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Mittwoch, 5. Oktober 2022

Westliche Werte

Medienbericht Trans-Lehrer
Damit wir nicht den Sinn vergessen und unsere Bereitschaft nicht erlahmt, die Verteidigung unserer Werte durch existentielle Gaben zu unterstützen, hier einige Anlässe, sich daran zu erinnern. 

Kanada: Trans-Lehrer erkämpft vor Gericht erfolgreich sein Begehren, mit künstlichen Brüsten zu unterrichten. Das Photo des Mannes finden Sie auch hier, den Medienbericht dazu lesen Sie bitte im Netz. Dort finden sich auch einige Filmchen aus seinem Unterricht.

Donnerstag, 4. Februar 2021

Irgendwann ist einfach Schluß (2)

Wir bringen hier nun noch einmal den zweiten Teil. Für die, denen der Lesestoff gestern doch zu umfangreich war, die aber - und das tun so manche Leser, wie der VdZ weiß, ihnen sei einmal mehr für ihre Treue und ihren Durchbeißwillen gedankt - im Gleichschritt mitgehen wollen. 

Teil 2) Drum frisch und los. Leben wir doch endlich und einfach wieder!

Nehmen wir es deshalb etwas lockerer. Machen wir uns bewußt, daß wir nicht auf Erden sind, weil wir hier eine sooo wichtige Aufgabe haben, daß wir am besten ewig leben sollten. Und jeder Tod ein Fehler im System ist, ein Leck im Apparat, der zu vermeiden wäre, WENN wir denn dies und wenn wir denn dort und wenn wir denn das.

Wir werden sterben. Ob mit oder ohne Corona. Deshalb reicht es, wenn wir ein bissel aufpassen, wie wir es ja immer gemacht haben, wenn jemand krank war, und mehr noch wenn dessen Krankheit zum Tode ansteckend war. Angeblich oder wirklich. Und wenn nicht ... kein Malheur. Allen Ernstes. Es ist kein Malheur, den Löffel abzugeben. Es ist normal, und es ist das Schicksal JEDES Menschen. Auch unser unentrinnbares Schicksal damit. Also sollten wir doch ein bissel darüber lachen, sarkastisch, ironisch, denn klar, freuen kann man sich nicht darüber, aber wie sagte doch ein Weiser einmal? Tausend Rosen. Und frisch ans Werk, kräftig in die Hände gespuckt, und wenn es denn sein soll, dann eben ... kräftig gestorben. Denn wir wissen, daß es nicht um dieses begrenzte irdische Leben geht, dieses vallis lacrimosa, dieses Tal der Tränen, sondern darum, daß wir nach dem Tod, wenn wir denn zu Lebgezeiten, wo wir noch den Leib haben, also ganze Menschen sind, bei Christus sein wollten, durch Jesus Christus zu einem neuen Leben auferweckt werden. Und dann, dann geht es so richtig los, dann wackelt die Bude sozusagen. Dann haben wir jene Freude, die wir verloren haben, wieder. Ist das nicht ein Grund, sich zu freuen?

Oder wäre das nicht ein Grund, sich vom Tod weg Christus zuzuwenden? Das ist es doch! Das ist es, warum wir Corona nicht so richtig wollen, daß wir uns lieber zu Tode fürchten, als daran zu sterben. Und das ist ein Grund, warum wir von der Politik etwas verlangen, das sie nicht leisten kann.

Weshalb wir diesen Herrschaften "da oben" sagen sollten: Schon gut. Während wir sie vom Podium führen, unseren Arm um ihre Schultern legen und aus dem Saal begleiten, während sie noch immer reden und reden und reden, was der Tag lang ist, und nach links und rechts wie Irre bellen "Wir schaffen das!", und "Ich kann Euch retten" oder "Ich kann uns bewahren!" "Jaja, schon gut," sagen wir dann, und "Ist eh gut, ja, eh, wir glauben Dir das ja auch" ... während wir mit ihnen rausgehen.

Nichts können sie. Deshalb sollten wir dann, wenn wir sie draußen der Schwester übergeben haben, sie ihnen weiter gut zuredet und sie nach draußen zum Krankenauto geleitet, in den Saal zurück und aufs Podium gehen. Dann mal aufs Mikro klopfen, drauf pusten, ja, es ist eingeschaltet, und dann sollten wir folgende Rede halten. Wir sollten sagen: "Werte Herrschaften, ich möchte was sagen. Ich möchte Euch sagen, daß hinten ein Buffet ist, das wir später konsumieren können, daß im Saal B ein Bingo läuft, wer also möchte ... und daß wir sonst hier abstimmen, wie es mit der Treppe im Foyer weitergehen soll, mit dem Schuppen der Feuerwehr, und wer nun diese Straße saniert, die zum Gemeindezentrum führt, denn das ist ja wirklich kein Zustand ..." Und langsam fassen sich alle wieder, und allmählich fokussieren sie sich wieder auf das, was sie hier tun sollen und müssen - arbeiten, feiern, trauern, Musik hören oder Punzen schlagen, einfach LEBEN. Es gibt eine Menge zu tun.

Und, so nebenbei, schon vergessen? Leutel, es ist noch zwei Wochen - aber NUR noch zwei Wochen - Fasching!


*270121*

Mittwoch, 3. Februar 2021

Irgendwann ist einfach Schluß (1)

Krankheit, und zwar jede Krankheit, zielt auf Tod ab, das sollten wir nicht vergessen, auch wenn wir es meist schon vergessen haben. Das hat uns die Medizin eingeredet, das hat uns ein Apparat eingeredet, der glatt so tut, als wäre die Krankheit letztlich vermeidbar und der Tod ein Betriebsunfall.

Leben ist ein actu, also ein Tätiges. Wir sagen ja "wir leben", und zwar in allen Sprachen der Welt, wir sagen nicht "wir werden gelebt." Aber darin verfehlen wir uns. Zwangsläufig, und zwar durch die Erbsünde. Wir haben durch sie so viele Neigungen zu Fehlern, daß wir in keinem Fall den Fehlern davonlaufen können. Sie sind immer schneller als wir, sie sind immer zahlreicher, als wir übersehen können. Denn sie sind eine Gesamtneigung, während wir immer nur Einzeldinge bekämpfen können. Und in der Erbsünde ist unser Insgesamt, unsere Gesamtrichtung abweichend und in Richtung Tod eingestellt geworden. Die Erbsünde Adams und Evas war eine Grundsatzentscheidung, in der die Ausrichtung unseres Daseins auf Tod zuging.

Unsere Stammeltern, diese ersten Menschen, von denen alle weiteren abstammen, haben sich in ihrem Entschluß, Gott nicht zu gehorchen, dazu entschlossen, das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie haben sich dazu entschlossen, selbst jene Herren zu sein, denen sie alles verdanken. Das war ein Fehler. Ein sachlicher Fehler, zu dem sie der Teufel überredet hatte. Es war ein schwerer Fehler, ein Irrtum, und sie sind augenblicklich darauf gekommen. Als Gott sie rief, waren sie sich dessen unbewußt bewußt, sie verbargen sich vor der Wahrheit, dem Sein selbst, von dem alles Sein abstammt. Sie schämten sich.

