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Sonntag, 11. Juni 2023

Ein unbeschwerter Neubeginn - Sonntag, Neubeginn als Fest

Auch harte Wochen wie die vergangene werden überwunden. Und es wird einem gewahr, daß doch nix passiert ist, daß es doch ganz gut (es war also nur mal ein bissel schwerer, was aber keineswegs sinnlos war) weitergeht. Das macht doch froh? Also mich - auf jeden Fall. ;-) Der ich mich manchmal frage, warum doch immer wieder Ängste entstehen - wo doch mein Leben, das ins letzte Drittel oder Viertel oder gar Fünftel geht, ein einziges Wunder war. Ein Wunder, weil ich mich frage: Wie habe ich es geschafft, "durchzukommen"? Das muß ein Wunder gewesen sein.

Sonntag, 16. April 2023

Unter der Linde

Am Abend kamen sie zusammen, und sangen iohre Lieder, spielten ihre Melodien, und tanzten ihre Tänze. Frauen, Männer, Kinder und Tanten, Onkel und Cousins, Krämer und Schmiede, Zimmerleute und Knechte. Und der Pan ließ ein Faß Frühwein schicken, denn er war sehr zufrieden.

Denn die Mägde hatten den Flasch gesät. Nun galt es nur noch u bieten. Gott mnöge den Segen von oben senden, den Regen, die Sonne, den  Wind, den-Sturm, _die Vögel, die Bienen, die Ameisen, die Wiesel und die Zobel, daß wir dereitns ernten, was er gegeben, weil wir die Bedingungen dazu geschaffen und den ERfolg im Rauch zu ihm aufsteigne haben lassen. haben.

Laßt uns Männer und Frauen deshalb das Leben feiern, wo immer es sich zeigen will. Wo wir, die Heren der Welt, die Geburtshelfer des Seins, es mit jenem Samen bedecken, der die geggebene Erde zur Welt macht. 

Sonntag, 31. Januar 2021

Kein Leben außerhalb des Tanzes (2)

Teil 2) Das Schöne ist auch gut. Tanz und Moral sind Geschwister.


Ja mehr noch. Selbst in der nicht menschlichen Natur (etwa in der Tierwelt) läßt sich feststellen, daß jedes Handeln lebender Kreatur in einer gewissen gesetzten Gestaltgebung, also in einer gewissen "Liturgie", einem System von Formen abläuft. Das geht so weit, daß man, wenn man von Instinkten spricht (Henry Fabre hat dazu so wunderbare Beobachtungsschilderungen geliefert), zu nicht geringer Verblüffung feststellt, daß diese Instinkte von einem liturgischen Ablauf nicht nur ausgehen, sondern so sehr davon abhängen, daß das Fehlen der materiellen Bedingungen dazu die Tiere entweder irritiert (ohne daß sie es aber korrigieren könnten), oder ihnen gleichgültig ist. 

Das, was sie zu tun haben, ist zu allererst einen Ritus zu vollziehen, ihre "tierische Kultur" gewissermaßen (die freilich keine Kultur ist, weil sie nicht gesetzt, also frei gewählt ist) zu vollziehen. Ist das getan, sind sie zufrieden. Selbst, wenn das materielle Ziel dabei nicht erreicht ist.** 

Als illustrierendes Beispiel: Bei vielen Schlupfwespenarten (wie bei der Maurerwespe) baut das Weibchen eine Höhle für den Nachwuchs, magaziniert sie (zusammen mit dem Männchen) mit entsprechender Nahrung auf, legt dann ein Ei darauf, und macht diesen Bau wieder zu. Nimmt man das Ei heraus, legt die Wespe kein zweites, sondern vollzieht trotzdem ihre nächsten Schritte im Ablauf, bis zur Versiegelung des Baus. Obwohl der Zweck ihres Tuns nicht erreicht ist. Sie ist nicht in der Lage, in ihren Ritus zurückzusteigen, und noch einmal einen bereits gesetzten Schritt zu wiederholen. Sondern sie geht wie nach einer Aufgabenliste vor, und setzt wie in einem Ablaufzwang einen Ritusschritt nach dem anderen.

Der Mensch ist deshalb völlig anders, weil er nicht nur vom Symbolgehalt seines Handelns auszugehen vermag, sondern weil er in der Lage ist, sein Handeln in einen Bezug auf den letzten Sinn zu setzen. Weil er eine Hierarchie der Symbole zu setzen vermag, in der das Höhere das jeweils Niedere bestimmt, und nicht umgekehrt. Man kann sogar so weit gehen daraus abzuleiten, daß die Richtigkeit (als graduell höchstmögliche Sinnbezogenheit) einer Einzelhandlung sich aus der nach "ästhetischem Gefühl" zu beurteilenden Einfügung in ein Gesamtbild. Daraus werden sogar Begriffe wie Schönheit und Harmonie begreifbarer. 

Der sittliche, der moralische Mensch ist somit immer ein Mensch des Willens zur Schönheit des Insgesamt. Dieser Satz gilt auch im Umkehrschluß. Es ist kein Zufall, wenn die menschliche Überlieferung das Böse dem Häßlichen und Unharmonischen, Nicht-Eingefügten zuordnet.

Kein menschliches Handeln ist aber ein rein technisches Erfüllen eines Zweckes als ihrer eigentlichen Grundlage, sondern dieser "Nutzen" ist eine Frucht eines Setzens von Symbolen als das Erstellen von Gestalten, die in dieser ihrer Gestalt einem umfassenden Gesamtsinn dienen. Der Mensch spielt somit, und er spielt immer! Und die Erfüllung seines Gesamt-Sinnes, des letzthinnigen Sinnes seines Lebens ist aus dem korrekten Befolgen der Form, der Liturgie als Setzen von Gestalten innerhalb einer vom letzten Sinn vorgegebenen Geordnetheit der Gestalten gegeben. Oder nicht. 

Das menschliche Leben, das immer ein Kulturleben ist, ist somit immer ein Tanz. Nicht als gewissermaßen Dekorhaftes, das das rein Materielle, Funktionale bereichern soll (aber an sich unwesentlich ist), sondern das die eigentliche Handlung IST. Der jeder "Nutzen" (der nur vor den Sinnhorizonten als solcher erkennbar ist) lediglich innewohnt.*

Ohne das, ohne Sinn, ohne Symbol, ohne Spiel, ohne Liturgie, ohne Rhythmik (und was immer auch einer harmonischen Gestalt oder einem gelungenen Bilde dienlich sein mag) ist es gar nicht: Kein Mensch kann ohne Sinn, aber auch kein Mensch kann ohne Symbolwelt existieren. Tut er das, lebt er so reduziert, ist er dazu etwa gezwungen (wie in Situationen der Gefangenschaft), ist der Selbstmord naheliegend. In dem er selbst die Welt von nicht der Welt Zugehörigem - und das ist immer die Zugehörigkeit zu einem Sinnsystem als System von Gestalten, von Handlungsschemen, von harmonischen, sinnerfüllenden und sinnbezogenen Bildern - reinigt und befreit. Weil er sich außerhalb einer sinnvollen Gestalt außerhalb der eigentlichen Lebensquellen weiß. Die Quellen des Sinns sind.



