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Dienstag, 18. Januar 2022

Eine Pflicht, die hoffentlich nicht real wird

Die gestern verlauteten Regierungsbeschlüsse zur Impfpflicht (nicht: -zwang! das sollte man schon auseinanderhalten) betrachtet der VdZ ruhiger, als die meisten Kommentatoren der Gegnerschaft. Und als Gegner der Impfung gegen Covid 19 bezeichnet sich ja auch der VdZ, ja je deutlicher die Nebenwirkungen zu erkennen sind, desto mehr und desto entschiedener. ABER ...

Ab 1. Februar ist es in Österreich ein Verstoß gegen Gesetze, ungeimpft zu sein, und man kann es noch so viel drehen und wenden - ab 1. Februar wird der Gesunde (sowie der, der ein gutes Immunsystem hat) offiziell illegal. 
Nicht nur das, wird er zum Eingehen eines hohen Gesundheitsrisikos gezwungen. Keine Impfung hat in der Geschichte mehr Nebenwirkungen, und noch nie in der jüngeren Geschichte wurde ein Serum verimpft, das an sich - weil im Wesentlchen unbekannt - in seinen Auswirkungen auf die Gesundheit gar nicht "evidenzbasiert" und damit RATIONAL geboten und verantwortbar ist. 
Diese Impfpflicht ist also die dem (gesunden) Kollektiv auferlegte Verpflichtung, ein Risiko auf sich zu nehmen, das in wissenschaftlicher Betrachtungsweise bemerkenswert hoch ist.  Wenn jemand den Eindruck gewinnen möchte, daß krank zu sein nunmehr der gewünschte und gesollte Normalzustand werden soll, so liegt er deshalb gar nicht so falsch.

Wer jetzt noch einem Politiker, wer jetzt noch einem Arzt vertraut, wird das (der VdZ ist überzeugt) sehr bald sehr gut begründen können müssen. 
Für uns heißt es auf jeden Fall, die Verfolgung unserer ureigensten Interessen von denen der Politik zu ENTKOPPELN. Denn es hat sich nun gezeigt, daß wir zu Ersatzobjekten von Parteien gemacht wurden. Das, worum es uns im Kern geht, wird zum Werkzeug ganz anderer Absichten. Und zwar auf beiden Seiten. Die Wahrheit dieser Warnung werden wir hier belegen.

Montag, 11. Januar 2021

Ohne Unterhosen, und merkt es nicht

Wer Ohren und Augen hat, der hört und sieht. Auch in diesem Interview, das Fellner LIVE! am 5. Jänner 2021 mit dem Parteisekretär der FPÖ führte. Und das den Rahmen der FPÖ gebraucht hat, um auf Youtube zu erscheinen. Vielleicht ist den Verantwortliche(re)n des Fellner-TV-Senders doch etwas aufgefallen. Was nicht schwer wäre, denn zu sehr drängt Herbert Kickl mit respektgebietender Brillanz, die man ihm auch als Liberalen frank zugestehen muß, den Sohn des Herausgebers und Gründers der ÖSTERREICH-Zeitung ins Eck. Die (wie 60 Prozent des Landes, durch Corona aber nun rasant steigend) am Tropf jener Politik hängt, die sie kritisieren soll.*

Was auch im Falle der Impfung "gegen" Covid19 (Corona) zu einer ebenso offenen wie subtilen Propaganda für diesem politischen Hazard führt, dem Kickl mit sehr punktgenauen Argumenten durchleuchtet. Was dem jungen Redakteur nicht einmal aufzufallen scheint ist, daß er nicht nur bis auf die Unterhosen (und weiter) ausgezogen wird, sondern in seinem Agieren wie ein gehirngewaschenes Aufziehmännchen wirkt. Dem mehr als populistische Standardformulierungen, wie sie derzeit üblich sind, nicht mehr über die Lippen kommen. 

Was natürlich schade ist, denn es hätte sich ein spannendes Gespräch entwickeln können. So bleibt es bei einer Parteiungsschlacht, wo die einen mauern, um die anderen abzuwehren, sodaß jede Türöffnung bei den Verteidigern als Existenzbedrohung behandelt wird. Aber man erwartet von den Medien ohnehin nichts mehr. Jedenfalls war Kickl so sehr wie kaum noch (und das will beim sogenannten "Thinktank und Terrier" der Freiheitlichen Partei etwas heißen) bereit, das Visier für den Schwertkampf zu öffnen, und das ist mutig und schätzenswert. Schlag auf Schlag folgen und treffen seine Argumente. 

Wenngleich das alles zu spät kommt, es rettet den Freund nicht mehr. Noch dazu war der Elfmeter aufgelegt. Aber es hätte eine Opposition gebraucht, die solche Vorgangsweise bereits vor einem Jahr (!) hätte tun sollen. Der Leser möge nachschlagen, der VdZ hat exakt vorhergesagt, was nun folgen wird. 

Aber immer noch ist das Bekenntnis halbherzig, und die FPÖ, die als einzige Oppositionspartei in Österreichs Landschaft übrig blieb, erfüllt ihre Aufgabe immer noch mit Vorsicht und Zaudern. Die Aussage Kickls, die FPÖ hätte "von Anfang an" gewarnt, ist deshalb um einige Stufen zu hoch angesetzt. 

Leider hat man viel zu lange zugewartet, und damit viele im Stich gelassen und der sozialen Ächtung ausgesetzt, denen von Anfang an das Offensichtliche klar war: Daß es sich hier um die Hysterie eines in sich kollabierenden "Denkapparates" handelt. Der einen (meinetwegen, aber das läßt sich über viele "Viren" sagen) an sich "unproblematischen" Virus zu einer Pandemie hochgeredet hat. Aber sie standen einer Mauer aus autoritativen Behauptungen gegenüber, der standzuhalten ohne in Fanatismen oder Paranoia zu verfallen eine hohe sittliche Leistung ist. 

In einer fatalen Eigendynamik der Ablaufoptimierung folgte aber nun, genau mit dieser Öffentlichkeit, genau über und durch die öffentlichen Institutionen, was wir derzeit erleben: Gott überließ uns unserem eigenen, nur uns selbst zu verdankenden Denken und Tun. 

Das hat zu jenem Atombombeneffekt geführt, der wie in Erfüllung einer dunkelen, der Verzweiflung entstammenden Todes- und besonders den Westen (als eigentliches Abendland) kennzeichnenden Apokalypsen-Sehnsucht die abendländische Kultur ausgerottet hat. Denn das ist es, was man mit dem Zerschlagen der Lebensabläufe, die nur aus der kulturellen (also der eigentlich menschlichen und durch die Kultur humanisierenden) Kraft leben und damit sind, bewirkt. Aber verdummt-rationalisierten, pseudologischen Generationen nicht mehr bekannt ist. Denen schon als Grunddefekt die Ehrfurcht vor dem Daseienden in seiner Komplexität fehlt.

