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Dienstag, 18. Juni 2019

Geimpfte Kinder sind häufiger krank

Der Leipziger Kinderarzt Dr. André Braun hat jährlich 10.000 Behandlungstermine in seiner Praxis. Dabei ist ihm aufgefallen, daß geimpfte Kinder viel häufiger krank sind als nicht Geimpfte. Ein Vergleich, den normale Ärzte kaum anstellen können, weil sie häufig nicht Geimpfte gar nicht als Patienten annehmen. Und eine neutrale Information gibt es kaum. Sogenannte Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte sind zu 80 Prozent von der Pharmaindustrie gesponsert, die mit dem Impfen einen Kreislauf der Pharmakologie in Gang setzt.

Der Immunologe Braun hat sich selbst mit Studien und (angeblichen) positiven Erkenntnissen zum Thema Impfen auseinandergesetzt. Dabei hat er unter anderem entdeckt, daß viele Studienergebnisse manipuliert sind, um das Impfdogma zu schützen.* Die Wahrheit sieht oft anders aus, und zwar auch bei den durch Impfung angeblich vorgebeugten, also verhinderten Krankheiten. Als Beispiel wird China angeführt, wo es Impfpflicht gegen Masern gibt, sodaß man von einer Durchimpfungsrate von 99 Prozent ausgeht. Erstaunlicherweise hat China dennoch mehr Masernfälle als Deutschland, wo die Durchimpfungsrate deutlich niedriger ist.

Einen medizinischen Grund für Impfung kann Braun nicht erkennen. Wenn man im Einzelfall dennoch zur Impfung raten kann, dann in Fällen, wo die Impfung wie eine Art "soziales Totem" angesehen wird. Das gilt auch für die sogenannten "Tropenimpfungen". Wenn man sich im Zielland vernünftig verhält ist auch die Gefahr, daß man von einer Tropenkrankheit erfaßt wird, recht gering. Auch die Brasilianer - als Beispiel - impfen kaum ihre Kinder.

Teil 1




Diese Sendung hat so große Resonanz ausgelöst, daß Dr. Braun noch einmal zum Interview gebeten wurde. Hier geht er noch näher auf die Frage "Impfen" ein. Er berichtet, daß eine statistische Argumentation schon deshalb schwierig ist, weil der Zusammenhang zwischen einer auftretenden Erkrankung und einer vorausgehenden Impfung nicht erfaßt wird. Auch der Zusammenhang Allergiehäufigkeit und Impfung wird nur in Studien deutlich, die ihre Datensätze "ehrlich" aufbereiten.

Im Einzelnen geht Braun auch auf die Masern ein. Hier wird derzeit in manchen Medien maßlos Panik gestreut, zumal mittlerweile ein Viertel der Eltern Impfungen ablehnen und noch mehr Eltern sie skeptisch sehen. Aber Todesfälle, wie vorhergesagt wird, sind äußerst selten (ein bis zwei Todesfälle durch Komplikationen im Zusammenhang mit Masern - in ganz Deutschland), und sind oft gar keine direkte Auswirkung von Masern.** Im Gegenteil ist durch die nun schon über eine Generation währende Impfung bei Kleinstkindern eine neue Risikogruppe für Masern entstanden, bei der auch die Impfung nicht greift. Die gefürchtete (aber sehr seltene) SPG-Erkrankung - eine Gehirnentzündung tritt interessanterweise vor allem bei Kindern auf, die schon im ersten Lebensjahr Masern (durch Impfung) hatten. Sie müßte also vor der Impfung noch seltener gewesen sein, denn normalerweise erkranken (wenn überhaupt) nur bereits ältere Kinder an Masern. Aus den USA ist bekannt, daß dort innerhalb der letzten zehn Jahre KEIN Todesopfer durch Masernerkrankung bekannt ist, aber 109 Kinder an den Folgen der Impfung starben.

Aber es gibt doch auch Erfolge? Nun, selbst wenn man anführt, daß in Finnland als Beispiel die Masern mit dem auch hierzulande üblichen Zwei-Stufen-Impfschema ausgerottet werden konnte, ist das in China mit derselben Vorgehensweise nicht gelungen. Sodaß man sich die Frage stellen muß, ob der finnische Erfolg überhaupt an der Impfung liegt.

Eine wirkliche wissenschaftliche Basis für den oft behaupteten "Herdenschutz" (das "soziale Argument" für die Impfung) gibt es nicht. Die Studien zur Zulassung der Impfstoffe sind wissenschaftlich mangelhaft. Sie ignorieren die Placebo-Alternative und haben einen viel zu kurzen Beobachtungszeitraum (was wie bei der humanen Papillomavirus-Impfung (HPV) Geimpfte zu "Studienobjekten" macht). Es fehlt eine Kontrollgruppe, an der keine Impfung vorgenommen wurde. Und außerdem müßte verglichen werden, wer erkrankt, nicht Laborparameter wie "Antikörperentwicklung". Denn die Zahl der Antikörper ist kein Anzeichen, ob jemand gegen eine Krankheit immun ist.


Teil 2 



Nachtrag: Eine Internetseite mit klaren Fakten zur Impfung findet sich unter diesem Link.



*William Briggs bringt in einem seiner Beiträge das erschütternde Ergebnis einer amerikanischen Erhebung, dergemäß ein Viertel aller Biostatistiker berichten, daß sie bereits mindestens einmal darum gebeten wurden, durch ihre Auswertungen ein Ergebnis in eine bestimmte Richtung zu manipulieren. Die Dunkelziffer jener Statistiker, die darauf eingegangen sind, dürfte aus verschiedenen Überlegungen heraus also hoch sein.

**Übrigens ist auch eine Schwester des VdZ 1951 an Masern erkrankt und verstorben, nachdem noch eine Lungenentzündung aufgetreten war.





*230419*

Wie man das in Österreich eben macht

Noch vor zehn Jahren gab es ab und an durchaus realistische (=kritische) Berichte im öffentlichen Rundfunk zum Thema "Klimawandel". Wie diesen Bericht des bayrischen Fernsehens, der nur einen kleinen Eindruck davon gibt, was sich abspielt. Hinter dem massive politische Interessen stehen. Klimakatastrophik ist die Brechstange, mit der man Zentralismus implementiert. Und entwurzelt genug sind die meisten Bürger ja bereits.



Wie das heute geschieht, demonstriert eine Ereigniskette, die in Österreich 2018 und 2019 zu beobachten war. Wo die Medien jedes Unwetter, jeden Regen, jede Überschwemmung, jeden heißen Tag zum "Zeichen der Klimakatastrophe, die bei uns angekommen ist" systematisch umdeuten. Fast täglich findet sich irgendeine Nachricht zum Klimaalarm. Der Ofen muß immer köcheln. Ob Schnee oder Sonne oder Regen oder Wolken oder Hitze oder Kälte - es ist die Klimakatastrophe.

So wird die Wahrnehmung vor allem der jüngeren Menschen, die bereits narzißtisch vorgeprägt und damit prädestiniert sind*, Augenblickseindrücke zum Gesamten zu interpretieren, schwer neurotisiert. Nachdem man somit die Bevölkerung paralysiert hat (schon die ständige Wiederholung der Behauptung, daß wir einer menschengemachten Klimakatastrophe gegenüberstehen, hinterläßt seine Wirkung, mit der Zeit auch bei in der eigenen Wahrnehmung bereites gefestigteren Menschen), die lernt, die eigene Wahrnehmung ins Besenkammerl zu sperren, weil sie gegen eine vermeintlich allgemeine Sichtweise nicht ankommt (bis sie endgültig aufhört, gegen die Tür zu trommeln), kommen die "Maßnahmen". 

Wie üblich in Österreich - ohne daß viel darüber gesprochen wird. Dann heißt es einfach in der Rückschau (sic!), daß die Strompreise in Österreich im Jahr 2018 um bis zu 50 Prozent gestiegen sind. Der Grund? Jaaaa ... das ist der internationale Strommarkt. Der internationale Strommarkt, soso. Ist es nicht die internationale Politik des Klimawahns, der durch den Flatterstrom eine gegen jede ökonomisch-praktische Vernunft verdoppeltes und verdreifachtes Stromerzeugungsnetz aufbaut, dessen gigantische Kosten irgendwer bezahlen muß? Und wer sonst, als der einfache Steuerzahler? Sind es nicht die abstrusen Kosten, die eine politisch initiierte und geförderte "Energiewende" den Bürgern zumutet? Ist es also nicht die zentralistische Politik, die sich mehr und mehr vom Kuchen der Volkswirtschaften unter den Nagel reißt, um "Politik zu machen"? Nein, natürlich nicht. Es ist die Schicksalsmacht "Internationaler Strommarkt", nicht die Politik.

Auf die österreichische Art halt. Woanders wird nämlich wenigstens darüber gesprochen. In Österreich wird nur über die Menschen drübergefahren. Da geschieht alles heimlich. Es herrschen eben andere Prinzipien. Das zeigt sich selbst in Angelegenheiten wie Organentnahmen, wo in Deutschland und der Schweiz die Wogen hochgehen, weil etwas kommen kann, was in Österreich ohnehin seit je und ohne viel darüber zu diskutieren der Fall ist: Jeder IST Organspender, außer er legt Widerspruch ein. Wie gesagt, in Wien steht die Welt auf dem Kopf, Beispiele gibt es genug.

Das liegt in der Gründungsstruktur. Da war ein Land, kein Volk, das vergeben wurde, Ober-, Niederösterreich mit Wien, das sind ja schon zwei Drittel der heutigen Bevölkerung. Dort gab es dann (bambergische) Fürsten, die von Macht und Einfluß träumten, und die holten sich ihr "Volk". Wer nicht spurte, hatte zu kuschen, außer der offiziellen Struktur gab es keine soziale Struktur.** Territorialrecht nennt man das. Während es bei einem organischen Volk eben (personales) Volksrecht gibt. Die Habsburger haben das mit ihrem todsicheren Instinkt 1276 gerne aufgegriffen, und jede Volksentwicklung, wie sie durch den Böhmenkönig Ottokar noch kommen hätte können, sofort unterbunden. Nirgendwo kann sich Zentralmacht so prächtig entwickeln wie in einem Territorialstaat, wo es kein lästiges Volk gibt.***

Und das blieb Prinzip der Wiener Politik. Was meint der Leser, wo es die erste staatlich verordnete Schulpflicht gab? Richtig. Böhmen. Warum? Das ist keine Theorie, das ist in historischen Quellen nachzulesen: Alle diese Völker, die sich da ansammelten, waren lästig, eigensinnig und störrisch. Also wollte Maria Theresia die Axt an die Wurzel legen - es ging um die Kinder. Bei denen konnte man viel effizienter entwurzeln und deren Psyche zweitwirklich machen und auf Wien "ausrichten".

Ein Lob der Aufklärung, also! Die das social engineering in Wahrheit erfand. Denn für sie war ja der Mensch nur, was sich im Hirnkastel "bewußt" abspielte. Dieses Lego-System konnte man dann auch beliebig manipulieren. In den USA kam man damit sogar später als bei uns, aber mit demselben Ziel. Dort nannte man das dann "Amerikanismus" oder "Amerikabewußtsein". In Deutschland geschah seit 1871 definitiv dasselbe, drum konnte man ja dann mit den USA "konkurrieren". Weil man nach preußischer Geistesschule (also selbst bereits dem Territorialprinzip entstammend, denn ein Volk der Preußen gab es schon lange nicht mehr) die Völker auflöste, und in eine neue Staatsmaschine einspannte. Verwurzelung wurde immer durch positivistischen Zentralismus ausgerottet, und die Bevölkerung mit dem Hinweis auf "Vorteile" zum Verstummen gebracht.

