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Donnerstag, 13. August 2020

Es fällt nur auf (1)

Geht man im Juli 2020 durch das ungarische Ödenburg/Sopron fällt auf, wie viele Geschäfte nach dem Shutdown (den es natürlich auch in Ungarn gab) gar nicht mehr aufgesperrt, oder bald danach aufgegeben haben. Meist sind es kleine und persönliche Unternehmen, die die Reserven nicht hatten, den dramatischen Umsatzverlust zu überstehen. 

Bei dieser Gelegenheit fiel dem VdZ ein seltsames Gespräch wieder ein, das er bei einem Adventmarkt (es muß im Jahre 2018 gewesen sein) an einem Punschstand der Lions-Vereinigung geführt hatte. Wo er mit einem gut deutsch sprechenden Mann über die damals gerade fertiggestellten, mit EU-Geldern finanzierten Umbau- und "Verschönerungsmaßnahmen" in der halben Stadt zu reden kam. 

Es ging um die wirtschaftlichen Schäden für die durch eine über zwei Jahre währende, wirklich riesige Baustelle in ihrer Charakteristik völlig veränderte Stadt. Viele Unternehmen mußten daraufhin schließen. Allesamt Einzelunternehmen, kleine Firmen, die sich so schlecht und recht über Wasser gehalten hatten. Nun aber aufgeben mußten. 

Dieser "weltgewandte" Ungar meinte nun, daß es diesen Unternehmen auch gebühre. Es sei notwendig, sich den neuen Zeiten und den neuen Leitbildern anzupassen, die die Stadtregierung für Sopron verordnet hatte. Die Kälte, die in seinen Aussagen zu spüren war, ließ den VdZ und dessen Begleitung erschaudern. Mit welcher "Logik" der Mann, der offenbar für die offizielle Haltung der Obrigkeiten stand, die Auslöschung so vieler Existenzen guthieß, und die neu ordnen sollenden Maßnahmen der Stadtregierung rechtfertigte!

Sopron hatte ein neues Leitbild entworfen, und sollte nun, nach zahlreichen Studien, zu einem Touristenziel werden. Denn die Studien hatten ergeben, daß die alte Bausubstanz, die Spuren bis in die Römerzeit aufweist, das eigentliche Vermögen der Stadt sei. Das es durch Tourismus auszubeuten gelte. 

Daß Sopron über die letzten achthundert Jahre nachweislich Handels- und Wirtschafts-, ja Bergbaustadt war, spielte und spielt nun keine Rolle mehr. Mit Federstrich wurde die Stadt zu einem hübschen Ziel des Tourismus umgemodelt, und wer nicht mitspielt in diesem Spiel, hat verloren. Auch die Charakteristik der Unternehmen hat sich deshalb dem neuen Ziel anzupassen. 

Was hat das mit den Corona-Ereignissen von 2020 zu tun? Nun, es fällt auf, daß diese Ziele auffällig mit dem Wunsch der Obristen zusammenstimmt, die die Auslöschung traditioneller Strukturen regelrecht herbeigeführt und gewünscht hat. Denn nur Unternehmen, die sich auf den (Tages-!)Tourismus einstellten, sollten zukünftig eine Existenzberechtigung haben. Alle anderen störten nur den Charakter des Attraktiven, wie man es sich als Touristenwunsch vorstellte, und das man herzustellen wünschte. 

Blende. In zahlreichen Stellungnahmen war noch vor einem halben Jahr hier wie dort von einer bevorstehenden Weltwirtschaftskrise die Rede. Liberale, vorgeblich großartig "kritische" Ökonomen prophezeiten für 2020 einen Giga-Crash.  

Die Begründung? Das Bankensystem würde zusammenbrechen, hieß es fast unisono. Und warum? Weil es in der globalen Wirtschaft gut zehn, fünfzehn oder gar zwanzig Prozent sogenannter ZOMBIEUNTERNEHMEN gab. Unternehmen, die viel zu wenig produktiv waren, und durch (billige) Kredite diesen Rückstand in der Produktivität immer wieder verschleiern hatten können. Das sind Unternehmen, die keine wirkliche Eigensubstanz mehr hatten, die sich gerade so von Jahr zu Jahr weiterschleppten. Und dadurch ungeheure Mengen an produktiven Mitteln - Menschen, Maschinen, Gebäuden, Grundstücken - blockierten. Ressourcen, die bei entsprechender Anpassung an die neuen globalen Verhältnisse weit produktiver einzusetzen wären!

Dann kam Corona. Und der VdZ wird einen seltsamen Eindruck nicht los. Daß diese sogenannte Corona-Krise ein eigentümlicher Vorgriff auf die angeblich in den Augen der Experten längst fälligen "Bereinigungsmaßnahmen" ist. Es sind nämlich jene Zombieunternehmen, die den dramatischen Umsatzeinbruch nicht mehr länger verkraften. Unternehmen, die sich - brav, möchte man sagen, im eigentlichen Sinne des Wortes, nämlich tapfer, mutig, tüchtig, fromm, also pietätvoll - von Jahr zu Jahr weitergekämpft haben. Die ihre Mitarbeiter hielten, die sich als Familie fühlten und eine solche bieten wollten, die zu wenig weil (!) nicht nur (!) an Profite dachten, sondern einfach sein wollten, ohne diesen ständigen Umwandlungsdruck.
Die Vergabe von Hilfsgeldern sowohl national wie international (EU) soll nun, wie angekündigt wurde, an zwei Bedingungen geknüpft sein: Einerseits sollen nur Unternehmen gefördert werden, die vor der Corona-Krise auch rentabel waren. Anderseits sollen Hilfegelder an die Bedingung zu "nachhaltigen ökologischen Maßnahmen" gebunden werden. Was immer das heißt, wie immer es in der Praxis aussehen wird, so klingt hier ganz deutlich durch, daß diese Maßnahmen zur Prüfstelle werden, um angebliche und sogenannte "Zombieunternehmen", Unternehmen die in den Augen dieser Wirtschaftsexperten kein Überlebensrecht haben. 
In diesem Zusammenhang wird bedeutend und erhellend zu bedenken, daß unmittelbar nach Ausbruch der "Corona-Krise" (die erst durch diese Ansage überhaupt eine solche wurde, das darf man schon gar nicht vergessen) in Österreich jenes Gesetz geändert wurde, das bis dorthin jedem Unternehmen einen Rechtsanspruch auf Umsatz- und Gewinnentschädigung gab, wenn der Staat solche Generaleinschränkungen erlassen sollte. Nunmehr darf der einzelne Unternehmer "ansuchen", und eine Stelle der Wirtschaftskammer (das ist in Österreich die Standesvertretung der Unternehmenden und Kapitalunternehmen ohne Unternehmende) prüft den Antrag. Aus einem generellen Rechtsanspruch wurde so ein Bitt- und Flehgesuchl, dem stattzugeben Kriterien verlangt, die die (ÖVP-dominierte) Wirtschaftsprüfung unternimmt.

Morgen Teil 2) Da kam eine Corona-Krise sehr gelegen.
An der ist niemand schuld.



*300720*

Mittwoch, 12. August 2020

Eine geheime Leidenschaft

Zugegeben, der VdZ hat eine sehr geheime Leidenschaft, die durch dieses ihm von Leser K zugespielte Video aufgedeckt werden könnte ... Autos. Vor allem alte Autos. Aber nicht nur. Schöne Autos. Schöne Linien, elegante Innenraumgestaltung.

Welche Kategorie fast immer zugunsten alter Autos urteilen läßt, denn noch vor fünfzig Jahren hatte jede Otto-Normalverbraucher-Kutsche einen Innenraum, den die Gegenwartsautos nicht annähernd erreichen.

Genieße der Leser (sofern er diese Leidenschaft ein wenig teilt) einfach diese Bilder von einem Veteranentreffen im 21. Wiener Gemeindebezirk. Und vergesse er all das Sprachsurren, das so unsinnig ist, aber mit "Auto" verbunden wird.

Und schwelge er in Erinnerungen, wie es der VdZ tut, an Zeiten, in denen Autos einfach schön und aufregend sein durften. Und somit (wie jeder Besitz) in die Welt ragender, Welt herstellender Teil der Persönlichkeit allgemein verstanden und begriffen war. Sodaß auch Technik dann SCHÖN sein kann.
Und der Leser möge nicht kirre werden. Nach wie vor (wie denn anders!?) gilt, daß das Gute und Wahre im Schönen sichtbar wird. Daß es also keine Trennung von Gut und Schön gibt. Sondern daß der sicherste Weg zum Guten der über die Schönheit ist. Schönheit wiederum ist aber kein ästhetisierendes Irgendwie, vielleicht gar relativ niedergequatscht, sondern der Glanz, das Aufblitzen des Himmlischen auf der Erde. An dem nichts, wahrlich nichts falsch sein kann! 
So wie ein Häßliches, so wie etwas, das nicht von der Idee des Schönen AUSGEGANGEN ist, wo also nicht irgendeine Behübschung für ein vorgeblich und umso dringlicher durchzusetzendes Gutes gesucht werden mußte, niemals GUT sein kann. 
Fällt dem Leser denn nicht auch auf, daß (deshalb) Gutmenschen ausnahmslos häßlich oder in (oft lächerlich getarnten) kleinbürgerlichen Schönheitsbehauptungen erstarrt sind? 
Heutige Automarken - und ach, wie viele wunderbare Automarken sind in den letzten fünfzig Jahren verschwunden! welch' Unternehmensgeist, welch' schöpferisches Potential wurde dadurch zerstört! - können hingegen nur noch durch die Aufschriften unterschieden werden.
Welch' Tod des Unternehmertums, zugunsten eines abstrakten, technizistischen Geschäfts- und Gewinnmodells. Das mehr von Politikwünschen via Bestechung denn durch Hingabe an das eigene Tun geprägt wird.
Der VdZ hat den Verdacht, daß Automobilvereine mehr, ja weit mehr für das Durchstehen des Abendlandes tun als jede noch so durchtrieben auftretende Renovations- und Aktions-Initiative. Denn sie reformieren - im wahrsten Sinn! - die Fundamente, weil sie an der wahrlich fleischlichen, realen, konkreten Basis des Menschseins ansetzen und für dessen Durchblutung sorgen.

