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Sonntag, 23. Oktober 2022

Fruchtbare Becken - Orte des Lebens (2)

Die Abtötung des fruchbaren Beckens der Menschheit, das der Frau, über das Mittel der Impfung, an den Beispielen Kenia und den Philippinen - In einem bewegenden Film sah ich dieser Tage eine Zusammenfassung des unglaublichen Skandals, der in Kenia (Siehe Anmerkung*) vor rund zehzn Jahren aufplatzte. 

Dort hatte in enger Zusammenarbeit mit der Regierung die WHO eine "Impfkampagne" übers Land und besonders über die Frauen gebracht. Unter dem Vorwand aber, eine Infektion der Babys bei der Geburt - durch unhygienische Abtrennung der Nabelschnur, immerhin wurden ja ein Großteil der Kinder dort noch zuhause geboren - hatte man eine Impfung gegen den Tetanuserreger auspaldovert, die bei Babys in sehr seltenen Fällen eine schwere Erkrankung auslösen kann. 

Samstag, 22. Oktober 2022

Fruchtbare Becken - Orte des Lebens (1)

Mit einer Gallone (3,7 Liter) Diesel läßt sich mit einem Flußschiff eine Tonne Weizen 600 Kilometer weit transportieren. Um die Menge an Getreide, die ein Flußschiff den Misissippi hinunter transportiert, auf die Straße zu bringen, wären aber je nach LKW-Größe bis zu 1100 Lastwagen notwendig. Das zeigt nur eine Dimension des Problems, das sich der amerikanischen Flußschifffahrt derzeit stellt, denn 92 Prozent der gesamten Nahrungsmittelproduktion der USA kommt aus dem Mississippi-Becken, und wird seit eh und je durch Schiffe zu den Verladehäfen am Gold von Mexiko geschippert. 

Durch die Trockenheit des heurigen Sommers aber sind die Wasserstände des Mississippi im Herbst 2022 äußerst niedrig, möglicherweise bald zu niedrig. Die Folgen für die Ernährugnslage der Welt könnten dramatisch sein, nicht zuletzt, weil die Kosten und damit die Preise steigen würden. 

Dienstag, 19. Juli 2022

Kapitalismuskritik

Das menschliche Wirtschaften war stets und selbstverständlich ein der Ethik, der Moral unterstelltes Thema, bis sich die seltsame Auffassung einer für sich stehenden, für sich zu behandelnden, für sich in eigener Weise zu denkende Fachrichtung verbreitete. Die nun mit physikalischen Mitteln untersucht und auch als Physik betrachtet wurde, die wieder ihre ganz eigenen Bestandsnotwendigkeiten behauptet. 

Aber es hat sich nie etwas geändert. Weder beim Zinsnahmeverbot, noch in der Art, Wirtschaft zu betrachten. Und sie ist nach wie vor der vorzüglichste Raum sündigen, gefährlich leicht sogar schwer sündigen Verhaltens, das in der Maske legitimen Selbsterhalts und gebotener Lebensentfaltung zur Mechanik eines brutalen Kampfes gegen die Liebe wird. 

Samstag, 16. Juli 2022

Nicht vergessen

Als Libyen 2011 in Grund und Boden bombardiert wurde - vorgeblich, weil der angebliche und jedes Maß überschrietende, also jedes militärische Eingriffen zugunsten der leidenden Bevölkerung rechtfertigende Massemörder Muamar al Gadhaffi (die Anklageschriften sind übrigens bis heute nicht vorhanden bzw. zwar angeblich einmal vorhanden und 77 Seiten lang, die sich auf ungeklärte Weise nach kurzer Zeit in leere weil vermultich gar nie gefüllte Seiten verwandelten) hatte die NATO keine Hemmungen, die gesamte zivile Infrastruktur des Landes in 'Grund und Boden zu bombardieren. Und sie hätte noch mehr bombardiert, wären der glorreichen Luftwaffe Frankreichs nicht nach vier Wochen die Bomben ausgegangen. Aber es gab auch so genug zivile Tote. Zehntausende. Kinder, Frauen, Alte, Kranke. Denn kämpfende Männer hat man eh nicht gefunden.
 
