Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Mittwoch, 4. Januar 2023
Aus einem anonymen Brief an eine "öffentlich rechtliche Gesellschaft zur Abgeltung von Tantiemeansprüchen aufgrund (auch im Internet) veröffentlicher Texte, nebst eigenen Anmerkungen"
Samstag, 27. August 2022
Eine Übersicht - aber: wovon? (2)
Donnerstag, 27. Januar 2022
Wohin aber gehören wir?
Auch hier kann man die Völker in jene zwei Gruppen geteilt sehen, in die die Weltbevölkerung zu zerfallen scheint.
Die Gruppe der matriarchalen Diebe - Deren eine, größere, nach außen homogenere ist die, die als Teil eines von der offiziellen Staatsmacht geforderten, protegierten und vertretenen Narrativs (salopp formuliert) alles tun und gutheißen². Denen eine Logik als Rechtfertigung dient, die als allem zugrunde liegend, aufgrund der mit Medienmacht behauptet zugrundliegenden und verbindlichen Moralsätze - "Menschenrettung", "Weltrettung", "Klimarettung", "Gesundheit", "Solidarität", "Schutz", "Sozialbudgetentlastung", im Grunde ist das unbegrenzt, es geht hier um Sprachdiebstahl, um Entwendung der Nomina, die auf einen neuen Hintergrund, auf eine neue "Sprache hinter der Sprache" (Heidegger) aufgesetzt werden, also um das, was man mit Schizoidität bezeichnet** - als Bezugspunkt hat.
Dienstag, 5. Oktober 2021
Der Tag, an dem wir stumm wurden
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Mittwoch, 18. August 2021
Angst vor der göttlichen Rache
Die Pflicht, Corona-Impfungen und -Gentherapien über sich ergehen zu lassen, die zwar von der obersten Politik heftigst geleugnet wird - die Drecksarbeit, konzertiert "Diskussionen" loszutreten, wird Funktionären unterer Ebenen überlassen* - die aber praktisch bereits zu diesem Zeitpunkt besteht, stößt genau durch die klammheimliche, mit voller Absicht und also Heimtücke hinterrücks eingeführte Impfpflicht an eine ethische Problemgrenze, die im Einzelfall nicht wirklich besteht.
Im Einzelfall obliegt es dem Individuum, die Risiken abzuwägen. Angesichts einer durch Information abgeschätzten Möglichkeit, einer Krankheit mit gewissen Auswirkungen und Verlaufsproblemen anheim zu fallen, damit einer gewissen Gefahr ausgesetzt zu sein, wird abgewogen, ob allfällige Nebenwirkungen einer Impfung (die bei sehr ernsten Verläufen somit zur Hauptwirkung werden) schwerer wiegen. Ob es also notwendig und anzuraten ist, sich persönlich vor einer Gefahr zu schützen. Natürlich wird von Eltern diese Entscheidung auch für ihre Kinder getroffen, ja MUSZ von den Eltern (und NUR von diesen!) übernommen.*
Sonntag, 9. Februar 2020
Handeln hat immer seine Zeit (2)
Form und Inhalt sind nicht trennbar. Deshalb ist der Anspruch, übers Internet "Wahrheit" zu verbreiten, schlichtweg dumm, in den meisten Fällen einfach bequem, vor allem aber kreuzscheu. Denn die Acedia hat mit Kreuzscheu zu tun.
Die genau das nicht getan haben, was ihnen fast durch die Bank zugeschoben wird: Die Welt verändert. Genau das haben sie nicht. Sie haben nur die Art verändert, wie wir der Welt begegnen, und das hat katastrophische Ausmaße angenommen. Denn die Neuen Medien haben uns von der Welt und Wirklichkeit ... abgezogen. Dazu verführt, in eine Scheinwelt eines Scheintheaters abzudriften, anstatt uns mit der wirklichen Wirklichkeit zu konfrontieren, ja diese noch zu sehen. Sie haben uns also auf ein unfruchtbares Abstellgleis geschoben. Umso mehr wird alles getan, daß wir auch fest an ihre Relevanz zur Wirklichkeitsbewältigung und zum Verstehen der Gegenwart glauben.
