Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Was Rundfunkgebühren und Kirchensteuern gemeinsam haben? Beide, sagt Manfred Kleine-Hartlage, leisten einer Versorgungsmentalität in Institutionen Vorschub, die nur noch selbstreferentiell auf Machterhalt ausgerichtet sind. Ihren eigentlichen Auftrag - die Wahrheit - verraten sie dabei und werden unbrauchbar. Denn die Existenz sowohl der Kirchen als auch der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hängt nunmehr direkt mit dem Bestand des Establishments zusammen, und so wurden beide zu deren Instrumenten, die schon lange nur noch versuchen, durch fortlaufend abgegebene "Nützlichkeitsbeweise" ihre Existenz zu rechtfertigen.
Der unlösbare Konflikt zwischen einem christliche fundierten - immer noch! - Abendland und dem Islam liegt im Kreuz. Es klingt so einfach, und es ist so einfach. Die Kreuzestheologie, auf der das Christentum basiert (übrigens: auch der Lutherismus! Luther hatte VOR 1517 eine ganz ausgeprägte, tief katholische Kreuzestheologie aufgebaut! die ihn aber ganz persönlich überforderte; s. u. a. Paul Hackers Untersuchungen dazu), die mittlerweile extrem unbeliebt weil unbequem in Europa und in der Kirche selbst ist (die sich an Grotesken derzeit ja kaum noch überbieten läßt), besagt, daß auch im Erleiden, im Erdulden, ja gerade dort - als Spannung zum logos hin - die wirkliche schöpferische Gnade für die Kirche als Neues Jerusalem, als Bezugspunkt der Neuen Schöpfung, erst aktiv wird. Das Kreuz ist das Eingangstor für die Gnade.
Diese Kreuzestheologie kennt der Islam nicht. Aus mehrfachen Gründen, es wurde an dieser Stelle darüber schon viel gesagt. Immerhin hat sich der Islam wesentlich aus dem Arianismus heraus entwickelt, das ist eindeutig zu sagen, und die Ablehnung der Gottessohnschaft Jesu hat genau diese Folge: Ablehnung des Kreuzes als Heilsweg.
Als sich im 7. Jhd. in Kleinasien (von Persien ausgehend) eine Bewegung bildete, die diese Fragmente des Christentumg, die irgendwie "herumschwirrten" und sehr verbreitet waren, gewissermaßen aufsammelte, stand dahinter klares politisches Bewußtsein. Denn der gesamte geopraphische Raum befand sich in einer Situation sozialer Revolution, nachdem er nach dem Rückzug von Byzanz in eine Machtvakuum gestürzt ist. Es kam zu einem Kampf aller (Stammesfürsten) gegen alle, in dem sich schließlich Hierarchien aus Siegerverhältnissen herausbildeten. Und nun wurde es notwendig, diese neuen Machtverhältnisse durch Religion zu legitimieren, denn anders läßt sich bis heute keine Macht legitimieren. Aber sie mußte positivistisch, moralistisch werden; WEIL ihr die Kreuzestheologie fehlte.
Ausgehend von ganz gewiß Einzelnen wurden also diese christlichen, aber bereits von ihren Grundlagen her entwurzelten Fragmente mit Elementen und dem Nomos angestammter Beduinenreligionen (denn es waren vor allem Beduinen, die sich schon dank ihrer Kampfesweise militärisch durchsetzten) vermengt. Deshalb finden sich im Islam ja auch tatsächlich wertvolle religiöse Momente, das ist völlig unbestritten. Aber politische Interessen lassen sich nur verfolgen, wenn sie auf religiöser Grundlage beruhen, und der Gründungsimpuls des Islam war politisch. Und rein politischer Klugheit waren auch seine sogenannten "goldenen Zeiten" zuzuschreiben; mit Religion im später hineininterpretierten "Islam"-Sinn hatten diese nichts zu tun. (Eine wirkliche historische Islamschreibung - aus politischen Notwendigkeiten einer "Einigung" - beginnt dann im 12./13. Jhd., und ab hier wurde der Islam auch kulturell impotent, ja er begann alles zu ersticken.)
Und so finden sich im Koran jede Menge sehr tagesaktueller politischer Interessen eingemengt, die im 8. und 9. Jhd. mehr und mehr unter sehr pragmatischen und politischen Gesichtspunkten heraus konzentriert wurden. Und in einer Symbolfigur "Mohammed" - als der "Perfekte Mensch"; einen solche Namen hat es nie gegeben, er bedeutet nur eine Transformation des "Gesandten" als alter aramäischer Begriff für ... Jesus Christus - ihre Kulmination und vor allem ihr Identifikationspotential entwickelte.
Wir richtig es aber ist, "den Islam" auch für Islamismus verantwortlich zu machen zeigt sich daran, daß eine Abgrenzung aus den Schriften aus denen sich auch der "gute", religiöse Islam bezieht, NICHT MÖGLICH IST. Es unterliegt rein subjektiver Interpreation, weil man von einem Islam als einer einigen Relgion, wie das im Katholischen sehr wohl möglich ist, als klaren Bezugspunkt, der eine Verifizierung möglich macht, nicht sprechen kann. Gerade diejenigen, die diesen religiösen Islam als "eigentlichen Islam" fordern, können sich schon lange nicht mehr durchsetzen.