Aber in ALLEDEM haben die Medien ebenfalls einen mehr als einen gemessenen Anteil. Worin die Erklärung für das nahezu gelähmt wirkende Verhalten des jungen Fellner in diesem Interview liegt: Schuld macht blind. Weshalb auch dieses Medium - wie alle Medien - von einer allfälligen Abrechnung, die Kickl in Form eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses "nach Beendigung der Pandemie" fordert, nicht ausgenommen werden darf.


*Siehe dieser Hinweis auf die atemberaubenden Geldsummen, die nicht nur über "demokratiepo
litische/-fördernde Notwendigkeiten", das heißt Subventionen, sondern (viel eleganter) über "Kooperationen" in jüngster Zeit aus dem Kanzleramt geflossen sind. Und im ersten Halbjahr Regierung Kurz 2020 um 353 Prozent gestiegen sind. Die Medien danken es, als Mittäter beim Kesseltreiben, das gegen "Corona-Leugner", "Aluhutträger", "Rechtsextreme" und "Impfgegner" - ohnehin alle ein- und dieselben - veranstaltet wird. 

Pikantes Detail: Noch vor einem Jahr hatte die seit Jahresbeginn 2020 an der Regierung in Österreich beteiligte Partei der Grünen in der Person ihres Führers Werner Kogler lauthals verkündet, daß solche "Förderungen" als direkte Einflußnahmen der Politik auf die Medien zu betrachten und deshalb abzustellen seien. 

Solche "demokratiefördernden Maßnahmen" waren vor einem Jahr also noch schädlich für die Demokratie. Aber mittlerweile hat sich diese Einschätzung wohl geändert - wie immer und überall sind die Grünen, sobald sie am Trog sitzen, perplex, wie komplex die Politik wirklich ist. Und werden binnen kürzester Zeit zu den emphatischesten Ablaufoptimierern. Mittlerweile ist sogar schon das Wort "Kritiker" Kriterium und Pejorativ der "gerechten Forderung" nach Ausschließung von zentralen sozialen Prozessen, wenn nicht ... mehr.

*080121*

Freitag, 1. Mai 2020

Es war ein historischer Fehler, nicht sofort in Opposition zu gehen (2)

Teil 2) Warum sollte noch irgendwann irgendjemand diese Opposition wählen? Das sind die historischen Zeiten, in denen neue Parteigründungen geschehen. 


Der VdZ glaubt aber auch zweitens, daß es im politischen Spiel eines Landes Zeiten braucht und hat, in denen eine Haltung durchgetragen werden muß. Selbst wenn einem scheinbar alle Trümmer um die Ohren fliegen, der Gegenwind unerträglich scheint. Der Wind wird sich wieder drehen, er wird sich mit der Zeit drehen, wenn die Menschen wieder Ruhe haben und beginnen, nachzudenken. Was derzeit durch eine ungeheure Nachrichtendichte, die "Beweise" liefern soll, daß alles richtig war, was die Regierung angestellt hat, verhindert, dem auch vorgebeugt werden soll.
Eine Nachrichtenschwemme, die nun in ungeheurem Ausmaß verwirrt und die Menschen mehr denn je vor die schwere, fast nicht zu bewältigende Prüfung stellt, ihre Denkvermögen zu bewahren, oder aufzugeben. Wo sind noch die Steine im Fluß, auf denen man stehen hätte können und jetzt stehen könnte?
Aber das Gute ist was bleibt. So lautet der Untertitel unter den Roman des VdZ "Helena". Und das bezieht sich auf die einzige konstruktive Kraft der Geschichte, das Sein. Also das, was wirklich IST und als Gestalt, als Fleisch real werden WILL. Und dann stünde eine Opposition da, die wie durch ein Wunder wieder Stimmen zugewinnen wird, und wie! Die aber zugleich auf ein ungeheures Vertrauen aufbauen kann, das die Menschen gewonnen haben werden.
Und historisch ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Gute übrigbleibt, wie die Kastanie im Herbst, die sichtbar wird, nachdem die stacheligen Schalen verfault sind und abfallen. 
Jetzt aber? Jetzt wird die Opposition zertrümmert, hat aber keinen Faktor, der sie eines gar nicht so fernen Tages wieder stärken könnte. Sie war von Anfang an im Grunde mit der Regierung im Boot, ist damit mitverantwortlich, und versucht nun nur mit umso schärferer Kritik die davonschwimmenden Felle zurückzuholen. Nun steht sie wie so viele vor der Situation, von der Kastanie, die sich nun zeigt, überrascht worden zu sein.
Wir bringen hier H. C. Strache, den ehemaligen FPÖ-Anführer, mit einer Stellungnahme. Die nicht unbedingt so gut ist, sondern das Problem der gesamten Opposition in Österreich (und auch Deutschland, dort liegt es ähnlich; die AfD hat sich nicht durch die internen Streitigkeiten zerlegt, sondern durch ihre fehlende Opposition) zeigt. Strache kritisiert ganz typisch, er kritisiert POSTHOC. Und vergißt nie, die "Richtigkeit der Maßnahmen" außer Frage zu stellen. 




Wer soll da noch irgendwann irgendwarum irgendeine der heute vorhandenen Oppositionsparteien und -figuren wählen? Eben. Herrschaften, das sind auch im geschichtlichen Rückblick erkennbar jene Zeiten, in denen wie ein Blitz aus heiterem Himmel die Gründung neuer Parteien geschehen. 
Wir werden es auch daran erkennen, daß die derzeit bestehenden Parteien, und zwar ALLE, gegen ein Phantom kämpfen werden. Gegen eine noch nicht vorhandene, aber gefürchtete NEUE OPPOSITION.
Eine Opposition, die sich vom derzeitigen Parteienbild völlig unterscheidet. Deren Macht sich aber bereits deutlich abzeichnet, indem sie bereits anders als die bislang bestehende Bevölkerung behandelt wird. Man beachte etwa diesen Bericht über ein Großbegräbnis in Berlin. Das hier Vorhergesatte könnte also früher als man glaubt geschehen. Etwa durch die Bildung einer "recht streng dem Koran folgende", um parlamentarische Vertretung ritternde islamische Bewegung. Aber das wäre nur die eine Seite des Spektrums. Und sonst?

Wie die zweite Seite aussieht, die anders als die erste - nimmt man Muslime, so waren sie aufgrund ihrer von Anfang an unbestrittenen Oppositionshaltung nie davon betroffen (siehe die Gedanken im ersten Teil der Artikelreihe) - auf die amorphe Wut nach einem Mißbrauch zurückzuführen ist? Der VdZ ist noch nicht sicher, aber wir werden es ohnehin erleben.

