Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Das Wirken des Heiligen Geistes (1)

Selbst wenn man die Enzyklika FRATELLI TUTTI als nächste Unsäglichkeit dieses Papstes einstufen muß, die von Irrtümern*, Fehleinschätzungen, Widersprüchen, Wirrnissen und sogar buchstäblichen Ausflügen in den Sozialismus nur so strotzt, würde man ihre Worte 1:1 nehmen. 

Weshalb dem Verfasser jener Zeilen, die als Enzyklika hohen Stellenwert haben weil sie Denkimperative aufstellen, das heißt, man muß sie ins eigene Denken einfließen lassen, ob man will oder nicht, denn es ist immer noch der Gehorsam, der den Blutkreislauf der Gnade aufrecht hält, nicht "richtig oder falsch". Was aber nicht heißt, daß man Falsches auch so übernehmen muß. Und Falsches findet sich in Fratelli Tutti in einem derartigen Ausmaß, daß es unmöglich scheint, das alles ausreichend zu besprechen. 

Und - es lohnt auch gar nicht. Dafür sorgt schon die höchst ambivalente Sprache und Geformtheit des Dokuments, das wie eine Gummiwand alles und nichts und jedes anspricht, ohne es zu bändigen und zu ordnen. Als wollte der Verfasser gar nicht, daß man sich ernsthaft mit dem Text auseinandersetzt. Wollte er aber stattdessen, wie es der Unvernunft, aber auch der diktatorischen Gewalt gemäß ist, daß der Text einfach widerspruchslos übernommen, angenommen und "befolgt" wird? Das wollen wir mal nicht annehmen, auch wenn es naheläge, so zu denken. 

Ah ja, heißt es ja deshalb gleich zu Beginn: Es werde ja nur "geträumt". Und darum wohl auch die Sprache, in der die Enzyklika veröffentlicht wurde. Italienisch. Nicht das Latein der Kirche. Aber gut, Franziskus war ja schon bisher Meister der Verwirrung, was die Gestalt (weil Ort, Bestimmung, Rang etc.) von Dokumenten anbelangt. Und das scheint wohl seine Aufgabe zu sein: Es ist ein Aufruf selbst aufzustehen.

Also muß man viel zwischen den Zeilen suchen, um den Heiligen Geist aufzuspüren, der dann auch der wahre Geist des Gehorsams ist, in dem Fratelli tutti betrachtet werden muß. Der sich in der Tradition der Kirche scheinbar gar nicht finden läßt!

Sogar dem Papst blieb nichts anderes übrig, als pausenlos auf von ihm selbst verfaßte Schriften und von ihm selbst getätigte Aussagen Bezug zu nehmen. Wie es eben bei unkatholischen, ja antikatholischen Aussagen ist. Die nämlich nicht mit dem zweitausendjährigen Lehramt in Übereinklang zu bringen sind, weil sich zu viele Aussagen nicht weiterbauen, was "nirgendwo gesagt wurde". 
Wie soll man also dazu stehen, daß selbst Papst Franziskus "Belege" dafür nicht finden konnte, daß er mit seinen diesmaligen Aussagen (die in Laudato Si bereits angebahnt sind) im Strom der Tradition schwimmt? Wenn, dann ist es also eine Tradition, die er selbst erst begründet hat. Was natürlich eine contradictio in adjectio ist.

Aber irgendwo muß er doch sein, dieser Strom, es ist doch der Papst? Irgendwo muß doch auch bei diesem Papst das Katholische zu finden sein, wie auch Kardinal Müller meint, der es offenbar auch einfach satt hat, ständig mit unkatholischen Papstaussagen konfrontiert zu sein? 

Und sei es und sei es eben ... in der Dialektik. Zum ersten Beispiel. Was nichts anderes heißt als daß der Heilige. Geist im Widerspruch, den etliche der päpstlichen Aussagen erregen MÜSSEN, weil sie unkatholisch sind. Und das Katholische ja nicht einfach ein willkürliches dogmatisches Gebäude ist, so wie die Spielanleitung von Backgammon, sondern weil das Katholischsein seinem Wesen nach in der allgemeinen menschlichen Vernunft lebendig ist. Sodaß nicht-katholisch-sein immer auch heißt: Unvernünftig sein! 

ABER der Widerspruch hat noch eine ganz andere Eigenschaft, und auf die kommt es uns an dieser Stelle an. Im Widerspruch ist der Widersprechende GEZWUNGEN, das Wahre, das Richtige DARZUSTELLEN. Zu sagen, zu leben, zu zeigen, welche Daseinsebene auch immer. 
Was nichts anderes heißt als daß der Apologet insofern "mehr" Mensch wird, weil es (historisch, also in der Zeit) kein statisches Menschen-Dasein gibt, sondern weil Menschsein immer ein actu ist! Das heißt, daß nur der Mensch lebt (und in der Wahrheit sein kann), weil und soweit er sich selbst (!) bewegt. Sagen wir es simpel: Nie ist der Mensch so lebendig als dort, wo er widerspricht.
Das bedeutet, daß wir unter diesem Papst - und hier ist tatsächlich der Ort, wo wir vor ehrfürchtigem Staunen vor der Größe und Weisheit Gottes in Lobpreis ausbrechen müssen! - zu einem Christkatholischsein aufgerufen sind, in dem wir das Katholische pausenlos selbst suchen (und hoffentlich finden) müssen, um es dann lebendig wie noch nie in die Welt hinein zu stellen. Und das ist keineswegs zynisch (oder sarkastisch) gemeint!

Werden wir jetzt aber wieder konkret, und kommen wir zu FRATELLI TUTTI, die Papst Franziskus am Gedenktag des Heiligen Franz von Assisi am 4. Oktober 2020 promulgiert (also auf die Menschheit losgelassenen) hat. Seiner somit zweieinhalbten Enzyklika. Bei der ersten, LUMEN FIDEI, herausgegeben 2013, hat noch Benedict XVI. mitgeschrieben. Offiziell zählt sie aber für diesen Papst, der 2015 noch LAUDATO SI herausgab. 

Und benützen wir dieses vom Umfang her einem Buch entsprechende Dokument genau so, wie es schon in den ersten Absätzen angeraten wird: Als Traumlandschaft und als Steinbruch. Letzteres heißt nicht mehr und nicht weniger als daß wir hergehen, und Bestandteile, Sätze, Worte, Aussagen ohne jede Rücksicht auf einen Gesamtsinn herausnehmen. Denn einen solchen Sinn hat diese Enzyklika nicht. 

Alles, was als "seine Aussage" (also "sein Sinn") bezeichnet wird, sind posthoc hinein- oder drübergeschobene Sinnkonstrukte mehr oder weniger Gutmeinender. Die hartnäckig davon ausgehen, daß es doch in einem päpstlichen Lehrschreiben doch so eine durchgängige, einzige Aussage geben muß. Der VdZ sagt es frei heraus, und das gilt für dieses gesamte Pontifikat, daß man bei diesem Papst den Sinn (logos) ganz woanders suchen muß als in seinen expliziten Aussagen und Lehrschreiben. Diesen Papst kann nur noch jemand begreifen, der bereits katholisch IST, und der bereit ist, Franziskus nur auf der Ebene dessen DASEINS als Autorität in sein Herz aufzunehmen bzw. dessen Tore zu öffnen.

Und in diesem Punkt hat der VdZ eine Überraschung für jene bereit, die meinen, der VdZ, der anfänglich Papst Franziskus schärfstens und fast verzweifelt kritisiert hat, und sogar so scharf analysiert und als hochgradig schizoid erkannt hat. Schizoidität aber bedeutet, daß ihr nur mit Wesensbezogenheit begegnet werden kann.** Und diese Überraschung hat zum einen mit dem Wesen der Schizoidität zu tun. Denn der Schizoide verwendet formal (und formell) die Wahrheit. Er setzt sie nur für seine Lüge ein. Somit ist das, was wir in dieser Enzyklika finden, nichts anderes als Folgendes, und das ist nicht nur gut, das ist er, der Heilige Geist:

In Fratelli tutti öffnet der Papst das Denken auf einen Horizont hin, der das menschliche Leben und Wirtschaften, ja das Menschsein überhaupt, wieder in einen kulturellen Kontext einordnet, der so "revolutionär" ist, weil er ein radikales RESTAURIEREN des Abendlandes bedeutet. Das nicht weniger ist als ein Zurücksteigen ins Hohe Mittelalter. 
In Fratelli tutti gelingt es dem Papst zwar NICHT, eine Vision zu entwerfen, wie er es verspricht, wenn er gleich zu Anfang von "Träumen" spricht - auch das entspricht dem Wesen des Schizoiden, daß er seine expliziten Ziele nicht nur verfehlt, sondern zum Gegenteil geraten läßt - aber wir erkennen tatsächlich dieses "Träumen". 
Und wenden uns jenen Träumen zu, die unserer (bzw. einer) Kultur nicht nur einzig sinnvolles Ziel sein können, sondern die darin an das Wesen unserer eigenen abendländischen Kultur anknüpfen weil entbergen. 
Teil 2) Vorwärts zum Guten zurück! 
 