Selbst wenn auch der VdZ keinen Zweifel hat, daß die meisten "einfachen Menschen" von einem politischen Islam grundsätzlich wenig wissen wollen - es sei denn, er greift dort, wo der Islam überhaupt ansetzt: in psycho-sozialen Erlebnissen und Situationen. Das war auch die Ursprungssituation des Islam, als er sich als solcher zu formieren begann. Durchgesetzt haben sich seit weit über 100 Jahren eindeutig politische Interpretationen. Literal finden sich im Koran freilich so gut wie alle Richtungen begründbar.
Eine klare, einheitliche, verbindliche Interpretation eines "Islam" ließe sich nur auf der Grundlage persönlicher Tradition aufbauen. Denn aus dem Buchstabensinn geht es niemals, ein Medienproblem. Ein geschriebener Text (abgesehen davon, daß ein Viertel der Koran-Suren als "dunkle Suren" von gar niemandem verstanden werden) läßt sich nur aus dem dahinterstehenden Geist interpretieren, Schrift ist nur eine Merkhilfe (und war es im alten Arabischen sowieso; die Kulturen dort waren eindeutig orale Kulturen, auf mündlicher Tradition aufgebaut).
Als Bezuugspunkt aber fehlt so eine Person, denn aus der Kunstfigur Mohammed läßt sich nichts eindeutig ableiten, sie ist viel zu widersprüchlich. Denn da mischten sich viel zu viele Einzelinteressen in die Erzählungen. Im 9. und 10. Jhd. erst begann man die insgesamt rund 1,5 Millionenen kursierenden Einzelerzählungen aus einem "Leben Mohammeds" - auf das sich eben alle bezogen - zu sortieren und auszuwählen, also auch hier: aus einem Geist heraus. Eine "gültige" Historie des islam und seines Propheten" wurde überhautp erst im 13. Jhd. niedergeschrieben, und darin finden sich dann jede Menge Details, bis hin zu kleinsten Einzelheiten und Worten und Sätzen aus seinen "Gesprächen".
Also auch hier - aus einem Geist heraus. Zu dieser Zeit hatte sich der Islam bereits ganz stark zentralisiert, ja die Vereinheitlichugn der Religion war Teil der Politik, nicht umgekehrt. Er hat sich damals in seiner politischen Dimension endgültig und historisch formiert. Parallel verlief nicht zufällig sondern bedingend der Aufstieg der Türken als die islamische - politisch-militärische - Zentralmacht. Ab da, übrigens, wurde er kulturell endgültig impotent. Der Mittelmeer- und Orientraum unter dem Einfluß eines politischen Islam verfiel kulturell.
Eine Lösung für dieses Problem, was denn nun der "eigentlcihe Islam" wäre, GIBT ES ABER GAR NICHT.
Sehen Sie dazu auch dieses kurze, aber aussagekräftige Video aus einer Sendung mit Manfred Kleine-Hertlage, der einer Muslima antwortet.
Was in diesem Vortrag von Manfred Kleine-Hartlage vorgetragen wird, sollte beitragen, die Selbstrezeption des Christentums - des Katholischen - zu stärken weil herauszufordern. Warum? Weil sich im Islam, der ja einer christlichen Häresie entstammt, und viel Einflüsse griechischer Philosophie trägt, verschwistert mit naturreligiösen Gegebenheiten arabischer Stämme, sehr viele sehr christliche Prinzipien ÄQUIVOK wiederfinden. Äquivok heißt, daß es dem Wortlaut gleich, aber dem Inhalt nach verschiedenf - nein: ANDERS - ist.
Denn rein äquivok ist die Position des Islam der Christlichen sehr gleich: Auch der Christ sieht den Naturzustand des Menschen in einer grundsätzlichen Position zu Christus gegenüber. Wo immer der Mensch NICHT christlich ist, ist er von seiner Natur entfremdet. "Anima naturaliter christiana est" formulierte es sogar noch das 2. Vatikanische Konzil. Worauf sich das gesamte pastorale Verhalten - auch des jetzigen Häretikers am Papstthron - beruft. Worauf sich eine ganze Theologie (Karl Rahner!) bezieht. Eine ganze Theologie, die "nouvelle theologie", wie es bezeichnet wird. Alle Menschen können deshalb gar nicht anders als gerettet sein, weil Christus als "Stellvertreter des Menschseins" für "alle Menschen", die naturaliter Christen sind, gestorben ist, und erlöst hat. Diesen Unsinn verkündet ja der derzeitige geistlos-närrische Papst am laufenden Band, wenn er nicht von Vatikanischen Dikasterien irgendwie in Schranken gehalten werden kann.