Oder spürt es der Leser nicht auch so seltsam warm im Bauch werden, wenn er solche Bilder sieht?




Hier noch mehr. 



*300720*

Dienstag, 11. August 2020

Über den Umgang mit Aphorismen (2)

Teil 2) Ein zweiter Teil,
um das Gesagte zu verlangsamen,
und damit dem Inhalt auf andere Art gemäßer zu werden



Dies eingedenk, sehen wir Versuche, wie sie William M. Briggs über Twitter durchführt, mit einer gehörigen Vorsicht.

Der Leser möge das oben Gesagte selbst einbedenken, wenn er Nachrichten wie die Folgenden liest, in denen Briggs wie einen Aphorismus eine Aussage (nicht nur) über den Journalismus trifft.

Deren Formproblem mehr noch als bei deren "Entstehung", wie Briggs (oder zuvor Thomas von Aquin - Briggs "reitet" auf dessen Worten, so wie alles Sprechen das Reiten auf einem geliehenen Pferd ist) zu einem geistigen Problem wird. Dessen Spuren in der seelisch-sinnlichen Welt, in der konkreten Realität sohin, nur dann erkennbar sind und werden, wenn wir im Geiste das wirklich Wirkliche und damit Umfassende Ganze - Gottes Wort und Wissen ist der einzig sinnvolle Deutungshorizont der gesamten Dinge innerhalb der Schöpfung, ist LOGOS - begriffen haben.
Schriftlichung ist als Ensemblierung von Bildern, deren Inhalt "im Unsichtbaren Dahinter" steckt, die Aneinanderreihung von Repräsentanzen von wirklichen Dingen, deren Abstraktionsgrad nur dem zugängig ist, der die Entschlüsselungsmaschine für Symbole bei sich hat und bedienen kann.
Greifen wir Briggs Twitterbotschaft also exemplarisch heraus. Stellen wir dabei die Art ins Zentrum der Betrachtung, in der er mit einer großen Wahrheit aus dem Munde des "Engelischen Lehrers", also von Thomas von Aquin, umgeht. Die wir freilich schon durch die Transponierung in dieses Format - das eines zusammenhängenden, überhaupt erst Text seienden Textes - verändert haben. Weil eben ein Text, eine Nachricht, eine Botschaft, also Sprache, Wort, nicht ohne die Art begreifbar sind, in der sie übermittelt werden. Ohne es so banal und unvollständig auszudrücken, wie Marshall McLuhan es tat: Das Medium IST die Botschaft.
Freedom of mind is absolutely necessary for perfection in virtue, for, when it is taken away, men easily become "partakers of other men's sins", either by evident consent, or by flattering praise, or at least by pretended approval. (St. Thomas Aquinas)

(Übertragung:) Freiheit des Geistes ist für die Vollkommenheit in der Tugend absolut notwendig, denn wenn sie fehlt, werden die Menschen leicht zu "Teilhabern an den Sünden anderer Menschen", entweder durch offensichtliche Zustimmung oder durch schmeichelhaftes Lob oder zumindest durch vorgetäuschte Zustimmung.
This is how journalists go bad.
(Übertragung) Genau das ist der Grund, warum Journalisten heute immer schlechter werden.
In sich ist also die Nachricht das Ausgesagte selbst! In einer Tautologie drückt der Hl. Thomas das aus, was der Ausdruck selbst ist und damit illustriert: Die Wahrheit ist ohne die innere Struktur und Charakteristik ihres Trägers nicht denkbar weil möglich. Der Duft des Gesagten ist selbst Teil des Gesagten. Und der Inhalt verändert sich in dem Maß, als das Medium wahr sein kann.
Vielleicht ahnen wir nun, warum die Wahrheit selbst ... Person ist. IST. Nicht "sagt", wie eine Lehre. Wie die Wahrheit aber nicht einfach Person, sondern ... göttliche Person ist, nämlich: Jesus Christus. Der Weg, Wahrheit und Freiheit selbst ist. IST. Als das einzige Medium, in seiner leibhaften Inkarnation, in seiner Historizität, das der Wahrheit selbst gemäß ist. Weil er also Sakrament ist.

Ahnen? Ja, ahnen. Weil Ahnen die letzte uns erreichbare Möglichkeit und Fähigkeit ist, in der wir uns Gott, der Wahrheit selbst, nähern können. Denn die Natur dieses Mediums ist uns nicht in Besitz gegeben. (Auch wenn wir in den letzten Jahrzehnten in der Illusion gewogen wurden, sie wäre uns verfügbar, unseren eigenen Händen, unserem eigenen Wollen übergeben weil "gleich".)

An ihr wirklich teilhaftig zu werden, selbst Medium der Wahrheit zu werden sohin, ist aber nur noch als Gabe Gottes denkbar, weil geschenkhafter Teil der wirklichen Wirklichkeit. Achten wir nur darauf, daß wir nicht als Twitter-Bildschirm durch die Welt laufen. Denn dann wird sie nie Platz nehmen, und Sitz und Thron der Wahrheit selbst sein.
Sodaß wir der Aussage von Briggs eine sorgenvolle Konnotation beifügen müssen. Ob nämlich nicht der Verfall des Journalismus eine Folge der Prägung der Menschen DURCH die konkrete Gestalt der Medien sind, in denen sie in die Welt gebären. Denn es ist das Format, das den Inhalt eigentlich formiert weil den Rang der Botschaft vorgibt. Dem dann jede Interpretation auf genau jener Stufe folgt, auf der sie serviert wird.  
Sodaß wir uns ernsthaft Sorgen machen müssen, wohin Briggs selbst eines Tages gewandert sein wird. Der solche Botschaften wie oben per Twitter verbreitet.


*230520*

Montag, 10. August 2020

Über den Umgang mit Aphorismen (1)

Sind Aphorismen die eigentliche Art der Mitteilung über Twitter? Immerhin verlangt das Medium Kürze, und damit Prägnanz, und damit jene Abstraktion im Geiste, die auch Aphorismen kennzeichnen. Die ja mehr sind als "kurze Mitteilungen". Die eine Wahrheit über die Welt und das Leben nicht einfach komprimieren, sondern destillieren. Und wer egal welches Ding destilliert, erhält seine Feststoffe als Rest, als Tragegerüst des Dinges selbst.

Aber ist das so? Ist das Destillat noch das Ding? Oder ist dafür nicht jenes Häkelgarn notwendig, das nicht nur die Feststoffe der Wirklichkeit bedeuten, sondern dessen Geschmack, Farbe, Ton - und damit jene sinnlichen Eigentümlichkeiten, die keine (sozusagen) Einschränkung auf "das Ding" bedeuten, sondern das Ding gar nicht anders konstituiert sein lassen als auch MITSAMT seinen Einbindungen, samt seinen Eigenschaften im Ausdruck und das heißt in der Realisierung einer Beziehung?

Ist also zum Beispiel ein Mensch "an sich" denkbar, der nicht inmitten aller seiner Beziehungen, vergangen oder gegenwärtig, steht und stand und stehen wird? Ja, letzteres vor allem wird ja meist vergessen: Der Mensch (und jedes Ding) ist in seiner Gegenwart vor allem - vor allem! - auf das Zukünftige ausgerichtet. Jenes Morgen, auf das hin zu spannen eigentlich erst Leben bedeutet. Als Widerständigkeit, durchaus als Widerständigkeit gegen das Heute. Das, wenn es ihm fehlt, seinen mehr oder weniger baldigen Tod bedeuten würde.

Um nicht zuletzt eines zu vergessen: Den Übermittler des Gesagten, Ausgedrückten, das materielle Medium selbst. Das Handy, den Bildschirm. Auch wenn wir das meist vergessen, weil es nämlich zu selbstverständlich ist (sic!), ist dieses "harte" Medium selbst Teil der Botschaft. Die zu senden ein Fehler ist, ohne daß dabei bedacht wird, in welcher Gestalt es beim Empfänger ankommen wird.

Somit stoßen wir auf einen fundamentalen Widerspruch dabei, über Twitter Aphorismen senden zu wollen. Denn das harte, konkrete Medium der Übermittlung ist ein Medium der Flüchtigkeit, der kurzfristigen Vergänglichkeit. Noch mehr, es ist ein Medium, in dem die Botschaften und "Inhalte" (also der übermittelte Text, das gesandte Bild oder das "shared" Filmchen) in die totale Verfügungsgewalt des Empfängers gestellt werden.

Durch die mit dem Medium verbundene Aufforderung, es zu manipulieren, also "irgendetwas damit zu machen". Und das heißt, daß der Empfänger in einem Zusammenhang steht, in dem er sich als Herr über der Empfangene weiß.

Und das widerspricht dem Wesen des Aphorismischen. Das durch seine Abstrahierung als Erfassen der wirklichen Wirklichkeit von sehr weit den ersten Grundzügen der Welt entsprechenden Wahrheit der Wirklicheit des Ewigen, Unvergänglichen und Bleibenden nahekommt.

Aphorismen über Twitter zu versenden entspricht somit dem Ausliefern von Perlen an die Schweine. Nicht, weil die Empfänger Schweine sind, sondern weil es durch die Art der Übermittlung an ein zum Schweinefutter an sich wird. Das auch in diesem Rang und Stand beim Empfänger ankommt.* Damit beschädigt der Sender von Aphorismen den Rang der Ewigkeit selbst. Und reduziert die Weisheit und Wahrheit selbst zu dem eines Schweinefutters.

