Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
Es wird offenbar, daß der Kapitalismus auf totalitäre Herrschaft letztlich des Einen, also auf den Kommunismus hinausläuft. Jener Form, die nicht mehr den Krieg der eien Hlfte gegen die andere betreibt, sondern die Zwangsherrschaft des Einen gegen alle übrigen.
Das hat fast 200 Jahre gedauert. Mal sehen wie lange es dauert, bis die Menschen begreifen, daß der LIberalismus nur die taktische Waffe des Kapitalisus ist. Denn es ging und geht in Wahrheit nie ums "Geld".
Weil Geld lediglich ein Mittel ist, das den Grad des Wirkens im Rahmen des Sozialen ist, also um Macht.
Deren größte Konzentration in einer Stellung "wie Gott" - "eritis sicut Deus" - besteht.
Nicht einmal die Reichsten der Reichen ."haben" deshalb so viel Geld, wie es dargestellt wird, und sie streben es auch gar nicht an, nicht als Selbstzweck. Sondern nur als Mittel der Machtausübung, das sich in dem Moment, in dem die Gesellschaft den Glauben daran verliert, in Nichts auflöst. Wenn es nicht durch eine andere Macht, die in der Zeit, in der alle an das Geld glauben, aufgebaut wurde, gehalten wird. Wenn also die Teilhabe am Sozialen, das die Grundlage der Existenz jedes Einzelnen ist, von den Einen bestimmbar wird.
Es gibt deshalb auch keinen Reichen, der nicht begonnen hat, sein eigentliches Strerben zu offenbaren: Als Streben nach den geistigen Gütern der Menschheit, nach Religion, nach Wissen, um DIESE, um den GEIST zu besitzen und durch Teilnahme an ihm die Welt so effektiv wie nur möglich zu bestimmen. Und DAMIT die Eigenstellung zu erhöhen.
Es ist die Mafia, die eine Demokratie etabliert wissen will, die die Macht dem Mächtigen sichert, weil der die Macht hat, den Ohnmächtigen zu beherrschen. Niemand kann das verhindern, keine punktuelle Einschränkung, keine Regulierung, nichts.
NUR EINE ASOLUTE INSTITUTION KANN DAS
Und diese Institution ist niemand anders als die Kirche.
Keine andere Institution könnte das. Keine menschliche Institution kann das. Weil kein rein menschliches Denken in der Lage ist, die Welt zu ordnen. Ohne Präsenz der Transzendenz - und ohne deren institutionalisierte, im Recht verbriefte Autorität - wird die Welt und jeder Gesellschaft der Welt 8nweigerlich eine Beute der Gewalt. Und ihr Geist zerfällt ins Bodenlose und ins Chaos.
Zum Wesen der Verschränkung. Nobelpreisträger Zeilinger als Widerlegung der Schul- und Bildungstheorien.- Die Verschränkung von Teilchen spielt sich also ontologich in einer Hierarchie ab , deren Ausgangspunkt der Ort ist - das "Sein als Photon" (z. B.) Von diesem Wesen ausgehend, das aber keine "Zeit" hat (die tritt erst mit dem Weltwerden hinzu, also "nach" dem Verschränktsein), sind die als verschränkt auftretenden (Photonen-)Teilchen analog.
Aber nicht wie Synchronschwimmer, die ZUSAMMEN EIN Muster bilden, und daran mit je gleichen Bewegungen teilnehmen, sondern als Einzelschwimmer, die jedes für sich das Ganze des Beziehungsumfassenden - die Ordnung, der alle Teilchen gleich gehorchen - darstellen. Und die mit dem Eintreten in die Zeit (die Phtonen bewegen sich) in je einen je neue Beziehungsordnung eintreten, mit der sie interagieren.
Das dürfte der Grund sein, daß sie bisher einzige "Verwendung" für "Krypto-Informtion" tauglich ist. Weil nur der Empfänger alleien durch sein Empfangen, bei dem er an einen Ort mit dem einlangenden Photon tritt, damit auch den Schlüssel hat, unter dem er die einlangende Information deuten, als Informaton die Informaiton selbst erkennen kann.
Wenn man begreift, daß WESEN eines Dings nie isoliert zu denken ist, sondern immer AN EINEM ORT, dann erweitert sich das 'Begreifen aller Dinge zu einem DING IN EINEM BEZIEHUNGSNETZ. Aus dem es nie herauszureißen ist, sondern auf den es immer bezhogen bleibt.
Damit wird auch verstehbar, daß alle Dinge AN DIESEM ORT (der nicht irdisch reduktiv als "Ort" gedacht werden darf, sondern als Metapher für das Zusammensein jedes Dings mit anderen an einem Seinspunkt, einem Knotenpunkt von Bezogenheiten, die jedem Ding WESENHAFT anhaften, also auchnicht abzustreifen sind, was immer ein Mensch tut. )
Flugsand und Perspektiven.Die Volksstimme. - Diese seinerzeitige Wochenzeitung der Kommunisten Österreichs (ich hatte sie jahrelang abonniert, ah, jetzt weiß ich es wieder, eine Bestellkarte, die mit besonders günstigen Studenten-Abos warb, war den Unterlagen beigelegen, die ich bei der Immatrikulation in Graz erhalten hatte) war ja billig gewesen. So wie alles billig war, was in deren Verlag entstanden ist nur das Parteiorgan der Kommunisten. (Siehe Anmerkung**)
Woher auch immer, ob aus Wien, Moskau, Berlin, Bucuresti oder Budapest, Druckwerke dieser Provenienz waren untereinander absolut ähnlich. Sie rochen sogar gleich. Wie meine Marx-Lenin-Übersichtswerke, die stehen noch heute in meiner Bibliothek (und riechen noch immer stark, wenn man sie aufschlägt). Sie sind aber wenig wert, wie ich oft genug gesehen habe, daß allen diesen Ausgaben oft die interessantesten Stellen und Schriften ... fehlen.
Jedenfalls leistete sich dieses Druckwerk einer Wochenzeitung mit dem Selbstverständnis eines Parteiorgans mit einer "verkauften" Auflage von 4.000 oder 5.000 Exemplaren (Mitgliedschaft in der KPÖ schloß ein Abonnement im Jahresbeitrag mit ein) den unfaßbaren Luxus, über dessen Sinn scheinbar niemand auf konservativer Seite nachdachte, dutzende Ausbildungsstätten für Journalisten zu bieten. Vor zwanzig, dreißig Jahren gab eine Untersuchung.
[Man erzählt sich von] allen wahrhaft großen Menschen, daß sie mehr Typen als Individuen gewesen seien.