**Bergoglio hat nicht, wie in Verkennung behauptet wird, die Rolle der Medien "begriffen", sondern lebt - als Mensch der Zweitwirklichkeit, also des Schizoiden! - selbst in dieser Scheinwelt. Und kommt deren Erwartungshaltungen voll entgegen, hat sie mit beiden Armen umgriffen. Gegenfrage: Was bliebe von seinem Pontifikat ohne Neue Medien wahrnehmbar und relevant?
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Samstag, 8. Februar 2020
Handeln hat immer seine Zeit (1)
Wahrheit hat mit Kairos, dem richtigen Moment mehr zu tun, als mit Richtigkeit. Was morgen zu sagen ist - um zu handeln - ist etwas anderes, als es das heute ist.
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Samstag, 9. November 2019
Sowas hatten wir schon mal
Wenn, dann macht dieses Gebot Gesetze gegen Volksverhetzung sinnvoll. Faschismus bedeutet nämlich, daß ein gewünschter (gesollter) Zustand und eine Weise der Lebensführung samt einer Weise der Sicht auf Welt und Dinge herbeigezwungen werden sollen, die die Freiheit des Einzelnen ignorieren.
Wir belassen es an dieser Stelle bei dem Hinweis, daß es eine autoritäre, "diktatorische" Regierungs- und Staatsform gibt, die per se NICHT zu verwerfen ist. Und die die Freiheit der Bürger sogar bewahren oder gar retten kann. Was Grönemeyer und Konsorten wollen ist mit dem Begriff "Gleichschaltung" deshalb erhellender erklärt. NICHT mit Diktatur. Das ist sogar noch ein Stück weit Vortäuschung falscher Tatsachen, wenn er in diesem Konzert von "diktieren" sprach. Er meint Gleichschaltung! Und die Elemente der Massenpsychologie, die er eiskalt nützt, und die in den Augen des VDZ eindeutig den strafrechtlichen Tatbestand der "Volksverhetzung" erfüllen, denn das ist damit gemeint, zeugt davon.
Noch einmal: Die Güte einer Handlung entscheidet sich nicht an der "etikettierten Inhaltlichkeit", sondern am angewendeten Mittel. Auch hier gilt, daß das Medium die Botschaft ist. (Siehe der Leser dazu die hier vorzufindenden Ausführungen über Schizoidität. Denn darum handelt es sich hier.)
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Donnerstag, 24. Januar 2019
Der Paranoide ist nicht selbst schuld
Donnerstag, 15. Februar 2018
Unbeantwortbare Fragen
Mittwoch, 17. Mai 2017
Ein Woodstock der Dämonen
Umso täuschender erfolgt diese, als dieser Psychodynamik zu eigen ist, daß sie sich der Dynamiken wahrer Beziehungstopoi bedient, die "für sich gesehen" eben in wahrhaftigen Wesenserfüllungen (die immer Ortserfüllungen sind) vorkommen. Zur Illustration: Man überträgt diese Matrizen der Wesensdynamik in andere Orte und Situationen. (Vielleicht ist das überhaupt das Wesen dessen, was als "Psyche" bezeichnet wird; ob in allem, darüber hat der VdZ noch nicht fertiggedacht.)
So stellt man also "richtige Bewegtheiten" aus sich heraus (im inneren Theater, immer aber auch außen) um sich (und andere) der eigenen "Wahrheitsentsprechung" zu versichern. Man kann etwa alle inneren Erfahrungen der Reue, der Liebe, des Mitleids etc. etc. durch solche (und sei es im Film, oder im Alltag bei anderen festgestellten) Topoi "nachstellen", hervorrufen, und sich damit über die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit der Beichte (fast) vollkommen täuschen. Damit ist der Mensch in der Lage, sich (zweitwirklich) selbst "tiefste" Religiosität vorzumachen, die aber nie mehr ist als völliges Scheintheater.
