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Dienstag, 24. April 2018

Wie gesagt

Der VdZ gesteht seine Schwäche für Tanzszenen in Filmen, wie dieser in "Eve and the Gentleman - Blast from the Past". Da wünschte er sich sogar manchmal, wieder dreißig Jahre jünger (und damit dreißig Kilo leichter) zu sein ... Spritzig auch der Dialog, hoffentlich kann der Leser etwas Englisch. Und hoffentlich kennt er den Film im Ganzen, dessen Plot natürlich erst die volle Witzigkeit der Szene erschließt. Bleibt sonst trotzdem noch eine tolle Tanzszene.

Natürlich, es ist für den Film inszeniert (der im übrigen gar nicht schlecht ist). Aber die Szene hat ihr Berückendes daraus, daß das Wesen von Frau und Mann so deutlich wird. Und ist das nicht überhaupt erst Tanz? Die Frau, die möchte, und es genießt, wenn der Mann ... etwas mit ihr macht, was "Figur" in der Öffentlichkeit bedeutet, was immer es sei. Man schaue nur, wie sich die Frau vom Hauptdarsteller bewegt, als er sie auf die Tanzszene führt. Oder schon vorher, wie die Freundin sich "anhängt". Welche beide dann seinen Willen sofort aufnehmen, sich ihm ausliefern, um seine Figuren doch vorauszuahnen und nicht einfach grenzenlos auszulassen, sondern im Fügen dem Ort der Figur beizutreten. Weil alle um die institutionalisierten Einzelformen, diese Orte wissen - Kultur eben haben. Die sich hier einmal mehr auch als Faktor einer Zeit erweist.

Diese damit explizit frauliche, in der sohinnigen Stilisierung überaus frauliche Überraschung aus dieser kultivierten Bereitschaft ist hier ganz hervorragend dargestellt. Der VdZ möchte natürlich nicht wissen, wie viele Takes, wie viele Proben zu dieser nur dreiminütigen Szenen notwendig waren, bei der noch dazu eine reichhaltige Umgebung im Bild ist. Dieses allmähliche Zurückweisen der übrigen Tanzpaare - das können keine Laienstatisten mehr sein. Beachte der Leser doch das vielfältige Spiel, diese Achtnahme der übrigen Gäste auf die immer exaltiertere Tanzdarbietung der Hauptdarsteller!

Wie hervorragend auch geschnitten! Ja man sieht, was Schnitt im Grunde ist und sein muß: Präsentation der Wirklichkeit hinter allem, die aus der rein irdischen Zeit immer heraustritt, um zurückzuschlüpfen, und im Darstellen von Wirkungen aus Bezügen das unsichtbare Wirkliche zum Träger des Konkreten macht. Weshalb immer der Schnitt erst - erst der Schnitt! - aus eigentlich bedeutungslosem Photomaterial einen Film macht. Keine schauspielerische Glanzleistung, die nicht ihren Glanz erst dem Schnitt verdankte.










*180418*

Geistesgestörte Politik heißt nicht geistesgestörte Politiker

Wir haben diesen Vortrag von Hans Werner Sinn vom 18. Dezember 2017 bereits vorgestellt, um ihn selbst geht es also gar nicht. Damit nicht darum, daß er darin überzeugend darstellt, warum das, was sich als "Energiewende" in unseren Ländern abspielt, dermaßen verrückt, unlogisch, technisch grotesk undurchführbar, weil gegen jedes technische Gesetz und damit selbst auf dieser Ebene widersinnig ist, sondern wir bleiben bei dem Satz, den er am Ende ausspricht: Man müsse sich angesichts der unleugbaren Fakten fragen, ob da überhaupt noch jemand in der Politik wisse, was er tue.

Denn da erhebt sich die Frage, ob wir es tatsächlich mit Politikern zu tun haben, die wörtlich und direkt verrückt sind. Das hieße, daß Merkel etc. die Fähigkeit zu denken abgesprochen wird.

Nun, das wollen wir zur Überraschung mancher gar nicht so sehen. Man könnte auch Angela Merkel mit Sicherheit vor einen Computer setzen und einen IQ-Test absolvieren lassen, und er würde gute Daten ausweisen. Also muß sich etwas anderes zeigen.

Und das tut es vermutlich, zumindest liefert es die einzige Erklärung, die sich in zahllose andere Zustandsberichte einfügt. Es geht um den Zerfall der Politik als Entwicklungsstadium der Demokratie unseres Zuschnitts. In dem schon Tocqueville vor zweihundert Jahren angesichts der Beobachtungen in den USA feststellt, daß sich die Demokratie selbst zerlegt, weil sie einen Zerfall der Staatsmacht nach sich zieht, wo der Staat zur Beute von Teilinteressen wird.

Betrachtet man die Energiewende so, könnte genau das passiert sein und passieren: Eine große Anzahl von Lobbyisten und Interessensvertreter AUSZERPOLITISCHER, damit außerdemokratischer PROVENIENZ hat jeweils ihre Teilinteressen durchgesetzt, ohne sich ums Ganze zu kümmern. Ermöglicht wurde das durch einen Systemfehler unserer Demokratiekonstruktionen. Die automatisch eine Schwächung jenes Führungselements, also der direkten Staatenlenker, nach sich zieht. Damit fehlt das Zusammenfassende, damit fehlt unseren Ländern und allen unseren Demokratien das einende Element, das alle Teilinteressen gewichtet und in ein Gesamtziel eines Landes und Volkes - also auf eine Unfähigkeit, das Gemeinwohl zu wahren oder beachten.

Was wir sagen wollen: Ja, es gibt nicht ausreichend starke, geistig starke Politiker als Personen, die unsere Geschicke leiten könnten. Die in allen Teilaufgaben noch die Stärke haben, den inneren Einheitspunkt, auf den alles zulaufen müßte, aufrecht zu halten und nicht aus den Augen zu verlieren. NUR zeigt sich ein System immer nur so stark, wie es seine "Orte", also seine Institutionen, seine institutionalisierten Wege, seine Beziehungsfelder sind. Der Vorteil der Monarchie war ja nicht, daß immer großartige Regenten an der Macht waren.

Der Vorteil ist, daß das monarchische System (weil "im Absoluten" verankert) so stabil ist, daß es auch die größten Idioten verträgt. Fehlt das Einende, fehlt der Verankerungspunkt im Absoluten, so bricht mit der Person - zerrissen in Teilinteressen, die um des Ortes willen ("Machterhalt" hat in der Demokratie den Rang eines ersten Wertes, das dürfen wir nicht übersehen!) Verformungen des Gesamtzieles verlangen (denken wir an den alltäglich gewordenen Satz: "Ja, es wäre richtig, aber es ist nicht durchsetzbar ...!") - auch das System als Ganzes. Das nie an Personen und ihren Abhängigkeiten von der Tagespolitik hängen darf. Und zwar gerade nicht inhaltlich.*

Es fehlt also mehr: Es fehlt den Demokratien unseres Zuschnitts der Politik SYSTEMBEDINGT die Möglichkeit, schöpferisch tätig zu sein. Das erklärt auch das völlig richtige Gefühl der Menschen, daß "die Regierungen" die Lage nicht mehr meistern können. Derartige Riesenvorhaben wie die Energiewende (egal wie man dazu steht) sind noch dazu überhaupt nicht anders durchführbar. Das ist der Grund, warum sie entweder furchtbar scheitern und den Staat mitreißen, oder in einen brutalen Totalitarismus ausarten MÜSSEN, der das Unvereinbare zusammenzuschmieden versucht, koste es was es wolle.









*Man muß hier den außerordentlichen politischen Instinkt der vom Pragmatismus eines Konfuzius geprägten Chinesen bewundern. Denn was immer man dazu sagen könnte - die erst jüngst durchgeführte Änderung, die den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping "auf Lebenszeit" festigte, ist der pragmatische Rückgriff auf das monarchische System. Der damit Politik nicht von Teilinteressen abhängig macht, sondern in einer "Königsposition" verankert. Zur Erinnerung: Der Staatspräsident hat in so gut wie allen Demokratien die Aufgabe, die Position des Königs zu ersetzen beziehungsweise zu imitieren. 

Und der König ist es immer gewesen, in dem das alles Einende, die Zeit übergreifende Prinzip eines Volkes und seines Staates repräsentiert ist. Prinzipiell ahnen die Chinesen offenbar einmal mehr, was zu tun ist, indem sie ihrem Staat ein Prinzip der Kontinuität beifügen, das diese von der aktuellen Politik unabhängig macht. Die exakt gegenläufige Entwicklung zu unseren Ländern also, wo die Position des Staatspräsidenten immer mehr geschwächt, die Politik also in die Hand der aktuellen Regierungen gelegt wurde. Aber das Prinzip des Königs ist immer gewesen: Der König herrscht. Aber er regiert nicht.






*150418*

Montag, 23. April 2018

Da nähern wir uns manchen Wurzeln

Taschak bumm - sehr viel muß man zu dieser Explikation nicht mehr sagen. Was von diesem Video der russische Soziologe und Philosoph Walerij Wiktorowitsch Pjakin vorträgt, hat so hohe Treffsicherheit und Brisanz, daß jedes weitere Wort überflüssig ist. Er zeigt, warum und wie unser Establishment gar nicht die eigentliche Gefahr darstellt. Es ist nur nützliches Idiotentum. An seine Brisanz glauben nur allzu viele, und das glaubt vor allem das Establishment selbst. Wir werden darauf ganz sicher noch eingehen.

