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Donnerstag, 16. August 2018

Was wir wirklich aus diesem Sommer lernen können

Wer aufhört, sich ums Allernächste zu kümmern und sich dafür verantwortlich zu fühlen, der übernimmt bald für gar nichts mehr Verantwortung. Und schreit nur noch nach allgemeinen Strukturen, die ihm gefälligst aus seiner Not helfen sollen. Selbst, wenn er daran schuldig ist. Aber er sah es nicht, wollte, konnte es nicht sehen, weil er sich um große, universale Zusammenhänge kümmern mußte. 

Das sehen wir in den Folgen dieses heißen Sommers. (Wobei: Von "extremer Hitze" zu sprechen Unsinn ist.) Der nebenbei bemerkt keineswegs ein schwarzer Schwan ist, sondern nicht einmal unter die heißesten Sommer zu zählen ist, die wir in den letzten Jahrzehnten (und schon gar im 20. Jahrhundert) überstanden haben. Schon 2006 war heißer, dazu kam stabilisierend eine meteorologisch gut bekannte "Troglage". 2018 ist der Sommer lediglich trockener als viele Sommer, wo sich das Wetter heißer anfühlt als es ist.

Niemand fühlt sich dafür verantwortlich, daß ein Fünftel der deutschen Ackerfläche für den unglaublichen Unsinn der Energiesaaten mißbraucht wird, in der Regel große Wasserzieher (wie Mais), die besonders anfällig für längere Trockenperioden sind, und selber das Kleinklima austrocknen. 

Aber auch das Energiekonzept der Energiewende, vorgeblich um genau das zu verhindern was wir erleben: trockene, heiße Sommer, versagt erbärmlich. Die Windenergie fällt unter solchen Wetterbedingungen praktisch aus, weil zu wenig Wind weht. Solar kann sowieso nur ein kleines hors d'oeuvres beitragen, tagsüber. Und viele konventionelle Kraftwerke stehen kurz vor der Drosselung ihrer Stromproduktion, weil die Flüsse zu wenig Wasser führen und zu sehr aufgewärmt würden, kühlte man mit ihrem Wasser die Reaktoren (somit würde uns diesmal auch Atomkraft wenig retten). Sogar die angeblichen gesamteuropäischen Speicher in Norwegen oder den Alpen müssen aus Wassermangel ebenfalls drosseln. Die einzigen hingegen, die liefern könnten, und hier wird's interessant - sind Braunkohlekraftwerke. Denn die kühlen mit Grundwasser, das sie den Gebieten entnehmen, wo auch die Kohle abgebaut wird. Aber die, die haben wir ja abgeschaltet. 

Vielleicht ist es Zufall, vielleicht ist es derselbe Fehler, den alle die Klimawahnsinnigen machen, die egal was kommt, es immer schon gewußt haben - auch wenn nicht eine der Vorhersagen jemals eintraf. Vielleicht also ist es ein Fehler, aus einem Einzelereignis vollmundig große Zusammenhänge abzuleiten. Aber immerhin hat der VdZ in den letzten Wochen mehrmals von Bekannten aus Bayern und Hamburg gehört, daß es dort zu auffällig vielen (jeweils Stunden dauernden) regionalen Stromausfällen kam. Sind das also schon mangels Stromproduktion je nach Dringlichkeit und möglicher Schadenshöhe abgehängte Gebiete, um den Zusammenbruch des gesamten Stromnetzes zu verhindern? 

Es ist zumindest nicht unmöglich, denn immerhin hat man in unseren Ländern durch Smartzähler etc. eine systematische Fragmentierung der Stromversorgung längst vorbereitet. Die bis hin zu Einzelhaushalten gehen wird, so ist es nämlich geplant, das ist der Sinn dahinter, die man dann nach bestimmten Kriterien reiht und im Bedarfsfall abhängt. Weil man es eben durch die Energiewende mit viel Flatterstrom zu tun hat, der mal da ist, mal nicht, und die Aktivierung von Reservekraftwerken nicht auf Knopfdruck geschehen kann. Schon gar nicht wie jetzt, wo auch die Wasserkraft (die am schnellsten reagieren kann) ans Ende ihrer Leistungskraft kommt - durch Trockenheit.

Wenig Aussicht aber besteht in der Hoffnung, das Richtige aus dem heurigen Trockensommer zu lernen. Nämlich abzuleiten, wie fragil das Wetter ist, und wie existentiell wir von ihm abhängen. Denn unsere Lebensmittelproduktion, die Ackerflächen, das Vieh hängen davon ab. Wir sind bald nicht einmal mehr in der Lage, selbst auf kleinere Schwankungen zu reagieren - sofort ist die Gesamtversorgung in Gefahr. Beschönigt durch den Globalismus, in dem wir verwöhnt werden, unsere Hausaufgaben nicht mehr zu machen, weil die angedachte massenhafte Keulung von Vieh in Norddeutschland durch Importe aus Argentinien oder Brasilien so leicht auszugleichen ist.

Niemand muß auch darüber nachdenken, ob es nicht ein Schlag ins Gesicht Gottes ist, Lebensmittel zu verspritten und zu verbrennen, anstatt mit diesem kostbaren Gut so umzugehen, wie es ihm geziemt, voller Ehrfurcht und Dankbarkeit und mit jener bäuerlichen Umsicht, die Jahrtausende bestand. In denen wir uns auf das einzustellen gelernt haben, was tatsächlich empirisch ist: Daß nämlich das Wetter immer seine Unberechenbarkeiten hat. Das war noch nie anders. Und daß wir uns in der Landwirtschaft deshalb damit befassen müssen, wie wir diese ein wenig besser abpuffern, damit wir nicht hungern müssen und die Bauern auch finanziell halbwegs gut durchkommen.

Nein, heute muß nichts mehr abgepuffert werden, muß über nichts mehr nachgedacht werden, solange noch Containerschiffe die Meere befahren können, wir bürokratisch stur unser Programm durchziehen, ohne rechts und links zu gucken. Das ist alles weit weit weg ...

Wetter war bitte schön noch nie berechenbar. Als großes, uns umgebendes Spektakel, von dem seit je die Menschen und alles Lebende abhingen, drückt sich in ihm das Wesen der Welt besonders augenfällig aus.  Die es als statischen Zustand gar nicht geben kann, sondern die immer das Zueinander unzähliger Faktoren ist. Denn was ist, ist nur, weil es sich auf etwas hin bewegt! Und es ist nur, SOLANGE es sich auf etwas hin bewegt. Die Welt ist also immer ein ungeheures, gigantisches Gewebe aus Bewegungszuständen, wo ein Ding ans andere stößt, und das muß auch so sein.

Nur sind wir schon völlig verwirrt, weil mit dem Begriff des "Klimas" als angeblich maßgeblichen Begriff ein buchstäbliches Nichts auch nichts begreiflicher machen kann. Denn ein statistisches Mittel als "Temperatur" gibt es nicht, und schon gar nicht kann es reale "Normalität" definieren. Normal ist Wetter in seinem ständigen Hin- und Herschwanken, von kalt zu warm, von warm zu kalt, und das in einer ungeheuren Gemengelage aus den unterschiedlichsten Erdzonen und Einflüssen aus dem Weltall. Samt den Schwankungen im Erdmagnetfeld, der Statik und Spannung der Erdhülle ...  

Weil ein Ding am anderen wieder und wieder zu sich selbst kommt, ohne je darin verharren zu können. Sodaß man in gewissen Grenzen das Wort des Heraklit durchaus dafür verwenden könnte: panta rhei - Alles fließt! Denn alles ist nur, weil und solange es fließt. Denn was die Dinge als Telos in sich tragen, ist das Entscheidende: Das Bild, auf das hin sie sind. Das ist Welt, das ist Ding. Das Gesamtbild kennt nur Gott, das Sein selbst, das das Wissen ist. Und nur er kann es auch verändern, lenken. Das nennt man Vorsehung. Und in dieser Vorsehung dürfen wir uns auch geborgen wissen! Denn die Liebe Gottes ist der einzige Beweggrund für alles, was es da gibt.**

Fast das einzige, was man zum Wetter also sagen kann ist, daß es im Grunde eine einzige Aneinanderreihung von Wechsel, Wandel, Plötzlichkeiten und Extremen ist. Oder, wie es jemand einmal ausdrückte: Das Gewöhnlichste am Wetter ist, daß es ungewöhnlich ist. Worüber würden die Menschen sonst seit je sprechen? Mal fallen diese Ungewöhnlichkeiten größer aus, mal weniger. Immer aber wird verlangt, daß wir uns auf etwas einstellen - und das liegt wohl im Sinn der Sache überhaupt.

Ja, man könnte sogar sagen: Darin drückt sich der Sinn der Welt überhaupt aus. Und der liegt in der Selbsttranszendenz. Das heißt, daß wir ständig aufgerufen sind, uns nach einer Sache zu richten, nicht in uns hocken zu bleiben. Denn das Wesen des Lebens ist Selbsttranszendenz, ist Bewegung und Bewegtheit. Erst darin wird alles zu sich selbst, denn Dasein ist nur präsent in jeweiliger Aktualität.

Nur im Groben ist alles irgendwie berechenbar, braucht aber grundsätzlich sensibles Hinhören, um über generationenlange, auch regionale Erfahrung das eine oder andere dieser Extreme abfedern zu können. Damit aber befassen wir uns nicht mehr, wir wollen ja das Klima retten. Das aber nur aus Wetter besteht. Der Gedanke an Wasserspeicher kommt uns nur noch, wenn wir an Energie denken, und niemand denkt mehr darüber nach, ob mit anderen Fruchtfolgen oder Anbaumethoden besser auf Extreme zu reagieren wäre. Und zwar ganz alleine, jeder. Stattdessen ist da sogar noch die EU, die sich um alles kümmert. Auch um die riesigen Flächen, die zentralistisch nach Zahlen zu Brachland bestimmt wurden, und nun auch kein Futter liefern.

