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Mittwoch, 24. Januar 2018

Filmempfehlung

Wow! Das war die Reaktion des VdZ nachdem er den Film "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" (Produktionsjahr 2017) gesehen hatte. Noch nie hatte er das Problem von Wut und Schuld (im Alltäglichsten, aber genau darin als Grundproblem des Menschen) so großartig und wahr angerührt gesehen. Der Film endet schließlich noch mit einem großartigen Moment: Wo diese Wut, in der eine gehörige Portion Wut auf sich selbst versteckt ist, umso vehementer die Aufklärung, nein, mehr noch, die Verurteilung des Mörders an der Tochter verlangt. Selbst wenn der Täter nicht DIESER Täter ist. Er hat nur vermeintlich eine ähnliche Tat vollbracht.

Man könnte den Moment fast übersehen, wo die Protagonistin, phantastisch gespielt von einer wie immer phantastischen Francis McDormand (übrigens die Ehefrau von Ethan Coen, an der in ihren schon bisher großartigen Darstellungen vor allem ihr "Mut zur Häßlichkeit", Hauptmerkmal jedes guten Schauspielers, auffällt), ihre gefühlte "Mitschuld" am brutalen Vergewaltigungstod ihrer Tochter bekennt.

Wo sich diese Mitschuld als subtiles, schwer zu differenzierende Tatsache der Zulassung, ja Bewirkung, somit subtiles Motiv der Sühne offenbart. Das ist das Großartige daran: Die Mutter (von einem Alkoholiker getrennt lebend) hat einfach ihrer Tochter das Auto verweigert, weshalb diese im Zorn zu Fuß zum Abend ausging, dabei ausrief, daß sie dann eben (quasi im Scherz) hoffe vergewaltigt zu werden, was die Mutter als "Wunsch" (sie solle also vergewaltigt werden) erwiderte - und prompt genau in dieser Brutalität ermordet wurde.

Natürlich ist da keine direkte "Schuld" rational erfaßbar. Aber irgendwie doch. Irgendwie, weil es unklar ist, wie die Dinge in der Welt zusammenhängen. Sie scheinen letztlich doch Zusammenhänge zu besitzen. Zumindest im Sinn. Und das ist sicher der interessanteste Aspekt in diesem Film: Der heutige Mensch in der Unklarheit über Ursache-Wirkungs-Verhältnisse, im ... logos, im Sinn.

Und damit in Schuld. Der Film ist also eine Metapher über die Verdammung des Menschen OHNE logos zur Schuld! Umso vehementer deshalb das Drängen der Mutter auf Aufklärung. In einem Schuldigen ist die individuelle Ambivalenz geklärt. Aber die Tat ist einfach zu "perfekt", zu zufällig, man kann sie nicht aufklären. Diese subtilen Schuldgefühle sind es, die sie radikalisieren.

Mit dem bloßen Verlustgefühl einer Mutter hat das alles also nichts mehr zu tun, und ob gewollt oder nicht - das unten angeschlossene Interview mit der 60jährigen Francis McDormand, die hier immerhin eine 38jährige spielt, läßt vermuten, daß dieser Aspekt gar nicht so bewußt gewesen sein könnte, aber wer kümmert sich um die Gründe, die eine Aussage eines Kunstwerks effektuieren? - stellt die Protagonistin eine Frau dar, die ihre Schuld bewältigen will.

Übrigens: Großartig auch Woody Harrelson, hier als krebskranker Polizeichef, der alle entlastet, die sich durch seinen letztendlichen Selbstmord belastet fühlen könnten. Außer seiner wesentlich jüngeren Ehefrau. Die sein Faß des Erträglichen - wunderbar als Gefangenheit in Irrationalem, aber erkennbar Unerträglichem dargestellt! - zum Überlaufen brachte. Der VdZ hat ihn selten so überzeugend und berührend gesehen. Wobei er ihn als Schauspieler immer sehr geschätzt - und für vielfach unterschätzt gesehen - hat.

Der Film endet deshalb folgerichtig mit einer Ersatztat, wenn man diese auch nur annehmen kann. In der Reise zu einem - aber nicht DEM - Täter, samt Waffen im Kofferraum. Es geht aber um die symbolische Tat. Gemeinsam fährt die Mutter mit einem mutterabhängigen Versager (was für ein Aspekt!), der als Polizist nicht in der Lage gewesen war, den Mord aufzuklären, also auch von Schuldgefühlen beladen im Ersatz handeln will.

Wer etwas Subtiles, aber sehr allgemein Wahres über den Menschen erkennen will - der Film bietet diese Möglichkeit. Wenn man das Allgemeine, das er bietet, sehen kann.















*170118*

Warum diese Denkungsart böse ist

Auf der liberalen Blog- und Kommentar-Seite "Achgut" fand sich dieses Video. Darin erzählt Eva Quistorp, eines der Gründungsmitglieder der deutschen Grünen, über ihre Erfahrungen mit den "Flüchtlingen" von 2015.  Und sie ist frustriert und ernüchtert. Wobei sie nur mit Erfahrung belegt, was ohnehin jeder Mensch mit einem Funken Restverstand wußte und selber sah.

Der Großteil der Zuwanderer von damals kam als Vorhut, um für die daheimgebliebenen Familien Wohlstand vorzubereiten, sie nachzuholen. Gut 40 Prozent der Zuwanderer, so ihre Beobachtung, sind dabei von absurden Wohlstands- und Konsumvorstellungen ausgegangen, viele verstehen nicht einmal, warum sie nicht nach einem halben Jahr ein Auto geschenkt bekommen.

So weit so gut. Die Widersprüchlichkeit und Realitätsferne von Frau Quistorp beginnt aber dort, wo sie von ihren Erfahrungen mit einem Flüchtlingsmädchen aus Afghanistan berichtet. Und hier zeigt sich auch das Elend der Liberalen selbst. Denn das Jammern von "Achgut" offenbart, daß die Zuzüglinge (von Flüchtlingen will auch die Grüne nicht sprechen, denn nur die wenigsten kommen als Flüchtlinge, die  meisten sind schlicht und ergreifend Zuwanderer in den vermeintlichen Wohlstand) deshalb so kritisch gesehen werden - als "nicht integrierbar" - weil sie nicht bereit sind, sich der westlichen Geisteszersetzung zu unterwerfen. Was Quistorp hier schildert ist nicht das Schildern eines Scheiterns "am Versuch, das Gute zu bringen", sondern es ist das Scheitern einer verfehlten Sichtweise, ist der Ausweis einer nächsten Wirklichkeitsverweigerung, die aus der Ideologie stammt, deren sich die Grünen ebenso wie die Liberalen selbst befleißigen. 

Denn Quistorp hat versucht, das kleine afghanische Mädchen zu "deprogrammieren".  Und daß dies Menschen aus weniger dekadenten Ländern (wie der Vater des Mädchens) nicht für gut heißen KÖNNEN, ist der deutschen Grünen überhaupt nicht erkennbar. Quistorp hat es doch so gut gemeint! Hat das Mädchen die deutsche Sprache gelehrt, hat ihm zu zeigen versucht, daß es viele Religionen gibt, und daß alle gleich sind, man es sich aussuchen kann und sogar soll, hat es damit gegen die eigene Herkunftskultur zu erziehen versucht. Hat also mit einem Wort versucht, das Mädchen zu entwurzeln, um es dann integrabel oder gar schon integriert zu machen. 

Was man damit an Menschen- und speziell Kinderseelen anrichtet, ist Quistorp nicht einmal ansatzweise klar.  Und das hat ausnahmsweise einmal mit einem "radikalen Islam", der hier angeblich verbreitet wird, überhaupt nichts zu tun. Auch ein Christ dürfte solche "Pädagogik" nicht akzeptieren, wiewohl er es in unseren Ländern längst tut. Und sich dann wundert, warum sich die Wertelandschaft des Westens in Luft auflöst. Zurück bleibt, wie der Liberalismus dumpf-verschwommen behauptet, aber dann kein "besonders freier" Mensch, sondern das Gegenteil: Ein unfreier Mensch! 

Und im Gegensatz zu vielen unserer Mitbürger haben speziell kulturell noch etwas hinter unseren westlichen Entwicklungen zurückstehende Menschen (was auch besser sein kann, bitte schön!) noch oft ein stärkeres Gefühl für diesen Zentralwert des Menschseins: Freiheit. Und die kann nur auf kultureller Verwurzelung und Identität aufbauen.

Deshalb ist das Video sehenswert. Weil es beweist, was hier lange schon zu lesen stand: Daß die verfehlte Herangehensweise der letzten Jahre an Grenzen gescheitert ist, die gegen die Natur des Menschen laufen. Wenn man nun entdeckt, daß diese Zuzüglinge die Segnungen, die ihnen hier mit vollen Händen über den Kopf gestülpt werden, nicht annehmen wollen, so ist es ein Irrtum, das an irgendwelchen fanatischen Religionsrelikten festzumachen. Es war das Nicht-Erkennen der Bedeutung, die die kulturelle Identität für einen Menschen hat. Weshalb es von allem Anfang an eine politische Fehlentscheidung war, die schwerwiegende Auswirkungen hat und noch haben wird. Und auf einen Segregationismus (striktes Trennen der unterschiedlichen ethnisch-religiösen Bevölkerungsgruppen) hinauslaufen wird, weil es gar nicht anders geht. 