Wenn sich also Europa in den derzeitigen brennenden politischen Fragen auf eine Abgrenzung gegenüber dem "absolutistischen" Anspruch des Islam beruft, auf "Toleranz " im christlichen Namen beruft, so weiß es nicht, was es redet. Kennt seine eigenen Wurzeln nicht. Denn wer nicht getauft ist, so die katholisch-christliche Auffassung, ist nicht nur nicht gerettet, er ist nicht gerettet, weil er nicht Mensch im Vollsinn des Menschseins ist.
Die Empörung gegen den Islam ist also vielfach erschütternd grotesk und substanzlos. Denn da werden explizite Ansprüche des Islam als prinzipiell "anti-christlich" oder "anti-europäisch" bezeichnet, die es nicht nur nicht sind, sondern auf denen das Abendland sogar beruht. Deren Unterscheidung ein beinhartes Kriterium nur möglich macht. Das der Anerkennung der Erlösung der Welt durch den menschgewordenen Gott Jesus Christus bedarf. Sonst wird es ununterscheidbar.
Und WEIL das nicht mehr gewußt und rezipiert wird - woran die Liturgie ihren dramatischen Anteil trägt, weil sie nicht mehr Jesus Christus als Gestalt und damit, DAMIT als Heilmittel sieht - deshalb tritt der Islam in Europa alle Türen ein, die längst offen sind. Sich dagegen abgrenzen zu versuchen ist diesen allen - damit ganz Europa! - lächerlich! Sie wehren sich gegen die Konsequenz ihrer eignene Gottlosigkeit, wehren sich gegen das, was sie selbst herbeisehnen.
Und das macht die Islamkritik - auch in diesem Fall - höchst gefährlich, basierend auf der Unkenntnis der europäischen Grundlage. Denn verbal ist der Anspruch des Christentums keineswegs anders, oder gar "rassistisch", wie das des Islam, wie es Kleine-Hartlage gar meint. Wer die christlichen Wurzeln des Islam nicht kennt und sich von seiner Ideologisierung abschrecken läßt, ohne metaphysisch ausreichende Wurzeln zu haben, wird mit dem Islam auch das Christentum ausrotten. Das Problem des Christentums mit dem Islam beruht darauf, daß der Islam eine HÄRESIE des Christentums ist. Darauf ruht dessen Ideologisierung. Nicht auf inhaltlichen Aussagen. Er ist eine Art Scheidewasser der Christen in Europa. Denn die meisten, die sich gegen den Islam wehren, sind in Wahrheit häretische Christen, die nur nicht wahrnehmen wollen, daß sie keine Christen - sondern implizit Muslime - mehr sind.
Und wir bleiben gleich mal auf Manfred Kleine-Hartlage. Denn was er in diesem Video anschneidet, ist tatsächlich von allerhöchster Brisanz. Wenn eine Frau Merkel erzählt, daß nationale Gesetzgebung zugunsten einer internationalen Organisation aufzugeben habe, dann ist das von höchster Brisanz. Denn das ist ein Verbrechen, nicht einmal nur Geistesgestörtheit. Anders kann man das nicht bezeichnen. Und das wird auch nicht besser, im Gegenteil, wenn der Kirchliche Klerus das auch noch unterstützt. Es ist im übrigen auch gegen jedes Naturrecht, gegen die Rechtsidee selbst gerichtet. Der derzeitge Klerus kennt dieses Naturrecht ja bestenfalls noch aus abklatschartigen Dissertationen. Verstanden hat er es nicht mehr.
Höchst brisant, in vielem absolut richtig - dieses Video von einem Vortrag des Genannten. Wir haben es heute mit erschütternden Verrücktheiten zu tun, die jedes Sozialleben, und damit jedes Individualleben, zerrütten. Die die umstürzlerische Entmachtung der derzeitigen Eliten mit lautem Schreien fordert. Ein altes germanisches Recht, übrigens. Thomas von Aquin begründet jene Situation, in der Revolution - "Tyrannenmord" - sehr wohl gerechtfertigt ist. Vielleicht sind wir längst so weit. Und Papstkuschertum gibt es ohnehin erst seit den wirklichkeitsentfremdenden Sozialstaatskuscheleien, die große Tragik der Verkündigung des Unfehlbarkeitsdogmas. Die Situation der Wirklichkeitsverweigerung des hiesigen Klerus beweiste es vorne und hinten.+
Noch eine Kleinigkeit, die aber keine ist: Wenn Kleine-Hartlage richtig sagt, daß kein Staatsgefüge wo sehr wie die Demokratie ein Staatsvolk voraussetzt, so muß dem hinzufügt werden: daß der Staat in gewisser Hinsicht auch sein Volk SCHAFFT. Der Staat ist eine Münze mit zwei Seiten, was viel über das Wesen des Seins aussagt. Was als Gestalt IST, EMPFÄNGT nicht nur seine Gestalt aus Gegebenheiten, sondern es SCHAFFT diese im (zeitlich nicht trennbaren) Gegenzug. Es liegt am logos, am seinvollen Wort. Dem schöpferischen Wort.
Der beste, pointierteste Vortrag von Manfred Kleine-Hartlage, den der VdZ kennt. Was ist passiert, wenn der gesunde Hausverstand (G. K. Chesterton titulierte gar ein Buch über den Katholizismus mit "Die Philosophie des Hausverstands") zum Ausweis moralischer Verworfenheit - "rechtsradikal" - wird?