"Die strukturlose Führung ist immer mächtiger als die Struktur selbst. Letztere ist viel leichter und schneller handzuhaben." Soll heißen: Der Revolution auf der Ebene der Systemtreue zu begegnen ist ein prinzipieller Fehler, ein Fehler der Wirklichkeitsverfehlung. Die heutige liberale Massendemokratie kann somit aus sich selbst heraus ihre Feinde gar nicht bekämpfen, im Gegenteil, sie lädt sie ein, und liefert ihnen die Destruktionsinstrumente sogar zur Hand.

Da fällt dem VdZ eine Aussage eines Siemens-Vorstandes (als der Konzern noch gesund war; heute ist er ein Krebsgeschwür) ein, der da sagte: "Fragen wir uns nicht, was wir kurzfristig erreichen. Fragen wir uns, wo wir in zehn Jahren sein werden." Politik muß sich demgemäß fragen, wo sie mit diesem eingeschlagenen Weg in fünfhundert Jahren, nicht wo sie in den nächsten fünf Jahren sein wird. Aber dazu muß man in einem absolut gültigen Bild einer gesollten Gesellschaft - eines Idealbildes somit - verwurzelt sein! Nur auf das hin orientiert, läßt sich überhaupt Politik machen. Der Rest ist lächerliches, weibischstes Beamtentum.

Deutschland (und Österreich als Teil davon, auch wenn das keiner wahrhaben will) hat keine, nicht die winzigste, ernsthafte, geistige Vision einer Zukunft. Es gibt bestenfalls lächerliche Willkür, die Vision vortäuschen soll, weil sie zufällig die Zukunft tangiert. Das macht das Land und seine verwaltenden Politiker faktisch - nicht von seinem Wesen her! - so verachtenswert.

Pjakin unterscheidet zwischen lokalen und globalen Eliten. Die lokalen Eliten sind nur Werkzeuge in der Hand der globalen, von denen sie ihre Direktiven empfangen. Darf man sich das als Telegramme aus XY vorstellen? Lächerlich, natürlich nicht. Die Mechanismen sind subtiler einerseits, klarer andrerseits. Dazu ein andermal. 

Wir leben, so Pjakin, folgerichtig in einer Ära eines globalen Faschismus. Wo jeder zum Gesamtfeind wird, der anderer Überzeugung ist, ja der nur anders denkt. 









*180418*

Nachtrag zu den jüngst ausgeführten Thesen

Hat der Leser schon einmal von diesen Dingen gehört? In diesem Video erzählen ehemalige Häftlinge von ihrer Zeit im KZ Ausschwitz. Und bringen Aspekte, die man doch auch kennen sollte. Es gab Orchester, es gab Fußballmeisterschaften, es gab Kinovorführungen, es gab gut ausgestattete Bibliotheken, es gab sogar Zeitungen.

Ohne irgendetwas zu verharmlosen. Denn natürlich sagen auch die ehemaligen Häftlinge nicht, die in diesem Film zu Wort kommen, daß es ein Honiglecken war. Und 1944/45 erhöhte sich angesichts der immer klarer werdenden Kriegsniederlage der Druck immens.









*310318*

Sonntag, 22. April 2018

Ein Puzzlestein des Möglichen (3)

Aber ohne diese Aspekte sollte man die Geschichte um Rudolf Hess und Deutschlands (Hitlers) Friedensbemühungen im Zweiten Weltkrieg nicht sehen: Sie waren eingebettet in strategische Unumgänglichkeiten. Denn einen Zweifrontenkrieg konnte sich Deutschland niemals leisten, schon gar nicht, wenn er lange dauerte. Dazu fehlen strategisch sogar die Tiefen des Landes. Die Bemühungen, England zu beruhigen, sind deshalb ganz sicher unter diesem Aspekt zu sehen: Um freie Hände für den Krieg gegen Rußland zu bekommen. Und das war im übrigen genau ins strategische Festland-Konzept Englands, das ein Verbluten der Deutschen und Russen ANEINANDER als einzig mögliches Siegmittel sahen.

Bitte, die Geschichte um die angebliche Ersetzung des echten Rudolf Hess durch einen Doppelgänger ist zu seltsam, um plausibel sein zu können. Solche Ausflüge braucht es auch gar nicht, ob mancher Erhellungen besser begreifen zu können.

Deshalb: CUM GRANO SALIS. Da ist Helles mit Abstrusem kunterbunt vermischt. Mitten im größter Helligkeit taucht seltsamste Phantasie auf, mitten in grellster Phantasie finden sich sehr helle Aussagen.










*110418*

Ernstnahme ist nur Zeitverschwendung

Dieser Ratschlag sei gewährt, geneigter Leser. Der Ratschlag, der sich auf die Eigentümlichkeit der Weltretter bezieht und besagt, daß es zuerst um die Rettung der Welt gehe, und DANACH um Ihre persönliche Rettung, diese hänge geradezu von der ersten Rettung ab. 

Geneigter Leser, treten Sie solchen Personen in den Arsch. Mit aller Kraft. Denn das Wesen der Welt und Welthaftigkeit ist immer eine Verankerung im Persönlichen, niemals in quasi abstrahierbaren, vom Persönlichen trennbaren Geschehen. Und im Persönlichen insofern, als es das Sittliche bedeutet, und insofern die Verbindung mit dem persönlichen Gott - als Analogie, in vielerlei Hinsicht - bedingt. Insofern aber tatsächlich absolut, weil sich nur so ein Leben in der Wahrheit bildet, die Person ist. Wahrheit, die Teilnahme an ihr, als Fluidum des Guten und Schönen ist somit ein persönliches Geschehen.

In dieser Wahrheit, an der sich nur im persönlichen Geschehen teilhaben läßt, hängt nun die Welt. Nicht nachträglich, sondern konstitutiv. Die Welt, dieses unfaßbar, ja unendlich komplexe Gefüge, in dem eines durch die Teilhabe am anderen lebt und existiert. Die Welt, die sohin im Menschen, und weil so - im Gottmenschen Jesus Christus hängt. Nur so hat sie Bestand. Und so ist sie konzipiert.


***

Deshalb ist vor diesem Papst nur noch zu warnen. Versteht man das Papstamt so, wie es die Römisch-Katholische Kirche gerne hätte und 1871 zu ihrem eigenen Verderben als Dogma explizit gemacht und festgelegt hat. Solchen Menschen zu folgen ist dabei immer und jeweils ein persönliches Versagen. Der VdZ sieht es an zahlreichen "Followern" dieses Papstes. Sie sind allesamt in Irrsinn verfallen oder dabei, das zu tun. Nirgendwo mehr waltet Vernunft, sie sind damit in Gefahr zu "total failes" zu werden. Und sie sind selbst schuld. Verlust der Vernunft ist auch immer eigene Schuld. Etwas das die Situationsethik (in der Irrtum als unverschuldetes Geschehen dargestellt wird, sonst funktioniert es nicht zu sagen, daß es innerhalb eines Irrtums Gutes gäbe) gerne, allzu gerne vergißt.

Was alle diese - zur Führung Berufene - zur Welt zu sagen haben, ist irrelevant. Wie die Aussagen des heutigen Papstes, mit denen auseinanderzusetzen sich nicht lohnt. Zu banal, zu lächerlich, zu unsittlich, zu somit ungebildet, zu irreal und sohin zu strunzdumm ist dieser Argentinier, den sich die Römer da als Bischof "erwählt" haben. Wer soll da noch an die Implikationen des 1871 explizit gemachten "Unfehlbarkeitsdogmas" glauben, das wenn es drauf ankommt alleine im realen, historischen Papst verankert sei? Hat "katholisch" zu sein also damit zu tun, die Vernunft abzumelden, wie es dieser momentane Papst ständig zu "beweisen" versucht? Oder doch ständig zu wählen, was nun wahr und was nicht wahr ist? Wird, wie es der VdZ schon vor fünfundzwanzig Jahren einmal formuliert hat, Häresie zum Zwang?

Jagt stattdessen doch diesen Mann in Rom endlich davon. Dessen sogenannte "Lehrdokumente" doch nur eine Zielrichtung haben: Unsittlichkeit entwachsende Willkür durch Entrechtung der Wahrheit zu legitimieren, also das "Unfehlbarkeitsdogma" auf schlimmste Weise zu mißbrauchen. Indem er die Wahrheit verleumdet. So ist auch das jüngst in seinem Namen herausgegebene Dokument "Gaudete et exsultate" nichts als ein schamloser Versuch, seine persönlichen Gegner zu desavouieren, und zwar um jeden Preis. Dazu mißbraucht er mittlerweile notorisch das Amt, und zwar gerade, indem er mit dessen so schwer zu fassenden Implikationen, die nun jene Neblichtkeit zeigt, die ihr von Anfang an eingeschrieben wurde.

In immer mehr Dokumenten wird somit versucht, die Vernunft und damit die Freiheit zu zerstören. Und wenn man etwas als kontinuierliche Linie dieses Pontifikats feststellen wollte, dann ist es das: Der unausgesetzte Kampf gegen die Vernunft, und damit gegen die Freiheit.

Das zu sagen hat nichts mit Sedisvakanz zu tun. Denn auch Sedisvakantisten (die also meinen, es gäbe ein Papstamt in der offiziellen Definition, es sei nur nicht erfüllt, die es also doch von der Person losreißen), oder gar mit der Traditionalistenszene zu tun (die da meint, man müsse eben Wahrheit als Maßstab anlegen, um zu beurteilen, ob ein Papst und wo noch katholisch sei oder nicht, etc. pp., und nicht einmal mehr eine Ahnung davon haben, daß der Mensch Wahrheit in einem absoluten Hierarchieorganismus EMPFÄNGT, also gar nicht wählen KANN) gehen von einem falschen, viel zu korporalisierten Kirchenbild aus, gegen das aufzumucken niemand wagt, weil er sonst Angst ums Heil haben muß. Sodaß sie gar nicht auf den Gedanken kommen, daß mit dem Unfehlbarkeitsdogma in dieser explizit gemachten Form etwas nicht stimmen kann.

