Dieses Blog durchsuchen

Sonntag, 19. Januar 2020

Warum der Erste Weltkrieg die Vormachtstellung Deutschlands schuf (2)

Teil 2)



Die Nachkriegsordnung hielt aus dem Grund, so Höbelt weiter, nicht länger als bis 1939, weil die Siegermächte nicht wirklich hinter der neu geschaffenen Ordnung standen. Sowohl die USA wie auch Rußland hatten sich aus Europa wieder zurückgezogen und waren mit eigenen Problemen beschäftigt. Frankreich und Italien waren zu schwach, um Europa stabil zu halten, standen noch dazu in einem Konkurrenzverhältnis zueinander.

Nach 1945 hielt die Ordnung, weil sowohl die USA wie auch Rußland an Europa strategisches Interesse hatten. Grund war die neue Gegnerschaft, die im Kalten Krieg seine Form fand. Heute steht Europa vor der Situation, bestenfalls "die Schweiz der Welt" zu werden. Seine Bedeutung ist marginalisiert, denn die Mächte der Welt - USA, Rußland, China, Indien, die Tigerstaaten - spielen in einer eigenen Liga. Und haben in Ostasien einen neuen Schwerpunkt gefunden. Dem Europa sowohl technisch wie zivilisatorisch hoffnungslos unterlegen ist.

Interessant Höbelts Aussage zur landläufigen Meinung, die USA hätten am Kriegseintritt 1917 schon deshalb Interesse gehabt, weil sie sonst um ihre Kredite an die Alliierten hätten fürchten müssen. Höbelt bestätigt die auch vom VdZ vertretene Meinung, daß es anders war. Die USA hatten vielmehr im Ersten Weltkrieg die Chance gesehen, ihre alten Schulden an Europa (v. a. England) auszugleichen. Der VdZ hat auch hier schon dieselbe Ansicht dargelegt. Teilweise wurden die englischen Kredite mit Übernahmen von Aktienkapital ausgeglichen, und ein großer Teil der amerikanischen Industrie fiel in amerikanisches Eigentum. Bis dorthin hatte die USA seine schon 1914 überragende Stellung am Weltmarkt (Deutschland hatte mehr Stahl produziert als der Rest Europas gemeinsam, aber die USA mehr als die übrige Welt zusammen) durch englische Investitionen errungen.

Nach 1918 standen sie finanziell pari mit Europa, und konnten sich wieder in die alte Isolation (Monroe-Doktrin) zurückziehen. Sie waren ja nicht einmal dem Völkerbund beigetreten. Erst im Zweiten Weltkrieg war es anders, da erhielten die USA ihre Kredite an die westlichen europäischen Mächte nicht mehr zurück.

Höbelt spricht hier zwar nicht darüber, aber wir wollen kurz fortführen und darauf hinweisen, daß Europa nach 1918, noch mehr aber nach 1945, für den Rest des europäischen Kontinents erdrückend übermächtig wurde. Das war in der Gründung 1870/71 bereits angelegt, wir haben es bereits behandelt. Auch wenn es so tut, als sei es "fair" und Frankreich gewissermaßen den Vortritt läßt, um friedliche Absichten zu beweisen. In den Augen des VdZ erklärt sich so, was Höbelt hier verwundert festhält: Daß im Grunde die ganze EU nach der Pfeife Frankreichs tanzt. Während Deutschland alles tut, um seine reale Macht und Stärke unter der Tischdecke zu halten und im realen außenpolitischen Handeln alles zu tun, um sich als schwächer dazustellen als man ist.








Hüterin des Feuers

Bei vielen Völkern besteht das Festhalten daran noch heute. Seit uralten Zeiten ist es auch bei uns die Aufgabe der Frau, das Feuer des Hauses zu hüten. War es bei den Vorvorderen erloschen, mußte der Priester kommen, und in einer Heiligen Zeremonie wurde es wieder in Gang gebracht. 

Doch zeigt das Anschauen des Lebens noch mehr von der Wirklichkeit, denn die Frau hütet nicht so sehr das Feuer, sondern die Glut, die sie, wenn die Weltordnung des Mannes sie verlangt, neu zur Flamme entfacht. 

Denn dieses Feuer wärmte und durchglühte das ganze Haus, und die Schmelze aus diesem Glühen, die Speise, durchströmte jeden, der dazugehörte oder Gast an dieser Wärme war.  Denn es ist das Feuer, das alles verwandelt, auf daß es dem Menschen zur Stärkung wird, ohne die er in der Welt erlöschen würde.

Die Frau muß diese Wärme sein, diese muß in ihr wohnen, wie die Flamme im Herd. Sie muß den Geist darstellen, in den das ganze Haus getaucht ist und sich immer wieder neu taucht. Auf daß von ihr die Inspiration auf alle übergehe, die daran teilhaben und denen sie sie gibt. 

Sie ist nicht die, die die Ordnung in Gesetze festlegt und für deren Einhaltung nötigenfalls mit Gewalt sorgt. Sie ist die, die diese Ordnung getreulich und gehorsam verkörpert, in ihrem alltäglichen Lebensvollzug die Umgebung innerhalb der Hausmauern so gestaltet, daß sie als ausgetretene Pfade, an denen sich kein Fuß stößt, der ihnen folgen will, alle in diesen Geist einführen und bewahren. All ihr Sinnen muß darauf abzielen, wie diese Ordnung für alle greifbar und lebbar wird, und sie muß jenes Strahlen sein, dem alle gerne folgen, auf daß es zum Stern geleitet.

Die Kranken muß sie pflegen, den der aus der Bahn geworfen ist locken, den der verwundet aus der Welt heimkam ermutigen, auf daß er an dieser Ordnung wieder teilhaben kann, damit der Friede in diesem Hause bewahrt bleibt. Und das Haus selbst zur Zubereitung für die Taten wird, die aus dem Geist erwachsen, den jeder wieder in der Laterne seines Herzens die Welt trägt. Denn es ist der Geist des Heiligen, der das Wollen und das Vollbringen gibt. Die Welt stammt aus dem Geiste, der in ihr Wohnung fand und sie durch Ordnung erhellt. Erlischt der Geist, erlischt das Haus.

Antonius Vitus Grecus, "Regulae" (ca. 330 v. Chr.)
Übertragung aus dem Spätkalabrischen vom VdZ




Samstag, 18. Januar 2020

Warum der Erste Weltkrieg die Vormachtstellung Deutschlands schuf (1)

Der Wiener Historiker Lothar Höbelt ist nicht nur ein origineller Kopf, sondern bricht mit seinen Sichtweisen das lähmende Narrativ, das sich in unseren Ländern gebildet hat, und macht eine neue Weltsicht möglich. Höbelt liest die Gestalten, er läßt sich nicht von den Plaudereien wegziehen. So meint er auch, daß der strategische Sieger nach dem Ersten Weltkrieg Deutschland gewesen ist. Denn es hat sein größtes strategisches Problem, die Zweifrontenstellung zwischen Frankreich und Rußland, aufbrechen können. Was durch die Gründung Polens geschah, das traditionell mit Rußland in großen Spannungen lebt. Nun hatte Deutschland einen Puffer zum größten Land Europas, und konnte sich auf den Westen konzentrieren. Als eine der fünf neuen Weltmächte, die da die USA, Frankreich, Deutschland, England und Japan waren.

Die Frage, wer also den Ersten Weltkrieg eigentlich gewonnen hat, ist alles andere als eindeutig, wenn auch militärisch scheinbar klar durch die Kapitulationen. Politisch gesehen aber waren die offiziellen Sieger durch die Bank strategisch gesehen Verlierer. Vielleicht kann man daraus besser verstehen, warum die "Sieger" so darauf drängten, die Rolle der Kriegsschuldigen wie auch der Gewinner so vehement in den Verträgen von Versailles (Deutschland) wie St. Germain/Trianon (Österreich-Ungarn) festlegen zu wollen. Aber nicht einmal das ist gelungen.

Den Anlaß zum Kriegseintritt der USA 1917 bot Deutschland selbst, als es den uneingeschränkten U-Boot-Krieg gegen England erklärte und damit auch amerikanische Schiffe zu versenken begann. Diese Gelegenheit ließ sich Washington nicht entgehen. Wäre das nicht geschehen, wären die Westmächte bereits 1917 gezwungen gewesen, ihre Kriegsanstrengungen aus finanziell-materiellen Gründen zu limitieren, und der Ausgang des Krieges wäre ein anderer gewesen. Ende 1916 hatten nämlich die Amerikaner aufgehört, britische Schatzscheine zu kaufen, also Kredit zu gewähren. Nur eine Ausweitung der Kriegshandlungen selber konnte also die westlichen Alliierten retten. Das war im Grunde auch im Zweiten Weltkrieg nicht anders.