Das Zitat von Jean Claude Juncker nimmt einem fast den Atem, wenn man nicht wüßte, daß es ja längst generell so ist: "Wir beschließen etwas, warten, wie die Leute reagieren, die sowieso gar nicht begreifen, was da passiert, und wenn sie nicht reagieren, gehen wir weiter, schaffen Tatsachen, hinter die zurückzugehen nicht mehr möglich ist." Das ist das Wesen der Politik, die wir seit Jahrzehnten erleben!"
Politiker, Elite, Klerus - sie haben jede Relevanz verspielt. Wäre nicht das Element des Sakramentalen - sie alle wären wie Krätzeschorf auszustoßen. Es braucht DRINGEND jeweils neue Politiker, neue Elite, neuen Klerus. Es braucht dringend Vernunft! Das Bestehende ist zu verwerfen, es hat sich aus Interessensverblödung - Klerus uind Interesse? Kein Kleriker, kein P=olitiker, der nicht "etwas werden" will! MAN BEACHTE DIE ROLLE DER MÜTTER DABEI. Sehenswert! Überall gleich. Mütter, die verlangen, daß endlich was aus ihren Söhnen wird* ... erschütternd - dem Spiel gebracht, ist zum Schrecken geworden, der schuldbeladen nur noch versucht, sich auf ein Eiland der Rechtfertigung zu retten.
*Die Rolle der Mütter am Feminismus, an der derzeitigen Tragik der Frauen (denn darum handelt es sich: Selbstverfehlung aus übernommenem Ehrgeiz!) und damit an der Kirche (und den Politikern, dem säkularen Klerus) ist nicht einmal annähernd rezipiert. Dabei ist sie entscheidend!
Es gibt eine Korrumpierung durch eigene Schuld, die vermeintlich eigene Schuld abträgt, in Wahrheit sie in die Gegenwart trägt und sogar vergrößert - um die Anfrage der Gegenwart. Das tritt überall dort ein, wo die eigene Schuldhaftigkeit als Argument verwendet wird, den Anspruch des logos - der wie Y Gasset sie nennt: utopischen Konstruiertheit des Menschen - abzuwehren, weil man selbst nicht das Recht hätte - durch die eigene Verstrickung durch Schuld! - ihn zu verlangen, ihm gemäß zu handeln.
Das geht bis in die Erziehung hinein, wo dem Selbstsein der Menschen (das angeblich heute so im Vordergrund steht; das Gegenteil ist der Fall) jede Richtlinie, jede Autorität zu verweigern ist, weil der Autoritäre selber in Schuld verstrickt ist. Wie sollte es auch anders sein? Denn kein Mensch, der Gott ist! Aber doch der Anspruch? Dann gäbe es keinen Weg mehr, den Willen Gottes - des Seins - anfügsam zu werden.
TROTZ eigener Gebrechlichkeit ein Ideal aufrechtzuhalten und zu fordern - das ist nicht Heuchelei, sondern das ist das Wesen der menschlichen Verantwortung. Eigentum zu behaupten, obwohl man um seine Gebrechlichkeit und Unverdanktheit weiß, das ist Größe.
Ja, zweifellos, dasselbe Nichtsige ist es auch, wenn ein Papst verkündet, er dürfe nicht urteilen, denn "wer bin ich um zu urteilen". Eben. Er ist als Mensch nichts, ein Trottel. Aber - ein Trottel wie wir alle, was sonst? Aber sein (oder: das jedem Menschen eigene, zugeschriebene, zufallende) Amt, der logos, auf den hin er sich zu strecken hat, darum geht es. Sonst wird man nicht einmal subjektiv Mensch (und das heißt: Persönlichkeit). Sie ist das objektive Teil im Gesamtgefüge der göttlichen Ordnung, also innerhalb der Ontologie der Welt, und deshalb unaufhebbare, vorausliegender, verpflichtender geistiger Beziehung als Mensch, der Mensch "nach seinem Abbild" ist, nach Gottes Abbild. Deshalb ist jedes Menschen Maske heilig, nicht der, der die Maske zu erfüllen versucht, oder sich "hinter ihr versteckt" - er muß sich verstecken, denn erst dann ist er logos-gemäß!
Im Privaten oder Privatimeren ist diese Argumentation schon seit langem verankert. Und es ist die Verweigerung des eigentlichen Menschseins - das das Tragen einer Maske ist. Auf diese Maske hin sich zu transzendieren ist aber erst das eigentliche Menschsein: im Sterben, im Kreuz, im Tod erst wird das neue Leben, ja wird überhaupt Welt und Leben.
Deshalb ist es einerseits völlig richtig, wie in diesem Video auftaucht, daß die Schuld der Deutschen an den Verbrechen des Holocaust natürlich die Schuldbelastung jedes Deutschen auch im Jahre 2016 ist. Aber das ist alles kein Hinderungsgrund (und die Schuld der anderen Völker exculpiert niemanden), der eigenen Maske treu zu sein, sich auf das Deutschsein (Problemanmeldung, der Leser dieses Blog kennt die Argumentationslinie ...) hin zu transzendieren.
