "Gods own country", als Neues Israel, das im Gegensatz zu allen anderen Völkern mit Gott ein besonderes Bündnis eingegangen ist. Er fordert die Rückbesinnung auf das, was die Welt und vor allem Europa im 20. Jahrhundert in so großes Unglück gestürzt hat - und das war der amerikanische Globalismus.
Für den Amerikaner ist Geist unbekannt. Er ist ihm nur eine rationale, relative Gebrauchsanweisung zur Bewältigung gerade aktueller Probleme, und er ist ihm (sinnliches, also genau ungeistiges) Gespenst. Das merkt man auch im persönlichen Gespräch mit Amerikanern. Sie sind deshalb auch relativ leicht "zu überzeugen", wechseln sogar rasch ihre Standpunkte, um den "richtigen" Standpunkt anzunehmen. Aber das ist nur Teil desselben Pragmatismus. Weil es ihnen eben am geistigen Fundament fehlt. Das hätte sie schon 1776 - auf diesen Geist beruft sich ja D'Souza, auf diesen berufen sich die Republikaner ausdrücklich - niemals in eine Revolution geführt. Sie stehen also bis heute unter einem prinzipiellen und unlösbaren Problem.
Amerika steht in einem unlösbaren Konflitk mit Europa. Nur, wenn das Abendland sich selbst aufgibt, wenn es in dieselbe ontische Entwurzelung strebt, die die USA als ihr Gründungsprinzip sogar heilig halten, ist es mit Amerika kulturell kompatibel. Und das heißt - es ist gar nicht kompatibel. Es wäre das Begrüßen dessen, was Europa zerstören wollte. Es wäre das Einlassen mit dem Meuchelmörder des Abendlandes. Es wäre das Umarmen des Verräters. Es wäre der groteske Versuch, das was einen zerstört zum Prinzip zu erheben. Denn Europa wird niemals Amerika werden, es wird ihm nie vergleichbar sein, auch wenn es dieselben Kuchen bäckt. Europa hat nur eine Chance: Sich seiner selbst zu besinnen. Sonst wird es zu einer amerikanischen Kolonie, um dann von anderen Mächten - vor allem ist da der Islam zu nennen - übernommen zu werden.
In allem aber muß man den Amerikanern (mit ihrem historischen Rückstand, denn sie sind an einem Punkt stehengeblieben, dem von 1776) zugestehen, daß sie aus diesem Pragmatismus heraus begreifen (können), daß der LIBERALISMUS, der automatisch nach links und in die Selbstzerstörung führt weil links ist (wenn er sich auch in Europa ganz anders aufführt), ihr Land zerstören wird.
Ein regeneriertes Sendungsbewußtsein der Amerikaner wird niemandem helfen (außer Wahlbewerbern). Nach wie vor ist das Geschichtsbewußtsein der Amerikaner schwer deformiert und halbblind. Das betrifft selbst ziemlich klarsichtige Seiten wie OnePeterFive (mit "Memorial Day") , die gar nicht erst auf den Gedanken kommen, daß mit dem D-Day vom 6. Juni 1944 etwas nicht stimmen könnte und plötzlich Situationsethik ("relatives Gut") befürworten, weil es dem amerikanischen Selbstverständnis entspricht, die sie woanders strikt ablehnen. Für die ihre Toten dort ganz sicher Helden waren, die die Welt befreiten.
Amerika ist NICHT der natürliche Freund Europas. Im Gegenteil. Es war und ist sein Opponent. Das war seine simplifizierte, das Abendland pragmatisch mißverstehende, es nie verstanden habende Gründungsidee, mit der es Europa rück-überschwemmt, geknebelt und benebelt hat. Schon in der französischen Revolution - was viele vergessen oder nicht ausreichend wissen (Benjamin Franklin spielte in der geistigen Aufmunitionierung der französischen Intellektuellen eine außergewöhnliche Rolle, gab ihnen quasi das intellektuelle Rüstzeug, unternahm Vortragsreisen etc.) - kam dieser Dämon nach Europa ZURÜCK. (In diesem Punkt hat England - die Peripherie Europas, typisches Inselland - ohnehin schon immer eine enorm große Rolle gespielt, war schon zuvor jahrhundertelang eine prä-amerikanische Abstufung: in den USA hat sich die englische Häretik nur eine weitere Simplifizierung der englisch-protestantischen Simplifizierung geschaffen. Und begann, den unangenehmen Vater - Amerika hat sich immer als Frau begriffen, America is SHE - zu bekämpfen. Das Abendland.