*Wir bringen an dieser Stelle die Unterscheidung von Armut gegenüber Elend: Elend heißt die Abwesenheit des Tanzes, der aber hier ein Verzicht - also eine sittliche Handlung - ist. Armut heißt aber die Einschränkung der Tanzschritte, heißt eine Begrenzung der Möglichkeit, den Sinn darzustellen und zu erfüllen.

**Wenn wir die Welt des Lebendigen gleichzeitig in eine Rangordnung stellen, so steht am Sockel dieser Hierarchiepyramide das undifferenzierte Leben, in dem der Teil ohne das Ganze nicht lebensfähig ist. Je weiter die Individualisierung aber festzustellen ist, desto unabhängiger ist der Teil vom Ganzen - ohne freilich zu sagen, daß er das Ganze nicht braucht, also alleine leben soll weil kann. Sondern wo der Teil das Ganze widerspiegelt. Zu dem er sich verhalten kann. 

Was am Vollkommensten beim Menschen der Fall ist. Der sich dabei vom Tier (und noch mehr von der Pflanze) aber nicht graduell, sondern kategorial unterscheidet. Weil er sich im Geist zur geistigen Ordnung, zur Harmonie des Ganzen verhalten und den Teil (also sich in seiner Leiblichkeit) durchformen (was heißt: In Besitz nehmen) kann, beim Menschen sogar: Muß. Weil es zu seiner Natur, zu seinem Wesen gehört. Der Mensch kann sich beim Denken zusehen, er IST nicht sein Denken (wie man Descartes deuten könnte).

Insofern kann NUR der Mensch aber auch aus dem Ganzen, aus der Harmonie des Gesamtbildes herausfallen, indem er seine eigene Gestalt miß-gestaltet. Was er immer dort tut, wo er sündigt, also gegen (und das heißt ohne) den Sinn handelt. 

Die Unterschiede beim Menschen (wie bei jedem Lebewesen) sind einer einzigen Tatsache geschuldet: Der, daß alles Konkrete immer (!) an je einem Ort ist. Welcher wiederum in jeweils anderer Beziehung zu seiner Umgebung steht, und deshalb andere Gestalt annimmt wie erfordert. Kleinste und allerkleinste Unterschiede in den Anfangskonstellationen bewirken (siehe die Thesen des Nobelpreisträgers Henri Poincaré, wenn denn also jemand meint, daß ein Bezug zur "Wissenschaft" Mehrwert in der Erkenntnis bewirke) große in der Endgestalt. Erst in dieser Hinsicht wird begreifbar, was "Massenmensch" bedeutet: Die Verweigerung der Distinktheit des eigenen Ortes. Und das heißt: Die Verweigerung des Tanzes! 

Er bleibt ein Schema, dem "Fraktale" sozusagen eingesogen, ohne sich zur Individualisierung hinauszuheben (was Kraft kostet, und das ist dann ja Tugend: Per Haltung gebündelte, institutionalisierte Bewegungsrichtung) denn da würde es um Arscherl ziehen. Und das möchte der sozialstaatsverstörte Mensch eben vermeiden, genau das wurde und wird ihm ja aberzogen. Durch Formvermeidung, -zerstörung wie -verhinderung. Durch Gesetze. So formt sich eine Gesellschaft und mit ihr eine Kultur ihre eigene Zerstörung. 


*260121*

Samstag, 30. Januar 2021

Kein Leben außerhalb des Tanzes (1)

Was ist nützlich? Vielleicht wird mancher Leser, Gott hab ihn lieb, verblüfft sein, wenn dieser Frage die Frage nachgeschoben wird, was dieses "nützlich" denn überhaupt sei? Aber dann wird es transparenter, wenn der Leser sich beim Denken zusieht. Er wird nämlich sehen, daß er dazu ein Menschenbild sowie eine Interpretation der Geschichte (sogar der Welt) aufruft. Erst vor deren Hintergrund wird definierbar, was nützlich sei. 

Wenn man den Nutzen nicht nur in Hinblick auf ein Gesamtziel der Geschichte (die den Menschen einbegreift) abschätzt, sondern auch den Willen mitdenkt, daß die Erreichung dieses Zieles einem weiteren, noch umfassenderen Ziel dient. (Und sei es: Das Überleben oder Bestehenbleiben der Menschheit.) Diese Antwort ist deshalb als "letzte" Antwort zu finden, weil sie den Bereich des rein Materiellen verlassen muß. Sie muß also transzendent werden, den Interpretationsrahmen der bloßen Physik verlassen, und das gesamte physische, materielle Geschehen in einen geistigen Rahmen einbetten. 

Damit ließe sich das Leben der Menschen auf einen Punkt bringen: Daß es seinen Sinn nicht nur als das letztlich jedes Einzelhandeln motivierende Ziel ("auf - zu") erkennen läßt, das auch Prioritätenhierarchien aufstellt, die nicht nur dem Urteil als Grundlage dienen, um im Entscheidungs- und Wahlfall zu erkennen, was wichtiger, besser ist als etwas anderes, sondern gleichermaßen das menschliche Handeln (als das Weltbestimmende; denn es wäre über Sinn menschlichen Handelns gar nicht entscheidend - sondern höchstens resignativ als Suche nach einem "was habe ich sonst vielleicht doch davon?" - nachzudenken, wenn die Vorgänge, das Schicksal der Welt vom Menschen gar nicht beeinflußbar wären), sondern daß dieses Ziel als Gerichtetheit und Kriterion des Handelns aus einer menschlichen Zielsetzung, also aus einem menschlichen Akt stammt. Ja mehr noch. 

Es wird nun erkennbar, daß die Gestalt und Struktur menschlicher Gesellschaft durch diese Zielsetzung zur Kultur wird, weil nicht nur alles Handeln, sondern auch jede Institutionalisierung (als die entscheidenden Fix- und Fundamentpunkte) aus einer Sinngebung folgt. 

Daß dieser Sinn einem vorliegenden Sinn folgt, ist ein Nebenprodukt dieses Erkennensweges. Es ist insofern von Bedeutung, als das Gelingen menschlichen Handelns aus dem Erreichen dieses vorliegenden Sinnes - dem der menschlich definierte, somit zur expliziten Norm gesetzte Sinn "Gehorsam" sein muß und folgt - beurteilt wird. 

Die menschliche Welt - und eine andere gibt es nicht - ist eine Symbolwelt

Aber damit wird auch klar, daß das menschliche Handeln, die Gestalten und Dinge, mit denen der Mensch seine Welt als der Bühne seines Welttheaters "vollstellt", eines ist: Symbol. Was bedeutet, daß in ihm - noch einmal: In jedem Handeln, in jedem "Produkt", in jeder festgesetzten Institution, in der wiederum ein Gelingen angestrebt, gewissermaßen "garantiert" wird - ein Sinn mit einem konkreten Material verschmilzt. Sym-bol. Es paßt etwas zusammen, das als Einzelstück Scherbe eines Ganzheitsbildes ist. Was im tiefsten Sinn sogar einem Rechtsakt vergleichbar ist (und im antiken Griechenland auch in diesem Sinn verwendet wurde).

