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| Ianto Watts zur russischen Autarkie |
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Samstag, 17. Dezember 2022
Der erste autarke Staat der Geschichte
Samstag, 13. Februar 2021
Warum die Eliten glauben, daß das Ende nah ist (2)
2. Teil) Das Ende ist nahe. Vielleicht.
Wir kennen offensichtlich nicht den exakten Zeitpunkt zukünftiger Ereignisse. Zwar haben wir einen Überschuß an Hinweisen und Warnungen erhalten. Dennoch wird all dies zu unserer großen Überraschung geschehen! Diese Hinweise und Warnungen scheinen dabei den Gefallenen mehr zu bedeuten als uns Sterblichen, egal welchen Kalibers oder Farbtones.
Kinder des Lichts laufen nur hin und her, und streiten sich ständig über dieses oder jenes, während die Kinder des Dunklen schon eine gemeinsame Ursache finden (denn sie sind keine Feinde der Linken!). Sie arbeiten dabei mit fieberhafter Intensität für ein gemeinsames Ziel. Das, wie ich oben bereits sagte, das zu sein scheint, das wir jetzt erleben - in den ersten Tagen des Neuen Babylon. Es gibt eine enorme Energieausgießung, die sich auf ein gemeinsames Ziel zu konzentrieren scheint, eine neue Welt zu schaffen, und zwar trotz der alten. Und nichts davon erscheint uns rational. Wie sollte es auch. Denn es ist nicht so.
Aber obwohl es (für uns) nicht rational ist, ist es vollkommen ungeordnet, und sieht genau wie ein Ameisenhaufen oder ein Bienenstock aus. Das scheinbare Chaos erzeugt irgendwie zwar durchaus eine neue Realität. Aber es scheint keinen einzigen sichtbaren Kopf zu geben, der ihn lenkt. Warum? Weil es keinen gibt. Also keinen sichtbaren. Aber es gibt ihn, und er ist der Geist hinter dieser Bewegung. Er ist einfach nicht menschlich, das ist alles.
Ich weiß, Du glaubst nicht an Geister. Oder an Gespenster, oder an irgendetwas anderes, das die meisten Menschen nicht sehen können. Hier ist aber zumindest ein Fall, der zeigt, wie Frauen Männern überlegen sein können. Denn sie können oft etwas spüren, das sich abzeichnet aber noch unsichtbar ist. Sie sind nämlich viel mehr auf den ursprünglichen Kalender eingestellt als Männer. Die Fruchtbarkeit ihres Seins ist sogar von Anfang an in Kalendern verpackt. Frauen wissen deshalb, daß sie auf der Hut sein müssen. Denn sie können oft das Unsichtbare spüren. Sie haben überirdische Wahrnehmungskräfte, sie phantasieren gewissermaßen.
Menschen hingegen können meist nicht sehen, was sich tatsächlich vor ihnen befindet. Genau wie seinerzeit Caesar. Ich selbst muß mich entschieden desselben Delikts anklagen. Ich habe sogar schon meinen eigenen Geburtstag vergessen (und nicht nur einmal!). Ja schlimmer noch, ich habe die Geburt anderer vergessen. Warum? Weil Männer nur Visionen und Phantasien haben. Wir schauen nicht nach vorne oder gar nach hinten. Wir schauen auf den verdammten Bildschirm. Sobald der Ball im Spiel ist, ist nichts anderes mehr wichtig.
Ich glaube, wie diese geheimnisvolle Steuerung von Massen bei Ameisen durch den Instinkt, daß sich ein tektonisches Datum nähert.* Eine Idee, die ohne Vorwarnung und ohne offensichtliche Vorsorge kommt. Zumindest habe ich kein menschliches Wort davon gehört. Das ist zwar in mancher Hinsicht nicht überraschend, wenn man bedenkt, daß ich ein Höhlenbewohner bin. Aber ich bekomme gelegentlich Briefe von Frauen, denen ich vertraue. Und selbst sie haben noch nicht darüber gesprochen.
Ich glaube, dieses Datum sagt mir etwas über die fieberhafte Tätigkeit der Ameisen, wenn sie ihren Hügel höher bauen. Und wenn sie tiefer graben, um Vorräte anzulegen. Was ist dieses Datum? Ist es das 6.000ste Jahr seit der Gründung der Erde? Nein, das ist 1996 vergangen. (Hinweis: 4004 Anno Mundi + 1996 Anno Domini = 6.000.)
Nun, ist es das 2.000. Jahr seit der Geburt des Gottmenschen? (Hinweis: 2.001 n. Chr. - 1. n. Chr. = 2.000 n. Chr.) Nein, auch das ist bereits gekommen und vergangen. Die Formel, auf die ich mich konzentriere, lautet: 2.000 + 33 = 2.033 n. Chr. Und das ist das Jahr des bevorstehenden zweitausendjährigen Jahrestages des Todes des Gottmenschen. Und seiner Auferstehung. Wenn ich mich nicht irre, wäre das in zwölf Jahren (mit einem Jahr auf oder ab).
Welche Bedeutung kann dieses Datum für diejenigen von uns haben, die sich von Sportübertragungen nicht lösen können, als wären sie an den Bildschirm geklebt? Die Schrift sagt uns, daß ein Tag für den Herrn wie 1000 Jahre ist . Und er verbrachte mindestens zwei Tage im Grab (sodaß er irgendwann nach Anbruch des dritten Tages auferstand). Nach der jüdischen Zeitberechnung zählt jeder Teil eines Tages als ganzer Tag. Das heißt, irgendwann nach der Grenze zuwischen dem zweiten und dem dritten Tag stand er von den Toten auf. Und kam, um sein Erbe zu beanspruchen. Und um den Weinberg, seinen Tempel, zurückzugewinnen.