Entstanden zu einem Zeitpunkt, in dem man sich immer noch nicht vorstellen konnte, daß sich diese Kultur wie auf einer schiefen Ebene zu einem Punkt entwickelt, an dem der sensus fidei durch kulturalisierte Entstellung der Natur des Menschen verdunsten könnte. Noch heute ist ja den allermeisten nicht klar, wie eng Kultur und Glaube, Religion zusammenhängen und eine Symphonie bilden. Wie schon einmal gesagt: Es gibt Zeiten, und es gab sie ja schon, in denen die Wahl für den Katholiken nur unausgesetztes Martyrium heißen kann.

Nur einen Ort der Wahrheit gibt es noch. Und das ist die Liturgie. Nein, genauer noch: Es ist der Kult. Mitsamt der Frage, ab welchem Zeitpunkt dieser Kult noch Kult und kulturbildend blieb, und nicht umgekehrt von der Geschichte durch "pastorale Absichten" (als Anpassungen) okkupiert wurde. Wo die nie sichere Frucht der Erlösungsgnade zur subjektivistischen, psychogenen Gewißheit, das Geistige verdinglicht (und zwar genau durch Entdinglichung der Dinge und ihrer Ordnung selbst, in gewisser Hinsicht also ein Paradox), die Bedingung dieser Frucht aber, die beständig flehentliche Haltung, der Gnade als Hereinsenken in Immanenz in die Seinsordnung, immer mehr ausgelöscht wurde.

Nicht, weil dann eine Restauration der Kultur noch möglich würde. Daran glaubt der VdZ nicht, warum auch. Gratia supponit naturam. Die Stunde ist zu weit fortgeschritten. Sondern weil der Kult die Quelle ist, aus der die Kraft erfließt, die Kultur durch Informierung qua Teilhabe (als Gleichförmigmachung) bilden könnte. Und das heißt in einer Zeit des Kulturverfalls - Martyrium.

Der Glaubende, der Christusförmige (als dieses Wollende) paßt hinten und vorne nicht mehr in "seine" (Un-)Kultur, aus der er doch nicht fliehen kann. Und das bedeutet nicht "Sondergesellschaft", sondern unausgesetzter Widerspruch. Fundamentalopposition sozusagen.

Denn am Ende der Kultur (wie am Anfang übrigens) wartet immer das Martyrium des Einzelnen. Hier von einer "Sondergesellschaft" oder ähnlichem zu träumen ("Katakombenkirche im Verborgenen" hört man da etwa) ist pure Phantasie, ja bedeutet oft sogar Kreuzesscheu, also die contradictio in adjectio. Der Ort der Wahrheit ist immer die Kultur, letztere zugleich ihr innerstes Gerüst - oder beides ist nicht. Deshalb muß die Wahrheit Christi immer auf Kultur ausgerichtet sein, und deshalb ist sie zu Zeiten des Kulturverfalls auf Martyrium ausgerichtet. Auf daß sich die Liebe beweise und auf daß sie überhaupt erst werde, als Akt der Freiheit in Christus, der lebendigen Wahrheit.

***


Na klar. Sie haben ihre Urlaube gebucht, sind ihre Verbindlichkeiten eingegangen, weil sie davon existentiell abhängen. Und kraft einer himmelschreienden Unsittlichkeit ihre lächerliche Existenz aufrecht halten können. Die nur dadurch noch funzelhaft leuchten möchte, weil sie dem Zeitgeisttheater der "Weltrettung" jubelnd zustimmt.





*130418*

Samstag, 21. April 2018

Ein Puzzlestein des Möglichen (2)

Teil 2) Rudolf Hess wollte Frieden schließen - Churchill wollte aber den Krieg.  





Einen Krieg, der als europäischer Krieg für Churchill nicht, sondern nur als Weltkrieg zu gewinnen war. Also riß er die Welt in diesen Krieg, denn im Grunde hatte Deutschland den 1939 begonnenen Krieg um Europa im Mai 1941 gewonnen.

Natürlich mußten damals deutsche Friedensversuche während und nach dem Krieg streng geheim bleiben. Bis heute sind deshalb viele Akten zum "Fall Hess" unter Verschluß. War es auch die Tatsache, daß nach einer Freilassung von Rudolf Hess - den man in Spandau bis 1987 unter strengstem Verschluß hielt - diese wahre Motivation Churchills an die Öffentlichkeit gelangen würde, sobald der letzte "große Nazi" aus der Haft entlassen wurde, ehe der sich dann einen Monat vor der erwarteten, von Gorbatschow angekündigten Freilassung "selbst erhängte"? Um Humanitätsgedanken kann es Churchill nicht gegangen sein. 

Vielmehr hat sich der englische Vernichtungswille gegen Deutschland nicht anders verwirklichen lassen, könnte man wohlbegründet meinen. Selbst der Umstand, daß Deutschland in dutzenden (!) Initiativen bis Mai 1941 einen Frieden anbot, der England alle, ja angesichts der damals desaströsen militärischen Lage nie erwartbare Zugeständnisse machte, so daß jeder Kriegsgrund für die Briten wegfiel. Alle späteren Gründe eines angeblichen Kampfes um Menschlichkeit, dessentwegen die totale Vernichtung des nationalsozialistischen Regimes notwendig gewesen wäre, wurden nachgeliefert. 

Es ging um die politische und wirtschaftliche Vorherrschaft, die den Briten seit dem späten 19. Jahrhundert ein Dorn im Auge waren. Es ging um die Vernichtung Deutschlands, nicht um die Beseitigung des Nazismus, das belegen auch zahlreiche andere Tatsachen. Ja, so verbissen verfolgte Churchill dieses Ziel, daß er auch die Zerstörung des Empires in Kauf nahm, die eine logische Folge des Hereinziehens der USA in den Krieg war. Dieses Ziel war 1918 nicht endgültig genug gelungen, rascher als alle gedacht hatten, hat sich Deutschland wieder erholt, und wurde im Rennen um die ideologische, pseudologische, zweitwirkliche Gründung einer universalistischen Identität, von Staat und Nation zum übermächtigen Gegner im Technizismus der Moderne.

Daß Rudolf Hess Selbstmord begangen hat, wie die offizielle Version lautet, ist fast auszuschließen. Zu viel spricht dagegen, Hess war körperlich nicht mehr dazu in der Lage, und schon gar nicht mit dem Stromkabel, mit dem er die Selbsttötung angeblich vollzogen hat. Die Sonderbarkeiten um seinen Tod sind zu deutlich, der Autopsiebefund ist eindeutig.







Morgen Teil 3) Eine Sicht, die man ergänzend beleuchtend dazuhalten sollte





*110418*

Filmempfehlung

Was den Film "The Death of Stalin" (Der Tod Stalins) so sehenswert macht ist nicht seine Ironie oder gar sein Zynismus, sein "Humor", mit dem er den Schrecken des Kommunismus behandelt. Der so realistisch scheint, weil sich mit allem deckt, was Theorie und menschenerfahrener Praxis einfach zusammenstimmen läßt. 

Es ist auch nicht die überzeugende schauspielerische Leistung sämtlicher Darsteller, die für die Wirklichkeitsnähe des Regisseurs und natürlich vor allem des Drehbuchs spricht. Denn ein Schauspieler kann nur gut "spielen", was wahr ist, wo er keine Lücken im Drehbuch füllen muß, die der Regisseur fühlt und ihm deshalb aufs Auge drückt, oder wo der Regisseur geistesverstört eine irreale Interpretation möchte (und das sind oft die "berühmtesten", dazu kein weiteres Wort mehr).

Was "The Death of Stalin" so überzeugend macht ist, daß er das Wesen der Hölle so überzeugend darstellt. Wo nämlich die Abwesenheit der Vernunft - und das ist Hölle - nichts im Leben mehr berechenbar macht.  Wo die Position des einzelnen Mächtigen umso mehr zählt, als er einzig dazu in der Lage ist, Berechenbarkeiten zu schaffen, weil alles von ihm und seiner Willkür abhängt. Nur darauf kann sich deshalb Sicherheit beziehen, auf die Person, weder auf seine Inhalte, noch auf seine Willensbekundigungen, die von Minute zu Minute wechseln können, sondern auf seinen Willen überhaupt. 

Die Menschen machen ja gerne den Fehler - je mehr sie von Realität keine Ahnung haben umso mehr - daß sie dem Willen und Wollen eines Menschen Rationalität unterlegen, die es gar nicht gibt. Die ganze Geschichtswissenschaft scheint von diesem Versuch oft wie von einem Todesvirus durchseucht, gerade heute.  Deshalb kann man sich ja der Wirklichkeit in furchtbaren, vernunftfernen Zeiten oft gar nicht anders nähern als durch Ironie, Satire, Humor. Die Gegenwart, aber bereits die Geschichte des 20. Jahrhunderts, ist somit je gegenwartsnäher desto mehr nur noch durch absurden Humor realitätsgerecht zu behandeln. Bis sie im, heutigen Menschen überhaupt, völlig in der Lächerlichkeit versinkt.