(Richard von Schaukal, Erkenntnisse und Betrachtungen)
Persönlichkeit entfaltet sich in dem Maß, als der Mensch sich auf einen Ort hin überschreitet. Nicht im "Selbst sein wollen" liegt also die Größe, sondern in der Bereitschaft zu empfangen, dessen, was immer da kommt, indem man sich an eine Aufgabe, an eine Identität, an eine (immer erhaltene, einem übergebene) Position in der Welt hingibt.
***
Im Magna-Autozulieferteilebau-Werk in Graz, der Hauptstadt der Steiermark (eine Fabrik, die übrigens auch und im Auftrag von Mercedes, BMW etc. jährlich zehntausende Autos baut, das aber nicht an die große Glocke hängt, um die Automobilfirmen/-marken, ihre Kunden am Teilemarkt, nicht zu vergraulen), in diesem Werk also wurden ab Ende September die Werkskantinen für alle Ungeimpften gesperrt. Während die Firma nichts dagegen hat, daß am Fließband Geimpfte und Ungeimpfte nebeneinander stehen, miteinander arbeiten, wird beim Essen diskriminiert. Eine eigene Kantine für Ungeimpfte gibt es natürlich nicht.
Wohlgemerkt: Wir reden hier von GESUNDEN. Die behandelt werden, als hätten sie eine Seuche. Während die Geimpften doch aus einem Grund geimpft worden sind, den man "Immunität" nennt. Wie sie bei Genesenen besteht.
Nachdem es also nicht um Gesundheitsaspekte gehen kann, denn dann dürfte man die Gesunden überhaupt nicht mehr beschäftigen, stellt sich die Frage, was damit bewirkt werden soll. Und wer soll nun wen noch anstecken? Oder handelt Magna einfach bewundernswert klug, weil die Gesunden vor der Infektion durch die Geimpften geschützt werden?
Auch möglich. Aber einen merkwürdigen Umstand sollte man denn doch beseitigen. Den, daß so getan wird, als hätten Gesunde einen Mangel! Indem man sie zu UN-....(irgendwas) macht. Dabei sind SIE DIEJENIGEN DIE KEINEN MANGEL HABEN, und darin jedem Geimpften völlig überlegen.
Wir leben aber überhaupt in einer Zeit, in der das Normale zum Mangel wird. Und sich alle möglichen Parteiungen und Bewegungen die größte Mühe geben, Rezepte zu verbreiten, mit denen das Normale, das Gesunde zu einem Ungesunden und Unnormalen wird.
KEINES DIESER REZEPTE ABER, DAS NICHT SELBST ES IST, DAS KRANK UND ABNORMAL MACHT.
Am Zenit einer Kultur, wenn sie dem Paradies am nächsten ist, und das Leben der Menschen am meisten dem Traum gleicht, beginnen die Türen zur Zukunft sich auf die Rückseite zu wenden. Und die Erbsünde drängt nach vorne, das Scheiden von Gut und Böse.
Weil aber der Mensch mit seinem Verstand niemals das Unendliche des Wissens Gottes, das in allem west und webt, erfassen kann, weil er nur in zwei Dimensionen denken kann, sodaß seinen Gedanken immer das fehlt, was sie zum schöpferischen Wort machen würde, verfehlen seine Urteile das Wesen der Entscheidungen, die sie treffen wollen oder sogar müssen.
Müssen, weil die Kultur nun beginnt, ihre Selbstverständlichkeiten zu verlieren, in denen das geborgen war, das die Welt zu tragen vermag und den Lebensvollzug der Menschen in jedem Fall zum Guten formt. Weil das Umgebende für den Menschen auch ihn trägt - nicht "ist", aber als Zubehör wie ein Eigentum zu sehen ist, mit dem er verbunden ist: Beziehung aus seinem Ort also, an dem er steht, in den er geboren wird. Beziehung, die die dingliche Welt im eigentlichsten Dasein materialisiert.
Je mehr Apokalypse desto mehr Spenden. Die Masche der Gauner war nie eine Masche der Kirche.- Was John Henry Westen da macht und betreibt, verbindet ihn aber nicht nur mit Steve Skojec, der darauf sogar eine Existenzform für seine zehn-, nun elfköpfige Familie gemacht hat. Sondern wie die Pilze schießen in letzter Zeit die Medienplattformen aus dem Erdboden. Die alle eines wollen: Unser Geld.
Und die alle mit derselben Masche arbeiten, die ich hier offen als Gaunermasche bezeichne: Je mehr Apokalypse desto mehr Spenden. Das hat vor den Kirchentüren und am Marktplatz funktioniert, am besten gefördert von einem amputierten Bein, das neben der Spendenbüchse liegt, und es funktioniert scheinbar jetzt. Zumindest glauben auffallend viele daran, daß das ein Geschäftsmodell sei. (Was ich für einen Irrtum halte, das nur nebenbei.)
Ich bin der Papst. Ich. Der nicht. Zumindest bis ich ausgebrannt bin. Das Übergreifende diesmal? Ein Streit innerhalb der Narzißmusfamilie. Und deshalb ziemlich zeittypisch. - Da schreit jedoch ein John Henry Westen die nächste Schlagzeile in die Welt. Diesmal ist Franziskus schon "apokalyptisch" häretisch. Warum? Ja, und das sollte der Leser nachschlagen, es ist online: Weil er angeblich für homosexuelle Partnerschaften Partei ergriffen habe.
QR LifeSiteNews
Seltsam, ich kann diese Passagen nicht finden, die apokalyptisch häretische Aussagen sein sollen. Im Gegenteil, erscheint mir die Erzählung von franziskoiden Plaudereien im Flugzeug am Rückflug von einer nächsten Pastoralvisite die Schilderung eines Menschen, der versucht, diesen Eiertanz zu vollführen zu plaudern ohne Häresien zu verbreiten, zu denen ihn die weltliche Presse pausenlos verführen will (und der Argentinier latscht in seiner ungebrochenen Eitelkeit auch tatsächlich wieder und wieder drauf).
Es ist nichts Häretisches erkennbar, wenn der Papst sagt, daß homosexuelle Partnerschaften vom Staat geregelt sind. Sodaß jeder, der seinen Lebenspartner absichern, versichern, und was auch immer will, das mit den geltenden Gesetzen tun kann. Nur eines - und das sagt er immerhin und explizit - kann sowas nie sein: Eine sakramentale Ehe!
Ja was soll er sonst sagen? Alles - und den Eindruck, daß Leute wie Westen, ja ganze kirchliche Gruppierungen das vom Papst verlangen, muß man haben - zurecht rücken, was seit Jahrzehnten auf der Erde überhaupt schiefläuft?
Mal wieder ein paar kirchliche(re) Geschichten gefällig? Ein paar verfolge ich ja noch, die meisten lohnen ja nicht, sodaß ich mehr und mehr meine Tagesroutinen geändert und vieles rausgeschmissen habe. So wie OnePeterFive.
