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Donnerstag, 21. Februar 2019

Auf der Suche nach der Weltformel (1)

Einführende Hinweise

Die auf vier Tage aufgeteilte Besprechung eines auf Video aufgezeichneten Vortrages des britischen (theoretischen) Quantenphysikers David Tong wurde deshalb hier aufgenommen, weil es in den Augen des VdZ wichtig ist, von den Inhalten - Grundlagen der Quantenphysik - wenigstens überblicksartig eine gewisse Ahnung zu haben. Denn gerade bei dem Thema schweigt der Laie meist betroffen und geht in Habt-Acht-Stellung demjenigen gegenüber, der ihm nun die Heiligen Lehren des allen überlegenen Wissens repräsentiert. Tongs Vortrag ist außerdem so heruntergebrochen, daß jeder mit Interesse und ein wenig guten Willen ihm folgen kann. Wer also möchte, der wird nach Abschluß dieser Reihe tatsächlich ein wenig wissen, wovon die Rede ist. Der am vierten Tag gebrachte Videovortrag gehört mit zum Besten, das der VdZ gehört oder gesehen hat, und macht tatsächlich vieles nachvollziehbar.

Wenigstens grundsätzlich. Aber der Leser sei auch gewarnt. Er sei gewarnt, die Begriffe der Physik (und gerade dort, wo sie in Allegorien ausweicht, die uns durch Verbildlichung ein einfacheres Verstehen ermöglichen sollen) zu sehr zu "verdinglichen". Was zwar wie ein Oxymoron wirkt, denn immerhin befaßt sich die Physik mit den greifbaren Dingen, also wie ein Widerspruch in sich klingt, aber ein sehr häufiger Fehler ist. Wie es sich zum Beispiel bei Esoterikern häufig beobachten läßt, ja was vielleicht überhaupt das Wesen der Esoterik ist. 

Viele Begriffe der Physik sind "keine Dinge". Etwa der Begriff der "Energie", der ein reines Wirkäquivalent, kein "Ding an sich" ist. In der Physik verwendete Begriffe sind sehr häufig also nur Entsprechungen, das heißt Begriffe, die mit anderen Begriffen "erklären", ohne jemals aber wirklich etwas "als Ding" zu erklären. 

Solche Bilder sind nur insofern nützlich, als man sich Eigenschaften physischer Dinge als Emanationen bestimmter geistiger Wirklichkeiten vorstellen muß, die sich in der Welt der Dinge gleichermaßen - nur auf einer anderen Stufe der Welthaftigkeit - wiederfinden. (Womit wir tiefer in der Materie wären, als dem Leser bewußt sein mag.) Aber sie werden zur Lächerlichkeit, wenn sie sich als "freie Energie" äußern sollen. Als gäbe es so etwas wie Energie überhaupt "dinglich". Ja, Gott selbst wird für viele heute sogar zur "Energie", und manche begründen das dann sogar noch "physikalisch". Als gäbe es Energie außerhalb von "gerichteten Dingen" (eben: aus Beziehungserfüllung und damit Wirkungsintention), als wäre sie etwas anderes als das Äquivalent zu anderen Erscheinungen, die man im Grunde genau so wenig versteht, nur eben vergleichend heranzieht. 

Oder: Der VdZ kennt Psychologen, die sich für besonders tiefsinnig halten, weil sie "Quantenheilung" propagieren, und sich dabei auf die Quantenphysik und Einsteins angeblich bewiesene "Relativität" berufen. (Der im Grunde damit nur eine Binsenweisheit aufgriff - daß eben alles zueinander in Beziehung steht, daß Beziehung das alles Konstituierende ist.) Geht es noch irrer?

Oder man denke an "Zeit", man denke an "Raum". Als wären das "Dinge an sich", und nicht Beziehungsäquivalente, die erst "Ding" und anschaulich werden, wenn sie mit anderen Dingen und Abläufen verglichen werden. Vorsicht also, fallen wir nicht auf dieselben Sachen herein, wie offenbar manche Physiker. Und Vorsicht, die Physik ist (wie so vieles, das heute als "Wissen" auftritt) eine "Matrjoschka", wo eine Frage mit einer nächsten "beantwortet" wird, ohne wirklich etwas erklären zu können. Denn Zusammenhänge aufzuzeigen heißt noch lange nicht, sie auch zu begründen. Ja es heißt nicht einmal, daß diese Zusammenhänge wirklich "an sich" bestehen oder ein "an sich" haben. Dazu braucht es erst recht Begründung aus Sinn. Und dort, im logos, fängt "Begreifen" erst an.

Natürlich wird der Leser nach Abschluß der Reihe nicht mit Quantenphysikern über Fachdetails diskutieren können. Das ist ja gar nicht notwendig. Aber er sollte ab kommendem Sonntag doch einen gewissen Überblick in die Gesamtproblematik gewonnen haben, so daß sie nicht mehr als "heilige Geheimlehre" gilt. Und dafür lohnt sich doch die kleine Mühe, die Sache konzentriert zu lesen bzw. zu hören?

Eines sollte dem Leser nämlich doch klar werden. Daß es keinen Grund gibt zu meinen, die Quantenphysik wäre ein unerreichbarer, ferner Schrein allerhöchster Geheimlehren. Sie ist sogar handfester, als man meinen könnte! Und es besteht kein Grund, sich allen möglichen Aussagen einfach so zu unterwerfen, wo heilige Hüter der Heiligen Geheimnisse über die Welt etwas wissen, das dem Normalsterblichen unerreichbar wäre. Mitnichten. Es ist nur eine andere Art der Weltbeschreibung, der Sichtweise des aufmerksamen Bauern oder Handwerks in nichts überlegen. Man kann auf alles auch aus ganz anderen Perspektiven heraus kommen.

Was im Originalvortrag nämlich (leider) untergeht ist, wie wenig die Quantenphysik in Wirklichkeit "weiß". Schon Newton verwendete den Trick, seine im Grunde magischen, okkulten, alchemistischen Annahmen später in hochkomplizierte Mathematik zu packen, um sich in Autoritätsweihrauch zu hüllen, der ihm aber gar nicht zusteht. Auch Tong läßt das ein wenig im Bluff seines Charmes untergehen, und wenn er wie die gesamte Physik von "Gravitation" spricht, was er tut, dann sollte man ihn einmal fragen, was er denn meint, was das überhaupt sein soll, und wie sie sich begründen ließe. Obwohl er am Schluß dann (es sei ihm zur Ehre angerechnet) doch nicht gewissen Kernfragen ausweicht. Aber dazu, wie gesagt, im Laufe der nächsten Tage. 

***

Man stelle sich eine Sichtweise vor die sagt, daß alles aus Materie gemacht ist. Daß also der Grundbaustein des gesamten Universums Materie ist, die sich aus rein mechanischen Gründen immer weiter entwickelt hat etc. etc., bis daraus Leben wurde und schließlich der Mensch. Aus rein mechanischen Vorgängen. Diese Anschauung ist keineswegs jung, sie wurde soweit man nachvollziehen kann von einigen Philosophen bei den alten Griechen (Demokrit) entwickelt. Und schon damals heftig kritisiert, denn sie versuchte die Welt zum puren Materialismus abzustufen. Das stand als Motiv dafür wohl auch dahinter. Denn man behauptete etwas, das man gar nicht wissen konnte, weil nicht sah. Also war auch ihr eigentliches Feld, die ihr zugemessene Methode, die Philosophie, nicht die Physik. Der Leser möge diesen Satz vorerst in den Hinterkopf abschieben, wir kommen ganz am Schluß dieser Ausführungen darauf zurück.

Nun stelle man sich aber vor, was mit so einer Weltsicht geschieht, wenn sich herausstellt - es gibt gar keine Materie! Es gibt diesen angeblichen Grundbaustein des Universums gar nicht. Nicht haptisch, nicht physisch, nicht beobachtbar. Je näher man hinsieht, desto mehr löst sich alles Materielle auf.

Genau das ist das Ergebnis der Forschung an den angeblich kleinsten Bausteinen des Universums, den Grundbestandteilen der Materie also. Die Quantenphysik zeigt, daß es im "Innersten" der Materie nichts gibt, das Materie wäre! Es sind alles ... Spannungsfelder. Die ganze Welt der Materie, blickt man genau hin, löst sich auf in eine Welt von Beziehungen. Die entstehen, weil sich alle Dinge innerhalb eines "Quantenfeldes" befinden, ja diesem Quantenfeld ihre Existenz verdanken. 


Morgen Teil 2) Wie sich die Mainstream-Physik die materielle Welt vorstellt





*110119*

Auch Spaß muß sein

Mit Dank an Leser U für die Übermittlung dieses Videos.






*080119*

Mittwoch, 20. Februar 2019

Wunder Mensch

Der VdZ gesteht es. Er ist ein absoluter Bewunderer des Menschen. Der Mensch ist ohne jeden Zweifel und um Dimensionen das größte, überlegenste Lebewesen dieser Erde. Kein Tier kommt an ihn heran, nicht einmal annähernd. Was immer wir an Bewundernswertem, Staunenswertem bei unter-menschlichen Lebewesen beobachten, es hat immer den Beiton: Ganz gut, für einen Nicht-Menschen immerhin beachtlich.