Und kein angebliches Wunder vermag dies zu verändern. Denn das Auge sieht nur aus dem Geist, nicht aus der physischen Sinneserregung von außen her. Wunder können deshalb nur belegend im Geist eines Menschen wirken, niemals aus ihrer "empirisch-sinnlichen Existenz" heraus. Und als Beleg entfalten sie dann ihre Wirkung. Das gilt für die Sakramente (die ja "Wunder" als ungeschuldeter der Liebe Gottes zuzuschreibender Einbruch der Übernatur sind) im Guten genauso, wie die über solchen Wunderglauben (der über menschliche Schwächen, allen voran den Hochmut, den Narzißmus wirkt, die weil immer auch willensfundiert ein Angebot an Dämonie sind und deshalb der Freiheit und Würde des Menschen zuwiderstehende, diese sogar definitiv nehmende) implementierte dämonische Abhängigkeit und Besetzung.
Dienstag, 21. März 2017
Abschied von der Sprache
Donnerstag, 23. Februar 2017
Alles hat sich bewahrheitet
Teil 1) Der Ausgangspunkt
Teil 2) Von Früchten, Scheinfrüchten und Früchtchen
Teil 3) Braucht die Kirche einen frommen Papst?
Teil 4) Wahrheit ist eine Frage des Lichts, das auf etwas fällt. Zitate, und wie man sie auch deuten könnte.
Teil 5) Komm sie jetzt, die tiefe Nacht des Verstandes?
Sonntag, 10. Juli 2016
Von den Lügen der Lügner (2)
Nicht mehr also gilt, daß das Sein das Handeln bestimme, sondern umgekehrt: Das Handeln bestimme das Sein. Das ist blanker Materialismus, der noch dazu - in schönster rationalistischer Tradition - von einem Wissen ausgeht, das unabhängig von der geistig-spirituellen Quelle gesehen wird. Das ist nicht nur ein nachzuweisender Irrtum, sondern es ist zutiefst anti-katholisch. Nicht einmal mehr unkatholisch. Es ist Ideologie.
Nur aber wo dieses Eigensein stark und präsent ist, in Besitz übergeht, vermag sich dann der Mensch in Wechselwirkung der Objekt-Begnung nach und nach auch selbst frei zu machen, also seine Freiheit zu aktivieren, sich nach Vernunft also zu verhalten. Einen "interkulturellen" Menschen heranziehen zu wollen ist also eine contradictio in adjectio - es ist eine Lüge.
Mit einem Wort: das wahre Lieblingsprojekt des Papstes ist es, Träger eines ganz neuen Menschen heranzuformen. Und damit endlich jener ganz neuen Humanität, wie sie sich die UNO vorstellt und wie sie der Papst in persona (!) repräsentiert, man muß nur die Augen aufmachen und sein Gesicht verhärten: eines neuen Weltbürgers. Dessen Konstitution mit dem Satz zusammenzufassen ist: Wer nichts ist, ist natürlich auch zu nichts mehr feind.
*Daß er das nicht ist, gar nicht sein kann, sieht nicht nur der Kundige, sondern verkündet der Papst ja selbst, obwohl er die Zusammenhänge gewiß nicht sehen wird, sonst wäre er vorsichtiger. Denn wenn er sich selbslt als "tententiell verantwortungslos" bezeichnet, so ist das weit mehr als ein Scherzchen am Rande, mti dem man die Atmosphäre auflockert. Das wurde ihm an dieser Stelle schon längst attestiert: Verantwortungslosigkeit. Aber nun kommt's: Verantwortung ist ein Adjektivum des Väterlichen, und es hat mit Eigentum zu tun. Wir werden uns hier mit diesen speziellen Zusammenhängen noch näher auseinandersetzen, soviel kann schon vesichert werden. Wer aber kein Vater ist, kann niemals erziehen, denn Erziehen heißt ja: zum Vater(sein) hin erziehen!
