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Montag, 20. Mai 2019

Der Stoff, aus dem Demokratie gemacht ist (2)

Sie sollten zuvor Teil 1) gelesen haben

Teil 2) Diese Affaire ist damit nichts als das Raunen der Kräfte im Hintergrund




Einige gute, richtige Gedanken finden sich in dieser Stellungnahme von Martin Sellner. Der FPÖ fehlt seit je der geistige Hintergrund, die geistige Basis. Warum der Bezug zu Sellner? Weil sich um ihn und die Identitäre Bewegung eine der objektiven Merkwürdigkeiten rankt. Denn Kanzler Kurz bezog sich mit dem Spruch "Genug ist genug" auf "Einzelfälle", in denen die FPÖ angeblich "rechtsextreme Bezüge" unterhalte, von denen sie sich (und damit auch er, Kurz) zu distanzieren habe. Nur - warum die IB rechtsextrem sein soll ist nicht nachvollziehbar, und gehört zum Bereich der linken Verleumdungsbehauptungen, nach denen alles, was nicht links ist, rechtsextrem ist.

Da ist nur für jemanden keine Tatsache, der eben selbst auf linkem Boden steht. Objektiv hätte sich Kurz nie vom Rechtsextremismus abgrenzen müssen, weil in so gut wie allen "Einzelfällen" ein solcher gar nicht vorliegt. Entweder ist also Kurz (sagen wir es vornehm) etwas uninformiert, oder von Anfang an war diese Behauptung, das sei ein Dauerproblem mit der FPÖ, eine aus strategischen Gründen benutzte Falschbehauptung. Würde Herr Kurz die geistigen Grundlagen der ÖVP kennen, wirklich kennen (und dazu müßte er nur ihre früheren Proponenten studieren), würde er nämlich auch verstehen, daß in den Augen des heutigen Mainstreams die ÖVP mit ihren christlich-konservativen Kernaussagen ... unter diesen Rechtsextremismusbegriff fiele. Zumindest liegt der Verdacht nahe, daß Kurz bereits seit längerem einen Weg von der FPÖ weg vorbereitete, und dazu den Sack schlug, aber den Esel meinte. Wer weiß, ob nicht auch diese Abgrenzungen der letzten Wochen, medial geschickt eins nach dem anderen gesetzt, einen ganz anderen Hintergrund hatten. Weil Kurz vielleicht - wie Böhmermann! - schon lange von der bevorstehenden Explosion wußte.

Vielsagend... van der Bellen und Kurz - Photo: Kronen Zeitung
Denn die ÖVP hat sich doch nicht von heute auf morgen "mit Kurz" geändert! Dieselben Leute im Hintergrund, dieselben Kräfte am Werk. In Wahrheit geht es ihr immer noch ums social engineering, worin sie sich seit Jahrzehnten so engagiert zeigt. Es geht um einen Umbau der ÖVP in eine liberal-linke Weltanschauungspartei, also um Täuschung der ureigensten Klientel, der traditionsbewußten ÖVP-Wähler. Und Kurz ist bereits genau so sozialisiert, vergessen wir das doch nicht. Vergessen wir auch nicht, daß Liberale immer dann "rechts" werden, wenn sie mal was stört, das sie aber selbst zu verantworten haben.

So daß der Plan der ÖVP von Anfang an - sogar deutlich erkennbar unterbrochen durch das Gegensignal, die geschickt regionalisierte, nichts desto weniger offizielle Unterstützung für den linksliberalen Alexander van der Bellen bei den Präsidentschaftswahlen! - war, das Lager der "Unzufriedenen", das die FPÖ zu sammeln begonnen hatte, zu sich herüberzuziehen. Indem man sich vorerst vergemeinte, Identifikation möglich machte - und nun wieder zurückläßt in der Hoffnung, es haften genug blaue Wähler an ihren türkisenen Kleidern. Nein, meinte schon Nixon, in der Politik passiert nichts zufällig.

Der Spiegel-Redakteur Martin Knobbe sagt eindeutig, daß er davon weiß, daß etliche Leute in Österreich schon einige Zeit von der Existenz dieses Videos wußten. Ah ja. Und von denen hat niemand irgendjemanden informiert, etwa die ÖVP, oder die SPÖ, ganz sicher, denn die waren ja ethisch auf Vollzack, haben die Würde eines Menschen - ja, auch H. C. Strache ist einer, schon mal gehört? - durch Diskretion geschützt. Diskretion als Basis jedes Menschenrechts? ÖVP? SPÖ? Medien?

Nullo commento.

Möglicherweise hat aber eben dieser Sebastian Kurz mit der Ausrufung von Neuwahlen seinen schwersten, den entscheidenden Fehler gemacht. Denn die Festlegung, die er damit verbunden hat, die FPÖ abzulehnen (weil er, so ließ er es gar verlauten, immer schon um diese Unmöglichkeit gewußt habe, aber durch die Unbeugsamkeit der SPÖ quasi zu dieser Koalition gezwungen war ... geht es noch erbärmlicher? Gehe es noch klarer vorhersehbar (angesichts der Bubi-Physiognomie eines Hutsch-Schnürzel-Muttibabys?), läßt es nur den Weg zur SPÖ offen. Nun beginnen sich die Dinge ineinander zu verkrallen. Mal sehen, ob Kurz da noch einen Ausweg findet. Oder endgültig bei den Linksliberalen landet.

Wie auch immer, es braucht nicht viel Phantasie vorherzusagen, daß wir in den nächsten Wochen und Monaten - sechs bis sieben Stunden Filmmaterial intimster Gespräche! - noch mit "Eröffnungen" der einen oder anderen Art konfrontiert werden. Die Perfidie entwickelt sich immer in Häppchen, denn man will das Flämmchen am Leben halten, das die Wasser kocht. Getreu, wenn auch anders als manche meinen, im Sinne des Wortes interpretiert: Wer sich mit Hunden zu Bett legt, wird mit Flöhen aufwachen. Das war einer der Grundfehler der FPÖ unter Strache, an eine geläuterte ÖVP zu glauben. Wer immer geglaubt hat, daß das eine Lösung wäre, daß die Probleme graduell, nicht kategorial wären, hat eben von Politik und Gegenwartsproblematik keine Ahnung.

Wobei wir nicht bestreiten, daß H. C. Straches geistiges Profil nicht gerade das eines fundierten, stringenten Geistesmenschen ist, wozu ihm einfach die Persönlichkeit - der Stand! - fehlt. Anders als Sellner im Video behauptet ist Straches Aufstieg keineswegs der Erweis von Tüchtigkeit (=Tauglichkeit), sondern der heute so typische Irrtum über Stand, Identität und Berufung, ja: über Politik. Die keineswegs aus ihrer Sachproblematik erwächst, sondern bei der Gestalt beginnt. Also beim Ort.

Denn ontologisch ist es falsch, worauf Sellners Sichtweise offenbar beruht: Das Sein (als Existenz, als Seiendes also) schafft sich vielleicht ein Bewußtsein, wie Marx sagt, ja, aber nicht den Geist. Der ist immer ontologisch strukturiert, und nur in Bezug auf das Sein selbst begreifbar. Man kann also nicht seinen Stand wechseln aus "Leistung". Und "nach oben" zu gelangen ist eine wesentlich andere Qualität als "in einem Stand sein". Der "nach oben Gekommene" wird immer seinen Stand nur "behaupten" können. Ort, Stand muß immer initial von außen kommen. Das Handeln folgt dem Sein! Nicht umgekehrt. Damit ist auch klar, daß Bewegungen wie die IB in ihrem innersten Kern links-liberale Erscheinungen sind.

***

Der erste Video-Schnellschuß von Oliver Janich enthält ebenfalls einige bedenkenswerte Aspekte.

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Ansonsten muß man die Sache einmal sacken lassen, um sie im Abstand besser einschätzen zu können. So werden wir dann die Wirklichkeit besser erkennen können, mit der wir es hier zu tun haben, und die erste und emotionale Eindrücke immer einmal vernebeln. Aber vielleicht mündet alles dort, wohin der VdZ immer mehr kommt: In ein Begreifen, daß hier jemandem ein kaum faßbares Unrecht getan wurde. Das in Worte schwer zu fassen ist, aber umso gewaltiger ist. Weil es die Person eines Menschen zerstören möchte. Der zwar um einige Stufen zu hoch gegriffen hat, gewiß, aber nichts desto trotz ein Anrecht auf Würde und Respekt und Wahrung seiner persönlichen Integrität hat.

Jetzt, wann denn sonst, wären die Priester und Bischöfe gefragt, die in ihrem Abgrenzungswahn, um ihre menschliche Inferiorität zu verbergen und sich einzuschleimen, solch eine Menschenhatz sogar noch begünstigt haben. Jetzt wären sie gefragt, um diesen Menschen, H. C. Strache, von dem der VdZ sich immer distanziert hat, aus oben beschriebenen Gründen und hier nachzulesen, dennoch zu schützen, und zu einem Ende der Hatz aufzurufen. Im Namen der Christlichkeit, im Namen der katholischen Pflicht, steht auch die Kirche vor einer Nagelprobe, deren letzte sie ohnehin allesamt mit Bomben und Granaten versemmelt hat.** Aber einmal muß auch damit Schluß sein. Wie sagte Kurz? Genug ist genug!

Und wieviel da sogar auf der vorgeblichen Anklägerseite geklärt, auf seinen sachlichen Corpus gereinigt werden muß, zeigt schon dieses aktuelle Interview mit einem Spiegelredakteur am nächsten Morgen (also heute). Der davon spricht, daß z. B. die Aussagen zur Parteienfinanzierung durch Großspender in jeder möglichen Form fallen, also keineswegs zeigen, daß das Video belege, DASZ solche Parteispenden bereits getätigt wurden oder werden. Dennoch wurde aber in den Massenmedien diese Anschuldigung durch selektive Auswahl der kolportierten Aussagen so formuliert. Sinngemäß gilt dasselbe für die angeblich versprochenen Staatsaufträge.

Wer den derzeit zur Verfügung stehenden Videoausschnitten genau zuhört wird sogar sehen, daß Strache keineswegs solche Aufträge als Gegenleistung verspricht, sondern der (vermeinten) Oligarchin einen Weg nennt, wie sie an den Staatsaufträgen profitiert. Dazu muß sie ein Qualitätsangebot schaffen, Strache sagt das wörtlich, denn ginge es nach ihm, würde er sofort den Reihen-Auftragnehmer STRABAG-Haselsteiner (der offen die Opposition unterstützt, mit Geld, selbstverständlich) in die Wüste schicken.

Aufträge, die Haselsteiners STRABAG (übrigens, das nebenbei: Mit dem russischen Oligarchen Deripaska als Teilhaber, den Haselsteiner sogar vor der Pleite bewahrt hat, und der dafür die Großaufträge in Rußland - Sotschi! - gesichert hat) bis 2017 ganz sicher unter der ÖVP-SPÖ-Koalition ohne jedwede politische Intervention, aus rein objektiven Gründen sozusagen, erhalten hat. IN Wahrheit muß man sich aber beim Studium der Videoaufnahmen sogar fragen, warum Strache nicht mehr eingeknickt, sogar unter Alkoholeinfluß relativ standfest geblieben ist: Nichts außerhalb der Rechtsordnung, sagt er immer wieder.






Nachsatz: Zur Überraschung aller hat sich Strache auch für das Weiterverbreiten von Berichten über Kurz entschuldigt. Woraufhin das große Rätselraten einsetzte, was er damit gemeint haben könnte. Vielleicht ... diese Passage?


**In der Hölle wird genau das geschehen: Es ist alles offenbar, und die Bestandteile sind kaum oder gar nicht unterschieden von den Bestandteilen auf der Welt, die auch jene vorzuweisen haben, die in den Himmel gelangt sind. Was aber in der Hölle fehlt - und erst das ist der Stoff, aus dem das Gute ist, erst das ist der Stoff der Vernunft - ist die Ordnung. Was fehlt ist der liebende, wohlwollende und damit die rechte Ordnung (=Person) schaffende Geist.




*180519*

Gottes eigenes Volk (8)

 8. und letzter Teil) Von wem stammt Jesus ab? - 
Und: Einige Nachträge



Jetzt so zu tun, wie Roy H. Schoeman in "Das Heil kommt von den Juden", als würde über die "Blutsverwandtschaft" zur Gottesmutter Maria und ihrem Sohn Jesus, wahrer Mensch (also einem Volk zugehörig!) und wahrer Gott (also ein Volk schaffend! das Volk geht mit ihm, nicht er mit dem Volk!), das alte Privileg der "Juden" bewahrt, ja in nichts geschmälert wäre, sie müßten nur Jesus als Messias anerkennen, ansonsten aber Juden bleiben, ist schlicht falsch. Ja, man muß es sogar als Versuch deuten, das Christentum zu kapern, und in der Heilsökonomie zu einer jüdischen Angelegenheit zu machen, bei der die katholische Kirche froh sein kann, als Parallelkirche auch ein wenig mitnaschen zu können.