Soll ich damit sagen, daß wir sofort auf das Ende vorbereitet sein müssen, auf Armageddon, und zwar am 4. April 2033? Nein. Aber einige höhere / niedrigere Köpfe könnten das glauben. Köpfe, die viel zu verlieren haben. Köpfe, die derzeit den Weinberg leiten. Und sie wollen diesen Weinberg behalten. Für sie, tief in ihrer eigenen Version von Cheyenne Mountain, denken sie vielleicht, daß sie nur maximal zwölf Jahre Zeit für die Kampfvorbereitung haben. Diese Jungs meinen es ernst. Verdammt ernst. Und sie treiben wie Schergen ihre menschlichen Sklaven. Weil sie selbst Sklaven sind.
Zwölf Jahre könnten ihre Iden des März hervorbringen. Aber sie können es nicht mit Sicherheit wissen. Wir können es auch nicht. Aber zumindest versuchen diese Leute, einen Kalender zu führen. Sie markieren jedes Ostern, als ob es darauf ankäme. Weil es natürlich tatsächlich so ist. Hach, würden nur unsere Bischöfe genauso denken.
Sie können nichts davon glauben, wenn Sie einer von denen sind, die immer noch mit dem Sportsender anstelle des Senders übernatürlicher Botschaften verbunden sind. Als einer, der nicht sehen kann, was da ist. Aber wer die Bedeutung von Ordnung vergessen hat, wird sich umso mehr an den Kalender klammern. Denn Kalender sollten uns daran erinnern, daß etwas kommt. Etwas Großes. Und zwar bald.
Frage Dich doch Folgendes, mein von der Kirche verlassener Freund: Glaubst Du, Noah hat seine 450-Fuß-Arche in weniger als zwölf kurzen Jahren gebaut? Nein? Ich auch nicht.
Aber glaubst Du, die andere Seite hat mehr als zwölf Jahre damit verbracht, den Turm zu bauen? Nein? Ich auch nicht. Kein Wunder also, daß diese Jungs überfordert sind. Und kein Wunder, daß wir immer noch an diesem verdammten Bildschirm kleben.
Also schalte das verdammte Spiel aus. Und geh auf die Knie. Bitte Gott um Vergebung. Vergib uns unsere Sünden, wie wir denen vergeben, die gegen uns sündigen. Wir alle. Fangen wir doch endlich an, zu beten! Das ist unsere einzige Hoffnung.
Amen.
*Nur so nebenbei meint der VdZ: Ist es Zufall, daß die Angst vor dem Anstieg des Meeresspiegels, den so manche herrlich phantasievolle Ausschmückung in Filmchen und anderen Visionalisierungsprojekten zur Katastrophe hereinschwappender Meeressuperwellen stilisiert, mit der Angst vor einer Sintflut - einer Flut, die als Strafe Gottes die Sünder vom Antlitz der Erde tilgt - so auffällig übereinstimmt?
Freitag, 12. Februar 2021
Warum die Eliten glauben, daß das Ende nah ist (1)
Hier mit freundlicher Genehmigung des Autors eine nächste Übertragung eines Artikels aus der Feder von Ianto Watts. Wie er im Blog von William M. Briggs in diesen Tagen erschienen ist.
Die Sicht der Gestalten, wie sie Watts hat (der sein wahres Vermächtnis in "The Barbarian Bible" hinterlassen hat, das vom VdZ einmal mehr zur Lektüre empfohlen werden kann) ist stets ein tiefer und damit durch das Gewirr und Gekräuse der Wellen durch sehender Blick. Es ist somit ein Blick, der mit den erfaßten Konturen die Gegenwart erhellt. Es ist somit (nimmt man es per definitionem) jener Blick (und dem VdZ steht nicht an, das so zu sagen) der Propheten eigen ist. Die sich zwar wieder und wieder dagegen auflehnen, ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit mitzuteilen, weil ihnen dann ein wahrlich schlimmes, ja unmenschliches Schicksal droht. Aber dann doch, maulend, gehen und sprechen. Denn es ist eben ihr Auftrag, es ist eben der Sinn ihres Lebens.
Glauben unsere Eliten, daß das Ende nahe ist?
Gastbeitrag von Ianto Watt
Caesar wurde gewarnt, konnte aber nicht über den Horizont hinaussehen. Und so fiel er, durch viele Dinge geblendet, im Senat. Wo sonst. Aber jetzt kommt eine ähnliche Warnung. Überall hört man schon das Geflüstere: Hüte dich vor dem Iden des März! Passen Sie auf, der März ist ein Monat bedeutender Daten, die sich direkt hinter unseren irdischen Bildern als Schatten zeigen. Einige können sie schon spüren. Die meisten hören aber nicht zu. Aber, werter Leser, schaue er doch selber? Studiere vor dabei allem den Kalender.
Ein Katechon wurde entfernt. Vielleicht nicht DER Aufhalter, aber trotzdem ein Aufhalter. Es bleibt abzuwarten, ob er der letzte war. Aber gemessen an der halsbrecherischen Geschwindigkeit, mit der sich die Herren der Welt bewegen, um den Rest ihrer Dunklen Materie umzusetzen, scheint es angebracht sich zu fragen, ob er nicht doch der letzte war.
