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Freitag, 14. Dezember 2018

Achten wir auf das wirkliche Geschehen

Es war der Auslöser, und es ging oder geht bei den Protesten in Frankreich auch darum. Zumindest auch darum. Um den Irrsinn einer sogenannten Klimapolitik, die doch niemand glaubt. Da wird im Namen der Weltrettung Steuer um Steuer erhöht, und wer soll sie bezahlen? Die einfachen Leute. Während die Reichen mit ihren Jets von Konferenz zu Konferenz jetten und überlegen, wie sie die Leute von der Straße noch mehr karniefeln können. So drückt es einer der Interviewten in diesem Video von der Straße aus, das CFACT gemacht hat.

Niemand glaubt an den Klimabetrug. Niemand. Nicht nur die Leute auf der Straße. Sondern auch die Banken, weltweit, die nach wie vor Projekte finanzieren, die - glaubt man den Klimaphantasten - in fünf, zehn Jahren unter Wasser stehen, keiner 30jährigen Kredite würdig wären. Aber seltsam, keine Bank - weltweit, weltweit! - hat bisher darauf irgendwie Rücksicht genommen. Ist denen ihr eigenes Geld wurscht? Finanzieren die, gerade in unseren Zeiten, wo zwar die Zinsen niedrig, die Vergabekriterien aber eng wie nie sind (Basel III), lauter Projekte, die laut Klimaphantasten in zehn Jahren unter Wasser stehen oder verboten werden, weil sie den CO2-Gehalt in der Luft erhöhen?

Schauen Sie dazu dieses Video. Der Mann ist ziemlich erregt. Aber ... er hat allein in seiner Berufung auf die eigene Wahrnehmung schon Recht. Auch darin: Jeder ernsthafte Wissenschaftler lacht über diesen Unsinn.





Oder reagiert irgendein Aktienmarkt auf die angeblich unmittelbar bevorstehende Klimakatstrophe? Null. Niente. Sind die alle blöd? Die einzige Reaktion ist bei denen zu sehen, die ein Geschäftsmodell betreiben, das vom Abgreifen von Steuergeldern lebt. Die geraten immer mehr in Panik: Umso "dringender" werden die "Katastrophenwarnungen", weil ihnen die Menschen ihren Betrug einfach nicht (mehr) abkaufen. Die Kurse "klimabewegter" Firmen (wie Tesla) steigen nur, wenn wieder irgendein Präsident verkündet, daß er Steuermilliarden dorthin verbrennen will.

Ohne diese Handlanger der Verantwortungslosigkeit, die sich ein Heer von universitätsverblödeten, gehirngewaschen Erfüllungsgehilfen (pardon: "Wissenschaftler") leisten, ohne dazugehörige systemhörige Medien, würden Schaumfiguren wie Al Gore oder Elon Musk längst den Kitt aus den Fenstern kratzen. VW, Mercedes, BMW - ohne Steuermilliarden von Merkel wären mit ihren Elektroprogrammen toter als tot. Darum gehen sie ja in die USA mit ihren Fabriken. Wo die Hoffnung besteht, daß ein Egoist und Narziß wie Trump diesem unfaßbaren Schwachsinn ein Ende bereitet.

Nichts. Nichts ist von einer ernsthaften Reaktion der nicht staatsfinanzierten sondern realitätsabhängigen Welt zu sehen. Selbst in den Alpen werden nach wie vor Winterschigebiete auf Jahre und Jahrzehnte finanziert, ja die Banken reißen sich darum, weil die so profitabel sind. Oder glaubt wirklich jemand, daß die Saudischen Ölmilliardäre ihr Geld beim Fenster hinausschmeißen, wenn sie Abermilliarden in ihre Ölquellen investieren, die - angeblich - innerhalb der nächsten 30 Jahre im Meer versinken? Oder weil das Öl verboten wird? Pena sagt, daß er Al Gore beneidet. Denn auf diese Geschäftsidee hätte er selber kommen müssen. Nun kassiert der Mann wie es ihm beliebt, nicht er.

Schauen wir doch auf das wirkliche Geschehen. Wir hier schon mehrmals gesagt: Ohne Internet und social media gäbe es den Klimawahn überhaupt nicht. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, daß solche Dinge wie der Klimawahn der eigentliche Anlaß zur Etablierung des Internet (mit seinem Appendix, den social media) unter kräftiger Mithilfe der Regierungen weltweit war. Die haben sich doch etwas davon versprochen!? Und - es hat sich erfüllt. Noch nie waren die Menschen so aufs Brot zu streichen wie heute.








*131218*

Die stille Invasion der Welt (2)

Teil 2)



Vor einer direkten militärischen Invasion muß man keine Angst haben, meint der Chinese im Interview. Er verweist auf die Geschichte. Die Chinesen sind immer sehr an ihr Land gebunden, haben nie direkte Expansion etwa durch militärische Intervention betrieben. Aber hier sind sie zu allem entschlossen. Und berufen sich auf den historischen Nomos (als innere Ordnung eines Raumes, der alles äußere, politische folgt) wenn sie den ost- und südostasiatischen Raum als IHRE Einflußzone betrachten. Somit gewinnt die in chinesischen Schulen gelehrte historisch belegbare Wahrheit großen Wert, daß es die Chinesen schon vor langen Zeiten waren, die Australien entdeckt haben. Nicht die Europäer. Nicht England im 17. Jahrhundert.

Plötzlich beginnt auch die Tatsache neues Gewicht zu erlangen, daß Kalifornien archäologischen Funden gemäß mindestens seit dem 16. Jahrhundert von chinesischen Schiffen angesteuert worden war. Noch vor den Spaniern also. Der gesamte Pazifik wird damit möglicherweise zum chinesischen Binnenmeer. Topographisch spricht sogar vieles dafür. Vieles spricht damit für eine solchartige Interpretation heutiger chinesischer Außenpolitik.

Die, wie gesagt, historisch gesehen nie aggressiv-expansiv war. Aber immer auf das "Eigene", den naturgegebenen Nomos (als seinsbezogene Raumordnung - Sein als Seiendes, anders ist das Paket nicht erhältlich, will es nicht reines Gedankending bleiben, ergibt ja erst Raum; erst so wird übrigens Heidegger überhaupt verständlich, ohne sicher sein zu können, daß Heidegger selbst es so verstand) Bezug nahm. Der chinesische Globalismus hat somit eine eigentümlich "nationale" Färbung. Ein Land, das die Welt beherrscht, ja dem die Welt "gehört", deren Mitte es ist, hat nämlich keine Grenzen mehr. Die Welt selbst wird "chinesisch", capisce?

Und aus eben derselben historischen Raumordnung heraus ist auch das Südchinesische Meer (ein seit Jahren schwelender offener Konflikt) als rein chinesischer Machtraum zu verstehen. Ist zu verstehen, daß es heute überhaupt einen Streit darum geben kann (mit Japan, den Philippinen, Indonesien, Vietnam), ist, nach chinesischer Lesart nur auf die demütigende Situation zurückzuführen, in die China durch Mißwirtschaft, Korruption, aber nicht zuletzt europäisch-imperialistische Einflußnahme ab dem 19. Jahrhundert geriet.

Das wird heute kräftig korrigiert, und das will der Chinese auch so. Also werden aber auch die Einflußnahmen Chinas in diese Länder als "historisch nachweislich legitimes Recht" betrachtet.* Und dessen Durchsetzung erlaubt alle Mittel. Auch die der Lüge, der pragmatischen Lüge. Selbst Chinesen sehen ihre Mitbürger als Menschen, die ähnlich den Juden, ähnlich den Muslimen dazu tendieren, zu lügen, um den anderen im Handel geschickt und mit List zu übervorteilen.

In einer Welt, in der die meisten Staaten an internen Konflikten ersticken, in dem die Einheit der Völker durch Migration und "Vielfalt" auseinanderbricht, kann das unter kommunistischer Doktrine, die dem inneren Wertgefühl der Chinesen so entgegenkommt, das gewaltsam geeint gehaltene China eine Kraft entwickeln, die uns in zehn Jahren möglicherweise wie aus einem bitteren Traum aufwachen lassen wird. In Australien und Neuseeland hat man gegen diese "stille Invasion", in der sämtliche Bereiche des öffentlichen Lebens bereits unterwandert sind, zu reagieren begonnen.

Wieweit so manche der Entwicklungen, die wir heute in Europa bzw. im Westen erleben, bereits heute Frucht chinesischer uralter Strategie und Taktik ist, möge der Leser selbst beurteilen. Aber die Auffälligkeit, mit der so vieles bei uns mit eben diesen uralten Weisheiten des "Reichs der Mitte" übereinstimmen, sich deshalb als strategische Mittel der Schwächung des Gegners sehen lassen könnten, ist frappierend.  China kann seit Mao Kräfte konzentrieren, von deren Stoßkraft der individualistische, zerfallene Westen nur träumen kann.


Morgen Teil 3)





*151118*

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Die stille Invasion der Welt (1)

Man muß vorausschicken, daß sich die Chinesen nach wie vor als Bewohner des Mittelpunkts der Welt - des "Reichs der Mitte" - sehen. Man muß vorausschicken, daß dieses riesige Land, in dem fast ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt, auf unverbrämt totalitäre Art von einer kommunistischen Partei beherrscht wird.  Man muß vorausschicken, daß die gefährlichste Ehe, die ein System eingehen kann die ist - wir haben darüber bereits gehandelt - wenn sich der Sozialismus seiner eigentlichen Wurzeln besinnt, und deshalb kapitalistisch wird, weil beide Systeme weit mehr gemeinsam haben, als uns vorgemacht wird: Sie sind beide technizistische, mechanistische Verflachungen des Wirtschaftens selbst, das auf Funktionen umgebrochen wird. Man muß vorausschicken, daß China die "Werkbank der Welt" ist. Man muß vorausschicken, daß man die Chinesen seit je "die gelben Juden" nennt.

All das - und es gäbe noch mehr Prämissen, um das Folgende zu verstehen - wird in manchen Ländern bereits an die Oberfläche gehoben. Denn es geht in manchen Ländern - vor allem in Südostasien, Australien, Neuseeland - bereits eine Angst um. Es ist die Angst vor den Chinesen, vor der stillen Invasion, die viele bereits zu erkennen meinen.

Die Chinesen (und man muß es umso mehr so nennen, als die Kommunistische Partei Chinas Kontrolle über alle und alles hat) gehen dabei ganz ganz geschickt vor, vor allem aber ganz ganz leise. Sie machen nicht viel Lärm um ihr Tun. Mit dem sie nach und nach Land um Land in ihre Kontrolle zu bringen versuchen. Über Investitionen, die vor allem die Infrastruktur in chinesische Hände bringt, über indirekten, stillen Einfluß auf die Medien, die Öffentlichkeit, die Parteien, sogar die Schulen, wie in Australien. Manche dessen Provinzen sind bereits heute fest in chinesischer Hand.