Mit dem Zulassen solcher Zuwanderung haben die Politiker und das Establishment sich nicht einfach eine andere Bevölkerung ins Land geholt, die die alte ersetzen soll, die zu wenige Kinder hat, um auf Dauer bestehen zu bleiben. Sondern man hat sich andere Kulturen ins Land geholt, die mit den derzeitigen politischen Systemen gerade dieses Establishments absolut unvereinbar sind. Weil Kultur von Religion AUSGEHT, wird Europa deshalb ganz automatisch in dem Maß islamisiert, als diese Zuwanderer Muslime sind. 

Das Ablegen dieser Religion (oder deren Weichspülen in einen "liberalen, toleranten Islam") als Eintrittshürde in den Westen ist nicht nur zum Scheitern verurteilt, es ist grundfalsch, weil es nämlich tatsächlich menschenunwürdig ist. Nicht, weil der Islam dem Christentum ebenbürtig oder als Religion gleichwertig ist, sondern weil "Integration" eine Bekehrung zum Christentum voraussetzen würde, das die europäische, westliche Kultur aufgebaut hat, von dem sie ausging. Deshalb hätte man generell niemals solche Massen an Muslimen nach Europa einlassen dürfen.

Weil unsere Vorstellungen von Integration und Bevölkerung und Kultur contra naturam stehen. Weil damit auch der Versuch dieser Grünen, ein Kind "zu retten" - was für ein überheblicher Anspruch, der nur eines offenbart: den religiösen Anspruch, den die Willkommenskultur immer hatte - keineswegs das war, was sie meinte: eine "gute Tat", sondern er war ein Verbrechen an dem Kind! Ein Versuch, es seiner Herkunftskultur zu entreißen, zu entfremden, es damit wurzellos zu machen. Das ist ein Verbrechen, keine "gute Tat". Und es zeigt, daß das linksliberale Denken alles andere als eine Sichtweise neben anderen ist, sondern es ist in sich ... böse, weil zersetzend.









*170118*

Dienstag, 23. Januar 2018

Die Kraft eines Volkes

Der VdZ ist tatsächlich der Meinung, daß sich die Lebenskraft eines Volkes aus seiner Marsch- und Militärmusik ermessen läßt. Das läßt nachdenklich werden. Denn er kennt kein kraftvolleres (damit: schöneres) Marschlied als das (alte) russische, so tragische "Puth" ("Los, auf den Marsch!"), das er seit Jugend kennt und so sehr liebt. Wie es sein Vater liebte, der mit diesen selben Russen noch als Feinde erst, später aber als Freunde zu tun hatte. Seit der VdZ das Lied auf der zerkratzten Vinylplatte erstmals hörte, abgespielt auf seinem mittlerweile siebzig Jahre alten (!) DUAL-Röhren-Plattenspieler mit 2x6 Watt-Lautsprechern. Dann verstand er auch die Kraft seines wahrlich urösterreichischen Vaters, und fühlte sie in sich.

Leser, schalte er alles, was er an Lautanlage besitzt, auf volle Lautstärke, schnalle er sich besser noch Ohrhörer um, um die Feinheiten dieses überhaupt nicht brachialen, sondern einfach überwältigenden Marschliedes zu erfassen, entschuldige er sich allenfalls im Voraus bei allen Nachbarn, weil hier notwendig Enthusiasmus ausbricht.

Und freue er sich siegesgewiß darüber, daß all diese verprunzte Elektronik nur funktioniert, wenn und soweit sie die Wirklichkeit der Gestaltbegegnung reduziert.

Hier kommt höchstens noch der österreichische Radetzkymarsch - weil er eben Charakter hat - mit.






Hier geht es noch überwältigender zu. Aber technisch-tonal ist das gar nicht mehr erfaßbar, also gebrochen. Doch genug, um sich festzuschnallen.









*060118*

Volkes Mund tut Wahrheit kund

Dieses Video ist lang, aber es ist die Zeit wert. Der NDR interviewt hier ganz normale Bürger, die an einer AfD-Demonstration teilnehmen. Und was er dabei herausfindet (obwohl er immer wieder durch die Fragestellung etwas anderes versucht, der Leser möge sich selbst sein Bild machen) ist verblüffend. Denn tatsächlich zeigt sich, daß die Menschen nicht blöd sind! Sondern auch und ja gerade normale Bürger ganz genau wissen, worum es geht, und was sich heute abspielt. Es zeigt sich, daß es keine große Intellektualität braucht, um diese Zeit zu durchschauen. Es zeigt sich, daß die Wahrheit eben allen Menschen zugängig ist, sofern sie guten Willens zur Begegnung mit der Wirklichkeit sind.

Jeder Politiker, der Klerus, die Medien, ja das gesamte Establishment sollte sich schon alleine aufgrund dieser Tatsache in Grund und Boden schämen und das Arbeitsgebiet wechseln. Aber dazu bräuchte es Größe und eben - guten Willen zur Wahrheit, weil Wirklichkeit. Aber den gibt es nicht. Den gibt es nicht mehr, weil alle "die Besseren" sein wollen. Da halte sich der guten Willens also getrost an die Stimme des Volkes. In diesem Fall zumindest.

Der VdZ gesteht, daß er selber die Medien im deutschen Sprachraum für mittlerweile vollkommen irrelevant hält. Alle. Ausnahmslos. Man kann nicht einmal mehr von Lüge sprechen. Sie bewegen sich allesamt im Raum der gewählten Absenz von Wahrheit, die man nicht machen, an der man nur teilhaben kann. 

Wer wissen will, was sich WIRKLICH abspielt, muß hingegen immer seine Augen und Ohren aufhalten. Und sich und seiner Wahrnehmung vertrauen. Was diese einfachen Menschen, vor denen der VdZ jederzeit den Hut zieht, vor der Kamera sagen, hat mehr Relevanz als alles, was der VdZ in den letzten Jahren in den Medien mitgeteilt bekam.

Die Zeit der Medien herkömmlichen Zuschnitts ist vorbei. Endgültig. Und sie sollten das endlich begreifen. Kein einziges von ihnen verdient zu überleben, die Wirklichkeit hat sie bereits gerichtet. Es gibt kein einziges Medium, das für den Sprachraum eigentlich zuständig wäre, das den VdZ vom Gegenteil überzeugen könnte. Hier auf "Rationalität" zu setzen, wie es auch in diesem Video geschieht, die meint man müsse das, was man "weiß" auch immer "argumentieren" können, zeigt selbst schon die Irrelevanz. Denn Wahrheit ist mehr als Rationalität. Es ist vielmehr die Taktik des Schizoiden, das oft so Komplexe auf simples Wortgeräusch, das im Widerspruch zum wahrgenommenen Tun erfahren wird, reduzieren zu wollen.

Genau das - die Rationalisierung - ist ja das, was die Medien, genau diese Medien, seit vielen Jahren zu verhindern suchen, indem sie die Sprache mißbrauchen indem sie, genau sie, den Diskurs limitiert haben. Und man kann von den einfachen Menschen nicht verlangen, Thomas von Aquin zu studieren, damit sie dieser perfidesten Form der Lüge auch sprachlich, damit gedanklich begegnen. Genau das haben die Medien ja zu verhindern gesucht. Durch Mißbrauch der Sprache, durch Schizoidität.

Die Medien sind damit heute sämtlich - sämtlich! - Gift in der Atemluft des Geistes. Und wer das nur empfindet, aber nicht argumentieren kann, hat meistens zumindest absolut Recht. Ja hier beginnt die Spur zum Märtyrer.

Medien also stattdessen auch noch mit Steuergeldern (die wieder dem Volk, gegen das sie schreiben, abgepreßt werden) zu alimentieren ist ein politisches Verbrechen und gegen das Gemeinwohl gerichtet. Es sollte nach Paragraph Wimpelzupf mit Gefängnisstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft werden.

Der sprachliche Raum eines Volkes ist auch sein geistiger Raum, sagte einmal so richtig Hugo von Hofmannsthal. Die Medien versuchen, in diesem geistigen Raum die Dämonie zu etablieren. Wahrheit ist ihnen so fern wie dem Eisbären die Klimaerwärmung.

Es ist typisch für den Irrsinn der Gegenwart (der sich nicht nur auf die deklarierte Linke beschränkt, aber von dort herstammt), daß Journalisten glauben, daß der Mensch beliebig manipulierbar ist. Es ist hingegen katholisch davon auszugehen, ja ausgehen zu müssen, daß jeder Mensch einen direkten Zugang zur Wahrheit hat. Weil er von der Wirklichkeit umschlossen ist, die ihn umgibt wie den Fisch das Wasser. Es braucht schon viel Vergewaltigung, um das abzuschotten. Und genau das versuchen diese Medien. Und genau das glauben die Politiker. Und genau das glaubt universitätsverklebtes Establishment.

Höre der Leser doch selbst. Die Menschen WISSEN, worum es geht! Fluch, ewiger Fluch über alle die, die das zu verwirren suchen. Selbst wenn sie eine Soutane tragen. Die werden nach ihrem eigenen Maß gerichtet. Denn sie lassen praktisch ausnahmslos die Menschen schmählich, ja verdammenswert im Stich.

Übrigens zeigen die Interviews auch den Knackpunkt. Auch mit diesem haben die Linken (deren Teilmenge die Medien sind) nicht gerechnet. Es ist der Punkt, wo Menschen damit leben können, daß sie von anderen als "schlecht" oder "böse" apostoliert werden. Das ist übrigens der Punkt der Reife des Menschen, ja der Menschwerdung selbst.

Dennoch gilt auch hier: Volkes Mund tut nicht nur Wahrheit kund. Er tut auch Wahrheit ÜBER das Volk (und den Stand seiner Kultur) kund.








