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Montag, 27. Juni 2022

Das ist Eugenik

Die Sache wird immer greifbarer weil allmählich eingrenzbarer weil konkreter. Die Rede ist vom TRANSHUMANISMUS. Damit ist gar nicht so sehr aber eine Verschmelzung von Maschine und Mensch gemeint. Jeder mit einem Hüfttransplantat oder einem funkgesteuerten Herzschrittmacher oder einem operativ eingesetzten Insulinspender wird das wissen, und es handelt sich dabei nur um den Bereich Mensch und Werkzeug. Wenngleich auch der nicht unproblematisch ist. 

Aber was uns in den mRNA-Impfungen bereits massiv entgegen getreten ist - samt den Stufen, die von bestimmten INteressengruppen bereits "geplant" sind, und deren untere Stufen sind: Jeder muß eine Maschine bei sich tragen (Handy), und jeder muß bereit (gemacht sein), Eingriffe an sich jederzeit vornehmen zu lassen (Impfpflicht) - hat einen anderen Hintergrund. Und das erst ist der wahre Transhumanismus, der auch inhuman ist.

    Paul Cullen im Corona-Ausschuß
Auf einem der jüngeren Sitzungsvideos des Corona-Ausschuß findet man dazu eine gute, in manchem recht präzise Ausführung durch Dr. Paul Cullen, Professor für Humanmedizin in Münster. 

Die einstündige (verlinkte) Passage enthält auch ein kurzes Videoschnipsel, in dem Yuram Harari, dieser unsägliche israelische "AI-Forscher" (oder was immer er sei, Wissenschaftler ist er jedenfalls keiner, da mag er noch so viele Zertifikate vorlegen) eine seiner bekannten schauderlichen Botschaften von sich gibt. Die sich darauf bzeiehen, was denn die Zukunft des verbesserten Menschen sei. 

Wobei Harari natürlich auch zu wissen meint, was zu verbessern wäre. Denn der Mann erkennt sofort, was die Menschheit NICHT brqucht: Und das ist die Klasse der USELESS. Harari verwendet das Wort tatsächlich. Für eine Klasse Menschen, die eben nicht mehr gebraucht wird.

Donnerstag, 30. Dezember 2021

Viele Wege führen ins Heute (3)

Wenn eine Organisation nur noch sich selbst verwalten kann. Nur das Schöne ist auch effizient. Aber es kann nicht nachgeliefert werden. - Das mag zwar gewollt worden sein, ja man kann davon ausgehen, aber nur von der Staatspolitik. (Während die Regionalpolitik vermutlich mit der Knackwurst der "Vereinfachung" oder sogar "Kostenersparnis" gelockt worden ist.) Der Bürger aber wurde getäuscht. Ihm wurden Kriterien als gewünscht vorgemacht, die verglichen mit den wirklichen Konsequenzen solcher "Verwaltungsreformen" nicht nur gar nicht erfüllt werden, sondern von den negativen Folgen für eine Gesellschaft als Ganzes bei weitem (!) übertroffen werden.
 
Was (um zu verdeutlichen was gemeint ist) so weit gehen könnte, daß ab einer bestimmten Größe ein Organisationsapparat überhaupt NUR NOCH mit sich selbst beschäftigt ist. Also nicht nur immer weniger, sondern gar keine Leistungen für ein Außen mehr erbringen kann. Dem dann der Bürger somit als Feind gegenübersteht, als lästiger, unnötiger Kropf, als Störer der Ordnung schon nur, weil es ihn gibt.

Mittwoch, 29. Dezember 2021

Viele Wege führen ins Heute (2)

Wie wir die Prügelpolizei begrüßt haben. Wie die Exekutive eine fremde Identität annahm, ohne daß wir es merkten. Denn das Wirkliche ist unsichtbar. - Was so kompliziert umschrieben ist, ist einfacher gesagt. Die lokalen Ordnungskräfte waren immer ein bißchen menschlicher, und paßten sture Gesetze der menschlichen Ungefährheit an. Denn es spielt eine Rolle, in welcher -Situation jemand persönlich gerade steht, wie er sich dann öffentlich verhält. Weiß das der Beamte, der "einschreitet", kann er es berücksichtigen. Und als junger Mann habe ich so manches erlebt, wo (etwa bei der Maturafeier) eine jugendliche Ausgelassenheit leichtsinniges Verhalten (das am Rande eines Schadens spazierte, aber eben: noch am Rande blieb) mit sich brachte, das durchaus "nicht gesehen" werden muß, weil es eine Ruptur in ein Leben bringt, die völlig unnötig ist.
 
Speziell daran dachte ich immer wieder, als ich Videos über die seltsamen Eingriffe der Polizei bei den Anti-Corona-Demonstrationen der letzten Monate und Jahre sah. Einen eigentlich völlig friedfertigen jungen Mann, der nicht einmal keine, sondern eine "ungenügende" Mund-Nasen-Maske trägt, wie einen Schwerverbrecher zu Boden zu werfen, seines Besitzes zu berauben, und in Handschellen abzuführen entbehrt nicht einer gewissen Befremdlichkeit. 

Dienstag, 28. Dezember 2021

DARUM geht es (2)

Nachwürfe, und eine dringende Warnung. Nicht nur, weil ein Whistleblower offenbart, daß die WHO offenbar gelogen hat. -
QR ServusTV 1-3

Wenden wir uns aber nun noch einem im Dritten Teil einer Dokumentation von Servus TV "Auf der Suche nach der Wahrheit" vorgestellten schweren Vorwurf, den ein (ehemaliger) Mitarbeiter der WHO an die Öffentlichkeit bringt. Der für mich dieses vermutlich wohlest gemeinte Projekt des Mateschitz-Mäzenats "Servus TV" immer fragwürdiger macht. 

Denn nicht nur macht Geld kein Gut, nicht nur schafft Geld aus sich heraus keinen Wert. Seine Verwendung nicht exakt zu bestimmen, wie es der Mäzen Dietrich Mateschitz in aller Ehrenwertighaftigkeit macht, verleiht gutem Geld sogar die Flügel, das Schlechte zu stärken. Des RedBull-Magnaten Wohltun ist deshalb wohl auch dort am Klarsten, Wohltuendsten und Bleibendsten (nicht die Spielwiese einiger Trojanischer Roßtäuscher, deren es, wie es in den letzten Jahren offenbar wurde, mehr als genug unter Mateschitz-Fittichen gab), wo er persönlich und höchstselbst die Verwendung seiner Gelder bestimmt. 

Viele Wege führen ins Heute (1)

Ich kann mich nicht erinnern, außer auf diesen Seiten je eine wirkliche Kritik an den in der ersten ÖVP-Regierungsära 2000 - 2006 als "Erfolg" an die Fahnen geheftete Zusammenlegung sämtlicher Exekutivkräfte Österreichs gesehen zu haben. Brav trottelte das Land hinter der Karotte einher, auf der geschrieben stand, daß diese Zentralisierung Effizienz und vor allem Kostenersparnis brächte. Sämtliche Begleiterscheinungen (was tun mit nun drei Dutzend Generälen?) wurden als Übergangsprobleme dargestellt. 