Auch die Verheißung Gottes (wie in 2. Samuel, 7-14), daß sich die Herrschaft des "Hauses David" auf ewig erstrecken werde, bezieht sich dezidiert auf die geistige Vaterschaft Gottes selbst. ER ist es, der den Thron aufrichtet, von Geschlecht zu Geschlecht. ER ist das Haus, von dem die Rede ist, und es geht mit ihm, ER sucht seinen irdischen Träger. Es geht nicht mit qua irdischer Zeugung über eine irdische "Blutslinie" (männlich oder weiblich), was auch den Stammbaum Jesu Christi (s. Matth. 1) nicht verstehbar machte. Für den gleichfalls Josef nur in diesem geistigen Sinn "Vater" gewesen sein kann, in ihm wäre also jede irdische Blutslinie sowieso unterbrochen. (Eben nicht - sie wird zu ihrer Vollgestalt erfüllt, der geistigen Vaterschaft.)

Was interessant ist, weil es Auskunft über dieses sehr irdische Verständnis von "Vaterschaft" bei den  Juden gibt, die Christus als Abtrünnige bezeichnet hat (siehe unter anderem das Johannes-Evangelium mit zahlreichen Stellen dazu): Die talmudischen Juden unterstellen der Gottesmutter Maria, in einem "Seitensprung" Jesus empfangen zu haben (während die Kaballa sinngemäß meint, daß der Rabbi Jesus ein mächtiges Wirkwort "gestohlen" und seinen messianischen Anspruch darauf gegründet habe), denn damit ist diese Blutslinie tatsächlich unterbrochen, unterfüttert also auch die Ablehnung von Jesus als göttlichen, inkarnierten Erlöser als dem Judentum immanent, als dessen Merkmal.* Wenn man vom "Volk der Juden" sprechen kann (zum Unterschied von den Bewohnern Israels), dann muß man also nach deren Vätern, nach deren geistigem Sammelpunkt suchen. Und das sind die Rabbiner, das ist der Talmud.**

Die einen Gründungsmythos pflegen, der sich im Zionismus seinen markantesten Ausdruck sucht, in der Haltung des tikun olam (Heilung der Welt) ihre Aufgabe, und in einer auffälligen Betonung der einstigen Berufung zum Volk Gottes ihre Legitimation sieht, weil der Wille Gottes auch heute noch mit ihnen geht - obwohl sie es im tiefsten Inneren besser wissen. Was sich auf fatale Weise mit historisch-politischen Agenden (der Gründung und dem Bestand des Staates Israel) vermischt, weil nun diese rechtfertigen soll.

Aber die Herrschaft Gottes, als solches Königtum, als solche Vorsehung Gottes in Jesus Christus über dem Volk Gottes hat sich anders verwirklicht. Sie hat sich aus der Geschichte mit EINEM Volk zur Geschichte mit der gesamten Menschheit durch Tod, Auferstehung und Himmelfahrt vollendet - in der Kirche, der Gemeinschaft der Getauften, die sich potentiell auf die gesamte Menschheit erstreckt, gerufen zum EINEN Volk Gottes. Als Ganzes eines mystischen Körpers, die die Getauften in Christus, dem Haupt, sind, nicht als Summe von Teilen.


Nachtrag: Wie der VdZ hörte, wird das Buch von katholischen (sich als "der Tradition verbunden" bezeichnenden) Priestern als im Sinne des traditionellen Katholischen empfohlen. Das ist empörend. Entweder haben diese Priester das Buch gar nicht gelesen, oder sie haben durch die über 300 Seiten keine Essenz herausgefunden (was freilich noch verständlich wäre, denn dazu brauchte man schon eine geraume Zeit) und sie an ein paar Sätzen festgemacht (für die gilt, daß immer mit Teilwahrheiten am besten gelogen werden kann), oder sie haben Mängel und Vernunftprobleme anderer Art, über die hier zu spekulieren sich der VdZ aber verkneift. Denn allzu oft meinen "der Tradition verbundene" Kleriker, sie könnten vieles ignorieren, weil sie sowieso im Besitz der Wahrheit seien. Während ihnen die Seelen der Menschen in Wahrheit recht gleichgültig sind.

Nachtrag II: Noch ein Wort zu Edith Stein, die Schoeman ebenfalls für seine Aussagen mißbraucht. Ja, die katholische Nonne und Philosophin, wenn nicht Mystikerin, von deren Schriften der VdZ einige kennt und schätzt, kam ins Konzentrationslager, weil sie von einer jüdischen Familie abstammte. Dem Blute nach. Aber sie nahm ihren nahenden Tod als Sühne für die Sünden der Juden, nicht für sie als "Volk Gottes" also, sondern weil sie diesen Status verweigert haben. Genau diese doppelte Unschuld, die Stein somit an der Judenverfolgung hatte, war die Folge der Sinnlosigkeit, die sie für die Bekehrung der Juden aufopferte. Aber ganz sicher nicht kann man sagen, daß sie eine "Märtyrerin des Judentums" gewesen ist, worauf Schoemans Buch hinausläuft.


*Wie hier schon vordem gezeigt, ist das Verständnis eines göttlichen Erlösers bei diesen Juden des "Judentums" damals wie heute ausschließlich "irdisch" verstanden. Ein Erlöser wird nach wie vor als jemand erwartet - wie damals! - der als konkreter, mächtiger König konkrete Ordnung auf der Welt schafft, und sei es durch Krieg. Jesus selbst hat dem widersprochen: Mein Königreich ist nicht VON dieser Welt. (Wohl aber IN dieser Welt.) In dieser Verhaftetheit ans Irdische gründet sogar die Gesetzesverkralltheit des Judentums, die Ineinssetzung von Gesetzeserfüllung und Heilstat. Aber dem Christen ist in Jesus alles durch diesen getan, ist sein Handeln nur in geistiger Hinsicht entscheidend, ist das Wesen der Sünde primär ein Verstoß gegen die (im Geist Gottes geschriebene) Ordnung des Seins, wie es sich im Heiligen Geist erschließt (der uns "alles" sagt, also mehr, als Jesus wörtlich sagte, erweiternd, niemals im Widerspruch.) 

Zwar ist das irdische Tun damit keineswegs bedeutungslos, aber nur der Träger des heilswirksamen Tuns bzw. des Geistigen ist, also in gewisser Hinsicht "relativ", nicht absolut, außer - im Sakrament, das (in geistiger Dimension, die als Väterliches Wort - forma - das Irdische durchformt) bewirkt, was es bezeichnet. Alles andere wäre Götzendienst, Idolatrie.

**Erneut sei auf den Film "A Serious Man" der Gebrüder Coen hingewiesen. Diese Filmemacher, vor deren Scharfsicht der VdZ größten Respekt hat, haben darin die schärfste Kritik am Judentum formuliert, die denkbar ist. Wohl nur weil sie selbst Juden sind, werden sie nicht als "Antisemiten" beschimpft, wie es sonst jedem passiert, der das Judentum oder Israels Politik kritisiert. Denn sie zeigen perfekt, wie sich diese Anti-Logos-Haltung ganz konkret im Lebensalltag auswirkt: Sie macht völlig orientierungslos. Die Juden, also die Mitglieder der jüdischen Gemeinde, werden zwar überschüttet mit Sophistereien und Worten und vermeintlich "alten, heiligen Gebräuchen", aber alles ist in sich völlig irr und inkonsistent.

Mehr noch: Genau in dieser jüdischen Eigenart, die sich speziell nach der Tempelzerstörung 70 n. Chr. entwickelt hat, alles in sinnlose Kapriolen zu zerreden, zeigt sich die Tragödie der Loslösung vom logos. In der das Sprechen absurd entwertet, ja Instrument der Lüge wird. Unfaßbar, dabei umso beklemmender, weil so realistisch, wie im Film der Proponent die absurden Wohlwollensschwüre und -gesten des Liebhabers seiner Frau über sich ergehen läßt, während ihm dieser nicht nur die Frau, sondern auch das Haus und den gesamten Besitz abnimmt. Und der Mann ist nicht einmal in der Lage, sich zu wehren! Und die Rabbiner raten ihm dazu, nachzugeben, ja feiern dann sogar noch eine "Scheidungszeremonie", die den Gehörnten völlig über den Tisch zieht und wehrlos macht ... Alles läuft gegen jede Vernunft! (Übrigens: Dieser Film ist auch die beste Entlarvung des Wahnwitzes, der manche katholischen Kreise befallen hat, die genau solche Zeremonien für ontologisch verkehrte Situationen fordern. In "A Serious Man" sieht man, was sich dabei wirklich abspielt.)


Damit definiert sich dieses (heutige) Judentum als bloße Religion sich geheimnisvoll-mystisch gebender Arkana-Priester (Rabbiner), in deren geheiligten Händen und hermetischen (also gut geheim gehaltenen, weil sowieso niemandem verständlichen) Worten Wohl und Wehe aller liegt. Denn der einfache Gläubige ist nicht in der Lage, eine Aussage über Sinn und Ordnung der Welt zu treffen, die Religion gibt ihm das nicht. Also braucht er die Rabbiner, die ihm dann allen möglichen, ja den absurdesten Unsinn erzählen können und dabei im Maß der Unverständlichkeit so tun und wirken, als würden sie gerade das fünfte Evangelium offenbaren.



*230319*

Warum sämtliche Klimastudien irren (1)

Dieses Video ist wirklich empfehlenswert. Es gibt erst einmal nicht nur einen ausgezeichneten Überblick über das Thema Klimawandel, was es auf einfache Art macht, daß wirklich jeder es verstehen kann, sondern es weist auf etwas Gravierendes hin - Warum sämtliche Klimaforscher irren. Die These stellt Ben Davidson auf, und er gilt als Außenseiter, wie EIKE schreibt sogar als "Däniken der Klimaforschung". Warum? Weil auch Davidson den außerirdischen weil kosmischen Einflüssen auf die Erde den entscheidenden Einfluß zuschreibt. Allerdings postuliert er qua "Indizien" (wie Däniken) nicht irgendwelche Marsmännchen, sondern geht von verifizierten Faktoren aus.

Dennoch, das sei vorweg gesagt, wird Davidson als "Verschwörungstheoretiker" ins Eck gestellt. Wer sich aber das Video (leider nur in Englisch) ansieht, wird lange nachdenken müssen, warum das so ist. Denn erst einmal müßte man nachweisen, daß das falsch ist, was hier gesagt wird. Das nämlich dem wenigen übers Klima "Gewußten" so gar nicht widerspricht. (Anm.: Das Ausmaß des Einflusses des CO2 aufs Klima wird NICHT gewußt, sondern nur behauptet. Seltsamerweise wird aber jeder, der mit diesem Postulat nicht einverstanden ist, augenblicklich der Mantel der "Unwissenschaftlichkeit" umgehängt.)

Die gegenwärtige Wissenschaft vom Klimawandel übersieht nämlich diese seiner Ansicht nach aber grundlegenden Faktoren. Der Fehler, der diese nicht "bemerken" läßt ist, daß die Aktivität der Sonne nur durch die Menge an UV-Licht gemessen und als Einflußfaktor herangezogen wird. Der wirkliche Energietransport von der Sonne zur Erde, ihre wirkliche Einflußnahme erfolgt aber auf ganz andere Weise. Und er hängt mit einer direkten Korrespondenz irdischer Verhältnisse mit solaren Einflüssen zusammen. Würde man das Gewußte einfach überleiten in Gewirktes, dann würden diese Faktoren in ihrer Mächtigkeit auch erkannt werden können. Aber will man sie vielleicht gar nicht erkennen?

Dabei ist doch bekannt, und es ist meßbar, daß die Sonne mehr Wirkungen auf die Erde ausübt als das UV-Licht. Letzteres ist nur am leichtesten erfaßbar. Denn wenn sie hoch aktiv ist, blockiert sie durch die Turbulenzen in ihrem eigenen Umfeld den Transport von UV-Licht. Die Folge ist eine Abkühlung auf der Erde. Die meisten Klimamodelle gehen davon aus, daß das dem UV-Licht alleine zuzuschreiben ist. Also werden sämtliche Temperaturveränderungen auf der Erde angesichts der dort gemessenen (höheren oder gleichbleibenden) Temperaturen dem menschlichen Handeln zugerechnet. Klartext: Alles, was die Sonne sonst noch so macht, wird dem menschlichen Einwirken zugeschrieben.

Man läßt aber damit den elektromagnetischen Einfluß der Sonne völlig weg. Nicht nur das, man ignoriert in so gut wie allen Modellen die irdischen Zyklen, die Ozean-Oszillationen, die Dynamik der Atmosphäre, weil man sagt, das sei deshalb uninteressant, weil es nur ein internes "Herumrühren" wäre. Nur der Zufluß von Energie durch die Sonne, den nur das UV-Licht bewerkstelligt, sei von Bedeutung, sodaß man den menschlichen Einfluß erkennen kann. Als das also, was auf der Erde als Eintrag bleibt. Der Rest muß damit menschengemacht sein.

