Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Sonntag, 23. Oktober 2022
Fruchtbare Becken - Orte des Lebens (2)
Samstag, 22. Oktober 2022
Fruchtbare Becken - Orte des Lebens (1)
Dienstag, 19. Juli 2022
Kapitalismuskritik
Das menschliche Wirtschaften war stets und selbstverständlich ein der Ethik, der Moral unterstelltes Thema, bis sich die seltsame Auffassung einer für sich stehenden, für sich zu behandelnden, für sich in eigener Weise zu denkende Fachrichtung verbreitete. Die nun mit physikalischen Mitteln untersucht und auch als Physik betrachtet wurde, die wieder ihre ganz eigenen Bestandsnotwendigkeiten behauptet.
Aber es hat sich nie etwas geändert. Weder beim Zinsnahmeverbot, noch in der Art, Wirtschaft zu betrachten. Und sie ist nach wie vor der vorzüglichste Raum sündigen, gefährlich leicht sogar schwer sündigen Verhaltens, das in der Maske legitimen Selbsterhalts und gebotener Lebensentfaltung zur Mechanik eines brutalen Kampfes gegen die Liebe wird.
Samstag, 16. Juli 2022
Nicht vergessen
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| James Corbett - Libyen 2011 |
Mittwoch, 27. Oktober 2021
Gedankensplitter (1356c)
Es gibt aber einen Ausweg. - Es gibt ihn auf dem eigentlich so einfachen, schlichten Weg der Selbstbehauptung. In dem man jede solcher Diskussionen, ob nicht dieses oder jenes veränderte Verhalten "besser", "vernünftiger" (was immer ausschließlicher: irgendeine, und am besten die ganze Welt rettender) verweigert. Indem man darauf besteht, daß man einfach nicht bereit sei, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen.
Um sich so der einzig wahren Aussortierung von Möglichkeiten eines GEMEINSCHAFTLICHEN (also als Gemeinschaft = nicht pluralistischer Einheit vollzogenen) Arbeitens wieder anzuschließen.
Die es nämlich gewesen ist, die unsere Kultur bis in diese (so überreich volle, nun also, als Leichnam, fast unerschöpflich auszuweidende) Gegenwart geführt hat. Und dieses Prinzip ist ebenso einfach wie radikal. Es besagt, daß sich alles in der Erstentscheidung begründet, überhaupt einer Gemeinschaft anzugehören. Die - eiderdautz - gar nicht von einem selbst getroffen wurde. Damals, als man geboren wurde, und von Gott in ein Insgesamt hineingestellt worden ist.
Dienstag, 26. Oktober 2021
Gedankensplitter (1356b)
Weiter in dieser Art. Bis sich die Themen ziemlich runden, und alles ineinander läuft. - Von einer Organisation von Mitarbeitern im Film (meist schon neudeutsch Crew genannt) habe ich dieser Tage ein Anschreiben erhalten, das manch in den letzten ein, zwei Jahren abgelaufenen etlichen ähnlichen Bestrebungen dem Faß den Boden ausschlug. Verpackt in eine "Umfrage" mit dirigierenden und manipulativen Fragen wie der, ob man "begrüßen würde, wenn es am Set zwar nur noch ein- bis zweimal in der Woche Fleisch beim Catering gebe, dafür aber nachhaltig und qualitativ hochwertig", finden sich gegen Schluß hin Paragraphen, in denen verlangt wird, daß künftig Filmförderungen etc. an diese Bedingung geknüpft werden sollen.
Ich habe ähnliche solcher "Umfragen" - mit denen beginnt es - schon erlebt, zu etlichen anderen Themen, wie "Gewalt am Set" (Set = die Situation an einem Drehort, mit allen Einrichtungen und beschäftigten Personen) oder "Variety = Vielfalt am Set" oder das natürlich unausbleibliche "Gendergerechtigkeitsthema". Sie haben alle mit süßer Stimme als Empfehlungen zu freiwilligem Berücksichtigen begonnen, um dann über "freiwillige Selbstverpflichtungen" zur "von der Branche selbst vorgenommenen Beschränkung" zu schreiten. Und in Gesetzen zu enden.