Seit wann wäre "normales" Wetter jemals so gewesen, daß es nach errechneten Durchschnittswerten geglättet abläuft. Was immer die überhaupt aussagen; denn nach Durchschnittswerten fällt in Deutschland auch mit dem heurigen Sommer dazugerechnet die Temperatur langsam aber beständig seit über 40 Jahren.* (Und "Klima" ist nur Statistik, kein real vorzufindendes Einzelgeschehen.) Ach ja, es geht ja um die Landwirtschaft. Wirklich? Nicht nur um die Monokulturen industrieller Biospriterzeugung?

Warum spricht dennoch niemand davon, daß wir 2018 in unseren Landen mit extrem üppigen Obsternten zu tun haben?² Daß die Winzerschaft von einem außerordentlichen Jahr für Rote Weine spricht, wobei die Weinlese durch diesen Sommer um zwei Wochen früher als üblich ablaufen sollte. Auch das hat etwas mit Landwirtschaft zu tun. Im übrigen hatte der VdZ, als er Anfang Juli quer, wirklich quer durch Österreich und Deutschland (Bayern) fuhr, den Eindruck, daß zum einen die Getreideernte bestens ausfallen sollte, viele Felder bereits (früher?) abgeerntet wurden, und der Mais ganz hoch stand. Übrigens in Österreich offensichtlich um ein, zwei Wochen voraus war.

Was nützt es? Nichts. Die Julimitte samt Augustanfang sind trocken und heiß. Was nützt es uns da, daß heuer das Eis (zumindest im Volumen) an beiden Polen so rasch wächst wie seit vielen Jahren nicht mehr. Auf Grönland wuchs 2018 das Eis sogar mitten im Polarsommer. Was nützt es, daß in der Antarktis, wie erst jetzt bekannt wurde, seit zehn Jahren über 150mal Temperaturen UNTER 90 Grad Minus gemessen wurden, was es noch nie gab? Was hilft uns jetzt der extreme Winter, den wir erst vor wenigen Monaten in den Abschied gesungen haben, und der nun von einem sehr heißen und trockenen Juli und August gefolgt wird? Wobei manche "Experten" meinen, daß da Zusammenhänge bestünden. Mal ist es das rein statistisch ermittelbare Klima, mal das real erfahrbare Wetter, eh schon wissen, je nachdem, was gerade nützlicher ist.

Welches Wetter ist denn nicht extrem? Und welche Extreme sind nicht normal, weil die Menschheit seit je weiß, auch bei uns weiß, daß es normal ist, mit allen möglichen Extremen zu rechnen?   

Dem Hysteriker freilich, dem, der immer und ständig im momentanen Eindruck feststeckt und sich von ihm treiben läßt, dem ist nichts normal. Der rechnet bei jedem Jucken hoch, ob es stärker war als das vor fünf Minuten, und wie das nun in einer Stunde jucken wird.

Von Klimopheten können wir nichts Brauchbares lernen. Die doch noch vor zehn Jahren davon sprachen, daß es überhaupt keine Jahreszeiten geben werde. Und die uns heute erzählen, daß dieselben Jahreszeiten immer extremer werden. Daß es generell trockener wird, und dann wieder, daß alles im Wasser absäuft. Auf Aussagen je nach Bedarfsfall kann wirklich jeder verzichten, schade um die Milliarden, die durch Pseudowissenschaft so lächerlich und sinnlos verpulvert werden.

Die Faselei vom Klima hat nämlich etwas Schlimmes bewirkt: Alle haben aufgehört, mit dem Normalen zu rechnen, das ein Nie-Normales ist. So ist nämlich das Leben, ja so ist die Welt überhaupt - ein ständiges, pausenloses Reagieren aufs Nicht-Normale. Wir sind zu Hysterikern geworden, haben aufgehört damit zu rechnen, daß unsere alltägliche Lebenswelt einfach viel fragiler ist, als wir glauben wollen. Weil wir verblendet, in Schlaf versunken sind. Wir schauen deshalb nicht mehr auf das, was vor unserer Nase liegt. Wir blicken nur noch auf neblichte Blendhorizonte. Und auf unseren Kontostand. Und sehen gar nichts.



*Weltweit gesehen häuft sich ohnehin die Evidenz, daß wir eher mit einer nahenden Eiszeit zu rechnen haben, als mit einer Erwärmung. Wobei uns auch eine kleine Eiszeit, wie die zu Beginn der Neuzeit wenig helfen würde. Wie wir nämlich wissen, heißt auch so eine solche Abkühlung nicht, daß es keine heißen, trockenen Extremsommer gibt. Die gab es auch damals, und nicht zu knapp!

²So nebenbei: Blüte, Neuausschlag im Frühjahr hängt in seiner Kraft immer mit dem Maß zusammen, indem eine Pflanze tatsächlich dem Tod näher war. Simpel: War es im Winter besonders kalt, wird die Blüte gerne auch besonders üppig. Mit einem Frühjahr kombiniert, in dem sich Regen und Sonne ständig abwechselten, wobei der warme April, der auf den bitterkalten März folgte, kraftvoll "lockte", liefert das beste Aussichten auf eine reiche Blüte = Obsternte. Dazu kam die noch einmal bitterkalte Junimitte, die "Schafskälte", in diesem Gesamtablauf Garant für süße Früchte.

**Deshalb müssen und dürfen wir auch staunen, wie im Ganzen gesehen die Wetterbedingungen auf der Erde STABIL geblieben sind. Indem alle Dinge wackeln, umzukippen drohen, sterben, wird ihr Selbstsein aktuell - so könnte man Stabilität beschreiben.

Was immer man aus Eisbohrkernen NICHT herauslesen kann (hier hat sich längst große Ernüchterung eingestellt, man hatte viel mehr erwartet), man kann aus der Analyse der eingeschlossenen Luftbläschen genau das erkennen: Das Weltklima hat sich über die letzten 800.000 Jahre (?) gesehen AUSZERORDENTLICH STABIL verhalten. Die Temperaturen sind insgesamt um kaum 3 Kelvin (das entspricht 3 Grad Celsius) nach oben wie nach unten von der jeweiligen mittleren Zeitraum-Temperatur geschwankt.





*060818*

Antisemitismus-Vorwürfe als Maulkorb und Entwaffnung (2)

Teil 2)




Das alles ist nicht neu. Die jüdische Frage beschäftigt die Katholische Kirche seit je, und erst 1890 hat sie in "Civita Catholica" einen bis heute maßgeblichen Grundsatzartikel veröffentlicht. In dem gesagt wird, daß JEDES Land, das seinen Monarchen absetzt und sich gegen das göttliche Gesetz entscheidet, in die Hand der Juden fällt. Dennoch ist das nicht einmal ein anti-demokratisches Argument, denn die Juden waren überall und immer eine Minderheit. Das war also gar nicht ihr Weg. Ihr Weg war es, die Gesellschaften zu manipulieren - erst dann waren ihre Positionen durchsetzbar. Und das hieß die Mehrheitsgesellschaft betreffend immer (v. a. moralische) Subversion! Sodaß sie die einzigen waren, die noch organisiert und als Sozietät intakt blieben. 

Heute wird Amerika von drei Oligarchien geführt, und alle bestehen nur aus einer kleinen Minderheit der Bevölkerung. Juden (1%), CEOs (Vorsitzende von Konzernen und Großbetrieben; 1%, die "ganz Reichen"), und Homosexuelle (wieder 1%). Sie haben es geschafft, die "moralische Überlegenheit" auf ihre Schultern zu heften. Diese Minderheiten können heute die überwältigende Mehrheit darüber belehren, wie moralisch minderwertig und dumm sie ist. Aber die Menschen spüren, daß da etwas nicht stimmt.

Die Wahlkampagne von Donald Trump hat genau darauf abgezielt, und sein Erfolg war eine Reaktion auf diese Tatsache. Er hat damit gespielt, daß die Amerikaner zwei Parteien haben, die beide die Interessen der Oligarchen vertraten, aber niemand vertrat die Interessen der einfachen Leute, des Volkes! Das hat Trump nun behauptet.** Und wieder wurden sie getäuscht. Trump, der eine Politik des "America first" angekündigt hatte, betreibt nun eine Politik des "Israel first". Der Grund ist, meint Jones, einfach: Trump wurde von Anfang an heftigst bekämpft. Das hat dazu geführt, daß er umgedacht. hat. Er hat erkannt, daß die einzige Gruppe, die ihn retten kann, die Juden sind. Weil er in New York groß geworden ist, wo er ständig mit Juden zu tun hatte, meint er nämlich, daß er sie kontrollieren könne. Es kam aber genau umgekehrt. Wir werden nun erst recht von jenen Oligarchen kontrolliert, die wir bei der letzten Wahl gemeint hatten, aus Amt und Einfluß zu wählen. 

Wem gehören die amerikanischen Medien?
Und Trump bedient sich dabei der antidotischen Schichte, deren sich Obama bedient hatte, der mehr auf die liberalen Juden gesetzt hatte. Trump setzt auf die Hardliner, die Likudniks. Es geht also nur um die Frage, welche Juden man als bestimmenden Einfluß auf Amerika lieber hat - die Liberalen, oder die Fundamentalisten. Beide Gruppen haben eine etwas andere Gesamtstrategie, der Grundtatbestand bleibt aber gleich. Nur hat man eines gemeinsam: Das Problem beim Namen zu nennen. Denn dann wird man sofort zum Antisemiten erklärt. 