In Neu-Süd-Wales (Hauptstadt Brisbane) im mittleren Osten des Kontinents gehören bereits mehr als zwei Drittel der Immobilien Chinesen. Daß die wichtigsten Häfen Nordaustraliens (Derby, Darwin) heute nicht in chinesischer Hand sind, wurde gerade noch im letzten Moment verhindert. Daß die Elektrizitätswerke des Nordens nun doch nicht Chinesen gehören, ist purer Zufall. Die gesamte Wirtschaft Australiens ist aber ohnehin bereits von China abhängig, das der wichtigste Handelspartner ist - und viele Produkte stammen bereits ausschließlich von dort. Umgekehrt, wird der größte Teil des in Australien in riesigen Mengen geförderten Eisenerzes und des gewaltigen Steinkohleabbaus nach China exportiert. Vom Uran gar nicht zu reden. Was eine andere Form der Abhängigkeit ergibt, und politisch nicht weniger gefährlich ist.

Warum weiß davon der durchschnittliche Australier so wenig? Tja, vielleicht hat es damit zu tun, daß diese Agenden mit den Interessen des - DES - australischen Medienmogul Rupert Murdoch zusammenfallen. Kein Land der Welt hat eine derartig in einer Hand befindliche Medienlandschaft. Nicht einmal Österreich mit seiner Krone-WAZ-Betonlandschaft. Worauf wollte man leichter Einfluß nehmen? (Die Krone in Österreich führt es seit dem Tod des Gründers, des "alten Dichand", exemplarisch und bis zum Erbrechen vor.) Und was haben diese Medien in der Hand, vor allem also? Richtig. Den Ruf. Das Ansehen. Die Autorität in einem sozialen Gefüge, also das Allgemeine. Tocktock ... das ist sicher nur zufällige Koinzidenz mit chinesischem Wertesozialistentum.

Aber es sind auch chinesische Migranten, die sich überall und mittlerweile weltweit, wie als Teil eines Programms, zu Zehntausenden niederlassen. Aber überall noch ganz still und leise bleiben, so daß man ihre politische Wirkung beinahe übersehen könnte. Denn sie umarmen ja regelrecht den Konsumismus des Westens, beherrschen von Ehrgeiz getrieben perfekt die Sprache des Gastlandes, sind wohlhabend, ja reich, und befeuern die dem Westen eigenen Phantasien von Konsum und Geld als Weg zum Glück. Sie stellen keine der westlichen Ikonen - von Ferrari-Boliden bis Bulgari-Chronometer - in Frage, ja stützen explizit diese oft so eigenartige Wertewelt, in der der Westen sich bewegt.*

Wer die Chinatowns der USA kennt wird es schon weit mehr begriffen haben. Auch wenn deren erste Gründe meist noch jene Chinesen waren, die mit nichts als viel Ehrgeiz und Arbeitsamkeit kamen. Wer in Vancouver (Kanada) lebt, kennt schon die nächste Generation zuwandernder Chinesen. Weil in diesem Teil Kanadas (und auch Kanada beginnt allmählich aufzuwachen) bereits ein gutes Drittel der Bevölkerung überdurchschnittlich, nicht selten weit überdurchschnittlich wohlhabende Chinesen ausmachen. Die bestens ausgebildet, leistungsbereit weil wohlstandshungrig, diszipliniert und bestens vernetzt sind. Denn der Chinese ist ein seltsames Zwitterwesen aus Kollektivismus und Individualismus. Den (atheistischen) Konfuzianismus kann man durchaus als Methode verstehen, die individuelle Wirklichungskraft des Einzelnen in den Dienst des Allgemeinen zu stellen.

Auch wir Europäer können in diesen Chor locker einstimmen, den ein Chinese, der zwar im Ausland lebt aber unerkannt bleiben will, in einem Interview im Red Ice-TV (Schweden) anstimmt. Klammheimlich fällt auch bei uns Industrieunternehmen um Industrieunternehmen in chinesische Besitzerhände. Chinesische Milliarden bewegen auch hierzulande gigantische Infrastrukturinvestitionen (man denke nur an die "Neue Seidenstraße"), und ganze Staaten geraten in die historisch bestens bekannte "Schuldenfalle", werden in ihrer Politik auf diese Weise von den Kreditgebern abhängig, zumindest leicht beeinflußbar.

Nach und nach spinnt China ein Netzwerk über die Erde, das über Wirtschaft läuft, aber wie alle Wirtschaft unweigerlich in politische Interessen übergeht weil davon gar nie trennbar ist. Nicht nur in Afrika gewinnt China damit realpolitischen Einfluß, den es auch sehr energisch wahrnimmt. Aber immer ... leise. Im Hintergrund. Es gibt sogar Spekulationen, daß die sogenannten "Back to the Black"-Bewegung, die gerade dabei ist, Südafrika in das Blutmeer eines Genozidversuchs an den Buren zu verwandeln, von China finanziert wird. Denn es sind Chinesen, die riesige Ländereien am Kap kaufen. Und sie tun es, weil dort riesige Rohstoffvorräte vorhanden oder zu vermuten sind. Nur über "Bürgerrechtsbewegungen" und deren absurdes Enteignungsprogramm kommen sie aber in die Lage, diese Gebiete zu kaufen. Denn die Schwarzen, denen sie zufallen, können zu 90 Prozent nichts damit anfangen. Also ... verkaufen sie.

Umso mehr baut sich hier global ein von manchen als bedrohlich gesehenes Szenario auf, als den bei weitem mehrheitlich atheistischen, zumindest agnostizistischen, in jedem Fall tief materialistischen Chinesen materieller Wohlstand über alles geht. Die aus ihrer konfuzianisch geprägten, in dieser Haltung schon 2300 Jahre währenden Kulturtradition heraus Pragmatiker reinsten Wassers sind. Was ihren Interessen nutzt, ist auch schon geheiligt.

In einem Land, in dem "das Gesicht" so weit über alles geht, daß die chinesische kommunistische Partei (im Interview CCP genannt) selbst für Chinesen, die ins Ausland gegangen sind, keine weiteren Druckmittel benötigt als diesen Ruf. Den man nach Belieben (im Heimatland, aber nicht nur) zerstören kann, wenn sich der ausgewanderte Chinese nicht den Interessen seines Landes gegenüber konform verhält. Deshalb ist Ruf und Rufschädigung das bevorzugte Mittel der Einflußnahme in anderen Ländern.


Morgen Teil 2)



*Die Effekte sind überall dieselben. Ob in Vancouver oder in Neuseeland oder in Australien: Die Immobilienpreise steigen, und damit die Mieten. Normale hiesige Arbeitnehmer können sich diese Preise nicht mehr leisten. Noch dazu, wo die Migranten die Löhne drücken, oder (quasi günstigstenfalls) die höheren Einkommenskategorien okkupieren (zu niedrigeren Löhnen), so daß nur noch Stellen niedrigerer Qualifikation bleiben. Und wer erobert derzeit dieses Feld? Na, wer, werter Leser? Richtig. Die "billigen" Migranten aus dem Süden. Eine Prostpuntzelpresse niederdrücken kann auch ein Analphabet aus ... ach, lassen wir das. Wie soll sich das in ein soziales, historisches Gefüge eingebetteter hiesiger Vater noch leisten? Dessen Kinder diese und jene Schule und Universität besuchen? Eben, geht nicht. Folge? Schulden. Aussichtslosigkeit. Sklaventum. 

Was hat der VdZ erst vor wenigen Wochen von einem (sehr erfolgreichen) Unternehmer gehört, der genau damit konfrontiert war? "Bin ich der Vater der Kinder meiner Angestellten?" Tja, eben. Wäre er nämlich. Aber er bevorzugt seine Millionenspekulation, die er ins Grab retten will. Um sie zu vererben. Realität. Der VdZ hat es erlebt. Oder, ein anderer Fall, in einem mehrtägigen Klosterseminar "ultrakatholischen Charakters" (zur Erinnerung, das sind die "Letzten", die noch wissen, wo der Bartel den Most herholt; und natürlich wissen die alles über "Liturgie") erfahren: Ein Architekt. Der in der Kontroverse sagt, das sei Sache des Staates, nicht seine. Und den VdZ verächtlich ansieht, weil dieser sagt: Das sei Todsünde. Ein Architekt, der sich für katholisch hält, weil er verlangt, daß der Staat das ändern müßte. Ihn selber ginge das nichts an. Denn er ist ja auch System-Opfer. Und überhaupt liegt er richtig. Weil er die richtige Liturgie kennt. Und schon mal was von Dogmatik gehört hat. Ach so? 

Was für einen Irrsinn erleben wir doch heute ...





*151118*

Man muß kein Verschwörungsnarr sein, um Verschwörungen für realistisch zu halten

In diesem Vortrag kommt Christopher Bollyns Botschaft noch deutlicher, konzentrierter durch. Es geht ihm nämlich darum, daß die Ereignisse von 9/11 und der "Krieg gegen den Terrorismus" eng zusammenhängen. Aber nicht, wie offiziell verkündet, daß der Terrorismus NACH 9/11 als Hauptfeind erkannt wurde. Sondern, daß Terrorismus lange zuvor als gesellschaftspolitisches Mittel erkannt und eingesetzt und geplant wurde. 

So daß 9/11 nur noch die Funktion hatte, die Bereitschaft des amerikanischen Volkes, ja der Welt, militärisch im Nahen Osten zugunsten Israels einzugreifen geschaffen wurde. Ist das wirklich neu?  Liegt das so ganz außerhalb des Denkbaren? War "Pearl Harbour" recht viel anders? War es die Versenkung der Lusitania? Der angebliche Zwischenfall in Tonkin? War es als Auslöser im spanisch-amerikanischen Krieg 1898 mit der USS Maine anders, die seltsamerweise im Hafen von Havanna in die Luft flog? Ist das, was uns die Mainstreammedien heute erzählen, glaubwürdiger? Herrschaften! Hier erfolgt ein scharfer Aufruf zur Vernunft!

Was immer der Leser daraus ableiten möge, Bollyns Deutungsversuche über Zusammenhänge zwischen 9/11 und den langfristigen strategischen Absichten Israels, das Land der Zionisten, sind in jedem Fall interessant. Ja mein Gott, dann halt als Fallstudie, wenn man ihn für "krank" erklärt, warum auch immer. Der Mann sagt aber doch nichts anderes, als wir durch das Gesehene doch selbst vermuten hätten können: Daß 9/11 nur der Trick war - und sei es durch Zulassung - durch den ein ziemlich mächtiges, potentes Land in einen Krieg hineingezogen werden sollte, den es gar nichts anging. Ein Land? Eben. Viele Länder sogar. Mit Millionen Toten als Ergebnis. Muß man da Verschwörungstheoretiker sein, wenn man einfach seine eigenen Schlüsse zieht, weil die offizielle Politik total unglaubwürdiges Zeugs daherschwafelt?







*221018*

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Zack und wumm, drübergefahren, friss oder geh!

