Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Samstag, 24. Dezember 2022
Nur unter seinesgleichen selbst sein
Freitag, 24. September 2021
Die drei Phasen der Weltgeschichte (1)
Eine ganz andere Geschichte - Die Archäologie und Paläoarchäologie hat schwer damit zu kämpfen, daß sie die Schichten noch auseinanderhalten kann, auf die sie stößt, und die aus drei globalen, großen, und mehreren kleineren (dabei ebenfalls globalen) Katastrophen kosmischen Ausmaßes steht. Nachdem sie aber über kein taugliches Geschichtskonstrukt verfügt, also einer völlig falschen Erzählung folgt, mit der die entdeckten Tatsachen nur bei Ausschluß größter Evidenzen in "Übereinstimmung" zu bringen sind, wird sie daraus auch keinen Ausweg finden. Ihr Beitrag zur Selbstfindung des Menschen durch Kenntnis der eigenen Vergangenheit, die ohnehin schwer durch einen progressiv zunehmenden Verlust der Erinnerung getroffen ist, wird also immer dürftiger und nähert sich der Irrelevanz. Sprich: Was immer sie erzählen, es ist leeres Geschwätz.
Nur einige wenige Ausreißer, oft genug in der Ecke der Phantasten, und die fast alle aus dem Lager der Außenstehenden stammen, durchbluten noch das über weite Strecken ausgetrocknete, im wahrsten Sinn inspirationslose Narrativ.
Donnerstag, 18. April 2019
Als die Sahara noch grün war
Deshalb kann uns die Entdeckung der Lebenswichtigkeit des CO2 für alle Lebensformen nur Ehrfurcht vor der Größe und Durchdachtheit (Vernünftigkeit) der Schöpfung abringen. Denn je intensiver der Mensch seine Kultur entwickelt, was nur durch Energienutzung (Verbrennung) möglich ist, desto mehr CO2 wird freigesetzt, das wiederum das Wachstum der Flora und Fauna nährt und stärkt. Ja, damit wird auch der "Mythos Überbevölkerung" entkräftet. Denn je mehr Menschen, desto mehr CO2-Ausstoß (wobei der menschliche Anteil am Gesamtausstoß von CO2 klein ist), und desto mehr Nahrung.
Es ist die menschliche Kultur, die die "Natur" im Bestand hält, nützt, und auf den diese "Natur" (als die unter dem Menschen seiende Schöpfung) ausgerichtet ist. Und es ist die Wärme, die dem Eigenschwingen der Dinge, die aus dem einfallenden Licht folgt, die CO2 freisetzt, somit die Lebensbedingungen für Pflanzen von zwei Seiten verbessert, auch und vor allem in der unbelebten Natur. So wie beim Feuer, nur in geringerem Maß. (Das ist wohl auch der Grund, warum es in der Tiefe des Meeres kalt ist, was gegen die Annahme über die Erde steht, die je tiefer man gräbt umso wärmer wird, was auf "feurige Vorgänge" in ihrem Kern schließen läßt - die Abwesenheit von Licht.)
(Wenn es also ein Argument GEGEN Kernkraft gibt, dann liegt es hier: Sie entbindet keinen Kohlenstoff, gibt somit der Natur nicht im Gleichschritt mit der Kultur ihre Grundlage. Radioaktivität ist ein Zerfallseffekt. Verbrennung ist aber kein Zerfall, sondern eine Reaktion mit Sauerstoff, dem Merkmal des Lebendigen. Das vom Licht zur Eigenschwingung, also zum Leben geweckt wird.)
Montag, 17. Juli 2017
Veränderung der Bevölkerung
Auffallend ist auch, daß sich den untersuchten Mumien aus einer Zeitspanne von 1.000 Jahren so gut wie keine wesentlichen Veränderungen der DNA zeigen. Das bedeutet, daß sich auch die vielen Fremdherrschaften kaum auf die genetische Disposition der Ägypter dieser Zeit auswirkten. Das wollten die Forscher der Universität Tübingen und vom Max Planck-Instituts nämlich herausfinden. Vergleicht man diese DNA mit der DNA aus Gebeinen des Neolithikums der erwähnten Räume liegt der Grund auf der Hand: Die Völker dieses geographisch gesehen großen Raumes unterschieden sich kaum. Zumindest nicht genetisch.
