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Sonntag, 5. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (6)

Teil 6) Durch Nacht zum Licht


Wer die Augen öffnet wird nun vielleicht auch begreifen weil erleben, direkt erfahren (welch eine Gnade!), wie sehr der Mensch in eine Gemeinschaft hineingeboren wurde, hineingehört und hineinstrebt. Wie sehr seine Individualität also keineswegs autonom zu sehen ist, wie allen heute eingeredet wird, von der Schule an, sondern wie sehr sein Einzelschicksal vom Kollektivschicksal des Leibes, dem er zugehört, bestimmt wird. Vielleicht wird manchem sogar klar, was es heißen könnte, wenn von "Volk" gesprochen wird - er hat es jetzt, in diesen Tagen und Wochen, vor Augen!*****

Giovanni Gasparro (*1983) - Christus und der Mensch
Wer die Augen öffnet wird vielleicht auch begreifen, daß die seltsame Undurchschaubarkeit, in der wir stehen und in der uns die Welt entgegentritt, ebenfalls von Gott zugelassen sein könnte, und seinem Plan dient. Weil wir damit lernen, uns aller vermeintlichen Steuerbarkeit der großen Welt- und Geschichtsvorgänge zu begeben. Die Welt als Ganzes liegt nicht in unseren Händen, und wer versucht, ausreichend Beurteilungsgrundlagen für diese große Welt zu bekommen, wird erleben, daß er in seltsamer Dunkelheit versinkt. Gerade die Bösen müssen hier ein Scheitern erleben, und vielleicht ist dies sogar der Moment dafür. Weil das Böse niemals in der Lage ist, einen Plan zu entwerfen und zu verwirklichen, der über die irdisch-gottferne Natur eines naiven Wünschens hinausgeht. 
Weil Gott der Herr allen Gelingens ist, und seine Ordnung als Ordnung der Vorsehung jedes menschliche Streben buchstäblich unendlich übersteigt. Ja daß diese Ordnung so großartig ist, daß wir in ihr nur diese Unendlichkeit und Majestät Gottes sehen können. All die menschlich-allzumenschlichen Weltdeutungsmuster, die uns schon so lückenlos beherrschen, die das Narrativ, in dem wir leben und denken, so diktatorisch gestaltet haben, sind damit verglichen nur noch lächerlich armselig.
Wer die Augen öffnet wird sogar sehen, wie sich darin ein Muster wiederspiegelt, das alles über das Wesen der Geschichte erzählt. Das in der Geschichte Josefs, des Sohnes Jakobs, vor Augen steht, der neuerliche Rückgriff auf die Bibel ist keineswegs zufällig. Bei Josef wurde das Übel, das man ihm angetan hat, das Verkaufen als Sklave durch die neidischen Brüder, durch Gottes Hand in Gutes gewandelt. So daß dieser jüngste Sohn Jakobs, der zum pharaonischen Kanzler aufgestiegen war, letztlich sogar die Übeltäter, seine Brüder, in der Hungersnot retten konnte. Denn deren Lebensentwurf scheiterte, und zwar - wie heute - durch eine scheinbar "äußere" Ursache. Aber nie ist der Einzelne ohne alles, was ihn umgibt, ohne alle die "großen" Ereignisse zu verstehen. Alles hängt zusammen, alles ist in die Vorsehung Gottes einbezogen. Jedes Haar am Kopf.

Gott ist somit der einzige, der wahre Herr über die Geschichte, auch heute. Zu keiner Zeit der menschlichen Geschichte war nicht Gott der Herr über alles, hatte nicht Gott die letzthinnige Kontrolle über das Geschehen. Er kann und wird zwar niemals Schlechtes bringen, denn das wäre ein Widerspruch in sich, und Gott wäre damit nicht Gott, höchstens "ein" Gott, als Götze. Aber er hat den Menschen als nach seinem Ebenbild gestaltet und damit mit freiem Willen ausgestattet geschaffen. Und in diesem Willen kann dieser auch Schlechtes über die Welt bringen, denn ohne diese Wahlmöglichkeit hätte der Mensch keinen freien Willen (der wie alles Existierende erst in der Aktualisierung existiert; Anm.).

Giovanni Gasparro (*1983) - Folterwerkzeuge Christi
Was immer die Oligarchie versucht, mag zwar eine gewisse Zeit Leiden hervorrufen und schon gar das individuelle Urteil beeinflussen, also ein bedrohliches Bild erzeugen. Aber alles das ist eitel und wahnhaft. Es kann schon gar nicht verhindern, daß Gott das letzte Wort hat, und aus jedem Übel, das über die Menschheit gebracht wird, auf nur ihm vorhersehbaren Wegen Gutes schafft.

Letztlich können böse Menschen niemals ihren Willen der Welt aufdrücken. Sie müssen sich immer eines Seienden bedienen, und damit führt, was sie tun, immer Sein mit sich. Dieses Sein aber, als Anteil an Gottes Wissen und Ideen (meinetwegen: Informiertheit; Anm.), kann niemals zum Schlechten führen, und an diesem "Henkel" (sozusagen) führt Gott die Dinge letztlich wieder zu einer Ordnung des Guten.

Der Tod als Hinnahme des Leidens, als völliges Hingeben an den Willen und die Verfügungsmacht Gottes, ist jenes Tor, das durchschritten werden muß, damit dann die Auferstehung kommt. In diesem Zusammenhang wird die Herrschaft Gottes in der Welt aufgerichtet. Während das Übel immer zerfällt.
In diesem Sinn wünscht also der VdZ allen Lesern dieses Blog eine gesegnete, gnadenreiche, mit Erkenntnis übervolle Leidenswoche!

*** 

Die Chance in der Corona-Krise für uns liegt also darin, die verborgene Hand Gottes zu sehen. Für dieses Sehen ist freilich auch die Hilfe von Menschen wichtig, ja notwendig, die an jenen Plätzen in der Hierarchie der Schöpfung stehen, an denen ihre Aufgabe darin besteht, diese ihre Erkenntnis, dieses ihr Wissen um die Wahrheit weiterzugeben. Wir müssen also auch gut überlegen, welchen PERSONEN wir unser Vertrauen schenken. Denn das Nicht-Gewußte übersteigt nicht nur unser eigenes Denken, es erschließt sich erst (und erweitert gewissermaßen uns), wenn wir es im Glauben annehmen. Und so ausgestattet, die Welt in neuem, hellerem Licht sehen. Die Corona-Krise ist schon aus diesem Blickwinkel also eine Chance, unseren Glauben neu zu ordnen. Eine Hilfe dazu sind auch in den Augen des VdZ die Bücher von E. Michael Jones.

Sollte das Video mit dem Kommentar von E. Michael Jones zur Corona-Krise nicht abspielbar sein, findet es sich - zusammen mit dem eigentlich noch empfehlenswerteren Langtext - auf den Seiten des Cultur Wars Magazine.




Morgen Teil 7) Grundsätzliches, Anmerkungen und Fortführungen



*250320*

Das Problem zu hoher Ausbildung von Staatsbürgern

Ein nächster Artikel von William M. Briggs, dem "Statistician to the stars", in der freien Übertragung durch den VdZ, mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Das Problem zu hoher Ausbildung von Staatsbürgern 





Leo K, einer unserer treuen Leser, übermittelte uns einen Link, der zu einer Arbeit von Lenore O'Boyle führt. “The Problem of an Excess of Educated Men in Western Europe, 1800 bis 1850 - Das Problem der Übersteigerung bei Ausgebildeten Bürgern in West Europa, 1800 bis 1850” Er tat dies in einem Kommentar zu unserem Artikel über überzogene Ausbildung.* Im Folgenden einige Auszüge aus dieser Arbeit. 
Der Zweck dieser Studie ist zu ermitteln, ob es tatsächlich so etwas wie eine Überproduktion von gut ausgebildeten Bürgern in England, Deutschland und Frankreich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gekommen ist. Die Annahme, daß es diese Überproduktion gab, ist auf den ersten Blick sehr stimmig und wurde auch weithin angenommen. Aber es hat nur wenige Anstrengungen gegeben, diese Behauptung auch durch Fakten zu untermauern.
Ausgebildete Bürger werden hier so verstanden, daß sie folgende Kriterien erfüllen. (a) Zugehörige zu allen Ausbildungsberufen, gleichgültig ob sie an einer Universität ausgebildet wurden oder nicht;  (b) alle übrigen Personen, die eine Universität besucht haben; (c) alle Personen, die eine höhere (älter als 14 Jahre) Schulausbildung im Rahmen der herkömmlichen, klassischen Schulwege genossen haben. 
Ich behaupte bekanntermaßen, daß es heute außer Zweifel steht, daß wir bei weitem zu viele ausgebildete bzw. "hoch gebildete" Menschen haben. 
Das Wort "Überproduktion" verlangt Erklärungen. Es ist vorerst nämlich ohne Sinn, wenn man sagt, daß es bezogen auf die Bedürfnisse der Gesellschaft zu viele ausgebildete Menschen gibt. Es könnte ja auch anders sein: Die Masse der Bevölkerung könnte ja auch - als Beispiel - weit mehr Ärzte und Lehrer gefordert haben, als von den Bildungssystemen geliefert worden sind. Das einzige, was sicher gesagt werden kann, ist, daß es zu viele Männer gab, die für eine begrenzte Zahl von Stellen, die hohes Prestige und Bedeutung haben, ausgebildet wurden. So daß einige dieser Männer sich entweder mit Unterbeschäftigung abfinden mußten, oder die mit Positionen zufrieden sein mußten, die man als weit unter ihren Fähigkeiten stehend ansehen muß. Es gibt bekanntlich eine Kluft zwischen der individuellen Einschätzung des eigenen Wertes und des damit verbundenen Verdienstes, und dem Stellenwert, den eine Gesellschaft diesen Personen zumißt.
Das war auch die These von Eric Hoffer's The Ordeal of Change - Die Angst vor dem Neuen,** die man mit der Eifersucht und der Rache der Schriftgelehrten zusammenfassen könnte. Es ist ein wenig wie die Reporteritis: Reporter berichten über wichtige Ereignisse und kommen dabei leicht in die Lage, sich selbst als bedeutend zu sehen, die für die wichtigen Ereignisse selbst wichtig sind. Nur verrückte Kulturen gestatten freilich, daß das passiert.
Es ging im Endeffekt darum, Bildung als Autobahn zu Wohlstand und Macht zu sehen. Das Ausbildungsdiplom sollte das liefern, was früher die Zugehörigkeit zum Adel garantierte. Gleichzeitig blieb höhere Bildung und Ausbildung mit den klassischen und literarischen Disziplinen verbunden, die man als die angemessene Vorbereitung für die klassischen Berufe ansah. Diese Bildungsberufe haben ihr traditionelles Prestige mehr oder weniger bewahrt. Im Gegenzug wurden dadurch kaufmännische Berufe und die ganze Reihe neuer Berufe abgelehnt und wenig geschätzt, so daß der Druck in Richtung Recht, Medizin, klerikaler und militärischer sowie verwaltungstechnischer Berufe gleichblieb oder sogar anstieg ... 
Diese Situation hat Deutsche in höheren Positionen beunruhigt. Schon im Jahre 1809 hatte Wilhelm von Humboldt den König davor gewarnt, zu viele Männer auszubilden, um dann feststellen zu müssen, daß der Staat unter dem moralischen Druck steht, diese auch in seine Dienste nehmen zu müssen ...
Viele Kritiker des bestehenden Gymnasial-Curriculums meinen, daß dessen Ausrichtung auf ein Studium der Klassischen Studien deshalb wenig klug ist, weil es Graduierte produziert, die jeder praktischen Tätigkeit eine Absage erteilen. Das behindert zum einen die Entwicklung der Wirtschaft des Landes, und steigert zum anderen die Zahl derer, die sich um Positionen beim Staat bewerben. 
Deshalb hat der liberale Reformer des Bildungswesens, Ignaz Heinrich von Wessenberg, schon 1835 geschrieben: "Die Konzentration auf klassische Studien gehört ohne jeden Zweifel zu den schwersten schädlichen Faktoren, die sozialen Zustände betreffend. Denn auf der einen Hand zieht es viele Mitglieder von den produktiven Klassen ab, füllt auf der anderen die Gesellschaft mit Leuten an, die Ansprüche auf Positionen im öffentlichen Dienst erheben, die nicht ohne Nachteile für die gesamte Gesellschaft erfüllbar sind. Denn einer großen Zahl dieser Aspiranten fehlt es an der wahren Eignung für das Beamtentum." 
Die Lage heute ist durch die Einführung von Quoten gemäß rassischer, geschlechterbezogener und auf sexuelle Neigungen bezogener Kriterien bei der Erwerbung von "Bildungsdekreten" noch deutlich schlechter geworden, wo die Fähigkeiten der Quotenleute im Durchschnitt schlechter sind. Bildungsdekrete sind kaum mehr als ein Stück Papier, wie die Erfahrung zeigt, das deren Besitzer aber zeigt, daß er besser ist als es der Wirklichkeit entspricht. Wenn die Anerkennung, die den Dekretbesitzern als Anspruch zugesprochen wird, sich aber dann nicht verwirklichen, entstehen schlechte Gefühle.