Am meisten hat Deutschland aber, so der VdZ, von der Zerschlagung der Donaumonarchie profitiert. Dadurch entstand ganz selbstverständlich ein Machtvakuum im Herzen des Kontinents, der schon aus natürlichen, geographischen wie ethnischen und historischen Gründen die natürliche Einflußzone Deutschlands wurde. Noch heute leidet Europa unter dem Fehlen einer in diesem Raum gleichstarken Macht, der noch dazu den amerikanischen, ja überhaupt den außereuropäischen Einfluß am Leben hält, weil sich Länder wie Polen, die Tschechei, aber auch Ungarn und einige Balkanstaaten nicht anders gegen die erdrückende politische Übermacht wehren können als durch solche transkontinentalen Allianzen. Zumalen sie sich von den westlichen Ländern benachteiligt und klein gehalten fühlen.

Rußland ohne Zaren war kein Gegenpol gegen Deutschland mehr. Als den Alliierten das einfiel, war es schon zu spät, die russische Armee war abgerüstet und der Westen hatte politisch durch den Frieden von Brest-Litowsk, wo Deutschland und Rußland untereinander alles regelten, keinen Zugriff mehr. Selbst die Ukraine wollte aber in der Monarchie bleiben, weil sie mit Recht befürchtete, zwischen Rußland und Polen zerrieben zu werden (und hatte für kurze Zeit 1919 sogar einen Habsburger als Regenten. Was heute kaum jemand bei uns weiß.)

Dabei war es noch 1916/17 Interesse der einen Hälfte der Engländer (die andere war längst in den Weltherrschaftsträumen der britischen Rasse von Cecil Rhodes, Rothschild et al. verfangen, sie hat sich dann v. a. später durchgesetzt), wenn auch eher im Format eines Gedankenspiels (es kam allerdings tatsächlich zu einem diesbezüglichen Treffen zwischen Briten und Österreichern), die Donaumonarchie als Gegengewicht zu Deutschland am Leben zu halten. Niemand hatte eine rechte Vorstellung was passieren würde, wenn die Habsburger Monarchie zusammenbräche. Und letztendlich hatte England nicht wirklich noch Interesse an Zentraleuropa, Zeichen des Rückzugs, der sich im späteren Verlust des Empires, das man aufgab, um Kernengland zu retten, dann manifestierte.

Daß Österreich zusammenbrechen würde, war militärisch erst Mitte 1918 endgültig klar, als die Balkanfront zusammenbrach. Eine direkte Folge des Zusammenbruchs Bulgariens, das bis dahin die Engländer, die von Saloniki aus nach Norden wollten, in Schach gehalten hatte. Österreich alleine hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen, es war militärisch schon zu ausgeblutet, und wirtschaftlich am Boden. Wien war die Zentrale von Verwaltung und Kapital der Monarchie. Aber was verwalten? Wo anders war das Kapital investiert als in den (nach heutigem Begriff) nicht-österreichischen Gebieten der Monarchie?

Und erst dann bekamen die eigenstaatlichen Bewegungen in den Monarchievölkern ihren vollen Auftrieb (man sehe dazu auch einen weiteren Vortrag von Höbelt aus allerjüngster Zeit), lange Zeit noch ohne die Absicht, eine überstaatliche Zusammenarbeit in den Grenzen der Monarchie aufrechtzuhalten, in welcher Form auch immer. Die Westmächte hatten noch im Herbst 1918 keine klare Linie, was mit Zentraleuropa passieren sollte. Allerdings waren sie durch verschiedenste Versprechen bereits stark gebunden und auf Wege gedrängt, die sich dann durchsetzten, weil sie nun die einzige und erste feste Linie der weiteren Entwicklungen waren.

Morgen Teil 2)  




Was Berufspolitiker anrichten

Wo liegt in dieser Liste, die den hohen Anteil an ehemaligen Mitgliedern der NSdAP im deutschen Bundestag nach 1945 zeigt, das eigentliche Problem? Kein neues Regime (wie nach 1945), so "anders" es auch sein will, kann auf die Funktionsträger und Verwaltungsbeamten des Vorgängerstaates verzichten, sonst würde jede Ordnung zusammenbrechen. Die haben die Fachkompetenz, kennen die Strukturen, wissen wie damit umzugehen ist. Der ideologische Überbau ist selbst für solch' "belastete" Personen oft sehr wandelbar weil fachlich wenig bedeutend für ihre Karriere. Politische Ausrichtung hat hier immer eine untergeordnete Rolle gespielt. Zumindest früher. Es ist sogar wahrscheinlich, daß so manche dieser ehemaligen Nazis und späteren Bundestagsabgeordneten vor 1933 Kommunisten waren. Von denen Goebbels einmal mit Erstaunen bemerkt, daß die Hauptrekrutierung der Parteikader unter Kommunisten nach 1933 am erfolgreichsten ist.

Das Problem liegt woanders. Es liegt in der Seltsamkeit, daß plötzlich, und in diesem Fall, mit der Möglichkeit gespielt wird, daß Politik doch eine Sache von Individuen, von Personen ist, und nicht von Strukturen und Sachvorgängen. Wenn man Politikern ihre Überzeugungsvergangenheit vorwirft und die als Krimen angibt, dann kann das nur in einer Situation gemacht werden, wo es auch persönliche politische Verantwortung GIBT. Das heißt, in einer Zeit, in einem System, in dem nicht das System trägt und fordert und befiehlt, sondern der Einzelne. Dann muß man jeden Politiker nach Abschluß seiner Amtsperiode (wo er seine Immunität verliert) auch für die Folgen seiner Politik persönlich haftbar machen. Das heißt: Den Finanzminister, den Kanzler, den Präsidenten für die Milliarden in den Sand gesetzten Steuergelder, samt Privathaftung durch sein Vermögen, und wenn das nicht reicht, durch Schadensersatz und (etwa) Strafarbeit.

Dasselbe muß dann für den Beamtenapparat gelten. Nach heutigem Maßstab liegt persönliche Inkriminierung aber nicht an der Teilnahme an einem System, sondern an dem VERSTOSZ gegen die aufgetragene Systemtreue.

Aber das wirkliche Problem liegt heute woanders. Und es ist systemimmanent, kann also nur dem System vorgeworfen werden. Und hier zeigt sich es sich auch. Weil sich die prinzipielle Schwäche der parteienzentrierten Demokratie immer deutlicher herausgearbeitet hat. Es liegt an der "Politik als Beruf".

Weil die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten an sich konkreter, problemzentrierter, subsidiärer war, und auch nicht mehr sein sollte. Doch in der immer ausschließlicheren Reduktion des Volksvertreters auf einen Berufspolitiker als einen Mann, der alles der Partei verdankt, der er zugehört, stülpt sich über ein sachliches Problembewußtsein eine ideologische Komponente.

Die in Zeiten wo es "viel zu tun gibt", wie nach dem Kriege, wo also die Aufgaben recht konkret bleiben, erst wenig Rolle spielt. Die aber bei zunehmendem Wohlstand, parallel zum Zustand wo "alles im Grunde läuft", einen Überschuß an "Lösungskraft" ergibt, verglichen mit dem, was es zu lösen gibt. Es entsteht ein geistiges, ein Sinn-Vakuum, das gefüllt werden muß.

Also nimmt die Parteiideologie mehr und mehr Raum ein. Mehr und mehr überlegen Abgeordnete, wie sie ihr Dasein auf Steuerzahlerkosten rechtfertigen können, wie sie wiedergewählt werden, wie sie in der Partei unabkömmlich werden, der sie Ansehen, Stellung, Stand und Vermögen verdanken. Politik als Beruf wird so zu einer Tätigkeit, die ganz anderen Kriterien unterliegt als das, was Politik zu lösen hat. Der Abgeordnete wird nicht mehr zum Volksvertreter (die Stimmabgabe bei Wahlen wird hier zum großen Bluff), sondern zum Vertreter einer Partei. Und mehr und mehr entstehen Gesetze, Regelungen, Verhaltensverordnungen, die alleine ideologischen Gesichtspunkten folgen.

Die überwiegende Zahl der Probleme, die wir heute haben, ist also einerseits diesem Überschuß an Regulierungskraft zuzuschreiben, und anderseits einem Problemfeld, das Kompetenzen erfordert, die mit dem Berufsfeld nicht übereinstimmen. Entstammt also einem Konstruktionsfehler dieser unserer Form von Demokratie. 

Wo Berufspolitiker buchstäblich aus Langeweile hier und persönlichem Ehrgeiz dort Wege (Gesetze und Verordnungen) suchen, mit denen sie das Leben des Volkes bestimmen können.

Volksvertreter dürfen niemals ihrer Vertretungstätigkeit Stand und Ansehen und Einkommen verdanken. Sondern ihr Tun muß als das begriffen werden, was es ist: Eine Ehrentätigkeit einerseits, die sie ihrem Ansehen verdanken (nicht es dadurch erst erringen), und anderseits einem höheren, göttlich legitimierten Auftrag, in dem sie Probleme subsidiär lösen, und dabei auf dem Boden der Wahrheit stehen. Auch wenn das heißen kann, daß sie mal ein halbes Jahr nicht in den Bundestag fahren müssen (können), weil einfach nichts ansteht.