Bis heute aber hat sich nie eine sinnvolle Evaluierung der damals durchgeführten Zusammenlegung der Gendarmerie, der Lokalpolizeien (jede Stadt ab einer gewissen Einwohnerzahl mußte eine eigene Ordnungspolizei betreiben) und der damals noch wenigen Bundespolizeistellen gefunden. Ist heute alles Bundespolizei, gab es eine solche Bundesstelle früher lediglich in kleinen Umfang. Etwa als Kriminalpolizeistellen für Verbrechen einer bestimmten Dimension, oder in Form einer paramilitärischen Anti-Terror-Eingreiftruppe, die in ihren Anfängen als WEGA sogar zu beachtlichem internationalem Ansehen kam. Ähnlich der deutschen GSG9, die ihr entschlossenes Eingreifen in Mogadischu weltberühmt machte. 

Montag, 27. Dezember 2021

DARUM geht es (1)

Nur ein kleines Wort in allen Mündern, aber ein großer Schritt für jeden einzelnen Menschen? Viel Wort, und immer mehr Verschwimm. Erstens geht es um Impfpflicht. Die sich vom Impfzwang darin unterscheidet, daß bei diesem jemand auch mit List, Bösartigkeit und Tücke eine Spritze in den Arm des Widerstrebenden (und Festgehaltenen) jagt. Während die Impfpflicht diesen ärztlichen Akt immer noch den einzelnen so irgendwie steuern läßt. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.

Vielmehr geht es um etwas anderes. Es geht bei der Impfpflicht (die meist sogar dann als Impfzwang bezeichnet wird, während man die Impfpflicht diskutiert) nicht um das, was die Verteidiger der Freiheit - die mit "Ich bin gegen jeden Zwang!", diesem Credo der Liberaldeppen, die wie Tanzbären durch die Arenen tappen, weil ihre Argumente nie Argumente, sondern lediglich Haltungen sind, dennoch als Denker ernstgenommen werden wollen - und die Verteidiger des vom Staat zu verhängenden Schutzes aller ins Treffen führen. 

Ob man nämlich meine, daß der Staat überhaupt das Recht oder sogar die Pflicht habe, etwas gegen den Eigenwillen und zum Schutze des Gemeinwohls aufzuerlegen. (Das er selbstverständlich hat, und wir akzeptieren es in vielen Dingen, vom Sicherheitsgurt angefangen, bis zum Selbstmord als Strafvergehen.) 

Und dann wird ins Volle gegriffen, daß es einem um die Kotpiepe zieht.

Dienstag, 19. Oktober 2021

Beim Lesen von Adolf Portmann (2)

Zwischen Tod und Blüte.Noch eine für jeden Evolutionisten (der immer ein Materialist ist) unlösbare bzw. prinzipiell und notwendig falsch gelöste Vorstellung der menschlichen Gegebenheiten ist zu erwähnen, und es ist beileibe nicht die letzte oder einzige. Es geht um die Unterscheidng zwischen "Vererbung" und "Vorgegebenheit" kraft Schöpfung. 

Der Mensch hat bzw. ist im Moment seines Geschaffenwerdens eine Grammatik der Ontologie, die sich aus Beziehungsarchetypen etc. etc. zusammensetzt, die auch "Archetypen" genannt werden (können), wie etwa C. G. Jung es machte (und Portmann, natürlich, auch er hält den Begriff zumindest für vorübergehend tauglich.)

Montag, 18. Oktober 2021

Beim Lesen von Adolf Portmann (1)

Es hat etwas von Karneval, wenn man den Menschen mit Termini und Methoden der Biologie beschreibt. Betrachtet man ihn wie es Portmann tut - als nicht abgeschlossene Stufe der Evolution als naturimmanentes Entwicklungsgeschehen - dann fehlen aber für die bei ihm als hervorragendsten Phänomene beobachtbaren Wesenseigenschaften (siehe Anmerkung*) die wirklichen Wurzeln, Gründe, Motive und realen Orte der Präsenz.

Das führt zu völlig verfehlten Begriffsdeutungen, wie man am Beispiel ERINNERUNG so gut sieht. Die bei Portmann wie überhaupt bei allen Biologisten (Biologen) wie ein "Speicher" gesehen werden muß. Über dessen Ort gestritten wird, seit diese neue Anthropologie vor 100, 140 Jahren aufgekommen ist. Wo findet sich diese Erinnerung? Im Fleisch? Im Gehirn? Im Frontallappen? In einer Struktur und Verlötung von Synapsen? In immer komplexer werdenden, schließlich über mehrere Ebenen, fast schon Dimensionen - zumindest müßte man eigentlich so denken, ohne sich vorstellen zu können, wie und wo das stattfindet - Synapsenkomplexe?

Dienstag, 11. Mai 2021

Filmempfehlung - Im Fluß des Lebens enthalten (2)

Teil 2) Das Unmenschliche ist das dem Leben Entrissene, 
und muß vergehen

"So lebt der Mensch" lautet der Titel eines der Romane von André Malraux (Originaltitel "Condition humaine"), der den VdZ mit 18, 19 Jahren so tief geprägt hat, und man könnte auch diesen "links" nennen, wie "Tantas Almas". Aber - er ist nur das Leben! So ist doch der Mensch! Der Fischer nimmt sogar die Turnschuhe der soeben erschossenen Frau, die Mörder schenken sie ihm. Immerhin hat er nur simple Sandalos.

Montag, 10. Mai 2021

Filmempfehlung - Im Fluß des Lebens enthalten (1)

Diesmal soll der Film "Tantas Almas" (2019) von Federico Bissi nahegelebt werden. Wäre der VdZ nicht mit einer ziemlichen Verkühlung zu Bett gelegen (der April wird immer kälter, fällt dem Leser das auch auf?) und hätte fast beiläufig einen Film laufen lassen, er wäre um ein Erlebnis gekommen. Wie es eben an solchen müden Nachmittagen im Krankenbett, wo man nicht mehr so ganz malade ist, aber auch nicht fit genug um aufzustehen, so geschieht.

Donnerstag, 6. Mai 2021

Warum die Gegenwehr gegen Impfpflicht unmöglich wurde (2)

 Teil 2) Der Staat hat leichtes Spiel. Er steht nun schon direkt vor unserer Haut.


Gleichzeitig wird das für einen Staat bedeutend, das dieser als Mittel seiner eigentlichen Macht - die die Macht von Polizei und Militär ist, lasse sich der Leser nichts anderes einreden! -  am meisten braucht, und das ist ... Geld. Das er in der Steuerpflicht ebenso schafft, zum Zwangsmittel, vor allem aber (warum kann man das nicht sehen!) zum Ziel sämtlicher Arbeit und wirtschaftlichen Tätigkeit macht. Denn die Menschen MÜSSEN nicht UM GELD arbeiten, und alles tun, um ausreichend Geld zu beschaffen, weil sie sich "etwas kaufen" wollen. Sondern sie MÜSSEN es tun, weil sie ihre Steuern nur mit Geld bezahlen können. 

Was alles für den Normalbürger völlig verschwimmt.