Hoffer schreibt, daß nachdem die Pest eine beträchtliche Zahl der Bevölkerung hinweggerafft hatte, einschließlich der Hälfte der europäischen Priester, "eine große Gruppe von nicht-klerikalen Lehrern, Studenten, Gelehrten und Schriftstellern entstand, die nicht mehr Mitglieder einer klar als solche gekennzeichneten privilegierten Klasse waren, und deren soziale Nützlichkeit keineswegs selbstevident war."

Nach wie vor blieb die Macht in den Händen der "handlungsfähigen Männer", und der "Intellektuelle wurde wie ein armer Verwandter behandelt, der die Krumen aufzulesen hatte, die vom Tisch fielen." Selbst "wenn seine Außergewöhnlichkeit anerkannt wird, fühlt er sich dennoch nicht der Elite zugehörig." 
Jeder Stich läßt aber das Pferd ausschlagen
Das ist der Grund, warum der Intellektuelle "auf jeden Hauch eines Reformationsvorhabens angesprungen ist, und zwar bis hin zur letzten nationalistischen oder sozialistischen Bewegung." Nach einem erfolgten Aufstand werden sie aber von anderen starken Männern wieder aus diesen Bewegungen entfernt und "in der Kälte stehen gelassen", denn Intellektuelle sind selten auch Führungspersönlichkeiten.
In Asien und Afrika führte das weitreichende Vordringen der Buchgelehrsamkeit nach westlichem Vorbild zum Aufstieg einer großen Zahl einzelgängerischer Männer des Wortes. Ihre Suche nach einem bedeutenden und nützlichen Leben führte sie - genau wie bei ihren Pendants in Europa - zur Propagierung sozialistischer und nationalistischer Bewegungen.
Hoffer zeigt, wie hebräische Schriftgelehrte und Lehrer, nachdem sie nach der Babylonischen Gefangenschaft in die oberen Schichten vorgestoßen waren, "ihre Vorliebe für die Massen schlagartig aufgaben. Sie schufen sogar ein Wort für den einfachen Bürger, "am-ha-aretz" [ungefähr "Bedauernswerter", "Elender"], ein Begriff, der Spott und Verachtung zum Ausdruck bringt. Soger der an sich sehr freundliche Hillel lehrte, daß "kein am-ha-aretz fromm sein kann." Das findet sich aber nicht nur in der hebräischen Kultur, wie aktuelle Erfahrungen belegen.

Intellektuelle sehen immer das Vordringen in ihr Territorium durch die Massen als "ein Unglück." Nur richtet sich diese Abneigung heute gegen den "Populismus". Der Haß der Intellektuellen auf einfache Leute ist dabei (und wie sollte es anders sein) eine Funktion der Größe der intellektuellen Kaste.

O'Boyle schreibt, daß die Überproduktion von Graduierten unausbleiblich ein großes Reservoir an Frustration und Voreingenommenheit schafft.
Der Literaturkritiker Hermann Marggraff beschrieb 1839 die jüngere Genration als sowohl besser ausgebildet als aber auch fordernder, und in der Folge unzufrieden, denn "bei aller Zusammenballung der Jungen in Bildungsinstitutionen werden nur einige wenige eine Anstellung finden, die ihren Forderungen und Ansprüchen genügt."
Die Ausbildung an einer Universität in Deutschland war kostengünstig. Diese "Kostengünstigkeit" bedeutete, daß selbst ein mittelloser, junger Mann mit halbwegs Verstand und Energie ohne große Probleme höhere Bildung erwerben konnte. Infolgedessen wurde die Universität das allgemeine Mittel zum Aufstieg in der Welt. Das Ergebnis war, daß zu viele junge Männer eine Universität besuchten, und zu viele von ihnen beim Staat eine Anstellung zu erlangen suchten.

Um glaubwürdig zu bleiben, mußte bei vielen eine niedrigere Anstellung ohne Prestige als schmerzhaft empfunden werden. "Edwin Chadwick merkte einmal an, daß zu viele Männer auf einmal eine Universitätsausbildung in Deutschland erhielten. Diese landeten im Endeffekt entweder im Ruin oder in der Unzufriedenheit, und waren zwar für private Dienste ungeeignet, aber auch nicht in der Lage, eine Stellung im öffentlichen Dienst zu finden."
Der Überschuß an gebildeten Männern ... zwingt zu dem Schluß, daß ihre Anwesenheit in einer Gesellschaft zu sozialer und politischer Instabilität sorgen wird ... 
Das Problem könnte sogar in jeder Gesellschaft mit großer Bevölkerung und einem relativ freien Markt chronisch werden. Das Streben nach Anerkennung und das Intellektuellen eigene Desinteresse an manueller Arbeit ist automatisch die Ursache eines permanenten Überschusses an gebildeten, aber ungebrauchten Talenten. 
Technische Übungen können gewiß einen gewissen Abbau dieses Überschusses bewirken, und diesen Menschen zu guter Letzt doch noch zu gewisser Nützlichkeit verhelfen.  Wäre da nicht auch das Problem, daß heute zu viele junge Leute STEM-Dekrete erhalten, die aber nur sehr mangelhaft den Anforderungen des aktuellen STEM (Science-Technology-Engineering-Mathematics) entsprechen. Man denke an den "Ökologie-Studiengang", oder was auch immer zwar heute den Namen "Studiengang" in sich trägt, aber alles andere als eine akademische Qualifizierung bedeutet.


*Der Leser findet Auszüge sowie Bemerkungen dazu auf den Links in diesem Blog, in Teil 1 (Richelieu) und Teil 2 (Briggs)

**Das Buch von Eric Hoffer ist auf deutsch unter dem Titel "Die Angst vor dem Neuen" in den 1960er Jahren bei Rowohlt erschienen, und antiquarisch zuweilen noch erhältlich.




Samstag, 4. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (5)

Teil 5) Hat Gott sein Volk also verlassen?


Die Oligarchen mögen diese Situation heraufbeschworen, ausgelöst und benutzt haben. Erfolg aber haben sie nur, weil die Kirche es zugelassen hat und einmal mehr das Feld den Feinden überlassen hat.

Wenn man diese Realität gewordene Bedrohung vor Augen hat, wenn man vor Augen hat, wie scheinbar lückenlos erfolgreich sich Vorgänge abspielen, die auf die Vernichtung unserer Freiheit und damit unseres Wohlergehens auf Erden (und zwar auch jener, die wir hier großzügig in die Kategorie der "Oligarchen" oder diesen anhängigen Kreisen, das sogenannte Establishment - keine Schichte umarmt das gegenwärtige Geschehen mehr als diese), könnte einem Angst und Bange werden.
Hat denn Gott die Welt, hat Gott sein Volk verlassen, in dessen Mitte er - in der Kirche - zu wohnen ja versprochen hat, und zwar bis zum Ende der Zeiten?
Keineswegs. Denn dieser gewollte Krieg, so Jones, geht einmal mehr nach hinten los. Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade, und wendet die Mittel der Unterdrückung in ihr Gegenteil um, nützt sie um Gutes zu schaffen. Die Effekte aus dem totalen Griff nach der Macht lösen die Bestrebungen der Globalisierung und Beherrschung der Menschen zu großen Teilen in ihr Gegenteil auf.