Das ist falsch, sagt Davidson. Denn es gibt zwei bedeutend mächtigere Einflußfaktoren, die vom UV-Licht unabhängig sind: Die kosmische Strahlung (aus Ereignissen im Kosmos, wie die von Supernovae) als Zufluß von elektromagnetischen Partikeln, die sich u. a. auf die Wolkenbildung auswirken. Und dann aber die Einwirkung der Sonne über elektromagnetische Wellen und elektromagnetische Felder, neben dem spezifischen Partikeleintrag, der ebenfalls durch die Sonne auf die Erde wirkt. Hohe Sonnenaktivität bewirkt somit eine Erwärmung auf der Erde, geringe Solaraktivität Abkühlung, weil die Luftwirbel in der Atmosphäre und der Jet-Stream im Norden weniger stark sind. Damit erhöhen sich bei niedriger Solaraktivität auch die "Extremwetter".

Sämtliche wissenschaftliche Papiere stimmen darüber überein, daß es einen direkten Zusammenhang zwischen der Solaraktivität und der Strömungsdynamik der Atmosphäre gibt. Auch den Zusammenhang zwischen El Niño-Phänomenen - hohe Solaraktivität bringt starke El Niños, schwache Solaraktivität schwache El Niños - bestreitet niemand. Je extremer (nach oben oder nach unten) die Sonnenwerte, desto extremer die atmosphärischen Strömungswerte. Diese wiederum sind sowohl horizontal wie vertikal jene Zwischenräume (wir vereinfachen, das Video zeigt in dreidimensionaler Darstellung sehr schön, was gemeint ist), die aus den Spannungen zwischen den einzelnen Klimazonen entstehen. Wie der Jetstream, der aus den Spannungen zwischen der Polarzone und nördlicher Mittelzone entsteht (die wiederum an die Äquatorzone angrenzt, zwischen denen ein nächster Strom entsteht.)

Noch einmal: Der direkte Energieeintrag durch UV-Licht ist gering, und beträgt gerade einmal 0,1 Grad Celsius. Das meiste passiert auf der Erde selbst*, aber nicht isoliert, sondern in Wechselwirkung mit weiteren kosmischen Vorgängen. Schon die Auswirkungen der Sonnenaktivität (Solarstürme, Solarwinde) auf die thermische Strömung in der Atmosphäre sind bedeutend größer, haben aber einen trägen Ablauf, weshalb sie nicht so einfach zu identifizieren sind und mit Verzögerung von Ursache und Wirkung ablaufen. (Zwischen hoher Solaraktivität und starken El Niño-Phänomenen liegen ein bis drei Jahre.)

Anders die Auswirkungen der elektromagnetischen Rückkoppelungen: Sie laufen unmittelbar und in direktem Zusammenhang mit der Sonnenaktivität ab und wirken sich nicht nur sofort, sondern sehr stark (weil vor allem auf die vertikalen Strömungsbedingungen in der Atmosphäre) aus. Über diese Zusammenhänge besteht in der Wissenschaft praktisch völliger Konsens. Und das seit 140 Jahren.



Morgen Teil 2)







*Der VdZ hat einen Text in Arbeit, in dem er zeigen möchte (es wird aber noch dauern, es fehlen noch einige Klarheiten), daß sich die Erde aus ihrem Tätigsein - also nur aus ihrem Selbstsein heraus - erwärmt bzw. in Temperatur hält. Seine erste, grobe These wird diesen Samstag auf diesem Blog erscheinen.






*090319*

Sonntag, 19. Mai 2019

Der Stoff, aus dem Demokratie gemacht ist (1)

Aus gegebenem Anlaß einer der seltenen aktuellen Einschübe:

Was ist Neues an dem, was sich aus dem "Ibiza-"Video ergibt, das angeblich skandalös und angeblich erhellend ist, das wie ein Erdbeben Österreich und die Schlagzeilen bestimmt? Und zum Rücktritt von H. C. Strache samt seinem Adlatus, John Gudenus jun., und zur Auflösung der Regierung durch den Kanzler Sebastian Kurz am 18. Mai 2019, nur etliche Stunden nach der Veröffentlichung des genannten Videos durch die deutschen Zeitungen Spiegel und Süddeutsche Zeitung führte.

Fast muß man sagen, daß diese Falle - die ganz offen als solche einbekannt wird, sogar Süddeutsche und Spiegel sprechen davon - gar nicht wirklich funktioniert hat. Was Strache da im Suff von sich gibt, ist irrelevant einerseits, und anderseits einfach das, was jede Partei in einer Demokratie unserer Spielart überlegt und anstrebt. Die sich privat finanziert, und auch die Herrschaft über die Vierte Gewalt, die Presse braucht. Jede andere Partei möge sofort vor Gottes Angesicht treten und bekennen, daß sie nicht GENAU SO denkt. Und handelt.

Was Bundespräsident Alexander van der Bellen bei seiner abschließenden Stellungnahme am Samstagabend um halb neun Uhr sagte, daß "die Österreicher nicht so sind", stimmt deshalb einfach nicht.* Wer in der Liga "Staatsführung" der Politik spielt, muß nahezu so denken und handeln, wie es sich im Video darstellt. Er muß über Medien mit Einfluß nachdenken, über Finanzierung, usw., denn es ist naiv so zu tun, als wären die Medien unabhängig von der Politik. Gerade die Kronen Zeitung lebt (auch) von Staatszuschüssen, und in ihrem Ableger heute von Anzeigen, als verdeckte Finanzierung durch die Politik - natürlich ohne Gegenleistung ... Daß in der Politik überhaupt nach etwas anderen als alltäglichen Maßstäben gedacht und gehandelt wird, zeigt alleine die Entstehung und Veröffentlichung dieses (für sich gesehen unsäglichen, gewiß) Videos. Noch etwas: Dieser Mann, der bei jeder Gelegenheit die "Freiheit der Abtreibung" verlangt hat - dem Gesetz nach immer noch Mord, bitte schön! lediglich straffrei gestellt - wagt es glatt zu sagen, daß er nicht dulde, daß den Menschen gegenüber "kein Respekt" entgegengebracht würde. Was soll man da noch sagen?

Und genau derselbe Alexander van der Bellen kündigt dann an, daß die Justiz einzuschalten sei, um alles zu prüfen und gegebenenfalls zu ahnden. Dann darf man sich somit umso mehr wundern, daß er die gesetzeswidrige und von langer Hand mit höchster Präzision - auch in seinen zeitlichen Zusammenhängen - geplante Investigation lobt, also gar nicht damit meint.

Das tut immerhin noch Sebastian Kurz in seiner Stellungnahme, in der er Neuwahlen ankündigt. Und sich dabei, übrigens, auf eine Weise festlegt, die nur auf ein Wiederaufleben einer großen Koalition aus ÖVP und SPÖ hinauslaufen kann.

Heinz Christian Strache hat sich aber auch als das gezeigt, was er ist, und immer war, da ist nichts Neues zu erfahren. Sein bislang größtes Format zeigte er dabei noch in seiner Rücktrittserklärung. Der VdZ hat auf diesen Seiten immer und aus genau diesen Gründen gehörigen Abstand zu ihm gehalten. Diese persönlich-sittliche, geistige Schwäche alleine hat garantiert, daß unter diesem Mann keine wirkliche Korrektur möglich ist. Der Leser möge die bisherigen Stellungnahmen an diesem Ort nachlesen.

Dennoch ist der Grundfehler, daß die Tatsache, daß etwas zu denken und darüber zu sprechen, zwei verschiedene Dinge sind. Es gibt gute Gründe, Tagebücher und intime Aufzeichnungen und Gespräche verborgen zu halten. Sie sind etwas völlig anderes, neutrales Vorfeld, Spielwiese zu dem, was dann geschieht. Insofern ist das Video nicht durch seine Inhalte ein "Sittenbild" Österreichs, als das es apostrophiert wird. WAS das Sittenbild ist, ergibt sich daraus, daß diese Falle aufgebaut und nun so verwertet wurde. DAS sagt aus, wie es in dieser Demokratie zugeht. Wenn van der Bellen sagt, daß das Video ein Beweis sei, daß die Vierte Gewalt "funktioniere", dann läßt einen das ziemlich sprachlos zurück.

Gehören zur Vierten Gewalt also auch Recherchen und Methoden, die außerhalb des gesetzlichen Rahmens laufen? Heiligt plötzlich doch der Zweck die Mittel, oder zumindest dann, wenn es einem in den Kram paßt? Und der Umstand, daß das Video erst zwei Jahre (und paßgenau vor den EU-Wahlen) lanciert wurde, daß also in Ruhe abgewartet wurde, bis sich die ÖVP-FPÖ-Koalition etabliert hat, so daß der Knall umso lauter wird, spricht nicht gerade für den Edelmut des vorgegebenen Motivs, Schaden von Österreich abzuwenden. (Die Kronen Zeitung IST übrigens mittlerweile zur Hälfte verkauft, das nur nebenbei.)

Hier wurde nicht recherchiert, hier wurde inszeniert. Man hat nichts "aufgedeckt", man hat nur diskreditiert.

Oder, wie es Boris Reitschuster auf Tichys Einblick formuliert:, der den Fall Strache sogar einen furchterregenden Damm- und ethisch verwerflichen Tabubruch im Journalismus nennt: [...] ich bin felsenfest überzeugt: Sehr, sehr viele Gespräche von Politikern wären, sollten sie an die Öffentlichkeit kommen und entsprechend zugespitzt geschnitten werden, geeignet, ihren Ruf massiv zu beschädigen. Ein Ruhmesblatt in der Geschichte ist dieser Journalismus sicher nicht, im Gegenteil, er ist eine massive Beschädigung unserer demokratischen Kultur.

Und wer die 4.500 "spontanen" Demonstranten vor dem Bundeskanzleramt sah, mit ihren Transparenten "Strache Nazi" oder "Neuwahlen", die seltsamerweise in die Fernsehkameras eine verblüffend gleichlautende Begrifflichkeit ablieferte, wer dazu die gezeigte Aggressivität sah, während die "spontanen" ohrenbetäubenden Musikkakophonien abliefen, dem könnte sogar ziemlich Angst und Bange werden. Diese Leute haben jedes Gefühl für Moral verloren, und fordern genau das - Moral. Welche? Ihre? Na danke, so eine Hölle kriegen wir auch um weniger Geld.

Und schon zu später Stunde brachten die Medien die Meldung des burgendländischen Landeshauptmannes Doskozil (SPÖ), der seit Jahren - sehr erfolgreich (wie er selber sagt) - mit der FPÖ in Koalition das kleine Bundesland regiert. Nun sei alles aber neu zu überlegen. Ach ja? Ist nicht diese bestens funktionierende Koalition der SPÖ mit der FPÖ seit je Plänen, die FPÖ auf den Mistplatz zu schieben, um endlich mit der ÖVP auf Bundesebene wieder ins Bett zu hüpfen, im Wege? Und könnten somit die Aussagen von Kurz, mit der FPÖ sei einfach nicht zu koalieren, seltsam konterkarieren? Betrüblich, denn inmitten dieser unsäglichen SPÖ-Gesichter stach Doskozil in seiner Vernunftbereitschaft bislang völlig heraus.

Dennoch bleibt ein nüchternes Fazit. Politik kann keine Aufgabe von Emporkömmlingen sein. Sie kann kein Karriereweg sein, auf dem jemand "etwas werden" will. Das Ergebnis ist, was man nun sieht. Schon gar in einer "Demokratie", die die Strukturen, die Institutionen in den Hintergrund gedrängt hat und alles auf die sittliche Qualität der Proponenten anlegt. Jeder Mensch ist ein Sünder, jeder hat seine Schwächen. Politik kann darauf niemals aufgebaut werden. Das hat zu dem Fehler verleitet, angebotene Macht anzunehmen. Solche Bewegungen - das macht die Bundes-AfD vielleicht besser - haben unleugbar eine Korrekturfunktion. Ob sie jedoch taugen, Regierungsverantwortung anzunehmen, darf hinterfragt werden. Parteiendemokratie führt zwangsläufig - aus der Eigendynamik, die neu ins Spiel kommt - zu einem Filz von Korruption und Kalkül. Sich zur Partei zu machen ist also mehr als eine ästhetische Frage.