Sinn und Materie. Sinn als Formierendes, als Informierendes (was bereits ein actu der Form ist) von Materia, die erst dadurch zur Gestalt wird. Es ist somit der - dem Transzendenten entstammende - Sinn, der die Welt zur Welt der Kultur macht. Und damit die Welt insgesamt in ein Sinngefüge hineinstellt, das einem vorgegebenen Sinn folgt und im Grad des Gelingens mehr oder weniger entspricht.

Damit kehren wir endlich wieder an den Ausgangspunkt zurück. Wo wir die Frage nach der Nützlichkeit gestellt haben. Um festzustellen, daß diese Nützlichkeit von einem transzendenten Sinn abhängt, den der Mensch setzen muß. Was gleichbedeutend mit Kultur ist. Was wiederum bedeutet, daß die Welt des Menschen, die immer eine Welt der Kultur ist, nur in dem Grad eine Welt der Kultur ist, als es gelingt, Sinn zu erfüllen. Und zwar durch Dinge, durch Gestalt, die der Mensch setzt, und die Symbol ist.

Das ist auch der springende Punkt in den Untersuchungen des Ethnologen Marshall Sahlins. Der sich mitten in der 68er-Revolution des vorigen Jahrhunderts gegen ein materialistisches, marxistisches Kulturmodell ausspricht. Weil er in all seinen Fall- und Feldstudien der Welt, sei es bei sogenannten primitiven, sei es bei sogenannten zivilisierten Völkern (also bei "uns", zumindest bewerten es die meisten so - daß wir das "Bessere" in unserem Besitz haben), entdeckt hat, daß sich im menschlichen Handeln egal auf welcher Ebene eine Priorität des Transzendenten einerseits, und eine Kultur als Kultur gesetzter Symbole anderseits abgezeichnet hat. Es sind nie die materiellen Bedürfnisse, gewissermaßen, es ist nie der Satz "erst das Fressen, dann die Moral", sondern es ist ERST die Sinnerfüllung, und DANN das "zu Fressende", das durch den Sinn eben genau das nicht mehr ist: Fressen. 

Morgen Teil 2) Das Schöne ist auch gut. Tanz und Moral sind Geschwister.


*260121*

Freitag, 5. Juni 2020

Als wir noch die Hände schüttelten (3)

Der Druck "von unten" war sicher kaum noch zu ertragen. Also hat die mannsfeste Regierung Kurz nachgegeben. Und nur deshalb hat die rein in Zahlen ausgedrückt gewiß nicht als Massenphänomen gelten zu sehende Innung der Tanzschulen durchgesetzt, daß die österreichischen Tanzschulen ab 15. Mai wieder öffnen dürfen. Freilich, nur unter Einhaltung strenger "Hygienestandards", und vor allem: Unter Einhaltung der Abstandsregel. Mundschutz sowieso, davon muß man gar nicht reden. 

Also bieten die Tanzschulen getrenntes Programm: Einmal Tanzkurse, wo beide Partner (seltsam, daß Tanz heute nur noch zwei oder gar einen Beteiligten kennt, nein, schade: Denn es gab mal eine Zeit, und es gibt auch heute noch Tänze und Kulturkreise mit solchen Choreographien, wo weit mehr Personen involviert sind, und ihre Rolle zu spielen haben).

Und dann Tanzkurse für Paare, die zusammenleben, also sozusagen "ein Paar" sind, damit nämlich als "Haushalt" gelten. Der immer schon aus jeder Abstandsregel ausgenommen war. Das ist ja der Grund, warum Familien seit je der "größte Herd" der Ansteckung waren, je abgesperrter, desto mehr sogar. Wir haben aber brav gelernt: Die Regierung hat immer Recht. Denn sie tut alles nach streng rationalen Maßstäben. Leider paßt zwar die Rationalität sehr oft nicht in dieselbe Schachtel. Aber mein Gott, tritt man sie halt hinein. So wie jeder sicher schon mal zu viel Inhalt in zu wenig Koffer gestopft hat.

Also gut. Tanzen die Singles halt Zumba und TschaTschaTscha und Twist, unter Auslassung mancher Figuren und unter Frustration des massivsten Motivs hinter dem Besuch einer Tanzschule - DER Partnerbörse schlechthin - weil immer mit einem Meter dazwischen. Während die Ehepaare (und bescheinigten Lebenspartner) endlich wieder Tango, Walzer und vor allem den L'Amour-Hatscher* aufwärmen können.


*"Hatschen"=österr.; schlaffen, schlurfenden Schritts oder generell ungemessen gehen, deshalb auch situationsbezogen in der Bedeutung von hinken oder mit Behinderung, aber schlicht auch einfach langsam gehen, wo es sich mit "owizahn" ("herunterziehen") zu überschneiden beginnt, was aber mehr willensbetont zu verstehen ist. Weshalb ein "owizahter L'Amour-Hatscher" zu den schlimmsten Erscheinungen auf der Tanzfläche zählt, weil schon recht wenig Begeisterung der Tanzpartner füreinander zum Ausdruck bringt. Was nicht unbedingt schöne Anblicke auf der Tanzfläche bietet, weshalb arrivierte Tanzschulen gewissen Wert auf den "erotischen Faktor" (eros, der Gott des Lockens und Anziehens) legen.

Der "L'Amour-Hatscher" selbst gehört zu den bekanntesten österreichischen Volkstänzen. Im berühmt-berüchtigten fünf-Vierterl-Takt (in manchen Gebieten des Alpenlandes auch ausgeweitet auf sieben- oder acht-Vierterl) gelingt er in seiner schleifenden, eleganten wie anschmiegsamen Rhythmik besonders gut, und kann meist zu jedem Musikstück getanzt werden, das einen gewissen Anspruch an Sentiment und Liebesrausch (und gewisser körperlicher Bedürfnisse einer hier aus Gründen der Diskretion nicht weiter spezifizierten Art) erfüllt. Als Beispiele seien hier die Grundmelodien von "I'm just a lonely boy" oder "Only You" angeführt, aber auch zu "Je t'aime" wird er gerne getanzt, was sich aber eher nur für Fortgeschrittene eignet.



*150520*

Montag, 24. Februar 2020

Perfekt erwischt

Der VdZ ist ja dem Leser schon als Liebhaber von Tanzszenen in Filmen bekannt, und ab und zu feiert er hier auch eine solche Sequenz. Wenn die Welt aus der Zeit heraustritt und sich in die Architektur der Ewigkeit hebt. Da soll diese aus der Agentenkomödie "Get Smart" (2019) auch nicht fehlen.

Köstlich! So etwas kann nur gelingen, wenn der Regisseur perfekt mit dem Typ inszeniert. Meist wird ja Komik als etwas "gegen den Typ" gestellt. Den feineren, schauspielerisch besseren Humor als Spiel mit dem Realismus bietet aber diese Lösung.