Und die Medien³ tun fleißig mit, indem sie so tun, als wäre der stark gestiegene Strompreis nur eine Sache der Ungeschicktheit der Bürger, die einfach nicht den Anbieter wechseln! Den Anbieter wechseln, das ist das Rezept! Was man sich da ersparen kann! Die Kronen Zeitung schreibt deshalb sofort in den Bericht, der nur festhält, was die Bürger seit einem Jahr bereits getragen, aber nicht verstanden haben (die erste Frage bei einer höheren Stromrechnung ist ja immer: Habe ich mehr Strom verbraucht?), wieviel man sich dennoch durch Anbieterwechsel noch ersparen kann. Und das ist ja weit mehr als die lächerlichen 80 Euro Mehrkosten NUR IM LETZTEN JAHR, wie sie jeden Stromabnehmer mittlerweile treffen.

Eine Antwort der Verantwortlichen gibt es in Österreich bestenfalls, wenn mal jemand doch Widerspruch anmeldet. Was in Österreich selten geschieht, weil die Menschen in einer Art Gründungsneurose ohnehin seit 1000 Jahren gewöhnt sind, daß das Recht hier nichts mit dem Volk zu tun hat, sondern ein zu ertragendes Übel ist, in dem man es sich halt irgendwie immer einrichtete. Und seien wir ehrlich, wer will denn die Lügen, die es dann hagelt, die im besten Fall mit Unkenntnis und Ignoranz entschuldigt werden können, mit der die Politik seit vielen Jahrzehnten Lebensbereiche "regelt", die sie weder zu regeln hätte noch regeln kann, denn überhaupt noch hören?




*Narzißmus hängt direkt mit der Auflösung sozialer Bindungen und Strukturen zusammen.

**Anders als in der Steiermark, in Tirol, in Kärnten und Salzburg, die auf bayrische Stämme mit richtig organischer Struktur zurückgehen. 

***Das hat sich in allen Marken genau so abgespielt. Wie in Brandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern, etc. Die historische Entwicklung ist in diesen inneren Zusammenhängen überall gleich.

³Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, zwei seien herausgegriffen, sie hängen zusammen mit dem Umstand, daß die "neuen Medien" den bisherigen Medienlandschaften schwer zusetzen, selbst wiederum eine Folge der Diffusion sozialer Strukturen. Damit stieg die Abhängigkeit von öffentlichen Geldern (in Österreich gibt es nicht eine Zeitung mehr, deren Überleben nicht von Staatsgeldern abhängt; der Staatsfunk tut das sowieso), und die kosteninduzierte Ausdünnung der Redaktionen, die ihre journalistische Arbeit mittlerweile fast ausschließlich zentralen Agenturen überantwortet haben und nur noch gelieferte Meldungen auswählen. Nur sind das längst nicht nur die auch früher wichtigen internationalen Presseagenturen, sondern diese selbst beziehen ihre Meldungen zu immer größeren Teilen aus themenspezifischen, bei Klimathemen lange schon global agierenden Redaktionsunternehmen. 

Die zu beeinflussen, an Interessen zu binden schon deshalb leicht ist, weil sie ebenfalls Geld brauchen, das aber (wir vereinfachen) nicht so einfach etwa durch Zeitungserlöse erzielt werden kann. Naja, man muß es erwähnen, es ist rein technisch so: Unternehmen, die wie die erst vor wenigen Jahren gegründete Plattform Addendum agieren, die ja auch vom Red Bull-Milliardär Dieter Mateschitz gegründet wurde und finanziert wird. Man kann dem Mann zwar glauben (und der VdZ tut das sogar), daß er keinen direkten Einfluß auf deren Inhalte nimmt (weshalb Addendum leider eben auch viel Mainstream-Unsinn und damit Ideologie repräsentiert), aber indirekt passiert das natürlich dennoch (Addendum repräsentiert deshalb klandestin, ob man das will oder nicht, die Sichtweisen von Mateschitz). Wenn dieser Einfluß auch woanders (nicht nur bei der globalen Klimaberichterstattung) wohl noch deutlich anderer Natur ist.




*030419*

Montag, 17. Juni 2019

Endlich normal sein

Das "klauen" wir ihm glatt ;-) Denn Michael Klonovsky spricht hier davon, wie es Deutschen und Österreichern im Ausland oft und oft geht: Dort erleben sie, daß man dort ganz einfach normal sein kann. Dort erleben sie, daß es diese inneren Zensoren nicht gibt. 

Stelle man sich zur Gegenprobe einmal vor, was passieren würde, wenn am Wiener Stephansplatz oder am Münchner Marienplatz jemand aufstünde und die Nationalhymne anstimmen würde. Würden die Anwesenden einstimmen, mitsingen, sich an sich selbst erfreuen, wie es hier am Roten Platz in Moskau passiert ist? Denn in diesem Rahmen darf man sich auch solchen "expliziten Nationalismus" durchaus manchmal gönnen. Der zwar keine Existenz inhaltlich trägt, klar, aber doch das Aroma ist, das jeden Menschen durchtränken muß, denn ohne diese strukturelle Durchdrungenheit durch alle Ebenen, vom Kleinsten, Alltäglichsten bis ins Größte, und das ist auch der Staat (worin er nur noch von der Kirche übertroffen wird, aber nur auf eine qualitative, innere Weise, nicht als direkte Gestalt), kann man von Identität gar nicht sprechen.

Der VdZ erlebt es täglich in seiner Wahlheimat Ungarn - es stimmt. Man darf dort alles sagen, alles singen, alles denken. Und es fehlt auch jene Scham, die uns selbst beschämen sollte. Auch die Ungarn singen gerne und zu vielen Gelegenheiten ihre Hymne. Als Ausdruck, nicht als "rechte Provokation". Aber auch in den alltäglichsten Gesprächen hat keiner Bedenken seine Ansichten zu äußern, zu reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. In aller Blödheit, in aller Klugheit, in aller Weisheit, wie sie so oft der kleine Mann - und auf diese Weise nur er - hat.

Die Hysterie in unseren Ländern, die sich zu einer gewaltigen Massenpsychose ausgewachsen hat, in der sich Bedrückung wie ein schweres Leichentuch über uns gelegt hat, wird nur davon genährt, daß das Sein selbst der Feind ist. Und Sein heißt - Identität haben, "etwas" sein. Mit allem, was daraus folgt, denn was ist (und nur was ist), will bleiben. Und bleiben heißt: Dem Wesensgesetz, das einen in die Existenz trieb, dem Ort also treu zu bleiben, in den man in die Welt kam, und so erst Welt wurde.





Und natürlich hätte es einen seltsamen Beigeschmack, wenn wir in unseren Ländern solche Bilder nicht mit gewissem bitterem Beigeschmack sehen würden. Auch der Vater des VdZ war Soldat im Rußlandfeldzug, und ein Onkel fiel dabei. 

Doch auf seine Weise bleibt es in sich schön, und daran dürfen auch wir uns erfreuen, ja daran dürfen wir sogar Maß nehmen, wenn ein Volk sich und seine Geschichte (ohne die die Gegenwart undenkbar ist) noch so zu feiern versteht wie Rußland 2015, als man den Sieg im "Großen Vaterländischen Krieg" (1941-1945) mit einer beeindruckenden Parade, Zeichen des Selbsterhaltungswillens, der Zustimmung zum eigenen Sein, beging. Bewußt sagt der VdZ nicht "feierte", denn was man sehr zustimmend zur Kenntnis nehmen darf ist, daß die Russen solche Gedenken nie ohne einen gewissen tragischen Grundton abhalten, der es nie in bloßes tumbes Siegesgejohle umkippen läßt. Herrlich inszeniert, die Glocken, der Beginn mit dem bekanntesten, beliebtesten, berühmtesten russischen Lied über den Krieg, der bis zu zwanzig Millionen Bürger der Völker der Sowjetunion, also einem Zehntel der Bevölkerung, das Leben gekostet hat.

Aber noch ein Gedanke steigt aus solchen Bildern auf: Kann ein Volk sich aus etwas anderem nähren als aus einem Sieg im Überlebenskampf? Recht sicher kann nämlich jenes Volk nicht bestehen, das nicht in der Lage ist, über eine allfällige Niederlage hinaus (oder historisch etwa: zurück) einen immer noch gegenwärtigen Sieg zu denken und wirksam ins Heute zu rufen, der es für eine eigene Zukunft legitimiert.

Man könnte also durchaus die These in den Raum stellen, daß die Gutmenschen-Krankheit, die unsere Länder befallen hat, und in der wir uns anschicken, der Welt zu enteilen, der Versuch ist, einen Legitimitätsmythos zu schaffen, der fehlt. Versuchen wir doch auch zu verstehen, daß das Böse sich dadurch erkennbar macht, daß es die Legitimität des Begegnenden aufzulösen (und/oder durch neue oder Scheinlegitimität zu ersetzen) versucht.





*190419*

Abgesagte (und angesagte) Katastrophen

Wie satanisch und schöpfungsfeindlich Erscheinungen wie "Klimarettung" oder "Philanthropie" ist, zeigt sich daran, daß sie alle (ohne es natürlich in aller Brutalität zuzugeben) darauf hinauslaufen, den Menschen zu eliminieren. Speziell diese beiden Richtungen haben ja einen bemerkenswerten gemeinsamen Nenner: Es gibt "zu viele" Menschen. Der Mensch wird von beiden zum Feind der Schöpfung deklariert.

Aber es ist genau umgekehrt. Die gesamte "Natur" ist auf den Menschen ausgerichtet, und er ist es, der ihr Bestand und Prosperität gibt. Er ist es, der in und mit seiner Vernunft (in seiner Rückbindung an den logos, also den der Welt zugrundliegenden geistigen Plan des Seins, also Gottes) aus dem Chaos zur Ordnung überführt, und so alles in seine größte Wesenswirklichung treibt. 

Deshalb muß man auch die Frage stellen, ob der Mensch überhaupt (in einem gesetzten, in diesem Sinne also "positiven" Akt) "zerstören" kann.* Weil sein Versagen eigentlich auch ausschließlich so gesehen werden kann, daß er seine Ordnungsfunktion NICHT wahrnimmt. Nur diese Wahrnahme - diese Kultursendung, die es nämlich ist - ist also ein positiver, möglicher Akt. Der, wenn er nicht gesetzt ist, Chaos bewirkt, einen Rückfall auch bereits kultivierten Bereichs von "Welt" in "Chaos" und Auflösung in die je unteren Seinsebenen (bis zum Staub). Nur in diesem Sinne kann man ja überhaupt von "Zerstörung" sprechen: Als Nicht-Wahrnahme der eigentlichen menschlichen Aufgabe, die Welt zu ordnen - sie also in eine Kultur zu stellen.

Als Beispiel für diesen tiefen, menschlichen Sinn hat der VdZ das Thema bereits im Rahmen einer Spekulation über die Entstehung der Wüste Sahara ausgebreitet - mangelnde Kulturdichte, nicht zuletzt durch zu wenige Menschen (was wohl wiederum aus der mangelnden Kulturdichte hervorgeht).

  • Auf ganz andere Weise ist diese Spekulation möglich, betrachtet man, was sich im Subsahara-Bereich seit längerem schon abzeichnete. Eh' schon wissen: Das ist ausgerechnet der Bereich von Ländern, die wegen ihres hohen Bevölkerungswachstums schon regelrecht "dämonisiert" und als Gefahr beschrieben werden. Nichts dürfte weniger zutreffen, bei allem Ringen, das dort derzeit im Gange ist. Immerhin verändern sich diese Völker ja auch rapide und sehr dynamisch. Aber längst ist hier Schweigen eingekehrt, weil die Daten zeigen, daß sich diese geographischen Zonen mehr und mehr begrünen. Und daß der Tschadsee, ein flacher Steppensee, historisch analysiert zeigt, daß er regelmäßig ausgetrocknet ist, und sich stets wieder befüllte, also auch kein Indiz für "Erderwärmung" ist (sondern, wenn dann des Gegenteils, der Ergrünung von Wüste, weil sein Hauptzufluß als Bewässerung für die Landwirtschaft intensiv herangezogen wird), hat sich mittlerweile herumgesprochen.

