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Donnerstag, 13. Oktober 2022

NIcht Schwarze, nicht Weiße sind wir (2)

Wem der Vater die Tochter gibt. Wer seinem Volk angehört. Und die Anmerkungen. - In der Überlegung, wem er also die Tochter zur Frau geben solle, sollte der katholische Vater wissen, wen er zu wählen hat. Sonst wäre ja - selbst wenn er in der Klugheit von "Die Gnade folgt der Natur", ja setzt die Natur voraus (und zerstört sie nie) handeln, also die Kraft der rein leiblichen Geprägtheit als kulturellen Faktor in der Prägung des Fleisches richtig einschätzen sollte - auch er Heide. (Und dieses kulturelle Erbe spielt in Mischehen eine immense Rolle, die ebenfalls fast immer völlig unterschätzt wird.³) Der nach dem Blut urteilt, nicht nach dem Geist der Einheit und damit der Ewigkeit.
So, wie es die Heiden machen, die sich am Traum eines Zustands festklammern, den uns Adam und Eva verloren haben, wo das Fleisch noch den Geist vollkommen trägt und führt und von ihm in ganzem Gehorsam gelenkt wird. Sie sind es, die das ewige Glück vom Fleisch erhoffen, und deshalb dne Ordnung für ihr Leben ganz davon bestimmen lassen. 

Mittwoch, 15. September 2021

Es ist bereits geschehen (2)

Geschätzter Leser, sie finden hier also die angekündigte nächste kleine Geschichte. An ihr wird erklärt werden, warum wir es in der Migration (als einer dauerhaften Verflechtung von Lebenswelten von in unterschiedlichen Religionen geprägten Kulturen) anders als die Politik behauptet NICHT mit Aufgaben zu tun haben, die dem Einzelnen gestellt sind. Dort stellt sich nämlich eine ganz andere Problematik. Das Gemeinwohl als direktes Objekt des Urteils, das zur Handlung führen muß, ist eine Aufgabe der obersten Ebenen eines Staates, NICHT des Einzelnen. Es paßt zum am heutigen 15. September von der Kirche begangenen Festtag "Maria Dolores - Die Sieben Schmerzen Mariens". Das als Reaktion auf die Überwindung des Antichristen Napoleon eingeführt wurde, dem größten Kulturvernichter der Neuzeit. Der VdZ hat vor einigen Wochen einen Kopfhörer gekauft. Dabei stand er einige Minuten vor dem Schaufenster eines türkisch-levantinisch geführten Elektrogeschäfts. Plötzlich kam der Besitzer (oder Geschäftsführer; es gehorchten ihm jedenfalls alle Mitarbeiter) heraus, und erkundigte sich, was er denn wolle. Kopfhörer? Wieviel er denn ausgeben wolle? Der VdZ hatte keine Ahnung, er hatte sich noch nie erkundigt, was so ein Ding kosten könnte. Er wußte nur, daß es kabellos sein sollte. Da musterte der Mann, der in Statur und Physiognomie dem VdZ nicht unähnlich war, ihn, faßte ihn sanft am Arm, und zog ihn nach innen.

Montag, 13. September 2021

Es ist bereits geschehen (1)

Nachdem man also nicht den Mut hatte, die Dinge beim Namen zu nennen, werden sie uns von den ungeordnet dahinlaufenden Entwicklungen aus der Hand genommen (werden.) 

QR Der Haß der Schwachen
Dazu gestatten wir uns aber gleich zu Beginn dieser Ausführungen einen wichtigen Hinweis: Es geht NICHT um eine vorgebliche Auseinandersetzung zwischen WEISZ und (schwarz, oder was auch immer), es geht NICHT um ein vorgebliches "rassisches" Problem. Wo immer WEISZ (andernorts; hier wird der Begriff nicht verwendet, weil er keine sachliche Relevanz hat und die wahren Fragen nur vernebelt) verwendet ist, wäre eine Begriffsklärung notwendig. Die ist jüngst und einmal mehr weil mit jedem mal präziser auf den Seiten "Der Haß der Schwachen auf die Weißen" auf diesem Blog geschehen, auf die der VdZ den geschätzten Leser dringend hinweist. 

Fahren wir aber nun im Text fort. Und wir tun dies mit folgender Meldung, die einem Magazin entnommen ist: In Paris sind per 2015 bereits 75 % aller Bewohner der Altersgruppe 0-18 Jahre nicht-europäischer Herkunft. 

Dienstag, 16. Februar 2021

Gut plus guter plus Guterstes ist gleich China, oder so (3)

Teil 3) Gegenwart gibt es nur mit Vergangenheit. Eine verlogene Gegenwart braucht also eine konstruierte Geschichte 

 

Mit dem allmählich aufflammenden Nationalgefühl**** versteifte sich der chinesische militärische Widerstand, und endete nicht nur erst im August 1945 mit der japanischen Kapitulation, sondern veränderte nachhaltig das Land. Denn inmitten dieses nun gewitterten "Großchina" formierten sich jene beiden Parteien - die Nationalisten hier, die Kommunisten dort - aus denen das China des Jahres 1949 hervorging. Wo Großchina als kommunistische "Volksrepublik China" unter Mao Tse-tung (nach siegreicher Beendigung des Bürgerkrieges gegen die Nationalisten, die nur in Taiwan ein Refugium behielten) sein Staatsbewußtsein in die Welt rief.

Die Vorfälle im Shanghai des Jahres 1937 waren also ein nicht ganz unwichtiges Ereignis einer mentalen Wende, in der sich China nicht mehr länger aufs Haupt schlagen lassen wollte. Und so die Grundlage für die Zukunft eines Landes schuf, wie wir es heute kennen. 

Siebzig, achtzig, neunzig Jahre später erleben wir aber nun etwas Interessantes. Wir erleben, daß sich mit dem Abstand zu den Ereignissen mehr China sogar zu einer der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges aufwerfen möchte. Das ist den Vorgängen in Rußland ähnlich. Wenngleich es dort sicher ein gewichtigeres fundamentum in re hat. 

Aber das könnte man als Absicht hinter dem Film "Die Achthundert - The Eight Hundred" sehen. Zumalen die Filmwirtschaft in China ganz sicher gewissen "Formwünschen" der Partei als oberster Macht unterliegt. (Diese Kräfte haben ja auch bei uns schon zum Tod des Films als Kunstwerk geführt.) 

In welchem Gestus auch das Schicksal des heldenhaften Widerstandes einer Kompanie im chinesisch-japanischen Krieg (1937 bis 1945) seine filmische Aufarbeitung fand. Als einer der Goldkörner, die in den Zinken des Kammes, mit dem die Vergangenheit durchsucht wird, hängen bleiben. Zur Hebung eines aktuellen Lebensgefühls kann es da kaum besseres geben als die Versicherung, einem Geschlecht von Helden anzugehören. (Wie man hört und liest, hat China nun sogar eine männlichere Erziehung an den Schulen "beschlossen." Ein dem Trend im Westen praktisch völlig, auf hundertachtzig Grad entgegengesetztes Vorhaben!) 

Das filmisch (wie sollte es anders sein) ein glatter Knieschuß ist. Dessen Pathetik und triefende, symbolüberladene, durch filmische Stilmittel bis zur Lächerlichkeit ausgewalzte Rührstück ergeben hat. Auch (oder: gerade?) wenn man den chinesischen Filmen eine beachtliche Professionalität nicht absprechen kann, so macht sie das als Hilfsmittel der Ideologie und Volkssteuerung nur noch gefährlicher (Spielberg läßt grüßen!). Wobei Chinas Filme der letzten Jahre (soweit sie der VdZ gesehen oder bemerkt hat) von den meisten Filmländern gerade in der ehedem kommunistischen Einflußsphäre abstechen. 

Alle diese Länder kämpfen ja mit ähnlichen Legitimitäts- und Nationalproblemen, alle versuchen das Problem auf die gleiche Weise zu beheben, wenige aber tun das ohne in die künstlerische Müllkiste zu greifen. Die einen mehr (wie viele Filme Polens; man faßt diese Mischung aus Dilettantismus und Ideologie kaum), die anderen weniger (wie die Tschechei).

Aber China ist es gelungen, seine Filmindustrie sogar dem kaum noch zu überbietenden Großmachtbewußtsein wirklich anzupassen. Die dem wiedererwachenden Bewußtsein von Größe und Berufung zur Weltrolle ihre Legitimierung durch einen neuen Mythos geben soll. In dem dieses "Reich der Mitte", also dieses Herz der Welt**, das sich schon vor dreitausend Jahren voller Selbstvertrauen sogar als die Welt überhaupt verstanden hat, durch Anbindung an seine - nicht selten imaginierte, "neu gedeutete" - Vergangenheit wieder sein zu dürfen verlangt, was es immer gewesen zu sein meint: Die Mitte der Welt. An der gemessen der restliche Globus zu einer Peripherie wird, die dem Zentrum zuarbeitet und von dort beherrscht wird. Ein gutes Stück weit ist China auf diesem Weg ja bereits gekommen. Beängstigend weit sogar. 

Für diejenigen unter uns, die der chinesischen Originalfassung mehr abgewinnen können, gibt es den Film natürlich auch im Netz. Vielleicht wird über diese Methode der Betrachtung manches des oben Gesagte noch deutlicher. Denn durch ganz viel Senf auf der Gurke wird aus einem Film auch heute wieder Propaganda, auf die wir uns als Hauptgang im Menü ehemaliger Künste ohnehin bereits einstellen mußten. Was im heutigen Film - ob Ost, ob West - ist keine Propaganda?


*Kommunismus und Kapitalismus stehen auf ein- und demselben geistigen Bein, und können sich nur aufrecht halten, solange sie in der Dynamik eines Scheinkampfes stehen, dann enden beide, und gehen in ein neues Dasein über.  

** So hat etwa Sun Tsu schon im 3. Jahrhundert vor Christus über das Wesen des Krieges und die Natur des Sieges niedergeschrieben, was bis heute und unverändert gültig ist. Aber er hat uns vor allem eine ganz andere Natur überliefert: Die eines Volkes, die des Geistes, aus dem die Menschen in Ostasien leben, der die Mittel für jeden Zweck heiligt, und der mit extremem Pragmatismus alles integriert, was in dieser Welt (sic!) nützlich zu sein scheint. 
Der ganze Konfuzianismus, der in weiten Kreisen immer noch als "Weltreligion" definiert ist - nichts wäre falscher! er ist sogar das genaue Gegenteil! - in seinem Pragmatismus könnte auch das Programm der heutigen chinesischen Führung sein. Und ist es wohl auch. Was in China an Religion da ist, ist in jedem Fall dem politischen Staatsziel als Prinzip des Daseins eines Volkes unterzuordnen, und beansprucht (bis auf den Taoismus als Strömung) keinerlei Gründungslegende, sondern ist lediglich zufällig in der Geschichte wirkmächtig gewordener Einfluß von außen, wie einige Strömungen des Buddhismus, oder viele, vermutlich sogar sehr viele heidnische, gar nicht überschaubare Religionsformen. 
 
Das Christentum spielt im Übrigen nur eine ganz kleine Rolle, am meisten noch als Katholizismus, der aber jüngst ebenfalls ins Joch der Staatsmacht gespannt wurde: Wo er nützlich ist, darf er "sein". Das wird auch im Film "Die Achthundert - The Eight Hundred" ganz deutlich angesprochen.

***Dabei führte Japan das erste Flächenbombardement gegen eine Zivilbevölkerung der Geschichte. Das laut chinesischen Angaben achtzehntausend Menschenleben kostete.