Wollen wir es deshalb als Notgriff sehen, als letzte Möglichkeit, überhaupt noch zu kommunizieren. Inmitten einer Sozietät, in der jeder Einzelne bereits dermaßen isoliert und vereinzelt steht, ohne verbindliche Verknüpfung zu Nächsten, daß er nur noch über eine Ebene erreichbar wird, in der es von ihm selbst abhängt, ob das, was ihm in der Welt begegnet, tiefen oder hohen Rang besitzt.

Also überlege der Sender von Twitter-Nachrichten gut, an wen er seine Botschaften richtet. Um nicht der Wahrheit ins Gesicht zu schlagen, weil der Empfänger zu dieser gerechten, also gemäßen Zuteilung gar nicht in der Lage ist. Denn sogar im haptischen, also "normalen" Leben, mit physischen Kontakten, mit "langsamer" und sinnlich umfassender Welt, ist uns bekannt, daß ein Gesagtes vom Gegenüber nicht begriffen wird, und somit die Kommunikation mißlungen weil sie von Un- und Mißverstehen geprägt ist.

Twitter macht das faktisch unmöglich, weil der Empfänger meist nicht eingegrenzt - also gar nicht "adressiert" - ist. Der Twitternde baut somit Schuld auf. Nämlich die Schuld des Risikos der Beschmutzung der Wahrheit selbst - dieses Risiko einzugehen ist selbst bereits Schuld - gegenüber.

Die wir zu hüten haben wie unseren kostbarsten Augapfel. Nicht nur in unserem Bemühen, sie zu finden, sondern auch in der Art, wie wir sie wie eine stachelige, kostbare Frucht in unseren Händen halten, und dann in die Welt stellen.

Das war ja das Problem zum Zeitpunkt der Etablierung der Schrift, das aus den Bildsymbolen her, die zusammengestellt wurden (wie in einem Bild, einem gemalten Bild!), und die selbst Nachahmungen (aus der Bewegung der realen Dinge somit stammend) von "natürlichen" Gegenständen waren.

Die immer Symbol eines Wirklichen sind, also eine weit umfänglichere, unsichtbare Welt in deren wirklicher Wirklichkeit darstellen. Das also, was Dinge sind, ist nicht sichtbar, aber zugleich das dieses Ding konstituierende Geistige, also wichtiger weil wesentlicher. Somit der Rhythmus, in dem die Schöpfung schwingt, die auf dem Rücken des Wortes reitet, das da Gott war und ist.

Als wir begannen, dieses Wort auf einen Träger zu bannen - Papyrus, oder unter ungeheuren Mühen fein- und dünngeschabte Tierhäute - war das nur denkbar, wenn wir es zu einer kostbaren Gestalt formiert haben. Durch begleitende Malereien, durch Initialen, in denen die Botschaft selbst bereits enthalten war, die der weitere Text nur insofern ausgedeutet hat, als er bewußt Bezug auf die Erinnerung nahm, um so dem Gesagten sein Medium gar nie streitig zu machen: Den Geist, als den Geist der Erinnerung, als den Geist der Begegnung mit dem Unsichtbaren, der Wahrheit, dem Geiste selbst.

Wie soll das aber bei Medien möglich sein, deren Gestalt an sich auf Flüchtigkeit und Vorläufigkeit weil jederzeitige Bereitschaft, ja Aufforderung, sie zu manipulieren (also zu "gestalten"), ausgelegt ist?



Morgen Teil 2) Ein zweiter Teil,
um das Gesagte zu verlangsamen,
und damit dem Inhalt auf andere Art gemäßer zu werden


*Nehmen wir zur Illustration ein Beispiel: Tiere "erkennen" nur, was in ihnen selbst "vorkommt", was also ihrer ontologischen, also geistigen (!) beziehungsweise im Geist formierten Lebenswelt (sic!) vorkommt. Das ist sogar erblich, wie unter anderem Konrad Lorenz bei seinen Forschungen bewiesen hat. 

Sie erkennen nicht die Welt und Wirklichkeit selbst - weil sei keinen Geist haben, in dem sie abstrahieren könnten. Sodaß sie deshalb nicht die Dinge in ihrem wirklichen Wesen, sondern nur in ihren direkten Bezüglichkeiten erkennen. Soweit sie ihren Lebensformen also bereits entsprechen. Man kann neben Tauben Gewehre abschießen (mit denen man die Tauben tötet), und sie werden sitzen bleiben, bis alle tot sind. Während sie die Form (!) eines Raubvogels ... ahnen. (Zum Ahnen siehe morgen und ganz am Ende des Artikels mehr, wenn es noch nicht jetzt klar ist.)

So nebenbei: Das ist der tiefe und so schöne Sinn der Verwendung von bunten Fensterfüllungen (mehr oder weniger "Glas") in gotischen Kirchen. Denn das erst noch ungeformte Irdische (die materia prima, die noch unbestimmte Materie, die unsichtbar ist) als Medium des Geistes - die unsichtbare Struktur des unseren Augen unzugänglichen, also ungeformten Dinges ist für die Brechung des Lichts entscheidend - macht die Schöpfung (= das Licht!) zu einem sinnlich erfahrbaren Ding. Dinge sind erst durch Farbe (aus dem Brechen des Sonnenlichts) erkennbar. Das ist kein Ausflug ins hier Unwesentliche. Der Sinn dieser Ergänzung wird im nächsten Teil erkennbar: Die Struktur des Irdischen entscheidet, was in ihm sichtbar wird ...




*230520*

Sonntag, 9. August 2020

Was Abendländer von Morgenländern scheidet (3)

Teil 3) Weil es ohne das Abendland nicht geht



Im Hinduismus (was, wie dem VdZ einmal ein indischer Gelehrter so erklärte, daß das nichts anderes heiße als "die Religion der Inder als jener Menschen, die dort, in Indien, eben leben", der in sich also gar keine definierbare "Religion" ist) zerfällt diese Grundlage des Seins ohnehin in buchstäblich zahllose Vorstellungen. In Bilder, von denen die meisten bis zu einem Punkt gehen, an dem sie dann einfach abbrechen, weil sie die gedankliche Konsequenz nicht lösen können. 

Wie jener sehr häufigen Vorstellung, daß die Welt auf dem Rücken eines Elefanten ruht, der wiederum auf einer Schildkröte steht. Diese steht selbst auf einer Schildkröte, die kleiner ist, diese wiederum auf der nächsten, die noch kleiner ist, und so weiter und so weiter. Was am Anfang steht? Diese Frage stellt der Hindu nicht. Diese Ungelöstheit des Anfangs, also der Widersprüchlichkeit und Ungelöstheit des Denkens "nimmt er hin."

Von den zahlreichen irrationalen, nicht näher bestimmten oder bestimmbaren "Naturhaltungen" wollen wir gar nicht sprechen, weil sie kaum zusammenfaßbar sind. Auch der tiefst überzeugte Kommunist hat in seinem realen Leben Glaubenshaltungen und Religiositäten, deren er sich aber nicht bewußt sein will oder darf. (Nur ist "Religion" noch lange nicht "Erlösung" oder "Heil"; es sind nur irdische mehr oder weniger gutgemeinte "Versuche", denen aber eine Bedingung fehlt: Wahrheit in Gestalt einer Person.) 

Natürlich können wir hier nur einen kurzen Abriß der Problematik vorstellen. Aber der reicht vielleicht dem einen oder anderen. So, wie oft ein einziges Wort genügt, um einen ganzen Gedankenboden sichtbar zu machen, den man über viele Jahre in ein Unbekanntes gespannt hat, der nur von der Widerspruchsfreiheit lebte, ehe mit einem Schlag der Schlußstein begegnete, der alles zu einem Gewölbe bzw. fertigen Gebäude verband. Das mit einem Schlag "einfach da war". So wie durch diese paar Worte, die dem VdZ in dem Büchlein "Die Seele des Orients" von Willy Haas zuflogen.

Und die ihm ein ziemlich großes Verstehensgebäude zeigten, in dem der Mensch des Orients, vom Mittelmeer bis zur Japanischen See, plötzlich begreifbar wurde. Sodaß sich in diesem Begreifen aber auch der Abendländer zeigte. Der mit einem Mal in einer Größe vor Augen steht, die nur wundern macht, warum wir uns vor der Zukunft fürchten sollten! Denn der Abendländer hat etwas, das so gut wie jedem Menschen auf der Erde fehlt. Er hat den ... Gott der Wahrheit.

Deshalb steht die abendländische (Europa, Nordamerika) Wissenschaft vor der Tatsache, daß sie regelrecht irrelevant wurde. In dem Maß, in dem sie ihre Grundlagen "vergißt", nicht mehr ernst nimmt, ist sie nicht mehr in der Lage, die Welt zu begreifen und zu erklären. Sondern verliert sich immer mehr nur noch in "Teillogiken", Teillogizismen, die so nützlich und notwendig sind "wie ein Krope", wie der Wiener sagt. 

Und an denen zu orientieren einer der fatalsten Kulturfehler ist, zu dem verführt zu werden nur als Teil einer globalen Machtstrategie verstanden werden kann. Nichts war cleverer als die Abendländer an die Relevanz ihrer Grundlage - dem (katholischen) Christentum - zu glauben und daran festzuhalten. 

Idee eines notorischen Optimisten ...
So wurde es geschwächt, und damit zur reifen Frucht, die anderen Mächten in den Schoß fällt. Die freilich eine Frucht ernten, die kastriert, trocken und tot ist. Das ist ihr Fehler. Und das ist (noch) der Fehler auch der Chinesen. 

Wenn aber, dann werden die Chinesen draufkommen ... und möglicherweise dann sogar das Abendland neu zu beleben versuchen. Denn um auf seine Vorteile verzichten zu wollen - dazu sind sie zu pragmatisch. Das wäre dumm. Und so dumm wie die heutigen Abendländer sind sie nicht.