Noch schlimmer sollte es - aber nun wirklich - viel weiter im Süden** kommen, also etwa im Bereich Namibia-Südafrika-Rhodesien. Die Überbevölkerung hier, die globale Klimakatastrophe dort, sollten (auch) diesen Teil der Erde also zur regelrechten "Todeszone" werden lassen. Hingeschaut hat aber wohl keiner, denn dann hätte er anderes gesehen. Und darüber hinaus ist das, was sich dort zeigt, bestes Beispiel dafür, daß es ein "Weltklima" als konkretes Ding nicht gibt. Daß es im besten Fall "Klima" nur im Verstehen von lokalen, regionalen Wettererscheinungen und Lebensbedingungen gibt, in einem engen Wechselspiel von Mensch und Mitwelt.

Denn wie eine Studie zeigt, die im Fachblatt "Anthropocene" im März d. J. unter dem Titel "Rethinking catastrophe?" erschienen ist, hängt die beobachtete Entwicklung in dieser Zone mit dem menschlichen Umgang zusammen. Es ist ausgerechnet die angeblich grundsätzlich so pöhse Landnutzung durch die Menschen, die Agrarkultur, die bewirkt hat, daß sich die einst so trockene Savanne des Karoo-Streifens ("karoo/karu" heißt "trocken") seit Jahrzehnten und immer rascher in Grün- und Waldland umgewandelt hat. Die Biomasse ist durch die starke Zunahme des Baumbewuchses sogar extrem angestiegen. Und das, obwohl sich die Niederschlagsmenge in dieser Zone (in allen Schwankungen) so gut wie nicht verändert hat. Und das obwohl die Landnutzung intensiv ist, oder war. Ihr Effekt war vor allem aber, daß sich die Vegetation unter landwirtschaftlichem Einfluß geändert hat, und das hat sich positiv ausgewirkt, wie man sieht. Außerdem ging zum Beispiel auch eine Reduktion der Buschbrände damit einher. Dieses Ergrünen dehnt sich zudem immer weiter auch nach Westen und Nordwesten aus, die immer als extrem trocken galten.

Das widerspricht sämtlichen Vorhersagen der Klimaalarmistik, bei denen die "großen globalen Vorgänge", die angeblich ein als Mechanismus funktionierendes "Weltklima" dort bewirken mußte (obwohl das niemand wirklich kennt; kennen tut man nur ihr Ergebnis: Katastrophe), ja ist ihr Gegenteil. Denn nach den Vorhersagen aus Modellberechnungen hätte gerade dort die Dürre längst schon exemplarisch und verheerend werden sollen.

Die Rede ist von einem geographischen Bereich, der noch im Vorjahr als Klimasau durch die Mediendörfer getrieben wurde, weil die Dürre in einigen südafrikanischen Großstädten (Kapstadt, wir haben darüber berichtet) schon als "Sieg der Klimakatastrophik" verkündet wurde. Aber es war menschliches Versagen, nichts sonst.

Darüber hinaus streicht die Studie prinzipielle Schwierigkeit heraus, die mit Prognosen in Südafrika verbunden sind. Denn dort herrschen durch Meeresströmungen, ozeanische Oszillationen, einer Reihe weiterer lokaler geographischer etc. Einflüsse so spezielle Bedingungen (ach, nur dort?), daß eine zutreffende Vorhersage der Auswirkungen der Erderwärmung und des CO2-Anstiegs im Rahmen eines "Weltmodells Klima" ganz offenbar nicht möglich war und ist.

Somit stellen die Studienautoren (die keineswegs "Klimaskeptiker" sind) die Frage, ob man in der Klimaforschung nicht generell daran gehen sollte, die empirischen Daten und Befunde der Gegenwart wie der Vergangenheit neu zu bewerten. Denn wenn so offensichtlich Vorhersagen nicht der realen Entwicklung entsprechen, wird über kurz oder lang das Vertrauen der Öffentlichkeit in Vorhersagen der Klimawissenschaft verschwinden.

Nun, vielleicht sollte sich der eine oder andere auch gleich einmal den Kopf darüber zerbrechen, was es heißt, wenn ein System "komplex" ist. Nämlich etwas ganz anders als "kompliziert", was ja immer noch bedeutet, daß man es irgendwann schon hinkriegen wird. Wenn ein System "komplex" ist, heißt das, daß es in seinem Fortgang prinzipiell NICHT VORHERSAGBAR ist. Was aber heißt NICHT VORHERSAGBAR, wenn noch dazu die Ursache-Wirkungszusammenhänge un- oder kaum bekannt sind, sodaß man nicht einmal (wie bei Tektonik die Erdbeben*) die Wirkfaktoren und das Ergebnis kennt? Dann gibt es nämlich auch keine "Wahrscheinlichkeit".





*Das Problem der "bösen Tat" ist auf die gleiche Weise zu betrachten möglich: Denn sie ist eine Nicht-Wahrnahme einer Wesensaufgabe, in der Dinge prosperieren wollen und sollen. Und eine Beschleunigung des Zerfalls im oben beschriebenen Sinn, der folgt, wenn man dieser Aufgabe nicht nachkommt. Also ist die böse Tat der Wille zur Nicht-Wahrnahme, die man dazu sogar der Zeit entreißen, dieses eigene Versagen in gewisser Hinsicht also "ins Ewige stellen" möchte. Der Böse will ewig böse sein, sozusagen! Kann dazu aber nicht aus dem Sein ausbrechen, das er als Objekt braucht, weil es ein "in sich Böses" - ohne Objekt der Nichtung - nicht gibt. Damit offenbart sich auch die Natur einer Handlung klarer, die den anderen daran hindern will, an der Welt in oben beschriebenem aufbauendem Sinn zu handeln.

**Wir überspringen dabei die Kongobecken-Regenwalt-Zone. Die ein ganz anderes Problem hat. Denn dort wütet die Geisel eines ganz anderen Wahnes, der der E-Mobilität, namentlich der Batterien, wie sie für E-Autos und Handy benötigt werden, in der Form des Kobalt-Abbaus. Der unter unglaublich brutalen, ausbeuterischen Bedingungen vonstatten geht. Die offenbar für die Grünbewegten etwas weniger Bedeutung haben. Naja, wie gesagt, es gibt denen ohnehin zu viele Menschen auf der Welt.

***Bei Erdbeben kennt man die Ursachen und Wirkfaktoren. Man weiß aber nicht, wann ein tektonischer Abschnitt "so weit" ist, daß er sich "so und so" (kleines Erdbeben, Megaerdbeben, gar keines ...) äußert. Man weiß nur DASZ Ereignisse eintreten, weiß aber mittel- oder langfristig nicht wann und welche. Beim Klima weiß man aber die Ursachen und Wirkungen nicht, ja kennt nicht einmal die Faktoren, sodaß auch jede Wahrscheinlichkeit sinnlos ist. Damit entzieht sich ein "Weltklima" JEDER Vorhersagbarkeit. Und JEDER heißt JEDER.




*270319*

Sonntag, 16. Juni 2019

Warum Big Data verboten werden muß

Eine sehr interessante Frage stellt die Neue Zürcher Zeitung in einem Beitrag von Johannes Binswanger und Martin Kolmar. Ob nämlich das Prinzip des "Big Data" - also das Sammeln und Auswerten unzähliger digitaler Daten - mit dem Prinzip von Gesellschaftssystemen vereinbar ist, die auf menschliche Freiheit aufbauen. 

Zwar hat man schnell Einwände parat, wenn es um das chinesische System des "Social Credit"-Systems geht, das auf einer zentralen Auswertung aller möglichen Daten der Bürger beruht, um aus seinem Verhalten (und seinem Denken) Rückschlüsse auf seinen Wert für die Gesellschaft abzuleiten, und ihn dann auch entsprechend zu behandeln, zu fördern oder zu behindern, ihn vielleicht in Ruhe zu lassen, oder aber gar aus dem Verkehr zu ziehen. 

Aber was unterscheidet das, was sich im Westen abspielt, überhaupt davon? Daß die Systeme der Datenauswertung, die den Bürger manipulieren, ihn letztlich sogar um seine Freiheit bringen wollen, die ihn zu einem Verhalten erziehen wollen, das den Sozialversicherungen oder Steuerkassen günstiger ist, und daraus das Recht ableiten, Daten zu benützen, in privater Hand sind? Oder nur zum Teil (noch) ausgewertet werden dürfen, weil es noch irgendwie ein Flickwerk von "Datenschutz" gibt. Das im Ernstfall das Papier nicht wert ist, auf dem diese Gesetze stehen, weil die technischen Voraussetzungen für die totale Überwachung, Datensammlung, Zusammenführung verschiedenster Daten und Benutzung, um Bürger "zu erziehen", längst installiert und gegeben sind. Ist es also besser, wenn das privaten Interessen dient, und wir nur darauf achten müssen, daß wir auch entdecken, wo uns die privaten Konzerne immer voraus sein werden, ob sie diese Daten nicht aus "mißbrauchen"?

Was soll daran besser sein - als wenn es wie in China die Partei, der Staat macht? Warum glauben wir, schreibt die NZZ, daß private Gewinnabsichten besser oder menschenfreundlicher (eigentlich müßte man ja sagen: dem Gemeinwohl verträglicher!) sind, als die Machtinteressen eines Parteikaders?

Heißt das nicht vielmehr, daß die "liberalen Demokratien" an eine Grenze stoßen, mit der sie ihren eigenen Prinzipien zu widersprechen beginnen? Denn auch die privaten Datensammler - google, fadebook, amazon, etc. etc. etc., wir haben ja nicht einmal mehr einen Überblick, wer welche Daten sammelt und wie benützt, also all die Datenkraken, die ihre Daten sammeln, auswerten und verkaufen -  haben nur ein Ziel: Das Verhalten der Bürger zu analysieren, um daraus Schlüsse zu ziehen, wie sie zu bestimmtem Verhalten "motiviert" werden können. 

Und die Sozialversicherungsverbände argumentieren schon lange mit dem "höheren Gut", um genau das zu tun, was auch in China passiert. Sie stehen lange schon in den Startlöchern und fiebern der Freigabegesetze entgegen, die ihnen die Genehmigung gibt, um etwa aus individuellem Verhalten auch die Höhe der Versicherungsprämien abzuleiten. Sie müssen dazu nur noch jene Schaltstellen verbinden, die lange schon bestehen, und nur notdürftig noch getrennt bleiben, wobei Scheibe um Scheibe dieser Datenmacht abgesäbelt wird, man denke nur an das "ELGA-"System, den "gläsernen Patienten", das ja auch "so viele Vorteile hat", "so viele Leben retten" kann. Und so nebenbei dem nunmehr total überwachten Arzt das Arztsein aus der Hand nimmt, also auch eine völlig andere, technisch-pharmazeutische Medizin weiter etabliert. (Und das beste: Die Ärzte müssen diese Totalgängelung auch noch selbst bezahlen.) Die PR-Maschinerie läuft ja seit Jahren in diese Richtung, und die Bürger sind längst weichgeklopft. Es gab in Österreich nur wenige 100.000 Einsprüche gegen diese über Nacht verhängte Datenverknüpfung sämtlicher Patientendaten. Wie weit ist es da noch bis zu jenem Tag, wo an der Supermarktkassa die Bankomatkarte versagt, und die Kassiererin ihnen sagt, daß sie das und das nicht kaufen dürfen, weil Sie unter XY leiden, und das schädlich ist?

