Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Dienstag, 6. September 2022
Die Grundstimmung der Nutzlosigkeit
Dienstag, 12. April 2022
Problem eines skrupellosen Kampfes um Elitarität
Samstag, 26. März 2022
Gedankensplitter (2009b)
Freitag, 25. März 2022
Gedankensplitter (2009a)
| QR Buseks letztes Interview |
Also müssen wir mit dem spitzen Bleistift differenzieren. Denn auch der Mythos des MASSENMENSCHEN ist in seiner negativen Konnotierung (einer Nicht-Freiheit) nur EIN TEIL des Versuchs, Gott aus der Welt hinauszuwerfen. Weil nichts sein kann, wenn es nicht DIE ANALOGIE DES EINSSEINS mit seinem Daseinsgrund ist. In dem es also einen "von außen" hereinkommenden Gott braucht, dessen Gnade wir alles verdanken.
In wessen Interesse ist es also, die Einheit als Daseinsprinzip zu verbannen? Na? Na?!
Freitag, 26. November 2021
Albaner? Warum Albaner? (2)
Warum niemand sein Geschlecht wählen kann (aber ergreifen muß.) Und andere Enthüllungen aus der großen Kiste der Wahrheiten. - Das Problem geht "top down - von oben nach unten". Denn es sind die Führungsschichten, die korrumpiert sind. Erst unlängst ist die American Health Society an die Öffentlichkeit getreten und hat gefordert, daß auf den Geburtsdokumenten jeder Hinweis auf "Geschlecht" vermieden werden sollte. Der Grund ist, daß "die" Studenten den Druck auf die Professoren erhöhen, die Medizin "genderneutral/-gerecht" zu lehren bzw. zu gestalten.
Wollen Sie, werter Leser, einem Arzt vertrauen, der allen Ernstes behauptet, es gäbe kein biologisch relevantes Geschlecht - und zwar in der Polarität von Mann und Frau? Was soll man also von so einem Arzt denken, der die simpelsten Augenfälligkeiten zugunsten eines absurden Weltbildes ignoriert, und sie danach behandelt?
Donnerstag, 25. November 2021
Albaner? Warum Albaner? (1)
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| QR Briggs im Interview |
Mittwoch, 7. April 2021
Gedankensplitter (1077)
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Gottseidank für die Liberalen, hat sich dazu so mancher im Eiltempo die Finger wundgeschrieben, damit man am nunmehr so bemitleidenswert blutbefleckten Papier die Verwirrung der Gehirnwindungen nicht allzu offen erkennen konnte, mit denen diese Lächerlichkeit in ein dick gefüttertes theoretisches Gewand gehüllt wurde, in dem nun mit breitem Schritt die Autorität der Wahrheit oder zumindest die Diskurs- weil Satisfaktionsfähigkeit dieser Position behauptet werden konnte.
In Wahrheit dasselbe Unterfangen, das den Liberalen generell kennzeichnet. Der sofort zum scharfen Kritiker und Oppositionellen, ja "um der Wahrheit willen Verfolgten" wird, wenn ihm etwas - egal was - auf die Zehen fällt. In dem Moment unternimmt er alles, um das rein subjektive Bedürfnis (wie man es im üblichen Sprachgebrauch eben Egoismus nennt) zu befriedigen.
Und alles nur, damit er sich weiterhin nicht aus seiner Bequemlichkeit heraus zu bewegen braucht. Denn dem Liberalismus fehlt unter anderem eines - der Schlüssel zum schöpferischen Dasein, der Selbstüberschreitung heißt. Die genau das Gegenteil des Fundaments des Liberalen bedeutet, ihm deshalb Todfeind ist. Denn das Liberale hat nur die Behauptung, daß Gott die Welt im subjektiven Bedürfen ausreichend geregelt hat.
Er befindet sich deshalb im exakten Widerspruch zum Kreuz. Der Liberalismus befindet sich damit im genauen Widerspruch zur Erlösung.
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Übrigens ist auch jenes Verhalten der Arroganz zuzurechnen, das sich am häufigsten findet, und in dem diese Klasse durch betont joviales Verhalten "zeigen will", daß sie NICHT in Standesdünkel und Hochmut verfallen ist, TROTZ ihres eigentlich berechtigten Rechtes auf Übergeordnetheit.
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Somit ist es am naheliegendsten, die (besorgte) Feststellung, daß der Liberalismus praktisch lückenlos zur allgemeinen Weltanschauung in unseren Landen und Kulturen, ja in Europa und der gesamten westlichen Welt (aber auch nur dort!) wurde, mit dem "sozialen Aufstieg" in eins zu setzen. Aber nicht einfach nur mit diesem, sondern mehr noch mit der Hoffnung, dem Versprechen auf einen solchen. Sodaß er mit dem sozialistischen Sozialstaat heutiger Prägung in eins fällt.