QR Skojec unterwegs
Deren Gründer, Steve Skojec, in einer an Panik erinnernden Reaktion deren Chefsessel verlassen hat. Er mußte sich wieder einmal neu erfinden. Sodaß er nun samt seinen acht Kindern, Frau und Großpapa quer durch die USA zu rasen, und an der anderen Seite einen neuen Lebensmittelpunkt zu suchen. Interessant, was er so berichtet. Nicht WEIL es interessant wäre, sondern als Fallbeispiel, im Text hinter dem Text, in den Zeilen zwischen den Zeilen.
Man kann durchaus mehr darin sehen, wenn er schreibt, daß die Kinder das erneute Wegziehen (diesmal aus Arizona) bedauern. Sie müssen ihre Freunde und die vertrauten Wege und Lebensvollzüge verlassen, um völlig neu anzufangen. Interessant deshalb, weil es offenbar nur der Vater, Steve Skojec ist, der die ständig (hitze-)braune Umgebung zu hassen begonnen hat, und nie dort Wurzeln fassen konnte. Nicht in der Kirchengemeinde (die fünfzig Kilometer entfernt ist, denn die normale Pfarre reichte ihm nicht, es mußte eine liturgische Alte Messe-Gemeinde der Petrusbrüder sein, mit deren Priester er sich aber zerstritten hat.
Wie kann man sich das Schöpferische vorstellen? Wie das Entstehen von Neuem, zuvor nicht Dagewesenem, das nun in die Welt kommt, einerseits leiblich, anderseits nur geistig als Wirklichkeit. (Denn nicht alles Wirkliche, also in und auf die Welt wirkende, bewegende, hat einen Leib. Aber das Leibliche, das Fleisch - siehe Christus, der Sohn Gottes - ist der Dreh- und Angelpunkt.)
Am besten geeignet scheint die stärkste Analogie, die wir haben, und die jeder sogar erlebt hat, und das ist die leibliche, die "sexuelle" Vereinigung von zwei Menschen. Die sich einander zusprechen (es braucht das Ja, was soll man da herumreden!? Sogar das Gesetzbuch kennt die Situation eines fehlenden Ja, und nennt es Vergewaltigung, oder nennt es bei einem aus irgendeinem Grund ungültigen Ja Mißbrauch, Nötigung etc.
Aber war nicht im Anfang genau das: Das Wort? - Damit schließt sich diese furchtbare Lücke zwischen Rationalität und Vernunft, zwischen Ethik und Metaphysik, zwischen Welt und Gott (ohne in Pantheismus zu fallen) und zwischen menschlichem Erkennen und Denken. Diese Gegensätze sind jedoch nicht "eins", sondern sie sind einfach unzureichende Kategorien, mit denen das Ganze (erfolglos) einzufangen versucht wurde. Das eben nur als "Ort" zu denken ist, in und aus dem sich Wesen ergibt.
Ein Ding (ein Seiendes, egal welches) ist somit nicht "für sich" zu denken, alleinstehend, als wäre es alleine im Raum, im Kosmos stehend. So kann es nie gedacht werden, so bleiben nur die oben erwähnten, aber völlig unzureichenden Antinomien. Die man durch Streit auszugleichen versucht hat, was ja überhaupt nicht geht. Ohne daß es deshalb "nicht erkennbar" wäre! Aber es ist es nicht.
Auf Funktionen zu gehen läuft genau im Gegensinn zur wirklichen Verfaßtheit der Welt. In der ein Sein stabil und auf "ewig" angelegt ist. Sodaß ein Ding, eine Maschine, nicht wegen einer temporären Funktion gewollt wird, sondern weil das Ding - nicht die Funktion! - zu meinem Lebensbereich gehört. Sodaß sich auch die Funktion nach der Potenz ausrichtet, in der ich für das Sein des Dings in meinem Hause sorgen kann.
Hier geht es aber um einen zweiten Sinn des Wortes "leisten". Nicht nur als Leistungsfähigkeit im Sinne von Talent oder Fähigkeit. Sondern im Sinne von "sich kaufen können", "sich beschaffen können", dafür sorgen zu können, daß mir etwas nach Lust und Laune zur Verfügung steht.
enn ein Leben ist nicht in Teile zerlegbar, sondern immer ein ganzheitliches Geschehen, in dem eine Person an einem Ort steht, an dem es seinen Kampf zu kämpfen hat. Und was ein Mensch wie verarbeitet, auch - ja, auch das! - er an Hilfen braucht (meinetwegen Alkohol, meinetwegen eine gewisse Ungezügeltheit in Ableitungsmitteln die der Zigarette, oder wer wollte bewerten, wie viele Leben nur dadurch nicht zusammengebrochen sind, weil sie sich am Gut einer hervorragend zubereiteten, hochwertigen Speise gestützt haben.
Was also ist hier das Archetyp, das sich zeigt, das sich rührt, das sich in die Welt hebt und gehoben wird? Das sich über alle Ebenen, durch alle Lebens- und Weltbereiche zieht?
Wieviel Genie in solch einer gesellschaftlichen, kulturellen Stimmung verloren ging ist kaum ermeßbar. Und es sind NICHT die Begabtesten, die ein Land verlassen, wie es so gerne heißt. Ich glaube nicht an einen "braindrain". Das Einzige, was ich an diesen Auswanderern bedauere, ist, daß sie tief undankbar sind, und ihr Herkunftsvolk brutal ausgenützt haben und ausnützen. Sodaß sie sogar ihre Eltern an den Schulden zahlen lassen, die ihr Leben bisher aufgeworfen hat.
enn jeder Mensch hat zwei Phasen, in denen er auf andere angewiesen, also in einer bilanziellen Schuld steht. Das ist die Phase des Kindes bis zum Erwachsenenalter, und das ist die Phase des Alters. Wo selbst jene, von denen man sagt, daß sie "vorgesorgt hätten", doch in Wahrheit ihr "Kapital" nur deshalb "arbeiten" lassen können, WEIL ES IHRE KINDER ERARBEITEN. Zinsen, Renditen müssen nämlich erarbeitet werden.
uch das ist ein Archetyp - das Schöne, Begabte, Gute, Hehre verringert sich, weil das Untere, Häßliche, Unbegabte sonst in Neid ihre Nachberangtheit nicht erträgt. Es hat Mitleid, jeder Begabte kennt das, und jeder Begabte weiß darum wie es ist, in einer Gesellschaft zu leben, die Tag für Tag unter der Tatsache zu leiden hat, nicht dieselbe Höhe der Weltbewältigung zu haben.
us Mitleid, aus höchster Höflichkeit und Benehmenskraft verringert sich also das Hohe. Um dem weniger Hohen ein leichteres Existieren zu ermöglichen. Geschrieben während ich eine Diskussion über Covid19 höre, in der einer der Diskutanten etwas in seiner Klarheit fast Schneidendes spricht: Wir stehen bei Covid vor der Tatsache, daß ausgerechnet der, der gesund ist, der kräftig ist, der sein Leben in aller Weite leben möchte und kann, der auch keiner Gefährdung unterliegt.