Die großen Medien sind dabei der Verlierer, auch wenn sie in der Hand der Oligarchen sind. Sie verlieren nach und nach und mittlerweile dramatisch an Glaubwürdigkeit. Dabei sieht Jones die Rolle der alternativen Internet-Medien mit Vorsicht. Denn wenn die Menschen nicht den Mut und die Kompetenz haben, damit richtig umzugehen, sind sie völlig wertlos. Nach wie vor verhalten sich aber alle, als wären die Mainstream-Medien diejenigen, die ihr Leben bestimmten. Weil es ihnen am Mut fehlt, die Dinge beim Namen zu nennen. Wie bei den "jewish taboos". Wer wagt es zu sagen: "Ihr habt Christus getötet, den Erlöser, den Sohn Gottes! Ihr tötet die Palästinenser! Ihr seid dafür verantwortlich!" 


Morgen Teil 3)




**Ein Vorgehen, das mittlerweile weltweit Schule macht: Die Zahl der Personen, die Wahlen damit gewinnen, daß sie so tun, als wären sie nicht der Partei zugehörig, aus der sie aber stammen, wächst zusehends. Kaum haben sie aber gewonnen, werfen sie der Wählerschaft zwar noch einige Zuckerstückchen vor, aber heimlich bestimmen immer noch die alten Parteimaxime ihr Handeln, und die wichtigsten Dinge passieren, ohne daß sie noch diskutiert werden. Österreich, Frankreich, Italien ... Neuerdings versucht es sogar Sarah Wagenknecht.







*300618*

Mittwoch, 15. August 2018

Antisemitismus-Vorwürfe als Maulkorb und Entwaffnung (1)

In diesem Interview (Video im Teil 5) geht E. Michael Jones der Frage nach, wie es sein konnte, daß die Katholische Kirche jeden, wirklich jeden Kulturkampf der letzten 50 Jahre verloren hat. Denn damals hatte die Kirche zweifellos noch gewaltigen Einfluß. Dennoch wich sie pausenlos zurück. Heute sind unsere Gesellschaften in praktisch allen entscheidenden Fragen nicht- oder noch mehr anti-katholisch geprägt. Wie kann das sein?

Eine der Erklärungen ist, daß sie damals begann, durch säkularisierte, laienhafte Vertreter nach außen zu treten. "Sexularised Activists" übernahmen ihre Repräsentation nach außen. Noch mehr waren "akademische" säkulare (weltliche, nicht klerikale) Aktivisten das Verhängnis, denn als Akademiker kann man nicht so spezifisch sein, wie es die katholische Position ist, in der Glaube und Wissen untrennbar ineinanderfließen. Dem aber stehen Gegner gegenüber, die diese Trennung nicht zu befolgen hatten, die beides immer wieder zusammenwarfen. Und hier kommt etwas ins Spiel, daß Jones mit "jewish taboo" bezeichnet. Denn die Gegner im Kulturkampf waren vor allem die Juden, das organisierte Judentum. Niemand innerhalb dieser Religionsgemeinschaft bestreitet, daß es die Juden waren, die Agenden wie "Homosexuellen-Ehe" etc. etc. vorangetrieben haben. An diesem Fall zeigt sich ganz deutlich der Doppelstandard, der sich etabliert hat. Denn wenn ein Jude das sagt - und das tun sie ohne jede Scheu - ist es wahr, sagt es aber ein Nicht-Jude gilt er als antisemitisch.

Damit stehen wir mitten in den Erklärungen über den von der Kirche verlorenen Kulturkampf. Wenn man den Feind nicht mehr identifizieren darf, dann muß man jede Schlacht verlieren. Das wurde im 2. Vatikanum defacto unterlaufen. In Nostra Aetate wurde die traditionelle katholische Sicht stillschweigend verworfen und hinfort untersagt, die Wirklichkeit zu benennen. Damit hat man alle Tore aufgerissen und die Hirten haben die Herde ausgeliefert, obwohl das Dokument diesen Schritt nicht wirklich vollzieht. Aber es wurde so gelesen.

Bei der Herausgabe dieses letzten Dokuments des 2. Vatikanums ist konkreter Einfluß verschiedener Personen evident. Jones nennt konkret den Jesuiten Malachi Martin, dem er in seinem Buch "The jewish revolutionary spirit" nachzuweisen vermag, daß er ein direkter Agent jüdischer Organisationen (American Jewish Committee und B'nai Brith) war. Tatsächlich waren alle seine Bücher von jüdischen Organisationen herausgegeben worden, und er lebte von deren Zuwendungen. Er hatte die Aufgabe, die katholische Lehre über die Juden zu ändern. Im Besonderen ging es darum, die Juden vom Vorwurf des Gottesmordes freizusprechen. 

Das ist natürlich eine gewaltige Aufgabe, denn das Neue Testament ist voll von Zeugnissen, daß die Erlösungsbotschaft Christi in direktem Konflikt mit dem Judentum steht. Petrus selbst geht nach Pfingsten nach Jerusalem und wirft den Juden vor, Christus getötet zu haben. Wenn wir aber wie heute die Juden für ihr antisoziales, ja menschenverachtendes Handeln nicht mehr verantwortlich machen, werden sie sich auch niemals ändern. Das sollte mit Nostra Aetate geschehen. Doch hält das Dokument nur fest, daß "nicht alle" Juden für den Tod von Jesus verantwortlich sind. Nun - das hat ja nie jemand behauptet. Auch die Gottesmutter Maria, die Apostel, die vielen Getauften etc. waren Juden. Der Apostel Paulus drückt es im 1. Thessalonicherbrief aus: Es geht um das Volk der Juden (denn getaufte Juden sind ja fortan Christen), das Christus ans Kreuz geschlagen hat. Dieses ist damit der Feind der gesamten Menschheit.

Dies ist als politischer Begriff zu sehen, nicht um buchstäblich "jeden als Juden Geborenen" und schon gar nicht also "rassisch". Es geht um die Mobilisierung von Menschen mit einem bestimmten politischen Zweck. Damals ging es um die Kreuzigung Christi, heute vollzieht sich das etwa in IPAC. Wo den Mitgliedern Angst eingejagt wird, sodaß sie dann als politische Waffe einsetzbar werden. Auch dieses Vorgehen ist prototypisch - immer schon haben die "großen" Juden die "kleinen" Juden als menschliches Schutzschild mißbraucht. 

Es braucht also einfach Mut, auch wenn man zum Antisemiten erklärt wird, meint E. Michael Jones. Man kann die Gegenwart nicht verstehen, wenn man das ausklammert.  Man kann den anti-russischen Affekt in den USA nicht verstehen, wenn man nicht um den Einfluß der neo-konservativen Juden weiß. Deren Vorfahren oft genug aus diesem geographischen (ehedem westrussischen) Raum in die USA auswanderten und die Erfahrung der Pogrome mitnahmen. Was heute passiert, ist die Frucht eines Generationen lang weitergegebenen Haßgefühls der Großeltern auf Rußland*. Das begann spätestens 2003 seine Auswirkungen auf die US-Außenpolitik zu nehmen, als die Neoconservatives die US-Politik unter Bush übernahmen und die USA in den Irakkrieg manövrierten. Ihre Macht kann man nicht überschätzen.

Man muß doch etwa einmal erklären wie es sein kann, daß russische Juden nach Palästina auswandern, den dortigen Bewohnern alles wegnehmen, und dann wie derzeit an der Grenze zu Gaza Israel dutzende Palästinenser kaltblütig durch Scharfschützen erschießen lassen, und dennoch von der Weltpresse wie ein "Opfer" behandelt zu werden. Und als wäre das nicht genug, kündigt zur selben Zeit Trump das Nuklearabkommen mit dem Iran. Wofür es nur einen Grund gibt: Drei reiche Juden Ethelson, Singer, Marcus) kontrollieren die Außenpolitik der USA. Und sämtliche Amerikaner sind in einer Situation, in der sie nicht einmal mehr das Wort "Jude" in den Mund nehmen dürfen. 


Morgen Teil 2)


*Wer den jetzigen Papst "verstehen" will, kann auf exakt dasselbe Motiv des anti-abendländischen, anti-europäischen Affekts zurückgreifen. J. M. Bergoglio ist bei seiner Großmutter aufgewachsen, die aus Italien auswandern "mußte", weil sie dort nicht zurechtkam. Und in Argentinien nach den Krisenjahren 1930ff. wieder in Armut endete.




*300618*

Vom Brett im Meer (4)

Teil 4)




Nun fand der VdZ eine Nachricht auf Russia Today, die fast beiläufig auf ihn wirkte. Nicht durch die Überschrift, die war "groß": China hat nun einen Plan beschlossen, eine Fläche von 1,5 Millionen km² in Tibet (diese Fläche ist dreimal die Fläche Spaniens) mit solchen geo-engineering-Eingriffen zu Regenzonen auf Knopfdruck zu machen. Denn in dieser tibetischen Ebene entspringen fast alle großen Flüsse und Ströme Südostasiens, vom Mekong also bis zum Huang Ho, dem Gelben Fluß. Das heißt, daß dort abgeregnetes Wasser über diese Flußsysteme in die Ebenen gelangt. Damit will man die Fruchtbarkeit und damit die Lebensmittelversorgung, aber auch die Energieerzeugung an Flußkraftwerken steuern.

Dazu werden angeblich bis zu 50.000 kleinere Verbrennungseinheiten errichtet, die über diese Verbrennungsvorgänge (was verbrannt wird, wird nicht erwähnt) und die aufsteigende Luft auch Silberjodid in jene Luftschichten tragen, wo Regen entstehen kann. Angeblich hat man solche Vorgehensweisen bereits seit langem erprobt, und es würde "wie auf Knopfdruck" funktionieren. Ferner wird in dem Bericht erwähnt, daß China solche Eingriffe schon seit längerem über Großstädten anwendet, um dort, wenn der Smog zu groß wird, über den Regen die Luft wieder zu reinigen. 