Weil wir innerweltlich, irdisch, leiblich von Menschen abstammen, also zweitursächlich (nach Gott, dem alles sein Sein verdankt) haben wir das von diesen Eltern auch übertragen bekommen. Neben unserem Sein, das seinen Sinn darin hat, in größter geschenkhafter Freude zu leben weil an Gottes Freude, die er am Spiel der Schöpfung hat, teilzuhaben. Und in dieser Freude, zu der wir berufen weil in die Welt gerufen sind, haben wir aber gewahr zu sein, daß wir diese wirkliche Freude erst NACH diesem Leben erfahren werden. Warum? Weil durch Adam und Eva der Tod in die Welt gekommen ist.

Aber Gott selbst hat uns durch seinen eigenen Sohn Jesus Christus davon erlöst, und uns - nach dem Tod - wieder in ein neues Leben hinein auferstehen lassen. DANN werden wir diese Freude erfahren, und sie ist wirklich gewaltig, der Leser möge es glauben, dem VdZ war als Gnade beschieden, davon ein bißchen kosten zu dürfen. Sie war so groß, daß er seither niemals etwas anderes hätte wollen wollen, als diese Freude wieder zu erfahren, in der sein ganzer Körper verwandelt, völlig verändert war. Wenn wir in der Taufe Mitglieder der Kirche geworden sind, werden wir daran teilnehmen können. Anders nicht. Zumindest wäre es vermessen das zu erhoffen, weil sonst ja das Leiden und Sterben Gottes selbst unnötig gewesen wäre, der Leser möge sich das einmal vorstellen!

Was er sich aber vielleicht nicht mehr so vorstellen kann ist, daß wir sterben müssen. Alle. Und daß wir immer eine Krankheit haben werden, an der wir sterben. Und sei es, daß wir "an Altersschwäche" sterben, also einfach so müde werden, sterbensmüde, buchstäblich, daß wir "hinübergehen", also unsere Seele den Leib losläßt, der daraufhin zu Staub wird. Während die Seele auf den Jüngsten Tag wartet, wo sie, ihrer Form, ihrer Forma nach, wieder zu einem ganzen Menschen geschaffen wird. In der Auferstehung am Jüngsten Tag, wie so viele Propheten verkündet haben. Und woran wir glauben dürfen, weil Gott selbst es uns erzählt hat. Und der muß es ja wissen.

Wir können es uns deshalb nicht so gut vorstellen, weil der Tod - ganz anders als etwa im Barock oder im Mittelalter - durch die Technik, vor allem aber durch die Art wie wir leben so weitgehend und scheinbar aus dem Blick geraten ist, verdrängt wurde, daß wir über lange Strecken unseres Leben, als Grundhaltung sogar, den Tod vergessen haben. In Corona (und das ist das Neue an dieser "Pandemie") hat der Tod sich aber wieder ins Sichtbare gemeldet. Nicht daß er nun plötzlich da ist! So tun wir aber! Sondern er war ohnehin immer da, nun sehen wir ihn aber wieder mehr. Und das ist uns peinlich. Es erinnert an unsere Grundschuld, und es erinnert daran, daß wir immer etwas und genug falsch machen, sodaß wir sterben werden. Mit dreißig, mit fünfzig, mit achtzig oder neunzig Jahren, irgendwann. Irgendwann ist einfach Schluß. Auch für uns. Auch für unsere Kinder, die so prächtig und vor Kraft strotzend leben. Auch für uns, die wir mit dem Alter ein Wehwehchen nach dem anderen, eine Schwäche nach der anderen, schließlich ein Konzert von Schwächen erleben müssen, das uns irgendwann das Leben kosten wird.

Keine Diät, keine noch so "gesunde Lebensweise" wird das verhindern können. Irgendwann ist Schluß. Auch für uns. Uns alle. Und daran erinnert uns Corona wieder. Aber wir sind das nicht gewöhnt. Wir wollen das nicht. Also glauben die Politiker allen Ernstes, sie tun uns einen Gefallen, wenn sie so tun, als wäre das etwas Unnötiges, Überflüssiges, von dem SIE uns bewahren können. Deshalb sehen sie sich ermächtigt, uns dermaßen zu karniefeln, daß uns jede Lebensfreude erstirbt. Nicht nur das, daß wir in so Dingen wie Lockdowns zwar irgendwie vegetieren dürfen, aber NICHT leben. Denn das ist tödlich.

Aber, werter Leser, sei er sich so wie der VdZ bewußt: Wir werden sterben. Auch unser Leben wird enden. IN jedem Fall. Ob morgen. Ob in fünf Jahren. Ob in zwanzig oder fünfzig Jahren. Irgendwann ist Schluß. Legen wir deshalb unsere Zitronenmine wieder ab, legen wir deshalb dieses Betroffenheitsgetue ab, das uns besonders von dieser Regierung angeboten wird, die so tut, als sei sie dann "verantwortungsbewußt", wenn ihr Gesicht auf "tragisch" gepolt wirkt. Ach was sind das doch für Heuchler. Oder, noch schlimmer, wie dumm sind die doch, weil sie das vielleicht wirklich gar nicht wissen. Sondern auch noch glauben, daß ihre Aufgabe es sei, den Tod aus dem Leben zu werfen.

(Wir bringen nun auch die zweite Hälfte des Artikels, für die, denen es nun "reicht", und die sich das Lesevergnügen auf morgen aufheben wollen.)

Morgen Teil 2) Drum frisch und los. Leben wir doch endlich und einfach wieder!

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Fluffiges, um dem Wahnsinn zu entkommen und frei genug zu werden, um Sylvester in Fröhlichkeit und nötigem Gleichmut feiern zu können

Was war, und was wir waren ist, was wir sind. Was würde also zum Jahresabschluß besser passen als ein Einblick darin, was wir sind - nämlich ... saublöd, strunzdumm und appeldoof. Warum das so ist, erklärt dieser Mann auf diesem Video. Das wirklich sehens- und hörens- und bedenkenswert ist. Weil er als ausgewiesener IT-Fachmann die Fähigkeit entwickelt (also nicht, wie meist, abgebaut!) hat, über dem Geschehen seine archetypische Struktur zu sehen. Und das kann er wirklich. Tolle Generalisierungen, die in dieser Abstrahierung allgemein anwendbare Erkenntnis- und Verständnisschemata liefert. 

Woran es nämlich auf jeden Fall genug gibt ist Dummheit, Faulheit und Bösheit. Diese drei hängen zusammen, und sie schaffen jene Produkte, die uns im Alltag umzingeln.