Wenn wir aber sagen, daß alles in einem Wort gründet, so muß noch mehr gesagt werden (und wir haben die Ableitung hier bereits einmal unternommen), daß dieses Wort ein Name ist. Der Name für jene Person, die dieser Name ist, sodaß die Teilhabe an diesem Namen auch die Teilhabe an der Person selbst bedeutet. Wenn es denn in der rechten Haltung geschieht, ungeschuldet und nur im Bitten und Flehen. Nicht als Herrschaft, also keineswegs als Namensmagie. Wie die Kabbalah (glaubt man Gustav Meyrink in seinem "Golem") es technisiert zum Weltenschlüssel in der Sprechformel machen möchte.
Sagen wir nicht "Im Namen des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes", weil wir eine Handlung als von diesen kommend bezeichnen? Sodaß in dieser gesagten Teilhabe eine ganz reale stattfindet, und nur im Sagen dieses "im Namen"?
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Aber nun wird der Weg kurz, von dem aus diese Teilhabe an dem einen, alles begründenden und tragenden, im Sein erhaltenden Namen auch in einem anderen Punkte zur Weltensäule wird. Denn in der Öffnung, die dem Herzen eigen wird, wenn es in dieser rechten Haltung actu wird, öffnet sich das Tor der Welt hin zum Göttlichen. Das aus dem Universalen, das dem Namen Jesu so eigen ist, daß beides in eins fällt, und nur ihm.
Und zwar vorstellbar wie Abspaltungen, wo aus einem riesigen Pool von Möglichkeiten an Menschen alle Menschen hervorgehen. Wo somit aus dem Namen, in dem alle Namen enthalten sein müssen, alle Namen hervorgehen, in denen sich eine Seele zum Menschsein konzentriert.
Ob nun im Johannes oder Agnes oder Herbert, ob in Birger oder Michael oder Dragobert, sind die Namen die Pflanzschalen, in denen sich ein Allgemeines zu einem Spezifischen, ein Universales zu einem begrenzt Individuellen, auf einen bestimmten Ort konzentrierten Individuum - denn es ist der Ort, der individualisiert! es ist der Ort, der somit das ist, wodurch etwas und jemand "wird" - konstituiert. Konstituiert durch die Selbsttranszendierung. Und die ist ein Selbstüberschreiten auf ein Bild hin, auf eine Person hin, die der "Ur-Birger,", der "Ur-Sebastian", der "Ur-Johannes" war.
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Jeder später Kommende, dessen Teil als Ablaufmenetekel der Welt, in dem das Grundgesetz der Thermodynamik in einer eigenen Charakteristik erkennbar wird: Als Weg vom Allgemeinen zum je Spezielleren, das zugleich aber auch das Ärmere ist. Bis sich das Geflecht der Menschen so stark ausdifferenziert hat, bis auf dem schmalen Ort, an dem er zu stehen kommt, eines Tages gar kein Platz mehr ist, auf dem noch ein Mensch zu stehen kommt. Spätestens dann ist er da, der Tag des Endes, der Tag der Abrechnung, der Tag an dem die Welt aufhört.
Aber jeder dieser Kurt und Fritz und Gerlinde und Rattaboimine, jeder ist nur ein später Folgender dieses einen Ur-Fritz und -Gustav. Und er ist überhaupt nur er selbst, wenn er sich als Repräsentant dieser einen Art Mensch zu sein begreift. Dessen Individualität nicht darin besteht, daß er eine andere Kappe oder ein anderes Wamst oder ein anderes Güpfelchen am Schnubbel trägt, sondern daß er eine andere Art der Repräsentanz hat.
Die sich freiich im Rahmen der Grundgesetztheiten des Gustav-Seins bewegen muß, die aber dadurch "eigen", "individuell" ist, und NUR dadurch, das sie an diesem Ur-Gustave teilhat. In der rechten Haltung. Sonst fällt er ins Nichts. Nicht ganz, aber graduell, und mehr oder weniger, und irgendwann zu viel. Dann ist er tot. Und dann ist er vergessen.
So existiert nur, was im kleinen Plätzchen, dem Ort als Wesenskomposit, als Einzelnes einem großen oder riesigen Allgemeinen zugehört, in dem der kleine Name am äußersten Vorposten der Fronten und Begegnungen am großen ganzen Namen teilhat. Und diesem Namen alle Ehre verschaffen will, wie aus dieser Ehre selber lebt und den ihm gehörigen Grad der Autorität hat, weil ein Name auch eine bestimmte Position impliziert.
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So wie wir "Cappi" zum Orangensaft, "Keli" zur Limonade, Cola zum (egal welchem) Schwarzgebräu sagen, "Flotte Lotte" zum Passiergestell, und "Rüstiger Hansganz" zum Sauschlägel, die alle einmal und zum ersten Male unter diesem Ur-Namen an unsere Ohren gedrungen sind. Sodaß fortan im Namen eine Gattung des Existierens die Weltbühne betreten hat. Und alles Dingelchen, das fortan die Nutzanwendung fortführt, die nun im Weltengefüge ihren Platz, Anspruch und Pflicht weil Erwartungshaltung in so unzähligen anderen erweckt hat - denn eine Nachtbar ohne Cola ist nicht mehr möglich, die Nachtbar ist darauf ausgerichtet.
Ein Caesar ist ein Kaiser, eine Art, ein Ding, das einer Person entstammt. Ein Name wurde zum Ding, zum Titel! Mit dem sich mancher gerne schmückt, und noch mancherer alles daran setzt, daß ihm dieser Titel zugesprochen würde. Von jemandem, der diesen Namen in der Hand hält, um ihn vergeben zu dürfen. Dessen eigene Position in der Welt sich sogar (mit) daraus ableitet, daß er diesen Kaiser/Caesar zu vergeben, jemandem auf den Kopf zu drücken hat. Auf daß dieser unter dem höchlichsten Hut verschwinde, der Kaiser/Caesar ihn absorbiert.
Was sich im großen Weltenspiel so nachvollziehbar abrollt, hat dort nur seine große Musterrolle für jeden Einzelnen. Nur die Ebene ist anders. Die Art ist dieselbe. Und der Schweizer (der Melkknecht) ist nicht weniger KaiserSchweizer, wie der DreiPhasenhobler der KaiserDreiPhasenhobler, und wie der KonnotationenAmbrosius ein KaiserKonnotationenAmbrosius ist.
