Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Sonntag, 11. Juni 2023
Ein unbeschwerter Neubeginn - Sonntag, Neubeginn als Fest
Donnerstag, 3. November 2022
Die verordnete Unlust am Leben
Freitag, 7. Oktober 2022
Abglanz und Spiegel Gottes
Wovon der Herz voll, davon kündet der in der Freude tanzende Mund. Denn wo das Herz voll des Lichtes, trunken vom absoluten Lichte ist, ist seine Tätigkeit unendliches Steigen und Fallen, wie der von den Lüften getragene Tanz der Schmetterlinge in der Frühjahrssonne.
Samstag, 13. August 2022
Gedankensplitter (1432)
Mittwoch, 10. Februar 2021
Kultur als "Maschine" der Heilsordnung (2)
Teil 2) Worauf wir uns freuen dürfen, weil wir hoffen.
In jedem Musikstück, das von der Weite und Weisheit und Geordnetheit der Schöpfung kündet. In jedem Bade, das wir nehmen, und das uns eine Ahnung von der vielfältigen Wirkung des Wassers haben läßt, in der Gottes Weisheit durchstrahlt. Ähnlich, wie es dann in der Beschäftigung mit dem Wesen der Natur in der Wissenschaft geschenkt wird, sodaß sich Wissen über Weisheit aufbaut.
Ähnlich wie es in der Freude über die Möglichkeit liegt, die geschaffenen Dinge zu einer großartigen Maschine zu komponieren. Der ganze Tag, jeder Tag, ist selbst wiederum ein Drama des Ringens der Schöpfung auf Gott zu, in der Ordnung, in der Gemessenheit der Tätigkeit und der Zeit, die dafür verwendet wird, in den Ruhephasen, in der Festes- und Feierfreude am Abend, wo die Flöte der Nachbarstochter zum Lied einlädt, und die Geige des Schustermeisters zum Tanze ruft.
In solch einer Atmosphäre zu leben bedeutet damit, in einer Welt zu leben, die wie eine "Maschine" der Heiligung der Menschen geordnet ist. Freilich, und deshalb Vorsicht! - nicht eben automatisch, nicht technizistisch, nie ohne unser beständiges Bejahen, Wollen, Mittun in Freiheit. Aber dieses Wollen zum Guten und Schönen und Wahren hin, als Luft, die wir atmen, macht es uns leicht, und zumindest nicht schwerer als nötig, dieses unser Heil und damit das Heil der übrigen Schöpfung zu wollen und anzustreben. Gegen jene Herrschaft der Gefallenheit zu kämpfen, die uns ins Dunkel des Nichts ziehen möchte, und der wir nur ... NUR KULTUR entgegensetzen können.
Deshalb, werte Herrschaften, an die diese Eloge gerichtet ist, deshalb ist es so bedeutend, IN WELCHER Kultur wir leben. Deshalb ist es so wichtig, in einer von christlich durchwirktem Gut geordneten Kultur zu leben. Deshalb ist es so wichtig, dieses Kulturganze, so es denn einmal mit so viel Mühe in Europa aufgerichtet worden ist, zu schützen und zu bewahren und weiterzugeben.
Auf solche Weise verstanden, wird auch das Ganze, ja wir wagen es so zu nennen: Das Volks- weil Kulturganze, zu einem Teil jener Welt, die wir sind. Und die uns anhangt wie das Wasser dem, der aus dem Meere steigt. Auf solche Weise verstanden, wird auch das Ganze als schützenswertes Gut begreifbar, das wir mit ehrfürchtigem Schauer behandeln und ehren müssen.
Mit dem wir eng und untrennbar verbunden sind, ja mit dem wir einen Kreislauf gemeinsam haben, sodaß ein Kulturherz in ein und demselben Rhythmus schlägt. Wie es sich durch Rhythmen der Lebensführung ausdrückt.
Weil die Einzelnen das Ganze nährt, so wie diese zurückgeben und anderen Nahrung bieten. Nicht nur leiblich, durch Brot, sondern sogar geistig, durch das, was durch uns erzählt wird, und selbst wiederum den anderen Löckung zum Schönen des Ewigen als einzig lohnenswerter Ausrichtung ist.
So wird unsere Kultur zu einer Maschine der Freude, die sich aus dem Ewigen nährt, weil sich am Ewigen, wirklich wirklich seienden orientiert. Durch jeden festen Punkt in der Geordnetheit des Jahreskreises und der Tagesstunden, mit ihren festen Gebetsriten und Mahlzeiten, mit Zeiten der Freuung und Zeiten der Besinnung und Läuterung.