Uwe Grigats Ausführungen sind ein Gegenmittel. Sie geben jene Brille ab, durch die man das Wirkliche hinter dem Faktischen, das sich so gerne und immer wieder neu als endgültig Gültiges und ewig Ewiges darstellt, das in die Geschichte eingeht, zu sehen vermag. Ohne ins Flache, Platitüdenhafte abzugleiten.

Was Uwe Grigat hier vorträgt, indem er sich mit vollem Gewicht und frech und frei auf die andere Seite des Bootes setzt, denn auf der anderen sind alle übrigen und bringen so das Boot schwer in die Gefahr zu kentern, ist deshalb jedem Leser zum Jahresausklang zu empfehlen. 

Es ist dabei nicht nur amüsant genug, auch an diesem Tag der gesellschaftlichen Attitüde der Fröhlichkeit (und daß mir niemand etwas dagegen sagt!) der Stimmung gerecht zu werden. Sondern es ist auch jenen ertragreich, die sich für Depressionen entschieden haben, betrachten sie den Wahnsinn des Jahres 2020. Auch die werden zu ihrem Ding kommen wenn sie etwa hören, wie dumm wir eigentlich sein müssen, für die Einschränkung unseres Lebenskreises auch noch selbst zu bezahlen. Und zwar doppelt und dreifach. 

Denn nichts ist vernünftiger als von der Tatsache auszugehen, daß vor allem das mögliche SCHLECHTE auch Realität wird. 

Das Schlechte kommt nämlich von selbst! Das Gute hingegen braucht etwas, das es immer seltener gibt, denn unsere Alltags"kultur" (die somit eine A- oder sogar Anti-Kultur geworden ist) - es braucht die Tugend. 
Als Haltung, als Training, die Mühe des Schöpferischen wieder und wieder auf uns zu nehmen. Bis es eines Tages, eiderdautz, gar keine Mühe mehr darstellt, weil es die Ebene der frohmachenden Leichtigkeit des Seins erreicht hat. 

Doch die Technik, die uns umgibt, und insbesondere die (angeblich) intelligente Technik, setzt auf das genaue Gegenteil. Es setzt auf die Bequemlichkeit. In der uns suggeriert wird, daß wir die Tugend nicht nur nicht brauchen, sondern durch Technik und Ablaufoptimierung ersetzen können. 
Was wir aber nicht betätigen, verschwindet eines Tages. So leben wir in einer Welt, in der kaum noch etwas mehr Mühe abverlangt als ... das Allereinfachste. Und das ist das Leben selbst!
Und das spüren wir auch, zumindest in so ruhigen Stunden wie die, in denen wir auf unsere vergangene Zeiteinheit, dieses letzte Jahr 2020, zurückblicken, haben wir meist mehr das Gefühl als das echte Begreifen, daß da etwas fehlt, in dieser unserer Welt. 
Möglicherweise, leider sogar recht wahrscheinlich, ist dieses Fehlende, dieses Loch in unserem Leben, in den vergangenen zwölf Monaten sogar noch größer geworden.

Mit diesem Ahnen und Fühlen liegen wir ziemlich richtig. Denn es geht nicht nur um die allmähliche Gewöhnung an unser eigenes Verschwinden. Wir sind sogar in einer schweren Schizophrenie erstarrt. In der wir uns über das beklagen, das wir im Umdrehen selbst als Ziel aller Träume herbeischaffen.

Der werte Leser kann es sich also aussuchen, wie er auf einen Einblick in unsere hochtechnisierte, smarte Welt reagiert. Vergesse er dabei nicht: 

Jede Generation ist nur die Lachnummer der folgenden.

In dieser Stimmung sei der Leser somit in die Sylvesterfeier entlassen. Genieße er, was es in aller Bedrückung zu genießen gibt, und vergesse er nicht, daß es die Clowns sind, die uns in eine Situation manövriert haben und darin festhalten, von der sie verlangen, daß wir sie ernst nehmen, weil sie die Wahrheit nicht vertragen können, daß wir nur über sie lachen können. 

Mit der kleinen Spitze, daß wir um Gottes willen nicht vergessen sollten, daß wir diese Larve der apokalyptischen Situation nur zum Schein aufsetzen dürfen. Und nicht zum Propaganda-Assistenten der Dummheit werden, die an das, was sie verkündet, um den anderen zu täuschen, schon selber glaubt.



*211220*

Montag, 22. Juli 2019

Das Interessanteste ist meist auch ziemlich lustig

Florida ist dabei ein Gesetz zu erlassen, das Anti-Semitismus unter dieselben Strafen wegen "Hate Speech" stellt wie Terrorismus und Gewalt, wie sie durch ISIS oder den KuKluxKlan (KKK) begangen werden bzw. mit deren Existenz verknüpft sind. Die Gesetze, die diese Form von "Hate speech" zukünftig ahnden wird, werden bei einer eigens zur Unterstreichung der Bedeutung dieses Gesetzes einberaumten Senatssitzung in Jerusalem (sic!) ratifiziert, zu welchem Behuf der gesamte Senat symbolträchtig nach Israel fliegen wird. Nun ist es natürlich notwendig, diesen schwammigen Begriff erst einmal zu definieren. Und das hat man auch in diesem Gesetz versucht, das da verkündet:

Anti-Semitismus” ist “‘eine Art der Beurteilung des jüdischen Volkes, welche man als Haß gegenüber Juden auslegen könnte." Das geschieht durch Akte wie:
  • Der Aufruf zu, die Beihilfe zu, oder die Rechtfertigung von Gewalt gegenüber Juden
  • Die Verbreitung von Mythen über eine jüdische Weltverschwörung, oder daß Juden die Medien, die Wirtschaft, die Regierung oder andere Institutionen kontrollieren
  • Die pauschale Beschuldigung des Jüdischen Volkes, für wirkliche oder fiktive falsche Handlungen durch einzelne jüdische Menschen, Gruppen, oder den Staat Israel, oder für solche Taten durch Nicht-Juden verantwortlich zu sein
  • Die Beschuldigung des Jüdischen Volkes, den Holocaust erfunden zu haben oder dessen Bedeutung zu übertreiben
  • Die Beschuldigung jüdischer Bürger oder Länder außer Israel, gegenüber Israel loyaler zu sein als gegenüber ihren eigenen Nationen
  • Die Dämonisierung, die Behauptung einer Doppelmoral oder das Absprechen des Existenzrechts gegenüber dem Staat Israel
Der einzige Abgeordnete, Frau Senator Audrey Gibson, die im Begutachtungsprozeß zu diesem Gesetzesakt Einspruch erhoben hatte, weil sie dieses Gesetz als Maßnahme zu einer unzulässigen Beschränkung der freien Meinungsäußerung sah, änderte nach zwei Tagen ihre Meinung. Während derer sie einem konzentrierten Trommelfeuer aus Medien und sämtlichen übrigen Senatoren und Parteiorganisationen ausgesetzt war, berichtet William M. Briggs in einem Blogeintrag.