Und genau diese Schwäche hat Heinz Christian Strache dazu gebracht, die Ideen, die er zu vertreten vorgab, bis auf die Knochen zu desavouieren. Von Gudenus, dem Generalsekretär der FPÖ, wollen wir gar nicht reden. Jungspunde in einer Staatsform, die auf sittlich-charakterliche Qualität aufbaut, als Repräsentanten zu wählen ist an sich schon eine geistige Verirrung, und sie kommt aus demselben Prinzip: Der Verlagerung von öffentlicher Repräsentanz auf "Leistung", nicht auf ein Amt, eine Struktur, die von der Person, die sie inne hat unabhängig ist und eine Gestalt (als Potenz) in sich trägt. In einer Monarchie - als Gegenbeispiel - regiert die Monarchie, der Repräsentant ist nebensächlich. Während der Sockel aus Ideen und Tagesfragen - in Räten, Beratungsgremien etc. - nur bis an ihre Schwelle reicht, und das Versagen von Menschen keine Staatskrise auslösen kann.

Nur über eines sollte man sich nicht täuschen: Die Menschen wissen längst, wie es in der Politik zugeht. Was Strache hier sachlich "offenbart" ist nichts sonst als eine Offenbarung üblicher Praxis, die nur einen Vorteil hat: Die etablierten Parteien haben mehr Einfluß auf die Medien, und somit kommt vieles nicht so ans Tageslicht, wie hier. Oder warum glaubt der Leser gibt es zum Beispiel derzeit den Untersuchungsausschuß über die Vorgänge rund um den Kauf der Abfangjäger vor 15 Jahren?

Der entscheidende Schritt war, über diese Hintergründe offen und dermaßen naiv zu sprechen und zu riskieren, daß sie den intimen Raum verläßt. Denn hier geht es tatsächlich um zwei verschiedene Dinge: Verborgenes Aufdecken ist eine eigene, neue Qualität. Sogar Die Welt äußerst sich in diesem Sinne durchaus kritisch zur Affaire und schreibt, daß so ein Vorgehen stets typisch für Geheimdienstarbeit war.

Aber das Aufdecken "geheimer Gedanken" ist peinlich, gewiß, es ist kompromittierend, gewiß. Aber aus eigener Erfahrung (auch dem VdZ wurden intime Aufzeichnungen in großem Umfang entwendet und öffentlich gemacht) kann man sagen, daß die Hoffnung, nun würde sich "die volle Wahrheit" offenbaren, nicht begründet ist, wenn man meinte, das Geheimnis, das jede Person ist (und in dem er alleine vor Gott steht, immer) aufzubrechen, würde mehr "Wahrheit" bringen. Person heißt "Selbstordnung", und darauf kommt es an, dort, im Bezug auf den Ort, die Aufgabe eines Menschen, entscheidet sich Moral und Handlungsqualität. Und wie Alkohol dieses Ordnungsvermögen angreifen kann, wissen wir wohl alle. Inhalte, Material an sich darf nie ausreichend für ein Urteil sein, denn es ist omni-vok oder multi-vok.

Wer es anders interpretiert als der Besitzer oder Urheber dieses Materials es im Normalzustand tut, das heißt an seinem generellen Lebensort, hat entweder keine Ahnung vom Menschen, oder will ihm Böses tun. Denn es ist das bewußte Herbeiführen einer Situation der Schizoidität, die das Opfer in eine ausweglose Enge treibt, weil ihm aufgrund der okkupierten Finalform von Handlungsurteil - Sprache - jede Möglichkeit nimmt, sein Selbst aufrecht zu halten, wenn er nicht zu einer Selbststärke gelangt, in der er am Vor-Gewußten des Wissens festhält. Deshalb kann man mit voller Berechtigung sagen, daß das, was sich hier zeigt, klar mit Dämonie zu tun hat, denn so eine Situation ist tatsächlich Hölle*. Allerdings ... auf beiden Seiten. Auch in der Selbstauflösung und -preisgabe.

Und damit sind wir wieder bei der Anfangsthese gelandet. Denn Dämonie ist der Stoff, aus dem unsere Form der Demokratie gemacht ist, egal von welcher Seite man sie ansieht. Wer damit nicht umgehen kann, sollte die Finger davon lassen. Denn wer sich mit dem Teufel ins Bett legt, wacht in der Hölle auf. Deshalb kann Politik nie - wie es heute aber üblich ist! - über "Leistung", also Funktion, Technik bewegt werden. Denn diese Integrität hat nur das Personsganze, und das ist immer auf den Ort bezogen, also auf Stand, aus dem alleine Auftrag hervorgeht. Weil Politik eine Frage des Amts und der Strukturen ist. Wo immer Menschen antreten, zu "verändern" - wenn es sich nicht auf das Reinigen bezieht, also das Re-formieren, das Herstellen des früheren, besseren Zustands, was aber alleine schon Emporkömmlinge ausschließt - ist ihr Scheitern vorprogrammiert.





*Wenn, dann muß man in anderen Fällen sagen: SO ist Österreich nicht. So wollen es nur sehr viele machen: Zur Exzeß-Disco. Aber solch ein Event hat dieser selbe Bundespräsident natürlich immer unterstützt, der gestern doch glatt wagte, das Wort "Heimat" in den Mund zu nehmen.




*180519*

Gottes eigenes Volk (7)



Teil 7) Wer sich bekehrt und taufen läßt, kann kein Jude mehr sein!




Wer Christ ist, kann nicht "Jude bleiben". Und das dann noch durch hineingemischte Blutsgeschichten zu verwirren, auch wenn jedes irdische Volk auf eine oder seine Weise "Blut" hat. Aber nicht Blut macht zum Mitglied eines Volkes, sondern Geist. Das Blut ist dann zufällig und in dieser Hinsicht unbedeutend. Kein Hindu kann Hindu bleiben, kein Moslem Moslem. Und kein Jude Jude. Und auch kein Dieb ein Dieb. Aber - wenn wir es schon so aufzäumen - ein Israelit Israelit. Ein Palästinenser Palästinenser. Ein Sachse Sachse. Ein Norweger Norweger. Ein Bad Lurchstädter ein Bad Lurchstädter. Und ein Wolgafischer Wolgafischer. Schoeman macht hier also ein ganz anderes, politisches Problem deutlich, das mit dem Zionismus und seinen Folgen zu tun hat. Wie immer man über den Staat Israel heute denken mag, daß dort sieben Millionen Bürger leben ist ein Faktum, wenn auch gewiß ein vielfach schwieriges und ... ja, auch das: schuldbeladenes.

Denn der Leser möge überlegen: Wenn also die (auch von Schoeman vertretene) Idee eines Volkes, das von Gott höchstselbst beauftragt wie ermächtigt wurde, sich um jeden Preis ein Land anzueignen, fällt, was ist dann die Gründung eines jüdischen Staates Israel, die vorweggegangene Landnahme anderes als ... Der Leser möge es selbst weiter formulieren und überlegen, was das mit "Recht" zu tun hat. Wenngleich man natürlich nicht mehr sagen kann, daß die heute schon sieben oder acht Millionen Israeli einfach zu ignorieren sind. Aber alle, alle Israeli haben mit einer Problematik massiver Schuldbeladenheit zu tun, die nicht einfach vom Tisch zu wischen ist.

Die Grundargumentation des Zionismus, der zur Gründung von Israel geführt hat, ist also schon das (a-logische) Problem und Ursache so vieler Verwirrung: Der Anspruch einer bestimmten Religionsgemeinschaft, Gott habe ihr dieses Stück Land zugesprochen, und das gelte für immer und heute. Nebenbei: Selbst solches Land kann man verlieren, weil den Anspruch darauf verspielen. Und das haben die Juden durch die historischen Ereignisse eben verspielt. Mit gleichem Recht könnte sonst der VdZ die Grafschaft Glatz für sich reklamieren. Als Gott ihn schuf, schuf er ihn als Nachfahre von Schlesiern ... Es widerspräche jedem Gebot der Klugheit, und mehr: Der Vernunft.

Anderes zu sagen, zu sagen die Juden bestünden nach wie vor als Volk Gottes, müßten sich also nicht bekehren, taufen lassen, Katholiken werden, sondern einfach Jesus "anerkennen", das war's, ansonsten Juden bleiben, also den Judaismus als Religion leben, ist eine schwere, relativistische Häresie. Noch dazu, wo das heutige Judentum mit dem Judentum, das Jesus vertrat und dann in sich erfüllte, gar nichts mehr zu tun hat. Es ist eine neue Religion. Ein "altes" Judentum aufzugreifen wäre völlig sinnlos, denn es hat sich ja erfüllt und ist zur Kirche geworden.

Auch wenn genau das (erst 2017 hat der em. Papst Benedict XVI. in einem unsäglich verquasten Papier diese Quadratur des Kreises versucht, wobei ihn hier wohl das "deutsche, historisch bedingt schlechte Gewissen" korrumpierte) sogar von Katholiken so erzählt wird, bleibt es falsch. Gott hebt ein Versprechen nie auf, richtig. Aber dieses Versprechen bezieht sich auf "sein Volk" - nicht "auf die Juden ALS (heutige bzw. nachjesuanische) Juden". Die Zahl der Stellen im Neuen Testament sind kaum zu zählen, in denen Jesus genau diese Tatsache vorstellt. Wären die Juden gläubig geworden, hätte sich ihr Judentum verändert. Und es hat sich verändert - in den Katholizismus.

Das Judentum der Gegenwart ist eine relativ junge Religion, eine Welthaltung, eine Weltanschauung, wenn nicht sogar Ideologie als Bezeichnung richtiger wäre. Die sich in der Ablehnung Jesu Christi vom Vater abgewandt und damit grundsätzlich geändert hat: Es ist aus dem Volk Gottes ausgetreten. Es gibt keine "natürliche", also genetische Grundlage, die es immer Volk Gottes sein ließe. Beziehungsweise ist "Natur" in Zusammenhang mit Volk eben kein Blutszusammenhang, sondern ein Akt der Unterordnung unter einen Vater.

Die Juden behaupten, daß das unter Gott Vater (qua Torah und Gesetzesbefolgung) geschehe. Aber Jesus hat ihnen gezeigt, daß das NICHT der Fall ist. Hätten sie die Torah als Grundlage behalten, hätten sie ihn erkannt, denn alles in der Torah (dem Alten Testament also) verweist auf diesen Christus. Damit ist auch das Volk als Gottes Volk nicht mehr existent, sondern das ist das Volk, welches sich unter Gott Vater und seinen Plan ordnet. In dem Moment, wo damit sein Plan - der Sohn - abgelehnt wird, und das tut der Talmud als der Kern des Judentums wie es heute besteht, ist dieser nicht mehr Teil des Volkes Gottes. Und umgekehrt, wer immer sich einordnet, in der Taufe, ist Teil des Volkes Gottes. Niemand sonst. Ein bislang als Jude dem Judentum Zugehöriger ist in dem Moment, wo er Jesus Christus als Messias erkennt, nicht mehr "Jude", sondern Christ, als Teil des Volkes Gottes, das er vorher nicht war.

In dieser Hinsicht ist die Inkarnation Gottes bei den Juden als Fortschreibung seiner Geschichte mit den Menschen historischer "Zufall". Die Inkarnation muß notwendig bei EINEM Volk beginnen, weil sie sonst nicht historisch sein kann - denn jeder Mensch ist zuerst einmal Teil eines Volkes, und nur als solcher Teil auch Teil der Menschheit - und somit ist auch begreifbar, warum Jesus sich zuerst nur an die Juden wandte: Nicht, weil der göttliche Vater eigentlich nur sie retten und erlösen wollte, sondern weil der Weg Gottes zu den Menschen nur über ein Volk gehen kann. Dieses Volk als Juden und Judentum hat ihn aber abgelehnt.


Morgen 8. und letzter Teil) Von wem stammt Jesus ab? 
- Und: Einige Nachträge




*230319*

Politik als Instrument narzißtischer Persönlichkeiten (2)

Teil 2)



Was E. Michael Jones zeigen will, ist, daß es aber nicht stimmt, wenn man meine, daß die persönliche Haltung (Homosexualität) keinen Einfluß auf politische Entscheidungen hat, wie Buttigieg behauptet. Vielmehr läßt sich der typische Narzißmus bis in jede kleinste politische Entscheidung hinein aufzeigen. Mit politischen Entscheidungen, die nur dem Wunsch solcherart gestörter Persönlichkeiten entsprechen, im Mittelpunkt zu stehen, die umfassend inszeniertes Scheintheater sind, aber sachlich keinen Boden haben.

Buttigieg hatte vor Jahren jene Wahlen verloren, die ihn zum Bürgermeister von South Bend hätten machen sollen. Also hat er außerhalb von South Bend versucht, politische Karriere zu machen. Aber er ist kläglich gescheitert. Also ist er zurück gekommen, in seine "Heimat". Und er hat es geschickt verstanden, kaum gewählt, die Homosexuellen-Agenda in den Vordergrund zu bringen. Gleichzeitig setzte ein mediales Trommelfeuer ein, das LGBT, Verhütung, Abtreibung zum Norm-Standard machten. Heute wagt es niemand mehr, sich wirklich offen dazu zu äußern. Zu mächtig ist die Drohung, bei einer abweichenden Meinung ins Abseits der Ächtung gestellt zu werden.