Freitag, 26. Juli 2019

Stierkampf und Flamenco, aber ein mieser Film

Szenenzusammenschnitt aus dem Film "Das Narrenschiff" (1965) mit dem legendären Flamencotänzer José Greco. Als holte man einen Stier, Symbol von Fruchtbarkeit ebenso wie alles verschlingender Lust, aus den Tiefen der chthonischen Höhlen der kretisch-mykenischen, karthagischen Erde, um mit ihm in der Manege ein Spiel zu treiben. Das einerseits lockt, andererseits in diesem winzigen Bruchteil eines letzten Moments vor dem Ausbruch doch wieder zurückweist. Stiefkampf und Flamenco sind somit Geschwister. Sie gehen an die dünnste, gerade noch mögliche Grenze des Übergangs von Ordnung zu Chaos, von Chaos zu Ordnung, von Niederlage und Sieg der Kultur - also von ihrem Ursprung, der der Ursprung des Menschseins überhaupt ist.

Ihr Tanz ist ein Spiel mit der Schöpfung. Mit Kräften, die in ihrer Spannung aus Dämonie und Schönheit, aus alles verschlingender Ektase und totaler Beherrschung, in das Geheimnis der Freiheit des Menschen vor Gott Einblick gewährt. Und damit an die Tragödie des Menschen erinnert, deshalb immer ein wenig von Trauer, von Melancholie umweht ist, und doch das Leben feiert. Aber in diesem Kampf erfährt der Mensch seine Begrenztheit und hätte er diese nicht, würde er untergehen weil das Menschsein verlieren. Er ist Gott ähnlich, aber er ist nicht Gott. Fällt er der Versuchung anheim, sich wie dieser zu wähnen, zerfleischt ihn der viel mächtigere Stier. Und der Flamenco wird vulgär, der Stierkampf sinnlos brutal.

Das zeigt sehr gut die zweite Tanzszene aus dem Film, die zum Vergleich (zumindest dient es uns als solcher) dazu geschnitten ist. Was die Freundin (gespielt von Elizabeth Ashley) des Malers (George Segal) nun zeigt, ist ein zügelloses Überschreiten dieser Grenze. Es ist nicht mehr Flamenco, sondern kippt in die vulgäre Sexualität.





Die Reaktion ihres Freundes ist damit eine der wenigen stimmigen Handlungsmomente.

Denn nicht nur das Wesen des Flamencos wird in diesem Film fehlgedeutet. Es ist nur eine von sehr vielen Fehldeutungen dieses preisgekrönten Werks voller großartiger Schauspieler, aber mit einer überhaupt nicht stimmigen Fabel. In "Das Narrenschiff" ist auch dieser Tanz willkürlich als dramaturgisches Mittel mißbraucht, um etwas zu zeigen, das sich eigentlich gar nicht erzählt. Der VdZ kann sich deshalb diesem seltsamen Urteil der Filmgeschichte gar nicht anschließen, daß er ein Meisterwerk sei.

Wenn man ihn so gerne sieht (und das tut auch der VdZ), dann durch seine zahlreichen, einzelnen Facetten, und vor allem durch die Liebe zu so vielen überwältigenden Schauspielern, die hier in ungeheurer Dichte auftreten und die man einfach gerne sieht. Der Zuseher (und auch der VdZ) WILL einfach diese Schauspieler als "phantastisch spielend" sehen, und die "Aussage" des Films drückt ihn regelrecht an dieses Gesollte. Und den Zuschauer soll er durch die Massivität von "Qualitätsnimbus" (wo niemand zu widersprechen wagt: Was, Oscar Werner einmal "schlecht"? Simone Signoret oder Heinz Rühmann oder Lee Marvin oder Vivian Leigh oder oder oder ...) erdrücken. Er wagt es auch nicht mehr zu sehen, was sich hier abspielt. Man verläßt den Film mit einer leeren, gelähmten, grauen Birne, sozusagen, und läßt die Moralsachwalter, die diese Moral aufoktroyiert haben, hinkünftig tun und lassen, was sie wollen.

In Wahrheit aber muß man sich sogar fragen, WAS all diese großen Künstler in so einer Produktion zu suchen haben. Außer, natürlich, außer daß sie alle zugegeben haben, daß das alles zweitrangig war angesichts der Perspektive, mit so vielen Legenden in einem Atemzug aufzutreten, sodaß der Kultstatus des Films mit Ansage geschaffen wurde. Wer will da nicht dabei sein? Und die Gage wird auch kein Taschengeld gewesen sein. (Gedreht wurde ja alles im Studio, nicht einer der Akteure hat auch nur einen Fuß bei den Dreharbeiten auf ein Schiff gesetzt.) Darf man raten? Es war die moralische Pflicht, die seit 1945 Gesetz war, eine neue Moral zu dogmatisieren. Und dem hat auch dieser Film gedient. Kein Mensch wagt, ihn zu kritisieren, zu sagen: Das ist rein ALS FILM ein schlechter Film!

Erschlagen von großartigen Einzelszenen - wie diese Tanzszene - nimmt man zur Kenntnis, daß das Urteil von höherer Autorität ist als man selber hat. Und so agiert Hollywood seit vielen vielen Jahrzehnten: So mies die Botschaft auch war, so mies der Film auch gewesen sein könnte - wenn er einen verfolgten Juden oder ein KZ (und neuerdings auch Homosexuelle, oder Transsexuelle etc.) zeigt, MUSZ er gut sein. Mischt man noch brillante Einzelmittel (technische Brillanz, großartige Schauspieler, phantastische Aktionen ...) dazu, verstummt endgültig jede Kritik. Was? Der Film ist schlecht? Dann muß der Kritiker ein Anti-Semit sein, nein, er ist ein Nazi, ganz sicher!*

Alles an "Das Narrenschiff" ist eine reine Aneinanderreihung von Einzelbildern zu einem willkürlichen Panoptikum, in dem ein Bild mit dem anderen aber nichts zu tun hat. Der Film ist ein Machwerk, und die Preise, die er eingeheimst hat, sind (diesen Verdacht darf man ruhig hegen, er bestätigt sich immer wieder neu) der moralischen Aussage geschuldet, sonst nichts. Warum? Weil der Film für eine ideologische, im Grunde primitive Aussage mißbraucht wurde, ja nur deshalb gemacht und darauf zugeschneidert wurde. In der sich die immer üblicher gewordene, lächerliche Simplifizierung der Ereignisse und Akteure in Hitler-Deutschland austobt. Vor so einer dummen (weil egal aus welchen Gründen "gesollten") Motivlage KANN sich gar keine organische Dramaturgie und damit auch kein wirklich gutes Schauspiel entwickeln. 

Und dieser Primitivität gemäß wurde auch der Flamenco so schändlich fehlgedeutet.






*"Das Narrenschiff" ist im selben Jahr (1965) entstanden wie "The Pawnbroker". Es war das Jahr des Dammbruchs. Damals brach Hollywood erstmals den "Production Code", mit dem Obszönität durch den Einfluß der Kirche vom Film seit den 1930er Jahren ferngehalten worden war. In letzterem Film wandte man genau die hier beschriebene Taktik an: Er bringt eine KZ-Geschichte und handelt von Judenverfolgung und bösen Nazis ... und brachte erstmals blanke Brüste ins Kino. DAS war seine eigentliche Intention. Damit war der Bann gebrochen. Niemand wagte zu opponieren, auch nicht die Kirche, und wer doch, war sofort ein ausgewiesener Anti-Semit und Nazi. Fortan wurde die Welt mit immer offener pornographischen Filmen überschwemmt.