Aber was der Mensch zu leisten vermag, der keinen Instinkt hat wie das Tier, keine feste Physiologie wie die Pflanze, der also keine sichere Anleite für sein Handeln hat, wenn er sie nicht freiwillig annimmt, bei dem also alles über Vernunft laufen muß, der sich somit über alles erst einen Plan machen, über alle Physik erheben muß, der erst geistig erkennen muß was zu tun ist, um dann seine Instrumente - den Leib, die Physik als Grammatik der Welt - einzusetzen, sich somit die Welt als Werkzeug und zu Nutzen zu formen, was ihn von Ort wie Zeit umso unabhängiger und universaler macht, ist einfach überwältigend.

Die Bewunderung für die Maschine, die künstliche Intelligenz gar, ist absolut lächerlich, wenn sie sich davon löst, sich als Bewunderung für die menschliche Leistung zu begeistern. Die Angst vor der Künstlichen Intelligenz ist somit völlig unberechtigt. Niemals - niemals! - kann Maschinenwerk den Menschen übertreffen oder ersetzen, und auch Computer und Programme sind nur Menschenwerk. Es sei denn, man will eine untermenschliche, unermeßlich primitive, aber ihrer wirklichen Komplexität niemals gewachsene Welt. Jede Welt der Maschinen wird deshalb immer eine Welt sein, in der mehr umgebracht werden muß als jemals funktioniert.

Es ist eine aufs Primitivste reduzierte Welt. Die Ehrfurcht vor der Macht der Maschine (wie in der Künstlichen Intelligenz/Artificial Intelligence) wird nur von jenen verbreitet, die selbst kastrierte, impotente Selbst- und Weltverfehler sind. Kein schöpferischer, weltumfassender Mensch hat jemals (existentielle) Angst vor der Maschine gehabt. Er weiß, warum.

Und das macht auch die Begeisterung für den Sport völlig legitim.  Denn gerade im Wettkampf läßt sich die wesenhaft angelegte Gottesnähe am besten erahnen. Schon das zeigt, welcher niedrigen, untermenschlichen, ja satanische, also schöpfungsvernichtender Herkunft jeder Ökologismus ist. Der den Menschen zum "Feind der Natur" erklärt. Die er doch beherrschen kann und soll und muß! Die er in Umfassendheit in sich trägt! Sonst ist die Welt leer, sinnlos. Jeder Mensch, jeder, trägt sämtliche Naturgesetze in sich, jede Beziehungsform, die unter ihm liegt, jedes materielle Ding in seinem innersten Wesen ist in ihm vorhanden! Wer über "die Natur" staunt, staunt über den Menschen und darin über Gott, denn der Mensch ist Abbild Gottes.

Die Ausbeutung des Menschen beginnt dort, wo man diese seine unglaubliche Fähigkeit ohne Rückgriff auf die Vernunft als bloßes mechanisches, materialistisches Instrument, als bloßen Nutzen - für andere! - einsetzt. Also einen verfälschten Vernunftmechanismus im Tätigen, im Arbeiter evoziert. Der Evolutionismus als Auswurf des Materialismus - in seiner perversesten Form, dem Kapitalismus, der die Welt bloßer Mathematik unterwirft - ist genau das. Die rationale Rechtfertigung des Übels, die aber keinen Moment ohne die Größe des Menschen auskäme. Nur er kennt Sinn. Nur er vermag ihn zu universalisieren, das heißt aus dem Abstrakten ins Konkrete zu überführen.

Keine Maschine wird jemals - jemals! - die Komplexität der Welt und damit der menschlichen Problemlösungskraft erreichen. Nie. Wer immer das behauptet, sollte ausgelacht und für dumm gehalten werden, denn das ist er. Keine Maschine (und damit auch kein Computerprogramm) wird jemals den Menschen ersetzen können. Sie wird nur die Menge der Fehler potenzieren, und umso problematischere Prozeduren verlangen, die diese Fehler ausgleichen. Immer sind das aber Prozeduren, die auf Kosten der Menschen gehen.  Nur der Mensch vermag in vollem Sinn wirklichkeitsgerecht zu handeln.

So nebenbei - diese Größe begründet die Überlegenheit wie Hierarchie der menschlichen Gesellschaft als deren Ordnungsmatrix. Der Freie, der "Mittelständler" sohin, ist der eigentliche Tragegrund jeder Gesellschaftsform, also auch des Staates. Denn aus seiner Organisations- und Ordnungs- und Schaffenskraft entsteht jene Stabilität, die erst einen Staat möglich macht. Denn dessen organisatorischen Kräfte können nur von dieser, genau dieser (mit Recht, und nur so mit Recht bezeichneten) weltorganisierenden, weltbesitzenden Mittelschicht leben. Wehe dem Staat, wo der Schwanz mit dem Hund wedelt.

Kein Beamter, kein Verwaltender, kein demokratischer Politiker (mit Parteienhintergrund) hat jemals die Welt beherrscht. Er ist zum Gegenteil - heute - Beamter, Verwaltender, "Establishment", weil er niemals mit der Welt zurande kam und deshalb andere Mechanismen suchte, um sie dennoch zu bewegen. Umso absurder, umso fanatischer die Beherrschungsstrategien der Ochlokratie, mit der wir es heute zu tun haben.

Mensch, Du aber ... glaube an Dich! Du Abbild der unfaßlichen Größe Gottes, des Wesens und Ursprung allen Seins: Forme die Welt zur Welt! Das ist Deine Aufgabe!








*100119*

Nichts Neues unter der Sonne

Was können wir aus solchen alten Fernsehberichten erkennen? Wie hysterisch wir geworden sind. 1978/79 kam es nach einem verregneten Weihnachten über Nacht zu einem Extremkaltwettereinbruch, der ganz Nord- und Ostdeutschland schwer traf. Vor allem, weil bei diesem binnen Stunden ablaufenden Temperatursturz um minus 20 Grad die Stromversorgung zusammenbrach. Denn die Kohlevorräte waren eingefroren, und die Kraftwerke lieferten nicht mehr. (Über die Folgen eines Zusammenbruchs des Stromnetzes schafft ein Bericht auf Achgut einen Überblick.) 70 Stunden lieferte nur noch ein einziges Atomkraftwerk (Lubmin bei Greifswald) Elektrizität, die nach Berlin abgeleitet wurde. Dazu mußten freilich weite Teile des Stromnetzes im Norden der DDR abgehängt werden. Warum Berlin? Man brauchte den Strom, damit die Beleuchtung der Mauer nicht ausfiel.

Der Unterschied zu heute? Erstens: Es gab immer Extremwetter, und es gibt heute nicht mehr als früher. Nur wird jedes Wetterereignis mit Hysteriewolken umgeben, während man bis vor einigen Jahrzehnten mit dem Wetter einfach so gelebt hat. Keine von allen Medien geschwungene Hysterieklatsche ist einem andauernd um die Ohren gerauscht, die einem einhämmern sollte, wir leben in klimatisch außergewöhnlichen Zeiten.

Zweitens: Die Umstellung der Stromerzeugung auf "nachhaltige" Energieerzeugung macht das Stromnetz heute so anfällig wie noch nie. Die Gefahr eines Netzzusammenbruchs steigt mit jeder neu hinzugekommenen Windmühle oder Solarzelle weiter. Bis das System so komplex wird, daß es überhaupt nicht mehr beherrschbar ist. Teilnetzabschaltungen für Verbraucher stehen dann an der Tagesordnung, weil auch Erzeuger abgehängt werden müssen. Um durch Wiederherstellung einer halbwegs intakten weil beschränkten Linearität das Stromnetz in der Grundfrequenz wieder aufgebaut werden kann. Und das geht nur durch herkömmlich betriebene Kraftwerke, denn mit den "erneuerbaren Energiequellen" läßt sich kein Stromnetz aufbauen, das über den Versorgerkreis eines (sagen wir) Windrades hinausreicht, wie die Physik zeigt.

Wem das Leben zu wenig aufregend ist, der macht sich die Aufregung eben künstlich. Wer narzißtisch gestört ist und nichts auf die Reihe bringt das wie ein Hollywood-Film aussieht, der muß sich eben Anlässe schaffen, die ihm seine Außergewöhnlichkeit bestätigen.

Zum Normalwerden hilft aber - und bei weitem nicht  nur hier - ein Blick zurück. Als es wenigstens noch da und dort normale Menschen gab. Wenn auch 1978/79 die Wetterhysterie bereits begonnen hatte. Nur - damals meinte man noch, daß eine - wissenschaftlich bewiesen - neue Eiszeit bevorstünde. Und zur Jahreswende 78/79 sah es nach Eiszeit aus. Heute ist so ein Ereignis nicht weniger denkbar. Aber obwohl die Technik extrem ausgebaut wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, daß man damit fertig würde, geringer. Viel mehr hängt mittlerweile von Elektrizität ab. Man rechnet heute mit tausenden Toten, käme es zu einem ähnlichen Wetterereignis mit seinen Folgen - dem Zusammenbruch des Stromnetzes. Wir sind durch die Energiewende erheblich anfälliger für so eine Situation geworden. In der nur noch Kernkraft Strom produzieren kann.