Der VdZ hat es seinen deutschen Freunden immer wieder gesagt: Was Österreich von Deutschland unterscheidet, ist nicht, daß dort alles besser wäre. Sondern daß in Österreich einfach über das meiste gar nicht geredet wird. Es wird einfach verhängt, und niemandem fällt es (erst) auf, und niemand regt sich dann auf. Denn dieses Volk (das eine Gruppe von Völkchen ist) ist es gewöhnt. Seit je.

Anders als Deutschland, das als Kompendium vieler deutscher Stämme und Völker eine ab ovo gewachsene ethnische Struktur hat, war das in Österreich, das als Mark gegründet wurde, nie der Fall. Hier galt - wie in allen Marken (darum der eigentlich undeutsche Sonderfall Preußen, das nur nebenbei) - das Territorialprinzip. Anders als in Deutschland, wo das Recht an der Person festgemacht war, war es in den Marken aufs Territorium bezogen. Das heißt, daß egal war, wer da wohnte, er war in dem Moment dem hiesigen Recht unterworfen, in dem der seinen Fuß auf das Territorium setzte. Anonym, universalistisch. Das erste, was die Habsburger in den Ländern gemacht haben, die in ihre Gewalt kamen, war, die Burgen zu brechen. Möge da nur kein föderaler Geist aufkommen, wo kommen wir denn da hin?

Nur so ist verstehbar, warum sich dieser kleine, unbedeutende Graf Rudolf von der Habichtsburg in der Schweiz, den alle für zu unbedeutend hielten, um ihn als Kaiser zu fürchten, zum Kaiser gekürt worden war. Und es aber verstand, sich (mit seinen Nachkommen) binnen weniger Jahrzehnte und Jahrhunderte eine so gewaltige Hausmacht anzueignen, daß er der Mächtigste unter den deutschen Fürsten werden konnte. Der seinen Anspruch auf Kaiserstellung auch mit Hausmacht (und Geld) durchsetzen konnte.

Freilich bezog sich das nur auf das eigentliche Österreich, die heutigen Bundesländer Ober-, Niederösterreich und dessen Hauptstadt Wien (die heute ein eigenes Bundesland ist). Tirol, Kärnten (das älteste Stammesfürstentum in Österreich, bayrisch wie die übrigen Fürstentümer), Steiermark und die Krain (mit Istrien und Triest) sind eigene Kapitel gewesen, immer gewesen. Salzburg kam ohnehin erst 1815 unter Habsburger Fuchtel, als die Kirche noch weiter enteignet wurde. 

Wen hat es gestört? Niemanden. Wer hat sich aufgeregt? Niemand. Genau so wie im Ersten Weltkrieg. Es gab in Deutschland eine gewaltige Diskussion um die Legalität einer Kriegswirtschaft, also einer von Berlin ausgehenden zentralen Steuerung der Wirtschaft, notwendig durch die Kriegsanstrengungen. 1916 kam das durch, 1917 wurde es nach langer Debatte eingeführt. In Österreich? Herrschaften! Da hat sich 1914 nicht ein Mückserchen gerührt, als die Habsburger mit Kriegsbeginn auch eine zentralistische Kriegswirtschaft eingeführt haben. Es wäre ein interessanter Gegenstand der Historiker zu prüfen, welchen Einfluß diese Zentralplanung (Etatismus) auf die katastrophale Versorgungslage der Armee wie der Bevölkerung (es gab in Österreich mehr Hungertote als in Deutschland) gehabt hat. 

Der Staat war noch nie ein guter Unternehmer. Selbst das dodelsichere (noch dazu mittlerweile per Dekret monopolisierte) Geschäft der Post hat er im 18. Jahrhundert versiebt, als Maria Theresia meinte, sie könne die Einnahmen aus dem Postgeschäft der Thurn und Taxis gut vertragen (86.000 Golddukaten im Jahr), um die desaströsen Kosten aus den Erbfolgekriegen mit Frankreich zu bestreiten. Mit dem Ergebnis, daß binnen weniger Jahre die nunmehr "kameralisierte" (regalisierte) Post defizitär wurde. Neben der Tatsache, daß dem längst gefürsteten Geschlecht aus Oberitalien unzählige Privilegien eingeräumt worden waren, damit die den Mund hielten. Plötzlich waren sie sogar Kurfürsten.

Die Österreicher haben immer einfach hingenommen. Sonst wurden sie hinausexpediert, das war's dann. Was ihnen von oben einfach - ohne jede Diskussion - diktiert wurde, war, zu nehmen wie es ist. Am besten, indem man es gar nie erfuhr. Nur ausbadete. Immer. Seit je. Die Menschen waren eben nie wirklich verwurzelt. Gäste in ihrer neuen Heimat. Der Regierung ausgeliefert. Und das gilt bis heute. Was in Deutschland heftig diskutiert wird, wird in Österreich einfach verhängt. Basta. Friss und arbeite und schwitze und blute und dann stirb. Hunde, wollt ihr ewig leben? In Deutschland wird noch protestiert. In Österreich geschluckt. Seit je.

Dieses Gefühl beschleicht einen nun auch in Anbetracht der Diskussionsergebnisse in der - Gott möge die Zunge des VdZ vor dem bösartigsten Fluch über diese unfaßbare, brutale, dumme und deshalb auch unmenschliche Menschgattung hüten, die dort am Werke ist, aber er hat es schwer damit - oberschlesischen Kohlestadt (NOMEN EST OMEN) Kattowitz, wo sich die sogenannten Gutmenschen wieder einmal treffen, um die Welt vor dem Klima, oder das Klima vor der Welt, wer weiß das noch, zu retten. 

Ob es da ums Klima geht? Herrschaften, wer glaubt denn diesen Unsinn? Ob es da um Schönheit, Welt, Glück, Menschlichkeit, Lebenserfüllung geht? Herrschaften, wer glaubt denn diesen Unsinn. Hier geht es ums Umverteilen. Eines Wohlstandes, den sich diese Herrschaften dort niemals erarbeitet haben, den sie nur aus Dummheit, Neid und Gier verteilen. Denn andere müssen ihn ohnehin erarbeiten. Und andere werden ihn weiter erarbeiten, denn deren Leben hängt an einem seidenen Faden, dem ihrer Leistung. 

Und nun sind wir am ersten Punkt angelangt. Denn der VdZ möchte nur zu gerne wissen, was dort im Namen Österreichs (wo er - nicht wenige - Steuern zahlt) als Zahllast für die Umweltschäden, die Österreich angeblich verursacht, irgendwo auf der Welt verursacht, an Milliarden in den Süden des Globus geschoben werden wird, weil es nun versprochen wurde. Darüber wird auch diese unselige Koalition aus einem Betrüger und einem Feigarsch nichts ändern - erfahren wird es niemand. Der eine, weil er täuschen will, der andere, weil er gar keine Ahnung hat. Denn worum geht es da in Kattowitz? 

Herrschaften, EIKE schreibt es völlig richtig: Mit keinem - keinem! - Wort um Umwelt, Natur, Liebe zur Schöpfung, was auch immer. Nein, das hat man angesichts der Medien-Hegemonie gar nicht mehr notwendig. Es geht ganz offen um das Verschieben von jährlich hunderten Milliarden von Euros in den Süden, zu den "Armen". 

Ach, das ist unchristlich? Was nicht vernünftig ist, ist auch nicht christlich. So einfach ist es. Noch nie, noch nie! hat Geldverschiebung etwas gebracht. Außer der Schwächung desjenigen, der das Geld auf die Bahn brachte. 

Und nur darum geht es sowieso bei der ganzen Klimadebatte. Mit Klima, mit Wissenschaft hat das nichts zu tun. Es ist eine moralische Agenda. Die NICHT darin besteht, die Schwachen zu stärken! Sondern die darin besteht, diese Starken zu schwächen, damit die Schwachen endlich, endlich ans Ruder kommen.

Gott sei dem VdZ gnädig. Jetzt ist ihm doch ein Fluch entschlüpft. Der bleibt aber in seiner stillen ungarischen Kammer.

Nur ein Ruf noch, nach nördlich der Donau: Ihr Deutschländer, ihr glaubt, ihr werdet von Euren Regierungen betrogen? Herrschaften, ihr WISZT es wenigstens meistens noch im Voraus, auch wenn Euch das da und dort wenig bringt. Der Österreicher aber, der erfährt es erst aus seinen Geschichtsbüchern, wenn er betrogen wurde. Und weiß erst nachträglich, warum sein Leben so schwer war.




*101218*

Das geschieht real, es ist keine Theorie

Über die Notwendigkeit, die Weltbevölkerung auf 1 Milliarde zu reduzieren, wird in höchsten Regierungskreisen der USA ganz real diskutiert. Das sind keine Theorien! Das sind in Buchform veröffentlichte Thesen von Beratern, die sich unter Barack Obama - und gewiß nicht nur unter ihm - am Busen der Steuergelder nährten. Und politische Strategien entwarfen und beeinflußten. Der Leser möge selbst seine Schlüsse ziehen, wenn heute - heute! - politische Berater amerikanischer Präsidenten Thesen darüber aufstellen, wie diese Bevölkerungsreduktion geschehen könnte. 

Es sind keine Verschwörungstheorien, wenn Gespenster auftauchen, die von einer Vergiftung des Trinkwassers, von "Geburtenlizenz" als Erlaubnis zur Vermehrung, gesetzlich verordnete Abtreibungen, sowie von den Voraussetzungen ("One World Gouvernment") zur Durchsetzung solcher Maßnahmen sprechen. Es ist Realität, daß alles, was die Menschen tun, und sei es noch so privat, vom Staat kontrolliert und beeinflußt wird.

Und mehr, als wir glauben wollen. In China hat das alles doch lange schon Programmform angenommen. Seit Jahrzehnten. Bevölkerung ist aber weltweit für die "Elite" höchstenfalls ein pragmatisches Machtmittel, das "Material", an dem sie am offenen Leib operieren. Ansonsten sind sie nur noch Klimaverschmutzer. und Wohlstandsparasiten, als Rechtfertigung einer gigantischen Unmoral.

Nur mit einem haben sie alle nicht gerechnet. Daß es nämlich eine Wahrheit gibt, die jeden Menschen niemals völlig unberührt läßt. Sie ist der Anker, der ihn davor bewahrt, sich wirklich GANZ zu verlieren. Denn was uns andererseits beruhigen kann ist, daß der Mensch nicht so ist, wie alle jene glauben. Sondern, daß er als Ebenbild Gottes auch mit Gaben bedacht ist, die ihn zwar unterdrückbar und bedrückbar und seine Sinne benebelbar machen. Doch kann man ihn nicht auf Dauer belügen und täuschen.









*251018*

Dienstag, 11. Dezember 2018

Splitter zum Tag (3)

Teil 3) Die wahren Gründe für den Unmut in Frankreich. Und anderswo.