Das gleichzeitige Verhängen der Quarantäne über weite Teile der Weltbevölkerung ist, so der italienische Buchautor, Journalist und Kirchenkommentator Roberto de Mattei, sogar das Ende des Globalismus, dieser Bedingung der Oligarchie. Dazu kommt eine möglicherweise nun ausgelöste Weltwirtschaftskrise. In Holland werden sogar die Tiertransporte ausgesetzt, Satellitenbilder zeigen, daß sogar die Luftverschmutzung weltweit stark abnimmt - erstaunlich, was und wer da alles derzeit seine Ziele ins Osternest gelegt bekommt. Die Industrie ist weltweit massiv getroffen, die deutsche Automobilindustrie ruht fast zur Gänze. Und das träfe (so E. Michael Jones) auch die Oligarchen an der Achillesferse, konterkariere am klarsten deren Ziel des Globalismus. So, wie jeder rein innerweltlich gedachte, ausgeheckte Plan das Gegenteil des angestrebten Zieles bringt, ist es auch hier.

Selbst die Verringerung der Bildqualität, wie sie Netflix, Youtube und andere angekündigt haben, ist ein Schritt zum Guten. Weil mit der Perfektionierung technischer Vorgänge die schöpferische, weltformende Kraft des Menschen erlahmt. Mit einem Mal scheint ein Rückschritt möglich, den viele so ersehnt haben, meist ohne es zu wissen: Das Leiden an der Gegenwart, von der "gut zu sprechen" freilich unbedingtes Gebot war, ist stumm, doch es hat zum Himmel geschrieen. Es wurde so zum Ruf um Erlösung.
Giovanni Gasparo (*1983) - Die Bedrängnis Jesu
Aber die Erlösung braucht zuerst ... den Tod, das Leiden. Das ist und war die Strafe der Moderne: Gott hat erfüllen lassen, was wir angestrebt haben, und das ist der perfekte Zustand der Hölle - erbarmte sich Gott, und er ließ zu. Von Anfang an, als Gott uns uns selbst überließ, war aber auch das Ende dieser Hölle vorhersehbar. Denn das Böse muß irgendwann in sich zusammenfallen, ja es zeigt sich sogar, daß es letztlich dem Guten dienen mußte. Wo die Nacht am tiefsten ist, bricht zugleich der Tag an. Erst dann, sogar.
Das Corona-Virus, oder sagen wir besser: Die Zulassung dieser Corona-Krise, welch sachlicher Natur auch immer sie ist, ist also auf eine Weise somit zwar auch eine Strafe Gottes, E. Michael Jones sieht es wie wir so***. Die Wirkungsentfaltung der bösen Tat mancher ist aber nicht außerhalb der göttlichen Vorsehung und liebenden Planung für das Heil des Menschen zu sehen. Gott wendet auch hier letztlich das Übel in Gutes. Das Chaos und der Zerfall mag vorerst siegen. Aber die Mächte dahinter vermögen die Dinge der Natur nicht mehr zu einer (neuen) Ordnung zu führen. Das kann nur Gott. 
Wie jede Strafe soll aber auch diese Corona-Krise, die in keinem Fall "für sich" als medizinische Krise gesehen werden kann, sondern nur im Rahmen des geschichtlichen Schicksals der Menschen gesehen werden muß, die Menschen durch das Leiden in die Einheit mit Gott durch Sühne zurückführen, wenn er die Chance ergreift.
Wir erleben nun einen Rückzug der Welt, ein Fasten durch totalen Weltentzug. Auf uns geworfen wird diese Welt uns aber vielleicht wieder das wert, das sie in den Augen Gottes, das sie als Schöpfung für uns ist: Selbstoffenbarung Gottes, Mosaik, Grammatik und Wirkgleichung seines Wesens, und damit der Weg des Menschen zu Gott hin, der in seiner Kultur diese Welt in Gottes Wirklichkeit hineinholt.
Aber wir erleben auch, wie die falsche Entscheidung der Kirchenfürsten, dem Volk die Mittel des Heiles vorzuenthalten, in einem historischen Zug mit den oft so unseligen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte ihren Sinn offenbart. Wir erleben nun, was sich ohnehin abspielte - es wird nun nur "ausgesprochen", wird nun nur bildhaft real:
Der Entzug der Gnadenmittel hat sich in der Devastierung der Liturgie, die einem Rückzug der Kirche aus der Inkarnation gleichkommt, bereits abgespielt, er ist nun nur "durch die Coronakrise" vervollkommnet worden. Vielleicht wird uns durch dieses "Liturgiefasten" auch klarer, welchen Standort, welche Bedeutung die Präsenz Gottes mitten unter uns - in der Kirche, in ihrer Präsenz, in ihrer Liturgie, in ihrem Wirken - wirklich hat, und zukünftig wieder haben sollte. 
Wie sehr an diesem Verschwinden der Zeit, das wir alle erleben, der Verlust der äußeren (kulturellen) Ordnung ursächlich ist, der durch die Gesamtquarantäne hergestellt wird. Und wie sehr der Quell- und Angelpunkt dieser Ordnung - und zwar der gesamten Ordnung! - der Sonntag als Tag des Herrn ist. Und wie sehr wir erst leben, wie sehr unser Leben erst dann von der Idee zur Tat, vom Bild zum Ding schreiten kann, wenn wir in dieser einen Ordnung leben.
Wir leben mitten in einer Revolution, zu der der Shutdown aus medizinischen Gründen genutzt wurde - und sehen nun, daß eine Revolution nichts Neues zu schaffen vermag, sondern nur das Chaos des Nichts hinterläßt.
Morgen Teil 6) Durch Nacht zum Licht

Sing vom Mond, und von der Liebe










Freitag, 3. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (4)

Teil 4) Machtübernahme "aus medizinischen Gründen" 


Man tut sich nicht schwer, Parallelen zu einer anderen - angeblichen! - Virus-Pandemie zu finden, nämlich der sogenannten "Aids-Pandemie" auf der Grundlage eines HI-Virus. Der bis heute nicht isoliert und gefunden wurde! Der aber weltweit zu massivsten Maßnahmen führte. Man kann das als Probegalopp für die Einführung neuer Paradigmen in das Leben der Bevölkerungen werten: Mit der Etablierung des homosexuellen Lebensstils nicht nur als normal, sondern ja sogar erstrebenswert und überlegen. 

Die Erschaffung eines idealen Konsumenten ist der eigentliche Hauptzweck der Übung. Denn niemand ist so leicht manipulierbar wie der Homosexuelle, der sexuelle "Befreite", der Porno-Konsument, die "befreite" und emanzipierte Frau. Die allesamt mit linker Hand über ihre Begierden und Triebe steuerbar sind.

Aber mehr noch: Die Aids-Panik war der erste Beweis, wie man mit propagandistischer Aufbereitung "medizinischer Krisen" politische Ziele erreichen kann. Zumal sich die Oligarchie schon lange nicht mehr auf Wirtschaft und Industrie beschränkt, im Gegenteil. Ihr Ausgreifen auf die Politik, auf die geistige Verfaßtheit der Völker ist lange schon eigentlichstes Ziel. So ist Macht endgültig unbeschränkt und unbeschränkbar, so ist eine "Kultur" endgültig "stabil", in der die Oligarchen ohngefährdet eine Führungsstellung perpetuieren.
Das Ziel der Politik, das sie mit einer Corona-Krise wie nebenbei erreicht, ist klar und ergibt sich aus ihrer inneren Logik: Die Bevölkerung akzeptiert nicht nur totalitärste Maßnahmen, sondern sie gewöhnt sich im alltäglichen Lebensvollzug daran. Vieles von dem, was heute als "der Not geschuldet" eingeführt wird, wird deshalb dauerhaft BLEIBEN. Und das ist für unsere Betrachtung wichtig! Die Politik hat mit der Corona-Krise einen großen Schritt hin zu ihrer "naturhaften" Zielvorstellung getan: Den einer total kontrollierbaren, keiner Macht mehr gefährlichen Bevölkerung. 
Es wird zukünftig keinen relevanten Widerspruch mehr zu biometrischen Ausweisen, Gesichtserkennung, Überwachung der Bewegung und Bewertung von Individuen und Gruppen als Gefahrenpotential geben. Zwangsmaßnahmen in medizinischen Belangen (Impfungen, Medikamente) und durch die Exekutive, willkürliche Bewegungsverbote "bei Gefahren", zentralistische Regulierung von Schlüsselindustrien zwecks Stabilisierung der Volkswirtschaft aus nationalem Interesse werden wie selbstverständlich akzeptiert werden. 
Giovanni Gasparro (*1983)
Niemand wird sich überhaupt noch dafür interessieren, wenn - wie jetzt, in dieser willkürlich herbeigeführten Notlage - sämtliche Datensammlungen, die bisher noch damit warben, garantiert für sich zu stehen, eines höheren Interesses wegen, also nicht nur aus medizinischen Gründen, sondern aus jedem möglichen Notstand, schamlos ausgewertet und benutzt werden.
Die Regierungen benützen nun die selbst herbeigeführte Notlage wie Diebe in der Nacht****, um so viele vollendete Tatsachen wie möglich zu schaffen, um nach dem Notstand ein larmoyantes "nun ist es schon einmal so" auszustoßen, zumal so ein Notstand jederzeit wieder ausbrechen könnte.
Nicht zuletzt: Niemand wird noch Einwände gegen die Regulierung der Religionsausübung haben. Je mehr Widerstand von manchen wenigen Seiten dagegen kommt, umso weniger. 
Daß China mit seiner totalitären Art der Krisenbekämpfung nun ungeniert als Vorbild bewundert, akzeptiert und mit großer allgemeiner Zustimmung nachgeahmt wird, erzeugt Gänsehaut. 
So wie es Gänsehaut erzeugt den Eindruck zuzulassen, daß die Politik Gefallen am Gedanken findet, die verhängte Quarantäne wie eine Zuchtrute zu verwenden, die man aus medizinischen Gründen je nach Volksverhalten drei, vier, fünf oder fünfzehn Wochen aufrecht halten kann. Und sei es in Teilen, etwa beim Versammlungsverbot. 
Und was wird geschehen, wenn die Aufhebung der Quarantäne in (sagen wir) drei Wochen von einem Wiederanstieg der "Infizierten" beantwortet wird? Werden dann die Maßnahmen wieder verschärft, also auf den heute erreichten Punkt zurückgeschraubt? Wie oft ist dann dieses Zwangsschrauben-Jojo verwendbar, ohne der Erstanalyse - der Gefährlichkeit, die diese Maßnahmen rechtfertigt - zu widersprechen, und damit alles bisherige Handeln, mit allen Folgeschäden, als Irrtum zu bewerten? (An dieser Stelle sei auf eine aktuelle Diskussion im Fernsehen hingewiesen, die diese Fragen stellt.)