Mittwoch, 5. Mai 2021

Warum die Gegenwehr gegen Impfpflicht unmöglich wurde (1)

QR Gerl-Falkovitz
Wo wir hinkommen, wenn wir auf einem Wissen (als sicher geglaubte Wirklichkeiten) aufbauen, das aber genau das nicht mehr erfüllt, was Wissen ist: Anteil am Wissen Gottes (also des Seins selbst) teilnehmen (Gerl-Falkovitz: "Die Wahrheit ist immer größer als wir!") erleben wir längst. 

Es ist uns nur nicht bewußt, wie wenig unser Denken noch die Zeit und die Wirklichkeit zu erfassen vermag, und wie wenig deshalb auch unser Wollen (das im Zielerfassen auf Wahrheit und Wissen Bezug nehmen muß) noch als es selbst erfaßt werden kann, und wie wenig wir deshalb noch in einer Gesellschaft, die sich auf einen täglich neu auszufechtenden Diskurs bezieht, weil jede Gewißheit (die wesenhaft Tradition ist, das heißt Gabe von Menschen, die uns im Leben vorausgehen) verloren ist, wie wenig wir also in solch einer Gesellschaft - der unseren - eine "Chance" haben, uns durchzusetzen.

Sonntag, 27. Dezember 2020

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

Also: Die Palästinenser wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Von dem späteren Israel. Nun sagt der Sprecher des Israelischen Außenministeriums, daß es nicht gegen internationales Recht (und Menschen- und Flüchtlingsrecht) verstößt, Israeli beim Kauf von Grund und Gebäuden zu bevorzugen. WEIL Palästinenser, die in ihre Heimat zurückkehren wollen, nicht Israeli werden wollen. Würden sie das wollen, wären sie israelische Staatsbürger, und hätten so auch das Recht auf den Kauf von Immobilien.

Das ist nur ein Beispiel einer recht verdrehten Argumentation und darauf aufbauenden wirren Rhetorik. In der man hört, was der Sprecher des israelischen Außenministeriums von sich gibt. Und damit versteht, aus welchem Material die staatliche Politik Israels gestrickt ist. 

Weil in diesem interessanten Gespräch, das keinen Kommentar mehr braucht, versucht wird, die israelische Politik, im besonderen den Umgang mit den Palästinensern, zu rechtfertigen. 

Werter Leser, sichtbar wird aber vor allem eines: Was die Natur der Lüge ist. Hier wird sie nämlich offenbar. Der Mann, ein Sophist reinsten Wassers, behauptet sogar, daß Israel seit 1948, seit der Gründung, gar niemals Land okkupiert hat. Weil Okkupation bedeuten würde, daß man das Land eines anderen souveränen Staates in Besitz nehmen würde. Aber es gab dort keinen souveränen Staat. 

Was nichts anderes heißt als daß Palästina, also jenes Land, in dem Millionen Menschen in Familien- und Stammesstrukturen gelebt haben, das letzte "freie" Territorium der Welt gewesen ist. Aus welchem Territorium sein eigenes Land zu schnitzen die Juden jedes Recht der Welt hatten. 

Die mit einem Rechtsverständnis angetreten sind, das seinen Charakter insofern offenbart, als es dem neu gebildeten Recht jener Kaufleute entspricht, die im späten Mittelalter begonnen haben, die Grundkultur weil Natur der Menschheit zu verändern, um ihren Interessen gefügig zu werden. Man nennt dieses Abweichen des Zieles und Wesens von Politik vom Gemeinwohl, hin zum unlimitierten Wettstreit von Eigeninteressen ... Kapitalismus. 

Und es bezieht sich vor allem auf das Verhältnis zum Boden. Der nicht mehr als Leihe, als Lehen, als Leihgabe gesehen wurde, die von Gott ausgehend dem Menschen - allen Menschen! - eine Möglichkeit zum Überleben gewährt hat. Sondern die diese Möglichkeit von einem neuen Verstehen von "Eigentum" abhängig machte. In dem der Staat, diese Schwester der Geldinteressen, diese separierten Rechte auch noch durch Exekutivkraft erst zugestand, und dann garantierte.

So wie die Vereinigten Staaten es bei der Gründung gesehen hatten. Oder wie es in Südamerika nach 1492 abgelaufen ist. Oder durch die Engländer bei Australien, oder ... wie es bei so vielen Völkern der Welt gelaufen ist. 

Wo es überall hieß, es seien Länder ohne Völker, lediglich Länder "mit nicht einmal Menschen". Länder somit, die jenen gehörten, die es zuerst (wann? vor wem?) nach abendländischem Rechtsdenken und Weltverständnis für sich beanspruchten, weil erst dort der Mensch begann. Und somit (wo?) als nunmehr eigenes Staatsterritorium anmeldeten (vor wem?).

Wie alt ist doch diese Sichtweise. Und wie jung. Es ist dieselbe Sichtweise, die dem Embryo das Lebensrecht abspricht, und den alten, den behinderten, den kranken Menschen das Lebensrecht abspricht, weil es ihnen an Aktualisierung mangelt. Es hat sich nichts geändert.

***

Auch nicht in Palästina. Daß der Mann im Interview das Verhältnis Israels zur UNO als "kompliziert", ja jede "Beziehung" Israels als kompliziert bezeichnet, kann da nicht mehr verwundern. Die Instanz muß erst geboren werden, die ein Israeli als Urteilsforum, dem er sich zu beugen hätte, akzeptieren würde. Daß sie damit einen Aufruf zu einer Welt der Gewalt perennieren könnte uns aber zeigen, warum es in Palästina niemals Frieden geben wird, solange diese Voraussetzungen bestehen: Daß nur die Gewalt eine Ordnung zu schaffen vermag, die selbst wiederum nur durch Gewalt aufrecht erhalten bleiben kann. Eine Eigenschaft, die immer die Naturwidrigkeit eines Zustandes aufzeigt, übrigens. 

***

Einer solchen Sichtweise widerspricht auch der als Vater des Völkerrechts bezeichnete spanische Dominikaner Francisco de Vitoria. Der auf den Gebieten des Staatsdenkens zu den absoluten Vordenkern des Abendlandes gehört. 

Was aber auch immer die Conquistadores Spaniens an Argumenten vorbrachten, um die Berechtigung abzuleiten, mit den Ländern und Völkern in "Indien" (Mittel- und Südamerika) willküren zu können, um deren Vitalkraft für ihre Zwecke ausbeuten zu können - Vitoria hat es widerlegt und als unmoralisch, ja verwerflich gegeißelt. Er ist wie der Franziskaner Las Casas beredtes Beispiel dafür, wie die Kirche für das Recht der Indios eingetreten ist, als Menschen (mit allen Rechten) einzutreten. 

Sie haben Kaiser Karl V. zu strengen Gesetzen bewegt, mit denen der versucht hat, die Gier von Kaufleuten (denn die standen hinter den Explorationen des 15./16. Jahrhunderts) einzudämmen, und ins christliche Maß zurückzudrängen. Die wie so oft auch die Außenpolitik des Heiligen Römischen Reiches (zu dessen Teil das neu entdeckte Amerika wurde, wenigstens soweit es spanisch und portugiesisch wurde) zu bestimmen versucht haben. Indem sie einfach vollendete Tatsachen schafften.