Der Film zeigt genau das. Und diese Schonungslosigkeit ist hoch zu preisen. "The Death of Stalin" vermeidet bewundernswert jede falsche Ernsthaftigkeit, in der die Zeit des Kommunismus zu behandeln meistens versucht, aber ja gar nicht möglich ist, weil der Mensch sich das wahre Wesen des Sozialismus/Kommunismus gar nicht vorstellen kann, und sei er mit noch so vielen Details überfüttert. Denn im Kommunismus ist alles "Denken" fragmentarisch, steht für sich. Nur deshalb hat er ja noch heute so viele (sic!) Bewunderer, weil es so viele Menschen gibt, die vom Wirklichen als einem Einen, Zusammenlaufenden, zutiefst vom Logischen, widerspruchsfreien Durchdrungenen keine Ahnung haben, es nämlich nicht kennen. Gottferne im Blick ist seit je und heute das wahre, ja das einzige Menschheitsproblem.










*130418*

Freitag, 20. April 2018

Ein Puzzlestein des Möglichen (1)

Vorbemerkung: Es ist in der Geschichtsschreibung eine interessante Rückkehr zu einer Position zu bemerken, die sich in erster Linie auf vorliegende Dokumente bezieht und die Position aufgibt, daß Geschichte nur durch ein letztlich nicht sichtbares, durch Tatsache freilich gestütztes Wirklichkeitsbild verstehbar ist. Die - vereinfacht gesagt - Gegenwartserfahrung und Menschenkenntnis des Historikers ebenso bedeutend macht, wie die Kenntnis reiner Tatsachen. Und dieser Sichtweise hängt auch der VdZ an. Er sieht es deshalb mit großer Zurückhaltung, wenn er sieht, daß auch die Zeit des Nationalsozialismus - die zweifellos bis heute weitgehend falsch, als Ergebnis einer Propaganda der Sieger zu sehen ist, wobei: Sie ist falsch wegen der Gesamtwirklichkeit, die sie implementiert! - zwar in vielerlei Bemühen neu zu bewerten versucht wird, was er wie gesagt ebenso für notwendig hält, wenn sich diese Sichtweisen so sehr auf Dokumente stützt wie es in den Neudeutungen zum "Fall Rudolf Hess" geschieht.

Dessen These grob gesagt so lautet, daß der "Fall Hess" ein Beweis dafür ist, daß Hitler und Deutschland großen Friedenswillen (schon vor dem Krieg, auch dazu gibt es sinngemäß Ähnliches zu sagen) an den Tag legten, und ihre Vorschläge auch ganz ernst meinten, daß es aber Churchill und England war, das den Krieg als gezielte Ausschaltung kontinentaler Mächte anstrebten und deshalb jede Friedensinitiative aus Deutschland abschmetterten. Das sei der Grund, warum stets sämtliche Bemühungen, Licht in die Sache zu bringen, sie an die Öffentlichkeit zu bringen, von englischer Seite her hintertrieben und sogar bekämpft wurden. 

Es gibt viel das dafür spricht, das sieht auch der VdZ so. Aber mehr für Churchills Absichten als auf die von Hitler (von einzelnen Personen abgesehen, die vielfach aber auch Hitler nicht richtig einschätzten, eben zu "wörtlich" nahmen, sogar manchmal, weil sie von einer Höhe der Personskultur herkamen, die man Hitler einfach nicht zuschreiben kann). Der VdZ neigt nach wie vor eher zu der Ansicht, daß Churchill zwar ein "böser Bube" in dem Spiel war, daß für ihn Hitler (und einigen anderen aus seinem Umfeld) aber ein gefundenes Fressen war. Mit dem er leicht Katz und Maus spielen konnte. 

Weil der vor allem viel viel weniger rational und stringent agierte, als man ihm posthoc allzu oft unterschiebt. (Und das tut übrigens die Linke weit mehr als die Rechte.) So, wie man sich generell menschliches Handeln (vor allem rückwirkend) gerne als viel zu bewußt von einem einheitlichen Sinngedanken gesteuert vorstellt. Die Rolle des Irrationalen beim Menschen und damit auch bei historischen und politischen Figuren wird heute fatal, sehr fatal unterschätzt. 

Anderes anzunehmen widerspricht jeder menschlichen Erfahrung, es träfe höchstens, allerhöchstens bei großen Heiligen zu, traf ganz sicher aber bei Jesus Christus, dem Sohn Gottes, zu. Und das war Hitler ja nicht gerade - aber, und das macht das Ganze durchaus aus dieser Warte interessant, der sich als so etwas Ähnliches sah, und von manchen gar so gesehen wurde. Ein sehr starker Sog zum puren Wirklichkeitsverlust, ein vor allem äußerst schlechter Berater für Realpolitik. Und im "Fall Hess", wenn es denn ein "Fall Hess" ist, geht es um Realpolitik.

Wie gesagt - ein leichtes Spiel für jeden, der damit umgehen kann und seine Interessen in Europa relativ klar definiert hatte. Wie Winston Churchill. Denn im historischen Zueinander von Parteiungen ist schon die im Vorteil, die ein begrenztes Ziel klar und widerspruchsfrei verfolgt, selbst wenn es im Großen Unfug ist. England wollte (weil nicht einmal ganz zu Unrecht - der Leser kennt zwischenzeitlich vielleicht die Sichtweise des VdZ zur in seinen Augen problematischen Gründung des heute als solches bekannten "Deutschland" - meinte zu müssen) seine Vormachtstellung in Europa zurückholen, indem es den Kontinent schwächte, und was im Ersten Weltkrieg nicht gelang, sollte nun gelingen. Und die Karten standen von Anfang an nicht schlecht. Und der prinzipielle Fehler lag von Anfang an bei Deutschland, und dann bei Hitler.

Einmal, weil die reale strategische, politische Situation Deutschlands nach 1871 sowieso schwierig und zwiegespalten war, und Kräften ausgesetzt war, inneren Schubrichtungen sozusagen, die mit den Mitteln der Politik als "Kutscher" nicht zu bändigen sein würden. Knapp und klar: Deutschlands rasante Entwicklung zur Moderne stellte das Land vor eine Machtfrage, der zwar alle auszuweichen suchten, die aber notwendig militärische Konsequenzen für Europa und die Welt haben mußte. In dieser Kontinuität muß man diesen Staat sogar bis heute sehen.

Und dann, weil Churchill es geschickt verstand, die teils recht verquere, verfehlte Wirklichkeitssicht Hitlers zu benützen, ja direkt zur Eskalation zu treiben, um eigene strategische Absichten umzusetzen. Die nicht einmal als ident mit denen Englands als Großbritannien waren, denn Churchill riß - auch er also in "Samson-Strategie" - England in den Zerfall seines Empires, und bereitete dem Aufstieg Amerikas als neuer Weltmacht Nummer Eins alle Wege. Vergessen wir dabei nicht, daß es immer englische Interessen waren (in Europa wie in Asien), die bedroht waren, und die die USA als Büttel Churchills letztlich "verteidigten".

Ob und wie weit Hitler jemals ernsthaft an Frieden dachte, schon gar im Mai 1941, ohne ihn als nützliches Vehikel für andere politische und militärische Absichten zu sehen - die Lage Deutschlands als rohstoffarmes, wenig tiefes Land in der Mitte des Kontinents machte es immer (!) zur Pflicht, einen Mehrfrontenkrieg zu vermeiden und auf Angriff eher denn auf das Zuwarten zu einer kaum mehr möglichen effektiven Verteidigung zu setzen, und das war ganz sicher auch Hitler bewußt -  wagt der VdZ nicht zu sagen. Zumal es nicht immer leicht ist, aus dem bekannten historischen Geschehen jene Überlagerungen aus einer (was wir nicht vergessen sollten!) keineswegs so ausgegorenen, stringenten Ideologie abzusondern, die den eigentlichen Strom der Geschichte Deutschlands als Staat noch deutlich erkennbar machen, der aber vermutlich an die 90 Prozent der deutschen Politik völlig unabhängig davon macht, wer gerade am Ruder saß und sitzt. 

Sprich: Was im Zweiten Weltkrieg passierte wäre zu großen Teilen auch ohne Hitler passiert. Schon gar weil - und das muß endlich einmal gesagt werden - das, was sich in Deutschland abspielte, nur eine Facette eines gesamteuropäischen Geschehens war!  Und das war ein Geschehen des Niedergangs einer Kultur, vergessen wir doch das nicht! Einer Kultur, die in der Moderne und allerspätestens seit der Aufklärung den Geruch der Pestilenz angenommen hatte, und zwar in ganz Europa samt den USA. Das wurde nach dem Ersten Weltkrieg so manchen klar, und so läßt sich in Europa nur in zwei Lager unterscheiden: Das eine, das ein Zurück zu den Wurzeln der Kultur wollte, was sich vor allem in den katholischesten Ländern zeigte, und das andere, das die abendländischen Wurzeln höchstens benützen und ansonsten mit fliegenden Fahnen endgültig in die Moderne springen wollte.