Samstag, 9. März 2019

Trunk vom Heiligen

Volkstanz ist irgendwas Dionysisches, subjektiv Ausgelassenes, Formloses? Mitnichten und Neffen, werte Herrschaften. Es ist höchste Beherrschung, höchste Formierung. Dann wird sogar von Briten getanzter Sirtaki zu einer Ahnung der griechischen Seele. Denn in der Bewegung, im Rhythmus zeigen sich die Dinge. Und der Volkstanz ist das Feiern der Volksseele.

Jede Bewegung ist gemessen, vorgegeben, nur darin hat sie Platz in der Gesamtordnung. In der sich dann der Trunk vom Heiligen bietet.








*120119*

Donnerstag, 28. Februar 2019

Muß auch manchmal sein

Quentin Tarantino mag ja eine Sau sein. Aber er kriegt manches schon verdammt gut hin. So diese phantastische Szene aus "Pulp Fiction ", wo Uma Thurman und John Travolta eine umwerfende Tanzszene aufs Parkett schmeißen.

Jaja, der VdZ weiß schon, hatten wir bereits. Aber was macht's. Gut bleibt gut. Das kann man auch immer wieder mal sehen.









*120119*


Samstag, 20. Oktober 2018

Das Lächeln zum Tag

Da schmilzt jede Sorgenfalte aus den Gesichtern weg.

Fred Astaire und Ginger Rogers
in 
Swing Time









*210918*

Donnerstag, 30. August 2018

Photo des Monats

Der russische Präsident Vladimir Putin tanzt mit der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl auf deren Hochzeit am 18. August 2018. 

Die Welt ersteht aus dem Ritus, aus dem Tanz. Und sonst aus gar nichts.

"Man" hat in den Medien kritisiert, daß Karin Kneissl vor Putin "geknickst" habe. Tja, Herrschaften von der Journaille, so tun es Menschen in unserem Kulturkereis, die NICHT primitiv sind, seit Jahrhunderten. Putin, der Mann, hat sich vor Beginn des Tanzes verbeugt, die Frau, Frau Kneissl macht daraufhin einen Knicks. Das ist Saupfoten wie heutigen Jorunalisten natürlich nicht mehr bekannt. Deshalb sei es eben hier erklärt. Deshalb gibt es eben auch keinen Journalismus mehr, sondern nur noch ... ach, lassen wir das.

Und genießen wir etwas ganz anderes. Das Wirkliche, das Wesentliche. Nur Schönheit kann die Welt retten. NUR Schönheit.


Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl beim Hochzeitstanz mit Vladimir Putin
Photo: Russia Today




*190818*

Dienstag, 24. April 2018

Wie gesagt

Der VdZ gesteht seine Schwäche für Tanzszenen in Filmen, wie dieser in "Eve and the Gentleman - Blast from the Past". Da wünschte er sich sogar manchmal, wieder dreißig Jahre jünger (und damit dreißig Kilo leichter) zu sein ... Spritzig auch der Dialog, hoffentlich kann der Leser etwas Englisch. Und hoffentlich kennt er den Film im Ganzen, dessen Plot natürlich erst die volle Witzigkeit der Szene erschließt. Bleibt sonst trotzdem noch eine tolle Tanzszene.

Natürlich, es ist für den Film inszeniert (der im übrigen gar nicht schlecht ist). Aber die Szene hat ihr Berückendes daraus, daß das Wesen von Frau und Mann so deutlich wird. Und ist das nicht überhaupt erst Tanz? Die Frau, die möchte, und es genießt, wenn der Mann ... etwas mit ihr macht, was "Figur" in der Öffentlichkeit bedeutet, was immer es sei. Man schaue nur, wie sich die Frau vom Hauptdarsteller bewegt, als er sie auf die Tanzszene führt. Oder schon vorher, wie die Freundin sich "anhängt". Welche beide dann seinen Willen sofort aufnehmen, sich ihm ausliefern, um seine Figuren doch vorauszuahnen und nicht einfach grenzenlos auszulassen, sondern im Fügen dem Ort der Figur beizutreten. Weil alle um die institutionalisierten Einzelformen, diese Orte wissen - Kultur eben haben. Die sich hier einmal mehr auch als Faktor einer Zeit erweist.

Diese damit explizit frauliche, in der sohinnigen Stilisierung überaus frauliche Überraschung aus dieser kultivierten Bereitschaft ist hier ganz hervorragend dargestellt. Der VdZ möchte natürlich nicht wissen, wie viele Takes, wie viele Proben zu dieser nur dreiminütigen Szenen notwendig waren, bei der noch dazu eine reichhaltige Umgebung im Bild ist. Dieses allmähliche Zurückweisen der übrigen Tanzpaare - das können keine Laienstatisten mehr sein. Beachte der Leser doch das vielfältige Spiel, diese Achtnahme der übrigen Gäste auf die immer exaltiertere Tanzdarbietung der Hauptdarsteller!

Wie hervorragend auch geschnitten! Ja man sieht, was Schnitt im Grunde ist und sein muß: Präsentation der Wirklichkeit hinter allem, die aus der rein irdischen Zeit immer heraustritt, um zurückzuschlüpfen, und im Darstellen von Wirkungen aus Bezügen das unsichtbare Wirkliche zum Träger des Konkreten macht. Weshalb immer der Schnitt erst - erst der Schnitt! - aus eigentlich bedeutungslosem Photomaterial einen Film macht. Keine schauspielerische Glanzleistung, die nicht ihren Glanz erst dem Schnitt verdankte.










*180418*

Dienstag, 5. September 2017

Nur als Archetyp sichtbar

Es tut dem VdZ leid. Aber er hat wieder einmal die (weltweit) aktuellsten Werbefilmchen durchgesehen, und unter den wenigen, die einen Kommentar lohnen, sind wieder einige VW Videos. Es ist allmählich erschütternd, wie sogar das schöpferische Potential in der Werbung versiegt ist. Aber woran sich hier so gut anknüpfen läßt ist das Prinzip der Bewegung. Und das ist der Tanz. Das ist jenes archaische Beziehungsbild, das sich in Tanzfiguren (im klassischen Ballett so hervorragend geborgen) darstellt. Und hier die Werbeaussage fast ins Unsagbare, aber genau darin so Erfaßbare schiebt. Denn das Wirkliche ist immer unsichtbar. Aber nur und genau darin - als Idee, als Bewegungsbild, als Archetyp - sichtbar.








*090817*

Dienstag, 7. Februar 2017

Zum Tanze

Bildrechte: Aarauinfo
Gehorsam ist nicht das simple Warten, bis der andere bestimmt, was ich zu tun hätte. Es ist zuerst ein Hören auf den Logos, den der andere gibt, ein Aufnehmen dessen, und ein AKTIVES Selbstwirklichen dieses logos, dieses Sinns, dieses Bildes - als Standort in einem von Beziehungen bestimmten Knotenpunkts.

Dieses Bild aber ist wiederum nicht einfach "im" anderen, sondern es ist das, was ihm selbst vorwegliegt, ihn selbst übersteigt. Das somit sowohl dem "Gehorchenden" wie dem "Befehlenden" vorausliegt, sodaß beide gehorsam sein müssen, um in der spielhaften weil welthaften - Welt IST Spiel, IST Liturgie, IST Ritus - Zueinanderordnung von Gehorchen und Befehlen dem Gesamtbild zu entsprechen.