Wer die Weltgeschichte einmal unter diesem Aspekt betrachtet, kann nicht anders als zu staunen, wie sehr es Kaufleute waren, die die Weltpolitik nicht nur vorgebahnt, sondern sogar bestimmt haben. Und sie waren auch höchst erfinderisch darin, dem Naturrecht ein Kleid anzupassen, das flexibel genug war, um den Profitinteressen Einzelner alle Bahn zu ebnen. Wie die Infragestellung des Rechtes der Indianer der neu entdeckten Länder, als Menschen zu gelten.

***

Ach ja, man hört sie förmlich, die Guten und Schönen, wie sie aufjauchzen und -stöhnen. Aber sie sind es, die vergessen, daß das Menschsein im Moment der Geburt ansetzt, und von der Aktualisierung von Fähigkeiten oder körperlichen Eigenschaften völlig unabhängig ist. Genau darin hat ja die Argumentation der Kaufleute gegründet, die die Kindlichkeit der Indios ins Treffen führte um zu belegen, daß diese Menschen einer abendländischen Macht bedürften, um überhaupt erst zu Menschen werden zu können. 

***

Nein, sagte Vitoria. Das Recht eines Volkes auf ein Land ist nicht von einem formalen Staatsverständnis abhängig, wie wir Abendländer es definieren. Sondern von einem Willen, für das Land, aus und auf dem man lebt, Verantwortung zu übernehmen. Es also in einen dauerhaften Bezug zu sich zu sehen. Und das taten die Indios, die man dort vorfand, daran kann kein Zweifel bestehen. 

Dazu gesellt sich ein Volksverständnis, das die Ganzheit von Menschen als Organismus in einem familialen Zusammenhang der Lebensvollzüge sieht. Und es ist ohne Belang, ob diese Menschen unserem Verständnis der Erwachsenheit genügen oder nicht. Der Ausweis dazu ist nicht zuletzt, daß sie (und mit ihnen ihre Umwelt) leben und überlebt haben. Es ist ohne Belang, ob sie aus ihren Ländern auch "mehr" hätten machen können. 

Ihr Lebenswille ist mit dem Land verbunden, das reicht, um ihren Anspruch auf Eigenständigkeit zu respektieren. (Freilich nicht, ohne mit dem Christentum bekannt gemacht zu werden, in der Hoffnung, daß sie dessen überlegene Erkenntnisoffenheit und damit Vernunftfähigkeit annehmen. Was angesichts der oft horrorartigen Zustände der degenerierten Zustände der vorgefundenen Religionen nicht so schwer zu sein schien.

***

Das alles findet sich wohl doch auch bei den Palästinensern. Oder wollte das ernsthaft jemand in Frage stellen? Außer ... 

***

Ob es jemals in Palästina einen Frieden geben wird? Der VdZ glaubt nach diesem Gespräch, das ihn verblüfft hat, weil er gar nicht geglaubt hat, daß die jüdische Position dermaßen schwach gegründet ist, daß es dort niemals Frieden geben wird weil kann. Die Juden legen es darauf an, weil sie jede Vernunft verweigern, sondern ihre eigene Vernunft etablieren wollen. Wer dazu nicht bereit ist, ist Antisemit. 

Kompliment an den Reporter, der den sensiblen Punkten sehr gut nachgeht, und sich nicht so leicht von dem Verwirrspiel des Israeli, der pausenlos die Ebenen wechselt, um der Wahrheit auszuweichen, aufs Glatteis führen läßt.

Der Wahrheit auszuweichen? Zu lügen? Werter Leser - ja. Ausweichen der Wahrheit, darum geht es offenbar in der Existenz jener, die sich heute Juden nennt. Das Gespräch in diesem Video ist kaum zu glauben.




*160520*

Mittwoch, 26. August 2020

Gut gesagt, und das Merkmal des Mißbrauchs (2)

Teil 2) Aufwachen, es geht ums Ganze!

Hm, werter Leser, klingt das nicht gut, was Bernard-Levi da in der Times sagt, und wir so elegant verlängert haben? Er fordert doch da Humanes, er begehrt doch gegen die Corona-Maßnahmen als Tod hunderter Millionen von Seelen auf? Er schreit doch, daß es inhuman ist, alles per Totaldiktat dem Ziel zu unterwerfen, "die böse Pandemie zu überleben"? 
Schreit nicht auch dieser angebliche "Rockstar der Gegenwartsphilosophie", daß wir es in der Corona-Krise mit einem Kollektivwahnsinn zu tun haben? Wer so spricht, der muß doch ein Guter sein? 
Gieren wir (seltsamerweise) so Ausgedörrten nicht sogar nach solchen, die wie wir sprechen?
Verdammt noch einmal, geschätzter Leser, aufgewacht! Bleibe er doch wachsam gegenüber diesem schwammigen Jargon der Eigentlichkeit, der sich im täglichen Sprachgebrauch so rasch einschleicht. Bleiben wir doch wachsam gegen diese "klingt gut"-Plattitüden, mit denen derzeit etwa die Kritik an Corona-Maßnahmen etc. so gerne aufwartet. 
Diese obigen Sätze sind nämlich falsch. Falsch, weil im Kern falsch, unvollständig und damit im Ganzen irreführend. 
Falsch, weil Kult immer eine kollektive Agenda ist, niemals nur eine Privatveranstaltung. Sodaß Kult den Atem eines Volkes bestimmt und bestimmen muß, der aus dem Corpus einer Ordnung stammt, und damit diese repräsentiert und damit jeden Einzelnen "renoviert" weil "reformiert". Immer. Und das auch immer tut. Denn jedes Volk hat (s)einen Kult, und damit jeder Einzelne, es geht gar nicht ohne, dann würde sich alles ins Nichts werfen.  
Selbst wenn diese Kollektivdimension vorgeblich verweigert wird. Dann wird der Kult eben ok-kult, verborgen, ungewußt und irrational, und damit zum Götzendienst. In dem ein Volk somit nicht nur seine Einheit und damit sich selbst verliert, weil Kult und Wahrheit zusammengehören, sondern das so wesentlich für das Menschsein (das ein "in einem Volk-sein" ist! DESHALB war Jesus "Jude!") ist, daß es sich immer und zuvorderst einen Weg des Ausdrucks sucht (und findet), in der es seine Ordnung erneuert und damit aus dem Prinzip heraus in der Haltung stetig und damit wirksam macht.* 
Solche Gedanken wie die obigen sind also nicht nur scheinheilig, im wahrsten Sinn, sondern sie sind typischer Auswuchs eines aufklärerisch-liberalistischen Verstehens des Menschen als autonomistische Veranstaltung. Wo jeder auf individualistische Weise sein Glück zu suchen und zu machen habe (und schließlich alle gegen alle konkurrieren).
Doch nein, werter Leser, so denken wir - bitte - nicht! Ohne Volk ist der Einzelne nämlich nicht nur nicht zu denken, sondern Volk ist gar nur die eine Seite des Existierens des Einzelnen**. Eins geht nicht ohne das andere, und beide brauchen wie bedingen einander.
Gerade im Kult steht ein Volk eben vor seinem Ursprung. Vor jenem Gott (als "das Sein"), dem es also sein eigenes Sein (als Teilhabe am Sein selbst) verdankt, und den es nunmehr anbetet weil anbeten muß. Das begründet im eigentlichen Sinn die Pflicht zur Heiligung des siebenten Tages, und darin gründet sogar die Pflicht jedes Teiles eines Volkes, am Kult teilzunehmen. Und wer nicht am Kult teilnimmt, gehört der Kultur eines Volkes- und damit diesem Volk - gar nicht an.
Wer deshalb öffentliche Kulte (und wir greifen sogar noch weiter: Wir schließen auch öffentliche "Kultur-"Veranstaltungen egal welcher Form ein) verbietet, setzt einem Volk und allen seinen Einzelnen das Messer direkt an die Schlagader, und durchtrennt sie.