Aber wie und wieweit wäre alles auch ohne Hitler so gekommen, wie es kam ...? Wir wissen es nicht. Wir können nur mutmaßen, Thesen aufstellen, die hier plausibel, dort weniger plausibel sind. Aber wir sollten uns hüten, uns zu sehr auf Dokumente zu stützen, um Thesen zu formulieren. Und nie jenen Gesamthorizont des Menschlichen in seinem Schicksal vor Gott außer Acht lassen, der erst möglich macht, jene Grundgestalten zu sehen, die in der konkreten Geschichte oft gar nicht so deutlich zum Vorschein kommen, weil konkretes Geschehen immer eine weniger oder mehr (oft mehr!) von Zufälligkeiten verunreinigte Gemengelage ist. Nehmen wir also diese beiden nun folgenden Teile der Geschichte um Rudolf Hess und Deutschland im Mai 1941 so, wie man generell historische Deutungsversuche sehen wollte: Als oft nicht auszuschließende Möglichkeiten. Indem wir unsere Weltsichten (je mehr sie sich mit Tatsachen befassen, umso mehr) nicht ganz so ernst nehmen, sondern als gewisses Spiel von Möglichem. Hüten wir uns damit auch hier, so manches als "Gewißheiten" zu sehen. Gewißheiten, wie wir sie nur in geoffenbarten Glaubenswahrheiten haben.


Morgen Teil 2) Rudolf Hess wollte Frieden schließen - Churchill wollte aber den Krieg. 






*160418*

Aus der Abteilung "Gestaltlesen"

"Bei Freunden. Der Sohn, 22, kommt ins Zimmer, abgekämpft, glücklich. Gerade haben er und seine Mannschaft in letzter Sekunde ein Hockeyspiel gewonnen. Man spürt noch die Ekstase, den Jubel, die Lust an Wettkampf und Sieg. Freundliches Hallo, kurzer Bericht über Spiel und Triumph, dann entschuldigt er sich: Er müsse sich auf die morgige Vorlesung vorbereiten. Die Frage seiner Mutter, was aus dem hübschen Mädchen geworden sei, mit dem sie ihn kürzlich in der Stadt getroffen habe, beantwortet er schon im Gehen: „Sie wollte mit mir Germany’s Next Top-Modell sehen. Das war’s dann!“ Ein kluger Mann.

Tatsächlich gab es schon zu meiner Studienzeit einen Katalog frauenspezifischer Warnschilder, die jeden, der bei Sinnen war, sofort das Weite suchen ließen: Stofftiere. Exzentrisch gefärbte Haare. Psycholektüre. Ob auch Katzen dazuzurechnen seien, war beliebtes Thema beim sonntäglichen Kick. Die meisten hielten Katzen für den Ausdruck der soziopathischen Einstellung ihrer Besitzerinnen: Alles vom Versorger erwarten, nämlich Ansprache, Futter, Streicheleinheiten und Beseitigung des Drecks; aber nichts zurückgeben und immer auf Unabhängigkeit pochen. Heute gibt es, wie eben GNTM, noch weitere Gefahrgut-Zeichen. Dass viele Frauen keinen Partner finden, ist wenig überraschend.

Eben darüber hat die Amerikanerin Helen Smith ein Buch geschrieben. „Männerstreik“ (Edition Sonderwege) geht der Frage nach, warum siebzig Prozent der amerikanischen, sechzig Prozent der deutschen Männer im heiratsfähigen Alter nicht mehr bereit sind, den Katzenvater zu geben. 

Schon in der Ausbildung, so die Entwicklung in den USA, verabschiedeten sich viele Männer von höheren Ambitionen. Und das nicht aus intellektuellen Gründen, wie oft behauptet. Vielmehr würden sich auch Hochbegabte von College und Universität abwenden, weil sie die dortige Mischung aus Diskriminierungshysterie, Gender-Gefasel und feministisch manipulierten Leistungsprüfungen abstoße. 

Für Männer, die sich messen und besser sein wollten als ihre Konkurrenten, sei die heutige Universität längst ein lebensfeindliches Biotop; und der dort vorherrschende Frauentypus unter Aspekten der Familiengründung keine Verlockung. 

Anders als viele Akademikerinnen meinen, wirken intellektuelle Selbstüberschätzung, Veganismus plus Hypermoral nicht gerade anziehend. Warum also einen hochkompetitiven Job als Anwalt, Manager oder Broker anstreben, warum siebzig Stunden und mehr pro Woche arbeiten, wenn der Lohn im Permanenz-Gejammer der Ehefrau liegt, die sich selbst als zu qualifiziert betrachtet, um ‚nur’ Kinder aufzuziehen? Nicht wenige Amerikaner würden daher der College-Ausbildung Lebwohl sagen und sich Handwerksberufen zuwenden – einem der letzten Refugien des reinen Leistungsgedankens."


Von der immer wieder lesenswerten Homepage des Berliner AfD-Sprechers Dr. Nicolaus Fest





*290318*

Donnerstag, 19. April 2018

Ein reines PR-Spektakel (2)


Teil 2) Aber wen kümmert angesichts Photos leidender Kinder
 noch eine klare Völkerrechtsverletzung?
+ Das Video




Ein Abwarten des UN-Untersuchungsberichts ist da angesichts der Photos von leidenden Kindern Zeitverschwendung, weil die "offensichtliche" Not sofortiges Handeln gebietet. Die Weltöffentlichkeit mußte nämlich glauben, daß die Welt am Rande eines Abgrunds steht, der durch energisches US-Handeln abgewendet wurde. Das klingt also fast nach "Zipfelspielen unter Pubertierenden", wie es in "Rossini" einmal heißt.

An eine "humanitäre Mission" glaubt aber sowieso niemand wirklich. Nur PR-Fachleute glauben, daß sie den Menschen ALLES einreden können. Glaubten sie etwas anderes, wäre das geschäftsschädigend. Wenn es den Amerikanern aber wirklich um die Kinder in Syrien gehen würde - warum unterstützt man dann im eigenen Land Planned Parenthood mit Millionen Abtreibungen, und da wäre nicht einmal Krieg das Risiko?

Also wurden die Angriffe auf Syrien ein sattes PR-Theater ohne jeden militärischen Wert. Warum hätte Rußland da eingreifen sollen? Wieder einmal aber hat sich Donald Trump durch seine Unbeherrschtheit, zu der die desaströsen social media wie Twitter einladen, selber dem Druck des Machismo-Bluffers ausgesetzt, und seine nach dem Angriff erfolgten Äußerungen erhärten, was Jones hier sagt: Trump wollte beweisen, was die USA weiterhin alles besser als die Russen können, und sprach nun auch von wunderbaren neuen Waffen, die Amerika hätte ...

Das ist doch einen klaren Völkerrechtsbruch, wie es dieser Angriff war, allemal wert, oder?

Somit hatte der Angriff neben der im Affekt selbst erzwungenen post hoc-Bestätigung des Präsidenten nur den Effekt einer Protz-Pose. Militärisch wie politisch hat sich hingegen nicht nur nichts verändert, sondern zum Gegenteil. Die USA anerkennen mit dieser Aktion, die eine Koordination mit Rußland notwendig machte, sogar ausdrücklich den Status quo von vor einem Jahr, sagt E. Michael Jones. Und dieser Status ist, daß die USA in Syrien verloren haben.








*Man denke nur an das Ende der Ritter im späten Mittelalter, die den neuen Waffen und Kampftechniken gegenüber wehrlos waren. Erstmals in der neueren europäischen Geschichte haben das übrigens die Habsburger in der Schlacht von Morgarten 1315 gegen die Schweizer katastrophisch erfahren. Seit diesem unfairen, ehrlosen, nach heutiger Terminologie: asymmetrischen Krieg, an dessen Ende zweihundert (die Schweizer Legende spricht von zweitausend, aber dafür gibt es keinerlei historische oder gar archäologische Belege, und das ist in Kenntnis damaliger Kriegsführung auch sehr unwahrscheinlich; ein "gros folk" wie österreichische Chroniken aus 1335 berichten, sind auch für damalige Verhältnisse zweihundert Ritter, weil zweihundert Edelleute, also quasi eine ganze Führungsschichte des damaligen Landes Österreich) schwer ausgerüstete, früher unbesiegbare Ritter erschlagen (nein, von feiger, flexibel geführter Lanze und unehrenhafter, fernwirkender Armbrust ermordet) am Felde lagen, haben die Eidgenossenschaften nicht mehr zum Kaiserreich gehört, aber das ist ein anderes Kapitel. 

Berichte, die von zweitausend (oder gar neuntausend) berittenen Edelleuten (vielfach aus dem Rheinland) erzählen, sind eher unglaubwürdig. Für die damalige Zeit waren fünftausend oder sechstausend Ritter bereits eine Weltschlacht, wie etwa in Crezy 1346, wo am Ende belegt eintausendfünfhundertzweiundvierzig Ritter in ihrem Blut lagen.  Oder gar an 1415 und die Schlacht bei Azincourt, wieder zwischen denselben Ländern, die die Zukunft Europas endgültig entschied, weil die Engländer Langbögen, (nicht-adelige) Infanterie, Kanonen und damit effektive Distanzwaffen hatten. Zahlen sind wenig wichtig, weil man früher wenig Wert auf "Fakten" legte, sondern die Wirklichkeit an sich sah und erzählte. Also auch Zahlen nur als Ausdruck von Wirkmächtigkeiten verstand. Und ist so eine eigentlich ... soll man sagen: liebens-, zumindest achtenswerte ... Haltung nicht noch in der heutigen PR, oder wie erst in Donald Trump zu beobachten?

Eine nächste Wende haben dann Napoleons "Soldatenhorden" gebracht, der eine nächste Steigerung selber sehr schmerzhaft in Spanien - dem ersten Guerillakrieg der Neuzeit - erfuhr. Da erst tauchen ganze Völker, da erst tauchen Hunderttausende und Millionen auf. 1866 in Königgrätz waren schon insgesamt vierhunderttausend Soldaten beteiligt, auf beiden Seiten zusammen, mit klarem Übergewicht Österreichs, denen gut 22.000 Sachsen beistanden. Aber auch hier entschied zumindest zum Teil eine neue Technik eine historisch weitreichende Situation: Das Zündnadelgewehr der Preußen. Das zwar weniger weit und auf Distanz weit weniger genau traf, aber dem Schützen erlaubte, liegend nachzuladen. Während die viel zielgenaueren Vorderlader der Österreicher nur stehend oder knieend geladen werden konnten, der Schütze aber exponierter blieb. Was furchtbar höhere Verluste brachte.