Fazit: Es wird zu einer Wende kommen, und zwar rascher als mancher heute denken könnte. Es beginnt ja bereits, man beachte alleine diese ORF (!) Meldung, ín der bestätigt wird (weil anhand eines geleakten Dokuments offenbar geworden) daß Kurz die Panik vor Corona bewußt angeheizt und sogar initiiert hat. Solche scheinbar kleinen Meldungen aber sind die ersten Anzeichen. Es ist jener Spalt in der Tür, durch den das aufgestaute Wasser immer schneller eindringen wird. Bis die Tür mit einem Knall auffliegt. 

Die Bevölkerung hat es ohnehin gespürt, aber ihre Ahnung wurde dann durch Massenpropaganda umgelenkt. 
Solche Umlenkungen verzeiht aber eine Bevölkerung nicht, das wird auch Kurz bald feststellen. 
Zwar ist das nicht völlig sicher, und zwar aus bestimmten Gründen - aber der VdZ glaubt nicht, daß diese schlagend werden: Nämlich die gigantische Medien- und Manipulationsoffensive, die folgen wird. Sie wird diesen Dammbruch nicht aufhalten kann.

Aber an dieser Wende wird die derzeitige Opposition nicht partizipieren können. Sie hatte ihre Chance, hatte aber nicht den Mut (oder nicht die Erkenntnis der Wirklichkeiten dahinter; dann hat sie den eigenen Niedergang auf jeden Fall weil ohnehin verdient) sie wahrzunehmen. Es werden sich deshalb neue Kräfte formieren, die die zukünftige Opposition sein werden.



*260420*

Donnerstag, 30. April 2020

Es war ein historischer Fehler, nicht sofort in Opposition zu gehen (1)

Der VdZ wurde gefragt, ob er wirklich meine, die Opposition (in Österreich)* hätte sich von allem Anfang an gegen die Corona-Maßnahmen stellen sollen. Ob sie nun, angesichts der überwältigen Zustimmung für die bestehende Regierung (Kurz und seine ÖVP stehen allen Umfragen nach schon über der absoluten Mehrheit, würden jetzt Wahlen stattfinden), nicht völlig lächerlich dastehen würden. Ob sie nun nicht einfach nur mit ungeheuren Einbrüchen, sondern mit noch mehr Einbrüchen, ja Marginalisierung zu tun hätten. 
Die Opposition in unseren Ländern hat von allem Anfang der Corona-Krise an der Versuchung nicht widerstehen können, zu beweisen, DASZ AUCH SIE HÄTTE KÖNNEN WAS DIE REGIERUNG GEKONNT HAT, und was diese in Österreich zumindest in einen wahren Höhenrausch der Zustimmung geweht hat. 
Damit hat sie die Möglichkeit einer Opposition verschwinden lassen, und damit eine völlig unterschätzte Wählergruppe düpiert. Denn es gab Kritik in der Bevölkerung, von allem Anfang an. Aber die hat in ihrem Alltag ein wahres Haberfeldtreiben durch die von der gesamten Politik gestützten Befürworter der Corona-Hysterie erlebt. **
Wir werden im Folgenden die Gedanken entwickeln, und wir kommen, das sei schon versprochen, auf einen für manche überraschenden Schluß.
Die FPÖ steht bekanntlich in den Umfragen bereits bei unter zehn Prozent, das entspricht einer Drittelung innerhalb eines Jahres, die Strache-Krise hin oder her; auch die übrigen Oppositionsparteien wird derzeit förmlich zertrümmert. 



Ja! Das meint der VdZ. Und deshalb speichert er gewissermaßen den Punkt vom 24. April. Er sagt: Das ist nun unmittelbar vor oder schon der Höhepunkt, damit die Vergleichsbasis für seine unten ausgeführt Prognose. Die so völlig anders aussieht, als manche meinen.
In Wirklichkeit bestätigt heute die Opposition nämlich alles, was Kanzler Kurz und seine Ministranten gemacht haben, indem sie nämlich dasselbe gemacht haben wie die Regierung: Abgewartet, wie sich "das Coronavirus" entwickelt. Was will man nun angreifen? Details? Ob hier oder dort eine Woche zu früh oder zu spät geöffnet, ob hier oder da eine Milliarde falsch eingesetzt wurde? Das kümmert doch keinen Österreicher! 
Es war aber alles von Anfang an erkennbar, hätte man ein feineres Gehör für die verdrehten Wissenschaftsausflüge hinter der Panik gesehen, wie sie schon bei der Berichterstattung über China zu erkennen war.
Denn erstens glaubt er nicht, daß die FPÖ und jede andere Opposition noch weiter verloren hätten. Vielleicht sogar gerade für die Freiheitlichen, aber auch für die NEOs, die Neoliberalen, würde er das sehen, denn jede kritische Stimme hat derzeit überhaupt keine Heimat mehr, steht völlig alleine, ohne politische Repräsentanz. 
Jene Menschen, Wähler, die aber um ihre Freiheit, die zurecht um ihre Grundrechte fürchteten, die jeden angeblichen Widerspruch zwischen dem Notwendigen und dem Richtigen sahen, und Recht hatten.
Kein Gut kann erreicht werden, indem ein schlechtes Mittel verwendet wird; kein Zweck heiligt die Mittel! Das ist eine der Grundfesten der katholischen Morallehre, die aus der Metaphysik kommt, nicht aus irgendeinem Gefühl oder Moralisieren!***
Dieses Prinzip alleine hätte handlungsleitend gewesen sein müssen (und können), denn es hält in jedem Fall als Kriterium. Selbst wenn man zu wenig "Details" kennt, meint, sich noch kein Bild machen zu können, mit einer Einschätzung warten zu müssen meint, ist auf keinen Fall Ausweg, Abkürzer oder Alternative, etwas in sich Schlechtes, Falsches zu tun. Und das ist passiert. Nachweislich
Diese ontologische Gewißheit, diese Grammatik des Wirklichen, die unumgehbar ist, hatte von Anfang an keine Fürstreiter auf den politischen Schauplätzen, in die sie sich "Dank Demokratie" ständig begeben müssen. Sie sind nach wie vor alleine. Und die heutige Opposition kann sich NICHT aufs Hemd schreiben, daß sie diese unglaublichen Gesetzesverstöße sofort aufgezeigt und kritisiert hätten. 
Wenn wir hier also von einem elementaren Fehler der Opposition beziehungsweise Nicht-Opposition sprechen, dann schon alleine aus dem Grund, weil das zu späte, auf jeden Fall nicht frühzeitige und damit nur zeitgerechte Kritisieren von einer elementaren, ontologischen Tatsache ausgeht - der des Guten im Streit mit dem Schlechten, ja Bösen.
Und darin hat man die Menschen auf schreckliche Weise im Stich gelassen, und sie den Wölfen ausgeliefert. Schon alleine deshalb ertönt die Posaune: Schande und Verderben über die Hirten, die ihre Herde verlassen haben!