 

Technischer Hinweis: Die mäandernden, in diesen Mäandern aber jeweils eigene Seen bildenden, also durchaus für sich stehen könnenden Anmerkungen stehen nach dem zweiten in den dritten und letzten Teilen, in zwei Tagen, zu lesen. 


*071020*
Unterstützen Sie dieses Blog!

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Die Frage nach der Alternative

Das große Problem in der Ernüchterung, die derzeit weltweit eintritt, liegt ein großes Problem: Daß es derzeit keine Alternativen gibt! Die Alternative zum liberalen Markt, zur liberalistischen Weltanschauung, scheint vielen nämlich nur noch im Sozialismus (mit seiner praktischen These, dem Kommunismus) zu bestehen. Und das ist ein fataler Fehler, das macht sogar diese heutige Ernüchterung als Ergebnis kommunistischer Strategie begreiflich, die wie in der paradoxen Intention den Kapitalismus zur höchsten und wildesten Blüte führten, bzw. dessen Weg dorthin unterstützten. 

Die Folge wird sein, so die Theorie, und sie hat viel Richtiges, daß die Menschen im Westen die Nase vom Kommunismus so satt haben, daß sie sich völlig auf die "Gegenseite", den Kommunismus, werfen. Wie die Passagiere auf einem Segelschiff, das sich im Sturm auf eine Seite neigt, und die Passagiere rennen reflexartig auf die andere. 

Es geht dem Sozialismus um die Verrechtung der Gnade, das ist das Grundproblem. Und Schramm formuliert es auch an anderer Stelle sehr präzise. Das Geben und Empfangen wird zu einem technischen Vorgang, nicht zu einem Vorgang unter Menschen, nicht zu einem sozialen Vorgang, auch wenn er so tut. 
GNADE WIRD DAMIT ZU RECHT. 
Der Sozialismus täuscht also das Soziale in Wahrheit vor, indem er es zu einer Konstruktion, Vorschrift und Ablauftechnik macht. Aber die Gnade und deren Empfangs- wie "Sende-"Voraussetzung ist das Bitten hier, das ungeschuldet Empfangen dort! Anders kann ein Staat nicht existieren, ohne zum Zwangsstaat zu werden. Damit führt Sozialismus immer zum Zwangsstaat, der Freiheit zugunsten eines Idealbildes opfert, weil seine "Gerechtigkeit" die Herstellung (das Machen!) eines Idealzustandes dienen soll. Dafür wird auch Ungerechtigkeit akzeptiert.

DER ZWECK HEILIGT DIE MITTEL, das ist sein Grundsatz. Und das ist falsch, das ist ein Verstoß gegen das Wesen der Welt. Deshalb ist der Sozialismus nicht nur NICHT die Alternative zum Kapitalismus, sondern BEIDE sind ein Verstoß gegen die Natur der Welt.

Der gottgefällige, gerechte Staat MACHT nicht Gerechtigkeit in jedem Einzelfall, sondern er ERMÖGLICHT sie, während er Ungerechtigkeit auf den Täter beschränkt. Somit SCHRÄNKT der gerechte Staat lediglich die Ungerechtigkeit in ihrer Wirkung auf andere ein. Damit schützt und fördert er das Gemeinwohl, weil er dessen Beschädigung im Gesamten nicht zuläßt und bekämpft. Aber er verhindert nicht, daß der Einzelne böse, falsch handeln KANN. Er schränkt nur dessen Wirkungen ein, und schützt das Opfer. 

Etliche der Denkvoraussetzungen, die solchem Verhalten zugrunde liegen, sind somit falsch und gehen am Wesen der Welt vorbei. Der Sozialismus/Kommunismus möchte eben der Welt ein anderes Wesen aufprägen, darum geht es. 

Sodaß das Menschenbild der Gegenwart, das zutiefst bereits materialistisch-sozialistisch geprägt ist (und der Witz: Selbst dort, wo es liberalistisch auftritt!), völlig falsch ist. Es baut auf Grundlagen auf - Evolutionismus, Mensch als Maschine, als Automatismus, als Zellgeschehen, in dem Geist nicht existiert, sondern ein Epiphänomen rein materiellen Geschehens ist - die scheinbar Sozialismus alternativlos (kommt Ihnen, werter Leser, dieses Wort nicht bekannt vor?!) machen. 

Wir hier, auf diesem Blog, werden es uns deshalb zur Aufgabe machen, nach und nach einen Weg aufzuzeigen, wie ein Wirtschaften aussehen muß, das der wirklichen Natur des Menschen entspricht. 

Bleibt vorerst einmal, an diesem Tag, den Vortrag von Georg Schramm anzuhören. Der nicht ohne richtige Feststellungen ist. Der aber in seiner Gesamtforderung eine Katastrophe bedeutet! Weil er den Ausgleich innerhalb einer Volkswirtschaft (und da ist auch das Wort vom Volk drin) nur das "Machen" von Gerechtigkeit kennt! Weil dem atheistischen, materialistischen Weltbild ein Wirken - also die Wirklichkeit! - des Geistes fehlt. Geist, also Wirklichkeit (die immer unsichtbar ist, und das zu erkennen ist logisches Ergebnis, kein "einfach zu glaubender Glaube", also ein so tun, als wäre es bereits da) fehlt. 

Wir, werter Leser, wir aber werden diesen Weg suchen und finden. Denn er ist nur neu zu entdecken. Und wir werden da im ... Hochmittelalter anknüpfen. Denn diesen Zustand ... hatten wir bereits einmal. Wenigstens annäherungsweise. Und wir werden das sehen, wir werden das demonstrieren, wir werden das aufdecken. Machen Sie sich darauf gefaßt. 
Wir reden nicht von einer gemachten Utopie. In der auch Georg Schramm schwelgt, und der deshalb, ohne es zu wissen, einfach die Schrecken des Totalitarismus den Schrecken des Kapitalismus vorzieht. Aber DAS, werte Leser, DAS ist wirklich keine Alternative. Wahres, Richtiges ist kein Hin- und Herlaufen der Passagiere, je nachdem, von woher der Wind gerade andrückt.

 



Ergebnis des Liberalismus ist Chaos, dessen Beseitigung bringt Totalitarismus

Vielfach wird nun die Stadt Essen im Ruhrgebiet - eine der meistzerstörten Städte im Bombenwahn des Zweiten Weltkrieges, der sich spätestens nach 1943, als klar wurde, daß die Rüstungsindustrie des Dritten Reiches mit Bomben gar nicht auszuschalten ist (das zu erwähnen ist nicht ohne Sinn) - als Musterbeispiel für obrigkeitlich gefördertes, ja gewünschtes Denunziantentum genannt. 

Begründung der Stadt Essen
Tja, Herrschaften, die Sache dürfte anders liegen, wie die beigefügte Ablichtung des begründenden Schreibens der Stadt Essen belegt. 

Nicht die Stadt Essen, nicht die Obrigkeit hat die Denunziation von Menschen, die gegen Corona-Maßnahmen verstoßen, durch Mitbürger gefördert. 

Sondern sie hat lediglich eine Meldestelle eingerichtet, um die Vielzahl von Anzeigen und Beschwerden, die einlangen, zu kanalisieren, weil sie die übrigen Kommunikationskanäle verstopfen (sozusagen).

Es sind die Bürger. Und das entspricht auch der persönlichen Erfahrung. Es ist der Allernächste, der Verkäufer, der Miteinkäufer im Supermarkt, der Hilfstschakel, der die Regale füllt, das Mädel an der Kassa im Dm-markt, die einen auf die "nicht richtig angebrachte Maske" (sofern überhaupt angebracht) mahnend aufmerksam macht. 

Ach, die Maske, welch herrliche Exposition der "Gleichheit", des Umbrechens auf Funktionalität.

Wer sich nicht fügt, der wird gar nicht weiter bedient. Alles hält inne, alles wird angehalten, und der Vorschriftenverletzer ist der, der alles anhält. Das "Leben" geht erst weiter, wenn endlich den Vorschriften Genüge getan wird. Und jeder, wirklich jeder kann es überwachen, jeder wird zum Teilhaber an der Allmacht. 

Nehmen wir dazu aber nun auch die Fälle offener Aggression. Die meist Fälle sind, in denen Ermahnte (also die, die die Maske nicht oder falsch aufsetzen, die zu wenig Abstand halten, die beim Rauchen die Maske unters Kinn schieben, usw.) gegen die Ermahner ausbrechen. Die zuschlagen, die es nicht dulden, von irgendjemandem Dahergelaufenen mit erhobenem Zeigefinger ermahnt zu werden. 