So wird unsere und jede christliche Kultur zu einem Gut, das zu verteidigen, ja für das sein Leben einzusetzen - weil darin auch dieselbe Kraft für unsere Geliebten, unsere Nachkommen und deren Nachkommen steckt. Die sie nützen können, sodaß sie nicht jeden Tag neu erfinden, jedes Glück in toto neu erringen müssen. Sondern bereits ein Stück weit getragen der wahren Freude mit jeder zum Aufbauen willigen Generation ein weiteres kleines Stück nähergekommen sind.
Weil wir weitergebaut haben an diesen Leitplanken hin zur Freude, soweit sie auf dieser Erde möglich ist (wo sie freilich von der wirklichen, ewigen Freude nur ein schwacher Abglanz sein kann, um den wir - mögen wir das nur nie vergessen! mögen wir uns so vor der Falle des Fanatischen, Besessenen hüten! - nur ringen können. Denn Kultur heißt dieses Ringen! Heißt den Weg, dessen Ziel aber jenseits liegt. Im Transzendenten also.
Denn das Schöne, das Freuliche liegt zwischen diesen Institutionen, die erst Kultur bedeuten. Weil die das zwischen ihren Händen halten, auf das es ankommt, das aber nicht sichtbar ist, das nicht direkt ansteuerbar ist. So, wie bei diesem Text das zu Sagende zwischen den Zeilen und Worten steckt, als deren Melodie, als deren Gestalt. Nicht in den Teilen an sich, wenn auch ohne sie nicht möglich weil nicht Welt.
Weil wir dann also, inmitten dieser Richtungsschienen, um ein gehörig Stück weniger seufzen können, und mit uns die Dinge, die uns umgeben und als gestaltete, geordnete Dinge Charakter der Welt sind, in der wir leben dürfen. Ja, gewiß, auch das, im Wissen, daß diese Welt vergehen wird, und in sich den todbringenden Virus trägt, der in der Zeitunterworfenheit Ausdruck findet. In der die Dinge VON UNS, den Trägern und (zweitursächlichen) Urhebern der Welt ist, die wir Abendland nennen, im mühsamen Sammeln des Nacheinander, in das die Schöpfung zerfallen ist.
Sodaß wir aus diesem ständigen Herausgefallensein aus der organischen Einheit mit dem göttlichen Leben in einem Nacheinander des Erzählens zu einer Geschichte ordnen müssen, was uns einst als Schauen und Leben in Gott ohne Zeit, in einem und nicht vorstellbaren, aber aus logisch zwingenden Gründen so sein müssenden Augenblick geschenkt war. Und das uns durch den Sohn Gottes, Jesus, Gott und Mensch zugleich, insofern wiedergewonnen ist, als wir uns im Heiligen Geist - wenn wir uns denn dafür rüsten, bereiten! - daran einmal wieder erfreuen werden können. Wenn am Jüngsten Tag ein neuer Himmel und eine neue Erde sein wird.
Das glauben wir. Und das hoffen wir. Und DESHALB lieben und bejahen wir unsere Kultur, also unsere christlich-europäische Welt.
Dienstag, 9. Februar 2021
Kultur als "Maschine" der Heilsordnung (1)
"Die Leiden der gegenwärtigen Zeit bedeuten nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung: auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes." (Röm 8, 18-21)
Seltsamerweise ist besonders die herausgestrichene Stelle in den verschiedensten Übersetzungen (oben ist es die Einheitsübersetzung), die der VdZ herangezogen hat, ganz offensichtlich schlampig - also nicht ganz einer Sinnklärung willen an der Wahrheit ausgespannt hinlänglich gefolgert - übersetzt. Denn ihr Sinn ist kaum wo deutlich.
Erst in der Übersetzung von Konstantin Rösch kommt der Sinn der Stelle, von der hier gehandelt werden soll, deutlicher zum Ausdruck. Denn nach Rösch ist sie so zu lesen:
"Die Schöpfung wurde der Vergänglichkeit unterworfen, nicht nach eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterwarf. Doch bleibt der Schöpfung die Hoffnung, daß sie von der Knechtschaft der Vergänglichkeit frei und an der herrlichen Freiheit der Gotteskinder teilnehmen wird."
