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Mittwoch, 4. Januar 2023

Aus einem anonymen Brief an eine "öffentlich rechtliche Gesellschaft zur Abgeltung von Tantiemeansprüchen aufgrund (auch im Internet) veröffentlicher Texte, nebst eigenen Anmerkungen"

Eine befreundete Hand hat mir dieser Tage einen Ausschnitt aus einem Brief zukommen lassen, der Ende 2022 bei einer jener Gesellschaften eingelangt ist, die sich um die "gerechte Verteilung" zwei- und bald dreistelliger Millionenbeträge an Künstler und Intellektuelle sorgen soll, die Werke verfassen, die aufgrund der modernen Vervielfältigungs- und Publikationsmedien (vor allem in der Form von in der Verbreitugn kaum eingrenzbarem Daten sowie anderer moderner Vervielfältigungsmöglichkeiten) das Urheberrecht der Schaffenden wenigstens so halbwegs davor bewahrt, jedes Sinns entleert zu werden, und somit den Schaffenden die meist ohnehin extrem prekäre, fragile und dürftige Existenzgrundlage völlig zu zerstören.

Denn wie ich dieser Tage hier schrieb, haben die Medien der letzten Jahrzehnte mit der völligen Zerstörung der Texte (als Beispiel für ander Kusntsparten, wo es nicht anders ist) die persönliche und nur persönlich sein könnende Leistung einer Texterstellung (als Beispielf für alle) im Bewußtsein der Menschen (also im Riten-Katalog der Kultur) so verdunsten lassen, daß es üblich wurde, ohne jede Hemmung in den Meiden Aufzufindendes oder überhaupt nur irgendwie Verfügbares anzueignen, und in die eigene Persönlichkeit als Werk zu integrieren bzw.daraus als Eigenleistung auszugeben.*

Samstag, 27. August 2022

Eine Übersicht - aber: wovon? (2)

Was und das aber auch erzählt. Und wie sich diese Probloematik so exakt mit der der FSSPX deckt, daß es gar nicht anders sein könnte, als daß Heinz-Lothar Barth diesen Vortrag auf genau diese Weise hält. - Das zu sehen verlangt, die seelische Realität des Menschen von einer Warte aus zu sehen, die den allermeisten und vermeintlichen Streitern für das Gute sehr fremd ist. 

Mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Zumal ich der Priesterbruderschaft Pius X gegenüber meine größten und begründeten Bedenken habe, wieweit sie unter der Fahne des "Richtigen" nicht doch das Wesen der Wahrheit weil die Ökonomie der Gnade zerstört. Nicht natürlich der Dogmatik und Glaubenstheorie nach. Aber das ist ja das Problem, daß die "Richtigkeit" in ihrer "Pseudologie" zu einem fatalen Element der Zweitwirklichkeit werden kann. 

Donnerstag, 27. Januar 2022

Wohin aber gehören wir?

Im Grunde ist es nicht verwunderlich, dennoch staune ich von Tag zu Tag mehr. Wenn ich beobachte, mit welcher Kraft und mit welchem Saft und mit welchem Hintergrund (nämlich dem eines verdrängten, auf andere Gebiete verlagerten Verzweiflungsgeschehen) Weltanschauungen und Neo- oder Pseudoreligionen* aufblühen.

Auch hier kann man die Völker in jene zwei Gruppen geteilt sehen, in die die Weltbevölkerung zu zerfallen scheint. 

Die Gruppe der matriarchalen Diebe - Deren eine, größere, nach außen homogenere ist die, die als Teil eines von der offiziellen Staatsmacht geforderten, protegierten und vertretenen Narrativs (salopp formuliert) alles tun und gutheißen². Denen eine Logik als Rechtfertigung dient, die als allem zugrunde liegend, aufgrund der mit Medienmacht behauptet zugrundliegenden und verbindlichen Moralsätze - "Menschenrettung", "Weltrettung", "Klimarettung", "Gesundheit", "Solidarität", "Schutz", "Sozialbudgetentlastung", im Grunde ist das unbegrenzt, es geht hier um Sprachdiebstahl, um Entwendung der Nomina, die auf einen neuen Hintergrund, auf eine neue "Sprache hinter der Sprache" (Heidegger) aufgesetzt werden, also um das, was man mit Schizoidität bezeichnet** - als Bezugspunkt hat. 

Dienstag, 5. Oktober 2021

Der Tag, an dem wir stumm wurden

QR Die ganze Wahrheit
Aus einem Begleittext zu dem Buch "Covid 19 - Die ganze Wahrheit" von dem New-York-Times-Bestsellerautor Dr. Joseph Mercola und Ronnie Cummins, Gründer und Leiter der Organic Consumers Association. Diese haben sich zusammengetan, um die Wahrheit über Covid-19 zu enthüllen und den Wahnsinn zu beenden. So schreibt der Verlag in seiner Werbeaussendung.

Weiter unten heißt es dann: 

Seien Sie das Licht, das dem »dunklen Winter« ein Ende bereitet!

»Regierungstechnokraten, milliardenschwere Oligarchen, Big Pharma, Big Data, Big Media, die Raubritter der Hochfinanz sowie der militärisch-industrielle Geheimdienstapparat lieben Pandemien aus den gleichen Gründen, aus denen sie Kriege und Terrorangriffe lieben. Katastrophen bieten praktische Gelegenheiten, sowohl die Macht als auch den Wohlstand zu mehren. (...) autoritäre Demagogen, Großunternehmen und reiche Plutokraten nutzen massive Verwerfungen, um den Wohlstand nach oben umzuverteilen, die Mittelschicht auszuradieren, die Bürgerrechte abzuschaffen, das öffentliche Gut zu privatisieren und die autoritäre Kontrolle auszudehnen.

Natürlich hatte es für das medizinische Komplott von Anfang an oberste Priorität, Dr. Mercola zum Schweigen zu bringen.«

Wissen Sie was, werter Leser? Werfen Sie diesen Blog weg.

Mittwoch, 18. August 2021

Angst vor der göttlichen Rache

Die Pflicht, Corona-Impfungen und -Gentherapien über sich ergehen zu lassen, die zwar von der obersten Politik heftigst geleugnet wird - die Drecksarbeit, konzertiert "Diskussionen" loszutreten, wird Funktionären unterer Ebenen überlassen* - die aber praktisch bereits zu diesem Zeitpunkt besteht, stößt genau durch die klammheimliche, mit voller Absicht und also Heimtücke hinterrücks eingeführte Impfpflicht an eine ethische Problemgrenze, die im Einzelfall nicht wirklich besteht. 

Im Einzelfall obliegt es dem Individuum, die Risiken abzuwägen. Angesichts einer durch Information abgeschätzten Möglichkeit, einer Krankheit mit gewissen Auswirkungen und Verlaufsproblemen anheim zu fallen, damit einer gewissen Gefahr ausgesetzt zu sein, wird abgewogen, ob allfällige Nebenwirkungen einer Impfung (die bei sehr ernsten Verläufen somit zur Hauptwirkung werden) schwerer wiegen. Ob es also notwendig und anzuraten ist, sich persönlich vor einer Gefahr zu schützen. Natürlich wird von Eltern diese Entscheidung auch für ihre Kinder getroffen, ja MUSZ von den Eltern (und NUR von diesen!) übernommen.* 

Sonntag, 9. Februar 2020

Handeln hat immer seine Zeit (2)

Teil 2) Es ist vor allem ein Problem der Medien



Form und Inhalt sind nicht trennbar. Deshalb ist der Anspruch, übers Internet "Wahrheit" zu verbreiten, schlichtweg dumm, in den meisten Fällen einfach bequem, vor allem aber kreuzscheu. Denn die Acedia hat mit Kreuzscheu zu tun. 

Heute, nach sechs oder sieben Jahren Bergoglio mit "Kritik" zu kommen ist hingegen zu spät. Denn die Zeit ist ein wichtiger Faktor. Am Anfang hätte man ihm begegnen müssen, sofort und knallhart. Aber zu warten, bis sich der Argentinier und alles, was er mit sich geschleppt hat, ein breites Fundament schafft, und damit eine eigene Wirklichkeit annimmt, war falsch. Nun haben wir es mit einem neuen Phänomen zu tun. Und dieses verlangt ein neues Vorgehen, eine neue Verhaltensweise. Die in diesem Fall in den Augen des VdZ nur so aussehen kann, daß man sich zurückzieht. Auf das zurückzieht, was das Wesen des Katholischen eigentlich ausmacht: Die Hingabe ans konkrete, partielle Leben in den Pfarren und Diözesen, in die man hineingeboren wurde.  

Dort ist der Ort, wo man sein Leben in Christo zu vollziehen hat. Was immer an social media-Geräusch den Äther erfüllen mag. Diese Schlacht ist nie zu gewinnen. Sie ist aber gefährlich verführerisch, sein christliches Leben, das Kreuz, in Twitter-Schlachten, Stellungnahmen und Richtigstellungen erfüllt zu sehen. 

Deshalb hält der VdZ das, was sich an Wortgefechten und "Kämpfen" im Internet abspielt, die Szene der Kritik an Bergoglio, heute außerhalb des Kairos. Sie ist irrelevant und langweilig. Und nutzlos. Aber nach wie vor gefährlich, weil sie die Ebene des Kreuztragens auf die Ebene von Propaganda (s. u. a. J. Ellul "Propaganda"), also auf eine zweitwirkliche Ebene verschiebt. Die eine neue Schichte des zweitwirklichen "Katholikentums" hervorbringt. Zu der auch Steve Skojec mit "OnePeterFive" gehört.*

Die nicht zuletzt in allen ihren Disputen und Diskussionen einen (sehr amerikanischen) Fehler machen: Die Fehlbeurteilung dessen, was die seit zwanzig, dreißig Jahren durch Internet und social media völlig veränderte Medienlandschaft bietet. Die nicht der Wahrheit eine neue Ebene vermittelt hat, die ansonsten unberührt bleiben könne, sondern die eine virtuelle Welt der Versuchung aufgestellt hat, nicht mehr zu sehen, was Handeln überhaupt bedeutet. Wo aber das Wort nicht zum Handeln wird, analog zu Gott, von dem kein Wort ausgeht, das nicht wirklich ist und damit real wird, da sollte es besser in der Brust bleiben. Ohne diese Dimension der Reflexion der Medien ist jede Diskussion über Bergoglio sinnlos, weil die Art seines Wirkens gar nicht begriffen wird. Über was sonst aber sollte man sich den Kopf zerbrechen? 

Ob der Querschluß zulässig ist, daß die neuen Medien vor allem von jenen als so relevant bezeichnet werden, die freudig diese neue Art der Kreuzesvermeidung aufgreifen, um sich so vorzumachen, daß sie doch am Seinstrom der Welt angeknüpft geblieben wären, also am Puls des Blutes der Wirklichkeit Christi wären, das mag der Leser selbst beurteilen. Der Schizoide jedenfalls, das kann immer gesagt werden, darf gar nicht nach seinen Worten, sondern muß nach seinem Handeln, muß nach seiner wirklichen Wirklichkeit - als Gestalt - beurteilt werden. Und nur darauf darf reagiert werden. 

Das Erkennen des Schizoiden ist nicht einfach eine Sache der Richtigkeit von Aussagen, sondern der inneren Festigkeit, die Wahrheit nicht im Gerede, sondern in der Gestalt WEIL IM WESEN zu erkennen. Und da ist das erste Kreuz, dieses Urteil durchzutragen, auch wenn die Worte und Aussagen es scheinbar nicht stützen. Das Problem mit dem gegenwärtigen Papst aber ist in vielem ein Problem, das man sehr durch Reflexion der aktuellen Medien begreifen lernt. Die an sich ein Problem des Schizoiden sind.**

Die genau das nicht getan haben, was ihnen fast durch die Bank zugeschoben wird: Die Welt verändert. Genau das haben sie nicht. Sie haben nur die Art verändert, wie wir der Welt begegnen, und das hat katastrophische Ausmaße angenommen. Denn die Neuen Medien haben uns von der Welt und Wirklichkeit ... abgezogen. Dazu verführt, in eine Scheinwelt eines Scheintheaters abzudriften, anstatt uns mit der wirklichen Wirklichkeit zu konfrontieren, ja diese noch zu sehen. Sie haben uns also auf ein unfruchtbares Abstellgleis geschoben. Umso mehr wird alles getan, daß wir auch fest an ihre Relevanz zur Wirklichkeitsbewältigung und zum Verstehen der Gegenwart glauben.