Den - eiderdautz, wieder einmal: eiderdautz! - die Liberalen ABLEHNEN! Zum Gegenteil, sie sind in der Regel die eifrigsten Verfechter eines ungebremsten Kapitalismus als Folge des Dogmas von der "Freiheit", die Freiheit von allem meint.
Warum ist das so? WEIL ER SIE aus oben bezeichneten Gründen GEFÄHRDET. Weil sie bemerken, daß ihr Zugewinn gar kein solcher war, aber noch so gewertet wird, daß es ihn aber nun in die Exklusivität zu stellen geboten ist, weil er sonst endgültig verwässert.
Während er für sie selbst noch jenes Pferd war, das sie zu diesem "aus eigener Leistung errungenen Aufstieg" getragen hat. An einen Ort, dessen Türen und Tore sie aber nun rasch schließen wollen. Den sie gerade noch erreicht haben, aber nun ist Schluß. Den sie mit dicken walkwollenen, blick-, geruchs- und schalldichten Laken verhüllen, damit ihre Eigensüchte und Egoismen nicht gesehen werden, die sie mit großzügiger Geste des "ego me absolvo" ins Land des ewigen Vergessens abschieben möchten.
Und sollte doch etwas vom Müllhaufen, den sie verbergen, noch ans Licht kommen, dann fällt es unter dieselbe Generalabsolution, die sie angesichts des heute Erlittenen - an dem sie, wie gesagt, selbst ihr gerüttelt Maß an Schuld und Ursache zu tragen hätten (sic!) - verdient zu haben behaupten.
Dienstag, 6. April 2021
Gedankensplitter (1076)
Das größte Übel am Liberalismus ist, daß er nicht nur Lügen verbreitet, sondern in sich eine Lüge IST. Denn sein Ziel ist kein positives Programm zu verwirklichen, sondern es ist antinomisch: Es besteht darin, jeden Widerspruch gegen die subjektive Willkür im Keime zu ersticken. Indem dem anderen und allem Begegnenden das Eigensein genommen wird. Das immer Ansprüche hat!
So sehr, daß man überhaupt nicht von einem Sein der Dinge und damit der Welt sprechen kann, wenn die Dinge (und mit diesem hier stets ontologisch verwendeten Begriff sind auch Menschen gemeint) auch Ansprüche haben, die nicht verhandelbar sind! Die sich aus der Bedingung des Seienden überhaupt ergeben - an einem Ort zu stehen, das heißt ein Knotenpunkt von Beziehungen zu sein.
Liberalismus ist die Lüge der Tugendlosen, der Bequemen, der Menschen mit Acedia (als der seelischen Trägheit selbst), oder auch nur der schlichtweg Faulen, die allesamt mehr oder weniger versteckte Egoismen sind (den offen darzustellen doch noch geächtet ist).
Die Behauptung, daß nichts in der Welt durch scharfe Kontur seinen Ort in der Gesamtordnung HAT, daß überhaupt alles Humane disponibel ist, setzt das eigene Beharren auf grenzenlose und rücksichtslose Bedürfniserfüllung zur generellen Eigenschaft des Menschen. Und wer das nicht zugibt, ist einfach ein Lügner. Oder jemand, der sich halt nicht so gut kennt (wie man selber).
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Der VdZ hat nicht wenige Menschen kennengelernt, die sich heute als Liberale bezeichnen. (So, wie sich heute ohnehin alle als Liberale entweder bezeichnen, oder faktisch Liberale sind. So sehr, daß es gar keine anderen Geisteshaltungen mehr gibt bzw. diese zahlenmäßig zu einem Bevölkerungsanteil geschmolzen sind, der in Bruchteilen von Prozenten zu messen ist.)
Am vielsagendsten über die Natur des Liberalismus sind dabei jene, die aus Arbeiterfamilien stammen, und ihre gesamte Kindheit und Jugend im sozialdemokratischen Milieu verbrachten, wie es noch von ihren Eltern selbstbewußt vertreten worden ist. Deren Kinder sich sogar selber noch zu Beginn ihres Studiums als Links oder Sozialistisch bezeichnet haben. Die aber dann, eiderdautz, sobald sie "sozial aufgestiegen sind", ihre Bildungszertifikate in der Hand halten und ihrem "durch Leistung errungenen Recht" gemäße "Führungspositionen" erhalten haben, "toleranter" geworden sind.
Weil sie nun liberaler geworden sind. Und das heißt angeblich weniger "eng", und was es noch an Unsinnsprädikaten für diese Aufweichungsgebote gibt, die im Liberalismus immanent sind, und die allem Widerständigen - und das ist nunmehr alles, das sich selbst noch als Identität sogar explizit behauptet - entgegengebracht werden, und diesen Anspruch mit der Behauptung höchster Moral umkleiden.