Montag, 25. Oktober 2021
Gedankensplitter (1356a)
Denn, so G, in Anbetracht der Tatsache, wie viele Menschen bereits vollkommen leere Worthülsen zum Normalgebrauch der Sprache erwählen, in Anbetracht der Tatsache, daß die Sprache nur noch als drohend aufgerichtete Keule Verwendung findet, in der mangels Vernunftzugängigkeit der Lebensweisen der Gegenwart nur noch Emotionen - an sich wirkungslos - zu weltgestaltender Wirkung verholfen werden soll, drängt sich diese Deutung von G auf.
Auch wenn ich mit solchen Attributen - die man meist bei jenen hört, die von sich behaupten, daß nur sie überhaupt dächten, sodaß wir in diesem Fall von immerhin rund 99 Prozent der Bevölkerung unserer Länder sprechen - vorsichtig bin, stimme ich Leser G ausnahmsweise zu.
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Denken ist ein sittlicher Akt. Es ist die Sittlichkeit, die die Paßgenauigkeit jener Gestalt-Bausteine zuläßt und sucht (weil dann findet, also niemals "selber schafft") die in der Sprache dann als "vernünftig", "logisch" und so weiter sichtbar werden. Und darin von jedermann erkennbar wird.
So nebenbei das sicherste Zeichen dafür, daß die gesamte Welt in ein Fluidum einer lebendigen, interagierenden, personalen (eins seienden, ansprechbaren, uns als Gegenüber identifizierbaren) Wahrheit schwebt.
Es ist ein gehorsames Ausschöpfen der Sprache hinter der Sprache, die man in die irdischen Behälter der Begriffe gießt, und möglichst so anordnet, daß sie dem Willigen (sic!) den Blick auf das Hinter-allem-Liegende des Wirklichen eröffnet. Und insofern das wirklich Wirkliche "verirdischt" und zur Welt ordnet, die der wirklichen Ordnung entspricht. Und jenem den Weg weist, der sich an der Hand der Gestalt des nunmehr Ausgesprochenen bis zur Schwelle alles Grundlegenden hinführen läßt. Ab hier kann er sich ergreifen lassen. Oder nicht.
Freitag, 18. Juni 2021
Der Atheist denkt kurzfristig erfolgreicher (2)
Der Versuch, einer banalen Erkenntnis mehr Allgemeines herauszupressen - Hitler hatte geschickt mit dem Wahnsinn Stalins gespielt, das scheint klar. Der nun das nächste Stadium auf dem Weg zur Paranoia erreichte, und großangelegte Säuberungen vornahm, mit denen er bei der Armee begann. Und in deren Zug er alleine bis 1939 geschätzte zwanzig Millionen Sowjetbürger beseitigen ließ. Aber nicht nur Tuchatschewski hatte zu kurz gedacht, auch Stalin. Die spektakulären Anfangserfolge der Wehrmacht 1941 waren nicht zuletzt der Unerfahrenheit der neuen Führungsriegen der Roten Armee zuzuschreiben.
Donnerstag, 17. Juni 2021
Der Atheist denkt kurzfristig erfolgreicher (1)
Samstag, 27. August 2016
Nemesis
Sie beschloß, dieser Gefahr hinkünftig auszuweichen, und zog aus der latent erdbebengefährdeten Stadt weg - in das gut 50 Kilometer Luftlinie entfernte Arquata del Tronto in den Marken (Bild). Dort heiratete sie, und wurde Mutter.
In diesen Tagen wurde Arquata del Tronto durch schwere Erdbeben zerstört. Dabei starb ihre vor eineinhalb Jahren geborene Tochter.
Montag, 14. März 2011
Nemesis Divina?
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| Günther Amendt |
Dabei hatte er sich auch für verantwortliche Verwendung u. a. von LSD eingesetzt, das als Droge aus der Mythenbildung der 68er-Bewegung heraus seiner Ansicht nach weit überschätzt wurde. Deshalb reihte er sich (wenn auch differenziert) unter die Befürworter einer Freigabe gewisser Drogen ein, weil das Risken senke, die mit der Illegalität zusammenhiengen und mehr Schaden anrichteten als die Drogen selbst.
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| Dietmar Mues |
Der Schauspieler Peter Striebeck und seine Ehefrau Ulla, die in dem zuerst gerammten Fahrzeug gesessen waren, sind mit dem Leben davongekommen.
Der Lenker des Fahrzeugs, der den Unfall verursacht hatte stand, wie die Polizei annimmt, unter Einfluß von Drogen.