**Wir enthalten uns aber ausdrücklich einer Wertung oder Spekulation! Oft zeigt Vielfalt nämlich auch Schwäche, ja mangelnde Kultur an, und es gehört zu den Merkmalen der postmodernistischen Zeit, wie wir sie heute erleben, "unspezifische Vielfalt" pauschal auch als "gut" zu klassifizieren. Dabei kann sie auch Zerfall, Verlust der Einheit und spezifischen Kraft, ja damit Kulturlosigkeit anzeigen. Wenn schon, dann ließe sich genau das aus der bewegten Geschichte dieses Kulturraumes ableiten: Vorzeiten eines Ringens um Kultur, das aber über Ahnungen und Vorboten noch nicht hinwegkam. Man sollte sich also hüten, aus Befunden wie dem obigen mehr abzuleiten, als abzuleiten ist. Und nicht übersehen, daß wissenschaftliche Erkenntnisse prinzipiell einen ganz ganz schmalen, sehr abgegrenzten Grad an "Gewußtem" bedeuten.
Donnerstag, 12. November 2015
Dann sei er nicht dein Sohn
Montag, 9. März 2015
Sündenfall der Harmonie
Dienstag, 9. September 2014
Nur eines vergeßt nicht
Mittwoch, 3. September 2014
Wo sind sie nun, die Jubilanten?
Natürlich fühlen sich die, die diese Entwicklungen gefördert haben - und es sind nicht die Muslime selbst gemeint - nicht angesprochen oder bedroht. Christen? Es gibt genauso wenige Christen unter den Christen, wie es Muslime unter den Muslimen gibt. Damit sind also nicht sie gemeint, meinen sie. Aber keine Angst. Es reicht, wie in Ägypten, mit dieser westlichen aufgelösten Nihilismuswelt identifiziert zu werden. Das wissen sie. Da genügt es nicht sich öffentlich eh als Kirchengegner und ohne diesen ganzen Hokuspokus - Kreuzzüge, Hexen, eh schon wissen - zu deklarieren, wie das so üblich ist. Das Luschige dieser Art imponiert gestandenen Islamisten herzlich wenig. Und das macht den Herzerln dann doch Angst. Weshalb sie vielleicht so ein klein wenig überlegen, ob es nicht ganz gut wäre, die Muslime hier ähnlich zu behandeln, wie die Ägypter es tun, seit dem demokratischen Frühling. Auch wenn das nicht gerade christlich ist.
Samstag, 12. Juli 2014
Wenn Medien sich instrumentalisieren
(Nachsatz: Wie weit eine manipulierte Medienlandschaftschaft wirken kann, ja Geschichte schreibt, hat sich etwa 1956 beim Aufstand in Ungarn gezeigt. Und es zeigt sich dasselbe Schema wie bei den sogenannten Revolutionen der letzten Jahre, mit einer Schlüsselrolle der Medien. Damals wurde verbreitet, daß die USA im Fall eines sowjetischen Einmarsches sofort von Westen her militärisch eingreifen würden. Wie dieser Irrglaube entstand ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Man kann lediglich davon ausgehehen daß seine Verbreitung durch Medien sehr im Interesse der Amerikaner lag. Aber die dachten natürlich nicht ernsthaft daran, einen Weltkrieg "wegen Ungarn" zu riskieren. Und so verbluteten tausende Ungarn, die sich mit Steinschleudern bewaffnet dem Goliath Warschauer Pakt entgegenstellten in der Meinung, es käme nur auf ein Aushalten an, denn die Amerikaner würden real zu Hilfe eilen.
Gerade internationale Politik findet nur dann statt, wenn sie unter nüchterner Berücksichtigung langfristister und damit objektiv tragbarer und akzeptierter Raumkonzepte stattfindet. Die angeblichen Rezepte wie aufgescheuchte Emotionalität und "Transparenz", die Internetbescheuerte aller Länder anbieten und anheizen, sind dabei Methodiken, den Doofen die Mittel aus der Hand zu nehmen, überhaupt Politik zu gestalten. Abstrakte Ebenen, die je langfristiger sie sind umso abstrakter werden müssen, niemals von "unten" gehandhabt werden. Zu komplex und notwendig kompromißbehaftet sind die realen Verknüpfungspunkte, die sie zusammenfassen. Die sogenannte Pluralität des Internet ist dabei lediglich eine höchst taugliche Waffe, dem gegenüberstehenden Staat sein Volk zu zerstreuen, ihn aufzulösen. Niemand weiß das besser als die USA! Ihre Praxis, das Internet lückenlos zu überwachen und damit nötigenfalls auch zu steuern, zeigt es.)
