Es ist kein Dialog mehr, mit niemandem, insofern auch nicht mit Gott, wie man denken könnte. Vielmehr schreibe ich jatzt, weil es rein und ausschließlich ums Darstellen geht. Ums Fertigstellen oder Herstellen eines Gemäldes (oder Gebäudes), von dem ich weder das Ausmaß noch exaktere architektonische Details kenne. Was ich aber weiß ist, daß hier und da und dort und überhaupt etwas fehlt.
Jeder Satz, jede Aussage ist also das Füllen einer Lücke, um deren Existenz mir bewußt wird. Und die zu füllen ist das, was ich Gott zu tun schulde.
Das ist der Grund, warum ich nach zweieinhalb oder drei Jahren phasenweise recht schwerer Krankheit nun doch wenigstens so weit wieder hergestellt bin, als ich wenigstens wieder diese ein, zwei Stunden Arbeit am Tag leisten kann, ohne einfach so einzuschlafen, und irgendwann aufzuwachen und oft nicht einmal zu wissen, wo ich bin, und wie spät oder welcher Tag es ist. Die Bücher haben so zugenommen, daß sie mir die Fenster verstellen, und ich nicht einmal mehr am Tageslicht etwas Orientierung in der Zeit finden könnte.
Aber ist nicht genau das erreicht, was mir immer Lebensziel war - SITZEN UND SCHREIBEN?