³Auch auf die Gefahr hin, als Dauerprediger eingestuft zu werden: Den Genderismus als isolierte Ideologie anzusehen ist naives, völliges Verkennen seiner Wirklichkeit. Denn die gründet in einer tiefen Weltsicht, in der Form und Inhalt auseinandergerissen werden. Das Sein des Seins aller Dinge gründet in ihrem Wesen, IN DEM sie am absoluten Sein teilhaben. Erst diese Wesensidee (als Dynamis zu verstehen), ermöglicht (in der begegnenden Haltung) bzw. ist sogar (Zubiri) ihre Existenz. Der Genderismus ist nicht einfach eine Schnapsidee, die man auch weglassen könnte, dann wäre alles gut. (Vielleicht gar noch, wie meist sogar zu beobachten, mit dem Nachsatz: Ansonsten sind wir ja auch für Gleichberechtigung oder gar Gleichstellung der Geschlechter, jeder soll doch tun wie es ihm beliebt. Das ist GENAU DERSELBE IRRTUM.) Nein. Anti-Genderismus ist nur dieselbe Stufe der Weltverfehlung, ist selbst Ideologie. Er ist nur eine graduelle Stufe einer weit tiefer gehenden Verkennung der Welt überhaupt. Die meisten Anti-Genderisten sind deshalb schlicht und ergreifend lächerlich, wenn nicht dumm.
Samstag, 9. Juli 2016
Von den Lügen der Lügner (1)
(Was auch dem VdZ nicht immer gelang, weil er doch immer wieder Menschen sein Herz öffnete, sich angreifbar machte, trotz des Wissens um deren Neigung zu dieser Taktik, denn das ist es, eine Taktik, eine Kampftaktik. Das dürfte man aber in solchen Fällen nicht, das wäre ein Gebot der Klugheit. Aber es ist auch mit großen Gefahren - Paranoia, ja Autismus - behaftet, sodaß man fast nur das "geringere Übel" innerhalb eines solchen Kulturzustands wählen kann. Man kommt seiner Kultur eben nie aus. Nie. Weil Menschsein ohne distinkteste Verortung unmöglich ist.)
Mittlerweile wird es immer manifester, und weltweit beobachtbar für viele offenbar. Wenn es auch immer noch meist an Einzelheiten aufgehangen bleibt, in denen diese Unvereinbarkeit von Handeln und Wort zu offensichtlich wird. Was wie bei jeder Lüge nur eine Frage der Zeit ist, denn jede, ausnahmslos jede Lüge kommt irgendwann einmal ans Tageslicht, und sei sie noch so geschickt getarnt, und kollabiert, wenn auch an ganz anderer Stelle. Sie ist, wie der Seher Heimito von Doderer es einmal ausdrückt, der "Mündungsrauch, der verhindern soll daß man sieht, woher das Geschoß kommt."
Freitag, 15. Januar 2016
Ein atemberaubender Skandal
Montag, 21. September 2015
Wovon reden wir da überhaupt?
Dadurch entsteht und entstand überall ein Machtvakuum. Und die Folgen waren unausweichlich: Die nunmehr losgerissenen Gruppen, die nun sogar überhaupt erst ihr Selbstsein begriffen, weil es zur Pflicht wurde um zu bestehen, ringen miteinander um eine neue Ordnung, um eine neue Hierarchie. Denn Ordnung, Ruhe und Frieden gibt es nur in einer solchen, von allen akzeptierten Hierarchie. Anders kann kein Organismus - und ein Staat ist ein Organismus, zumindest als Analogie - bestehen.