   James Corbett - Libyen 2011
Als die Kampfhandlungen vorüber, Gadhafi - nach alter Berber-Art des Umgangs mit einem besiegten König - gepfählt war, funktionierte nichts mehr im Land. Außer die Feuerwaffen, mit denen sich nun die nach dem Staatszerfall verbliebeen Clans und Stämme die Schädel einschlugen, die der tote Diktator vorher viele Jahrzehnte lang in gewisser Ordnugn gehalten hatte. 

Mittwoch, 27. Oktober 2021

Gedankensplitter (1356c)

Es gibt aber einen Ausweg. - Es gibt ihn auf dem eigentlich so einfachen, schlichten Weg der Selbstbehauptung. In dem man jede solcher Diskussionen, ob nicht dieses oder jenes veränderte Verhalten "besser", "vernünftiger" (was immer ausschließlicher: irgendeine, und am besten die ganze Welt rettender) verweigert. Indem man darauf besteht, daß man einfach nicht bereit sei, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen.

Um sich so der einzig wahren Aussortierung von Möglichkeiten eines GEMEINSCHAFTLICHEN (also als Gemeinschaft = nicht pluralistischer Einheit vollzogenen) Arbeitens wieder anzuschließen. 

Die es nämlich gewesen ist, die unsere Kultur bis in diese (so überreich volle, nun also, als Leichnam, fast unerschöpflich auszuweidende) Gegenwart geführt hat.  Und dieses Prinzip ist ebenso einfach wie radikal. Es besagt, daß sich alles in der Erstentscheidung begründet, überhaupt einer Gemeinschaft anzugehören. Die - eiderdautz - gar nicht von einem selbst getroffen wurde. Damals, als man geboren wurde, und von Gott in ein Insgesamt hineingestellt worden ist. 

Dienstag, 26. Oktober 2021

Gedankensplitter (1356b)

Weiter in dieser Art. Bis sich die Themen ziemlich runden, und alles ineinander läuft. - Von einer Organisation von Mitarbeitern im Film (meist schon neudeutsch Crew genannt) habe ich dieser Tage ein Anschreiben erhalten, das manch in den letzten ein, zwei Jahren abgelaufenen etlichen ähnlichen Bestrebungen dem Faß den Boden ausschlug. Verpackt in eine "Umfrage" mit dirigierenden und manipulativen Fragen wie der, ob man "begrüßen würde, wenn es am Set zwar nur noch ein- bis zweimal in der Woche Fleisch beim Catering gebe, dafür aber nachhaltig und qualitativ hochwertig", finden sich gegen Schluß hin Paragraphen, in denen verlangt wird, daß künftig Filmförderungen etc. an diese Bedingung geknüpft werden sollen.

Ich habe ähnliche solcher "Umfragen" - mit denen beginnt es - schon erlebt, zu etlichen anderen Themen, wie "Gewalt am Set" (Set = die Situation an einem Drehort, mit allen Einrichtungen und beschäftigten Personen) oder "Variety = Vielfalt am Set" oder das natürlich unausbleibliche "Gendergerechtigkeitsthema". Sie haben alle mit süßer Stimme als Empfehlungen zu freiwilligem Berücksichtigen begonnen, um dann über "freiwillige Selbstverpflichtungen" zur "von der Branche selbst vorgenommenen Beschränkung" zu schreiten. Und in Gesetzen zu enden. 

Montag, 25. Oktober 2021

Gedankensplitter (1356a)

Im Rennen um Deutungen für den berühmten Buchstaben "G" (in Kombination mit einem Multiplikator) gibt es einen neuen Vorschlag von Leser G (sic!), der auf die Erweiterung: G für "gehirnentleert" hinweist.