Als ein Journalist es wagte die Frage zu stellen, wie man "Dämonisierung, die Behauptung einer Doppelmoral oder das Absprechen des Existenzrechts gegenüber dem Staat Israel" genau zu verstehen habe, beschuldigte ihn ein Sprecher der ADL - die in den USA enorm einflußreiche Anti Discrimination League - ein Anti-Semit zu sein.

Als ein weiterer Journalist dem Gouverneur Floridas, Ron DeSantis, um Auskunft bat, ob man den Umstand, daß man so ein Gesetz ausgerechnet in Israel unterzeichne, nicht genau als Beweis für den großen Einfluß von Juden auf die Politik sehen könnte, nannte ihn dieser einen Anti-Semiten.

Als ein nächster Journalist die Frage stellte, ob der Beschluß eines Gesetzes, das jede kritische, politische Diskussion über Juden und Israel verbiete, wegen der Sonderstellung, die man somit Juden und Israel zubillige, ein Ansteigen der Abneigung, der Verdächtigung, ja des Hasses gegenüber Juden und Israel nach sich ziehen würde, nannte ein Sprecher der AIPAC - des American Israel Public Affairs Committee - den Reporter einen Anti-Semiten.

Natürlich waren nicht alle Senatoren Floridas so naiv. Als einige meinten, daß ein gewisser negativer Rückschlag in der Meinung der Bevölkerung zu erwarten sei, arbeiteten sie in Windeseile ein weiteres Gesetz aus, in dem zukünftig "Hate Crimes" auch gegenüber den Christen unter Strafe gestellt werden. Zur Unterzeichnung dieses Gesetzes wird der Gouverneur dann nach Rom fliegen, und dort das Gesetz mit einer Füllfeder unterschreiben, den er von Papst Franziskus persönlich erhalten hat. 

Damit steht freilich die Mitgliedschaft in oder Förderung der zur Stärkung und Verbreitung des Liberalismus 1920 gegründete ACLU - die American Civil Liberties Union - in Florida hinkünftig unter Strafe, denn sie fällt nun unter dieselbe Kategorie terroristischer Vereinigungen wie die ISIS, der KKK, oder die palästinensische BDS. Weil die programmatischen Aussagen der ACLU verstoßen gegen etliche Punkte von dem, was dieses Gesetz als "Anti-Christlich" definiert.

Anti-Christlichkeit” ist "eine Art der Beurteilung von Christen, welche man als Haß gegenüber Christen auslegen könnte." Das geschieht durch Akte wie:
  • Der Aufruf zu, die Beihilfe zu, oder die Rechtfertigung von Gewalt gegenüber Christen
  • Die Verbreitung von Mythen über eine katholisch-vatikanische Weltverschwörung, oder daß Christen die Medien, die Wirtschaft, die Regierung oder andere Institutionen kontrollieren
  • Die pauschale Beschuldigung von Christen, für wirkliche oder fiktive falsche Handlungen durch einzelne Christen, christliche Gruppen, oder den Vatikanstaat, oder für solche Taten durch Nicht-Christen verantwortlich zu sein
  • Die Beschuldigung von Christen, die Auferstehung erfunden zu haben oder deren Bedeutung zu übertreiben
  • Die Beschuldigung jüdischer Bürger oder Länder (außer Israel selbst), gegenüber Israel loyaler zu sein als gegenüber ihren eigenen Nationen
  • Die Dämonisierung, die Behauptung einer Doppelmoral oder das Absprechen des Existenzrechts gegenüber dem Staat Israel
  • Die Beschuldigung von Katholiken in Ländern außer dem Vatikan Staat, dem Vatikan gegenüber loyaler zu sein als gegenüber ihrer eigenen Nation.
  • Die Dämonisierung oder die Behauptung einer Doppelmoral oder das Absprechen des Existenzrechts gegenüber der Heiligen Römischen Kirche
Als ein Reporter der Richard Dawkins Stiftung für Vernunft und Wissenschaft anfrug, ob nicht der Beschluß so eines Gesetzes Nahrung für Verschwörungstheorien wäre, daß die Regierung damit den Einfluß von Religion auf die Amerikaner stärken wolle, nannte ihn Gouverneur DiSantis einen "Anti-Christen."

Kurz darauf meldete sich aber auch ein Sprecher der ADL, und wies den Senat von Florida darauf hin, daß die Bestrafung des Bestreitens der Auferstehung Christi ein Akt des Anti-Semitismus wäre, weil doch alle Juden dessen Auferstehung bestreiten. Daraufhin nannte ein Sprecher des Senats den Sprecher des ADL einen "Anti-Christen."

Wie man hört, schreibt Briggs weiter, überlegt derzeit der Senat von Florida, auch "Hate Speech"-Gesetze gegen Muslime, Feministen, Veganer und Briefmarkensammler zu erlassen.


P. S. Man muß es für uns Deutsche und Österreicher fast dazusagen, denn uns sind ja die Dinge aus der Presse nicht so bekannt wie Briggs: Nur ein einziger Satz, ja ein einziges Wort in diesem Artikel beschreibt (sic!) etwas, das NICHT genau so vorgefallen ist bzw. den Tatsachen entspricht. Kleiner Hinweis: Es befindet sich am ganz ganz unteren Ende.




Dienstag, 30. Oktober 2018

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (4)

Teil 4)



Ab Minute 21 geht E. Michael Jones auf die Verwirrungen ein, die Freudianische Psychologie angerichtet hat. Deren Weg von zahllosen jüdischen Proponenten gekennzeichnet ist. Einer davon war Eric Ericson (originaler Name: Salomon), dessen "Stufenlehre" als Merkmal der Persönlichkeitsentwicklung weithin akzeptiert wurde. Wo sich auf "Stufe 6" am Weg zu geistiger Gesundheit auch sexuelle Aktivität gesellt. Es ist einfach eine Behauptung, die sich auf ein evolutionäres Menschenbild stützt, das keinen Geist und keine Freiheit (nur Willkür) kennt. Die natürlich nur im Geist möglich ist. 

Ist die menschliche Psyche (Seele) an den Leib gebunden, weil einfach dessen Auswuchs (epiphänomenal, also nur ein anders erscheinendes, im Grunde aber materielles, mechanistisches Phänomen von Gehirnmasse als Nervenzentrum, samt dessen Synapsen), dann ist das menschliche Denken ebenfalls an einen Verstand gebunden, der rein als Bedürfnisbefriedigung aus dem Überlebenstrieb heraus gesehen wird. Einen tieferen Sinn für Selbstbeherrschung und Selbstbesitz - Freiheit als Freiheit sich zu sich zu verhalten, also nach Vernunft zu entscheiden - gibt es dann nicht. Und Kultur, Familie, Staat, ja Ordnung überhaupt wird zur Zwangsanstalt, die nur den Sinn hat, kein Chaos unter den Menschen in ihrem Kampf um Bedürfnisbefriedigung ausbrechen zu lassen. Jede geordnete soziale Struktur ist dann nur eine pragmatische, an sich aber sinnlose Organisationsform, die die Menschen deshalb wählen, weil sie das Überleben besser sichert als das Alleinsein. Der prinzipielle Antrieb aller menschlichen Aktivitäten aber ist der Trieb, also der "Wille des Fleisches", denn der Mensch "ist ja nicht mehr".