Morgen Teil 2) Warum sollte noch irgendwann irgendjemand diese Opposition wählen? Das sind die historischen Zeiten, in denen neue Parteigründungen geschehen. 



*Zur Opposition in Österreich zählen einerseits die Parteien wie FPÖ, NEOs, SPÖ, sowie einige Bürgerlisten, die aber nicht im Parlament vertreten sind, sowie - nicht zu vergessen! - die Kirche. Auch über sie wird nun abgestimmt, ja jetzt, nach sechs Wochen "Virtualität", mehr denn je, wir werden es erleben. 

Wir werden aber auch erleben, daß die muslimischen Gemeinden einen Zustrom verzeichnen werden wie noch nie. Denn lustigerweise waren sie durch ihr sperriges, widerspenstiges Verhalten, das schon vorauseilend vermutet wird und auch diesmal wurde, frühzeitig weil immer RICHTIGE Opposition.

**Auch das, im Ganzen gesehen, ein weiterer Mißbrauch, und zwar im strengsten Sinn: Man hat über den Druck der Massendynamik die Menschen dazu gebracht, dem Schlechten, das sie anfangs auch noch distanziert, kritisch betrachtet haben, im Nachdenken auf jeden Fall kritisch gesehen hätten, zuzustimmen. Ihrem eigenen Schaden zuzustimmen! Das wird noch seine eigene Dynamik bewirken, wir werden auch das erleben: Hier fanatische Posthoc-Zustimmung, dort Selbstbezichtigung und öffentliches Verstummen wegen vermeintlich selbst verschuldeten Elends. 

In jedem Fall eine weit verbreitete amorphe Wut! Diese amorphe (also noch ungefaßte, ungeformte) Wut wird noch entscheidend, wir werden es im Fortgang dieser Gedankenausrollung sehen.

***In dem Augenblick, in dem man die Möglichkeit eines IN SICH SCHLECHTEN abstreitet, was auf ein elementares Unverständnis der metaphysischen Grundlagen im Begriff von Gott, dem Sein, dem Guten, des logos zurückzuführen ist, begibt man sich auch jeder wesentlichen Kritikfähigkeit, jeder Möglichkeit einer "frühzeitigen" Opposition. Und das hat sich im Falle der Corona-Krise wieder einmal ganz klar und eindeutig bewiesen.



*260420*

Samstag, 25. April 2020

Wenn Opposition zum Systemoptimierer wird

Eine der auffälligsten Erscheinungen dieser Zeit im Zeichen der "Corona-Krise" ist, daß sich die "rechten" Parteien und Bewegungen regelrecht auflösen. Sie fallen dadurch auf, daß sie nicht auffallen. Sie fallen dadurch auf, daß sogar die angeblichen Führungsstimmen der Rechten aus dem Froschkonzert der Krisendogmatiker nicht herauszuhören sind, weil sie einfach mitklingen, zumindest verstummt sind. Wo sind derzeit Denker, Intellektuelle, die Perspektiven einbringen, die dem gegenwärtigen Narrativ widersprechen, die die Dogmen der angeblich notwendigen Corona-Krisenbekämpfung hinterfragen?

Ist diese Zeit wirklich so klar definiert, daß alles Denken GENORMT sein kann, weil keine Alternativen gebraucht werden? Brauchen wir derzeit wirklich keine kritischen Stimmen aus jener Abgesondertheit, die einen distanzierteren Blick mit sich bringt? Hat die Quarantäne der Corona-Krisenbekämpfung gar die Räume der Abgesondertheit aufgelöst? Sind die Abgesonderten mit einem Mal von der Masse aufgesogen worden, so daß sie nur noch in deren Rhythmus mitschwingen?

***

Freilich, hört man diese Stellungnahme an, könnte man auch zu anderen Auffassungen gelangen. Der VdZ hört allerdings im ersten Teil des Fernsehgesprächs einen Appell heraus, noch sozialistischer auf das Phantom Corona-Krise zu reagieren als ohnehin der Fall ist. Herbert Kickl (FPÖ) stellt erst im zweiten Teil des Fernsehgesprächs doch ziemlich richtige Fragen. Die so ruhig vorgetragen werden, doch die Sprengkraft hätten, den Blindflug der Regierung(en) als Reaktion auf ein überhaupt nicht definierbares, phantomhaft ausgemaltes Horrorszenario zu stoppen.

Er fordert damit, was auch Liselotte Kornstaedt auf EIKE formuliert: Endlich Klarheit zu schaffen, endlich statistisch saubere Zahlen zu ermitteln um zu sehen, von welcher Gefährlichkeit für die Volksgesundheit wir hier überhaupt reden. Denn das weiß momentan niemand. Wir sitzen auf einem riesigen Berg von Unsicherheiten, tun aber so als müßten wir trotzdem die weittragendsten Entscheidungen treffen. (Kommt einem das nicht schon von der Klimadebatte her bekannt vor?)

Wir meinen deshalb, daß schon allein darauf doch endlich einmal solide - und laute, denn die Sache drängt einigermaßen! - Oppositionsarbeit aufgebaut werden müßte. Doch fehlt dazu der Mut, weil man sich gegen eine scheinbar lückenlose Decke des herrschenden Narrativs stemmen müßte, in dem dieses "energische Handeln" gefordert wäre. Genau das wird ja angeblich (weil laut Medien) vom überwiegenden Teil der Bevölkerung mit Zustimmung bedacht, sogar noch schärfer gefordert wird.
Die Opposition hat einfach vor fünf Wochen die Verantwortung gescheut, die sie nun von den Regierungen posthoc einfordert. Wie bitte? Also wenn, dann muß Verantwortung der Mut sein, Entscheidungen zu treffen. Also VORHER da sein.
Die haben aber alle mitgetragen. Jetzt? Jetzt ist es uninteressant, über die eine oder andere Anpassung zu quatschen, rechtfertigt keine Opposition. ES WAR ERKENNBAR, schon vor fünf, vor sieben Wochen, was da kommt. Nicht als Pandemie, sondern als riesiger Irrsinn. Aber damals hätte es eben Mut gebraucht, gegen den massenmedientechnisch verblödeten Durchschnitt anzugehen.
Schaue sich der Leser dazu die ganz aktuellen Stimmungsberichte aus Österreich an, schaue er sich das ganz aktuelle Video von H. C. Strache an, der in eben dieser Zwickmühle steckt und nicht herauskommt: Vor fünf Wochen hat auch er alles mitgetragen. Um es heute zu kritisieren. Die aktuellen Zustimmungswerte für Strache? Zwei Prozent. Oder drei. 
Vielleicht ist nur aber den Menschen zu wenig klar, wie wenig wir überhaupt derzeit wissen? Wie wenig wir aber schon vor fünf Wochen wußten? Vielleicht warten sogar sehr sehr viele darauf, daß endlich (wieder einmal dasselbe!) jemand wieder die Vernunft zum Klingen bringt? Der VdZ staunt jedenfalls immer wieder, wie häufig in der Bevölkerung durchaus kritische Geister zu finden sind. Und sei es, daß eine Hausfrau "das Gefühl hat, daß da was nicht stimmt, mit diesem Corona-Virus."