Denn die sind Orientalen. Die können mit unlösbaren Widersprüchen in nebeneinanderstehenden, eigentlich unlösbaren Parallelwelten leben. Zwischen denen sie hin- und herspringen. Wenn, dann können nur die Orientalen somit auch das Abendland bestehen lassen. Denn der Abendländer ist aus dem Wissen um die Unverträglichkeit von Widersprüchen in seinen Irrtümern gefangen, hat sich selbst totgeschlossen. 

Diese Widerspruchsfähigkeit macht den Orientalen zwar "undurchschaubar" und sogar "unberechenbar". Aber das gibt in der derzeitigen Situation des Abendlandes, das sich selbst nicht mehr helfen kann, sogar etwas wie Hoffnung. 

Als Hoffnung auf das Wissen um das geheimnisvolle, dem Menschen nie durchdringbare (doch immer widerspruchslose) Sein, in dem Gott letztlich alles zum Guten führen wird. Nicht, weil die Orientalen weiser, klüger oder mehr der Wahrheit zugeneigt sind. 

Sondern weil sie - hoffentlich, weil wenn, dann ohne zu wissen warum, also schlicht aus Pragmatismus - früher als wir Abendländer begreifen, daß das Abendland das Herz der Welt ist. Nach wie vor, und seit je. Hört dieses zu schlagen auf, versinkt die gesamte Welt ins Dunkel von Chaos und Widerspruch, in dem auch die Gewalt, das einzige Mittel um Chaos zu "ordnen", keine wirkliche Lösung ist. Denn in Systemen der Widersprüchlichkeit ist Gewalt die einzige Methode des Zusammenhalts. Auch ohne Einheit.



*Warum "gibt" es dennoch in China ernstzunehmende Wissenschaft? Vorsicht, werter Leser, überschätzen wir das nicht. Warum? Weil die Chinesen auf der Grundlage des atheistisch-nihilistischen, lediglich pragmatischen (und HÖCHST pragmatischen, also sehr klugen) Konfuzianismus als Lebenshaltung der meisten Chinesen einfach die offensichtlich überlegene Haltung des Westens, also des Abendlandes, übernimmt. Eine eigentliche Religiosität findet in allen möglichen, jeweils individuellen Religositäten statt. In Dingen, Aberglauben, alltäglichen Haltungen, Gewohnheiten, Methoden, Praktiken ... die nur nicht eines sind: Rational-geistig widerspruchsfrei in ein Ganzes eingefügt und somit geklärt. 

Damit wird der Welt- und Wissenschaftsgrund lediglich und allerhöchstens "erklärt", also "rationalisiert". Und ansonsten erklärungslos zur Kenntnis genommen. Punkt.  Denn der Kommunismus-Marxismus KANN das Problem nicht wirklich einordnen, seine Erklärungsansätze für Religion sind schlicht falsch.

Dieser "Treibsatz" der Wissenschaft leidet aber notorisch unter "Treibstoffproblemen". Er ermattet immer wieder, und braucht deshalb den Impetus des Abendlandes. Auch das wird China bald erkennen, keine Sorge. Die Welt und die uns bevorstehende Geschichte ist also viel spannender, als wir oft glauben wollen, wenn wir uns die Welt allzu einfach erklären. Nicht nur die Person, auch die Geschichte ist hoch komplex ...



*260720*

Samstag, 8. August 2020

Was Abendländer von Morgenländern scheidet (2)

Teil 2) Warum der Abendländer 
überlegen bleiben wird 



Dieses Sein aber ist dem Abendländer (letztlich) Christus, als inkarnierter Gott. Es ist ein Gott, der in sich gut ist, der in sich widerspruchsfrei ist. Somit ist alles Seiende, das an diesem göttlichen Sein teilhat, weil es sonst nicht wäre (wobei diese Teilhabe aus einer Haltung heraus geschieht - verliert das Ding, der Mensch diese Haltung des Empfangenden, verliert er auch die Teilhabe am Sein, er stirbt somit, das Ding vergeht).

Dieses Sein ist nicht nur widerspruchsfrei, es ist auch Taktgeber jener Logik, jener Intelligibilität der Welt, die anzunehmen den Abendländer unter anderem zu jenen Wissenschaftshöhen geführt hat, die den Okzident - nach wie vor! nur haben wir das vergessen! - als einzigen wirklich fähig macht, Wissenschaft zu betreiben. 

Warum muß man ihn so herausgehoben betrachten? Denn zweifellos ist die Wissenschaft (in ihrer Systematik eine abendländische Erfindung, wenn man so will) jene Bedingung gewesen, die die abendländische Kultur in eine Überlegenheit brachte, die von der gesamten Welt als Bedingung und Grundlage des realen Lebens betrachtet wird. 

Diese Überlegenheit wird so lange anhalten, wie der Mensch des Abendlandes (der Christus, den Gott der Christenheit also, zur Grundlage weil jenem Sein sieht, aus dem heraus die Welt "isset") diesen Gottesbegriff, dieses Verständnis von Gott (dem Sein, das aber Person ist, zu dem alles Dingliche, zu dem jeder Mensch im besonderen - "nach Seinem Bild schuf er ihn" - in einer Beziehung steht, die NICHT technisch-automatistisch ist, sondern den besonderen Bedingungen einer Beziehung unterliegt) nicht vergißt oder verdrängt. 

Solange er dieses Verständnis der Welt und seiner selbst (und des Denkens, des Geistes, der Vernunft als den rationalen Faktor, der bereits von den Bedingungen des Persönlichen durchtränkt ist) aufrecht hält, wird er der übrigen Welt überlegen sein, soweit diese dem christlichen Gott nicht beitritt. Was ein so reales Geschehen ist, daß es sogar an die konkrete Taufe gebunden ist, die ein ontologischer Tatbestand ist, der sich in der Welt ganz real auswirkt. Das ist beobachtbar! Das ist beobachtbar, wenn man wie Haas beobachtet, wie der Abendländer und wie der Morgenländer IST. 

Warum wird es dem Morgenländer nicht und nie gelingen, zu diesen Möglichkeiten vorzustoßen? Warum wird der Asiate gewissermaßen "immer" diesen Rückstand haben, und auch nie aufholen? Er wird ihn nicht aufholen, solange er nicht Christ ist. JEDE der Religionen, jede der Seinsdefinitionen, die sich in Asien - von der arabischen Halbinsel bis zu den Ausläufern Vietnams oder Nordchinas und Koreas - hat ein in sich bestehendes NEBENEINANDER. 

Das haben alle diese natürlich bemerkt. Aber mangels des Verstehens, mangels des Glaubens letztlich (somit wird, werter Leser, der Glaube als seinshafte Teilnahme an der geistigen Wirklichkeit des Seins selbst, also Gottes, auch als Bedingung menschlichen Wohlergehens begreifbar) kann er diese Widersprüche, diese Uneinheitlichkeit nur "auf die eine oder andere Art" lösen.*

Im Buddhismus etwa durch Auslöschung des Ich (und aller Dinge) im "Nirvana". Jenem Ort, wo es kein "Leid" mehr gibt (was klar ist, denn wo es "nichts" gibt, kann es auch kein Leid mehr geben).

Im Islam, der einen Gott der Willkür anerkennt, WEIL er diese Widersprüche nicht lösen kann. Der sogar diese Willkür und diese Widersprüchlichkeit so weit treibt, daß er lediglich feste Lebensregeln einerseits, eine rational nicht faßbare "Mystik" (wie im Suffitum) anderseits als "Gotteserfahrung" kennt, weil sie die reale psychische Verfaßtheit des Menschen durch Methodik (z. B. Tanz) an die Grenze der Selbstbewußtheit treibt, also einem (wenn man so will) medizinischen Grenzzustand Göttlichkeit zuschreibt. 

Was immer "weise" im Islam ist (und das gibt es dort), ist, schreibt einmal Nikolaus von Cues, der vor fünfhundert Jahren eine Schrift über den Islam verfaßt hat, aus dem Christentum übernommen. Ist der Islam doch immerhin historisch ohne große Probleme auf eine christliche Häresie zurückzuführen. Sodaß sich seine Hauptschrift, der Koran, in seinem Kern als fragmentarisch überlieferte christliche Verkündigungsschrift bestimmen ließe. (Sage der Leser das aber keinem Muslim, bitte!) Weshalb es auch im arabisch-muslimischen Raum keine Wissenschaft GIBT, so sehr sich manche auch gegen diese Tatsache wehren bzw. so sehr sie bestreiten, was aber doch so augenfällig ist. 

Nur wenn die Seinslogik auch in der Welt zu finden ist, kann man jene Bedingung der Wissenschaft erfüllen, in der das Denken sich vom Sein der Dinge prägen läßt, weil diese Dinge auch derselben Logik entsprechen, die Gott zugeschrieben wird: Widerspruchslosigkeit allem voran.


Morgen Teil 3) Weil es ohne das Abendland nicht geht



*260720*

Freitag, 7. August 2020

Was Abendländer von Morgenländern scheidet (1)

Die Seele jedes Menschen ist in ihrer Grundausrichtung und damit Ordnung gewissermaßen bei jedem Menschen gleich. Eine Struktur, die freilich nur geistig zu erfassen ist, sich also schon von der Kategorie her für keine Behandlung durch Naturwissenschaft eignet - falsche Methode zum falschen Objekt, sozusagen. Man untersucht ja auch die Struktur eines Eisenmoleküls nicht mit Seziermesser und Bluttabellen. 

Das Wunder der Seele beginnt bei der metaphysischen Tatsache, daß an einem Ort jeweils nur ein Ding sein kann. Damit hat jede Seele andere Bedingungen, unter denen sie mit der Welt korrespondiert, und denen gemäß sie sich mit jenen Inhalten füllt, die ihre (bei allen gleiche, aber nur im Geist zu erfassende) Grundausrichtung vorfindet und aufnimmt. Somit hat jede Seele ihre eigene Komplexität, und diese ist, weil die Seele ein Ganzes ist, das wie jedes Ganze an einer "Spitze" (als Hauptbestimmungsfaktor) aufgehängt ist, somit "anders" als jede andere Seele. 