Denn wir deuten sie anders, und schon gar anders als etwa Karl Barth in seinem legendären Römerbrief-Kommentar. Wo eine völlig verworfene Schöpfung auf eine Weise zur Hoffnung berufen sei, wie sie zuwenigst dem VdZ nicht nachvollziehbar ist. Denn von Gott hineingelegt blinzelt bereits die Gnosis um die Ecke. Jene Sichtweise also, in der Gott das Gute wie das Böse verursacht weil geschaffen hat. Zumindest kann man diese Lesart bei Barth nicht ausschließen. Aber das Böse hat keine Substanz, es hat kein Wesen aus und in sich. Es ist böse in Beziehung, in Bezug auf den Schöpfer weil auf die Schöpfung und der Ordnung.
Das Geheimnis der Stelle entdeckt sich also auf andere Weise. Indem man nämlich zum einen bedenkt, daß alles was ist, alles was es gibt, alles was Seiendes ist, und INSOFERN auch der Satan, der Nichter, im Letzten nur isset (activum), weil und insoweit es am Sein selbst, also an Gott in Analogie, also Ähnlichkeit zu Geist und Wille Gottes TEILHAT. Die sich in allem Seienden durch Richtung, Gerichtetheit ausdrückt.
Aber wir haben zwei Todfeinde. Und das ist es, wogegen sich eine Kultur stemmt. Die Schwäche der eigenen faktischen Natur, zum einen, aber zum anderen einen Willen, der zum Nichts führen will und so gerne das faktische Seiende lenken und bestimmen möchte. Um so zum Nichts zu bringen, was zum Sein bestimmt ist. Satan. Deshalb heißt Kultur AUCH und sogar manchmal überwiegend Kampf. Deshalb steht zwar Freude am Fenster der Kultiviertheit, aber zu ihr ist ein Weg der Pflicht und des Schweißes zurückzulegen.
Um so dieser "Gerichtetheit aus sich heraus" die Krone zu bilden. Diesen Willen, also der Geist, in dem sie "Abba" spricht, zur Haltung, zur Gerichtetheit des Faktischen zu machen. So gut es eben geht.
Gefallen sind wir. Aufstehen müssen wir. Denn wir sind herausgerissen durch die Sünde des ersten Menschenpaares aus der engstmöglichen Vermählung mit dem Willen Gottes (Mensch = Mann UND Frau), fehlt dem Schöpfungsganzen nun diese Gerichtetheit im Geiste. Hier aber setzt der Satan an. Der jede Nicht-Gerichtetheit auf Gott als Tor erkennt, durch das er einfallen und der somit neutral bis sogar wehrlos gewordenen Schöpfung SEINEN Willen aufprägen kann.
In dieser Hinsicht ist der "Unterwerfer" eben auch auf zweierlei Weise zu verstehen: Da ist sie als Strafe Gottes, der sie der Leere, der Nichtung, dem Tode ausgeliefert hat, die nur durch jene Haltung zu heilen ist, in der sich die Schöpfung wieder gegen Gott wendet UND (und das vor allem) durch den Gottmenschen Jesus Christus im Opfer wieder mit dem Vater, mit Gott versöhnt ist.
Aber da ist sie auch (!) dem Satan unterworfen. Aus dessen Klauen nur eines befreit: Die Hinordnung auf den Sohn Gottes, der durch seine Doppelnatur Mensch-Gott auch das Menschsein in dieses innertrinitarische Leben (zurück-)geholt hat.
Und im Menschsein - weil der Mensch die Krone der Schöpfung ist, und zwar auf eine Weise, in der die gesamte Schöpfung auf ihren König hin orientiert und ausgerichtet ist - nimmt er somit auch die gesamte übrige Schöpfung, von der Mikrobe, dem Virus, dem Stein, der Pflanze, dem Tier, bis hin zum fernsten Stern im All, in dieses Leben im Heiligen Geist (als die Heiligkeit repräsentierende, ja seiende Hauchung zwischen Vater und Sohn) mit hinein.
Was bedeutet das für den Menschen, was für unser Verhalten? Wenn wir denn in die Sünde gefallen sind, heißt das für uns, daß wir eines nie verlieren dürfen, und uns um eines stets wieder zu mühen haben: Diese Hinordnung auf Jesus. Erst in diesem Hoffen, in diesem Glauben, in diesem Lieben, das alles selbst bereits dynamisches Heiliges Leben ist, sind wir jenes Gefäß, in das sich die Gnade ergießen kann. Die von Gott ungeschuldet und aus freiem Willen in die Welt hereinbricht, um uns in die Heiligkeit hineinzuholen. Diese Bereitschaft dazu ist auch das einzige, das wir wirklich tun können. Und an ihr wird auch unsere Verdienstlichkeit gemessen. Denn sie hängt tatsächlich von uns ab.