Das Grundproblem der Gegenwart scheint in den Augen des VdZ überhaupt mehr und mehr nur ein Problem des logos zu sein, der Transzendierung auf diesen hin. Auf die idea, auf das einerseits nie, anderseits immer konkretisierbare weil nur im Konkreten überhaupt seiende Puzzleteil in der Ordnung Gottes (und damit der Vorsehung, des Planes Gottes, dem Wissen Gottes) hinzuspannen. Darin liegen vielleicht sogar alle Form- und Gestaltprobleme, darin liegen alle faktischen Gegenwartsirrwitze gegründet. Es hat mit dem Verleugnen des logos in Jesus Christus zu tun. In dem der logos Gestalt wurde, Welt wurde, bzw. sich als Welthaftigkeit offenbarte. Als Analogie zur Trinität Gottes.
Und das gibt auch Europa und jedem einzelnen europäischen Staatsvolk die Pflicht, SELBST zu sein. Und dieses Selbstsein zu wahren, zu pflegen, zu entwickeln, und auch - zu schützen. Es gibt Kollektivbelastung durch Schuld. Aber das darf kein Volk hindern, sich nach seinem Selbstsein auszustrecken. Oder glaubt jemand der Gutmenschenbesoffenheit, daß Zuwandernde ohne Schuld kämen?
In jedem Fall bösartig ist, wenn eines Handeln beschränkt werden soll, weil man auch gesündigt hätte. In jedem Fall bösartig ist, wenn man nicht handelt - als Politiker, und hier trifft es wohl Angela Merkel am direktesten! - weil man an seiner eigenen Schuld trägt. Das heißt in jedem Fall: an die Vergebung der Sünden nicht zu glauben. Vermutlich war Merkel (als Protestantin) noch nie in ihrem Leben ... beichten. Die Art des Umgangs mit der Holocaust-Schuld als Problem des deutschen Protestantismus zu untersuchen wäre wohl lohnenswert. JA, müßte man hingegen den Deutschen (und Österreichern) gerade in diesem JAHR DER BARMHERZIGKEIT zurufen: Auch der Holocaust WIRD VERGEBEN, wenn ihr ihn vergeben lassen wollt! Daß er das nicht wird, wird wohl von manchen behauptet, von jenen, die von dieser Handlungsfessel profitieren umso mehr. Aber ES STIMMT NICHT. Ja, es gibt eine historische Schuldbelastung JEDES auch heute lebenden Deutschen. Aber es gibt keinen Grund, sich davon korrumpieren zu lassen!
Das tun nur jene, die nach wie vor in dieser Handlungs-Schuld-Beziehung stecken, als wollten sie es selbst wieder tun. Deutschsein ist in jedem Fall eine Universalie, eine Realität. Deshalb auch belastet mit Schuld, von Urzeiten her, denn der historische Zusammenhang ist niemals auseinanderzureißen. Das Heute IST ganz real und tatsächlich aus dem Gestern. Aber es ist ZU ENTSCHULDEN.
Gut und aspektreich in diesen Bezügen diese Diskussion mit Manfred Kleine-Hartlage. Deshalb sei ihre Aufzeichnung hier eingefügt. Leider werden diese Diskussionen um zwanzig Jahre zu spät geführt. Denn wir brauchen nicht mehr zu diskutieren, daß der Islam nicht kulturkompatibel ist. Es wäre höchste Zeit zu diskutieren, wie wir mit diesen Enklaven - anders ist das nicht zu lösen! - umgehen. Und die Schuld der Politiker aufzuarbeiten. In Prozessen, in Urteilen, in Schuldtrage, ohne jede Frage.
Was ein groteskes Bildchen aufwirft. Denn die heutige Diskussion um die Frage, ob der Islam zu Europa paßt, und wie, die Schuldigen an dem Unumkehrbahren - daß wir Millionen Muslime bereits in Europa haben! - verschleiert. Diese "rechten" Diskussionen dienen deshalb den linken Politikerverbrechen, weil die Zusammenhänge auf den Jupiter geschoben werden. Dabei sind sie Themen der Vergangenheit. Ein weiteres Kapitel der ... vergangenen Schuld.
Was zu einem wichtigen Schluß führt: Der PESSIMISMUS, dessen sich viele heute bezichtigen, ist gar kein Pessimismus, er ist das Zurkenntnisnehmen eines Vergangenen, er ist ein vergangenes Urteil. Wir müssen nicht mehr diskutieren, OB der Islam zu uns paßt. Wir müssen diskutieren, wie wir trotz dieser unvereinbaren Fremdelemente, die eine vergangene verbrecherische Politik ins Land schob, eine homogene Kultur bewahren können. Denn der Islam war nie integrabel. Wir brauchen nicht einmal mehr diskutieren - es ist zwanzig Jahre zu spät! - OB Muslime in Ghettos/Reservaten konzentriert werden sollen. Wir haben nur zu fragen, wie wir damit umgehen, DASZ DAS LÄNGST SO IST, daß unsere Länder in Gefüge von Parallelgesellschaften umgefallen sind, und welche Staatsform wir schaffen, um dem gerecht zu werden.