Es ist der Gedanke, daß Politik den Parteiideologien nach einen Staat "zu gestalten" haben, daß der Freiraum geringerer Probleme also auch Raum  für "neue Umgestaltungsideen" böte, die diesen Unsinn bewirkt hat, daß die Politik seit den 1970er Jahren, also genau seit den Zeiten, wo der Wohlstand in unseren Ländern einen nie gesehenen Stand erreicht hat, so tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen durchzuführen begonnen hat. Aber da gab es diese Nazis schon aus Altersgründen in unseren Parlamenten kaum noch. Bis zum heutigen Tag, wo als Wahlslogans immer ausschließlicher aufscheint, daß Politiker damit locken, "zu verändern". Wann gab es das je? Das Volk jedenfalls hat das nie gewollt. Es wollte immer schon nur in Ruhe gelassen werden.






Freitag, 17. Januar 2020

Unsinn Energieeffizienz

Wohin separiertes, eingeschränktes, arbeitsteilig-fragmentiertes "Fachdenken" führen kann, zeigt das berühmte Beispiel der Glühbirnen. Irgendeinem Technokraten in Brüssel fiel es unangenehm auf, daß bei herkömmlichen Glühbirnen - die eigentlich Heizspiralen betreiben, deren Nebenausbeute Licht ist - nur fünf Prozent der eingesetzten Energie auch als Licht wieder herauskam. 95 Prozent wurden als "Verlust" durch Wärmeabstrahlung angesehen. 

Die Folgen sind bekannt: Glühbirnen wurden verboten, und durch ökologisch aberwitzige Energiesparapparate oder LED-Lampen ersetzt, beide noch dazu schädigend fürs Augenlicht. Eine weitere Folge davon aber war noch gravierender: Die nunmehr den Lichtquellen fehlende Wärmeabstrahlung, mit dem wunderbaren Zusammenhang, daß das Licht umso mehr dann gebraucht wird, wenn die Außentemperaturen auch niedriger sind (nachts, oder winters), muß nun durch zusätzliche Heizungsleistung ergänzt werden. Selbst wenn man also in CO2-Kategorien denke (was immer man davon halten mag), ist die Umweltschutzmaßnahme ins völlige Gegenteil gekippt. Insgesamt stieg der Energieverbrauch, auch durch den hohen Aufwand, den die Herstellung solcher Energiesparlampen bedeuten. Die Lampen waren nun zwar "energieeffizient". aber die Menge der umgewandelten (vulgo "verbrauchten") Energie gestiegen.

Das Beispiel ist deshalb gut geeignet, weil natürlich davon ausgegangen werden kann, daß hierbei spezielle Sonderinteressen bestimmter Industrien eine maßgebliche Rolle spielten. Die Wahrheit ist, daß in den allermeisten Fällen Glühbirnen energietechnisch weit sinnvoller sind als etwa LED-Lampen. Die meinetwegen in einem Kühlraum Sinn haben. Aber praktisch gar nicht in Wohnräumen. Es muß also jedem frei bleiben, welche Lösung er wählt, sie ist immer sehr spezifisch. Dennoch muß die Allgemeinheit die Kosten für ein verfehltes arbeitsteilig-fachverengtes, verallgemeinertes Denken tragen.

Das Effizienzdenken, schreibt Jürgen Weigl, ist immer das Denken "ich will alles für mich," und erzwinge das möglichst auch vom anderen. Mit Nutznießern, selbstverständlich. Es bedeutet aber immer eine Einschränkung auf einen Teilaspekt, der nie das Ganze sieht und berücksichtigt. Die Kosten trägt der Bürger. Diesem Effizienzdenken steht sein schlichter Spargedanke gegenüber. Der auf einem viel umfassenderen, dem Mitfühlen entstammenden "Leben und leben lassen" beruht und dem Individuum überlassen bleiben muß, weil er immer individuelle Form hat. Er braucht Wahlfreiheit, in denen er sein Wissen anwendet, nicht normierte Gedanken, wie sie immer üblicher werden. So daß wir es heute schon weit mehr mit normierten Meinungen, aber nicht mit Wissen zu tun haben.

Gewinn und Verlust aus Energieumwandlungsprozessen sind immer das Resultat von subjektiven Meinungen und Nutzen, die eine Entscheidung von gut und böse voraussetzen. Denn einen "Verlust" von Energie gibt es nicht, sie wird immer verwandelt, nicht "verbraucht". Von Verlusten spricht man aber, wenn ein bestimmter Effekt nicht direkt gefördert wird. Ob sie das aber im Ganzen gesehen sind hängt von weit mehr Umständen ab.

Und doch hat die Effizienz eine große Bedeutung, aber in anderer Hinsicht. Dann nämlich, wenn wir zum Beispiel riesige Mengen Sonneneinstrahlung - die einzige Energiezufuhr, die die Erde genießt - zur Gänze über einer bestimmten Fläche abfangen, davon nur einen kleinen Teil (wegen geringer Effizienz) in Strom umwandeln, und den Rest, in Wärme umgewandelt, ungenützt wieder in die Atmosphäre abstrahlen, damit aber dem Boden entziehen. So fehlt diese Energie den übrigen Naturbereichen, die regelrecht verhungern. Und das könnte Auswirkungen haben, von denen wir heute noch nicht einmal träumen. Es sind aber Albträume.

Sparsamkeit heißt, daß die ankommende Energie (die letztlich immer von der Sonne kommt) in allen Formen, in die sie umgewandelt wird, möglichst viel Arbeit und damit Nutzen ermöglicht. Als Abwärme siehe oben etwa, oder für die Lebewesen im Boden. Das geschieht aber bei Solarpanelen zum Beispiel nicht. Die zwar extrem viel, ja in ihrem Bereich sämtliche Energie den Lebenskreisläufen der Erde durch Abfangen entziehen, diese Energie aber nur zu geringem Grad nützlich umwandeln, und mit dem Rest wie riesige Konvektoren die Luft heizen, diese somit sinnlos nach oben und zurück ins Weltall letztlich schicken, und so tatsächlich Energie verschwenden.




Klima ist immer regional (2)

Teil 2)



Generell stimmen diese Daten mit früheren Analysen Aigners zusammen. Wo er von wärmeren Sommern, aber schneereicheren Wintern sprach, einem Idealzustand für den Tourismus also. Und sie haben natürlich ihre Auswirkungen auf die Vegetation in den Ostalpen. Die Vegetation wird durch die wärmeren (kurzen) Sommer nämlich kräftig angeschoben. Nimmt man die gesamte Vegetationsperiode in den Alpen von Mai bis September an, so zeigt diese Periode bei einem mittleren Anstieg von einem Grad Celsius eine Wanderung der klimatischen Schneegrenze Ende des Sommers um hundertfünfzig Meter nach oben. Seit Mitte der 1970er Jahre sind die Temperaturen sogar um zwei Grad im Mittel gestiegen, was mit dem Anstieg der Sonnenscheindauer um 20 Prozent korreliert. Im selben Zeitraum stiegen im Kernsommer, also von Juni bis August, die Temperaturen sogar um drei Grad, bei einer Erhöhung der Sonnenscheindauer um 30 Prozent. 

Insgesamt stieg seit den 1970er Jahren die klimatische Schneegrenze sogar um vierhundert Meter nach oben. Heute findet man regional ein Aufkommen von Jungbäumen in 3-400 Meter höheren Lagen als 1970. Entsprechend verhielt sich auch das Volumen der Gletschereismassen, das gleichermaßen und wenig verwunderlich deutlich zurückgegangen ist.

Aber das ist kein besonderes Ereignis! Es läßt sich belegen, daß viele Gletscher in den letzten 10.000 Jahren sogar deutlich weiter zurückgezogen waren als sie das heute sind. Wegen der starken Nutzung hochalpiner Gebiete ist es schwierig zu sagen, ob dieser Anstieg der Baumgrenze um vierhundert Meter natürlichen Ursprungs oder menschlich verursacht ist. Es wird in dieser Langzeitevidenz, die Gletscherrinnen bieten, auch klar, daß die Ausdehnung der Gletscher Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts sehr sicher die größten Ausdehnungen waren, die die Alpengletscher je gehabt haben. Das Vergleichsniveau mit heute ist also ein historisches Extrem. Wenn wir heute von Erwärmung sprechen, gehen wir von den extremen Temperaturverhältnissen der "Kleinen Eiszeit" aus, die seit dem 15. Jahrhundert herrschte. Das macht die Gegenwart erheblich "normaler"!

Als Fazit läßt sich schließen, daß der Anstieg der Temperaturen in den Ostalpen seit Beginn der Meßreihen 1887 im Sommer beachtlich ist, aber in deutlichem Zusammenhang mit der Zunahme der Sonnenscheindauer zu stehen scheint. Seltsamerweise findet das in allen Klimadiskussionen wenig Beachtung. Das ist insbesonders deshalb wichtig, betrachtet man den Gletscherrückgang, weil die Schneefälle von Oktober bis Mai weniger Einfluß auf die Jahresbilanz von deren Eismasse haben als die (wenigeren) Sommermonate. Generell muß deshalb der Umstand, daß die Sommer wärmer wurden und weiter werden einen entscheidenden Einfluß auf den Rückgang der Alpengletscher haben. Weil nur in Höhen deutlich über 3000 Metern Seehöhe, oder in günstigen Einzellagen, Altschnee auch über diese drei Sommermonate hinaus liegen bleiben kann, der aber für eine Eisbildung entscheidend ist.