Diese als wissenschaftlich höchst erfolgreich kolportierten Thesen haben sich leider auch in der Kirche und speziell in der Priesterausbildung verbreitet. Gerade dort haben sie den Hauptgegner - im Zölibat (bzw. in der Keuschheit). Das nach dieser Vorstellung der durch Triebentwicklung gesteuerten Stufenentwicklung (mit "Stufe 8" als "Stufe reifer Erwachsenheit") natürlich nicht nur sinnlos wird, sondern den jungen Mann (bzw. den Menschen) sogar auf einer unterentwickelten, unreifen Stufe festhält. Gerade in der derzeitigen Mißbrauchskrise gibt es deshalb nicht wenige die behaupten, daß das Zölibat "Schuld" an der unreifen Sexualität der Priester habe und Mißbrauch geradezu unausweichlich mache. Denn außer Triebunterdrückung gibt es ja kein Mittel, um die sexuelle Betätigung in Zaum zu halten. Aber jede Triebunterdrückung drängt zur Explosion, zumal in einer Autoritätsstellung. 

Nun kann man sagen: Bitte, weil ein Jude diese Thesen (die sich entsprechend publizistisch gefördert rasant ausbreiteten) aufgestellt und verkündet hat, kann man daraus doch nicht schließen, daß "die Juden" letztlich sogar verantwortlich für die Mißbrauchskrise sein sollen? Moment, meint Jones, so einfach ist das nicht. Denn es ist unbestritten, daß die Juden die Psychologie (vor allem in der Psychoanalyse) der letzten hundert Jahre dominieren. Mehr noch: Psychiatrie und Psychoanalyse sind eine Form jüdischen, revolutionären Denkens. Wir haben es hier also von der ganzen Art des Denkens und der Weltsicht mit einer "jüdischen Wissenschaft" zu tun. 

Und hier beginnt die Grundsituation des Judentums zu wirken. Das in der Situation steht, sich gegen das Sein (durch die Ermordung von Jesus Christus) und damit gegen Gott gestellt zu haben und in dieser Haltung verharrt. Damit ist es ein aufzeigbarer (und das haben auch, ja vor allem viele jüdische Schriftsteller und Denker getan) Impuls, eine gewissermaßen ontologische Geneigtheit, faktisch unterstützt durch die historisch bedingte Diaspora, die die Juden überall als Minderheit fand, die sich gegen eine Mehrheitsgesellschaft behaupten mußte. Die noch dazu und immer identisch mit Ordnung ist. Der Feind ist also die bestehende Ordnung, das gibt dem Judentum immer einen revolutionären Charakter. So wurden Juden überall und in jedem Volk als Feinde der Ordnung angesehen, und so wurde ihr Verhalten geprägt. 

Das sich in der Psychoanalyse genau dieser Motivik bedient. Denn die Psychoanalyse Freuds (als erster, der sie "erfand") zielt auf eine Auflösung der Gestalt ab. Und löst die Psyche und deren Bewegungen in neue Grundkonstellationen auf. Eben in Evolution, in einen Kampf aller gegen alle, statt wie die vormalige Psychologie als ontologische Situation des Menschen (mit einer Geist-Seele) vor dem Sein, vor Gott. Wahrheit wird damit relativ und zu einer bloßen "Absicht", zur Triebbefriedigung zu gelangen, die sich in der menschlichen Psyche ihre oft sehr verschlungenen Wege und vor allem Umwege sucht, um - gegen die herrschende Moralordnung als Waffe der Unterdrückung der Mehrheit und Macht - zum Ziel zu gelangen.

Nun ist das zwar in einem Funken wahr, vor allem dort, wo der Mensch mangels Wahrheit und damit Geist unfrei ist, weil dcr Mensch sich selbst sein bester Lügner ist. Aber es läßt die letzthinnigen Seelenkräfte und -bestrebungen nicht mehr begreifen. Stattdessen wird eine neue Weltsicht implementiert, wie der Fisch seinen Köder am Angelhaken schluckt, die den Menschen immer unverständlicher macht, einerseits, und ihm andererseits ein völlig neues Grundschema seines Denkens einpflanzt. Das ihn nicht mehr in die Lage versetzt, Sein und Welt und Ordnung zu begreifen. 

Die solcherart geprägten Sichtweisen sind vielmehr einem Korsett vergleichbar, das dem Menschen angezogen wird, in dem ein durch immer weiter notwendige Sophisterei (also Rhetorik in ihrer schlechtesten weil rein pragmatisch-relativen Variante) gebildete eigene Wirklichkeit "tragend" wird. Und die gesamte Weltsicht nach und nach verdunkelt weil die Wirklichkeit, das Begegnende falsch, in Wahrheit sogar denunziatorisch interpretiert. Denunziatorisch, weil es allem Begegnenden selbst wieder reine Triebbefriedigungsabsicht unterstellt, dem anderen also jede Freiheit und jeden Geist abspricht. Damit muß jede soziale Ordnung, jede Kultur mit der Zeit zerfallen, weil sie nicht mehr in der Lage ist, sich schöpferisch zu gestalten - ohne Wahrheit, ohne Sein, in (solipsistischer) Täuschung zerfällt alles. Wirklichkeitsgerechtes Handeln und Verhalten wird rein zufällig. 

Weshalb die bekanntesten jüdischen Psychoanalytiker - oder solche, die damit umgehen, wie Woody Allen - in Zynismus und andauernde Ironie fallen, weil die Welt definitiv sinnlos wird. Und wenn es einen Grundzug an Amerikanern heute gibt, dann ist es ja auch der: Sie sind in einem Maß selbst-/ironisch bis zynisch, daß es gar nicht mehr möglich ist, mit ihnen ernsthaft zu reden. Denn wird die Ironie/der Zynismus zur Grundhaltung, dann löst sich alles auf, das ist ja das Wesen der Ironie. Und erklärt, warum sie manchmal auch tatsächlich sinnvoll und befreiend ist, also dem Denken "frische Luft zufächelt". Aber eben deshalb, WEIL sie auflösend wirkt. Anders, als der Humor oder gar die Heiterkeit, die das Leben, die Welt als Spiel betrachten, in dem man zwar die Regel strikt befolgen muß, aber sich selbst und seine Absichten nicht so wichtig nimmt.