Zu verlangen, daß "endlich" das Volk aufstehe, ist in sich aber bereits links, und von Rechten vorgebracht schlicht erbarmungswürdiges Kalkulieren mit dem Handeln der anderen. Es ist nämlich vor allem eine Verweigerung der eigenen Schuldaufarbeiten von Menschen, die diese Selbstgefährdung hätten verhindern können. Der VdZ hat daran keinen Zweifel. Entstanden aus millionenfachem Verweigern des Kreuzes, das nun intellektualisiert auf "objektives, empirisch fundiertes Denken" verschoben werden soll.
Verschmelzung von Staaten zu sopranationalen Organisationen - Der nächste Vortrag von Manfred Kleine-Hartlage. Mit interessanten Überlegungen zum internationalen Recht. "Selbstverständlich muß internationales Recht vor nationalem Recht gehen." Staaten sinken zu bloßen Verwaltungseinheiten globaler Organisationen und deren bindender Beschlüsse herab. Staaten zu kontrolieren ist aber nicht schwer. Man muß nur die Universitäten kontrollieren. Und damit die Eliten. Da braucht es keine großen "Absprachen". Es genügt die selbe Ideologie.
Übrigens ist damit selbstverständlich auch die Analogie zu den Geschehen in den Familien, in der Familieinpolitik dargestellt. Wer in die Gesamtbedingungen eines Gebildes eingreift, nimmt natürlich auch den jeweiligen Organismen ihre interne Regulationsfähigkeit. Dem Staat seine Hoheit, der Familie den Vater.
Sehr richtig Kleine-Hettlages Hinweis: Um die Situation zu begreifen, fehlt bereits die Begrifflichkeit. Es fehlen die richtigen Fragen. Wie der VdZ schon vor vielen Jahren hier publizierte: Ein Volk beherrscht der, der die Fragen beherrscht, nicht die Antworten. Die politischen Konflikte hierzulande sind ein Scheintheater. Sie sind allesamt von derselben Ideologie geprägt.
Völker werden aber in "Bevölkerung" aufgelöst, damit ihr Grund im staatsbegründenden Zusammenhalt aufgelöst. Nationen werden von zwei Richtungen her "entkernt". Durch Übertragund staatlicher Souveränität auf sopranationale Verbindlicheiten. Durch Masseneinwanderung, die den Volkszusammenhalt "durch notwendige Vielfalt" auflöst. Konsequent von der Politik betrieben durch fortlaufende kleine Schritte*, die irgendwann in eine großen Tatsachen enden, die nciht mehr rückgängig zu machen sind.
*'Der VdZ hat diese Charakterlage der Weltbewältigung als die Gegenwart zunehmend bestimmende, in den Menschen ablesbare "Pfützenmentalität" bezeichnet hat: Wasser hat nur solange Form, solange es aufgehalten wird. Es nimmt selber aber nie Form an. Sobald dieser formbildende Widerstand auch nur ein wenig nachgibt, fließt das Wasser nach. Unentwegt. Nie wirklich zurückgehalten.
Es lohnt zweifellos, den Vorträgen (und Büchern) von Manfred Kleine-Hartlage zuzuhören. Der Mann ist gut, der gehört in die Suppe, würde einer der früheren Lehrer des VdZ dazu gesagt haben. Er zeigt zweifellos klares Denken, und seine Aussagen decken sich in vielem mit dem, was an dieser Stelle immer wieder zu lesen war und ist. Kerngedanken, die in neuen Klarheiten zusammenfassen, sind dabei: Demokratie ist ohne Nationalstaat undenkbar. Denn nur eine Gemeinschaft, die sich als Volk (demos) begreift, kann etwas wie ein Gemeinwohl definieren. Das kann nur auf einer Wertegemeinschaft aufruhen, die alle eint. Denn was würde eine inhomogene Demokratie, in der sich fundamentale Auffassungsunterschiede finden, von einem autoritären System unterscheiden? Was könnte eine demokratische Minderheit dazu bewegen, die Dominanz einer Mehrheit zu ertragen? Nur, wenn der Gesamtrahmen letztlich von allen geteilt wird. Der VdZ hat dazu an dieser Stelle schon viel gesagt.
Interessant sind auch Pointierungen, die sehr realen Kern haben: Rassismus gibt es nämlich nicht nur "andren" gegenüber. Sondern es ist auch, ja gerade das ist auch Rassismus, gegen DAS EIGENE vorzugehen. Verhindern zu wollen, daß sich ein Eigenes herausbildet oder hält. Insofern fällt die Sopranationalisierung, die die Politik konsequent betreibt, sogar per definitionem ... unter Völkermord.