Aber nun braucht Buttigieg ein anderes Image. Umfragen zeigen, daß nicht einmal 11 Prozent der Wähler demokratisch wählen würden. Buttigieg hätte also nur etwa 7 Prozent der Bevölkerung hinter sich. Damit kann niemand auf der Welt regieren. Also hat er begonnen, "sichtbare Zeichen" zu setzen. Etwa durch "Rückbau der Straßen", wie man es auch aus unseren Straßen kennt. Durch Einführung eines Fahrradstreifens etwa. Die, so nebenbei, niemand gebraucht hat, denn auch Jones fährt seit 40 Jahren täglich und problemlos mit dem Fahrrad. Es hat auch nicht dazu geführt - jüngste Daten aus Wien zeigen das ganz klar - daß mehr Bewohner das Fahrrad als Verkehrsmittel nützen, ja, im Gegenteil!

Denn das funktioniert nirgendwo auf der Welt. Das Problem solcher Verkehrslösungen sind Kreuzungen der unterschiedlichen Verkehrswege und -mittel. In South Bend nicht anders als in Wien. Dafür meiden nun viele Autofahrer diese Straßen. Damit entzieht man dem Stadtzentrum die Menschen, die Kaufkraft, die Vitalität. Man fährt nun in die Peripherie zum Einkaufen, zum Essengehen, zum Abendbier nach der Arbeit. Dasselbe ist auch in Wien passiert.

Oder die Müllentsorgung von South Bend: Bis vor kurzem kam der Müllwagen auch vor das Haus von E. Michael Jones, das an einer von Alleebäumen gesäumten Straße steht. Zwei Schwarze sprangen von den Trittbrettern hinten ab, holten die Mistkübel, die in einer Nische in der Hauseinfahrt standen, knallten sie auf den simplen Hebearm, leerten sie mit einem Knopfdruck, stellten sie ab, und fuhren weiter. Das Ganze dauerte zehn Sekunden. Nun kommt die perfekte Lösung: Die Stadt hat millionenteure Müllwagen mit Greifarm angeschafft. Nunmehr müssen die Bewohner die Mülltonnen hinter dem Haus positionieren, und wenn Abfuhrtag ist auf die Straße schaffen, damit sie der automatisierte Wagen aufnehmen und entleeren kann. Zwar braucht es nur noch einen Mann hinten, aber zwei im Führerhaus, einen Fahrer, einen Bediener. Und die Mechanik des Greifarmes erfordert ständiges Hin- und Her, denn die Tonne verspießt sich ständig, und alles dauert weit länger als vorher. 

Neben den anderen Nachteilen, denn jetzt schaut es hinter jedem Haus furchtbar aus, wo der Müll zwischengelagert werden muß. Wenn man sich beschwert, weil die Tonnen nicht mehr so problemlos wie früher geleert werden, wird einem vom Rathaus geantwortet, daß man selber schuld sei, denn man stelle die Tonnen eben falsch auf. Jones erzählt dabei, wie es seiner Frau, Mutter von 7 Kindern und 40 Jahre dort ansässig, von der zwanzigjährigen Sekretärin im Rathaus den in mitleidsvollem, väterlichem Ton gesprochenen Satz zu hören bekam: "Ja, wir wissen, Veränderungen sind schwierig ..." Der eigentliche Höhepunkt aber ist, daß nun sehr viele ähnlicher Straßen umgebaut werden müssen! Denn die Zufahrtsmöglichkeit für diese Müllwagen muß angepaßt werden. Das wird viele Millionen kosten! Und warum? Weil "Veränderungen sexy" sind ... 

Worum es aber wirklich geht? Jones bringt es auf den Punkt: Wer meint, der Anus sei ein Sexualorgan, kümmert sich eben nicht darum, was die Natur von Dingen ist. DAS ist sein Grundproblem. Denn so einer begreift aus demselben Grund auch nicht, welchen Sinn eine Allee hat! (Und dieselben Leute verursachen dann auch noch Klimapanik, weil hier die Alleen im Weg sind, dort aber die geringere Zahl von Bäumen die Temperaturen in der Straße und in der Stadt höher werden lassen.)

Als nächstes konkretes Beispiel führt Jones die Besetzung des Polizeichefs von South Bend an. Der ehedem schwarze, im South Bend geborene Polizeichef wurde per Ausschreibung von einem Kandidaten verdrängt, aus einer Auswahl von drei, deren einer Kandidat aus Tadschikistan stammt. Weil wir ja so inclusiv und vielfältig sind. Mit großem Trara wurde eine Bürgerversammlung einberufen, ausgewählt wurde dann jemand von außerhalb, völlig gleichgültig, was die Bürger wollten. Etwas, übrigens, das besonders oft zu beobachten ist, auch bei uns. Alles ist ja nur noch eine Frage der Technik, nicht wahr? Das erste was der neue Chef tat, war, als neuesten Schrei der Technik "automatische Schußmelder" in der Stadt zu installieren. Die nun bei jedem Handkracher, den Buben werfen, Großalarm auslösen. 

Aber der unübertreffliche Höhepunkt war, wie Pete Buttigieg die Flußufer nachts mit Festbeleuchtung aufrüsten ließ, ein rein persönliches Anliegen eines Mannes, der in seinem Buch glatt erzählt, daß er am Wahltag in eine Lourdesgrotte ging und eine Kerze anzündete. Nun waren die Flußufer abends endlich in regenbogenfarbiges Schwulen-Disco-Licht gehüllt. Solche Leute müssen ja wirklich schon glauben, alle Menschen wären Vollidioten. 

Jones bringt es aber auf noch einen Punkt: Solche Dinge, was wir heute erleben sind Strafen Gottes. Wir werden bestraft, weil wir die Sünde der Verhütungsmentalität begangen haben und begehen, zumindest widerstandslos zulassen. Alles andere sind Folgen dieses Schrittes, der Sexualität von Prokreation losgelöst hat. Verhütung ist o.k.? Gut, warum nicht auch homosexuell werden? Es gibt sie ja, die wesensverneinende Liebe, oder? Nun müssen wir die wahnsinnigen Folgen davon tragen, die unseren Wohlstand in Sinnlosigkeit auflösen. Denn mit der Verhütung haben wir die Sinnlosigkeit gewählt. Damit löst sich unser sämtliches Sozialleben, das nur dann besteht, wenn es innerhalb von naturrechtlichen, wesensbezogenen Institutionen besteht, völlig auf. Zusammenhänge, die katastrophal unterschätzt werden.

Was ist der eigentliche Hintergrund der Forderung nach "Homosexuellen-Ehe", sagt Jones? Es ist der aggressive Versuch, "Normalität" zu etablieren, weil alle Betroffenen genau wissen, daß sie NICHT NORMAL SIND. Wo sogar Kleriker, ja Bischöfe das unterstützen, haben sie jedes Recht auf Verkündigung definitiv verspielt. Sie haben niemandem mehr etwas zu sagen und müßten ganz einfach schweigen. Katholisch sind sie aber ganz sicher nicht mehr. Es ist Blasphemie zu behaupten, daß Gott einen "so" - also wesensfremd - gemacht habe.

Und damit zurück zu Buttigieg, dem Sohn eines Zuwanderers aus Malta, der die ehedem größte, einflußreichste katholische Universität Notre Dame zu einer Institution verwandeln half, in der heute Gramsci und Foucault gelehrt werden. Pete bewunderte seinen mächtigen Vater. Und setzte genau dessen Ideologien um, um von ihm akzeptiert zu werden. Damit sind wir beim Kernproblem der gesamten Homosexualität - das in der Beziehung zum Vater liegt. Buttigieg hat die Befehle seiner Unterdrücker verinnerlicht, nur darum geht es. Nun identifiziert er sich mit seiner Pathologie. "Ich bin mein Tumor," sozusagen. "Ich bin meine Krankheit. Ich bin meine Sünde." Damit baut der Homosexuelle selbst die Mauern seines Gefängnisses rund um ihn. Und die Oligarchie nutzt das, nutzt immer genau das: Die Schwäche, die Krankheit der Menschen. So läßt sich am effektivsten Kontrolle aufbauen. 

Homosexualität ist abnormal. Und jeder Mensch weiß das, und alle Talk Shows der Welt zusammen können das nicht ändern. Deshalb braucht es ja sogar solche Vehemenz, die das Anders-Denken, Anders-Sprechen unter Strafe stellt. Und kein Politiker der Welt kann das je ändern oder widerlegen, im Gegenteil, er ist - wie Pete Buttigieg - lebendiges Beispiel dieser Wahrheit. Der Wahrheit, daß diese Okkupation von einer pathologischen Lust den gesamten Menschen durchwirkt, weil sie von solcher Schwere ist, daß sie zum grundlegenden Problem wird, auf das alles andere Handeln und Denken bezogen wird.

Die Regionen, die angebliche Verwurzeltheiten haben, das zeigt sich in South Bend, das zeigt sich in Wien, das zeigt sich in Deutschland, nur noch als Sprungbretter für höhere politische Karrieren. Überall aber ist die Politik von einem Narzißmus geprägt, der sie zu einer Funktion psychologischer Pathologie macht. Die skrupellos die relativ leicht kontrollierbaren, kleinen politischen Einheiten (deren Größenanforderung von der Kontrollierbarkeit abhängt, denn so verstanden muß ganz Deutschland als "klein" gesehen werden, das Land scheint heute extrem leicht zu kontrollieren und zu mißbrauchen) als Geisel benutzt, an der sie ihre "politische Kraft" demonstrieren können, um Karriere zu machen.

Donald Trump hat - man höre und staune! - die Verbreitung der Agenda "Homosexualität als Normalität" zur Hauptaufgabe amerikanischer Außenpolitik gemacht. Unglaublich genug, so kann man Pete Buttigieg einen Karriereratschlag geben, meint Jones. Eine politische Position, wo er sich wirklich "beweisen" kann: Er sollte sich als Botschafter für Uganda melden. Denn Uganda ist das "homophobste" Land der Welt. 

Wenn Sodomie und der ihr konspirative Wucher eine Kultur beherrschen, ist deren wirkliches Ende angebrochen. Keine Kultur übersteht das, sie erlischt binnen kürzester Zeit, weil ihre produktivsten Kräfte, die Fruchtbarkeit, die Zeugungskraft, die Arbeitskraft als Basis jedes materiellen Wohlstandes, erwürgt werden. Ab dem Zeitpunkt gibt es keine Hoffnung mehr, das Ende dieser Kultur ist besiegelt. Eine andere Kultur wird aus ihren Ruinen erstehen. 

Das einzige, was man sich heute noch wünschen kann ist, daß der Zusammenbruch des amerikanischen Imperiums (des Westizismus also) friedvoll vonstatten geht. Im Grunde hat sich Amerika das von Donald Trump versprochen, genau das, so hat er es sogar angekündigt; eine neue, ja endlich DIE amerikanische Republik. Erhalten hat Amerika aber etwas ganz anderes.

Jones sieht darin den Plan Gottes. Der für Amerika offenbar feststeht. Das gerade beschlossen hat, die Sodomie als Pflicht über die ganze Welt (sic!) zu verbreiten: Die völlige, immanente Auslöschung der Staaten durch Dekadenz.








*040819*

Samstag, 18. Mai 2019

Gottes eigenes Volk (6)

Teil 6) Warum wurde Jesus als Jude inkarniert? - 
Der Versuch, den Katholizismus zu kapern



Jesus hat damit Natur (Juden, und über die anfängliche Verbundenheit mit den Juden - als reales Menschenschicksal, das nur so durchlebt werden kann - für alle Menschen, hier aber nun geistig) und Übernatur vereint und in die Welt getragen, als unseren Augen ("defekten Sinnen") nicht mehr sichtbare, aber reale Wirklichkeit, an der wir durch den Geist (erst) teilhaben. (Es ist auch der Geist, durch den wir erst sehen bzw. sinnliche Eindrücke zur Wahrnehmung heben.) Er ist somit über den Heiligen Geist präsent. Nicht als irdischer Mensch, denn der ist im Himmel und wird von dort wiederkommen, am Jüngsten Tag, wenn alles Nicht-Kirchliche verstoßen, die Kirche als Neue Schöpfung alleine bestehen bleiben wird.*

Was kennzeichnet ein Volk? Seine geistige Einheit, seine Verankerung in einem Geist, der es vom Vater über den Sohn im (Heiligen) Geist in die göttliche Trinität hineinnimmt, so wie die Schöpfung von Anfang an gedacht war, und worauf sie und alles, was in ihr ist, sehnsüchtig wartet. 