*231217*

Montag, 22. Januar 2018

Wie sich so vieles ablesen läßt

Ein beispielhaftes Spektakel liefert die Kronen Zeitung immer wieder in Österreich. So vor einigen Wochen. Am Nachmittag erschien ein Artikel, dem gemäß die (nicht länger bestreitbare) Rekordmenge an Schnee in Alaska (seit über einem Jahrzehnt! wer hat bisher darüber berichtet?) "dem Klimawandel" zuzuschreiben sei. Es sei eine "Folge der Erderwärmung". Das Prädikat "wissenschaftlich" im Artikel war kaum zu zählen. 

Daraufhin brach ein erstaunlicher Rückmeldungssturm aus, in dem zahllose Leser meldeten, daß vor fünfzehn Jahren prognostiziert worden war - ebenfalls "wissenschaftlich bewiesen" - daß es in Zukunft (damals!) überhaupt keinen Schnee mehr geben würde. Mojib Latif, eine der typischen, überaus üblichen, ja das Tagesklima in Deutschland bestimmenden charakterlosen Fratzen der Lüge in Deutschland (gab es übrigens JEMALS ein charaktervolles "Deutschland" in der Form seit 1871? Eben.), hat sich damit ja unsäglich berühmt gemacht.

Wenige Stunden später - der VdZ wollte den Artikel hier im Blog verlinken - war der Artikel verschwunden. Ihn ersetzte ein Artikel über das (angeblich von Glyphosat verursachte) Bienensterben ... Ja, gewiß, die Herausgeber der Krone haben nach ihrem einjährigen Aufenthalt in New York "gelernt".

Wie sehnt man sich da doch nach den Gründern dieser Zeitung. Als noch deren simpelste Kolumnen Höhepunkte des Journalismus waren. Keine Zeitung war kompetenter sogar für Kulturkritik als die Kulturseiten dieses Massenblattes! Keine Zeitung hatte derartig hausverständige und zugleich überaus populäre Journalisten, man denke an "Staberl". Aber überhaupt, wie sehnt man sich ... nach anderen, ANDEREN Leuten. Die wir Österreicher und Deutsche doch einmal hatten.

Seit das Ehepaar Dichant jr. - die "Nachfolger" des Zeitungsgründers - die Leitung übernommen hat, ist die Kronen Zeitung aber zu einem völlig vorhersehbaren, ablesbaren Blatt der Weltgleichschaltung verkommen. Das geschah binnen weniger Jahre. Seither ist die Zeitung auf eine Weise durchschaubar, daß es einem oft übel werden könnte, vor allem weil sie die Manipulation um eine ganze Stufe psychologisch geschickter anlegt, und in ein Wechselspiel von Vorführung aus Köder & Gift gesteigert hat. Und sich und damit die Leser dem Welt-Mainstream verkauft. Für Österreich sind sie somit nicht mehr relevant. Nur noch symptomatisch.

Und können nicht mehr, was der "alte Dichant" noch immer schaffte, weil wollte. Der eine Zeitung gründete und führte, die OHNE PRESSEFÖRDERUNG existieren konnte, ja ihre Besitzer reich machte. Die sich nur durch ihre weltweit sensationelle Auflagehöhe und Bevölkerungsdurchdringung erhielt. Die Kronen Zeitung wurde zwar unter dem alten Herrn gerne abwertend als "Boulevard" eingestuft, aber das war sie nicht. Und schon gar nicht war sie mit Machwerken wie der deutschen "Bild" vergleichbar. Das geistige, schreiberische, journalistische Niveau vieler Schreiber war außerordentlich, und der Duktus der Zeitung war bemerkenswert frei.

Es war einmal ...






*201217*



Dabei sind wir doch alle böse

Der Grund warum der Mensch der Gegenwart Gott nicht mehr sieht ist, daß er nicht sieht, wie tief er eigentlich ist. Auf diese Aussage Jungs bezieht sich Jordan Peterson in diesem kurzen Video. In dem er schon aus psychohygienischen Gründen davor warnt, sich als gut und tugendhaft einzuschätzen. Denn das entspricht einfach nicht der Realität, in der wir stecken. Stattdessen erleben wir doch täglich, wie wir Dinge tun, die wir weder wollen noch die uns weiterbringen. Peterson rät also dazu, sich einfach einmal die Frage zu stellen und zwar als Frage, nicht als Behauptung, ob wir wirklich gut sind, oder ob nicht in jedem von uns viel viel Böses steckt. Nur als Möglichkeit! 

Zumalen der Grund, warum wir oft noch nicht so "richtig schlecht" gehandelt haben nur darin liegt, daß es uns an Möglichkeiten dazu gefehlt hat. Die Frage um böse Menschen in der Geschichte ist nämlich nicht damit beantwortbar, daß es hier eben ganz besonders böse Menschen gewesen sind, sondern nur damit, daß es Menschen wie wir alle waren, die durch die Umstände der Zeit klammheimlich in ein Verhalten schlitterten, das wir aus der Distanz als böse klassifizieren. Wir wissen aber nicht, solange wir uns nicht unserer eigenen Abgründe bewußt sind, wie böse wir selbst sein könnten, und wie böse wir wirklich sind.

Stattdessen ist es ein Symptom der Pathologie unserer Zeit, daß wir vor dieser Antwort Angst haben, und krampfhaft versuchen uns unter allen Umständen als "die Guten" darzustellen. Nicht nur das: Hat die beobachtbare Spaltung in "gute Menschen" und "böse Menschen", in der bestimmte Menschengruppen als "böse" abzuklassifizieren und auszugrenzen und sogar als vernichtenswert dargestellt werden, nur die Funktion einer "Sündenbock-Marionette", in der wir das uns gar nicht bekannte Böse in uns auf andere projizieren und damit (uns selbst am allermeisten) vorgaukeln, daß wir dieses Böse ja nicht sind, weil wir es ja erkennbar "ablehnen". Das wir in der political correctness sogar in ein "kulturelles System" der "Gutheits-Vergewisserung" eingebettet haben.

Demselben Zweck dient es, wenn wir das Böse an bestimmten Attributen  ("rechts" etc.) festmachen. Schon ein oberflächlicher Blick in die Vergangenheit zeigt aber doch, wie relativ selbst diese Kategorien sind. Man nehme das Beispiel des Nationalsozialismus, der heute als "rechtes Phänomen" dargestellt wird, obwohl er systematisch-ideologisch untersucht deutlich links war. Damit täuschen wir uns über das Wesen des Bösen in uns und in der Gegenwart. Und wir tun es aus Angst vor dem Bösen, dem wir vor allem eines nicht widmen: unseren klaren, offenen Blick. Das wir lieber unerkannt lassen, stattdessen mit oberflächlichen Zuschreibungen vernebeln, denen wir natürlich nicht zugehören. Die aber nur eine Täuschung über die wirkliche Wirklichkeit des Bösen sind.

Damit verbauen wir uns den Zugang zu unserer eigenen Realität, und so nebenbei: zur Realität der Erlösungsbedürftigkeit. Wer ohnehin "gut" ist - und das ist niemand! - braucht keine Hilfe, keine Transzendenz, die gut "macht". Die Wahrscheinlichkeit, daß wir "gut" sind, ist aber aus der Sicht eines Seelenkenners ... NULL. Wenn wir das aber dennoch glauben oder uns und anderen glauben machen wollen wird Gott als das uns unermeßlich Vorausliegende, das absolute Gute gar nicht mehr erkennbar.

Wir dürfen aber bei dieser Selbstbefragung nicht bei den "großen Dingen" anfangen! Sondern bei den ganz kleinen Dingen des Alltäglichsten, denn dort wird es am manifestesten. Und genau dort werden wir unsere Unzulänglichkeiten zuerst erkennen. Dann können wir damit anfangen, diese kleinen Dinge zu verbessern. So baut sich auch unser Selbstbewußtsein auf. Auf einer Selbsterkenntnis, die dann von selber und nach und nach zu immer größeren Dingen schreitet. Aber NUR, wenn diese kleinen Dinge adressiert werden. 

Es ist eben verdammt einfach, sich für abstrakte, unermeßlich große Dinge "schuldig" zu fühlen (Klimakatastrophe ...) oder für Dinge, die weit in der Vergangenheit liegen (Holocaust ...), oder weit weit weg liegen (Menschenrechtsverletzungen in China ...). Die Beispiele ließen sich fast unendlich vermehren, denn wir haben heute lauter "große Besorgnisse", die in Wirklichkeit unsere eigene Handlungsebene weit, weit überschreiten. Kirchenkrise. Staatssystem. Der Kampf gegen rechts (oder links). Oder - nicht zu vergessen! - die "Probleme" oft verschwindend kleiner Minderheiten, die wir zu großen Problemen aufbauschen, man denke an die "Ehe für alle". 

Samt grotesken, neurotischen "Lösungsstrategien", wie die absurde Energiewende, oder den Veganismus, Demonstrationen gegen abstrakte Probleme. Allesamt "Scheinbeschäftigungen", Beschäftigungstherapien. Alles in Wahrheit kleine, von uns selbst unterhaltene und geführte Puppentheater, auf denen wir mit ausreichend Distanz vorspielen, was sich in unserem Leben gar nicht wiederfindet und abbildet.

Was nicht heißt, daß es hier nicht objektive Kritikpunkte gibt, aber diese sind nur dem ein gerechtes Problem, der sie auch auf Augenhöhe adressieren kann, zu dessen Aufgabe es also gehört. Weshalb es falsch ist, von "Motivierung der Massen" zu sprechen, die nur eines bewirken soll: Daß sich noch mehr Menschen von ihrer alltäglichen Lebensebene wegbewegen. Und was so nebenbei Radikalisierung bewirkt, weil das Erleben des Machbaren natürlich dann auch fehlt. Also wächst die von einer den Einzelnen übersteigenden Handlungsidee her zuwachsende Frustration, und damit die Wut.