*271218*

Dienstag, 19. Februar 2019

Der Beweis: Globale Erwärmung ist etwas für Volltrottel

Freie Übertragung eines Artikels aus dem Blog von William M. Briggs vom 9.01.2019: 
 
Nun, wo die Demokraten dazu per Wahlentscheid ermächtigt sind, über das Parlament in Washington zu herrschen, ist absehbar, daß wir bald täglich von den Vorlieben von Nancy Pelosi und dem furchterregenden Raul Grijalva hören werden, wenn sie mit der globalen Erwärmung Langeweile verbreiten. Was nicht weniger bedeutet, als daß wir darüber wieder und wieder zu reden anfangen müssen, wie wir das früher schon getan haben. Aber ich hasse das, denn ich habe die ganze Angelegenheit bis zum Erbrechen satt.
Den seit wann haben wir damit zu tun? Sind es zwanzig, sind es dreißig Jahre? Mitnichten und -neffen. Wenn man die globale Abkühlung dazurechnet, die in den 1970ern als Schreckgespenst an die Wand gemalt wurde, sind es sogar fünfzig Jahre. Jahrzehnt um Jahrzehnt marktschreierischer Versprechen von ständig fallenden - heute freilich ständig steigenden - Temperaturen reihte sich aneinander. Und nichts ist je passiert. Vor etwa einem Monat haben wir beispielsweise gehört, daß es im ganzen letzten Jahr in den USA keine starken Tornados gegeben hat. Das einzige was aber dennoch gestiegen ist, sind die kolportierten Bedrohungsszenarien denen gemäß Tornados zukünftig (natürlich) immer häufiger und vor allem stärker, zerstörerischer, katastrophaler werden. Dabei ist das einzige, was zunimmt der Glaube, daß diese Bedrohungen zunehmen!

Erinnern Sie sich noch, als ich (als Minderheit) und drei andere eine Arbeit publiziert haben, in dem wir die Auffassung vertraten, daß wir zwar vielleicht etwas Erwärmung bekommen, möglicherweise, aber sicher nicht zu viel? Erinnern Sie sich an den Sturm der Entrüstung, der uns daraufhin entgegenschlug? Langjährige Leser meines Blogs werden sich vielleicht noch erinnern, wenn ich das Wort "hacken" erwähne. Denn meine Seiten wurden daraufhin gehackt. Einige umweltbewußte Zeloten haben meine Internetseite zerstört, weil ich nicht der Meinung war, daß die Welt in Flammen aufgehen würde. Alles um diese strunzdumme Geschichte kann man in Artikeln auf den Classics-Seiten nachlesen.

Wird jetzt nicht endlich deutlich, daß die ganze Angelegenheit rein politischer Natur ist? Wenn das noch immer nicht der Fall ist, dann werde ich diesmal den logischen Beweis dafür liefern.

Hier ist ein Tweet von CNN (Hervorhebungen original): "'Wir müssen die ältere Generation für den Saustall zur Rechenschaft ziehen, den sie angerichtet haben ... und ihnen sagen, daß sie nicht so weitermachen können damit, unsere Zukunft auf diese Weise aufs Spiel zu setzen. 'Der Teen-Klimaaktivist Greta Thumberg ruft deshalb die Jugend auf, ihre Wut in Aktivismus umzulenken.'". 

Wut? Wer sollte denn wirklich da wütend sein?
Denn der Umstand, daß wir eine ignorante Jugend herangezüchtet haben, die uns fortwährend über globale Erwärmung belehrt, sollte vielmehr uns wütend machen. Uns. Er belegt nämlich in erster Linie, daß die Klimawissenschaft fast vollständig zu einer politischen Angelegenheit geworden ist. In der die Betreiber hoffen, daß es wenigstens noch ein paar Wissenschaftler gibt, die so tun als würden sie von den nützlichen, aber immens peinlichen Beweisdiagrammen etwas halten.
Ich habe bis heute freilich noch niemanden gehört, der sich darüber beklagt hat. Oder sich über die vielen vielen genauso idiotischen Schaubilder und Diagramme beschwert hätte, die kursieren. Wobei ich natürlich weiß, daß Wissenschaftler, die auf diesem Gebiet arbeiten, höchlichst darüber erfreut sind, daß sie von außergewöhnlich dummen Wortführern interpretiert werden. (Wobei ich fast schon das Wort "Wortführer" mit "Prominenten" gleichgesetzt hätte, bis mir bewußt wurde, daß das ja ein Pleonasmus ist: Wortführer sind immer prominent. Und Prominente sind immer Wortführer.) Dabei will ich auf das junge Mädchen gar nicht einschlagen. Ich meine allerdings schon, daß CNN, daß die Eltern des Mädchens, ja daß jeder sonst, der für diesen lächerlichen PR-Zirkus in Kattowitz verantwortlich ist, mit einer Reitgerte Bekanntschaft machen sollte.
Globale Erwärmung ist Politik, sonst nichts. QED. Quod erat demonstrandum. Ich habe vorgeführt, was ich als Beweis zu zeigen angekündigt habe.
Aber Moment, warten Sie! Da ist noch mehr! Denn da ist doch immer mehr. Globale Erwärmung - mit seinem Kampfbegriff "Klimawandel" - wird niemals verschwinden. Denn das hat mit seiner über den ganzen Globus verbreiteten Natur zu tun. Die, wie völlig einleuchtend ist, gieriges Gesabbere bei Globalisten bewirkt. ("Nationalstaaten müssen heute darauf vorbereitet sein, ihre Souveränität aufzugeben," sagte Angela Merkel. "Und zwar auf geordnete Weise." Aha, Souveränität aufgeben, alles klar. Um dann von WEM regiert zu werden? Das hat sie natürlich nicht dazugesagt.)

Ach, lassen wir das. Denn hier ist eine andere Schlagzeile. Sie hat das Thema. "Auslobung eines mit einer Million Dollar dotierten Preises für unwahrscheinliche Kandidaten." Deprimierenderweise stand diese Notiz in Forbes zu lesen.
Gestern hat die Roddenberry Foundation vier Organisationen mit je 250.000 Dollar ausgezeichnet. Sie sind die Gewinner des Roddenberry Preises 2018. Dieser Preis in der Gesamthöhe von einer Million Dollar konzentriert sich auf die Themen Nahrungsmittelverschwendung, pflanzenreiche Ernährung, Mädchenausbildung und Frauenrechte - allesamt Bereiche, die meist unterfinanziert sind und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Klimawandel unterschätzt werden.
Mit ein wenig Phantasie, und wenn man nicht gerade hundemüde ist und nur noch ins Bett fallen will, kann man sich einen Zusammenhang von Nahrungsmittelverschwendung oder von fleischloser Ernährung mit globaler Erwärmung vorstellen. Das geht aber nicht mehr bei Themen wie Mädchenausbildung oder Frauenrechten. Außer Sie haben beim besten Willen keine Vorstellung von Wasser, das ein Mühlenrad antreibt. Oder im Fall, daß Sie sich nicht das geringste aus Cloud-Parametrisierung machen, sich umso mehr als Krieger für soziale Gerechtigkeit (social justice warrior) sehen - der in der Pflicht steht, marxistische Ideen zu verbreiten, und sich dafür die aufgescheuchteste Begründung sucht, die er nur finden kann.

Globale Erwärmung ist Politik. Noch einmal. QED.

Aber was ist von einem Herzensbrecher der ewigen Wahrheit zu halten, wie er uns in Jerry Brown entgegentritt. Nehmen Sie nur diese Schlagzeile:   "Jerry Brown: Klimawandel fordert uns genauso dramatisch heraus wie die Herausforderungen, denen wir im Zweiten Weltkrieg begegnet sind."
Ich möchte auf den Punkt hinweisen, daß es Roosevelt viele viele Jahre gekostet hat, um Amerika so weit zu kriegen, daß es zustimmte, in den Zweiten Weltkrieg einzutreten und gegen die Nazis zu kämpfen. Denn es ist klar, wir haben auch heute einen solchen Feind, wenngleich er natürlich anders aussieht. Doch er ist vergleichbar, weil er sich auf eine vergleichbare Weise zerstörerisch auswirkt. Deshalb haben wir die Pflicht, den Klimawandel zu bekämpfen. Und die Präsidenten haben die Pflicht, uns in diesem Kampf als Anführer voranzugehen.
Er hat natürlich das Schlagwort Nazis verwendet, denn das ist ja immer eine sichere Bank für die Linke. Naja, wollen wir einmal einen Blick auf die nackten Tatsachen: werfen.  "Der Zweite Weltkrieg war der tödlichste Krieg der Geschichte. Er hat geschätzt 70 bis 85 Millionen Tote insgesamt gefordert. Das waren glatte drei Prozent der Weltbevölkerung im Jahre 1940 (die auf 2,3 Milliarden geschätzt wird.)"
Drei Prozent der heutigen Weltbevölkerung wären über 230 Millionen Menschen. Bis heute beläuft sich die Anzahl der Toten durch die globale Erwärmung auf ... 0. In Worten: Null. 
Jerry Brown ist also ein Trottel. Globale Erwärmung ist somit nur etwas für Volltrottel. QED.

















*090119* 

Bemerkungen zur deutschen Demokratie

Man muß ja nicht seiner Meinung sein. Aber interessant ist dieses Gespräch mit Stefan Aust, dem ehemaligen Chefredakteur des Spiegel, allemal. Und es enthält einige Fundstücke. So die Antwort auf die Frage, wer geeignet wäre, deutscher Kanzler zu sein. Aust antwortet darauf: Viele, sehr viele. Denn es kommt gar nicht auf die Person an. Es gab schon jede Menge eigentlich unfähiger Kanzler, und sie haben dann ihre Sache nicht einmal schlecht gemacht, so wie Helmut Kohl. Kanzler sein kann gleich wer. 