Und das kann und sollte Europa - der Vater dieses ungehorsamen Sohnes, der in der Rebellion zur Tochter wurde - endlich, endlich auch begreifen!
Fazit: Dinesh D'Souza, eine der Plakatfiguren der Konservativen in den USA, vertritt viele oberflächlich sogar zusammenhängende, aber auch widersprüchliche Thesen, die in vielen Details hochinteressant, sehr richtig und oft sehr erhellend sind. Aber sie sind wie ein buntes Gebüsch zahlloser ausgewählter Vereinzeltheiten, denen ihr Platz in einem fundierten, wirklich klaren geistigen Gesamthorizont fehlt.
Als europäischer "Konservativer", als Abendländer, bekommt man so seine Zweifel, welche der beiden Hauptrichtungen in den USA - Demokraten oder Republikaner - dem Geist des Abendlandes eher entsprechen. Keine tut es wirklich, und ihre historische Entwicklung hat weltanschauliche Proprietäten wild durcheinander gemischt. Nach näherer Beschäftigung mit dem Gedankengut der Republikaner (die der VdZ lange eher für präferabel hielt) hat der VdZ so seine Zweifel, ob es nicht sogar eher (in ihrer Grundverfaßtheit, so wenig sich die noch finden läßt) die Demokraten der Südstaaten wären.
Ein republikanisch geführtes Amerika, so viel muß einem Europäer in jedem Fall bewußt sein, ist auf jeden Fall ein härterer und mit europäischen Interessen unvereinbarerer Gegner in der Weltpolitik. Aber vielleicht ist das auch wieder ein Vorteil: Besser man kennt den Feind, als man kennt keinen Feind und hat viele falsche Freunde. Denn gleichfalls in jedem Fall wird die Dringlichkeit klar, mit der Europa aufgefordert ist, sich um eine starke und wirklich eigene Politik zu kümmern. In Amerika wird es kein Heil finden, auch wenn viele das zu glauben scheinen.
In jedem Fall ist die von Hillary Clinton repräsentierte, faktische Politik eine Politik der Verbreitung der Zerstörung jeder Kultur, die sie den USA - in noch höherer Potenz als Barack Obama - verordnet. In dem für Europäer kaum nachvollziehbaren, aber realen "Bäumchen wechsle dich"-Spiel, das die amerikanische Politik seit 150 Jahren vollzieht, ist Clinton und die demokratische Partei zu einer Repräsentantin der linken Weltzerstörung geworden. Clinton vertritt alles, was auch Europa bis auf die Grundfesten niedergebrannt hat und niederbrennt, was noch eventuell wo steht.
Wie sich das mit den ursprünglichen Gründungsintentionen der Demokraten vereinbaren läßt? Keine Ahnung. Das ist eine der typisch amerikanischen Irrationalitäten. Denn wer die Amerikaner - je - als berechenbar einschätzte, muß einen an der Wummel haben.
Teil 3) Was der amerikanische Konservativismus wirklich will
ist gleichfalls widersprüchlich -
Amerika ist NICHT Abendland! Im Gegenteil.