Aber wir werden dadurch nicht "besser", wir täuschen uns nur weiterhin darüber hinweg, wie wir wirklich sind. Und sind damit so nebenbei tief ungerecht, genau dort nämlich wo wir überzeugt sind, besonders gerecht zu sein.

Man kann deshalb vor Menschen nur warnen, die meinen, "gut" zu sein, weil die ganz sicher nicht "gut" sind, sondern nur ihr Böses nicht kennen und nicht kennen wollen. Diese sind meist tatsächlich böse, nur wissen sie es nicht, weil sich ihr Böses eine andere - verschleierte, oft natürlich rationalisierte, also rechtfertigende - Form sucht. Die meisten, nein, alle Weltretter sind deshalb brutale, menschenverachtende Totalitaristen, weil ihre persönlichen Kräfte und Ermächtigungen dem Ziel nicht entsprechen, sodaß sie das System scharfmachen, den anderen die Freiheit nehmen wollen.

Wir aber sollten wissen, wie böse wir sein können. Dies zu wissen, aber nicht böse zu handeln - das ist alles, was wir tun können und sollen. Zumalen wir für das Böse in uns vielfach oder oft auch gar nicht direkt verantwortlich sind. Wer aber weiß, wie böse er sein könnte, der wird auch für den anderen Verständnis, Empathie aufbringen. Und nur der wird auch verzeihen können.

Der Leser möge es probieren. Er möge erfahren wie  befreiend es ist, sich einzugestehen, daß man (durchaus) "böse" ist.  Was passiert wenn man aufhört, "der Mutti gut Jung" zu sein, der "nette Bursche", von dem man nunmehr weiß, daß er gefährlich, ja böse sein kann, aber es momentan nicht ist. Er wird erfahren, was es heißt, wenn sich plötzlich andere auch einmal vor einem "fürchten" der bereit ist als "böse" angesehen zu werden (weil er weiß, daß er das sein kann). Er wird dabei erleben wie eng schöpferisches Tun (das immer ein Hinausschreiten ins Chaos ist, um es zu ordnen) mit dem Mut zu tun hat, in den Augen der anderen "gefährlich" zu sein. Und er wird erleben, wie die anderen ihre seelenbedrückende Macht über ihn verlieren. 

Die Freiheit beginnt nämlich erst dort, wo ein Mensch auch böse sein kann, weil er weiß, daß er das - auch! - ist. Aber nicht sein muß.










*120118*

Sonntag, 21. Januar 2018

Schon wieder ein Verschwörungstheoretiker

Diesmal: Edward Snowden. Dessen Äußerungen zum Thema "Klimaerwärmung" der Videobeitrag zusammenfaßt. Er sagt, daß er Dokumente besitze, die belegen, daß in den 1950er Jahren der CIA beschloß, diese Ängstigung der Öffentlichkeit durch Gelder für "wissenschaftliche Forschung" zu forcieren, damit diese von den eigentlichen Problemen (damals der Atombedrohung) abzulenken, insgesamt aber zu lenken. Damit war garantiert, was passierte: Ausreichend "Wissenschaftler" fanden ihr Objekt mit dem sie ihr ausreichendes Lebensauskommen bestreiten konnten. Wissenschaftlich zu beweisen, daß es eine bedrohliche Klimaerwärmung gab, die in nichts begrenzbar ist.

Man beachte alleine die grotesken, wirklich grotesken Vorhersagen, die sich fundamental widersprechen! Etwa hieß es 2000, es würde zukünftig keinen Schnee geben, WEGEN der Klimaerwärmung, heute heißt es, es gäbe die seit 15 Jahren empirisch festzustellende Zunahme der Schneefälle auf der Nordhalbkugel WEGEN der Klimaerwärmung. 

Das trifft insofern mit der Einschätzung des VdZ zusammen, als er sogar weltweit (vorgeblich) führende Klimaapokalyptiker sehr gut kennt, aber in deren charakterlich-wissenschaftlicher Disposition und Habitus die eigentliche Apokalypse sieht. Der normale Bürger würde in Schnappatmung verfallen, würde er darum wissen, was für unfaßbar primitiver, sittlich desaströser Charaktermüll und welche unfaßbare Dummheit heute als wissenschaftliche Autorität dargestellt wird. 

Wie solche Autorität heute entsteht? Etwa durch Internetabstimmungen, in denen vom Ehrgeiz zerfressene "Wissenschaftler" ihre Verwandten (etc.) in Massenmails auffordern, für sie (z. B. als "Wissenschaftler des Jahres") zu stimmen. Da votet dann eine Krankenpflegerin für ihren Sohn, die sich - nach dessen "wunderbarer Erwählung" (samt Preisverleihung durch Minister) - ihre "überlegene" Meinung auf die als überragend prädikatierte Meinung ihres Sohnes bezieht. 

Es ist alles heute nur noch grotesk.









*201217*

Blick in die Kunst der Waffentechnik

Photo: Pinterest
Die Entwicklung der Rüstungen für Kämpfer (Ritter) im Mittelalter war bemerkenswert. Man entdeckte bald, daß verbundene, mehrschichtige Materialien ein Vielfaches an Widerstandskraft auch gegen moderne Waffen hatten, im Gesamtgewicht aber leichter bleiben konnten. Und doch waren sie effizienter gegen die aufkommenden Waffen wie Armbrüste oder - asiatische Bögen. 

Die wie bei den Mongolen, Hunnen und Magyaren ebenfalls die Eigenschaften mehrschichtiger Aufbauten nutzten und damit ungeheure Durchschlagskraft für Pfeile erlangten. Ein Bogen der Magyaren wies bis zu 10 Schichten Horn auf, die mit Knochenleim zusammengefügt waren. (Mit einem Nachteil, der sich in Europa erst herausstellte: Sie waren anfällig gegen Regen. In Asien war es ja noch trocken gewesen, aber in Europa ... solche Bögen lösten sich dann auf.) 

Noch auf 600 m war ein aus einem solchen Bogen abgeschossener Pfeil absolut tödlich, denn er riß riesige Wunden mit bis zu 5 cm Durchmesser, je nach Pfeilspitze. Wie bei heutigen (starken) Schußwaffen starb der Getroffene oft schon am "Blutschock", oder verblutete rasch, selbst wenn er nur in Extremitäten getroffen worden war.

Diese im obigen Bild dargestellte polnische Rüstung aus dem 16. Jahrhundert zeigt einen Höhepunkt dieser Rüstungstechnik der Mehrschichtigkeit, die erst später, angesichts der dann aufkommenden Feuerwaffen zu versagen begann. Über 1.000 Einzelteile kombinieren Widerstandsfähigkeit und Beweglichkeit - bei gleichzeitiger Leichtigkeit - auf beeindruckende Weise. 

Nur damit wir keiner Täuschung erliegen: So eine Rüstung war auch im Vergleich damals ungeheuer kostenaufwendig. Der Preis einer guten Körperrüstung entspricht nach heutigem Kaufwert dem eines Einfamilienhauses. Das mußte sich ein Ritter erst einmal leisten können! In einer Zeit, in der er sein "Einkommen" aus Naturalien und Arbeitspflichten bestritt, weil Geld erst allmählich aufkam. Die Ritter verloren ihre Bedeutung eigentlich notgedrungen, die Kampfestechnik mußte sich schon deshalb hin zu (immer unritterlicheren, unsittlicheren, kulturloseren, funktionalistischeren) Massenheeren verändern. Denn so nebenbei mußte ein Ritter auch noch durch ständiges Training selbst am Pferd schlachtentauglich bleiben. Das überstieg in der Entwicklung des Kapitalismus hin zur Geldwirtschaft bald deren Möglichkeiten.

***

Ein guter Schmied konnte reich werden. Er war gesucht, und hatte an so einem Werk ein halbes bis ganzes Jahr Arbeit. Während ein gutes Schwert immerhin schon innerhalb eines Monats zu fertigen war. Wenn der Meister gut war und die Technik des Mehrfachverbunds beherrschte, was ein gut gehütetes Geheimnis und Resultat von "viel Gefühl" - letztlich damit eine nicht erlernbare, nicht in bloßer Technik aufgehende Kunst also - war. Sodaß Schmiede im Ansehen neben dem Magier, dem Zauberer zu stehen kamen. Mit derselben Furchtbarkeit und Angstbesetztheit in den Augen der Bevölkerung.

Photo: Pinterest
Als die Ritter zu den ersten Kreuzzügen aufbrachen, hielten sich deshalb vorerst ein gutes Jahr in Gebieten wie der "Eisenfurche" auf. Das ist das Ybbs- und Ennstal, von Steyr bis nach Waidhofen und Weyer, die das Erz des steirischen Erzbergs verarbeiteten. Bei einer der mindestens 250 Werkstätten gaben sie ihre Waffen in Auftrag, und eine ganze Region hatte Brot und Arbeit dadurch, ja wurde wohlhabend. Vom Kaiser durch Abgabenfreiheit, Marktrechte, Gerichtsbarkeiten (als Maßgabe der Selbstregulierung) privilegiert, sodaß die Bauern zu günstigen Preisen Lebensmittel liefern konnten und wollten. 