Aust bezieht sich damit auf die hier längst besprochene Aussage, daß wesentlich ist, daß eine Struktur vorhanden ist. Erst dann geht es um die Figuren. Stimmt die Struktur, die Ordnung, kann so gut wie jeder die Führungsposition ausfüllen. Vorausgesetzt freilich, er hat die Fähigkeit zur Selbsttranszendenz.  Denn sonst wird er die Struktur zu persönlichen Zwecken mißbrauchen. Das sagt Aust freilich nicht.

Das heißt, ein Führender muß sich an den sachlichen Anforderungen jenes Knotenpunktes orientieren, an den er gestellt ist. Nicht an Begierden seiner privaten Person. So daß Sachlichkeit herrscht, nicht Subjektivismus. Die gibt den Boden für die in einem System angelegte Möglichkeit einer Gerechtigkeit. 

Genau das war ja übrigens auch der Inhalt einer Erziehung, wie sie Monarchenkinder früher erhielten. Sie lernten, persönlich völlig hinter einem Amt zu verschwinden. Sie gehörten nicht mehr sich selbst. Und je höher ein Amt ist, je umfassender es stellvertretend fungiert, desto mehr muß das gelten. Und desto weiter rückt jedes Persönliche, Subjektive von dem weg, das schließlich, ganz an der Spitze eines Staates, alle seine Bürger (in ihren jeweiligen teilhafteren, spezifischeren Strukturen) umfassen muß.

Bemerkenswert auch Austs Aussagen zu Angela Merkel. Auch wo er auf die (nicht gute) Länge ihrer Zeit als Kanzler Bezug nimmt. Und zwar vor allem, weil er auf etwas Wichtiges hinweist, das aber der Demokratie eigen ist: Ein so langer Zeitraum läßt ein Volk nicht nur immer mehr Angst vor einem Wechsel bekommen, so daß es mit der Länge einer Regierung auch dazu tendiert, nichts ändern zu wollen, sondern ein Wechsel wird auch praktisch immer schwieriger. Weil man nicht nur die Person des Kanzlers sehen darf, sondern auch die vielen sehen muß, die um diesen herum sind und etabliert wurden. Insofern ist ein "Wechsel" auf eine "Merkel 2", der gar kein "Wechsel" ist - wie bei Annegret Kramp-Karrenbauer - auch unter diesem Aspekt ziemlich aussagekräftig weil auf eine Weise stringent.

Politik hat eben, wie die Analyse des demokratischen Systems der USA durch Alexis de Tocqueville zeigt, mit der Versorgung einer Klientel zu tun. Berufspolitiker (siehe dazu Max Webers "Politik als Beruf") sind im besonderen und praktisch immer dadurch charakterisiert. Ihre Politik ist durch Wege gekennzeichnet, ja durchdrungen, an die Macht zu kommen und dann in ihr zu bleiben. Und das tun sie aus Notwendigkeit durch Klientelpolitik. Wo sie erst durch Versprechen, und dann real. Wo sie, einmal an der Macht, alle die versorgen, denen sie ihre Position verdanken. Um - wieder aus Notwendigkeit, selbst wenn man sie als Idealisten einstufen mag - an dieser Macht auch zu bleiben.

Was Aust sagt ist in dieser Hinsicht recht inhaltsreich. Es erzählt viel über die Demokratie und ihre Wirkmechanismen, ohne es direkt zu hinterfragen. Es ist eben so.








*201218*

Montag, 18. Februar 2019

Dabei war es etwas ganz anderes

Dieses Bild hat erst großes Protestgezwitscher ausgelöst, denn es zeigt die Gattin des neuen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro bei den Feierlichkeiten zu dessen Inauguration. Und da soll sie grimmig mit militärischem Gruß aufgetreten sein. Paßt ja zu den Einstufungen des Ultrarechten oder gar Nazi, die Bolsonaro betreffen. Die Wahrheit ist aber erstaunlich und ganz anders:

Die Frau Bolsonaros hat bei den Festivitäten ebenfalls eine Ansprache gehalten. Und sie hat sie in ... Gebärdensprache gehalten! Während (im Bild nicht sichtbar) eine Dolmetscherin diese Gebärden für die Nicht-Gehörgeschädigten im Publikum in Lautsprache übersetzt hat. 


Bild: storage.googleapis.com






*090119*

Kein Grund zur Besorgnis

Es ist ein wohltuend abgeklärtes, ruhiges Interview, das Professor Richard Lindzen vom MIT - Massachusetts Institute for Technology 2014 gab. Der Mann hat höchste wissenschaftliche Meriten gesammelt und galt lange Zeit (oder gilt vielen immer noch) als der führende Klimawissenschaftler der Welt. Er ist also sicher keine Stimme, die man einfach in den Wind schreiben kann, wie viele es tun, seit sie ihn als "Klimaskeptiker" oder "Klimaleugner" klassifizieren.

Denn genau dieser Mann von unzweifelhafter fachlicher Reputation sieht die Klimaagenda sehr entspannt, und zwar gerade vom wissenschaftlichen Standpunkt aus. Was immer da prognostiziert wird, wäre seiner Einschätzung nach sogar nicht einmal dann beunruhigend, wenn es so einträfe. Die Menschen sind schon mit viel größeren Herausforderungen fertiggeworden. Nur gibt es für die Behauptungen der Alarmisten keinerlei wissenschaftliche Evidenz.

Warum aber wird die Angelegenheit dennoch so hochgespielt? Das hat viele Gründe. Und nicht gerade der geringste ist die Finanzierung der Forschung, namentlich der Forscher. Denn Klimawissenschaft ist ein sehr kleines, nebensächliches Gebiet der Wissenschaft, immer gewesen. Die Menschen haben ganz andere wichtige Agenden, denen sie ihre Aufmerksamkeit widmen, auch die Menschen auf der Straße. Aber so hat sie gelernt, der Öffentlichkeit und der Politik die Pistole an die Schläfe zu setzen. Das ist erfolgreicher dabei, Gelder loszueisen, als sich auf das Wohlwollen der Politik zu verlassen.

Noch dazu, wo der Klimaalarmismus eine wunderbare Chance zu dem bietet, was Lindzen "cheap virtue", also "billige Tugend" nennt. Man muß nur "dafür" sein, und schon gehört man zu den Guten.  Das ist bei vielen anderen Institutionen und Personen nicht viel anders. Die Kirchen etwa. Immer wurden sie für ihre Positionen angefeindet, den Schöpfungsglauben, die Morallehren etc. etc. Jetzt endlich haben sie die Möglichkeit, auch einmal "dafür" zu sein, im Mainstream dabei zu sein. 

Nichts anderes ist es bei den Chefs großer Konzerne, man denke alleine an Ölkonzerne. Immer sind sie die bösen Buben gewesen. Nun aber können sie sich ganz einfach als "gut" erweisen, indem sie dem Alarmismus zustimmen. Oder bei Wissenschaftlern. Man darf nicht vergessen, daß sie in der Regel in dem Moment, wo sie ein "Gegenmittel" gegen eine Bedrohung entdecken, auch keine Forschungsgelder mehr erhalten. Hier haben sie aber ein Gebiet, das tendenziell endlos dahinköchelt. Man muß nur die Bedrohung betonen. 

Und wie verhält es sich mit dem vielzitierten "Konsens"? Lindzen ist auch hier entspannt. Diese Zustimmung ist ganz leicht zu kriegen, denn sie ist auch in anderen Gebieten so gut wie immer auf ganz triviale Grundwahrheiten bezogen. Wer würde bestreiten, daß "der Mensch Einfluß auf das Klima" hat? Niemand. Die Frage ist aber erst wichtig, wenn es darum geht zu fragen: Wieviel Einfluß hat der Mensch? Und der ist doch vollkommen unbedeutend. Man unterschätzt auch bei weitem, wie anpassungsfähig der Mensch ist. Wenn ein Bauer heute Weizen anbaut, wird er nicht untätig zuschauen, bis die Temperatur steigt und sein Weizen nicht mehr gedeiht. Er wird sich etwas einfallen lassen, daß er trotzdem gedeiht. Und das war noch nie anders, denn das Klima hat sich ständig und zu allen Zeiten verändert.  

Aber wir wissen bis heute nicht, warum es das so und so tut. Oder wissen wir etwa, warum es zu den Eiszeiten kam? Alle Behauptungen etwa, daß ein Hurricane wie Kathrina dem Klimawandel zuzuschreiben sind, entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage. Die Studien, die das behauptet haben, sind bei näherer Betrachtung nicht haltbar.

Man wird, wenn man vom wissenschaftlichen Standpunkt aus Einwände gegen die alarmistischen Behauptungen macht, tatsächlich sofort angefeindet, verleumdet und sogar ins Nazi-Eck gestellt. Auch ihm ist das nicht selten passiert. Dabei herrscht auch unter seinen Kollegen, unter allen, die sich seriös mit den Wissenschaften befassen, die das Klima zum Gegenstand haben, völlige Übereinstimmung, daß das Klima keine Bedrohung darstellt. Dann fühlen sich die Alarmisten meist sofort bedroht, denn sie verlieren damit ihre Qualifikation als "die Guten", ihre "billige Tugend" verschwindet. Man darf nicht vergessen, daß es sich sehr oft um Bürokraten handelt, und jeder Bürokrat träumt davon, Macht und Einfluß zu bekommen. Und hier kann er es durch "überlegene Moral".