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Haben wir es denn heute aber anders? Sollten wir uns nicht (wenigstens hier) jeden Jammerton ausnahmsweisig versagen? Nennen wir unsere Kinder nicht nach Vorbildern, an denen wir Eigenschaften bewundern, die wir selber gerne hätten? Oder wir, indem wir sie in unserem Nachwuchs (endlich) finden? Hat sich also in der Teilhabe an den Eigenschaften eines Ur-... durch und mit der Namensgebung je etwas geändert?
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DAS ist der Grund, warum wir als alte Katholen, die wir nun mal sind, nicht den Geburtstag feiern, wie es die Heiden tun und getan haben, und damit die Welt und die leiblicher Abstammung hochpriesen als wäre sie der Umstand, daß es von diesem oder jenen in die Welt gebumst wurde auch ist, was ein Ding zu einem Ding macht, nein: Ein Ding wird zu einem Ding, weil es seinem Begriffe zustrebt, und ein Heinrich ist ein Heinrich, weil er seinem Väteli und Müateli ein herzlich Pfiatgott jodelt, wenn er aufbricht, um dem ersten Heinrich der Weltgeschichte zu- und nachzustreben.
Sodaß dieser Heinrich der Stammvater einer ganzen Pyramide, ja eines Pyramidengebäumsels wurde, das er stolz dereinst vor den himmlischen Vater trägt, der sie dann an den großen großen Knopf, diesen einen Namen anhängt, an dem alle Pyramiden hängen, große, kleine, alle, sodaß am Beginn wie Schlußstein der Kathedrale der Schöpfung auch hoffentlich ein kleines Ambrosius "sein-wollen" hängt. Siehst Du's nicht, werter Leser?
Es ist das Thema des Films "Der eiserne Weg", und es ist das Thema des Jahrhunderts, ja der Knackpunkt unserer Kultur. Jene Weggabelung, an der sie falsch abbog. Und sich nunmehr auf den Bau von Hochhäusern und Wolkenkratzern, deren Spitzen allesamt in den Nebeln und Wolken verschwinden, verlegte. Es war nicht die Technik, die einbrach, das wird falsch gesehen, denn Technik würde nicht einbrechen, wenn sie nicht für jenen oder diesen Nutzen hätte. Dabei muß zwischen jenen unterschieden werden, die sie einsetzen, und jenen, die davon profitieren. Die das zumindest meinen.
Wobei sie nicht bemerken, daß sie immer zwischen zwei Fällen unterscheiden: Im einen geht es um den Zuerwerb einer Erleichterung, in der ihr Leben fortan verlaufen könne. Im anderen um den Verzicht auf jene Lebensmomente, die mit dem längeren Weg der weniger perfektionierten Technik verbunden waren.
Aber es gibt noch einen Punkt, und der erscheint überhaupt als der Wichtigste. Mit der Technik ist ein Welterleben verbunden, das die Welt selbst beherrschbar macht. Was keineswegs heißt "begreifbarer", nein, nur: Beherrschbarer. Man schneidet aus der Welt ein Bündel Zusammenhänge von Ursache und Wirkung heraus, und erzeugt das, was mit dieser kleinen oder großen Maschine (je nach Ausschnitt) eben beherrscht und hergestellt werden kann.
Im erwähnten Film geht es um diese Fragen. Die im 19. Jahrhundert sämtliche Menschen der abendländischen Kultur erfaßten. Daß sie mit den Antworten auf diese Fragen auch so grundsätzliche Weichen stellten ist den allerwenigsten klar gewesen. AM meisten noch den Besitzern und Betreibern der Maschinen, die sich in progressivem Tempo ausbreiteten, und einen Lebensbereich nach dem anderen herausrissen, umfaßten, beherrschten, und so die Lebensweise selbst umgestalteten.
Aber eben nicht nur in technischen Abläufen. Sondern in der Wahl von Wirklichkeiten. Denn nach und nach entstand so allgemein die Vorstellung einer Welt, die bis ins letzte zu erfassen, und bis ins letzte zu beherrschen ist. Aus einer Welt, die uns gegeben und zur Verwendung wie Verwaltung überantwortet ist, deren wahres Wesen aber so umfassend ist, daß es dem Menschen niemals gehören kann, stattdessen nur einem gehört, dem Urheber aller Dinge, dem Urheber und Betreiber der Welt selbst - Gott, wurde eine Welt, der das alltägliche Erfahren eine ganz andere Wirklichkeit zusprach: Die der menschlichen Herkunft und Herrschaft, damit Machbarkeit.
Der Mensch des 20. Jahrhunderts war somit ein Mensch, der meinte, alles sei machbar und ihm zu eigen. Damit wuchs seine Verantwortung, und damit die Notwendigkeit, seine Herrschaft auszuüben. Das vergangene Jahrhundert war somit folgerichtig gekennzeichnet von Ideen, die die Beherrschung der Erde (mit der Tendenz, darüber hinaus und in den Kosmos auszugreifen) zum Programm machten. Das nennt man nun Ideologien. Also die von einer Idee ausgehende, von dieser Idee und Logik beherrschte Grammatik der Welt. Der naheliegendste Zielpunkt dabei war der Mensch, die Kultur, die Gesellschaft.
Alles das hatte man - selbst aufs Spiel gesetzt, selbst in die Gottesprobe geworfen (und kein Gott griff scheinbar ein, um das Riskierte zu retten) - zerfallen erlebt. In vielen Kriegen, mit einem durch die Technik der Waffen eskalierenden Maß an Leid und Blut.
Die destillatorische Reduktion der Frage nach dem Warum
Das ist der innerste Kern von Faschismus und Kommunismus und wie die -ismen alle heißen, es ist der innerste Kern aber auch der Vorstellung von Problemen der Welt und deren physischer Verfaßtheit. Und auf letztere wollen wir den Blick lenken.
Denn mit der Technik entstand eine Vorstellung einer Welt, die so ganz anders war - und man konnte das ja scheinbar beobachten: Funktionierte Technik nicht? Konnte man mit ihr nicht die Lebenswirklichkeit in einer Totalitarität umgreifen, die nicht mehr zu überbieten scheint? Sagte uns die Psychologie nicht, daß es auch im Innenleben des Menschen, im "Geistigen", gar keine Transzendenz gab, sondern daß alles "weltintern erklärbar" war?
Was keinem auffiel war, daß die Frage nach dem Warum auf eine Weise reduziert wurde, die das Warum überhaupt aufgab. Sondern sich mit einer Erklärung über die technischen Abläufe zufrieden gab. Die aber gar kein Warum erklären weil enthalten! Warum ein Schotterberg verschwindet ist nicht damit erklärt, daß ihn ein Bagger verschaufelt und auf Lastwagen verladen hat. Sondern weil ein menschlicher Wille, also ein "rein geistig Ding", es so angeordnet und bewirkt hat.