Etwas, das sich für die Region schicksalshaft auswirkte, denn das niederösterreichische Voralpenland-Ybbstal, von der Enns bis nach Ybbs a. d. Donau, ist bis heute eine der Vieh- und Kornkammern Österreichs. Der VdZ stammt väterlicherseits von dort und seine tüchtigen Vorfahren haben über Generationen Vieh gezüchtet, das ganze Rassen hob und bis heute maßstäblich ist.

Aber nur wenige Schmiede beherrschten die Technik, die, wie wir heute wissen, eine Technik hochkomplexer Stahlbearbeitung war. Man machte kein Hammerwerk (eine Schmiede) auf, weil es "ein Geschäft war" oder weil "Nachfrage herrschte". Man mußte es KÖNNEN, die Muse besitzen, begnadet sein, und das Geheimwissen besitzen, das ein Ablaufwissen war, ohne Gründe - eben: Magie. Wer alles das nicht hatte wurde bestenfalls Hufschmied oder Wagner ... 

Aber der Kern der Schmiede beherrschte eine Verarbeitungskunst, die nur an wenigen Orten überlebte. Wie in Steyr, wo noch 1914 ein Gewehrlauf produziert werden konnte, der eine ganze Millionen-Armee mit einem in der Treffsicherheit überlegenen Gewehr ("Wörndl") ausstattete. Wie es nur noch einige wenige Gewehrmanufakturen in Kärnten beherrschten, das im Mittelalter eine sehr ähnliche Entwicklung durchlaufen und auch dort viel Wohlstand geschaffen hatte. Oder wie in Amstetten bei einem Schmied, den der VdZ persönlich kannte, der noch bis vor 20 Jahren, wo er verstarb, die traditionelle Rüstung für die Schweizer Garde des Vatikan herstellte.

Ein letzter Rest dieser Technik ist wenigstens ahnungsweise in der Kärntner "Glock" erfahrbar, der nach Meinung von Fachleuten besten Handfeuerwaffe der Welt. Mit einem wahren Patriarchen an der Spitze. Wie sonst.

Und in dem "lustigerweise" in dieser Eisenfurche liegenden Stahlwerk der VÖEST, wo in den 1960er Jahren als "LD (Linz-Donawitz)-Stahl" wieder "entdeckt" und zu Weltruhm als Massenprodukt entwickelt wurde. Diesmal aber war es keine Magie, sondern echtes Wissen um materiale Vorgänge. Magie ist eben "kenntnislose Ablauftechnik", als Degenerationsform von wahrer, wissender Religion.

Denn Eisen wird durch Kohle zu Stahl, das in aufwendigen Schmelzverfahren wieder und wieder übereinandergeschichtet wird. Das war notwendig, weil die Araber (Sarazenen) mit den Damaszener-Schwertern eben diese Technik (des Orients) zur Perfektion geführt hatten, weshalb sie waffentechnisch den Kreuzrittern überlegen gewesen wären. Diese Kohle stammte aus den Wäldern des Voralpenlandes, wo der Köhler sein Gewerbe betrieb, was ebenfalls viel Geduld und Sachkenntnis benötigte und ebenso legendenumwoben war.







*301117*

Samstag, 20. Januar 2018

Der Samstag-Nachmittag-Film

Wieder sind es Ewald Balser und Oscar Werner, die beide in "Eroica" (1949) im vielleicht besten Film über Beethoven spielen. Balser als Beethoven selbst. Wahr ist der Film dabei weniger wegen der historischen Fakten, hier nimmt er sich einige Freiheit. Wahr ist er durch seine Symbolische Ebene, in der eine Deutung Beethovens unternommen wird. Die ihn von seiner wirklichen Wirklichkeit her darzustellen versucht. Jener Wirklichkeit, die ihn als Beethoven in der Welt sein ließ.

Und das ist ja das Wesen der Kunst: Nicht am Faktischen hängenzubleiben, sondern dieses vielmehr vom Zufälligen zu reinigen, um so das immer unsichtbare Wirkliche (das Wirklicher ist als das bloße Faktische) in die Welt zu tragen. Dieses durch das Werk nicht nur zu repräsentieren, sondern auf diese Wirklichkeit hin ein Fenster zu sein. Sodaß das Wirkliche - hier: Beethovens - tatsächlich in der Welt durch das Kunstwerk gegenwärtig ist.

Deshalb ist die Kunst immer das gegenwärtige Ewige, Transzendente, das wirklich Wirkliche. Und wirklicher als die bloße "Realität". Deshalb ist die Kunst aus sich heraus ... heilig. Deshalb ist die Kunst als das gestaltete und in der Erzählung, im Nacheinander der Zeit erkennbar werdende Eigentliche der Geschichte wahrer als jede bloß faktische Geschichte. Die ein Wald- und Wiesen- und Gärtnerkunst-Strauß unendlich vieler, aus allen Zeiten und von allen Ebenen stammender Momente ist. Die Erzählung macht ihn (in der Dramaturgie) aber rein, und damit wird das Ewige dahinter sichtbar. Was aber ist, ist nur durch das Ewige des Geistes.

Die gewisse Romantisierung der Künstlerexistenz wollen wir hier einmal ausnahmsweise nachsehen, auch wenn der VdZ sie generell nicht liebt. Anderseits - wie soll man das Große darstellen, das im Gewande eines Menschen daherkommt, der scheinbar auch so schwitzt, stinkt, furzt und beim Essen schmatzt, wie jeder andere. Der ES und SICH SELBST als Natürliches erlebt?  Dem selbst das Große wie ein ganz Normales entgegenkommt, das aber nur scheinbar so ist wie alles was auch andere sehen - und das er aber darin sieht? Denn die Momente des Großen sind auch dem Großen nur höchst selten, wenn überhaupt, als solche apostrophiert und erlebbar. Ja der Künstler ist arm dran, weil er möglicherweise gar nicht zum Echten kommt, sich dabei regelrecht im Wege steht, der es auf dieses Erleben eines Außergewöhnlichen anlegt.

Freilich, und deshalb sei es im Film hier nicht weiter bemängelt: Mit der Zeit wird die Größe eines Menschen durchaus erkennbar, und zwar durch seine Lebensspuren, seine Werke. Die weit mehr, ja die alles über ihn sagen als alle noch so mit breiter Brust daherkommenden Bekenntnisse oder Erklärungen oder gar Selbstdeutungen. Und dann ist Verehrung durchaus angebracht. Ihm gegenüber, seinem Werk, seinem Tun gegenüber. Wie sie einem König eben ziemt. Denn bei beiden wird der Ort erkennbar, beim einen gleich, beim anderen später, an dem sie stehen: Die Vorhalle zum Himmel. Wenn sie nicht schon hinter der Himmelstür verschwunden sind.

Und wer weiß. Vielleicht sahen die Filmemacher mehr als wir. Als Sie, geneigter Leser, und schon gar als der VdZ. Die Riege an großen Namen, die hier versammelt sind, die allesamt diese Verehrung verdienen, sollte das sogar nahelegen. Also wollen wir staunen, und uns darin das Herz weiten lassen.










*130118*

Gegen den Impfwahn?

Wir wollen das Anliegen aufgreifen, wieder einmal. Aber gar nicht so sehr aus den "medizinischen" Gründen, die hier zur Genüge angeführt und belegt wurden, die das Impfen als geplanten Wahnsinn darstellen. Und überzeugend darstellen. Es geht um die bewußte Ausschaltung des Erkenntnisvermögens zum einen, zum anderen um das wahre Problem der Impfungen, die ethischer Natur sind, aufzuzeigen.

Denn es ist ein ethisch gravierender Unterschied, dem "Leben" ein Todesopfer zuzurechnen, oder dieses "Risiko" bewußt auszulösen. In der Impfung umso dramatischer, als manchmal die direkten Krankheitsopfer durch Impfung GEGEN die geimpft werden sollte höher sind als bei Vermeidung der "Immunologisierung". Statistik kann niemals - NIEMALS - den Einzelfall entscheiden! Daß die Kirche sich hier nicht meldet, zeigt nur einmal mehr, daß sie ein abscheulicher Konkursbetrieb wurde, der sich auf eine Unfehlbarkeit beruft, die in praxi zur Ausrede für die Niedertracht wurde. Kein Kleriker, kein Funktionär, den man deshalb nicht in der Hölle sehen müßte. Neben den Politikern, die sie dort treffen werden.

Krankheit ist schlimm, dabei aber auch immer Symptom, letztendlich aber gar nicht vermeidbar, weil der Grundkonflikt der Welt, die ein kämpfendes Ringen um das Sein ist, nicht lösbar ist. Sie hat direkt mit dem Ort (und darin: dem Wesen) des Menschen zu tun, aus dem sich sein Wesen, seine Aufgaben, seine Hingewiesenheit auf die Geschichte ablesen läßt. Dies zu verwirren, indem man Risiken "statistisch" umlegt, damit das Konkrete beliebig streut (auf eine Weise also: sozialisiert) ist aber ein Verbrechen. Ein Verbrechen, vor dem auch die Dummheit nicht schützt, die hinter dieser Haltung steht. Krankheit ist immer Einzelschicksal, und dabei und genau dadurch erst in das gesamte Geschehen, die Geschichte eingebettet. 

Es ist aber wie überall und immer, und es war nie anders. Deshalb hat sich der Impfwahn so rasch durchsetzen können. Die meisten Menschen in ihren Berufen interessieren sich überhaupt nicht für ihren Beruf, für ihr Tun. Sie instrumentalisieren es nur für ganz andere Zwecke. Den Medizinern muß man vorwerfen, daß sie ihren Beruf einfach als Mittel zu Geld und Stellung studieren. So kommen völlig ungebildete Bauern zu einer Autoritätsstellung, die selbst bereits Symptom ist, die ihnen nicht im geringsten zusteht.