Denn, so G, in Anbetracht der Tatsache, wie viele Menschen bereits vollkommen leere Worthülsen zum Normalgebrauch der Sprache erwählen, in Anbetracht der Tatsache, daß die Sprache nur noch als drohend aufgerichtete Keule Verwendung findet, in der mangels Vernunftzugängigkeit der Lebensweisen der Gegenwart nur noch Emotionen - an sich wirkungslos - zu weltgestaltender Wirkung verholfen werden soll, drängt sich diese Deutung von G auf.

Auch wenn ich mit solchen Attributen - die man meist bei jenen hört, die von sich behaupten, daß nur sie überhaupt dächten, sodaß wir in diesem Fall von immerhin rund 99 Prozent der Bevölkerung unserer Länder sprechen - vorsichtig bin, stimme ich Leser G ausnahmsweise zu.

***

Denken ist ein sittlicher Akt. Es ist die Sittlichkeit, die die Paßgenauigkeit jener Gestalt-Bausteine zuläßt und sucht (weil dann findet, also niemals "selber schafft") die in der Sprache dann als "vernünftig", "logisch" und so weiter sichtbar werden. Und darin von jedermann erkennbar wird. 

So nebenbei das sicherste Zeichen dafür, daß die gesamte Welt in ein Fluidum einer lebendigen, interagierenden, personalen (eins seienden, ansprechbaren, uns als Gegenüber identifizierbaren) Wahrheit schwebt. 

Es ist ein gehorsames Ausschöpfen der Sprache hinter der Sprache, die man in die irdischen Behälter der Begriffe gießt, und möglichst so anordnet, daß sie dem Willigen (sic!) den Blick auf das Hinter-allem-Liegende des Wirklichen eröffnet. Und insofern das wirklich Wirkliche "verirdischt" und zur Welt ordnet, die der wirklichen Ordnung entspricht. Und jenem den Weg weist, der sich an der Hand der Gestalt des nunmehr Ausgesprochenen bis zur Schwelle alles Grundlegenden hinführen läßt. Ab hier kann er sich ergreifen lassen. Oder nicht.

Freitag, 18. Juni 2021

Der Atheist denkt kurzfristig erfolgreicher (2)

Der Versuch, einer banalen Erkenntnis mehr Allgemeines herauszupressen - Hitler hatte geschickt mit dem Wahnsinn Stalins gespielt, das scheint klar. Der nun das nächste Stadium auf dem Weg zur Paranoia erreichte, und großangelegte Säuberungen vornahm, mit denen er bei der Armee begann. Und in deren Zug er alleine bis 1939 geschätzte zwanzig Millionen Sowjetbürger beseitigen ließ. Aber nicht nur Tuchatschewski hatte zu kurz gedacht, auch Stalin. Die spektakulären Anfangserfolge der Wehrmacht 1941 waren nicht zuletzt der Unerfahrenheit der neuen Führungsriegen der Roten Armee zuzuschreiben.

Seine Paranoia hatte der sowjetische Diktator aber gar nicht zu Unrecht. Denn man darf nicht vergessen, daß auch er vor dem Sein stand, sodaß sich also auch sein Gewissen aus diesen tiefsten Tiefen in der Spannung zum Sein selbst befunden hat. Schon gar, wo er doch als gläubiger Orthodoxer aufgewachsen, ja sogar für kurze Zeit Zögling in einem Priesterseminar war. Weil es aber einer wirklichen Auseinandersetzung des Gewissens fehlt, sucht es Ersatzräume, in denen es sich archetypisch entfaltet. Bei Stalin war es ein immer paranoideres Verhältnis zu seiner Umgebung und zu seinem Land, das in immer zügelloseren Blutbädern Entlastung suchte.