Kein sonstiges Merkmal, wie "Blut", wie Schoeman behauptet. Juden sind nicht "per naturam" Christen, weil sie "vom selben Blut" stammen!** Das klingt wie das, was es sogar vermutlich ist: Als Versuch, die Besonderheit hinüberzuretten, ja den Katholizismus zu kapern, sich an dessen Spitze zu setzen. Entsprechend hängen ihm (explizit oder implizit) vor allem jene an, die sich für Auserwählte, aber nicht ausreichend Gewürdigte halten, ihren Hochmut meist sogar unter geheuchelter Demut verbergen, aber nur auf den Tag warten, an dem ihre Besonderheit ausgespielt werden kann. Kein Zufall, daß Vertreter des Judaismus vor allem unter Bevölkerungsschichten Gehör fanden und finden, die sich als "Minderheit, die aber mehr zu sein bestimmt wäre" sehen. Juden waren immer und in allen Bewegungen vertreten, die Revolutionen anstifteten, die diesen Gruppen "Gerechtigkeit" bringen sollte.

Ein Auserwähltheitsdenken, das den Juden als Teil des Judentums eigen ist, sodaß sie als Anhänger des Judaismus als in allen Völkern nicht assimilierbar galten, und sich selbst nicht assimilieren wollten. Weil sie sich selbst abgesondert haben und als revolutionär, als subversiv gegen die (immer mehrheitliche) Ordnung galten und gelten, weil sie den logos, also die gottgewollte Ordnung, die in Jesus Christus auf die Welt kam, ablehnen. Dies war seit je und ist nach wie vor die Haltung der Kirche. Gewiß, man darf keinem Juden Leid zufügen. Aber man muß nüchtern hinsehen und die Ordnung, die auf dem inkarnierten logos beruht, also die christliche Kultur schützen.

Somit braucht es eine fast schon bewunderungswürdige Chuzpe, daß man wie Schoeman dann allen Ernstes (und mit dem Raunen einer "ontologischen Tiefenwahrheit") behaupten kann, daß der "Haß auf die Juden" deshalb so manifest gewesen und präsent sei, WEIL es in Wahrheit ein Haß auf den Erlöser sei, der von den Juden käme und mit ihnen so verbunden sei, daß er sogar bei seiner Wiederkunft am Jüngsten Tag ALS Jude kommen würde. Schoeman stellt damit überhaupt die (ontologische) Wahrheit auf den Kopf! Moment, wie nannte man immer den, der alles durcheinanderwirbelt? Hieß der nicht Diabolos?) Denn spätestens bei diesen wirklich absurden Stellen des Buches stieg dem VdZ ein ganz anderer Verdacht auf, warum dieses Buch geschrieben worden sein könnte.

Dazu paßt dann das Gerede um den jüdisch-christlichen Dialog, der der Kirche regelrecht die Gehirne vernebelte, sodaß ihre wahre Position nicht einmal mehr benannt werden darf. Wie sie, übrigens, Nostra Aetate am Zweiten Vatikanischen Konzil noch festhält. Wo da steht, daß NICHT ALLE Juden am Tod Christi Schuld trugen. Richtig, denn die, die es nicht taten, nannte man fortan Christen, wie die Schriftsteller dieser Zeit melden.

Diese Anti-Haltung ist es ja überhaupt erst, was man als Judentum definieren kann, und was es zugleich so schwierig macht es zu definieren. Denn die Ablehnung, die Anti-Haltung definiert sich nicht aus eigener Substanz, sondern als Bezug auf das Sein, den logos. Das macht das Judentum so revolutionär und subversiv, deshalb wurde es überall als gefährlich angesehen und abgelehnt. Was man als "Substanz" des Judentums bezeichnen könnte, ist im Grunde Gnosis und Okkultismus (Kabbalah!)

Der VdZ meint sogar, daß eine der Haupthäresien des Christentums, die ihm im 3. Jahrhundert fast das Licht ausgeblasen hätte, aus dieser Anti-Haltung kam, der Arianismus. Wenn nicht sogar der anti-trinitarische Islam ("Christus, der Gesandte - Mohamed heißt genau das - ist nur Prophet!") unter jüdischem Einfluß entstand. Beides sind Religionen bzw. Haltungen, die nur "fassen" wollen, was eben rein irdisch reduziert, also ohne Glaubensgnade, zu fassen ist, und ihr Glaube ist auch logos-los, rein fideistische, also menschengemachte Haltung.

Das Hereinkommen des Übernatürlichen (als Transzendentem, das sich mit der Natur, dem Irdischen verbindet, es durchtränkt, es überhöht und in seine volle Dimension - auch im Erkennen - erhöht), die Fleischwerdung des logos (als Sinn, Vernunft, Ordnung, Sprache, logischer Zusammenhang), muß damit abgelehnt werden. Dieser Anti-Logos als Haltung ist der Grundzug dessen, was man als "Judentum" bezeichnet. Und der Talmud, der seit bald 2000 Jahren dieses Judentum formt, ist dessen Anleitung.

Die Natur des Menschen geht vom Geist aus. Hier hat Schoeman auch das Wesen des Messianischen, der Erlösung völlig miß- bzw. gar nicht verstanden. Und dieser Streit hat sich in der ersten Zeit der Christen auch real und genauso abgespielt, ist aber entschieden: Der Christ, der Getaufte, der zum Reich Gottes als Gottes Volk Gehörende muß nicht erst Jude werden, und er ist auch nicht an die Gesetze Moses gebunden. 

Denn was davon ewige Grundzüge der Schöpfung, der Welt darlegte, ist durch Jesus erfüllt und vollendet, was nicht, was also rein historisch-pragmatische Regelung war, um zum Beispiel wie bei der Ehe (und der Entlassung der Frau) der Tatsache der verhärteten Herzen irgendwie zu entsprechen - fällt sogar weg. Von nun an wird der Ort der Sünde in den Geist des Menschen verlegt, nicht mehr (nur) ins Äußere, so viele Verbindungstaue es dazwischen auch gibt.

Damit irrt auch Schoeman (und die gesamte "messianische Judentum-Bewegung", die nicht zufällig und in den meisten Fällen auf die "evangelikale", also protestantische Seite fällt, auch wenn Schoeman behauptet, eine Ausnahme weil "katholisch" zu sein), wenn er so tut (oder damit täuscht?), als sei diese Form des Christentums wie eine Süßkirsche, die man nun dem Judentum einfach draufsetzt. Denn das würde davon unberührt. Auch das ist nicht wahr.


Morgen Teil 7) Wer sich bekehrt und taufen läßt, kann kein Jude mehr sein!


*Illustrieren wir das, um es hoffentlich begreifbarer zu machen: Man wird nicht Fußballer eines Vereins, indem man dem Verein als Mitglied beitritt, sondern indem man ... gut Fußball spielt, und schließlich in der Mannschaft spielt. Sie können nur Fußballer werden und sein, wenn Sie einem Verein beitreten. Aber Sie können nicht einem Verein beitreten, wenn Sie das nicht als Fußballer tun. Anderes Beispiel: Sie sind Europäer nicht, weil sie Europäer sind, sondern weil Sie Sachse, Bayer, Wiener, Burgenländer sind. Und nur WENN Sie Burgenländer, Sachse, Berliner etc. sind, sind Sie auch Europäer. Weiteres Beispiel: Sie sind nicht Mensch, wenn Sie "Mensch" werden, sondern Sie sind Mensch immer, weil sie Bayer, Münchner, Wiener, Grazer, Tiroler etc. sind. Ja, Sie sind sogar ERST dadurch Mensch. Zu sagen, ich will aber kein Bayer, Türke, Ungar, Wiener, Gruchelstädter sein, sondern "nur Mensch", ist unsinnig und gar nicht möglich. Sie werden immer "als ..." geboren. 

Und Ihre Aufgabe liegt in diesem "als - sein", darin sind Sie Mensch. Also mußte Gott, um Mensch zu sein, ALS irgendjemand in irgendeinem Volk (Jude, Nazarener, Sohn des Zimmermanns etc.) auf die Welt kommen. Und innerhalb dieser Beziehungen war sein Ort, an dem er "wahrer Mensch" sein konnte und mußte. Das hätte sich nicht erfüllt, wenn er von Nazareth aus ins Internet eingestiegen wäre und begonnen hätte, China zu missionieren, während ihm die Juden rundum gleichgültig gewesen wären. Mit seinem Tod, seiner Auferstehung, seiner Himmelfahrt aber hat sich diese lokale Bindung, sozusagen, "aufgehoben", überhöht, und auf die Menschheit im Ganzen - ALS MENSCH - ausgedehnt. Man ist eben als irdischer Mensch, als Fleisch, erst Mensch, wenn man konkret an einem Ort etc. lebt. Aber dann IST MAN MENSCH, stellvertretend für alle Menschen, sozusagen.

Mit dem Judentum aber hatte damit seine universale Erlösung "der Menschheit" NICHTS darüber hinaus zu tun. Jesus wird NICHT ALS JUDE wiederkommen, wenngleich er auch aussehen wird wie ein Semit, denn so sah er aus. Wenngleich ihn jeder Mensch auf der ganzen Welt als "einen der seinen" sehen wird. Denn er wird als der wiederkommen, der er ist: Als der, in dem alle Form enthalten ist. Aber dann werden ihn vermutlich auch die (heutigen) Israeli, die dem Judentum als Religion angehören, schon gar nicht als einen der Ihren erkennen. Denn die Aschkenasim sind ja gar keine Semiten.

**In welcher Bredouille aber das Judentum steckt, zeigt (vor dem Hintergrund des bisher Gesagten), daß genau dieses Blutsargument das entscheidende Kriterium ist - das ist Rassismus pur. Und alles wird von den Rabbinern kontrolliert. Mittlerweile ist es so weit, daß in Israel der Rabbiner per DNA-Test (das berichtet eine jüdische Zeitung!) feststellt, ob jemand ein Jude ist oder nicht. Und deshalb heiraten kann, sich scheiden lassen kann, etc. Wer in diesem Test nicht zeigen kann, daß er "Jude ist", kann keinen Juden in Israel heiraten. Bitte schön, was baut sich da in Israel auf?!




*230319*

Politik als Instrument narzißtischer Persönlichkeiten (1)

Die Details zu dem hier von E. Michael Jones besprochenen Buch bzw. "Fall Pete Buttigieg" sind uns aus deutschen Ländern wohl fremd. Das Exemplarische daran ist uns nicht fremd, es ist auch für unsere Länder symptomatisch. Es geht um das Doppelspiel der Politik, in dem einerseits Volksverbundenheit demonstriert werden soll, um gewählt zu werden, in dem andererseits die daraus erflossene Bevollmächtigung dazu verwendet wird, die Sichtweisen der Wähler zu düpieren weil zu verändern. Buttigieg ist homosexuell, und wenn das an sich auch in gewisser Weise Privatsache hätte bleiben können, hat er selbst es an die Öffentlichkeit gebracht. Weil er sich gewisse Wählervorteile versprach, denn Buttigieg ist ehrgeizig. Er hat angekündigt, der erste homosexuelle Präsident in den Vereinigten Staaten werden zu wollen. Plötzlich war es also doch eine Angelegenheit. Dann kamen die Wahlen, und Trump wurde im Rayon des demokratischen Politikers überlegen Wahlsieger. Die Bevölkerung hatte in einer wahren Graswurzelbewegung dem Wahlprogramm des Republikaners zugestimmt.

Nun hat Buttigieg eine Art Autobiographie veröffentlicht. Und in der geht es um die Regionalität, um das schöne beschauliche Leben in Indiana bzw. South Bend, ums Pirogen essen bei Serge gegenüber, und um die segensreichen Idyllen eines Lebens in nachbarschaftlicher Verbundenheit und Freundschaft. Von der er ein Teil zu sein behauptet. Nur scheitert die Sache schon beim ersten Hinblicken. Denn E. Michael Jones ist nur zwei Häuser weiter zuhause. Und sein Sohn hat nicht nur mit Pete, dem Sohn aus dem Hause, die High School (quasi: das Gymnasium) als Klassenkamerad besucht, sondern hat auch in Harvard dasselbe Studentenwohnheim, sogar auf derselben Stiege bewohnt. 

Aber mit einem Male kannte Buttigieg seine Nachbarn nicht mehr. Plötzlich interessierten ihn überhaupt nicht mehr die Meinungen der Nachbarn und Mitbewohner. Denn hier traf er (wie schon sein Vater) auf den Widerspruch der Bevölkerung gegen die revolutionären Meinungen und Absichten der Familie Buttigieg, die schon der Vater als fast einzige Agenda in seiner Tätigkeit als Universitätsdozent (erfolgreich) zu implementieren versucht hatte. Nun ist sein Sohn die personifizierte Lehre des Vaters, der ein Verkünder der Lehren Foucaults und Gramscis war. 

Das politische Programm des Sohnes kommt also keineswegs aus dem Herzen der Region, wie er nun in dem Buch behauptet. Vielmehr ist es Zielsetzung des Imageprogramms, das eine PR-Agentur (mit viel Geld) umzusetzen begonnen hat. Und wo gemäß des momentanen Windes in der Volksstimmung aus dem progressiven Verkünder der Schwulenrechte und LGBT-Programme ein volksverbundener Kumpel werden sollte. 