Wenn wir nun den Gedanken hereinholen, unser Wissen (als sichergestelltes, in Händen gehaltenes Spiegeln der Wahrheit selbst) darum aufrufen, daß das Menschsein an sich KULTUR ist, denn sonst ist es gar kein Menschsein, das über die Potens (die reine Möglichkeit) hinausgeht, dann wird uns vielleicht klar, was es bedeutet, IN einer Kultur zu leben. Wo diese Ausrichtung auf Gott, den Geber aller Gnade, wie eine Leitplanke in unseren alltäglichsten Begegnungen mit Dingen wie mit (ähnlich uns gutwilligen) Menschen in unseren Wegen steht.
Bei jedem Schritt, bei jedem Blick, bei jedem Gehörten und Gefühlten und Gerochenen, das uns in der Schönheit von der Güte Gottes, der die Freude ist, erzählt. Und uns so den Schritt auf unseren Schöpfer hin so leicht macht, daß es uns nachgerade löckt. In jedem Menschen grüßt uns sein Heldentum, in jedem Brot die Vollkommenheit zu der das Sein des Getreidekorns über die Sauerbakterien geführt wurde, und uns somit im Geschmack erfreut und in der Sättigung schließlich und nicht zuletzt auferbaut. In jedem Wort, das wir hören, und das getragen vom Guten Willen, also von dieser vorbehaltlosen Bejahung des Seins durchwirkt ist.
Morgen Teil 2) Worauf wir uns freuen dürfen, weil wir hoffen.
Sonntag, 2. August 2020
Aus einem Internet-Chat
A] Warum nur habe ich das Gefühl, daß jeder von uns irgendeine Form von ADHS hat, mit seinen Nerven am Ende ist, Angst und Depressionen hat, ..
B] Mich wundert daß du dich wunderst. Die Leute verlieren ihre Arbeit oder müssen Angst haben daß sie sie verlieren, so wie es rundum ja passiert.
Nirgendwo mehr gibt es unbeschwerte Fröhlichkeit, alle müssen Angst haben, daß sie sich ihr Leben, ihre Wohnungen nicht mehr leisten können.
Niemand weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Jeden Tag muß man fürchten, daß ein nächster Lockdown kommt, irgendwo Straßenschlachten ausbrechen, und die Grenzen dicht gemacht werden.
Ständig heißt es vor allem, daß alles so schrecklich wird, wenn es so weitergeht. Es ist, als würde man nicht nur alles falsch gemacht haben, sondern auch nichts mehr richtig machen können.
Man hat sogar das Gefühl, als hätte das eigene Leben keinen Sinn mehr, und wäre nur noch eine ununterbrochene Bedrohung für die Mitmenschen und für die Erde, solange man nicht wie ein stummer Sklave nickt und irgendwo hinterhertrottet.
Man hat sogar das Gefühl, als würde man das Leben und seinen Sinn nicht mehr selbst denken können. Von überall her kommen Ratschläge, was man falsch macht und falsch denkt. Und wenn man sich dann Diskussionssendungen etwa im Fernsehen ansieht hat, wo es um Probleme der Welt geht, hat einer den Eindruck, als würden die von einer anderen Welt reden. Wie es ausschaut ist es am besten, wenn man überhaupt zuhause bleibt und sich ins Bett legt, um zu sterben.
Man hat nämlich das schreckliche Gefühl, daß unter unsereinem eine stille Übereinkunft herrscht, daß keiner mehr etwas zu sagen oder zu denken oder zu tun wagen sollte. Schon gar nicht einfach so. Weil er fürchten muß, wenn er sich nicht ständig kontrolliert als sexistisch, rechtsradikal, rassistisch, nationalistisch, homophob, xenophob, genderverkehrt, coronagefährlich, antisemitisch und weiß Gott was noch verdammt, wenn nicht straffällig zu werden.