Wie das alles von Tag zu Tag näher rückt zeigt doch, wenn - erst jüngst als EU-Richtlinie beschlossen - ab 2022 Neuwagen verpflichtend mit Überwachungssystemen ausgestattet sein müssen, die unter anderem die Macht haben ihren Motor zu drosseln, wenn sie zu schnell fahren, oder nach Normlisten zu viel Sprit verbrauchen. So nebenbei überwacht der Bordcomputer dann auch, ob Sie seiner Meinung nach zu viel Alkohol getrunken oder zu müde sind, die Möglichkeiten sind nun ja fast unbegrenzt. Man weiß sogar jederzeit, wo sie gerade sind. (Was mit den Handys ohnehin bereits der Fall ist.)

Und was ist mit der unter dem ach so hehren Ziel der Weltrettung aufgebaute Ziel der "Smart Cities", wo zentralgesteuerte Daten vorschreiben, wann sie womit wohin fahren dürfen, wann die Waschmaschine oder der Geschirrspüler eingeschaltet wird, wo der Kühlschrank sagt, was sie kaufen und verzehren dürfen, wann ihr Betrieb die Maschinen anstellen kann, und wann nicht, und wo jeder Verstoß gegen die Ordnung (wollen wir nicht alle Ordnung? na bitte!) sofort meldet, auf daß es automatisch geahndet werde? Das ist doch keine Zukunftsmusik mehr, das ist längst im Aufbau, nur die Salamitaktik, mit der jeder Schritt ("Wieder ein Vorteil!") durchgedrückt wird, macht es für den Normalbürger so schwer erkennbar. Und alle scheinen es zu begrüßen, denn ... "es hat ja so viele Vorteile". Schon alleine die Utopie der "Energiewende" kann ohne solche Zentralsteuerung nicht einmal in den Märchenhirnen seiner Phantasten existieren, das eine bedingt das andere, also was ist daran Schreckgespenst? Der Normalbürger ist doch längst der Meinung, daß es einem Kollektivsystem - ob Gesundheit, ob Energie als Weltrettung - zusteht, dem Einzelnen seine Lebensweise vorzuschreiben. Das Solidarsystem von Freien, das eine Gemeinschaft (Volk) ist, ist uns also schon längst unter der Hand zerbröselt, und die heutige "Normalität" verengt sich von Jahr zu Jahr zu einer Zwangsjacke hier, zu einer Orgiendisco dort. Hier wird entfesselt, was dort dann zurückgestutzt wird. Beides sind Formen der Unfreiheit, weil Freiheit ein je aktives Seinsbejahen bedeutet.

Oder was ist mit amazon, das den Preis für ihre Waren, der auf ihrem Bildschirm auftaucht, immer öfter schon nach einem mit jedem Besuch der Verkaufsplattform verbesserten Algorithmus festlegt, je nachdem, was diese Daten als optimalen Zeitpunkt vorgeben, wann und unter welchen Anreizen jemand den "Kaufen"-Button anklickt. Und in dessen Literaturempfehlungen bei Buchkäufen sie mit den Jahren ein immer perfekter abgestimmtes "Spektrum" ihrer tatsächlichen Interessen zu sehen bekommen, das verblüfft.

Ist das alles noch jene "Freiheit", um derentwillen die "liberale Demokratie" angeblich besteht? Kann ein Gesellschaftssystem, wie das unsere überhaupt ohne die Freiheit der Bürger bestehen? Ist es sonst nicht einfach eine perfektere Maschinerie der Versklavung? Weil es im Gegensatz zu China, das seinen Totalitarismus nicht einmal im Ansatz zu verbergen sucht, eine Illusion von Freiheit nährt, die uns zu nehmen das eigentliche Ziel einiger (oder vieler) privater Interessen ist?

Muß man also nicht ernsthaft überlegen, ob "Big Data" nicht etwas ist, das mit unserer Freiheit prinzipiell unvereinbar ist. Weil es diese ständig gefährdet, und die Wahrscheinlichkeit, daß sie sie auch nimmt, zumindest kurzfristig, zumindest partiell, zumindest bis ein jeweilige Ziel erreicht ist (denn auf Dauer kann man dem Menschen die Freiheit nicht nehmen, darin irren alle, darin irrt vor allem die heutige materialistisch-darwinistische Anthropologie, aber man kann es ihm sehr erschweren!) ist sehr groß. Weil es in der Logik des Liberalismus, der liberalen "Marktwirtschaft" liegt. 

Muß man also nicht ernsthaft überlegen, "Big Data", also das permanente Sammeln von Daten, über Computer oder Handys oder oder oder, zu ... verbieten, oder zumindest massiv einzuschränken? Weil sonst der Grundstein unserer liberalen Demokratien, die Freiheit, ernsthaft gefährdet, die Lenkungsmacht über die Bürger aber in der Hand gar nicht mehr überschaubarer privater Interessen und Interessensgruppen liegt. Muß also nicht der Bürger vor den Bestrebungen Einzelner (oder vieler), seine Freiheit einzuschränken, ihn zu manipulieren, ihn in eine gewünschte Richtung zu lenken, geschützt werden? Denn wenn, dann hat Freiheit als Begriff, Wert und Ziel nur dort Sinn: Als Freiheit des Einzelnen. Mit Big Data aber hat sich ein Machtinstrument aufgebaut, das diese Freiheit, auf der unsere Gesellschaften basieren, potentiell längst, real aber sehr absehbar überwältigt.

Aber wenn wir dem entgegentreten wollen, dann braucht es etwas Grundlegendes zuvor: Es braucht das Begreifen, daß der Liberalismus mit Freiheit nur den Namen gemein hat, eine große Täuschung ist. Daß Freiheit mit Wahrheit und Schönheit zu tun hat, weil das Gute, das zu Tuende nur daraus erkennbar ist. Daß aber somit eine Gesellschaft tatsächlich nur darauf beruhen kann: Auf einer Freiheit, die eine Bejahung des Seins und ein Umarmen der Schönheit ist. Und nicht ein mythologisches Märchen angeblich zum Gemeinwohl ausblühender subjektiver Interessen, die eiderdautz zu einer Situation führen, wo eine skrupellose, machtgeile Minderheit die Mehrheit knechtet, und sich in Big Data das perfekte Instrument dazu aufgebaut hat. Die nach Freiheit nur dort schreit, wo es darum geht, ihren Egoismus zu beschränken. DAZU braucht man den Staat, und das ist seine vornehmste Aufgabe: Die Freiheit seiner Bürger zu schützen.





*020419*

Gottes eigenes Volk - Logos vs. Gesetzesreligion (4)


Teil 4) Wie kann die Welt mit den Juden leben? Wie müssen die Juden in der Welt leben?



Das Problem heute ist, daß die Juden zu übertreiben begonnen haben. Sie haben ihre reale Macht (die nicht zuletzt auf einer Konzentration von Kapital und Einfluß in der Hand einiger Juden - der Großteil der Juden weltweit ist ja durchaus nicht vermögend - dazu benützt, massiv die Moral des christlichen Abendlandes zu unterminieren. Und es geschafft, daß öffentlich jede Gegenwehr dagegen als "Anti-Semitismus" und "Hate-Crime" punziert wird. Mehr noch, speziell in Europa läuft es schon darauf hinaus, daß jeder, der etwas sagt, das Juden nicht gefällt, ins Gefängnis wegen angeblichen Anti-Semitismus wandert. 

Das kann unsere Kultur niemals hinnehmen und das wird auch eine Reaktion bewirken, ja bewirkt es schon, und es wird eine gewaltsame Reaktion sein. Deshalb dient eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema der Verhinderung, daß es zu einem nächsten Gewaltausbruch kommt. 

Die Antwort von Charles Moscowitz ist leider typisch, auch typisch für ähnliche Probleme bei Muslimen: Er würde sich wünschen, wenn es viele Juden gäbe, die diese subversiven Tätigkeiten von Juden zurückweisen und verurteilen würden. Denn er sieht genau diese Probleme kommen.  

Wo aber wäre eine andere Lösung als strikter Separatismus? Tikun olam? Der Ruf, daß alles Heil von den Juden käme, so daß sie jederzeit und überall das Recht haben, vorgefundene Gesellschaften zu zerstören, um den Menschen ihre Vorstellung von "Gottes Reich" zu bringen? Und das geschieht nun einmal am besten, wenn man die Identität von Völkern und Kulturen auflöst, gewissermaßen "tabulae rasae" schafft. Der Hauptgrund für Antisemitismus ist in jüdischem Verhalten zu suchen, und das zu sagen hat mit Antisemitismus nichts zu tun. Und der Hauptgrund für gewaltsamen Antisemitismus der Muslime ist das Verhalten von Israel in der Gegenwart. 

Die Diskussion zwischen E. Michael Jones und Charles Moscowitz endet heftig - in der Beurteilung der Lage und Politik Israels. Das Gespräch darüber muß sogar abgebrochen werden, weil keine Übereinkunft möglich scheint. Einheit zeigen beide erst in dem Moment wieder, wo sie auf die Rolle von "rotten jews" (Diktion Moscowitz) in der Geschichte und vor allem in der Geschichte der USA zu sprechen kommen. Es ist keine Frage, daß es viele Juden gibt, deren Tun man nur als verdorben und verwerflich bezeichnen kann, was auch in den Augen maßgeblicher Juden und Rabbiner dem Judentum selbst schweren Schaden zugefügt haben. (Leider gilt das auch für viele Katholiken.) 

Immerhin ist die traditionelle jüdische Fundamentierung in der Familie selbst unter den schweren Druck der Subversion des Sozialen und Normalen durch Juden (sic!) gekommen. Wo auch Wissenschaft und die Kunst gezielt unterwandert und ausgehöhlt worden sind, "weil es einigen so gefiel". Aber dieses "konservative" Judentum, das in dieser Kritik mit den Standpunkten des Katholizismus übereinstimmt, ist (wie letzterer) längst eine kleine Minderheit innerhalb der Weltgemeinde Judentum. Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt, dem Umgang mit Schuld.

Denn wo wäre eine Lösung Judentum - Israel? Beides hängt zusammen. Es geht um das alte Problem, das zugleich das Problem unserer Gegenwart ist: Wie bewältigt man Schuld? Was heißt: Wie wird man Schuld los - ohne Erlöser? 

Wie wir hier vor Wochen bereits gesagt haben, ist der Staat Israel ein auf Unrecht und falschem, aber typisch jüdischem Sendungs- und Auserwähltheitsbewußtsein gegründetes Faktum, dass mit dem Wort "Zionismus" nicht einmal ausreichend beschrieben ist. Dennoch, niemand kann heute noch davon reden, daß der Staat ausgelöscht werden muß. Hier wurden eben Fakten geschaffen, die nun zwar schwierig, ja fast unlösbar sind, aber irgendwie gelöst werden müssen. Es ist der Jude Moscowitz, der eingesteht, daß die reale Politik Israels massive Auswirkungen auf die weltweite Rezeption des Judentums selbst hat. Mittlerweile wenden sich sogar die linksorientierten Juden von Israel ab, wobei es hier Teil der Abwendung von der Torah und dem orthodoxen Judentum ist, wie sie eben der marxistischen Ideologie innewohnt. Außerdem begegnet ihnen in Israel ein kapitalistisches Land.

Aber um zu einer Lösung zu kommen muß Israel erst einmal einen Weg finden, wie es sein Unrecht einbekennt und so die Basis schafft, auf der man vielleicht zu einer Befriedung des geographischen Raumes kommt. Mit jedes Jahr neu geschaffenen vorauseilenden Tatsachen wird das nicht besser, sondern vergrößert nur das Schuldproblem, auf dem alles aufruht. Voriges Jahr war das die Ausrufung von Jerusalem als Hauptstadt, heuer ist es die Annexion der Golanhöhen. Ach ja, und alles ist so begründbar ... Wie gesagt: Ratio ist nicht Vernunft. Ratio ist nicht logos. Rationalismus ist nicht Denken.

Und es muß auch aufhören, seine "Feinde" durch Destabilisierung wie durch kulturelle Subversion zu zersetzen. Sonst stehen sich immer Gruppen gegenüber, die sich nicht vertrauen und den anderen immer als Angreifer sehen. 