In "Der eiserne Weg" wird deshalb Einiges recht gut sichtbar. Auch wenn die Position der Filmmacher recht klar ist. Mit diesem Film ist sogar eine Ära gekennzeichnet, die in jenen Jahren begann, und uns heute voll umfangen hält: Eine andere Behandlung der Frage nach dem Warum. Deren Beantwortung gar keine Antwort mehr isset, sondern die Antwort einfach weiterschiebt, und immer weiter, bis sie im Nebel des Hochhauses verschwindet und der Frager hoffentlich sein Interesse verliert.
Der VdZ hat eine diesbezügliche Stelle daraus markiert, auch wenn es deren einige gäbe. Es ist eine fünf Minuten dauernde Sequenz, die ab der 47ten Minute des Videos beginnt. Da wird ein Baum gefällt, und stützt auf einen Arbeiter, einen Bauern.*
Was wird dort sichtbar?
Da sagt der eine, der schon zuvor durch frommes Verhalten aufgefallen, daß dieser Unfall ein Zeichen Gottes sei. Das wischt der andere, der moderneren Sinnes ist (was er im Film auch beweist, ja, womit er die erzählte Geschichte überhaupt an sich reißt) glatt vom Tisch. Es sei kein Zeichen Gottes gewesen. "Es war ein Baum."
Und er hält sich dabei natürlich für überlegen weil gescheiter als dieses dumme Bauernpack, das sowieso nicht begreife, was da rundherum vor sich gehe. Und daß die Macher des Filmes auch dieser Auffassung sind ist kaum zu übersehen. Es ist der Grundtenor des Filmes, der da auch zeigen möchte, daß man sich nicht angemessen behaupten könne, wenn man nicht diese technische Ursache-Wirkungs-Ebene sehe und heranziehe. Denn nur dort sei auch um eine gerechtere, also schönere Welt zu kämpfen.
Ist das so? Was ist da passiert? Es wird einfach eine reduzierte Welt herangezogen. Die Vorgänge werden aus einem breiten, ja so umfassenden Wirklichkeitsfeld, daß es für den Menschen in der Unzugänglichkeit des Wissens und Vorsehens und Willens Gottes ausläuft, herausgefischt und für sich gestellt. Wie Figuren in einem Tischtheater steht nun eine völlig andere Welt vor einem. Eine, die an der Haut der Menschen, an den Mauern des Hauses, an den Zäunen der Welt, der auf technische Vorgänge und Verhältnisse reduzierte, endet.
Die selbst natürlich nur Interpretation sind, was im 20. Jahrhundert schließlich denn doch aufgefallen ist, sodaß sich - unter der Prämisse strikten Transzendenzverbotes - die Welt überhaupt aufzulösen begann, das Denken als Unzulänglich für die Welt und die Welt somit unerkennbar und unverstehbar ist. Alles Denken, alles Sprechen (aber natürlich auch alles Religiosieren) ist somit ein mit mildem, nachsichtigem Lächeln zu versehendes Spielfeld der Dummen, Minderbemittelten.
Über die die Schichte der Klugen, der Wissenden steht, die ihr Geheimnis, daß es gar keine Welt gibt, schließlich sogar für sich behält. Höchstens in den Zirkeln und Salons der Eingeweihten diskutiert, und mit einigen Flaschen Toskaner Rotweines, über dessen Finessen zu unterhalten weit ertragreicher ist als die Diskussion über Sein und Welt, hinunterspült.
Das alles, weil die Frage nach dem Warum nur bis zu einer Grenze zulässig ist, die sich dort befindet, wo das Warum begänne: Bei der Frage nach jenem Weltgesamten, wo es erst wirklich Antworten gäbe.
Sodaß der einfache Bauer, der im Film recht simpel und beschränkt rüberkommt, weit mehr Recht hat als der kluge Nachbar. Weil der nach einem Warum sucht, und ein DARUM kennt. Über das nachzudenken sich erst lohnen würde, weil es wirklich die Welt erklärt. Als so umfängliches Wirkliches, daß es in Gebet und demütig-dankbarer Beziehungsgestaltung viel treffsicherer zu adressieren ist als jede Wissenschaft es vermöchte. Denn die Welt ist im Sinn geborgen. Und sie ist aus Sinn entstanden.
Aber was für einen Sinn hätte ein technischer Ablauf - als sich selbst? Wäre das nicht nur eines: Eine sinnlose Welt? Aber warum lebt der Mensch dann noch? Und warum gibt es ihn überhaupt? Aus technischen Ablaufgründen? Das, bitte schön, ist aber keine Antwort auf die alles entscheidende Frage, die nach dem WARUM. Und in dieser Welt und Wirklichkeit wird plötzlich alles neu begreifbar. Weil in einer Welt des Sinnes tatsächlich alles ein Zeichen ist. Alles.
Auch ein Baum, der auf einen Bauern stürzt. Er wird nun wirklich zu einem Zeichen, zu einer Antwort der Wirklichkeit, ohne daß behauptet wird, daß diese Antwort immer leicht zu entziffern ist. Aber unter der Prämisse einer sinnvollen Welt erst wird diese Welt sichtbar, und erst dann begreifbar.
In einer Fülle und in einem Reichtum, der dem plumpen Sack, der sich aufs Fressen, Saufen und Huren beschränkt, weil ihm nichts sonst als seichte, auf die körperlich-sinnliche Ebene beschränkte Freuden an dieser Welt bleiben, die in Wahrheit das Auspressen einer trockenen Zitrone sind. Denn nur im Sinn, nur im Logos - der objektiv der Welt untergelegt ist, der sie formt, der sie trägt - wird auch Freude zuteil. Eine Freude, die jedes Huren um Dimensionen übersteigt.
Wer aber so denkt, reißt der Welt einen Teil heraus, und wundert sich dann nicht nur, daß das Teilegescheppere in der Hand so leblos ist, sondern wirft mit diesem auch die Welt selbst fort. Und genau das ist im 19. Jahrhundert nicht nur passiert, sondern genau das ist es, was hinter dem aufkommenden Ideenstreit steht.
In dem immer nur persönliche, beschränkte Interessen streiten, und zwar auf BEIDEN Seiten: Der der rücksichtslosen Gier (=Kapitalismus), und der des neiderfüllten Lasters (=Sozialismus), also der selben (!) sittenlosen Gier des Mächtigeren, der mächtig wurde, weil er besser wußte, wie er seine Selbstsucht durchsetzen konnte. Sodaß alles Fragen nach dem Warum nur noch in der Frage endete - und das ist tatsächlich passiert, in so einer Welt leben wir heute tatsächlich - warum man diese Mechanismen, diese Technik der Weltausquetschung, nicht selber besser in die Hände bekam, und wie man das erreichen könnte.