Hinter solchen Behauptungen steht aber ein seltsames Weltbild. Die Vorstellung, daß zwar überall Systeme ausgewogen arbeiten, ausgerechnet aber beim Klima nicht. Man muß sich nur anschauen, was in der Natur vorkommt, denkt man an die Konstruktion des Auges, oder ganzer Organismen. Nur die Welt als Ganzes, das Klima der Welt, ist offenbar so fragil, daß der Mensch es mit Leichtigkeit zerstören können soll. Dabei läßt jeder Blick in die Geschichte nur Staunen zurück, wie stabil das Weltklima über längere Frist betrachtet in Wahrheit ist, obwohl sich die Klimageschichte als ständige Aneinanderkettung von Extremereignissen präsentiert.

Lindzen sieht jedenfalls nichts, daß es das nicht schon immer gegeben hat, ja das in der Vergangenheit sogar oft viel schlimmer war. Und nichts davon hatte mit "Klima" zu tun, es waren Ereignisse, die überall auftreten und immer so aufgetreten sind, und sich in Summe wieder ausbalanciert haben. Auch wenn sich manches verlagert. Vieles ist sogar besser geworden. Man nehme etwa die Zyklone in Südostasien, wie im Golf von Bengalen. Früher waren die viel häufiger und heftiger als heute. Und er selbst hat als Kind in New York ständig Hurricane erlebt. Heute gibt es die gar nicht mehr, oder viel seltener. Oder man denke an Grönland, wo es zwar richtig am Rande der Vergletschungen zu Abschmelzprozessen kam und kommt, aber das Eis im Inneren der Insel nimmt an Mächtigkeit zu. Doch darüber spricht niemand.

So wie niemand darüber spricht, daß es doch weit weniger Auswirkungen auf Extremwetter hätte, ja diese verringern würde, wenn die Temperaturunterschiede zwischen den Polen und dem Äquator geringer würden. Auch weiß niemand, wie sich zweifellos entscheidende, große Faktoren wie die Luftfeuchtigkeit auswirken. Es gibt hier z. B. Studien die meinen, sie würde abkühlend wirken, andere sagen das Gegenteil. Wir wissen es nicht.

Eine große Gefahr ist halt, daß sehr viele Nichtfachleute in der Öffentlichkeitsdarstellung beteiligt sind. Er hat es als Mitautor der ersten Klimaberichte des IPCC erlebt. Während die Wissenschaft ständig mit "könnte, würde, vielleicht, wenn-dann" etc. arbeitet, wird das in den Unterlagen für Politiker zu einer sicheren "Prognose" verkürzt. Und dann kommen noch Journalisten dazu, die ebenfalls nicht vom Fach sind, und daraus dann Sensationsmeldungen machen. Und alle möglichen Umweltorganisationen hängen sich dran, weil sie dadurch mehr Geld bekommen. Jedes größere Wetterereignis wird dann zum Beweis für den Alarmismus hochstilisiert.

Leider begreifen noch dazu viele nicht, was aus ihren Aussagen, die sie oft einfach so halt mal tätigen, dann gemacht wird. Daß sie zu "Zeugen" und Befürwortern des Alarmismus gemacht werden, auf die die Menschen reagieren: Na, wenn sogar DIE das sagen ... Die Menschen werden heute ziemlich manipuliert!

Er finde es halt bedauerlich und seltsam, daß ausgerechnet die Umweltorganisationen, die ständig von Ressourcenknappheit und der Notwendigkeit zu sparen reden daran beteiligt sind, daß hier immense Ressourcen verschwendet werden, die woanders dann fehlen. Denn die Menschheit hat wahrlich viele und viel größere Probleme als das Klima. Und die Prioritätenlisten für die Politik schauen in vielen Ländern mit Recht ganz anders aus.

Stattdessen wird das Klima immer mehr zur Angelegenheit des Glaubens, also religiös gemacht. Auch er wird immer wieder gefragt, ob er an die Klimakatastrophe "glaube". Was heißt da "ob er glaube"? Er glaubt nicht, sondern er nimmt die wissenschaftlichen Fakten. Und daraus sieht er keinerlei Bedrohung. Man weiß noch dazu so wenig "sicher" über das Klima, daß es unvertretbar ist, daraus weitreichende und teure Maßnahmen abzuleiten.








*191218*

Sonntag, 17. Februar 2019

Wir haben das Stadium bloßer Möglichkeiten bereits verlassen

Das Übel an Möglichkeiten ist, daß sie allesamt die unwiderstehliche Neigung haben, auch zur Realität zu werden. Was vielfach wie ein nettes Salonbonmot gehandelt wird, hat aber einen sehr ernsten Hintergrund, der es zu einer Vorhersage mit Gewißheitsgrad macht, wenn es um den Menschen und seine Gesellschaft bzw. Kultur geht. Denn die Lebens- und Weltzusammenhänge sind nicht, wie die immer mehr werdenden Größenwahnsinnigen der Gegenwart behaupten, beherrschbar oder gar beherrscht, sondern sie sind hochkomplex. 

Und das heißt, daß sie einer Art Eigenleben vergleichbar Konstellationen bilden, die einen Ausgang menschlicher Handlungen bewirken, der nie und nimmer intendiert, und noch weniger rationell vorhersehbar war. Was aber weiter heißt, daß sich diese Ergebnisse nur im Grad, aber nicht im Charakter, immer einen Schrecken bedeuten. Denn wo immer der Mensch nicht im Rahmen des logos, der göttlichen Vernunft und Vorsehung bleibt, ist sein Handeln nur ein mehr oder weniger Verfehlen, aber immer ein Verfehlen.

Daß Mögliches immer zum Wirklichwerden tendiert hat übrigens einen tief metaphysischen Grund. Weil Mögliches immer mit "Sein" zu tun hat. Was nicht Sein hat, ist auch nicht möglich. Auch Mögliches hat also auf eine Weise ein Sein. Was aber nicht sagt, in welches Insgesamt es eingebunden ist, und darauf kommt es letztlich an. Aber eine wunderschöne Blüte wuchs auch jener Hyazinthe, die im Garten vor der Lagerleitung in Auschwitz stand. Dort aber hätte man sie auch als Zynismus sehen können.*

Entscheidend ist eben das Insgesamt. Und dieses Insgesamt ist nur dann gut, wenn es selbst dem Sein entstammt, also - der göttlichen Vorsehung, dem göttlichen Eidos, dem logos, der Gesamtordnung entspricht, also gar nie von uns machbar ist. Also kann menschlicher Gesamtplan nur dann überhaupt "gut" sein.

Menschliche Möglichkeiten brauchen damit nur eine geeignete historische Konstellation, in der isoliertes Teilgutes "geordnet" wird - schon sind sie ans Tageslicht gelockt und Realität. Es gibt, mit einem Wort, nichts Mögliches, und sei es noch so schrecklich, das es nicht schon gab oder noch geben wird. Denn alle diese Möglichkeiten brauchen nur abzuwarten, bis sie in den Augen der Menschen entweder das geringere Übel, oder überhaupt die beste Lösung für ein anderes Problem darstellen, das sonst nicht bewältigbar scheint. Jede Schreckenszeit hat ja so ihre "sanfte Anlaufspur", wo nach und nach immer angenehmer erscheint, was über Jahre oder Jahrzehnte Zeitsprung noch als Schrecken wahrgenommen worden wäre.

Und so ist auch sehr ernst zu nehmen, was William M. Briggs in einem schon älteren Artikel beschreibt. Wo er die Behauptung aufstellt, daß hinter der Jagd der Politik nach unserem Geld (als Zahlungsmittel, also als Bar-Zahlungsmittel) der Gedanke eines Totalitarismus steckt, der jede der berühmten Visionen wie "1984" (Orwell) oder "Schöne neue Welt" (Huxley) wie einen Kindergeburtstag aussehen läßt. Die Frage ist dabei nicht, OB es so kommt. Die Frage ist - aus oben ausgeführten Gründen - nur, WANN es so kommt.

Wann es so kommt, wie Briggs in einigen Schilderungen andeutet. Die an den Punkt ansetzen, daß über einen voll digitalisierten Zahlungsverkehr die Regierungen (direkt oder über delegierte Bevollmächtigte) vollen Überblick, vor allem aber leichten Zugriff zum Zahlungsverkehr jedes einzelnen Bürgers haben. Und damit - als Möglichkeit, die bereits jetzt sehr weit gediehen ist, da muß man gar nicht nach China schauen - das Verhalten ihrer Bürger bis in den letzten Atemzug zu reglementieren und nach Belieben zu "gestalten". Ohne Auswege, ohne Ausflüchte. Denn wer nicht in diesen Kreislauf eingebunden ist, der hat nicht einmal mehr die Chance, sein tägliches Brot zu erwerben. Denn über digitale Steuerungskreise ist jede Transaktion zu blockieren. Wer sich also nicht gefällig und systemdienlich verhält, wird aus allem ausgeschlossen, buchstäblich in die Wüste geschickt. 

Braucht der Staat mehr Einnahmen, holt er sie sich einfach. Per Knopfdruck. Bestenfalls "gerechtfertigt" durch Scheinbegründungen, die per Diktat (Autorität von "Wissenschaften" etc. etc.) zur Akzeptanz vorgeschrieben werden. Als Scheinlösungen zu Scheinproblemen. Wie sie eine angeblich bevorstehend Klimakatastrophe induzieren, die solchem Totalitarismus bereits Tür und Tor ganz weit öffnen. 