Es sind also andere, die Molotow-Cocktails werfen und Autos anzünden und Polizisten krankenhausreif schlagen, wenn nicht töten. Nur diese Gruppen sind so gewaltbereit und nutzen jede Möglichkeit zur Destabilisierung. Die mit den Rechten aber verbindet, daß es allen irgendwie reicht. Warum, wogegen ist nicht so ganz klar. Die Dieselverteuerung war der erwartete, sofort wahrgenommene Anlaß für einen viel tiefer sitzenden Unmut. Den, traut man Umfragen, zwei Drittel (!) der Franzosen teilen. Den manche sogar als den ersten artikulierten Massenprotest der "einfachen Leute" gegen den abgehobenen Irrsinn einer "Ökologie-Politik" sehen, die eine abgehobene Schein-Elite über die Welt verhängen will.

Ein Protest freilich, der sich noch nicht wirklich benennen darf, dafür sorgen die neuen Tabus. Der einen Anlaß als Chance ergreift, weil eine Politik verlangt, die endlich dem Willen der Bevölkerung entspricht. Und der einen sehr handfesten Grund hat: Frankreich ist zu Tode gesteuert. Die Wirtschaft tief marode, sieht man von den (griechenlandbefreiten) Banken ab, die Einkommen der Arbeitenden gerade noch ausreichend oder schon längst zu niedrig für das, was jeder als "normalen Lebensanspruch" sieht. Wo die Kinder studieren, und ein Auto unerläßlich ist, weil eine Wohnung in den Zentren der Städte längst unleistbar ist.**

Und warum? Auch - auch! - weil es Millionen Migranten im Land hat, die gerne wohlhabend wären, aber in miesen Vorstädten mies dahinvegetieren. Ohne Arbeit, ohne Sinn, ohne Aufgabe. Die aber Milliarden und Abermilliarden kosten***. Jenen das Geld aus den Taschen ziehen, die immer noch brav an der Werkbank stehen und dafür Steuern abdrücken, die wiederum die Billionen der Oligarchen sichern. Verteilung von unten nach oben, darum geht es seit zwei, drei, fünf Jahrhunderten im kapitalistischen Europa. Der Klimawahnsinn garantiert weil moralisiert diese Methode. Diesen noch als Wissenschaft zu bezeichnen, traut sich ja ohnehin nur noch die herangezüchtete Zombie-Riege der weltweit Verblödeten und Möchte-gerne, die sich derzeit in Kattowitz ein verlängertes nettes Wochenende bei Plausch und Punsch gönnen und die "Probleme der Welt" besprechen.

Bitte, Leute, für irgendwas müssen unsere Steuern ja gut sein. Leisten wir uns also auch eine Gelehrtenschichte, die für nix gut ist, als von Jahr zu Jahr die Hotels irgendeines illustren Ortes zu füllen, leisten wir uns doch diese Neben- und Scheinwelt der Klimaretter. Leisten wir uns die, die uns das Leben schwer machen möchten, weil sie sonst nicht wüßten, wozu sie überhaupt da sind. Aber dann spüren die sich wenigstens irgendwo. Borderline, weiß der Leser das? Borderline. Das ist das Geheimnis um diese Schichte, die doch nur nützliche Idioten für ganz andere Geschehnisse und Wirklichkeitsbewegungen sind.

Frankreich hat freilich in einem wirklich Tradition - in der Revolution. Das begann mit der mittlerweile heiliggesprochenen Jeanne d'Arc im 15. Jahrhundert, ging über 1789 und die darauf folgenden Blutorgien, und hat mit der mittlerweile fünften (jeweils einer zuvor gestürzten Grundverfaßtheit folgenden) Republik sicher noch nicht den Endpunkt erreicht. Paris steuert auf eine nächste Republik zu. Wo nun endlich, aber diesmal wirklich, alles besser werden wird.

Eben. Postmodernismus pur. Funktion. Wie im Casino. Irgendwann fällt auch die richtige Gestalt. Hoffentlich merkt es jemand.

***

Fazit? Eine Zeit, die Buberlgesichterl und Frauen wählt, erhält Buberl- und Frauenpolitik. Weich. Gestaltlos. Weltlos. Identitätslos. Simulation.

***


Nachtrag:  Die Kronen Zeitung bringt einen Bericht, demgemäß es am vergangenen Wochenende in Frankreich im Zuge der "Gilet Jeune"-Proteste zu 1.700 Festnahmen und 260 Verletzten (darunter 39 Polizisten) kam. Die Krone spricht von landesweit 136.000 Protestierenden. In Paris sei es zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen gekommen. Obwohl bereits in den frühen Morgenstunden "hunderte Personen" präventiv festgenommen worden waren. Insgesamt wären die Zahlen (weil die Proteste) damit gestiegen. Auch bei der eingesetzten Exekutive: 89.000 Gendarmen (=Armeeangehörige) sind auch in Frankreich nicht alltäglich.




**Übrigens vor allem durch die Flutung der Volkswirtschaften mit billigem Geld (EZB). Von dem natürlich wieder die Wohlhabenderen profitieren. Denn wer nix hat, kriegt auch keinen Kredit, machen wir uns doch nichts vor. Noch dazu, wo die Vergaberichtlinien durch Gesetze ("Basel"), die Banken "zusammenbruchsresistenter" machen sollen, deutlich verschärft wurden. Es ist besorgniserregend, daß immer mehr Bürger zur Bestreitung ihres normalen Lebensaufwands bereits Vorsorgen auflösen oder Kredite aufnehmen müssen. In den USA sind das mittlerweile schon 25 Millionen Amerikaner, zehn Prozent der Bevölkerung, für die der Arbeitslohn nicht mehr reicht.

***Dem Leser ist die Größenordnung, in der wir uns hier bewegen, vielleicht nicht ganz klar. Dazu trägt die Währungsumstellung auf Euro bei, der VdZ ist sicher.  Bei den Kosten für Migranten redet man in Deutschland mittlerweile von jährlich über 25 Milliarden Euro, das sind grob 50 Milliarden Deutsche Mark. (Für die Energiewende betragen die Kosten mittlerweile 27 Milliarden Euro, also 54 Milliarden DM, jährlich.) 

Deutschland und Österreich ähneln sich ungemein, das drückt sich analog zur Einwohnerzahl auch in den wirtschaftlichen Kennzahlen aus. Vor der Wiedervereinigung waren (schon allein durch die Währungsbindung Schilling zu DM = nahezu fix 1:7) fast alle volkswirtschaftlichen Zahlen im Verhältnis 1:10 zu betrachten, dann waren sie "normal". Nach 1990 vermutlich 1:12, vielleicht auch 1:13. 

In Österreich spricht man heute von mindestens zwei Milliarden Euro Migrationskosten pro Jahr, das sind grob gerechnet 30 Milliarden Schilling. Zum Vergleich: Die gesamten Einnahmen des Staates Österreich betrugen 2017 rund 178 Milliarden Euro, die Ausgaben rund 181 Milliarden. Die Migrationskosten sind also in Österreich ident mit dem Budgetdefizit, sie sind nur über weitere Verschuldung zu bezahlen.

Zum Vergleich: Als es etwa 1990 zum "Skandal" um die Verluste bei der damals noch verstaatlichten VOEST in Linz kam (nach 1945 wurden die Hermann Göring-Werke verstaatlicht, die in jener Stadt auf Anregung von Hermann Göring gegründet worden waren - in Anbindung an die Erzvorkommen in der Obersteiermark - die als "Linz - Die Perle Hitlers" zur Weltstadt ausgebaut werden sollte, woran heute nur noch der Hauptplatz, die Nibelungenbrücke und einige Vorstadtsiedlungen erinnern), wo mit 40.000 Arbeitern jährlich eineinhalb Milliarden Schilling (das sind, bitte schön, "gerade mal" 100 Millionen Euro!) in den Sand gesetzt wurden (heute ist der danach privatisierte Stahlkonzern einer der größten der Welt und arbeitet hoch profitabel) gab es das ÖVP-Wort von "Schluß, wir verbluten uns zu Tode". Heute nehmen wir dieselben Summen IN EURO mit einem Schulterzucken. Und die ÖVP sieht es wie die SPÖ als gerechten Grund. 

Grund? Wir haben durch die Einführung des Euro jeden Begriff von Geld und Wert verloren. Heute ist Geld für die Politik wirklich nur noch Zahl und Rauch.

Der VdZ hat es 2003 vorhergesagt, es ist genauso gekommen:  Wir geben heute einen Euro genau so leicht aus wie damals einen Schilling. (In Deutschland: Eine Mark. Alles liegt an der Grundeinheit, an der EINS.) Wer heute ins Gasthaus geht, ein "Billig-Menu" ißt und einen Apfelsaft dazu trinkt, nimmt die Rechnung über 200 Schilling (=15 Euro) als wäre ihm Gutes passiert. Tatsache ist, daß sich diese und andere alltägliche Preise binnen 15 Jahren VERDOPPELT haben. Da pfeift man doch gerne auf die offizielle Inflationsstatistik, die einwirft, daß dafür zweiwöchige All-inclusive-Reisen nach Antalya um die Hälfte im Preis gesunken sind. Vor fünfzehn Jahren hätte man dem Fleischer, der für eine ordinäre Leberkässemmel, oder der Kassiererin im Café, die für einen Verlängerten Schwarzen 50 Schilling (=3,50 Euro) verlangt hätte, den Vogel gezeigt. Heute ist das völlig normal. Und der Witz dabei: Die Betriebe können trotzdem kaum noch existieren!





*081218*

Teilnehmerschaft als Teil einer Täuschung

Wie immer ist es ein Vergnügen, David Wemhoff zuzuhören. Denn das Wunderbare an ihm ist, daß er immer einen eigenen, originellen Zugang zu Vorgängen und Dingen sucht und präsentiert. In diesem Gespräch in Peter Hellands Show stellt Wemhoff den Gedanken ins Blickfeld, daß die vielgerühmte Kommunikationstechnik ein völlig ungeeignetes Mittel ist, um Welt und Wirklichkeit, in der wir leben, wirklich zu verändern. Vielmehr ist sie Teil einer großen Illusion. In der uns Teilhaberschaft (und damit Mitverantwortung) vorgegaukelt werden soll, während die wirklichen, großen Vorgänge weit außerhalb aller Hebel liegen, die wir bedienen könnten. 

Damit ist auch die Politik (in den USA, aber bei weitem nicht nur dort) lediglich Teil einer großen Gesamtinszenierung. Bei allem, was man an Trump weniger zu kritisieren fände als an seiner Opposition, sind beide Teil eines Gesamtsystems der Oligarchie. Wo sogar die Komponenten gleich sind. Nur hat man Trump auf eine Weise inszeniert, die auch die wahren Systemkritiker - als Kritiker des Gesamten - in das Gesamtsystem eingebunden hat. 