Aber beginnen muß Israel. Dazu muß ein Weg gefunden werden, wie die Juden sich nicht mehr als von allen gehaßt und verfolgt und bedroht begreifen können. Alle Versuche, das gewissermaßen über militärische Garantien (der USA etc.) zu lösen greifen nicht, das hat sich lange genug gezeigt.

Denn dazu müssen die Juden als Juden einen Weg finden, wie man Schuld einbekennt und bereut, ohne sich dadurch als der Welt nunmehr (durch die Auslieferung, die jede Bitte um Vergebung eben darstellt) zur Vernichtung freigegeben weil unterlegen zu begreifen. Ist das lösbar? Denn Jones hat schon recht, wenn er sagt, daß er noch nie beobachtet hat, in der gesamten Geschichte nicht, daß Juden sich für von ihnen angestellte Taten entschuldigt hätten.

Und hier wird ein nächstes ontologisches Problem deutlich: Die Unfähigkeit zum Einbekenntnis der Schuld eines Volkes hat eben mit der Tatsache zu tun, daß sie Gott ermordet haben. DAS einzubekennen würde aber die Fundamente dieses Volkes vollkommen erschüttern. Das ist der tiefe Grund, warum es im Vorderen Orient keinen Frieden geben wird. Es sei denn, die Juden bekehren sich. Aber dieser Bekehrung muß ein Schuldeinbekenntnis vorausgehen. Und das heißt immer, sich ganz in die Hand des Gläubigers zu begeben. 

In dessen Hand sie ohnehin schon sind. Ist nicht Israels Politik, ist nicht auch das Verhalten vieler Juden "mit revolutionärem Geist" überhaupt nur unter diesem Gesichtspunkt verständlich? Als Versuch mit aller irdisch-menschlichen Kraft zu verhindern, daß diese Schuld offenbar wird, als solche erkennbar wird, und das heißt: Die Gläubiger zu zerstören. Gibt es aber Sinnloseres?

Für unsere menschliche Sichtweise ist also wirklicher Friede um Israel und das jüdische Volk unmöglich. Es kann nur ein Nebeneinander geben, mit möglichst hohen Mauern dazwischen. Aber für Gott ist bekanntlich ja nichts unmöglich.

Epilog

Wir sind nun schon einen weiten Weg gegangen, um dieses so komplexe und vor allem von vielen Denkverboten, Tabus und Ängsten beladene Thema auf seinen sachlichen Kern zu bringen. Mit Anti-Semitismus hat das nicht das Geringste zu tun. Es kann nicht sein, daß jede kritische Auseinandersetzung mit dem Judentum als "böse" punziert und verhindert wird. Denn um zur Freiheit zu gelangen, müssen wir wissen, was uns im Moment treibt, womit wir es zu tun haben, wenn wir mit der Welt zu tun haben. Und die Rolle des Judentums zu klären ist in jedem Fall notwendig. Gerade (sic!), um irrationale Gefühlsmomente auszutrocknen. Dazu muß man dem jüdisch-amerikanischen Intellektuellen Charles Moscowitz zur Ehre anrechnen, daß er sich rein sachlich mit den Thesen von E. Michael Jones auseinandersetzt. Und aus sachlichen Gründen deren Richtigkeit nicht bestreitet, sondern sogar stützt. 

Das versetzt uns hier, in unseren Ländern, allmählich in eine Lage, die dieser sehr alten, immer wieder aufbrechenden Frage auch sachlich gerecht wird. Eine Aufgabe, die wir schon längst hätten leisten müssen. Denn man muß die Vergangenheit kennen, verstehen lernen, um die Gegenwart und sich selbst zu verstehen. Um dann auch differenzieren zu lernen, was Ereignisse wie 1933-45 getrieben hat, und warum sie sich in dieser Form abspielen konnten. Weil sie auf eine unaufgearbeitete Vergangenheit aufbauen konnten, in der eben die jüdische Frage zur bloßen irrationalen Geste wurde, die der Sache nicht mehr gerecht wurde und so viel Elend brachte. Mit pauschalen Verdammungspflichten ist dabei niemandem geholfen, am wenigsten jenen, die behaupten, Ähnliches zukünftig verhindern zu wollen. Aber dazu müssen wir genau sehen, was die Juden überhaupt sind. Und was jene sind, die als (oligarchische) Juden oft genug und skrupellos das gesamte übrige Judentum als Volk, aber auch die übrigen christlichen Gesellschaften in Geiselhaft für ihre Interessen nahmen, die dann auch noch die Zeche dafür zahlen müssen.








*260319*

Samstag, 15. Juni 2019

Der Samstag-Nachmittag-Film

Der VdZ kennt kaum jemanden, der "Die Geierwally" dem Namen nach kennt. Aber die meisten haben sie noch nicht gesehen. Sie? Den Film, diese großartige Charakterzeichnung, voller menschlicher Schwäche, Tiefe, Tragik. Hier in der berühmten, volkstümlichen Fassung von 1956, unter der Regie von Franz Cap, mit der beeindruckenden Barbara Rütting in der Titelrolle. Ja, richtig, jene Barbara Rütting, die später durch Dinge wie Koch- und Lebenshilfebücher ihren Ruhm, vor allem aber dessen Charakteristik, die in der Figur der Geierwally zur Darstellung kam, ausschöpfte. Es sei ihr vergönnt, sie hat eigentlich das Richtige gemacht. Denn dem Schauspieler ist die Rolle das Leben und die Wirklichkeit. Was Wunder, wenn er sie als Lebensauftrag sieht?

Eine Frau, die um die Verbindung mit dem Allgemeinen ringt, die sich müht, ihr Vertrauen in die menschliche Gesellschaft zu finden, weil sie an der Einsamkeit zerbricht. Und damit nur enttäuscht wird. Die Menschen sind so banal, so niedrig. Sie haben keinen Sinn für Poesie, für Schönheit, für Wahrheit. Den findet die Geierwally nur noch in der Natur, in der Urwüchsigkeit der Tier- und Bergwelt. Die freilich eine tiefe Sehnsucht hinterläßt. Denn der Mensch ist des Menschen Sendung. Und nur da ließe sich eine "schöne" Welt aufbauen. Wenigstens eine Welt der Schönheit, die in der Zweisamkeit ihre Insel und Oase findet. Aber der erhoffte Spender fällt um, bindet sich an die Niedrigkeit der Gesellschaft, die "durchkommen" will, ohne Schönheit anzustreben. Der Film ist also eine Parabel der Enttäuschung, weil die Menschen die Schönheit verachten, in den Staub treten, und lieber in ihren niedrigen "Zipfelspielen" selbst holen, was sie der Wirklichkeit nicht zutrauen wollen. Denn die würde Größe verlangen, Selbstüberschreitung, Tod des Niedrigen.

Rütting hat diese Verbundenheit des Lebens mit Blut und Boden, diese Verwurzeltheit als Bedingung des Menschseins ganz großartig dargestellt. Ohne einen Moment pathetisch oder gar ideologisch zu werden. Damit hat sie an den Geheimnissen des Lebens gekratzt, in aller Trotzigkeit, in aller Verwundbarkeit, in aller Sehnsucht und Liebe, in aller Widerständigkeit gegen die Kleinbürgerlichkeit als Synonym für Verlust des Menschlichen. Wo vor dem Hintergrund aller Niedertracht der Menschen die poetischen, dem Himmel angelehnten Wirklichkeiten als nur noch schmerzhaft erfahrbar wird.

Wirklich große Schauspieler werden immer eines bestätigen, auch wenn sie lange Jahre allen möglichen Fahnen nachgelaufen sind: Die Größe eines Schauspielers entscheidet sich an dem, was er abgelehnt hat. An dem, wo diese banale Welt nach ihm zu greifen, ihn in kleinbürgerliche Kategorien der Nutzbarkeit einzuordnen versucht hat. Selbst eine Paula Wessely, selbst ein Oscar Werner, selbst eine Christiane Hörbiger haben das erkannt, wenn auch viel zu spät. Als sie sich bereits um diese Angst der Existenz willen verschleudert und tödlich verwundet hatten lassen.







*030419*

Gottes eigenes Volk - Logos vs. Gesetzesreligion (3)

Teil 3)



Ein revolutionärer Geist, der freilich, wie Charles Moscowitz betont, bereits auf Adam und Eva zurückgeht. Denn was war Evas Griff nach der verbotenen Frucht anderes als ein Ausbruch aus dem logos? Muß man diesen revolutionären Geist also nicht als allgemein auftretende menschliche Rebellion gegen Gott sehen, als Wunsch nach dem "Sein wie Gott"? Seit Adam und Eva hat es also immer eine kommunistische Verschwörung gegeben, die sich gegen die soziale Ordnung richtete, die in Gott gegründet war.  Die gesamte Torah (das Alte Testament also) ist ja eine Geschichte des Kampfes gegen Gott, und viele dieser Kämpfe sind solche unter Juden selbst.

Nur - kann das der Grund sein, "die Juden" von allem freizusprechen, alles auf Einzeltäter zu reduzieren? Wenn man sieht, daß in allen revolutionären Bewegungen der Geschichte Juden eine so bedeutende Rolle spielten, wo ist dann die Grenze ab der man sagen kann "die Juden"? An der Argumentation von Jones wird einmal mehr die Problematik sichtbar, sich auf ein Volk zu beziehen, ohne das Wesen von Volk zu berücksichtigen. Ein Volk ist immer mehr als die Summe seiner Teile, und es ist mehr als die zufällige Versammlung einer Anzahl von Bürgern, die aus Guten und Bösen bestehen. Also muß man sich mit dem Geist eines Volkes auseinandersetzen, unter dessen Vaterschaft es sich erst zu einem Volk findet. 

Jones ist zwar irisch-deutscher Abstammung, aber die amerikanische Prägung ist ihm nicht abzusprechen. Die nämlich auch in ihrer Geschichtsbetrachtung von Einzelereignissen, von Evidenzen ausgeht, nicht von metaphysischen, ontologischen Gegebenheiten. Deshalb kann er hier nur darauf hinweisen, daß es doch kein Zufall sein kann, daß Jesus die Juden "Kinder Satans" nannte (Johannesevangelium), wofür sie ihn dann ans Kreuz schlugen. Es hat mit dem revolutionären Geist der Juden selbst zu tun. Damit beginnt sich die Argumentation zu verzetteln und kann letztlich nur auf Plausibilitätsschlüsse bauen. Das wird dem Thema nicht gerecht. 

Die Stellen aus dem Johannesevangelium (Kapitel 7) freilich, auf die Jones sich bezieht, sind deshalb interessant, weil sie die in "Gottes eigenes Volk" (man möge die Artikelserie vom Mai nachlesen) ausgebreitete Argumentation - was denn ein Volk überhaupt kennzeichnet - in sich birgt: Nicht nur, daß Jesus da sagt: "Meine Lehre stammt nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, wird er inne werden, ob meine Lehre von Gott kommt, oder ob ich aus mir selbst rede." Damit sagt er, daß dem Judentum, das ein solches ist und bleibt, die Abkehr von Gott immanent ist. Denn wer Gottes Willen tut, ERKENNT, daß er der Erlöser ist, aus dem Gott spricht. Die bloße mosaische Gesetztestreue führt NICHT dazu. 

Das bestätigt er mehrmals erneut: "Ihr kennt weder mich noch meinen Vater. Kenntet ihr mich, so würdet ihr auch meinen Vater kennen." Um dann fortzusetzen: "Ihr stammt von unten, ich stamme von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. Ich habe euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben. Denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben." Und: "Wohl weiß ich, daß ihr Kinder Abrahams seid. Allein ihr strebt mir nach dem Leben, weil mein Wort bei euch keinen Anklang findet. Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gesehen habt." Sie erwiderten: "Unser Vater ist Abraham." Jesus entgegnete ihnen: "Wenn ihr Kinder Abrahams seid, so tut auch die Werke Abrahams. Nun aber geht ihr darauf, mich zu töten, mich, der ich euch die Wahrheit verkündigte, die ich von Gott vernommen habe. So hat Abraham nicht getan. Ihr tut die Werke eures Vaters." Da sagten sie zu ihm: "Wir stammen doch nicht aus dem Ehebruch, wir haben nur Gott zum Vater." Jesus erwiderte ihnen: "Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben. Denn ich bin vom Vater ausgegangen und gekommen." 