Ich glaube es zwar immer noch nicht, aber lassen Sie mich zuerst einmal erklären, warum Daten wichtig sind. Zumalen ich mir auch selbst erklären muß, warum einige von uns so sehr das Gefühl einer Schweren Dunklen Energie haben, daß sie Ansätze dazu zu erkennen meinen, daß wir bereits in Richtung Gomorra taumeln.
Wenn ich mich auf die Hypergeschwindigkeit beziehe, mit der sich die Dinge (nach unten) bewegen, drängen sich immerhin Vergleiche auf. Deren wichtigster daher stammt, eine rasende Mühe jener zu sehen, die den Turm von Babel wieder aufbauen wollen. Sie wissen schon, dieses ursprüngliche Reich, in dem alle Menschen vereint waren und eine Sprache hatten. Diese ursprüngliche globale Gesellschaft.
All dies steht im Gegensatz zur Arbeit von Noah und seinen Söhnen. Die vielleicht hundert Jahre daran arbeiteten, eine gigantische Arche zu bauen. Was kann diese irre Turmbauaktivität somit erklären?
Wie war das mit der angeblichen Notwendigkeit eines Turms, der diese rasenden Dummköpfe und Nimrod, ihren rebellischen Anführer, umtrieb? Was versuchten sie zu tun? Ganz einfach.
Sie versuchten wie Noah (und wie wir), ein Floß zu bauen. Ihre eigene Arche. Eine, die sie über der nächsten Sintflut halten könnte. Eine Sintflut, die sie angesichts ihrer Schuld nämlich voll und ganz erwartet hatten. Was für mich dabei lustig ist ist, daß sie damals dem Regenbogenversprechen des Noe offensichtlich nicht glaubten. Und auch heute nicht glauben. Dennoch verlangt es sie doch gerade nach dieser Flagge, oder?
Wie auch immer man es sieht, so wird diese Form der Arche nicht viele von ihnen an der Spitze halten. Aber schon Noah brauchte nur sieben andere, nicht mehr, um das Potential eines späteren Wiederaufbaus zu haben, oder hat der Leser andere Informationen? Die Uhr tickt also, und die Herren der Welt hören schon, wie dieses Ticken näher kommt. Also flüchten sie in Betriebsamkeit. Komm schon Mann, wo ist der nächste Schwall von Ausführungsverordnungen, den wir vom Stapel lassen können?
Für mich ist dies der wahre Grund für TDS, das Trump Derangement Syndrom*. Diese Besessenheit alles auszulöschen, was jemals von Donald Trump bewirkt oder gemacht wurde. Es hat nichts mit Donald Menschensohn zu tun. Es war vielmehr die Bedrohung, die er für die Agenda repräsentiert hat. Nämlich die des Wiederaufbaus von Babel. Donald war nicht nur eine mögliche zeitliche und räumliche Verzögerung ihrer Agenda. Nein, er war die Gefahr einer möglichen Zerstörung ihrer Agenda. Wie? Indem er ihre Fertigstellung über das Eintreffen der unsichtbaren Bedrohung hinaus, wie sie sie wahrnehmen, verzögert hat. Eine unsterbliche (hahahah!) Bedrohung, die jenseits des sichtbaren Horizonts lauert. Ein Horizont, den sie nicht unvorbereitet würden überqueren können.
In diesem Sinne ist Donald der Quintus Fabius Cunctator , der große Verzögerer unserer Zeit. Aber er wurde entfernt. Der Verzögerer - entgleist. Von den Karthagern unserer Zeit. Sie haben die gleiche Verzögerungstaktik unseres Fabius gegen ihn angewendet. Ihr Gott ist Baal. Und ihr General ist Hannibal. Hanni-Baal. Das Geschenk des Baal. Denken Sie nur an Erzbischof Annibale Bugnini, wenn Sie nicht sicher sind, über wen ich spreche.
Ich will das so gut ich es vermag erklären. Also: Ich glaube, daß die andere Seite etwas sieht, was die meisten Männer (auch bei uns) nicht sehen. Tatsächlich sehen sie in der Dunkelheit deutlicher als wir im Licht. Was der Gottmensch bereits in seiner Autobiographie bemerkt hat. Die immer noch ein Bestseller ost. Ich habe dir das schon mal gesagt .
Was sehen die Darkies dann, was wir nicht sehen? Einfach - sie denken, daß Gott bald seinen Weinberg besuchen wird. Und zwar früher als wir denken. Also bereiten sich die Hannibals darauf vor. Zumindest denken sie, daß sie das tun.
Lassen Sie uns ein einmal ganz simpel rechnen, beginnend mit der Annahme, dass die Dunkle Seite ein wichtiges Datum am Horizont wahrnimmt. Eine bevorstehende Idee. Ein Datum, dem man nicht unvorbereitet begegnen darf. Schließlich ist niemand mehr auf den himmlischen Kalender eingestellt als diejenigen, die dort gelebt haben. Aber sie bekamen keine vollständige Kopie davon, bevor sie von Mi-cha-el und den Getreuen des Gastgebers ausgelacht wurden.
Jetzt können Sie sagen, was sie über meine Gedanken an die Zeit und ihre mystischen Bedeutungen sagen wollen. Die Realität der Schrift ist aber, daß sie fest auf einer geordneten Entfaltung von Ereignissen beruht, von denen gesagt wird, daß sie vorherbestimmt und göttlich nummeriert sind. Es gibt überall in der Schrift Ordnung, von der ersten Woche bis zum letzten Tag. Ordnung (und damit Plan) ist das Zeichen Gottes. Ergo ist Unordnung das Zeichen des Ungottes. Das Problem, sowohl für die Darkies als auch für uns, ist, daß keine der Seiten, weder die Seite des Lichts noch die der Finsternis, die genauen Daten der wichtigsten kommenden Ereignisse kennt.