Freilich müßte man die Frage dazuhalten, ob es so etwas wie eine "deutsche Nation" wirklich gibt. Der VdZ bezweifelt das nämlich. Auch darüber hat er hier schon mehrfach geschrieben. Er glaubt, daß sich in Wahrheit in tiefer kultureller Riß - oder gar: Risse - durch das faktische Deutschland zieht. Und der ist durch die Religion gekennzeichnet. Der VdZ hält ein Groß-Deutschland in der heutigen Form für widernatürlich. Diese Gebilde wäre NUR durch Ideologie aufrechtzuhalten, und es wurde durch Ideologie errichtet. Darin gründen viele Widersprüche, die in derzeitiger Konstitution gar nicht lösbar sind.
Das ist damit auch das Problem in der Zuwanderung der Gegenwart. Denn hier werden ganz gezielt Parallelgesellschaften importiert bzw. gegründet. Solche sind - siehe USA - nur mehr durch Positivismus, durch Ideologie als Staat zusammenzuhalten, wären nur durch die ursprüngliche Reichsidee als Gebilde zu wahren.
Daraus erwachsen aber die sopranationalen Bestrebungen der Gegenwart, von EU bis zum TTIP. In denen Demokratie zum bloßen formalen Rahmen für einen Kampf von miteinander unvereinbaren Interessen wird. Diese Form der Demokratie ist es, die auch der VdZ ablehnt. Denn hier ist Kleine-Hartlage unbedingt zuzustimmen: Sie mündet in einer Form des Totalitarismus, der sich ganz anderer als jener Mechanismen bedient, als das zweifellos wichtige Mitgestaltungsrecht der einfachen Bürger aufhebelt, weil es eine Auflösung von Gemeinschaft überhaupt bewirkt. (Und hier haben wir es mit einem jahrhundertealten Grundkonflikt zu tun, der sich sehr existentiell auswirkt: dem Universalienstreit. haben also geistige Kategorien - Volk, Einheiten egal welcher Art, Zubehörigkeiten also - reale Relevanz, sind sie real, oder bloße Gedankenkonstrukte. Der Ideologismus ist die Reaktion auf die reale Tendenz, sie als Gedankenkonstrukte zu betrachten. Denn dann sind Universalien nur noch (diskutable) Positivismen.*
Erst das neue begreifen der Universalien würde eine - im Video sehr interessante! - Diskusison über Kollektivschuld lösbar machen und aus ihren lagern herausholen können. Erst unter diesen Universalien wird begreifbar, warum es sehr wohl eine "Kollektivschuld" gibt. Weil in diesen Universalien erst (die das heutige Geschnatter um Nationalismus gar nicht kennt) "pars pro toto" gelten kann, erst so ist Solidargemeinschft überhaupt begreifbar und real (!) historischer Zusammenhang begründbar und tatsächlich begründet. Auch hierzu ist die offizielle Haltung der Kirchen angesichts ihrer eigentlichen Grundlagen tief erschütternd weil selbstmörderisch. Aber auch, ja GERADE für sie gilt: daß Einzelne das Irren so vieler aussühnen, und damit "geradebiegen" können. Die Kirche fällt nicht, und wenn es nur einen Einzigen noch gibt, der für sie ... sühnt. Und DARAUF bezieht sich eigentlich ihre Infallibilität!
Übrigens ist auch diese Unsicherheit der Einschätzung eine Verfallserscheinung unserer Kultur. Denn IMMER und ZU ALLEN ZEITEN waren (und in weniger das Dasein ausgeloteten Kulturen ist das bis heute der Fall) diese Kollektivverantwortungen eine ganz reale Tatsache, bis auf die Verfaßtheit der Familien. Wie sie etwa bei muslimisch-arabischen, türkischen Familien bis heute sogar zu beobachten ist. Nur versteht das hierzulande kaum noch jemand und schätzt es deshalb grundlegend falsch - nämlich "als falsch" - ein.
Dieser Widerspruch - Nominalismus als Denkgewohnheit einerseits, Universalismus als (natürlich! dem Erleben zugrundeliegende, weil ontologische!) Realität anderseits - wird in dieser Diskussion besonders deutlich, weil er auch hier nicht gelöst wird, weil in nominalistischen Denkvoraussetzungen gar nicht lösbar ist! Erst das Neubegreifen der Universalien - na nehme man nur "Deutschtum" - würde die losen Enden wieder zusammenbinden und begreifen lassen.
Übrigens - und das ist der geistig interessanteste Punkt des Videos, ca. bei 1:37 - scheint das Klein-Hartlage zu WISSEN. Er sagt äußerst bemerkenswert, daß die Entchristlichung Europas auch das Nicht-Begreifen von Kategorien bedeute, die über die faktisch-individuelle (autonimistische; Anm.) Existenz hinausgehen. Denn DIES zu begreifen hänge direkt mit dem Christentum zusammen. Wow! Man wünschte sich Bischöfe, die das auch so begreifen! Dann würden sie vielleicht auch den Katholizismus selbst wieder neu begreifen.