Das alles sind Erscheinungen dessen, was Josef Pieper in seinen soziologischen Schriften als Ergebnis von "Gewaltverhältnissen" bezeichnet. Die eine unausbleibliche Folge einer sozialen Struktur sind, die eben gar keine Struktur mehr ist, sondern die - angeblich - aus dem Verhalten der Menschen, aus deren "Leistung", eine Struktur ergeben. Ganz so, wie es sich die Nudellutscher vorstellen, die sich als "Liberale" bezeichnen. Die ja bekanntlich nie etwas gemacht haben, die deshalb immer auf der richtigen Seite stehen. 

Wenn alle alles sein können, wie es den Kindern bereits als Gehirnwäsche eingetrichtert wird, dann ist jeder nichts. Und ist nur etwas, wenn der andere, der sich immer in Konkurrenz befindet, unterlegen bleibt, von mir übertrumpft werden kann. Kein Ort ist aber sicher, und mehr noch - niemand HAT überhaupt je einen Ort. Ein Ort, der jederzeit hinterfragt werden kann, ist eben kein Ort. 

Denn Ort haben, einen Ort, einen Stand einnehmen, heißt, sich auf diesen Ort zu transzendieren. Das heißt, daß die Ordnung institutionalisiert (ob ausdrücklich oder durch den Habitus, durch das Gewohnheitsrecht, durch das Verhalten der Gesellschaft, die einen umgibt, egal in welchen Titeln und Konstellationen) sein muß, um überhaupt eine solche zu sein. Um überhaupt das Potential zu haben, dem Einzelnen, der in seinen Ort hineingeboren wird, einen Ort zuzuweisen. 

Ort ist immer zugewiesen! Er ist nie frei gewählt weil überhaupt nicht frei wählbar. Selbst also, wenn er sich ändern sollte, wird er von der Allgemeinheit, also der institutionalisierenden, übergeordneten Gesellschaft zugewiesen. Man wird also immer ernannt, wird immer "gerufen". Niemand kann sich selbst "berufen"!

Was sich also am Denunziantentum in Essen zeigt ist nur Symptom für einen Gesellschaftszustand, der die Folge einer Auflösung der sozialen Strukturen ist. Der das unausbleibliche Ergebnis einer obersten Autorität (denn der Fisch stinkt vom Kopfe her, Ort und Ordnung geht immer von oben aus) ist, die nicht mehr will oder nicht mehr in der Lage ist, soziale Räume zu schaffen, in denen die Einzelnen Orte finden, die ihnen zugehören (!) und denen sie deshalb zugehören.

Denn erst Eigentum ist jene gesellschaftlich akzeptierte und relevante Zusprechung von der Verschwisterung, ja der Verheiratung von Ort und Person. Wir erleben in diesem absurden, wahrlich absurden, grotesken Theater, das sich als "Corona-Pandemie" vor unseren Augen abspielt (welche Gelegenheit zu erkennen, welche Offenbarung der innersten Grammatik unserer Welt, wie sie faktisch ist!)  eine verzögerte Szenenfolge einer bereits abgelaufenen, bereits etablierten Revolution ist.

Was kaum je adäquat bewertet wird ist der Umstand, daß der Nationalsozialismus eine Revolution war. Er sah sich auch selbst so. Und das heißt, daß die bestehende soziale Ordnung, die gewissermaßen die innere Grammatik einer Gesellschaft (die in einem Staat zusammengefaßt ist) darstellt, außer Kraft gesetzt wird. Das ist die Zeit der Emporkömmlinge, das ist die Zeit, in der jeder alles werden kann. Hitler selbst hat es vorexerziert. Ein primitiver Bauernbub aus dem Innviertel schafft es zum Kanzler. Ein "böhmischer Gefreiter" zum Oberbefehlshaber einer Riesenarmee.  

Und heute? Heute schafft es jeder Regalschlichter zum Chef des gesetzten und geschätzten Bürgers, der seine Gesichtsmaske nicht richtig trägt. Wenn wir also schauen wollen, was als nächstes kommt, dann sollten wir auf die Geschichte blicken. 

Dort sehen wir, was auf den Versuch eine neue Ordnung zu etablieren, immer und unausweichlich gefolgt ist. Die (auch blutige) Diktatur der alten Ordnung, auf deren Stühlen nun lediglich neue Herren sitzen. Und die das Chaos der Revolution zu beseitigen verspicht. Sie wird von den Bürgern mit Erleichterung begrüßt.

Denn die Menschen spüren sehr richtig, was ihnen fehlt: Da ist einmal die Ordnung, die ihnen - endlich! - einen Ort gibt. Diese Ortszuweisung aber muß nicht nur von oben kommen, sondern sie muß auch von oben mit ausreichend Gewalt gesichert sein.*/**


*Das ist der Grund, warum der VdZ seit je und auch hier nachzulesen immer davon gesprochen hat, daß die Zukunft eine RECHTE Diktatur (wie immer sie sich nennen wird, auch wenn sie sich LINKS nennt, sie IST rechts, also nach rückwärts gewandt, im Zugriff auf die äußerlichen und veräußerlichten Prinzipien einer alten Ordnung) bringen wird. Haben wir die nicht bereits?

**Das wird umso schlagender, als die Menschen vom Liberalismus, der sie in ihrer Untugend der Gegenwart nicht "stört", der verspricht, daß sie dabei bleiben können, umso mehr äußere Gewalt und Gewaltstrukturen brauchen, der Ordnung ihr damit ihren eigenen Ort zuweisen und sichern. Ordnung und Ort, also auf andere Weise gesagt: Identität, wird damit zu einem künstlichen Konstrukt! Dem jede fleischliche (und das ist historische) Genese fehlt. Der Ruf nach Ordnungsmächten wird umso stärker, je mehr diese Ordnung nur durch Gewalt festgelegt und gehalten werden kann, weil sie sich den eigenen "Bedürfnissen" anpassen muß. 

Das heißt: Ordnung ohne Gehorsam, dafür JETZT mit extremem Gehorsam den neuen Forderungen gegenüber, capisce?

Ach, fällt einem da aus Zufall ... "China" ein? Höre der Leser hier mal unbedarft diesem Vortrag zu. (Von jemandem, der enorm viel "weiß", aber auf erschütternde Weise keine Ahnung hat, weil er nach liberalistischer Verblödung "denkt".) Höre er dazu die Aussagen von jemandem, der auf SF als "größter China-Kenner" bezeichnet wird. Der Westen, das Abendland, kann das momentane Geschehen, kann die Weltwirklichkeit einfach nicht mehr denken.

China nennt sich Garant des Kapitalismus, man höre, man staune. Denn das stimmt! 

Oder eben nicht. Denn: Könnte man vielleicht nicht jetzt oder bald mit allgemeiner Akzeptanz eine völlig neue Aussage kreieren? Nämlich die: 

 

Links = Liberalismus ist ein Mittel. Genauso wie der Kapitalismus = Liberalismus. Rechts ist aber das Ziel und die Praxis.


 *191020*

Dienstag, 20. Oktober 2020

Du setzest jetzt die Maske auf, sonst kriegst Du auf den Deckel drauf

Merke: Diktatur gibt es nur bei anderen, nie bei uns. Was immer bei uns geschieht hat nämlich Gründe und ist deshalb vernünftig.
"Die grausamste Form der Diktatur ist ein Kind der Aufklärung, die Imperativ wurde. Seither erst ist ein Leben ohne äußere Freiheit sogar aussichtslos und liefert die Seele aus. Denn Freiheit ist eine Frage des Sinns, nicht der eisernen Fesseln. Deshalb lebt sie aus dem Ausweg der Vernunft. Aber der fehlt nun. Denn Sinn ist durch Zweck ersetzt. 
Es gibt aber kein furchtbareres Gefängnis als das, das menschliche Gedanken errichten können, denen der erfrischende Trunk der Wahrheit entzogen ist, der einmal gekostet immer nur noch nach der lebendigen Süße des Sinns sehnen macht. Und Sinn ist der Geschmack der Freiheit und das Blut des Lebens. 
Aus dem Denken der Aufklärung wurde aber eine Hölle gebaut, die nur noch den Geschmack der blutleeren Bitterkeit kennt. Es ist deshalb kein Wunder, daß die Legende von Dracula zum selben Zeitpunkt erfunden wurde, an dem man das Zeitalter der Aufklärung ausrief." 
(A. de Lamourieux)

"Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch durch ein neues Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist." (Röm. 12,2) 

***

Das hat sich letzte Woche in einer Wiener U-Bahn-Station zugetragen: Ein Mann trug keine Maske. Er hätte es besser gemacht. Sehe der Leser im Video, was dann passiert ist.

Photo Kronen Zeitung

Dazu paßt:  Berliner Polizei darf bei begründeten "Verdachtsfällen" Wohnungen untersuchen. Wonach möge der Leser sich vorstellen. Soviel aber zur Verleugnung einer grundrechtsaufweichenden Wirkung der Corona-Maßnahmen. Das deutsche Grundgesetz schützt, zur Erinnerung, die Wohnung als unverletzbare Privatzone. Nur in schweren Verdachtsfällen auf gravierende strafrechtlich relevante Aktivität und nur nach richterlicher Prüfung und Beschluß darf die Wohnung durchsucht werden.