Die Kirche hat sich unterworfen

Giovanni Gasparro (*1983)
Daß in den Maßnahmen und Folgen Orwell'sche Dimension der Corona-Krise, die bei unverändertem Kurs nicht nur auf einen weltweiten Wirtschaftszusammenbruch zugesteuert wird, ist Mittel für einen ganz anderen Zweck. Der die Völker in ihrem Mark treffen soll. Das zeigt sich darin, daß sehr schnell die öffentliche Ausübung des Kultes durch die Kirche verboten wurde. Und die Kirche unterwirft sich anstandslos dem Staat. Diese Erfahrung der Rangordnung der Lebensdinge wird zweifellos eine der bleibenden Folgen aus dieser Coronakrise sein.
Der Aufbau der abendländischen Kultur, dem das Hineinholen der Menschen in das Reich Gottes zugrunde liegt, den wir somit der Kirche zu verdanken haben (so wie jede Kultur der Religion zu verdanken ist), war dem genauen Gegenteil zuzuschreiben. Die Reputation der Kirche war bis in die Neuzeit hinein ihrem unbedingten Willen geschuldet, auf der Seite der Menschen, auf der Seite des Volkes zu stehen.³³ 
In wenigen Resten (auch hier, in einer aktuellen Reaktion des Instituts Philip Neri in Berlin, das auf respektable Weise die öffentliche Messe per Rechtsweg (sic!) durchsetzte: Ein Gottesdienst, in dem die Gläubigen Mindestabstände einhalten, so die erfolgreiche Argumentation, gefährde die Menschen weniger als jeder Supermarkt, und sei außerdem psycholgisch unersetzlich wertvoll für die Immunreaktion; Anm.) ist das zwar auch heute noch erfahrbar, aber der Niedergang des Abendlandes (und damit der Welt!) ist zuerst ein Niedergang der Kirche - als Gott bei den Menschen - gewesen. Wir erleben heute deshalb nicht zufällig diese scheinbare Koinzidenz der Verdunstungen von Gesellschaft und Gnade. In der wir erschüttert vermerken müssen, daß der Papst nichts Relevantes zur Sinndeutung dieser Zeit zu sagen weiß. 
In der wir erschüttert dies als das Siegel des Zustands des Verfalls einer Kultur (und damit der Individuen) erkennen, in dem der Ort des Papstes verdunstet ist: Es wird gar nicht mehr erwartet, daß ein Papst Relevantes zu sagen hat.³³³
Leider hat die Kirchenhierarchie in den letzten Jahrzehnten immer weniger - und heute gar nicht mehr - begriffen, in welchem Kampf wir als Volk Gottes und als Menschheit stehen, und daß dieser Kampf ein Kulturkampf ist. Sie unterstützt sogar noch eine Einschränkung der Freiheit in der für den Menschen ERST-NOTWENDIGEN Angelegenheit, der Teilnahme am Kult, anstatt dagegen aufzustehen. Anstatt das effektivste Mittel gegen eine solche Seuche anzubieten: Das Gebet. Das Opfer vor Gott.

Stattdessen bleiben die Menschen zuhause und entziehen sich damit der kulturellen, dinghaften, institutionalisierten Ordnungsmacht des Lebens. Damit verdunstet das Handeln. Begleitend wurde der Zugang zu Medikamenten erleichtert. In dieser Flachheit der Langeweile, die die stärksten Antriebe zur Welt hin nicht mehr befriedigen, füllen sie die Herzen mit Ersatzwelten.

Nicht nur in der Propaganda, egal von welcher Seite, üben sie somit weiter die falsche Befragung der geistigen Ebenen ein, aus denen das Urteil über Lebensdinge stammt. In diesem Gewöhnen an rein gedankliche Weltbewegung spielt vor allem die Vorstellungswelt der Pornographie eine große Rolle, die auf eine der stärksten Kräfte im Menschen abzielt, die Sexualität. 
Wir haben hier den perfekten Spiegel der wahren Verhältnisse in der heutigen Welt vor Augen. Die Kirche hat sich dem Staat unterworfen, und eine sich als absolute Wahrheit aufplusternde "Wissenschaft" diktiert nun der Welt - im stillen Auftrag der Oligarchen - die Wahrheit. Diktiert, was zu tun und zu lassen ist, und scheucht die Kirche von der Bühne. Die Kirche auszuschalten gehört sogar zum Heilsprogramm der Menschheit.
Doch mehr noch. Die Dinge der Welt werden kategorial mit menschlichen Ideen vertauscht. Sie werden damit benutzt, um eine Situation der lückenlosen und umfassenden Unfreiheit zu schaffen, denn in den Medien wird die Herrschaft über die Ideen Realität. Die christliche Identität - in Italien exemplarisch sichtbar - wird zerstört, zugunsten einer "Versklavung unter eine Ideologie der Unmoral, als globalistische, malthusianistische Abtreibungs- und Migrations-Agenda, die der Feind der Menschheit und der Familie ist," wie Erzbischof Viganò es formuliert. 
Das gesamte soziale, öffentliche Leben ist aus medizinischen Gründen ausgeschaltet (wobei die Abtreibungskliniken in den USA geöffnet bleiben). Unsere Länder haben sich in riesige Konzentrationslager verwandelt, in denen die Exekutive als Wächter darauf achtet, daß alle in ihren Baracken bleiben, und die "sanitäre Diktatur" (Zitat Weihbischof Athanasius Schneider) der Oligarchen aufgeht.

Identitätssuche in Zeiten der Gestaltlosigkeit

Gestalt gibt es nur als Unhinterfragtes, als etwas, das in seiner Erscheinung unbezweifelte Autorität hat. Ist etwas keine Gestalt, findet es sich nie in festen Grenzen, und versucht verzweifelt jene Beschränkungswände zu finden, die ihm Gehalt und damit ein So-sein in der Welt geben. 

Damit geht Gestalt aber auch mit Hierarchie einher. Weil aber diese Grenzen, diese formgebenden (ist-schaffenden) Wände von außen gegeben sein müssen, will man die Hände zum Handeln frei haben und nicht jeden Augenblick dazu benützen müssen, die Bordwände aufrecht zu halten, weil also somit Identität von außen kommt, hat sich der antiautoritäre Impuls der letzten Jahrzehnte als Auflösung der sozialen Strukturen und damit der Identitäten ausgewirkt. 

Und zwar für jeden, nicht für die sogenannten Autoritätsfiguren, die dem Katalog der Schemata der sozialen Gefüge entnommen wurden. 

Gestalt aber - und damit Identität - kann nur als Unhinterfragtes VON AUSZEN gegeben werden. Wird das verweigert, wird es wie heute gar als Bedrohung tituliert, weil man aus der eigenen Erfahrung der Gefährdung der Identität in der postmodernen Erklärung (die alles Zwischenmenschliche zum Kampf um Macht und damit um Herrschaft erklärt) in jedem Augenblick erfährt, wird somit die Haltung die des Aneignens, des Setzens, nicht mehr des (dankbaren) Nehmens, erfährt sich der Einzelne also nicht mehr in einer Schuldigkeit der Umwelt gegenüber, löst sich im selben Maß, wie diese Selbstgebung von Identität versucht wird, eben diese Identität auf. Kein Mensch aber kann ohne Identität leben. 

 Am deutlichsten wird dies bei der Betrachtung der jungen Menschen.

Hier einige Zeitungsberichte aus jüngerer Zeit, die das - mehr oder weniger ratlos - illustrieren.

ERSTE LEBENSKRISE HEUTE BEREITS MITTE 20

Bislang hat die erste große Lebenskrise meist im Alter von etwa fünfzig Jahren stattgefunden. Viele Scherze gibt es über die sogenannte Midlife-Crisis, bei der man an feine Herren mittleren Alters denkt, die plötzlich mit 20-jährigen Frauen auf der Harley Davidson herumcruisen. Doch die Generation Y erlebt die Krise schon viel früher, nämlich mit Mitte 20. Die Quarterlife-Crisis.

Mit Mitte 20 ist man meist mit dem Studium fertig oder arbeitet schon länger in einem Lehrberuf. Viele fragen sich dann, in welche Richtung ihr Leben weitergehen soll. Das ist die Zeit, nach dem „Erwachsenwerden“. Man hat es durch die Pubertät geschafft, jetzt kommt die nächste Krise. Die Quarterlife-Crisis. Auslöser dafür ist meist das Gefühl „nicht genug zu sein“. Man findet keinen Job, der seinen akademischen oder intellektuellen Fähigkeiten entspricht, ist unterbezahlt und unterfordert.

Frust und Konflikte, unerfüllte Kinderwünsche, Unzufriedenheit mit der eigenen Karriere, finanzielle Probleme und die sozialen Medien, die einem zeigen, daß es allen anderen viel besser geht. Daß man der oder die einzige ist, die noch nichts erreicht hat. Man ist nostalgisch, wünscht sich die Jugend zurück und fängt an, Freundschaften neu zu bewerten. Laut Studien sind die Hälfte aller Millenials von der Quarterlife-Crisis betroffen. Unerfüllte Job-Situation, Schwierigkeiten bei der Partnersuche, zu hohe Erwartungen an sich selbst und aus der Gesellschaft - das macht sechs von zehn Mittzwanzigern psychisch enorm zu schaffen.

Doch wie das auch so mit der Midlife-Crisis ist, ist auch die Quarterlife-Crisis irgendwann vorbei. Der Frust motiviert dazu, etwas zu verändern. So kann man aus dieser Krise auch durchaus gestärkt hervorgehen.