Sie beide benützen dieselbe Technik: Die der Leidvermeidung, aus Angst vor dem Schmerz und dem Tod, inmitten einer zum Guckkasten reduzierten, aber sinnlosen Welt. Hinter beiden Seiten also steht eine Entscheidung zur Sinnlosigkeit, die die Frage nach dem Warum gar nicht beantworten will, sondern sie nur benützt, um das Erkennen des Logos der Welt zu verhindern.
Sodaß die Frage noch einmal zu stellen wäre: Warum, bitte schön, soll man durch das Herausgreifen beschränkter Abläufe (in einer ebenso begrenzten, ja willkürlich begrenzten Welt, sodaß die Naturwissenschaften nur noch ein Streit um die willkürliche Antwort auf die Frage ist, wo man diese Grenzen denn setzen solle) die Frage nach dem Warum nicht mehr stellen? Denn es fällt nicht ein Baum. Es geschieht ein Vorgang in der unendlichen und unendlich reichen Wirklichkeit, der - ob so oder so - ein Zeichen ist, das sichtbar wurde.
*Bauern sind das erste, kaum wirklich distinkte, definierte Reservoir der arbeitenden Schichten eines Volkes, in denen aber alles Ausdifferenzierte enthalten ist. Die Bauernschaft ist somit die Grundmenge eines Volkes, dessen dritte Schichte, aus der sich im 19. Jahrhundert als erste das Proletariat herausdestilliert hat. Denn die Reduzierung der (freien) Bauern war der Zerstörung deren Lebensgrundlagen geschuldet, und brachte die Notwendigkeit mit sich, an Orte zu gehen, an denen sie überleben konnten. Das waren meist die Städte, als die Orte, an denen es Arbeitgeber - die Industrie - gab.
Bauern bilden somit (sogar als Allgemeinbegriff zulässig) die breite Basis der Pyramide eines gesellschaftlichen Organismus, deren nach oben folgende Schichten als nächste die des Kriegers und Soldaten kennt, und oben von der Kaste der Adeligen, Geistlichen, Künstler, Philosophen und Lehrer kennt, die im Gipfel in das Transzendente eintaucht: In die Nebel, die das verbindende Moment von menschlicher Gesellschaft und Gott im König umfängt.
Teil 4) Und nun, angetan mit einer neuen Brille, ausgestattet mit einer neuen Funzel, die das Dunkel erhellen möge - wie nimmt der Leser nun diesen Film auf?
Gewissermaßen zur Abrundung, aber auch ein wenig zur Überprüfung dieser neuen Art, die gesamte Sache "Corona-Krise" zu sehen, möge der Leser ausprobieren, wie dieser Film auf ihn wirkt. Wie er ihn und was er sieht. Er stammt aus der Schweiz, und gehört mit zum Besten, was der VdZ bislang zum Thema gesehen hat. Und ist ein ganz respektabler Dokumentationsfilm, der viele Fragen aufwirft. Vielleicht können wir nun gemeinsam ein paar Antworten finden.
*Wenn sich in einzelnen Ländern SEHR WOHL eine Übersterblichkeit feststellen läßt (u. a. Spanien, Frankreich, England), so drängt sich der Verdacht auf, daß dies mit der aggressiven medizinischen Herangehensweise an die "Bekämpfung der Erkrankung" zu tun hat. Und daß das passiert ist, ist kaum abzuleugnen. Es ist passiert, weil es nicht zuletzt von jener Panik angetrieben und initiiert war, die Politik, Lobbyisten, Interessensgruppen und Medien inszeniert haben, und mit der alle Verantwortlichen, also auch die Medizin, unter enormen Handlungsdruck gesetzt wurden.
Aber es hat mehr Antriebskräfte gegeben, und der VdZ meint: Ganz am Anfang. Denn er ist sicher, daß im Fall, daß diese alle nicht reagiert hätten, genug Kräfte am Werk gewesen wären - unter Umständen dieselben, die nun kritisieren, wer weiß ... - die massives Versagen zu orten meinten, weil die "verheerenden Wirkungen des Corona-Virus" vertuscht worden waren. Samt Behandlungsfehlern. Ist es da wirklich verwunderlich, daß man "die sichere Seite" - also das aggressive Handeln - gewählt hat?
Was wiederum manche sehr nützlich fanden ...³ Aus vielen großen, zahllosen kleinen Quellen faßte sich, durch immense Inkompetenz sachlicher wie charakterlich-menschlicher Art gesteuert und von Ebene zu Ebene der Dynamik gehoben, alles zu einem großen, riesigen Strom zusammen, einer Corona-Pandemie.
Dahinter steht aber hier kein großer, einheitlicher Plan. Sondern eine gewisse Koordiniertheit, die eher eine Koinzidenz ist, zeigt sich, und zeigt sich schlicht und ergreifend auch hier als typische "Strategie und Taktik" (als Eigenart) in den Mechanismen eines letztlich vom Bösen angeheizten, von zahllosen Widersprüchen bezeichneten Chaos. Dem nun zu seinem weiteren Betrieb nützt, daß hier wie anderswo die dafür Verantwortlichen alles tun und vor allem tun werden, um Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten zu verschleiern. Sofern sie sie überhaupt erkennen können.
Man kann sich die Auslösung einer Corona-Pandemie als tödliche Gefahr, die jede politische Maßnahme rechtfertigt, wie jenen Moment vorstellen, zu dem man ein aus zahllosen, zuletzt dichtest gesetzten Sprengkörpern über Jahre und Jahrzehnte gezielt wie zufällig vorbereitetes Minenfeld vorstellen. Alle für sich "rational" und "begründet", meist ohne viel Aufhebens und Druck gesetzt, sehr oft aber auch durch Nachlässigkeit und Zulassung der Feldeigentümer. Bis zu dem Augenblick, bis eine Initialzündung gesetzt wurde.
Eine Mine nach der anderen ging nun hoch, immer schneller, und teilweise bald gleichzeitig, ausgelöst durch die Explosionen im nächsten Umfeld, mit dem man eben die engste Beziehung hatte. Die meisten für sich genommen klein, oder nicht so groß, wie z. B. daß Krankenhäuser erhöhte Entschädigungen der Versicherungssysteme erhielten, sobald jemand Pandemie- und Corona-Opfer "war".
Unbewußt aber werden sie alle, die da involviert waren, und das reicht in bestimmter Weise bis zu jener Hälfte der Bevölkerung, die dieser Panik (auch das oft genug durch Schuldverstrickung und fragwürdigen Motiven) angehangen sind, von diffuser oder erkannter Schuld angetrieben. Und Schuld ist der größte Antrieb des bewußten, positiven Willens. (Insofern ist die in Vorbereitung befindliche Klage des Dr. Fuellmich sehr spannend, weil sie sachlich den einzig richtigen Ansatz verfolgt und auf Schuldfragen abzielt.)