Ganz klar also definiert Jesus, was ein Volk kennzeichnet, was das Volk der Juden kennzeichnet, nämlich auch hier nicht die leibliche Abstammung, auf die sie ja noch verweisen könnten, sondern die geistige Vaterschaft: So sind sie Kinder des Satans. Nicht das, was aber SEIN Volk kennzeichnet. "Warum versteht ihr meine Redeweise nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. Ihr habt den Teufel zum Vater und wollt nach den Gelüsten eures Vaters tun. Er war ein Menschenmörder von Anbeginn." Und später heißt es noch: "Wer aus Gott ist, hört auf Gottes Wort. Ihr hört nicht darauf, weil ihr nicht aus Gott seid."

DARIN gründet somit die These, daß die Juden selbst den revolutionären Geist in sich tragen, als Kinder Satans, wie Jesus sie nannte, WEIL und WENN sie ihn nicht erkennen. Daß so viele Juden in der Geschichte von Revolutionen (vom Arianismus angefangen, bis zur "Ehe für alle") wieder und wieder eine so erhebliche Rolle spielten, ist also kein Zufall, sondern Ausfluß aus dem Judentum an sich. 

Dieser Definition von Volk und Vaterschaft steht ganz klar die jüdische Position gegenüber, Moscowitz expliziert es sehr gut: Sie konnten und können Jesus nicht als Messias anerkennen, weil ein Messias ganz klare, sichtbare - nach irdischen Kriterien "erlösende" - Zeichen setzen wird und muß. Dazu gehört eben vor allem die Renaissance eines jüdischen Staates, Friede, Prosperität etc. Das hat Jesus nicht gemacht. (Denn sein Reich ist nicht von dieser Welt.) Und diese irdische Mission ist es auch, die so viele protestantische Bewegungen kennzeichnet, die von derselben Anspruchsebene ausgehen und so zu Geburtsorten der Utopien wurden und werden. Und damit sind wir bei der historischen Gestalt sämtlicher Revolutionen, die "alles auf der Erde gut machen" wollen.

Diese Positionen - Judentum und Christentum - sind damit niemals vereinbar, sie werden immer einander entgegenstehen. Bis zum Jüngsten Tag, der Wiederkunft Christi, an dem sich auch die Juden bekehren, wie die Schrift sagt. Da gibt es keinen "gemeinsamen" Weg. Also kann man nur einen Modus Vivendi finden, einen Weg, wie man mit- oder nebeneinander leben kann. Den die Kirche mit "Sicut Iudaeus non" definiert hat: Obwohl sie Juden sind, die uns unvereinbar gegenüberstehen, dürfen wir ihnen kein Leid antun. Aber sie haben auch nicht das Recht, unsere Gesellschaften zu zersetzen. DAS war der Grund, warum Juden von einflußreichen Positionen und sozialen Stellen ferngehalten wurden. Sie würden immer und überall aus ihrem Selbstsein heraus die christliche Gesellschaft schwächen. 

Und das ist der Grund, warum sich die Juden immer und überall in Gesellschaften zusammenfanden, wo sie unter sich waren. Denn auf dieser Position beruht auch eine völlig unterschiedliche Moralvorstellung. Die unvereinbar ist und weit tiefer geht, die in den angeblich "beiden gemeinsamen Zehn Geboten" keineswegs ihre wirkliche Gestalt annimmt. Das scheinbar Gemeinsame ist auch hier das eigentlich Trennende! Juden waren seit der Zeit der Römer in jeder nicht-jüdischen Gesellschaft unassimilierbar, weil sie selbst es nicht wollten.


Morgen Teil 4) Wie kann die Welt mit den Juden leben? 
Wie müssen die Juden in der Welt leben?





*260319*

Freitag, 14. Juni 2019

Ein Heer der Begriffslosigkeit

Was passiert, wenn ein "Flüchtling" um Asyl ansucht, aber dieses Ansuchen abgelehnt wird? Oder wenn er straffällig geworden ist, und somit sowieso jedes Asylrecht verwirkt hat? Er muß zurück (was eh' selten genug passiert). Was passiert aber, wenn er offiziell nicht zurück kann, worin ja noch die Behörde involviert ist? Weil ihn das Herkunftsland nicht annimmt, oder er unmenschliche Behandlung zu erwarten hat.

Er kommt in ein Abschiebelager, wo er eine Grundversorgung (Essen, Kleidung, Unterkunft) gedeckt bekommt. Wie lange? Das weiß keiner. Sie sind in eine seltsame rechtliche Grauzone gefallen, und niemand weiß, was man mit ihnen anfangen soll. Eine Existenz aufbauen können sie sich nicht, in diesen Unterkünften herrscht Anwesenheitspflicht, und eine Arbeit dürfen sie auch nicht aufnehmen, wobei eine zu finden den derzeitigen Asylbewerbermassen ohnehin kaum gelingt.

Solche Abschiebezentren, aus denen nicht abgeschoben werden kann, gibt es europaweit immer mehr. In Österreich existieren zwei, eines in Schwechat bei Wien, eines in Trixlegg in Tirol. Die aus dem Osten Österreichs kommen nach dem westlichen Tirol, die aus dem Westen ins östliche Niederösterreich. Denn sie sollen möglichst weit aus ihren bisherigen sozialen Umfeldern entfernt werden, deutlichstes Signal, daß sie hier keine Wurzeln schlagen können und dürfen. Dänemark hat Aufsehen erregt, weil es solche Zentren sogar auf Inseln angelegt hat.

Überall ist das Problem offensichtlich neu, zumal diese Personen ja schon im Land sind, und rechtlich das nirgendwo geregelt ist. Was nicht zuletzt mit überall in Europa fehlenden Einwanderungskonzepten zu tun hat. Man hat die Grenzen in der EU abgeschafft, aber nie ernsthaft über die Folgen nachgedacht, sondern in typisch liberalem Stil gehofft, daß sich das alles schon irgendwie einpendeln wird. Das zeigt vor allem, daß nirgendwo eine klare Begrifflichkeit von Volk und Staat noch besteht, aus der abgeleitet werden könnte, wie das aussehen soll, und was man will.

Viele von diesen Personen verschwinden mit der Zeit einfach. Sie verlassen diese Zentren, und machen sich auf den Weg. Wohin? Das weiß keiner. Alle hoffen nur, daß sie es in jeweils anderen Ländern versuchen. Derzeit sind das in Österreich 1.800 pro Jahr, allein 2018 betraf es in Deutschland über 30.000 Personen. Das ist immerhin die Hälfte der Personen, die laut Asylbescheid das Land zu verlassen hätten und abgeschoben werden sollten, wenn sie nicht freiwillig gehen, aber aus allen möglichen Gründen nun doch da geblieben sind. 

Derzeit schätzt man, daß sich in der EU rund eine Million Menschen mit diesem Status aufhalten. Die kein Asyl bekommen, Europa aber nicht verlassen. Darüber, was das vor allem in der Zukunft (es werden ja von Jahr zu Jahr mehr) für unsere sozialen Gefüge bedeutet, kann man nur spekulieren. Denn von irgend etwas müssen sie leben, und auflösen können sie sich auch nicht. Da beschleicht einen schon ein seltsames Gefühl. Hier entstehen Millionenheere von Unter-, ja Elendsschichten. Werden wir bald in unseren Wäldern wilde Siedlungen und Sonderräume von Nicht-Bürgern haben?

Hier ein Bericht von Addendum über dieses ungelöste, derzeit sogar unlösbare Problem, das alle Staaten der EU unter den Teppich kehren, weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.







*010419*

Gottes eigenes Volk - Logos vs. Gesetzesreligion (2)

Teil 2)



Es geht hier um nichts Geringeres, als den bis heute virulenten "Universalienstreit", in dem das Mittelalter sich aufgelöst hat. Haben Begriffe (Universalia, auf eine Weise also Abstrakta, die Reales zusammenfassen bzw. definieren) eine Realität, oder sind sie bloße Gedankendinge, die KEINE Relevanz für die Dinge und die Welt haben. Wenn man letzterer Meinung anhängt, löst man die gesamte christliche Erlösung, die gesamte Heilsökonomie, in Nichts auf. Es bleiben dann tatsächlich nur noch "Moralismen", Gebote. Was seine Vollendung in der Aufklärung fand. Seither wird definitiv bestritten, daß jeder Mensch (und alle Dinge) in universale(re) Formen (=weltformende Ideen aus Gott, dem Geist) schon nur kraft seines Daseins, seiner Existenz gestellt ist. 

So daß es so etwas wie "Volksschicksal" oder die "Haltung eines Volkes vor Gott" gibt, dem jeder Einzelne daraus zugehört und deshalb davon gleichermaßen betroffen ist. Man kann sogar so weit gehen, daß diese Haltung, diese Universalia abzustreiten, diesen "ontologischen Zusammenhang" abzulehnen, in einer psychologischen, sittlichen Haltung und Entscheidung gegründet gesehen werden kann. Der in sich bereits anti-transzendent, irdisch, weltimmanent ist. Dazu braucht es gar keine explizite "Zustimmung" mehr, wie die aufklärerische Idee eines "contract sociale" meint. Daß auf diese Haltung schließlich Hegel folgte, der diesen Geist weltimmanent sah und identifiziert zu haben meinte, so daß alles von menschlicher Ratio (die in der Dialektik auf eine Inkarnation Gottes im Wort hinausläuft, sozusagen) abhängt, ist nur mehr logisch.

Genau diese Wirklichkeit der Sprache und damit Vernunft - sie braucht eine lebendige Einbindung in den logos, sonst ist auch das irdische Rationale nicht vollständig und zwar nicht summativ, sondern qualitativ, so daß es Gnade braucht, um letztendlich vollendet "rational argumentieren und denken und verstehen" zu können - ist möglicherweise eines der Grundprobleme am Denken von E. Michael Jones. Der auf einem etwas zu oberflächlichen Verständnis von Hegel*** aufbauend an eine mögliche rationale Übereinkunft durch den Dialog aller Menschen glaubt. Eine solcher Dialog ist aber immer beschränkt! Er kann Unlogik aufzeigen, ja, aber nur bis zu einer gewissen Grenze, und insofern den Hunger nach Logik (und damit logos) wecken. Aber nur bei den Menschen, die "guten Willens" sind! Das war ja deshalb die Botschaft der Engel bei der Geburt des logos: "Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede den Menschen, die guten Willens sind."

Mit anderen Worten: Die Logik innerhalb der Sprache und damit des Denkens läßt sich OHNE LOGOS gar nicht vollziehen, sie bleibt defiziös, und zwar in sich qualitativ. Erst im Anschluß an den logos, also im Glauben, im Guten Willen, kann deshalb auch innerweltlich wirklich logisch argumentiert werden. Dialektik im Sinne Hegels aber ist bereits ein defiziöses, nur immanentistisches Sprechen, dem seine eigentliche Komponente - die "Sprache hinter der Sprache", wie Heidegger es nannte - fehlt, oder dem eine falsche Voraussetzung (als jeder Sprache, jedem logischen Vorgang implizite Annahme zahlloser Bedingungen, William M. Briggs zeigt das sehr schön in der Mathematik) zugrunde liegt. 