Und der Clou dabei: Die allermeisten Bürger werden darüber auch noch jubeln. Weil Teil-Rationalitäten alles so "vernünftig " machen. Was aber im wahren, wirklichen Maßstab und Rahmen jedes Solidarsystem (wie eine Gesellschaft, wie einen Staat) zur perversen Veranstaltung macht, die ihr Recht verwirkt hat. Und wir sind längst so weit, und gehen Schritt um Schritt darauf zu. Der VdZ hat persönlich erlebt, wie ihn vor einigen Jahren ein Sesselfurzer eines Gemeindeamts maßregelte, weil er sich erdreistete sich darüber zu entrüsten, daß die Sozialversicherung eine Gesundheitsmaßnahme nur zum Teil bezahlen wollte, weil er ... übergewichtig aber nicht bereit war, den Anweisungen einer pickelbeladenen, zaundürren, häßlichen Diätassistentin per Unterschrift als zukünftige Lebensweise (!) zu besiegeln. Die Logik des braven Systemdieners? Wenn man erwarte, daß eines Krankheit behandelt werde, müsse man auch die Vorschriften zur Erlangung der Gesundheit befolgen. 

Und wer meint, es sei ein harmloses Spiel und eigentlich ja positiv zu werten, wenn bereits heute Krankenversicherungen niedrigere Beiträge (oder deren Vergütungen) anbieten, wenn man zu bestimmten (vorgeschriebenen) Maßnahmen greift, der irrt gewaltig. Hier wird nur Stück für Stück die Schwelle der Akzeptanz nach oben verschoben, in Richtung des Totalitarismus. Wo dann "alles gut" wird. Denn wer hätte es nicht gerne "besser"? 

Am meisten waidwund geschossen zeigt sich in solchen Beispielen der Solidaritätsbegriff. Der das Gut der Freiheit, das unerläßliche (und fast möchte man sagen: erste) Gut für das Leben jedes Menschen, mißachtet zugunsten eines definierten "Guten", das zum Nützlichen umgefälscht und mißinterpretiert wird. Denn Solidarität kann nur dann gut sein, wenn sie die übliche Selbstverfehlungstendenz des Menschen (zu der sogar mancher Extremfall gehört, auch das ist für den Menschen normal, und jeder Mensch ist zuweilen extrem, gerade im Fehler) einbezieht. Sie ist unmenschlich und satanisch, wenn sie einen Menschen annimmt, der nur dann Solidarität verdient, wenn er "vollkommen" und vor allem "schuldfrei" ist.

Kein Mensch ist schuldfrei, wir sind vielmehr pausenlos schuldig, und wir verdanken alles was wir haben und sind irgendjemandem und irgendetwas. Aber auch diese ontologische Tatsache um den Menschen ist bereits ausgelöscht. Das läßt sich daran belegen, daß wir heute ständig dabei sind, unser eigenes Leisten uns selbst zuzuschreiben, uns für "gut" zu erklären, und Schuld bei anderen zu suchen, die "nicht gut" sind. Der "Gutmensch" (und es gibt ihn tatsächlich auf allen Seiten des politischen Spektrums, wenn auch auf der Linken weit mehr - wobei zu bedenken ist: Es gibt heute fast KEINE NICHT-LINKEN mehr) ist also ein sicheres Symptom für das fortgeschrittene Stadium zum Totalitarismus, in dem wir stehen.

Wie nahe wir einem totalitären Zustand bereits sind zeigt nicht zuletzt, daß es gar nicht mehr so selten ist, daß politisch mißliebige Personen vom Bankenverkehr (durch Kontokündigungen etwa) ausgeschlossen werden (sollen). Und niemanden scheint es recht zu bewegen, sieht man von den Betroffenen ab.

In Großbritannien gibt es bereits eine Zuckersteuer, eine Steuer für den Verzehr von Zucker. Eine Steuer für den Genuß von Fleisch (zu entrichten ja nach Konsum) ist in Diskussion. Argument? Oh, wie edel ... Gesundheit. Gesundheitskosten. Klimaschutz. Klimakosten.

All das ist nur Beispiel, Beleg, und der VdZ meint gar, er habe manches schon erzählt. Es reiht sich aber an Briggs' Schilderungen nahtlos an. Die bereits längst bestehende Möglichkeiten zu einer Realität verlängern, in der uns noch das letzte Hören und Sehen vergehen wird. Wir können und sollen uns deshalb am Kampf ums Bargeld beteiligen, es mit Zähnen und Klauen verteidigen, weil es uns noch einen kleinen Rest Freiheit ermöglichst. Aber wir werden diesen Kampf verlieren, das ist nach menschlichem Ermessen bereits jetzt sicher.

Denn die Rampen dazu sind längst gelegt, und sie sind mit großem Geschick verlegt. Wir selbst stehen bereits ganz weit oben auf ihnen. Wer nicht dem System dient, wer sich nicht vorbehaltlos unterordnet, wer seine Freiheit niemals aufgeben will, weil sie das einzige Vehikel ist, das ihm auch Heil(igung) bringen kann (weil sogar Heiligung bedeutet), wird bald nicht mehr überleben können. So nähern wir uns auf erschütternde Weise einer Situation, die in der Apokalypse des Johannes 13, 15ff., wie folgt beschrieben wird:

"Und es ward [dem Thiere; Anm.] gegeben, dem Bilde des Thieres Geist zu verleihen, und daß das Bild des Thieres redet und macht, daß alle, die das Bild des Thieres nicht anbeten, getödtet werden. Und es bringt alle, Klein und Groß, Arm und Reich, Frei und Unfrei, dazu, an Malzeichen auf ihrer rechten Hand oder an ihrer Stirne tragen; und daß Niemand kaufen oder verkaufen kann, außer wer das Malzeichen hat, oder den Namen des Thieres, oder die Zahl seines Namens."






*Eben hier liegt auch der Grund dafür, daß man davon ausgehen kann, daß Gott letztlich alles zum Guten führen kann und wird - wenn auch anders, wenn auch nicht im Überspringen eines Schreckens s.o. Und wenn auch nicht direkt für den Bösen selbst, wenngleich es selbst für den ein Gutes sein könnte. Aber es gibt eben nichts, das nicht auf eine Weise ein "Gut" ist, es kommt nur auf den Plan, die Gesamtordnung an. Jedes Gut aber wäre prinzipiell auch geeignet, ein Tor für diesen logos, für diesen göttlichen Gesamtplan zu öffnen.





*060119*

Gewalt als Reaktion

Wer jede Diskussion unterdrückt, kann davon ausgehen, daß eines Tages eine (durchaus irrationale) Gegengewalt gegen ihn ausbricht. Auf diesen Sukkus läßt sich die Stellungnahme von E. Michael Jones eindampfen, wenn er von den Ursachen für den Massenmord von Pittsburgh spricht, bei dem ein Amerikaner in eine Synagoge ging und 8 Juden erschoß. 

"Wer ist Jude"? Wer definiert, wer Jude ist? Die reichen, mächtigen Juden nehmen die (überwiegende Mehrheit von) armen, oder wenig bemittelten Juden als Geisel. Während das Judentum nicht greifbar ist - jeder bezichtigt den anderen, nicht das "wahre Judentum" zu vertreten, am Ende gibt es gar kein Judentum mehr - wird der Begriff von einigen Wenigen mißbraucht.

Die Position der Kirche war immer klar: "Sicut Iudaeus non" - Niemand hat das Recht, Juden etwas zuzufügen. Hätte man deshalb katholische Denker wie ihn, E. Michael Jones, nicht so vom Diskurs ausgeschlossen, in die letzten Winkel des Internet verdrängt, dann wäre es möglich, diese Position zu verbreiten. Aber als "Antisemit" beschimpft und bekämpft, ist den wenigsten die Position des Katholizismus bekannt. Ihm deshalb, wie geschehen, zum "Mittäter" an den Ereignissen von Pittsburgh zu machen, ist absurd.

Stattdessen muß eine dermaßen kontrollierte, zensurierte Öffentlichkeit, wie sie die USA mittlerweile hat, zwangsläufig zu Gegenreaktionen führen. Und zwar zu Gegenreaktionen der Verzweiflung, also der Gewalt. Mit der sich Menschen, die ihre Positionen unterdrückt finden, Luft verschaffen. Und weil es eine offene Tatsache ist, daß die amerikanischen Massenmedien in der Hand von Juden sind, ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich gegen Juden geformter Haß einen Weg sucht.

Niemand geringerer als der Großonkel des späteren Papstes Josef Ratzinger, der bayrische Christlichsoziale und Geistliche Georg Ratzinger, hat schon zu Ende des 19. Jahrhunderts davor gewarnt, daß, wenn das Judentum sich weiterhin so verhält, es Macht und Kapital akkumuliert, und die Volkswirtschaft gegen deren innere Gesetze beeinflußt und entsittlicht, es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich das Volk mehr unbewußt als bewußt einen "Führer" sucht, der sich gegen die Juden wenden wird. Und dabei einen (zumindest inneren, impliziten) Auftrag des Volkes ausführt, das sich wehrt.










*071118*

Samstag, 16. Februar 2019

Ein Phänomen der Preisbildung

Zwar erklärt der von vielen Vertretern der österreichischen Schule der Nationalökonomie zumindest weitgehend vertretene Theorie der Wertfindung am Markt bei weitem nicht alles, wie Heinrich Pesch in seinem Lehrbuch der Nationalökonomie überzeugend darstellt, sie eignet sich deshalb nicht für eine Allgemeintheorie, aber sie läßt manche Einzelphänomene besser verstehen. Die Rede ist von der Theorie des GRENZNUTZENS (oder GRENZWERTES, denn Wert hat mit Nutzen und damit mit Schätzung zu tun.)