Aus den Daseinsbedingungen, die an jedem Ort anders sind (und alles was ist, ist an einem Ort), befindet sich jede Seele in einem wiederum völlig anderen Umfeld vulgo "Umgebung". Mit anderen Einflußfaktoren, die wiederum aber - vergessen wir das nicht! - auf für alle Seelen (wie alle Dinge) gleichen Sinnbedingungen stößt. Sinn? Ja, Sinn. Weil der Sinn es ist, der alle Dinge, wie ein Magnet, AUSRICHTET. 

Was ein Ding, was eine Seele von der anderen unterscheidet, ist "lediglich" der Weg aus den jeweils anderen Bedingungen, in denen es (sie) sich befindet, zu ihrem (geistigen) Sinn zu finden. Das ist ihr Hauptstreben, und nur daraus ist die Seele deshalb zu verstehen. Worin eine Seele in ihren unterschiedlichen Ebenen natürlich auch - beginnend mit der Landschaft als jener Tektonik, die den Grundrhythmus des Menschen vorgibt, in dem er "schwingt" - natürlich jeweils anders finden muß. 

Deshalb läßt sich nicht nur davon sprechen, daß Seelen eines bestimmten Umkreises gewisse Gleichheiten aufweisen (die wiederum geistiger Natur sind), sondern auch in ihren Wegen zum Sinn gleiche Züge demonstrieren. Deshalb kann man sehr wohl von einer Seele des Orients (Morgenland) in ihrer Unterscheidung von der Seele des Okzidents (Abendland) sprechen. Deshalb kann man in diesen jeweiligen geographisch (wenigstens so irgendwie) bestimmbaren Orten auch bestimmte seelische Grundzüge lokalisieren.

Diesen Versuch unternahm auch Willy Haas in seinem schmalen Büchlein "Die Seele des Orients" vor mittlerweile fast einhundert Jahren. Haas mag damals, als sein Büchlein erschien, nicht von großen Leserkreisen beglückt worden sein. Aber eines dieser Büchlein schwamm über diese hundert Jahre bis zum Verfasser dieser Zeilen, der es in einem Antiquariat fand. Und dem er nun einen wichtigen Impuls verdankte, warum auch immer, in dem er viele Gedankenwege zu einer Idee verbinden konnte, die den Themenkomplex mit einem Schlage erhellt. 

Haas beschreibt 1916 ja nur, was er sah, er nahm also nur Fakten zur Kenntnis. Und meinte aus seinen Beobachtungen sohin den Grund definieren zu können, warum der Abendländer den Menschen des Orients nicht versteht und auf eine Weise auch nie verstehen kann. 

Denn der Abendländer zieht alle Bereiche seines Umfelds, seiner Umgebung, also der Welt zu einem Punkt zusammen. Den er so auffaßt, daß er von einem Sinn her beleuchtet ist. Immer, und in jedem Fall führt also die Fülle der Einzelerscheinungen der Welt zu ein und demselben (geistigen) Begriffsbild. Das in sich keine Widersprüche enthalten kann. Der Abendländer sucht also so lange, bis er alles, was er vorfindet, in einen logos, in einem Sinn einzuordnen vermag.

Das ist beim Orientalen (wobei Haas diesen Begriff für die Menschen vom Vorderen Orient bis nach China einsetzt) anders. Dieser "kann" mit der Spannung leben, die ein bloßes Nebeneinander der Einzelerscheinungen der Welt mit sich bringt. Diese Bereiche werden nicht zusammengefaßt, sondern nur auf die eine oder andere Weise pragmatisch "stehen gelassen". 

Deshalb wird der Orientale dem Okzidentalen immer "undurchschaubar" erscheinen. Denn er ist das, tatsächlich! Durchschaubar ist nur der Abendländer, wenn man so will, weil der auch diesen Anspruch an die Interpretation der Welt, an das Lesen des logos als der inneren Grammatik der Welt, hat. 

Der Orientale kann deshalb von einem Bereich zum anderen springen, und dort jeweils diesem Teilbereich "genügen", entsprechen. Somit kann er von einem Moment zum anderen scheinbar "komplett anders" sein. Ohne daß er das als seltsam sehen würde, was dem Europäer aber als "Falschheit" erscheint. 

Wir wollen das einmal nur zur Kenntnis nehmen, einfach nur anschauen. Und uns erst jetzt mit den Gründen dafür auseinandersetzen. Denn die gibt es! Es sind Gründe, die in dem ansetzen, was wir oben als "Haken" bezeichnet haben, an dem alle Dinge (also die Welt) aufgehangen sind. Als Punkt, von dem her jedes Ding (also auch der Mensch) bestimmt sind. 

Hier stoßen wir somit sofort auf das Sein selbst, auf diesen abstrakten Begriff, den wir letztlich als "Gott" bezeichnen. Aus dem alles stammt, insofern es am Sein teilhat, also "Seiendes" ist, das "Sein hat". Das es auch verlieren kann, ohne daß das Sein selbst davon berührt ist. Dinge können vergehen. Lebewesen können sterben (ja, sie tun es mit Gewißheit), eine Tatsache die sich aus der Beobachtung, also Erfahrung ergibt. 

Morgen Teil 2) Warum der Abendländer 
überlegen bleiben wird 




*260720*

Donnerstag, 6. August 2020

Ist das Rettende nah

Jeder von uns zählt, oder? Und jeder zählt gleich, nicht wahr? Jeder soll sagen, was er denkt (wer denkt da plötzlich?) und was er meint. Jeder und überall. Egal welcher Religion, welcher Farbe und Rasse und welchen Berufs und welcher Blutgruppe - wir sind doch alle gleich? (Ungleichheit kommt dann in einer zweiten Phase, nur Geduld.)

Alle gemeinsam, alle einsam, alle auf die Straße zum Protestieren. Warum? Na darum. Es braucht ein Zeichen, nicht wahr? Plötzlich geht uns alle alles an. Und alle haben plötzlich auch die Mittel, was zu tun. Schreien. Marschieren. Protestieren.
Gleichheit. Freiheit. Brüderlichkeit. Das Rezept gegen Corona. Und Wahnsinn. Die Habt-Euch-Lieb-Gesellschaft wird nur durch die Bösen verhindert.
Bekämpfen wir den Irrsinn durch Sinnlosigkeit, die Sinnlosigkeit durch Irrsinn. Hauptsache Demokratie. Revolution.
Da gilt nicht links, nicht rechts, nicht vorne, nicht hinten, nicht oben, nicht unten. Nicht Jude - nicht Christ, nicht Muslim - nicht Hindu. (Und was ist mit dem Buddhi? Keine Ahnung.) Da geht es nur um eines. Um eins. Ums eine. Um Dich. Um mich. Um uns alle. Klar? Jetzt oder nie! Morgen oder gestern! Heute oder am Samstag.
Denn es kommt jetzt auf uns alle an. Deshalb raus. Oder rein. Es geht alle an, kapiert? Hoffentlich endlich kapiert? Sieht denn nicht jeder: Totales Versagen, wo man hinblickt, oder nicht?

Gott hat sich ja auch schon zurückgezogen und denkt über eine neue Welt nach, mit der alten kommt nicht einmal mehr er klar. Sogar die Kornkreise am Ammersee drehen schon durch. Na wenn das nichts heißen soll? Eine Ordnung der Welt gibt es nicht mehr! Nicht einmal mehr die Märkte funktionieren. Gold kann man sich auch nicht mehr leisten, selbst Gates kauft schon Thorium, das neue Gold. Nur weiß es noch keiner.
Ein etwas ernsterer Einschub, wobei man sich fragen muß, ob das was sich derzeit im Sprachraum abspielt noch die Mühe ernster Differenzierung lohnt, weil es wie ein Luftballon der "Sprache der Sprache" - also der wirklichen Wirklichkeit - entschwebt ist: 
Praktisch die gesamte "Kritik-"Seite (ausnahmslos, samt gemäßigt sein wollenden nennen wir auch explizit "rechte" Seiten, oder das was sich "Truther"-Szene nennt) steht auf dem Boden linker beziehungsweise zumindest linksliberaler oder liberaler Weltanschauung. Gerade die Kritiker-Seite ist dabei ein wildes Durcheinander von Ideologemen, und nicht selten deshalb verrückt, im wahrsten Sinn, und richtet ein erschreckendes Durcheinander an. Erschreckend deshalb, weil sie das nicht weiß oder wissen will. 
Alle, wirklich alle dieser kursierenden Kuren sind also TROJANISCHE PFERDE, in Verantwortlichen wie Kritikern. Dabei geht es nicht um Gradualität der Wahrheit. Graduelle Wahrheit ist nicht Wahrheit, sondern bestenfalls "Richtigkeit", der aber der Gesamtrahmen fehlt, das also, was ihre Richtung ausmacht. Sondern es geht um den ersten, den grundlegenden Stein, der letztlich die Gesamtrichtung (auch von Kritk) bestimmt. 
Die angebliche Kur ist also genau dieselbe Seuche, ist jene Krankheit, die sie kurieren soll. Es ist grotesk, aber da ist manchmal sogar noch die katatone "Merkel-Partei" substantieller.
Und im Herbst kippen sowieso hoffentlich endlich endgültig und jetzt aber wirklich die Zombieunternehmen. Und dann die Banken. Und dann die Baumärkte. Und dann die Zahnärzte. Wenn die kippen, ist sowieso alles aus.

Vom Wetter reden wir besser erst gar nicht. Denn da können die noch so viel Pumpernickel vom Himmel werfen, wie sie wollen, der Winter wird schrecklich. Denn über allem schwebt die Frage: Was macht der Dollar? Wo steht der Yen? Wie schwefelt das BIP? Wie wird Nigeria reagieren, und vor allem: Was macht Minnesota im November?

Minnesota? Warum Minnesota?

Warum nicht?