Dinesh D'Souza stellt immer wieder provokativ die Frage (meint es aber auf jeden Fall dialektisch, also verneinend), ob aber nicht die gesamte Idee der USA auf der Idee des Diebstahls beruht. So zumindest wird es ihr vorgeworfen. Sie habe das Land den Indianern genommen (dabei - und hier wird D'Souza wirklich grotesk - seine Version ist, daß das doch nur die Spanier ab 1492 gewesen seien; 1776 sei diese Zeit 200 Jahre vorbei gewesen; Amerika sei sogar die Gegenidee gewesen; manchmal würde man D'Souza schon mehr Bildung wünschen), Mexiko der Hälfte seines Staatsterritoriums beraubt, habe die Arbeitskraft der Sklaven ausgebeutet, habe sich überall auf der Welt um Staaten "gekümmert", wo es Rohstoffinteressen hatte, habe die Positionen seiner geostrategischen Macht durchweg geraubt (man denke etwa an die Philippinen oder Hawaii). So habe sich Amerika als erste Weltmacht etabliert, und im 20. Jahrhundert ausgebaut. Als Idee freier Menschen, freier Märkte, freier Initiativen, und - der Menschenrechte.
Was der amerikanische Konservativismus aber nun Obama (und Clinton, also den Demokraten) vorwirft ist, daß er diese Stellung als erste Weltmacht aufgegeben habe. Der linke Geist des Progressivismus, der aus der 1968er Bewegung heraus die Politik durchdrang und den auch Obama vertrat (und Clinton vertritt) ist deshalb so gefährlich, weil er die innere Stärke der USA auflöst, und das tut er, indem er auch seine außenpolitische Position gefährdet. Obama habe, so D'Souza (und niemand ist so demonstrativ für "Werte" und zur Ideologie gewandelten Konservativismus wie ein Neubekehrter, der das Gebilde, dem er gerade beigetreten ist, nur in gewissen Wirkungen kennt, vergessen wir das nicht, werter Leser - und Ideologie bezieht sich auf phänomenologisierte Wirkungen; darin ist D'Souza sogar eindeutig LINKS) Amerika nachhaltig beschädigt und weltweit demontiert.
Hören Sie sich einmal diesen Teil (einer ganzen Reihe von Trailern eines der neuen Filme von D'Souza, "America":
D'Souza fordert eine neue Stärke Amerikas in der Welt. Er kritisiert die Linke deshalb, weil sie Amerika schwächt. Nun ist das etwas, mit dem man leben könnte und kann. Ein Land, das nicht möchte, daß es stark in der Welt ist, ist einfach nur krank.
Seine Argumentation hat für sich gesehen einmal etwas sehr Bestechendes und viel Richtiges: Er argumentiert, daß die Linke jede Form von Eigentum als Diebstahl, als Raub ansieht. Auch den Reichtum Amerikas sieht sie als zusammengestohlen. Wenn man Eigentum so begreift, ist es auch nur logisch, es jederzeit ent-eignen zu dürfen. Über Steuern. Ist es logisch, es nach abstrakten "Gerechtigkeitsstandpunkten" umverteilen zu dürfen. Denn dann ist es auf jeden Fall Unrecht. Nun ist das die logische Folge eine Bevölkerungsschichte (wie hier schon so oft dargelegt), die selbst noch nie schöpferisch war oder - und das ist wichtig! - tatsächlich Diebstahl begangen hat.
Wir haben an dieser Stelle schon davon gehandelt, daß die Sozialstaaten heutiger europäischer Prägung Gesellschaften von Dieben sind, denn der Empfänger von staatlichen sozialen Wohltaten, von Geld, das er nie verdient, sondern zugesprochen erhalten hat, fühlt und handelt wie ein Dieb: er weiß um das prinzipielle, nur in abstrakten Gedankenkonstruktionen - also gar nicht real, in seinem eigenen Welterleben verankerte - zu entkräftigende Unrecht seines Besitzes. Eine Schwächung des eigenen Landes kommt deshalb immer von Menschen, die an seinem Aufbau tatsächlich nicht beteiligt waren und sind, sondern davon nur profitieren. Die das Land, in dem sie leben, als zur Plünderung ausgeschriebene, weil mit Diebesgut angefüllte Tafel betrachten. In seiner Argumentationsrichtung hat also D'Souza schon recht.