Nachsatz: Zum Wesen von Twitter (bzw. der Neuen Medien) hat der VdZ schon vor Jahren zahlreiche Artikel ins Netz gestellt, die der Leser gerne noch abrufen kann. Im Speziellen sei auf die Verbindung mit Papst (damals Benedict XVI.) hingewiesen.



*Warum das sehr typisch "amerikanisch" ist (auch wenn es uns in Europa, ja die halbe Welt längst erfaßt hat)? Spannen wir einen kleinen Bogen, damit der Zusammenhang leichter nachvollziehbar wird: Zweitwirklichkeit (=Pseudologie) als rationalisiertes Schein- und Ersatztheater von Wirklichkeit - Amerikanismus als zweitwirkliche, positivistische Idee von Identität (statt Verwurzelung) - die Rolle der Medien in dieser Art von Demokratie - die Art, überhaupt Welt wahrzunehmen: Als und in Zweitwirklichkeit, was wiederum die Rolle der Medien verstärkt, einerseits, und anderseits diese immer irrelevanter weil wirklichkeitsferner macht.

**Bergoglio hat nicht, wie in Verkennung behauptet wird, die Rolle der Medien "begriffen", sondern lebt - als Mensch der Zweitwirklichkeit, also des Schizoiden! - selbst in dieser Scheinwelt. Und kommt deren Erwartungshaltungen voll entgegen, hat sie mit beiden Armen umgriffen. Gegenfrage: Was bliebe von seinem Pontifikat ohne Neue Medien wahrnehmbar und relevant?




Samstag, 8. Februar 2020

Handeln hat immer seine Zeit (1)

Der Grund, warum der VdZ seine erste und sehr grundsätzliche Kritik an Papst Franziskus aka Jorge Bergoglio mit dem sperrigen Titel "Vom Wesen des Schizoiden" betitelte, ist leicht erklärt: Schon nach den allerersten Äußerungen und Taten dieses Papstes war ihm klar, womit die Kirche es da zu tun hat. Mit DER Krankheit dieser Zeit, dem Schizoiden.

War bedeutet Schizoidität? Sie bedeutet eine Diskrepanz, ja einen Widerspruch zwischen dem Reden, Sagen, den Worten eines Menschen (und damit dem Denken) und seinem Tun. Sie bedeutet einen unvereinbaren Widerspruch zwischen dem, was man an der Gestalt erfährt, und dem, was diese Gestalt sagt, daß dieses Handeln "sei". Wenn wir betrachten, womit wir es heute in erster Linie zu tun haben, dann ist es genau das. Das Handeln läuft wie ein Eisenbahnzug, während die Dispute völlig wirkungslos scheinen. Auch, weil die Begriffe vom Lügner entwertet, entleert, auf den Kopf gestellt werden. Der damit einen Schleier des Nebels über alles wirft, damit die Wahrnehmung vom wirklichen Geschehen abgelenkt wird.

Um das zu erkennen braucht es vor allem Menschenkenntnis und Erfahrung. Und zwar vor allem Führungserfahrung. Man muß diese Form der Lüge (leidvoll) erfahren haben um erkannt zu haben, daß es falsch ist, sie mit der eigentlich anzuempfehlenden Art zu reagieren zu bedenken: Dem Abwarten, und der Suche nach dem Guten, das in diesem oder jenem doch auch enthalten sei. Gutes ist immerhin auch im Bösen, im wirklich Bösen enthalten, das sollten wir in diesem Zusammenhang nicht übersehen!

Dem VdZ wurde seinerzeit vorgeworfen, er sei "zu schnell" gewesen. Er habe "zu voreilig" geurteilt, OBWOHL (und zwar dieselben Kritiker!) meinten, er habe in allem Recht behalten. Einer meinte gar, sein Urteil sei zwar richtig, wie sich herausgestellt habe, aber es "zu intuitiv" gewesen. Da habe er es noch nicht "wissen" können. 

Lassen wir einmal weg, was sohin als "Gewußtes" gesehen wird. Schon darin scheinen sich manche Geister zu scheiden. Nehmen wir uns vielmehr den Charakter dessen vor, was "Intuition" bedeutet. Also dieses in einer Idee geschehende Hineinsenken "von oben", vom Geist her.

Aber es hat Intuition nicht mit einem Herabsenken einer objektiv in seinen Maßen definierbaren Idee zu tun, sondern hat mit der Fähigkeit des mit dieser Eingebung Bedachten zu tun, aus einer bestimmten Konstellation von Realitäten und Tatsachen den Zielpunkt der angelegten Tangenten zu erkennen. Und das hat auch viel mit Erfahrung zu tun. Wir alle kennen ja den Fall, daß jemand, der in irgendeinem Fachgebiet sehr kompetent ist, weil er sich schon lang damit befaßt hat, und weil er sich vor allem tief damit befaßt hat, schon aus kleinsten Dingen den Gesamtcharakter erfassen kann, mit dem er es bei einem bestimmten Phänomen zu tun hat. 

Wahrheit hat mit Kairos, dem richtigen Moment mehr zu tun, als mit Richtigkeit. Was morgen zu sagen ist - um zu handeln - ist etwas anderes, als es das heute ist.

Der Irrtum so vieler in der Beurteilung (=Stellung zu) Bergoglio war also nicht, daß sie zu lange gewartet haben, um ihm eine (christliche) Chance zu geben, war also nicht besondere christliche Tugend, sondern es war schlicht ein Mangel. Ein Mangel an Erfahrung und damit an Haltung zur Wahrheit selbst. Denn auf Internet-, Medien-, Twitternachrichten zu starren, um daraus das eine oder andere "Richtige" zu destillieren, das dann doch ein Gesamturteil über die Gestalt selbst zu ermöglichen, ist nicht christlich, sondern es ist ... inkompetent. Zumal die neuen Medien (social media), das Internet, nicht einen neuen Höhepunkt in der Stellung der Wahrheit bedeutet, sondern die Verlagerung der Wahrheit auf Rationalität, die bekanntlich bestenfalls Material der Wahrheit ist, aber nicht Wahrheit selbst. Die ohne Geschichtsmächtigkeit - im Kairos - nicht denkbar ist. Denn sie ist letztlich Person.

Morgen Teil 2) Es ist vor allem ein Problem der Medien





Samstag, 9. November 2019

Sowas hatten wir schon mal

Wir sollten erkennen, worauf wir von Jahr zu Jahr mehr zusteuern.




Man könnte das auch in dieses Ambiente stellen. Denn Faschismus bedeutet nicht, inhaltlich dieses oder jenes zu wollen. Im Gegenteil, damit wird nur Legitimitätsschwindel betrieben, und diese Verwechselung war auch Grund manchen tragischen Irrtums, "Gutes" mit "schlechten Mitteln" zu tun zu meinen. Ohne Freiheit ist das jedoch niemals möglich, denn es geht nicht um Verhaltenssimilitudio, sondern um Wesensähnlichkeit mit Gott. Freiheit (die nicht mit Willkür verwechselt werden darf; nur in Vernunft und Wahrheit ist Freiheit möglich) ist Grundkriterium der Ähnlichkeit mit Gott, und deshalb dem Menschen in seiner Gottebenbildlichkeit unabdingbar. Somit muß ein Staat die Freiheit seiner Bürger schützen.*

Wenn, dann macht dieses Gebot Gesetze gegen Volksverhetzung sinnvoll. Faschismus bedeutet nämlich, daß ein gewünschter (gesollter) Zustand und eine Weise der Lebensführung samt einer Weise der Sicht auf Welt und Dinge herbeigezwungen werden sollen, die die Freiheit des Einzelnen ignorieren.







*Man muß an dieser Stelle und für manchen Leser vielleicht überraschend auf den Unterschied zwischen Faschismus und Diktatur verweisen. Faschismus ist nicht mit "Diktatur" ausgedeutet, also mit ihr auf gleicher Höhe. Sondern er ist das totalitäre Fordern bestimmter Verhaltens- und Denkweisen, die in jede Ritze des Lebens vordringen wollen, MIT DEM MITTEL DER DIKTATUR. 

Wir belassen es an dieser Stelle bei dem Hinweis, daß es eine autoritäre, "diktatorische" Regierungs- und Staatsform gibt, die per se NICHT zu verwerfen ist. Und die die Freiheit der Bürger sogar bewahren oder gar retten kann. Was Grönemeyer und Konsorten wollen ist mit dem Begriff "Gleichschaltung" deshalb erhellender erklärt. NICHT mit Diktatur. Das ist sogar noch ein Stück weit Vortäuschung falscher Tatsachen, wenn er in diesem Konzert von "diktieren" sprach. Er meint Gleichschaltung! Und die Elemente der Massenpsychologie, die er eiskalt nützt, und die in den Augen des VDZ eindeutig den strafrechtlichen Tatbestand der "Volksverhetzung" erfüllen, denn das ist damit gemeint, zeugt davon.

Noch einmal: Die Güte einer Handlung entscheidet sich nicht an der "etikettierten Inhaltlichkeit", sondern am angewendeten Mittel. Auch hier gilt, daß das Medium die Botschaft ist. (Siehe der Leser dazu die hier vorzufindenden Ausführungen über Schizoidität. Denn darum handelt es sich hier.)






Donnerstag, 24. Januar 2019

Der Paranoide ist nicht selbst schuld

Oh ja, da lachen halt die Klugen gerne mal, wenn sie solche Filmchen sehen. In denen halt das eine oder andere nicht ganz ausgewogen oder panisch und hysterisch ist. Aber man muß es ganz anders verstehen. Wenn man Menschen pausenlos belügt weil manipulieren möchte, täuscht man sich, daß diese das nicht merken. Denn die Wahrheit ist dem Menschen näher als er sich selbst, so daß sie sich immer in einem gewissen inneren Gefühl (das einem Wissen gleichkommt, das aber erst in der Sprache, der Wahrheit zur Gestalt wird, damit zum Teil der Ratio und damit der Vernunft im Urteil zugängig) meldet. Es kann manchmal lange brauchen, bis man sich von allen diesen Verstrickungen, in die wir seit langer Zeit gebracht wurden, frei macht. Alles, was in einem an Sätzen und sklerotisch gewordenen Behauptungen, die wie Steinwolken in uns hängen, die, weil mit vielen weiteren existentiellen Vorbehalten behängt, oft kaum zugängig sind, sich also im eigenen Seelenstübchen irgendwo verkrochen haben, müssen ins Licht der Wahrheit gehoben und zur Sprache gebracht werden, damit sie sich auflösen und uns frei machen.

Wer aber ständig belogen wird, steht noch in einer anderen Bredouille. Wenn er auch fühlt, daß mit der Sprache (des anderen) etwas nicht stimmt, so kann er es oft doch nicht entkräften. Damit treibt man ihn in eine geistige Verfaßtheit, in der er nur noch dumpfen Gefühlen der Gegenwehr ausgeliefert bleibt, und die Basis seines Selbstseins mehr und mehr aus den Händen gleitet. Das kann bis zur ausgewachsenen Paranoia gehen. Dementsprechend sind heute schizoid-paranoide Erscheinungen extrem häufig, weil sie Teile des (psychischen) Selbst der Menschen wurden. 

Darüber zu lachen oder sich lustig zu machen ist einfach nur böse. Es ist dasselbe Verhalten, wo man einer Katze zwei Beine am Rücken festbindet und sich dann darüber amüsiert, wie sie nun im Bestreben, das Gleichgewicht zu halten herumtorkelt. Und sie "Verschwörungstheoretiker" und "Paranoiker" nennt, oder ihre mangelnde Sachkenntnis an den Pranger stellt, weil sie mit ihren Mitteln die Ursache für ihre fehlende Balance und einen Täter sucht und mit der Macht der Autorität sogar richtige Antworten verhöhnt, um sie endgültig wehrlos in ihrem eigenen Elend zu machen.