NACHTRAG: Und damit man eine Absicht ahnt, die Suppe des Schreckens nur ja schön am Kochen zu halten, muß man offenbar nur überlegen, was schon länger gefehlt hat. Und? Richtig - ein satter Terroranschlag. Denn das Tor zum globalisierten Schrecken war die Terrorangst, diese häßliche Brut, die 9/11 hochgezüchtet und seither wie eine Dornengeißel über der Menschheit geschwungen wurde. Sodaß sich nirgendwo Widerstand regte, als man den Anlaß benützte, um die ersten fundamentalen Einschränkungen von Recht, Privatheit und Intimität einzuführen. Durch die größten Überwachungsapparate, die die Menschheit je gesehen hat, angedockt an Vernichtungsinstrumente "in fernen Ländern", wo alleine durch die USA mit gezielten Drohnenanschlägen bereits fünftausend Menschen beseitigt worden sein sollen (siehe unter anderem die Aussagen von E. Snowden). 

Aber das war nur der erste Schritt im Krieg gegen das Menschentum. Die nächsten Schritte wurden nach intensiver Vorbereitung (mit dem Hauptinstrument Klimawahn, der eine völlige Pervertierung der Weltanschauung und Haltung brachte) durch die Corona-Panik etabliert. Wie - vorbereitet? Ja, vorbereitet. Durch eine globale PR-Strategie, in der die Menschen ihre eigene Auslöschung BEJAHEN. Die wie ein im Bauch des trojanischen Pferdes verborgene Atomwaffe wirkt: Man beschäftigt sich mit der Hülle des Pferdes, während sich die wahre Gefahr ungesehen und in der Nacht ausbreitet. Nein, nicht "okkult", nicht unbekannt. Sondern klar identifizierbar. Aber nur noch von den wenigen Nachtwächtern und Sehern erkannt.

Wie bei einer Eidechse, die den Schwanz abwirft, wenn sie gefaßt werden soll, der sogar noch eine Zeit lang zuckt, also "lebt", beschäftigt sich der Normalverstand und damit die Politik (und deren Gegner, also Politik als "Feld", als "Ort", dem alle beigetreten sind, den niemand verläßt) mit dem Scheinobjekt. Während die Echse schon ganz andere Wege geht.



*040820*

Von Wirtschaft, Drohungen und Wahrwerdungen (2)

Teil 2) Von Nichten, Töchtern und weiteren Wahrwerdungen


Was schreibt dazu der liberale Thinktank Agenda Austria? Wir bringen es, wegen eines Umstands, den wir am Schluß ausführen.
Seit 2007 kamen für jeden Euro an Wirtschaftsleistung 1,56 Euro an Staatschulden hinzu. „Wir haben den Krisenmodus in Europa eigentlich nie verlassen. Die einfache Antwort, die Probleme mit der Notenpresse wegzudrucken, geht offenbar nicht auf. Trotzdem versuchen wir es immer intensiver. Europa braucht aber nicht noch mehr Schuldenprogramme, Europa braucht eine Strategie, wie wir aus diesem Teufelskreis entkommen“, sagt Agenda Austria-Ökonomin Heike Lehner. 
Diese Heike Lehner ist ... eine Nichte des VdZ. Tja, wird man älter und schließlich alt. So wächst bei einer großen Familie die Wahrscheinlichkeit, daß sich die öffentlichen Kriege samt der Brisanzen der Öffentlichkeit (weil der Abstand wächst: bei großen Familien sind wie hier Onkel-Nichten-Verhältnisse kaum noch "familienintim", sondern man kennt einander kaum mehr) nicht nur familienintern wiederspiegeln, sondern daß sich bei einer so großen Herkunftsfamilie - wie der des VdZ - Öffentlichkeit und Familie decken.

Hier im speziellen wird - wie so oft heute! - die Problematik der Stellung der Frau in ihrem Kampf um den Vaterstuhl ausgetragen, und in den Kindern der Kinder definitiv "gewonnen". Vermeintlich! Nur vermeintlich. Es ist ein Pyrrhussieg, wir werden noch darüber berichten. Denn diese Kinder der Kinder werden eines Tages ... nicht so ungeduldig, werter Leser, es wird schon noch gesagt werden!

Historisch ist das ohnehin alles andere als einmalig, es gäbe also genug Beispiele, wenn man sie sehen will. Und schon gar nicht verwunderlich, weil in gewisser Hinsicht ein Kreislauf, den die Sünde (der Rebellion, des Hochmuts) ausgelöst hat.

Denn Familie ist nur als Haus verständlich. Und Haus ist die Gemeinschaft (als Einigkeit) unter dem Vater, also Wort, Geist. Die biologische Tatsache einer Abstammung ist zwar da, spielt auch eine Rolle, aber eher als "zu überwindendes Faktum". So sehr die biologischen Abstämmlinge auch dann (aus Gründen der Legitimität!) versuchen, die Familie - das Haus - zu stehlen. Das Haus geht mit dem Vater, und dessen Vater, und dessen Vater, und dessen Vater ... bis zum Neuen Adam. Was aber passiert, wenn man diesen Neuen Adam verweigert? Eben. Man steht gegen die eigene Natur.
Was soll daran also verwunderlich sein, wenn unter den Jungen heute die Meinung weitest verbreitet ist, daß die Menschheit "gegen die Natur" stünde? Und daß die überkommene Kultur (ja, ihre nämlich!) nichts taugt, außer - wie bei "konservativen" Liberalen - wo sie gerade noch nützlich ist? Bildung wird unter diesen Generationen deshalb nur noch zum Werkzeug, um den selbst zu definierenden Anspruch (man nennt das dann "ehrgeizig", und "strebsam") auf sozialen Ort/Stellung (die das Haus des Vaters des Vaters des Vaters ... vorgäbe!) zu erfüllen.


*270720*

Mittwoch, 5. August 2020

Der Schrecken des Cor*

Deutschland im Hochsommer 2020. Ein Land, fest in der Hand einer tödlichen Erkrankung, die von Dorf zu Dorf schleicht. Aber den Häschern der gefährlichen Volkserkrankung, die das Leben eines Landes und vieler Völker lähmt, entgehen immer weniger der Viren. Sie stöbern sie auf, hinter allen Kästen, und Getreidespeichern, hinter Fußmatten und Kochstellen, Autositzen und Funzelpetern. Bald wird auch der letzte Deutsche seinen Test absolviert haben, niemand kann ihn noch verbergen, und je mehr man testet, desto mehr findet man, wie das RKI berichtet.

Das alles tut man, um die Zahl der Testungen nach oben zu treiben, um die Gesamtzahl der Fälle ausreichend dramatisch zu schildern. Was bei einer fortlaufend fallenden Infektionszahl ("Fälle") immer schwieriger wird. Man überlegt deshalb nicht nur die Entwicklung von Home-Tests (die jeder selbst durchzuführen hat, was per Internet bzw. social media abzugleichen sein wird), wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, die Testungen nach dem 80millionsten Getesteten im Wochentakt zu wiederholen. Die Wissenschaft arbeitet bereits an einer Ausforschung der Wirkungen von Covid19, und ist nahe dran zu beweisen, daß jede Immunität nach vielleicht bald zwei Wochen erlischt. 

Graphik Robert Koch Institut

Der Leser erkennt sofort die Gefahr. Und auch von der Klikmawissenschaft kommt nicht gerade Ermutigendes. Durch den längst uneinholbar ausgelösten CO2-Klimawandel sind nur noch stürmische, feuchte Herbste zu erwarten. Was das für die Corona-Welle bedeutet kann sich jeder auf den verbliebenen sieben Zehen ausmalen. Denn Grippe war einmal, die Durchimpfungsrate ist in schwindelige Höhen gestiegen. Jetzt kommt Corona 20ff.  Jeden Herbst, jeden Winter, jedes Frühjahr neu.

Photo Tichys Einblick
Die Jagd auf das Übel lohnt. Das Halali ist in jedermanns Ohr. Wer meint, die Hitze des Hochsommers wäre genug, der irrt.

Irrt so wie jene dutzende, höchstens freilich hunderte Reichsbürger, Rechtsradikale oder (meist und) Verschwörungsfanatiker und gewaltbereite, verstörte Corona-Idioten, die in Berlin und anderen Dörfern gegen das energische Vorgehen der Politik und gegen den Volkstod protestieren. (Wobei der Leser nicht übersehen sollte, daß sich das Ansteigen von Corona und Rechtsradikalismus in einer hohen Korrelation befindet.)

Wir erleben es doch alle, jeder für sich, man muß nur die Augen aufmachen. Sehe man sich den Sommer 2020 an. IST DAS NOCH NORMAL? Mal Regen (und wie viel!), dann wieder Sonne (und wie heiß!), dann wieder nichts. Keiner kann noch den Istrienurlaub oder auch nur das nächte Wochenende planen. Das war früher anders. Das ist nicht normal.

Das Volk steht deshalb eisern hinter seinen Führern, und verbarrikadiert sich hinter Seuchenschranken und Mund-Augen-Ohren-Nasen-Schniedelschutz und unter Aluhüten, denn schon mehren sich die Zeichen, daß Außerirdische landen werden. Wir sind nicht trotzig und kindisch, wir sind überzeugt, und flehen um die Zweite Welle. Wo muß man unterschreiben?

Des Rätsels Lösung? Bei der Love-Parade hielten sich die meisten in den Büschen auf!

Du Mensch, aber, tue das Deine, und schütze Dich. Jeder nach seinen Kräften, alle zusammen, niemand für sich, keiner für alle, alle für keinen. Arbeiten wir gemeinsam am nächsten Lockdown, feiern wir die neue Solidarität in einer neuen Normalität. Clima, Korona, und die Milch wird auch viel früher sauer als früher.

Corona 2020, Modell Recycle 10 - Bald auch mit eingebauter Kältedusche



*040820*

Von Wirtschaft, Drohungen und Wahrwerdungen (1)

Auch unsere Länder haben sich durch reines "Gelddrucken" finanziert. In Österreich hat der Staat ein Viertel, in Deutschland ein Drittel der Staatsschulden buchstäblich "von sich selbst" geliehen. Als Kredite bei der EZB, die wiederum von den Staaten selbst - durch Haftungen - "finanziert" werden. 