Und das kommt dabei raus:

Privatversammlung von zehn Leuten? Na das geht gar nicht. Judas hatte sie eh gewarnt. Aber Jesus mußte ja immer alles besser wissen. 

Da sollte abschließend dieses Video nicht fehlen. Es ist ein verblüffender Zusammenschnitt von offiziellen Aussagen aus Politik und maßgeblicher Medizin.


Gegen den Antichrist

Aus gegebenem Anlaß eine Wiederholung eines Beitrags auf diesem Blog, der hier am 29. September 2010 gebracht worden ist.

"Ich rufe aus des Paulus zweitem Brief an die Thessalonicher den Katechon, den Aufhalter [des Antichrists, Anm.] heran - vor der eschatologischen Wiederkehr Christi die Herrschaft des Antichrists, die sich in zunehmender Bosheit vorbereitet, aber so, daß diese Zunahme von einer sie aufhaltenden Kraft gehemmt wird. 

Paulus hatte wohl das Imperium Romanum im Auge, das die Anarchie durch das Recht bändigt, und ähnlich verstanden sich die deutschen Kaiser des Mittelalters. Erst wenn der Widersacher die Autorität und Majestät des Staates beiseite getan hat, kann er frei schalten - und in dieser Obrigkeit sahen wir ja eine der mythischen Mächte, die zusammen mit anderen das Geflecht der Wirklichkeit ausmacht."

Gerhard Nebel, in "Stefan George und die entgötterte Welt"


*160920*

Montag, 19. Oktober 2020

Wären da nicht die Tatsachen

Es ist für Aufgeweckte eigentlich ein alter Hut, und es ist ermüdend festzustellen, daß die Evolutionsgläubigen sich seit Jahrzehnten am Stand drehen, nicht einen Millimeter vorankommen, und deshalb zwanghaft ins Reich der Phantasien ausweichen, in denen sie jenes Märchenland entwickeln, das das gesollte Ergebnis - die Welt des Lebendigen ist von sich selbst aus, also aus rein physischen, materialistischen, mechanistischen, physikalischen (bzw. so verstandenen) "logischen" und zwangsläufigen Abläufen so geworden, wie sie heute ist - produziert. 

Nicht einmal von "re-"produziert kann man noch sprechen, denn die Evolutionstheorien haben sich auf verblüffende Weise von jeder Evidenz, also von allem, was beobachtbar ist, entfernt. Und müssen einen immer größeren Teil des Beobachtbaren ausblenden, als "NOCH NICHT erklärbar" wegschließen, und mit "black boxes" füllen, also mit "DAS MUSZ SO UND SO IRGENDWIE ENTSTANDEN SEIN". 

Michael J. Behe, über den wir hier schon mehrmals gehandelt haben, ist genau aber darüber gestolpert. Er hat Dinge beobachtet, von denen er lange annahm, sie wären von irgendjemandem erklärt und verstanden, die aber (wie er zunehmend herausfand) von niemandem erklärt werden können. Weil sie den herkömmlichen evolutionistischen Thesen deutlichst widersprechen. Und die unerklärlichste, jeder Entwicklungstheorie widersprechende Tatsache ist, daß sich in unglaublich kleinem Maßstab auf zellulärer, genauer: auf mikrozellulärer Ebene (die Darwin gar nicht wissen konnte, weil sie erst durch die technische Entwicklung des letzten Jahrhunderts überhaupt beobachtbar und damit erforschbar waren) Mechanismen finden. 

Die nicht nur extrem klein und damit dem bloßen menschlichen Blick entzogen, die nicht nur unfaßbar komplex sind, sondern die niemals auf eine Weise "entstanden" sein können (vereinfacht gesagt: Durch jeweilige simple Fehlschaltungen und Fehlkopien auf genetischer Ebene) wie sie die Entwicklungstheorien voraussetzen. Sie befinden sich schon auf der kleinsten Ebene des Lebendigen, auf der Ebene der Bakterien, in einem Zustand der "irreduziblen Komplexität". Das heißt, daß nicht ein Teil wegzudenken wäre, alles muß gleichzeitig entstanden sein. 

Kein Teil der Dinge in lebendigen Dingen liegt einfach herum, um dann nach Belieben umgeformt zu werden. Alles hat jeweils feste Charakteristik, und ist niemals ohne Sinn (der von einem Größeren heraus das Einzelne benötigt) das, was es ist. Diese Sinngebung reicht bis in atomare Vorgänge hinein, denn kein Teilchen (Quantum) ist ohne vorausgehenden Sinn überhaupt bestimmbar, "ist" also ein Teil. Kein Quantum (quantenphysikalisch verstanden) hat eine an sich feststellbare "Eigenschaft", es sei denn, sie ist von einem Sinn vorgegeben, der es in ein System, ein Ganzes, ein Insgesamt "einbaut".

Sinn (logos) geht allem Materie-Sein voraus!

Wäre jeweils einer dieser winzigen Teile dieser "Biomaschinen" zeitlich nicht abgestimmt (also "zuerst" etc.) bzw. zugleich mit allen übrigen Teilen dieser Maschine entstanden, hätte er nicht nur keinen Entwicklungsvor-, sondern eher einen -nachteil bedeutet, sondern das "später" entstandene wäre "früher" notwendig gewesen, um dann anderseits das Insgesamt solch eines für Zelle unabdingbaren Apparates zu bilden. Und das im Maßstab von Millionstel von Millimetern. Auch läßt sich nicht ein Protein für andere Verwendungen "adaptieren". Für die beobachtbaren Tatsachen wären so viele koordinierte biologische Anpassungs- bzw. Mutationsgeschehen notwendig, daß diese durch kein (dem Evolutionismus aber zugrunde liegenden) Wahrscheinlichkeitsmodell auch nur annähernd begründbar wären.*

Die Anforderung einer Selektion auf der Grundlage von Zufall, Prämisse des Darwinismus, ist ungeeignet, um die wesentlichsten Prozesse in der Natur zu erklären. Ja, sie widerspricht sogar diesem Postulat, und verstellt den Blick auf die komplexen Vorgänge und beobachtbaren Tatsachen der Natur.

Das Dilemma der Sichtweisen von Behe, der im Film als "römisch katholisch" bezeichnet wird (und dennoch keine Einwände gegen die Evolution aus religiöser Sicht gehabt habe, was denn doch recht seltsam ist) keine andere Erklärung findet als das, was man als "intelligent design" bezeichnet, das heißt, daß es einen vorangegangenen Plan geben muß, nach dem sich alles "entwickelt" hat (was dann eher im Sinne einer Entelechie, wie Aristoteles es sieht, zu verstehen ist), ist das Dilemma der Naturwissenschaften generell. 

Sie sind durch Postulate so deformiert, mittlerweile regelrecht verstümmelt, daß sie sich von Wissenschaft weit weg und zu bloßer Mythologie entwickelt haben. Denn naturwissenschaftlich ist da nichts mehr zu machen, es braucht eine andere Ebene der Erklärung. 

Hans-Peter Dürr, der ehemalige Sekretär von Werner Heisenberg, hat es einmal so beschrieben, daß die Naturwissenschaften zu einer Weltanschauungskonstruktion geworden sind. Denn die Wissenschaftler stoßen in mittlerweile ungeheurem Ausmaß auf Tatsachen, die durch herkömmliche Dogmen der Weltanschauung einfach nicht mehr erklärbar, noch weniger aber begreifbar sind.

Aber so etwas zu sagen, Tatsachen zu nennen, Beobachtbares als Relevanzsystem für die Naturwissenschaft einzufordern, ist existenzgefährdend. Vernunft selbst ist mittlerweile existenzgefährdend. Das ist das sicherste Kriterium für die Feststellung, daß wir in einer Anti-Kultur leben, die immer das Ende des Menschseins im Raum dieses "Kultur"-Einflusses bedeutet. Aus einer Anti-Kultur läßt sich somit nur noch fliehen.  



Hinweis: Youtube bietet zu diesem Film "Revolutionary/Revolutionär", den es auch als DVD käuflich zu erwerben gibt, nicht nur Untertitel, sondern in diesem Fall sogar recht gute Untertitel in deutscher Sprache.




*Man sollte an diesem Punkt auf die engen interdisziplinären, aber von einer weltanschaulichen Klammer (eines Gesollten, ja Gemußten) umfaßten Zusammenhänge von Kosmologie (Astrophysik) und Evolutionismus hinweisen. Mehr als man meinen könnte, bedingt ein Fachgebiet das andere, und liefert ein Fachgebiet dem anderen "Begründungszusammenhänge", die allesamt aber in dünner Luft hängen. 