Damit steigt auch die Biomasse in den Alpen, weil die Vegetationsperiode sich (durch veränderte Intensität, also raschere Anstiege) verlängert, und die Baumgrenze sich nach oben schiebt. Die Alpen werden gegenwärtig weniger weiß, aber bedeutend grüner.  Für die Nutzung der Alpen durch den Tourismus sind das sehr günstige Bedingungen.

Wir, für uns, ziehen aber auch andere Schlüsse. Denn Aigners Untersuchungen zeigen einmal mehr, daß man von Klima und Auswirkungen durch dessen Veränderungen nur sinnvoll sprechen kann, wenn man die Diskussion streng regional führt. Denn erst dann wird man der Subtilität einzelner Veränderungen gerecht, und kann realistisch über Ursachen und Wirkungen sprechen. Das zeigt sich auch bei der Betrachtung der kleinklimatischen Veränderungen in den Alpen, wo Faktoren wie veränderte Nutzung (zwischen dem Rückgang der Almwirtschaft und dem Ansteigen der Baumgrenze bestehen zweifellos Zusammenhänge) und Wärmeinseleffekte (höherer technischer Ausstattungsgrad der Besiedlungen in höheren Regionen) eine große Rolle spielen. 

Auch das Wechselspiel zwischen Wetterbedingungen und Nutzen für den Menschen ist viel komplexer als oft so naiv dargestellt, und zeigt nicht nur klare Vorteile für höhere Temperaturen, sondern läßt auch darüber nachdenken, was im Einzelfall zuerst war: Der Mensch, der die Temperaturen in seinem Kleinraum durch die Kultivierung der Erde ihm vorteilhafter gestalten kann, und die Natur, die Bedingungen vorgibt. 

Zumalen vielfach "Klima" zwar als "anthropogen" gesehen wird, aber seltsamerweise nur im Zusammenhang mit "Katastrophen". Während es sonst wie ein mächtiger, schicksalshafter Naturhammer behandelt wird, der auf uns niederschlägt. So daß um "das Klima zu retten", Maßnahmen notwendig sein sollen, angeblich, die von jenen Ursachen, die diese "pöhsen Wirkungen" ausgelöst haben, völlig verschieden sind.








Donnerstag, 16. Januar 2020

Rückzug in die Bunker (4)

 Teil 4) Auch von den Bischöfen verlassen

Aber die deutschen Völker waren auch von der Kirche verlassen, und das heißt: Von ihren Bischöfen verlassen. Spätestens seit der Renaissance, die der Kirchenhistoriker und Theologe Georg May einem flächendeckenden "Versagen der Bischöfe" zuschreibt. Die ihre Herde nicht schützten, sondern den Potentaten auslieferten. Und dem Volk damit jede Kraft zum (wenigstens inneren) Widerstand gegen die Einbrüche durch die Wölfe versagte.

Nur die Kirche aber hätte die Kraft und geistige Potenz, teilweise auch die Macht gehabt, diesen Entwicklungen zu trotzen. Und sie könnte es bis heute sogar noch, würden die Bischöfe es wahrnehmen. Stattdessen liefern sie nach wie vor das Volk aus, nützen seine Bereitschaft zum Glauben aus, um ihre persönlichen Eitelkeiten und Schwächen und Niedrigkeiten zu verdecken. Bis ihnen absolut niemand mehr glauben wird.

Irland 2019
War es aber - zurück zum Videogespräch, das E. Michael Jones mit The Irish Patriot führt - in Irland anders? War es nicht dort genauso die Kirche, die Bischöfe sohin, die das Volk verließen, mißbrauchten, und auslieferten? Sind nicht sie die Schuldigen, wenn das tiefe Bedürfnis der irischen Menschen nach Religion, Kult und Gott in einem nie gesehenen Wiederaufleben alter heidnischer Religionen und Kulte aufblüht, wie das heute der Fall ist? Vielleicht kein Land Europas hat derzeit eine derart massive Welle an Heidentum zu verkraften wie Irland. Dies reicht in höchste politische Kreise. (Siehe dazu "Armageddon in the Auld Sod" von Geraldine Comiskey.)

Heidentum, weil gleichwertig mit der Katholischen Kirche? Natürlich nicht. Das Neuheidentum (das in Irland noch dazu auf eine uralte Tradition zurückgreift, das Land ist noch voll mit archäologischen Relikten) ist vielmehr eine billige Alternative, weil es "Religion" am Etikett ermöglicht, ohne daß wirklich religiöse Haltung notwendig ist. Der Mensch der Moderne, der Narziß, kann also zu Gott selbst werden beziehungsweise dieser bleiben, weil er sich selbst die Religion gibt. Die dann auf der sicheren Ebene der beherrschten Zweitwirklichkeit läuft. Neuheidentum ist eine lächerliche Farce, und das zeigt sich umso mehr, als es irrational ist.

Seit Jahrzehnten aber wird Irland von einer ähnlichen Welle des social engineering heimgesucht wie Deutschland nach dem Krieg. Das hat die persönlichen Grundlagen zerstört, und damit die Vernunftkraft. Die Folgen in beiden Ländern sind ähnlich, ja noch dramatischer, vor allem nach dem finanziellen Kollaps 2008. In dem der Irische Staat, selbst mit niedriger Verschuldung, die notleidenden Banken herausgekauft hat - und seither so pleite ist, wie es nur sein kann, mit gravierenden Folgen für die irischen Bürger. Aber Schlag um Schlag wurde das katholische Fundament dieses Volkes zerschlagen. Verhütung, Sexualerziehung, "Ehe für alle", Anti-Diskriminierungsgesetze, Abtreibung. Mundtot gemacht durch die medial zelebrierte Bekanntwerdung schwerer Mißbrauchsfälle, gab es keinen Bischof, der das Volk gestützt hätte. Es hätte ihre Wohlversorgtheit gefährdet.

Ja, gewiß, es gibt Kräfte, die diese Degeneration eines Volkes möchten, weil sich ein solcherart wehrloses Volk (und das ist ein demoralisiertes Volk) perfekt zum Sklaven eignet beziehungsweise Sklave ist. Und die Leidenschaften zum Herren machen ist eine Form der Sklaverei, in der der Versklavte die Fesseln sogar selber anlegt. Ja, gewiß, es gibt die Kräfte, die konkret daran arbeiten, ein Volk zu zerstören, zu versuchen, seine geistige Landschaft, seine soziale Ordnung zu zersetzen, damit es dann beherrscht werden könne. Aber die Überwindung eines Volkes ist nur möglich, wenn seine religiösen Führer es im Stich lassen und ausliefern. Am besten, indem diese selbst die Autonomie der Aufklärung verkünden, und das, was jeder Mensch von Klerus und Bischöfen braucht, als unwürdigen Akt der Unfreiheit denunzieren. (Dem VdZ ist ein relevanter Kleriker bekannt, der diese Forderung nach kirchlicher Autorität als "faschistoide Persönlichkeitsschwäche" bezeichnete.)







*Der VdZ hat sogar den Verdacht, daß sich hinter diesen Restriktionsmaßnahmen die bei Kindern oft zu beobachtende Haltung steht, den anderen "nicht mitspielen zu lassen", nötigenfalls durch Zerbrechen des eigenen Spielzeugs, wenn er sich nicht ausdrücklich dem eigenen Willen fügt. Als Erlebnis von Macht, die dem Kind sonst im Leben ja noch fehlt. Er glaubt nämlich, daß wir es bei enorm vielen Menschen, gerade unter denjenigen, die "oben" stehen, mit Menschen im Reifestadium von Kindern zu tun haben.




Klima ist immer regional (1)

Wenn sich die Winter in den Alpen von ihrer frostigen Seite zeigten, und während der Periode mit vorliegenden amtlichen Meßreihen seit Jahrzehnten tendenziell eher Temperaturabfälle mit großen Schneemengen, auf keinen Fall aber Erwärmungen und "keine Winter" zeigen, ist seit Mitte der 1970er-Jahre bei den Meßstellen von Salzburg bis Ostschweiz, die im Schnitt 2.300 Meter hoch liegen, für die drei Monate Juni-Juli-August ein Temperaturanstieg von drei Grad zu verzeichnen. Natürlich stieg damit auch die Baumgrenze um bis zu zweihundert Meter, denn der Sommer ist auch die Vegetationsperiode.