****Auch wenn so mancher das nicht gerne hört, so ist die Form von Nationalgefühl, die im 19. Jahrhundert entstanden ist, Degenerationserscheinung und Ausfluß einer Entformung der natürlichen sozialen Gefüge. Ausdruck somit einer Entwurzelung des Einzelnen, und als psychogener Antrieb eine technizistische und zwangsläufig totalitäre Erscheinung.  


Montag, 15. Februar 2021

Gut plus guter plus Guterstes ist gleich China, oder so (2)

Teil 2) Es gibt immer einen David

 
Zurück ... da war doch noch was? Ah ja ... zurück zu "Die Achthundert - The Eight Hundred." Das Gerüst des Zuckerladens, der sich da am Bildschirm auftut, ist ein Ereignis aus dem Jahre 1937. Japan hatte 1937 von der zuvor bereits annektierten (an sich schon geschichtlich von Chinas Geschichte nicht zu trennenden) Mandschurei aus das politisch zersplitterte China angegriffen. Und es hatte mit den vielerlei Volkschaften und Interessen, die auf dem Gebiet des heutigen China miteinander rangen, scheinbar leichtes Spiel. 

Trotz eines sozusagen an bloßen Menschen ums Dreifache überlegenen Potentials, sieht man Gesamtchina, wurden die schlecht ausgerüsteten chinesischen Armeen in serienweisen Niederlagen gedemütigt, bis sich deren Führung unter General Tschiang Kai Schek vorerst keinen anderen Weg als den eines ständigen Zurückziehens sah. Mangels eines Sinns, mangels einer Idee, der alle diese Millionen folgen hätten können, waren Massendesertionen und -kapitulationen das Merkmal einer Armee, die tat was sie konnte, um ihren Ruf eines Haufens von schwer Gedemütigten auszubauen, und kein "Volk" hinter sich hatte. 

Gleich zu Beginn ihres Vormarsches eroberte die japanische Invasionsarmee Shanghai, die damals sicher bedeutendste Verbindungsstelle Chinas mit der übrigen Welt.*** Dementsprechend viele Ausländer hielten sich in der Stadt auf, und sammelten sich im Botschaftsviertel im Zentrum. Um das herum der Jesuitenpater Jacquinot de Besange eine noch größere Internationale Zone einrichtete, die als Exterritorial von Japan anerkannt und damit von Kriegshandlungen verschont wurde. 

Und einen Weltkrieg wollte Japan zu dem Zeitpunkt nicht riskieren. Seine "heilige Sendungs-Vision" (die der heutigen EU sehr ähnlich war, die selbst eine politische, überstaatliche Einigung für unerläßlich hält) hatte an sich mit England oder Frankreich und den USA nicht viel zu tun, außer daß man sich dagegen abgrenzen wollte. Eine ernsthafte Konfrontation würde schon noch früh genug erfolgen.

Japan war in der Folge des ungeheuer rasanten Aufschwungs seiner Wirtschaft und eines starken Bevölkerungswachstums in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von der Vision eines ost- und südostasiatischen einheitlichen Wirtschaftsraumes getrieben, der unter japanischer Führung stehen sollte. Die es auch mit militärischer Macht durchsetzen konnte und wollte. Herrschaft braucht Heer, um es gleich zu sagen. 

Das hielt Japan für notwendig, um - in gar nicht unweiser Voraussicht - unter Beobachtung der absehbaren globalen Entwicklungen dem Rest der Welt wirtschaftlich und politisch Paroli bieten zu können. Nur in diesem Belang gab es Zonen (in Südostasien), in denen Japan über kurz oder lang auf nicht ganz sanfte Art mit Westmächten zusammenstoßen würde. Das waren vor allem England, Frankreich, die Niederlande, Australien und die USA, die fünfunddreißig Jahre zuvor die Philippinen okkupiert hatten. Aber damals, man stelle sich das vor, noch gar nicht als Weltmacht gesehen wurden.

Zwar also trieb Japan seit seiner Invasion von der Seeseite her, unweit von Shanghai und noch dreihundert Kilometer von Nanking, der damaligen Hauptstadt Chinas, die chinesischen Truppen unter Tschiang Kai Schek vor sich her, doch gab es in dessen Taktik des Ausweichens Ausnahmen, wie hier. Wo eine kleine Einheit Versprengter nun isoliert und nun eingekesselt war. Immerhin hatten die Japaner schon bei der Eroberung der Stadt, für die acht Tage geplant waren, drei harte Monate gebraucht, die sich als Häuserkampf gestaltet hatten. Zu guter Letzt stießen die Soldaten des Tenno auch in dieser letzten Bastion auf erbitterten Widerstand, der nur der Ehre wegen geleistet wurde, weil die Lage aussichtslos und für die Verteidigung Chinas militärisch gesehen wertlos war. 

Die zusammengewürfelten Achthundert verschanzten sich in einem gut gefüllten, in manchen Gebäudeteilen (in denen Geld gelagert worden war) wie ein Bunker ausgebauten Lagerhaus, das nur durch den Huang Po getrennt der von Japan eingeräumten Internationalen Sicherheitszone von Shanghai (in die sich mittlerweile hunderttausende Chinesen geflüchtet hatten) gegenüber lag. 

Die Mittel, die die japanischen Truppen im Versuch, diesen vermeintlich unerheblichen Soldatenreste zu besiegen, blieben vorerst zurückhaltend. Weil Japan verhindern wollte, daß es unter der nur durch den Fluß geschützten weil vom Lagerhaus getrennten extraterritorialen Zone Opfer gab. Das wäre einer Kriegserklärung an alle die beteiligten Staaten gleichgekommen. Das schien nicht notwendig, angesichts der in Shanghai liegenden siebzigtausend Mann starken, voll ausgerüsteten Armee. Da sollte es doch ein Leichtes sein, dieses letzte kleine Glutnest des chinesischen Widerstandes auszutreten. Vorerst setzte man aber noch auf Dauerbeschuß durch Scharfschützen und gelegentliche Infanterievorstöße. 

Aber die Eingeschlossenen wollten sich nicht ergeben. Zum einen waren sie gut versorgt, zum anderen wußten sie sich in einer Art Schaufenster der Welt, und hofften auf Hilfe in diesem Kampf. Dem die Welt über die damals noch jungen neuen Medien (vor allem Photographie und Film) wie in einer Theateraufführung beiwohnte. In der Faszination dieser neuen Unwirklichkeit, schlossen viele Zuschauer sogar Wetten über den Ausgang der zu erwartenden Lagerhauseroberung ab. 
Es gibt ja kaum ein Archetyp das mehr Identifikation ermöglicht wie das des David gegen den Goliath. Der Mensch ist gewissermaßen grundsätzlich überall und zu allen Zeiten in der Lage des David, und wünscht sich umso engagierter den Sieg.
Dieser David dachte also nicht daran, dem Beispiel des Großteils der durch Rivalitäten und Unvereinbarkeiten (ein Teil war die kommunistische Kuomintang) uneinheitlich geführten chinesischen nationalen Armeen zu folgen, zurückzuweichen oder gleich zu kapitulieren. 

Nach einer Woche nahmen die eingesetzten Mittel Japans schließlich keine Rücksicht mehr auf die Ausländer am gegenüberliegenden Ufer, oder auf das Urteil der so leicht zu sentimentalisierenden Weltöffentlichkeit. Selbst angesichts der Gefahr durch einen im Lagerhaus befindlichen Gastank, dessen Explosion ganz sicher auch Teile des Ausländerviertels vernichtet hätte, sollten schließlich sogar Bombenflugzeuge und schwere Artillerie eingesetzt werden. 

Vor diesem sicheren Ende, und durch Versprechen der Briten ermutigt, sie in der Internationalen Zone in Sicherheit zu bringen, kam es in der Nacht vor dem erwarteten Großangriff zu einem verzweifelten Ausbruchsversuch der Achthundertschaft. Die unter vollem Beschuß der Japaner über die Brücke zu entkommen versuchte, die ihr Ufer des Huang Po mit dem Botschaftsviertel verband. Es war ein Blutbad. Nur einige wenige erreichten die rettende Flußseite. 

Aber das Ereignis blieb nicht ohne psychologische Folgen, und ein Jahr später errang Tschiang Kai Schek tatsächlich den ersten Schlachtensieg gegen die zuvor für unbesiegbar gehaltenen Japaner. Nicht zuletzt die vielen Photo- und Filmaufnahmen, die die Verteidigung des Lagerhauses zu einer medial hochgeschriebenen Heldentat stilisierten, hatten auch in den USA eine Stimmung geschaffen, in der man die chinesischen Nationalisten unterstützen wollte. (Ehe sie 1945, vermutlich auf Drängen Stalins, den man damals noch nicht verärgern wollte, nicht nur Tschiang Kai Schek fallen ließen, sondern fortan gar den Kommunisten Mao Tsetung unterstützten.*) 

Morgen Teil 3) Gegenwart gibt es nur mit Vergangenheit. Eine verlogene Gegenwart braucht also eine konstruierte Geschichte




Sonntag, 14. Februar 2021

Gut plus guter plus Guterstes ist gleich China, oder so (1)

Wenn man um die engen Verbindungen des Großkapitals mit dem chinesischen "Modell" weiß, wundert man sich nicht weiter darüber, daß auf Youtube viele der Spielfilme der letzten Jahre, die in China produziert wurden, so einfach und kostenlos abrufbar sind. Anders als im Westen produzierte Filme, die peinlich auf Urheberrechtsverletzungen achtgeben und ihre Filmschätze hüten wie ihren Augapfel, daß nur ja kein Betrachter in den cinematischen Genuß kommt, ohne seinen Obolus am Eingang entrichtet zu haben. China macht es kostenlos.
 
Und wer - pars pro toto - den Film "Die Achthundert - The Eight Hundred" anschaut weiß, warum. Denn so haben es die Chinesen heutigen Zuschnitts gern, ja so brauchen sie es unbedingt: Kein Volk kann bestehen, kein Volk kann groß werden, das nicht auf einem Heldenmythos aufgebaut ist. Jeder Versuch, Zukunft auf einer gescheiterten Vergangenheit aufzubauen, muß umgekehrt scheitern. Wir erleben das ja derzeit. Und eine der Langzeitstrategien der 'Kommutalisten'*, die sich auf eine nicht begrenzbare Vorzeit berufen können.

Wir bringen deshalb den Hinweis auf diesen Film nicht als Empfehlung. Wenn er sehenswert ist, dann als Studienobjekt und für solche, die daran interessiert sind. Warnen aber sogar davor, das (ähnlich wie die Machwerke Steven Spielbergs) überzogen und mit dem Holzhammer präsentierte Schaufensterarchetyp "Heldenepos" als vermeintlich akzeptablen Kern des Films zu schlürfen. 

Oder die Jugend schlürfen zu lassen. Denn der Film würde in den Augen des VdZ zu sehr verwirren, und diesen an sich so großartigen, ja eine ganze Charakterbildung übernehmen könnenden Archetyp in ein dermaßen häßliches Gewand zu stecken. 

Und das trotz eines Epos, der ganz offensichtlich mit Hollywood konkurrieren, ja dieses in jeder Hinsicht erreichen oder übertreffen zu können. Angeblich hat "Die Achthundert" gigantische achtzig Millionen Dollar gekostet. Und man meint es zu sehen. Wie an der opulentesten Ausstattung, in der sich Massenszene an Massenszene reiht (bei zweieinhalb Stunden Dauer), mit Method-Acting-Schauspiel-Simulation bis zur Parodie, und so strapaziertem Symbolismus, daß er die Erzähllinie in tausend Einzelteile zerschießt. Sprich: Vor lauter Symbolen und Strass-Geflunkere sieht man kaum noch eine Handlung. Der dementsprechend auch jede gewachsene, also über Identifikation (und damit Vernunft!) funktionierende Dramaturgie fehlt. 