Ohne die gigantischen Zeiträume der Astrophysik (siehe "Entstehungszeitpunkt des Universums" = "Urknall" vor 13,8 Mrd. Jahren) wäre Evolution und Darwinismus als These undenkbar. Umgekehrt nimmt aber die Astrophysik solche Zeiträume als notwendig und gegeben an, WEIL die Biologie sie "belegt" bzw. voraussetzt. Eines begründet sich also aus dem anderen, eine Behauptung bezieht sich auf eine andere. 

Und alle sind unbeweisbare Postulate einer mechanistischen, materialistischen Welterklärung, die vor allem eines sein muß: Sie muß gottfern, gottabhold sein. Gott darf bestenfalls Kontingenzbewältigung sein, fern, außerhalb des mechanischen Geschehens, nicht historisch real.

Es ist grotesk. Der VdZ ist in den späten 1960er, frühen 1970er Jahren im Gymnasium noch mit einem Naturkunde-Unterricht aufgewachsen, in dem das Alter der Welt mit rund 10.000 Jahren, das Alter der Menschheit mit rund 7.000 Jahren angegeben wurde. Von einer höchst bewundernswerten, geistvollen Professorin vorgetragen, die selbst als "Hobby" die Werkzeuge des Steinzeitmenschen nachgebaut hat. Zur Erinnerung: Das waren die Jahre, in denen die USA zum Mond geflogen ist. 

Die Söhne und Töchter des VdZ sind 20 Jahre später bereits mit der "Gewißheit" aufgewachsen, daß die Welt Milliarden von Jahren "alt" ist. Und der VdZ hat höchste Besorgnis um deren geistige Gesundheit, denn sie wirken wie blindgeschlagene, gehirngewaschene Zombies. Würde er nicht einen gewissen Sinn für "Wahrheit" feststellen, der ihm Hoffnung macht. Aber dazu müssen diese heutigen Menschen dermaßen viele Barrieren überwinden, daß es eine fast übermenschliche Leistung erfordert, die Grundlagen fürs Menschsein herzustellen. Und die beginnen beim Begreifen als Geschöpf.

  

*250920*

Von solchen Menschen in den Abgrund geführt

Wieviele "Infizierte" es gibt - bei einem Test, der durch rein statistische Methode auf Fragmente eines Corona-Virenstammes reagiert, ohne Aussage, ob es Relikte sind, ob es überhaupt das Covid19 ist, und schon gar, ob der Virus zu einer Erkrankung führt - interessiert bestenfalls Herrn Kanzler Sebastian Kurz. Und seltsamerweise spricht er in dieser "dramatischen Botschaft", in der er am gestrigen Sonntag, dem 18. Oktober 2020 an die Öffentlichkeit getreten ist, NUR von Infizierten. Und deren "exponentiellem Wachstum", was die nächste Fragwürdigkeit ist, ob Kurz von Realität spricht - oder von Modellen. Zumalen sich solch ein Virus nicht mathematisch exponentiell verhält! 

Endgültig ins Schwafeln gerät der Herr Kanzler der Republik Österreich, wenn er von den Alten spricht. Der Argumentationslinie, gezielt vorzugehen - wenn denn schon! - weicht er auf seltsame Weise aus. Mit "Gegenargumenten", die der VdZ zumindest nicht versteht. 

Was er unter Verschwörungstheorien meint, kann der VdZ schon gar nicht nachvollziehen. Denn man ist beileibe kein Verschwörungstheoretiker, wenn man solche Fragen stellt! Fragen wie die nach der Sterblichkeit. Die Sterblichkeitszahlen im Ganzen gesehen sind nämlich keineswegs gestiegen, und zwar weltweit nicht. Wo also ist ein Virus, der mit einem Mal so gefährlich ist, daß man darauf mit diesen Maßnahmen reagieren muß. 

Wozu auch die Maske gehört, deren Fragwürdigkeit zu betonen ebenfalls kein Akt der Verschwörung ist. Denn die Maske ist Symbol, nicht mehr, ja man muß sogar den Verdacht haben, daß sie genau deshalb implementiert wird. Denn ihre Gefahren für die Gesundheit sind unter Umständen sogar größer einzuschätzen als ihr allfälliger Nutzen. Das sagen Mediziner, kein Verschwörungstheoretiker wie der VdZ. 

Bei einem Virus, wie gesagt, dessen "Tödlichkeit" nach wie vor den eines ganz simplen Grippevirus (und auch DER trifft vor allem Ältere und Alter, durch meist gar nicht wenige Krankheiten Vorbelastete) nicht übersteigt. 

Niemand hier, in diesem Raum sozusagen, vertritt eine Verschwörungstheorie. Sondern hier wird die Position vertreten, daß es sich hier um eine durch psychologische Dynamik quasi "aus dem Nichts" hochgezüchtete Schein-Pandemie handelt. Die aufgrund zahlreicher Sub-Dynamiken und Mechanismen einer verwalteten Medizin die bekannten Ausmaße erreicht hat. 

Ob und daß hier jemand gezielt das Feuer geschürt hat - die Rede ist schon alleine von Lobbyismus, ist von der Pharmaindustrie, der Gesundheitsindustrie, und weiß der Deibel von welcher Industrie noch (die PR-Industrie, die Medien-Industrie, die aus Mechanismen, die nicht zuletzt mit der Ausdünnung der journalistischen Qualität und Quantität zusammenhängt, sodaß schon längere Zeit und mit jedem Jahr mehr selbst lokale Medienprodukte ihre redaktionellen Beiträge aus zentralen, sogar global agierenden Pressebüros beziehen und übernehmen, nicht zuletzt) - bleibt dabei offen. Darüber kann man bestenfalls Vermutungen anstellen, für ein Erklärungsmodell ist solch eine Annahme aber gar nicht notwendig. Wer die Praxis kennt weiß, daß eine derartige Hysterie keine solche Einzelagenten braucht.

Aber hier stoßen wir auf ein, wenn nicht DAS Kernproblem. Denn nicht nur in sämtlichen Bereichen des Lebens und speziell bzw. gerade auch in den Wissenschaften, die von Massenuniversitäten unterfüttert wurden, auf die sich heute alle (ja, man muß es so sagen) als Gewißheitsinstitution beziehen, nicht nur also in allen diesen Bereichen, sondern auch in der Politik, in den Führungspositionen generell haben wir es heute mit Menschen zu tun, denen die Lebenserfahrung, die Lebensgetränktheit, die Wirklichkeitsrelevanz so deutlich fehlt, daß sie nicht mehr in der Lage sind, die Plausibilität von Thesen, die wie von Mikroskopen in Laborversuchen herausgegriffenen (denn Thesen müssen dem Beobachten, dem "Faktenfinden" vorausgehen, und gehen auch voraus, am meisten in den Naturwissenschaften) Einzel"fakten" durch ihre persönliche Urteilsfähigkeit ernsthaft und wirklichkeitsgerecht prüfen können. 

Ob diese Unverfrorenheit, diese Keckheit Entscheidungen zu treffen, auf eine zu früh erfolgte - ähnlich wie bei "frühreifen Kindern", die zu viel Kontakt "auf Augenhöhe" mit Erwachsenen hatten - Levitation in politische Führungspositionen erfolgt ist* (noch dazu bei einem evidenten Nachwuchsvakuum bei geriatrischen Großparteien wie der ÖVP, recht ähnlich wie bei der Kirche, übrigens, die aber Werkzeug sehr manifester Interessengruppen ist) bleibt der Spekulation vorbehalten. Darauf stützen wir diese Aussagen nicht. 


Auch wenn wir wissen, daß eines unserer bereits tief verwurzelten Kulturprobleme in einer verfehlten Pädagogik liegt, die in sich selbst steigernder Dynamik eine Generation nach der nächsten verdirbt. 
Die schon von frühester Kindheit an, von der Schule, dem Kindergarten, über Zeitungskolumnen, Nachmittags-Talkshows ("Bügelfernsehen") und Elternabende in die Elternschaft gewandert, die Kinder seuchenartig (weil pathologisch) ZU HOCH HEBT.  
Wo immer aber jemand mehr Macht als Ortsbedingung hat, kippt das Charaktersystem und damit jeder Persönlichkeitsaufbau, der von Selbsttranszendierung auf das Begegnende hinlebt, und NICHT von Hochhebung auf den in den Augen von irgendjemandem gedachten als gewünschten Platzes.

Sebastian Kurz hat nicht mehr als diese offizielle Schule als Charaktergrundprägung hinter sich.
 
Damit ist gemeint, daß jeder Mensch (und gerade ein Katholik müßte dies wissen, denn sein Glaube, sein Katholischsein beruht letztlich auf einer dieses Wissen inhärierenden Weltsicht) in der Lage ist, über gleichgültig welchen Realitätsbereich ein Urteil zu bilden, das wahr oder falsch ist.