Nur Staaten aber können jene Ebene sein, auf der Völkerrecht überhaupt möglich ist. Weil nur so jener Subjektstatus entsteht, auf dem verbindlich auch eine weltweite, übergreifende Ordnung möglich ist, als deren Teil sich dann alle Staaten und deren Völker begreifen.*
Die Wahrscheinlichkeit, daß es sich bei der "Flüchtlings-Debatte" um eine regelrechte Scheindebatte handelt, geführt und initiiert von einer Bevölkerungsgruppe, die sich als moralisch überlegene Elite begreift, ist in jedem Fall groß. Der regelmäßige Leser dieses Blog kennt die Charakteristik solcher Vorgänge ja längst. Als sozio-psychologisches Verhalten ehrgeiziger Kastraten, denen die Erfahrung von Werk und Wirklichung fehlt, die deshalb "grundlegendere" Einflußmittel sucht, über die sie die schöpferischen Menschen in die Hand bekommt. Ein Mechanismus der Selbstrettung also. Durch eine Gruppe repräsentiert, die alles gierig aufgreift, was ein bestimmtes Selbstbild zementiert. Umso lieber greift es die Politik ja auch auf, deren Wirklichkeitsrezeption auf öffentliche Debatten und deren Wertsimulation beschränkt ist. Die Schizoidität bedient sich exakt dieser Vorgehensweise. Unser Sprachraum aber hat sich bereits weitgehend auf das Territorium einer solchen Pseudologik verlagert, sodaß wir uns als Kulturstimmung bereits in schizoidem Umfeld befinden.
Es spricht sehr viel dafür, daß auch diese Flüchtlings-Debatte also ein leeres Spiel ist. Weil es nicht in jene Wirklichkeit greift, um die es überhaupt geht. Die ist es aber, die uns bestimmt, und steuert, weil wir nicht erkennen, welche Kräfte wirklich wirken. Wie paßt da das Bild eines Demiurgen, der lächelnd von der Loge aus zusieht, wie die Menschen mit der abgeworfenen zuckenden Schwanzspitze der Eidechse ringen, von der die einen hartnäckig behaupten, daß es um die gienge - während die Eidechse selbst bereits ganz woanders hingelauen ist, und ein Ziel erreicht, das uns eines Tages ziemlich überraschen wird.
*Woraus auch hervorgeht, daß die Köpfe dieses (weltweiten) Ordnungssystems - und wir haben es hier mit der Reichsidee zu tun - selbst, in persona, solche Subjekte darstellen. Was übrigens beim Papst - das jeder weltlichen Macht notwendige Korrektiv am Maßstab des Ewigen - auch tatsächlich der Fall ist. Dem allerdings kein Kaiser (des Weltreiches) gegenübersteht, denn dieser Stuhl ist seit 1806 vakant. Weltliche Macht aber braucht ein Korrektiv, weil sie aufgrund der politischen Logiken immer in Pragmatismen fällt, die ihre Gesamtausrichtung - das Wohl der Menschheit - korrumpiert. Eine Lehre, die die Menschheit gezogen hat, die ursprünglich aus einer "Personalunion" von höchster weltlicher und geistiger Macht herkommt, und über die gesamte Vorzeit hin nie ein Gleichgewicht fand. Sodaß diese Bereiche notwendig getrennt wurden. Wo das nicht der Fall war, kam es zwangsläufig zum totalitären Zentralismus, der immer einer vergöttlichten Weltherrschaft zustrebt.
Montag, 29. Juni 2015
Our enemies are WE (2)
Die Schizoidität arbeitet also mit dem Schwierigsten, das dem Menschen passieren kann: Der Isolierung, dem NUR auf sich gestellt sein, bzw. vor allem: dem Glauben daran. Weshalb er in nächsten Schritten beim Betroffenen sehr leicht zur Paranoia wird. Denn gerade das Urteil, das verbalisierte Urteil, ist in höchstem Maß Bezug auf Gemeinschaft, ja ist die Grundlage von Gemeinschaft. Die politische Bekämpfung von Opposition ist deshalb am effektivsten, wenn sie auf die Isolierung der Gegner abzielt, sie in den Glauben versetzt, nur noch alleine zu sein. Die Kraft dann noch zu widerstehen haben nur sehr wenige. Eine Kraft, die im wesentlichen eine Kraft im Strom von Erinnerung ist - deshalb auch die "Gefahr" von ununterbrochenen Traditionen, von Erzählungen, und nicht zuletzt: von Büchern, auf die heute über Gendersprache ja ebenfalls zugegriffen wird: Man beachte das besonders verwerfliche Umschreiben von Kinder- und Jugendbüchern! Im besonderen, weil deren eigentliche Inhalte damit unverstehbar und (wieder) stumm gemacht werden.