Und deshalb - weil die Universalia abgelehnt werden, und das ist bereits die Verweigerung des logos als der stillen Grammatik der Welt und des Menschen, der in der Inkarnation Christi in der Welt Zugang zum logos hat, das ist ja das Große an der Menschwerdung Gottes - führt so eine Diskussion, wie sie hier stattfindet, zwischen einem Juden und einem Katholiken, regelmäßig zum selben Ergebnis: Was ein Jude IST, ist nicht zu erfassen. Denn auch Moscowitz sagt in dem Moment, wo JUDEN etwas tun, das er als gegen die Torah gerichtet sieht, daß das eben KEINE JUDEN seien. Er gibt sogar zu, daß das Judentum durchsetzt ist von Irrlehren, ja von satanischen Lehren, und es gibt strukturell keine Möglichkeit, das zu bereinigen. Wenn das gelänge, könnte das "wahre Judentum" bleiben, und das entspricht nicht den Kriterien des Anti-Logos, die Jones (so richtig) aufzeigt. 

Daraufhin trennt auch Jones im Gespräch "Judentum" von "Juden", und bezeichnet das, was er kritisiert, als Geisteshaltung des "jüdisch revolutionären Geistes" als eine im Judentum verbreitete Haltung. Es bezieht sich also auf Figuren wie Trotzki, der ein Jude war. Und zwar ein Jude ganz im Geiste des "Jewish Revolutionary Spirit". Moscowitz geht sogar so weit zu sagen, daß Trotzki ein anti-jüdischer Revolutionär war. Und es ist leider nicht von der Hand zu weisen, daß viele Juden in revolutionäre Geschehen verwickelt waren. Aber das hat auch konkrete Gründe, wie den Holocaust, die Verfolgung, die sie erleiden mußten. Die Sache dreht sich also im Kreis ... reduziert sich der jüdisch-revolutionäre Geist also doch auf ein paar Personen, auch historisch, denen der ganze Rest der Juden dieses schlechte Image zu verdanken hat, der zu den Pogromen, Ausgrenzungen etc. führte?

Denn wenn man etwa von der französischen Revolution ausgeht, so war natürlich John Dee mit seinen Agenten, die er nach Frankreich schickte, um das dortige katholische Land zu zersetzen, maßgeblich an den historischen Ereignissen 1789 beteiligt, das stimmt. Aber gibt es nicht weit effektivere, mächtigere Geheimbünde und Mächte - wie die Illuminati? Und die haben nichts mit Juden zu tun. Ihr Gründer Adam Weishaupt, deren Gründer (wie Gründer von Freimaurerbünden), war ein Rechtsgelehrter aus Bayern. Diese nicht-jüdischen Geheimbünde verfolgten dann das belegbar definierte Ziel einer Weltregierung, einer Zerstörung des Klerus und der Kirche, und der Implementierung einer internationalen Ordnung, die auf Kollektivismus aufgebaut sein sollte.  

Diese Freimaurerbünde, die dann für die Französische Revolution letztlich verantwortlich waren, sind, wirft Jones ein, aus den Puritanern hervorgegangen. Und deren Geist ist der Geist des Judentums, ihr Ziel war wie Juden zu handeln. Von dort kommt die Idee eines "Tempels" (Kern- und Angelpunkt des Judentums, nun auch der Freimaurer- und Illuminatibünde), und von dort kommt das Schema sämtlicher europäischer Revolutionen. Die Illuminati ins Zentrum zu schieben, war der Versuch, die jüdischen Spuren zu verwischen, denn die stießen in Europa auf Widerspruch. Ohne diese puritanischen Judaisierer hätten sich die Illuminati nie so entwickeln können. Die tatsächlich eine genuin katholische Bewegung waren. Die die Jesuiten ersetzten und deren Rolle übernahmen.**** Aus dieser Konstellation heraus kamen die Illuminati in eine Einflußposition, in der sie die katholische Lehre auf den Kopf stellten und als Mittel politischer Kontrolle mißbrauchen konnten.


Morgen Teil 3)


*Hier haben wir das Dilemma des Mißverständnisses was "Vernunft" anbelangt, im Englischen noch dazu geplagt vom sprachlichen Mangel, der es für die Philosophie so untauglich macht: Es kennt keine Unterscheidung zwischen Vernunft und Rationalität. Israel ist "rational", ja, aber ohne Ausrichtung zum logos wird "Rationalität" zur simplen "Cleverness". Ohne sittliche Haltung zum logos hin verdorrt die Sprache (als Denken beziehungsweise Ort und Material des Denkens) zur a-moralischen Cleverness. Und das meint man heute sogar, wenn man "Intelligenz" sagt, weil man damit eigentlich nur jene Fähigkeit meint, bestimmte (logische) Teiloperationen durchzuführen. Also kommt auch im Judentum zur Ratio - die Moralität durch "Gebote" VON AUSZEN dazu. Es kennt eben nur als separaten, ergänzenden "Teil", was im logos ein die Sprache, das Denken DURCHDRINGENDER, FORMENDER Aspekt ist. Egal welches Judentum man also meint, auch das vorchristliche, es ist deshalb eine Gesetzesreligion.

**Wenn man der Blutslinie als Merkmal für "Volk" folgt, sind sogar alle Menschen EIN Volk, weil ja alle (auch nach dem Glauben der Juden als Torah-Bezogene) von einem Paar abstammen. Dann läßt sich ein "jüdisches Volk" schon gar nicht mehr argumentieren.

***Also nicht sieht, daß Hegel das Problem, wie ein transzendenter Geist in die Welt kommen sollte, nicht lösen kann. Des Pastorensohn Hegel "treues" Bekenntnis zu einem Gott ist also bereits zutiefst leer. Karl Marx hat deshalb ganz richtig erkannt: Hegel ist der perfekte Philosoph des Weltimmanentismus, des historischen Materialismus. Es braucht für seine Weltkonzeption keinen Gott. Was sich perfekt mit dem Ideologiegebäude des Darwinismus als "naturwissenschaftliche Wahrheit" trifft.

****Und aus diesen Einflüssen ging später Siegmund Freud hervor, dessen Lehren die abendländische Kultur von innen heraus zersetzt haben - die sich somit als konzentrierter Ausfluß des jüdisch-revolutionären Geistes darstellen. Weil sie die Motivik des Menschen als materialistisches Geschehen darstellen und relativieren, somit deren absoluten Wert und Dimension (weil sie immer eine Stellung vor Gott betreffen, nur von dorther also Sinn haben) ablehnt.





*260319*

Donnerstag, 13. Juni 2019

Also war es doch ein Mord am König

Eine sehr überzeugende Darstellung der Ereignisse rund um den mysteriösen Tod des Bayernkönigs Ludwig II. am 13. Juni 1886. Die hier vorgestellten Ergebnisse einer kriminaltechnischen Untersuchung legt den Schluß nahe, daß Ludwig II. (vermutlich im Auftrag Bismarcks) durch zwei Schüsse in den Rücken getötet wurde. Als er dabei war, auf einer (vermutlich mit Hilfe Kaiserin Elisabeths organisierten) Flucht sein Leben zu retten. 

Für Bismarcks Deutschland-Pläne war Ludwig eine Gefahr. Denn die ablehnende Haltung des Bayernkönigs gegen ein "Deutsches Reich" (das unter preußischem Diktat stand) war unüberwindbar und bekannt. Eine Rückkehr nach München und auf den Thron hätte unabsehbare Folgen für die innere Ruhe Bayerns und damit des gesamten, gerade neu gegründeten Deutschen Reiches gehabt. Noch dazu konnte Bismarck mit seinen Plänen auf die Zustimmung weiter Kreise auch in Bayern rechnen, die von den neuen Bedingungen vor allem wirtschaftlich profitierten. Während das einfache Volk sowie die bayerische Armee auf jeden Fall dem König die Treue gehalten hätte.

Es gibt mehrere Berichte, denen gemäß Ludwigs Leiche nicht nur gräßliche Schußwunden im Rücken hatte, wie sie tatsächlich den Verwundungen gleicht, die die im Video erwähnten "Windbüchsen" verursachen, sondern eine unmittelbar nach dem Auffinden der Leiche angefertigte Skizze eines Malers, die dieser später zu einem Gemälde ausbaute, zeigt den offenen Mund des Königs, aus dem Blut austritt.




Das Bild, das den toten Ludwig mit dem aus dem offenen Mund austretenden Blut zeigt, ist heute zwar verschwunden wie so vieles, was mit dem Fall zu tun hat, aber es gibt eine Aufnahme davon. Die ist in diesem Vortrag bei min. 15:38 zu sehen, der die mittlerweile gefundenen und entschlüsselten privaten Aufzeichnungen des Leibarztes des Bayernkönigs zum Inhalt hat. Sie weisen in dieselbe Richtung: Ludwig II. wurde im Zuge eines Staatsstreiches ermordet.









*130519*

Gottes eigenes Volk - Logos vs. Gesetzesreligion (1)

In diesem (nächsten) Interview mit einem Juden arbeitet E. Michael Jones die Argumentation noch schärfer heraus: Es geht nicht primär um jene Juden, die der Torah folgen, sondern um eine Grundhaltung, die aus dem Judaismus hervorgeht, der sich aus der Verweigerung von Jesus Christus als Messias direkt als Anti-Logos konstituiert hat und konstituiert. Charles Moscowitz, ein Podcaster und Autor in den USA, kontert genau auf diesen Punkt hin: Ja, Jones hat mit seinen historischen Fakten, die er in "The Jewish Revolutionary Spirit" anführt, Recht, viele Juden waren tatsächlich in revolutionäre Agenden verwickelt und oft genug maßgebend. 

Aber diese Juden sind auch innerhalb des Torah-bezogenen Judentums Häretiker und Abweichler, Kommunisten, was auch immer. Deshalb ist es auch falsch zu sagen, daß "die Juden" hinter der Agenda der Homosexuellen-Ehe (Gay Marriage) stehen. Selbst wenn tatsächlich die Drahtzieher hinter diesen Bewegungen nach Aussagen von Juden selbst (Amy Dean) eben Juden sind. Die Torah aber lehnt Homosexualität ab, und also lehnen auch Juden sie ab. Anders als die Christen, haben eben die Juden nie den einen König oder Papst oder was auch immer gehabt, deshalb gibt es im Judentum so eine Fülle von Richtungen und niemanden, der sie mit Autorität ordnet.*

Jones führt als Beleg für die Haltung des Anti-Logos Israel an - ein Land, das auf der Prämisse der Verleugnung des logos gegründet wurde. Was mit den Palästinensern passiert, ist eindeutig gegen den logos und im übrigen auch gegen die Torah gerichtet. Moscowitz widerspricht. Jones meint jene, die auch in Rebellion gegen die Torah stehen. Das gibt es auch im Katholizismus, Katholiken, die eigentlich Kommunisten sind und die "Ehe für alle" propagieren. Was in Israel geschieht, kann nicht als Anti-Logos gesehen werden. Hier kämpft ein Staat, ein Volk ums Überleben gegen eine Übermacht offener Feinde (wie dem Iran), die an seiner Vernichtung arbeiten. Man könne nicht sagen, daß die dortigen Juden anti logos sind, im Gegenteil, der Verstand, die Ratio spielt in Israel eine enorme Rolle.*

Was Jones natürlich nicht bestreitet, denn ohne Ratio kann kein Mensch überhaupt auch nur bestehen. Aber sein Verständnis von Jude ist, daß Jude zu sein als Identität die Rebellion gegen den logos IST

Was leider im Gespräch etwas zu wenig herauskommt, ist der Kern der Sache, der im Video nur umkreist wird. Wer Christus zurückweist bzw. nicht als Deus Incarnatus (als inkarnierten Gott) annimmt, der KANN nämlich gar niemand anderes sein als ein Zurückweiser des logos, der ist es immanent, "automatisch". Deshalb ist diese Haltung des Anti-Logos nicht auf die von Moscowitz "Abweichler vom Judaismus" genannten Personen einzuschränken. Wer sich aber gegen den logos stellt, der weist auch die Vernunft zurück. Und das drückt sich in einer Linie in seiner natürlichen rationalen Tätigkeit aus, weil diesem Verstand seine Unterfütterung mit dem Willen Gottes (dem Sein) fehlt. Er wird zwar die Ratio benutzen, keine Frage, aber er wird und muß Rationalist sein, denn er kann den Verstand gar nicht lebendig und ganzheitlich mit dem Willen Gottes verbinden und nähren. Es gibt keinen "zweiten" jüdischen Weg, der sie von dieser Ablehnung von Jesus Christus gewissermaßen dispensiert, sodaß sie auch trotzdem (naja, bis sie halt wie die "messianischen Juden" Jesus als Messias anerkennen) Zugang zum in der Welt wirkenden Willen Gottes (in der Vorsehung) haben. 