Was natürlich, wie sonst, durch laufend eingeblendete Erklärungen und einer Erzählstimme zu kitten versucht wird. Aber da ist nichts zu retten. So etwas kann nicht einmal noch den patriotisch ersoffensten Produzenten verborgen bleiben, wenn sie in ihren Privatkinos, bei Moët & Chandon und Salzcräckern, einen ersten Grobschnitt vorgeführt bekommen. Der VdZ wäre gerne beim PreScreening dabei gewesen, wüßte gerne, was man noch gemacht hat, um den Eintopf doch noch zu retten. Man kennt sich bis zum Schluß nicht nur nicht "auskennt", sondern selbst zum Notgriff rennt, an dem man sich etwas wie eine Erzählung zusammenschustert. Was "Die Achthundert" aber nicht zu leisten vermag. 

Höhepunkt der Lächerlichkeit, die sich somit ergibt, und in der der Film sogar noch Spielbergs Groteske "Gefährten - War Horse" übertrifft, ist in diesem von Geld aus jeder Pore schwitzenden Film die "durchgängige Linie" eines durch jede dritte Szene trabenden weißen Pferdes. Während durch Kameraeinstellung und Szeneneinstreusel ständig irgendwelche Symbole in den schließlich völlig überladenen Plastikblumenstrauß gesteckt werden, die nicht einmal nach einer Stunde noch Orientierung darin geben, was man überhaupt sieht.


Dabei hätte man aus der Geschichte sicher etwas machen können. Hätte man nur nicht versucht, sie in jene Reihe von Filmen zu stellen, mit denen China sich selbst die letzten ein- oder gleich fünfhundert Jahre der Vergangenheit in Bausch und Bogen schönredet, in denen das Reich der Mitte keineswegs geglänzt hat. Man hört nicht zufällig allenthalben, daß das Problem des China des 21. Jahrhunderts das Überwinden der zahllosen Demütigungen und Verletzungen einer Volksseele, die es so gar nie gab, und die dennoch seit Mao wieder aufgerichtet, also konstruiert werden soll. Mit dem frommen Wunsch, daß sich die Gegenwart als logische Entwicklung aus der Vergangenheit präsentiert.

Schwer in einem Land, in dem die Versuchung, auf derartig riesige, ja gigantische Macht zu verzichten - man stelle sich vor: Als "ganzer" Staat kann man dann eineinhalb Milliarden Menschen in die Waagschale werfen! - einfach zu übermächtig ist. Wie soll man in einem Land eine "natürliche Linie" in der Geschichte finden, wo an eine Lösung, diese zahllosen Völker und Volkschaften in eine selbst gewählte Form staatlicher Unabhängigkeit zu entlassen, also wirklich "Natur" zuwählen, nicht einmal mehr im Traum zu denken ist. Und wo die zum Staatssystem erhobene Gehirnwäsche, wie sie der Technizismus möglich macht, schon zu lange gewirkt hat, als daß noch schöpferisches Leben möglich sein könnte. An die Opfer und der Bewältigung von Schuld als einziger Schlüssel zum inneren Frieden, also zur "Natur", wagen wir dabei gar nicht zu denken. Denn dann schaudert es einen nur noch.

Teil, ja unverzichtbarer, wesentlicher Teil dieser Gehirnwäsche ist eben dann, die Vergangenheit so umzulügen, daß sie ins gesollte Narrativ paßt. Auf die dabei erfolgte Partiallähmung der seelischen Kräfte, die eine verwurzelte, "wirkliche", schöpferische Seelenentfaltung auf gar nicht absehbare Zeit verhindert, meint der Technizismus ja ohnehin verzichten zu können. Für den der Nationalismus, der den Sockel einer natürlichen Heimatliebe umdeutet und mißbraucht, ein hervorragend geeignetes Instrument der Herrschaft ist. Das weiß auch das heutige China, das auf gespenstisch geschickte Weise mit den natürlichen Bedingungen des Menschseins im Interesse des Totalitären umzugehen versteht.

Auch bei uns, übrigens, daß wir uns da nur nichts vormachen, liegt der Sachverhalt kaum anders. Und beileibe nicht nur in Deutschland, wo ein so offensichtlicher Geschichtsdogmatismus zugange ist, daß man schon alleine deshalb mißtrauisch werden sollte, ob nicht das, was in der Gegenwart (die immer eine Resultante der Vergangenheit ist) verschleiert werden soll, in Fehlern begründet liegt, die viel viel früher schon gemacht wurden, als behauptet wird. Der Fehler, um es konkret zu machen, war nicht 1933ff, sondern um ihn zu erkennen gehe man noch weitere hundert und mehr Jahre zurück.

Morgen Teil 2) Es gibt immer einen David



Sonntag, 24. Januar 2021

Wer auf Gott baut darf vertrauen

Diesen (ins Deutsche übertragenen) Bericht, in dem lokalen Bürger-Internetmedium cyberpress.hu aus Sopron ist derart bemerkenswert, daß ihn der VdZ den Lesern nicht vorenthalten möchte. Denn wo und wann finden sich derartige Aussagen von derartiger Größe, Schönheit, Wahrheit, Tiefe und Kraft. Käme es also nur auf die Worte an, wäre die Welt bei weitem noch nicht verloren. Denn hier spricht immerhin der Ministerpräsident sowie der Stellvertretende Ministerpräsident von Ungarn, sowie der aktuelle Bischof der Diözese Györ, von der Sopron ein Teil ist. Dessen Aussagen außerdem als Vorsitzender der Ungarischen Bischofskonferenz gesteigerte Autorität haben.

Anlaß war die Neueinweihung der zwei Jahre lang mit enormem Aufwand restaurierten St. Michaly-Kirche im Poncichter-Viertel von Ödenburg. Die eine der bedeutendsten und der bedeutendsten spätgotischen Kirchen Ungarns ist. Hier nun der Text aus cyberpress.hu

Im Rahmen des Modern Cities Program wurde die mehr als siebenhundert Jahre alte St.-Michael-Kirche in Sopron, die dem Schutzpatron der Stadt geweiht ist, mit staatlicher Unterstützung mit fast drei Milliarden Forint renoviert. Wir haben über das festliche Ereignis geschrieben, den Artikel finden Sie hier.  
Der MTI-Bericht (offenbar eine offizielle Gedenkschrift; Anm.) erinnert an die Gedanken der Festredner. Der stellvertretende Ministerpräsident Ungarns, Zsolt Semjén, betonte dabei, dass es heute eine besondere Herausforderung sei, das Böse zu erkennen, wenn es als gut, und das Gute, wenn es als böse beschrieben wird. Wir leben nämlich heute in einer Welt, in der „progressive Kräfte“ Haltungen gegen Gott und gegen die Kirche Fortschritt nennen. Für sie ist es eine positive Entwicklung, wenn es keine Kirche und keine Religion gibt, wenn die Nation nicht mehr wichtig ist, und sie die herkömmlich verstandene Familie durch neu definierte Formen von Familie ersetzen. 
In diese Lage hinein fordert der heilige Michael uns aber auf, nein zum „verborgenen Bösen“ zu sagen, damit Fortschritt nicht „Anti-Familie, Hungarophobie und Antichristianismus“ bedeutet, sagte Zsolt Semjén.

Er führte aus, daß wir aber im Tempel Gottes erfahren, wer Gott ist und was er ist. "Doch kann sein Wort nicht ausschließlich innerhalb der Mauern des Tempels verschlossen bleiben, zumal es in Raum, Zeit und Subjekt universell ist. Es ist heute genauso gültig wie vor zweitausend Jahren und hat nicht nur in dieser Kirche seine Heimstätte, sondern überall auf der Welt und in allen Lebensbereichen“, fügte er hinzu. Er erinnerte daran, daß genau aus diesem Grund in den letzten zehn Jahren dreitausend Kirchen im Karpatenbecken renoviert oder gebaut wurden. 
[Nur so, möchte man ergänzen, kann bei den Einzelnen wie in der gesamten Gesellschaft sowie in allen Bereichen das Gute von den Wurzeln in Gott her heil bleiben oder saniert werden.]

Am Ende seiner Rede las Zsolt Semjén einen Brief von Ministerpräsident Viktor Orbán an die Bürger von Sopron vor. Darin betonte der Ministerpräsident, daß die Weihe einer Kirche immer eine Stärkung der Wurzeln [eines Volkes und eines Staates; Anm.] bedeutet. 
Das Fest des heiligen Michael erinnert uns aber außerdem, sagte der Premierminister, daß der Christ in ständigem Kampf mit Mächten steht, die ihn angreifen. Damit können wir „in der Gestalt von Gottes größtem Krieger auch die Eigenschaft unserer eigenen Helden erkennen“. Derjenigen also, die für den Schutz ihrer Heimat, ihrer Familie gekämpft haben. "Es ist somit alles andere als ein Zufall, daß St. Michael der Schutzpatron der treuesten ungarischen Stadt ist," fügte Viktor Orbán in seinem Brief hinzu.*

Der Soproner Bürgermeister Farkas Ciprián (Fidesz-KDNP) betonte in seiner Rede, daß eine Stadt und ein Land, das Kirchen renoviert oder baut, fest auf seine Zukunft vertrauen kann. "Unsere Vorgänger haben uns eine reiche Vergangenheit hinterlassen. Aber es wäre ohne die Unterstützung der Regierung eine unmögliche Aufgabe, dieses Erbe zu bewahren." Damit verwies der Bürgermeister auf die Finanzhilfen im Rahmen des staatlichen "Modern Cities-Programm" für Sopron. Die Stadt befindet sich deshalb heute in einer beispiellosen Entwicklung, die vor 2010 selbst für die Optimistischesten eine Illusion war. 
In seiner Predigt sprach András Veres, Bischof der Diözese Győr und Vorsitzender der Ungarischen Katholischen Bischofskonferenz, darüber, daß es aber nicht Gott sei, der ein Gebäude brauche. Vielmehr brauchen wir Menschen diesen Tempel, die wir in seiner Gegenwart „verweilen“ wollen und müssen, um geistig und geistlich auferbaut zu werden. Der heutige Mensch "kümmert sich aber in einem Ausmaß um seinen Körper, das bereits jenseits des richtigen, notwendigen Ausmaßes liegt, sodaß viele Menschen zu verzerrten Gnomen werden".

Menschsein heißt, eine Einheit von Körper und Seele zu sein. Wenn aber diese Harmonie gestört wird, „versammeln sich riesige Menschenmengen in den Wartezimmern der Psychologen“. 
Weil der Mensch nicht mehr weiß, daß er die Heilung seines seelischen Gleichgewichts bei Gott suchen muß. Das sei auch der wahre Grund, fügte der Bischof hinzu, warum Völker und Kulturen aus der Geschichte verschwunden seien. 
Gegenwärtig wird in Ungarn eine Vielzahl von Kirchen gebaut. Das kann uns beruhigen. Denn solange Kirchen gebaut werden, wird eine Nation nicht aufhören zu bestehen, sagte der Diözesanbischof.

Anlässlich der Neuweihe der Kirche fügte András Veres die Kleider und Knochen des seligen Bischofs Vilmos Apor und des seligen Märtyrerbischofs Zoltán Meszlényi dem Altar bei.**


*Sopron bzw. Ödenburg begeht 2021 das hundertjährige Jubiläum der schicksalshaften Volksabstimmung des Jahres 1921. Worin sich der Bezirk (durch die erdrückende Mehrheit der Stimmen aus der Stadt Ödenburg selbst) für die Zugehörigkeit zum (damaligen) Königreich Ungarn entschied. Unter weiterer Berücksichtigung der Rolle Ödenburgs während der Türkenkriege führt die Stadt fortan den Ehrentitel "Civitas fidelissima - Die treueste Stadt (Ungarns)".