Warum? Weil die Strukturen, die Grammatik des logos, des Wortes, das die Wahrheit ist, in allen Ebenen der Schöpfung vollständig gleich sind. Simpel dargestellt: Ob jemand Bierfässer kutschiert oder das morbide Liebesleben der Maikäfer bei Sonnenuntergang als Dissertationsthese untersucht, ob jemand Tische baut oder den Verkauf eines Mobiltelephonriesen dirigiert - sie alle kommen (oder können kommen) letztlich zu denselben Grundannahmen über die Wirklichkeit. 

Deshalb können sie schon alleine aufgrund der Strukturen in den Entscheidungen auf einem Gebiet, von dem sie rein gar nichts verstehen, zu verläßlichen und wahren Urteilen kommen. Zumindest prinzipiell.

Diese Grundwahrheitserkenntnis aber, Herr Kurz, hat Ihre Generation fast sämtlich nicht mehr. Und Sie haben sie ebenfalls nicht. Weshalb es unverantwortlich ist, daß ein so junger Mensch wie Sie, ohne Lebens- und Welterfahrung (die keine Frage der Quantität, sondern der Qualität ist), solche Eingriffe in das Leben von neun Millionen Menschen treffen KANN. 

Also nicht, weil sie kein Virenfachmann sind. Das ist auch für solche Entscheidungen überhaupt nicht von Belang! Sondern weil Sie, Herr Kurz, durch einen tiefen Graben von der Wirklichkeit getrennt sind. 

Das sind zwar viele dieser neun Millionen Menschen ebenfalls, und sie sind es nicht zuletzt durch diesen Sozialstaat (dazu an anderem Ort in diesem Blog mehr), durch die sozialen und alltäglichen Strukturen, die sich in künstlichen Blasen abspielen und quasi ohne Rückstoß aus der wirklichen Wirklichkeit auskommen. Weil sämtliche Folgen aufsaugen wie ein Wattebausch. Es ist aber besonders tragisch, wenn es auch das Führungspersonal betrifft. Generell, und noch mehr in einem Staat. Dazu reicht es nicht, die parteiinternen Vorgänge so gut zu beherrschen, daß man es in höchste Positionen schafft. 

Dazu muß man Mensch sein. Dazu muß man der Vernunft fähig sein. Und das ist mehr als ratio.

Vor diesem Hintergrund wirkt Ihr Versuch, Herr Kurz, jede Kritik - und die ist massiv und fundiert - an Ihren Vorstellungen eines virtuellen Dramas "Pandemie, der Kampf der Politikhelden gegen die Pöhsen" als Resultat von an Verschwörungstheorien verblödeten und deshalb rechtlosen Bürgern darzustellen, die abgesehen davon ohnehin blöder sind als Sie (und/oder ihre Berater), nicht mehr als es ist: 
Ein Ausweis für einen Charakter, der sich ziemlich disqualifiziert. Mit solchen Charakteren, Herr Kurz, diskutiert man nicht. Die weist man zurecht. 

Die Welt ist mehr als ein virtuelles Drama wie im Schulunterricht.  Die Welt ist auch mehr als ein Szenario in einer Unterrichtsstunde der achten Klasse Gymnasium, und weiter scheint ihre Auskunft über die Wirklichkeit nicht zu reichen. Manche, Herr Kurz, leben, haben gelebt, haben vor allem vom Kelch der Wirklichkeit getrunken, und wollen Mensch sein und bleiben. 
Sie haben ihr Geld nicht vom Bankomaten, und den Strom nicht aus der Steckdose. Tatsächlich. Und um mehr, Herr Kurz, geht es in Ihrem Leben nicht. Das sagt der Hausverstand, die erste, vorzüglichste Erscheinung des göttlichen logos.



*Frei von der Leber weg, aber in diesem Modus umso wirklichkeitsgerechter formuliert: Menschen, junge Menschen, die Charakter haben, die gerade und vernünftig sind, die es sozusagen zu etwas Realem bringen wollen, "gehen" nicht zur Kirche. Und sie gehen auch nicht zur ÖVP. (Die gingen außerdem längst zu den Grünen, die die ÖVP-Jugend regelrecht aufgesogen hat. Fast sämtliche Grünen-Funktionäre kommen aus ÖVP-Elternhäusern. Was sogar bei den RAF-Leuten nicht anders war. Die Schlüsse daraus soll jemand anderer ziehen, sie sind evident.) 

Umso gieriger greifen die überalterten und ins Eck gestellten Führungsstrukturen nach jedem jungen Rock, den sie greifen können. Während diese Leute, wenn sie gefügig sind, in kürzester Zeit die partei-/kircheninternen Karrieresprossen emporklettern. Was im übrigen den Quotienten von Charaktermüll, der sich in solchen Institutionen sammelt, in furchtbare Höhen treibt.



Sonntag, 18. Oktober 2020

Gedankensplitter 998

Nächste Gedankensplitter 
als Fortsetzung zu jenen des vergangenen Montag


Diese Überlegungen sind keineswegs nebensächlich. Sie sind sogar HAUPTURSÄCHLICH in der Existenzfrage aller Menschen und aller Kulturen, somit aller Institutionen, ob Staat, Unternehmen, Familien, einfach von allem. Und diese Existenzfrage ist die Frage nach der Religion, also nach dem Katholischen! 

Der katholische Glaube KANN sich nur dann konstituieren, wenn sich die Art der Weltbegegnung als Gestaltsehen entfaltet. Nur soweit und nur wo, wo sich die Weltbegegnung als solches Gestaltbegegnen, als Begegnen von Orten, als "Philosophie und Exegese des Ortes" konstituiert, kann es Glaube und damit Heil geben.

Wie zerstört unsere Kultur (und damit wir, denn der Mensch ist fundamental Kulturmensch) ist, kann man alleine daran erkennen, wie verdunstet dieses Fundamentalprinzip der Welt ist.

***

Während wir ohne jede Aussicht auf Erfolg versuchen, die Phänomene zu retten (Staat, Familie, usw. usf.) oder gar zu restaurieren, indem wir ihre (angeblichen, also angeblich "an sich bestehenden") Qualitäten zu errichten trachten. Noch einmal: OHNE JEDE AUSSICHT AUF ERFOLG. Im Gegenteil, wirken die allermeisten Restaurations- und Rettungsversuche weiter zerstörerisch.

Besteht aber in solcher Diagnose der völligen Zerstörung Grund zur (kulturellen) Verzweiflung? NEIN! Denn erstens ist diese Zerstörung NIEMALS VOLLKOMMEN, ja nicht nur das, das Wesentliche ist nach wie vor am Werk und ist in seinem Wesen UNZERSTÖRT. Und das ist zweitens die Idee selbst, also die Landschaft der Orte, die in Gottes Wissen und Vernunft geordnet sind. 

Weil sie aber von Gott stammen, tragen sie in sich den Willen (als Richtung, als Gerichtetheit zur Weltschaffung hin) Welt zu werden. Und können gar nicht sterben bzw. absterben! Sie sind also immer (sic!) nicht nur NOCH DA, sondern sie warten wie am ersten Tag der Schöpfung darauf, sich zur Welt zu Leib anzunehmen bzw. sich in den vorhandenen Leibern (die NUR DESHALB überhaupt bestehen, die es nur deshalb überhaupt GIBT) zu manifestieren.

***

Diese oben angerissene Voraussetzung, die so fundamental für das Menschsein ist, hat auch konkrete Auswirkungen zur Art des Wirtschaftens, damit des Arbeitens, des Konsumierens, des Kaufens und Verkaufens, weil des Lebensvollzuges generell. 

Auch diesem Thema werden wir uns noch weiter widmen, denn wenn man den VdZ fragt, WORUM ES ÜBERHAUPT HEUTE GEHT, dann kommt er immer expliziter auf diesen Punkt. Der nicht nur die Hauptstoßrichtung in einer begründbaren und legitimen, ja unbedingt notwendigen Kritik am Kapitalismus ist, sondern der auch das einzige "System" ist, das dem Menschen angemessen ist und ihm gerecht wird. 

Ja, das wie die "Weltformel" alles in sich birgt, und alle Widersprüche löst, weil alle losen Enden (von denen sämtliche Theorien, die heute bestehen, sämtliche Ideologien, sämtliche "Religionen" - mit dem Hinweis, hier ausgebreitet, daß das Katholische KEINE RELIGION ist) zusammenführt. Und wir werden das beweisen. Lassen Sie, werter Leser, dem VdZ nur noch etwas Zeit, das Kind (das einerseits neu, anderseits so "alt" ist) zu gebären.

Aber alles andere ist Zeitverschwendung. 

***

Mit dem Witz bei der Sache: Daß an allem hier oben Geäußerten nichts "neu" ist, sondern daß es auf das allem seit je zugrundeliegende Prinzip verweist. Das sogenannte "Neue" ist also eine Rückkehr.