Kein Mensch glaubt ihm das, zu offen hat sich Buttigieg bereits positioniert. Als er noch meinte, mit einem progressiven Image bei Wahlen reüssieren zu können. Dennoch wird das Buch in jeder Talk-Show und in jeder Zeitung wohlwollendst besprochen, die bei drei nicht auf den Bäumen ist. Das zeigt am deutlichsten, mit welcher Macht hier versucht wird, einen falschen Köder einzuschleusen. Mit dem Buch "The Short Way Home" als Grundstein einer neuen Werbekampagne, in dem nicht einmal am Rande von den ideologischen, revolutionären Sichtweisen Buttigiegs gesprochen wird. Sondern wo der nach Jones Aussage narzißtisch schwer gestörte, von einem permanenten schlechten Gewissen getriebene Mann als Mann von der Straße verkauft werden soll, der nichts anderes im Sinn hat als den Willen des Volkes umzusetzen, und der die traditionellen Werte des "Bible Belt" liebt und respektiert. 

Aber es ist schon interessant, und das ist auch bei uns laufend und notorisch zu beobachten: Weil man mit seinen Ansichten eben nicht im Bauch des Volkes wohnt, sondern irgendwelchen universalistischen, sämtlich revolutionären Agenden folgt, sich also aus eigener Kraft niemals von Angesicht zu Angesicht durchsetzen könnte, holt man die großen Manipulatoren und Meinungsmacher, die mit viel Geld die Agenden der Oligarchen umsetzen - und sich dazu keiner Strategie entblöden. Hauptsache sie wirkt, Hauptsache die Menschen können bestmöglich getäuscht werden. 

Die überwältigende Mehrheit in Indiana ist stockkonservativ, was immer das ist, und hat noch vor Jahren die Agenden der Homosexuellenbewegung ("Homosexuellen-Ehe", Verbot seine Meinung offen zu äußern, wenn es um eine Ablehnung der Homosexualität geht, denn das wäre "diskriminatorisch", Abtreibung, Verhütung etc.) offen abgelehnt, wie sich in mehreren Volksentscheiden bewiesen hat. 

Diese wurden aber durch Einfluß von außen unter Umgehung der demokratisch legitimierten Entscheide aufgebrochen, und sie sollen noch weiter aufgebrochen werden. In einer nunmehr verborgen bleiben sollenden Agenda, die Teil einer Strategie der Oligarchie ist, weil sie ein perfekter Kontrollmechanismus ist, der genau das aufbricht, womit Buttigieg nun wirbt und das jeder Oligarchie (einzig) widerstehen könnte: Hausverstand, gesunde Volkssolidarität, regionale, verwurzelte Kleinstrukturen, intakte natürliche soziale Einheiten und Familien.

Zur Erklärung für den Leser: Es wird immer offensichtlicher, daß Gesellschafts- und Wirtschaftskräfte auch die Gesellschaftspolitik bestimmen (wollen). Goldman-Sachs etwa hat sich als einer der prononciertesten Promotoren der Homosexuellen-Ehe etabliert. (Beachte der Leser dazu die Artikel die zu "Woke Capital" an dieser Stelle zu finden waren.) Was hat Goldman-Sachs mit der "Ehe für alle" zu tun? Wer kann das sagen.

Vor einigen Jahren hat das Regionalparlament von Indiana (ein eigener "Staat", im Rahmen der "Vereinigten Staaten" in einem nominellen Föderalismus zusammengefaßt) einen "Religious Freedom Restauration Act" beschlossen. Der besagte, daß auch die Ablehnung von Homosexualität in diesem Rahmen der Achtung der religiösen Anschauungen zu stellen sei. Die Bevölkerung von Indiana sollte vor den absurden Bestrebungen von Washington geschützt werden, die etwa vorschreiben wollten, wie "geschlechtsneutral" oder "vielfältig" WCs zu gestalten seien. Das wollte die Bevölkerung von Indiana weit mehrheitlich nicht. Wer Homosexualität und Genderpolitik ablehnt (bekannt wurde der Fall, wo eine Pizzeria sich weigerte, eine Schwulen-Hochzeit zu beliefern) hat dazu das Recht, so der Kongress des Staates Indiana.

Was dann passierte war signifikant und typisch. Ein Vorstandsvorsitzender ("Chef") eines kalifornischen (sic!) Konzerns reiste blitzartig an und setzte den Senat von Indiana unter Druck: Entweder man würde diesen auf demokratischem Wege zustande gekommenen Beschluß zurücknehmen, oder es würde ernsthafte Konsequenzen für Indiana hageln. Unter anderem würde Indiana vom Football-Bewerb ("Super-Bowl") ausgeschlossen.  Der Witz war: Der Gouverneur von Indiana hat dem Druck der CEOs nachgegeben. Und das (demokratisch zustande gekommene!) Gesetz zurückgenommen.

Diese Agenten unterjochen also längst die Politik, machen die Demokratie (die sie nur dann fordern, wenn es ihren Interessen dient) und den Volkswillen zur Farce. Wenn es also einen Beweis dafür gibt, daß wir nicht mehr von den Regierungen, sondern von Oligarchen regiert werden, dann wurde er hier anschaulich geliefert. Und die wiederum benützen die Homosexuellen als Stellvertreter-Krieger für ihre eigenen Interessen: Kontrolle. Umbau der Menschen zu triebgesteuerten (und damit leicht steuerbaren) Konsumenten. Und diese Bedingung erfüllt der Homosexuelle perfekt. Es gibt keinen perfekteren und perfekter steuerbareren Konsumenten.

Dazu das nächste Teil im Puzzle: Die von eben diesen Oligarchen gesteuerten Medien. Die Folge?

Die konservativen Bürger haben sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Sie haben begriffen, daß die realen politischen Entscheidungen von Wahlergebnissen unabhängig laufen, sie haben den Hut in die Arena geworfen. Und sie sind vom mittlerweile aufgebauten medialen Druck eingeschüchtert, ziehen sich zurück.

Denn sie erleben ihre Meinungen, ihre Sichtweisen als verpönt, werden als bösartige Extremisten dargestellt, wenn sie sich behaupten wollen. Nun hat sogar die republikanische Opposition angekündigt, in den nächsten (bevorstehenden) Wahlen nicht auf die LGBT-Agenda einzugehen. Sie ist plötzlich kein Wahlkampfthema mehr. Der mediale, öffentliche Druck hat alle mundtot gemacht, und Buttigieg hat sie mit seinem Buch auch noch geschickt unsichtbar gemacht. 

Der sich geschickt per Harvard-Diplom als intellektuelle Autorität etablierte, mit dem er zurückkam. Und so etwas wirkt auch bei uns hervorragend: Solche Leute MÜSSEN ja in allem recht haben! Das ist eines der effektivsten Mittel, Menschen zum Schweigen zu bringen und dazu zu bewegen, ihr eigenständiges Denken aufzugeben. Der VdZ kennt persönlich Fälle, wo Harvard-Absolventen in ihre provinziellen Heimatstädte zurückkehrten (und regelmäßig zurückkehren), um dort die Sichtweisen der vor Ehrfurcht verstummenden Bevölkerung hinsichtlich Klimawandel im Handumdrehen zu manipulieren und sogar zu drehen und sich dafür keiner Lüge zu schade sind, weil es nur um das Ausspielen dieser Scheinautotität geht. Hier zeigt sich am deutlichsten die rein persönliche, von psychischen Defiziten formierte Motivstruktur solcher Menschen.

Morgen Teil 2)





*050319*

Freitag, 17. Mai 2019

Man muß das Problem langsam ernst nehmen.

Der VdZ liebt Nils Axel Mörner, den Wissenschaftler, der zuerst für den IPCC die Meeresspiegel kontrollierte, und zu Ergebnissen kam, die politisch nicht opportun waren. Denn was fand er heraus? (Hier konnten Sie es vor Jahren schon nachlesen.) Von einem "globalen Meeresspiegel" zu sprechen ist absurd. Die Unterschiede sind regional extrem unterschieden, und selbst statistische Durchschnittsrechnungen gehen von minimalen, keineswegs aber überproportionalen Steigerungen des Meeresspiegels aus.

Aber das Wesentliche scheint etwas ganz anders zu sein: Die Sonnenaktivität. Die auch die Erdrotation verändert. Dreht sich die Erde schneller, wie während Zeiten solarer Minima, staut sich durch die Erdrotation das Wasser am Äquator. Steigt die Solaraktivität, und das tut sie im 60-Jahr-Rhythmus, dann verteilt sich das Meereswasser auch mehr an der Peripherie. Dafür gibt es ganz handfeste, jahrhundertelang verfolgbarer Meßdaten, also: Evidenz.

Die CO2-Panik, die in nichts begründet ist, bis heute nicht belegt ist, geht seiner Ansicht nach auf Olaf Palme zurück. Der die Abhängigkeit vom Öl aufheben wollte, und auf Kernkraft setzte. Also mußte die Verbrennung dämonisiert werden. Daneben war Palmes bekanntes Ziel einer (sozialistischen) "Weltregierung" dadurch leichter erreichbar.

Zum angeblichen 97%-Konsens meint Möhler, daß man fast das Gegenteil sagen müßte: 97% der wissenschaftlichen Fakten sprechen GEGEN die katastrophische Erzählung vom CO2-Kollaps der Welt. HIER liegen die Fakten. Die Klimapaniker haben nur unwissenschaftliche Schreibtisch-Modelle. Sie sind völliger Unsinn.

Wir sollten endlich beginnen, intelligente Dinge zu tun, und nicht diesen dummen Glaubenssystemen nachlaufen. Die nur die Menschen täuschen und verdummen. Oder wollen wir im Ernst die irrationale Panik indoktrinierter Kinder, die von nichts eine Ahnung haben und besser Fußball oder sonstwas spielen sollten, ernst nehmen? Es ist ein Angriff auf die Vernunft und auf die Wissenschaft, Kindern zuzuhören, die noch weit davon entfernt sich, sich überhaupt ein Urteil über wissenschaftliche Fakten bilden zu können? Aber, so Mörner, das ist typisch für die Klimapanik, lauter Leute zu mobilisieren (bis hin zu Schauspielern, wie Leonardo Di Caprio; Anm.), die von der Sache keine Ahnung haben und sich in ihrer Naivität benutzen lassen, um auf die Emotionsdrüse zu drücken und so politischen Druck aufzubauen.

Das einzig Erschreckende ist, daß es heute möglich ist, mit der Realität so leicht Geige zu spielen. Das hat etwas mit dem Bösen zu tun. Sagt Mörner. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Tatsachen so evident werden, daß man sie nicht länger leugnen kann. Daten? Lächerlich. Die Daten werden laufend manipuliert, und das wird der Öffentlichkeit ständig verschwiegen. 

Die Erde geht auf eine Abkühlung zu, ausgelöst von der Sonnenaktivität, alles deutet darauf hin. Vermutlich schon 2030, 2040, 2050. Die Solaraktivität steuert auf ein neues Minimum zu. Das wird die Erdrotation erneut beschleunigen. Was wird passieren? Der Golfstrom wird sich weiter südlich verlagern, der Norden abkühlen und vereisen. Was wird bei den heutigen Erderwärmungs- und CO2-Panikern als Reaktion passieren? Nichts. Die Ratten werden das sinkende Schiff verlassen, und sie werden noch dreister lügen, um ihre Pfründe zu retten.

Zum Ende des Gesprächs geht Mörner noch auf die Küstenverläufe Schwedens ein. Das Land hebt sich jährlich um einen halben, im Norden gar um einen ganzen Meter. Jährlich! Die 3000 Meter hohen Gletscher zur Eiszeit sind weg, das Land hebt sich. Mörner steht auf einem Felsen, der 1704 noch 12 Meter unter Meeresspiegel lag. Natürlich hebt sich dabei der Meeresspiegel, denn das Meeresbecken wird kleiner! Und er hebt sich um jährlich 1,9 Millimeter, über die gesamte Baltik und die Nordsee gerechnet bzw. gemessen. Dasselbe gilt für den Osten der USA. In der Äquatorgegend freilich zeigt sich etwas völlig anderes. Aber mit CO2 und einer angeblich menschgemachten Erderwärmung hat das alles nichts zu tun.




Patrick Moore wird noch leidenschaftlicher, wenn er den wahnsinnigen Versuch beurteilt, den derzeit die NGOs im Verbund mit demokratischen Abgeordneten im Washingtoner Kongress bespricht: Sämtliche CO2-Emittenten zu beseitigen. Wenn DAS durchgeht, dann bedeutet es den Tod der menschlichen Zivilisation. Dann bedeutet es den Tod von Milliarden Menschen. Und das, Herrschaften, ist auch die wahre Natur der Klimapanik: Der Mensch ist Feind der Erde. Eine glatte Blasphemie! Es wird höchste Zeit, Klimapaniker so zu nennen, wie sie benannt werden müssen: MÖRDER. Feinde der Menschheit. Man muß die Klimapanik allmählich ernst nehmen. Sie ist ein Vernichtungsfeldzug der Bösen. Sie ist dämonisch. Sie ist satanisch.