DAS hätte uns aufrütteln müssen, das hätten wir von Anfang an strikt verweigern müssen. Auch wenn wir nun daraus recht solide Bestätigung dieser Aussage ziehen, daß nun so viele Demonstrationen in unseren Ländern stattfinden. Als öffentliche Bekundigungen nicht nur des Protests gegen bestehende Beschränkungen, sondern als Warnung aus der Angst heraus, uns könnte das überhaupt genommen werden. Es ist Ausdruck des Ringens der Menschen um ihr Leben. Ausdruck des Verlangens nach Menschlichkeit selbst.

Der es den Verantwortlichen so offensichtlich gebricht.

Es anders, es so wie Bernard-Henri Lévy zu sehen, bedeutet trotz aller Übereinstimmungen in Details NICHT, in dieselbe Richtung zu marschieren! Sondern es bedeutet, schmerzende Zehen (auf die uns jemand getreten ist) zum Vorwand zu machen, mit jedem noch so kleinen Schritt in eine falsche Richtung zu laufen, in deren Verlauf wir immer mehr eine Hölle der A-Menschlichkeit etablieren - MIT UNSERER ZUSTIMMUNG.

Denn wir erinnern uns? Mißbrauch ist keine Frage des Details, der einzelnen Tat. Ihr wahrstes Merkmal ist sogar, die Gesamtfrage von der (erlebten, also sinnlichen, also nicht geistigen) Qualität des Details entscheiden zu lassen. Dem wir zustimmen, weil es "angenehm" oder gar "schön" ist. Damit holt sich der Täter aber lediglich (auf perfide Weise) die Zustimmung zu dem, was Mißbrauch erst wirklich ist: Die Manipulation des Gesamtzieles, das nicht nur erst im Geist feststehen kann, sondern das als Humanum, das sich Vernunft nennt, die Grundlage des Geglücktseins unseres Lebens bedeutet.

Und damit wird uns endgültig klar, nicht wahr, werter Leser, in welch gewaltigem Vorgang des Mißbrauchs wir in dieser Corona-Krise stehen. Und in welchem Ausmaß dazu gerade "Kritiker" beitragen. So sehr, daß wir sie als Teil des Gesamtvergehens sehen müssen.




*Versuchen wir eine Illustration, indem wir auf ein Beispiel aus der Welt der Insekten zurückgreifen, wie es J.-H. Fabre immer wieder beobachtet hat: In den Tierchen existiert eine Art archetypisches Schema, und DAS will erfüllt werden. Damit macht es Dinge, die uns sinnlos und sogar kontraproduktiv scheinen. Aber das, was das Leben in seinem Vollzug konstituiert, ist eben NICHT funktionalistisch auf "Dinge" ausgerichtet, sondern auf die Erfüllung von Schemata, Ordnungen, Bewegungsbildern, Ortslandschaften und Topologien.

**Was im übrigen nicht heißt, daß in einem Staat nur EIN Volk leben muß, ja nicht einmal "soll". Nicht nur, weil gerade heute in allen unseren Staaten dutzende, ja hunderte von Völkern leben, die unter diesem Gesichtspunkt gesehen werden müssen.  



*060820*

Dienstag, 25. August 2020

Gut gesagt, und das Merkmal des Mißbrauchs (1)

Es ist ein wichtiger Aspekt, den Bernard-Henri Lévy, dieser franko-jüdische "Popstar der Gegenwartsphilosophie" (dict. The Timesan der Corona-Krise scharf kritisiert. Der Lockdown hat nicht nur weltweit hunderte Millionen von Seelen getötet, weil der das Humane am Menschsein verboten hat, sondern die Angst vor diesem Virus hat Egoismus zur Pflichtveranstaltung gemacht. 

Dabei wird vergessen, daß die Hingabe auch des Lebens um eines Wertes wegen vielleicht sogar die Essenz des Abendlandes ist, die diese Kultur getragen hat und erst möglich machte, daß sie überhaupt entsteht. 
Ja, entsteht nicht der Mensch und damit die Kultur, die immer mit dem Menschsein einhergeht, nicht zufällig, sondern als conditio sine qua non, als lediglich andere Seite des Menschseins, nicht als etwas Hinzukommendes. Wo keine Kultur - und auch das ist möglich - da kein Menschsein. 
Stattdessen machen wir uns selbst blind für die Welt und die Aufgabe, die wir darin haben, und schließen uns in unsere eigenen vier Wände ein, um ... was?! ... zu retten. Um was zu retten? Denn anders, als uns vorgemacht, wird nicht DAS LEBEN gerettet, sondern eine barbarische Reduktion des Lebens auf Körper und Gesundheit.

Die Politik mag Recht gehabt haben, sagt Lévy, das Virus so energisch zu bekämpfen. Obwohl es in der Vergangenheit weit schwerere Pandemien gegeben hat, und in der Zukunft noch weit schwerere geben wird. Denn Viren gehören zum menschlichen Leben, das ist nun einmal so. 

Aber sie hätte nie vergessen dürfen, daß die Entscheidung, ob wir im Kampf gegen die mögliche Krankheit und deren Ausbreitung nicht das unveräußerliche Recht hätten behalten müssen, uns selbst die Frage zu überlassen, ob und wo und wie weit wir unser eigenes Leben riskieren, UM DAS HUMANE AUFRECHT ZU HALTEN. 

Niemals etwa hätte ein Staat verbieten dürfen, Sterbende NICHT BESUCHEN ZU DÜRFEN, indem man sie in Quarantäne stellt, niemals hätte man ihren Nächsten und Liebsten verbieten dürfen, mit ihnen diesen Akt des Sterbens zu begehen. Wenn man das als gefährlich einstuft, warum auch immer, dann hätte man zumindest etwa die Möglichkeit schaffen müssen, sich in der Folge in Quarantäne zu begeben, NACHDEM man sich von einem sterbenden Angehörigen gebührend verabschiedet hat. Soweit Lévy, von dem die (LondonTimes schreibt:
Lévy ist wütend - sehr wütend - darüber, wie die Welt auf Covid-19 reagiert hat. Er hat ein kurzes Buch herausgebracht: Das Virus im Zeitalter des WahnsinnsEs endet mit einem Sammelruf „dem Wind des Wahnsinns zu widerstehen, der über die Welt weht“.
Führen wir aber nun diesen obigen Gedanken einmal fort, spielen wir mit der Sprache, stellen wir die Worte um, fügen wir welche hinzu, nehmen welche weg, bis wir ein schönes Muster finden.