Nehmen Sie als Beispiel nur die Zerstörung von Salomos Tempel. Und die zweite Zerstörung des Tempels. Beides ereignete sich kalendermäßig genau am selben Tag, Tish B'Av. Aufgrund der Beweglichkeit des Mondkalenders aber war es für beide Seiten ein im jüdischen Kalender absolut nicht zu erkennendes Datum. Im Nachhinein ist das alles vollkommen klar, wie es das ja immer ist. Zumindest klar genug, daß die Juden es seit Tausenden von Jahren in Erinnerung behalten. (Wie schon Josephus in Geschichte des Jüdischen Krieges schreibt.). Das zweite Mal ist laut Josephus (über Whiston) übrigens mein Geburtstag.
Morgen 2. Teil) Das Ende ist nahe. Vielleicht.
*Eine Anmerkung, weil es auch für Österreich zutrifft: Das vielleicht Auffallendste am ersten Jahr der nach dem Putsch durch das "Ibiza-Video" aufgleösten ÖVP-FPÖ-Regierung 2019 ins Amt gekommenen ÖVP-Grüne-Koalition unter Kanzler Sebastian Kurz war nicht etwas, das diese originär in die Wege gebracht hätte. Dem VdZ ist da nicht eine Sache in Erinnerung. Das erste Jahr dieser Regierung - zieht man die schon nach wenigen Monaten ausgerufene Corona-Krise ab, die man auf eine Weise allerdings tatsächlich als "schöpferische Leistung" dieser Regierung ansehen muß - war vielmehr gekennzeichnet von fast pathologischem Eifer, alles, wirklich alles auszulöschen, aufzuheben, rückgängig zu machen, was auch nur irgendwie mit der Regierungsbeteiligung der FPÖ (mit Vizekanzler Strache und Innenminister Kickl) zu tun hatte, Herbert Kickl hat diesen Extinktionsgestus einmal damit kommentiert, daß nur noch gefehlt hätte, die in einigen Ministerialbüros neuverlegten Teppichböden herauszureißen.
Samstag, 26. September 2020
Was allem zu Grunde liegt (2)
Teil 2)
Man sagt oft, daß Rußland der falsche Ort für die kommunistische Revolution gewesen sein soll, weil das Land ja gar nicht in der für eine Revolution (lt. Marx) notwendigen spätkapitalistischen Phase gewesen war, ja es war noch nicht einmal voll kapitalistisch. Nichts ist aber unwahrer. Es war der richtige Ort.²
Denn Rußland war die passende Idee zum inneren Wesen eines Landes und seines Kernvolkes, das sich zur Weltherrschaft berufen fühlte und bis heute fühlt. Nicht einmal die Staatsidee hat sich geändert, als die eines zentralistisch, autokratisch regierten Landes, das Rußland seit je gewesen ist.
Niemand geringerer als Lenin hat das gewußt, und die alten Grundzüge russischer Herrschaft aufgegriffen: Marxismus war für Lenin Werkzeug, nicht Ziel, für eine andere Universalidee von Herrschaft. Und die besteht unverändert bis heute. Sie baut auf eine radikale Verjüngungsfähigkeit eines leidensfähigen Volkes, auf der Bereitschaft der Führung (siehe Peter d. Große!), Überholtes und Unnützes über Bord zu werfen, und Neues zu integrieren.
Auf dem Boden des russischen Messianismus steht auch die alte Tugend epochenüberspannender Geduld, die sogar bereit ist, vorübergehend schwache Positionen vorerst aufzugeben (um sie später wieder an sich zu reißen), sowie der unentwegte Wille, sich mit dem Gefühl der Legitimität in die inneren Angelegenheiten anderer Völker zu mischen.
Rettung aus dem Chaos und Befreiung unter ein "mildes Joch" (das nur hart wird, wenn der Befreite sich wehrt) sehen sich nicht nur die Menschen des westlichen Europa, die ihrer Kultur müde sind. Es sind auch alle jene, die im Laufe der letzten Jahrzehnte von einem "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" sprachen, der die Menschheit befreien soll - und damit eine Idee verfochten haben, die demselben Anspruch unterliegt: Die Befreiung und messianische Rettung der Menschheit.**
Freitag, 25. September 2020
Was allem zu Grunde liegt (1)
Rußland hat sich, schreibt der Historiker Platanow, in seiner Geschichte seit den Anfängen des 10. Jahrhunderts, wo es defacto Konstantinopel niederzwang, immer als einzig legitimer Erbe des universalen Reiches und damit auch des Abendlandes verstanden. Demselben Gedanken entspringt die russische Nationalkirche, die Orthodoxie, die sich als einzig legitime Kirche versteht, die natürlich dem Gebot unterliegt, sich über die ganze Erde auszubreiten. Zumal sie auch der Garant ist, ethnische und völkische Charakteristika zu überwinden und unter einem neuen Zentrum zu einen.
Seit damals hat sich aber Rußland weniger als gewaltsamer Eroberer dargestellt, sondern stets als Befreier und Eroberer, der das Chaos bei den Nachbarvölkern in Ordnung zu verwandeln zum Auftrag gesehen hat. Diese Situation ist auch für Rußland angesichts eines todesfahlen, kulturmüden Europa gegeben bzw. wurde diese Kulturzerstörung von innen, aus eigenem "Wollen" heraus, betrieben, war Kernstück der neuen Strategie des Kreml seit den frühen 1960er Jahren. Und es hat darin seit eben diesen Jahren die Unterstützung Chinas.