Donnerstag, 17. Juni 2021

Der Atheist denkt kurzfristig erfolgreicher (1)

Die Kameraden nannten ihn wegen seines offenbaren militärischen Genies "Roter Napoleon", und er hatte sich einen so guten Ruf erworben, daß er sogar zweimal zu deutschen Generalstabskursen eingeladen wurde. Und das in einer Zeit, in der sich Hitler und Stalin als Todfeinde gaben. Hitler phantasierte von einer westlichen faschistischen Koalition, die der UdSSR den Garaus machen sollte, und Stalin träumte immer noch von einem Vorstoß quer nach Holland, der dem Westen das Genick brechen sollte? 

Die Rede ist von Marschall Michail Tuchatschewski, dem in der ersten Phase der Sowjetunion vielleicht begabtesten, sicher aber bekanntesten General der Roten Armee. Der bis in die Mitte der 1930er Jahre auch der deutschen Generalität ein Begriff war. Als Kamerad, wohlgemerkt.

Wie das? Man vergißt, daß sich seit dem Vertrag von Rapallo (1922) die sowjetischen und deutschen Generale bester Kontakte erfreuten. Sogar noch 1935 waren die Beziehungen der Generalissimae hervorragend, und die UdSSR hatte bis dahin nicht unerheblichen Anteil an der Wiederaufrüstung Deutschlands. Die Beziehungen zwischen deutschen und russischen (sowjetischen) Generälen waren also auch vor 1939 sehr gut.

Samstag, 27. August 2016

Nemesis

Eine Frau überlebte vor sieben Jahren das Erdbeben in L'Aquila in den italienischen Abruzzen.

Sie beschloß, dieser Gefahr hinkünftig auszuweichen, und zog aus der latent erdbebengefährdeten Stadt weg - in das gut 50 Kilometer Luftlinie entfernte Arquata del Tronto in den Marken (Bild). Dort heiratete sie, und wurde Mutter.

In diesen Tagen wurde Arquata del Tronto durch schwere Erdbeben zerstört. Dabei starb ihre vor eineinhalb Jahren geborene Tochter.





*260816*

Montag, 14. März 2011

Nemesis Divina?

Günther Amendt
Der Sozialwissenschaftler Günter Amendt - hier im Blog in seiner Studie über die Groteske rund um "Gendering" besprochen - hat sich ja eigentlich mit Drogen befaßt. Das war sein eigentliches Arbeitsgebiet. Er wandte sich auf all seinen Arbeitsgebieten gegen eine irreale Mystifizierung, und mahnte, die Dinge sachlicher zu betrachten.

Dabei hatte er sich auch für verantwortliche Verwendung u. a. von LSD eingesetzt, das als Droge aus der Mythenbildung der 68er-Bewegung heraus seiner Ansicht nach weit überschätzt wurde. Deshalb reihte er sich (wenn auch differenziert) unter die Befürworter einer Freigabe gewisser Drogen ein, weil das Risken senke, die mit der Illegalität zusammenhiengen und mehr Schaden anrichteten als die Drogen selbst.

Dietmar Mues
Gestern wurde er in Hamburg bei einem Autounfall getötet. Ein Fahrzeug war bei Rot über eine Kreuzung gerast, mit einem Fahrzeug zusammengestoßen, ins Schleudern geraten, auf ein Hindernis aufgefahren, hatte sich dann überschlagen, und war schließlich auf eine am Rand wartende Gruppe von Fußgängern gestürzt, in der sich neben dem 71jährigen Amendt auch der Schauspieler Dietmar Mues befand. Auch er, seine Frau und die Bildhauerin Angela Kurrer sind unter den insgesamt 4 Toten.

Der Schauspieler Peter Striebeck und seine Ehefrau Ulla, die in dem zuerst gerammten Fahrzeug gesessen waren, sind mit dem Leben davongekommen.

Der Lenker des Fahrzeugs, der den Unfall verursacht hatte stand, wie die Polizei annimmt, unter Einfluß von Drogen.

R. i. p.

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