Bis wir sogar sagen (und das läge vermutlich ganz im Strom des Denkens von Lévy): Niemals hätte der Staat den Besuch von Gottesdiensten und die Veranstaltung von öffentlichen Kulten verbieten dürfen. Wer die damit eventuell einhergehenden Risiken eingehen will, muß das auch dürfen! Der Mensch muß immer die Freiheit haben (denn das ist dann überhaupt erst Freiheit, die ein Akt, kein Dauerzustand äußerer Umstände ist) sich auf das (in seinen Augen) höhere Gut hin zu übersteigen.
Menschsein heißt deshalb auch in der Corona-Krise, UM EINES WERTES WILLEN zu handeln, DER HÖHER IST ALS GESUNDHEIT. 
Hm, werter Leser, klingt das nicht gut, was Bernard-Levi da in der Times sagt, und wir so elegant verlängert haben? Er fordert doch da Humanes, er begehrt doch gegen die Corona-Maßnahmen als Tod hunderter Millionen von Seelen auf? Er schreit doch, daß es inhuman ist, alles per Totaldiktat dem Ziel zu unterwerfen, "die böse Pandemie zu überleben"? 
Schreit nicht auch dieser angebliche "Rockstar der Gegenwartsphilosophie", daß wir es in der Corona-Krise mit einem Kollektivwahnsinn zu tun haben? Wer so spricht, der muß doch ein Guter sein? 
Gieren wir (seltsamerweise) so Ausgedörrten nicht sogar nach solchen, die wie wir sprechen?

Morgen Teil 2) Aufwachen, es geht ums Ganze!


*060820*

Sonntag, 17. Mai 2020

Henne oder Ei?

Seine Eminenz Erzbischof 
DDr. Dr. hc. mult. Rainer Maria Kardinal Woelki
Wenn man also die Kirche kritisiert, sie habe sich nicht ausreichend gemeldet, als es in der "Corona-Kkrise" um die Schließung der Kirchen ging, ja sie habe sich sogar in vorauseilendem Gehorsam dem Staat, der Welt unterworfen, und diese Unterwerfung unter einen anderen Herren sogar noch als christliche Tugend gefeiert wie gefordert, kann es befremden, wenn denn doch ein Kardinal - Kardinal Woelki aus Köln, immerhin, im Grunde, im föderalen, historischen Sinn, und nach wie vor ist Deutschland so verfaßt, sogar einer der real mächtigsten Männer Deutschlands! (und die Diözese Köln ist auch heute die wahrscheinlich reichste Diözese der Welt) - etwas sagt, das nun doch, in aller Coronapanik, verblüffen könnte.
Denn Seine Eminenz Erzbischof DDr. Rainer Maria Kardinal Woelki sagt, daß die Schließung der Kirchen, das Verbot von Gottesdiensten, das Verbot von öffentlichen Meßopfern, vom Staat angeordnet gewissermaßen, gegen ein fundamentales Menschenrecht verstoße. Gegen das Recht auf öffentlichen Kult.
Ah da schau her! Wissen tut er es also. Aber ... hat der Leser von dieser politisch extrem brisanten Wortmeldung je gehört? Oder auch nur je gehört, daß die Kirche DIESE POSITION VERTRITT? 

Oder hat er davon "ausreichend", entsprechend der Wichtigkeit des Aussagenden wie der Meldung selbst von den Medien dargereicht, also positioniert und präsentiert, gehört? Nein? 
Kein Wunder. Denn wen in der ganzen Medienlandschaft Deutschlands interessiert überhaupt, was ein Kardinal - einer der wichtigsten Kardinäle in der Weltkirche mit zwei Milliarden Mitgliedern, also Getauften, Gläubigen - sogar im größten Öffentlich-Rechtlichen Sender ZDF sagt oder zu sagen hat? 
In gewisser Weise ist es also auch ein erschütterndes Zeugnis von der Kultur, in der wir leben, und deren Verfall ins tiefste Barbarentum. Das seine eigenen Wurzeln, die Religion, wie eine unbedeutende Nebensache behandelt. 
Und tatsächlich fand sich die unter den in der Corona-Krise von der Politik extrem beschränkten Lebensvorgänge der religiöse Kult NICHT unter "lebensnotwendig" oder "systemrelevant" eingeordnet. Das Unglaublichste dabei: Die Kirche hat nicht einmal dagegen protestiert, oft genug das sogar noch gutgeheißen.
Rein technisch gesehen hat sich die Kirche das selbst eingebrockt, dieses harte, anklagende Urteil muß man einfach fällen. Bitte, der Leser möge sich das vorstellen: Die Kirche produziert mit von ihr besessenen Produktionsgesellschaften (man recherchiere einmal den ganzen Firmenkreis rund um TELLUX etc.) EIN DRITTEL des gesamten, in öffentlich-rechtlichen Medien. Sie besitzt ungeheure Pressemacht. Allein in Österreich ist sie direkt wie indirekt an drei Fünftel der täglichen Gesamtauflagen der Zeitungen beteiligt!

Und trotzdem wird ein Kardinal mit einer enorm wichtigen Botschaft ... von den Medien ignoriert. Direkt, oder indirekt. Wobei - von den Medien, vor allem aber von den Menschen, von der Öffentlichkeit. Was ein Kardinal zu sagen hat, geht den Leuten von hier und nebenan sowas vom am Arsch vorbei, daß sie die Zeiten, in denen ein Kardinal im Fernsehen auftritt und etwas sagt, höchstens als Klopausen sehen.

Da verstehe einer noch die Welt mit normalen Denkkategorien. Oder könnte es sein, daß eben dieser Kardinal Woelki zum Zeitpunkt der Beschränkungen noch nicht gewußt hat, was er heute zu wissen vorgibt? Oder hat er selbst sich der "Wissenschaft" unterworfen, in der Frage, wer etwas Wirklichkeitsrelevantes zu sagen hat? Wem die Interpretation der Weltdaten unterliegt?

Sei es, wie es sei. Die Kirche hat sich letztlich selbst schon dermaßen beschädigt, real, in ihrem So-sein, in ihrer Identität, in ihren Institutionen, in ihrer Glaubwürdigkeit, in der Frage, ob die Wahrheit überhaupt noch eine Wirklichkeitsrelevanz hat, daß gar niemanden mehr interessiert, was ihre Vertreter, seien sie Kardinal oder Pfarrer von Giegritspatschen an der Seichtwuller, zu sagen haben.



*230420*

Freitag, 4. Oktober 2019

In welcher Wirklichkeit leben sie?

Dieses Video von Ami Horowitz ist witzig. Erst stellt er Mitgliedern und Studenten der Universität von Berkeley die Frage, ob sie meinen, daß Schwarze in den USA benachteiligt seien. Durch schwereren Zugang zu Internet und Computern, durch Probleme beim Erhalt einer Identity Card, der bei Wahlen vorgezeigt werden muß, damit man seine Stimme abgeben kann. 

Die Antwort ist einhellig: Ja, Minderheiten wie die Schwarzen haben es überall schwieriger. Sie erleben Diskriminierungen, haben eingeschränkten Zugang zum Informationsfluß, und erfahren beim Lösen einer Identity Card Behinderungen, am demokratischen Prozeß teilzuhaben.