Nachsatz: Was Kickl da fordert - endlich statistisch saubere Zahlen zu erheben, damit man endlich einmal weiß, mit welcher Gefahr haben wir es da überhaupt zu tun - hat offenbar Island umgesetzt. Angeblich fährt das Land gut damit, schreibt die Zeitung. Auch Schweden geht, wie man liest, völlig anders mit dieser Corona-Krise um: Kaum Verbote, kaum staatliche Zwangsmaßnahmen. Und auch dort ist es - wie in Island - nicht zu den aber bei uns so befürchteten Katastrophen gekommen.

Nachtrag vom 23. April 2020: Endlich ist die Opposition aufgewacht, freilich mit einer furchtbaren Bremse im Fahrwerk. Denn WARUM, Herr Kickl, hat man nicht von Anfang an gesehen, wo es hingeht? Das konnte man! Das hätte man können! Und sei es, daß Sie dieses Blog lesen hätten sollen.

Ja, so gehörte gehobelt, diese Späne hätten schon lange fallen sollen. Aber noch mehr Späne sollten noch gehobelt werden. Erst abzuwarten, wie etwas ausgeht, um dann zu kritisieren, IST ZU WENIG. Man kann nicht zuschauen, wie ein Land einen Weg einschlägt, um dann, wenn er in den Abgrund führt, aufzuschreien.
AN DER WEGGABELUNG HÄTTE MAN SCHREIEN SOLLEN. Opposition heißt nicht, NACHHER zu kritisieren, sondern in die Entscheidungsprozesse einzugreifen. Da muß man sich also fragen, warum die Entscheidungskriterien nicht erkannt wurden. Denn wenn diese Kriterien "richtig" waren, wie hätte eine Regierung dann anders entscheiden sollen?
Und ... die Verbindung von "die Erde sich um die Sonne dreht" (Galilei) und "alternativlos" weil "wahr" tut weh. Weil er so falsch ist. Da folgt auch Kickl dem Herdentrieb. Dem im übrigen sehr sehr Unrecht geschieht, weil man das Wesen der Hierarchie nicht versteht. Und das kann eine Bewegung, eine Partei, die sich auf die Aufklärung und die bürgerlichen Revolutionen von 1848 beruft, natürlich gar nicht begreifen.



Und hier noch Opposition, einen Tag vor der oben eingeschnittenen Parlamentssitzung. Wieder Herbert Kickl.



***


Zum Thema: Wenn Sie, geneigter Leser, immer noch nicht genug zum Thema haben, hier noch das ganz aktuelle, immer recht interessante österreichische Stimmungsbarometer von Fellner! LIVE. "Es ist nicht die hohe Phase der Opposition." Werter Leser, wir, Sie und der VdZ, wissen, warum. Noch nie war der Sachgehalt der Regierungsarbeit derart überdimensional eine Katastrophe - und die Opposition sieht den Elephanten im Raum nicht!

Ach ja, der Witz des Tages: Sebastian Kurz hat die größte Zustimmung ... BEI MÄNNERN. Mehr läßt sich zur Epoche der Kastration nicht mehr sagen. Und der VDZ schämt sich regelrecht - ES IST SEINE GENERATION, DIE DAS RIESENBABY SO ÜBERWÄLTIGEND LIEBT. Und es sind DEREN KINDER, buchstäblich und wortwörtlich, die die Grünen auf den Schild heben. 
Die Jugend heute hat gelernt. Ihr Lebensziel ist, auf dem Surfbrett der Medien Topverkäufer des Irrsinns zu werden. Der gegenwärtige Kanzler macht es vor! AUCH SO, auch als Unsittlichkeitsmanager kann man "etwas" werden.
95 Prozent der Bevölkerung sind der (richtigen) Meinung, daß das Land schwer geschädigt wird. Aber 80 Prozent sind er Meinung, daß ALLES RICHTIG GEMACHT WURDE. So kann nur eine Generation urteilen, die von Wirklichkeit keine Ahnung mehr hat. Die (auch die derzeit und immer mehr aufplatzenden) Tatsachen nicht einmal mehr ignoriert, sondern als Gefahr einschätzt. Gefahr? Ja, für ihr Wohlgefühl, das Wohlgefühl des Sozialstaatsdeformierten. Da kann Wirklichkeit nur noch störend wirken. Solange das Konto stimmt, und der SPARmarkt die Regale gefüllt hat ...

Mit einem deppensicheren Patentrezept, das in der Geschichte schon so oft "gewirkt" hat: DIE REICHEN SOLLEN ZAHLEN!

Oh, Heiliges Tirol, was für eine Schande, was für ein Desaster. Es tut so weh! Aber was will man. Das jahrzehntelange Auflösungswerk eines Bischof Stecher hat seine Folgewirkungen gezeitigt. 20 Prozent Grüne! 

Die Retourkutsche folgt wie immer und überall, wo alles mit Realität zu tun hat. In Tirol - beim Fremdenverkehr. Die Jungen wollen NICHT, daß ihre LEBENSGRUNDLAGE, der TOURISMUS, überhaupt noch einmal anfängt. Und 55 Prozent der Österreicher, deren Einkommen (BIP) zu 60 Prozent durch und aus einem Austausch mit Deutschland besteht, wollen die Grenzen zu Deutschland geschlossen halten ... Na, da wird der Kurz Basti aber nicht so einverstanden sein ... 

Was will man. Die ÖVP umarmt, ja kopuliert seit Jahrzehnten mit dem marxistischen Konzept der Selbstauflösung, die ach und wie! Wohlgefühle bewirkt. Und es geht ja bekanntlich nur darum, oder? Und das Volk wählt somit, nach fünf Jahrzehnten marxistischer Indoktrination, wie leider so leicht und immer wieder den Kuschelfaktor.
ENDLICH IST DER ÖSTERREICHER WIEDER DER NABEL DER WELT. Glaubt er zumindest. Endlich hat er wieder einen Messias!
Der Bundesfaktor für die Grünen (im Sog eines Kanzler Kurz) ist leicht somit erklärt: Sie haben dieselbe Gestalt wie die, in die die ÖVP-Leute (Wähler wie Funktionäre) umgestaltet worden sind. Und die es liebt, wenn starke Männer im Hintergrund die Fäden ziehen. Das Unbekannte, Mysteriöse - dort gibt es ja auch die vielen Reichen, "die Papas", die alles richten, die alles zahlen! - gibt so viel Hoffnung, daß es Gescheitere gibt ... die man nur eines nicht: Die man nicht kennen darf. Denn der äußere Gestus muß gegen das Bestehende lauten.