Es gibt Schätzungen, realistische Schätzungen, die die Zahl der Opfer des systemimmanenten Ärztepfuschs in unseren Ländern - der natürlich durch offizielle Kriterien gedeckt ist - höher einschätzen als die Zahl der Leben, die sie retten. Der Witz dabei: Es ist von der Politik mehr als gedeckt, ja geradezu gefordert. Damit hat sich offenbar aber noch kein Politiker auseinandergesetzt. Daß die Einwirkung des Staates in alle Bereiche mittlerweile eine fachliche Kompetenz voraussetzte, die bei weitem - BEI WEITEM - von keinem Politiker erfüllt wird. Trotzdem treffen sie laufend Entscheidungen, die diese Kompetenz verlangt und geben sich immer mehr getrieben von "Wissenschaft", auch das eine elegante Form der Abschlagung von Verantwortung. So werden die elegantesten Verbrechen vollbracht. So harmlos und ohne jede Schuld ...

Nebenbei wird ein Schema erkennbar, das seit Jahrzehnten - es hat direkt mit unserer Orientierung an den Medien zu tun, mit dem, was sogar von "gutmeinenden" Demokraten als Wesen der Demokratie, dem gottgleichen Heilmittel aller und jedem Übel - erkennbar ist: Die Arbeit mit der Erzeugung von Angst, die auf Grundängste des Menschen zurückgreift. Das ist ein besonders verwerfliches Vorgehen. Die PR-Agenturen sind seit langem zu Höllenmaschinen geworden. PR-Mitarbeiter (und Journalisten, als Teilmenge davon) eilen im Normalfall heute den Klerikern und Politikern in die Hölle voran. Sie alle verdienen - verdienen weil aus Realismus verfangen - Verachtung.

Sie an ihren einflußreichen Positionen zu belassen ist zum einen blankes Resultat einer ahnungslosen, geistlosen Politik, zum anderen muß es als gravierendes Problem einer der Angriffspunkte des Hausverstandes sein. Der VdZ hat seinerzeit als PR-Mitarbeiter erlebt, wie ein "Interesse" eines Wirtschaftsunternehmens skrupellos den Sprachraum - als Wahrheitsraum, als geistiger Raum (Hofmannsthal) - deformiert.

Übrigens - gut an dem Film auch, daß er den Wahn der "Viren" als "Krankheitsauslöser" entlarvt. Der Glaube an die Viren, die angeblich Krankheit "auslösen", ist eine Geistesverstörung, die den Mechanismen der "Entschuldung" entspringt, die die wahre Auseinandersetzung mit dem Sein, damit mit der Wahrheit, ersetzen sollen.  Arbeitsmittel? Ach, wie so oft ... Angst! Angst. Verstehbare Angst, die mit der natürlichen Unwissenheit arbeitet, denn niemand kann alles wissen, jeder muß sich (vermutlich zu 99,99 Prozent) auf Autorität verlassen. (Wieviel wissen Sie "original", werter Leser? Hach, machen wir uns doch nichts vor - wir erhalten, übernehmen doch wirklich "alles"!)

Das gilt auch und GERADE (sic!) für die meisten Kritiker an Impfungen. In der Regel sind sie dieselben Opfer eines mechanistischen Menschenbild-Wahns wie die Befürworter dieser Impfungen. Nur die "Erreger" wechseln. Auch hier: In den allermeisten Fällen (sagt der VdZ aus eigener Beobachtung) sind die "Krankheiten" die angeblich durch Impfungen eingeführte Erreger auslösen (insbesonders "Krankheiten" wie ADS oder Autismus) ganz klar erkennbaren, ganz anderen Ursachen zuzuschreiben: Unsittlicher, psycho-sozial gestörter, verwirrter, irriger Grundhaltung und (zeitgeistiger, um es irgendwie anzureißen) Lebensführung.

Dem geistigen Zustand vieler, ja allzu vieler heutiger Menschen (und damit: Eltern), dem heutigen Sozialstaatsverständnis (der mit dem originalen Verstehen von Gesellschaft und Wirtschaft als Gemeinwohl nichts, absolut nichts zu tun hat) kann gar nichts anderes entspringen als kranke, psychisch kranke Kinder. Lustigerweise sind es meist gerade diese selbst schuldigen, schwer an den Prinzpien des Menschseins - als Persönlichkeitswerdung, als Wahrheitsvermeider - schuldig gewordenen Eltern, die am heftigsten gegen neue "äußere" Umstände auftreten, die angeblich diese Krankheiten auslösen. Es ist einfach aber falsch. Und das macht das Anliegen, das zum Teil sehr berechtigt ist, oft zur blanken Farce.

Wie aber wäre es, wenn aus der "Entdeckung", daß der Papillom-Virus (als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs nobelpreisgeschmückte Erkenntnis)  als realer, naturwissenschaftlicher Ausweis dafür gälte, daß Promiskuität (die heute überall propagiert, ja wirklich: propagiert, als Errungenschaft "freier Sexualität" gezählt) naturwidrig gesehen wird? Das würde so manche andere "Gewißheit" über menschliches Glück mit einer Riesenkeule totschlagen.

Die Widersprüche erschlagen uns also längst.

Der Film (1 Stunde 40 Minuten) lohnt, wie auch immer. Nicht alles mag vom VdZ gutgeheißen werden. Aber es finden sich auch Stellungnahmen, die bemerkenswert wahr sind. Und eine Grunderschütterung in diesem Bereich ist notwendig. Und die liefert die Produktion.










*050118*

Freitag, 19. Januar 2018

Gespenstertanz als Folge eines Totalzusammenbruchs

Was erleben wir in der #metoo-Bewegung? Die die Welt wie in eine moralische Hysterie gestürzt hat, die vor allem davon gekennzeichnet ist, daß der Anlaß zu ihren Ausbrüchen überhaupt nicht mehr definierbar ist. Was ist "sexuelle Belästigung"? Nur das subjektive Befinden? Was ist sexuelle Grenzüberschreitung oder wie immer man sich da zu helfen versucht? Denn nur mit "freiwilliger Zustimmung" ist der Sache ja gar nicht beizukommen, ist doch der freie Wille von den einen überhaupt verneint, von den anderen relativiert. Ist doch gerade die schlimmste Form der sexuellen (aber bei weitem nicht nur auf diesem Gebiet fast notorischen) Grenzüberschreitung - der Mißbrauch - gerade vom "Konsens" geprägt, den nur ganz andere Herangehensweise an das Thema (die in den heutigen Ansichten wie so vieles, worauf sich die gegenwärtige Moralpanik bezieht, gar nicht mehr vertreten ist) als Missetat erkennen ließe. 

Wobei zeitgleich mit diesem Problembewußtsein am anderen Ende der Skala auch die Forderungen nach völliger Aufhebung der Altersgrenzen für Sexualität aufstehen, der Sexualkundeunterricht, ja nachgerade darauf und damit auf öffentlich institutionalisierten Mißbrauch abzielt. 

Wo immer man hinsieht, es ist dasselbe Bild: Wir erleben einen totalen Zusammenbruch der Moral. Nicht in dem Sinn, als sie nicht mehr existierte, als in dem Sinn, als sie nicht mehr definierbar ist. Der Grund liegt dort, daß das öffentliche Narrativ so widersprüchlich wurde, daß sich die Katzen allesamt in ihre eigenen Schwänze zu beißen beginnen. Mit Vernunft, mit Rationalität ist in diesem totalen Theorienwirrwarr, die allesamt irgendein "Anliegen" kennzeichnet, nichts mehr zu machen. Die Dinge beginnen sich an allen Enden gegen sich selbst zu wenden. Bei #metoo etwa manifestiert sich in rasantem Tempo eine Angst der Männer vor den Frauen, denen nicht mehr zu trauen ist. Eine Anschuldigung genügt - und schon ist der Ruf eines Mannes, manchmal seine ganze Existenz zerstört.

Es gibt eine Reihe von lesenswerten Kommentaren dazu im Netz. Alle zeigen, daß die Milch bereits verschüttet ist. Der Freund ist nicht mehr zu retten. Alle diese Kommentare haben aber eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie sind von tiefer Ratlosigkeit getragen. Und einem irgendwie und dumpf gefühlten Impuls, daß an dem, was sich nun abspielt, etwas nicht mehr stimmen kann. 

Tatsächlich haben wir es aber mit einer Hydra mit tausend Köpfen zu tun. Und wo wir einen abschlagen, wachsen sofort fünfzehn neue nach. Das ist das sicherste Zeichen, daß wir es in Wahrheit mit einer ganz anders gelagerten Sache zu tun haben, an deren eigentliche Lebensquelle wir gar nicht herankommen, solange wir uns mit dem Kampf gegen die Köpfe und deren Bißfreude befassen.
Aber wo liegt nun die wirkliche Ursache für diesen Kollaps der Moral, den wir heute erleben? Nein, sie liegt eben nicht in den Einzeltheorien, nicht in den Einzelansprüchen, nicht in den Einzelanliegen. Sie liegt in der Auslöschung der Gestalt als eigentlichen Träger der Welt. 

Heute wird Welt als technische Funktion gesehen, nur sie trägt angeblich eben diese unsere Welt. Diese Sichtweise wurde zum Dogma. Meist implizit transportiert, wie ein trojanisches Pferd in die Stadt gelassen, haben sich ganz andere, tiefer grundgelegte Sichtweisen verankert. Wie die des Funktionalismus als Teilfunktion des Materialismus, in dem die Welt nur noch eine technische Maschinerie ist.