Schlachtentscheidend war schließlich nicht aber das Zündnadelgewehr der Preußen, wie die Legende sagt. Der Oberbefehlshaber der Österreicher, General Benedek, kannte dessen Wirkung, und hatte ihr durch Geländewahl - Wald, Hügel - klug entgegengewirkt. Schlachtentscheidend war der Eigenwille der ungarischen Truppen unter Graf Festetics im Nordteil, die in der Euphorie eines zur späten Mittagszeit scheinbar schon gewissen Sieges eigenwillig und gegen alle Befehle Benedeks einen verlustreichen, wenn auch nicht ganz erfolglosen Angriff starteten, so aber die Westflanke aufrissen. 

In welche Lücke, die (wie üblich, will man schon fast sagen, zumindest nach Waterloo) verspätet eintreffende zweite Armee der Preußen stieß. Die den rechten Flügel isolierte und sogar die Gefahr der Umgehung und Einschließung der gesamten österreichischen Armeen bedeutete. Die sich somit zurückziehen mußten, so daß bis zum späten Nachmittag alles in diesem fatalen Bruderkrieg klar war, weil die Wege für die Preußen bis Wien offen waren. Bis kurz davor sie den österreichischen Truppen auch nachsetzten. Kaiser Franz Josef war da längst schon zu allem "Frieden" bereit. Aus Preußen wurde somit das kleindeutsche Deutschland, das zwanzig Millionen (österreichische) Deutsche gegen den Willen der meisten deutschen Könige und Fürsten ausschloß.

Seit Napoleon ist Krieg endgültig ein Volksschrecken weil angebliches Volksanliegen, und seither - nicht seit dem Dreißigjährigen Krieg, dessen landzerstörerische Wirkung hatte andere Gründe - ist Krieg tendenziell asymmetrisch, und heute überhaupt. 

Ja, Österreichs Verteidigungsdoktrine nach 1945, speziell aber nach 1975 stellte angesichts der hoffnungslosen Unterlegenheit gegen potentielle Großmacht-Aggressoren direkt auf einen asymmetrischen Krieg ab. Sogar die Bewaffnung der gemeinen Soldaten mit dem beachtlich leistungsfähigen StG77 (auch der VdZ wurde daran ausgebildet), einem kurzläufigen Schnellschuß- und Präzisionsgewehr, das die amerikanischen Restbestände von langläufigen, auf große Distanz zwar präziseren, aber in der lokalen Realität kaum nützlichen Infanteriewaffen endlich ablöste, und mehrfach modifiziert noch heute in Gebrauch ist, samt der (gedachten) Ausbildung der Soldaten zielte auf eine Art "Partisanenkampf" ab. 

Dazu kamen die selbst entwickelten geländegängigen Transportwagen, samt den zwar immer schon überalterten (sogar vor fünfzig Jahren schon gebraucht gekauften), aber für den Zweck sehr tauglichen, extrem niedrigfliegenden Saab-Kampfbombern, die in den Gebirgslandschaften Österreichs jedem hochmodernen Überschalljäger überlegen blieben. Denn in großen Feldschlachten war mit Sicherheit kein Blumentopf zu gewinnen. In der offenen, ebenen Landschaft (die es nur an wenigen Stellen Österreichs gibt) blieb nur Sabotage an den Bewegungslinien eines potentiellen Feindes. 

Den man sowieso nur im Osten und im Süden - im Kommunismus also - annahm, auch wenn man das nie offiziell zugab. Und deshalb im Sinne der Neutralitätsbekenntnisse auch ab und zu ein Manöver in Tirol absolvierte, gar in Innsbruck einen Fliegerhorst unterhielt. Bei einer Überflugdauer Deutschland-Italien von zwei Minuten durch NATO-Flugzeuge gewiß ein lächerliches Lippenbekenntnis. 

Zumindest die Donau entlang hatte die Verteidigung aber immerhin etwas von "Samson-Taktik", wie ein hoher (und wohltuend tief-konservativer) Stabsoffizier dem VdZ vor dreißig Jahren in einem langen abendlichen Kamingespräch überzeugend auseinanderlegte. Der Feind - Rußland, bestenfalls noch Jugoslawien - mußte am unzweifelhaft in allerhöchstens drei Tagen gelingenden Durchmarsch (Österreich war an sich ja kein lohnenswertes Ziel) an die deutsche Staatsgrenze so große materielle Verluste erleiden, so lange aufgehalten werden, bis sich die NATO-Armeen in Bayern zu einem Verteidigungsgürtel umgruppiert hatten. 

Spannend, unvergeßlich, wie der Oberst vom Stab damals die jeweils halbstundenlang anhaltende Verzögerungswirkung eines mit ganz simplen Mitteln auf einer Landstraße durch Kettentreffer bewegungsunfähig geschossenen Panzers schilderte. Asymmetrische Kriegsführung. Und das unter unberechenbarem Beschuß, denn man hatte in diesem Nordteil Österreichs über tausend kanonenbewehrte "Igelstellungen" im Wald, in der Landschaft gut getarnt, errichtet. Jeder simple Heustadel, jeder Hügel konnte sich als Panzerabwehrstellung entpuppen. Diese Drohung allein hieß eine andere, verzögerte Vorgangsweise mit ständigem Absichern. Und Landstraßen von Ost nach West gibt es in Österreich nicht viele. (Angeblich aber waren die Lagepläne größtenteils längst an die Sowjets verraten worden, wie man Zeitungsnotizen von damals entnehmen konnte, die aber nur kurz zu lesen standen. 

Ob man es glaubt oder nicht, Wien war im Kalten Krieg (und ist noch heute) eine Hochburg der Ost-West-Spionage, mit mindestens siebentausend aktiven (Emil Bobi in "Die Schattenstadt"), heute freilich global agierenden Spionen. Und folgt man den Schilderungen von Markus Wolf, dem ehemaligen Geheimdienstchef der DDR, gab es nur wenige Kilometer von Wien, in Sopron, eine regelrechte "Schleuse" beider Systeme. In Sopron-Ödenburg mit seinen heute fünfundsechzigtausend Einwohnern wohnten damals hunderte (sic!) Ostagenten. Sie genießen heute ebendort ihre Pension. Sie bewohnten mit ihren Familien wie eine eigene, geschlossene Gesellschaft einen ganzen Plattenbau-Stadtteil, der für sie errichtet worden war. 

Der VdZ wohnt ja in dieser Stadt, die bis zur Wende nur mit besonderer Zugangsberechtigung betreten werden konnte. Und die aufgrund ihrer geographisch exponierten Lage - bis auf einen Korridor von wenigen Kilometern in den Osten "umschlossen von Österreich" - auch in Ungarn eine Art Appendix bildete und deren Wirtschaftsleben nur mit hohen Kosten aufrecht erhalten werden konnte. Was nach 1989 zu einem furchtbaren Absturz mit fünfundzwanzig Prozent Arbeitslosigkeit führte. Man meint aber manchmal noch heute - in Kaufhäusern, auf der Straße, in Cafés, die "typischen" Gesichter jener Ost-Spionage-Charakteristik zu erkennen. 

Nur der österreichische Alpenkernraum wäre militärisch wirklich länger zu halten, soll vor allem heißen: zu verunsichern gewesen. Und dort gab es ja bekanntlich von den US-Geheimdiensten bald nach 1945 eingerichtete geheime, nicht einmal der Regierung in Wien bekannte Waffendepots. Noch in den späten 1990er Jahren wurden solche entdeckt, denn die wissenden Verbindungsleute waren meist schon verblichen und hatten ihr Geheimnis ins Grab mitgenommen. Gladio läßt also sogar hier grüßen. Eine "Alpenfestung" haben aber bekanntlich schon die Alliierten 1945 gefürchtet.





*160418*

Über den Einzelfall der bösen Tat (4)

Teil 4)




Wußte der Leser, daß es etwa in Polen die brutalsten Judenverfolgungen gab? Oh ja, die Polen sind Weltmeister in den Vergangenheitsbeschönigungen. Grotesk und voller Widersprüche, was der VdZ da von Polen schon gehört hat, er kennt kein europäisches Volk, das ein derart unaufgearbeitetes Verhältnis zu seiner Vergangenheit - und damit zu seiner Gegenwart - hat. Aber dieses Thema ist lückenlos belegbar: In Polen gab es schon lange vor Hitler den härtesten Antisemitismus am Kontinent. Warum sonst glaubt der Leser haben schon in den frühen 1920er Jahren sämtliche amerikanische Zeitungen von drohenden "Sechs Millionen" (eine magische Zahl, die heute bei uns gewissermaßen dogmatisiert ist) drohenden jüdischen Toten in diesem geographischen Raum geschrieben!? Warum kam es genau damals und genau dort zur Massenauswanderung nach West-Amerika? Hollywood läßt grüßen, übrigens.