Man darf nicht vergessen, daß es nicht der Schizoide ist, der sich selbst schizoid macht, daß es nicht der Paranoiker ist, der sich selbst paranoid macht. Sondern es sind konkrete Täter, die ihn zu dieser Haltung treiben. Oft genug - bewußt. Um freie Bahn für das eigene schändliche Treiben zu bekommen, um die eigene Schuld zu verschleiern. Weil der andere den Boden unter den Füßen verliert, zwar im Innersten weiß, daß er belogen wird, daß man ihn täuschen möchte, aber nicht zur Sprache kommt, nicht zur Vernunft. Dem einzigen Grund, auf dem er stehen kann. Dem die geistige Gesundheit auf dem Fuße folgt, wenn er jenen Punkt des Vertrauens findet, der seine eigene Weltrezeption in die Wahrheit und damit zum Selbststand hinein festigt. Denn der Torkelnde will gerade stehen.

Es sind immer die Schuldbeladenen, die täuschen, es sind immer die Schwachen, die manipulieren, es sind immer die Mißbraucher, die lügen. Die alle dem Gericht auszuweichen versuchen, indem sie den anderen zum Torkeln bringen, zum Mißtrauen in die Kraft der eigenen Vernunft. Findet er sie nicht, bleibt ihm nur noch die Irrationalität.

Wir wurden schon zu lange zu oft belogen, getäuscht, durch Propaganda manipuliert. Gerade letztere ist, das vergessen wir gerne, das eigentliche Treibmittel dessen, was wir als "Demokratie" bezeichnen. womit wir Parteien und Ideologien rechtfertigen. In einem Zeitalter der Zweitwirklichkeit, der Pseudologie, der Entwurzelung und Atomisierung der Menschen. Fehlt in solch einem Zeitalter aber auch noch die fleischlich präsente, welthaft gewordene Wahrheit, fällt es in Irrationalität und Wahnsinn.










*201018*

Donnerstag, 15. Februar 2018

Unbeantwortbare Fragen

(Aus den bisher ca. 1250 unveröffentlicht gebliebenen Beiträgen im Archiv) 

Im Zweifel kann der Mensch Antworten von Bereichen verlangen, die ihm verschlossen bleiben - und zwar kraft seiner Natur. Die Frage stößt immer an eine Grenze. Doch im Gegensatz zur Antwort kann sie sinnlos sein.

Weil unser heutiges Bildungssystem aber Fragen stellt, ja implantiert, die es nicht beantworten kann, ist es zerstörerisch, weil es Zweifel sät, ohne selbst beurteilen zu können, ob dieser Zweifel überhaupt berechtigt ist. Was ja durchaus so gewollt sein kann. Am sichersten zerstört man jemanden, indem man ihn zum Zweifel an seinen Grundlagen bringt.

Die Art, wie die Schizoidität wirkt - eine der häufigsten Erscheinungen, ja die Erscheinung der Lüge im zwischenmenschlichen Umgang, die mit dem unausweichlichen, immer konstituierenden Weg suchenden Hierarchie unter Menschen spielt: indem sie behauptet, was dem anderen über sinnliche Erfahrung nicht ausgesagt würde, bringt sie den Menschen in einen Zwiespalt zwischen Wahrgenommenem und Gedachtem, noch mehr: Gesolltem. Denn das Logische ist immer auch das Gesollte.

Weshalb die Irrationalität zurecht dämonisch genannt wird, weil sie den Ausstieg aus der Urteilskraft des Menschen überhaupt fordert.

Es war für meine Schulzeit (Mitte der 60er bis Ende der 70er Jahre) charakteristisch, daß Fragen gestellt wurden, die von den Lehrern nicht beantwortet werden konnten. Aber - wie ich heute weiß - nicht, weil die Antworten nicht vorhanden waren, sondern sich dem Bewußten einfach noch nicht erschlossen hatten, oder den Fragen so weit überlegen waren, daß sie den Horizont des Fragenden weit überschritten hätten. Und hatten. Meine Lehrer waren somit mit Fragen konfrontiert, die sich auf Gegebenheiten bezogen, die ihnen selbst noch so natürlich und wahr waren, daß sie intellektuell und vor allem verbal nicht dem Zweifel gleichartig auseinandergesetzt werden KONNTEN. Denn dem Bewußtsein erschließt sich immer der "Geruch des Fehlenden", Philosophie ist somit immer eine Art "Leichenfledderei", die vom Tod einer Kultur lebt.

Sohin fehlt ihr immer das Grundlegende, um Leben wirklich zu rekonstruieren. Und sohin sind viele Fragen gar nicht beantwortbar. Aber nicht, weil sie überlegen sind, sondern weil sie auf etwas abzielen, das nur auf andere Art - eben wirklich - zu geben ist. Kaum wo gilt also, die Hoffnung auf die Kraft des Seins - dem, was bleibt - zu schützen.

Das Einzige, was Leben rekonstruieren kann, ist die Kunst. Weil diese auf ein Gesamtbild abzielt und es erneut zu bilden, Gestalt zu geben vermag. Weil Kunst sich nie einfach aus einem Gedanken Kraft holt, sondern das sicherste Zeichen der Transzendenz ist.

Die Kunst reduziert die Fragen auf ihre Stellbarkeiten, indem sie sich aus den Antwortenkategorien erhebt und Welt zur Antwort gibt. Sie stellt die Welt in einer Geschlossenheit und Vollkommenheit dar, die im Gemengelage des faktischen Lebensalltags verloren, weil überlagert, ja untergegangen zu sein scheint. Nicht nur zeigt das ihren Charakter der Muße an, ihre Paradieseshaftigkeit, sondern bringt auch die Frage der Taufe ins Spiel!

Denn zur Vollkommenheit der Welt gehört gerade ihre Verbindung von Natur und Übernatur, ihre Transzendenz ist vom Künstler beantwortbar, in der Darstellung.

Womit die Frage der Liturgie beantwortet ist - als vollkommenstes, größtes Kunstwerk, als allumfassende Abstraktion dessen, was die Welt zur Vollkommenheit führt. Und damit als Verbindung zu Gott selbst: in ihr ist Jesus REAL gegenwärtig, wie versprochen, für alle Zeit. Wäre diese Gegenwart nicht Realität, würde alles Heilsversprechen des Erlösers zum bloßen Fideistischen verkümmern, wäre alles vom Menschen selbst abhängig. Wäre Verlust dieses "Glaubens, der geglaubt werden muß" nicht nur die größte, sondern vor allem die einzige Heilsangst, die auch keine Linderung - im Vertrauen auf das Sein - erführe. Was für Luther ja tatsächlich zutraf. Denn die Frage, was und wie fest man glaube, für wahr halte, ist ebenfalls nicht beantwortbar.

Denn die Wahrheit dessen, was die Welt konstituiert, ist nur rückfolgernd als Scheme erahnbar und verifizierbar bzw. mehr noch: falsifizierbar. Aber keine summarische Antwort einer semantisch rationalistischen Logik.

"Unser Sprechen hat Inhalt!" (George Steiner)





*März 2008*

Mittwoch, 17. Mai 2017

Ein Woodstock der Dämonen

Die Frage um Medjugorje war für den VdZ, der Mitte der 1980er Jahre zweimal dort war, nie eine Frage nach der Echtheit oder Nicht-Echtheit der Erscheinungen. Dieses Thema haben andere sehr überzeugend behandelt, und auf Fragwürdigkeiten hingewiesen die nur noch den Kopf schütteln lassen. Die Frage um Medjugorje war in dem Moment entschieden, als der VdZ selbst erkannte, daß die "charismatische Subjektivität" in Konflikt mit der Wahrheit und damit mit der Freiheit und Würde des Menschen steht. 

Ab da begriff er Medjugorje als Phänomen des Subjektivismus, das genau in diese Zeit paßte. Der eine protestantische Wende war, die sich lange schon ereignet hatte und der niemand in der Kirche wehrte, im Gegenteil, die sie sogar noch förderte und als "Erneuerungsbewegungen" nicht nur mißverstand, sondern sich somit ihre eigene Krankheit zum Tode hereinholte, ja in der Liturgie sogar noch maßstäblich machte.

Was als "Früchte von Medjugorje" dargestellt wurde und wird ist deshalb nicht als "Frucht" zu werten, und wenn, dann nicht WEGEN Medjugorje, sondern TROTZ. Dieser Satz gilt ja für die gesamten charismatischen Erneuerungsbewegungen. Vielmehr passiert in Zusammenhang mit diesem montenegrinischen Ort eine In-sich-Verbiegung, die das Glaubensleben auf psychodynamische, psychogenerierte Erlebensebenen drückt. Der VdZ hat vielfach bei "Pilgern" dorthin beobachtet, daß sie diese Anlage entweder bereits hatten, oder dort bekamen. Fortan wurde der Glaube und das Glaubensleben in das eigene Gefühlsleben verlagert, dieses als Kriterium herangezogen. Dem dann die typischen katholischen Formen - Beichte, Meßbesuch, Kommunion, sogar Rosenkranz - aufgeschachtelt wurden. 

So, wie man sich eben ein kleines häusliches Schautheater zurechtbastelt, das dem reinen Äußeren nach auch dem "Katholischen" entspricht. Zumindest weitgehend, denn in entscheidenden Punkten eben nicht. Und der signifikanteste Punkt ist der Gehorsam, denn der Hype um Medjugorje entstand ERST aus einer völligen Ignoranz gegenüber der kirchlichen Hierarchie, aus reinem Ungehorsam. 

Damit wird Glaube und Erlösung zu einer konstruierten Zweitwirklichkeit, die einer strengen Pseudologie folgt, und also alle vermeintlichen Wirklichkeitselemente zusammenträgt. Bis hin zu den Gefühlen, den äußeren Früchten. Entsprechend sind nicht zufällig so viele "Zeugnisse für Früchte" an Medjugorje Berichte von Menschen, die etwas "an sich" erlebt haben. Oft genug sind das sogar simpelste gruppendynamische Ereignisse. Der VdZ erinnert sich an so manche Erzählung, in der jemand von der "Ergreifung von der Gnade" berichtete, und in Wirklichkeit das erlebte, was als "Aufbrechen der Integrität der Persönlichkeit", also als Vorstufe oder schon als Stufe dämonischer Besitzergreifung erfuhr.

Umso täuschender erfolgt diese, als dieser Psychodynamik zu eigen ist, daß sie sich der Dynamiken wahrer Beziehungstopoi bedient, die "für sich gesehen" eben in wahrhaftigen Wesenserfüllungen (die immer Ortserfüllungen sind) vorkommen. Zur Illustration: Man überträgt diese Matrizen der Wesensdynamik in andere Orte und Situationen. (Vielleicht ist das überhaupt das Wesen dessen, was als "Psyche" bezeichnet wird; ob in allem, darüber hat der VdZ noch nicht fertiggedacht.)

So stellt man also "richtige Bewegtheiten" aus sich heraus (im inneren Theater, immer aber auch außen) um sich (und andere) der eigenen "Wahrheitsentsprechung" zu versichern. Man kann etwa alle inneren Erfahrungen der Reue, der Liebe, des Mitleids etc. etc. durch solche (und sei es im Film, oder im Alltag bei anderen festgestellten) Topoi "nachstellen", hervorrufen, und sich damit über die Wahrhaftigkeit und Wirklichkeit der Beichte (fast) vollkommen täuschen. Damit ist der Mensch in der Lage, sich (zweitwirklich) selbst "tiefste" Religiosität vorzumachen, die aber nie mehr ist als völliges Scheintheater.

Die freilich vor dem allerinnersten Forum, diesem kleinstkleinen Funken "Ich" nie bestehen können, das der Einbettung (weil Herkunft) aus der Wahrheit nie entkommen kann. Die von Fanatismus (der immer mit seiner Zwillingsschwester, der tief existentiellen Angst, auftritt) geprägten Psychogramme von aktiven Verteidigern und gar Anhängern dieser angeblichen Marienerscheinungsstätte sprechen damit ihre eigene - entlarvende - Sprache. Die selbst den abstoßend banalen "Botschaften der Gospa" noch "Wahrheit" und "Aktualität" abgewinnen möchte, wofür es schon sehr viel Blindheit braucht.

Und kein angebliches Wunder vermag dies zu verändern. Denn das Auge sieht nur aus dem Geist, nicht aus der physischen Sinneserregung von außen her. Wunder können deshalb nur belegend im Geist eines Menschen wirken, niemals aus ihrer "empirisch-sinnlichen Existenz" heraus. Und als Beleg entfalten sie dann ihre Wirkung. Das gilt für die Sakramente (die ja "Wunder" als ungeschuldeter der Liebe Gottes zuzuschreibender Einbruch der Übernatur sind) im Guten genauso, wie die über solchen Wunderglauben (der über menschliche Schwächen, allen voran den Hochmut, den Narzißmus wirkt, die weil immer auch willensfundiert ein Angebot an Dämonie sind und deshalb der Freiheit und Würde des Menschen zuwiderstehende, diese sogar definitiv nehmende) implementierte dämonische Abhängigkeit und Besetzung.