Als Frau im Gehorsam dem konkreten Mann gegenüber, als Mann im Gehorsam dem Ideenbild gegenüber, das jedem Tanz vorausliegt, in dem er die Frau bestimmt. Denn die Gestalt hängt im Mann am logos selbst.

So ergibt sich auch im Tanze das Einheitsbild einer Gesamtgestalt, wo Mann und Frau zu einem Menschen, zu einem Fleisch werden. Beide im Gehorsam, und gerade weil im Gehorsam in der Zueinanderordnung von Bestimmendem und Empfahendem geeint.






*240117*

Sonntag, 27. März 2016

Festtagstanz

Und immer wieder - Beethovens 7. Symphonie unter Karajan, unter niemandem sonst kommt das an des VdZ Ohr. Der zweite Satz, ein scheinbarer Klangteppich, erhält nur unter ihm jene überwältigende Klarheit, in der sich jede Meereswelle absetzt, mit Schärfe zeichnet, und als Ganzes aufleuchtet. Übrigens ist auch Karajans Beethoven immer ein Herausarbeiten des Ursprungs der Beethovenschen Musik - im Tanz als eigentliche Weltbewegung. Man sieht die Reihen der Männer und Frauen, wie sie sich grüßen, ablösen, ineinander verhängen, trennen, schreiten, stehen, warten, losgehen, hüpfen, sich drehen ...

Der Gang einer Kultur läßt sich an ihren Tänzen ablesen. Einst war Gesellschaftstanz, dann mehr und mehr die Betonung des Paares, darin des Einzelnen, bis zum Zweiertanz, ehe es im heutigen Alleingehüpfe endet. Damit endet Kultur, denn sie kann nur eine Gesamtbewegtheit sein.









***

Dienstag, 8. März 2016

Die Welt wurzelt im Tanz

Das Fest, das Ritual, die Initiation, in dem immer etwas beginnt weil etwas Vorangehendes fertig ist, ist weit mehr als bloßer netter Tand, mit dem der Tag gefüllt und die Lebensgalle angezuckert wird. Sie sind die Elemente, die überhaupt erst irdische Zeit UND DAMIT WELT SCHAFFEN. Sie gliedern die Dinge, die sie aus der Taufe heben. Erst über diese Gesamtheit eines Ereignisses gliedert sich menschliche Erinnerung, und über sie die menschliche Persönlichkeit über in einer Beziehungsstruktur definierte Inhaltsfülle.

Die Verweigerung von Initiationsriten, wie sie heute zu beobachten ist, die Verweigerung tradierter Kulturmomente - allen voran ist die Ehe zu nennen, sie zieht eigentlich alle weiteren Formen nach sich bzw. enthält sie, bis hin zum Staat - zieht also auch die ganz subjektive Persönlichkeitsbildung in schwere Mitleidenschaft, weil sie verhindert wird. 

Der ritenlose Mensch ist ein gar nicht "bestehender" Mensch. Er bleibt ein zeitloses, ungeformtes Konglomerat aus ungeordneten Zufälligkeiten. Rosenstock-Huessy unterscheidet drei dieser Weltschaffensmomente, drei Festeskreise: Den der Familie (als Haus begriffen), den des Staates und der Öffentlichkeit (Beruf), und den der Religion mit dem Pol des Jahreskreises, je mit anderen den Ryhthmus (und damit Welt) bestimmenden Autoritäten: Den Vorfahren, der öffentlichen Kultur, und Gottes als Schöpfer und Erhalter, der zugleich auch den äußersten Rhythmenkreis (Jahreszeiten etc.) vorgibt.

Der Bestand dieser Lebenskreise "als Weltsein", die tief und existentiell ineinander an einer Mitte geschnitten und im Wirken ineinander verkettet sind, hängt direkt davon ab, ob in ihren laufend wiederholten, rhythmisch-regelmäßigen und anlaßverhängten Festen ihr Idealbild (als Welt) wieder aktualisiert, das Ewige der Idee (Geist) also präsent wird und im Gedächtnis bleibt, und DAMIT Welt bleibt. Was in diesen Bildern deshalb enthalten ist ist das, woran sich die Dinge in ihrem weiteren Verlauf nähren (oder ... woran sie zugrundegehen, weil z. B. weltimmanent sind.)

Stürzen die Feste, stürzen die Erinnerungen, stürzen die Riten, stürzt der Gehorsam ihnen gegenüber - dann stürzt die Welt und wird zum geistlosen Chaos.

Im Fest aber vermählen sich im "Enthosiasmos" (im "voll des Gottes sein") Himmel und Erde, Geist und Materie, Heiliges und Mensch je neu, um Welt hervorzubringen. Das Wesen der Welt ist also Hochzeit.


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Es wird zuweilen viel über eine "Neue Weltordnung" (New World Order) gesprochen. Wir werden sie und ihre Natur an den Festen und Riten erkennen. Denn die gehen jeder Ordnung voraus, weil sie sie setzen.




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Mittwoch, 18. November 2015

Samstag, 14. November 2015

Tanz

Antonio Gades and Cristina Hoyos, 1969

Gesehen auf everyday_i_show




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Mittwoch, 11. November 2015

Tanz

Aus "Eve und der letzte Gentleman - Blast from the past"








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Freitag, 23. Oktober 2015

Ungarischer Tanz

Der heutige Tag ist einer der drei Nationalfeiertrag in Ungarn, die allesamt historischen Ereignissen gewidmet sind, die die Selbstbestimmung des Landes betreffen. Dieser Tag erinnert an den Beginn des Aufstandes gegen den Kommunismus im Jahre 1956, der viele tausend Ungarn ihr Leben kostete, und in einem Einmarsch der Armeen des Warschauer Paktes endete. Damals flohen etwa 300.000 Ungarn in den Westen. In allen Kirchen enden auch an diesem Tag die Gottesdienste mit dem Absingen der Nationalhymne. "Isten álld meg a magyart" -  Gott, segne den Ungarn! In einem der ältesten - bis heute nicht beendeten! - echten Königreiche Europas und der Welt.

Echt, weil sich dieses Volk nie anders konstituiert hat denn von einem König aus. Echt, weil die Ungarn sich nie als "ethnisch-rassische" Einheit (wie denn auch; das Land ist ein Multiethnienland, man schätzt daß höchstens 10 % der Ungarn "magyarischstämmig" sind; jeder Vergleich mit dem Nazitum, der in hiesigen Sumpfkopfkreisen so gerne bemüht wird, greift schon deshalb daneben), sondern sich immer von der Schöpfungsordnungs-Idee der Krone her als Nation verstanden haben.  Einem Königtum tritt man aber - durch Einordnung in seine Ordnung - persönlich bei.