Zu einer Judenverfolgung im heute verstandenen Sinn wurde der deutsche Anti-Judaismus erst im Laufe der Jahre unter Hitler. Er war zuerst (und europaweit) ein politisches Argument, das sich auf die revolutionäre Grundgesinnung des Judentums als Welthaltung bezieht. Und wie er sich im Kommunismus (85 Prozent der kommunistischen Revolutionäre waren jüdisch) exemplarisch bewiesen hatte. (Wir leben heute ja gar nicht im Marxismus, übrigens: auch Marx war ein Jude. Sondern wir leben im Trotzkiismus, der permanenten Revolution. Auch Trotzki (aka Bronstein) war Sohn einer (wohlhabenden) jüdischen Familie.

Die Dummheit der nationalsozialistischen Strömungen (denn eine geschlossene, in sich widerspruchsfreie, durchentwickelte Ideologie war er nie) ist vielmehr im Rahmen jeder Verdummung und Fragmentarisierung, weil Instrumentalisierung von Geist durch Ideologie gesehen werden. Und soll deshalb hier gar nicht noch einmal abgehandelt werden, das ist bereits oft genug geschehen. Wir sollten aber nicht den Fehler machen, die Nachkriegspropaganda, die "alles erklärte" (und dabei nur die Erzählung festlegte, die fortan zu gelten habe) kritiklos hinnehmen. Die auch eine "nationalsozialistische Ideologie" quasi "schuf". Dabei aber vor allem etwas ganz anderes rechtfertigte und Narrative installierte.

Selbst die SS-Einheiten an der Front - wenn also schon: gut, die SS war ideologisch mehr geformt - waren nicht bekannt, ja berühmt-gefürchtet, weil sie so barbarisch waren, sondern weil sie von einem fanatischen, absolut gesetzten Dienstwillen geprägt und damit harte Gegner an der Front waren, die das eigene Leben jederzeit opferten. Sie hatten deshalb auch überdurchschnittlich, ja katastrophal hohe Verlustraten, weil sie oft Charisma vor Fähigkeit setzten.

Wo es dieses Ehren-Maß überschritt, in Barbarismus ausartete, war es gleichermaßen nicht Teil der NS-Ideologie, sondern stand im Rahmen eines sich gewissermaßen verselbständigenden Automatismus, zu dem sich das "System SS" (der ehemalige KZ-Häftling Eugen Kogon ist in seinen Beschreibungen hier sehr lesenswert) entwickelte. Bis hin zu Geldgewinnungsmethoden aus den Rückständen von Toten, den berühmten Goldzähnen also. Und natürlich dem Handel mit der Industrie, der zum Sklavenhandel wurde, aus dem sich die SS finanzierte und damit zum Staat innerhalb des Staates wurde.

Aber was soll man davon denken, daß mit die schlimmsten Gewalttäter ... Häftlinge selbst waren? Über das Kapo-System geschahen die brutalsten Verbrechen, das wird oft und oft von Augenzeugen berichtet. Es waren inhaftierte Ukrainer, "Untermenschen", die in Bergen-Belsen massenhaft Juden erschlugen. Es waren inhaftierte Juden-Kapos, die Juden am schlimmsten drangsalierten. Waren die auch ideologisch präpariert? Das Brechen des Kulturellen und damit Humanen im Menschen war kein ideologisches Ziel, es war die Folge subjektiver, immer aber einzelner Schuld.

Die KZs waren eben ein Raum, in dem jede Einzelfall-Täterschaft ohne Konsequenzen blieb, ja in der Hierarchieleiter (die aus Personen besteht, also: aus einzelnen Menschen) genau darauf zählte - totale, unberechenbare Macht des Einzelnen! - und das war ihr Geheimnis des Schreckens: Genau der Umstand, daß es KEINE allgemeine Richtlinie gab, die berechenbar gewesen wäre. Viele relevante Zeugenberichte beschreiben genau das. Es gab auch keine Richtlinien des Schreckens. Es war alles unberechenbar, das war das Furchtbarste daran. Weil die KZ-Häftlinge der subjektiven, persönlichen Willkür der Einzeltäter ausgeliefert, und zwar total ausgeliefert waren.

Und also war der sogenannte Holocaust tatsächlich immer ein Einzelfall. Zumindest - auch. Ihn einer Ideologie zuzuschreiben hat ganz andere Gründe und ist Teil einer Legende, die nach dem Krieg - vor allem im Zuge der Gewaltherrschaft und über Umerziehung der Deutschen - etabliert wurde.






*290318*


Mittwoch, 18. April 2018

Ein reines PR-Spektakel (1)

Man müsse, sagt E. Michael Jones in diesem Statement einem Fernsehsender in den USA, den US-Angriff auf Syrien als reines PR-Spektakel des "tiefen Staates" (deep state) sehen. Also jenes Komplexes von jeweiligen Interessen, der aus Geheimdiensten, religiösen Gruppierungen, Rüstungsindustrie, Militär, Kapital und Oligarchie besteht. Der wie ein zweiter Staat dem ersten, der Regierung, gegenübersteht, im Gegensatz zu dieser aber keine andere politisch-demokratische Legitimation hat als seine Eigeninteressen.

Und vor dem nicht nur schon viele US-Präsidenten gewarnt hatten (Truman mit seiner berühmten Rede, Kennedy hatte ähnliche Ziele) oder dem sie zum Opfer fielen (nicht nur wie vermutlich Kennedy, sondern ganz deutlich Jimmy Carter, der ein Drittel des CIA auflöste, woraufhin zufällig die Geisel-Befreiungsaktion im Iran mißlang, die Carter prompt sein Amt kostete) oder zumindest in die Knie gingen (wie auch Donald Trump.) Und mittlerweile haben wir es ja in vielen Staaten der Welt mit solchen Machtverbänden zu tun, die ihre eigene Politik verfolgen.

Dieser deep state hat vitales Interesse, US-Truppen in Syrien stationiert zu halten. Das hat mit Israel zu tun, mit Arabien, mit Öl und Gas respektive mit Pipelines, die wiederum Rußland (als Lieferant für Europa) schwächen sollen (denn die Boykotts gegenüber Moskau haben dazu geführt, daß Rußland von Öl- und Gaslieferungen abhängig ist wie noch nie), mit der geostrategischen Bedeutung des Nahen Ostens als Ölquelle für China, und es hat nicht zuletzt mit englischen Interessen zu tun. Deren Einfluß auf die USA, deren geostrategische Pläne bei uns ganz gewiß unterschätzt werden.

Und nur diesem Zweck diente die false flag Aktion (A tut etwas, das er dann so aussehen läßt, als hätte es B gemacht) mit dem angeblich von Syrien durchgeführten Giftgasangriff in Duma, wo nichts dafür spricht, daß tatsächlich Assad der Übeltäter war, aber viel dafür, daß es (vielleicht sogar mit US-Unterstützung) die "Folgen eines Giftgasangriffs" inszeniert waren. Welcher als Grund für einen US-Militärschlag (mit britischer und französischer Unterstützung) vorgeschoben wurde. Aber man schien sich auffällig zu beeilen, und eine Untersuchung gar nicht abzuwarten.  

Nachtrag vom 18. April 2018: Denn es gibt noch nicht einmal Beweise, daß überhaupt ein Giftgasangriff (egal von wem) in Duma stattgefunden hat. Im Gegenteil: Eine US-Station bringt einen Augenzeugenbericht von Reportern vor Ort. Und die berichten glatt, daß keiner von den Bewohnern von Ghouta etwas von einem Giftangriff bemerkt habe. Das einzige, was die Bewohner bemerkt haben war ... eine Inszenierung durch die Rebellen! Die damit genau das bewirken wollten, was passierte: Daß die USA eingreift. Außerdem haben die Reporter festgestellt, daß die Einwohner von Ghouta sämtlich froh darüber sind, vom Rebellenregime durch Assad befreit worden zu sein.





Vorerst also haben wir nur Beweise dafür, warum sich die USA so beeilen mußten einen Anlaß zu nutzen, um auf halbstark machen zu können. Das einzige Drama, das sich in der Stadt Duma abgespielt hat, ist also, daß sich jede Menge Staatsführungen (diesmal leider auch die Österreichs; auch dort hat die Vernunft ja nur sehr dünne Luft) lächerlich gemacht haben.

Um den aktuellen Angriff auf Syrien zu begreifen muß man aber ohnehin, so Jones, die Aussagen Putins von vor einem Monat heranziehen. Der in Moskau öffentlich davon gesprochen hatte, daß Rußland über eine neue Raketentechnologie verfüge, die es in die Lage versetze, jeden Punkt der USA zu treffen. Das ist neu. Also wurde vom aufgeschreckten Kongress in Washington sofort eine Anhörung anberaumt, in der die Generäle befragt wurden, ob das zutreffe. Die mußten auch prompt zugeben, daß es stimme. Sie versuchten aber den Kongress zu beruhigen. Indem sie auf ihre U-Boote hinwiesen, die in einem Zweitschlag die russischen Städte auslöschen könnten.

In Wahrheit enthält eine "Samson-Strategie" natürlich nur wenig Trost. Wo nur ein totales Einreißen der Welt, gewissermaßen, als "Abwehr" möglich ist. (Samson zerstörte den Palast, in dem er selbst war, vernichtete also sich und alles was dastand, um die Feinde zu vernichten.)

In Wahrheit stellt Rußland die USA vor eine völlig neue Situation. Und der wird das allmählich bewußt. Wir erleben dabei einen der aus der Geschichte der Kriegsführung bekannten nächsten technologischen Umbruch in der Kampf- und Waffentechnik.*

Mit einem Mal sind oder werden in absehbarer Zeit gigantische Rüstungseinrichtungen der USA wertlos und für die amerikanische Geostrategie nutzlos. Das betrifft Strukturen wie die einer Luftwaffe, die als selbständige Waffengattung (viel zu ineffektiv, viel zu teuer, viel zu anfällig) weltweit bald ausgedient hat, darunter ist aber vor allem die Flotte zu verstehen. Dazu haben wir ja schon vor Zeiten aus US-Militärdossiers zitiert. Denn daß Flotten keine militärisch-strategische Zukunft haben, ist Militärexperten schon lange klar. Weil moderne Kleinwaffen (von einem Mann bedienbare, billig und überall zu erstehende Raketen etwa), die nicht mehr kontrollierbar sind, jedes Schiff, ja jedes Objekt von jedem angreifbar machen.