So wurde auch die Begegnung von Menschen generell, von Mann und Frau im besonderen, von jeder konkreten Komponente befreit. Aber genau diese Komponenten sind es, die zwischenmenschliche Begegnung trägt, und damit in dieser die Struktur, das Wesen der Welt. Denn Welt als Ort ist immer Beziehung, ganz konkrete Beziehung, immer spezifisch. Das heißt nichts anderes, als daß sich die Welt nicht nur in vielerlei, sondern vor allem weil grundlegend in männliche und weibliche Sphären aufteilt. Genau diese Wahrheit ist aber so mächtig tabuisiert, daß man fast davon sprechen muß, daß sich die Gegenwart darauf gründet. 

Im Feminismus, den man früher "Emanzipation" nannte, wurde dem Menschsein die Axt an die Wurzel gelegt. In ihm tritt dieses Schema der Loslösung von Welt und Gestalt am klarsten vor Augen. Als Archetyp einmal etabliert, hat sich ein wahrer Rattenschwanz an ähnlichen Bereichen ergeben - vom Rassismus angefangen, über die Genderthematik, in der eine bereits in Ambivalenz und Haltlosigkeit aufgewachsene Generation nun dieses ihrer Wahrnehmung bereits immanente Schema (Archetyp) auf alle Bereiche des Menschseins ausdehnt, ja in der Gestaltauflösung die Welt auslöscht. Und wie sollte sie auch anderes. 

Damit tauchen aus den tiefen, nicht in konkreter Weltgestalt gebundenen Schichten immer mehr Gespenster auf, die sich rasend gebärden und wild um sich schlagen, weil ihre Energie, ihre Kraft keine Form mehr findet, in der sie weltwirksam werden können. Sie bleiben Chaos, das nach Ordnung schreien macht. Was wir heute an Ratlosigkeit, weil in unlösbaren Widersprüchlichkeiten gefangen erleben, ist dabei erst der Anfang eines totalen und globalen Chaos. 

Denn wir erleben es als über den ganzen Globus erstreckt. Das ist tatsächlich neu. Nicht einmal mehr eine völlige Kehrtwendung, die ein Zurück bedeuten würde, kann uns da noch retten. Wir brauchen buchstäblich Hilfe eines unbeteiligten Außen, brauchen buchstäblich einen Totalzusammenbruch und eine vollkommene Überwältigung durch etwas bzw. jemanden, der nicht von der Erde genommen ist. Das läßt wirklich Sorge um die Welt entstehen.



Nachsatz: Wie tief sich die Genderologie bereits in die Strukturen des Alltags - namentlich in der Wirtschaft - durchgefressen und die Gegenwart mitgestaltet hat, belegt unter anderem ein amerikanischer Artikel aus dem Jahre 2010. (Vermutlich, ohne es zu wollen, denn er entstammt "The Atlantic".) Er zeigt, daß die Verweiblichung der Gesellschaft keineswegs eine "Verweiblichung" in der Form ist, als sie eine andere Form der Wirtschaft wäre, sondern sie ist das einseitig typisch weibliche Agieren einerseits, das sich über Derivate und Finanzwirtschaft und Dienstleistungsschlagseite ausdrückt, sondern es bedeutet auch den Verlust der realen, handfesten Produktivität anderseits. Weibliches Agieren ist aber immer ein "Nichts", es hat in sich also keinen Bestand. Es braucht die männliche Form, die es zur Gestalt nähren kann.

Das ist ja der fatale (oder gezielt eingesetzte?) Grundirrtum des Feminismus: Er geht davon aus, daß es ein Weib-Sein zur Person als Persönlichkeit (Identität) OHNE Mann geben kann. Diese Fehleinschätzung ist epidemisch! Die heutigen Irrtümer sind ja ohnehin zu einem guten Teil Irrtümer dahingehend, als ein Nichts zu einem Etwas stilisiert wird, man also die ontologischen Ebenen nicht zu unterscheiden weiß. Schwere Denkfehler, ja Denkunfähigkeiten liegen hier darunter. Die Kastration des Mannes hat also sofort und unweigerlich die Gebärunfähigkeit und Frigidität der Frau zur Folge. Und die meisten Frauen heute sind frigid.

Damit werden aber auch unsere Volkswirtschaften immer anfälliger und tiefer anfällig für Krisen. Weil sich der Schwerpunkt auf Bereiche verlagert, die (jetzt kommt's!) ihre "Wirtschaftskraft" aus dem Rezipieren der real produktiven Bereiche bezieht. Also - reagiert. Zugleich damit diese realen Produktivitätsbereiche gefährdet und ausschaltet. Eine solcherart "femininisierte" Wirtschaft ist also direkt männerfeindlich, baut aber auf einem Luftschloß einer weiblichen Wirtschaft auf. Weil ihre Anspielstation nur die reale Produktivität sein kann. In der Finanzkrise 2008, die eine reale Wirtschaftskrise nach sich zog, waren über zwei Drittel der direkten Opfer ... Männer. Als Arbeitslose. Und, was immer vergessen wird, damit deren Familien.







*151217*

Der Propagandazug rollt weiter

Die Unverfrorenheit, mit der gelogen und die Faktenlage verdreht wird, um Schreckensszenarien eines angeblich vom Menschen verursachten katastrophalen Klimawandels zu verbreiten, die reine Phantasie sind, ist einerseits beängstigend, anderseits macht sie wütend. Weil die Absicht dahinter zu offensichtlich ist.










*081217*

Donnerstag, 18. Januar 2018

Es wird Zeit mit diesem Mythos aufzuräumen

Der IS in Syrien ist (weitgehend weil vorerst militärisch) besiegt, und nun hat sich eine neue Erzählung gebildet: Denn über 500 europäische Frauen, die meisten so jung daß man sie noch als Mädchen bezeichnen muß, sind in den Vorderen Orient gereist und hatten sich diesem IS angeschlossen. Diese Frauen müssen nun in Europa reintegriert werden. Das geschieht in der Regel unter der Erklärung, daß sie letztlich arme Opfer einer Gehirnwäsche waren, die durchtriebene Islamfanatiker an ihnen vollzogen hätten. Aber das ist für viele dieser Frauen wohl nur der Versuch, ihre Schuld unter den Teppich zu kehren, und wenn in Europa irgendetwas immer funktioniert dann ist es, Schuld auf Männer auszulagern.

Den Funken Wahrheit, der darin liegt und der sich auf die tief im Wesen der Geschlechter angelegten hierarchischen Einanderzugewiesenheit von Mann und Frau zurückführt, will freilich niemand akzeptieren. Also bleibt es bei individueller Schuld, bei Fragen der Macht und des Machtmißbrauchs. 

Genau nach diesem Kriterium aber stellt sich, wie die Jerusalem Post in einem Artikel von Seth B. Frantzman berichtet, die Sache als ziemlich anders dar. Denn der Mythos von den armen, unschuldigen Frauen, die Opfer fanatischer muslimischer Männer gewesen sind, funktioniert nicht. Die Realität war ganz anders.

Mittlerweile liegen hunderte Zeugenaussagen von vorwiegend jesidischen Frauen vor, die vom IS zu Tausenden in Gefangenschaft und Sklaverei geführt worden waren. Dort blühte ihnen ein hartes Los. Sie wurden als Sexsklavinnen behandelt, vielfach gehandelt wie Vieh, und sie hatten meist ein unaussprechliches Schicksal zu tragen, das ihnen als wertlose Ungläubige zugefügt wurde. Aber die Aussagen der nunmehr befreiten Frauen geben ein völlig anders Bild, als es die nach Europa zurück strömenden IS-Frauen vermitteln wollen. 

Diesen Aussagen nach waren diese Frauen nämlich keineswegs Opfer, ja nicht einmal nur handfest an den schlimmen Taten, die an jesidischen Frauen begangen wurden, beteiligt, sondern sie waren meist die schlimmsten Täter! Besonders grausam, besonders brutal, besonders entwürdigend in der Art, wie sie die jesidischen Opfer behandelten. Frantzman vergleicht es mit dem Verhalten der 3.500 Frauen, die in deutschen Konzentrationslagern als Aufseherinnen tätig waren. Auch die waren für ihre besondere Härte und Grausamkeit, die die der männlichen Aufseher generell überstieg, gefürchtet.

Ähnliches muß man über diese rund 500 europäischen Frauen sagen, die seit 2014 nach Syrien gereist waren, um an der Utopie eines neu errichteten muslimischen Kalifats aktiv teilzunehmen. Und wenn sie nicht direkt an Grausamkeiten beteiligt waren, so zeichneten sie sich in der Regel besonders dadurch aus, daß sie die Männer zu Untaten (vor allem gegenüber Frauen!) anstachelten, ja diese forderten und vorbereiteten. 

Man muß sich also auch in diesem Fall entscheiden, welchem Mythos man folgt. Beide sind grundfalsch, wie wir wissen. Beide werden je nach Belieben und Nützlichkeit eingesetzt. Entweder aber sind Frauen - zumalen im Islam - Opfer der Männer, diesen kraft deren systemischer Macht und Gewalt ausgeliefert, sodaß man ihnen ihre Taten nicht direkt zurechnen kann, oder sie sind selbstbestimmte, autonome menschliche Individuen, wie es der Feminismus betont. Dann aber sind auch die IS-Frauen aus Europa, die immerhin beachtliche Energie dabei bewiesen, sich am Kampf des IS zu beteiligen, voll für ihre Taten verantwortlich, und der Feminismus muß sich dieser dunklen Seite des Frauseins offen stellen und die Sichtweise der Frau gründlich überdenken. 