Samstag, 5. April 2014
Zurück bleiben Ruinenlandschaften
Kann es sein, daß Europa und der Europäer (von den Amerikanern wollen wir da gar nicht mehr reden, denn die wollen die Welt ja gar nicht verstehen, die wollen einfach "ihr Ding" durchziehen; Europa will ja längst nichts mehr, weil es nicht weiß, was es wollen sollte ...) die Welt gar nicht mehr versteht? Die Vielzahl von Sackgassen, in die sich das Leben und die Politik auf diesem Kontinent immer lückenloser verrennt, begleitet von dieser fast fanatischen Entschlossenheit, in der diese Narreteien ergriffen werden, scheint das schon beweishaft zu belegen. Wenn aber diese These stimmt, und sie scheint zu stimmen, und das scheinen die Menschen auch längst zu ahnen, ja zu wissen, dann folgt daraus etwas Furchtbares: Denn dann sagt das, daß die Apparaturen in Europa, die Systemiken, nicht mehr funktionieren, weil sie die Irrwege mit zwanghafter Logik immer weiter treiben - als System. Dann hätte Europa die Kraft, sich friedlich zu reformieren, sich ohne Radikalschnitte zu reformieren, die NICHT in einer organischen Logik vom derzeitigen Oben ausgehen, bereits verloren. Ein erschreckender Gedanke, für dessen Richtigkeit aber sehr viel spricht. Ja, das Verhalten der Eliten, des "Kopfs" des Kontinents, deutet darauf hin, daß diese Eliten selbst es längst dunkel erahnen, und umso vehementer und totaler ihren Bestand zementieren.*
*Wenn eine Gesellschaft dieses Stadium erreicht hat, sind es nur noch die nie ganz abzuwürgenden archaischen Quellen, aus denen sie sich erneuern kann - Kunst, Religion. Wie bei einem kranken Baum, den man zur Gesundung bis auf den nackten Stumpf zurückschneiden muß, woraufhin sich ein völlig neuer Kronenaufbau regt. Aber kann das anderswo herkommen - als von außen? Ist die Migration vielleicht Zeichen eines ganz anderen Geschehens? War es historisch je anders?
Montag, 10. Februar 2014
Machterfahrungen
Montag, 12. August 2013
Von Sturz zu Sturz
Sonntag, 3. Februar 2013
Ägyptische Phasen
Das aber bringt sie in Konflikt mit den Hardlinern der ursprünglichen Revolution. Die nachrevolutionäre, gemäßigte Regierung wird des Verrats an den Revolutionsidealen bezichtigt. Es folgt ein Phase der Machtkämpfe, das Land stürzt in tiefe Unruhen, das öffentliche Leben ist lahmgelegt.
Das Land spaltet sich, in die Mehrheit, die zunehmend nur noch Ruhe will, um ihr normales Leben zu führen, sich zunehmend sogar nach den alten Zuständen sehnt, und der radikalen Minderheit, die kompromißlos das Neue will.
Mittwoch, 23. Januar 2013
Araber wollen keine Wüste
Dienstag, 22. Januar 2013
Vom Vater her gedacht
Aber wessen immer´sich die Menschen rühmen - Ruhm ist die Zuschreibung eines Allgemeinen. Niemand wird gerühmt, Werte erfunden zu haben, die nur er lebte. Der Ruhm zielt auf das, was man für andere war (bzw. ist). Weshalb er die größte Versuchung zur Rückgratlosigkeit darstellt. Aber auch hier: in tiefer Verwurzelung zu den Grundwahrheiten des Seins und Lebens. In den Guten Taten, die seine Moral anzeigen, seine Reinheit, seine Sittlichkeit, erlangt der Mensch Rechtfertigung, im Sein zu bleiben.***
Übrigens tauchte diese Form der (ägyptischen) Biographisierung des Menschen in der Renaissance wieder massiv auf - am Beginn des Massenzeitalters (gerade! in seiner Individualisierungssucht, die nur anzeigt, daß das Individuum beginnt, Angst vor Zerfall zu erleben). Denn der Kollektivismus der Frühzeit muß keineswegs als "Nicht-Individualität" gesehen werden. Vielmehr war das Individuum in seinem Einzelsein so sicher, daß es dieses Einzelsein nie thematisieren mußte. Erst als das Ganze zu zerfallen begann, dort, wo der Kreis der Bindungen und Zueinanderordnungen zu zerfallen beginnt, beginnt auch der Einzelne die Notwendigkeit zu empfinden, sich selbst (positivistisch) in der Welt zu halten, um der Angst individuell ins Nichts zu fallen zu begegnen.