By the way: Die ständig aktualisierten Stimmungsdaten bestätigen, was der VDZ immer gesagt hat: Die Opposition hat den Hauptfehler GANZ AM ANFANG der Corona-Krise gemacht. Als die Krise noch gar keine Krise war.



*300320*

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Warum sich die FPÖ nicht durch Ibiza zerlegt hat (3)

Teil 3) Egal was gewählt wird. 
Es kommt immer antikatholischer Liberalismus heraus.



Ihr sind wie 1933 unter Papen die wahren Konservativen, die christ-katholischen Kernschichten, wieder einmal auf den Leim gegangen, indem sie sich der Illusion überließen, diese Bewegung "zu verchristlichen", um endlich die "konservative Revolution" als Rückkehr zur Vernunft zu schaffen. Was 1933 schiefging, scheitert nun regelmäßig auch in Österreich, wir erleben es laufend, und alle 16 Jahre, wie das FPÖ-Urgestein Andreas Mölzer (heute gesuchter Gesprächspartner in allen Medien, auch den öffentlich-rechtlichen Österreichs, während er vor zwanzig Jahren noch für alle der Vorzeigenazi war) sagte.

Sie aber haben sich durch inhaltliche Themen angesprochen gefühlt, waren realistisch genug, von den Spitzen der Partei nicht allzu viel zu erwarten. Und - nicht zu vergessen! - sie haben sich durch ästhetische Kriterien angesprochen gefühlt, auch wenn das kaum jemand zugeben wird. Denn die Einführung einer berittenen Polizei durch FPÖ-Innenminister Herbert Kickl - übrigens der einzige der FPÖ-Führung, der den typischen Fallen des Emporkömmlings bemerkenswert entflohen ist - war ein Akt, dessen Gestalt-Wirkung nicht zu unterschätzen ist, so klein, ja lächerlich klein er auch scheint. Kickl inszenierte Grenzmanöver der Polizei, die Symbolwert hatten, und textete die Schilder an den Zugängen der Asylantenheime um. Nur lächerliche Symbole? Nein. Wahrheit, die beim Wort beginnt. Herbert Kickl hat immerhin etwas begriffen, das dem VdZ in seiner Zeit bei der Diözese St. Pölten (unter Bischof Krenn) wie Kickl zum absoluten Haßobjekt gemacht hat: Er hat begriffen, daß das Gute im Kleinen beginnt. Im Kleinen muß man deshalb hart weil prinzipientreu bleiben, darf nicht den Fehler machen, alles in die großen Debatten abschieben zu wollen. Das Gute braucht Konkretion, richtige Konkretion.  Denn dort spielt die Musik.

Während aber die Berittenen noch so irgendwie weiterexistieren, zumindest vorläufig, hat man diesen Schichten nun die Inhalte vor der Nase weggenommen. DAS war der Grund, warum viele nicht mehr wußten, warum sie wählen gehen hätten sollen. Zumal die Konstellation nach der Wahl - haushoher Sieg der Kurz-ÖVP, Wiedereinzug der Grünen ins Parlament, damit Koalitionsfähigkeit dieser beiden Gruppierungen - für niemanden überraschend, also lange vorher abzusehen war. Es war ihre aktuelle Wahltaktik, die etwas geoffenbart hat, was sich aus diesen Kreisen niemand je gewünscht hätte: Daß auch die FPÖ bereit ist, sich dem Wahnsinn der Gegenwart so rückhaltlos auszuliefern.

Die nun zu übersehen scheint, daß sich ein Gutteil gerade ihrer konservativen, "rechten" Wählerschaft auch als Gegner der Moderne sehen. Man unterschätzt immer noch und immer wieder neu, daß sich Politik und politische Intention aus einer Gesamthaltung generiert. Wenn es so aussieht, als ließe sich über Sachfragen und Einzelthemen Politik machen, so hat das verschiedene Gründe, die aber immer wieder auf eine Basis zurückfallen, die viel grundsätzlicher weil eine ontologische Frage ist. Deshalb geht es auch in der Klimafrage nicht um Klima oder Klimarettung! Es geht um den Gesamthorizont der Vernunft!

Und das ist etwas anderes, als es die Aufklärung meinte. Auch der VdZ war eine Zeit der Meinung, daß die FPÖ das kapiert habe, so wie die AfD in Deutschland. Aber auch er hat sich getäuscht. Diese Alternative gibt und gab es gar nicht, ja es gab sie gar nie! Daß man sie in der FPÖ vermutet hat, und zwar weithin und vielfach, hat lediglich den Grund, daß sich diese Partei als "Rettungsinsel" angeboten hat, als Refugium gegen die Unvernunft der übrigen Ideologien. Aber das ist ein Irrtum, der nicht zum ersten Mal begangen wurde.

Hat noch nie jemand darüber nachgedacht, warum Norbert Hofer, einer der beiden Parteispitzen nach Strache, vom gesamten politischen Spektrum des Landes so als seriös gelobt und akzeptiert wird? Richtig. Weil er gar kein Widerspruchsträger ist, der wo er als solcher gesehen wurde von einer FPÖ-Linie profitiert hat, die er selber als falsch zu sehen scheint, die er nun "modernisieren" möchte. Er ist vielmehr der, als der er sich präsentiert hat: Der brave und niedliche Butzibutzemann, die charisma-schwächere Variante von Kurz, der aber der Moderne, die in ihrem Wesen links (und damit, damit! oligarchisch!) ist, gar nicht entgegensteht. DESHALB können speziell deutsche Bundesbürger oft nur staunen, daß man in Österreich (ganz anders als der AfD in Deutschland) doch recht breite Akzeptanz als politische Kraft entgegenbringt. Der VdZ hat das Staunen im Ohr, das ihm seine deutschen Freunde am Sonntag kund taten, als sie die Wahlsendungen verfolgten: Die Freiheitlichen werden hier von den Medien ja ganz "normal" behandelt!?


Katholiken sind strunzdumm-naiv

Ob also nun dieser Hofer, der das Wort von "moderner Partei" aufbringt, in der Lage sein wird, eine FPÖ anzuführen, die in der Oppositionsrolle steht in der sie bislang gemutet wurde, ist stark anzuzweifeln. Es sei denn man begnügt sich wieder mit der alten 5-Prozent-Partei, als die sich die FPÖ vor Haider, zuletzt unter dem Obmann Norbert Steger, der sich der eigentlichen Wurzeln der Freiheitlichen noch sehr deutlich bewußt war, regelrecht einbetoniert hat.