Zu einem Prinzip, das auf Gehorsam, Treue und Glaube basiert, und das seinen Blutkreislauf (sozusagen) nur unter diesen Bedingungen aufrecht halten kann. Auf jenem FIAT somit aufbaut bzw. auf jenes FIAT ("Mir geschehe nach Deinem Worte ...") verweist (das damit die Grundformel der Welt und Schöpfung überhaupt ist), dem die Welt ihre Erlösung verdankt, und das ihr den Zustand des Vor-Sündenfälligen, also des (ersten) Paradieses wieder eröffnet hat. Wenn schon nicht zu Lebzeiten, auf dieser (!) Erde, dann in der nächsten (nach der Neuschöpfung, wie Jesus versprochen hat).

In gewissem Sinne also wartet die gesamte Menschheit darauf, daß dieses Prinzip zur Gesamtherrschaft gelangt. Ja, die Welt ächzt und stöhnt unter der Abweichung davon.


*290920*

Samstag, 17. Oktober 2020

Die überirdische Gestalt in der Geschichte des Gesangs

"Auf die Frage, wen er für den bedeutendsten Tenor überhaupt halte, antwortete Luciano Pavarotti: Wunderlich. 

Dietrich Fischer-Dieskau, der in seinem Urteil über Kollegen nicht gerade zum Lobpreisen neigte, berichtete, wie er irgendwann in den 1950ern gemeinsam mit einem ihm unbekannten jungen Tenor als Solist in einem Oratorium auftrat und beinahe erschrocken sei, als er zum ersten Male diese Stimme hörte. Die lyrische Frische, der Schmelz, die Natürlichkeit und schlichte Herzinnigkeit Wunderlichs waren einzigartig. Wenn je gesangskulturelle Vollendung erreicht wurde, dann durch ihn." (Zitiert nach Michael Klonovsky)







Freitag, 16. Oktober 2020

Das Urteil wird immer klarer

Die aktuelle Studie des "Epidemiepapstes" John Ioannides von der Stanford University fand so große Beachtung, daß sogar die WHO nicht anders konnte (und das will etwas heißen), als sie zu publizieren, und deren Schlußfolgerungen in ihre Empfehlungen zu übernehmen. In denen sie nun von Lockdowns abrät. 
Ioannides wies nach, daß die FOLGEN der dramatischen und undifferenzierten Maßnahmen (wie Lockdowns ganzer Länder) GEGEN das Corona-Virus und die diesem zuzuschreibende Pandemie die Toten aus einer Viruserkrankung selbst bei weitem übersteigen. 
Die Letalität aus Corona ist so gering, daß Maßnahmen wie Lockdowns auf keinen Fall gerechtfertigt sind. Wobei Ioannides bereits im März die Sterblichkeitsrate aus einer Corona-Infektion mit 0,125 % (bei Menschen unter 70 Jahren sogar bei 0,05 %) angegeben hat. Eindeutig kann man sagen, daß die Sterbezahlen mit psychosozialen Faktoren engstens korrellieren. Ebenso aber wie die Folgen aus den Maßnahmen.

Seine bereits im Frühjahr publizierten Zahlen bestätigen sich längst durch die Realität. Auch wenn die Todesraten nicht in allen Ländern gleich sind. Aber man kann oder muß sagen, daß weltweit gesehen die Toten DURCH DIE MASZNAHMEN die TOTEN DURCH COVID 19 bereits jetzt, möglicherweise in nächster Zukunft sogar erheblich übersteigen. Zumal vor allem die Destabilisierungswirkung der oft so unspezifischen Maßnahmen für ganze Gesellschaften gravierend ist.

Wir übernehmen hier eine die Studie abschließende Passage, in der Ioannides ernsthaft vor der Wiederholung weiterer drastischer Maßnahmen warnt, wie sie bereits stattgefunden haben. Unser Vertrauen ist zwar gering, gewiß, aber vielleicht wird der Tatsachendruck nun doch so groß, daß endlich auch in die Politik Vernunft einkehrt.
„Schließlich können sowohl COVID-19 als auch die Maßnahmen (insbesondere wenn sie zu aggressiv sind) das Leben, die Wirtschaft, die Zivilisation und die Gesellschaft im Allgemeinen zerstören. Eine katastrophale Auswirkung auf die psychische Gesundheit ist bereits gut dokumentiert. Katastrophaler sozialer Zusammenbruch und chaotische Ereignisse wie Unruhen, Kriege und Revolutionen haben eine unvorhersehbare Dynamik, aber wenn sie stattfinden, können sie verheerend sein. 

Viele Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie ergriffen werden, können ernsthaft destabilisierend wirken und führen zu Hunderten von Millionen Menschen am Rande des Verhungerns, einer sprunghaft ansteigenden Arbeitslosigkeit und des daraus resultierenden Auftretens anderer infektiöser Krankheiten wie Tuberkulose und Kinderkrankheiten durch gestörte Impfpläne. 
Wir müssen lernen mit COVID-19 zu leben und wirksame, präzise, am wenigsten störende Maßnahmen anzuwenden. Damit können solche Katastrophen vermieden werden und es trägt dazu bei, die negativen Auswirkungen der Pandemie zu minimieren.“

*141020*

Und der muß es ja wissen!

Was Hans-Georg Maaßen da vorträgt, werter Leser, ist nicht nur hörenswert. Es spricht sogar aber etwas an, das längst in unseren Gehirnen präsenter sein hätte müssen. Daß es das nicht ist und war haben wir eben jener Unterwanderungsstrategie zu verdanken, auf die der KGB bzw. die kommunistischen Politrucks seit den späten 1950er Jahren umgestiegen sind. 

Was hier vorgetragen wird hat nicht nur die Glaubwürdigkeit aus Logik und Erhellungskraft, aus Offenbarungen wie die aus den Mündern abgesprungener ex-kommunistischer Geheimdienstleute - einige sind auch hier bereits vorgestellt worden - die eindringlich seit Jahrzehnten gewarnt haben. Sondern man muß bedenken, daß Maaßen ehemaliger Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes, also eines der Geheimdienste Deutschlands!, gewesen ist. 

Und er räumt mit so manchem Märchen auf, das uns aufgedrückt worden ist. Beginnen wir einmal bei der Wiedervereinigung. Die bei uns vorgestellt wird und wurde, als wäre sie ein rein demokratischer Akt eines Volkes, das sich erhebt, als logischer Schritt der Gesellschaft. Mitnichten! Es war ein Programmpunkt innerhalb der KGB-Strategie! Zu dem gehörte, die ehemalige SED-Landesführung der DDR abzusetzen, weil die die Theorie nach wie vor zu ernst nahm und das eigentliche Ziel dessen, was HINTER DEM KOMMUNISMUS steht, die Weltrevolution weil damit die Weltherrschaft, nicht wirklich verfolgten. 

IHR DÜRFT AUCH NICHT GLAUBEN; WAS IHR SEHT. Das muß jeder beherzigen, der meint, aus den politischen "Geschehen" auch die Motive und Ziele ableiten zu können. Mitnichten und -neffen! Wer vergißt, daß wir es mit einer politischen Vereinigung zu tun haben, die ganz klar das Ziel der Weltherrschaft verfolgt, und zwar von Anbeginn seines Bestehens an, und die daraus noch dazu nicht einmal ein Hehl gemacht hat, dem ist nicht mehr zu helfen. 

Und wir sind so weit. Maaßen sagt es: Im Westen meinte man, Kommunisten seien Sozialdemokraten, die halt ein bißchen mehr wollen. NEIN. Kommunisten sind Menschen, die ein anderes System wollen! Auch die DDR kann nicht auf zwei Sündenböcke reduziert werden, auf das MfS und die SED. Man vergißt, daß sogar die Ost-CDU und sogar die Kirchen überzeugte Kommunisten waren. Das heißt nach 1990 die Integration der Ost-CDU in die CDU einfach zu integrieren. Die Folgen - Merkel! - liegen auf der Hand. Plötzlich betreiben christlich-demokratische Politik Menschen, die in Wahrheit Kommunismus wollen (und das "mit menschlichem Antlitz" verhübscheln).

Man ist kein Verschwörungstheoretiker, wenn man aufhört, an den Weihnachtsmann zu glauben. Und dieser naive Glaube beherrscht nach wie vor unser Denken. Und das nicht zufällig! Sondern als Teil einer Strategie, die - hätte es die Wiedervereinigung nicht gegeben - zehn Jahre später Westdeutschland wie eine reife Frucht in den Schoß des Kommunismus fallen hätte lassen. Die Integration der DDR war aber der schnellere und elegantere Weg, als Taktik im Rahmen der Perestroika-Verwirrung, die man im Westen ausgelöst hat. 




Donnerstag, 15. Oktober 2020

Gedankensplitter 997

Wer aber wagte heute noch so zu argumentieren, wie man in Wirklichkeit argumentieren müßte, weil es der Wirklichkeit AUCH HEUTE entspricht? Daß sich die Stellung (sagen wir, als Beispiel) als Vater darin begründet und legitimiert, WEIL JEMAND DER VATER IST. Daß sich die Stellung einer Frau daraus legitimiert, daß sie die FRAU VON JEMANDEM ist.