Dienstag, 16. Juni 2020
Die sich geschnitten haben (4)
Und darin, meint Ianto Watt, gibt es Sieger. Ja, er sieht sich selbst so, wenn er schreibt, es "rieche nach Sieg". Und das natürlich ausführlicher als hier vorgestellt argumentiert, der Leser soll es nachlesen, es lohnt die Lektüre (selbst wenn man sich der Google-Übersetzungsfunktion bedient.)
Allerdings soll der Leser auch wissen, daß der VdZ diesen Sieg nicht wirklich riechen kann. Denn erst einmal ist die Sache mit den Familien ein zweischneidiges Schwert, und von einer Stärkung ist eine Spur nur höchst bedingt zu sehen. Stattdessen sieht der VdZ einen Rückzug ins Privatime, der dem Wesen der Familie - als Energieherd einer prinzipiellen mensch-wirklichenden Bewegung "nach außen" - entgegensteht. Weshalb so eine Quarantäne bestenfalls als "Auszeit" und "Zeit der Rückbesinnung durch Ausstieg" stärkend wirken kann.
Kann. Im Einzelfall. Generell gesehen ist vielmehr aber generell die Gefahr zu sehen, daß sich die Menschen an einen Zustand des Rückzugs aus der Welt, hinein in die Höhle des Mutterleibs sozusagen, sehr sehr schnell gewöhnen. Da ist es auch schön und wohlig warm, sodaß man leicht meint, es so aushalten zu können. Ohne daß man bemerkt, daß sich dadurch die Grenze zur Welt hin mehr und mehr nach innen verschiebt, bis sich der Mensch förmlich in diese Invertiertheit - und das heißt: Ins Nichts, ins Amorphe, ins Nicht-Welthafte weil nicht Gestalthafte, Durchformte, Männliche also - auflöst.
Ein Familienleben "für sich" gibt es nicht nur nicht, es wäre auch sinnlos. Denn die Familie ist ihrem Wesen nach auf die Welt, die Kultur, die Umwelt ausgerichtet, ist also immer eine Familie (ein Haus) FÜR (die Welt).
Wer sie isoliert, schneidet sie vom Sinn ab. Und wer egal was - Tier, Ding, Mensch ... - von seinem Sinn, seiner Gerichtetheit abschneidet, wirft es in die Nichtung. Denn alles ist nur im Sein, soweit und solange es auf dieses Ziel, den logos, den Sinn, ausgerichtet ist. Eine Abgeschnittenheit von der Welt überlebt der Mensch zwar in seiner Familie besser und länger und manchmal lang, aber auch nicht auf Dauer. Als erstes wird das in den Seelen (Psyche) erfahren.
Und Isolation (die auf Realem aufgebaut sein muß, also nicht DURCH social media etwa bestehen kann, sondern nur reduktiv wenn MIT) ist in jedem Fall schädlich, weil sie deren Wesen verstümmelt.
Und dann ist eines nicht passiert, das aber wäre wesentlich: Die Religion ist nicht gestärkt, weil die Kirche (und ein Christentum ohne Kirche ist nicht existent, das heißt damit: Ein Christentum ohne Katholizismus ist immer eine reduktionistische Perversion: ERST IST DIE KATHOLISCHE KIRCHE, und DANN beziehungsweise daraus folgt eine Art CHRISTENTUM) ist weiter geschwächt worden!
Genau und gerade durch die innere, in der subjektiven "Haltung der Selbstbehauptung" (anhand von "Richtigkeiten") erfolgte Auflösung der Hierarchie durch den kaum noch unterbietbaren Glaubwürdigkeitsverlust der Bischöfe. Diesen Aposteln der Kirche, auf deren Schultern die Kirche ruht. Immer. Auch heute. Es anders zu sehen, einen anderen Weg der Heilsvermittlung sehen zu wollen, ist ein schwerer Denkfehler einer aufklärerisch-puritanistisch, technizistisch-mechanistisch, damit schlicht materialistisch-atheistisch (also den typischen amerikanischen Haltungen entsprechend) miß- oder gar nicht verstandenen Heilsökonomie!
Wahrheit ist kein technizistischer Apparatus des Logisch-Richtigen, der auch durchaus von jedem Einzelgänger erfaßbar, noch mehr aber zur historisch durchformten Welt tragbar wäre. Wahrheit ist ohne die personale Wahrheit, also über Personen, und damit über reale, in Personen bestehende Hierarchie, NICHT als welthaft, als "da", MÖGLICH. Jesus Christus, die Person, der Mensch, ist deshalb erst und nur in der Kirche als seinem Leib (und für sie als Haupt) real weil historisch inkarniert.
Aber das ist eine andere Geschichte. Der VdZ muß Schluß machen. Die Kinder schreien.
Montag, 15. Juni 2020
Die sich geschnitten haben (3)
In Wahrheit war beziehungsweise ist diese Corona-Krise ein globaler Bürgerkrieg der Elitisten und Oligarchen gegen die Menschen (als Bevölkerungen), in den sie sämtliche Regierungen der Welt hineinlaviert, hineinversucht oder über Druck hineingezogen haben.