**Jedem Altar der katholischen Kultgemeinschaft wird eine Reliquie eines Märtyrers (als "sichtbar und sicher Heiligen") beigefügt. Dies ist die direkte Anbindung an die Tatsache, daß der katholische Kult ein Kult "über den Gräbern" war. Als direkte Eingliederung in die nie unterbrochene Reihe und Gemeinschaft aller Gläubigen als eigentliche Kirche, als Hinweis auf die Auferstehung und das Ewige Leben, in dem jeder Heilige gewußt werden kann und die somit im Altar geistig gegenwärtig weil ewig (=zeitlos gegenwärtig) ist, und als Fürbitter und Träger des Opfers Christi vor den Himmlischen Vater. Jeder Altar ist somit auch Sarg (Schrein) und Grab.

*090121*

Donnerstag, 7. Mai 2020

Humor müßte man haben

Na diese Werbung sollte einmal bei uns - und nicht in China - laufen. Der Shitstorm ist kaum ausdenkbar. Dabei ist sie gut und witzig. Und daß der Nationalismus nicht nur in China eine Schwester des Kommunismus ist, ist ja bekannt. Aber Humor ist eben heute Mangelware.





*170420*

Freitag, 17. April 2020

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus (4)

Sie finden hier eine Übertragung eines weiteren Artikels von Ianto Watt, der sich auf den Seiten von William M. Briggs ab 14. November 2019 findet (Teil 1 und Teil 2) und mit dessen freundlicher Genehmigung hier nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht. Auf vier Happen aufgeteilt, es wird täglich einen weiteren geben. Sein Inhalt scheint nur auf den ersten Blick sehr "amerikanisch". Das Schema, die historischen Bezüge und Muster, die man erkennt, die Archetypen, die Watt zeigt, finden sich aber in Europa und bei uns nicht weniger. Sie werfen ein weiteres erhellendes Schlaglicht auf das, was passiert. Und vor allem - wohin es gehen wird.

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus –
Gastbeitrag von Ianto Watt 


Erstmals veröffentlicht im Blog von 

William M. Briggs am 14. November 2019


4. und letzter Teil) Die große Partei
Wer sind diese Generäle? Es sind die verschiedenen militärischen, polizeilichen Elemente in diesem Vierfach-Szenario. Sie sind sämtlich in die verschiedensten religiösen Bürokratien verwoben, die oben beschrieben wurden, und zwar sowohl im Osten wie auch im Westen. Es gehört nicht viel dazu zu erkennen, wer die Generäle im Osten sind. Sie haben sich an Moskau geklammert, und sind ganz eng mit ihrem Bischof, also mit Kyrill, dem Kopf der Russischen (und Ukrainischen) Orthodoxen Kirchen. Sie haben alle dasselbe Ziel: Die Slawische Hegemonie. Und sie haben dieselbe Taktik. Sie denken wie Vlad. Sie denken also wie der KGB.

Am anderen Ende dieser politischen Achse sitzen die Jungs vom State Departement und deren Generäle. Sie sind alle tief verheiratet mit der Idee eines unendlichen Kriegs des Imperiums. Jenes Konzept also, das sie in totale Opposition zu Donald gebracht hat, der doch glatt versucht hat, uns (sic!) aus all solchen Verwicklungen herauszuschälen, und somit Amerika wieder in den Stand einer Nation zu bringen, anstatt in den eines weltbeherrschenden Imperium. 

Nun richten Sie einmal ihren Blick auf die verbotene religiöse Achse. Sehen sie diesen Burschen, den man Franziskus nennt? Betrachten Sie einmal, mit welchem Eifer er sich im Amazonasgebiet austobt, mit diesem Pachamama Idol, mit seinem Versuch, naturalistische Elemente in den übernatürlichen Korpus der Kirche einzugliedern. 

Schauen Sie einmal genau auf das Priestertum. Er hat längst begonnen, es zu verändern. Zeit, Frauen zuzulassen, oder? Und alle diese Hexenmeister auch gleich. Warum? Weil die Göttin Gaia es so verlangt. Na klar, Gaia ist dasselbe wie die Heilige Mutter Kirche. Wie können wir ihr nur den nötigen Respekt erweisen? Indem wir - going green! - "grün" werden, natürlich! Wir haben ja nur noch ein paar Jahre, nicht wahr? Nehmen Sie mich freilich nicht so ganz wörtlich. Aber immerhin sagen das auch sämtliche Medien, und der Deep State (der Tiefe Staat) sowieso. Also muß es auch so sein.

Franziskus hat die gleichen Generäle und Tief-Staatler, die ihn unterstützen, wie die politische Achse des Westens. Und ihre Vorgehensweisen ähneln sich auffallend. Haltet nur das Volk gespalten! Haltet es verwirrt! Vergewissert euch, daß alles übrige, das ihr jetzt sagt, dem widerspricht, was ihr gestern gesagt habt. Und sorgt peinlich genau dafür, daß das einzige klar erkennbare Thema, das übrig bleibt jenes ist, daß die Welt nur eine physisch-physikalische, innerweltliche Bedeutung und Sinn hat. Wir können das in zwei Worten zusammenfassen: Die Umwelt.

Das ist alles, was es gibt. Vergeßt also Himmel und Hölle. Außer für den Fall, daß ihr nicht Going Green unterstützt, denn dann werdet ihr auch in die Hölle geworfen, mit Sicherheit. Kein Wunder, daß der Westen in Unordnung und Verwirrung ist, religiös gesprochen. Das spiegelt nur unser politisches Durcheinander wider. Dieselben Generäle, dieselbe Agenda, dieselbe Taktik, dasselbe Ziel. Verbreitet man Verwirrung, erhält man eine erschöpfte Herde. Die entweder aufgibt, oder der Kirche davonläuft. Und das ist exakt das Ziel von Franziskus. Ein selbst herbeigeführtes Schisma. Das die, die noch am Glauben festhalten, dazu bringt, zu gehen.

Das ist die Umkehrung von Luthers Strategie. Er stimmte mit der Lehre nicht überein, und verließ die Kirche. Heute verlassen die die Kirche, die mit der Lehre der Kirche übereinstimmen. Das ist nahezu genial von Franziskus. Zwinge jeden, der mit Dir nicht übereinstimmt dazu, den Bus zu verlassen. Mache sie damit zu Schismatikern. 

Dasselbe also, was Bartholomäus im Osten macht. Große Geister denken ebenso. Sie könnten meinen, ich mache es mir zu einfach, aber Sie könnten damit falsch liegen. Es gibt generell nur zwei Seiten in einem Konflikt. Unabhängig von den verschiedenen lokalen Schattierungen in einem Streit, sind alle Beteiligten einer der beiden Seiten zugeneigt. Oft aber sieht man nicht alle Beteiligten. Und das ist der Fall, wenn man an die Generäle denkt, die Barti beraten. Ab diesem Zeitpunkt wird die Angelegenheit kompliziert.

Was meinen Sie, wer in den letzten Jahren zahlreiche Besuche in Konstantinopel absolviert hat? Schauen Sie mal. Hier, hier, hier, und hier. Nur um Ihnen einen kleinen, winzig kleinen Geschmack von dem zu geben, worüber die orthodoxe Welt immer berichtet hat. Wer hat die Griechisch-Orthodoxe Kirche in Athen besucht? Wer war am Berg Athos, dem geistigen Zentrum der Orthodoxie? Wer bei den Schismatikern in Mazedonien? Und wer Bartholomäus, viele viele Male während der vergangenen paar Jahre? 

Da wäre etwa Mike Pompeo zu nennen. Und zahlreiche andere hochrangige Funktionäre des State Department. Hier und hier, hier, und zur Bestätigung noch hier.

Betrachten wir den Zustand der politischen Angelegenheiten in der Welt - warum sollten diese Leute sich die Zeit nehmen, religiöse Würdenträger zu besuchen? Was ist da so bedeutend an ihnen, daß sie Höflichkeitstelephonate machen müssen, während sie mitten in einer der vielen Krisen stecken, die uns umgeben? Was kann es sein, daß sie Religion in der Außenpolitik so hoch einschätzen lassen könnte, was sehen sie darin? Ich finde das höchst seltsam. Wie viele Leute in den verschiedensten Abteilungen des Deep State (des Tiefen Staates) würden Sie schätzen, sind auch nur irgendwie religiös eingestellt? Natürlich auf andere Weise als in Wicca (Hexenmagie), natürlich. 

Das ergibt erst Sinn, wenn man begreift, da sie Religion als Vehikel dafür sehen, beim Kleinen Mann auf der ganzen Welt Anerkennung und Respekt zu ernten. In solch einem Fall hat es auch Sinn, dieses Vehikel mal zu versuchen und es für eigene Zwecke etwas zu entführen. Und das ist es genau, was diese Leute auch versuchen. Ja, für mich ist Pompeo Mitglied des Deep State, des Tiefen Staates.  Genauso wie Bolton. Und all die anderen Funktionäre der Bürokratie, die von diesen endlosen Kriegen abhängen, die ihre Positionen im Imperium gewährleisten und aufrecht halten. Es gibt keine politischen Differenzen zwischen Pompeo und Hillary. Beide gehören zur Kriegspartei.

Diese Kriegspartei und ihre Generäle möchten den Fußabdruck des imperialen Militärs aufrecht erhalten. Ihr Ziel ist sogar, diesen Fußabdruck weiter auszudehnen, nicht, ihn zusammen zu ziehen. Das ist der Grund, warum sie bei jeder diplomatischen Gelegenheit gegen Donald sind. Und die Bischöfe wollen dasselbe. Zumindest zwei von ihnen. Diese beiden zählen aber, es sind Franziskus und Bartholomäus. Sie versuchen ihr "spirituelles" Imperium zu erweitern, indem sie ihre Kräfte bündeln. 

Sie versuchen, die Kirche wieder zu vereinen, aber sie können das nicht, wenn sie das in ihren dogmatischen Positionen tun wollen. Das ist schon längst in Stein gemeißelt. Frag nach bei Kyrill. Also müssen Franziskus und Barti ihre Aufmerksamkeit auf anderes richten, um jeden Widerstand gegen eine Wiedervereinigung, die auf Falschheit beruht, zu überwinden. Also geht es hier um eine Wiedervereinigung, die auf Politik beruht, nicht auf Dogma.

Und hier ist sie, die Gretchenfrage, um die es aber geht. Wie bringt man den kleinen Mann dazu, sich bereitwillig in den Dienst am Imperium zu stellen? Man muß es so wie der Arianer Caesar und seine Arianischen Bischöfe (auf beiden Seiten) machen. Man muß auf der Trommel des Imperiums einen satten, nationalen Ton anschlagen. Die patriotischen Bürger, denen freilich der Kopf vom Trommeln etwas schwirrt, geben dann leichten Herzens in der Gewißheit ihr Leben, daß dieses ihr Opfer die Nation (und die Familie) in Sicherheit hält. 

Sicher wovor? Vor den Feinden Caesars, natürlich. Aber sind dessen Feinde wirklich unsere Feinde? Oder ist nicht Caesar der wirkliche Feind?

Untersuchen wir einmal das Herz des Glaubens ans Imperium näher. Gehen wir dazu nach Syrien, in jenes Land also, das den einzigen und sogar ziemlich wirkungsvollen Widerstand, und zwar aller Seiten (!), gegen Donald geliefert hat, als dieser (wie schon zahlreiche andere vor ihm) versuchte, diesen Vorhof zur Hölle zu verlassen. Plötzlich stießen beide Seiten der vorgeblichen politischen Streitparteien in ein und dasselbe Horn des Entsetzens, und maßregelten mit empörter Miene Donald dafür, wie er allen Ernstes glauben könne, daß es in unserem Interesse läge, diesen Mohammedanischen Saustall zu verlassen.