Worin liegt der Grund dafür? Ersten Aufschluß gibt eine Betrachtung der Sonnenscheindauer. Schon die sehr warme Periode der 1930er Jahre zeigt Korrelationen, wie sie auch seit den 1970ern zu beobachten sind: Mehr Sonnenschein - höhere Temperaturen in den Höhen. Seit Mitte der 1970er Jahre ist die Zahl der Sonnenstunden in den Ostalpen um 30 Prozent gestiegen. Es ist generell ein Trend hin zu sonnigen Großwetterlagen. Diese markante regionale Veränderung hat sich in den letzten zehn Jahren sogar noch verstärkt. Legt man die Langzeitkurven von Temperatur und Sonnenscheindauer übereinander, so decken sie sich fast perfekt, der statistische Zusammenhang liegt bei 93 Prozent. Das bedeutet, daß die Aussage "Die Entwicklung der Sonnenscheindauer ist für den Anstieg der Temperaturen in den Ostalpen ursächlich" einen hohen Wahrheits-Wahrscheinlichkeits-Zusammenhang hat, sagt der Alpentourismusforscher Günther Aigner in einem nächsten interessanten Videovortrag vom Oktober 2019.

Wir wollen nicht darüber streiten, daß diese Aussage im Grunde falsch ist, weil Korrelationen nie etwas über Ursache-Wirkungs-Verhältnisse aussagen. Dazu müßte man die Mechanismen exakt verstehen, was nicht der Fall ist. Sonst ist jede Wahrscheinlichkeitsberechnung, jeder statistische p-Wert sinnlos und gefährlich, weil er zu Sicherheiten in Aussagen verführt, die es nicht gibt. Deshalb ist auch die Aussage Aigners falsch, daß die Sonnenscheindauer die Temperaturvarianzen "erklären" könne. Das tut sie nicht, es sei denn, man setzt diese Zusammenhänge als Postulate, als Vorwegannahmen. Immerhin sagt Aigner das schließlich auch.

Und hier wird es spannend. Denn genau das tut die Klimaapokalyptik nicht. Die Sonne hat in den Computermodellen, auf die sich das IPCC beruft, einen verschwindend geringen Anteil an den Erdtemperaturen. Ebenso wie die Wolkenbildung, die man so gut wie gar nicht versteht - und deshalb in den Überlegungen weitgehend ausschließt. 

Wenn Aigner nun sagt, daß "es sehr nahe liegt", das anzunehmen, so beruft er sich auf das, was wir "gesunden Menschenverstand" nennen.

Im zweiten Teil des Vortrags geht der Tiroler Alpenklimaforscher auf die Schneehöhen der letzten sieben Jahrzehnte ein. Die Daten per 1. Juni zeigen, daß diese Messungen eine nahezu gleichbleibende, nur leicht ansteigende Schneehöhe über diesen Zeitraum ergeben. Die oft propagierte Schneearmut gibt es also nicht. Damit läßt sich sagen, daß der Grund für die Gletscherschmelze der letzten Jahrzehnte eindeutig in den Sommermonaten liegt, denn ein Wachstum beziehungsweise die Masse der Gletscher ist von den Niederschlägen abhängig.

Im Gesamtüberblick übers ganze Jahr zeigt sich, daß der letzte Vorstoß der Alpengletscher in den 1970ern deutlich in den amtlich gemessenen Schneehöhen abgebildet ist. Anschließend folgte bis in die frühen 2000er Jahre ein deutlicher Rückgang beider Daten. In jüngster Zeit aber zeigt sich ein markanter Anstieg bei beiden Ereignisreihen, und zwar seit 2008. Dabei ist auffällig, daß die Sommerschneefälle deutlich zurückgegangen sind. Das ist angesichts der gestiegenen Dauer des Sonnenscheins im Sommer nicht verwunderlich, und verschleiert den Anstieg der winterlichen Schneefälle.


Morgen Teil 2)





Mittwoch, 15. Januar 2020

Rückzug in die Bunker (3)

Teil 3) Ein Plan der Zerstörung eines unwürdigen Volkes



Denn Hitler hat zu einem schreckenden Grad spätestens ab 1943, angesichts der auch ihm längst klaren Niederlage, noch dazu angesichts der von den Alliierten gefaßten Beschlüsse, auf keinen Fall mit Deutschland (nicht "nicht mit Hitler", sondern "nicht mit Deutschland"!) Frieden zu schließen, sondern bis zu dessen bedingungsloser Kapitulation zu kämpfen, mit nur diabolisch zu nennender psychischer Gestimmtheit selbst die Zerstörung Deutschlands beschlossen. Auf diese Gemütsverfassung kann und muß geschlossen werden, befaßt man sich mit historischen Quellen. Jenes Volkes, das ihm nicht vollkommen bedingungslos in den Sieg gefolgt ist, diesen also nicht verdient hat. 

Einen anderen Grund für die Niederlage konnte es für den Narzißten und Fanatiker Hitler nicht geben. Erst hier kam auch der endgültige Vorsatz, die Juden systematisch und restlos zu vernichten, zum Range eines Ersatzzieles. Wenn das eine nicht möglich war, dann wenigstens das andere. So zerstörte Hitler auch noch die Selbstsicherheit der Menschen, die ihm gefolgt waren (und die er genau deshalb verachtete, wie jeder Narzißt!), gewissermaßen "auf alle Zukunft", indem er sie mit einer Schuld belastete, die offen vor den Augen der Welt da lag. Durch die "Täter", die Werkzeuge der Macht, die Ausführenden. 

Es gibt bis heute in Deutschland (und Österreich, soweit nicht als "deutsches Land" ohnehin im ersten Begriff enthalten) die Besonderheit, daß die Schuldfrage sich auf die Ausführenden konzentriert, ist das dem Leser schon aufgefallen? Man beachte einmal die Aufarbeitung von (Kriegs-)Schuld in anderen Ländern, wo sie sehr klar auf Strukturen (es ist der "Ort", der das Wesen vorgibt beziehungsweise zum Wesenskonflikt führt) bezogen wird, nicht auf die Einzelnen. Nicht so in Deutschland.

Angesichts dieser gewissermaßen beschlossenen Selbstzerstörung begannen die Vorbereitungen für das Ende. Begann damit jene Vorzeichnung des Schicksals, das dann nach 1945 die Alliierten über Deutschland verhängt haben. Die völlige Vernichtung der biologischen Grundlagen stellte sich im aufkommenden Kalten Krieg als strategischer Fehler heraus, man brauchte ein Gefechtsfeld, man brauchte einen Puffer gegenüber dem Kommunismus. Also schob man einerseits im Marshall-Plan Geld ins Land, ermöglichte die Währungsreform, und versetzte das Land in die Lage, zu konsumieren. Was aber physisch nicht gelingen konnte, und nicht sinnvoll war, wurde auf seelischem Gebiet vollzogen.

Man wollte die moralischen Grundlagen des Volkes zerstören, indem man es umerzog. Kein Theaterstück, keine Zeitung, kein Film, nichts, das nicht der Bewilligung der alliierten Kommission bedurfte. Dazu kamen eine Reihe von Zeitungsgründungen, sämtlich mit amerikanischem Geld.  Das Land wurde mit neuartigen Illustrierten überschwemmt, die - wie Quick oder Stern - die Sexualisierung des Alltags begannen. Ein Feldzug der Rache von Juden, so muß man es bezeichnen. Denn die maßgeblichen Figuren in dieser Zersetzungskampagne waren Juden.

Auch in der Form von neuen "Theorien", wie sie Wilhelm Reich, ein gebürtiger österreichischer Jude, in den USA entwickelten. Und über massiven Einfluß auf die Universitäten (weil "belastet", wurden viele Lehrstellen mit Juden besetzt, die "einzigen", die "politisch zuverlässig" waren) die die sexuelle Entspannung, den Orgasmus, die Masturbation als Fundament einer "gedeihlichen Persönlichkeitsentwicklung" - siehe sein Buch "Der faschistische Charakter", die die Normalität zum Verbrechen erklärte, weil sie unweigerlich zum Holocaust führt - sowie die Zerstörung der väterlichen Autorität (Frankfurter Schule) als deren Schutzwall verbreiteten. Schon in den 1960ern und 1970ern war die Jugend Zielgruppe, und mit Schundblättern wie "Bravo" wurde nicht nur die amerikanische Popkultur (an sich eine Unkultur der Entspannung und Ungeformtheit) früh etabliert, sondern auch die Masturbation als ultimo ratio eines erfüllten Lebens (in Kolumnen wie "Fragt Dr. Sommer") propagiert. Jede Scham, jede Moral wurde so von unten heraus ausgehöhlt, bis sie nicht mehr da war. Bis die deutschen Menschen diese neuen Richtlinien der Weltanschauung tief verinnerlicht hatten.

Den normalen deutschen Menschen ist wohl bis heute nicht bewußt, in welchem Ausmaß er seit hundert und mehr Jahren der Zerstörung durch die Macht ausgesetzt war und ist. Eine Charakteristik, die bis heute vollumfänglich gültig ist. Deutschland, die deutschen Völker scheinen wie die ausgelieferten Lämmer, die von jeder Macht über sie mißbraucht und geschunden werden können. Deutschland gehört zu jenen Ländern, die mit Anführern geschlagen sind, die in einer tiefen, unendlich tiefen Kluft vom Volk getrennt dieses als Objekt der Willkür und psychicher Perversion sehen und mißbrauchen.