Ja, auch die Bevölkerungen sind hineingezogen, -versucht worden, sie sind vor allem hineingestolpert. So weit, so lange, bis jene Psychodynamiken einsetzten, in denen ein Rückzug aus den früheren Zustimmungspositionen, in denen sie die Regierung (analog zum Mißbrauchsgeschehen, übrigens!) unter voller Zustimmung ermächtigt haben, kaum noch möglich war, weil man sonst das Gesicht verloren hätte. Denn im Gericht, im Angesicht der Wahrheit ist doch wieder jeder alleine.
Hingegen gab es immer schon Mehrheiten und Minderheiten, die um des Gesichtsverlusts wegen lieber die Welt in den Abgrund reißen, als sich - jeder für sich - dieser Wahrheit auszusetzen. Man braucht nur den Schutz der "vielen", auch wenn es wenige sind. Zuugehörigkeit geht vor Einsamkeit, schon vergessen? Ein Wesensmerkmal des Menschen wird leider zuweilen zu seiner psychologisch angelegten Falle.
Und so haben auch die Bevölkerungen dem Bürgerkrieg der Eliten gegen sie zugestimmt. Dessen Opfer weil Ziel sie selbst waren! Das Leben ist oft schon ziemlich seltsam, nicht wahr, werter Leser?
Ein Bürgerkrieg, der sogar denselben Schemata wie der amerikanische Bürgerkrieg vor 155 Jahren folgt, mit sehr ähnlichen Bruchlinien, wir werden das weiter unten zeigen.
Und hierin, hierin gleicht die Corona-Krise, meint der VdZ, einem auf globalisiertem Niveau erneuerten amerikanischen Bürgerkrieg von 1861/65. Die Bruchlinie ist deshalb ähnlich, weil auch damals (im Süden) die Individualisten, Baptistenpfarrer, Prediger und Religiösen den universalistischen, protestantischen, elitistischen, großkapitalistischen Oligarchen gegenüberstanden.
Die damals wie heute ein "edles Motiv" vorgetäuscht und zu einem wirklichen "Kriegsgrund" hochgespielt haben. Hier ein "tödliches Corona-Virus"; damals eine "bösartige Sklavenhalterwirtschaft." Hier Entwurzelung, dort Verwurzelung; hier Kultur, dort Technizismus und Geldwirtschaft (pardon: "Gesundheit, koste es was es wolle"), hier verwurzelte Vernunft, dort hysterisierter Rationalismus, und man könnte die Liste fortsetzen. Denn auf solche einfachen Nenner könnte man es bringen.
Sonntag, 14. Juni 2020
Die sich geschnitten haben (2)
Gewiß, auch in der Bekämpfung der Corona-Waffe wird man Trump Fehler nachweisen können. Schon gar, weil sich der eine oder andere Gouverneur eines Bundesstaates (wie in New York nun tatsächlich passiert) widersetzt, oder die bundesstaatlichen Anweisungen gar nicht oder auf eine Weise ausführen, als wären sie blöd (wie De Blasio im Fall der Altenpflegeheime). Ein allgemeiner Mißmut wäre die Folge, welcher Trump schließlich erwürgen und den Wunsch nach "Change" in der Bevölkerung so richtig anheizen sollte.
Und wir erleben ja sogar bei uns diesen Mißmut, der nach neun Wochen Corona-Shutdown selbst die hintersten Winkel unserer Länder zu erfassen begonnen hat, und dem als Grund die Regierungspolitik zugeschrieben wird. Die
nur kurz, es geht gleich weiter, aber dieser Gedanke ist zu spannend, um ihn loszulassen, meint der VdZ
selbst wiederum von eigentlich linken Kräften (Medien, "Experten", "Wissenschaftlern", "globalen Strömungen", "WHO-Forderungen", usw. usf.) geschoben und getrieben, bis durch herbei phantasierten "öffentlichen Druck" fast genötigt wurde, einen Lockdown zu veranstalten. Also das eigene Land an die Wand zu fahren, wie es so schön und treffend heißt.
Der VdZ glaubt tatsächlich, daß NICHT EINE Regierung der Welt so einen Lockdown, ja überhaupt so gut wie keine Anti-Corona-Maßnahme frei und von Vernunft getragen angeordnet hat. Allerdings dürfte sich keine Regierung der Welt so nötigen lassen, ohne sich für diesen Ort zu disqualifizieren. Weshalb alle Regierungen der Welt (nicht nur die unserer Länder) rücktrittsreif und sämtliche Elitisten der Welt ihrer Positionen zu entheben wären.
Wetten wir auf September als Beginn der "Zweiten Welle" einer Covid19-Katastrophe? Dann hätten wir zur Wahl im November gerade einen nächsten Höhepunkt, und dann werden die Leute schon bedeutend mehr aufbegehren als diesmal, da kann der Leser Gift darauf nehmen. Denn bis dorthin könnte es die US-Wirtschaft schaffen, sich zu regenerieren. Sogar die Polizisten zeigen erste Unmutszeichen, weil sie nicht mehr den Schwarzen Mann für eine Corona-Regierung spielen wollen.
Sie alle suchen die Nation, nicht das Imperium der Wallstreet-Kapitalisten! Und das ist Rückenwind für Trump. Das darf man auf keinen Fall zulassen. Also muß eine Zweite Welle her. Diesmal aber zum richtigen Zeitpunkt. Während China, die Hauptkarte der Clinton-Fraktion (nennen wir sie der Einfachheit halber so) in diesem Spiel, so rasch als möglich ihre Werkbänke wieder aktivieren muß, damit sie die Schwäche der USA nutzen und verlängern kann.