Dann wendet sich Horowitz Schwarzen zu. Und fragt sie, ob sie in all den genannten Themen Probleme haben. Die wissen oft gar nicht, wovon er redet. Kein iPhone? Sie kennen niemanden unter den Schwarzen, der nicht so ein Kastel bei sich trägt. Internetzugang? Überall und jederzeit. Computer, IPads, alles leicht verfügbar und Teil ihres Lebens. Identity Card? Warum soll es ein Problem gewesen sein, eine zu erhalten? Ein Gang aufs Amt zwei Straßen weiter - das war's. Sie können ohne jede Schwierigkeit wählen gehen, und finden es ziemlich normal, im Wahlbüro ihre ID vorzuzeigen.

In welcher Welt leben die sogenannten Eliten? Und was formt ihre Vorstellungen, wie die Welt ist?





Nachtrag: Bislang galt die Mär, daß in den USA die Polizeigewalt vor allem gegen Schwarze gerichtet sei, und dabei mehrheitlich von weißen Polizisten ausgehe. Nun wurde eine Studie veröffentlicht, die erstmals (sic!) untersuchte, welcher Hautfarbe die Polizisten waren, denen Gewalt gegen Schwarze zugeschrieben werden konnte. Das Ergebnis war etwas überraschend. Denn es hat sich herausgestellt, daß von einer besonderen Gewaltaffinität von weißen US-Polizisten gegenüber Schwarzen keine Rede sein kann, und daß sie wenn sie auftritt unter weißen Polizisten keineswegs häufiger ist als unter solchen schwarzer Hautfarbe. Vereinfacht: Es stimmt nicht wenn man sagt, daß weiße Polizisten gegenüber Schwarzen besonders gewaltsam vorgehen. Es gibt den vielbeschworenen "Rassismus in der US-Polizei" nicht. Zumindest nicht als Strukturphänomen.




Samstag, 4. August 2018

Es stockt einem doch nur noch der Atem

Peter Singer - Photo: The Stream
Wissen Sie, geneigter Leser, was Professor Paul Ehrlich einmal verkündet hat, und das nun Peter Singer aufwärmte? Ja, genau, das ist jener Professor, der vor einigen Monaten in die "Päpstliche Akademie für Familie und Leben" vom Papst persönlich berufen wurde. Jener Professor, der immer schon vor der "Bevölkerungsbombe" gewarnt hatte, dergemäß sich die Menschheit durch Überbevölkerung bald ausrotte. (Und die Klimakatastrophe, die angeblich irgendwo stattfindet, also irgendwann zumindest, hat ja auch nur diese Ursache, seien wir doch ehrlich: Überbevölkerung. Zu viele Menschen! Den VdZ nerven doch auch längst diese vielen Leute in der Wiener U-Bahn. Leute, überall nur noch Leute, vor allem aus überbevölkerten Ländern, das reicht doch einmal?)

Eine Prophezeiung der Überbevölkerung, die seit Malthus im frühen 19. Jahrhundert ihre Runde macht, noch stärker seit den 1970er Jahren kursiert, wo ja die Prophezeiungen über baldige Weltuntergänge zu explodieren begannen (wo noch die Welt durch Menschenmacht in einer Eiszeit vergehen sollte, natürlich wissenschaftlich bewiesen), und mittlerweile sogar widerlegt wurde - noch nie haben (anteilig an der Gesamtbevölkerung der Welt) so wenige Menschen gehungert wie heute, wo wir aber das Doppelte an Menschen haben als noch 1970. Jenes Jahr, wo Ehrlich seine mahnende Stimme definitiv erhob.

Dennoch bleibt Peter Singer sein Anhänger und Verkünder. Der sicher noch nie, so William Briggs, gemeint hat, er wäre besser verhütet oder abgetrieben gewesen, um die Bevölkerungsbombe zu verhindern.


Ehrlich ein Biologe, meinte, daß wenn Familienplanung nicht freiwillig in einen Rückgang der Fertilität münde, um Hungersnöte und andere natürliche Desaster zu vermeiden, die Zusammenarbeit aufgekündigt werden und die Verweigerung von Nahrungsmitteln erfolgen sollte, die manchen Ländern zur Hilfe geliefert werden. 

Oh ja, das ist spätestens seit Lenin und Stalin bekanntes Mittel, unerwünschte Bevölkerungen auszurotten. Man verweigert ihnen die Nahrung. Fünf Millionen verhungerte Ukrainer wissen im Jenseits ein Lied davon zu singen.

Also: Um Hungersnöte zu vermeiden, lassen wir jenen Teil der Weltbevölkerung verhungern, die der Meinung sind, daß sie weiter Menschen in die Welt setzen können, die zukünftige Hungersnöte auslösen werden. Damit haben wir das Verhungern lassen sogar noch ethisch gemacht, oder?

Tja, liebe Kinder, damit haben wir es heute zu tun. Unfaßbar noch dazu: Sogar in päpstlichem Namen. Mit päpstlicher Autorität. Briggs schreibt dazu weiter, indem er zitiert:

Sowohl Feministen und Verteidiger der Bevölkerungsstabilität stimmen darin überein, daß Dienste der "reproduktiven Gesundheit" - mit welchem verlogenen Begriff, so Briggs, mit vollem Recht und unter Anspielung auf planned parenthood in den USA, wohl zuerst einmal das Recht gemeint ist, ungeborene Kinder in kleine Stücke zu zerschneiden und der Pharmaindustrie zur Verfügung zu stellen, um die eigene Geldbörse für Shopping freizumachen. Darüber hinaus aber, so der VdZ vor allem im Wahn, Empfängnis von sexuellem Akt zu trennen, eine psychologisch-mental und vor allem sittlich desaströse Entscheidung zu treffen, die das ganze weitere Leben schwer beeinträchtigt -  ein Recht in sich darstellten, weil es der beste und ethischste Weg ist, um Bevölkerungswachstum zu verlangsamen. 

So Singer. Unter Berufung auf Ehrlich. Dem päpstlichen Lebensschützer.

Manchmal wird einem nur noch schlecht.





*220618*

Montag, 20. März 2017

Wenn alles nur noch im Irsinn ersäuft

Der VdZ ist es schon sehr leid geworden, sich all dem Irrsinn, der sich heute abspielt, noch im Einzelnen zuzuwenden. Das Pauschlaurteil, daß wir inmitten ausgebrochenen Kololektivwahnsinns leben, scheint schon völlig auszureichen, und es wird nicht besser, es wird immer schlimmer. Manchmal ist es bestenfalls noch amüsant, etwas wie die Auseinandersetzung von William M. Briggs mit PETA-Aktivisten zu lesen. Daß diese Aktivisten sich und ihre Argumente ernst nehmen kann man freilich nicht mehr glauben. So wie man den Wahnsinn nicht mehr glauben kann, der sich aus dem Vegetarismus heraus (in dem eine Mangelernähung anderer Erdteile zum Ideal moralischen Verhaltens aufspielte) in den Veganertum und damit zum (letztlich sogar noch schwer gesundheitsgefährdenden) Sektenwesen gesteigert hat.

Alles eingebettet in eine Gesamtbewegung der Rebellion gegen das Sein, in der alles, was normal ist, abgelehnt, verteufelt, und durch pseudomoralisiertes Verhalten auf der Grundlage eines neu definierten, den logos, die Vernunft ablehnenden Seins ersetzt wird.