Somit sind die Trumpwähler "zufrieden" und hoffen auf Veränderungen ohne zu bemerken, daß sie dabei das Gesamtsystem des Amerikanismus als Liberalismus mittragen. Und das ist der eigentliche Feind der Kultur und der Gegenwart. Niemand kommt heute noch auf die Idee, die Trennung von Kirche und Staat - die einen säkularen=gottfernen Staat - zu kritisieren. Niemand kommt auf die Idee, daß sämtliche wirklichen Probleme, die wir haben, mit dem Fehlen einer im Absoluten legitimierten Opposition, der kritischen Stimme der Kirche, zusammenhängen könnte. Niemand kommt auf die Idee zu fragen, ob nicht die USA als erster atheistisch fundamentierter Staat einen Weg beschritten hat, der gar nicht anders ausgehen kann als im Verlust des genuin Menschlichen. 

Stattdessen hat man von Anfang an Mechanismen eingebaut, die jedem das Recht auf "alles" einräumen, solange er es nur privat tut und privat hält. Daß damit aber dem Wesen von Religion zuwidergehandelt wurde, ist den Menschen gar nicht mehr bewußt. Daß damit den Kräften des Stärkeren jede Möglichkeit geebnet wurde, weil diese Kräfte auch die Kraft haben, die öffentliche Meinung zu bestimmen und zu manipulieren, die keinen Anker mehr im Absoluten hat, taucht im normalen Denkalltag gar nicht mehr auf. Denn diese Gedanken sind qua Verfassung verboten. Und wozu sollte man auch so denken? Geht es und denn trotz allem mit der Ideologie des Amerikanismus nicht verdammt gut? Einer Ideologie, die auch die Kirche auswechselt hat. Die sich selbst nur noch als Teil dieses Amerikanismus begreifen gelernt hat.

Aber das widerspricht dem Wesen der Kirche. Die es sein muß, die dem Staat die inneren Richtlinien vorgibt, nach denen die Politik zu agieren hat. Um so wesentlich daran mitzuwirken, daß eine Gesellschaft sich gerecht und geordnet entwickelt, sich also eine wahrhaft christliche Kultur bilden kann. Die dem Heil jedes Einzelnen dient, soweit das eben unter Wahrung der Freiheit des Einzelnen, zu der auch die Weigerung zum Guten gehört, möglich ist.

So muß jede Gesellschaft sich atomisieren, in ihre Bestandteile zerfallen, die aus lauter "Individualisten" bestehen. Die verzweifelt versuchen, Gemeinschaften, Zugehörigkeiten zu finden. Diesem Zweck dienen unter anderem die social media und das Internet. Mit denen sich die Menschen so einfach kontrollieren und steuern lassen wie überhaupt noch nie. Diese Medien sind somit Teil einer Gesamtstrategie der Macht. Keine Errungenschaften, als die sie uns vorgemacht werden.

Durch die Einfügung der Kirche in den Staat, dem sie sich unterordnet, haben die Menschen aber ihren einzigen Schutzpatron und hat die Kirche ihre Macht weitgehend verloren. Der Amerikanismus ist in sich eine Ideologie, die jede Gesellschaft wehrlos und zum Aktionsfeld der Stärkeren, Skrupelloseren macht. Die ein riesiges Theater inszeniert haben, um die Menschen glauben zu machen, daß dieses System auch in ihrem Interesse ist. So daß sie nicht merken, daß sie in Wahrheit Marionetten am Gängelband der Mächtigen sind, die vor nichts zurückscheuen, um ihre Position der Stärke zu bewahren. In der sie die wahren Strippenzieher unserer Lebensrealitäten sind.








*251018*

Montag, 10. Dezember 2018

Splitter zum Tag (2)

Teil 2) Das nächste Buberlgesicht, die nächste Geschichte - Emmanuel Macron




Emmanuel Macron (wieder: auch der ein Buberlgesicht) ist da nicht weit davon entfernt, fällt in dieselbe Kategorie, wenn auch Macron nicht einmal ansatzweise eine wirkliche Unterstützung im Volk hatte. Soweit kam der nie, denn mit Politik hat er nie etwas am Hut gehabt. Er war ein Konstruktions-Kandidat, zentraler Strategie entsprungen, die nur ein Ziel kannte: Le Pen zu verhindern. Wollte man sagen. Nein. Die Macht, die in Frankreich herrenlos war und ist, zu erringen, indem er eine "Bewegung von unten" vortäuschte, die er aber nie ernsthaft im Sinn hatte. Heute herrscht er, so heißt es, wie ein Monarch. Er betreib nur Etikettenschwindel, maskierte die bisherige Politik halt neu. Ähnlich hat es ja Kurz in Österreich gemacht.

Dazu mußten alle übrigen Kandidaten mit äußerst fragwürdigen Methoden, ja durch üble Methoden aus dem Rennen geworfen werden. Macron hat an der Hand seiner Mutti (pardon, seiner Geliebten hätte es heißen müssen) bekanntlich den schmutzigsten Wahlkampf der neueren französischen Geschichte geführt. Aber nun hat er, das kann man so sagen, ein handfestes Legitimitätsproblem. (Und das Problem der Legitimität fängt den Blick des VdZ immer mehr. Es ist ein Kernproblem des Menschen, darüber wird sich an dieser Stelle deshalb gewiß noch einiges finden.)

So hat Macron nur mit (groteskem, lächerlichem, postmodernistisch zum Schein legitimierten) Neureichentum und der Art, wie sich eine neue, nie legitimierte, und in nichts legitime Elite zu etablieren versucht, die "Wahl" gewonnen. Als einzige Möglichkeit für den "seriösen Bürger", gewissermaßen, um das Unseriöse zu verhindern. Glatt fliegt ihm jetzt der Laden um die Ohren. Denn seine Wirklichkeitsferne hat ihn dazu verleitet, was eben daraus folgt: eine deckungsgleich wirklichkeitsferne, zombieartige "Politik" zu machen. Niemand in Frankreich will das, was Macron will. EU-Armee. EU-Budget. Klimarettung durch "Energiewende", die Deutschland gerade bis zum Erstickungstod abwürgt: Abschalten von Atomkraftwerken, Landschaftszerstörung durch Windräder, Aufgabe sicherer Energieversorgung durch Einführung von Flatterstrom, wo nun von zwei parallelen Produktionsstätten derselbe Ausstoß wie zuvor geliefert wird - es zahlt ohnehin der Bürger. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nur mit Merkel kann er da kuscheln. Beide entstammen demselben Bezirk des Geistlosen, Ahnungslosen, Wirklichkeitslosen, lebenslang Alimentierten. Autistische Bewohner einer geschützten Werkstatt*. Beide wollen Probleme lösen, die keiner hat, mit Geld, das nur den einfachen Leuten genommen werden kann. Übers Benzin. Über den Strompreis. Während die wirklichen Probleme ständig weiter aufgeschoben werden (wie im ESM, mit dem man die Krise von 2008 nicht bewältigt, sondern auf immer weitere Zukunft aufgeschoben hat; samt dem "Target II" als Tor zu noch mehr Schulden für klamme Staaten, wieder einmal direkt bei den Deutschen, die dafür eine Schein-Prosperität erleben.). Paßt das Volk dazu nicht, wird es eben ausgetauscht.

So nebenbei hat Macron aber nun offenbart, worum es bei dem ganzen Klimazirkus in Wahrheit geht. Die zeitliche Koinzidenz der Aufstände in Frankreich mit der "Klimakonferenz" in Kattowitz ist kein Zufall. 

Es geht hier wie dort um neue Geldquellen für eine (schon lange) perverse Politik. Um sonst wirklich nichts. Da erhöht man vom doktorgeschwängerten Schreibtisch aus die Mineralölsteuern, heiliggesprochen durch das hehre (Fluch über diese Geisteskranken! aber das wird eh Gott besorgen, bleiben wir ruhig) Ziel der Klimarettung, ganz kräftig. 

Aber dann passiert etwas. Denn plötzlich erhebt sich das Volk. Öhö, wer hätte damit rechnen können, schon gar in Frankreich? Und bei weitem nicht nur in Paris, sondern in tausenden französischen Städten. Und es kursieren Listen mit politischen Forderungen, die sich wie die Parteiprogramme verpönter "populistischer Rechts- und Linksparteien" lesen. Mit Forderungen nach gesetzlichen Mindestlöhnen, oder Mietpreisgrenzen.
 
Denen geht es um das Weltende, wie jemand schreibt, uns aber um das Monatsende. 

Mehr als Zynismus ist Macron dazu bisher nicht eingefallen. Dafür müssen nun vier oder fünf Divisionen an Ordnungskräften (die Gendarmerie in Frankreich ist der Armee eingegliedert, weshalb die militärische Begrifflichkeit zutrifft) ausrücken, um die Situation irgendwie im Griff zu behalten. Panzer fahren vor dem Arc de Triomphe auf, wie man liest. Hunderte "Krawallisten" werden a priori aus dem Verkehr gezogen. Trotzdem werden hunderttausende Protestierende in ganz Frankreich erwartet. Und es ist bekannt, daß die Polizeikräfte für die Demonstranten größte Sympathien hegen. Eine ganze Polizeieinheit ist angeblich sogar schon "übergelaufen", hat sich den Demonstranten angeschlossen. (Nachtrag vom 11.12.2018: Diese Nachricht dürfte nicht stimmen. Vielmehr ist auffällig, daß sich alle möglichen Parteiungen und Anschauungsrichtungen der Demonstrationen "bemächtigen" und sie in ihrer Richtung deuten. Und eine davon hat möglicherweise diese Nachricht - mit uminterpretierten Bildern unterlegt - einer Polizeiverhandlung mit den Demonstranten in die Welt gesetzt.)

Dabei hat Macron, dem man allerorten ungeheure Arroganz nachsagt (der Leser werfe auch auf den lesenswerten Artikel auf Achgut seinen Blick), schon widerrufen! Zumindest "aufgeschoben". Was heißt: Er wartet auf einen günstigeren Zeitpunkt. Vielleicht auf einen Krieg in der Ukraine, der die Aufmerksamkeit ablenkt. 

Darunter, wie man allenthalten liest, sind viele linke Chaoten, und auch so manche Migrantengang kocht mit ungeheurer Gewaltbereitschaft ihr eigenes Süppchen und fackelt Autos ab, sodaß die "Gelbwesten" (Gilet Jaunes) dankbar sind, daß die Polizei sie beschützt. Denn hier steht die untere Mittelschicht auf, die ihr Leben kaum noch finanzieren kann.


Morgen Teil 3) Die wahren Gründe für den Unmut in Frankreich. Und anderswo.




*Wer diese Behauptung belegt haben will, dem sei ein Artikel auf Achgut empfohlen. Darin listet Markus Vahlefeld unter dem vielsagenden Titel "Verwirre und herrsche" einige Dinge auf, die belegen sollen, daß Merkel mit ihrer Politik praktisch immer das Gegenteil von dem erreicht hat, was sie als Ziel vorgab. Das ist das bestimmungsfesteste Merkmal für die Absenz von Vernunft bei einem Menschen. Zumal sich diese Liste durch eine weitere ergänzen ließe, die noch weit länger würde: Wie oft sich Merkel im Laufe ihrer Politkarriere selbst und direkt widersprochen hat.