Aber es sind diese gar nicht zu vermeidenden Rückschläge, die Mölzer meinte, wenn er sagte, daß es die FPÖ alle 16 Jahre zerlegt, wenn den Konservativen, den Christlich-Konservativen bewußt wird, daß ihre Hoffnungen nicht erfüllt werden. Eine Wählerschicht, die leider - man sieht es am Beispiel USA, die seit je ein ähnliches Phänomen zeitigt - immer wieder so leicht täuschbar ist, weil sie an ihrer permanenten Niederlage im Zuge des Kulturzerfalls des Westens nach jedem Strohhalm greift, der sich ihnen bietet. Und darin immer wieder meint, daß sich mit dem Liberalismus, der Aufklärung, und damit - drauf laufen alle diese Ideen nämlich hinaus, die alle auf demselben Grund stehen - der Linken doch wenigstens über eine Strecke des Weges aus Pragmatismus gehen ließe. Bis der Weg frei ist für ein wirklich konservatives, traditionsverwurzeltes Land. 






Mittwoch, 2. Oktober 2019

Warum sich die FPÖ nicht durch Ibiza zerlegt hat (2)

Teil 2) Was der FPÖ den Garaus gebracht hat war etwas ganz anderes.



Aber das Genick hat der FPÖ der zweite Punkt gebrochen. Auch das war ein Punkt, in dem sie sich von den übrigen Parteien unterschied. Und das ist die Klimapolitik. Norbert Hofer hat sich im Wahlkampf, wohl unter dem Eindruck der Greta-Hysterie, aber wie sich herausstellte auch aus persönlicher Überzeugung, als "Kämpfer gegen den Klimawandel" positioniert. Er hat klar gesagt, daß die FPÖ mit der Politik der Alternativen Energien, der Energiewende, der Umstellung auf Öko-Wirtschaft mitmachen wird. Damit hat ER somit den entscheidenden Fehler begangen. Denn damit hat er die letzte Eckfestung einer FPÖ mit eigenem Profil im Alleingang geschleift. Was nun, haben sich die Wähler gefragt? Haben wir nun mit der FPÖ dasselbe, wie die übrigen Parteien vertreten? 

Die FPÖ-Strategie hat völlig übersehen, daß die Ablehnung der Klimahysterie, die in Deutschland exemplarisch desaströse Energiewende, die hirnrissige "Umstellung auf erneuerbare Energien", die von einem Abbau der Wirtschaft und deren Zentralsteuerung begleitet ist, ohne die sie nicht möglich ist, und außerdem gigantische Beträge kostet, von großen Teilen ihrer Wählerschaft vertreten wird. Rechts und Klimarealismus sind fast Synonyme, weil sie Teil der Forderung nach Rückkehr zur Vernunft sind, um die es hier geht. 

Wer das aber plakatiert hat? Kurz! Die ÖVP! In der verzweifelten Panik, die vermeintlichen Feinde zu schlagen und sich als "normal" zu präsentieren, hat die FPÖ nicht mit einem Plakat, nicht mit einer Äußerung diese Position kampflos den anderen überlassen. Es war die ÖVP, die mit Plakaten geworben hat, daß Klimapolitik Hausverstand bräuchte, nicht die FPÖ. Daß nun fast 300.000 ehemalige FPÖ-Wähler zur ÖVP gewechselt haben, hat somit auch damit zu tun, davon ist der VdZ überzeugt, daß sich auch Klimarealisten von der ÖVP mehr vertreten fühlten als von den Freiheitlichen unter Hofer, Kickl hin oder her.

Die FPÖ hat sich also das Debakel bei der Wahl 2019 selbst zuzuschreiben. Und zwar nicht nur durch das tölpelhafte, pubertäre Verhalten ihrer ehemaligen Repräsentanten. Sondern vielleicht sogar noch mehr, zumindest nicht weniger, durch ihr tölpelhaftes Verhalten, mit dem sie die letzten Unterscheidungsmerkmale zur ÖVP und zu den übrigen Parteien ausgelöscht hat. Das geht sogar so weit, daß man die Ankündigung Norbert Hofers, die Partei umzukrempeln, zu einer "modernen Partei" zu machen, wie eine Drohung klingt, der FPÖ auch noch das Letzte von dem zu nehmen, was sie für so viele, die nach einer Rückkehr zur Vernunft in der Politik gehungert haben, zum Hoffnungsträger gemacht hat. 

Es steht somit zu befürchten, daß sich die FPÖ ihrer ideologischen Wurzeln neu besinnt. Und das sind die Aufklärung und die bürgerliche Revolution von 1848. Das war bislang und im Getümmel der letzten Jahre vielen nämlich entschwunden. Es war ihnen entschwunden, es diese beiden Wurzeln sind - beides sind Wurzeln des Anti-Autoritarismus, des Anti-Hierarchismus, die aber unabdingbare Pfeiler der Vernunft sind - die die FPÖ ab ovo (aus der Hitlerzeit her mehr oder weniger "belasteten" Bevölkerungsschichte, aus der, ganz nebenbei, die SPÖ ihren "Intellektuellenfond" auffüllte, im Sozialistischen Akademikerbund, der auch schlimmsten Nazis schöne Karrieren ermöglichte) entstehen haben lassen, wozu es viel zu sagen gäbe.

Morgen Teil 3) Egal was gewählt wird. 
Es kommt immer antikatholischer Liberalismus heraus.





Dienstag, 1. Oktober 2019

Warum sich die FPÖ nicht durch Ibiza zerlegt hat (1)

Die Wahl 2019 in Österreich ist geschlagen. Die ÖVP unter Sebastian Kurz hat über 37 Prozent, die SPÖ kassiert nun die wahre Niederlage von 2017 und kommt auf gerade mal 21 Prozent, nachdem die Grünwähler wieder zurückgewandert sind und ihrer Stammpartei zu 14 Prozent verholfen haben. Da wird selbst der Grüne Bundespräsident Alexander van der Bellen dazu beigetragen haben, dem im Chaos der Regierungswechsel im Mai 2019 Früchte in den Schoß fielen, die ihm zugerechnet wurden, die aber einfach in der soliden Konstruktion der Republik begründet liegen. Die NEOS werden mit ihren 8 Prozent gut im Parlament vertreten sein, während Spaltpilz Peter Pilz zukünftig und nach 33 Jahren im Parlament als Journalist die letzten Jahre bis zur Pension verbringen wird.