Das Entscheidende am Glauben, das fehlt eben, daran läßt sich alles bereits entscheiden. Und das ist das Hineinsterben in den Augenblick, aus welchem Sterben dann der Kairos aufsteht, die unbedingte Wirklichkeitsoffenheit, die aus der Seinsveränderung (die die Liturgie, das Sehen macht) auch ganz organisch ins Handeln übergeht. Und das die Wahrheit sucht und liebt, nicht das "Glaubenserlebnis" oder die (psychodynamische) "Verhaltensheiligung". Stattdessen wird - eben: Zweitwirklichkeit, Pseudologie - ein Bild vom "Kreuz" und schon gar von Erlösung vertreten, wie es sich in der subjektivistischen Wende aus der Reformation bereits vorzeichnet.

Medjugorje ist deshalb ein riesiger Ramschladen der Glaubenskonserven, deren Lüge (in Schizoidität) und Dämonie durch ein unerträgliches Massentheater der Täuschung verborgen bleiben soll. Denn, daß Medjugorje ein Festival der Dämonie ist, daran hat der VdZ nicht den geringsten Zweifel. 

Auch hier gilt: Wenn so manche, ja so viele wüßten, wie sehr sie "zu lesen" sind, würden sie sich fortan in tiefen Höhlen verbergen.


*300417*

Dienstag, 21. März 2017

Abschied von der Sprache

Was aber ist die direkte Folge der Lüge der Schizoidität? Es ist der Verlust der Wahrheitsdimension des Sprechens, und damit die Abkehr vom Denken als Instrument der Weltdurchdringung, des Findens jener Ordnung, die letztendlich die Ordnung des Seins ist. Die Menschen können sich nicht einmal mehr vorstellen, wie weit und wie akkurat die Welt gedanklcih zu durchdringen ist. Sprache, Sprechen, Denken wird zu dem, was es für weite Teile der Menschen bereits tatsächlich geworden iste: Zur reinen Welt für sich, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat. Dafür greift man dann zu anderen Instrumenten - der rein subjektiven, aktualistischen Einschätzung und Meinung. Der aber eines fehlt: Jener Impuls, der sie zu mehr macht als zu einem Abbild des Momentanzustands. Denn nur auf Logos hin, aus Sinn, auf Wort hin kann sich die Vernunft von sich weg auf die Wahrheit hin transzendieren, um so Abbild der Wahrheit - und ni9chtnur subjektive Befindlichkeit - zu sein.

Wenn an dieser Stelle schon mehrfach gesagt worden ist, daß die schizoide Lüge vielleicht das Symptom der Gegenwart ist, so findet sich dies in immer rascherem Tempo in allen Lebenslagen wieder. Überall - ob in Kirche, Politik, Moral, oder wie hier im Video "Klimawandel" - werden die Aufforderungen laut, auf das Denken zu verzichten, und stattdessen "aufs Gefühl" zu hören. Und das ist sogar verständlich. Denn es wird seit Jahrzehnten nur noch gelogen. Zu lange. So lange, bis die Menschen sich von der Sprache und damit vom Denken verabschieden, ganz intuitiv und auf eine Weise nicht einmal so verkehrt, denn der Schizoidität läßt sich nur noch mit Haltung begegnen, mit Tat, nicht mehr mit Wort. 

Was aber, wenn diese Haltung unvernünftig, nicht auf den Logos hin orientiert ist? Dann verliert der Mensch die Welt. Dann wird alles Denken und Sprechen zu einem in sich geschlossenen Zirkel, zu einer Pseudologie, einer Zweitwirklichkeit. Das ist ein wesentlicher Hintergrund der apokalyptischen Ängste, die sich heute überall zeigen, sodaß es überall und immer nur noch "ums Ganze" geht. Deshalb, und genau deshalb wurde vor Jahren hier einmal gesagt: Wer jetzt nicht genug Öl in der Lampe hat, dem wird das Licht ausgehen.










*130317*

Donnerstag, 23. Februar 2017

Alles hat sich bewahrheitet

Aus gegebenem Anlaß erlaubt sich der VdZ, eine ab 4. Juni 2013 an dieser Stelle veröffentlichte Artikelserie über Kard. J. M. Bergoglio - Papst Franziskus wieder vorzulegen. Schon wenige Wochen nach der Wahl des Argentiniers hatte der VdZ das erschreckende Urteil über diesen aus dem, was er zu sehen meinte, durch Lektüre des einzigen damals von ihm vorliegenden Buches, eines Exerzitienbuches für Priester, geprüft. Und war auf ein umfasssendes Bild gekommen, das offenbar zutreffend war, weil auch die Vorhersagen über diesen Punkt um Punkt eingetroffen sind. Nichts an der Analyse aus 2013 muß revidiert, im Gegenteil könnten die Einschätzungen mittlerweile noch weiter ausgebaut werden, denn sie haben sich allesamt bewahrheitet.

Der etwas sperrige Titel "Über das Wesen des Schizoiden" hat auch mit der damaligen Vorsicht zu tun, immerhin war der Papst ja erst kurze Zeit im Amt und vieles in den Einschätzungen war weit aus dem Fenster gelehnt. Doch meinte der VdZ ganz sichere Indizien dafür zu sehen, daß sich die Hauptcharakteristik dieses Mannes in der Taktik der Schizoidität (über die an dieser Stelle immer wieder gehandelt wurde, weil es eine Pathologie dieser Zeit ist) als Strategie der Lüge am treffendsten erfassen läßt, die ihre Nähe zur Bösartigkeit nicht verbergen kann.

Die fünf Teile sind:

Teil 1) Der Ausgangspunkt
Teil 2) Von Früchten, Scheinfrüchten und Früchtchen
Teil 3) Braucht die Kirche einen frommen Papst?
Teil 4) Wahrheit ist eine Frage des Lichts, das auf etwas fällt. Zitate, und wie man sie auch deuten könnte.
Teil 5) Komm sie jetzt, die tiefe Nacht des Verstandes?

Ein Verlag hätte der Artikelserie vielleicht folgenden Text vorangestellt:

Schon im Mai 2013, aus den ersten öffentlichen Wirkungen des gerade zum Papst gewählten Jorge M. Bergoglio Papst Franziskus, meinte der österreichisch-ungarische Schauspieler und Schriftsteller Eberhard J. Ambrosius Wagner ein Muster zu erkennen, das die psychologische Analytik als "Schizoidität" kennt und eine besonders subtile, aber heute besonders verbreitete weil kulturimmanente, historische Art der Lüge ist. In einer fünfteiligen Artikelserie veröffentlichte er ab dem 4. Juni 2013 diese seine Analysen, die Anfang 2017 wirken, als seien sie gestern und nachträglich geschrieben.

Aber wer einfache Lösungen erhofft hat, muß enttäuscht werden. Man kann gerade mit der Wahrheit von Teilaussagen am perfektesten lügen, und das tut die Schizoidität. Dogmatische Irrtümer wird dieser Papst zumindest lange Zeit tunlichst vermeiden, sagt Wagner schon 2013. Nur durch penibles Zurückführen der Bergoglio'schen Äußerungen auf Grundlagen läßt sich ihre wahre Verwendungsrichtung erkennen.

Die ersten vier Teile befassen sich deshalb mit Grundlagen. Sie versuchen dann, ausgehend von den Buchtexten, diese auf die erarbeiteten Grundlagen hin zu prüfen, bis der fünfte Teil ein Fazit zieht und eine Perspektive und Prognose entwirft, die mit einer erschreckenden Warnung schließt: Wer unter diesem Papst nicht genug Öl in der Lampe hat, dem wird das Licht ausgehen. Was da auf die Kirche zukommt ist einzigartig und kann nur heute so passieren.





*150217*

Sonntag, 10. Juli 2016

Von den Lügen der Lügner (2)

Teil 2) Man muß Vater sein. 
Aber Vaterschaft heißt: Verantwortung "für die seinen"
 - Wer keine Verantwortung tragen kann, wer proprium (Das Eigene)
wer Eigentum ablehnt, kann nicht erziehen




Was kann aber herauskommen, wenn das dieser Papst tut? Richtig. Es zeigt nicht anders als überall sonst, woran sich sein wahres Handeln ausrichtet, und er zeigt es im Handeln. So, wenn er sich um sein Lieblingsprojekt (dict. S. Magister) kümmert, und das ist die Schulstiftung Scholas Occurentes. Denn selbstverständlich hält sich dieser Papst auch für einen begabten Pädagogen, Erziehungsratschläge zu geben ist ja ein bekanntes Steckenpferd bei seinen Auftritten.* Dieses Schulprojekt, das maßgeblich von ihm initiiert und nun als Papst maßgeblich von ihm gefördert und vor allem (!) mit Autorität und Maßstäblichkeit beglückt wird, dem gegenüber er keine Gelegenheit ausläßt, um es zu bestätigen und mit seiner Anwesenheit zu beglücken, begann in Buenos Aires, und hat sich mittlerweile auf ein weltweites Projekt ausgewachsen. Was nicht besonders schwierig ist, denn es wird von allen möglichen säkularen und politischen Einrichtungen unterstützt. Und das ist auch kein Wunder. Denn der Papst hat längst betont, daß er für eine säkulare Schule eintritt. Eine Schule, die sich auf die Säulen Technik/Bildung, Sport und Kultur errichtet sieht.
Der Säkularismus dieser Einrichtungen ist nur ein illustrierendes Detail zu einem Menschenbild, das dem christlich-abendländischen Menschenbild, ja der gesamten (katholischen) Weltsicht als Schöpfung im logos diametral entgegensteht. Es geht von einer Aufformung von Identität (und Gesellschaftsstrukturen) aus reinen Fähigkeiten heraus aus. Die Form wird ignoriert, sie wird durch Eigenschaftlichkeiten ersetzt die dann Form ergäben (was sie natürlich nicht bzw nur im Rückgriff auf doch wieder apriorische Formen tun).

Nicht mehr also gilt, daß das Sein das Handeln bestimme, sondern umgekehrt: Das Handeln bestimme das Sein. Das ist blanker Materialismus, der noch dazu - in schönster rationalistischer Tradition - von einem Wissen ausgeht, das unabhängig von der geistig-spirituellen Quelle gesehen wird. Das ist nicht nur ein nachzuweisender Irrtum, sondern es ist zutiefst anti-katholisch. Nicht einmal mehr unkatholisch. Es ist Ideologie.

Denn es gibt kein situationsunabhängiges, "abstraktes" Wissen. Die Objektivität des Wissens als Wahrheit - und nur darin läßt isch Wissen überhaupt begreifen: Als Teilhabe an Wahrheit und der Gewußtheit eines selbst (von der Wahrheit), die jedem Wissen vorausgeht (!), in die man in personaler Beziehung eintritt um an der Wahrheit eben teilzuhaben. Deshalb gibt es auch kein genuin "interkulturelles Wissen", das gewissermaßen für alle gleich wäre (weil, wie die Lüge sagt, die Welt ja für alle gleich sei - das ist sie eben NICHT.) Aber es gibt in jeder kulturellen Gestalt Teilhabe an dieser einen objektiven Wahrheit, die nur im Maß der Sittlichkeit objektiv wird (als teilhaft an der Wahrheit), die in jedem Fall aber Standort (also: Kulturverwurzelung in EINER Kultur, in EINER Identität, die nur verortet möglich ist).

Nur aber wo dieses Eigensein stark und präsent ist, in Besitz übergeht, vermag sich dann der Mensch in Wechselwirkung der Objekt-Begnung nach und nach auch selbst frei zu machen, also seine Freiheit zu aktivieren, sich nach Vernunft also zu verhalten. Einen "interkulturellen" Menschen heranziehen zu wollen ist also eine contradictio in adjectio - es ist eine Lüge. 