Beide politischen Seiten sind hier nun völlig einer Meinung. Mitch McConnel und Charles Schumer. Nancy Pelosi and Lindsey Graham. Max Boot and Karl Rove. Ich könnte das fortführen, aber warum sollte ich? Zeigt mir stattdessen, daß ich Unrecht habe! Zeigt mir, nachvollziehbar, warum unsere Nation auch nur irgendetwas von dem zu fürchten hätte, das sich in Syrien abspielt. Oder irgendwo anders in diesem gottverdammten Sand der mohammedanischen Wüsten. 

Was also sollen wir tun? Wie kommen wir aus diesem Saustall mit heiler Seele heraus? Wie können wir Donald so helfen, wie er versucht, uns zu helfen? Die Zeit läuft uns zwar davon, aber es gibt immer noch eine Chance das zu tun, was letztendlich alle Männer tun, um etwas zu beenden, und das ist, daß sie etwas demgegenüber änderten, das sie taten, als alles anfing. Weshalb sich immer Männer zu allen gefährlichen Zeiten der Geschichte in derselben Situation finden: Sie verändern etwas im letzten Akt, weil das Vorherige, das Bisherige nicht ausgereicht hat, das Übel zu besiegen.

Ich habe diesen Aufsatz mit dem Hinweis auf das begonnen, was Chlodwig getan hat, um den Sieg zu erringen. Ich werde ihn nun ebenso schließen, wieder mit einem Hinweis auf das, was er getan hat. Werte Bürger, hört mir also zu! Wenn Ihr eine wirkliche Nation wollt, für Euch und Eure Familie, dann solltet ihr Euch endlich in bessere Form bringen. Ihr werdet das brauchen, wenn ihr in die Schlachtreihen eintreten wollt, damit ihr allem, was die Imperatoren (und ihre Arianischen Bischöfe) auf Euch hetzen können, widerstehen könnt. 

Tut dann, was David und Joshua getan haben. Tut dann, was Konstantin und Patton getan haben. Bereitet Euch also auf eine Schlacht vor, denn es wird eine geben. Diesem Umstand werden wir nicht auskommen. Das Wichtigste dabei ist aber: Betet zu demselben Gott! Vereint Eure Gebete, und Ihr werdet von Ihm Kraft erhalten. Versammelt Euch, alle Ränge, vor diesem einen, einzigen Gott. Und laßt Euch von einem einzigen, treuen Bischof führen. Folgt Petrus, indem ihr die arianische Vorstellung von Gott und Mensch zurückweist. 

Steht alle zusammen auf den Schultern von Chlodwig. Doch steht auf Euren Knien! Dazu habt Ihr sie. Und das ist es, was Chlodwigs Männer taten. Beginnt also diese Eure Knie für das zu nutzen, wofür Gott sie geschaffen hat. Das ist die ultimative Kampfhaltung. Es gürtet Euch allem gegenüber, das kommen mag. Und es kann wahrhaftig Eure Feinde entwaffnen. Jeder echte Heide weiß das. Fragt nur Maximus, wie er überlebt hat.




Donnerstag, 16. April 2020

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus (3)

Sie finden hier eine Übertragung eines weiteren Artikels von Ianto Watt, der sich auf den Seiten von William M. Briggs ab 14. November 2019 findet (Teil 1 und Teil 2) und mit dessen freundlicher Genehmigung hier nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht. Auf vier Happen aufgeteilt, es wird täglich einem weiteren geben. Sein Inhalt scheint nur auf den ersten Blick sehr "amerikanisch". Das Schema, die historischen Bezüge und Muster, die man erkennt, die Archetypen, die Watt zeigt, finden sich aber in Europa und bei uns nicht weniger. Sie werfen ein weiteres erhellendes Schlaglicht auf das, was passiert. Und vor allem - wohin es gehen wird.


Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus –
Gastbeitrag von Ianto Watt
Erstmals veröffentlicht im Blog von 
William M. Briggs am 14. November 2019
Teil 3)


Wer sind diese unnennbaren Vehikel, die letztens erwähnt wurden? Wer sonst könnte noch denselben GPS Koordinaten folgen wie der Humvee und der Falkatus? Und warum scheint deren Potential für Zerstörung niemandem aufzufallen? Zuerst einmal: Weil niemand davon spricht. Weil sie eben nicht genannt werden dürfen. Es ist verboten, wie so viel eben im Leben in einem Imperium. Brechen wir aber dieses Tabu. Sprechen wir über das geistige Territorium, das Chlodwigs Männer angetrieben hat. Sprechen wir über Religion. Und sprechen wir dann über diese anderen Autos, und wer hinter deren Lenkrädern sitzt.

Das erste Auto auf dieser zweiten (und üblicherweise nicht gesehenen) Achse ist das ... Papa-mobil. Es wandert von West nach Ost, was eine völlig unnatürliche Richtung für das Heilige Rom ist. So wie der imperiale Humvee schlingert es auf der Fahrbahn hin und her. Nur findet dort kein Kampf um den Fahrersitz statt. Denn Franz (oder Franziskus) der Erste sitzt ganz alleine am Lenkrad. Und es sieht so aus, als würde er die Fahrt ziemlich genießen, selbst wenn sämtlichen Passagiere im rückwärtigen Teil des Wagens schon übel ist. Und zwar allen, egal ob Modernisten oder Traditionalisten. Jeder versucht die Bewegungen auszugleichen, ob das Auto nach links oder nach rechts schleudert. Je nachdem, und hin und zurück. Und wieder. Mittlerweile sprudelt der Fahrer ja sogar - wie er selbst zugibt - nur noch wirres, widersprüchliches und idiotisches Zeug aus sich heraus, und zwar eines nach dem anderen.

Was ist nun das andere Auto, das auf dieselbe Breitspurautobahn abzielt, nur aus der gegenteiligen Richtung? Das könnte der Cheka Sedan sein. Und er wird gelenkt von der Nemesis des Franziskus, dem Patriarchen Kyrill. Der Mann also, den Franz in Havanna vor ein paar Jahren zu bestechen versuchte. Ausgerechnet jenen Mann also, der keinerlei Anstalten macht, sich bestechen zu lassen, egal von wem. Franz bot ihm die Autokephalie an, aber Kyrill lehnte ab.

Und noch ein Auto fährt dieselbe Straße, wieder: Von Ost nach West. Dieser Fahrer ist der Cheka bereits voraus, aber er fährt einen Yugo, und es ist der

Patriarch of Constantinople. Nicht nur der Patriarch. Er ist sogar der Ökumenische Patriarch. Und dieses Wort Ökumenisch ist jenes machtvolle Wort, das Bartholomäus ermächtige, das Auto zu entführen, in dem er sitzt, das in der östlichen Orthodoxie aber außerhalb von Rußland (und der Ukraine) unterwegs ist.

Ehe Barti daherkam, gab es so etwas wie einen Östlichen Papst nicht. Es gab dieses Amt nicht. Denn nicht zuletzt ist der definierte Glaube der Östlichen Orthodoxie, daß es da kein Ding wie einen legitimen "Der Papst" nicht gibt, egal ob im Osten oder im Westen. Das, was ich hier Östlichen Papst nannte, wäre deshalb in den Ohren östlicher Orthodoxie weit aggressiver als das römische Konzept eines globalen Papstamtes. Bis in jüngste Zeit wären aber auch Gedanken wie ein Papstamt, das NICHT global orientiert ist, auf wenig Gegenliebe gestoßen. Jetzt aber ist alles, Ost- wie West-Papstamt, völlig aus dem Blick verschwunden. Nichts aus der Vergangenheit hat heute noch Gültigkeit. Und hier ist der Grund dafür.

Wir kennen die aktuelle Lateinische Situation. Der Blüte der lange sich bemühenden modernistischen Rose folgte ihr unmittelbares Verwelken. Im Westen ist die Zeit des Raskolnikow angebrochen. (Daß Sie, werter Leser, nun möglicherweise nicht wissen, was diese letzte Bemerkung bedeutet, sagt alles über den heutigen Zustand des (Un-)Glaubens in dem früheren Lateinischen Westen.

Die Welt des Ostens wurde erschüttert vom Anspruch des Bartholomäus, dem Patriarchen von Konstantinopel, daß er und nur er alleine die authentische Rolle eines Führers der Orthodoxen Welt inne habe. Eben "Ökumenische" Führerschaft. Er meint, daß ihm die anderen orthodoxen Kirchen rundum zu gehorchen hätten. Was nichts anderes bedeutet als "Papst des Ostens", was sonst, auch wenn es dafür keinen offiziellen Titel gibt.

Dabei gibt Bartholomäus vor, und zwar in jeder Hinsicht, daß sein Ziel eine Wiedervereinigung der Kirchen, und zwar Ost und West, ist. Um das zu erreichen, muß er zuerst einmal mit dem Papst im Westen übereinstimmen. Nur ist das Problem, daß diese Wiedervereinigung nur politischer, nicht spiritueller Natur wäre.

Diese Situation wirkt leicht betäubend auf die Vernunft, und zwar in mehrerlei Hinsicht. Zuerst einmal weil die Bedeutung des Papstamtes auf der Idee beruht, daß es nur ein Haupt der Kirche geben könne. Wenn Franz dem Konzept zustimmt, daß es so etwas wie einen östlichen Papst gibt, würde er im Endeffekt zugeben, daß seine eigene Rolle sich auch auf etwas Geringeres reduziert, nämlich auf die eines West-Papstes.

Umgekehrt hat Bartholomäus, wenn er nun sagt, daß es so etwas wie einen Ost-Papst gibt, den Glauben der östlichen Orthodoxie ins Herz getroffen und in Frage gestellt. Er würde die autonome (und autokephale) Natur der vierzehn "lokalen" Kirchen der orthodoxen Welt verleugnen. Bartholomäus gleicht damit Lincoln bei seinem Versuch, die Union zu bewahren. Außer, daß es da nie eine Einheit im Osten gegeben hat.

Die Idee einer sämtliche lokale Kirchen übergreifenden Einheit ist Anathema. Jede lokale Kirche ist niemandem außerhalb ihrem eigenen kanonischen Territorium verantwortlich. Und damit auch nicht gegenüber dem Papst, wie es ihn gibt. Diese Unabhängigkeit war die wahre Basis der Östlichen Orthodoxie, wie sie sich seit der Zeit des Photius gebildet und von der normalen Orthodoxie unterschieden hat. Und die das ist, was im Osten als Katholizismus bekannt war, ehe das große Schisma im Jahre 1054 formell stattfand.

Mit einem Mal aber versucht Konstantinopel, über Bartholomäus, der erste und nachdrücklichste Vertreter dieses schismatischen Ideals einer kirchlichen Autonomie/Autokephalie, eine romaneske Version des Papstamtes den übrigen dreizehn lokalen Kirchen des Ostens aufzudrücken. Das ist, um das Mindeste zu sagen, die empörendste und ungewöhnlichste Sache, die einem östlichen Ohr jemals zu Gehör gekommen ist.

Und es wird deshalb auch nicht besonders gut aufgenommen. Was einige Dinge in diesem ganzen Szenario erklärt. Wie erklärt man das Konzept eines östlichen Papstes den "ökumenischen Brüdern" in der östlichen Welt? Ganz einfach. Man stehle sein Auto und erzähle ihm dann, daß es ja ohnehin Dir gehört hat. Deshalb bist Du ja sowieso sein Papa, sein Papst. Er hätte nichts, gar nichts, wenn es nicht ohnehin für Dich gewesen wäre, nicht wahr? Also schluckt den Braten, Kinder.