Was an diesem Eingriff, der beschlossene Sache zu sein scheint, denn der Artikel spricht davon, daß das Projekt bis 2020 abgeschlossen und verwirklicht sein soll, so erschreckt nicht, daß man nun nicht mehr länger fackelt und es verwirklicht. Daß ein atheistisches Land wie China die Welt generell als Maschine, als bloß technisch-lineares Gefüge begreift, verwundet ja nicht weiter. Das ist ja das Wesen des Materialismus. Wo auch der Mensch keine absolute Würde hat, zu der Freiheit gehört, weil sich solche Würde nur in einer Gott-Ebenbildlichkeit des Menschen verankern läßt. Kein Gott - kein Mensch, auf diese einfache Formel könnte man es bringen. Der Mensch wird ebenfalls zur Dispositionsmasse, zum "naja, nun ist er halt mal da". 

Daß das in China in solchem Umfang verwirklicht ist, verwundert ebenfalls nicht. Denn der Konfuzianismus, der Land und Leute über Jahrtausende geprägt hat, ist ebenfalls ein per se atheistisches, auf jeden Fall rein pragmatisches System, wie Gesellschaft "funktioniert". Mit ein paar hübschen Einsprengseln, die als Relikte früherer Religiosität gesehen werden können (auch gewisse Religiosität gehört zum pragmatischen Ansatz des Konfuzianismus), und die ihn fast als "sehr humanes System" erscheinen lassen könnten. Wer würde nicht die Vorfahren und Eltern zu ehren als ziemlich weise bezeichnen?

Was an diesem Projekt aber erschreckt - neuerlich erschreckt, denn chinesische Projekte haben oft eine unfaßliche Dimension, man denke nur an den Dreischluchten-Staudamm am Yangtse, der eine Landschaft von der Fläche halb Europas ratzeputz eingespannt hat  - ist das auch aus der früheren Sowjetunion bekannte Gigantomanismus. Es ist die Größe des Projekts. 

Klar, selbst kleinere Projekte sind Unsinn. Sie sind Unsinn, weil die Folgen solcher Linearisierung von Teilen eines Großen - eines Brettes im Atlantik - nie absehbar sind. Das können sie gar nicht. Und genau so ist die wirkliche Größe selbst absehbar. Ausgebrachte Chemiewolken sind nicht einfach beschränkbar, sie können sich weit weit ausbreiten, Wetter in diesen Höhen rasch umschlagen, und alles Planen zunichte machen. Neben noch ganz anderen Einwänden, über die wir uns hier aber nicht auslassen wollen - sie sind nämlich auch Merkmal von Atheismus, aber das ist ein nächstes Thema.

Aber was China mit einem solchen Projekt auslösen wird, ist nicht absehbar. Es hat immerhin eine Größe, daß man nicht einmal abschätzen kann, wie weit die Wirkung reichen wird. Daß sie halb Asien umfaßt steht einmal schon fest. Wie weit das noch darüber hinaus reichen wird ist aber nicht wißbar. Auf jeden Fall scheint es groß genug zu sein, daß es über die angrenzenden Ganzheiten und Zonen bis weit nach Innerasien, und im Osten bis weit in den Pazifik hinein wirken wird. Und das kann einem denn doch Angst machen: Wie wird das Klima darauf reagieren, wenn ihm ein so großer Teil seiner Energie (die immer in Trägern, in Bewegung liegt) quasi entrissen und "zum Brett gemacht" wird? Darf man solche riesigen Projekte wirklich wagen angesichts eines Systems, das man nach wie vor nicht kennt, nicht versteht, und auch nie in rationalistischem Sinn verstehen wird? Ist das nicht ein neuer Turmbau zu Babel, der auf einem riesigen Block des Irrationalen sitzt?

Das alles ist also groß, und auch groß berichtet. Was mehr erschreckt, ist die beiläufige Information, daß wir nicht mehr länger darüber diskutieren müssen, OB geo-engineering stattfinden wird. Daß auch von allen möglichen Wichtigen nicht mehr so getan werden muß, als würde darüber "diskutiert". Sondern daß uns nun klar sein muß, DASZ es bereits längst stattfindet. Und zwar schon seit längerem. Eigenmächtig. Nur hat niemand darüber geredet.
Was aber endgültig Angst macht ist, daß diese Linearität, dieser Atheismus, der solchen Projekten zugrundeliegt, der ihnen wesentlich ist, in seiner Gesamtausrichtung zwangsläufig (!) fehlschlagen muß. Es mag sein, daß man fallweise Wasserprobleme behebt. Es ist aber sicher, daß man damit Wirkungen auslöst, die uns noch staunen lassen werden. Da können dann die fördergeldgeblähten Gurkenbäuche kräftig in der Schlagsahne ihrer Lügen fummeln, um neue Theorien über Klimawandel hervorzuzaubern. Wer in solche Dimensionen greift, wer solche Bretter ins Meer wirft, wer sich mit solchen komplexen Ganzheiten anlegt, der kann davon ausgehen, daß ein Tsunami losbricht, um dieses Brett zu brechen.





*250618*

Dienstag, 14. August 2018

Noch etwas zu Armin Wolf und dem ORF

Loriot, Victor von Bülow, sagt in diesem Interview alles, was es zu öffentlich-rechtlichen Anstalten und dem ORF heute überhaupt zu sagen gibt. Genauso ist es. Schluß. Das Problem hört nämlich nicht dort auf, wo irgendjemand "glaubt", seine Sicht wäre "objektiv". Das Problem ist, daß heute geglaubt wird, es hätte Wert, wenn egal wer seine Meinung als "objektiv" verkauft, weil er nicht begreift, daß er in Wirklichkeit ideologisch verblendet ist. Und daß die Verantwortlichen glauben, es ginge sowieso nicht anders.

Wenn jemand glaubt, das ginge nicht - Objektivität -, wenn jemand gar glaubt, die gäbe es gar nicht, dann sollte er den Mut haben, einen anderen Beruf zu wählen. Oder Parteipropagandist zu werden.







*260618*

Vom Brett im Meer (3)

Teil 3)




Menschliche Eingriffe in die Welt sind an und für sich in zwei Kategorien zu teilen. Die eine Kategorie ist die, Ganzem nur Ganzes gegenüberzustellen. Das heißt nicht linear einzugreifen, sondern mit allen Sinnen auf Ganzheiten zu hören, zu sehen, zu achten, und kein Ding gegen sein Wesen zu behandeln. Weder das Teil, das wir herstellen oder in Händen halten, noch das Ding, dem wir dieses Teil als Ganzheit dann zu- oder einfügen. 

Aber wir kommen auch nicht aus, ohne daß wir lineare Dinge verwenden. Maschinen. Technik. Dann aber sollten wir wenigstens darauf hören, ja müssen wir darauf hören, daß wir den Eingriff in die Ganzheit nur beschränkt vornehmen. Etwa wie die Müller früherer Zeiten, die nur dann das Wasser auf das Rad ihrer Mühle gelenkt haben, wenn Getreide angeliefert wurde. Die übrige Zeit stand die Mühle still. Das wurde bei uns so gehandhabt, das wurde bei den Griechen und ihren Windmühlen so gehandhabt.  Die Griechen sind deshalb erwähnt, weil ihnen noch voll bewußt war, daß menschliche Technik nur sehr begrenzte Zeit benutzt werden darf. Zu groß sind sonst ihre Veränderungen vor allem auf den Menschen, der sie bedient. Sie rauben ihm die ... Ganzheit, siehe oben. Denn der Bediener einer Maschine wird von dieser Linearität geformt. Wieder ein Beispiel: Ein Programmierer wird über kurz oder lang auch privat nur noch in "ja/nein"-Logik denken. Der Lehrer wird über kurz oder lang jedem gegenüber "belehrend" sein. 

Das muß alles auch so sein, denn so erfüllt sich ja letztlich der Sinn der Welt. Die ein unendlich komplexes Gefüge ist, das sich in sich erhält, weil alles aufeinander transzendiert (also sich in sein Tun am anderen hingibt), und so vom Tun, damit vom und am anderen geformt wird. Das funktioniert nur deshalb nicht, wie es sollte, wie es also angelegt war und nach wie vor ist, weil der Mensch dazu neigt, "linear" zu sein. Das heißt, sich nicht aus der Ideenwelt zu nähren, sondern aus seinen eigenen Ideen. (Das ist auf eine andere Weise das, was wir mit Ursünde, mit Erbschuld bezeichnen.)

***

Das Klima der Erde - ein reines Abstraktum aus zahllosen Wetterzuständen - ist als Gedankending ein extrem komplexes System. Es ist nicht-linear, und es ist ein System aus unendlichen Wechselwirkungen. Deshalb gibt jeder seriöse Klimaforscher zu, daß es unvorhersagbar ist. Es ist zwar nichts unlogisch, was an Teilvorgängen, an Wetter passiert, aber es ist im Ganzen nicht vorhersagbar. Das kann schon prinzipiell überhaupt nicht sein. Es ist außerdem gigantisch groß und steht noch dazu mit kosmischen Prozessen in Korrespondenz. Zum Beispiel durch kosmische Einstrahlung, durch die Sonne, wir kennen bei weitem nicht alle Faktoren. 


***

Das Geo-Engineering genannte Vorgehen geht davon aus, Teilbereiche zu linearisieren. Es sagt, daß wir in der Lage sind, zum Beispiel die Bildung von Regenwolken so weit zu verstehen, daß wir in der Lage sind, durch Ausbringung bestimmter Chemikalien oder Partikel in die Atmosphäre jene Tröpfchenbildung bewirken zu können, die dann als Regen zur Erde fällt. Hierum geht es, wenn von "Chemtrails" die Rede ist. So verwegen manche Annahmen auch sein mögen, so ist es nicht nur nicht auszuschließen, sondern man hat damit längst experimentiert. Ist aber aufgrund der ausgelösten Folgen (England in den 1950er Jahren, wo es durch "Regenmacherei" von Flugzeugen aus in dieser Mündungslandschaft eines Flusses zu dreitägigem Starkregen nur dort mit der Folge einer gewaltigen Überschwemmung mit Toten kam).