Weshalb sich auch die vielen hunderttausend Zuwanderer aus Deutschland in vorigen Jahrhunderten sofort als "Ungarn" verstanden. Völkisches "Deutschtum" war den deutschstämmigen Ungarn - den "Schwoben", wie sie bis heute genannt werden, und wie sie vom reinen "Ethnienstamm" das Land bis heute dominieren - immer fremd,. Daran ändert auch die unselige Pfeilkreuzlerphase 1944/45, die die ungarische Selbstregierung mit Hitlerscher Gewalt beseitigte, nichts. Die aber diese von den Kommunisten veranlaßte Massenausweisung 1946 bewirkte, die mit Gewißheit am meisten ... den Ungarn leid tat, weil sie dem Land so schwer schadete. Sopron etwa, in dem der VdZ seit vielen Jahren lebt, und das sich heute offiziell als "zweisprachige Stadt" definiert, leidet bis heute (!) unter den Lücken, die diese Menschen hinerließen.

Und die Ungarn verstehen sich bis heute als Volk eines Königs, als Königreich. Auch wenn die formelle Regierungsform anders aussieht. Es gab nie einen formellen politischen Akt der Abschaffung der Monarchie. Die Republik wird von weitesten Teilen der Bevölkerung nur als Kompromiss verstanden. Es gibt halt leider derzeit keinen König.

Nur die Monarchie kann (bzw. Unagen betrachtet: könnte) die Spaltung eines Volkes in ideologisierte Gruppierungen verhindern. Die sogar WEGEN eines fehlenden Monarchen entsteht, weil somit Interessensgruppen in das (ohne Gottesbezug zwangsläufig) reale Machvakuum vorstoßen möchte. Daß die Monarchie das Volk ausschaltete, ist  nur die Erfindung kranker Gehirne, udn - leider, sehr: leider - die Frucht des Zentralismus, der in der Phase des Absolutismus im 18. Jhd. seine faule Frucht trieb. Daß die Ungarn die Habsburger nie mochten erklärt sich nicht zuletzt daraus. Das Monarchieverständnis der Ungarn war ganz anders gestrickt, was sich in den Verwaltungsstrukturen bis 1921 (und darüber) nachweislich gezeigt hat.

Und es war gesundes Empfinden von Hierarchie, von Heiliger Ordnung. Viel gesünder, naturgemäßer, als das Kunstregime "Österreich" je gewesen ist. Und zwar von Beginn an. Bis es kraft seiner Zentralismusfährigkeit (Friedrich II. der Staufer!) 1278 mit Rudolf I. Habsburg, durch undurchsichtige, illegitime Ränke an die Macht in den Ländern gekommen, sogar einen der großen, wirklichen Könige Mitteleuropas, den Böhmenkönig, eliminiert hat, das abstrakte Territorialrecht über das Personalrecht mit Militärgewalt siegte. Vom Wesen des Königtums haben die Habsburger aber nie etwas verstanden, oder verstehen wollen. Zur großen Enttäuschung der deutschen Fürsten. Genau diese fehlende Legitimität hat sich Österreich-Monarchie-intern im 19. Jhd. und endgültig 1914-18 entladen.

Dies nicht zuletzt deshalb geschrieben, wieder einmal geschrieben, weil viele Österreicher immer noch glauben, sie wären in den goldenen Zeiten auch "Herren über Ungarn" gewesen. Waren sie nie. Nie! An Würde übertrifft jeder Ungar jeden Österreicher um Haupteslänge. Um das Haupt des Königs, den die Länder Österreichs (ein "Österreich" in heutigem Sinn hat es ja nie gegeben, nur die heutigen "Bundesländer" als eigene Länder, bestenfalls Grafschaften oder großgesprochene Herzogtümer) nie hatten.*

Ungarn hätte noch immer jede Voraussetzung dazu, denn jede Monarchie legitimiert sich aus Gott, und die Ungarn sind ganz gewiß eines der religiösesten Völker Europas. Für sie ist die Demokratie ein Spiel, das es halt mangels Alternative mitzuspielen gilt, das aber niemand wirklich ernstnimmt. Man vergesse nicht: Der erste (Stefan) und der letzte (Karl=Karoly VI.)** König von Ungarn sind - Heilige.

Die Königskrone (markant durch ihr "schiefes" Kreuz, ein Zeugnis der zahllosen Wirrungen der Vergangenheit, das so sehr zu diesem Land paßt) wird seit kurzem sogar im Ungarischen Parlament in Budapest aufbewahrt. Nicht nur das: Sie ist in der (vom westlichen Giftschleim natürlich heftig verleumdeten) neuen ungarischen Verfassung von 2011 sogar Bezugspunkt der Nation - als von Papst Benedict XVI. freudig begrüßten (wörtlich:) Verkörperung der Ungarischen Staatlichkeit. Was mehr will man im Rahumen der besoffenen europäischen Politikerlandschaft sagen? Das, was König Stefan seinem ebenfalls heiliggesprochenen Sohn, König Imre, Emmerich, schrieb? „Mein Sohn, ein Reich von nur einer Sprache und einer Sitte ist schwach und dumm.“ Sogar das heutige Ungarn bezieht sich darauf. Der Haß der Linken ist nur zu logisch.

Denn die Ungarn haben sich immer eben dieser Krone, dieser Staatsidee, in Gott gegründet, und nur ihr gegenüber, verpflichtet gesehen. So wie jeder der 55 Könige, die sie trugen. (Übrigens nicht: Josef II., der oberaufklärerische Habsburger, der diese Krönung ablehnte, und deshalb in Ungarn als "König mit Hut" verspottet wurde. Es ist zu typisch für Österreich, daß es "seine" Kaiser Maria Theresia (die im übrigen ie Kaiser war, das war ihr Gatte, Franz von Lothringen; Goethe beschreibt sehr schön, wirklich sehr schön, die Krönungszeremonie als Kindheitserinnerung) und ihren Sohn Josef II:, als "große Kaiser" hervorhebt - sie waren nichts weniger, sie waren aufklärerisch verwirrte Hinrichter der gottgewollten Ordnung. Wie beim derzeitgigen Papst: Man glaubt, weil er freundlich grinst, daß seine Ohren wackeln, er sei auch gut. Je simpler, eben, umso volksnäher ... das hat sich auch Martin Luther gedacht.)

Es geht um die Hinbezogenheit auf diese Idee, diesen Platz in der Schöpfungsordnung, in Gott. Das kann sich westlichisierter Schwabbelkopf natürlich nicht mehr vorstellen, dem jeder Bezug zur Ordnung der Welt der Dinge mittlerweile völlig fehlt. Sonst hätte jeder, wirklich jeder, Dingen wie Feminismus oder Gendering nur an den Kopf gespuckt, und sich nicht diesem Aberwahn gebeugt. Den die Kirche so wesentlich mitverschuldet hat, der VdZ ist Zeuge, sie soll heute also nicht unschuldig tun - dieses Blut kommt (und: komme) über sie, ob sie es heute von sich streifen will oder nicht. (Die Kirche ist nicht "Opfer" der gesellschaftlichen Entwicklungen - sie ist bis heute, BIS HEUTE ihr Initiator! Oh ja, dei Päpste sind wie Dante sie sah: Viele von ihnen hocken im Inferno, in der Hölle ... Und dort schmelzen ihre Eisenkronen der "Heiligsprechungen", und brennen wie Extraqualen, die man ihnen auf die Stirn gedrückt hat.)