Selbst Kanzler Kurz von Österreich hat in einem Interview vom 23. Mai 2020 etwas formuliert, das einen Paradigmenwechsel belegt, den man übersehen könnte. Denn Kurz hat als Ziel angegeben, "einen zweiten Shutdown zu verhindern." Nun geht es also um die Verhinderung eines Shutdown! Denn der würde das Faß möglicherweise zum Überlaufen bringen, weil nicht noch einmal so lammfromm ertragen werden. Dann wohl schon lieber jene Tote, die es diesmal noch "um jeden Preis" zu verhindern galt (und die man nun verzweifelt sucht, weil die offiziellen Zahlen sie nicht und nicht ausspucken).
Die Bevölkerung denkt offenbar nun anders. Sie ist nicht mehr bereit, "jeden Preis" zu zahlen. Das ist in den USA nicht anders.
Die Positionen sind abgesteckt, die Truppen formiert. Es geht um Imperium gegen Nation. Trump gegen die Clinton-Fraktion. Nationale Einung gegen pseudokulturellen Internationalismus.
Es geht aber in der Realität um Konzepte der Wählerakkumulierung. Wer sich wie Ianto Watt mehr erwartet, wer sich im Kampf um die Wende zum bislang stets verfehlten Ziel eines in sich christlichen, gar katholischen Amerika sieht, der ist vielleicht fromm und insofern ehrenwert, aber ein Träumer.
Wie überhaupt bemerkenswert ist, wie viele (auch bei uns in Europa) Hoffnungen in die Corona-Krise hineinlegen, über die man sich nur noch wundern kann. Als wäre sie die ultimative Katharsis zu allen lang ersehnten Visionen eines irdischen Paradieses, für das zu kämpfen und zu sterben lohnte! Pars pro toto für den wirklichkeitsfremden Phantasiereichtum dieser Szene, denn das ist sie mittlerweile, siehe Dietmar Heuritsch. Man kann alles das nur als Ausdruck einer angesichts der aberwitzigen Realität immer verzweifelter werdenden Flucht in die Phantasie deuten.
Und warum kann man mit so großer Sicherheit sagen, daß sich das alles nicht erfüllen wird? Weil alle, wirklich ausnahmslos alle diese jene letztlich von einem Bild der Gesellschaft(en) ausgehen, das nicht der ontologischen Wahrheit, also der wirklichen Wirklichkeit entspricht. Merkwürdigerweise setzen oft genug sogar sich als Gegner der Aufklärung gerierenden Stimmen auf ein Geschichtsbild, das auf dem Individualismus der Aufklärung beruht!
Setzen auf einen "Aufbau von unten", ausgehend von einem aufgeklärten, "aufgewachten", aktivierten Einzelnen. Ohne zu sehen, daß ein gesellschaftliches Ganzes (dem der Einzelne unter- und eingegliedert ist, immer) vom Kopf her ansetzt. Daß also niemals eine Gesellschaftsreform durch Gleichheit (darauf läuft das alles letztlich hinaus) möglich ist, sondern von oben kommen muß.
Von wo aber sollte es da kommen? Vom Papst? Von den Bischöfen? Von den Königen? Von den Präsidenten? Von den Kanzlern? Von den Ministern und Sektionschefs? Von den Parteiführern? Von den Initiatoren von Bürgerbewegungen? Von den NGOs? Von den Vätern? Von den Familien? Et cetera et cetera, und in dieser Reihenfolge. Oder soll nun doch stimmen, was Marx so nannte: "Das Sein (=die faktische Existenzweise) schafft das Bewußtsein (als die Geistesinstanz)", das Faktische 1:1 die Wahrheit?
Oder stimmt nun doch die Vertragstheorie der Aufklärer, sodaß der Staat und sogar die gesamte gesellschaftliche Struktur vom Einzelnen, (und da beliebig) geschaffen wird? Gewiß, freilich, denn ein bisserl konservativ sind wir schon - mit manchem Dekorhäppchen aus der Vergangenheit, was man dann treuherzig "Tradition" nennt.
Weshalb eines in den USA nicht mehr passieren "darf": Daß die Kirche wieder aufkommt. Also muß immer und präventiv verhindert werden, daß noch einmal eine Situation wie in den Jahrzehnten 1920 bis 1950 entsteht, in der sich Identitäten bildeten, die den elitistischen Vorstellungen von Macht und Herrschaft ernsthaft den Brei verdarben, und die vor allem Identitäten und starke Wurzeln sein konnten, weil sie katholisch waren.
Samstag, 13. Juni 2020
Die sich geschnitten haben (1)
Die Karte, mit der die Katholiken in den USA seit hundert und mehr Jahren beschummelt werden, wird auch 2020 ausgespielt. Und dieses Wählersegment wird deshalb auch im 101. Jahr vom Kartenspieler abzuernten sein. Denn die Katholiken, die die US-Demokratie aus prinzipiellen Gründen nicht durchschauen, werden auch noch im 506. Jahr darauf hereinfallen. Weil es zu problematisch wäre zu sehen, daß sie NIE eine Chance haben werden.
Wem das neu ist, wer sich mit dieser Materie noch nicht auseinandergesetzt hat, wer das nicht glaubt (weil JETZT - auch dieses Glauben an das JETZT als historischen Höhepunkt ist ein Symptom der Pathologie der Gegenwart! - IST mit Donald Trump ALLES ANDERS) der sollte etwa Bücher wie das von Murray N. Rothbard "The Betrayal of the American Right" lesen.
Das hat doch alles System! Das ist doch alles schon x-mal dagewesen, und jeder Wahlkampf in den USA wird NACH WIE VOR auf diesen Scheinkonflikt zugespitzt. Nichts davon ist neu, was sich heute zeigt. Nicht die Pädophilie-Affären, nicht die Sittlichkeitsskandale, nichts. Es war immer dasselbe Schema.