Morgen Teil 4)






*260618*

Montag, 13. August 2018

Vom Brett im Meer (2)

Teil 2)




Aus dieser Analogie wird nun vielleicht verständlicher, was "Rationalismus" bedeutet. Er ist die Linearisierung von Geist, der wiederum ein komplexes System ist, das horizontal wie vertikal durch alle Ebenen durch in der Welt steht. Rationalismus ist also eine "Linearisierung" des Denkens. 

Nun hat jede Linearisierung - wir erinnern uns: diese steht der umschließenden Ganzheit immer "feindlich" gegenüber, sie fügt sich nicht in das Wesen eines Ganzen, sondern steht damit in Konflikt - eine Ähnlichkeit zu einer "Teillähmung". Man zwingt einen Teil aus einem Ganzen zur Erfüllung bestimmter Aufgaben, zu bestimmtem Nutzen. 

Das hat speziell beim Denken auch seine Auswirkungen. Der VdZ ist seit je recht sicher, daß zum Beispiel Erkrankungen des Neuronalsystems, im speziellen des Gehirns - allen voran Alzheimer, aber vermutlich auch Parkinson - daraus folgen. Den Nerven(enden) wird ihre Komplexität streitig gemacht, und ihre Eiweiße verklumpen zum Beispiel, wie bei Alzheimer. Den Veränderungsvorgang bei Parkinson kennt der VdZ zu wenig, er dürfte aber eher mit gestörten Hormonausschüttungen zu tun haben, namentlich Dopaminen, deren Ursache aber sinngemäß ähnlich liegen wie in der "Linearität" zu beschreiben versucht wurde. 

***

Das Wesen aller Dinge ist nunmehr, zwischen zwei Ebenen vor allem hin- und herzupendeln. Das Wesen aller Dinge (wirklich aller) ist, die "Ideen" hereinzuholen, von denen sie getragen werden und aus denen sie ihre eigentliche Daseinskraft beziehen (das Seiende braucht Anteil am Sein), und dann "inkarniert", also als Welt und Weltding (erst dann ist etwas) mit der Umwelt zu kommunizieren, wechselzuwirken. Dazu muß es in seinem anderen Pendelausschlag (hier das "Hineinverschwinden" in die Idee, dort das Selbstsein als Welt in der Welt als konkretes Ding) völlig selbst sein, das heißt, sich ganz transzendieren. Also ganz auf die Aufgabe hingelenkt sein, sodaß sich sein Wesen dann immanent, gewissermaßen "automatisch" im Dingsein verwirklicht, "zeigt".

Dieser Pendelprozeß (den im übrigen mehrere Symbole sehr richtig darstellen, darunter sogar das Yin-Yang, auch das ein Symbol der Weltmatrix, des grundlegendsten Archetyps aus dem Sein selbst, das quer durch alle Ebenen reicht und in allen Dingen Grund legt, als aktive Kraft der Liebe des Seins selbst) darf nun nicht einfach "zeitlich" vorgestellt werden, sondern er geschieht "außerhalb der Zeit", also gewissermaßen als Permanentzustand. (Zeitlosigkeit ist unserem Denken an sich nicht vorstellbar, weil Vorstellung sich nur der Dinge in der Zeit bedienen kann.)

***

Vertikal durch alle Ebenen des Seienden, der Welt hindurch, von der untersten materiellen Manifestation, hinauf in das Wissen Gottes, auf jeder Ebene aber auch durch Hineinsterben in alle Dinge dieser Ebene, die das Selbstsein dadurch erwirken, indem alles - hinauf und hinunter, von links nach rechts, alles! - stirbt: Und aus dem Tod neu aus der Kraft des Geistes zu Welt und Dinghaftigkeit ersteht.


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Die Reaktion der Umwelt der Ganzen (Planke - Meeresbucht - Mittelmeer - Meer an sich) bemißt seine Energie, also seine "Bewegung gegen" (weil alles als Ding bleiben will, ja bleiben soll, so ist sein Wesen, wobei man sich hier Wille nur als "Gerichtetheit aus dem Wesenssinn - als auf-zu also - heraus" vorstellen darf) nach dem Maß des Begegnenden. Das heißt, daß eine Planke in den Atlantik bei Bordeaux geworfen so gut wie keine Auswirkungen hat, die über seinen Umkreis von sagen wir zwei Metern hinausreichen. Anders wäre es, würden wir den gesamten Atlantik von Bordeaux bis New York mit Holzplanken bedecken. Dann würden wir mit einer Wucht des Meeres konfrontiert, die wir uns vielleicht vorstellen können.

Morgen Teil 3)






*260618*

Da können wir uns schon mal daran gewöhnen

Nun wurde ein 37jähriger Lehrer wegen zu offensiver "Sex-Experimente" mit 11- und 12jährigen Schülerinnen zu fünf Jahren Suspendierung verurteilt. Der Mann hatte den Unterricht in "Sexualkunde" (wir wissen, Aufklärung zu voller Sexualität tut unseren Kindern not) dazu benutzt, sich von den Schülerinnen Sexdienste leisten zu lassen. Angeblich hat er die eine oder andere auch dazu erpreßt. Da wurde der Druck wohl dann zu hoch.

Herrschaften, das ist nur ein erstes Auftauchen der Spitze eines Eisbergs, der uns angesichts eines staatlich verordneten Mißbrauchs - man nennt es "Sexualkunde", als Schulprogramm auch noch fächerübergreifend - noch aus allen Socken hauen wird. Denn diese Dinge kumulieren sich. Bei allen, die damit befaßt sind. Anderes anzunehmen (ach, wie sittlich reif sind wir denn doch! und natürlich muß da eine Grenze ... blablabla ...) ist nichts als das Geplappere von Utopisten, die vom Menschen keine Ahnung haben. Und das muß man der heutigen Pädagogik prinzipiell attestieren. Einzelfälle von Lehrern, die noch halbwegs bei Verstand sind, und mehr als Einzelfälle sind es nicht, ausgenommen.

Wir haben es so gewollt, die Politik hat es so gewollt, die Pädagogik hat dazu sowieso nichts auch nur annähernd Relevantes mehr zu sagen. Dann mische man das Ganze mit einigen perversen Verantwortlichen - und zack, der kollektive Mißbrauch als Gesellschaftshaltung steht auf Schiene. Schnallen wir uns also an. Wenn wir mehr und mehr mit den Folgen einer Allianz einer völlig verblödeten Gesellschaft mit einer strunzdummen, verbrecherischen Politik konfrontiert werden. Das hat noch nicht einmal angefangen.






*250618*

Sonntag, 12. August 2018

Vom Brett im Meer (1)

Nehmen wir einmal an, jemand wirft eine Holzplanke - ein Brett, Fichte, 0,30 mal 8 Meter, 3 cm dick - in einen See. Oder ins Meer. Diese Planke ist dem Meer ein Fremdkörper. Sie wird immer als Ganzes dem Meer gegenüberstehen, und sich nie in das Wesen des Meeres, das ein hochkomplexes Fließen und Aufeinanderwirken ist, das im Grunde gar keine Grenze kennt, auch nicht die von Molekülen (die ja selbst wiederum aus anderen Zuständlichkeiten gesteuert sind), integrieren wird. Wenn es auch das Meer versuchen wird, es wird auf Dauer die Holzplanke zersetzen, eine gewisse Interaktion findet also statt. Immer, und das sind die "Randbereiche" von Dingen. 

Jedes Ding ist ein Ganzes. Dazu muß man sich von der Vorstellung von Dingen in gewisser Hinsicht lösen, denn es gibt unendlich viele Dinge, horizontal und vertikal, also innerhalb seiner Art wie auch über alle Arten durchgreifend. Jedes Ding ist aber an seinen Rändern "weich", also fließend. Dort, wo es mit seiner Umgebung, also mit anderen Dingen, allesamt hochkomplex, interagiert. Das heißt, daß also jedes Ding einen gewissen Toleranzspielraum hat, bis zu dem es noch es selbst bleibt. Wird der überschritten, stehen sich die Dinge als Ganzes gegenüber, und die stärkere Dingheit wird die schwächere überwältigen. Zerfallsprozesse zum Beispiel schreiten nicht einfach linear voran, sie verlaufen progressiv, sogar sprungprogressiv. Ist die Holzplanke einmal völlig mit Wasser durchtränkt, verläuft der Verfallsprozeß mit einem Mal schneller. Sind die Fasern selbst aufgeweicht, werden auch sie sich rasch zersetzen (Entropie.)

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Deshalb verhalten sich die Dinge der Welt zueinander nur als Ganzheiten. Jeweils eine Dingheit steht einer anderen gegenüber. Wie auch immer - es ist immer eine Dingheit, auch wenn die Ebene, auf der sie steht (Holzfaser - Planke - Baum - Wald; daran sieht man auch, was gemeint ist mit "horizontal und vertikal": beide sind nie trennbar, und beide Durchformungsrichtungen berühren jeweils andere Dingheiten) sich verändert - bleibt egal welches Ding ein Ganzes, und bleibt systemtheoretisch komplex. 