Februar 2020


85 Prozent der 14- bis 21-Jährigen machen Selfies, 39 Prozent wöchentlich, 26 Prozent täglich, 14 Prozent sogar mehrmals am Tag. Aber nur 27 Prozent geben zu, dass Selfies eine zentrale Bedeutung für sie haben. Warum? Weil es den meisten schlicht peinlich ist. Das ergab „Selfies ungeschminkt“, eine tiefenpsychologisch-repräsentative Umfrage von „Lönneker und Ihmdal rheingold salon“. Außerdem beschäftigte sie sich mit der Frage, wie sehr die Jugendlichen in sich selbst verliebt sind und warum sich eine ganze Generation über Selfies definiert.

30 Prozent der Jugendlichen sehen das Berühmtwerden als explizites Lebensziel. Heute will keiner mehr Ärztin oder Pilot werden. Die Berufswünsche lauten Influencer oder YouTuber. Selfies sollen auf dem Weg zur Popularität helfen. Außerdem belegt der Umgang mit dieser Art von Fotos extrem selbstverliebte Züge. Laut „Selfies ungeschminkt“ sehen 65 Prozent der Befragten die Anzahl der geposteten Selfies als Indikator für übersteigerte Selbstliebe. Weitere 75 Prozent kritisieren den starken Wunsch nach Anerkennung. Sie sprechen sich also gegen das aus, was sie selbst tun.

Selfies tödlicher als Haie

Fünf Mal so viele Menschen kamen in den vergangenen Jahren beim Machen von Selfies ums Leben als durch Haiangriffe. Die Jagd nach dem perfekten Bild kann in gefährlichen Situationen zu sehr ablenken. So gaben auch 68 Prozent an, dass sie gar nicht mehr mitbekommen, was um sie herum passiert, wenn sie sich fotografieren. Besonders erschütternd: 66 Prozent schätzen, dass sie durch das nachträgliche Betrachten ihres Selfies erst sehen können, was sie erlebt haben. Ebenso finden 44 Prozent, dass das Erlebte erst dann toll war, wenn viele andere es liken.

Alles unter Kontrolle - Hundert Versuche für ein Bild

In der perfekten Welt auf Instagram sollen die Fotos so aussehen, als wären sie bei einem natürlichen Schnappschuss im Vorbeigehen entstanden. Doch das ist ganz und gar nicht der Fall: 45 Prozent der befragten Mädchen gaben an, mehr als 50 Selfies zu machen, bevor eines gepostet wird. Bei 18 Prozent sind es sogar mehr als 100. Auch der zeitliche Aufwand ist enorm: Für ein Selfie brauchen sie mindestens 30 Minuten. Das soll aber nicht sichtbar sind. Trotz des enormen Aufwands soll es ganz natürlich wirken.

Selfies gehören heute zur Selbstfindung der Jugendlichen. Sie sind Ausdruck extremer Selbstverliebtheit und gleichzeitig Ausdruck der Sehnsucht nach Anerkennung durch andere. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Thema Selfies ist die Kontrolle. Die Jugendlichen kontrollieren bei diesem Foto alles: Das Make-up, die Kleidung, die Location, die Pose. Mittels Selfies können die Teenies in kontrollierten Kontakt mit sich selbst und zu anderen treten. Das ist wichtig, denn im Gegensatz zu den Vorgängergenerationen verspürt die Generation Z auf der physischen, gesellschaftlichen und familiären Ebene einen Kontrollverlust.



 

Donnerstag, 2. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (3)

Teil 3) Ausgelöste Krisen und beabsichtigte Folgen


Wie steht es etwa mit der Frage der "Überlastung der Gesundheitssysteme", die, wie wir laufend hören, vermieden werden müsse. Weil wir am Beispiel Italien und Frankreich ein Schreckensbild vor Augen gestellt bekommen, das es zu vermeiden gelte. Stellen wir doch einmal eine naive Frage. Könnte es nicht sein, daß ein  so fernsehgerecht inszeniertes Chaos (Corona? siehe Italien) seinen Grund (zumindest auch) darin haben könnte, daß manche Krankenhausmanager und Ärztevereingungen gezielt eine Überlastung demonstrieren, weil die kolportierten Bilder das sicherste politische Druckmittel sind, öffentliche Gelder fürs Gesundheitswesen loszueisen?

Ist das nicht in den USA eine für die kommenden Wahlen entscheidende Frage, also ziemlich aktuell? Wird sie nicht genau deshalb vielleicht so dramatisch aufbereitet? Nicht nur in den USA, nicht nur aus dem demokratisch "woke" regierten New York kommen panische "Hilfeschreie" über die Medien, daß eine Katastrophe unabwendbar, hunderttausende Tote zu erwarten seien. Ist das mehr als der Versuch, Trump eine Niederlage zu bereiten?

Aber auch bei uns, wo ja auch überall "kaputtgespart" wurde oder werden könnte, kennt man das. Dieses politisch nützliche Schreien aus Angst vor dem möglichen Schmerz, also vor einer Vorstellung, nicht wegen eines wirklichen Schmerzes.

Wobei zusätzlich die Frage offen bleibt, ob allfällige Budgetknappheiten am öffentlichen Sparen liegen, oder an den immens gestiegenen Kosten einer immer schrankenloser ausgebauten Apparatemedizin. Die mit Zentralismus reagiert, obwohl der Trend zum Gigantismus die sicherste Methode ist, Geld schon im reinen Erhaltungsbedarf zu verbrennen, und damit Kosten zu steigern.
Sowohl von den Methoden als auch von der Organisation her ähnelt unser Kranken(haus)wesen damit immer mehr kapitalistischen Ansätzen, in denen (warum auch immer) Investitionen von der Kapazität her gedacht werden, die ausgelastet werden MUSZ. Unsere Medizin hat also, streng genommen, das absurde Ziel, daß es immer so und so viele Kranke WILL oder WOLLEN MUSZ, um ihre Einrichtungen auszulasten, weil diese sonst nicht leistbar sind.  
Stellen Sie sich, werter Leser, einen Arzt vor, der ZU WENIGE Patienten hat, weil "er" zu viele gesund gehalten oder gar zur Heilung geführt hat. Wovon lebt der aber dann? Denn unsere Medizin lebt praktisch VON DEN KRANKEN, nicht von den Gesunden. Und das in einer Situation, in der eine immer ratlosere Humanmedizin objektiven Halt und vor allem Rechtssicherheit in der Technik sucht, um den Verlust der Kunst im Arztwesen zu ersetzen. (Darin ist, so nebenbei, die Lage der Medizin am direktesten mit der Bildungssituation zu vergleichen.)
Eine weitere Auffälligkeit gibt es in einem Ziel, das mit den momentanen Maßnahmen erreicht wird und wo man sich fragen muß, ob es nicht beabsichtigt und somit das eigentliche Ziel sein könnte. Jones vergleicht das derzeitige Geschehen bei uns mit den Ereignissen von 2002 im Westjordanland, ungefähr 15 Kilometer nördlich von Jerusalem. Als die israelische Armee Ramallah besetzte. Sofort verhängten sie ein Ausgehverbot, und gleichzeitig okkupierte sie die Fernsehstation. Nun standen die Palästiner vor einer Wahl: Gingen sie auf die Straße wurden sie von israelischen Scharfschützen beschossen. Blieben sie zuhause, war ihre einzige Informationsquelle das Fernsehen. Und das lieferte eine Überraschung. Anstelle des erwarteten üblichen Fernsehprogramms waren ausschließlich Pornofilme zu sehen.
Ein Volk, das die Häuser schließt, wenn der Feind kommt, ist zu schwach, um ihn aus dem Land zu werfen. Er wird nun den Weizen stehlen, die Pferde rauben und die Rinder schlachten. Dann wird er gehen. Aber er wird nächstes Jahr wiederkommen um zu sehen, was er wieder stehlen kann. So wird das Volk arm. (Spruch aus China)
Wir haben heute nicht nur das Fernsehen, wir haben vor allem die elektronischen Medien. Und wir erleben derzeit die Möglichkeit einer aus medizinischen Gründen verhängten, totalen Abhängigkeit davon. (Die mit der Realisierung von 5G als totale Einbindung in Netze noch deutlich steigen wird: Auch das letzte bislang Private wird zum Entscheidungsbelang der Allgemeinheit - und damit nach deren Prinzipien gesteuert - erhoben, Anm.) Kein Lebensvorgang mehr, der zumindest aus medizinischen Gründen nicht auf elektronischem Weg erledigt werden müßte.

Mit den neuen elektronischen Medien stehen weitere Mittel der Manipulation zur Verfügung. Waffen, die viel schärfer sind als die schärfste Munition. Die Rede ist von der Pornographie, als vorzüglichstes Mittel politischer Kontrolle, schreibt E. Michael Jones in seiner Stellungnahme zum Corona-Virus. Sie erlebt nun eine Glanzstunde der Entfaltung ihrer Wirkmacht.

Das Beispiel Ramallah beweist, so Jones, daß Pornographie von niemandem, der sie einsetzt, als Tor zur Freiheit verstanden wird, sondern als Waffe, die Weckung wie Abhängigkeit von subjektiven Begierden - und damit Unfreiheit - bringt.
Ist nicht heute dasselbe passiert? Pornhub vermeldet eine deutliche Steigerung seiner Zugriffe, und hat den seit zwei Wochen und auf nicht absehbare Zeit in ihre Wohnungen eingesperrten Italienern als "Hilfe in der Krise" - was für ein Zynismus! - kostenlosen Zutritt zu seinem Pornoportal versprochen. (Mittlerweile hat das Pornoportal sogar weltweit kostenlosen Zutritt eingeführt, denn es handele sich bei Corona ja um eine Pandemie; daß bis vor kurzem und nach wie vor die Hälfte des Internet-Datenverkehrs der Pornobranche zuzuschreiben war, reicht offenbar noch nicht; Anm.)
Kann man mehr Kontrolle haben? Isoliert, auf die Medien als Informationsquelle angewiesen ... und von dort aus umso leichter kontrolliert, als sich die Mainstreammedien in den Händen der Oligarchen befinden. Pornhub hat vor acht Jahren in einem Statement offen über seine Rolle im globalen Netzwerk der Oligarchie geschrieben: „Wir arbeiten immer daran, mehr Funktionen hinzuzufügen, die Ihre Pornosucht am Leben erhalten."
Aber auch in der Literatur ist diese Rolle längst ausformuliert, sie wird aber wie immer zu wenig gelesen, und zu schnell vergessen. Selbst bei Säulenheiligen der Gegenwart, die großen Einfluß auf die Erzählung der heutigen Menschen hatten. Wie der französische Philosoph und in gewissem Sinn "Vater der Postmoderne" , Michel Foucault. Er sagte bereits 1975 den Oligarchen: "Geben Sie uns unbegrenzte sexuelle Befreiung, und die Linke wird Ihr ungerechtes Wirtschaftssystem nicht kritisieren." Foucault erklärte den Oligarchen theoretisch das Prinzip, daß sexuelle Befreiung eine Form der politischen Kontrolle sei.