*081218*


Warum Österreich den Migrationspakt nicht unterzeichnet

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz begründet im (behelfsmäßig eingerichteten) Plenarsaal des Parlaments in Wien am 21. November 2018, warum Österreich dem UN-Migrationspakt, der in diesen Tagen in Marrakesch in Marokko unterzeichnet werden soll, nicht beitreten werde. Denn zwar stimme, daß der Pakt rechtlich keine Verbindlichkeit habe, aber immerhin komme im Text achtzigmal das Wort "Verpflichtung" vor. Es sei also eine Selbstverpflichtung. Die aber zur Heuchelei werde. Zum einen, weil der Pakt keine Unterscheidung zwischen "Flüchtling" (Asyl) und "Zuwanderer" (Migrant) beinhalte. 

Österreich will sich aber im Falle der Zuwanderung das Recht vorbehalten zu entscheiden, wer zuwandern dürfe, wen man wolle oder brauche, und wen nicht. Zum anderen, weil damit Österreich nicht willens sei, eine Selbstverpflichtung wie sie der Migrationspakt ausdrücke, zu erfüllen. Das würde man mit Gewißheit auch von vielen anderen der zahlreichen Staaten sagen können - man könne ja den Einhaltungsstatus in drei Jahren überprüfen - die jetzt unterzeichnen. 

Im übrigen könne man nicht davon sprechen, daß hier Österreich seine Bereitschaft zur bilateralen Lösung von politischen Fragen grundsätzlich in Frage stelle. Viele Staaten werden diesem Pakt ebenfalls nicht beitreten, darunter auch einige Nachbarländer nicht.* Und warum sollte das auch nicht sein? Die Bereitschaft zur internationalen Zusammenarbeit könne sich nicht daran messen, ob die einzelnen Staaten in jeder Frage zu gleichen Ansichten kämen. (Siehe auch hier.)

Was aber wirklich interessant dabei ist? Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz vermeidet sehr elegant und wortreich - man könnte es "sophistisch" nennen, "eloquent" reicht da nicht - die für jeden Staat wahren und tieferen Gründe für die Verweigerung der Zustimmung zum UN-Migrationspakt zu nennen. Er bietet an, was leicht zu verkaufen ist, und was rasch mal gekauft wird. Und das, werte Herrschaften, wird ihm - nein, uns, uns Österreichern, und auch, Euch Deutschländern - eines gar nicht fernen Tages noch auf den Kopf fallen. Denn das könnte, nein, das wird sich, eiderdautz, eines gar nicht fernen Tages als "übertriebene Vorsicht" erweisen, die die "Realität" längst widerlegt.  Warum also nicht in drei, fünf Jahren DOCH beitreten?

Und das könnte schneller virulent werden, als derzeit gedacht wird, auch in Österreich.  Oder hat der Leser schon einmal etwas davon gehört, daß das EU-Parlament vor hat, noch bis März Gesetzesvorschläge für ein Gemeinsames Europäisches Asylsystem beschließen möchte? Da können und da werden noch ganz andere Probleme auf Österreich und all die tapferen Staaten im EU-Raum, die derzeit Widerstand leisten, zukommen. 

Vielleicht gab es deshalb so wenige Reaktionen der Befürworter eines solchen Pakts. Weil sie in Ruhe abwarten können, sie werden doch eines Tages "siegen". Und so ist es vielleicht eine Scheinruhe für die anderen, weil die Ablehnung ein bloßes Scheingeklappere sein könnte. Das schizothyme Gerede, das man aus Brüssel hört, läßt nichts Gutes erahnen. Wo es heißt, daß man zwar eine gemeinsame Regelung beschließen möchte, aber natürlich - natürlich! - jeder Staat seine volle Souveränität bewahren kann. Das ist doch ein Widerspruch in sich?





*Nachtrag: Bis zum heutigen Tag haben einen solchen Schritt die Länder Österreich, Lettland, Ungarn, Polen², Tschechien, Bulgarien, Slowakei, USA, Dominikanische Republik, Australien, Israel und (vielleicht auch) Italien angekündigt. Die Schweiz hat die Sache zumindest einmal aufgeschoben. Dänemark wird zwar unterzeichnen, hat aber bereits eine Liste mit Vorbehalten aufgesetzt, die es für sich reklamiert. Und in Belgien scheint sich, glaubt man Medienberichten, das Land - einmal mehr - zu spalten. Denn die schwächere Seite der Koalitionsregierung will die vom stärkeren Part beschlossene Zustimmung keineswegs einfach hinnehmen. Hier sei man an einem Punkt, liest man, wo kein Kompromiß möglich ist.

Österreich wird darüber hinaus auch den UN-Flüchtlingspakt, der im Windschatten des Migrationspaktes kaum noch öffentlich diskutiert wurde, nicht unterzeichnen, sondern nur "zur Kenntnis nehmen". (Siehe auch hier.) Er enthalte nichts, was nicht die Genfer Flüchtlingskonvention bereits enthalte, habe aber das Potential, durch die Etablierung von Begriffen wie "Klimaflüchtling" Verwirrung zu stiften. Und das ist wohl auch richtig. Denn folgt man den Argumenten der Klimaapokalyptiker, dann fällt bald kein Blatt mehr vom Baum, ohne daß die "mensch=westlicher Mensch-gemachte Klimakatastrophe" daran die Schuld trägt.

Nachtrag vom 10. Dezember 2018: Offenbar kursieren zum Verhalten Österreichs zum Flüchtlingpakt (nicht zum Migrationspakt) widersprüchliche Meldungen. Wie Medien vermelden, sei eine Äußerung von H. C. Strache (FPÖ) mißinterpretiert worden. Der da geäußert hatte, daß Österreich auch diesem Pakt nicht zustimmen, ihn nur "zur Kenntis nehmen" werde. Das dürfte so nicht stimmen! Wie man nun liest, wird Österreich bei der UN-Abstimmung FÜR diesen weiteren Pakt stimmen, der, wie man allerorten liest, im Grunde den Migrationspakt zu Teilen zumindeste mit enthält. "Nicht unterzeichnen" sei insofern keine Lüge gewesen, liest man, als es nichts zu unterzeichnen gäbe. Der Pakt sei in der Form eine UN-Resolution gehalten. Bleibt die Tatsache, daß auch Straches Aussage, daß der Flüchtlingspakt (oder wie immer es nun heißen soll) nichts enthalte, was nicht in der Genfer Flüchtlingskonvention enthalten sei, nicht stimmt.

Wurden die Österreicher hier getäuscht und hintergangen? Nicht nur nämlich, daß von diesem zweiten Pakt lange überhaupt keine Rede war - er ist "zufällig" erst vor wenigen Wochen "aufgetaucht", als hätte er verschwiegen werden sollen - wird das Land nun einfach vor vollendete Tatsachen gestellt? Uner anderem vor die Tatsache, daß es zukünftig nicht mehr die Staaten sind, die freiwillig entscheiden, ob sie Flüchtlinge aufnehmen oder nicht, sondern diese vom UNHCR zugeteilt bekommen. Angesichts einer Ausweitung des Flüchtlingsbegriffs (samt der diesen zugeschriebenen Versorgungsrechte), die manche als "Umschreiben der Menschenrechte" deuten, das die Rechte indigener, angestammter Bevölkerungen mit Füßen tritt, kann das nur Böses ahnen lassen. 

Hier wurde offensichtlich links angedeutet (Migrationspakt als Ablenkungsmanöver), und rechts überholt (Flüchtlingspakt). Der Effekt ist derselbe: Laut der ausgewiesenen Menschenrechts- und Völkerrechtsexpertin Rebecca Sommer beträgt die Quote des UNHCR für den EU-Raum 20 % der (weltweiten) Flüchtlinge. Und das bei dem nunmehr ausgeweiteten und damit vernebelten Begriff!

Vielleicht erklärt das auch die seltsam selektive Wahl der Argumente von Kurz vor dem Parlament. Die selbst von ihm schon mehrmals angeführten schlagenden Argumente läßt er hier außen vor. Weil er bereits wußte, daß das dem Flüchtlingspakt widersprechen würde, sodaß er nicth so angreifbar wäre? Ist Kurz, wie Macron, nur ein nächstes Trojanisches Pferd, mit dem rein aus wahltaktischen Gründen die Wähler getäuscht wwerden sollten? Indem man ihnen den Wind der Empörung aus den Segeln nimmt und so tut, als würde man ihre dingenden Anliegen doch ernstnehmen, in Wahrheit aber nur - in "Sündebock-Ersatz-Funktion" - das "Migrationsthema" scheinbar dem Volkswillengemäß abhandelte, was nichts sonst hieß als es zu kaschieren?

²Wie man aktuellen Nedienberichten vom 10. Dezember 2018 entnehmen kann (auch hier) ist Polen ttrotz seiner ablehnenden Position in Marrakesh vertreten. Wie man gleichfalls liest, ist die Regierung Belgiens über der Frage tatsächlich zerbrochen. Der verbleibende Rest muß nun als Minderheitsregierung fortzuregieren versuchen. Der Pakt wird aber unterschrieben. Die Schweiz ist nicht anwesend, dort soll eine Entscheidung im Bundesrat abgewartet werden.





*031218*

Sonntag, 9. Dezember 2018

Splitter zum Tag (1)

Was ist die Postmoderne im Grunde? Sie ist der Ersatz der Gestalt (und der Wahrheit, die in ihr liegt) als Wesen und Ort durch Funktionen. Oder, wie Rosmini es einmal schreibt, verdinglicht ein Abstraktum. Also: Da heißt es, daß die Präsenz des Vaters entscheidend für die Entwicklung eines Kindes ist. Aber anstatt den König König sein zu lassen - präsent, aber nie anwesend (im Sinne von "zugehörig", weil alles ihm gehört, von ihm bestimmt wird), damit Punkt und Richtungsbild der Selbsttranszendierung - kuscheln Väter, spielen und wickeln und fahren den Kinderwagen spazieren. Und teilen sich die Hausarbeit "gerecht". (Aha, also doch: Ein neuer Gerechtigkeitsbegriff, sieh an.) 

Heinz Christian Strache in der Rolle als neuer Vater. In zweiter Ehe, übrigens. Nun plötzlich laut Zeitung (wieder) "verheiratet", nächstes Jahr sogar "kirchlich", wie die Kronen Zeitung in einem liebdienerischen Portrait anläßlich der bevorstehenden Geburt des dritten Kindes von H. C. Strache schreibt.

Oh nein, wir wollen nicht richten, nicht verurteilen, das Leben ist komplex und kompliziert. Das geht uns alles nichts an. Aber es geht uns etwas an, wenn sich der Chef der Aufmischerpartei FPÖ als Softie präsentiert, der allem widerspricht, was überhaupt ein Land kurieren könnte. Und aber genau das meint, dem Land verordnen zu können: Eine Kur zum Besseren. Und dabei den Postmodernismus nicht einfach verkündet, wie die kastrierten Linken vorgeben, sondern tatsächlich als gelingen könnendes Modell des Neuen Menschen vorlebt. Ohne Gestalt, ohne Wesen, ohne Ontologie, nur mit Verhalten und Wuschelkuschelgefühlen.