Was bedeutet "komplex"? Es besteht aus zahllosen kleineren Dingheiten, die alle in Wechselwirkungen stehen. Jedes Ding wirkt auf das andere, zumindest auf das angrenzende, aber auch auf das Ganze. Komplexe Systeme sind nun zwar nicht unlogisch, sie stehen also immer in Ursache-Wirkungsbeziehungen, aber es ist nicht vorhersagbar, wann und wie die Dingheit als Ganzes reagiert.
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Nun sind die Dinge der Welt nicht einfach materielle Aktions-Reaktionsklötze. Die Welt und die Dinge sind nicht "materialistisch-reduziert", sie sind nicht mechanistisch, eine Summe von physikalischen Formeln. Sie sind als Ganzes jeder physikalischen, einfachen Formel unendlich überlegen. Diese Formeln ("Mechanik") funktionieren nur, wenn man einen Teil eines Ganzen nimmt, aus seinem Gefüge herausnimmt, und gewissermaßen in einen kontrollierten, abgeschlossenen Raum stellt. Dort kann dann diese "Maschine" - zu der dieser Teil dann geworden ist - ganz bestimmte Zwecke, Nutzen erfüllen. Nur unter solchen kontrollierten Bedingungen kann eine Maschine funktionieren. Einfaches Beispiel: Eine Dreschmaschine muß unters Dach einer abgeschotteten Scheune, denn im Freien wird sie bald kaputt sein. Eine extrem feinmechanische Labormaschine muß sogar unter staubfreien Bedingungen abgeschottet werden, sonst würde sie gar nicht funktionieren, jedes Haar der Labormitarbeiter würde sie unbrauchbar machen, weshalb diese Hauben und Handschuhe und Ganzkörperanzüge aus Plastik tragen.

Mit dieser Maschine haben wir nun der Ganzheit einen Teil entnommen, so könnte man es formulieren. Wir haben das komplexe System verlassen - Sonderbedingungen siehe oben - und damit einen Teil der Welt "linearisiert". Das geht. Unsere Technik ist zu allergrößten Teilen eine solche Linearisierung von Weltteilen, wenn das auch nie ganz stattfinden kann.


Morgen Teil 2)





*260618*

Keine Panik auf der Titanic

Wie hysterisch alles schon geworden ist, zeigt das Beispiel der Bienen. 2017 überboten sich die Meldungen, daß es den Bienen nun an den Kragen gehe. Über den Winter 2016/17 starben 23 Prozent der Bienenvölker, und wenn es so weitergehe, würde eine ökologische Katastrophe drohen. Niemand hat freilich gesagt, daß es im Winter davor, also 2015/16 nur Ausfälle von 8 Prozent gab. Vermutlich hat man daraus sogar eine "Steigerung" abgeleitet und mit dem drohenden Zusatz "wenn das so weitergeht" gleich interpretiert. Das ist das Klima, sagten die einen. Das ist das Glyphosat, die anderen. In jedem Fall gibt es Böse "da draußen". Hauptsache vor allem, daß es Panik gibt.

Nun stellt sich heraus, daß es im letzten Winter, also 2017/18, trotz der großen Kälte wieder nur 12 Prozent Ausfälle in Österreich gab. Das schwankt also, ganz offensichtlich, und niemand weiß so recht, warum. Aber man erhebt das ja auch noch nicht lang, bislang war alles also sowieso nur "subjektive Einschätzung". Also wird man überhaupt erst in etlichen Jahren irgendetwas dazu aussagen können. Vielleicht.

Irgendwann, geneigter Leser, werden wir aufwachen. Wir werden uns den vielen Sand aus den Augen reiben und uns fühlen, als hätten wir ein Jahrhundert lang geschlafen. Irgendwann. Dann werden wir in den Betten sitzen und uns gegenseitig anschauen. Und uns verwundert fragen, was da los war mit uns. Denn es hat sich ja überhaupt nichts geändert mit der Welt! Nichts! 

Doch, einiges schon. Leider. Aber das was sich geändert hat, und nichts davon zum Guten, haben wir selbst geändert. Weil wir wie im Wahn dachten, alles da draußen habe sich verändert. Die Frage bleibt nur noch, wen wir dann für diese Wahrnehmungstrübung verantwortlich machen. Vorschläge werden schon jetzt entgegengenommen.





*250618*

Samstag, 11. August 2018

Eine neue Form - Der räuberische Kapitalismus (2)

Teil 2)



Perkins betont, daß er kein Verschwörungstheoretiker ist. Er glaubt also nicht an eine alles überspannende Verschwörung, die alles bestimmt. Denn diese Vorgänge gibt es real. Wovon er berichtet sind ganz reale Verschwörungsfakten, an denen er selbst beteiligt war. Mittlerweile gibt der CIA auf seiner Homepage zu, daß er 1953 an der Beseitigung von Mossadegh im Iran, von Allende in Chile, von den Präsidenten von Guatemala, Vietnam, Kongo usw. beteiligt war. Pinochet in Chile, der nach Allende ins Amt kam, der stets das Projekt "Condor" lobte, der Zehntausende ermorden ließ, wurde von Kissinger dafür offiziell als "großer Verteidiger des Kapitalismus" gepriesen.

Es geht zu weit, meint der ehemalige Hitman, wenn ein nationaler Sicherheitsdienst meint er habe das Recht, Regierungen anderer Staaten zu beseitigen, weil ihm deren Politik nicht paßt. Das hat mit dem Kapitalismus, der uns so viele Wohltaten verschafft hat, nichts zu tun, es ist eine neue Form von Kapitalismus: Ein räuberischer Kapitalismus. Der ein Feind des wirklichen, des "guten" Kapitalismus ist. Er, Perkins, ist immer von einem Kapitalismus ausgegangen, wie er ihn in der Schule gelernt habe. Wo eine Unternehmensleitung zwar dafür sorge, daß das Unternehmen angemessene Gewinne mache, wo es sich aber auch in sozialer Verantwortung sehe. Für seine Mitarbeiter durch angemessene Löhne und Sozialversicherung, aber auch für den Staat, und zwar durch Steuern. Unternehmen, die auch regional Verantwortung zeigten, die Schulen oder Erholungsangebote unterstützten. Wo also die Firmenleitung sich bemüht, dem Gemeinwohl als Ganzem zu dienen.

Das änderte sich schlagartig 1976 mit Milton Friedman. Ab da war der einzige gültige Leitsatz der, daß es für ein Unternehmen nur eine Aufgabe gebe: Die Profite zu maximieren. Die sozialen Folgen gehen es nichts mehr an. Das ist die Wurzel so vieler Übel, wie wir sie seither erleben.

Perkins erwähnt da auch den Klimawandel. Naja, wollen wir ihm seinen Wissenstand nachsehen, der ihn schließlich zu mancher Schwärmerei angesichts der "übermächtigen Aufgabe" treibt. Wenn er Gegenkonzepte erträumt, und dabei etwa vom Gründungsgedanken der USA erzählt. Wo auch alle gedacht hatten, daß die britische Armee unüberwindlich sei. Das war aber nur der Fall, solange man nach den Regeln der Briten gekämpft hatte. Das sei auch für heute das Konzept: Ändert die Regeln! Kämpft auf andere Art als Eure Gegner, laßt Euch nicht von seinen Regeln unterjochen.

Und so ruft er zu einem neuen Wirtschaftssystem auf, in dem in einer neuen Kooperation von Bürger und Unternehmen neue Arten von Wirtschaftsweisen entstehen. Betriebe, die die Umwelt sanieren, Verschmutzung entfernen, usw. So nebenbei: Wovon dann alle leben sollen, denn das sind alles unproduktive Bereiche, wollen wir lieber nicht fragen. Was alle diese Bewegungen nämlich vergessen, ist, daß es sie nur gibt, weil genau das besteht, was sie zerstören wollen.

Aber gut. Bleibt Perkins Fazit, in dem er sagt, daß die Konzerne die Belange auf der ganzen Welt in ihren Händen haben. Wir sollten nicht vergessen, meint er, daß diese Unternehmen UNS brauchen. Als Mitarbeiter, als Kunden, als Steuerzahler. "We have the power!" Und noch weiter: Wir hätten heute so viel Macht wie noch nie. Man lernt offenbar nie aus.

***

So endet der anfangs noch interessante Bericht in seinem letzten Drittel tragisch. In einer Traumtänzerei, die wir nicht mehr weiter kommentieren wollen. Solche Versuche, im Namen irgendwelcher Utopien zu euphorisieren, sind ja für viele TED-Episoden typisch. Manche halten das für besonders edel. Man könnte auch ganz anders darüber denken. In jedem Fall illustriert sich etwas: Daß es um "Orte" geht, die wir betreten und betreten wollen. Um Strukturen also, um Archetypen. Womit diese dann inhaltlich gefüllt sind, ist oft regelrecht gleichgültig. Und in diese Orte - "Gutheit", nennen wir es mal so - kann man sich auch in einer Art Solipsismus, einer psychogenen Selbsttäuschung als Gefühlssimulation, als Theater vor uns selbst also, hinein imaginieren.

Das zeigt immerhin, wie irreal wir bereits geworden sind. Und wie tragisch. Denn wir sind ja tatsächlich nicht mehr in der Lage, uns eine realistische, wahrheitsgemäße Zukunft auszumalen. Ein Ziel zu fassen, das tatsächlich Sinn hat. Stattdessen verlieren wir uns zunehmend und überall in haltlosen Utopien und rennen allen möglichen Fähnchen nach, die uns ins Nirgendwo führen aber "gut klingen". Sinn aber braucht Wahrheit, Sinn braucht die Fähigkeit, durch alles hindurch das als solches unsichtbare Wirkliche zu erkennen, auf das hin wir dann alles ausrichten, und auf das ausgerichtet es dann auch Sinn hat, weil es Vernunft bedeutet.

Mehr als solche Abschließung vom Wirklichen aber können sich die wahren Innehaber von Macht gar nicht wünschen. An deren Stelle würde sogar der VdZ diese utopischen Bewegungen noch unterstützen. Sie mit "richtigen Fragmenten" füttern. Würde sogar die Erbsen, die drücken aufgreifen, lautstark ins schiefe Eck schieben, gar an den Galgen hängen. Würde ihnen auch gleich noch Schein-Medien geben, wie das Internet, wie Facebook, wie Blog-Seiten, sodaß sie glauben, sie hätten etwas zu sagen. Dann erkennt man nicht nur die (wenigen) wirklich Gefährlichen, sondern dann sind sie allesamt kaltgestellt, und ihre Lebensenergie ist vergeudet.