Was will ein Österreicher dazu aber überhaupt sagen (der seinen Nationalfeiertag am 26. Oktober feiert)? Eine Freihehit, die er sich durch Liebdienerei errang, nicht durch Blut, Kampf, Freiheitsgeist? Man weiß heute, nach Öffnung der Archive in Moskau, daß die Entlassung Österreichs aus der Hand Rußlands nie gefährdet, sondern Stalins Plan war, von Anfang an. Er WOLLTE eine Puffer- und Mischzone zum Westen. Chruschtschow hat das nicht anders gesehen. Einen Freiheitskampf der Österreicher hat es nie gegeben. Wo ist sein Platz in der Schöpfungsordnung, der Vorsehung weil im Plan Gottes?  Im Plan der destruktiven Rachegeister von St. Germain 1919, von dem er sich bis heute, 2015, nicht befreit hat? Und dieses verachtenswerte Bild der Selbstnichtigkeit bietet Österreich bis heute.

Der VdZ hat 2011 am Begräbnis von Otto v. Habsburg nicht deshalb geweint, weil "Österreich" seinen Herrscher verlor. Sondern weil das Reich ihn verlor. Mit dem heutigen Österreich hatte das nichts zu tun, das war - bis hin zu dem verhatschten Gardesoldaten, denen die Größe des Augenblicks in keinem Moment bewußt zu sein schien - nur lächerlich dabei, und so schmerzlich unangemessen, so schwaches Hinübergrüßen. Naja, immerhin. (Otto v. Habsburg war der letzte noch lebende Offizier der k.u.k.-Armee, denn er war schon per Geburt quasi zum Oberst eines Regiments ernannt worden, wie es einem Thronfolger eben gebührte.)

Freilich war es enttäuschend, sehr enttäuschend, daß außer einigen paaren ungarischen Soldaten mit Fahnen keine Ungarn dabei waren. Otto war immerhin der legitime ungarische Kronen-Prätendent! Aber gut, damals war die Krone noch nicht im Parlament, und Viktor Orban nicht Ministerpräsident.

Enttäuschend also, sieht man von kroatischen, slowakischen, slowenischen, sogar tschechischen, und unter den Beiwohnenden (!) vor allem erstaunlich vielen Anreislingen aus GANZ DEUTSCHLAND (!) ab, die den letzten legitimen Kaiser(thronfolger) wirklich und wie der VdZ beweinten, und unter Tränen am Stephansplatz die Kaiserhymne anstimmten, als der Sarg Ottos den Stephansdom verließ, um zur Kapuzinergruft getragen zu werden. Weiß man das in dem, was sich heute Deutschland nennt?? Daß hier, in Wien, ihr Deutschland definitiv endete, allem voluntaristischen preussischen Größenwahn zum Trotz? Mal sehen, wie Gott es dereinst bewerten wird.

Wenn es jemals aber wieder einen guten Papst geben wird, so werden wir ihn daran erkennen, daß er Häupter zu Königen, und (zur Einleitung des Weltfriedens) eines zum Kaiser salbt. Und vor allem: einen König von Ungarn salbt. (Dessentwegen übrigens, wegen dieser ontologischen Ordnung, wollte 1950 der martyrische Kardinal Mindszenty die im österreichischen Mattsee versenkte und von den Amerikanern wiedergefundene Krone an den Papst zurückgegeben wissen. Na stelle man sich einen Wiener Kardinal Schönborn, einen wendehalsigen Holzwichser wie er im Buche steht, in solch einer Situation vor! Es wird einem nur noch übel, heutzutage.)


Die schönste und innigste Nationahymne der Welt. 




Hymnne eines Volkes, das sich immer noch so begreift. 
Volkstanz in Sopron, Ungarn






*Der VdZ ist immer wieder - in Österreich - darauf angesprochen worden, daß ja Ödenburg/Sopron einmal "österreichisch" gewesen sei, udn daß die Abstimmung 1922 nur durch Manipulation zugunsten von Ungarn ausgegangen sei. Mitnichten und -neffen, werte Herrschaften! Ja, es gab Zuzüglinge aus dem osten Ungarn, vielmehr: aus den Gebieten, die Ungarn durch die Trianon-Diktate verloren hatte.  Aber wenn, dann hat Österreich profitiert, weil es große und gute Teile Westungarns - Transleithaniens in der Sprache der Monarchie - zugesprochen erhielt, das heutige Burgenland. Aber die Abstimmung in Sopron, dem man mit den (nun österreichischen) Provinzen des Burgenlands sein gesamtes Umland genommen hatte (alles im Burgenland, bis zu den Straßen, war auf Ödenburg zugeschnitten), ging zugunsten Ungarns aus, weil Wien (und fast alle deutschen Länder mit ihm) demonstriert hatte, wohin diese seltsame Kunstschöpfung, die "Republik Österreich", führen würde: In eine kommunistische Diktatur. Und DAS wollte ganz gewiß kein Ödenburger/Soproner, und kein Ungar. Der sich weit mehrheitlich als Bürger eines Königreiches verstand. Das Ungarn damals auch offiziell noch war, wenn auch der Thron vakant,m durch Reichsverwese nur "freigehalten-verwaltet" blieb. Und dagegen opponiert man nicht, das ist Gottesfügung. Sopron hat mehr Kirchen pro km², als (fast) jede österreichische Stadt, die der VdZ kennt. Und sie alle füllen sich, bis heute, Sonntag für Sonntag. Nationalfeiertag für Nationalfeiertag.

Daß die Ungarn heute eine gewisse und bedauerliche Tendenz zur (nicht guten) Kleinbürgerlichkeit haben, hat andere Gründe. Die aber größtenteils sofort fallen würden, würde sich der Ungar nicht mehr in seiner Existenz ständig in Frage gestellt fühlen. Auch und gerade von jenen Kolonnen, die eigentlich keine Ungarn mehr sind - das ist wörtlich gemeint - sondern Vertreter von abstrakten Gesinnungs- und Ideologiegenossenschaften. Die also nicht zum Volk eines Königs von Ungarn gehören. Deren sich in Wien, ja in der ganzen Welt leider viele gefunden haben, um von dort aus ihr Feuer zu legen, angestachelt von dem Wissen, daß sie selbst in Ungarn abgelehnt werden. Dem sie doch so gerne zugehören würden ...

**Die Geschichte des letzten realen Königs von Ungarn, des Habsburgers Karl I., ist von besonderer Tragik wie auch Größe gezeichnet. Aus Pflicht Gott gegenüber (der ihn kraft Salbung 1916 zum König von Ungarn befohlen hatte), vom Papst dazu aufgefordert, hatte Karl 1920 eine Restauration - eigentlich: eine reine Thronbesteigung - versucht, aber zurückgezogen, um den Ungarn einen Bürgerkrieg zu ersparen. Wenn dem VdZ etwas dauert so der Umstand, daß Karl in Ungarn herzlich wenig Wertschätzung genießt, vermutlich sogar, weil seine Geschichte zu wenig bekannt, aber wegen der Verquickung mit Österreich zu schlecht beleumundet ist. Umso berührter war der VdZ, als beim Begräbnis Ottos v. Habsburg (




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