Welche Aufgabe dann jemand in einem gesellschaftlichen Gefüge (und dieses Denken ist uns heute völlig fremd!) erfüllt, ist somit NICHT von seinen Fähigkeiten abhängig! Zumindest nicht vorrangig, zumindest nicht darin, welche Position jemand einnimmt, was ein Apriori ist, kein Posteriori. Somit begründet Funktionstüchtigkeit auch nicht (in erster Linie) Gehorsam (oder legitimiert Ungehorsam)!

Man ist nie jemandem zu Gehorsam verpflichtet (und nur diese Verpflichtung, diese Verbindlichkeit ist überhaupt das, was eine Gesellschaft zusammenhält, damit die Familie, den Staat, etc. etc.), WEIL jemand diese oder jene Fähigkeiten hat. Nicht nur, weil sich Fähigkeiten NICHT aus Fähigkeiten (sic!) definieren, sondern aus dem bloßen Inne- und Wahrhaben EINES ORTES, also einer Position. 

Damit bricht auch unser gesamtes pädagogisches (Schul-)Konzept zusammen. Das auf Leistung, auf Fähigkeit und deren Entwicklung (Förderung) ausgerichtet ist! Es ist die Identität, die Fähigkeit definiert und somit "macht". 



Fortsetzung mit den dazugehörenden 
nächsten Gedankensplittern am folgenden Sonntag!


Filmempfehlung (2)

Teil 2) 


Alles im Film "Angel Heart" ist logisch, wenn man auch - wie für Logik überhaupt - Geduld braucht. Denn die wahre Frucht der Kunst ist immer eine Frage des richtigen Endes. Erst dann, wenn das bislang Unsichtbare, das Geheimnis, seine Masken ablegt. Das alles trug, und im Handlungsgeschehen eingebettet war bzw. umgekehrt alles einbettete. 

Die Handlung selbst ist dann nur Seziermesser, das das Skelett freilegt, das dem Auge nicht sichtbar ist. An dem alles hängt, das vor allem aber alle Einzelteile an ihren Platz, ihren Ort weist und dort hält. Kunst ist also Offenbarung, Freilegung. Weil alles letztlich Geheimnis ist, das erst im Letzten offenbar wird - und das nennt man ja "apokalyptisch": Die Offenbarung. Sie kommt am Schluß. 

Das Geschehen ist die Geschichte des Vorher, der Weg zum Ende. Wo man wie in Nebel und Nacht mehr tastend als wissend wandeln mußte. Und nur den Glauben an das von Gott selbst Geoffenbarte hat, das angeblich am Ende als Belohnung wartet. 

Alles andere als dieser treue Glaube sind Wege der Ausflüchte, Abschneider, vermeintlich kürzere, direktere Wege, und sie alle sind Ergebnis mangelnder Geduld. Und das wiederum ist eine Folge mangelnder Fähigkeit zur Spannung, was man gemeiniglich sogar deutlich benennt: "Laster".

Somit wird in "Angel Heart" die wahre Gestalt der Welt, die Symbolik, denn letztlich ist alles Dinghafte Symbol, erkennbar. Über das die Welt des Geistes aber zu uns spricht bzw. in der diese spricht. Das Geheimnis, der Geist kommt als Bild, als Gestalt zur bzw. in diese Welt, und das ist als solches dann Welt

Hier in einer filmischen Sprache. Wo sich Gemälde an Gemälde reiht, die in dieser Reihe, die man "Handlung" nennt, großartig kräftig bleiben, ohne je plump zu werden. 

Geheimnis um Geheimnis türmt sich also während der knapp zwei Stunden beim Zuseher auf. Er darf aber nicht säumen, die Bilder, die Spannungen wie einen Dottersack von Minute zu Minute mitzunehmen. Er darf nie ungeduldig werden. Dafür wird er zum Schluß belohnt, denn dann darf er die Nahrung aufzehren. Wenn alles klar wird! Und das ist letztlich wieder ein Geheimnis, so wie die Quelle der Welt eines ist, aber man sieht, daß alles logisch war. 

Denn wenn die Bilder - jedes für sich - wahr sind, treibt sich ein Geschehen als Geschichte dennoch zu einem logischen Ende. Als Fabel, die immer erst am Schluß wirklich vor Augen steht Die im Erlebten, Durchlebten in einem selbst Gestalt annimmt, was man dann Erkenntnis nennt. 
Und die hier heißt: Wer mit dem Teufel einen Handel abschließt und dann doch meint, ihm zu entkommen, weil er glaubt, diesen übers Ohr hauen zu können, hat sich geschnitten. Er entkommt ihm nicht, wenn er nicht die Hilfe der Gnade in Anspruch nimmt. 

Aber das verweigert unser Proponent konsequent. Warum? Wohl aus demselben Grund, warum jeder die Gnade verweigert, wenn er es denn tut: Er läßt sich von der Welthaftigkeit binden. 

Die in jenem Akt ihre Daseinsqualität erlangt, worauf der Blick in der Haltung gerichtet wird: Nach oben oder nach unten. Das erst kann man dann "irdisch" nennen statt "himmlisch", denn so einfach läßt sich Welt und Himmel ja gar nicht trennen. 

Was etwas ist, ist es aber nur aus dem, woraufhin es sich transzendiert! Alles Seiende ist ein Akt des Hinstreckens, der Gerichtetheit, ist eine Bewegung auf ein Ziel - den logos - zu. Nichts, das ist, ist starr und unbeweglich, außer es ist bereits tot und im Zerfall.

Letztendlich hängt deshalb sogar der Teufel am Sein, also an Gott, er blickt nur von diesem weg, ins Nichts sohin. Dieser Blick ist dann auch die Kraft, die ein Daseiendes bestimmt, und alles an ihm und alles, was er tut, hierhin oder dorthin ausrichtet und zieht. Ein Dazwischen der Blickrichtung gibt es nicht.

Die Welthaftigkeit als Orientierung ist aber auch die Unterordnung unter jene Kraft, die nicht zuletzt in der Sexualität das Seelenheil entscheidet. Wo sie, entfesselt und als Kraft für sich genommen, sich letztlich sogar jeder Persönlichkeit entschlägt (Amnesie! Dementia!).

Und dann selbst strengste Tabus brechen kann, ohne es zu "wissen", weil ohne Fähigkeit zum Urteil. Der Wille wird inhaltslos und zufällig. Auch Angel Heart findet den scheinbaren und gesuchten Gipfelpunkt der weltlichen Ekstase zwar in einer jungen Frau ... aber er weiß (in der Erinnerungslosigkeit, also in der Gestaltlosigkeit, zu der die Welt degeneriert) nicht, daß es seine eigene Tochter ist.

Was immer Angel Heart also tut und tat, um sich die Erinnerung zu verwehren, um damit dem Teufel zu entkommen - mit jeder weiteren Verstrickung (Achtung, Spoiler: Verstrickung, weil er alles zu töten und auszulöschen versucht, das diese Erinnerung auslösen könnte) kommt er dem Punkt näher, an dem er sich schließlich doch erinnert. Dann kann (weil muß) er dem Teufel gegenüber seinen Vertrag erfüllen.

Hier aber nun der Trailer.




Mittwoch, 14. Oktober 2020

Gedankensplitter 996

Damit ist uns Heutigen kaum noch nachvollziehbar - wenngleich wir es noch ahnen können! - wie sich eine Ordnung als Imperativ legitimieren soll, die NICHT aus Leistung entsteht.

Das heißt, daß eine vorausgehende Ordnung, die nach ganz anderen Prinzipien konstituiert wird wie uns heute geläufig ist, für unser Leben maßgeblich ist. Daß sogar dessen Geglücktheit davon abhängt.

Wenn man eine Aufgabe sehen will dann diese, den Sinn wieder von diesen Leistungsideologien (denn das sind sie!) freizuschaufeln. In Wahrheit ist nämlich diese vorausgehende Ordnung, die nichts mit Leistung, mit dinglichen Bewältigungen, mit Ablaufoptimierungen zu tun hatte (und hat), die immer noch maßgebliche Ordnung. Die aufgrund ihrer immanenten Kraft in der Lage wäre und immer noch wäre, unser aller Leben zu ordnen und uns zu einer Geglücktheit zu führen, die mit Geld und Erfolg (als Durchsetzung) nichts zu tun hat. 

Nur aus diesem gestalthaften Denken heraus kann aber auch gegen den Feminismus (und damit gegen alle übrigen Zusammenhänge, wie sie oben angerissen sind) argumentiert werden. Alles andere ist bestenfalls milde zu belächelnde "gute Absicht", die aber gar nicht mehr weiß und deshalb anzielen und damit erreichen kann, was sie zu bewirken versucht: Den Feminismus abzulehnen. 

 
Morgen nächste Splitter zum Thema


*290920*