*240618*

Happy Anniversary Day, Klimawahn!

Es ist genau 30 Jahre her, als mit einer Anhörung vor dem US-Kongress der Klimawahn seinen definitiven Ausgangspunkt in den USA nahm. Der Klimaforscher James E. Hansen hatte mitten in einer der schlimmsten, je aufgezeichneten Hitze- und Trockenperioden, die die USA von West nach Ost flächendeckend - ein seltenes Ereignis überhaupt - im Juni dieses Jahres erlebte, in der Nacht vor seinem Auftritt vor den Abgeordneten am 23. Juni 1988, die Klimaanlage sabotiert. Er war abends in das Anhöerungszimmer gegangen und hatte die Fenstrer aufgerissen, die nun die Nacht über offenstanden. Daraufhin hat sich die air condition ausgeschaltet.

Bei 90 Grad Fahrenheit (rund 32 Grad Celsius) saßen die gewählten Volksvertreter am nächsten Tag in ihrem Schweiß. Die Klimaanlage lief nicht mehr, die Hitze der Fernsehkameras kam dazu. Es war perfekt. Das alles aber sei, erklärte Hansen, bereits die Folge einer Klimaerwärmung, die sich in den nächsten Jahrzehnten als Weltdesaster manifestieren werde. 

Es gab so eine Welle der Hitze und Trockenheit in den gesamten USA - selbst der Mississippi war auf ein dünnes Rinnsal geschrumpft - seither nie wieder. Sie dauerte einige Wochen. Es war ein einmaliges Ereignis, eine Laune des unvorhersagbaren Klimasystems eben.  Genau so zufällig waren die Vorhersagen, die Hansen als "völlig sicher" vorstellte. Vergessen war, daß noch zehn Jahre davor eine neue Eiszeit als "wissenschaftlich völlig sicher" vorhergesagt worden war.

Rasch sprangen jede Menge Wichtigtuer und Berühmtheiten auf den Zug auf. Wissenschaftler boten sich angesichts der sich allmählich öffnenden Fördertöpfe, die die kommende Katastrophe erforschen helfen sollten, eilfertig an, Studien anzufertigen, die jede Menge "Folgen" ergaben.

Mit einem Grundzug, den man als Metapher sehen muß: Waren die Biester häßlich und unangenehm oder gar ekelig, wurden sie immer mehr. Waren sie lieb und streichelweich, starben sie aus, formuliert es Briggs.

Doch das Wetter machte allen einen Strich durch die Rechnung. Es hielt sich nicht an die Vorhersagen. Mal sollte es keine Niedershcläge mehr geben, da ging alles in Überschwemmungen unter. Also änderte  man die Vorhersage auf "viel zu viele Niederschläge." Dann wieder sollte es keine Winter mehr geben. Seither schlägt ein Rekordwinter den nächsten. Also gibt es als sichere Vorhersage nun strengere Winter. Die Beispiele sind fast endlos und amüsant vielseitig, wenn es um die "wissenschaftlich abgesicherten" Folgen der Klimaerwärmung geht.

Was ist wirklich passiert?

Die Temperaturen in den USA sind seit 30 Jahren ungemein stabil, ja eigentlich fallen sie sogar, wenn man die Wärmeinseleffekte herausrechnet, die viele Temperaturmeßstationen im Fortschreiten des Wachstums urbaner Siedlungsgebiete korrumpieren. (Nur knapp 8 % der US-Temperaturmeßstellen können als von Wärmeinseleffekten frei bezeichnet werden.) Der Meeresspiegel stieg nicht schneller, als man es ohnehin kennt, oder behauptet. Denn ob er überhaupt steigt, wieweit überhaupt ein "Meeresspiegelanstieg" in globalem Ausmaß festzustellen ist, ist eine eigene Diskussion.

Die Extremwetter haben nicht nur nicht zu, sie haben seither abgenommen. Die Meere sind nicht versauert, weil die Chemie des Meerwassers viel komplexer ist, als man dachte. Die Korallen sterben in Massen und erblühen wieder neu, wie sie es immer gemacht haben. Keine Insel ist wegen des Meeresspiegels versunken (höchstens wegen menschlichen Unsinns), fast alle Südseeatolle sind sogar gewachsen. Insgesamt nimmt die Landfläche zu, nicht ab. Dort weicht die Küste zurück, dort dringt sie vor. Die Wüsten haben sich nicht ausgebreitet, die Sahara wird sogar kleiner, stattdessen hat die Biomasse an Pflanzen in den letzten Jahrzehnten ganz deutlich zugenommen.

Die Eismasse der Pole ist nicht abgeschmolzen. Stattdessen wird seit vielen Jahrzehnten in der Antarktis, seit einigen Jahren auch in der Arktis eine Zunahme des Eisvolumens festgestellt. Mit seit erdenklichen Zeiten schwankender Ausbreitung des Meereises als Fläche gesehen. Auch wenn es regional (Südwestarktis, Nordwestantarktis) zu Eisverlusten kam und kommt - wahrscheinlich hat das lediglich mit seismischen Aktivitäten zu tun - nimmt also die Gesamtmenge an Gletschereis an den Polen (bzw. Grönland) zu.* Die Satellitenmessungen der Lufttemperaturen zeigen seit 30 Jahren keinerlei Veränderungen, seit mindestens 20 Jahren sogar eine leichte Abkühlungstendenz.

Das vorhergesagte Massensterben in der Tier- und Pflanzenwelt ist völlig ausgeblieben. Es sterben nicht mehr und nicht weniger Arten aus als immer schon, was auch immer das für Gründe hat. Dafür stellt man fest, daß sich offenbar alle Arten, ob Tier ob Pflanze, erstaunlich "anpassen" können. Vor allem hat sich die Erkenntnnis noch nicht durchgesetzt, daß es überhaupt von vielen Arten nur wenige Exemplare gibt. Sodaß man rasch auf die Idee einer Gefahr des Aussterbens kommen könnte. Einfach, weil das bei wenigen Exemplaren eben so ist, wenn man es so sehen will.

Unsere Lebensbedingungen haben sich nicht einen Deut geändert, wenn man es vom Wetter her sieht. Mal ist es kalt, mal ist es heiß, mal gibt es viel Schnee, mal weniger, mal gibt es Unwetter, mal Trockenheit, mal Überschwemmungen, mal dürstet alles nach Wasser. Nichts hat sich wesentlich geändert, betrachtet man überhaupt die langjährigen Aufzeichnungen.

Dennoch hat sich etwas geändert: Wir sind neurotisiert. Wie starren egal auf welche Wettererscheinung, und irgendwo sitzt immer ein Fernsehansager oder Kommentator oder eine Zeitung, die uns sofort einflüstert: Das gab es noch nie! Das ist die Erderwärmung! Das ist sie, die Katastrophe! Diese Stimmen haben wir schon internalisiert. Wir können nicht mehr "normal" schauen. Kaum ist es drei Tage richtig heiß, im Sommer, schreiben die zheitungen, daß es "noch nie so heiß" war, das ist die Klimaerwärmung. Kühlt es wieder ab, sind es "Exremwetter". Auch wegen der Klimaerwärmung. Jeder Bauer, der sein Feld brutal ausgenützt hat, jeder Gärtner der zu faul zum Gießen ist, schreit "Klimaerwärmung". Das ist alles sehr sehr lästig!

Und trotzdem, und trotz dieses Dauerterrors, der auf die Menschheit losgelassen wurde: Unter allen Sorgen, die sich die Menschen weltweit machen, rangiert die angebliche Erderwärmung nicht einmnal unter den ersten 20 Plätzen. (Die Hersteller von Windrädern glauben zwar auch nicht dran, aber sie verstärken die Panik gern, weil sie ihr Zeug verkaurfen wollen.) Die einzige Gruppe, die noch - sieht man von den Empfängern der zweckgebundenen Forschungsmilliarden und fettgeförderten NGOs ab, die von dieser Panik leben - an eine kommende Klimakatastrophe glaubt, ist die Gruppe einiger christlicher Kirchen. Zumindest, wenn es nach den Köpfen ihrer Führer geht. Und viele viele Politiker. Immerhin haben sie Billionen-Investitionen verursacht oder gar getätigt, ganze Volkswirtschaften destabilsiert und riesige Landschaften ruiniert. Wer soll das verantworten, wenn es nun doch keine Klimakatastrophe gibt?

Die gesamte übrige Weltbevölkerung aber hat einfach Besseres zu tun. Selbst ein George Soros, seines Zeichens einer der großen Menschheitswohltäter durch Weltrettungsförderung und für jeden Weltverbesserungsspaß zu haben, hat, glaubt man Medienberichten, erst unlängst kräftig in Kohleförderung investiert. Nun hat sogar er also kalte Füße bekommen.

Was von dem nämlich, was James Hansen als sichere Vorzeichen einer bevorstehenden Erderwärmungskatastrophe den verschmachtenden Abgeordneten vor 30 Jahren vortrug und so viele seither gebetsmühlenartig behaupten, ist überhaupt eingetroffen? Nichts. In Worten: Nichts. Gibt es jemanden, der das Klima überhaupt vorhersagen kann? Nein. Bis heute nicht. Kein Klimamodell. Nichts. Kein seriöser Wissenschaftler behauptet, das Klima überhaupt verstanden zu haben. Wie soll man es da vorhersagen?