Wir sind doch keine Geschwister ohne einen wirklichen Vater, oder? Wir sind immerhin eine Familie, das wird doch niemand bestreiten, und Barti ist ihre lange abwesende Vaterfigur, die sich jetzt aber geoffenbart hat. Wenn ihr dreizehn kleine Kinder das nicht mögt, dann wird Barti eben einige andere Waisen adoptieren und ihnen den Rest Eurer Sachen geben.

Im Wesentlichen ist es das, was im Osten durchgesickert war, als Barti begonnen hatte, alle die uralten "Bestätigungen" der Autonomie und Autokephalie neu zu interpretieren. Vergessen wir einmal, daß die meisten dieser dreizehn anderen, seit der Zeit des Photius bestehenden Lokalkirchen, Konstantinopel gegenüber nun genau das gemacht haben, was Photius Rom angetan hatte. Was auf nichts anderes hinauskommt als daß man das Auto des Alten Mannes gekapert hat (man hat die Besitztümer des Patriarchen, die sich in den Lokalkirchen befanden, an sich gerissen) und lauf weg von Zuhause.

Wie auch immer, es bleibt die Frage, wer nun noch im Yugo von Bartholomäus sitzt? Der eine ist Epiphany Dumenko, der Metropolitan der falschen Orthodoxen Ukrainischen Kirche (OUK). Der andere ist Hieronimus II., der Erzbischof von Athen und Primas der Griechisch-Orthodoxen Kirche.

Im Kurzen die Geschichte. Bartholomäus, der Erste unter Gleichen (Primus inter Pares) in der Orthodoxie, erweiterte seine Macht indem er den Titel des Ersten ohne Gleiche für sich in Anspruch nahm. Er vollzog das, indem er einseitig die Gründung einer neuen Kirche in der Ukraine anerkannte, die aus zwei schismatischen Kirchen bestand, die sich schon vor Jahren von der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche abgespalten hatten. Diese Ukrainisch-Orthodoxe Kirche ist es aber, die von den übrigen dreizehn lokalen Kirchen der östlichen Orthodoxie anerkannt wurde. Und zwar auch von Bartholomäus in Konstantinopel.

Das ist, als würde McDonalds neben dem bestehenden Franchise-Vertrag nun noch einen neuen Franchise-Vertrag einführen. Die neue Kirche (die Orthodoxe Kirche der Ukraine, OCU/OKU) erhebt nun Anspruch auf sämtliches Eigentum und Mitarbeiter (Gemeindemitglieder) der originalen Franchisenehmer, der Ukrainisch Orthodoxen Kirche (UOC/UOK).

Sehen Sie nun ein, werter Leser, warum alle die übrigen lokalen Kirchen über einen Papst Bartholomäus etwas nervös werden? Was geschieht, wenn sie ihm widersprechen? Er könnte einigen anderen Willigen einen neuen Franchise-Vertrag direkt neben dem eigenen gewähren, und dann heilige Eide schwören, daß den Neuen sämtliches Eigentum zustünde. Nun, was meinen Sie, werter Leser, wer diesen unglaublichen Betrug gekündigt hat? Die Unierten!

Das Eigentum, das Bartholomäus zu stehlen versucht hat (die UOC/UOK) ist zur Gänze der Russisch-Orthodoxen-Kirche (ROC/ROK) unterstellt. Die die größte der Einzelkirchen der östlichen Orthodoxie ist. Dieser 800-Pfund-Gorilla im selben Zimmer mit dreizehn lokalen Schimpansen der östlichen Orthodoxie. Jener Gorilla, der über vierhundert und mehr Jahre alle lokalen Kirchen finanziell unterstützt hatte, als sie unter Joch und Daumen des Sultans gekommen waren.

Barti und seine Quatschpuppe Dumenko versuchten sogar, eine von Kyrills Sommerresidenzen in der Ukraine zu rauben. Das hat Kyrill so richtig wütend gemacht. Und auch Vlad, wen sonst. Besonders seit Vlads Pläne sämtlich aufgegangen sind, und er auch alles sonst noch tut, um die Ukraine wieder in den russischen Orbit einzugliedern.

Beginnt nun die Sache endlich begreifbarer zu werden?

Wobei jetzt erst der wichtigste Punkt kommt: Die ROC/ROK ist fundamentalstes Element in der Unterstützung der Legitimitätsfrage von Vladimir Putin in Rußland. Was glauben Sie wem Vlad, der Fürst von Moskau, glaubt, wenn Kyrill seine Beschwerden vorbringt, und beklagt, daß hier ein versuchter Raub von Kircheneigentum im Schwange ist? Denn wenn Kyrills Ukrainische Kirchenprovinz in Richtung Westen umfällt könnte es glatt sein, daß Vlad niemals bekommt, was er so gerne möchte.

Verstehen Sie jetzt aber auch, was die Kriegs-Partei der Westlichen plant - das mit der Aufteilung des Heiligen durch das Profane beginnt? Wenn gelingt, was sie vorhaben, wird alles profan. Denn jeder von denen, die involviert sind und die ich bei diesem heraufziehenden Terroristen-Geschehen erwähnt habe, ist böse. Außer Donald. Er ist nur ein Heide der hofft, diese Aufteilung abwickeln zu können, ehe alle die übrigen Wagen eintreffen.

Machen wir aber vorerst einmal für eine Sekunde Zwischenstop, und erinnern wir uns, worüber ich im Ersten Teil gesprochen habe. Wer waren also die Bösen in diesem Spiel? Richtig, die Arianer. Und zwar sowohl die arianischen Bischöfe wie auch deren Generäle. Wissen Sie aber was? Die sind zurückgekehrt. Zombies sterben nämlich nie.


Morgen Teil 4)


 

Mittwoch, 15. April 2020

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus (2)

Sie finden hier eine Übertragung eines weiteren Artikels von Ianto Watt, der sich auf den Seiten von William M. Briggs ab 14. November 2019 findet (Teil 1 und Teil 2) und mit dessen freundlicher Genehmigung hier nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht. Auf vier Happen aufgeteilt, es wird täglich einen weiteren geben. Sein Inhalt scheint nur auf den ersten Blick sehr "amerikanisch". Das Schema, die historischen Bezüge und Muster, die man erkennt, die Archetypen, die Watt zeigt, finden sich aber in Europa und bei uns nicht weniger. Sie werfen ein weiteres erhellendes Schlaglicht auf das, was passiert. Und vor allem - wohin es gehen wird.

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus –
Gastbeitrag von Ianto Watt 

Erstmals veröffentlicht im Blog von 


Teil 2)


Chlodwig ist das Vorbild? Wir wollen es hoffen. Denn der hat gewonnen. Und wie hat er das geschafft? Zuerst einmal hat er sich mit dem geeinigt, was die allgemeinen Überzeugungen seiner Truppen waren, und die hat er gegen die Überzeugungen seiner Feinde gestellt. In diesem Fall gegen den Tiefen Staat des römischen Imperiums. Und dann hat er seine Truppen nach jedem Sieg vergrößert, indem er die Soldaten von seinen Feinden eingeladen hat, auf seiner Seite zu kämpfen.

Aber nur die Soldaten. NICHT IHRE ANFÜHRER.


Chlodwig war ein Auxiliar General (Hilfsgeneral für Legionäre; Anm.) in den römischen Legionen im späten 5. Jahrhundert. Das war ungefähr zu der Zeit, als die zentrale Macht Roms unter den Attacken meiner Cousins, der Barbaren, bereits ziemlich erschüttert war. Dabei war Chlodwig ja auch selbst ein Barbar, so wie die meisten seiner Männer. Das ist auch die grundsätzliche Definition von Auxiliartruppen, Hilfstruppen: Barbaren im Sold von Rom. Sie waren alles was in den Provinzen noch übrigblieb, als die italienischen Legionen bereits mehr und mehr gegen ihre Hauptstädte Rom und Konstantinopel zurückgedrängt waren. Aber die Soldzahlungen erfolgten bereits schleppend. Und das ließ manchen die Nerven durchgehen.

Das bedeutete, daß Chlodwig das war, was man heute "warlord" nennt, Bandenchef sozusagen, und es lag rein bei ihm, ob er es vermochte - oder nicht - mit seinem französischen Durcheinander zurechtzukommen, der zurückblieb, nachdem die patrizische Oberschichte die Szene bereits fluchtartig verlassen hatte. (Auf diesem Bild sieht man, wie so etwas bei einem gegenwärtigen Imperium aussieht.) Das war auch bei den angrenzenden Gebieten dasselbe, sie waren alle in derselben Situation, hatten alle dieselben Hilfstruppen, und waren alle von einem Barbaren-General angeführt, der vor demselben Problem stand wir Chlodwig.

Der bedeutende Unterschied war, daß alle diese Generäle der umgebenden Gebiete sich selbst als zivilisierte Römer sahen. Waren sie nicht alle zu der offiziellen römischen Staatsreligion konvertiert, dem Katholizismus? Hm, ja und nein. Wobei eher nein als ja. Klar, sie waren konvertiert. Aber nicht zum wahren Katholizismus. Stattdessen hatten sie sich für eine der ersten Aufblühungen des Protestantismus entschieden, die man damals Arianismus nannte.
Das ist jene Häresie, die da sagt, daß Jesus nicht seit aller Ewigkeit bestand. Seinen gottgleichen Status hatte er dann eher während seines vorbildlichen und außergewöhnlichen menschlichen Lebens erhalten. Und wenn ER das konnte, warum sollten sie das nicht auch können? War es nicht eine Tatsache, daß sie diesen Punkt sogar ebenfalls schon erreicht hatten? Waren diese Generale nicht schon genau so außergewöhnlich? Sie dachten mit Sicherheit so von sich.

So nebenbei ließ das die Lage so aussehen, daß sie mit dem erst kürzlich christianisierten Imperator - es hatte ja erst mit Konstantin begonnen - ebenbürtig waren. Das war politisch doch auch äußerst passend. Was für ein schönes Possenspiel!

Alle Generäle waren also Arianer. Außer einem: Clovis, der Heide, war der einzige, der kein Arianer war. Wobei die meisten seiner Soldaten keine Heiden mehr waren. Aber auch keine Arianer. Sie waren vielmehr Katholiken. Männer von der Straße, kleine Leute. Kleine Katholiken. Männer, die sich rund um einen einzigen spirituellen Führer auf Erden versammelt hatten. Und obwohl die Kirche mit dieser Arianischen Häresie fast gänzlich schon ruiniert worden war, sogar noch nach dem Konzil von Nicäa im Jahre 325, hatte diese Infektion den überwiegenden Teil der Bevölkerung NICHT angestellt. Nein: Es war der Großteil der Bischöfe, die vom rechten Glauben abgefallen waren, weil die arianischen Generäle ihren Willen durchgesetzt, die Bischöfe also nachgegeben hatten. In den Augen der Generäle war das das Ticket zur Legitimität. Denn wenn die Bischöfe sagten, sie waren von Gott gesegnet, warum sollte man daran zweifeln? Kein Bischof verweigerte den häretischen Generälen in jenen Tagen die Kommunion. Oder tat das einem seiner abgefallenen Brüder im Amt gegenüber.

Klingt das alles nicht irgendwie bekannt?

Als Chlodwig gegen diese benachbarten Generäle in den Krieg zog, waren seine Truppen nicht nur durch patriotische Gefühle (für ihre unmittelbare Heimat) mit Energie aufgeladen, sondern, was noch wichtiger war, durch eine gemeinsame Überzeugung. Eine Überzeugung, die ihnen als Menschen eine Würde gab, wie sie all den Heiden oder Arianern fehlte. Wen kümmerte es da, daß Chlodwig ein Heide war, solange er höchst wirkungsvoll gegen den römischen Tiefen Staat (solchen wie ihn Bischöfe oder Generäle darstellten) kämpfte?