Wer Christus ablehnt, wer nicht getauft ist, ist vom Heiligen Geist abgetrennt. Damit fehlt auch seinem irdischen Denken (Ratio) jener lebendige Geist, jenes Blut, der beziehungsweise das aus dem innertrinitarischen Leben kommt. Sein Denken mag sich mühen, ja, aber es wird nicht in sich die Ausrichtung auf Gott haben (ein wenig vorstellbar wie ein Magnet, der aus einem zuvor chaotischen Haufen Eisenspäne sämtlich auf ihn hin ausgerichtete Eisenspäne macht).

Moscowitz "respektiert" diese "katholische" Position, teilt sie natürlich nicht. Und sieh da, er folgt genau der Linie, die wir vor Wochen in "Gottes eigenes Volk" anhand eines Buches von Roy Schoeman expliziert haben: Moscowitz bezieht sich auf die Berufung der Juden durch Gott selbst, auf dem Berg Sinai, wo er ein ewiges Versprechen gab. Und Gott bricht nie seine Versprechen. Damit setzt Moscowitz auf dieselbe (weitimmanente, irdische, nicht transzendente) Linie des "Blutes", des rassischen, durch Blut vererbten Merkmals, das zum Juden und damit zum Volk macht. Wir haben also vor Wochen exakt den Punkt getroffen, um den es auch hier geht: Um die Definition von Volk, noch mehr aber von Vaterschaft als Kopf jedes Volkes (als Familie im Sinne von "Haus").** 

Der jüdische Intellektuelle weist darauf hin, daß sich das Judentum auf die Torah bezieht, und die ist auch für die Katholiken (und das ist richtig) Wort Gottes. Jones aber weist darauf hin, daß daraus beziehungsweise darauf ein Geist gesetzt wird, der die Rebellion gegen Gottes Wort ist, WEIL der Erlöser Jesus Christus abgelehnt wurde und nach wie vor wird. DAS ist der Kern dieser Rebellion, die in Wahrheit eben eine Rebellion GEGEN DIE TORAH ist. Denn diese ist ein einziger Weg zur Erfüllung in Jesus Christus. Wer diesen Weg nicht annimmt, lehnt die Torah ab, auch wenn er das bestreitet. Er lehnt das ab, was der Torah zugrunde liegt - den logos. Denn die Torah kann nicht als toter Buchstabe gesehen und gelesen werden, sondern muß aus einem Geist herausgelesen werden. Und dieser Geist ist der Geist des logos. 

In der Zurückweisung des Erlösers - "Sein Blut komme über uns" heißt es im Neuen Testament - hat sich DAS VOLK der Juden gegen den logos erhoben. Das heißt natürlich nicht, daß jeder einzelne Jude damit einverstanden war. Aber ALS JÜDISCHES VOLK ist diese Rebellion das Schicksal des gesamten jüdischen Volkes und damit aller einzelnen geworden und bis zum heutigen Tag geblieben, die sich noch als "Juden" sehen. Wir haben also hier, um das Gemeinte zu verstehen, mit dem Prinzip des "mystischen Körpers" zu tun, der in den Gedanken "Stellvertretung", die vor geraumer Zeit hier ausgearbeitet wurden und die auch das Prinzip der christlichen Erlösung sind, das "einer für alle - alle für einen" nachvollziehbar aus Volk auch geistige und schicksalshafte Gemeinschaft macht. 

Wir sprechen hier von einer ontologischen, also im Sein verankerten, aus dem Sein hervorgehenden (bzw. im Seienden als seinsverweigernde und -verfehlende Richtung angelegten) Tatsache, die nicht mit individuellem Verhalten oder Meinen oder Widmen etc. etwas zu tun hat. Übrigens muß aus genau diesem Grund jemand, der sich taufen läßt, persönlich oder durch Paten vertreten auch der Zugehörigkeit zum Nicht-Logos WIDERSAGEN, sich also davon lossagen. Noch ein Grund, warum Schoemans Argument, daß man Jude bleiben könne, wenn man Jesus Christus als Messias anerkannt habe, nicht zutrifft.

Daß das der springende Punkt in der gesamten Diskussion ist, wird klar, wenn man sieht, wie sehr sich Juden dagegen sperren, vom "jüdischem Volk" zu sprechen, wie schwierig es ist, dies überhaupt zu definieren - aber wovon spricht man dann bei "den Juden"? Die Argumentation wird in dem Punkt regelmäßig kaum noch greifbar, wir haben es vor Monaten in einer ähnlichen Diskussion bereits gesehen. Aber leider kann auch E. Michael Jones der Sache nicht wirklich den Zahn ziehen, und wir werden bald sehen, warum.

Morgen Teil 2)


*Dieses Problem hatten die arabisch-iranischen Kalifen im 8., 9. Jahrhundert erkannt, und versucht, diese neue Religion "Islam" (und der Name "Unterwerfung" stammt vermutlich aus genau solchen Bestrebungen) unter EIN Lehramt zu bringen, weil die Muslime sonst nicht im Ganzen ansprechbar sind und zu keinem Volk werden. Es blieb bei Versuchen, die muslimische Welt ist maßlos zersplittert. Das ist eines der Merkmale, die sie dem Protestantismus auch innerlich so ähnlich machen. Politisch hat es zu einer Herausbildung eines Kalifenamtes geführt, die diesem nahezu Göttlichkeit zumaß. Wer die Auseinandersetzungen des Stauferkaisers Friedrich II. mit dem Papst, dessen Affinität mit dem ägyptischen Sultan, mit dem er gut Freund war, ansieht, stößt auf genau diese Tatsache. Friedrich überlegte sogar, sich in den Vorderen Orient zurückzuziehen, um dieses absolute Einheitskonzept durchzusetzen, bei dem ihm in Europa der Papst im Weg stand.




*260319*

Mittwoch, 12. Juni 2019

Schüttelt den Staub von euren Füßen

Dieser kurze unten angefügte Film, in dem es um die für die Fertilität von Böden so entscheidende Aufgabe kleiner Lebewesen wie den Regenwurm geht, hat den VdZ an sein letztes, 2006 mit "seinem" Verein ARS ACTU in Wien produziertes Stück "Paradas" erinnert. Weil es daran erinnert, daß die Wirklichkeit, die Welt, die uns umringt, im Allerkleinsten verankert ist. Dort beginnt, dort gehalten wird. Die großen Ideen sind nichts als Pfefferkacke.

In Paradas geht es genau darum. Das Singspiel (mit den sehr gelungenen Kompositionen von Thomas Beinhofer) dreht sich um einen Mann, dem das kleine, eigene Leben zu "eng" wurde. Daraufhin brach er auf in die "große Welt". Aber die war eine einzige Hölle der Unfreiheit. Die zu jenem Unfall führte, der ihn nun in der Zwischenphase zwischen Leben und Tod (wenn man so will ist das Stück eine Ausarbeitung Marke "Nahtoderlebnis") vor sein bisheriges Leben stellt. Das an ihm vorbeizieht, und ihm vor Augen stellt, worum es eigentlich ging. Da erkennt er ... das vermeintlich Kleine, Unbedeutende - das war es! 

Das "Waipuki", das er als lästiges Kleintier zu vertreiben versucht hatte, weil es den "großen Ideen" nicht entsprach - war es, das mittels der Enzyme, die über seine Pfoten in den Erdboden gelangten, genau jene Pflanzenzüchtungserfolge evozierte, die ihn dazu veranlaßten, sich zu weit Höherem berufen zu fühlen, und diese scheinbar so kleine Welt zu verlassen. So nebenbei war diese "Kleinheit" begleitet von einer Liebe, die er zurückgewiesen hat.

Regie führte Michaela Mahrhauser. Das Stück war in seiner Realisierung wie alle Stücke des VdZ unter vollem finanziellem Risiko produziert worden - und ein Megaflop. Der nicht zuletzt die beständige Erfahrung bestätigte, daß die Wiener Bühnen von strunzdummen Trotteln geführt werden, denen solche Produktionen anzubieten "Perlen vor die Säue" war. Die Wiener, die österreichische Kunst- und Theaterszene ist ein lächerliches, in Ideologie und damit Konventionen erstickendes Drecksloch, mehr ist dazu nicht zu sagen.

Paradas - Der Dämon, der zu "mehr" treibt
Hier ist der erwähnte Film. Darunter Tonaufnahmen von den letztendlich nur zwei (!) Aufführungen mit vielleicht insgesamt siebzig Besuchern. Mehr gab es nicht, weil die Bühne im 8. Bezirk ohne jede Eigenleistung (Werbung, etc.) eine Einnahmengarantie verlangte, die jede weitere Vorstellung zu einem untragbaren Defizit gemacht hätte. Wien - eine Theaterstadt? Wien ist ein Drecksloch von Ignoranten und totalitären Ideologen, das war's. 2007 hat sich der VdZ nach den Erfahrungen mit sechs Bühnenproduktionen mit fast ausnahmslos denselben Erfahrungen in Wien - künstlerisch völlig inkompetente, verblödete, geldgierige, in Konvention erstickende Theaterleitungen - nach Ungarn zurückgezogen. Wie meint jemand unlängst? "Verarschen kann ich mich auch alleine."

Oh, der Leser spürt Verbitterung? Falsch. Er sollte viel mehr die Verachtung spüren. Denn die sogenannten "katholischen", die sogenannten "konservativen" Kreise sind nichts als kastrierte Onanisten und als realer gesellschaftlicher Faktor völlig unfähig eine Kunst zu erhalten, die sie in Internetforen und Pfadfindertreffen wie "Traditionskreisen" so gerne reklamieren - stattdessen lieber sterile Konservenkost konsumieren, weil sie ihren Vorstellungen entspricht und sie nicht beunruhigt, weil zur Wirklichkeit aufreißt. Als wäre Kunst jemals Vorstellungserfüllung! Also klatschen sie dann geistesblind in ihre abgestorbenen Pomeranzenhände. Die "Kritik" der Konservativen oder der "Rechten" ist viel zu oft nur der abstoßende Versuch, sich von etwas durch Täuschung und Sprech-Tarn-Netzen abzugrenzen, dem man selbst angehört, aber eigentlich als nicht "chique" empfindet. Sie sind in aller Regel um nichts weniger blind, taub, dumm und kulturimpotent wie die Linken.

"Ach, die Kultur bricht zusammen, wie schrecklich!" Ja, wie schrecklich. Es gibt nicht einmal mehr die zehn Gerechten, wie in Sodom und Gomorrah.





Aus: Paradas /UA Wien, 2006)  - Umweg zum Glück
Nun zu Paradas (auf hohe Eigenkosten 2006 sogar als CD produziert, mittlerweile längst vergriffen). Hier drei Proben aus dem Stück:


Eines der zahlreichen Lieder: Paradas im Vorhof zum Himmel. Der Gedanke, daß alle "nackt" sind, führt ihn zu ganz eigenen Assoziationen


Nach der Katharsis befreit sich der Held von Paradas, weil er erkennt, worum es in seinem Leben gegangen ist: Nicht um den Dämon, der ihm "Großes" einredete. Und er bekommt von Gott, mit dem er im Stück ständig im Dialog steht, noch einmal eine Chance: 






*280319*