Diese sagt, daß der (in seiner Überführung auf das Medium Geld zum Preis werdende) Wert eines Gegenstands nicht nach seinem größten, sondern vielmehr nach seinem kleinsten Nutzen bestimmbar ist. Das klingt auf den ersten Blick verblüffend, deckt sich aber mit der Alltagserfahrung. In der gerade die allernötigsten Güter - Luft, Wasser - den kleinsten Preis haben. Während der Diamant, der einen vergleichsweise lächerlich geringen bzw. niedrigstufigen Gebrauchswert hat, so teuer ist. 

Versuchen wir es über ein kleines Beispiel zu illustrieren, was damit gemeint ist: Nehmen wir an, es gibt sechs jeweils gleiche Wasserangebote. Sagen wir: Sechs Flaschen Vöslauer Mineralwasser mit je 1,5 Liter. Mehr Wasser gibt es nicht. Die erste Flasche wird zum Trinken benötigt. Die zweite zum Kochen. Die dritte zum Waschen. Die vierte zum Gießen des Salats im Beet. Die fünfte zum Tränken des Viehs. Die sechste zum Aufwischen des Bodens. Wie hoch wird der Preis bzw. der Wert sein? Er wird sich nach der sechsten Flasche richten. Denn nötigenfalls kann man diese ebenfalls trinken. So wie alle übrigen. Nicht das Prekäre macht also den Preis, sondern das am wenigsten Wichtige, aber vorhandene Quantum an Wasser, das durchaus auch anderen (höheren) Nutzanwendungen dienen kann.

Noch ein Beispiel, diesmal anderer Art: Es gibt 99 Anbieter von Brot. Es gibt aber 100 Menschen, die ohne Brot verhungern würden. Was wird den Wert des einzelnen Brotes bestimmen, wenn nun letztere versuchen, Brot zu kaufen? Richtig. Dieses eine fehlende Brot. Warum? Weil jeder Käufer davon ausgehen muß, daß es ihn als den trifft, der verhungert, wird schlagartig der Wert des Brotes (und damit der Preis) steigen. 

Dasselbe ist auch umgekehrt gültig. Sagen wir, daß es 100 Anbieter von Broten gibt, aber nur 99 Käufer. Was wird passieren? Richtig. Der Preis wird nicht statistisch-proportional sinken, sondern weit überproportional, schlimmstenfalls bis zu den Produktionskosten, der wahrscheinlichsten Untergrenze. Denn alle Verkäufer stehen unter der Gefahr, daß ihr Brot nicht verkauft wird, sie also Verluste machen.

Diese kleinen Restmengen - als Mangel oder als Überschuß - bestimmen also weit überproportional den Marktpreis. Die holländischen Gewürzimporteure des 17. Jahrhunderts wußten das genauso wie die Hersteller von Kaffee in Brasilien, die je nach Marktlage oft gewaltige Mengen an Waren ins Meer warfen oder verbrannten. Oder gezielt mit Mangel spekulierten (und das kann man auch allein durch die öffentliche Meinung). Eine kleine Menge vermag den gesamten Marktpreis weit überproportional nach oben oder unten zu manipulieren.

Mit statistischer Rechnung kommt man also hier bei weitem nicht aus. Die Realität des Verhaltens und damit der Preisfindung nimmt eine ganz eigene Form an. Die plumpe Formel "Angebot 99/100 - Nachfrage 100/99" (als bloßes Mengenäquivalent) erklärt auch dabei gar nichts.





*040119*

Wer fürchtet sich vor dem Faschismus?

Höre sich der Leser einmal an, was die Proponenten der Klimaapologetik und Klimapolitik zu sagen haben. Höre er sich das einmal an. Und sage er später nicht, man habe "nichts davon gewußt." Das Ziel wird eindeutig formuliert. Es geht um eine Revolution. Es geht um eine "Transformation", in der zentral gelenkt wird, was zukünftig zu geschehen hat. Kein Lebensbereich wird davon ausgenommen.

Leider schaffen es diejenigen - die diese Zielrichtung wittern, ahnen, sehen - nicht, darauf eine wirkliche Antwort zu finden. Außer verschwommen mit "Demokratie" um sich zu werfen. Es fehlt an den Begriffen, die dem Wesen des Menschen entsprechen. Und deshalb unterscheiden können zwischen Totalitarismus und hierarchischer Gesellschaftsordnung. Erkennbar vor allem daran, daß Freiheit als gewissermaßen von außen gegebener, quasi organisatorisch gleichbleibender Zustand gesehen wird, letztlich einem "tun was man will" gleichkommt, das man bestenfalls hier und dort beschränkt. 

Aber Freiheit ist ein jeweils immer neu zu setzender, neu zu erringender menschlicher Akt. Was menschliche Struktur dazu beitragen kann ist nur, diese Freiheit "zu ermöglichen". Aber nicht als Wahl zwischen Regen oder Traufe, sondern als schöpferische Lebensgestaltung. Die in ihrem Zusammenspiel das Gesamtbild einer Gesellschaft in allen Wirkungen und Einbindungen (also auch ins "Klima") gestaltet "wie es eben dabei herauskommt". Ein "gutes Fortschreiten" der Welt ist NICHT vom "Klima" abhängig, sondern vom Maß der Freiheit, die die Menschen gewinnen. Um so die Bitte, daß "Dein Wille geschehe" mit Sinn zu erfüllen.

Deshalb ist fast jede Kritik letztlich zahnlos und wirkungslos, kann nur in Teilbereichen etwas Sinn haben. Und wird auch entsprechend ignoriert. Das Establishment, das in seinen Fundamenten nicht getroffen weil begriffen wird, zieht durch, da bleibt kein Auge trocken. Der Ökologismus, die Klimaapokalyptik ist das Kleid, in dem sich ein neuer Faschismus etabliert hat und von Tag zu Tag lückenloser etabliert.

Wenn jemand wissen möchte, was ab 1933 in Deutschland passiert ist, kann es heute hautnah erleben. Man muß nur die Kostüme durchschauen, die natürlich neu sind und so vorgeben, sich von den historischen Ereignissen völlig zu unterscheiden. Aber die inneren Vorgänge, die Wirklichkeit, ist dieselbe. Wie damals werden wir deshalb auch heute erleben, wie sich die Schlagzahl der Ökofaschisten immer mehr erhöht, und zwar in progressivem Tempo, immer radikaler und immer totaler wird, bis nur noch die finale Selbstzerstörung bleibt. Längst spricht man offen von Krieg als letztem Ausweg. Nur wird auch dieser nicht wie in der jüngsten Geschichte geführt, er sucht sich andere Schlachtfelder. Wenn also etwas an der Apokalyptik der Klimafaschisten stimmt, dann das: Es wird in einer Art Apokalypse enden.

Durch Zentralplanungswirtschaft (die auch im Etatismus "Quasi-Freiheiten" behauptet), der sich sämtliche Betriebe unterwerfen und in deren Dienst sie sich stellen, Zentralsteuerung in allen sozialen und verwaltenden Bereichen, ideologische Manipulation schon der kleinsten Kinder, Gleichschaltung der Medien, der Intellektuellen (Universitäten) und Kulturbetriebe (Künstler), Propaganda bis in die letzten Klowinkel und bis in den letzten Milchladen.

Es ist übrigens interessant, daß es zu dem Zeitpunkt wo die Klimahysterie grundgelegt wurde - und das war bereits in den ersten 1980er Jahren, wie das Video beeindruckend recherchiert zeigt - die Grünen noch nicht als Partei gab. Sodaß man deren Rolle als "Front-Truppe" (oder: Schlägertrupp) schon zuvor bestehender Ideologien und Parteien neu sehen und bewerten müßte. 

Zumindest muß man sehen, daß sich hier wie schon so oft an die Spitze einer menschlich verständlichen, ja gut zu heißenden Protestbewegung (den ersten Grünen ging es um "Naturliebe", sogar um Ästhetik versus bloßen Nutzen, vor allem aber war es ein Protest gegen die Moderne, gegen das Social-Engineering, das sind die Ursprünge der späteren 68er) ein Trupp mit Roter Fahne gesetzt hat. Bis die Protestbewegungen jeweils bemerkt haben, daß ihnen das Heft ihrer eigenen Bewegung aus der Hand genommen wurde, war es zu spät. Diese Roten Fahnen aber kamen von lange schon bestehenden Kräften her. Und sie machen den Protest zu einer false flag-Operation des Establishments, kanalisieren und hegen ihn, und gliedern ihn in die bestehenden Kräfte wieder ein.

Was aber ist die Zwingklaue, mit der die Menschen beherrscht werden? Es ist die Analogie zur einzig wirklichen Angst, der Seins-Angst, der Angst vor der Hölle - es ist die Angst vor einer Apokalypse. Es ist die Situation, in der es "jetzt auf alles ankommt". Und weil der Mensch halt gar so leicht zur Trägheit neigt, so gerne seiner seelischen Trägheit, der Acedia huldigt, nimmt er solche gestalthaft gemachten Ängste allzu gerne an. 