 Morgen Teil 4) Auch von den Bischöfen verlassen




Gezielter Wirklichkeitsverlust? Oder nur Synergieeffekte.

Da läuft ein mittlerweile zum Dauerprogramm gewordener Putsch. Das Establishment kämpft gegen das Regime, das sie selbst beherrscht und bündelt seine Kräfte. Oder haben wir es nicht mit der immer selben Tatsache zu tun, daß die Revolution sich auf jeden Fall gegen das Sein weiß, und die Linke sich deshalb immer in jener Opposition weiß, in der sie nur durch Gewalt an jene Macht kommt, die sie letztlich doch nie anders, denn als schattenhaften Wahn in Händen halten wird? Revolution wird damit zu einer Dauerhaltung, Manipulation durch Vortäuschen einer "anderen" Wirklichkeit zum existentiellen Zwang, Wahrheit und Realismus zur tödlichen Gefahr.

Das Einzige, was an einer anarchisch-nihilistischen, revolutionären Haltung aber Konstanz hat, ist die Gegenreaktion. Der Schrei nach der Vernunft ist eine unbesiegbare Kraft, die einerseits proportional zum Unterdrückungsversuch ansteigt, und sich sprung-progressiv verhält. So wie eben die Wirklichkeit sich verhält.

Während in Berlin fast täglich hunderte, tausende Polizisten gegen die Randale linksradikaler Gruppen ankämpfen, schaut das Programm jener Fernsehsender, die über diese Auswüchse bestenfalls in Randnotizen berichten, wie untenstehend aus. So verbissen ist die Linke bereits, daß sie an die Ernsthaftigkeit ihrer Inhalte glaubt und in Verblendung nicht einmal den naheliegendsten Ausweg - den der bloßen Ablenkung und Verführung - geht. Während die linke Faust zu- und damit Recht und Ordnung zerschlägt, erklärt das Establishment, warum das notwendig ist.









Dienstag, 14. Januar 2020

Rückzug in die Bunker (2)

Teil 2) Aber Jones irrt leider



E. Michael Jones sieht das, und er sieht es völlig klar und befreiend. Damit wäre er zu einer Art "Mahner" gerufen, und diese Rolle muß man ihm sogar zuschreiben. Dankbar zuschreiben! Aber er irrt leider in einem Punkt, nämlich der Einschätzung der social media und des Internet als Instrument der Befreiung durch Gespräch. Diese Aufgabe KANN zwar das Internet leisten, aber das geschieht nur in wenigen Fällen. In vielen Fällen ist sogar gerade die erleuchtete Sicht, wie sie Jones bieten kann, eine Gefahr. Weil sie die Illusion nähren kann, und das tut sie in vielen Fällen, daß es ausreicht, sich Tag und Nacht mit dem Globalnetz der Globalquatscherei zu verbinden. Anstatt hinauszugehen, hinaus in die Welt, und alles zu vergessen, was soeben noch zu hören war, und alles, wirklich alles auf diese Realwelt aufzubauen. Mit höchstem Risiko. 

Stattdessen wird auch das Wahre, auf die Form des Internet heruntergebrochen, zu einer "Information", die - Information muß im Grunde schon gekannt sein, um zu erkennen, daß sie überhaupt Information und nicht nur Datenrauschen ist - gesucht und gefunden wird. Um sich dann wie in einer Echokammer, eingeschlossen in seinen Bunker, ständig, täglich, stündlich die Bestätigung zu holen, daß man zu den Erleuchteten gehört, die man am Bildschirm und in den Ohrhörern vor (und in Wahrheit: IN) sich hat.

Daß das Internet zunehmend zensiert wird, ist nicht der Beweis, daß die Oligarchie sich davor fürchtet. Wenn sie das tut, so kann man sie nur noch mehr bedauern, weil sie dieses Gespenst selbst nicht kennen und sich vor einem Phantom fürchten. In Wahrheit muß der Oligarchie alles daran gelegen sein, diese Verbunkerung der Menschen mit möglichst vielen "Freiheitsgraden" auszustatten! Auf daß sie sogar glauben, daß wenn sie im Internet Wahres "lesen", auch schon daran teilhaben, diese also Teil von ihnen ist. Worauf es letztlich ja ankommt. 

Erst dann, mit diesen Freiheitsgraden ausgestattet, festigen die sozialen Medien die Illusion des Einzelnen, des Vereinsamenden, des Vereinsamten, sich in einem sozialen Umfeld, ja sogar im Umfeld der Wahrheit zu befinden. Facebook oder Google-Youtube oder Twitter sind, wenn sie beschränken, deshalb regelrecht "kindisch", unreif, lächerlich.* Sie riskieren sogar etwas: Sie riskieren, daß die social media ein Zurückstoßen in die wirkliche Wirklichkeit auslösen, das beim Betroffenen, Zensierten ein neues Umarmen der Realität - übers Kreuz des Erlittenen - bewirkt. 

Da haben wir dann das, was Jones immer wieder "cunning of reason" - List der Vernunft - nennt, in einer ebenso gefährlichen Gleichsetzung von Hegel mit der göttlichen Vorsehung, in der Gott auch aus dem Schlechten, Bösen, letzthinnig Gutes macht (siehe u. a. Goethes Faust I). Die "rationality", auf die sich Jones bezieht, ist nicht Rationalität aus sich heraus, wie ein Mechanismus, sondern ist erst dann Vernunft, die auf dem logos beruht, wenn sie die Sprache hinter der Sprache, die Logik hinter der Rationalität kennt. Und das ist eine Frage der Kommunikation, der Beziehung zum logos selbst, der Jesus Christus ist. Nur insofern kann "Rationalität" etwas bewirken, als sie auf diesen logos verweist, der als Gegenüber, als Du, letztlich jedem Menschen gegenübersteht. Aber selbst die stringenteste rationale Logik braucht dieses Gegenüber, braucht eine persönliche Haltung und Entscheidung.

Und die beschädigt die Bunkersituation, in der die Menschen leben, in die sie sich zurückziehen. Es sind nicht zufällig dieselben Menschen und Gruppen, die hinter den Restriktionen von "Haß-Sprache" (hate speech) etc. stehen, die auch hinter der Pornographie und "sexuellen Befreiung" stehen. Sie begeben sich hier in tiefe Widersprüche, und man kann die kommenden Entwicklungen mit gewissem Amüsement beobachten. Das Böse hat aber eben das unausweichliche Schicksal an seinen Widersprüchen - das Böse, das Schlechte kann nie ein wirklich konsistentes Denken und Handeln herstellen, das kann nur Erdung im logos, im von Gott der Welt zugrunde gelegten, diesem evolvierenden Sinn - irgendwann zugrunde zu gehen. ("Lügen haben kurze Beine" - es meint dasselbe. Irgendwann widerspricht die Lüge sich selbst.) 

Diese Gruppen überschätzen deshalb auch um Dimensionen die Bedeutung des Diskurses, soweit er im Internet stattfindet beziehungsweise sich dorthin zurückgezogen hat. Wo sich nur Bunker gegenüberstehen, deren Welt in einer Vorstellung von Welt endet. Kein Wunder, daß dieselben Gruppen auch engstens mit konstruktivistischen Weltbildern geschlagen sind, denen gemäß also es keine reale Welt gibt, sondern die Welt des Menschen immer ein Konstrukt ist. Denn für sie ist es scheinbar tatsächlich so! Aber sie rechnen eben nicht mit der wirklichen Wirklichkeit, die eine ontologische Tatsache ist, der alles unterliegt, was ist.

Dennoch kann man Jones nur zustimmen in seiner Analyse der Wirkung von Pornographie. Weshalb auch seine Thesen sehr plausibel sind, daß die Verbreitung von Pornographie eine Form der Verdeckten Kriegsführung ist. Denn sie schwächt ein Volk und ein Land, zerbricht die sozialen Bindungen durch Zurückwerfen der Menschen auf sich und die Lust, die sie sich selbst geben können - in der Masturbation. Vor diesem Hintergrund wird die Bunkerlandschaft der Hitlerzeit noch signifikanter als Symbol der Zukunft.


Morgen Teil 3) Ein Plan der Zerstörung eines unwürdigen Volkes



Was sich aus der Unlösbarkeit erkennen ließe

Nun sitzt (Stand per Abfassung dieser Replik, also am 9. November 2019) also Greta Dummsfisch in Amerika fest, und kann nicht zum Klimagipfel reisen, der kurzfristig perfiderweise von Chile (wo sich die Bevölkerung gegen klimarettende Belastungen, die ans Eingemachte gehen, zur Wehr zu setzen begonnen hat) nach Spanien verlegt wurde, ohne ihre angeblich eisernen Prinzipien zu verstümmeln. Denn ohne Flugzeug wird das nicht gehen. 