Morgen Teil 5) 





*101018*

Montag, 27. Februar 2017

Zum Geist aufgestiegen

Es ist ein vielschichteres Spiel mit der Ironie als man erste meinen könnte. Und umso amüsanter die klassisch-antike Pose am Schluß, nachdem der junge Mann das Primitive des Abklatschens, diesen barbarischen Akt der Vergemeinung mit dem Zeitgeist verweigert hat, der man in einem Fortspielen der netten Ironie tiefgründigen, philosophischen Sinn einschreiben könnte, weil es der Aussage der Werbung "nicht stärker, aber wacher" folgt. Immerhin ist er selbst vom plumpen Aufreißer in den Geist aufgestiegen, der nun ungeniert den Tussies seinen Allerwertesten auf die unprätentiöseste Art präsentiert. 

Denn Geist IST Wachheit, und dort ist der Mensch tatsächlich Mensch. Gut gemacht auch als ultimativer Schuß ins Ironische schon deshalb, weil natürlich jeder weiß, das Lidl als Diskonter alles andere als Kultur des Geistes vertritt. Wir wollen die daraus folgenden Implikationen am Rosenmontag einfach nachsehen.









*220217*

Montag, 31. Oktober 2016

Das mußte hierher

Manchmal weiß man wirklich nicht mehr, was man zu diesem Papst noch sagen soll .... OnePeterFive bringt folgende Meldung, und reagiert mit ebensolchem sprachlosem Kopfschütteln, denn als Selbstironie war es offenbar nicht gemeint.

"In einer fast 40 Minuten langen vorbereiteten Rede warnte Papst Franziskus Neubischöfe davor, ihr Amt für persönliche Zwecke zu mißbrauchen und nicht dazu, die Liebe, Treue und Heiligkeit Gottes weiterzugeben.

Die Welt hat mitreißende, aber verlogene Redner, hat mit Verlaub Bischöfe und Priester satt, die dem Zeitgeist nachlaufen. Die Menschen riechen sie heraus - sie haben den Geruchssinn Gottes - und sie laufen davon, wenn sie merken, daß sie es mit Narzissen, Manipulatoren, Vertretern der nur eigenen Sache und Marktschreiern eigener Kreuzzüge der Eitelkeit zu tun haben, sagte der Papst."









*180916*

Mittwoch, 10. August 2016

Es wäre eine ziemliche Ironie

Wie man liest, war der von Muslimen während eines Gottesdienstes bzw. in Unterbrechung dieses geköpfte französische Priester P. Jacques Hamel seit Jahrzehnten ein eifriger Verfechter des Leitsatzes, daß Muslime unsere Brüder seien. Ja mehr noch, er stellte ihnen einen Teil des Grundstückes, auf dem die Kirche, der spätere Ort seines Todes, stand, zur Verfügung, auf daß sie darauf eine Moschee errichten sollten. Katholiken, Meßbesucher berichten, daß fortan der Gang zur Kirche ein Spießrutenlauf für sie wurde. 

Ob da nicht einfach ein Mann eine Dummheit weil furchtbare Fehleinschätzung, ja sogar dem Irrtum des Relativismus anhing, der sich furchtbar rächte?  Relativismus ist nämlich ganz sicher nicht jene Liebe, als die er gerne tituliert wird. Man kann nur ein Etwas lieben. Wo die Grenzen eines Etwas aber verschwimmen, löst sich das Etwas auf - und damit die Liebe.

Nicht alles, wo Blut durch Muslime fließt, muß auch Martyrium sein. Dummheit ist keine Grundlage für Martyrium. Dann hätten wir aus diesem Fall etwas ganz anders zu lernen. Und wir müßten es lernen. Das wäre dann das Zeichen Gottes. Denn da muß man dem Papst schon recht geben: Nicht jeder, der alahu akbar ruft, ist ein Religionstäter. Und nicht jeder, der seinen Messerstreichen erliegt und getauft ist, ein katholischer Märtyrer.

Aber den Fall kennt der VdZ nicht wirklich. Er konnotiert wieder einmal nur.





*070816*

Freitag, 12. Juli 2013

Über Verbindendes und Gleiches (2)

Teil 2) Die Antwort, die vielleicht denn doch ironisch wurde,




Geschätzte, gnädige Frau V! 

Der Verfasser dieser Zielen dankt für Ihre Mitwirkung an einer interessanten Gestaltung dieses Blog. Und Ihr Beitrag fügt sich ohne Zweifel in sein Spektrum.

Gewiß, die Ähnlichkeit - weniger in der Physiognomie, auch nicht in der Auffassung des Zölibats, mehr in der, naja, wie soll man sagen: praktischen Lebensart und -auffassung? - ist tatsächlich verblüffend. Selbst auch das Alter stimmt überein. Und Argentinien liegt ja nur durch den Rio della Plata von Uruguay getrennt, auch das stimmt. Wobei: der ist in der Mündung dutzende Kilometer breit, Sie wissen das? 

Ja, und auch das stimmt - in etwa diesen Gebieten fand für 260 Jahre dieses Heilige Experiment der Jesuiten statt, KEIN kommunistisches Konzept allerdings, als das es häufig mißverstanden wurde, hier wurde es ja etwas vorgestellt.

Ja, und auch das ist richtig, der Mann hat sicher keine Berührungsscheu vor einfachsten menschen, und herzt ganz gewiß jedes Kindchen, das ihm über den Weg läuft. Das tut ja mittlerweile sogar der Pfarrer jener Pfarre, in die der Verfasser dieser Zeilen sonntags zu gehen pflegt, die Liebe bricht einfach überall aus, wie eine Seuche. Jaaa, und auch das stimmt - beliebt ist der mann ganz sicher, auch darin eine Parallele.

Ja, und auch das ist richtig, gnädige Frau, er sagt teils wörtlich dasselbe, wie es uns aus dem Munde des Heiligen Vaters in Rom zu Ohren kam.

Wobei der Autor dennoch davon ausgeht, geschätzte Leserin V, daß ihre Hinweise keineswegs von jener Ironie getragen werden, die man ihnen beimessen könnte? Denn immerhin: der Mann - der Präsident, nicht der Papst - ist doch Kommunist? Haben Sie das überlesen? Oder war der Hinweis auf den Jesuitenstaat (Jesuit, nun dämmert es dem Autor!) schon darauf ...? Aber die haben doch vorgezeigt, daß Christianisierung (im Neusprech: Neuevangelisierung) auf der Kultur, ja ist sogar Eigentum, ist Persönlichkeit, und Persönlichkeit ist wie Kultur pure Formpräsenz, aufbaut, ja nur darauf aufbauend überhaupt möglich ist?!

Wie? Sie meinen daß das doch offensichtlich egal sei? Oder daß man zumindest auf den Schluß kommen könnte? Daß es gar nicht so auf das Sein, sondern auf das ... also ... SSSSein, so irgendwie jedenfalls ... na jedenfalls auf die Liebe ankommt, vor allem aber aufs Verhalten? Wie verhält man sich ohne Form, werte V?

Gnädige Frau, das ist denn also doch zuviel. Oder meinen Sie wirklich? Immerhin, "gut seiende Menschen" hat der Verfasser dieser Zeilen gleichfalls eher unter "Linken" gefunden, die bemühen sich oft deutlich mehr als die Katholiken, die oft so eine seltsame Lässigkeit an den Tag legen, als würden sie sich um ihr Heil gar nicht kümmern, als hätten sie es ja schon. Während die Formlosen sich mehr mühen müssen, weil ja quasi von ihrer Liebe quasi nie etwas stehen bleibt.