Die mit dem Weltbürger vergangener Zeiten nichts zu tun hat, denn der ging immer aus einem spezifischen, starken Besitz einer lokalen Kultur hervor. Den Begriff hier zu verwenden ist also ebenfalls eine Lüge, aber um solche zu finden muß man an diesem Papst nur ein wenig anstreifen, und schon fallen sie wie reife Pflaumen zu Boden. Ein unverwurzelter Mensch kann niemals Weltbürger sein, ja er wird zum Weltbürger, je mehr er seine eigene  Kultur besitzt und sich in sie hinein wirklicht. Es gibt genau deshalb auch keinen Heranwachsenden, zu Erziehenden, der zum Weltbürger erzogen werden könnte. Weltbürger kann nur ein wirklich reifer Erwachsener werden, ja bei dem wird sie sogar zum Erkennungsmerkmal von Reife, ohne je ohne lokale Verankerung gesehen werden zu können. 

Warum kann also Bildung niemals darauf aufbauen? Weil Bildung, Schule eine Institutionalisierung als Aspektverstärkung (das nennt man eben: Kultur) des prinzipiellen Welt-zum-Objekt-werdungs-vorgangs in jedem Menschen ist. Die Schule ist also die "ausgelagerte Mutterbrust", und kann sich nur auf diese beziehen. Ist der Mensch erwachsen, ist für ihn in jedem Fall die Möglichkeit einer Schule vorbei. (Sie wird von der Universität ja nicht weitergeführt, sondern durch eine andere Form - der Wissenschft - abgelöst, die mit Schule im Grunde gar nichts mehr zu tun hat.)

Denn dieses Schulprojekt, das - wiewohl mit päpstlichem Segen, wie gesagt: als Vorbild für eine "neue Erziehung" eingerichtet - nicht den geringsten Ansatz einer Konfessionsschule zeigt, versteht sich in wunderbarster Harmonie mit ... den Erziehungsrichtlinein der UNO. Und die wollen einen neuen Weltbürger formen: International, Interkulturell, interreligiös, nachhaltig umweltbewußt, und natürlich auch intersexuell (Selbstbestimmung des Geschlechts/Genderismus)³, und als Lobpreis der vielfältigen Formen von Familie. Das ist alles nachzulesen, alles offiziell verkündet, alles schriftlich programmatisch festgehalten - in den Schriften dieser Scholas Occurrentes selbst. Wie also war das mit Gender und Teufelswerk?

Mit einem Wort: das wahre Lieblingsprojekt des Papstes ist es, Träger eines ganz neuen Menschen heranzuformen. Und damit endlich jener ganz neuen Humanität, wie sie sich die UNO vorstellt und wie sie der Papst in persona (!) repräsentiert, man muß nur die Augen aufmachen und sein Gesicht verhärten: eines neuen Weltbürgers. Dessen Konstitution mit dem Satz zusammenzufassen ist: Wer nichts ist, ist natürlich auch zu nichts mehr feind.

Außer ... ja, außer ... zum Menschsein. Außer ... jenen gegenüber, die etwas sind, die Identität und Gestalt haben weil Welt als Gestaltgefüge begreifen. Aber diese Extinktion des Menschseins nennt man ja heute schon lange "Paradigmenwechsel in der Erziehung". Weg vom Sein, hin zum Verhalten.** Und auch das ist nominell richtig, man verbirgt es also gar nicht. Aber es vertuscht die große Lüge: Die einer Erziehung.





²Und es ist dieselbe Lüge bei jenen, die aus seinem Wust von Äußerungen jene heraussuchen, die "wahr" sind. Sie sind nicht wahr. Wahrheit ist nicht "richtig sein". Wobei die Qualität der päpstlichen Aussagen, sofern sie "richtig" sind (manche nannten sie gar einmal "Perlen"), so gut wie nie über einen Status hinausgeht, bei dem man sagt: Es ist halt auch irgendwie wahr. Weil irgendwie auch nicht falsch. Aber Wahrheit sicht ganz anders aus! Wer mit päpstlichen Aussagen hausieren geht, die "nicht falsch" sind, um zu beweisen, daß er DOCH Wahrheit verkündet (meist, um das PapstAMT zu schützen, oder sich gar etwas einzureden), stützt aber in Wahrheit ein Lügenprojekt. Und riskiert, selbst verwirrt zu werden, weil er seine Fundierung verliert weil verrät.

*Daß er das nicht ist, gar nicht sein kann, sieht nicht nur der Kundige, sondern verkündet der Papst ja selbst, obwohl er die Zusammenhänge gewiß nicht sehen wird, sonst wäre er vorsichtiger. Denn wenn er sich selbslt als "tententiell verantwortungslos" bezeichnet, so ist das weit mehr als ein Scherzchen am Rande, mti dem man die Atmosphäre auflockert. Das wurde ihm an dieser Stelle schon längst attestiert: Verantwortungslosigkeit. Aber nun kommt's: Verantwortung ist ein Adjektivum des Väterlichen, und es hat mit Eigentum zu tun. Wir werden uns hier mit diesen speziellen Zusammenhängen noch näher auseinandersetzen, soviel kann schon vesichert werden. Wer aber kein Vater ist, kann niemals erziehen, denn Erziehen heißt ja: zum Vater(sein) hin erziehen!

**Und in diesen Topf wurden nahezu die gesamten philosophischen Entwicklungen des 20. Jhds. geworfen, dreimal kräftig geschüttelt, bis jede dieser an sich oft großartigen Gedankengestalten in ihre Einzelteile aufgelöst war, sodaß man sich daraus nun ein ganz neues Menschen- und Weltbild basteln kann. Wer einiger dieser Autoren kennt - viele wurden ja hier schon genannt, Xavier Zubiri soll erstmals an dieser Stelle auch genannt werden, Schüler von Ortega Y Gasset, und eine Entdeckung die der VdZ erst jüngst machte. Bei dessen Lektüre der VdZ aber regelrecht "hörte", wie man diese Gedanken mißbrauchen kann, wenn man sie in einen zu kurzen Verstehenshorizont einbettet (was Zubiri selbst nicht passierte), sodaß ihm erstmals auffiel, wie Versatzstücke seines Denkens überall zu bemerken sind. Der in der Öffentlichkeit kaum bekannte Mann - naja, Alltagskost oder Gegenstand süffiger Feuilletons sind diese Gedanken natürlich nicht gerade - hatte nämlich enormen Einfluß auf die Philosophie des 20. Jhds. genommen. Weltweit. Auf ihn beruft sich sich sogar ... die Befreiungstheologie, die das Prozeßhafte des Zubiri'schen Realitäütsbegriffs, der Geschichtsbegriff, der sich daraus ableitet, ins Relativistische Marx-Hegel'scher Dialektik versoffen hat. Wir werden an dieser Stelle sicher noch einiges zur Auseinandersetzhung mit Zubiri bringen.

³Auch auf die Gefahr hin, als Dauerprediger eingestuft zu werden: Den Genderismus als isolierte Ideologie anzusehen ist naives, völliges Verkennen seiner Wirklichkeit. Denn die gründet in einer tiefen Weltsicht, in der Form und Inhalt auseinandergerissen werden. Das Sein des Seins aller Dinge gründet in ihrem Wesen, IN DEM sie am absoluten Sein teilhaben. Erst diese Wesensidee (als Dynamis zu verstehen), ermöglicht (in der begegnenden Haltung) bzw. ist sogar (Zubiri) ihre Existenz. Der Genderismus ist nicht einfach eine Schnapsidee, die man auch weglassen könnte, dann wäre alles gut. (Vielleicht gar noch, wie meist sogar zu beobachten, mit dem Nachsatz: Ansonsten sind wir ja auch für Gleichberechtigung oder gar Gleichstellung der Geschlechter, jeder soll doch tun wie es ihm beliebt. Das ist GENAU DERSELBE IRRTUM.) Nein. Anti-Genderismus ist nur dieselbe Stufe der Weltverfehlung, ist selbst Ideologie. Er ist nur eine graduelle Stufe einer weit tiefer gehenden Verkennung der Welt überhaupt. Die meisten Anti-Genderisten sind deshalb schlicht und ergreifend lächerlich, wenn nicht dumm.




*040616*


Samstag, 9. Juli 2016

Von den Lügen der Lügner (1)

Angeblich ist es sein "Lieblingsprojekt", das schreibt zumindest der italienische Publizist Sandro Magister. Und der VdZ kann es sich gut vorstellen, denn da paßt alles zusammen, meint er. Der schon wenige Monate nach der Übernahme des Papstamtes durch J. M. Bergoglio diesem aus der Struktur schon seiner ersten Amtshandlungen und vor allem Wortmeldungen, zusammen mit Bergoglio's einziger eigener Publikation, "Schizoidität" als Handlungsstrategie vorwarf. Wozu dient diese heute fast allgemeine Pathologie? Sie dient der Lüge. Deshalb ist sie auch eine Umschreibung eines einfachen Umstandes: Wer schizoid handelt, lügt. Dieser Papst lügt also.²

Denn die Lüge ist ja keineswegs eine einfache Vertäuschung von Fakten, nein, die weit ausgefeiltere, heimtückischere Lüge - zugleich die Lüge der Propaganda - ist die, die mit richtigen Details vorgeht, aber diese in einen ganz anderen Zusammenhang stellt. Damit lähmt sie den gutmeinenden Adressaten, weil sei einen Gesamtblickwinkel erfordert. Sie erfordert ein "hartes Gesicht", um sich dagegen zur Wehr setzen zu können. Was bei einem Papst natürlich besonders schwierig und heikel ist, weil die Frage nach der Unfehlbarkeit des Amtes so problematisch hineinspielt.

Man könnte die Schizoidität, mit der sich nicht zufällig so viele Geister der Mitte des 20. Jhds. - von den Größen der amerikanischen Psychologie (allen voran: R. D. Laing) angefangen bis zu Künstlern als Chronisten eines vergehenden Kulturvolkes wie H. v. Doderer - auseinandersetzten, die sie als monströs anwachsende Zeiterkrankung konstatierten, auch mit einer Kluft zwischen der wirklichen Wirklichkeit des Handelns eines Menschen und seiner Sprache bezeichnen. Man redet so - und tut anders. Der schizoid Lügende will den Interpretationshorizont des Adressaten lähmen, er will seine Wahrnehmung manipulieren, damit dieser aufhöre, seinen unbewußten Urteilskriterien, seiner eigenen, autochthonen Vernunft zu vertrauen. Denn der Verstand sagt ihm ja: Das stimmt, was der sagt, das kann ich nicht entkräften. Also muß das, was ich fühle, falsch sein. 

Damit gibt er aber die Freiheit auf, denn hinkünftig kann er sein Urteil über eine sinnlich erfaßbare Sache, ein Erkenntnisobjekt, nicht mehr in eigener Verantwortung und damit Vernunftbasis gründen, sondern ihm bleibt nur noch das Vertrauen auf den anderen. Besonders schlimm eben, wenn es durch objektiv nicht auszuhebelnde Autorität begründet ist. Wohinein in diesem Fall natürlich die unselige Schwierigkeit spielt, die mit der Verkündigung des Unfehlbarkeitsdogmas etabliert wurde, weil sie den absolut wahren Kern, auf den sie sich bezieht, von der Person fast ununterscheidbar macht. Aber auch das normale Menschsein spielt hier seine tragische Rolle, denn es liegt in der Natur des Menschen und seiner Konstituiertheit als Person in Persönlichkeit, daß er sich nie einer Autorität entschlagen kann. Denn sie ist es ja sogar, von der er sich selbst als Selbst empfangen hat.

Als der VdZ vor mittlerweile drei Jahren an dieser Stelle schrieb (und seither in zahlreichen weiteren Artikeln ausführte, belegte, vertiefte), daß dies bei diesem Papst eindeutig Schozoidität als Taktik (denn anders als die Schizophrenie ist Schizoidität keine Krankheit, zumindest  nicht zuerst, sie kann aber dazu führen, weil sie über die nie von Schuld befreite Haltung zur Pathologie der Persönlichkeitsdissoziation werden kann, ja langfristig auch immer wird, es bestehen eindeutige Linien zu Demenz und sogar Alzheimer) festzustellen ist, glaubte ihm kaum jemand. Dieser Papst wird enormen Schaden anrichten, schrieb der VdZ schon im Mai/Juni 2013, und er wird unermeßliche Verwirrung anrichten, und er wird viele mitreißen. Wenn man einmal das Wesen des Schizoiden erfaßt hat (zu welcher Durchdringung der VdZ von frühester Jugend an gezwungen war, wollte er in seinem familiären Umfeld nicht verrückt werden), erkennt man sie blitzschnell. Und man weiß (theoretisch), wie man sich verhalten muß: Man muß sein Gesicht verhärten.