Giovanni Gasparro (*1983)
Auch Pier Paolo Pasolini, der Filmemacher, kam zu diesem Urteil. Wie Foucault war Pasolini Katholik, den seine Homosexualität aus den Geleisen warf. Beide waren 1968 vom Marxismus desillusioniert, beide verwandelten ihre Weltanschauung in einen "sexualisierten Marx", in dem - aufbauend auf den Thesen von Siegmund Freud - die Sexualisation die Rolle des revolutionären Agitateurs übernahm. Beide erkannten aber auch die gefährliche Schlüsselrolle bei gesellschaftlichen Veränderungen, die die "Wissenschaft" als staatlich gesteuerte Kontrolleinrichtung einnahm.
Sowohl Foucault als auch Pasolini waren der Ansicht, daß der Aufklärungsstaat der wahre Feind sei. Vor allem, weil die Kirche (als einziges wirkliches, weil über die Legitimität herrschendes Gegengewicht; Anm.) das Gebot der Aufklärung verinnerlicht hat, daß nur die Wissenschaft die „ultimative Realität“ bestimmen könne, und infolgedessen (die Kirche; Anm.) irrelevant geworden sei. (cit. Jones)
Das Verhältnis von Pasolini zu den Veränderungen, die er ab den 1970ern erlebte, war höchst ambivalent. Ja, immer mehr lehnte er aus Gründen künstlerischer Wahrhaftigkeit die "befreienden" Zeitströmungen ab, weil er ihre Lüge, aber auch die Zusammenhänge mit den von ihm als wahre Faschisten gesehenen Oligarchen erkannte. Die Gerüchte wollen bis heute nicht verstummen, die seinen gewaltsamen Tod durch einen 17jährigen Strichjungen als geplante Ermordung durch Hintermänner bzw. Oligarchen sehen.

G. Gasparro - San Michele
Das zeigen seine späten Filme, die eine Situation beschworen, die der heutigen erschreckend gleichen. Das Aufkommende, das Pasolini sah, bereitete ihm nur noch Unbehagen: Er sah sie, er sah die Brave New World. Und diese Brave New World war (siehe sein Spätfilm "Salo", in dem der dieses Bild ausführlich beschrieb) eine Situation der Quarantäne. (Oder, wie es der VdZ auf diesen Seiten bereits ausgebreitet hatte, eine "Bunkersituation"; Anm.)

Leider haben die meisten Katholiken die Aussagen in Pasolinis Kunst aus "Gründen der Anstößigkeit" wie so oft und bis heute nicht verstanden. (Er war die Stimme der Wahrheit in der Kunst, die besonders "Konservative" heute so gerne einfordern - und das nur, weil sie sie ständig überhören, und wie die gesamte Kirche ein gestörtes Verhältnis zur Kunst haben; Anm.)
"Die sexuelle Revolution war in Wirklichkeit eine sadistische kapitalistische Phantasie, die von entarteten Oligarchen an einer Gruppe ahnungsloser Opfer im Alter von Teenagern und Zwanzigern ausgeübt wurde, die nun in einem luxuriösen Konzentrationslager gefangen gehalten wurden, in dem pornographische Phantasie obligatorisch war und religiöse Praktiken mit dem Tod bestraft wurden." (P. P. Pasolini, zitiert von E. Michael Jones)
Noch nie war der wahre Charakter der oligarchischen Kräfte so sichtbar wie heute. Wie sagte der demokratische Politiker und Ex-Stabschef unter Obama, Ex-Bürgermeister von Chicago und Ex-Kongressmitglied Immanuel Rahm
"Laß niemals eine Krise ungenützt verstreichen!"
Eine Corona-Krise als solch' eine Gesellschaftssituation der Quarantäne verblüffend exakt vorbereitendes Szenario war bereits 2012 im Gespräch. Die Corona-Krise sieht Jones deshalb als bislang entschiedensten Anlauf der Oligarchie**, die Kontrolle über die Weltbevölkerung zu erlangen. Und man könnte einen Plan hinter den heutigen Geschehnissen erkennen.

Schon 2012 war offen von dieser Auslösung einer Weltkrise durch den Ausbruch einer Pandemie durch den Corona-Virus gesprochen worden. Der republikanische Senator Burr aus North Carolina, offensichtlich mit Insiderinformationen ausgestattet, hat noch vor dem Ausbruch "der Seuche"² in China seine Aktien abgestoßen, und ist so dem bevorstehenden Kurseinbruch an den Börsen zuvorgekommen. 

Zufall? (Und warum ist auch Donald Trump binnen eines Tages von "weit überschätzte, in Wahrheit nicht ernstzunehmende Gefahr" auf "einem 9/11 übertreffenden Notstand für das Land" umgeschwenkt, für dessen Folgen binnen Stunden fünfhundert Milliarden Dollar bereitstanden? Anm.) Waren nicht die Haupt- bzw. Erstopfer des Corona-Virus China und Iran, fragt E. Michael Jones? Wie sieht das Verhältnis der USA zu diesen Staaten³ aus? Wie auch immer, die Oligarchen nützen diese Krise zu ihrem Vorteil, und das CUI BONO war noch nie der verfehlteste Ansatz, um die Gründe für ein Geschehen zu eruieren. 


*250320*

Doch ein weiteres Pearl Harbour?

So nennt eine amerikanische Aufklärungsseite das "9/11"-Ereignis, diesen vorgeblichen Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001. Warum? Weil die historische Forschung schon seit 1945 viele Indizien dafür hat, daß der japanische Angriff, der den Eintritt der USA in den (dann) Zweiten Weltkrieg im Dezember 1942 auslöste, und der ein japanischer Luft-Überfall auf den US-Flottenstützpunkt auf Hawaii gewesen ist, zumindest gewußt, zumindest zugelassen, auf jeden Fall provoziert worden war.

Ebenso wenig wie das "Verschwörungstheorien" sind, hat auch der zerstörerische Flug zweier "entführter" Verkehrsmaschinen in die beiden höchsten Türme des WTC, den WTC 1 und 2, wie im Jahre 1942 den Eintritt der USA in einen Krieg, den Golfkrieg, bewirkt. Der seither als "Krieg gegen den Terror" ein Krieg ohne faßbaren Rahmen und ohne greifbaren Feind ist, aber das Land und eigentlich die ganze Welt in einer Haltung festgeeist hat, die Sonderbedingungen schafft, wie sie eben in jedem Kriegszustand sogar nötig sind. Die aber jeden normalen Lebensgang insofern beschränkt, als sie um des obersten Zieles wegen, des Kampfes ums Dasein, ums Überleben, jede Form von Einschränkung, aber auch jede Form von Aufwand rechtfertigen muß und soll.

War also der vermeintliche Terrorüberfall in New York im Jahre 2001 gar kein solcher? Was sonst steckt dahinter? Das wissen wir nicht. Wir wissen aber mit immer größerer Sicherheit, daß der Einsturz von 3 (drei!) Türmen (auch WTC 7 ist einige Stunden später eingestürzt) aus wissenschaftlichen Gründen nicht so passiert sein kann, wie die offizielle Erklärung lautet.

In diesem vielleicht besten Vortrag, den der VdZ zu diesem Thema gehört hat, expliziert der deutsche Physiker Ansgar Schneider den Fall, mit akribischer Präzision, und entsprechend umfassend und lang. Hier in verleumderischer Absicht von Verschwörungstheorien zu sprechen ist unseriös, zum mindesten. Denn gerade aus wissenschaftlichen (!) Gründen kann, ja muß nur eines gesagt werden: Die Art, wie diese Türme eingestürzt sind, alles was man aus den Hinterlassenschaften, den Trümmern, den faktischen Ereignissen und Beobachtungen, den Zeugenaussagen, den Analysen des Schutts sagen kann ist, daß sich alles so verhält, als wären diese Gebäude gesprengt worden.

Ein Argument vor allem hat den VdZ verblüfft. Es findet sich im Video ab ca. 1 h 08 min. Es wurde nämlich hochgerechnet, welche Energie notwendig gewesen ist, um den in den Gebäuden verarbeiteten Beton in jenen Zustand - Staub! - zu verwandeln, in dem er tatsächlich gefunden wurde. Und diese Energie ist deutlich höher als im Gebäude (also in Form von potentiellem Brennmaterial, sagen wir es einfach) samt dem Kerosin der Flugzeuge enthalten war!

Aber höre und sehe der Leser die Gesamtheit dieser Argumentation. Mit Versponnenheit oder Verrücktheit hat das nichts zu tun, das Ansgar Schneider da vorbringt. Es ist nur das Ringen um die Wahrheit. Die so ganz anders aussehen könnte als das, was der Welt erzählt wurde, und seither einen Krieg - vor allem aber eine permanente Angst- und Bedrohungssituation für den gesamten Westen, ja für die gesamte Welt - aufrecht hält. Eine Situation, in der die Bevölkerungen der Länder der Erde unter Bedingungen gehalten werden, in denen die Freiheit zugunsten einer unmittelbaren existentiellen Bedrohung keine Rolle spielen soll.

Auch Ansgar Schneider ist auf Indizien angewiesen. Zumindest aber läßt sich sagen, daß die von den USA selbst verkündete "Erklärung" NICHT STIMMEN KANN. Dann aber stimmen auch die Argumente nicht, die diese Einschränkungen der Freiheit der Bürger - weltweit - rechtfertigen sollen. Dann muß man sich also sagen, daß das, was wirklich hinter 9/11 steckt, was wirklich hinter diesen darauf aufbauenden Kriegen steckt (man denke nur an die amerikanische Praxis, "Terroristen" durch Drohnen auszuschalten, was bisher gut und gerne fünftausend Menschen ohne jede Gerichtsverhandlung "ausgeschaltet" hat) ANDERS sein muß als man uns sagt. 