Ach so, Sie meinen ...? Dann hat der Verfasser dieser Zielen es vielleicht überhaupt mißverstanden? Dann heißt es vielleicht gar nicht "Erlösung DES  Fleisches", mit postmortaler Paradieskomponente, sondern "Erlösung VOM Fleisch", und dann funktioniert es schon hier und jetzt (Kommunisten haben ja kein "später" das Paradies betreffend, das dürfte ein so ziemlich wahrer Satz sein)?

Wollen die also beide, tun sie also beide nicht das Gleiche? Worin unterscheiden sie sich überhaupt? Nicht einmal im Brustkreuz, wenn man es genau nimmt. Sie verwenden sogar die selben Worte, reden vom Frieden, und il presidente Mujica wird das eine oder andere mal auch schon jemanden diabolo genannt haben, und die Zuhörer werden begeistert geraunt haben: endlich einer, der mutig die Wahrheit spricht. Da ist ihm papa Francisco also sicher auch nicht voraus.

Der Verfasser muß Ihnen beipflichten - verblüffend. Wollen also Kommunisten udn Christen eigentlich das Gleiche? (Gut, ja, das mit den Gulags ist blöd, aber es war halt ein Betriebsunfall, obwohl: die Kirche hatte ja auch einmal Scheiterhaufen und Kreuzzüge und Probleme mit Astronomen, also "wos feuilt's (fehlt es) do, do feuilt's genau nix", wie man im Mostviertel sagt?)

Dann wäre diese Moral aber ja überhaupt äußerst ... modern, sagt man so? Gewissermaßen von zeitlosem chique. Zeitlosigkeit, auf die wir uns ja hinentwickelt haben oder hinentwickeln wollen, selbst da stimmen beide überein. Und Zeitlosigkeit heißt nun einmal nicht sinnenfällig, also gestaltlos.

Und man sieht es ja überall und allerorten. Selbst in Schauspielerkreisen wird seit je geherzt und gebußt, daß es eine Freude ist. Und Geld haben sie auch nicht. Dann wäre ja überhaupt vielleicht die ganze (halbe) Welt schon erlöst, wir begreifen es nur noch nicht, weil sich Gestalt ja global zur Funktion er-, nein: auflöst, und je mehr sie sich er-, nein: auflöst, desto mehr wird querfeldein geherzt und gebusst und aufs Outfit geschi... also: wenig Wert gelegt, und vor allem: geliked und gefriendet? Vielleicht wäre dann überhaupt das Internet DIE Erlösung, als Lösung des lästigen Fleischproblems, mit dem jeder zu tun hat?

Pardon, nun muß der Autor gestehen, daß er sich nun denn doch sicher ist, daß gnä' Frau (Csokolom, übrigens! Sehen Sie? Wirkt schon, auch der Verfasser vergißt bereits die Form) - daß Gnä' Frau also Ihr Brieflein mit einer gehörigen Portion Sarkasmus aufgefaßt hat. Denn im Nachdenken Ihrer geneigten Gedanken ist dem Autor ebendieses Gefühl aufgestiegen. Aber vor jener Bitterkeit sollten wir uns doch - beide, bitte - hüten? Versuchen wir es doch wenigstens!?

Mit den allerliebsten Grüßen und Wünschen, 
auch an den Herrn Gemahl, 

verbleibt Ihr

Verfasser dieser Zeilen








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Donnerstag, 11. Juli 2013

Über Verbindendes und Gleiches (1)

Den Hinweis zu diesem Bericht, der sich in der Presse vor einiger Zeit fand, verdankt der gewohnheitsmäßige Verfasser dieser Zielen der (sie sie schreibt: gleichfalls gewohnheitsmäßigen) Lesern V. Und er dankt dafür, denn es ist tatsächlich interessant, was da unter "Der bescheidenste Präsident der Welt" zu lesen steht.

Der Mann, über den da berichtet wird, ist nämlich tatsächlich gewählter Präsident des südamerikanischen Uruguay. Sie wissen schon, mit der Hauptstadt Montevideo, zu Weltruhm durch die so wunderbare Verfilmung der Geschichte mit dem Haus, sei es mit dem unvergeßlichen Curt Goetz, sei es mit dem nicht weniger vergessenen Heinz Rühmann.

Aber man schweift ab.

Nun, so steht da also:

Es war ein Linienflug der TACA Airlines Anfang des Jahres nach Caracas. Kurz vor der Landung kam Nervosität bei der Besatzung auf, man hatte offenbar einen Funkspruch vom Tower empfangen. Die Chefstewardess fragte einen groß gewachsenen, blauäugigen Mann: „Sind Sie der Präsident?“ Während der Befragte staunend verneinte, meldete sich ein kleiner, älterer Herr, der während des Flugs in der Economy Class gesessen hatte. Mit ruhiger Stimme sagte er: „Ich bin der Präsident.“

José Mujica, das Staatsoberhaupt Uruguays, ist mit 78 Jahren der älteste Präsident Amerikas – und der bescheidenste der Welt. 2010 ließ er die luxuriöse Präsidentensommervilla im exklusiven Badeort Punta del Este versteigern, um den Erlös in den Sozialwohnbau zu stecken. Ein Opel Corsa genügt ihm als Dienstwagen. Von seinem monatlichen Gehalt von 260.259 uruguayischen Pesos, etwa 10.400 Euro, zweigt er 90 Prozent für karitative Fonds und Nichtregierungsorganisationen ab. 800 Euro behält er.

Compagnero Jose Mujica, il presidente - Photo Die Presse
Wenn er Interviews gibt, lädt er die Journalisten gern zu sich nach Hause ein, in den Kleinbauernhof am Stadtrand von Montevideo. Das BBC-Team war erstaunt darüber, dass auf dem Zufahrtsweg nur ein einzelner Polizist Wache stand. Als der Staatschef in Gummistiefeln und in Begleitung seiner dreibeinigen Hündin Manuela die Gäste empfing, trocknete auf einer Leine die Wäsche des Präsidenten und seiner Ehefrau, der Senatorin Lucia Topolánsky. Das Wohnhaus des Anwesens, in dem die beiden bis heute Gemüse und Blumen anbauen, besteht aus einer Küche und drei kleinen Räumen.

Mujica spricht von seiner Frau mit der Terminologie des bewaffneten Kampfes als „compañera“. Beide waren in den 1960er-Jahren Anführer der Guerillagruppe Tupamaros, heute gehören sie zur Spitze der „Breiten Front“, einer Großen Koalition aus Linksparteien.