Je höher in einem Land deshalb der Anteil an unproduktiver Bevölkerung wird, je höher auch sein Beamtenanteil wird, je größer der Teil der Menschen wird, die ihr Leben und ihre Lebensführung als nicht mehr von ihnen abhängig erfahren, je mehr ehedem in freien Beschäftigungsverhältnissen durch Gewerkschaften und staatliche Macht in quasi-verbeamtete, also rückschlagsfreie Sonderstellungen kommen (man denke da v. a. an die Lehrer, deren Stand man völlig umgewandelt hat, entsprechend hat sich ja die Pädagogik gewandelt), desto höher wird seine Neigung zur Umverteilung, zum Sozialstaat und damit zum in alles eingreifenden Zentralstaat.
So hat man auch in Europa schon ganze Generationen von Staatsmündeln herangezogen. Ganz bewußt, daran kann kein Zweifel bestehen. So wie kein Zweifel bestehen kann, wer der Profiteur ungebremster Zuwanderung ist, der vom Staat alimentiert wird, hier also gar nie in die Lage kommt, sich selbst etwas aufbauen zu müssen. Deren Verhältnis zu Eigentum grundlegend gestört wird. Eigentum hat nichts mehr mit Persönlichkeit - und diese mit Verantwortung (und Verantwortung gründet in Eigentum, ist die sichtbare Seite einer Sorge, in der erst ein Ding zu eines Personsbereich gehört) - zu tun.
Auch das ist alles richtig: Je mehr ein Staat Aufgaben an sich zieht, je mehr er sich vor allem (der Gedanke ist für einen Europäer heute sowieso schon fast undenkbar, dabei steht er AM ANFANG unseres Wohlstands: daß Infrastruktur privater Initiative entspringt) desto mehr zerfließen Eigentumsbeziehungen, und desto mehr schwindet das Bewußtsein, daß alles einzelnen Personen entspringt wie ihnen zu verdanken ist. Desto mehr verdunstet Eigentum in einem ungreifbaren Allgemeinbegriff von "Gesellschaftseigentum". Dabei gibt es keine einzige Eisenbahn, keinen Flughafen, keine Post, nichts mit einem Wort, das nicht privater Initiative zu verdanken wäre! Aber der Staat hat alles an sich gezogen, "kameralisiert", meist mit ganz klaren eigenfinanziellen Interessen, mit "sozialem Interesse" überschmückt. Darin spielt die umgeschriebene, bewußt und falsch ("neu interpretiert") umgedeutete Kolonialgeschichte eine besondere Rolle.
Mit einem Wort: Die Gegenwart ist für so eine Sichtweise nicht das Produkt der Freiheit der Menschen, der Vorfahren, sondern das Ergebnis von Raub und Unrecht. Die Gegenwart verdient deshalb auch keinen Respekt. Sie steht einem entweder sowieso als Recht und Wiedergutmachung zu, oder sie ist sogar, weil schuldbeladen aufzugeben. In dieser Gewissenssituation leben wir heute tatsächlich.
Morgen Teil 4) Deshalb die Forderung: Sofort zurück zur Rassendiskriminierung! Was Europa von Amerika endlich lernen sollte
Wie an dieser Stelle schon lange dargelegt sind wir von den ständigen Quatschereien um "Reichtum" völlig verwirrt. Wir begreifen nicht, daß Reichtum nicht heißt, viel Geld am Konto zu haben, wie es sich der sozialistisch-verkrampfte Neidgenosse vorstellt und der gerade-mal-genug-Verdiener erträumt. Ab einer gewissen und sogar relativ niedrigen Grenze ist das für den Reichen selbst bedeutungslos und bringt auch keine Freuung, keine zusätzliche Befriedigung. Im Gegenteil, gerade die wirklich Reichen zeichnen sich oft durch spartanischen Lebensstil aus, der sich von dem der Normalbürger kaum unterscheidet. Es geht viel mehr bei Reichtum und Macht um die Fähigkeit ZU BEWEGEN. (Weshalb immer galt, daß der wahre Mächtige, der wahre Reiche der größte Geist ist. Das ist viel mehr als eine Metapher, das ist die Beschreibung von Gott.) Eigentum ist eine Größe der "Bewegungsmacht", und nur als solche birgt es immanente Befriedigung, die davon gar nicht mehr reden muß, die keine verbale Bestätigung mehr braucht.