Was lernen wir daraus, wenn wir lernen wollten? Daß Globalisierung und Klimarettung unvereinbar sind. Aber mehr als das: Wenn man dieses angebliche Anliegen der Menschheit ernst nimmt, kann man nicht anders als zur Kenntnis nehmen, daß Globalisierung und der ihr zugrunde liegende kapitalistische Liberalismus überhaupt die Ursache für das sind, was angeblich das Weltklima zerstört. 

Selbst die social media, Internet, alles das, was "Geister" angeblich rund um die Welt verbindet (und dabei in Wahrheit eine Folge des Nominalismus ist, der also die per geistigen Entitäten, Begriffen verbundenen Weltdinge nicht zur Kenntnis nimmt, sondern diese Verbundenheit formal und expressiv herstellen möchte), selbst diese Verbundenheiten also, die den Globus in einen Takt pressen wollen, sind nur durch die umweltschädigenden Wirkungen des Globalismus möglich. Die Zunahme der Bedeutung der Energie (als überhaupt DEN Schädling der Welt als Behausung für Mensch und Natur) wird alleine in diesem technischen Feld überdeutlich. 

Sie ist es, die den Bedarf an elektrischer Energie in unermeßliche Höhen getrieben hat und weitertreibt. Weil die digitale Welt die reale Welt in eine einzige Maschine verwandelt. Und Maschinen brauchen nicht nur Energie, sondern sie haben immer auch Energieverluste zur Folge, so daß jede zusätzliche Maschine, jeder automatisierte Vorgang, egal auf welcher Ebene er gesehen wird, auch zusätzlichen Wärmeverlust und damit in jedem Fall durch die weitere Zunahme der Komplexität von Arbeitsvorgängen ZUSÄTZLICHE Arbeit und damit zusätzlichen Energiebedarf gegenüber jenen Vorgängen, die ohne sie abliefen, bedeutet.*

Bis zu dem Punkt, den wir hier bereits angesprochen hatten, daß der gesamte "Klimarettungsbereich" ein Produkt der ZUSÄTZLICHKEIT ist. Man beachte doch alleine, welch ZUSÄTZLICHER Energieverbrauch schon durch die angeblich "klimaschonende" Anreise Gretas nach Amerika direkt betrieben wurde. Die KLIMARETTUNG SELBST ist, behaupten wir, ein reines ZUSATZPRODUKT, das die Probleme, die zu lösen sie vorgibt, überhaupt erst schafft. Diese Lüge wird deshalb nur verkaufbar, wenn ihr ein gigantischer (medialer, werbetechnischer) Verschleierungsapparat zur Seite steht.**

Aber das ergibt ein weiteres Problem: Denn ohne Globalisierung, ohne die Universalisierung ureigenster Lebensaufgaben, die man dazu aus dem Boden vor sich reißen und in hohe Höhen geistiger Zweitwelt drücken muß, die ihren eigenen Gesetzen folgt und keinen Blick mehr zurückwerfen darf, ob sie noch in Wirklichkeit gründet, gibt es auch kein "Klimarettungsbewußtsein". 

Aus diesen Unvereinbarkeiten, die sich an der Unlösbarkeit eines Konflikts ersehen lassen, in den sich Greta Murmelwuzz' PR-Hintergrund selbst getrieben hat, sollte sich doch etwas erkennen lassen? Unvereinbarkeiten, die wir schon gar in dem Moment nicht vergessen sollten, in dem sich die Public Relation einen Haxen ausreißt, um sie (wie in diesem Fall) durch rhetorische Kniffe zu vertuschen.




*Das ist ja der große Irrtum in allen Diskussionen über eine immer weiter digitalisierte Welt, die angeblich weniger Arbeitskräfte benötigt. Das Gegenteil ist der Fall. Auch ist über diesen Weg NIEMALS eine Energieeinsparung möglich, sondern sie wird eine weitere Steigerung des Energiebedarfs bedeuten. Nur wird es deshalb nicht sichtbar, weil die Arbeit stärker zweigeteilt werden kann, und insbesonders die "einfachen" Arbeiten auch geographisch weit weit aus unserem Blick gedrückt, diesem verborgen werden können und immer noch mehr von der dramatischen Ungleichheit der Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit gesehen abhängig werden. Was im Klartext heißt, daß es für die Dritte Welt bei weiterer Einbindung ins globale Netz der Arbeitsteilung nur einen Wohlstand geben kann, der den Wohlstand des Westens simuliert, und durch billige Surrogatprodukte "so aussieht wie", festgemacht an Einzelprodukten, Einzelkonsumprodukten, etc., um die Wahrnehmung in eine Zweitwelt zu verdingen und den Menschen über das Eigentliche des Lebens noch mehr zu täuschen.

**Dem VdZ will KEIN EINZIGER BEREICH einfallen, in dem die RETTUNG DER WELT durch Klimabetulichkeit auch nur irgendeinen Vorgang energieschonender oder nur einfacher gemacht hat. Diese ganze Klimapanik ist hingegen ein elendig schwerer und immer noch schwerer gemachter Rucksack, der der Welt ZUSÄTZLICH umgeschnallt wird.




Montag, 13. Januar 2020

Rückzug in die Bunker (1)

Berchtesgaden, Obersalzberg - Der Führerbunker
Wer die Geschichte des Dritten Reiches betrachtet, dem wird (wenn er es denn sehen will oder kann) auffallen, daß sich seine Geschichte je länger es dauerte umso mehr in Bunker zurückzog. Das ist kein Zufall, wie schon Paulo Virilio meinte, es ist vielmehr symptomatisch für den Rückzug aus der Wirklichkeit, der dem gesamten Regime von Anfang an als Schicksal auferlegt, gegen sein Ende zu aber notwendig zu vollziehen wurde. Bunker, die - wie im Fall des Führerbunkers in Berchtesgaden bis heute besichtigt werden können - bestens aufmagaziniert und mit Fernmeldeeinrichtungen ausgestattet waren, und eine Behandlung der Welt gestatteten, die alles auf rationale, vorgestellte Abläufe reduzierte. Tiefe Einsamkeit, völlige Depravierung von direkten, persönlichen Kontakten ist ihre Ursache. Der Hitlerismus ist genau darauf angelegt, und gerade in seiner Berufung auf Propaganda zeigt er ein prophetisches Bild der Zukunft.

Denn wir steuern heute genau darauf zu. Auf die Situation, in der die Menschen in ihren Bunkern leben (oft genug fast wörtlich: als Merkmal einer Generation, die in den Kellern der Eltern, wie E. Michael Jones es in diesem Gespräch über Irland auf die Spitze bringt) und nur noch über social media und Internet mit der "Außenwelt" kommunizieren. Die in Wahrheit eine Separatwelt ist, eine Zweitwirklichkeit, die selbst schon jeden Kontakt mit der wirklichen Wirklichkeit verloren hat.

Wozu sie ihre existentielle Situation auch befähigt. In der Form einer Dotierung durch Eltern, die in der Regel sogar einer Versklavung der Familienernährer gleichkommt, spezifische Förderungsmechanismen, auch von nicht staatlicher Seite, und nicht zuletzt den Sozialstaat. Man muß heute zu den meisten Ämtern nicht einmal mehr persönlich gehen, man kann alle Amtsgänge über Internet erledigen, was als Fortschritt gefeiert wird.*

Masturbation als Einbunkerung des Menschen

Wir leben zunehmend in Bunkern, wie in den letzten Tagen des Dritten Reiches. Das auch hier den modernen Menschen, die moderne Gesellschaft vorwegnahm.

Aber Jones weist noch auf etwas hin. Indem er an eine Aufklärungsbroschüre anknüpft, die in Irland nun als für Schulen verpflichtend eingeführt wurde. Zu der man sagen muß, daß sie den Menschen völlig verkennt. Und wenn sogar dem VdZ das eine oder andere Mal (übrigens: wie der Kirche) vorgeworfen wird, er sei zu sehr auf das Thema "Sexualität" fixiert, so muß er dagegenhalten, daß das in der Intensität bei weitem nicht der Realität gleichkommt. Diese übertrifft selbst die kühnsten Vorstellungen, und das zeigt sich in der Sexualerziehung an den Erziehungseinrichtungen der Gegenwart, nicht nur in Irland, auch in Österreich und Deutschland.

Dieser vom Staat verordnete systematische Mißbrauch schon der Kinder und Jüngsten bringt nämlich eine extreme Fixierung auf Sexualität mit sich. Er bindet die Menschen an Leidenschaften und Begierden, die sie zu Sklaven ihrer eigenen "Bedürfnisse" machen, denen auch tatsächlich die leitende Kraft (siehe Liberalismus, Evolutionismus, die gesamte heutige materialistische Anthropologie) in ihrem Leben überantwortet wird, ja werden muß. Denn diese Programme, die den schlimmsten Umerziehungsprogrammen der Geschichte gleichkommen, sind längst verpflichtend.

Die Folgen sind vor allem im Sozialverhalten der Menschen erkennbar. Und hier sind sie auch heute schon deutlich sichtbar. Und zwar wie im Dritten Reich - durch Verbunkerung der Existenz. Die Menschen werden immer unfähiger, noch reale zwischenmenschliche Begegnungen aufrechtzuhalten. Jede Frucht, die aus dieser realen Begegnung erwachsen könnte, wird "selbst" (scheinbar) hervorrufbar. Und sie tut es in diesem Fall durch die Anleitung zur Masturbation als "natürliches Sexualverhalten", das in den Augen vieler sogar zu einer "gesunden Persönlichkeitsentwicklung" dazugehört.