Ein ganzer Kontinent nennt ihn nur Pepe, so die Kurzform für José. Er sagt, dass seine Amtszeit nur eine kurze Phase seiner lebenslangen Passion sein wird. „Die Politik werde ich nur mit den Füßen voran verlassen.“ Dabei hat Mujica das Ziel seines politischen Lebens nie verändert: Er will sein Land gerechter hinterlassen, sein Streben galt von Anfang an der Beseitigung der Armut.

Unter dem Eindruck der kubanischen Revolution radikalisierte er sich und schloss sich den Tupamaros an, jenen Guerillas, die sich die deutsche Baader-Meinhof-Gruppe zum Vorbild erkoren hatten. Schon vor Beginn der Militärdiktatur 1973 kam Mujica in Haft, zweimal gelang ihm der Ausbruch aus dem Gefängnis. Elf seiner 15 Haftjahre verbrachte Mujica in Einzelhaft.

„Die Jahre in Einsamkeit waren jene, die mich wahrscheinlich am stärksten geprägt haben“, sagt Mujica. Sieben Jahre lang durfte er kein einziges Buch lesen. Ich musste alles immer wieder neu denken, um nicht wahnsinnig zu werden.“ Resultat dieser Reflexionen war es, dem Materiellen ebenso abzuschwören wie dem bewaffneten Kampf. Nach seiner Freilassung schloss sich Mujica der „Breiten Front“ an.

[...] Er bekenne, dass er das Fehlen von persönlichen Besitztümern als Freiheit empfinde. Wer ständig vor dem Verlust seines Vermögens Angst habe, sei eigentlich nur unfrei. „Ich muss mich nicht als Präsident verkleiden. Ich bin, wer ich bin.“

Zitat Ende

Ob ich denn nicht auch meine, schreibt Leserin V alsdann dazu, daß das doch ein wunderbarer Kandidat für das Papstamt wäre? 




Teil 2 morgen) Die Antwort, die vielleicht denn doch ironisch wurde





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Freitag, 8. März 2013

Das können sie, die Amis

Der erfolgreichste Studienabbrecher der modernen Wirtschaftsgeschichte in einer launigen Rede anläßlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde von Harvard. "I told You that one day I will come back to graduate." Und liefert seine Legitimation nach: er ist ein guter Mensch geworden. Neuerdings ist er sogar für eine Finanztransaktionssteuer. Man muß die Bösen an der Gurgel packen.







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Dienstag, 10. Mai 2011

Verteidigung der Frau

Wenn das deutsche Sprichwort sage, daß "kein Kammerdiener seinen Herrn als Held sehe", schreibt H. L. Mencken in "Zur Verteidigung der Frau" (1917), so stimme das einfach nicht. Erstens insinnuiere es, daß ein Mann überhaupt für jemanden ein Held zu sein vermöge, und zweitens, sei der Kammerdiener viel zu beschränkt, um seinen Herren zu durchschauen. Oder habe man je einen Diener gesehen, der seinen Herren NICHT beneide? Der nicht selber sein Herr sein wolle?

H. L. Mancken (1880-1956)
Wie anders verhalte es sich doch bei den Ehefrauen. Die würden sich niemals mit solchen Albernheiten abgeben. Gewiß, sie beneideten die Männer um ihre Ehren und Stellungen, um ihre Vorrechte und Empfindungen, auch um die Bewegungsfreiheit und die undurchdringliche Selbstgefälligkeit, sein rustikales Behagen an kleinen Lastern, und seine Fähigkeit, das häßliche Gesicht der Wirklichkeit mit dem Mantel der Romantik zu verhüllen, ja schließlich sogar um seine Unschuld und Naivität.

Aber keine Frau, die den Mann um seine schäbige und lächerliche Seele beneide. Keine, die die Männer nicht zutiefst durchschaue und deshalb verachte, deren Haltung dem Manne gegenüber nicht von mehr oder weniger feiner Ironie gekennzeichnet sei. Ja, schreibt Mancken, diese Haltung zeichnet sich sogar in der Literatur ab. Nicht eine Heldenfigur in von Frauen verfaßter Literatur, die kein Tölpel ist.

Sodaß es völlig auf der Hand liegt: Kein Mann, der seine soziale Stellung verdient. Wo ihm doch jede Frau unendlich überlegen ist.

Deshalb brauche eine Frau einen männlichen Einschlag, weil sie sonst reine Zynikerin wird, und gar nicht in der Lage ist, das was sie erreichen will erst einmal nur zu träumen. Während der Mann einen weiblichen Einschlag braucht, um nicht in die Verblödung, unrettbare Naivität oder Verlorenheit in seine Phantasie abzugleiten, so wie Bankdirektoren, Theologen oder Herrenreiter.

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Donnerstag, 3. Februar 2011

Voller Esprit

Phantastisch gemacht - Selbstironie, die auf vermeintlicher Selbsttäuschung beruht, und am Schluß gerade deshalb mit der Botschaft auftaucht.


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Dienstag, 4. Januar 2011

Normalität

Es gibt nur eine gewisse Schnittmenge, innerhalb deren Verhalten erwartet werden kann. Je nach sozialer Gruppe. Gut, wenn man aber noch über sich lachen kann.

Mittwoch, 17. November 2010

Schräger Humor

Werbung eines Bestattungsunternehmens.


Gesehen bei thisisnthappiness

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Samstag, 9. Oktober 2010

Erlaubte Ironie

Es gibt sie, Produkte, wo der Schwanz mit dem Hund wedelt. Aber gibt es das wirklich: attitudelessness? Jede Eigenschaft weist immerhin auf die Qualität (als: Bestimmbarkeit, Definiertheit) ihres Trägers hin.
 

*091010*

Dienstag, 5. Oktober 2010

Donnerstag, 29. Mai 2008

Ironie ist christlich

Ironie ist eine wahrhaft christliche Haltung - sie ist die Antwort auf die Bergpredigt: wenn Dich jemand zwingen will, einen Schritt mit ihm zu machen, geh den ganzen Weg mit. Sie braucht die völlige Sicherheit, daß es nicht simple historische Worte sind, die die Welt tragen, sondern daß die Welt auf Gottes Getriebe aufruht, auf dem Getriebe des Seins, und daß der Schein zum Spiel der Welt dazugehört, nicht mehr: daß man ihn aber nicht fürchten muß. Sie lebt wesentlich aus der Hoffnung auf eine letzthinnige Gerechtigkeit, die historische Faktizität weit übertrifft und eines Tages einzig ausschlaggebend wird.

Aus dieser Furchtlosigkeit, aus diesem Wissen, daß diese Welt vergänglich und kein Wunschkonzert, kein Paradies (weil: noch nicht am Ziel) ist, daß das Kreuz zu ihr untrennbar dazugehört, entsteht die Freigemutheit, der Welt ihren Lauf, dem Narren sein Spiel zu lassen.

Hat die Ironie diese Sicherheit nicht, wird sie entweder Zynismus (der fehlend moniert, was man selbst vorenthält) oder bitterer Sarkasmus - als einer verzweifelten Wahrheit.



 *290508*