(Was auch dem VdZ nicht immer gelang, weil er doch immer wieder Menschen sein Herz öffnete, sich angreifbar machte, trotz des Wissens um deren Neigung zu dieser Taktik, denn das ist es, eine Taktik, eine Kampftaktik. Das dürfte man aber in solchen Fällen nicht, das wäre ein Gebot der Klugheit. Aber es ist auch mit großen Gefahren - Paranoia, ja Autismus - behaftet, sodaß man fast nur das "geringere Übel" innerhalb eines solchen Kulturzustands wählen kann. Man kommt seiner Kultur eben nie aus. Nie. Weil Menschsein ohne distinkteste Verortung unmöglich ist.)

Mittlerweile wird es immer manifester, und weltweit beobachtbar für viele offenbar. Wenn es auch immer noch meist an Einzelheiten aufgehangen bleibt, in denen diese Unvereinbarkeit von Handeln und Wort zu offensichtlich wird. Was wie bei jeder Lüge nur eine Frage der Zeit ist, denn jede, ausnahmslos jede Lüge kommt irgendwann einmal ans Tageslicht, und sei sie noch so geschickt getarnt, und kollabiert, wenn auch an ganz anderer Stelle. Sie ist, wie der Seher Heimito von Doderer es einmal ausdrückt, der "Mündungsrauch, der verhindern soll daß man sieht, woher das Geschoß kommt."

Dabei gibt es ein gewisses Erkennungsmerkmal, mit dessen Kenntnis der Lügner meist nicht rechnet, denn ganz läßt sich seine Lüge ja nie verbergen - sein Handeln, seine Gestalt ist ja nicht wirklich zu verbergen. Und es ist oft sogar amüsant zu sehen, daß Lügner nicht damit rechnen, daß man alles, wirklich alles an ihrer Gestalt sieht (weshalb es Teil ihrer Strategie ist, diese Wahrheit ihrer Gesetalt durch jede Form relativierende Aussagen - wo der Ausnahmefall zur Regel wird - zu verhüllen.) Auf der Bühne nennt man das "outrieren" - ein Schauspieler, der outriert, zeigt wie er sich vorstellt wie sich ein inneres Gefühl, das er haben sollte, das ihm aber fehlt, im Äußeren ausdrückt.

Dann wird das Dargestellte tautologisch, ein reines Spiel mit den Konventionen (weshalb auch die Kleinbürgerglichkeit, die sich heute so geschickt tarnt, sogar als revolutionär tarnt, diese Form der Darbietung besonders goutiert.) Und darin findet sich heute ja ein überreiches Betätigungsfeld: Man bedient das, wie sich das Auditorium eben vorstellt, daß sich eine bestimmte Seelenlage zeigt. Dann wird das Gesicht besonders "freundlich-freundlich", die Geste besonders "lieblich-liebend". Weshalb immer gilt: Vorsicht vor jenen, die ihre Gefühle auf dem Silbertablett vor sich hertragen, und besonders Vorsicht vor jenen, die bei jeder Gelegenheit davon sprechen! Was natürlich in der Regel ein Sprechen von "positiv affirmierten" und rezipierten Gefühlen heißt, wie Liebe, Zuneigung, Freundschaft, Wohlwollen.

Das Besondere des Lügners über Schizoidität besteht darin, daß er dazu neigt, ja unwiderstehlich dazu neigt, die Orthodoxie, die Wahrheit seiner Worte zu betonen und durch assemblierte Detaile sogar zu "beweisen". Der Lügner zitiert etwa gerne zweifelsfrei orthodoxe Autoritäten. Dann wird sogar besonders dick aufgetragen, wen es - um wieder konkreter zu werden - um Ideologien wie den Genderismus geht. Der wird dann sogar explizit zum Satanswerk, zur Dämonie erklärt, und das bei möglichst jeder Gelegenheit. Der erklärt sogar den Feminismus zum Teufelswerk. Der Senf, der am Brot liegt, kann nicht dick genug sein. Und alle nicken zufrieden: Seht ihr, der Papst sagt es eindeutig!



Morgen Teil 2) Man muß Vater sein. 
Aber Vaterschaft heißt: Verantwortung "für die seinen"
 - Wer keine Verantwortung tragen kann, wer proprium (Das Eigene)
wer Eigentum ablehnt, kann nicht erziehen





*040616*

Freitag, 15. Januar 2016

Ein atemberaubender Skandal

Der VdZ kann nur wieder auf die Analyse und Vorhersagen zum Bergoglio-Papst Franziskus hinweisen. Aus denen er u. a. die Vorhersagen traf, daß dieser Papst sich in einer fast panisch werdenden Weise durch social media direkt an die Menschen wenden und damit jede pfarrliche Pastoral - das eigentliche Prinzip der Kirche, das das Prinzip der Verortung ist - obsolet machen wird. Und er hat auf die Tatsache hingewiesen, daß dieser Papst eines Tages direkte Häresien verkünden wird. Nun, recht viel näher an diese Vorhersagen (die keine "Prophetien" sind, dazu sind sie viel zu logisch aus der Realität ableitbar und handgreiflich) kann die Entwicklung nicht mehr kommen.

Twitter war nur der erste Schritt, und die nächsten folgen logisch. Schon diese Form der Verkündigung ist aufgrund der Eigenart der Medien selbst unhaltbar und eine Schädigung des Glaubens.  Aber es geht weiter. Hier nun das erste der ab 2016 angekündigten monatlichen Videos des Papstes. Seine Aussage ist ein handfester Skandal. Das noch schönreden zu wollen, wie es die Lüge der Schizoidität tut, indem man nominelle Worte auf irgendeine Ebene hebt, auf der sie auch noch irgendwie "richtig" sein können, ist Mitbeteiligung an einer Häresie. Der neuerlich angerichtete Schaden - ganz real und täglich erlebbar! - ist immens. 

Daß die Videobotschaft offiziell nur "über" den Papst berichten soll ist lediglich Teil des Syndroms, das der VdZ feststellte, und typisch eben für Schizoidität, die sich den jederzeitigen Rückzug auf "andere Aussageebenen" ausdrücklich reserviert. Aber Worte sind nur das Treibeis über der wirklichen Aussage. Und die ist über das Erfassen des (nicht sichtbaren, aber "gewußten") Wesens sehr wohl erkennbar, wenn man hören will. Aus in diesem Fall ist sie von den ohnehin bereits im Katholischen Verwirrten zweifelsfrei zu hören. Man halte sich an den alten Grundsatz "cui bono". Man höre nur hin, wie jene das Video einschätzen! Man beobachte doch, wer durch diese Botschaft "gestärkt" wird!








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Montag, 21. September 2015

Wovon reden wir da überhaupt?

Auf Facebook findet sich ein Bericht von Anonymous, der seltsam gestimmt macht. Denn hier wird ein Handbuch vorgestellt, das (in Arabisch verfaßt) unter "Flüchtlingen" kursiert. Es ist ein Guide für die Einwanderung nach Europa, der sehr handfeste Tips gibt, wie man in Europa durchkommt, welche Hilfen man in Anspruch nehmen kann und wie, welche Organisationen und welche Mittel instrumentalisiert werden können. Es fungiert wie ein Reiseführer in die Sozialsysteme Europas.

Herausgeber ist eine NGO, die im Dunstkreis von George Soros steht. Dem ja schon vielfach vorgeworfen wurde, daß er eine eigentümliche Leidenschaft zu haben scheint: nämlich Staaten zu destabilisieren. Nicht nur, indem er 1992 das Britische Pfund und damit die Britische Volkswirtschaft an den Rand eines Desasters brachte, soll er lange schon kräftig bei Umsturzbewegungen weltweit seine Finger im Spiel haben: Ostblock, Balkan, arabischer Frühling ...

Dadurch entsteht und entstand überall ein Machtvakuum. Und die Folgen waren unausweichlich: Die nunmehr losgerissenen Gruppen, die nun sogar überhaupt erst ihr Selbstsein begriffen, weil es zur Pflicht wurde um zu bestehen, ringen miteinander um eine neue Ordnung, um eine neue Hierarchie. Denn Ordnung, Ruhe und Frieden gibt es nur in einer solchen, von allen akzeptierten Hierarchie. Anders kann kein Organismus - und ein Staat ist ein Organismus, zumindest als Analogie - bestehen.

Nur Staaten aber können jene Ebene sein, auf der Völkerrecht überhaupt möglich ist. Weil nur so jener Subjektstatus entsteht, auf dem verbindlich auch eine weltweite, übergreifende Ordnung möglich ist, als deren Teil sich dann alle Staaten und deren Völker begreifen.*

Das verweist auf so manche Indizien und Verweise, die man zwar mit Vorsicht genießen sollte, die aber doch so viel Plausibilität besitzen, daß man sie auch nicht aus dem Kopf bekommt. Denn sogar das Pentagon hat lange bereits den strategischen Wert von "bewußt ausgelöster Migration" als Mittel des Krieges begriffen. Als subversive Wirkung auf Staatsgefüge von innen her, denn effizienter lassen sich Bürgerkriege und Uneinheit innerhalb eines Landes nicht bewirken. 

Dem entspricht auf verblüffende Weise das tatsächliche amerikanische (aber nur das amerikanische?) Verhalten seit Jahrzehnten. In dem die USA keine Staaten mehr kennen, deshalb auch niemals Krieg erklären und diesen in politisch kultivierter Form abführen, sondern nur noch einzelne Gruppen und Personen gezielt adressieren.

Die Wahrscheinlichkeit, daß es sich bei der "Flüchtlings-Debatte" um eine regelrechte Scheindebatte handelt, geführt und initiiert von einer Bevölkerungsgruppe, die sich als moralisch überlegene Elite begreift, ist in jedem Fall groß. Der regelmäßige Leser dieses Blog kennt die Charakteristik solcher Vorgänge ja längst. Als sozio-psychologisches Verhalten ehrgeiziger Kastraten, denen die Erfahrung von Werk und Wirklichung fehlt, die deshalb "grundlegendere" Einflußmittel sucht, über die sie die schöpferischen Menschen in die Hand bekommt. Ein Mechanismus der Selbstrettung also. Durch eine Gruppe repräsentiert, die alles gierig aufgreift, was ein bestimmtes Selbstbild zementiert. Umso lieber greift es die Politik ja auch auf, deren Wirklichkeitsrezeption auf öffentliche Debatten und deren Wertsimulation beschränkt ist. Die Schizoidität bedient sich exakt dieser Vorgehensweise. Unser Sprachraum aber hat sich bereits weitgehend auf das Territorium einer solchen Pseudologik verlagert, sodaß wir uns als Kulturstimmung bereits in schizoidem Umfeld befinden.

Es spricht sehr viel dafür, daß auch diese Flüchtlings-Debatte also ein leeres Spiel ist. Weil es nicht in jene Wirklichkeit greift, um die es überhaupt geht. Die ist es aber, die uns bestimmt, und steuert, weil wir nicht erkennen, welche Kräfte wirklich wirken. Wie paßt da das Bild eines Demiurgen, der lächelnd von der Loge aus zusieht, wie die Menschen mit der abgeworfenen zuckenden Schwanzspitze der Eidechse ringen, von der die einen hartnäckig behaupten, daß es um die gienge - während die Eidechse selbst bereits ganz woanders hingelauen ist, und ein Ziel erreicht, das uns eines Tages ziemlich überraschen wird.




*Woraus auch hervorgeht, daß die Köpfe dieses (weltweiten) Ordnungssystems - und wir haben es hier mit der Reichsidee zu tun - selbst, in persona, solche Subjekte darstellen. Was übrigens beim Papst - das jeder weltlichen Macht notwendige Korrektiv am Maßstab des Ewigen - auch tatsächlich der Fall ist. Dem allerdings kein Kaiser (des Weltreiches) gegenübersteht, denn dieser Stuhl ist seit 1806 vakant. Weltliche Macht aber braucht ein Korrektiv, weil sie aufgrund der politischen Logiken immer in Pragmatismen fällt, die ihre Gesamtausrichtung - das Wohl der Menschheit - korrumpiert. Eine Lehre, die die Menschheit gezogen hat, die ursprünglich aus einer "Personalunion" von höchster weltlicher und geistiger Macht herkommt, und über die gesamte Vorzeit hin nie ein Gleichgewicht fand. Sodaß diese Bereiche notwendig getrennt wurden. Wo das nicht der Fall war, kam es zwangsläufig zum totalitären Zentralismus, der immer einer vergöttlichten Weltherrschaft zustrebt.