Denn Mann und Frau sind ja gleich. Sagt H. C. Strache wörtlich. Laut Kronen Zeitung. Wenn es zu "Ungleichheiten" kommt, sind es höchstens persönliche Launen, man versteht, so ein Mann der Politik, der ist eben mal auch überlastet und mit den Nerven am Ende. Drum machen wir auf neuen Politiker, indem wir vollenden, was die Postmoderne vorgetanzt hat: Perversion. Umkehr. Pervertere. Nun ist das subjektive Gefühl wichtig. Nicht die Selbstüberschreitung auf ein Amt, ein hohes Amt (Vizekanzler und Minister!), sondern das schmeißen wir, wenn es uns ins Gefühl paßt. Und nehmen Vati-Urlaub. Heim zu Mutti und Butzi. Ach wie lieb! Genau das hat uns gefehlt. Die neue Art. So gefühlig. Wird sicher beliebt, der HC. So viel Herzwärme wäre nicht einmal den Linken eingefallen, das hätte sich kein Linker getraut.

Naja, aber gut, diesmal ist es wirklich die Frau, oder keine, wie Strache sagt. Moment. War das nicht schon vor ein paar Jahren auch eine? Die eine Boutique (oder sowas) hatte? Der Leser möge dem VdZ helfen, er erinnert sich manchmal schwach an Details. Auch damals gab es doch einen langen Artikel in der Kronen Zeitung. Na, also gut. Diesmal stimmt es ja. Beim dritten Anlauf. Oder so.

Wundert es da noch, daß eine der ersten Mitverantwortlichkeiten, die die FPÖ trug, kaum war sie an der Regierung, die der (zumindest mitgetragenen) Zustimmung zur "Ehe für alle" galt? (Natürlich, es war "alternativlos".) Jetzt wissen wir endgültig warum. Weil es dem FPÖ-Chef auch in den Kram paßt. So ganz persönlich sozusagen. Na wenn der Verfassungsgerichtshof (links qua Bestellung dominiert, die SPÖ ist weit weniger blöd, als man meinen könnte, wenn es um Realia geht, die Gesellschaft substantiell zu verändern) das sagt ... wer sind wir, um zu urteilen, oder so? Daß ein Herr Kurz dasselbe äußerte, fällt da nicht mehr ins Gewicht. Schicksal, nicht?

Hollareidulliöh. Da ging es doch nie um etwas anderes als darum, endlich auch am Tisch der Fetten und Reichen und Anerkannten mitnaschen zu können. Jede Pointierung, jede Abhebung war da nur Mittel zum Zweck. Oder der Trotz des Fünfjährigen. Wie das Scheinthema Migration. Bis heute hat die FPÖ kein substantielles, der AfD vergleichbares Positionenpapier. Das Sekundärproblem (auch weil es direkt fühlbar ist, schon gar, wenn man darauf - via Kronen Zeitung, übrigens - aufmerksam macht; wie das Wetter, übrigens, als Ausflucht für "Klima" gilt; und: War der heurige Sommer nicht supertoll heiß?) Migration reicht. Und alle sind zufrieden.

***

Denn was macht H. C. Strache da? Herrschaften, genau das, was sämtliche "konservative" Parteien seit vier, ja fünf Jahrzehnten (und länger, und länger!) machen, und zwar je mehr "christlich" ihr Anspruch (nominell) ist, desto mehr: Sie versuchen - Konvertiten, allesamt: Konvertiten! - der Welt zu beweisen, daß sie die besseren Linken sind. Sie sind ans linke VORBILD gebunden, hängen an denselben Ikonen und Anbetungsbildern. Und denen wollen sie genügen - freilich mit der Quasi-Ration der Konvertiten. Selber aber im selben Sumpf, ja noch tiefer - siehe den Homosexuellen Jörg Haider (der immer einen Sozialisten als Vorbild und politischen Ziehvater hatte, den ehemaligen Landeshauptmann von Kärnten, Wagner), siehe Hans Christian Strache, den Streichelzoo- und Wickel-Vater. (Vielleicht wird er nun täglich um halb sechs aus dem Büro gehen, um "das Aufwachsen seines Sohnes mitzuerleben"; was sind das nicht doch alles für Menschen, wie Du und ich!)

Und auch das ist klar. Wo innen die Substanz des Eigenen fehlt, eben das Außenbild, muß die Grenze umso willentlich-ideologisierter, prononcierter gestützt werden. 

Nun können, nun dürfen, ja nun "müssen" sie (aus "ach wie tiefer politischer Weisheit und notwendiger praktischer Einsicht") ihre eigene Vernichtetheit hervorstreichen.  Sie waren nie mehr als Teil der linken Zerstörtheiten, und sie versuchen nun - egal aus welchen Gründen - INNERHALB dieser Zerstörtheit das "Gute" nominell zu retten. Nominell. Verbal. Positivistisch. Die wirkliche Substanz fehlt der FPÖ seit je. (Wie schon die Mutter des VdZ immer sagte: "Dieselben Buberlgesichter wie 1933 ..."). Wenn es welche gab, dann durch (wenige) Getäuschte.

Niemand hat linke gesellschaftspolitische Forderungen derartig konsequent und brutal umgesetzt, ja durch "Wirtschaftspolitik" (die seltsamerweise nur Industriellen-, Großkapitalpolitik war, die Mittelschicht wurde weiter ausgerottet) wie die ÖVP seit den 1980er Jahren, als sie gegen Kreisky (SPÖ) chancenlos war. Mit der FPÖ haben wir dieselbe Größe ins Kartenblatt bekommen.

Wer "die Werte des Abendlandes verteidigen" möchte sollte aber vor allem einmal versuchen, diese Werte selbst zu pflegen. Denn sonst wird diese Verteidigung flugs zur Verteidigung der Un-Werte.

***

Genau darum geht es auch beim Besuch von Kanzler Kurz (für die, die es nicht mehr wissen: Ein Buberlgesicht aus Österreich) in Addis Abeba. Ach was für ein Schub in der Entwicklung spielt sich dort derzeit ab! Und alles ist der Demokratie zu verdanken! Und einer neuen Generation, die am Werk ist. Der "jüngste Kanzler Afrikas (auch er ein Buberlgesicht) begrüßt den jüngsten Kanzler der Welt" heißt es in der Kronen Zeitung. Einem der perfidesten Oligarchenmedien der Welt, ausersehen, ein ganzes Volk unter die Fuchtel zu kriegen, weil es das Kraft seiner Verbreitung einmal konnte.

Auflösung der Form, Auflösung der Gestalt als Rezept zur Weltrettung. Genau das spielt sich da offenbar ab. Und wie viele Frauen da in der Regierung sind! Bewundernswert. Das muß ja in ein neues Zeitalter münden. Lösen wir die Gestalten auf, deren Wahrheit, deren Wesen, machen wir auf "technische Eigenschaften", machen wir auf "zuerst Handeln, dann Denken", und alles wird gut.

Erfolg ist Ablaufoptimierung, schon vergessen? Welchen Ablaufs? Ach, ist doch gleichgültig. Kurzfristig muß es sein. Und irgendwelche statistischen Wohlfühl-Zahlen nach oben schubsen. Dann ist alles gut. Unter uns, uns dauerpubertierenden Kuschelwuschels.

Lieber Gott (flehentlich!) - bewahre uns vor dieser Generation von "Jungen"! Denn dann ist wirklich Jüngster Tag. Und wir lieben die Welt, das Leben doch so! Freilich, Du hast Recht. Wir haben Strafe, ja schwere Strafe verdient. Du läßt deshalb nur noch Geißeln aufkommen. Du läßt uns diese Geißeln begrüßen. Sich etablieren. Aber eines Tages werden wir auch spüren (müssen), was sie bereits heute an Schlägen austeilen. Die wir in unserer Gefühligkeitswolke nur nicht merken.


Morgen Teil 2) Das nächste Buberlgesicht, die nächste Geschichte - 
Emmanuel Macron






*081218*

Geburt aus dem Eid (2)


Video + Audio




Erneut gilt der Dank Leser B, der auch dieses Video "abschrieb" und den (spontan) gesprochenen Text somit dem Leser auf diese Weise zugängig macht.


Wir haben also, wenn wir davon sprechen, daß das Wort, die Sprache damit, auf einen Eid zurückgeht, auch davon gesprochen, daß damit alles Sprechen und damit alles Denken auf ein persönliches Verhältnis zurückgeht. Jetzt könnte man sagen, ja, wie kommt man dazu? Wir glauben ja heute doch etwas anderes, wir glauben, daß das Denken doch eine Art Summe aus irgendwelchen rationalen Gegebenheiten, Tatsachen ist. 


Wir kommen auf den Punkt, zu überlegen, woraus setzt sich Rationales denn überhaupt zusammen? Und werfen wir hier einen Mann ein, der sehr wenig bekannt ist, und das hat einfach damit zu tun, glaube ich, daß sein Denken sehr sehr korrekt war, aber damit eine hohe – wir greifen vor – eine hohe Sittlichkeit voraussetzt und damit eine ganz große Anstrengung bedeutet. Eine ganz große momentane Prüfung von Moment zu Moment – Prüfung – ob das, was ich denke, wirklich wahr ist, mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Denn das ist ja Wahrheit, eine Adäquatio, also eine Adäquatheit des Denkens der Begriffe des menschlichen Denkens mit der Wirklichkeit, mit dem Sein. 


Wir kommen also auf einen Österreicher zurück, der Kurt Gödel geheißen hat und der seine Hauptwerke Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre im Rahmen des sogenannten Wiener Kreises, verfaßt und gedacht hat. Aber auch innerhalb des Wiener Kreises, aus dem Leute wie Karl Popper oder Kurt Wittgenstein hervorgegangen sind, nicht wirklich die große Karriere gemacht hat, dann noch nach Amerika gegangen ist, geflohen vor Hitler usw. und dort ein sehr enger Vertrauter von Albert Einstein war. Wie man den Biographen glauben kann, haben sie sich täglich auf ein mehrstündiges Gespräch getroffen und Einstein, so heißt es, war sehr beeindruckt über Gödels Gedanken. Gödel hat nämlich mit einer mathematischen Präzision nachgewiesen, daß alles Denken auf ein persönliches Verhältnis, ja, auf ein persönliches Annehmen zurückgeht. 

Er ist damit nicht der allererste, es gab schon andere, mehrere, Henry Poincaré zum Beispiel. Aber er hat gezeigt, daß das Denken aus sich selbst heraus, nicht begründbar ist, damit auch nicht die Mathematik begründbar ist, auf den sich unser heutige Wissenschaftsanspruch so gerne beruft, sondern, daß auch alle Mathematik, also die angeblich oder scheinbar oder präziseste aller möglichen Denkarten auf Persönlichem bzw. auf Annahmen beruht und eigentlich damit auf einem Glauben beruht, auf einer Annahme, wie die Welt ist, also auf eine Gesetztheit - und damit auf einen persönlichen Akt.