Ein wunderbarer Zirkel, der nur von der Illusion eines reinen Wortspiels lebt, daß eine Bank (EZB) dazwischengeschaltet ist. Genau deshalb ist das eigentlich verboten, ausdrücklich! Aber Papier ist offenbar auch in Brüssel geduldig. Wenn man also fragt, warum die EU so wenig Glaubwürdigkeit besitzt muß man sich nur umschauen, was ihr Wort (siehe ihre Verträge) wert ist. Wer so mit Sprache umgeht muß sich nicht wundern, wenn man ihn nicht mehr ernst nimmt. 

Weil aber dieses Geld defacto beim Fenster hinausgeschmissen wird (weil in Projekte vergeudet, die völlig sinnlos und wirtschaftlich kontraproduktiv weil Produktivität sogar zerstören, und zwar massiv), wird es sehr rasch (und rascher als sonst zu erwarten wäre; durch Schulden "gut" investiertes Geld muß nicht zwangsläufig zu einer Inflation führen) das Geld entwerten. Was die Politik derzeit ankündigt ist also eine gefährliche Drohung, die sie auch wahr machen wird. 

Denn durch dieses (völlig unethische) "Kreditaufnehmen bei sich selbst" ist die Finanzierungsmöglichkeit noch einmal erweitert worden. Deshalb, werter Leser, braucht die Politik die Weltrettungsphantasien (Klima, Corona, Tierwohl ...), denn sie liefern die "moralische Begründung" für unmoralische Verschuldung, ohne die mittlerweile die Volkswirtschaften zusammenbrechen würden.

Was wird kurzfristig durch diesen nächsten Verschuldungsschritt passieren (der zugleich von einer Globalisierung der Kreditmechanismen gekennzeichnet sein wird, was alles die Wirklichkeiten verschleiern soll, weil vor allem für den Normalbürger - wozu im übrigen auch die meisten der Hochpolitiker unserer Länder gehören, machen wir uns nichts vor: Völlig durchschnittliche, ja unterdurchschnittliche Kleinbürger allerschlimmster Sorte! - Ursachen und Wirkungen noch schwieriger nachzuvollziehen sind)? 

Die Preise werden "steigen", und Fluchtwährungen Konjunktur haben. Wie Gold, Kryptowährungen, Fluchtinseln und -währungen. Nicht aber Immobilien. Die sind ausgereizt und stehen so kurz vor einem Niedergang, daß man es schon förmlich riechen kann. Bezieht man nun noch die sinkende Nachfrage durch Unsicherheit (Corona!) in die Überlegungen mit ein, steuern wir auf das Schreckgespinst der Ökonomen zu, die Stagflation. Also steigende Preise - allerdings nur sektoriell, nicht generell! - bei sinkender Nachfrage. 

Das wird in den offiziellen Zahlen aber nur wenig Niederschlag finden. Nicht nur, weil es politisch nützlich ist (man wird mit "niedriger Inflation" beschwichtigen), sondern weil der Warenkorb, nach dem die Inflationsrate berechnet wird, nicht mehr relevant ist. Reisen etwa, oder bestimmte Unterhaltungselektronik, die einen hohen Anteil an dieser Preissteigerungsrechnung haben, werden im Preis sinken. Während Produkte, die mit ihrem absoluten Betrag wenig Auswirkungen auf den Warenkorb haben - Lebensmittel, Dinge des alltäglichen Bedarfs - weit überproportional im Preis steigen werden. 

Auch die stagnierenden oder gar fallenden Benzinpreise haben dieselbe Eigenschaft: Sie treffen tendenziell eher die Gruppe der gutverdienenden Haushalte. Die sich das Leben im Status quo immer noch leisten können. Und die auch politisch und ideologisch hinter dieser Geldverbrennung stehen.

Da geht es einer anderen Gruppe ganz anderes. Die Ärmeren nämlich, Menschen mit niedrigerem Einkommen, werden die derzeitigen Entwicklungen am meisten spüren. Selbst wenn man berücksichtigt, daß tendenziell die Mieten stagnieren werden, so wird schon die absurde, direkt ("Infrastrukturprojekte") oder indirekt (durch "Anreize" und "Förderungen") staatliche Investitionspolitik ("erneuerbare Energien", "Öko-Politik") vor allem die Energiepreise weiter nach oben schießen lassen. 

Schon heute zahlt der Verbraucher den doppelten Strompreis wie noch vor zehn Jahren, und das wird noch erheblich mehr werden. Schon jetzt kann eine halbe Million Haushalte in unseren Ländern die Energie, die sie für ihr Wohnen und Leben benötigen, nicht mehr bezahlen. Das trifft sie deshalb so wuchtig, weil die Lebensweise, der man gar nicht ausweichen kann und sich längst in der grundsätzlichsten Infrastruktur ausdrückt. Wie beim öffentlichen Verkehr oder bei der Nahversorgung durch mittelständische und regionale Unternehmen.


Bild Agenda Austria

Teil 2) Von Nichten, Töchtern und weiteren Wahrwerdungen


*270720*

Dienstag, 4. August 2020

Geschlagen von Gottes Strafen

Wir müssen auf nichts mehr warten. Die Strafe Gottes ist längst am Wirken. Sie besteht darin, daß er uns auf unseren Gedanken "sitzen" ließ. So drehen wir uns im Kreis, und alles, was derzeit in der offiziellen Sprech- und Denkblase über unseren Köpfen schwirrt und auf unseren Zungen liegt 

auch alles, das die Medien somit kolportieren

und unsere Herzen, die eigentlichen Küchen des Denkens und Sprechens, gar nicht mehr erreicht, 

alles das liegt im Grab

alles, was also offiziell und mit von unseren Autorisierungsstellen autorisiert ist, ist irrelevant. Es trifft die Wirklichkeit nicht mehr. 


So spricht der Herr: Ebenso verderbe ich die stolze Pracht Judas und Jerusalems, wie groß sie auch sei. Dieses böse Volk weigert sich, auf meine Worte zu hören, es folgt dem Trieb seines Herzens und läuft anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und sie anzubeten; 
es soll daher wie dieser Gürtel werden, der zu nichts mehr zu gebrauchen ist. 
Denn wie sich der Gürtel den Hüften des Mannes anschmiegt, so wollte ich, daß sich das ganze Haus Juda mir anschmiegte - Spruch des Herrn -, damit es mein Volk und mein Ruhm, mein Preis und mein Schmuck wäre. Sie aber haben nicht gehorcht. (Jer 13,6-11)
Dabei straft uns Gott aber gar nicht dadurch, daß er uns sein Licht vorenthält, sondern darin, daß er unsere Wünsche erfüllt. Denn die Wünsche des Gottlosen richten sich ins Leere, ins Dunkel, in die Hölle. 

Das wird ganz konkret deutlich. Indem wir zum Beispiel die Corona-Rettungspakete hernehmen. Da wird als "Erfolg" gefeiert, daß die Vergabe von Geldern, die uns und unsere Kinder und deren Kinder wie ein Mühlstein um den Hals beschweren,

was die Politiker gar nicht mehr mitbekommen, weil diesen, die bereits im Wahn des Sozialstaats aufgewachsen sind, die wirklichen Dimensionen der Welt und somit ihres Handelns gar nicht mehr erfassen,

dazu reicht nämlich das explizite "Denken" nicht aus, weil dem Sprechen die Wirklichkeitsschwere fehlt, die Sprache ohne Sprache der Sprache bleibt,

daß also diese Gelder an "ökologische Maßnahmen" gekoppelt sind. Darunter wird zum Beispiel der Ausbau der "alternativen Energieformen" verstanden. 
So spricht der Herr: Setzt Eure Zukunft auf Eure eigenen Gedanken. Setzt Eure Zukunft damit auf die Sinnlosigkeit. Denn ich bin es, spricht der Herr, der Anfang und Ende, der logos und Sinn ist, der alle Schöpfung durchdringt und der Weg, Wahrheit und Leben ist.
Wer diese Graphik auf den Seiten des Namensvettern des VdZ - Eberhard Wagner, seines Zeichens arrivierter Elektroingenieur - ansieht und sehen will begreift, was das heißt. Es heißt, daß diese "Investitionen" völlig sinnlos sind! Daß sie wie in einem Traumland ablaufen, und nicht nur nichts bringen, sondern auch durch die Dinge, die sie "schafft", die also dann "herumstehen", nur Beschwerungen der Zukunft sein werden. 

Die sogenannten alternativen Energieformen Wind und Solar sind zu gut 50 Prozent der Zeit, in der sie herumstehen, VÖLLIG EFFEKTLOS.
Die sogenannte "erneuerbare Energie" als "Lösung" ist vollkommen sinnlos. Sie ist wie in einem Akt der Selbstbestrafung Sühne. Sühne also auch hier! Corona, alles ... Sühne! Blut! Opfer vor Gott! der Schritt zum Menschenopfer ist deshalb nur noch sehr klein!
Es ist ein Schritt um Jahrhunderte zurück, und ein Entschluß wider alle Logik. In der Energiefrage wird ein wesentlicher, ja der wesentlichste Ziegel aus dem Gebäude der Gesellschaften herausgezogen. Die Folge wird ein Totalzusammenbruch der Lebensweise sein. 
Weil die als Kulturleistung erreichte hohe Energiedichte und Verarbeitungshöhe zugunsten einer absurd niedrigen Energiedichte aufgegeben wird. Das entspricht einem verheerenden Zivilisationsrückschritt, der sich in ungeheurem Tempo mit progressivem Verlauf vollziehen wird.
Sie mußten, um zur Solar- und Windenergie zurückzukehren, um den bisherigen lächerlich geringen, aber sehr sehr teuren (im übrigen aber selbst nach den vorgeblichen "Klimarettungsabsichten" und im Gesamtsinn des Ökologischen absurden weil kontraproduktiven) Effekt zu erzielen, eine Kapazität aufbauen, die bereits derzeit das Dreifache des Bedarfs ausmacht. 