Denn ich habe sogar oft schon Angst, von jemandem verraten und beim nächsten Polizisten angezeigt zu werden und für irgendwas Strafe zu zahlen. Einfach alles, was man macht und vor allem alles, was man bisher so gemacht hat, könnte eine mittlere Weltkatastrophe auslösen. Es ist zumindest die Schuld am Eisbärensterben, an den toten Kindern in Liberia, für die Kriege in Arabien, an der Ausbeutung der Frauen in Bangladesch, und an den Überschwemmungen in Südbayern, an den Waldbränden in Kalifornien und am Hurricane in Florida.
An nichts darf man sich noch unschuldig freuen - wirklich allem ist die Unschuld genommen. Sogar jetzt im Sommer. Ist das Wetter schön und heiß, so richtig zum Baden, liest man sofort Ankündigungen von Trockenheit und Dürre in den Zeitungen und daß man besser sowieso nicht in die Sonne geht. Regnet es, berichten am nächsten Tag die Nachrichten über Unwetter und möglicherweise vernichtete Ernten zum Frühstück.
Ißt einer was Süßes, zerstört er seine Gesundheit. Ißt er salzig schon überhaupt. Ißt man Fleisch, vernichtet man das Weltklima. Lädt einen die Oma zum Essen ein, würgt man das Essen mit Magendrücken runter, weil die mit ihrer Kocherei den Planeten zerstört, den Regenwald vernichtet, das Plastik in den Weltmeeren vermehrt, und mit ihrem Kohlenofen sowieso verantwortlich für die Erderwärmung und fürs Walesterben ist.
Und da wunderst du dich? Bessere Bedingungen für ein Desaster im Gehirn kann es doch gar nicht geben!
Mittwoch, 27. Mai 2020
Da muß wieder was sein
Man schaut, man meint, man sei auf der Suche nach etwas, sei es innerhalb eines Themas - da bricht ein Ton auf, der etwas herauszieht, das in diesem Augenblick enthalten war, ohne daß man es ahnte. Der VdZ hat ja immer gemeint, daß er (und jeder) in der Lage sei, ein gesamtes Musikstück aus einem einzigen Ton in dessen Umgebung zu erkennen.
So erging es ihm hier. Die Platte hatte er dereinst in Vinyl. Jugend in den 1960ern und 1970ern. Herman's Hermits. "I'm into something good" Irgendetwas sagt mir, daß es mir ziemlich gut geht.
Heute sieht er den ganzen Text. Wie eine giftige Schlange hinter süßem Kaktussirup. Die Schlange hinter dem letzten Bühnenbild einer verloren gehenden Zeit. Einer Zeit, die sich selbst in den Abgrund reißt.
Sonntag, 27. Juli 2014
In den Armen der Frauen
| Gesehen auf everyday_i_show |
Sonntag, 10. März 2013
Mittwoch, 9. Januar 2013
Feierabend
Montag, 17. September 2012
Lebensamplituden
Gib dem Himmel Luft, schreibt Johannes Kepler einmal, und es entsteht ganz sicher ein Zusammenklang.
Montag, 20. Dezember 2010
Sonntag, 26. September 2010
Unser Leben, ein leerer Raum (3)
Samstag, 25. September 2010
Unser Leben, ein leerer Raum (2)
Ist es nicht so, daß wir versucht haben, besser zu leben, und dabei verdrängt haben, was leben überhaupt ist? Haben wir nicht ein gigantisches "Bäumchen wechsle dich"-Spiel aufgezogen, getragen von der Vereinbarung zu einer riesigen Illusion, zu der alle schweigen - wo alle mehr und mehr nur noch so tun, als hätten sie jene Produkte, DERETWEGEN sie diese Entwirklichung der Welt, die um ihre Eigenschaften betrogen wird!, akzeptieren und vorantreiben - ohne sie damit überhaupt noch jemals zu "haben"?*250910*
Freitag, 24. September 2010
Unser Leben, ein leerer Raum (1)
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| Goldpreisentwicklung im letzten Jahr |
Hat uns die technische Entwicklung wirklich
"mehr" Dinge (leichter) ermöglicht?
Oder werden nicht einfach die Dinge ausgewechselt?
Bezieht sich die vielgerühmte Produktivitätssteigerung
wirklich auf dieselben Dinge?
Freitag, 10. September 2010
Das bestgehütete Geheimnis
"They stood very close to each other. She saw, in his eyes, that he felt as she did. If joy is the aim and the core of existence, she thought, and if that which has the power to give one joy is always guarded als one's deepest secret, then they had seen each other naked in that moment."