Aber die Masturbation (noch dazu gestützt von Pornographie, die heute jedem mit einem Handy zugängig ist, in den meisten Fällen damit auch schon Kindern) vereinsamt. Es wirkt gerade beim Heranwachsenden katastrophal, weil es bereits im Entstehen von Haltungen prägend wirkt. So wie es jedes Sexualverhalten tut, das nicht auf das Insgesamt des Menschen als Vernunftwesen - und alles ist und will so sein, wie seine höchste Möglichkeit es zeigt - ausgerichtet ist. Und bewirkt nicht, wie es eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung (die gerade in der Pubertät, konfrontiert von einem erst in die Vernunft, in die Persönlichkeit zu integrierenden physischen Angetriebensein, das nach Form, nach Informierung lechzt), die Offenheit zu sozialen Kontakten, sondern eine Einbunkerung des Menschen. Diese Bunkerwelt wird für ihn sogar zur ausreichenden sozialen Welt, "bereichert" noch durch Videospiele, die immer "realitätsnäher" werden, und das, was jeden Jugendlichen auszeichnet - Abenteuerlust, Entdeckungsfreude - auf Schein- und Ersatzwelten lenkt. 

Das Bild, das unsere ehemalige "Kultur" (die uns nur noch wie Kulissen, wie ein Ruinenfeld umgibt) bietet, könnte nicht erschütternder sein. Es sind Bunkerräume, dicht abgeschottet, mit installierten Kameras, in denen jene, die diese Bunkerwelten bauten, mit verführerischen Lockkäsen und Genußvorräten ausstatteten (die Bunker in Berchtesgadens Berghof hatten riesige Vorräte an Champagner und sonstigen Luxuslebensmitteln gelagert), und nun beherrschen, haben jede lästige Menschheit von sich ferngehalten. Und bedienen sie wie Rattenverliese, die sie bis zum letzten Blutstropfen ausbeuten, um sie dann achtlos wegzuwerfen. Dazu haben sie ganze Geographien der Bunkerlandschaft konstruiert.

Morgen Teil 2) Aber Jones irrt leider




*Die Querverbindungen zu den immer wieder auftauchenden Fällen von Menschen, die eine auf die eine oder andere Weise durchgezogene Isolation durch Rückzug in Keller/Bunker, kann der Leser gewiß aus eigener Überlegung herstellen. Man muß kein Prophet sein um vorherzusagen, daß diese Fälle immer häufiger auftreten beziehungsweise ans Tageslicht kommen werden. Wobei es keine buchstäblichen Bunker sei müssen, die Wohnungszellen selbst, in die wir zunehmend eingeschlossen sind, sind längst dieser Funktion gewidmet. Die Wohnung, das Heim wird heute nicht mehr zur Burg, die im Grunde ein Kommunikationsort mit dem unbekannten, unberechenbaren Außen war, sondern zum Bunker.




Warum Europa nicht Afrika wurde, aber nun wird

E. Michael Jones bringt einen recht verblüffenden Vergleich. Indem er Afrika neben das Europa der Völker- und Nachvölkerwanderungszeit stellt. Wo in erster Linie die Germanenstämme das römische Imperium zum Einsturz brachten, und es dann doch schafften, die wohl großartigste Kultur der Weltgeschichte mit zu errichten und zu tragen. Rein zivilisatorisch sind die Germanenkulturen jener Zeit aber direkt mit den afrikanischen Sub-Sahara-Völkern zu vergleichen. Sie leben von kurzfristiger, wenig nachhaltiger Augenblickswirtschaft, vom Sammeln und Jagen, von wenig entwickelten landwirtschaftlichen Techniken als ihrer Existenzbasis, und sie leben mit nicht sehr hochstehenden Naturreligionen. 

Denn bei der Verehrung von Bäumen, einem bloßen Zurkenntnisnehmen von Naturvorgängen, die einem in jedem Fall überlegen sind, von Göttern willkürlich auf die Welt geworfen, die sogar Menschenopfer fordern, um sich mit brachialsten Mitteln bewegen zu lassen, doch zu verhandeln und so zu handeln, wie es dem Menschen besser entspricht, zeugt nicht gerade von hochstehender Religion. 

Was Afrika heute fehlt, fehlte damals auch Europa. Es war die einende EINE Religion. Die vor allem eines aber brachte: Das Aufgreifen des logos der Welt und Schöpfung, die Vernunftbasis, auf der die Welt steht. Und das kam durch die Kirche. Das kam konkret durch die benediktinischen Mönche, die die Germanen lehrten, daß die Natur dem Menschen zu beherrschen ansteht, um sie in eine Kultur überzuführen. Das wiederum braucht einen Ethos der Arbeit, der bis dorthin unbekannt, ja verpönt war. Und es bei vielen Afrikanern bis heute ist, die lieber von der kurzfristigen Hand in den Mund leben, wie sie jeder Tag bringt. Wo sie ernten, was leicht zur Hand geht, essen, was sich gerade anbietet. 

Europa stand damals an derselben Kreuzung wie es Afrika heute tut. Es mußte sich entscheiden. Und es hat sich entschieden. Indem es die Matrix der Kirche annahm, die in der Wahrheit eine Einigung der europäischen Völker brachte und den Kontinent so stark machte. In einer Umgebung, die alles andere als lebensfreundlich und menschengünstig war. In der sie mit viel Arbeit sogar (klein-)klimatische Bedingungen schufen, die eine nachhaltige, über Augenblicksereignisse weitgehend erhabene Art zu leben möglich machte, die den Boden für eine weitere Ausfaltung der Kultur hinein in Kunst und Philosophie möglich machte. Und in der Europa mit einer Bevölkerungsdichte entstehen konnte, die in vielen Teilen mit der Bevölkerungsdichte in den dichtest besiedelten Gebieten Afrikas oder Asiens zu vergleichen ist. Also aufgrund der moralischen, ethischen Bedingungen ein komplexes Regelwerk des menschlichen, sozialen Miteinander entstehen ließ, das das mehr oder weniger friktionsfrei möglich machte. 

Gerade eine so hohe Dichte der menschlichen Besiedelung ist nämlich nur bei höchstem Grad an Selbstüberschreitung und Bereitschaft, den anderen zu ertragen, überhaupt lebbar. Und zwar lebbar ohne extreme Gewaltoberherrschaft, die anstelle der Freiheit, wie sie die Wahrheit, die Vernunft möglich macht, den Weg der Selbstauslöschung und Totalregulation gehen muß, und die eine totalitäre Zentralgewalt braucht.

Insofern besteht eine weitere verblüffende Parallele zwischen Europa und Afrika, Asien, Südamerika (die Amazonas-Synode brachte es deutlich vor Augen). Da steht die Behauptung, daß diese Naturreligionen von gleichem kulturellen, geistigen Wert und Heilswert wären, wie die christlich-katholische Kultur des Abendlandes, die auf der katholischen Religion aufgebaut ist, und nur von dieser aufgebaut werden konnte (und insofern auch nicht einfach als geographisches Spezifikum gesehen werden kann, sondern auf die gesamte Welt zutrifft, so wie der logos für die gesamte Welt gültig und maßgeblich ist).

Sie ist falsch, aber sie hat eine verblüffende Nähe zu europäischen Ideen und Ideologien, die von eben diesen Leuten eigentlich als unbedingt bekämpfenswert angesehen werden. Nämlich die der sehr oder äußerst rechten Ideologien. Die die Behauptung aufstellen, daß die VORchristlichen Kulturen der Germanen der eigentliche und fruchtbare Anknüpfungspunkt auch der Gegenwart wären. Die also zurück zu den uralten, urgermanischen Quellen möchten. Wir sprechen hier vom Neuheidentum, das in einer Macht auf die Bühne zurückdrängt, die auch den VdZ in dieser Stärke überrascht. Auch das ist ein furchtbarer Irrtum.

Bis man die Verbindende findet, die diesen beiden, fälschlich als (als links und rechts gegenpositionierte) Antagonisten auftretenden Geisteshaltungen gemeinsam ist. Und das ist ... die Kirche. Das ist das Christentum. Das ist der Katholizismus. Es ist der entscheidende, ja fast der einzige Grund, warum Europa vor eintausendfünfhundert Jahren nicht zu einem Afrika wurde, wie es uns heute vor Augen steht.

***

Aus dem Gesagten geht aber noch mehr hervor. Es geht hervor, daß die Ziele einer im Mainstream "links" ausgerichteten Gesellschaft und Kultur mit denen von Afrika ganz konkret zusammenfallen. Wer da meint, es sei abstrakte Phantasiererei, so etwas zu sagen, der möge sich einmal dieses Video mitten aus den gegenwärtigen US-Vorwahlbewegungen ansehen.