Und was hat sich geändert, Gegenprobe? Ebenso - nichts. Wie auf einer schiefen Ebene ist es in den USA wie auf der ganzen Welt kulturell-sittlich abwärts gegangen.
Und wer das immer noch nicht glaubt, wer immer noch glaubt, es gäbe einen gesellschaftlich relevanten Katholizismus (oder auch nur Konservativismus) in den USA, der kurz vor dem Erwecken stünde, der sollte Tuvia Tenenboms Buch über seine Amerikareise lesen. Wo er seine Eindrücke über die amerikanischen "konservativen Katholiken" beschreibt (sofern sie sich vielleicht noch nicht um OnePeterFive und ähnliche - subtil verborgene - Christäo-Judaizismen geschart hat. Dann relativieren sich sogar so "tapfere Geschichten" wie sie jetzt kursieren, wo sogar vereinzelt Bischöfe gegen die Corona-Kultbeschränkungen rebellieren.
Angesichts der mit etwas mehr Informiertheit über die USA vielleicht besser erkennbaren, durch so viele Fakten belegbaren, langen Geschichte der Utilitarisierung des Katholizismus beziehungsweise Konservativismus, die heißt ihn zu benützen, ohne ihm Einfluß auf die wesentlichen Ziele und Vorhaben der Linken zu geben, ist er vielleicht geheilt von jedem Trumpismus, und sieht die Dinge um einen Doppeldreh realistischer.
Sehen sollte man freilich, daß es innerhalb dieses einen (in zwei Formen auftretende) Drachen unterschiedliche Strömungen gibt, und Machtkämpfe. Darin liegt auch die Linie Trumps begründet, so massiv gegen China aufzurüsten, als stünden die USA mitten in einem realen Krieg (soferne nicht das Leben immer ein Krieg ist, auch das ist heute völlig verdrängt).
Machen wir es simpel: Die liberale judäo-protestantische (Ostküsten-)Clinton-Partie setzt in China (China ist somit ein Instrument, eine erst aufgerüstete und nun eingesetzte Schlagwaffe) direkt ihren Kampf um die Totalmacht an, denn sie hat die chinesische Kapitalismus-Attitüde angefacht und im Griff. Sie wird von der mehr zionistischen Gang bekämpft, die in Trump endlich wieder einen zugkräftigen Leitstier hat. Die aggressiv nach vorne verteidigte, aus dem Übel eines ziemlich cleveren Clinton-Schachzugs eine Tugend machte, und China nun sogar zum Weltbösewicht einer Corona-Todesseuche hochstilisieren will.
Was Trump, der zuerst nämlich von der ernsten Überlegung ausging, was es mit einer angeblichen Corona-Seuche auf sich haben könnte - nämlich nichts, was jede vernünftige Überlegung auch gesagt hat - um dann über Nacht umzudenken. Weil ihm eingefallen ist, daß er das ganz anders, offensiver anpacken muß. Wie seltsam, gell, daß das genau in den angeblichen Handelskrieg von Trump gegen China paßt?
"Trump gegen China - das ist Brutalität," sagte dazu Helmut Qualtinger. Da brauchen wir keine Stierkämpfe mehr.
Dienstag, 26. Mai 2020
Man muß Barbar sein, um zu denken (2)
Es gibt nur die eine Wahl: Wollen wir gleich sein und nicht denken, oder wollen wir frei sein und denken
*Etymologisch ist (sehr reduziert) das Wort König aus dem indogermanischen Zusammenhang von Zeuger, Geschlecht (im Sinne von "Haus"; vgl. "(k)-ung/-ing" in der Bedeutung von "stammen von"; vgl. ferner die sprachlichen Zusammenhänge "Kun(g)" - k-un (mächtig, s. "kön-nen") - g-un (von Macht stammend, ihr zugehörig) - g (ch/h, vgl. dazu sprachgeschichtlich bei Grimm der Gebrauch von "g/k/ch" als "mächtig" im Sinne von "von einer Art" - "Rei-k/ch" - "-ring/-rijk/-reik" - "Reg(s)"=Leiter, Anführer, vgl. auch die selbige Wurzel von Reich und Reg), als Herr (Vorsteher), Anführer heraus zu verstehen; vgl. dazu "k" im Sinne von "fran-k"=frei sein/freie, von Freiheit/-en stammend=frei sein, sowie das "k" generell in seinem Zusammenhang mit "-k(c,g)-ko/co", Himmel (Erdgewölbe ebenso wie spirituell; vgl. "caeli" sprich [kö]), aber das führt hier zu weit.
Bleibt noch der Hinweis, daß von der inneren Bedeutung her einer für alle, pars pro toto, also der Stellvertretergedanke (!) mitschwingt. Es hilft mitzudenken, daß sprachgeschichtlich das primus inter pares im Spiel ist, über das sich immer mehr das "Einer für ..." zu "Erster von ..." herausbildete (wie z. B. Kluge schreibt), möglicherweise (wie der VdZ denkt) aber genau im umgekehrten Sinn im Sprachsein des Menschen verankert ist.
Montag, 25. Mai 2020
Man muß Barbar sein, um zu denken (1)
Denn in gewissem Maß ist somit auch gesagt ist, daß Bürger jene Menschen sind, die ihr Denken freiwillig und durch Habitus (also übertragen, als Brauch unhinterfragt übernommen und danach geformt) beschränken.