In diesem Zusammenhang ist auch Chinas Strategie von großem Interesse, die aufs feste Land setzt, und sich von globalen Seewegen unabhängig macht - ein Paradigmenwechsel von immenser Bedeutung. Und wie sagt schon Sun Tzu? Kriege werden immer - immer! - nur zu Land gewonnen. Syrien hat es bewiesen. Da nützt auch das kindische Gejammere von Trump im vorigen Jahr nichts, wo er beklagte, daß den USA für ihre Bombenabwürfe in Syrien, die doch die IS besiegt hätten - ach, haben sie? - nicht gedankt worden sei.

Was aber nun tun? Um vorerst einmal Gesichtsverlust zu vermeiden, schlug der deep state und ein sich zum Muskelspiel bemüßigt fühlender Donald Trump mit einem inszenierten Spektakel zurück. Bei dem die USA aber jede direkte Konfrontation mit Rußland sorgsam vermied. Man verständigte Rußland über Ort und Zeit der Angriffe in Syrien, vermied russisch reklamierten Luftraum, und ermöglichte so die Evakuierung der Ziele. Russia Today spricht im Zitat eines russischen Generalstabsoffiziers nun sogar von "teilweise lange schon leerstehenden Gebäuden", die durch Satellitenaufnahmen bewiesen "vernichtet" worden sind. 

Von "Chemiewaffenproduktionsstätten" natürlich keine Spur. Die Amerikaner haben ja bekanntermaßen nicht das erste Mal Probleme, solche Stätten zu finden. Sie sollten sich deshalb vielleicht besser auf etwas anderes konzentrieren. Und daß von einhundertdrei abgefeuerten Raketen einundsiebzig abgefangen worden sind, so die Russen, macht sich in einem Siegesbericht auch nicht gerade gut. Wieder andere Quellen erzählen, daß mehr als die Hälfte der Raketen überhaupt in der Wüste gelandet sei. Doch kommt es darauf an?

Immerhin gab es kaum menschliche Opfer. Und die US-Flotte vor der Küste zog ganz schnell ab, nachdem man ein paar Tomahawk-Raketen abgefeuert hatte. (Wo der Rest an Angriffswaffen seinen Ausgangspunkt hatte, ist derzeit in den Medien nicht nachlesbar. Manche schreiben allerdings von griechischen Inseln, Kreta und Zypern, zumindest die britischen und französischen Flugzeuge sind vermutlich von dort gestartet.)

Man wollte es nicht darauf ankommen lassen, daß Rußland beweisen könnte, daß es tatsächlich in der Lage ist, die US-Schiffe auszuschalten. Diese Frage wollten die USA gar nicht geklärt wissen, wer weiß was dann an PR rausgekommen wäre. Jetzt kann Trump sogar öffentlich behaupten, man habe die Russen ausgetrickst, ätsch, die Amis haben doch die besseren Raketen. Lockheed wird ein Stein vom Gewinnboard gefallen sein.


Morgen Teil 2) Aber wen kümmert angesichts Photos leidender Kinder
 noch eine klare Völkerrechtsverletzung?
+ Das Video






*160418*

Über den Einzelfall der bösen Tat (3)

Teil 3)




Die Konzentrationslager waren zum Zeitpunkt ihrer ersten Errichtungen gleichermaßen prinzipiell nicht gedacht, um Menschen massenhaft zu vernichten. Bis heute ist nicht geklärt, wie das rein technisch hätte ablaufen sollen. (Auch hier also: Es konnte schon deshalb nur über "Einzelfall-Lösung" ablaufen.) Die Idee von Anhaltelagern, wo Regimegegner konzentriert waren, gab es im übrigen auf der ganzen Welt, nicht zuletzt in den USA. Wo es unter anderem zweihunderttausend Japaner betraf. Ihre Ursprungsidee war eigentlich ganz anders. Sie sollten nur Kräfte, die dem Neuaufbau hinderlich waren, aus der Gesellschaft fernhalten. Das war die Idee jedes der zahlreichen Faschismen, die in Europa damals auftraten.

Sie sind nur zu Vernichtungslagern GEWORDEN. Über aller sich später entwickelnden (!) Vernichtungsidee, die es natürlich gab. Aber die Konzentrationslager sind vor allem zu dem geworden, als was man sie heute kennt, weil sie ein Raum waren - daran hatte eigentlich niemand wirklich gedacht, das trat aber dann logischerweise auf - in dem sich jeder Einzelfall an willkürlicher Täterschaft entwickeln konnte, ja fast mußte, und sich tatsächlich entwickelte. 

1945, nach der sogenannten "Befreiung", waren etliche KZ-Kommandeure Berichten der Alliierten nach völlig "reinen Gewissens". Sie führten die Befreier sogar im Lager herum, als wäre es das Normalste auf der Welt. Und verstanden überhaupt nicht, warum sie nun "Täter" sein sollten. Aus ideologischer Verblendung? Nein. Weil sie "nichts Böses getan" hatten. Das waren alles ... Einzeltäter. Nirgendwo wurde Vergewaltigung etwa so schwer geahndet, wie innerhalb der SS. Sadisten wurden in der Regel verachtet, wenn nicht bestraft.

Denn auch (ja gerade in der SS) gab es einen Ehrencodex - so sehr man über diesen diskutieren muß, denn er war ganz klar evolutionistisch (sic!) und damit atheistisch! - der subjektiv motivierte Gewalt, Sadismus etc. ächtete. Von Biergesprächen, in denen man mit Gewalttaten prahlte, muß man insofern ganz anders sprechen, als sich der Gewaltraum (in dem das passierte) fast unmerklich realisierte, aber ideologisch nur irgendwie rechtfertigbar, nicht Bedingung oder Ursache war. Einzelne Aussagen herbeizuholen, um das doch zu belegen, ist einfach falsch und treffen nicht die Realität.

Oder wie glaubt der Leser, warum nach dem 8. Mai 1945 der weit überwiegende Teil der Deutschen nicht im Traum daran dachte, daß er "einer verbrecherischen Nation" angehört haben sollte? Was an seinem Verhalten - Einzelfall! - war falsch gewesen? Man war im Krieg gewesen. Das erklärte alles. Auch die Mutter des VdZ hatte sich diesem gegenüber in Gesprächen so verteidigt, als dieser selbst in seiner Jugend von der Propaganda angekränkelt war. Gott hab sie selig, der VdZ bereut alles das heute, er hatte es damals nicht verstanden. Dabei war sie tief katholisch! So katholisch, daß sie die Veränderungen des 2. Vatikanums nicht mehr nachvollziehen, begreifen konnte und sich für die Demenz entschied, da war nichts mehr mit Vernunft in Übereinstimmung zu bringen.

Explizit gemacht war sogar die gesamte Herkunftsfamilie des VdZ - väterlicher- wie mütterlicherseits - stark anti-nationalsozialistisch weil erzkatholisch. Das war unvereinbar. Dennoch haben alle (!) als (dekorierte) Soldaten mutig an der Front gedient, und viele sind auch gefallen. Andere wurden nach 1945 in Schlesien von Polen ermordet. Die wirklichen Bewegungen liegen also auf ganz anderer Ebene als auf der einer Ideologie. Der VdZ behauptet sogar, daß die zutiefst ideologisch denkenden Menschen die ... feigesten waren. Ein Mann kämpft nur als Krieger gut, auch Kampf und Krieg lebt von der Poesie, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Aber ein Krieger ist nie ein Ideologe. Er ist vielmehr hoch-wirklicher Mensch.

Genau so muß man vom sogenannten "Antisemitismus des Dritten Reiches" mit Vorbehalt sprechen. Denn dahinter stand und steht eine ganz andere Auffassung, wir haben sie an dieser Stelle bereits darzustellen versucht. Der sogenannte deutsche Antisemitismus war ZUERST kein ethnischer Vorbehalt. Und ganz Europa war in diesem exakten Sinn antisemitisch. Weil es die Macht und Machinationen der Juden, als Drahtzieher des Finanzsystems, das alle schöpferische Kraft vernichtete, erkannte. Prinzipiell verankert in ihrer Ablehnung der Seins-Ordnung. 

Denn sie hatten "als Juden" Gott selbst ans Kreuz geschlagen. Ein ontologisches Problem. Und erst daraus in Folge ein gesellschaftliches und politisches. Als verteidigender Haß einer Minderheit auf die Seins-Ordnung, ja auf jede vorgefundene Ordnung. Als echtes - ontologisch verankertes - Schuldproblem, das sich, weil es ontologisch ist und war in jedem individuellen Leben niederschlägt. Als existentieller Haß auf die Ordnung einer Gesellschaft. Als revolutionärer, alle Ordnung überwinden wollender, Ordnung zerstören wollender weil - aus Schuldproblematik getrieben - müssender Geist. 

Jede Schuld aber versucht, ihre Unschuld aus dem Beweis der Allgemeinheit, der Richtigkeit, damit der empirisch belegbaren ontologischen Berechtigung ihres Verhaltens zu beweisen.


Morgen Teil 4)







*290318*