Und jetzt, nach dem nunmehr Gesagten, sehen Sie vielleicht das Video NOCH EINMAL an. Es ist KEINE Verschwörungstheorie*, die hier als Systematik politischen Handelns dargelegt wird.** Sie zeigt sich als Teil eines in sich geschlossenen Systems einer Weltanschauung, die über oft sogar kleinste Teiltheorien - die als trojanische Pferde agieren - seit Jahrhunderten mehr und mehr zu "Wissen", zu Überzeugungen wurden, sich nach wie vor nur selten von Angesicht zeigen, aber als immer umfassendere Weltanschauung mehr und mehr Gestalt annehmen, die argumentativ, in der Sprach- (als Geistes-)landschaft mit ihrem nach wie vor vorsichtig erst formuliertem religiösem Anspruch den praktischen Katholizismus in ein irrationales Neuheidentum hinein überwinden.
Sonntag, 28. Juni 2015
Our enemies are WE (1)
Das stand hinter den Bedrohungsszenarien des Kalten Krieges, der maßgeblich ein Propagandakrieg war, weit weniger eine realistische militärische Auseinandersetzung. Als die USA sahen, daß sie selbst ihre militärische Macht deutlich überschätzten, als die Ereignisse in Vietnam mehr und mehr zeigten, daß die USA diese ihre stärkste Trumpfwaffe sogar zu verlieren drohten, überlegte man, wie sich diese Machtsituation mit anderen Mitteln wiederherstellen ließe.
Die Ähnlichkeit mit religiösen Grundhaltungen, mit Haltungen Gott gegenüber, mit Wahrheiten über den Menschen und die Welt, sind also keineswegs zufällig. Nicht einmal die Aussage, daß der Mensch "die Krone der Schöpfung" ist, wird dabei beseitigt, sie wird nur in den Untergrund, ins Heimliche verdrängt. Denn wer alles im Insgesamt besser machen KANN, der ist ganz genau dieser Herrscher über die Welt. Die gesamte katholische Anthropologie, die gesamte Offenbarung, wird durch die politischen Maxime buchstäblich pervertiert. Das ist am leichtesten beim zweifellos höchsten Wert der Menschheit erkennbar, bei den sogenannten göttlichen Tugenden: dem Glauben, der Hoffnung, und am leichtesten erkennbar: bei der Liebe. Kaum ein Begriff ist derartig zerstört.
Und der Ansatzpunkt ist die Sprache, und ihre Stellung im Wesen des Menschen. Nimmt man einem Menschen die Sprache, entwertet man sie. Denn DAS erfährt ja der Mensch: daß die Begriffe zunehmend mit seiner eigenen Welterfahrugn in Widerspruch geraten, sie nicht mehr bergen, fassen, er die Welt und vor allem sich über Sprache und damit über Denken nicht mehr in Besitz nehmen kann. Die Sprache wird nominalistisch, von einem Bezug zum Wesen der Dinge und der Welt abgetrennt. Damit wird ein Mensch aber wirklich beherrschbar, weil die Sprache zu "einem Ding für sich" wird.
Sämtliche dieser ökologisch-politischen Thesen sind also in ihrem Wesen schizoid. Sie sind Äquivokationen, Umdeutungen von Wahrheit, die aus ihrem Seinsbezug (der persönlichen Welterfahrung) herausgelöst und auf eine nominalistische Ebene gehoben wird. Damit wird die Sprache wert- weil inhaltslos, damit das Denken zur bloßen Sophistik, weil die Begriffe leer werden.