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Montag, 29. Juni 2015

Our enemies are WE (2)

Teil 2 - Anmerkung: Dieselbe Perfidie in der Kirche




Bekanntlich hat diese Sprechweise auch in die Kirche bereits Einzug gehalten, und zwar schon lange: manche Dokumententexte des 2. Vatikanums etwa sind deutlich erkennbar bereits Opfer dieses Nominalismus, einer schiziden Absicht geworden. Sie sind damit nicht WÖRTLICH falsch, aber sie sind in ihrem Eigenwert entleerte, flexible Hülsen, Masken für ganz neue Inhalte geworden. Damit ist zum einen eine Kritik unmöglich, zum anderen aber sind sie für ganz andere Intentionen verwendbar geworden. Und das ist auch passiert. Wenn em. P. Benedikt XVI. erst unlängst davon sprach, daß es "zwei Konzilien" gab, eines der tatsächlichen Inhalte, und eines der öffentlichen Rezeption, dann ist genau das gemeint. Die Präambel zu sämtlichen Konzilstexten war nicht mehr in der Lage, diesen inhaltlichen Dammbruch, der sich dann als "Geist des Konzils" in die Worthülsen ergoß, und zwar durchaus in polarer Konstellation, zurückzuhalten. 

Der VdZ hat für sich mittlerweile sogar den Grundsatz definiert, daß man die LÜGNER genau daran erkennt, daß sie sich ganz explizit auf die "wörtliche" Interpretation der Konzilstexte beziehen. Nicht, weil das nicht tatsächlich (auch) wichtig und unverzichtbar wäre. Aber damit halten sie als taktisch-praktische Maßnahme die Interpretation (s.o.) eben offen, und verwenden diese pastoralen Hülsentexte um anderen Geist zu rechtfertigen, um die unterschiedlichen Ebenen (in den möglichen Sinnbezügen) zu vernebeln. Genau deshalb übrigens hat die Piusbruderschaft mit ihrer Kritik am 2. Vatikanum so wenig Erfolg. Nur über die Textebene läßt sich das Problem nämlich nicht lösen, es entzieht sich so der Faßbarkeit. 

Man muß sich damit ... derselben Vorgangsweise bedienen wie jene, die NICHT guten Willens sind. Die mit den entleerten Worthülsen versuchen, andere Inhalte einzuschleusen. Denn sie wissen, daß man dies nur durch Argumente AD PERSONAM kann. Denn Inhalte sind immer personal verankert: sie sind der Geschmack der Gestalt. Die Wahrheit ist direkt und wahrnehmbar nur in der Person Jesu Christi enthalten, und sie wird über Personen weitergetragen, ist aber im "faktischen Menschen" hier und jetzt nur erkennbar, wenn man in der Lage ist, die Wirklichkeit (als logos bzw. im logos) zu sehen.

Das ist eben das Wesen der Schizoidität, die einen Ansatzpunkt verlangt, der dem Anständigen (aber auch nur diesem eben) ein schweres Problem ist - das Argument AD PERSONAM. Wer schizoide Taktiken anwendet lebt nämlich immer von der Anständigkeit des Gegenüber, das um die Schwierigkeit weiß, Wahrheit sprachlich zu fassen. Das um die Schwierigkeit, ja moralisch, anthropologisch gesehen: Unmöglichkeit weiß, innere Haltungen anderer Menschen zu beurteilen. Wer dem schizoid agierenden Gegenüber entkommen, seine eigene geistige Gesundheit aber bewahren will, braucht deshalb ENORMEN MUT ein Urteil zu treffen, das im Absoluten von Menschen gar nicht zu treffen ist. Er kann deshalb nur HANDELN, nicht gegenargumentieren. Und erst auf dieser Ebene wird sein Urteil verifiziert. 

Die Schizoidität arbeitet also mit dem Schwierigsten, das dem Menschen passieren kann: Der Isolierung, dem NUR auf sich gestellt sein, bzw. vor allem: dem Glauben daran. Weshalb er in nächsten Schritten beim Betroffenen sehr leicht zur Paranoia wird. Denn gerade das Urteil, das verbalisierte Urteil, ist in höchstem Maß Bezug auf Gemeinschaft, ja ist die Grundlage von Gemeinschaft. Die politische Bekämpfung von Opposition ist deshalb am effektivsten, wenn sie auf die Isolierung der Gegner abzielt, sie in den Glauben versetzt, nur noch alleine zu sein. Die Kraft dann noch zu widerstehen haben nur sehr wenige. Eine Kraft, die im wesentlichen eine Kraft im Strom von Erinnerung ist - deshalb auch die "Gefahr" von ununterbrochenen Traditionen, von Erzählungen, und nicht zuletzt: von Büchern, auf die heute über Gendersprache ja ebenfalls zugegriffen wird: Man beachte das besonders verwerfliche Umschreiben von Kinder- und Jugendbüchern! Im besonderen, weil deren eigentliche Inhalte damit unverstehbar und (wieder) stumm gemacht werden.

Von der eigentümlichen Wirksamkeit der paradoxen Intention, einer quasi praktischen Form der "Dialektik", soll hier nicht gehandelt werden; sie wäre eine weitere, aber nur sehr subtil anzuwendende Handlungsmöglichkeit, die mit der Konfrontation des Gegenüber mit der hinter den entleerten Worten stehenden Wirklichkeit arbeitet. Sie war der Rettungsanker des VdZ in seiner Jugend, die er selbst  entdeckt hat - über die Verarbeitung der Schriften des amerikanischen Psychiaters R. D. Laing, (der nicht aus Zufall die Schiozidität und die Schizophrenie wie kein dem VdZ bekannter Psychologe untersucht hat: das mußte in Amerika stattfinden, ) und erst viel später bei Viktor Frankl bereits theoretisiert fand.Auch Frankl, als KZ-Opfer, kein Zufall: Denn der praktische Nationalsozialismus (alles andere als ein geschlossene "Theorie" - eben: ad personam wirksam) hat nahezu perfekt mit eben dieser Äquivokation, mit der Schizoidität gearbeitet.

Und jetzt, nach dem nunmehr Gesagten, sehen Sie vielleicht das Video NOCH EINMAL an. Es ist KEINE Verschwörungstheorie*, die hier als Systematik politischen Handelns dargelegt wird.** Sie zeigt sich als Teil eines in sich geschlossenen Systems einer Weltanschauung, die über oft sogar kleinste Teiltheorien - die als trojanische Pferde agieren - seit Jahrhunderten mehr und mehr zu "Wissen", zu Überzeugungen wurden, sich nach wie vor nur selten von Angesicht zeigen, aber als immer umfassendere Weltanschauung mehr und mehr Gestalt annehmen, die argumentativ, in der Sprach- (als Geistes-)landschaft mit ihrem nach wie vor vorsichtig erst formuliertem religiösem Anspruch den praktischen Katholizismus in ein irrationales Neuheidentum hinein überwinden.








*Der Zuhörer möge nur ein klein wenig die zunehmenden "Oberwellen" ausblenden, die der sachlich sehr interessante Vortrag im Laufe seines Fortschreitens erhält. Daß etwa eine gezielte Reduktion - durch Tötung - der Erdbevölkerung (freilich, sieht man von Abtreibung und Euthanasie ab) geplant wäre, glaubt der VdZ nicht in dieser Form. Das wird indirekt angesteuert, und mit Erfolg: Jüngst in deutschen Qualitätsmedien veröffentlichte Berichte zeigen demographische Hochrechnungen, wonach bei derzeitiger Fertilität weltweit die Bevölkerung der Erde im Jahre 2200 bei ... EINER Milliarde Menschen angelangt sein wird. Das ist dann tatsächlich ein Achtel der derzeitigen Bevölkerung, und so paßt der Fuß wieder in den Schuh des Vortrags. Aber um im Fluchtpunkt der ökologsichen Weltbewegung ein fast völliges Ende von Privateigentum (Eigentum heißt: freie Verfügungsgewalt über eine Sache) zu erkennen, dazu braucht man wirklich kein Verschwörungstheoretiker zu sein.

**Wollen wir hier etwa auch übersehen, was der Vortragende zu den Hintergründen über die Waldbrände des Jahres 2000 im Westen der USA (um Minute 28) sagt, die er als "Beleg" anführt. Der VdZ hat sich einmal mti dieser Problematik befaßt, und meint das verspätete Starten der Brandbekämpfung mit sehr naheliegenden Strategieüberlegungen begründen zu können. Die aus der Kybernetik kommen. Wonach man kleine Katastrphen gar nicht bekämpfen soll, weil solcherart befriedete Kleinareale im Gesamtkonnex langfristig sogar zu höherem Gesamt-Katastrophenpotential tendieren.





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Sonntag, 28. Juni 2015

Our enemies are WE (1)

Was kennzeichnet Verschwörungstheorien? Sie greifen einen oft auch durchaus richtigen Zusammenhang heraus, und erheben ihn zur geplanten Welttheorie. Davon klar abzugrenzen sind aber geistige Grundzüge, die sich über menschliches Verhalten und Ereignisses legen lassen. Und zu denen gehören auch Neurosen und Psychosen einer Zeit. Unter Berücksichtigung dieser immer nötigen Distanz, ist dieses Video durchaus interessant. Denn wenn es auch einen Touch von Verschwörungstheorien hat, so zeigt der Sprecher doch ein Geschehen auf, das auch in den Augen des VdZ für die politische Situation des Westens kennzeichnend war: Angst ist ein Mechanismus, mit dem sich die Menschen kontrollieren lassen.

Das stand hinter den Bedrohungsszenarien des Kalten Krieges, der maßgeblich ein Propagandakrieg war, weit weniger eine realistische militärische Auseinandersetzung. Als die USA sahen, daß sie selbst ihre militärische Macht deutlich überschätzten, als die Ereignisse in Vietnam mehr und mehr zeigten, daß die USA diese ihre stärkste Trumpfwaffe sogar zu verlieren drohten, überlegte man, wie sich diese Machtsituation mit anderen Mitteln wiederherstellen ließe.

Und man kam auf ... die Umwelt. Dieser Problematik entkommt niemand, sie betrifft rein gegenständlich jeden. Der prinzipielle, auf so vielen psychischen Konstellationen außerordentlich passende Moment war dabei, daß man den Menschen selbst zum Feine seiner selbst erklärte. Das begann systematisch seit den frühen 1970er Jahren das Denken der Menschen zu beherrschen. Wenn es aber zutrifft, was der Redner so formuliert - "Our enemies are WE!" - so ist die logische Folge, daß das Handeln des Einzelnen außer seiner eigenen Verfügung und Entscheidung zu stehen kommt. Wie aber sind Menschen leichter zu lenken, zu beeinflussen, ihrer eigenen Entscheidungs- und Urteilsbasis zu entheben, als in dem Moment, wo sie daran glauben, daß sie selbst nur Unsinn, ja ihren eigenen Untergang anrichten? Wenn man ihnen das Vertrauen nimmt, daß sie in er Lage wären, ihr Leben selbst zu gestalten, weil die Wirkmechanismen, unter denen sie stehen, gar nicht ihrer Verfügung unterstehen? Mit dem Ökologismus, der seither in immer mächtigerer Gestalt die Welt umfängt, läßt sich selbst in den kleinsten, intimsten Handlungsbereich des Menschen eingreifen. Ja - in sein Verhältnis zu Gott. Denn der Ökologismus ist der Griff nach dem Gegenüber des Menschen - dem Du in Gott, dem Sein - in Gestalt der "Umwelt".

Die Ähnlichkeit mit religiösen Grundhaltungen, mit Haltungen Gott gegenüber, mit Wahrheiten über den Menschen und die Welt, sind also keineswegs zufällig. Nicht einmal die Aussage, daß der Mensch "die Krone der Schöpfung" ist, wird dabei beseitigt, sie wird nur in den Untergrund, ins Heimliche verdrängt. Denn wer alles im Insgesamt besser machen KANN, der ist ganz genau dieser Herrscher über die Welt. Die gesamte katholische Anthropologie, die gesamte Offenbarung, wird durch die politischen Maxime buchstäblich pervertiert. Das ist am leichtesten beim zweifellos höchsten Wert der Menschheit erkennbar, bei den sogenannten göttlichen Tugenden: dem Glauben, der Hoffnung, und am leichtesten erkennbar: bei der Liebe. Kaum ein Begriff ist derartig zerstört.