Und diese wirklich Mächtigen in den USA haben perfekt (und äußerst diskret) vorgebaut: Analog zum europäischen "Marsch durch die Institutionen" haben die amerikanischen Demokraten seit Jahrzehnten systematisch die Bildungseinrichtungen an sich gerissen. So haben sie eine "Elite" herangezogen, die zum gesellschaftlichen Instrument ihrer Ziele wurde.
Man könnte den Eindruck gewinnen, daß in den USA Diskussionen aufbrechen, die in Europa vor hundert Jahren nicht ausreichend oder gar nicht geführt worden sind, weil das Freiheitsbewußtsein des Europäers zum einen nicht so ausgeprägt, weil zum anderen in vielem die Freiheit des Individuums noch nicht so gefährdet war - dank seiner immer noch größeren kulturell-institutionalisierten Stabilität. Dazu kommt und kam es erst in diesen Jahren. Man übersieht doch ständig Folgendes: Die wirkliche Konkurrenz Deutschlands war die zum demokratisch-großkapitalistischen Amerika. Die Führungsschichten und Eliten BEIDER Länder haben ähnliche Konzepte verfolgt und Deutschland war auf der Überholspur.
In den Jahren 1920 bis 1930 holte Deutschland ein Viertel aller Nobelpreise. Seine Naturwissenschaft, seine technischen Entwicklungen, seine Geisteswissenschaft zog der Welt davon. Und seine Wirtschaft hatte sich durch etatistische Maßnahmen (die Staatsverschuldung wuchs rekordverdächtig) rascher "erholt" als die der Amerikaner und begann, die Weltmärkte zu dominieren und politisch seine ihm historisch zugewachsene Rolle - Aufstieg zur führenden Macht Europas, mit einer ungeheuren Entwicklungsdynamik - wieder einzunehmen. Der Erste Weltkrieg hatte noch nicht ausgereicht, um das Land aus dem Rennen zu werfen. Es mußte ein zweiter her. Und die Amerikaner taten alles, um den Krieg zu einem totalen Weltkrieg eskalieren zu lassen, der aber als Kreuzzug der Vernichtung Deutschlands angelegt war.
Die "moralischen Gründe" waren fadenscheinig und vorgeschoben, was sich am realen Verhalten, den realen Geschehnissen zeigt. Es gibt Stimmen die plausibel (und mit Einzelnachweis) argumentieren, daß praktisch die gesamte amerikanische Nachkriegswirtschaft auf zwei Grundlagen aufgebaut ist: Der Enteignung englischen Kapitals nach 1918 (als Gegenrechnung gegen Kriegsschulden), und systematisch geraubte deutsche Patente nach 1945. Den Rest beantwortet die Frage "cui bono?" - wem, welchen Interessensgruppen hat es direkt genützt?
Übrigens: Der Journalist und Filmemacher Dinesh D'Souza nennt sich eines der legendigen Beispiele, wie im heutigen Diskurs vorgegangen wird und immer intensiver vorgegangen werden soll. Wo die Kritik am (demokratischen) Establishment, wo dissidente Meinungen zum Verbrechen, durch Gesetze kriminalisiert werden. Putin hätte Journalisten ins Gefängnis geworfen? Barack Obama hat D'Souza ins Gefängnis geworfen.
Nur - stimmt das?
Vielleicht in dem Fall nicht ganz, auch wenn D'Souza damit argumentiert, daß viele andere das auch täten, aber nicht verfolgt würden. Wer wird wegen Parteispenden inhaftiert, die sowieso jeder macht, wenn man ihn nicht mundtot machen möchte? Naja. Er bekannte sich vor Gericht für schuldig. Der Richter veruteilte ihn daraufhin zu acht Monaten Sozialarbeit (Sprachkurse für Immigranten). Die einzige Verschwörung dabei kann er aber vermutlich seiner Ex-Frau zurechnen - einer ehemaligen Schönheitskönigin - die ihn ans Messer geliefert hat: Sie sagte aus, daß er sie getäuscht, weil er unter ihrem Namen (sie hatte den Beleg unterschrieben) Wahlkampfspenden an seinen Politiker-Freund weitergeleitet habe, um so die gesetzliche Höchstgrenze nicht zu überschreiten. Aber er sei sowieso ein Lügner und Mißbrauchscharakter, denn er habe sie einmal unter Ausnützung seiner Karatekenntnisse zu Boden geworfen (und ...? vermutlich; schon deshalb: Vorsicht vor Phantasiesex!).