Der Tod vereinzelt, das ist sein eigentlicher Schrecken: Trennung damit nämlich auch von Gott, dem Sein. Aber im Totenkult wird der Verstorbene im Sein des Kosmos gehalten weil darin präsent. Auch den Griechen war noch die schlimmste Vorstellung - vergessen zu werden.****
***De mortui nihil nisi bene! Sie, die sich nur noch durch das Rückbleibende vor dem Gericht - dem Abwägen gegen die Wahrheit - rechtfertigen können, werden durch Rufmord noch nach dem Tod, durch Vergessen, ins Nichts gestoßen. Der Trost des Christentums liegt in der Erinnerung Gottes - in Jesus Christus wurde ein Weg der Verewigung gestiftet.
****Noch heute ist in den Partezetteln, Totennachrichten etc. dieser Gedanke sehr! lebendig. Dazu braucht es nicht, daß die Menschen die Zusammenhänge bewußt sehen oder denken, es ist für die Wirklichkeit des Tuns irrelevant. Sprüche wie "Tot ist nur, wer vergessen ist", "Lebst in unseren Gedanken weiter", sind auch heute äußerst verbreitet. Sie haben tief religiöse Wurzeln. Der wirkliche Tod auch der Väter, die man heute aus den Familien herausbricht, ist die bewußte Inszenierung ihres Vergessens, die Fälschung der Erinnerungsgeste. Dasselbe, was man heute im "Mobbing" so gerne zitiert - als Mord am noch Lebenden. Dieselben Wurzeln.
Sonntag, 6. Januar 2013
Wozu die Aufregung?
Donnerstag, 20. Dezember 2012
Vorhang kollektiver Täuschung
Auswege? Auswege scheint es nicht (mehr) zu geben. Wir haben uns dem Netz bereits ausgeliefert, einem Instrument wirtschaftlicher Interessen, das von sehr realen Interessen geschaffen, getragen und verbreitet wird. Auch der Journalismus ist dieser riesigen Scheinveranstaltung Netz auf den Leim gegangen, die mittlerweile so hohen wirtschaftlichen Druck aufgebaut hat, daß sie ihm nach und nach auch seine Publikationsmedien aus der Hand nimmt.
*Der die Analysen und Vorhersagen von Jacques Ellul ("Propaganda", im Zusammenhang mit "Technology" zu lesen empfohlen) aus den 1960er Jahren vollauf bestätigt: Ellul zeigt, wie sich aus kulturgeschichtlicher Genese heraus - dem Zerfall natürlicher Ordnungen zu Anfang des 19. Jahrhunderts - eine pseudologische, rationalistische Identität aufbaut, die Propaganda, öffentliche Meinung und Medienzirkus braucht, um im Maß der vorausgehenden wie parallelen Entwurzelung überhaupt noch existieren zu können, als sie ihren Platz im Leben aus dieser Öffentlichkeit heraus definiert, ja fast zu definieren gezwungen wird. Damit aber wird die konkrete Welterkenntnis verändert, weil Sinndeutung (aus Ereignissen, aus Begegnendem) eine Frage der subjektiven Bezüge und Intentionen und damit der Identität ist.
Mittwoch, 5. September 2012
Marktgesetz
Diese "Mechanik" gilt nicht nur für Lebensmittel, dort aber noch stärker, weil hier viel elementarere Ängste zu wirken beginnen, als bei sagen wir Autos oder Schnüdelriemen für Schraubenquetschpasten. Hier wiegt vor allem das Verhalten einzelner Käufer viel drastischer - wie Ägypten, das zur Versorgung seiner 100 Mio Einwohner in hohen Mengen Getreide am Weltmarkt zukaufen muß, und wohl aus dem Vorjahr gelernt hat. Wo es erstmals in der Gefahr stand, unterversorgt zu sein, weil Getreide am Weltmarkt knapp, die Regierung aus naheliegenden Gründen säumig war. So, wie schon seit Jahren Nahrungsgetreide immer knapper wird, WEIL die Biospriterzeugung immer größere Mengen benötigt. Deshalb war ja schon im Vorjahr überall die Rede davon, daß die Getreidepreise empfindlich steigen würden. Und zwar genau aus hier geschilderten Gründen!