Das deshalb nichts ausläßt, und in den "Tierrechtsbewegungen" nur einen logischen weiteren Höhepunkt erreicht hat. Wo allen Ernstes schon von "Tierrechten" gesprochen wird, um auch so über Pseudomoral, über Pseudoempfindung und daraus erwachsendem Gefühlsimperativ das Menschsein anzugreifen. Denn fällt der Mensch, fällt die Schöpfung. Ein "umgekehrt" ist nicht (menschen)möglich!

Briggs hat ursprünglich - natürlich mit traurigem Tenor - davon berichtet, daß ein amerikanischer Zirkus, der seit 1888 besteht und der von Anfang an berühmt für seine Tierdressuren (und hier besonders die der Elephanten) war, aufgrund der immer einschränkenderen Auflagen, die ein Überleben nicht mehr möglich machten, außerdem müde der ständigen Prozessiererei mit sogenannten "Tierschützern", mit heuer seinen Betrieb eingestellt hat. 

Daraufhin hat ihm eine PETA-Aktivistin einen geharnischten Brief geschrieben, den Briggs mit bewundernswertem Humor aufnimmt und beantwortet. Dabei stellt er auch eine interessante Frage: Wenn es Menschen aus moralischen Gründen untersagt ist, Tiere zu dressieren, noch mehr aber zu esssen, umgekehrt aber die gesamte Tierwelt eine einzige Welt des Fressens und Gefressenwerdens ist (wobei bloße "Not" keineswegs das einzige Motiv ist; Tiere töten auch aus anderen Gründen, man denke nur an Revier- oder gar Rangordnungskämpfe) Tiere also dieser Moral aus nahelilegenden Gründen nicht unterworfen sind, dann bedeutet das nichts anderes als daß Tiere Menschen ÜBERgeordnet sind. Ihnen ist etwas gestattet, was dem Menschen nicht gestattet ist. Sieht man davon ab, daß es absurd ist sich eine Tierwelt vorzustellen, in der alle Tiere eines natürlichen "schönen Alterstodes" sterben, denn binnen kurzer Zeit wäre die Erde mit Tieren völlig übervölkert, und eines wäre dann auf jeden Fall gewiß: Sie würden alle einen eleganten Hungertod sterben.

Wir wollen hier nicht einmal mehr den üblichen Sermon nachflicken, in dem wir erklären, daß es natürlich klar ist, daß man Tiere "gut behandeln" soll, also ihnen nicht unnötige Leiden zufügen darf, Leiden die über den eigentlichen Nutzen, der Fleischgewinnung, oder wie in diesem Fall: Der bloßen "zwecklosen" Nutzung, hinausgehen. Wie wollen auch nicht den Nutzen des Fleisches für den Menschen "aufweisen", das lohnt bei diesem Klientel ohnehin nicht eine Zeile. Genau so gut könnte man spanische Kurzohresel in Kurse für Internetnutzung stecken. 

Nur - Tiere haben eben keine Rechte. Das zu meinen ist Geistesverwirrtheit. Sie sind wie die gesamte übrige Schöpfung dem Menschen untertan und ihrer Natur nach seiner Verwendung wie Gestaltung aufgegeben. Nichts ist unglücklicher wie ein Hund, den niemand erzogen, ja dressiert hat. Und die gesamte Natur wartet sehnsüchtig auf jenen Moment, wo sich die Söhne Gottes offenbaren.  Die bei einem schönen Elephantensteak an pommes de terré glacé mit dazupassendem Rotwein darüber beraten, wie das nächste Sonntagshochamt ablaufen wird, an dem sie teilhaben um ganz Mensch zu werden, weil Gott selbst menschgeworden sein Leben dem Vater opfert, sich den Menschen gar als Speise darreicht. 

Und daneben über den Verlust eines Zirkus zu weinen, diesem Hort der Zelebration der höchsten Möglichkeiten des Menschen im nutzlosen Spiel. Denn diese Möglichkeiten sind nicht einfach "da", sondern sie brauchen Zucht, harte Übung, ja unnachgiebige Dressur des Fleisches, um auch die geschöpfliche Natur ganz in die höchste Sphäre, die des Geistes, hineinheben zu können.







*150817*

Donnerstag, 15. September 2016

Die Bewegung der Enteignung

Der eigentlich fast allem, was wir heute realpolitisch erleben zugrundeligende Aspekt wird kaum erwähnt, vielleicht oft gar nicht gesehen. Und das ist der einer immer weiter um sich greifenden Enteignung. Nicht nur ist das, was wir in der Zinspolitik - sie ist Politik, sie ist kein Marktgeschehen - erleben ist Enteignung, nicht nur was sich in so vielen sozialen Bereichen längst abgespielt hat, wo etwa in den Familien die Eltern und dabei vor allem dann die Väter enteignet wurden, sondern auch was wir in der politisch verhängsten Zuwanderung erleben ist Enteignung. 

Damit wird das Prinzip der Verantwortung mit zerstört. Denn Verantwortung, die immer eine persönliche Haltung ist und sein muß, hat direkt mit Eigentum zu tun. Nur wo persönliche, direkte Haftung für etwas besteht, nur wo Recht auf etwas besteht, nur wo macht über etwas besteht, dessen Wohl und Wehe vom Eigentümer abhängt, hängt direkt von Eigentum ab. Deshalb hängt auch das Prinzip der Väterlichkeit, des Vaterseins als die Weltwerdung des Mannseins, direkt am Eigentum. Deshalb ist auch Eigentum eines der ersten und direktesten Menschenrechte. Deshalb bricht, wer kein Eigentum mehr kennen will und es nicht mehr schützt, auch am direktesten den Selbstbestandswillen von Menschen. Hier beginnt auch das, was man als Radikalisierung so schändlich als unmoralisch verleumdet - eine direkte böse Tat, in der das gesamte Establishment - von der Politik bis zum Klerus - die Hände in tiefrotes Blut taucht. Es wird über sie kommen.

Dies betrifft alle Menschen, nicht nur die Vätern, denn das Pendant zum Eigentum ist die Zugehörigkeit. Wer die Zugehörigkeit bricht, bricht dasselbe Prinzip - das des Eigentums, denn die Welt überhaupt ist eine Pyramide ZUERST der Zugehörigkeit, die nur einen Gesamteigner kennt - Gott. Und hier ist auch die Grenze, wo sich ein Sozialwesen auflöst, weil seine Institutionen vom Einzelnen als schädlich erlebt werden. Hier ist die Grenze, wo die Pflicht zur Selbstverteidigung beginnt. Auch gegen jenen Staat, dessen Exekutive man zwar unterworfen ist, weil man aus diesem Staat herstammt, der aber das Eigentum aufzulösen begonnen hat, ja dessen Auflösung verordnet. Denn anders, als vielfach gemeint, flieht der Mensch nicht die Verantwortung, sondern er sucht sie. Denn erst aus ihr heraus kann er Mensch sein. Und erst aus ihr heraus wird weil ist Welt.

Es ist alles eine einzige Gesamtbewegung, die wir heute erleben. Es ist die Bewegung ins Nichts.





*100816*