Deshalb gilt der 23. Juni 1988 nicht als Tag des Beginns des Kampfes gegen die Klimakatastrophe. Dieser Tag muß als Tag des Beginns einer Massenpsychose - des Klimawahns - gesehen werden. Als Beginn einer "postfactical science", einer neuen sogenannten "Wissenschaft", die namens einer höheren Sendung auf die Wissenschaft - und vor allem: Auf jede Wahrheit! - verzichtet. Und die Freiheit gleich hintendrein wirft.





Nachsatz: Auf EIKE gibt es eine Übersetzung eines ausgezeichneten Artikels, der auf Wattsupwiththat erschien. Darin geht es zur Sache! Der Klimawahn war, so die Kernaussage, von allem Anfang an eine Geschichte des Betrugs durch Pseudowissenschaft. Ja, manche sprechen sogar vom größten Wissenschaftsbetrug der Geschichte. (Naja, für dieses Prädikat fiele dem VdZ auch noch anderes ein. Etwa der Evolutionismus.)




*Das lustige Dummengeschichterl mit den süßen Eisbären, die wir umbringen, weil wir so gierig Öl und Kohle verbrennen und mit Autos fahren, kam erst mit Al Gores unsäglichem - und deshalb oscargekröntem - Machwerk "The Inconvenient Truth" zehn Jahre später dazu. Aber wir wissen ja seit "Wag The Dog", daß ein "kleines Katzerl" immer dazugehört, um die Herzen der Zuschauer für jede Lüge weichzukriegen.





*240618*

Freitag, 10. August 2018

Eine neue Form - Der räuberische Kapitalismus (1)

Ach ja, über dieses gewiß aufsehenerregende Buch wollte der VdZ schon länger mal berichten. John Perkins, ein "Economic Hitman", hat es geschrieben, und es heißt "Confessions of an Economic Hitman". Seine Grundlinie erzählt er hier in einem weiteren TED-Vortrag. Fassen wie kurz zusammen:

Perkins erzählt, wie er im Auftrag von Politik und Konzernen Regierungen weltweit erpreßt hat. Entweder, ihr spielt unser Spiel und liefert Eure Länder unseren Interessen aus, oder wir werden Euch und Eure Regierung wegfegen.  Und zwar mit allen Mitteln.   

Diese Art des Vorgehens hat eine neue Art des Kapitalismus geschaffen, den Perkins "predatory capitalism" nennt, also "räuberischen Kapitalismus". 

Freilich, fast noch schockierender als seine "Bekenntnisse", Regierungen erpreßt, Korruption installiert zu haben, ist das Motiv, das Perkins als "Wende" erzählt, weil ihm bewußt geworden sei: Die Welt ist am Ende, das Klima kollabiert, die Rohstoffe gehen aus ... Sind dies nicht alles bloße Rationalisierungen eines in sich unmoralischen Verhaltens, das aus ganz anderen Gründen schlechtes Gewissen erzeugt? An seinem Beispiel wird das so deutlich wie noch kaum woanders. Die wirkliche Schuld liegt ganz woanders, aber dort wird sie nicht bewußt, dorthin gelangt das Denken nicht. Also greift man zu landläufigen "Motiven", die wenigstens eines haben: Den Gestus, sich schuldig zu bekennen und "Buße" zu tun. 

Um es ganz simpel, aber etwas begreiflicher zu machen: Jemand stiehlt beim Greißler ums Eck notorisch jeden Tag einen Kaugummi aus seiner Verkaufsbudel. Der Greißler geht pleite. Der kleine Dieb aber leidet so unter seinem Gewissen, daß er fortan sein Leben in den Dienst einer Hilfeorganisation stellt, die sich dem Schicksal ungerecht in Not geratener Arbeiter widmet. Es ist wirklich so: Oft kleinste Dinge - scheinbar kleinste Dinge (denn im Grunde sind alle Dinge in Archetypen verankert, somit "alle Dinge gleich groß weil im gleichen Prinzip verankert", und der Mensch handelt nur nach Archetypen, nach prinzipiellen Matrizen also) - können ganze Leben bestimmen.

Aber die Details aus seiner Vergangenheit sind doch interessant: Perkins war für Unternehmen tätig, die eng mit NSA und CIA zusammengearbeitet haben. Er wurde speziell dafür ausgebildet, "economic hitman" zu sein. Das heißt, "Geschäfte" anzubahnen. Gefangen hatte man ihn mit den drei Dingen, die er immer gewollt hatte: Geld, Macht und Sex. Seine Aufgabe war, Beziehungen in Ländern aufzubauen, die vor allem eines hatten: Rohstoffe. Wie Öl. Dort versprach er Kredite von der Weltbank (IWF). Das Geld floß aber nicht an die Länder direkt, sondern an amerikanische Konzerne, die dafür in diesen Ländern oft riesige Infrastrukturprojekte (Kraftwerke, Industrieanlagen) verwirklichten.  Diese Länder konnten aber diese Schulden, von denen sie sich Wohlstand im Land versprochen hatten, der nie so eintrat, nie zurückzahlen. 

Ab diesem Moment wurde der Handel perfekt: Keine Rückzahlungen? Dann eben werden die Rohstoffe dafür verwendet. Dann müssen eben alle öffentlichen Einrichtungen und Aufgaben verkauft, "privatisiert" werden. Schulen, Militär, Polizei ... Der nächste Aufsprung, den dann Konzerne "erfüllen" konnten und damit Geld verdienten.

Sein erstes Projekt als junger Mann war Indonesien. Das Land hatte damals gerade einen blutigen, jahrzehntelangen Bürgerkrieg hinter sich. Er hatte nun die Regierung zu überzeugen, daß das Land ein extrem teures Stromnetz benötigte. Das seine Auftraggeber natürlich errichten würden. Der Sieger aus dem Bürgerkrieg, Suharto, der nun an der Regierung war, wollte dieses Projekt. Er wollte auch die Sicherheit, die ihm die Zusammenarbeit mit dem CIA versprach, den Perkins quasi im "Gepäck" hatte. Eine ganze Reihe von Technikern tauchte auf, die Suharto anhand von (utopischen) "Berechnungen" bewies, daß er nur dieses Stromversorgungsnetz aufbauen müßte, und schon würde sich sein darniederliegendes Land in eine wirtschaftlich blühende Oase verwandeln. Die Konzerne machten viel Geld in Indonesien. Perkins hatte seinen Job gut gemacht, und er stieg auf.  

Zu dieser Zeit hatte der CIA im Kalten Krieg ein Projekt ins Leben gerufen, das er "Condor" nannte. Es sollte die Ausbreitung des Kommunismus (wie er von Kuba ausging) verhindern. Also wurden alle "rechten" Regierungen gestützt, alle linken aber waren Feinde. Auch der Präsident von Ecuador war gegen dieses Programm. Perkins reiste zu ihm, um ihn zu überzeugen. Aber er biß auf Granit. Kurz danach kam der Präsident bei einem "Flugzeugabsturz" ums Leben. Das hatte einen deutlichen Warneffekt auf andere Staatenlenker.

Morgen Teil 2)





*250618*

Griechenland kann man nicht schönreden

Warum alle Medien es nachgebetet haben, ohne auch nur etwas zu recherchieren, bleibt ein Mysterium. Denn da hieß es landauf landab in Schlagzeilen, Deutschland habe an der Griechenlandhilfe bisher über zwei Milliarden Euro an Zinsen verdient. Das Motiv für so eine Schlagzeile ist freilich kein Mysterium, da soll der Boden aufbereitet werden, der Leser möge selber seinen Reim darauf machen, wofür. 

Die Wahrheit sieht nämlich ganz anders aus. Und der Deutschlandfunk bringt sie in einem Interview mit dem CDU-Haushaltsexperten Klaus-Peter Willsch. Mitnichten und -neffen hat Deutschland auch nur einen müden Cent damit verdient. Da könnten lediglich die Grünen im Berliner Bundestag keine Budgetzahlen lesen, die das verbreitet haben. Selbst die Zinsen aus den Anleihen, auf die sie sich bezogen, mit denen die Griechenlandhilfen technisch durchgeführt wurden, wurden rückgeführt, obwohl denen weit höhere Kosten und vor allem Risiken gegenüberstehen. Stattdessen hat die Griechenlandhilfe so viele Milliarden gekostet - und wird noch viel mehr kosten - daß einem der Kopf vor so vielen und so hohen Zahlen schwirren könnte. Die Staatsverschuldung ist dennoch weiter gestiegen, von 160 auf 180 Prozent des BIP, das ist das Dreifache der offiziellen Euro-Kriterien.

Und ein Effekt ist mehr als fraglich, nüchtern betrachtet gar nicht vorhanden. Denn wenn es auch gerne einmal heißt, daß es mit Griechenland langsam wieder bergauf gehe - Willsch sieht das überhaupt nicht so. Gar nichts hat sich geändert, meint er. Es blieb in Athen bei Beteuerungen und Ankündigungen, Maßnahmen gab es so gut wie keine. Lediglich den Rentnern geht es schlecht wie noch nie. Die Mentalität am Hellespont aber hat sich nicht nur nicht geändert, sie ist sogar angesichts eines winkenden weiteren "Bail-out" (also eines Rauskaufs aus den Schulden durch andere Länder) noch weiter in die Verantwortungslosigkeit gewandert. Niemand denkt mehr darüber nach, was denn im eigenen Land schieflaufen könnte, denn die Hilfsgelder decken ohnehin alles zu. Die EU tut hier etwas, das sie von Anfang an offiziell ausschloß: Sie beträgt sich als solidarische Haftungsanstalt. Und das darf niemals eintreten, so der CDU-Haushaltsexperte.

Damit Griechenland wieder auf die Füße kommt, gibt es eben nur ein Rezept: Ausstieg aus dem Euro, und ein Schuldenschnitt nach einem Staatsbankrott. Solange das nicht geschieht, befindet sich das Land in einem Dauerkollaps.





*250618*