Und: Welche Rolle spielen hier die Medien, auch unsere? Was bewirkt, daß sie diese SICHERE LÜGE - wobei jede Gegentheorie nur Spekulation, nur Indizienprozeß, nur Ableitung sein kann, zumindest nach heutigem Stand - unterstützen? Warum pathologisieren sie so einhellig jede Skepsis, jede Kritik an Untersuchungsergebnissen und Erklärungsmodellen, die GANZ SICHER nicht stimmen können? Denn nicht die "Verschwörungstheoretiker" ignorieren Tatsachen, im Gegenteil!

Die Tatsachen sind es, die nach anderen Erklärungen schreien. Und die Medien sind es, die Tatsachen ignorieren, ja verschweigen, gar vertuschen. Sie sind es, die Tatsachen als "Meinung", als "Spekulation" vertäuscheln, und jene, die sich an Tatsachen orientieren, also an Wirklichkeit, zu Phantasten, ja zu krankhaften Verschwörungstheoretikern abstempeln.

Wir haben es hier, sagt Schneider, mit einer kontrafaktischen Debatte zu tun. Irgendjemand in unseren Verfassungsschutz- oder Regierungsbehörden verschweigt etwas, oder weiß etwas nicht, das er wissen sollte. Der Physiker schlägt sich in fast einem Drittel des Vortrags auch recht gut darin zu zeigen, daß der Begriff "Verschwörungstheorie" überhaupt nicht - schon gar nicht wissenschaftlich - faßbar ist.

Warum er dennoch, und natürlich: gleich zu Beginn, manche Tatsachen ausschließt, denn die wären rassistisch oder antisemitisch, ist deshalb umso weniger nachvollziehbar. Kann es manche Tatsachen auch bei ihm nicht geben, weil es sie nicht geben darf? Worin unterscheidet er sich dann von den deutschen Behörden?





*200220*

Mittwoch, 1. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (2)

Teil 2) Gibt es überhaupt eine Seuchengefahr?
Rechtfertigt sie die politischen Maßnahmen?


Für die Kategorie der Dinge - Seuche, Virus - ist die Wissenschaft zuständig. Zu definieren, welcher geistigen Natur, welchen Ranges in der Ordnung der Welt aber diese Dinge sind, ist Aufgabe der Kirche. Diese Ordnung hat einmal mehr die Politik nicht beachtet, und aus den Aussagen der Wissenschaft eigenmächtig die Interpretation über deren Natur übernommen. Und diese nunmehr definierte Gefahr zu bekämpfen rigorose Maßnahmen verordnet, in der die Kirche nicht einmal mehr zu den "notwendigen" Dingen gezählt wird.

Dabei ist eine Quarantänesituation für Gebiete und Länder die denkbar schlechteste medizinische Maßnahme. Es ist gesicherte Erkenntnis, daß unter solchen Bedingungen Ausbreitung und Schwere einer Viruserkrankung massiv zunehmen. 

Italien - Tote Grippe vs. Corona
Man muß die Situation in Italien in der Weise deuten, die auch belegbar ist. Und daraus lassen sich einige Aussagen treffen: Erst mit der verhängten Quarantäne hat man eine Corona-Epidemie so richtig angefeuert. Sogar die Erfahrung auf den Kreuzfahrtschiffen zu Anfang der Krise zeigt, daß hier nicht die (durch nicht zu Unrecht eigentümlich anmutende weil ständig ausgeweitete "Symptome" immer dramatischer steigende) Gefährlichkeit des Corona-Virus vorgezeigt wurde, auf die sich viele Maßnahmen dann beziehen. Vielmehr werden die virologisch idealen Bedingungen der Hochzüchtung zu einer Gefahr geschaffen werden. Wenngleich selbst dort (siehe Kreuzfahrtschiff Diamond Princess) die Todesrate unter den Erkrankten "nur" bei 1% (einem Prozent) lag. Und das bei der von Kreuzfahrten bekannten Altersstruktur des Publikums ... Über die Zahlen in Italien herrscht ohnehin frohes Rätselraten. Die hier eingefügte Graphik wurde von W. Briggs (ohne Gewähr!) am 28. März auf Twitter gestellt. Sie zeigt eine interessante Kollision: Zum selben Zeitpunkt, an dem die Corona-Toten explodierten, sanken die Grippe-Toten gegen Null ...

Überall werden derzeit - unter Propagierung völlig falscher oder absichtlich falsch interpretierter Statistiken, Fallzahlen und Todesraten, unter Verbreitung von ausgewählten Bildern des Schreckens und der Hölle - Methodiken und Werkzeuge eingeschliffen, die fortan problemlos und jederzeit wieder aktivierbar sind. Oder gar nicht wieder abgeschafft werden. 

Giovanni Gasparro - Tuttifanti
Eine Berufung auf reale Zahlen rechtfertigt aber nichts davon, und schon keineswegs die Panik, die (so könnte man meinen) nur die von China beherrschte WHO ausgelöst hat. Weil die laut John PA Ioannidis, Professor für Medizin, Epidemiologie und Bevölkerungsgesundheit, biomedizinische Datenwissenschaft und Statistik an der Stanford University und Co-Direktor des Stanford Meta-Research Innovation Center, praktisch überall viel zu hoch gegriffen sind. Laut Ioannidis ist beim Corona-Virus lediglich mit einer Sterberate von 0,1 Prozent zu rechnen. Und selbst diese Zahl könnte um eine Zehnerpotenz zu hoch sein. Innerhalb der jahreszeitlich bedingt üblichen Grippe-Epidemie wären diese Zahlen gar nicht aufgefallen.

Man weiß also gar nicht wirklich, wovon man bei einer vorgeblichen Corona-Pandemie sprechen soll. Ob nicht der Satz eher stimmt, daß die Menschen nicht AN Corona erkranken und sterben, sondern MIT Corona. Denn sämtliche diesbezüglichen Statistiken sind in ihren Ansätzen und Annahmen über die Realität falsch oder mangelhaft. (Entsprechend entbehren alle staatlich verhängten Maßnahmen jedes realistischen Fundaments; siehe dazu auch diese Diskussion unter "politischen Besserwissern" aus einem österreichischen Medium; Anm.)

Eine Quarantäne ist medizinisch gesehen kontraproduktiv

Die Gefahr einer Ansteckung in öffentlichen Räumen und die in einer geschlossenen Situation (etwa in einem Haushalt) liegt bei hier 0,5 Prozent - und dort bei zehn Prozent! Das zeigt sich auch in Gebieten mit kleinen Wohnungen, verglichen mit denen mit größeren. Wie in China, wo rund 80 Prozent der Ansteckungen innerhalb enger sozialer Verbände (wie Familien) erfolgten; wie in Italien, wie China mit durchschnittlich sehr kleinen Wohnungen. Die weltweit staatlich verhängten Maßnahmen flächendeckender Quarantäne sind deshalb nicht nur falsch, sondern sogar einer Epidemie kontraproduktiv.
Man muß deshalb offen aussprechen, daß die staatlichen Maßnahmen für den Tod vieler tausend Menschen direkt verantwortlich sind, die bei normaler Fortführung ihres Lebens nicht (schwer) krank geworden und nicht gestorben wären. Die Politik tut sich aber deshalb so leicht, weil es keinen Gegenbeweis gibt.²²
"Lokale Regierungen und Politiker fügen massiven Schaden und Störungen zu, ohne daß Beweise vorliegen, die ihre drakonischen Erlässe rechtfertigen. Sämtliche lokalen Regierungen befinden sich dabei in einem mimetischen Wettlauf, wo sie sich in autoritären Stadtverordnungen gegenseitig bekämpfen, um zu beweisen, wer mehr „Vorsicht walten lässt“. Politiker konkurrieren nicht um mehr Beweise oder mehr COVID-19-Heilmittel. 
Wenn die Arbeitslosigkeit steigt und sich die Familien bereits unerträglich belastet fühlen, stehen sie unter dem Druck, die von ihnen geschaffene Situation mit noch radikaleren und „kreativeren“ politischen Lösungen zu „reparieren“. Dies schafft noch mehr Probleme und einen noch größeren Schneeballeffekt." (Zerohedgecit. Jones) 
Die Frage nach den Ursachen ist also seltsam unlösbar. Könnte es damit sein, daß wir die Frage über das "cui bono" lösen müssen? Gibt es gar Nutznießer aus dieser Situation?




*250320*

Aber an der wahren Ursache halten wir fest

Auf Klonovskys Acta Diurna fand der VdZ diese Liste, die einen Überblick über die derzeitigen besorgniserregenden Entwicklungen geben soll, und in den Augen Klonovskys wahrlich Schaudern erzeugt und ein höchst pessimistisches (=realistisches) Bild ergeben soll: 

Was hier demnächst abläuft, ist also dies: Dekarbonisierung der Volkswirtschaft, Enteignung, Transferleistungen nach Afrika bei schwindenden Mitteln, auf Dauer gestellte Migration nach Europa, digitale Überwachung, Fahrverbote, Flugverbote, Produktionsverbote, Hausbauverbote, Bargeldabschaffung, Freiheitsabschaffung, BKA-Datei für Kritiker (bei ständiger Erweiterung des "Hetzer"-Kreises), irgendwann Rationierung von Energie, Fahrkilometern, Wohnraum, steigende Kriminalität, die aber von eingebürgerten "Europäern" verübt wird, Beschweigen der Ursachen, überall aufflammende Unruhen, Eskalation des "Kampfes gegen rechts"; Ausplünderung, Knebelung, Veramerikanisierung und Chinasierung Europas unter der Ägide von Figuren wie Merkel, Lagarde, von der Leyen, Baerbock. Als Endsiegsverheißung: Weltregierung, globale Osmose, globaler Ausgleich, bei Inkaufnahme von Technosphärenkollaps, massiver IQ-Schrumpfung, kultureller Regression, totaler elektronischer Kontrolle.

Das Seltsame ist, daß der VdZ sich augenblicklich zu Widerspruch angeregt fand. Als wäre des Pudels Kern nicht nur nicht getroffen, sondern elegant umschifft worden. Dann wäre die Liste also eine Beschwerdeführung über lauter Dinge, an denen man in Wahrheit - weil an deren Ursachen - festhält. Wer am Liberalismus festhält, hat diese Ursachen aber immer mitgekauft. Worüber also beschwert er sich?