Auch an anderer Stelle weist Kleine-Hertlage, dessen analytischer Kraft durchaus Respekt zu zollen ist (nicht zufällig ist er ein "bekehrter Linker": das geht nur auf der Grundlage realer Erfahrung) darauf (richtig) hin, daß sich in einer Demokratie wie sie sich heute herauszubilden begonnen hat krankhafte Parallelstrukturen herausbilden: Die eine ist die der formalen Verfaßtheit. Recht wird formal auch heute natürlich akzeptiert.** Aber die wirkmächtiger weil ausdeutende Struktur ist die der "wirklichen Motive" - wie "Moral". Sie erlaubt ganz andere Interessenskämpfe, und umgeht den Rechtsstaat, macht ihn "in Wirklichkeit" unbedeutend, und höhlt ihn damit aus. Beispiel: Hitlers machtergreifung war keineswegs illegal. Sie war völlig im Rahmen der Legalität. Aber diese Legalität hat den Weg zu einer inhaltlichen Revolution geliefert, die allgemein als "richtig" indoktriniert wurde und den Rechtsstaat und die Begriffe einfach umdeutete.
Übrigens schält sich in der Diskussion auch gut der "ideologisch-politische Faktor" der Klimadiskussion heraus. Als "pervertiertes Christentum".
Ingesamt: Eine Empfehlung. Analytische Schlüsse, die realpolitisch auch über das hier zu Lesende da und dort noch (weiterführend) hinausgehen. "Renitenz", Selbstdenken, Widerstandsrecht war historisch nachweisbar immer eine Eigenschaft des ... Germanen. Und als solcher versteht sich auch der aus dessen Randlage meldender VdZ. Aber alle Veränderungen kamen stets nur ... aus Randlagen, aus Minderheiten. Übrigens: Es gibt in Deutschland die eine oder andere Bewegung, die einen sehr realfundierten Disput betreibt, auch wenn er offiziell nicht zur Kenntnis genommen, ja bekämpft wird. Es ist die Anknüpfung an das eigentliche Volksein. Das ist ... deutsch. Selbst denken. Weil - frei sein!
Frei sein aber heißt: Männlich sein. Männlich sein aber heißt: Begreifen der Heiligkeit der Frau. Denn nur an ihr kann der Mann zu sich finden. Nur an der Frau kann eine Nation zu sich finden. Selbstsein aber heißt immer: Trandzendenz auf eine idea, auf die dynamis einer hierarchischen Beziehung.
*Übrigens: Die Kirche kann sich zu diesem Streit keinesfalls "neutral" verhalten. Denn wenn diese Universalien NICHT real sind, dann ist die Erlösung durch Jesus Christus OBSOLET, nicht mehr haltbar. Deshalb kann sich auch die Kirche nicht "zurüchaltend-neutral" zu politischen Problemen verhalten. Noch weniger aber bestimmte nominalistische Positionen einnehmen. Denn die Folgen sind dramatisch: Damit fällt der Stellvertretungs-Gedanke! Die faktische Position der Kirchen ist deshalb in höchstem Maß beängstigend weil sich selbst widersprüchlich und falsch. Die Folgen für sie werden katastrophal sein. Und das wird mit "Christenverfolgung" rein gar nichts zu tun haben! Den wie schrieb der VdZ einmal? DAS GUTE IST WAS BLEIBT. Es bleibt nur das, was Sein hat. Das Nicht-Sein wird über kurz oder lang von der Geschichte ausgeschieden. Und wenn es Jahrhunderte dauert.
Nur so aber ließe sich auch die Verwirrung in den Kirchen über "Solidarität" klären. Wo klar würde, WEM man IN WELCHER PRIORITÄT solidarisch zu sein habe. Das vermag offenbar in der Kirchemittlerweile überhapt niemand mehr zu argumentieren, es bleibt bei (wahren, aber dumpfen) Ahnungen, wie wenn der österr. Bischof Laun (im Gegenspruch u vielen anderen Bischöfen und Klerikern; Mut ist immerhin Bischof Laun immer zuzusprechen gewesen, davor hat man immer mehr den Hut zu ziehen!) davon spricht, daß man "natürlich" zuerst Christen zu helfen habe. Dieses "natürlich" argumentieren kann er aber ... nicht mehr.
**Es wurde hier bereits mehrmals aufgegriffen: Die politischem Einfluß unterstehende Besetzung der Verfassungsrichterkollegien in Österreich hat zu einer dramatischen Umstrukturierung der Urteile weil VerfassungKRITERIEN geführt. Nicht merh Inhalte sind wichtig, sondern FORMALE KRITERIEN. Das wurde auch in österreichischen Medien bereits mehrfach diskutiert, aber blieb natürlich ohne Resonsnzh. Weil die Sozialisten diesbezüglich eine zementierte Wirkmacht haben, der sich die sogenannten Christdemokraten vorbehaltlos angeschlossen haben (!), die auch jede Veränderung in Österreich mittlerweile eigentlich unmöglich machen. Denn diese Entscheidungen sind es, die wirken, und zwar auf Jahrzehnte real, auf Jahrhunderte in ihren Auswirkungen. Es gibt in Österreich keine geistigen Kräfte, die dies zu verhindern vermochten und vermögen. Das Land ist unnatürlich, und das zeigt sich darin, daß seine Strukturen zu groß, zu mächtig sind für seine völkisch-identitäre Verfaßtheit.