Was meint aber der Leser was passieren würde, wenn solche Behandlungsfehler aufkommen? Was meint der Leser, wie es den Verantwortlichen und Funktionären im kommunistischen China, in Wuhan, in der ganzen Provinz gegangen ist, als irgendjemand auf die Idee kam, es könnte - könnte! - sich hier eine nächste Pandemie entwickeln? Ist eine größere Erschütterung des Gesamtsystems, das so etwas möglich macht, denkbar?
Und ist es da nicht viel einfacher, ja sogar bald "der geringere Schaden", eine alles niederstampfende Pandemie auszurufen und darauf zu beharren? Unsere Systeme, die sämtlich auf der vorgeblichen Rationalität der Aufklärung beruhen, würden total zusammenbrechen, es gäbe nichts mehr für die Bürger, worauf sie noch vertrauen und das mit dem herkömmlichen liberal-demokratischen System identifizierbar ist.
Das eine interne Logik entwickelt hatte, aus der kein Entkommen mehr möglich war, und wo nur noch die Wahl zwischen diesem oder jenem Desaster bestand und besteht.
Mit der spezifischen Rolle der Medien, die schon Tocqueville vor zweihundert Jahren als in dieser westlichen (in den USA erstmals aufgestellten) Form der Demokratie entscheidende Kraft erkannte. Was meint der Leser in diesem Fall, wie die Medien reagiert hätten?
Hätten die nicht etwa eine Beschwichtigung durch Politiker, Funktionäre, Mediziner, es handele sich lediglich um eine in großem Maßstab gesehen harmlose (wenn auch im Einzelnen wie bei Grippeviren u. U. gefährliche) Variante der Art eines Grippevirus, ebenfalls zu Sensationsmeldungen aufgebauscht?
Hätte es dann nicht auch geheißen, China würde eine Katastrophe vertuschen? Wären nicht dann ebenfalls Bilder aufgetaucht, auf denen auf den Straßen Menschen reihenweise umfallen und tot sind?
Sieht er, ahnt der Leser also, zu welch fatalem Komplex sich die gegenwärtige Welt und Lebensweise entwickelt hat?
Andere (neue und alte) Ängste und Dynamiken anzunehmen ist, verglichen mit den Alternativen, somit schlicht und ergreifend REALISTISCHER. Denn es basiert auf Menschen- und Weltkenntnis, die sich auch im Erfahrungshorizont des einfachen Bürgers befindet. Der sich somit nicht auf all die Vagheiten von Verschwörungstheorien berufen muß.
Solche Dynamiken anzunehmen hält der VdZ insgesamt also für realistischer als Spekulationen darüber, ob hinter der Corona-Panik eine perfide und perfekte Gesamtstrategie steht, die zentral gesteuert - geplant - umgesetzt wurde.
Weil es sich so ausgezeichnet mit (angenommenen oder tatsächlichen) Wünschen und Plänen eigentlich gar nicht bekannter Menschen, Interessen und Gruppen handelt.
Man überschätze doch um Gottes Willen nicht das Böse, man tue ihm doch nicht diese Ehre an, auch nur annähernd Gottes Weite im Denken und Wissen zu haben!
Gegeben hat es solche Interessen und Absichten zwar sicher, manche haben es ja auch gesagt und vermeldet, und diese haben gewiß viele Momente und Ereignisse für ihre Zwecke zu nützen versucht, und im Einzelnen (weil immer nur im Einzelnen möglich!) angeschoben. Nach dem Motto: "Laß nie eine Krise ungenützt vorbeiziehen."
Aber ob diese alle wirklich "die Corona-Krise gemacht" haben?
Ist nicht vielmehr die Corona-Krise ein Ausweis eines Zustandes der gegenwärtigen Welt, der zeigt, und der sogar enorm viel mehr zeigt, wie lächerlich und fragil die Welt in der wir leben geworden ist? Wie irrelevant, wie leicht wirklichkeitsfern, wie irrational sie ist, und zwar genau zu einem Moment, in dem wir vor lauter Überzeugung, alles zu kontrollieren und zu wissen aus allen Nähten platzen?
Und ist eine solche These anzunehmen nicht zumindest eine Überlegung wert? Ist es nicht vor allem realistischer? Anzunehmen, daß wir in die Corona-Krise genauso "gestolpert" sind wie vor hundert Jahren in den Ersten Weltkrieg, der auch in eine Pandemie überging?
**Wenn sich also der österreichische Kanzler Sebastian Kurz auf die Mathematik beruft, die zu Maßnahmen gewissermaßen "zwinge", so lügt er. Wahrscheinlich genauso ohne es zu wissen wie die Mathematiker, auf die sich Kurz ausdrücklich beruft genauso wahrscheinlich aber auch, weil sie gewissen persönlichen Neigungen entgegenkommen. Und die ihm die Verantwortung für sein (damit keineswegs "unfreies", von politischen und persönlichen Motiven freies!) Handeln abnehmen sollen. Das Konsequenzen für die Lebenswelt der Menschen in ihren sozialen Gefügen (Gesellschaft) hat, die so umfassend und tiefgehend sind, daß sie ein Mensch im Vorhinein gar nicht erkennen kann.
***An dieser Stelle soll auf eine der vielen Merkwürdigkeiten - aber ganz anderer Art! - hingewiesen werden, in die sich auch vordergründig als "Corona-Leugner" klassifizierende Kreise begeben. Denn auch dort finden sich Interessen AN der Corona-Krise! So weist Robert Stein, der in "Tabula Rasa" erst über eine Stunde auf den Oligarchen-Aspekt der Corona-Krise hinweist, plötzlich auf die CHANCE hin, die Welt "zu verändern." Und zwar (wie, weiß wohl nur er) ausgehend von einem "Kornkreis" in der Gegend des Ammersees soll sich eine kosmische Dimension auftun, und die zu realisieren sei nun die Zeit gekommen. Da bleibt dem VdZ doch der Mund offen. Wird es nicht langsam so richtig skurril?
WENNGLEICH diese Corona-Pandemie als Kulmination eines Systems, das auf der Aufklärung aufgebaut ist, deren wahre Welttragekraft ans Tageslicht geführt hat. Damit stehen wir tatsächlich in einer interessanten Phase der jüngeren Menschheitsgeschichte. In der sich die Vorhänge auf eine Weise heben, die wie ein Blitz, von einem Ende der Erde bis zum anderen, die Menschen mit der wirklichen Wirklichkeit konfrontiert. Wenn sie es denn sehen können. Denn sehen ist vor allem Gnade, weil Licht Gnade ist. Nur "Evidenz" ist wertlos.
Morgen Teil 4) Und nun, angetan mit einer neuen Brille,
ausgestattet mit einer neuen Funzel, die das Dunkel erhellen möge