Die Corona-Wirtschaftsrettungsmaßnahmen - wieder: Rettung, überall: Rettung der Welt! - werden diese Sinnlosigkeit - wieder: Sinnlosigkeit! Überall: Sinnlosigkeit! Corona, Klima, Energie, Wirtschaft ... sinnlos! - noch weiter vertiefen. Und damit hunderte Milliarden und schließlich Billionen Euro nutzlos verbrennen.

Geld ist nur sinnvoll in seinem Bezug zu Wert. Wert aber ergibt sich aus zwei Dimensionen: Der Arbeit einerseits, als Vollzugskonkretion, als Moment des Kultes (der immer auf Schönheit Wahrheit Gutheit ausgerichtet ist, selbst wo er scheinbar nur "zwischenmenschlich" wie im Schmuck ist, der nichts anderes ist als das Eintauchen des Geschmückten in die Sphäre des Ewigen, des an sich Schönen, Wahren, Guten) anderseits. 
Die "erneuerbare Energie" ist in ihrem Wesen als ökonomische wie ökologische Maßnahme nicht nur nutzlos, sie ist sinnlos. Könnte also nur Wert aus Kult beziehen.  
Damit wird definitiv klar, womit wir es zu tun haben. So, wie die Weltrettung aller dieser Arten, ist auch die "erneuerbare Energie" in sich sinnlos. Denn nutzlos ist nur ein Aspekt, der aber wie im Kult, zu dem die Kunst gehört, nicht sinnlos sein muß. 
Also kann sie nur durch religiöse Überhöhung "sinnvoll" werden. Weil dies aber kein Sinn aus und auf Gott zu ist, also nicht logos, sondern Willkür und Positivismus, wird der Kult der Weltrettung, ermächtigt durch globale Umfassendheit und technische Machbarkeit, die menschlichen Kulturen wie ein Tornado bis auf den nackten Boden auslöschen.


Alle Rechte bei DI Eberhard Wagner


*250720*

Montag, 3. August 2020

Antisemitisches Geschwätz


Wir wollen es hier nicht kommentieren. Wir beugen uns dem, was E. Michael Jones in den USA noch offen (wenigstens das!) als Dokument für eine Epoche des "Jewish Privilege", der Privilegiertheit von Juden bezeichnet, und das auch jeden wie den VdZ als Anti-Semiten benennt, der es überhaupt wagt, dazu irgendetwas zu sagen, das mit Wirklichkeit und Realität zu tun hat. Zumalen die Gesetze in unseren Ländern aus vorgeblichen oder tatsächlichen historischen Gründen bei Äußerungen über Juden noch weit restriktiver sind. 

Wir wollen dazu also nichts, nicht irgendetwas sagen, wie gesagt. Zumalen auch dieses Blog seit dem Moment, wo der VdZ das wagte, durch "shadow-banning" niedergeschweißt wird. (Wäre es deshalb verfaßt und ins Netz gestellt, wäre das dramatisch. Aber die Sache ist eben anders.) 

Dieses Niederschweißen durch Zwangsverschweigen, Umleiten, Wegdrücken etc. ist nachweisbar keine Verschwörungsphantasie. Es ist aber sehr sehr wahrscheinlich Ausdruck eben dessen, was Jones sagt und mit dem wir längst einfach so leben: Ausdruck des Jewish Privilege. Die Art der Medien, damit umzugehen, beweist es wieder und wieder. Beweist einen unausgesprochenen, aber höchst effektiven Zwang, dem sich sämtliche Medien unterworfen sehen, und der verlangt, daß ganze Bereiche der Wirklichkeit wie in einer Gehirnwäsche und psychotischen Manipulation ausgeblendet werden.

Also, was sagt nun dieser Hauptzeuge Maria Farmer, die bei Netflix in der Serie "Filthy Rich" (der politischen Linie von Netflix entsprechend konnotiert oder "framed", wie man das neuerdings nennt) vorkommt, und das die Online-News-Plattform  NEWSMAX in Gestalt des Redakteurs Alan M. Dershowitz als "antisemitisches, phantastisches Verschwörungs- und Haßgeschwätz" (und vieles mehr) bezeichnet, von dem in dem zweistündigen Hearing bei Gericht jede Menge enthalten sei? Sie sagt Folgendes:

"Ich hatte es mit allen Juden schwer."
"Ich denke, es sind alle Juden."
"Sie denken, jüdische DNA ist besser als beim Rest von uns."
"Diese Leute glauben wirklich, daß sie zu dieser genetisch bevorzugten Rasse gehören."
"Alle jüdischen Menschen, die ich getroffen habe, sind Pädophile, die die Weltwirtschaft regieren."
"Sie sind 'jüdische Supremacisten'" und sie sind "alle verbunden" durch eine mysteriöse Organisation namens MEGA, die von Leslie Wexner geleitet wird, der 'der Kopf der Schlange' ist".
Farmer behauptete, Beweise dafür zu haben, daß der israelische Mossad Jeffrey Epstein angeheuert hatte, um prominente amerikanische Politiker, die Pädophilie begangen hatten, auf Video aufzunehmen, damit Israel sie erpressen konnte, um sich in ihren Funktionen israelischen Wünschen gemäß zu verhalten, und daß die gesamte Verschwörung unter dem Schutz und der Leitung der "Rothschild's" stand.

Also wenn das nicht antisemitisches Verschwörungsgeschwätz einer psychisch kranken Persönlichkeit ist (sodaß wir uns ausdrücklichst von solchen Inhalten distanzieren) - was dann? 

Donnerrollen und Sturmbrausen, Paukenwirbel, Trompeten und Oboenausbruch.



*240720*

Sonntag, 2. August 2020

Aus einem Internet-Chat

(Angelehnt an eine tatsächlich so gefundene Konversation auf Twitter)
A] Warum nur habe ich das Gefühl, daß jeder von uns irgendeine Form von ADHS hat, mit seinen Nerven am Ende ist, Angst und Depressionen hat, ..
B] Mich wundert daß du dich wunderst. Die Leute verlieren ihre Arbeit oder müssen Angst haben daß sie sie verlieren, so wie es rundum ja passiert.
Nirgendwo mehr gibt es unbeschwerte Fröhlichkeit, Alle müssen Angst haben, daß sie sich ihr Leben, ihre Wohnungen nicht mehr leisten können. 
Niemand weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Jeden Tag muß man fürchten, daß ein nächster Lockdown kommt, irgendwo Straßenschlachten ausbrechen, und die Grenzen dicht gemacht werden.  
Ständig heißt es vor allem, daß alles so schrecklich wird, wenn es so weitergeht. Es ist, als würde man nicht nur alles falsch gemacht haben, sondern auch nichts mehr richtig machen können.
Man hat sogar das Gefühl, als hätte das eigene Leben keinen Sinn mehr, und wäre nur noch eine ununterbrochene Bedrohung für die Mitmenschen und für die Erde, solange man nicht wie ein stummer Sklave nickt und irgendwo hinterhertrottet.  
Man hat sogar das Gefühl, als würde man das Leben und seinen Sinn nicht mehr selbst denken können. Von überall her kommen Ratschläge, was man falsch macht und falsch denkt. Und wenn man sich dann Diskussionssendungen etwa im Fernsehen ansieht hat, wo es um Probleme der Welt geht, hat einer den Eindruck, als würden die von einer anderen Welt reden. Wie es ausschaut ist es am besten, wenn man überhaupt zuhause bleibt und sich ins Bett legt, um zu sterben. 
Man hat nämlich das schreckliche Gefühl, daß unter unsereinem eine stille Übereinkunft herrscht, daß keiner mehr etwas zu sagen oder zu denken oder zu tun wagen sollte. Schon gar nicht einfach so. Weil er fürchten muß, wenn er sich nicht ständig kontrolliert als sexistisch, rechtsradikal, rassistisch, nationalistisch, homophob, xenophob, genderverkehrt, coronagefährlich, antisemitisch und weiß Gott was noch verdammt, wenn nicht straffällig zu werden. 
Denn ich habe sogar oft schon Angst, von jemandem verraten und beim nächsten Polizisten angezeigt zu werden und für irgendwas Strafe zu zahlen. Einfach alles, was man macht und vor allem alles, was man bisher so gemacht hat, könnte eine mittlere Weltkatastrophe auslösen. Es ist zumindest die Schuld am Eisbärensterben, an den toten Kindern in Liberia, für die Kriege in Arabien, an der Ausbeutung der Frauen in Bangladesch, und an den Überschwemmungen in Südbayern, an den Waldbränden in Kalifornien und am Hurricane in Florida. 
An nichts darf man sich noch unschuldig freuen - wirklich allem ist die Unschuld genommen. Sogar jetzt im Sommer. Ist das Wetter schön und heiß, so richtig zum Baden, liest man sofort Ankündigungen von Trockenheit und Dürre in den Zeitungen und daß man besser sowieso nicht in die Sonne geht. Regnet es, berichten am nächsten Tag die Nachrichten über Unwetter und möglicherweise vernichtete Ernten zum Frühstück 
Ißt einer was Süßes, zerstört er seine Gesundheit. Ißt er salzig schon überhaupt. Ißt man Fleisch, vernichtet man das Weltklima. Lädt einen die Oma zum Essen ein, würgt man das Essen mit Magendrücken runter, weil die mit ihrer Kocherei den Planeten zerstört, den Regenwald vernichtet, das Plastik in den Weltmeeren vermehrt, und mit ihrem Kohlenofen sowieso verantwortlich für die Erderwärmung und fürs Walesterben ist.  
Und da wunderst du dich? Bessere Bedingungen für ein Desaster im Gehirn kann es doch gar nicht geben!