Deshalb ist die Wirkweise praktisch identisch - ob es nun die Angst vor dem Klimawandel ist, die Angst vor dem Ozonloch, die Angst vor dem Ende der Rohstoffe, die Angst vor Plastik, vor Giften, vor HAARP oder Chemtrails, die Angst vor Weichmachern in Schnullern als Ursache der Charakterzerstörung, die Angst vor dem Währungszusammenbruch, der uns Tonnen von Gold und Silber kaufen läßt, was auch immer, wie auch immer, die Liste ist fast endlos. Sie ist aber nicht nur endlos, sondern sie ist genau der Moment, wo uns das Böse im Nacken erwischt. Das immer nur über unsere Schwäche arbeiten kann. Nur über unsere Schwäche. 

Diese Schwäche ist letztlich immer dasselbe: Flucht vor Gott, Flucht vor dem Sein, Ausrede vor dem Gericht, das uns in jeder Begegnung mit der Wahrheit herüberwinkt. Der VdZ kennt sogar "Katholiken", die allen Ernstes meinen, sich durch Vorsorge vor der Apokalypse "retten", diese "durchstehen" zu können. 

Ist allen klar, was wirklich die Apokalypse ist? Weltgericht, nicht "Klimakatastrophe", die wir "selbst angerichtet" haben, als könnten wir Gott das Heft aus der Hand reißen und vor dem Ende der Zeit die Welt beenden. Als könnte überhaupt der Mensch die Welt beenden. Das ist die vielleicht abscheulichste Facette dieses Größenwahns, der hinter allem diesem steckt. Nur eine Ebene aber ist überhaupt die Ebene des Apokalyptischen: Das ist die Ebene des Sinns, des Geistes. Und der ist immer zu erfüllen, egal wie verrückt alles sonst ist oder scheint, wo es eben um Sühne und Buße geht. Auch stellvertretend, als besondere Schickung, aber auch als Chance einer Zeit - als deren Kairos.

Ist den vielen auch klar, daß dieses Ende der Welt in jedem Fall auch sie einschließt? Daß der Kampf gegen die apokalyptischen Figuren ein Kampf ist, der jeden Tag, jeden Atemzug zu führen ist, weil sich genau da unser Schicksal entscheidet? Im Geistigen nämlich. Was auch immer wir in der Welt tun und zu tun haben - es ist Spiel. Nicht letzter Sinn.

Wozu also diese Flucht, in der wir gerne (das ist wörtlich gemeint) eine Ersatzangst nehmen, um das Eigentliche nicht leisten zu müssen. Und das heißt wirklich dem Sein treu zu bleiben. Dort her würden wir sehen, daß es zwar dem Bösen möglich ist, viel zu zerstören, viel zu ruinieren, viel aufzulösen, daß es aber eines nicht und niemals kann: Es kann niemals einen wirklichen Gegenwurf zur Ordnung des Seins aufstellen und verfolgen. Der letztlich immer, wirklich immer siegen wird. 

Weil nur bleiben kann, was Sein hat, also Gut ist. Dieses Sein ist dann unsere Quelle der Ruhe und Überlegtheit, des Friedens und der Vernunft. Es ist Licht des Sehens und Hörens, und Tor zum Willen Gottes. Dem zu folgen alleiniger Weg zum Sinn des Lebens ist. Und um etwas anderes geht es wohl nicht?









*171218*

Freitag, 15. Februar 2019

Eine realistische Sichtweise der Situation in Europa

Die Stellungnahmen von Martin Lichtmeß im Interview mit einem finnischen Internet-Sender zeugen von einem bemerkenswerten Realismus, der in der heutigen Situation wie eine pessimistische Vision aussieht. Lichtmeß fokussiert sich bei weitem nämlich nicht nur auf Identitätspolitik. Migration ist nur ein Problem unter vielen. Es begann auch nicht 2015. In den derzeitigen Strukturen zeigt sich dabei wenig Hoffnung, die Herausforderungen aktiv durch Gestaltung zu bewältigen.

Die Zukunft Europas liegt in den Augen von Lichtmeß deshalb in einem neuen Staatenkonglomerat - vielleicht Bayern, Sachsen, Visegrad, Österreich. Wo wenigstens für Ost-Mitteleuropa tragfähige Lösungen durchsetzbar sind. Aufgrund der demographischen Lage besteht nämlich eine absolute Notwendigkeit, rasch zu reagieren.

Aber wie? Aber wer? Wir werden zu Fremden in unserer eigenen Heimat. Das ist demographisch unaufhaltbar. Europa wird sich spalten. Nur der Osten wird vielleicht noch Europa bleiben.

Manchen erstaunen mag die Skepsis von Lichtmeß gegenüber der ÖVP-FPÖ-Koalition in Österreich. Denn - sind sie fähig zu regieren? Das muß erst noch bewiesen werden. Denn Opposition ist verhältnismäßig leicht. Im aktiven Gestalten aber steht man vor ganz anderen Voraussetzungen und Notwendigkeiten. Man kann nicht mit eiserner Faust Maßnahmen durchsetzen, man muß die Bevölkerung mitnehmen, und zwar möglich die gesamte.

Aber insgesamt besteht wenig Aussicht. Europa wird sich zurückentwickeln, vielleicht auf mittelalterliche Verhältnisse. Was an derzeitigen Lösungen präsentiert wird, entspricht nur Kinderphantasien, sind oft weit schlimmer als eine Parodie. Aber auch die Ziele der Globalisten werden sich nicht erfüllen.

Wir stehen heute wie in der Situation der Fliehenden aus einem zerstörten, brennenden Troja, die dann ... Rom gründeten.

Die Anregungen, die Lichtmeß gibt, sind teilweise so deckungsgleich mit hier im Blog längst vorgestellten Szenarien, daß man meinen könnte, der prononcierte "Rechte" habe hier abgeguckt. So schlägt er ebenfalls Segregation vor, um die Zuwanderer in jeweils kulturellen Räumen zu kontrollieren. Die sich zu einer Art von Nationalen Einheiten formieren. Als Gebiete, wo sich die originale Identität noch aufrechterhalten bleibt.

Den Mythos von Deutschland unter dem Trauma "der besiegten Nation" für die Politikschwäche herzunehmen, greift aber in seinen Augen nicht. Weil auch alle anderen westlichen Staaten genauso gehirngewaschen sind: Großbritannien, Frankreich, USA ... überall passiert dasselbe, und ist sogar schon früher passiert als hierzulande. 










*131118*

Fundamente einer Wirtschaft

Als die Krise kam, waren die beiden Brüder ohne Chance auf Beschäftigung, trotz ihrer akademischen Weihen. Da besannen sie sich auf ihre Wurzeln, die des Großvaters, eines Olivenbauern. Wurzeln, die die Eltern bereits verlassen hatten. Aber nun machten die Brüder mit Liebe und Hingabe, was sie konnten, und begannen wieder Olivenöl zu produzieren. Mit dieser Haltung entsteht automatisch Qualität, die auch auf die Umgebung ausgreift und Strukturen einer soliden Wirtschaft bildet. Und seien sie noch so klein.

Warum man freilich bei der NZZ (die den Film gemacht hat) meint, daß das nur dann herzeigbar ist, wenn das Zauberwort "Export" vorkommt, ist eine andere Frage. Es wäre viel interessanter gewesen zu erfahren, in welchem Maß die beiden Griechen motiviert waren, für ihre unmittelbare Umgebung gutes Öl herzustellen. Die es, zu ihren Kaufmöglichkeiten weil Löhnen (die sie für die Arbeit in den Ölgärten erhalten) verkauft, sicher nicht weniger braucht als ein Gourmettempel in Frankfurt. Wo jene Banker ihre Abendessen zu sich nehmen, die auf Volkskosten aus den notleidenden Griechenlandkrediten freigekauft wurden.

Übrigens schreibt die NZZ, daß sich in Griechenland bis auf solch kleine Ansätze wie hier vorgestellt seit dem mit gigantischen Beträgen verschummelten Staatsbankrott überhaupt nichts verändert habe. Die Verwaltung ist nicht weniger korrupt und langsam, und die Strukturen im Land haben sich kein Jota bewegt. Die offiziell vermeldete Sanierung des Staatsbudgets ist ein formaler Schein. Nur die Armut der unteren Schichten ist größer geworden. Und seit 2010 hat eine halbe Million Menschen (bei 10,8 Millionen Einwohnern) das Land verlassen, darunter 180.000 mit Universitätsdiplom.

Wie die beiden Brüder. Die angesichts der Lage auf das zurückgegriffen haben, als einzigen Ausweg, das sie zur Verfügung, wozu sie die Möglichkeiten hatten. (Die zuvor also brach lagen, das darf man nicht vergessen.) So schätzenswert, so schön das Beispiel auch ist. Es zeigt aber auch, woran eine Volkswirtschaft zugrunde gehen kann. Durch eine an den Fundamenten der Wirtschaft vorbei ausbildende, künstlich aufgeblasene "Bildungspolitik". Das viele Geld, das die Ausbildung der beiden gekostet hat, war pure Verschwendung. Und das kann man sich bei den 180.000 oben Erwähnten auch gleich mit fragen. Die im Lande selbst offensichtlich keiner braucht, wozu auch gehört, daß man sich deren Lohnansprüche nicht leisten kann. Auch das ist dasselbe: An einem Volk, das das bezahlt hat und bezahlen muß, sinnlos "vorbeigebildet".

Ein Körnchen der Staatslast, an der sie nun leiden, und die aus unproduktiver Verwendung von Mitteln bei gleichzeitiger Ignoranz des Möglichen stammt, haben die beiden also selbst zu verantworten. Sie hätten (wie so viele) nur von Jugend an bei ihren Wurzeln bleiben müssen. Dann wäre manches in Griechenland erst gar nicht so gekommen.









*181218*