Und der Ansatzpunkt ist die Sprache, und ihre Stellung im Wesen des Menschen. Nimmt man einem Menschen die Sprache, entwertet man sie. Denn DAS erfährt ja der Mensch: daß die Begriffe zunehmend mit seiner eigenen Welterfahrugn in Widerspruch geraten, sie nicht mehr bergen, fassen, er die Welt und vor allem sich über Sprache und damit über Denken nicht mehr in Besitz nehmen kann. Die Sprache wird nominalistisch, von einem Bezug zum Wesen der Dinge und der Welt abgetrennt. Damit wird ein Mensch aber wirklich beherrschbar, weil die Sprache zu "einem Ding für sich" wird.

Sämtliche dieser ökologisch-politischen Thesen sind also in ihrem Wesen schizoid. Sie sind Äquivokationen, Umdeutungen von Wahrheit, die aus ihrem Seinsbezug (der persönlichen Welterfahrung) herausgelöst und auf eine nominalistische Ebene gehoben wird. Damit wird die Sprache wert- weil inhaltslos, damit das Denken zur bloßen Sophistik, weil die Begriffe leer werden.

Die Begründungsgerüste für diese nunmehr verkündeten Thesen sind meist sogar wörtlich deckungsgleich mit religiösen Prinzipien und Erkenntnissen. Aber - sie SIND jene NICHT. Sie sind trojanische Pferde, die andere Inhalte einschleusen, gerade WEIL sie dieselben Worte verwenden. Man lügt eben, wie hier schon mehrfach dargestellt, nicht durch "falsche Fakten". Man lügt durch Sinnzusamenhänge. Man lügt durch richtige Details, denen man wortwörtlich nicht widersprechen kann.*

Vieles der heutigen Grundhaltung läßt sich mit dem amüsanten Satz zusammenfassen: "Warte lieber Gott, erst müssen wir die Welt retten, dann kommst du wieder dran!" Wenn also Vernunft von Glaube und Gnadenlicht, wo vor allem aber Wort von Sinn, von Wirklichkeit getrennt wird.

Damit, genau damit reißt man ja erst Menschen aus ihrer grundlegendsten Verankerung - in der sie sich als Ich aus dem Du des Anrufs Gottes begreifen. In dem alles Sein in der Vorsehung Gottes geborgen ist, in dem die menschliche Vernunft durch das übernatürliche Licht überhaupt erst zur Vernunft wird. Damit hat Gott mit weltlich wirkendem Handeln, mit der menschlichen Vernunft, nichts mehr zu tun. Das vermeintliche Bedrohungsbild verdrängt buchstäblich Gott - durch Nachahmung. "Der Teufel ist der Affe Gottes."

Man muß nicht davon ausgehen, daß wir "Opfer" einer Verschwörung sind, Opfer eines geplanten Vorhabens. So weit muß  man gar nicht gehen. Auch das Gelingen eines Vorhabens ist nicht dem Menschen selbst anheimgestellt, gerade Verschwörungstheoretiker oder gar Verschwörer überschätzen so gut wie immer ihre eigenen Möglichkeiten, und zwar fundamental. Außerdem folgen geistige Gestalten einer ganz eigenen Dynamik.

Aber es kann erhellend sein zu sehen, welche Grundzüge das politische Handeln weltweit heute tatsächlich dominieren. Und da liegt Coffman in vielem sehr richtig, wenn man ohne noch der Frage nach Verursachung nachzugehen (erst dann haben wir es ja mit Verschwörungstheorie zu tun) Grundzüge der weltweiten Politik der Gegenwart erkennt.






*Morgen - Anmerkung: Dieselbe Perfidie in der Kirche





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Dienstag, 2. Juni 2015

Von Liebe versteht er schon gar nichts (3)

Teil 3) Rücktritt JETZT - Der völlige Vertrauensverlust




Es ist müßig darüber zu spekulieren, wie der Mythos aufgekommen ist, daß Papst Franziskus ein "Mediengenie" sei. Am ehesten sind hinter solche Aussagen sehr persönliche Interessen einzelner Gruppen anzunehmen, die den nicht erklommenen, damit realpolitisch vogelfreien Papstsitz - die Residenz des Papstes ist nach wie vor leer - usurpieren wollen. Und Gruppen, die das betreiben, gibt es jede Menge. Denn in Wahrheit ist Bergoglio das genaue Gegenteil, und seine Medienpräsenz verdankt er nicht seinem persönlichen Genie, sondern der Groteske, die dieser Papst ALS Papst darstellt. Denn von Beherrschung der Medienklaviatur kann nicht die geringste Rede sein. Das einzige, was er erreicht ist MedienPRÄSENZ. Und dazu braucht es nicht viel, schon gar nicht im höchsten Amt der Welt (!). 

Tatsache ist, daß der Papst selbst oder Nachrichten in seinem Namen ein Ausmaß der Verwirrung angerichtet haben, und das in kürzester Zeit, wie es bislang gar nicht vorstellbar war. Wie manche zu der Auffassung kommen, daß Franziskus die Glaubwürdigkeit des Papstamtes in unerhörte Höhen geschraubt habe, ist dabei völlig unerfindlich. Und wer eines aus zahllosen, wirklich zahllosen Beispielen für diese Behauptung lesen möchte, möge sich etwa einen Pressekommmentar aus jüngster Zeit zu Gemüte führen, der aus der Feder eines der sogenannten "Kirchenreformer" stammt. Er zeigt sehr genau, was dieser Papst wirklich verkündet - denn unter ihm scheint "endlich" alles disponibel. Und dem folgt natürlich sofort der nächste Dreck, den die längst besoffenen, unzurechnungsfähigen Medien in dei Welt setzen - genau dazu ermuntert, was eben diese "geheime" Kardinalsversammlung provoziert hat: Liebe als neues Gesetz - ohne Wahrheit. So wie es der Besoffene am Balkon am Petersplatz regelmäßig verkündet, und täglich hundertmal vertwittert.

Wer beweist das am stärksten? Genau jene Kreise, die mit enormer Energie zu beweisen versuchen, daß in dem ganzen Wirrwarr, den dieser Papst pausenlos anrichtet, eine geheime Botschaft der wahren Lehre zu vernehmen sei, man müsse sie nur hören bzw. aus den Mediennachrichten herausfiltern. Sie beweisen GENAU, was nun der Fall ist: Man traut diesem Papst einfach ALLES zu. Und zwar auch den größten Unsinn. Nennt man das also neuerdings "Vertrauen"? Nennt man das Fähigkeit, mit Medien umzugehen?

War da nicht einmal etwas mit "Euer ja sein ein Ja, Euer Nein ein Nein"? Wer ständig mißinterpretierbare Botschaften sendet muß in strenger Befragung gefragt werden, ob er nicht damit genau das wolle: daß damit der Fehlinterpretation das eigentliche Gewicht zubemessen werde. Kein Zufall also, daß dieser Papst Jesuit ist, das hat einen sehr tiefen Zusammenhang.

Wenn man von Umgang und Beherrschung spricht, kann doch nur gemeint sein, wenn Ursache und Wirkung beherrscht werden. Genau das aber ist bei diesem Papst überhaupt nicht mehr der Fall. Und kann es auch gar nicht sein, weil man in dieser Regelmäßigkeit davon ausgehen MUSZ, daß genau das beabsichtigt ist, allen Beteuerungen zum Trotz - die sind dann Ausreden. Wer ständig unüberlegt, das heißt: nicht auf das Eine zurückgeführte, ins Eine geführte, von dort belebte Äußerungen ausstößt, ja das sogar noch als "schlecht" darstellt, der ist in Wahrheit nicht nur dem Apparat völlig hilflos ausgeliefert, sondern der beabsichtigt genau das: Alle Macht dem Apparat; weg mit dem Personalitätsprinzip der Kirche, des Glaubens, der Menschheit.

Entsprechend werden ein und dieselben Aussagen einmal von jenen verwendet, die sich diebisch darüber freuen, daß sich die Kirche so für ihre Zwecke verwendbar darbietet, zum anderen von jenen "gutgedeutet", eine wahre Profession mittlerweile, die darin doch "in Wahrheit" die Verkündigung der wahren echten Lehre seit Anbeginn erkennen wollen. Und sie hineindeuten. Kaum jemand hat weniger Respekt vor der Autorität des Papstes, als jene "Papsttreuen".

Dieser Zustand wird nicht besser, im Gegenteil, er wird von Tag zu Tag noch schlechter. Für niemanden mehr ist zu unterscheiden, was Lehre der Kirche ist, und was einem sittenlosen Plappermaul im Papsttalar aus einer Laune heraus gerade einfiel. Das benützen mittlerweile so gut wie alle, weltweit, um sich aus dem wirren Wortsalat herauszulesen, was sie eben als Glauben wünschen. Das unten angefügte Video ist nur ein Beispiel von vielen.

Deshalb kann es nur ein Fazit geben: Bergoglio muß als Papst zurücktreten. Nicht nächstes Monat, nicht übermorgen - SOFORT. Gleichzeitig sind die wahlberechtigten Kardinäle der Welt zusammenzufassen. In einem Konklave sind diese dann nicht nur (von weltlicher Macht, die um die Bedeutung der Ordnung weiß, denn der Klerus ist fast ausnahmslos impotent bis zur Verächtlichkeit geworden) einzuschließen (historisch alles andere als erstmalig), um SOFORT zu einer Neuwahl zu kommen, sondern zuvor ist von einem (europäischen bzw. vom europäischen Kirchenvolk, einer Art "Basisversammlung" vorgeschlagenen) Konsilium Mann für Mann auf Herz und Nieren zu prüfen, nach welchen Kriterien er wählen möchte.

Nur so kann der Schaden wenigstens noch begrenzt werden. Denn nur noch wenig, und die Kirche ist als Welterscheinung regelrecht in Grund und Boden gestampft - und aufgelöst, weil ihre weltlichen Organe sehr real nicht mehr in der Lage sind, ihre geistige Einheit in Christus zu wahren. Die Kirchengeschichte ist voll von solchen Situationen. Aber der Mensch braucht die Kirche, lebensnowendig!

Die Kirche begann am Kopf, und sie bleibt nur vom Kopf aus. Der Handlungsbedarf ist dringender, als die meisten sich vorstellen können. "Wenn der Menschensohn wiederkommt, wird er dann noch Glauben finden?

So - nicht.*

Und um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Der VdZ hat sich keineswegs fanatisch in das Thema Klimawandel verbissen. Vor einem Klimawandel hat oder hätte er keine Angst, warum auch (wenn er ihn freilich überhaupt sähe.) Es ist aber die derzeit größte Psychose, ja Dämonie, die die Menschheit zu plagen aufgebaut wurde und wird, folgenschwer wie noch nie und totalitär bis in die kleinsten Lebensdetails, und deshalb ist ihrer zu wehren. Um "wisenschaftliche" Aussagen geht es nur insofern, als es hier um Mißbrauch der Wissenschaft bzw. ihrer gesellschaftlichen Stellung und Aussagemöglichkeiten als politischer Hebel geht. Klimawandel ist eine Frage der Politik also, eine der Lüge, der Charakterformung, der Sittlichkeit, und nicht eine der Wissenschaft. Und deshalb eine Frage der Ehtik, des Rechts, und damit eine der Religion. Eingebettet in eine umfassende mechanistische, materialistische Weltanschauung, die hier nur eine weitere spezifische Fratze ausgebildet hat. Nur insofern interessiert ihn dieses Thema, nur deshalb hält er es für so bedeutend: mit dem Köder "Klimawandel" schlucken die Menschen eine Weltanschauung.







*Er wäre auch darin nicht der erste Papst, bei dem man zweifelt, ob er überhaupt Glauben habe. Genau so wenig wie es der erste Fall wäre, wo ein Papst per Volksakklamation zum Papst gewählt würde. Genau so wenig wie es zum ersten mal ein Konklave wäre, das von weltlichen Kräften zu einer guten Wahl gezwungen würde. Erstmalig in der Geschichte ist nur die Paralyse des Glaubenssinns, in diesem Fall vor allem durch das verkündete (nicht: inhaltlich-dogmatisch!, sondern als kirchenpolitischen Akt, eine völlig andere Wirkebene) Unfehlbarkeitsdogma.  





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