All das spräche also aus europäischer Sicht ziemlich für D'Souza und den von ihm vertretenen Konservativismus. Doch muß man dem Mann ein wenig länger zuhören, und im Netz gibt es eine Menge von ihm zu sehen und zu hören (und als Buch zu bestellen). Um zu begreifen, daß er wohl einer Renaissance des Geistes Amerikas das Wort redet, sehr viel im Einzelnen richtig sagt und sieht (wie es der Simplifizismus, aus dem nämlich Amerika entstand, in sich trägt; Europa ist oft schon zu kompliziert entwickelt, da bricht eine reduzierte, einfachere Sicht manchmal viel wieder an Rückbesinnung auf Grundlagen auf) aber - ist das auch der Geist Europas? Ist das im Sinne europäischer Interessen und Politik?
Es beginnt bei der Aussage über seinen Wechsel von Indien in die USA. Den er in höchsten Tönen preist. Denn der Unterschied sei, so D'Souza, daß man in Indien sein Schicksal weitgehend als gegeben betrachte. Man habe es zu erfüllen, das sei Lebenspflicht. Wäre er dort geblieben, hätte er nicht wirklich weniger Lebensstandard gehabt, erzählt er. Er sei Sohn einer gutgestellten bürgerlichen Familie gewesen, und wäre er in Indien geblieben, hätte sich sein Leben absehbar im Umkreis von zehn Kilometern um seinen Heimatort abgespielt, und er hätte sich wohl nie darüber beklagt.
ABER was er in Amerika kennengelernt habe, das habe ihn begeistert. Denn der amerikanische Geist von 1776 sei ein Geist gewesen, in dem der Mensch sein Leben ganz neu begriffen hat. Es ist der Geist der ... französischen Revolution. Plötzlich habe er begriffen, daß der Mensch in diesem freien Land so frei sei, daß er sein Leben, sein Schicksal SELBST KONSTRUIEREN könne und: müsse.
Morgen Teil 3) Was der amerikanische Konservativismus wirklich will
Dinesh
D'Souza sagt selbst, daß es vermutlich nur ihm als gebürtigem Inder -
Ausländer, Dunkelhäutiger - möglich war, solche Dinge zu denken und zu
sagen, wie er es tut. Damit unterläuft er nämlich die political
correctness. D'Souza hat sich so in den USA einen Namen als
konservativer Denker gemacht, dessen Analysen und Aussagen zumindest
immer sehr inspirierend sind. Er scheut kein Tabu der neuen Zeit, die
sich, so der Amerikaner, in einer wahren Vernunftverweigerung über die
Gesellschaft gebreitet haben. Wo aber nicht mehr gesagt werden darf, was
ist, weil es - und damit ist schon ein großer Teil der political
correctness beschrieben - das Gesollte gefährdet, kann nicht mehr
erkannt werden, wo die Realität hinführt.
In
diesem Film widmet sich D'Souza der seltsamen Verschwiegenheit, die
sich über Amerika gesenkt hat, wenn es darum geht, die wahren
Hintergründe und Wurzeln der demokratischen Partei zu nennen. Sie
verstand sich nämlich ursprünglich als die Partei der Sklavenhalter und
Herrenmenschen. Und sie tut es bis heute, sagt der gebürtige Inder. Denn
sie hat nur ihre Strategie gewechselt, und wurde von einer "Partei der
Sklaverei" zu einer Partei der "Versklavung". Und das ist auch der
eigentliche Hintergrund hinter der political correctness, die das
wirkliche amerikanische Ideal - Freiheit des Unternehmens, Freiheit des
Denkens, der Rede, der Lebensweise - zu einer Perversion "göttlicher
Sendung" einer moralistischen Gruppe gemacht hat.