Aber die Frage, die die meisten umtreibt ist, warum es die FPÖ so zerbröselt hat? Sie ist von 26 Prozent im Jahre 2017 auf nun 16 Prozent gestürzt. Als Partei, die bis 2017 und Sebastian Kurz über mehr als 20 Jahre die Themen im Land vorgab, ehe sie ihnen Kurz staatsstreichartig wegnahm. Der Signalreiter dabei war angeblich die Migrationspolitik, die der ÖVP-Hoffnungsträger in sein Boot holte. Und nun einen Spagat ausführt, mit den links-katholischen Wählern so halbwegs ins Reine zu kommen. Denn die Refugees-Welcome-Politik wird maßgeblich von diesen vertreten. Während Kurz versucht so irgendwie einer vernünftigeren Migrationspolitik das Wort zu reden, in der sich auch die Vorstellungen der FPÖ weitgehend wiederfinden.

Wenden wir uns einmal den Argumenten für dieses FPÖ-Debakel zu. Es werden meist zwei Gründe genannt.

1. Die Ibiza-Affäre. Im Mai, zeitgerecht zur Europawahl, kam ans Tageslicht, daß sich Strache samt Adlatus auf peinlichste Art hinters Licht haben führen lassen und sich als das zeigten, was sie sind: Emporkömmlinge mit proletarischem Einschlag. Aber ist an dem, was sie gesagt haben, irgendetwas wirklich so skandalös? Sie haben doch nur ein Sittenbild gezeigt, das man über sämtliche Parteien des Landes drüberlegen könnte. Und die meisten Österreicher, schon gar die meist recht nüchternen FPÖ-Wähler, hat inhaltlich auch kaum schockiert, was unter Alkohol- und möglicherweise Drogeneinfluß ans Tageslicht kam.

Dennoch hatte es Relevanz, das ist unbestritten. Nicht nur weil man sah, von welchen Leuten man hier angeführt werden soll. H. C. Strache und J. Gudenus als FPÖ-Spitze haben aber etwas Verheerendes gemacht. Sie haben die Kronen-Zeitung herausgefordert. Die nun beweisen wollte, daß sie nicht käuflich ist. Daß sie im selben Atemzug, in dem sie bestritt, das zu sein, von einem ÖVP-nahen Investor gekauft wurde, fiel dabei völlig unter den Tisch.

Umso vehementer führte dieses weltweit (gemessen an der Bevölkerungszahl des Landes) reichweitenstärkste Blatt einen Feldzug gegen die Freiheitlichen. Kein Tag ohne einen "Skandal", der angeblich in den Reihen dieser Partei zu finden sei. Kein Tag ohne an der Glaubwürdigkeit deren Proponenten Zweifel zu säen. Und das hat Wirkung gezeigt. Es hat viele verunsichert, die sich nun der Wahlbeteiligung enthielten. Die Nicht-Wähler sind maßgeblich für das Debakel an den Urnen verantwortlich. Aber ist das wirklich der Grund gewesen?

Denn die FPÖ hatte sich nach dem "Ibiza-Skandal" recht rasch konsolidiert und war allen Erhebungen nach mit über 20 Prozent (und wachsend) Wähleranteil wieder auf dem Weg nach vorne, ist sie in der letzten Woche vor dem Urnengang zusammengebrochen. Warum war das so? Wirklich wegen der Strache-Spesen-Affäre, in der die Kronen-Zeitung ihren subjektiven Rachefeldzug gegen die FPÖ, den sie seit Ibiza führte, auf die Spitze zu treiben versuchte, und einmal so richtig ihre Muskeln spielen ließ (und damit Straches Äußerungen auf Ibiza posthoc sogar noch bestätigte, wo er vom politischen Einfluß der Krone sprach), worin ihr die übrigen Blätter und Medien des Landes, zum weit überwiegenden Teil in ÖVP-Hand, gerne assistierten?

Wenden wir uns damit diesem 2. Argument zu, dessen sich auch Norbert Hofer und Herbert Kickl in den ersten Stellungnahmen bedienten. Es sei eine Spesenaffäre konstruiert worden, in der möglicherweise der gewesene FPÖ-Chef H. C. Strache seinen Luxus-Lebensstil über Parteikassen finanzieren habe lassen. Noch ist gar nichts geprüft, noch ist gar nichts bewiesen, nicht einmal geklärt, ob Strache überhaupt einen Luxus-Lebensstil führte (und Spesen werden auch in allen übrigen Parteien nicht zu knapp abgerechnet worden sein), aber der Verdacht alleine habe gereicht, die Unsicherheit voranzutreiben. In der auch viele ehemalige FPÖ-Wähler sogar zur sichereren Option, nämlich zur ÖVP von Sebastian Kurz, wechselten. Gut, damit ist die Hälfte der Verluste, verglichen mit dem letzten Urnengang 2017, zu erklären. Angeblich. Denn ist es wirklich so?

Übersieht die FPÖ nun nicht etwas anderes, nämlich das Wesentliche? Hat die FPÖ nicht ein viel tieferes Problem als die Emporkömmlinge in ihren Reihen, die von Ehrgeiz zerfressen, der heimlichen Schwester der meist doch recht gut gemeinten Verbesserungsabsichten, von der sich kaum eine aufstrebende, junge Bewegung wie es die FPÖ immer noch ist, freihalten kann?

Still und heimlich hat sich in den Augen des VdZ nämlich ein anderes Problem eingeschlichen, das noch kaum bemerkt worden ist. Und das hat mit Kurz zu tun, und das hat mit ihren Inhalten zu tun. Denn große Teile jener Politik, die die FPÖ stark gemacht hat, und die sie alleine vertrat, mutig und fast heroisch gegen sämtliche übrige Parteien, auch gegen die Vor-Kurz-ÖVP, werden nun längst von Sebastian Kurz repräsentiert. Er hat damit der FPÖ viel, wenn nicht das meiste von ihrem Profil geraubt. Sie ist von der ÖVP kaum noch unterscheidbar geworden. 

Die Freiheitliche Partei hat damit ein ganz ähnliches Schicksal erlitten wie die SPÖ, die Sozialdemokraten! Diese beiden sind tatsächlich vergleichbar, die Vorgänge sind dieselben, nur seitenverkehrt gespiegelt.

Und das noch in zwei weiteren Punkten. Deren einer (zurück zur FPÖ) die liberale Wirtschaftsauffassung war, die immer schon einem Hauptklientel der ÖVP, der Großwirtschaft (nennen wir es einmal so), gehört hat. Das ist in den letzten Jahren im Zuge der Migrations-Schwerpunkte ein wenig untergegangen. In diesen Fragen hat sich die FPÖ also kein eigenes Profil zulegen können, hatte es auch nie. Dem VdZ ist nicht bekannt, welche spezifische Wirtschaftspolitik die FPÖ hätte, in der sie sich von der ÖVP unterscheiden würde. 


Morgen Teil 2) Was der FPÖ den Garaus gebracht hat 
war etwas ganz anderes.