Als der VdZ sich vor 20 Jahren an einem Literaturwettbewerb über "Macht und Frau" versuchte, fiel das Ergebnis laut dem Endbericht der Juroren sehr überraschend aus. Denn das Ergebnis der Einsendungen widersprach durch die Bank völlig den herrschenden feministischen Narrativen. Praktisch alle Beiträge drehten sich um die Erfahrung von Gewalt und Machtmißbrauch durch Frauen. Die am Wettbewerb beteiligten Autoren, ob Mann oder Frau, hatten allesamt Frauen nicht als Opfer, sondern als Täter erfahren. 

Ein Verhalten von Frauen, wie es sich in Syrien gezeigt hat, ist alles andere als eine Ausnahme. Es liegt in ihrem Wesen. Und diesen Faktor heute in unseren westlichen Gesellschaften zu übersehen ist ein ganz schlimmer Fehler, der verhindert, daß wir uns so manchen Leidphänomenen sachgerecht und adäquat stellen. Ja, es ist ein Faktor, der die Opfer der Frauen - alle haben eine Mutter, es betrifft also potentiell jeden Menschen, ja, wer die Erzähltradition der Menschheit, die Sagen und Märchen aller Völker und Kulturen ansieht, erkennt die Erfahrung der "bösen Frau" als archetypische Menschheitserfahrung - daran hindert, mit erfahrenem Leid fertigzuwerden, weil sie die wahren Ursachen angesichts einer machtvollen, autoritär gestalteten, aber falschen Erzählung nicht zu benennen wagen.






*281217*

Vom Nutzen der Sinnlosigkeit

Es mag erstaunen, aber wenn es Afrika in den letzten Jahrzehnten an einem nicht gefehlt hat, dann war das ... Geld. 2,3 Billionen Dollar sind in den vergangenen Jahrzehnten nach Afrika geflossen, doch der Effekt war gleich null. Nein, das wäre falsch formuliert. Er war negativ. Denn die Entwicklungshilfe, wie sie der Westen seit langem leistet,  zerstört heimische afrikanische Strukturen und festigt oder schafft gar erst Strukturen, die sich nur damit befassen, wie sie dieses zuströmende Geld in ihre eigenen Taschen fließen lassen oder irgendwie verteilen. Geholfen hat man niemandem, auch wenn manche Statistiken belegen wollen, daß es zu Wachstumseffekten kam. Das darf angezweifelt werden, wie Augenzeugen, die lange Jahre vor Ort tätig waren um "zu helfen", übereinstimmend berichten.

Stattdessen hat man überall einheimische produktive weil den Bedingungen im land angepaßte, stimmige Lösungen verhindert, in den allermeisten Fällen sogar örtliche Probleme verschärft. Etwa indem man auf Anraten des IWF in Guinea-Bissau vorgeblich exportorientierte Nußplantagen anlegte (um die Schulden an den IWF zurückzahlen zu können, Anm.), die dafür sorgten, daß die ansässige Landwirtschaft ausradiert wurde und nun alles, buchstäblich alles importiert werden muß, bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit (und Wanderung in die Städte) der früheren Landbewohner. Dafür gibt es in dem Land, das enorm fischreiche Gewässer hat, nicht einmal mehr ein einziges größeres Fischerboot. Importware ist billiger.

Das Fazit, das langjährig engagierte Entwicklungshelfer und Manger von Entwicklungshilfefonds und -projekten ziehen, ist ernüchternd bis erschütternd. Und die Probleme sind seit langem bekannt. Dennoch ändert sich nichts, dennoch fließen jährlich riesige Summen nach Afrika und treiben dort ihr Unwesen. Nur die Etiketten haben sich geändert, die Geld loseisen - heute heißt es "Kampf gegen den Klimawandel" oder "Behebung der Ursachen für Migration". Selbst wenn manche Projekte letztlich verwirklicht werden, so setzten sie oft auf einer Ebene an, die sich an westlichen Maßstäben ausrichtet, statt an der Bevölkerung Maß zu nehmen. Einen Staudamm oder ein Atomkraftwerk zu errichten hilft u. U. nur ausländischen Konzernen, nicht der Lokalwirtschaft auf der Stufe und Produktivität, auf der sie eben steht und von wo aus sie erst weiterschreiten könnte. Soferne das von den Menschen gewollt ist.

Alleine die Entwicklungsbank hat 2016 über sieben  Milliarden Euro für Afrika bereitgestellt. Nur - für welche Projekte? Es gibt nicht einmal solche ausreichend. Daf führt sogar zu einem absurden Konkurrenzdruck der geldgebenden Einrichtungen hier, und vor Ort zum Druck, das Geld möglichst rasch auszugeben. Das begünstigt die Korruption zusätzlich. Die Länder können sich die Geldgeber sogar aussuchen.

Solche Berichte sind zahlreich und haben alle denselben Tenor. Etwa die von Tim Kanning und Johannes Pennekamp, die in einem Aufruf längst von der Sinnlosigkeit ihrer langjährigen (und ursprünglich - wie praktisch immer - hoch motiviert begonnenen) Arbeit am schwarzen Kontinent sprechen. Eine andere Autorin, Angela Könnitz, weist neben Beispielen, die das Scheitern der Entwicklungshilfe heutigen Zuschnitts belegen, zudem darauf hin, daß es höchst fraglich ist, ob der Wirtschaftsliberalismus, der als Patentrezept allen Staaten auferlegt wird, tatsächlich das geeignete Mittel ist. Vielmehr sollte man den Afrikanern ihre eigene Art zu sehen, zu denken und zu arbeiten belassen und - wenn schon - nur ganz gezielt fördern. Mit dem Weltmarkt zu konkurrieren ist heute in der Regel für afrikanische Produkte und Unternehmen ja gar nicht möglich.

Die Folgen eines grenzenlos offenen Marktes sind nämlich, daß Afrika von billigen Produkten etwa aus China überschwemmt wird, die gnadenlos jede heimische Produktion ersticken. Aber selbst afrikanische Großbetriebe, die riesige Gewinne machen, investieren auf den liberalisierten Weltmärkten, nicht im eigenen Land. Während ausländische Konzerne damit angeworben werden sollen, daß man die möglichen niedrigen Löhne anpreist, die sich an Weltmarktkonkurrenz bemessen - und das ist genau jenes Hindernis, das der Entwicklung von allgemeinem Wohlstand hartnäckig im Wege steht weil nur auf Ausbeutung des Menschen setzt.

Nein, Afrika fehlt nicht Geld. Dieses Argument dient nur westlichen Politikern, die sich damit eine Schleife an den Anzug heften wollen. Und afrikanischen Regierungen, die davon in mehrerer Hinsicht profitieren und keinen Druck haben, wirklich dem Gemeinwohl ihrer Länder zu dienen. Und nicht zuletzt Entwicklungshilfeorganisationen, die sich im Licht der "guten Tat" sonnen und nicht viel von einer Wirkungskontrolle halten, weil die zeigen könnte, daß sie entbehrlich sind. Gerade diejenigen Länder, die sich am besten entwickelt haben zeige (wie Ruanda, Ghana, Mauritius oder Botswana), haben das ganz oder zumindest weitgehend aus eigener Kraft geschafft. Weil Dauerhilfe Abhängigkeiten schafft, die die eigene Entwicklung hemmen. Warum, fragt deshalb Volker Seitz (auch er ein Entwicklungshilfe-Aussteiger), reden wir den Afrikanern ständig ein, daß sie es nicht aus eigener Kraft schaffen können?

Afrika fehlt es auch nicht an zu wenig Liberalismus in der Wirtschaft, die es an die Weltmärkte anschließen, in denen sie sich in der Regel gar nicht behaupten können sondern die sie dominieren - wirtschaftlich, vor allem aber kulturell. Vieles, was die Statistik als "Wohlstandsmarker" ausweist, ist nämlich in Wahrheit ein Unterspülen der kulturellen und vor allem sittlichen Substanz der Afrikaner selbst, die sie ganz rasch erblinden lassen. Ganz so, als wäre Entwurzelung mehr als ein Rezept des Herumtappens im Dunkeln, das "viel - aber wovon?" bewirkt und in Wahrheit anderen Herren nutzbar macht. Denn ohne die Basis der eigenen Kultur gibt es auch keine Wirtschaft, die dem Leben dient, und es nicht auffrißt. Ohne Sittlichkeit gibt es aber keine Kultur, sondern nur eine Technik des Konsumierens. Denn es gibt eine direkte Korrespondenz zwischen Sittlichkeit, Tugend und Wohlstand als Parameter des Gemeinwohls.

Afrika fehlt es deshalb an Mission, die sich an den einzelnen Menschen richtet und ihm so hilft, dem Sinn seines Lebens durch gehobene Sittlichkeit zu folgen. Weil sich jedes Volk dauerhaft nur aus sich selbst heraus helfen und aufrichten kann, und Wohlstand immer die Höhe der sittlichen Lage eines Volkes widerspiegelt. Wohlstand ist eine Frage der Kultur, damit der Religion, und nicht eine Frage des Geldes. Und nur das Christentum hat eine Haltung zur Arbeit quasi "programmatisch", die sie mit Sinn erfüllen und über bloße Lust-Unlust-Zufälligkeit hinausheben kann. Nur aus Sinn (logos) heraus kann also etwas aufgebaut werden. Mit der heutigen Auffassung von Entwicklungshilfe, die durch den Klimaschwachsinn noch zusätzliche Dynamik bekommt, wird Afrika jedoch systematisch armregiert.





*141217*