*270219*

Gottes eigenes Volk (5)

Teil 5) Und deshalb sind die Juden nicht mehr Volk Gottes -
Nicht Gott hat ein Versprechen zurückgenommen, 
sondern das Judentum ist ausgetreten



Ein Spleen? Eine Macke? Ein Sondermaß, an das man halt glauben muß oder nicht? Nein! Denn diese Polarität von Akt und Potenz, von Form und Materie ist die grundlegende Verfaßtheit der gesamten Schöpfung (was schon Aristoteles erkannte), die ein Zueinander von Beziehungsorten ist, und damit auch die Familie als Haus definiert, nicht als zufälliges Dasein von Dingen bzw. Materialem. Sodaß jedes Ding von einer Idee ausgeht, und von dieser Idee aus in die Welt (zur Welt, also zum Welt-sein) getrieben wird, und immer dieser Idee nach zu sein strebt.

Alles Dinghafte, alles Geschöpfliche ist somit die Repräsentanz einer Idee, die es durchdringt. Der Vater ist in der Familie diese Idee, in der erweiterten Familie, dem Stamm, dem Volk, ist das der Fürst oder König, analog zu Vater-Familie. Das ist dann ein Volk, das ist eine Familie: Die unter einem Vater steht und sich auf ihn bezieht, der es also durchdringt.²

Damit wird klar, daß Gott seine Zusagen nicht bricht, wenn er jemanden "in sein Volk aufnimmt", wie es mit den Heiden geschah, die sich als Akt des Beitritts taufen ließen. Umgekehrt bricht der Vater nicht die Zusage an ein Kind, das die Familie mutwillig und als Akt des Ungehorsams verläßt. Zwar kann es wieder aufgenommen werden (siehe die Geschichte vom verlorenen Sohn), aber das liegt am Kind, nicht primär am Vater. Solange es das (im Gehorsam) nicht will, gehört es nicht mehr dazu, und kann auch an der Rechtsgemeinschaft des Hauses nicht teilhaben. Es sei denn, es wird explizit wieder aufgenommen, weil es umkehrt.

Wie es ja in jeder Beichte und Buße passiert: wer schwer sündigt, schließt sich aus der Kirche, aus dem Volk aus! Das war früher sogar noch jedem bewußt, wie die Kirchenarchitektur zeigt, wo der Sünder außerhalb des eigentlichen Kultraumes verbleiben mußte und zur Kommunion nur Gläubige zugelassen wurden, die - oft sogar per Beichtzettel als Zeugnis in der Hand oder am Hut - in diese Gemeinschaft des Volkes Gottes zurückgekehrt waren. DAS macht endgültig klar, wer Volk Gottes ist! Der sich dem Vater (in Jesus) als Haupt unterstellt. Er tut es nicht, indem er, zum Beispiel, seinem Aberglauben nach wie vor anhängt. Und an ein Judentum zu glauben, das sich nicht mit Jesus in der Taufe erfüllt hat ist ... Aberglaube. Widerglaube.

Blut und Geist sind mit der Erbsünde auseinandergefallen und unversöhnlich getrennt.* Das Fleisch stirbt und vergeht, es führt aus sich heraus nicht zur Erlösung wie vor der Ursünde. Es wird am Jüngsten Tag auferstehen, aber nur weil es von den gereinigten, geläuterten, erlösten Seelen neu belebt wird: Und dann wird der Mensch wieder bruchlos sein, und statt irdisch-bruchstückhaft erkennen - schauen. Die Welt wird dann eine Welt sein, in der Wirklichkeit und Fleisch nicht mehr auseinander fallen, sondern eins sind.

Blut und Mutter ergibt kein Volk

Sich auf "Rasse", auf "Blut" zu stützen, zeigt immer das Problem einer nicht vorhandenen, nicht erfahrenen Legitimität an (die eben nur geistig bestehen kann), und ist noch dazu prinzipiell ein Hilfsgriff, der rein innerweltlich-irdisch etwas erzwingen und bewirken soll, das der Wirklichkeit (die immer zuerst geistig ist) nicht entspricht.*** "Blutsverwandtschaft" als Maß der Gemeinschaft ist deshalb in dem Maß bedeutsam, als eine Gesellschaft sich (und das verhilft zu überraschenden Erkenntnissen, wenn man es auch in der Geschichte weiterdenkt) nicht in die patriarchal-hierarchische Form zu bringen vermag, die Frau also eine "politische" Rolle spielt, und Matriarchat die Fundamente durchtränkt hat.

Denn natürlich spielt die körperliche Dimension bei der Frau eine größere Rolle als beim Mann, der nur über das Wort "Vater", also "aktuelle Form" wird. Aber dann bliebe und bleibt eben die Gemeinschaft ungenügend, ja defiziös, weil nur irdisch als "Potenz" definiert, der aber noch das mangelt, die überhaupt erst zu "Etwas" macht - und ein Volk kann nur aus "Etwassen" bestehen.

Der konkrete Mensch ist aber durch den Geist definiert: Er braucht die Form, die aus der Mater(ie) heraus zur Gestalt wird. Deshalb sind ja auch matriarchale Linien genetisch viel einfacher verfolgbar (und führen weltweit auf sieben Frauen zu, und wenn man weiter sucht wird man sicher entdecken: gar nur auf eine!), und in der Regel werden auch nur diese untersucht. Aber auch das ist ein technizistischer Irrweg.**** Und eigentlich sinnlos, weil sich nichts daraus konkretisieren und ableiten läßt.

Die heutigen, sich weltweit Juden nennenden Menschen sind überhaupt kein Volk. Sie sind bestenfalls eine Ideologie- und Nutzengemeinschaft.

Wären die Juden der Torah (dem Alten Testament) treu geblieben, hätten sie Jesus erkannt, nicht gekreuzigt: Jesus spricht immer wieder davon, genau davon. Das Judentum hat sich vielmehr sogar (nach dem Verlust von Tempel, Opfer, Priesterschaft im Jahre 70) neu erfunden. Deshalb ist es nicht mehr dasselbe Volk wie jenes torahtreue Judentum, das Christus erkannt hat, und die fortan Christen genannt wurden. Eine geistige Verbindung dessen, was sich heute Judentum nennt, zum "alten" Judentum gibt es somit gar nicht. Die Gebote, die Vorschriften, die buchstäbliche Gesetzestreue begründet KEINE Kontinuität des Glaubens von Abraham und Moses. Schon die Juden zur Zeit Jesu waren gar keine abrahamitisch legitimierten Juden mehr. Sie waren es bereits damals nur dem Buchstaben nach, als Äquivokation, als schizoide Täuschung.

Es geht im Wesentlichen darum, daß die Juden, die sich nur über die später im Talmud regelrecht neu konstituierte Religion definieren, nicht über "Rasse", eben NICHT (mehr) das Volk Gottes sind**, sondern daß über Jesu Tod, Auferstehung und vor allem über den Heiligen Geist die Getauften, die an ihn Glaubenden das neue, das alte übertreffende weil deren Hoffnung erfüllende Volk Gottes sind, das Gott sich von Anbeginn erwählt hat. Und dieses Volk ist prinzipiell auf die gesamte Menschheit ausgerichtet, als Volk eben nicht dem Blute nach, weil das in diesem Bezug wertlos wäre.

Aber von einem "Volk der Juden" kann man heute gar nicht mehr sprechen. Und niemand weiß das besser als Juden: Die je nach Nützlichkeit einmal behaupten, "ein Volk der Juden" zu sein, und im nächsten Moment diesen Begriff ablehnen, wenn man von "den Juden" spricht, weil es nur einzelne gibt. Wer das nicht glauben will, wer das noch nicht selbst erfahren hat, sehe sich eine von vielen prototypischen Diskussionen von und mit Juden auf Youtube an. Am ehesten kann man wohl noch von Volk beim Staat Israel sprechen, denkt man sich den zionistischen Anspruch weg, der reine Farce ist.

Es ist sogar wesentlich, daß Jesus nicht mehr als körperlicher Mensch (sondern in der Gestalt des Brotes) anwesend ist. Erst dadurch kann er durch den Geist in der Welt präsent sein wie bleiben, erst dadurch wird er universal: indem er sich selbst aus der faktischen Geschichte der Juden "herausnimmt", diese Geschichte vollendet und in die Erlösungsgestalt Kirche die ganze Menschheit überhöht (was genau nicht heißt, daß er "das Judentum" prolongieren wollte, wie es sich heute versteht: Dieses Judentum, das er prolongiert hat, sind die Christen).

Und die sind nicht ein Parallelvolk zu den heutigen Juden, als Volk (konstituiert vom Willen der Zugehörigkeit) Angehörige einer Religion, die sich gegen Gott richtet (der Talmud verkündet ein "Anti-Christentum"), als materiales, paralleles, erlösungsfähiges Volk Israel.

Das ist gemeint, wenn Jesus wie im Johannes-Evangelium (am Jakobsbrunnen, Kapitel 4) sagt, daß das Heil aus den Juden käme. Das ja in ihm schon da war und ist. Was sich eben nicht vollzieht, wenn Jesus nicht zum Vater gegangen ist und der Heilige Geist in die Kirche (als societas perfecta, als neue Schöpfung, im Geiste angelegt, vom Fleisch nur mehr oder weniger mangelhaft realisiert) kam.

Und sich auf die gesamte Menschheit bezieht - "das für Euch und für viele vergossen ist". Die Wirklichkeit der Kirche, das Reich Gottes ist geistig, väterlich, nicht von dieser Welt, aber nun in der Welt, weil "wieder über Christus in das innertrinitarische Leben aufgenommene Welt". Ja, ERST durch den Geist in der Welt, weil alles Irdische aus dem Geist des Vaters ("Herr lehre uns beten!" "Vater unser ...") geboren wird und lebt und besteht.

Und das ist ein universales, universelles Gesetz der Welt als Schöpfung überhaupt, in der sich Geist inkarniert, im Menschen durch seinen Ungehorsam der erblichen Ursünde aber diese Verbindung von Geist und Materie, von Form und Inhalt durchtrennte. Also muß der Geist wieder dezidiert kommen! Nur so wird definitiv Natur und Übernatur, Welt und Gott, versöhnt und zusammengeführt. Über Jesus Christus. Durch ihn, mit ihm, in ihm.


Morgen Teil 6) Warum wurde Jesus als Jude inkarniert? -
Der Versuch, den Katholizismus zu kapern




*Diesen Bruch zu heilen versuchen ja die sogenannten "Weltreligionen", und erst recht die esoterischen Lehren, Methoden, Meditationstechniken, Yoga, Sufismus, Trancetechniken, Drogen, etc. etc. Aber das ist allen diesen nicht möglich, weil ihnen ... Gott selbst fehlt. Sodaß sie immer psychogen (wenn nicht dämonisch) in diesem Bestreben bleiben.

²Man erkennt auch hierin die verheerende, weltumstürzende Wirkung des Evolutionismus, der genau das ja bestreitete, wo die Idee (bestenfalls, wobei es "Geist" gar nicht gibt) dem faktischen Sosein der Materie folgt (in den beiden "Theorien" des Epiphänomens, also einer Täuschung, oder der gleichermaßen irrationalen "Emanationstheorie", wo also aus Legosteinen ein Haus wird, also "Ordnungs-Idee"). 

**Aus diesem Grund glaubt der VdZ auch nicht (und er ist mit dieser Ansicht nicht allein), daß es eine "Bekehrung der Juden" zur Erfüllung der Bedingungen für die Wiederkehr Christi braucht oder geben wird. Das ist nur eine der vielen zu buchstäblichen Auslegungen "derjenigen, die sich heute Juden nennen", und wie sie sich bei Schoeman findet, und wie es die "Messianischen Juden" kennzeichnet. Vielmehr hat sich dies längst erfüllt: In den Juden, die DAMALS, als Christus predigte, bekehrten - und fortan Christen waren.

***Übrigens: Selbst Hitler (sic!) hatte ein Problem, wenn verschiedentlich Rasseideologen im Deutschen Reich versuchten, "den Deutschen" als "blond und blauäugig" zu definieren. Er hat es immer verhindert. Nicht nur wegen seines eigenen Aussehens, sondern weil mehr als die Hälfte der Bürger des Deutschen Reiches NICHT blond und blauäugig etc. waren.


****Wenn stimmt, was der VdZ gehört hat, dann ist auch nur die matriarchale Linie das, was orthodoxe Juden als "Bestimmungsmaß" für "Jude oder nicht" anerkennen, per "Blutsmaß" sozusagen. Es ist gewiß nicht weit hergeholt, wenn man das Judentum deshalb mit seinem Grundproblem, der Ablehnung des Vaters, des logos, der Weltordnung (die Form ist) in Beziehung setzt.




*230319*