Ich habe, um diese Gedanken nachzuvollziehen, ich sage es ganz ehrlich, zwei Wochen gebraucht, zwei Wochen nur mich mit dem zu befassen, um das nachzuvollziehen, und ich würde heute wieder zwei Wochen brauchen, um es Ihnen oder egal wem auseinandersetzen zu können, warum das so ist.

Man muß da wirklich sehr sehr genau vorgehen. Aber dann läßt es sich nachvollziehen.



Gödel ist sehr tragisch geendet. Er ist verhungert im Grunde, in Amerika, aber nicht, weil man ihn hat verhungern lassen, sondern weil er in einen ganz seltsamen Obskurantismus gefallen ist, in Spiritismus, das heißt, er hat alles Mögliche geglaubt, geistiger Seelenspuk usw. Er hat halt kein Glaubensgebäude gefunden, indem er das Geglaubte in eine rationale Form bringen konnte. 


Wir haben hier etwas sehr Wichtiges. Glaube muß gegeben werden und damit muß auch das Denken gegeben werden. Das widerspricht unserem heutigen Anspruch, indem wir voller Stolz sagen, wir können alles selber denken, wir können auf alles selber kommen, jeder einzelne kann das alles aus sich selbst heraus. Nein. Wir verdanken uns, wir verdanken unser Denken unseren Eltern, unseren Vorfahren, unserer Umgebung, der Allgemeinheit. Und das, was wir dazu beisteuern, ist meist nur etwas ganz ganz ganz ʹwas Kleines - meistens eigentlich, ganz etwas Kleines, aber darauf kommt es auch gar nicht an.


Nächsten Sonntag 3. Teil




*131118*

Samstag, 8. Dezember 2018

Mein Gott, wie großartig ist doch Wissenschaft

Den Artikel von William M. Briggs - "Science Writer Miraculously Escapes Ravages of Evolution" - "Wissenschaftlicher Autor entkommt auf wundersame Weise den Fehlentwicklungen der Evolution" - auszulassen wäre schade. Er ist zu köstlich, um ihn nicht hier in wie immer recht freier Übertragung zu bringen. 
Ein wissenschaftlicher Autor im "Discover"-Magazin (Discover heißt Entdecken, Anm.) hat es geschafft aus den Fängen der Evolution zu entkommen, und nur dafür gelebt, und davon zu berichten. Diese Bridget Alex hat entdeckt - nicht sich, sondern Menschen generell - daß die Menschen sich dahin entwickelt haben an Götter zu glauben. Nur egal aus welchen Gründen war das bei ihr nicht der Fall. Folgedessen, müßte man annehmen, ist sie selber auch kein Mensch.
Oder wenn sie es doch sein sollte, keine Ahnung, dann würde das wohl bedeuten, daß die Evolution bei ihr eine Pause machte, oder daß sie eine Art genetischer Mutant ist, der diesen Glauben an Götter nicht entwickelt hat. Wenn also aber Gott existiert, und dennoch diese Brigdet Alex sich von diesem Glauben an Götter dazu entwickelt hat, diesen Teil der Realität nicht für sich zu reklamieren, sind ja wohl beide Möglichkeiten nicht auszuschließen.
Anderseits gilt natürlich, daß wenn Evolution verursacht, was wir denken, oder darin schlau genug ist und uns dazu zu bringt, daß was gar nicht so ist doch so ist, dann muß man sich die Frage stellen, was sie denn glaubt, wenn sie von etwas als "real" spricht? Vielleicht ist das, was sie gerade denkt, ein Irrweg, ja eine Selbsttäuschung der Evolution, ein genetischer Trick, der nur dazu entstand, um ihr einen züchtigen Vorteil über die so seltsam überdimensionierte sexualisierte, aber irgendwie dann doch geschlechtsneutrale amerikanische Wildnis gibt, in der sie sich aufhält. Sie könnte sogar dazu genetisch programmiert sein, den atheistischen Nonsens zu verhüllen, einen zweitklassigen Jüngling in ihr Bett zu kriegen, einen Soya-Jünger, der sie dazu ermutigt, den nunmehr auftauchenden Sprößling doch nicht abzutreiben. 
Tja, Evolution kann schon grausam sein.
So nebenbei aber - warum drängt die Evolution so viele Frauen dazu, ihre eigenen Kinder zu töten? Denn wir hören doch ständig, daß Evolution darauf angelegt ist, uns einen ÜberLEBENSvorteil zu erringen. Unsere eigenen selbstsüchtigen Gene dabei zu überlisten, würde aber glatt als das Gegenteil von Überlebensfähigkeit erscheinen.
Andererseits, entspricht dieser Massenmord einem Muster, das mir aufgefallen ist. Und sogar diese Bridget Alex sagt, daß der Sinn der menschlichen Evolution der sei, Muster zu erkennen, von denen sich viele dann durchaus als falsch herausstellen. Natürlich nicht die Muster, die ihr auffallen, selbstredend. 
Sie ist vor der Evolution gefeit. Sagt sie zumindest. Freilich, meine Muster sind suspekt. Denn denen zufolge könnte ich glatt auf den Gedanken kommen, daß es höchst evolutionsdienlich sein könnte, Drogen einzuwerfen, um der Empfängnis zu entkommen. Und so der Tatsache zu entgehen, daß es allen Kehlen glatt hinunterlaufen könnte, würde man der Erkenntnis frönen, daß es ein Überlebensvorteil ist, einer Empfängnis vorzubeugen. Ich verstehe nur nicht, wie man mich als jemand, der diese chemischen Hürden überwinden hat lassen, die Evolution davor bewahren konnte, mich am Vorteil dieses Musters zu begeistern.
Darauf sollten mal auch alle diese wahren Wissenschaftler antworten. Dieselben Kerle, die zu wissen meinen, daß die Evolutionstheorie alleine aus ihrem Verstand heraus abgeleitet worden sei. Während eben diese Evolution, die angeblich auch alle Gefühle über das, was Wahrheit denn sei, leitet, niemanden und nichts jemals den Moment erkennen lassen würde, in dem ihre Gedanken auch fehlgeleitet sein könnten.
Könnte einen da nicht die Wissenschaft ob ihrer Größe schier überwältigen?


*301018*

Appell, die Glaubwürdigkeit nicht weiter zu beschädigen

Naja, betrachten wir die Diskussion für beendet. Denn der Astronaut der letzten US-Mission auf den Mond, Dr. Harrison Schmitt, ein Geologe, WAR mit Apollo 17 dort. Als einer von 12 Astronauten insgesamt. Das glauben wir dem Mann. Er wirkt grundvernünftig und seriös normal. Daß die NASA die Leute, die sie zu solch extrem teuren und riskanten Unternehmen einsetzt, nach schärfsten Kriterien auswählt, nehmen wir ohne Restzweifel an.

Dieser Mann hat sich nun zur sogenannten Klimakatastrophe zu Wort gemeldet. Wieder einmal. Denn vor einiger Zeit war er auch einer der Unterzeichner, als sich insgesamt 49 Astronauten und Raumfahrt-Veteranen in einem scharf formulierten Brief an die NASA wandten. Weil diese sich mittlerweile in die Klimaerwärmungsdebatte - nicht zu ihrem Vorteil, sondern mehrfach mit nachweislich gefälschten Daten* (dazu noch dies und dies, und es gäbe noch jede Menge mehr an Belegen, wie wir betrogen und belogen werden) - eingeschaltet hatte.

Sie haben darin die NASA dringend ersucht, von unbewiesenen und durch nichts gestützten Anmerkungen zu zukünftigen Entwicklungen und durch entsprechende Webseiten Abstand zu nehmen. Denn es ginge um den vorbildlichen Ruf der NASA, sämtlicher NASA Wissenschaftler heute wie seit je, aller Beschäftigten, sowie um den Ruf der Wissenschaft überhaupt. 

In einem Interview mit der NYT (New York Times), einem der links-liberalen Flaggschiffe Amerikas, meinte er auf eine entsprechende Frage, daß er einfach keine Belege dafür finde, daß der Klimawandel von Menschen verursacht sei. Vielmehr stelle er zu seinem Bedauern fest, daß alle diese Apokalyptiker nur ihr Geld, nur ihre staatlichen Geldtöpfe im Kopf hätten, denn wenn Politiker rufen, tut die Wissenschaft, was diese wollen, um ans Geld zu kommen. Wobei Schmitt das als Gefahr für alle Wissenschaften sieht. 

Entsprechend aber richtet die NASA ihre Veröffentlichungen auch nur noch daran aus, ob sie damit die Geldtöpfe anzapfen kann oder nicht. Das hat mittlerweile sogar die gesamte Wissenschaft schwer korrumpiert. Wissenschaftliche Aussagen richten sich heute nur noch nach dem, von dem das Geld kommt. Jeden, der die offizielle Lesart einer menschengemachten Klimakatastrophe bezweifelt in die Nähe von Verschwörungstheoretikern zu schieben, auf einer Ebene mit "Flache-Erde-Spinnern" und "Mondlandungslügen-Vertretern", ist eine Verleumdung. Klimaskeptiker berufen sich auf seriöse Wissenschaft. Was man von Klimakatastrophen-Vertretern mittlerweile bezweifeln muß. Denn denen geht es nur noch ums Geld aus Regierungstöpfen.

NYT: I’d love to know if you see any irony in your views on people who denied man walking on the moon vs. your views on climate change.

Dr. Schmitt: I see no irony at all. I’m a geologist. I know the Earth is not nearly as fragile as we tend to think it is. It has gone through climate change, it is going through climate change at the present time. The only question is, is there any evidence that human beings are causing that change? Right now, in my profession, there is no evidence.

I, as a scientist, expect to have people question orthodoxy. And we always used to do that. Now, unfortunately, funding by governments, particularly the U.S. government, is biasing science toward what the government wants to hear. That’s a very dangerous thing that’s happening in science today, and it’s not just in climate. I see it in my own lunar research.

If NASA’s interested in a particular conclusion, then that’s the way the proposals come in for funding. So it’s a very, very serious issue, and I hope the science writers in this room will start to dig deeply into whether or not science has been corrupted by the source of funds that are now driving what people are doing in research, and what their conclusions are.






*Nicht nur NASA-Datensätze als angebliche "Meßdaten" wurden nachweislich manipuliert, sondern auch die des bedeutendsten Datensammlers, der Britischen Meteorologischen Gesellschaft, wie nachgewiesen wurde. Wo zum Teil sogar haarsträubende, ganz offensichtlich falsche oder nicht nachvollziehbare, ja sogar erfundene Daten als Grundlage für "Prognosen der Klimaentwicklung" herangezogen wurden.





*191018*