Die Begründungsgerüste für diese nunmehr verkündeten Thesen sind meist sogar wörtlich deckungsgleich mit religiösen Prinzipien und Erkenntnissen. Aber - sie SIND jene NICHT. Sie sind trojanische Pferde, die andere Inhalte einschleusen, gerade WEIL sie dieselben Worte verwenden. Man lügt eben, wie hier schon mehrfach dargestellt, nicht durch "falsche Fakten". Man lügt durch Sinnzusamenhänge. Man lügt durch richtige Details, denen man wortwörtlich nicht widersprechen kann.*
Vieles der heutigen Grundhaltung läßt sich mit dem amüsanten Satz zusammenfassen: "Warte lieber Gott, erst müssen wir die Welt retten, dann kommst du wieder dran!" Wenn also Vernunft von Glaube und Gnadenlicht, wo vor allem aber Wort von Sinn, von Wirklichkeit getrennt wird.
Damit, genau damit reißt man ja erst Menschen aus ihrer grundlegendsten Verankerung - in der sie sich als Ich aus dem Du des Anrufs Gottes begreifen. In dem alles Sein in der Vorsehung Gottes geborgen ist, in dem die menschliche Vernunft durch das übernatürliche Licht überhaupt erst zur Vernunft wird. Damit hat Gott mit weltlich wirkendem Handeln, mit der menschlichen Vernunft, nichts mehr zu tun. Das vermeintliche Bedrohungsbild verdrängt buchstäblich Gott - durch Nachahmung. "Der Teufel ist der Affe Gottes."
Dienstag, 2. Juni 2015
Von Liebe versteht er schon gar nichts (3)
War da nicht einmal etwas mit "Euer ja sein ein Ja, Euer Nein ein Nein"? Wer ständig mißinterpretierbare Botschaften sendet muß in strenger Befragung gefragt werden, ob er nicht damit genau das wolle: daß damit der Fehlinterpretation das eigentliche Gewicht zubemessen werde. Kein Zufall also, daß dieser Papst Jesuit ist, das hat einen sehr tiefen Zusammenhang.
Nur so kann der Schaden wenigstens noch begrenzt werden. Denn nur noch wenig, und die Kirche ist als Welterscheinung regelrecht in Grund und Boden gestampft - und aufgelöst, weil ihre weltlichen Organe sehr real nicht mehr in der Lage sind, ihre geistige Einheit in Christus zu wahren. Die Kirchengeschichte ist voll von solchen Situationen. Aber der Mensch braucht die Kirche, lebensnowendig!
Und um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Der VdZ hat sich keineswegs fanatisch in das Thema Klimawandel verbissen. Vor einem Klimawandel hat oder hätte er keine Angst, warum auch (wenn er ihn freilich überhaupt sähe.) Es ist aber die derzeit größte Psychose, ja Dämonie, die die Menschheit zu plagen aufgebaut wurde und wird, folgenschwer wie noch nie und totalitär bis in die kleinsten Lebensdetails, und deshalb ist ihrer zu wehren. Um "wisenschaftliche" Aussagen geht es nur insofern, als es hier um Mißbrauch der Wissenschaft bzw. ihrer gesellschaftlichen Stellung und Aussagemöglichkeiten als politischer Hebel geht. Klimawandel ist eine Frage der Politik also, eine der Lüge, der Charakterformung, der Sittlichkeit, und nicht eine der Wissenschaft. Und deshalb eine Frage der Ehtik, des Rechts, und damit eine der Religion. Eingebettet in eine umfassende mechanistische, materialistische Weltanschauung, die hier nur eine weitere spezifische Fratze ausgebildet hat. Nur insofern interessiert ihn dieses Thema, nur deshalb hält er es für so bedeutend: mit dem Köder "Klimawandel" schlucken die Menschen eine Weltanschauung.