Die
über "social engineering" und "social control" ein Volk nicht mehr
einfach von außen und offensichtlich kontrollieren (="führen") will,
sondern an die Grundlagen seines Denkens und Fühlens, an sein
Selbstverständnis faßt. Deshalb enthält ihr Programm (und Obamas Politik
hat es definitiv gezeigt) auch so viele Punkte, die direkt in soziale
Vorgänge und Gegebenheiten eingreifen sollen, um "das Volk" zu
"gestalten". "Gouvernment is the one thing, we all belong to," definiert
eine der Stimmen im Film die Politik der Demokraten. Daraus leitet sie
das Recht auf direkte soziale Eingriffe ab. Aber warum sollten sie das
tun? Warum das wollen? Aus moralischer Sendung? Dazu verhalten sie sich
viel zu widersprüchlich. Zumal sie nicht nur die "Partei der Neger und Minderheiten"
sind (zumindest stellen sie sich seit siebzig Jahren so dar; zuvor war es
genau umgekehrt), sondern auch die "Partei des Großkapitals" und der
Konzerne (was man in Europa meist nicht einmal weiß, weil man unter den
Begriffen mit den Entsprechungen "links=demokratisch" und
"rechts=republikanisch" ganz andere Bedeutungshintergründe zusammenfaßt;
sie sind in den USA aber genau umgekehrt gemeint!).
"Was verbergen die Demokraten,"
stellt D'Souza also die Kernfrage? Und er kommt auf eine nur scheinbar
einfache Antwort. Scheinbar, weil dieser Hintergrund in den Augen des
Filmemachers und Autors der Hintergrund überhaupt aller Verbrechen ist:
Diebstahl. "They want to steel our country," sagt D'Souza
an anderer Stelle, und er knüpft dabei an Carl Schmitt an (der eine
Entwicklung vorhersah, in der der Staat zur "Beute" von Interessengruppen
wird.) Denn die USA sind (als Vermögenswert betrachtet) die wertvollste
Sache, die die Menschheit je hergestellt hat. (Naja, ist ziemliche Betrachtungssache, Anm.) Alles in den USA zusammengerechnet, repräsentiert die USA einen
pekuniären Wert von über 700 Billionen (engl: trillion) Dollar.
Ist das
nicht ein lohnendes Ziel, für das es sich schon einmal lohnt, sämtliche
Selbst-Regenerationsmechanismen eines Volkes auszuschalten, um es so zur
leichten, manipulierbaren weil abhängigen Masse zu machen? Zum
Spielkapital einer wahren Elite, das sich hundertprozentiger
Zwangshebeln einer "Alternativlosigkeit aus ethischen Gründen", man
denke nur an den Klimawandel? Die deshalb durchaus die Notwendigkeit
sieht, sich weltweit als einzige Führungsmacht zu behaupten. Immerhin
steht Clinton für eine Fortführung der bisherigen expansiven und
aggressiven US-Außenpolitik. Dabei darf man sich das nicht zu simpel vorstellen. So, als würden einige alles bildlich "einsacken" wollen, dinglich, buchstäblich.
Morgen Teil 2) Wie alles langsam Sinn bekommt -
Wie plötzlich neue Dschungel und Widersprüche auftauchen -
Was D'Souza (und der Republikaner Trump?) wirklich vertritt
*Der VdZ meint, daß es auch an der Zeit für Europäer ist, die
amerikanischen Verhältnisse besser zu kennen. Europa ist viel zu naiv,
in vielem sogar wirklich zu gutgläubig. Es begreift deshalb nicht,
welchen direkten Einfluß die transatlantischen Verhältnisse auf
europäische Gesellschaften und europäische Politik haben, ja wie sehr
Amerika Europa bereits in der Hand hat und mit ihm spielt, es wie eine
Maschine bedient und manipuliert und sogar (durch Schaffen von
Problemen) "zwingt". Unter diesem Blickwinkel betrachtet wirken die
Geschehnisse in Europa in den letzten Jahren sogar wie das Ablaufen
eines Planes, der auffällig rund ist, versucht man auch die USA selbst
zu verstehen.