Was sind denn nämlich die wahren Ursachen? Bringen wir doch einmal Ordnung in diese Liste der Beschwerden. 

Was ist es, was uns wirklich wenig erwarten läßt, und doch alles? Es ist die Glaubenslosigkeit, die Schwäche der Kirche, die Schwäche der Wissenschaft (Anthropologie), Verlust der Kunst, der Verlust der Vernunftfähigkeit. Machtverteilung auf der Welt. Anders als der Liberalismus "fordert" ist die Welt kein pragmatisches Irgendetwas, das man nach Gutdünken zu formieren habe. Die Welt hat vielmehr eine innere Grammatik, eine Sinnorientierung, eine Gerichtetheit, die nicht bei faktischen Zuständen und Vorgängen beginnt, sondern dort endet.

Wo diese Grundgrammatik fehlt, weil pragmatischen Lösungen Vorzug gegeben wird, wird der entscheidende Aspekt - die Grundlage des Urteilens, was denn wichtig, was denn zu priorisieren sei - nicht nur übersehen, sondern die transzendente Wirklichkeit als eigentliche, als wirkliche Wirklichkeit ausgeklammert! Die Priorität, die Art und Weise, wie etwas zu "lösen" sei, ist also nicht einfach Thema eines rationalen Diskurses, dessen Ergebnis wie die Summe einer Addition zu ermitteln wäre. Sondern es ist eine Ausrichtung am Transzendenten selbst! Es ist die Einbeziehung dieses - unsichtbaren - Wirklichen am Geschehen weil am Ausgang der Welt(rechnung). So, wie alles Insgesamt aus dieser Quelle des Wirklichen erwächst! Und nicht als bloßes Ergebnis menschlichen Handelns erfließt, so daß die Weltprobleme auch rein menschlich gesehen zu "lösen" wären.*

Das ist es, was fehlt. Das ist es, was jedem "aufgeklärten" Verstand fehlt. Das ist es auch, was Michael Klonovsky fehlt. Nicht quantitativ, nicht technisch, sondern als Kategorie der Wirklichkeitserfassung und der Stellung des Menschen dazu. Alles, was sonst ästhetisch-poetisierend daherkommt, ist somit lediglich Simulation der Wirklichkeit, die hinter wahrer Poesie steckt. Ist somit künstliche, poseurhaft ästhetisierende Lebensart.

Die (auch) von Klonovsky deklarierte Haltung des Agnostikers, der sich (als angeblich Äquidistanter) nirgendwo naß machen, aber von allem letztlich dann doch profitieren möchte, ist nicht die des besonders "Freiheitsliebenden", sondern die des Ungeformten, der die Freiheit zur Ungeformtheit als Sein ausgibt, weil es zum Beispiel wesentlich bequemer ist. Und man sich auf subtile Art doch das Rollenfach des "Gutmenschen" sichert. Der man das Dekor des Ästhetizistischen umhängt, indem man wie auf einem Flohmarkt der Gebrauchtwaren die Depots der Tradition zur Travestie mißbraucht. Umso täuschender, als der Instinkt für das Gute, Wahre, Schöne umso bewußter wird, als eben dieses Gute, Wahre und Schöne dem eigenen Sein fehlt.



*Unter diese Kategorie fällt auch die nicht nur bei Liberalen, sondern bedauerlicherweise auch bei den meisten Rechten, angeblich "Konservativen" vorzufindende Haltung hinsichtlich einer angeblichen "Gefahr der Überbevölkerung" der Erde. Vielleicht zeigt sich dabei am deutlichsten, wie wenig Rolle die von der Dimension her andere der Wirklichkeitsanbindung (religio) am Sein als Herrschaft über die Geschichte und Welt spielt. Wie sehr alles Reden von Kulturverlust und -niedergang eben nicht mehr ist als das: Belangloses, letztlich liberalistisches, also agnostisches Gerede. Dem eine Maske der Ideologie übergestülpt wird, weil dieser Stellung zur Welt eben nichts anders als menschlich-rationalistische, diesseitsimmanente Weltkonstruktion bleibt. An diesem nächsten Scheingespenst festzuhalten, ist dabei der letzte, aber entscheidende Haltegriff in der Geborgenheit im Zeitgeist, nicht mehr.




Dienstag, 31. März 2020

Doch eine Strafe Gottes? (1)

Was sagt E. Michael Jones zur Corona-Krise? Wir finden dazu ein Video, das wir am Ende dieser Artikelserie bringen, noch mehr aber in einem auf den Seiten des Culture Wars Magazine veröffentlichten Langtext. Der deshalb empfehlenswert ist, weil Jones es im Video nicht schafft, wirklich eine These vorzustellen; sie findet sich eher im Text. Wir versuchen hier nun, auf der Grundlage seiner Aussagen eine zusammenhängende Erzählung zu formen, in der wir uns freilich manche Freiheit nehmen.

Jones beginnt seine Ausführungen mit der Erinnerung an König David, als er wiederholt schwer gesündigt hatte: Erst das Drama um Bathseba und deren Mann Uria, dann noch die Volkszählung - das war für Gott genug. Er ließ David die Wahl zwischen drei Strafen: Eine dreijährige Hungersnot fürs ganze Land, drei Monate in der Hand der Feinde, oder drei Tage Pest. (Siehe übrigens auch hier: Das Volk, in einer "Ehe" mit seinem Herrscher, nimmt selbstverständlich am Schicksal seiner Führer teil, die sogar die Strafe wählen. Anm.) David, der so viel menschliche Komponente wie möglich ausschließen, eher so viel Gott wie möglich wollte, wählte die Pest. (2 Sam 24; 14-5)
Die Situation heute ist ähnlich, und man muß sich fragen: Hat sich einer der Führer für Pest entschieden? Vielleicht als Deckmantel, in dessen Windschatten ganz andere Fehler und Sünden vertuscht und verborgen werden sollen? Zwei Hauptverdächtige könnten da identifiziert werden - Amerika und China.
Denn es ist heute doch auch alles anders als zu Zeiten Davids - sehr komplex, und scheinbar verwirrend. Einige meinen deshalb, daß wir uns mitten in einem Krieg befinden. Amerika hat China als Schuldigen identifiziert, der die Weltwirtschaft treffen möchte, in China wiederum geistert die Erzählung herum, daß der Corona-Virus von den USA als Biowaffe* freigesetzt worden ist.
Giovanni Gasparro (*1983) - Die Bedrohung

In diesem Krieg ist ein noch nie dagewesenes Instrumentarium der Kontrolle und Steuerung der Information aufmarschiert, das für Europa per politischem Beschluß sogar offen zentralisiert wurde. Ohne jede Scheu vor Gegenwind wird die gesamte Informationswelt auf Wichtigkeit und Relevanz von Netz-Information über Datendurchflußmengen (bis Halsweite Null, sozusagen) gesteuert. 

Selbst Wirtschaftsvorgänge (amazon, das einen Umsatzboost erlebt, mußte bereits "nicht lebensnotwendige Produkte" in der Bearbeitung benachrangen, um nicht mit öffentlichen Forderungen in Konflikt zu geraten; Netflix, um nur Beispiele zu nennen, hat angesichts deutlich gestiegener Abrufzahlen Ähnliches etabliert; Anm.) werden mit diesen simplen Mitteln, die "niemand sieht", bereits gesteuert.

Wir fügen hinzu, weil es in dieselbe Kerbe schlägt: Im Rahmen einer Seuchenbekämpfung kam es auch zur eleganten Stillegung der antiglobalistischen Proteste (vor allem in Frankreich). Man hat ebenso das Verstummen der einen außer-demokratischen, illegalen Putsch vorbereitenden Proteste von Klima- und anderer linker Bewegungen, die ein Einreißen unserer Kultur und unserer Gesellschaften forderten, erreicht. Ein Widerspruch zur These der Oligarchen? Mitnichten. Hauptnutznießer dieses Verstummens sind immer ... Politiker. 

Wie Macron, dem seine Nähe zur Oligarchie wie Lippenstift am Kragen klebt. Demgemäß hat Frankreich, das (seit DeGaulle) ohnehin eine sehr autoritäre, präsidiallastige Verfaßtheit hat, die derzeit schärfsten Ausgehverbots-Gesetze. Nur mit einem per Computer herunterzuladenden Dokument darf man auf der Straße gehen. Wer solch ein Dokument nicht vorweisen kann, wird bestraft oder gleich arrestiert. Was glaubt der Leser, was schlagartig mit den "lästigen" Protesten der Gilets jaunes passiert ist?

(Per 25. März wurde sogar über Indien, das sind 1,3 Milliarden Menschen, für die nächsten 21 Tage die Quarantäne verhängt; Zahl der "Infekte"? 400; Anm.)

Was inzwischen in Dänemark passiert ist, ist mit Gewißheit nur Vorreiter für Resteuropa: Hier wurden nun sogar Zwangstests und -impfungen verordnet. Nirgendwo in Europa hat die Exekutive (sowie deren Vertreter, wie Privat-Sicherheitsfirmen) derartige Befugnisse, wie sie jeder Gewaltdiktatur zur Ehre gereichen würden und bereits jetzt bis März 2021 geltend gemacht wurden. Diesen Gesetzen nach zu urteilen "befindet sich Dänemark im Krieg."

Das geschieht mit der Rechtfertigung der Berufung auf die Wissenschaft. Die als Religionsersatz gott- und offenbarungsgleiche Autorität beansprucht und zugestanden erhält. Sie transportiert mittlerweile, abhängig vom Geld, die "Szenarios", die über die Welt von den Oligarchen (die die Bildungsinstitutionen und Elite-Forschungseinrichtungen - etwa über die Rockefeller-Stiftung - beherrschen) verhängt werden.

Unter ihrem Einfluß verhängen die Staaten weltweit Kriegszustand, der jede öffentliche Ordnung außer Kraft setzt. Sie ist gerne, wie eine Hure, bereit, dieser Politik (die selbst wiederum in einem Wechselspiel mit der Oligarchie verknüpft ist) Instrumentarium und Rechtfertigung für eigene Ziele zu sein.



*250320*