Die Mehrheit der heutigen Kirchenhierarchie ist Teil des imperialen Tiefen Staates. Man schaue sich nur ihre Einkommenssteuererklärung an. Raten Sie mal, wer dafür bezahlt wird, staatliche "Nächstenliebe" zu betreiben.
 
Noch weitere Ähnlichkeiten gefällig? Dann erinnere man sich doch einmal an die Vorwahlsaison der Republikaner im Jahre 2016, als Donald mit siebzehn arianischen RINOs aufkreuzte. Romans In Name Only. Römer dem Namen nach. Sie alle waren vorgeblich Christen, aber alle waren von den originären (und immer noch gültigen) Dogmen der Kirche meilenweit entfernt. Dabei kritisiere ich Protestantismus hier natürlich nur wegen des mangelnden Zusammenhalts. Denn mit anderen Worten heißt das: Man kann nicht geeint zusammenarbeiten, wenn man nicht geeint IST.

Und das ist die Achillesferse unserer Nation. Dieser leuchtenden Stadt auf dem Berg. Wir können dem Imperium nicht widerstehen, weil wir ständig untereinander über Glaubenssätze streiten. Das bedeutet nicht weniger als daß wir unfähig sind, in einer geeinten Strategie vorzugehen, da brauchen wir von Taktik noch gar nicht reden. Schauen wir den Tatsachen doch in die Augen. War in diesem Aufgebot der siebzehn RINOs auch nur ein aktiver, praktizierender Katholik? Irgendeiner, der aktuell und aggressiv die katholische Orthodoxie verteidigte? Nein, mein Freund, der einzige, der uns unter diesen verwirrenden Umständen einen könnte wäre ein heidnischer Barbar. Mit flammendem Haar. Und einem katholischen Eheweib. Das ihn dann (und vielleicht tut sie es jetzt schon) wenn sich die Gelegenheit bietet zum Glauben bekehrt. So wie es Clothilde bei ihrem Chlodwig machte.

Bürger, stelle Dir einmal diese Frage: Wer, außer Donald, ist ernsthafter gegen den arianischen Irrsinn unserer Zeit aufgestanden? Wer ist in der Verteidigung Amerikas als Nation, der Amerikaner als Volk, aggressiver vorgegangen? Und dasselbe bei der Christenheit, in der Front der Abtreibungsgegner?

Nein, das nicht, vergleiche, werter Leser, ihn nicht mit einem Heiligen (und weise ihn dann wegen seiner offensichtlichen Schwächen zurück). Vergleiche ihn besser mit dem, was Du ohne ihn bekommen würdest. Denn was wäre das? Ein arianischer Herrscher. Im Arianismus geht es um "Weiterentwicklung", und wir wissen, wohin das führt. Schaue einer nur auf unseren letzten (neuen) Transgender-Kongressabgeordneten. Und mit jedem aus der Schar der Demokraten. Und - man muß die Wahrheit beim Namen nennen - bei dieser ganzen Höllenbrut von RINOs.

Chlodwig mag gegen seine römischen Generalskollegen gekämpft haben, aber nicht, weil sie Römer waren. Er hat gegen sie gekämpft, weil sie Arianer waren. Arrogante, imperiale Arianer. Männer, die von sich behaupteten, sie wären römisch, die aber nicht den Funken von Verpflichtung dem ursprünglichen Konzept der römischen Republik gegenüber fühlten, ehe sie das Geschlecht wechselte und sich zum Imperium wandelte. Wirkliche Männer fallen nie in diese "Entwicklungs- und Veränderungs"-Falle. Sie wissen, wer sie sind. Sie wissen, wer Gott ist. Und sie verwechseln diese beiden nicht.

Bedeutet das irgendetwas für Sie? Wissen Sie, worum es da wirklich geht? Glauben Sie, daß Gott und Caesar Freunde sind?

Nein, mein Freund. Chlodwigs Kampf drehte sich in allem darum, sich von einem Imperium zu befreien, das den Menschen auf die gleiche Stufe stellte wie Gott. Drehte sich darum, wieder einen Staat zu etablieren, in dem die Menschen ihre Treue zum wahren Gott über den König stellten. Drehte sich darum einen Anführer zu haben, der mit diesem Ideal übereinstimmte. Und das war das original römische Ideal.

Das ist der Grund, warum so viele der Armeen, die Chlodwig schlug, freiwillig in seine Armee eintraten, um sich dort dann für die nächste Schlacht gegen den nächsten arianischen General vorzubereiten. Letztendlich könnte man sogar sagen, daß Karl der Große auf den Schultern von Chlodwig stand. Jedenfalls wäre es klug von uns, diese Tatsache zu verstehen und so richtig einmal durchzuventilieren.

Fast niemand im Herzland Amerikas versteht, daß vor uns eine Kreuzung liegt. Alle glauben, daß es nur um ein Kopf-an-Kopf-Spiel im Politzirkus geht. Sie können sich nicht einmal vorstellen, daß da noch zwei (oder mehr) andere Fahrzeuge mit exakt denselben Absichten auf dieselbe Kreuzung zurasen, die aber im 90-Grad-Winkel darauf zufahren.

Amerikanische Nationalisten haben die letzten hundert Jahre (und länger) damit verbracht, das Imperiale Soma (siehe: Aldous Huxley, "Brave New World"; Anm.) zu sich zu nehmen, das da behauptet, daß Arianismus unsere wahre Religion ist. Man buchstabiert ihn nur wie "Amerikanismus". Und es steht auch direkt vor Ihnen: Arianismus. Genauso wie in Amerikanischer Exzeptionalismus. Oder, wie wir es heute sowieso schon nennen: Demokratie. Unsere wahre Religion des Neo-Konservativismus.

Dieses selbe politische System besteht sogar darauf, daß unsere originale Religion (die protestantische Christenheit) dieser alles übertrumpfenden Wahrheit untergeordnet ist, daß alles Heil von der Politik kommt. Und zwar von der Partei. Und von welcher Partei? Suchen Sie sich eine aus, sie sind alle gleich. Sie müssen nur hier unterschreiben, und das dann allen erzählen.

Unser Glaube ist schlicht und ergreifend von der Erastianistischen Richtung eines falschen Patriotismus in die Irre geführt. In dieser Version des "Patriotismus" wird die Nation über Gott gestellt. Während wir nach außen hin stolz erzählen, daß wir "eine Nation unter Gott" sind. Ist Ihnen jemals aufgefallen, daß der einzige Ort, wo es Gott gestattet ist, im Imperium aufzutreten, die Dollar-Note ist? Was uns so nebenbei einiges darüber erzählt, wen oder was wir wirklich anbeten, ob wir das begreifen oder nicht.
Und während wir klammheimlich darauf vergessen, daß unsere Nation als Republik verfaßt ist, und NICHT als Demokratie. Demokratie (also diese Form des Arianismus, wo alle Menschen Gott sind, oder dieser werden können) ist nämlich die Straße in den Ruin, wie schon der olle Aristoteles gesagt hat. Sie führt direkt zur Tyrannei.

Wenn wir auf dieser abschüssigen Straße bleiben, ist Tyrannei also unser letzter Zwischenstop. Denn es könnte sein, daß wir sobald wir dort ankommen, einen Zwischenstop erfahren. Ein kluger Mann würde das sogar in seine Berechnungen einplanen.


Morgen Teil 3)



Dienstag, 14. April 2020

Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus (1)

Sie finden hier eine Übertragung eines weiteren Artikels von Ianto Watt, der sich auf den Seiten von William M. Briggs ab 14. November 2019 findet (Teil 1 und Teil 2) und mit dessen freundlicher Genehmigung hier nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht. Auf vier Happen aufgeteilt, es wird täglich einen weiteren geben. Sein Inhalt scheint nur auf den ersten Blick sehr "amerikanisch". Das Schema, die historischen Bezüge und Muster, die man erkennt, die Archetypen, die Watt zeigt, finden sich aber in Europa und bei uns nicht weniger. Sie werfen ein weiteres erhellendes Schlaglicht auf das, was passiert. Und vor allem - wohin es gehen wird.





Die Lehren aus Chlodwig und seiner Armee gegen den Arianismus –
Gastbeitrag von Ianto Watt

Erstmals veröffentlicht im Blog von 


Teil 1)

Sind Sie je mit Autodrom-Autos gefahren? Wo man alle möglichen verrückten Kehrtwenden machen kann, und ohne Rücksicht auf Regeln quer über die Bahn fetzen kann, wo man mit anderen zusammenstoßen kann, ohne Angst haben zu müssen, jemandem wirklichen Schaden zuzufügen? Wo es keine Regeln des Straßenverkehrs gibt, und es nur einen Horror gibt - zu langsam dahin zu gondeln. Wo man einen schönen Totalzusammenstoß produzieren kann, der nicht mehr Wirkung hat als Herumgekichere? Macht Spaß, probieren Sie es!

Nur - haben Sie das je mit 100 km/h probiert?

Machen Sie sich aber darauf gefaßt, denn ich gehe davon aus, daß das bald kommen wird. Wir stehen sogar kurz davor, einen solchen maximalen Frontalzusammenstoß zu erleben. Sie meinen, ich spreche über unsere widersprüchliche politische Strategie? Das ist zwar nicht ganz falsch, aber das ist es nicht ausschließlich. Klar, es stimmt schon, die Politik in dieser Zeit ist so schlimm, daß es schlimmer kaum können könnte. Keine Anschuldigung, kein Vorwurf, der den Medien zu würdelos und niedrig ist. Als hätte man nur mit ihrer Fähigkeit zur Selbsthypnose kalkuliert. Nutten und Huren, wo man hinsieht. Und an mehr Orten, als man je gedacht hätte.

Aber die politische Situation ist in und aus sich nicht in der Lage, die Dinge so auf die Spitze zu treiben. Normalerweise können Menschen ja durchaus zwar von einer Idee besessen sein, aber trotzdem die Fähigkeit bewahren, dem Nachbarn noch genügend Raum zu lassen. Allerdings nur so lange als sie sich nicht entschieden haben zu glauben, daß es nur noch ihre Politik auf der Welt gibt. Und daß diese ihre Seite das Recht auf Wahrheit in der Monopolausführung gepachtet hat. Daß das Heil nur von ihrer Partei kommen kann.

Womit wir schon bei meinem ersten Punkt sind. Denn als Amerikaner stehen wir jetzt vor der Entscheidung, ob wir wirklich eine Nation werden wollen, oder das Gegenteil, ein Imperium. Beides zugleich geht nicht. Man kann nicht zugleich Romulus und Remus sein. Einer von ihnen muß sterben.

Wovon ich da rede? Daß wir kurz vor einem Hochgeschwindigkeits-Crash stehen? Absolut. Nach wie vor wird Das große Spiel am Broadway aufgeführt. Und genauso, wie das Römische Imperium nie ganz fiel, fiel auch nie das Britische Imperium. Zumindest sind ihre Financiers nie gefallen. Sie haben es alle bis heute irgendwie geschafft, zu überleben. Und jeder mit einem Auge und einem halben Gehirn ist in der Lage, die Trommeln für einen Krieg mit Rußland schlagen zu hören, die auch jene, die das Imperium führen, durch ihren Rhythmus steuern. 

Dasselbe Imperium, dieselben Wünsche, dieselben Resultate.

Ist es wirklich so simpel? Gibt es in diesem gigantischen Wettlauf der Hühner wirklich nur zwei Fahrzeuge? Oder gibt es da noch mehr Autos auf mehr Straßen, die alle zur selben Straßenkreuzung führen? Und haben diese dann dieselben Absichten wie die zwei politischen Fahrzeuge? Halten wir einmal inne, und denken wir einmal eine Minute darüber nach. Was könnte Männer dazu bewegen sich zu wünschen, in den Krieg zu ziehen, ja sogar: in den totalen Krieg? Gut, da gibt es einmal Patriotismus, der kann das sicher. Aber sonst noch was? Ja, auch das. Und zwar jenen Spieler, den man nicht nennen kann. Zumindest jetzt noch nicht.

Schauen wir uns einmal an, wem diese Autos gehören. Da haben wir einmal das Imperium, welches sich - SOP (Standard Operation Procedure, also Standardvorgangsweise) -  mit jedermann im Krieg befindet. Sehen Sie den Humvee, der mit Höchstgeschwindigkeit dahinrast? Erkennen Sie den Fahrer, den mit dem orangefarbenen Haar? Ich bin sicher, Sie erkennen ihn. Aber der Fahrer ist nicht wirklich das Imperium. Denn der Imperator ist nicht das Fahrzeug. Das ist er nie. Zu gefährlich, Sie verstehen. Der schaut allem nur mit sicherer Distanz zu. Und wenn er einmal etwas möchte, wird es ihm frei Haus geliefert.

So nebenbei, einen wirklich einzigen Herrscher gibt es nicht. Klar, Präsidenten wirken so, als wären sie wirkliche Herrscher. Aber die Geschichte hat uns gelehrt, daß diese Behauptung gar nicht stimmt. Die wirkliche imperiale Macht haust immer im selben Haus wie die Geldgeber. Die haben auf alles, was nur irgendwie von Wert ist, ein Pfandrecht. Wer dabei gerade der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist, egal zu welchem Zeitpunkt, ist nicht wirklich von Bedeutung. Von Bedeutung ist vielmehr, daß diese Geldgeber keinem Land wo immer auf der Erde verpflichtet sind. Keinem. Denn sie besitzen zwar in jeder Nation der Welt Häuser, aber wirklich wohnen, wirklich leben tun sie nirgendwo. Das sollten Sie nicht aus dem Gedächtnis verlieren, wenn sie das Spielfeld erkunden.

Diese Inhaber der Pfandrechte scheinen nun zu glauben, daß Donald die Präsidentenlimousine im Jahr 2016 gestohlen hat, und daß er nun versucht, damit über die Staatsgrenze (=Wiederwahl) zu entkommen. Um so in eine halbwegs sichere Situation zu gelangen, wo er zumindest nach seinen Vorstellungen dieses Auto seinen ursprünglichen Besitzern wieder zurückgeben kann. Mit anderen Worten: Es scheint da eine Auseinandersetzung darüber zu geben, wem dieses Auto überhaupt gehört.

Keine Frage ist, wer das Pfandrecht daran über die letzten hundert und drei Jahre besessen hat. Bis eben diese Pfandrechtseigentümer an dem Punkt gekommen sind, an dem sie glauben, daß Donald sie 2016 unrechtmäßig an sich gerissen hat. Und zumindest für eine kleine Weile sah es dabei so aus, als könnte er damit auf und davon rennen. Aber mit einem Mal, und mitten in einem Scheingefühl der Sicherheit, ist Donald's CIA "Leibwächter" im Passagiersitz neben ihm plötzlich seitlich nach links geglitten, hat seinen Fuß mitten auf den von Donald gestellt, und das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt. Das Bremspedal ist mittlerweile nur noch ein Haufen Brösel. Trump will raus aus Syrien? Vergiß es, Donald. Raus aus Afghanistan? Und sogar aus der NATO? Na das kannst Du erst recht vergessen. Raus aus der Ukraine? Daß ich nicht lache. Guter Versuch, Junge. Raus von egal wo? Na, hast Du noch alle? Die RePo-Leute des Imperiums geben nichts kampflos auf. Und kämpfen um alles bis zum Tod. Und zwar um Deinen Tod, Donald, darum geht es.

Und damit haben wir schon das wichtigste Problem für alle Insassen des Fahrzeuges. Da wird erbittert um jedes Rad gekämpft, und das Auto wird gefährlich zwischen den Leitplanken hin und her geworfen, ja es überschlägt sich sogar beim Vorwärtskommen. Es wäre schon ein Wunder, wenn es nur bis zur Halbzeit kommen würde, und das große Ziel kann es sowieso vergessen. Aber ich glaube eben an Wunder. Und es ist in meinen Augen schon ein Wunder gewesen, daß Donald unter diesem Druck der Anschuldigungen und Angriffe überhaupt so weit gekommen ist.

Das ist es also, das erste Auto, auf dessen Rücksitzen die patriotischen Imperiumssoldaten (wir) gefangen sind, während auf den Vordersitzen der tödliche Kampf anhält. Draußen ist es dunkel wie in der Hölle, und schon lange Zeit hat man kein Verkehrszeichen mehr gesehen. Wo sind wir überhaupt? Und kommen wir den Rücklichtern vor uns näher?

Offenbar nicht. Sie scheinen genauso schnell unterwegs zu sein wie wir. Unvermindert rast dieses Falkatus-Monster auf Rädern dahin. Es rast die Hauptstraße hinunter, und macht keinerlei Anstalten, einmal zu wenden. Der Fahrer hat nämlich eine Pistole an der Schläfe. Denn das ist die Art, wie in dem Geschäft gearbeitet wird. Keinen Moment denkt er daran, seine möglichen letzten Sekunden für eine bestimmte Mikro-Sekunde an Klugheit zu verkaufen, einfach indem er etwas Verrücktes macht, indem er zum Beispiel einmal heftig auf die Bremsen springt. Er kennt seine Geschichte. Genauso wie Leute, die wissen, daß das imperiale Rom endgültig vorbei ist, weiß er auch, daß die Sowjetunion Geschichte ist. Nur seine Führer sind es nicht. Besser den Wettbewerb der Halbstarken jetzt mitzuspielen, als später möglicherweise den Kürzeren zu ziehen. Es ist besser, den 'ehemaligen' KGB-Typen im Rückspiegel keinen Moment aus den Augen zu lassen, als nach vorne einen Blick durch die Windschutzscheibe zu werfen.

Was soll das, sagen Sie nun. Das ist doch nur eine weitere Episode dieses typischen Machtkampfes des Imperiums mit dem Möchtegern-Imperium von Rußland. Das haben wir doch fünfundsiebzig Jahre lang gespielt, und niemand hat jemals das Imperium besiegt. Ein paar Rückschläge, höchstens. Korea. Kuba. Berlin. Saigon. Kabul. Damaskus.

Alle diese vergangenen Duelle und Wettkämpfe wurden von amerikanischen Nationalisten gestemmt. Immer dabei im Namen der amerikanischen Imperialisten. Die meisten dieser vergangenen Geschehnisse sind zudem passiert, wenn die 

Kämpfer auf amerikanischer Seite überwiegend Christen 

waren. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, daß sich zwar die meisten selbst als Christen einschätzen, aber dabei übersehen, daß es eine Million unterschiedlicher Richtungen und Schattierungen in dieser Bekenntnisreligion gibt. Und täglich kommt eine neue Geschmacksrichtung dazu.  

Amerika ist immer eine protestantische Nation gewesen, und zwar ganz von Anfang an. Was sicherstellt, daß es niemals so etwas wie eine einzige richtige Lehre gibt. Eigentlich ist sogar das Gegenteil richtig. Und das ist genau die Art, wie uns die Meister des Imperiums auch kontrollieren. Wenn wir keine einheitlichen Überzeugungen haben, können wir auch nicht sagen, was uns zu einer geeinten Nation machen könnte. Umso freimütiger beten wir wie ein imperiales Mantra den Satz herunter, daß Amerika die Christenheit IST. Und umgekehrt. 

Also ist es auch egal, wenn wir sagen, daß Cesar dem Christentum nahe steht (oder eher sogar noch besser ist als dieses). Dazu muß man nur Max Boot* fragen. Oder Bill Kristol*. Oder Hillary**. Oder alle die übrigen in diesem tiefen (und breiten) Staat. 

Oder fragen Sie gleich auch Bill Buckley***, wenn Sie ihn mal sehen. Ach nein, den nicht, denn der war nie ein katholischer Amerikaner. 

Der war ein amerikanischer Katholik. Das ist dasselbe wie ein Protestant. Und alle diese Varianten und Spielformen sind auf die eine oder andere Weise nur eine Variante des Arianismus. Vielleicht etwas verwässert, wie man so sagt, aber die wesentlichen Elemente dieses Exzeptionalismus, dieses "Besondersseins"****, ist in ihnen allen enthalten. 

Und genau das findet sich im "American Exceptionalismus", diesem amerikanischen Glauben, außergewöhnlich zu sein, auf dem dieses ganze Imperium aufgebaut ist. Und dessen sich alle die oben Erwähnten auch fleißig rühmen. Alle die, die uns brav dem Cäsar unterworfen halten. 

Die Wurzeln der Varianten protestantischer Religiosität unter allen diesen "Einfachen Amerikanern" (einschließlich der amerikanischen Katholiken der Spielart, wie es die Jünger von Buckley sind) sind ein Ergebnis des mangelnden historischen Wissens über sie. Solcherart, unseren eigenen Fähigkeiten überlassen, sind alle diese einfachen Amerikaner unfähig, ihre Aktionen zu koordinieren. Sie haben keine allseits anerkannte Leitfigur, um die sie sich scharen könnten. Wir sind deshalb für alle, die einen gut durchdachten Plan haben, leichte Beute. Zu viele Religionen meint zu viele Häuptlinge, aber nie genug Indianer.

Dennoch unterscheiden wir uns vollständig von den Truppen, die voller Überzeugung dem heidnischen König Chlodwig gefolgt sind. Sollten Sie nicht wissen, wer diese historisch so herausragende Persönlichkeit war, und was er erreicht hat, wäre es Zeit, sich darüber schlau zu machen. Hören Sie auf, ein Faulpelz zu sein. Es gibt nämlich keinen anderen Weg auch herauszufinden, wer Donald wirklich ist. Oder sein könnte. Gegen WEN er wirklich kämpft. Und WOFÜR er wirklich kämpft.

Morgen Teil 2)


*Man könnte diese Namen vielleicht mit Leuten unserer Berichterstattung vergleichen, die als "Weise Leute" in den Medien hochgespielt werden, in Wirklichkeit aber eine Ideologie verkünden, Interessen führender Kreise vertreten, anstatt objektiv zu informieren. Die so aber das Publikum glauben machen, es liefe alles rund in unserem Staat, und die Menschen sollten ruhig bestimmten Leuten glauben.

**Da muß man nichts dazu sagen.

***William "Bill" F. Buckley ist ein als "besonders Konservativer" auftretender US-Nationaler. Alles zusammen also sind die angeführten Namen Personen, die sich als führende Stimmen der Konservativen gebärden und jede Menge Jünger haben. 

****Wie der Protestantismus, hat auch der Arianismus, der in den ersten Jahrhunderten nach Christus auftrat, mit der Losung eines "einfachen Verständnisses" gespielt. Luthers "den Leuten aufs Maul geschaut" war dabei aber genau kein "einfacheres Verständnis", sondern weil das Große, das Hohe nicht verstanden wurde (und eben nicht so einfach und ohne Mühe zu verstehen ist), wurde es nicht "einfacher ausgedrückt", sondern zu etwas Anderem simplifiziert. Nicht ohne zu betonen, daß alles doch dasselbe wäre. Das nun aber auch der bequemere, faulere Geist rasch "versteht". 

Sieh da, plötzlich war es auch populär! Jesus = Gott? Ach, das muß ja nicht sein, und seine Lehre ist ja auch so noch toll, muß man nix ändern, und Jesus war doch echt ein geiler Typ, nicht wahr? Und sieh da: Arianismus war schon zur Römerzeit die "Religion" der "Eliten". Denn wer selbst der Maßstab für "Bedeutung" ist, ist eben auch ... so besonders wie das oder der, was oder wen er "erklärt". Und das ist der springende Punkt.