Und in einer Kultur der Auflösung, der Nichtung, ist tatsächlich das Gebot zur Auflösung, also der Liberalismus, höchstes Moralgebot. Weil Moral auf Erhaltung ausgerichtet ist, also auf Identität, die wirklich solche ist. Die somit als Identität fundamental jedem Liberalismus entgegensteht, und diesem niemals beitreten, diesen als gleichberechtigem Anspruch aber niemals neben sich dulden kann ohne ihn als das zu begreifen, was er ist: Feind, ja Todfeind.
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Wenn wir von Studium sprechen, dann meinen wir das von eben dieser Sozialdemokratie verschleuderten, zur Volksverwirrung der Allgemeinheit "zugängig gemachten" Universitäts-Schullehrgänge, die lediglich den Zweck hatten und haben, sozialen Aufstieg zu ermöglichen.
Nicht durch Bildung, sondern durch die Ansprüche, die sich aus Zertifikaten ergeben. Die gegen jede echte, innere, wirkliche Bildung auch jenen den Stand der Gebildeten zusprechen, und diesen sogar gesetzlich absichern. Und damit gegen jede (auch von ihnen selbst so gefühlt; machen wir uns nichts vor) Wahrnehmung der Umwelt eine Behauptung, Rang, Geltung und Autoritätsanspruch einer gewissen (vorgetäuschten) Gestalt durchsetzen können.
Aber wir müssen das noch schärfer weil umfassender, ganzheitlicher sehen. Mit der Massenuniversität wurde kein Aufstieg der früher "unteren" Schichten der Bevölkerung erreicht. Der war auch gar nie intendiert. Sondern es wurde der dieser Klasse übergeordnete Stand zerstört. Zerstörung, nicht Auferbauung war das Ziel des "allgemeinen, hürdenlosen Zugangs zu Universitätsstudien."
Die man als "Chancengleichheit" bei der Verwirklichung von "Talenten" verkauft hat. Alleine in diesen Begriffen findet sich aber ein wahres Feuerwerk an Begriffsverwirrtheit und Lüge.
***
Kaum eine soziale Gruppe aber, die die neu gewonnene Klasse der Aufgestiegenen mehr gegen alle Gefahren absichert, ja: offensiv absichert, das heißt: präventiv. Kaum eine soziale Gruppe, die mehr darauf bedacht ist, sich sofort gegen alle "unteren" abzusichern, und kaum eine soziale Gruppe, die eifriger am Bann arbeitet, überhaupt noch zu erkennen: Am Großziehen des Hochmuts und der Arroganz.
Vorwiegend jene sind und werden deshalb "liberal", die etwas zu verlieren haben, von dem sie selber wissen, daß es ihnen entweder überhaupt nicht zusteht, oder das sie sich mit Gewalt und unter vielerlei Opfer der Umwelt widerrechtlich angeeignet haben.
Genau dort kippt dann der Liberalismus auch zur rücksichtslosen Gewaltanwendung. Genau dort wird der Liberale zum Vertreter strikter staatlicher Gewalt gegen alle jene, die die Gefährdung ihres Anspruchs gefährden.
Am erheiterndsten fand der VdZ dabei einen Spruch, der vor ein paar Jahren aufkam. Mit "Keine Toleranz den Intoleranten" wurde vorbeugend dieser Forderung nach Gewalt, die im Widerspruch zum ursprünglichen Anspruch steht und genau die hier beschriebenen Motivzusammenhänge zeigt, in eine vernebelte, irrationale Hausverstandskategorie zu heben versucht. Welcher Zug dann sämtliche Liberalen aufgesammelt hat, die ein wenig ratlos angesichts der einbrechenden Realitäten herumgestanden sind.
Realitäten, die im übrigen - auch - die Frucht ihres eigenen Verhaltens sind bzw. waren: Die Rede ist hier von der 2015 allzu offensichtlich überbordenden Migration. Der Spruch ist deshalb nicht zufällig auch ... 2015 im öffentlichen Diskurs aufgetaucht. Und wurde sofort heftig akklamiert, und von erlöstem Aufatmen nach oben geblasen.
Samstag, 19. Dezember 2020
Zu hohes Wissensniveau ohne Bildung
Dienstag, 21. Juli 2020
Leitbild Patentscheißer
"Als Typus der hoffnungsvollen Jugend, die Aussicht auf "Karriere" hatte, der Patentscheißer, aufgeschwemmte Burschen, schnöde und zynisch im Auftreten, mit geklebtem Scheitel, gestriemten Gesichtern, Reiterstegen an den gestrafften Beinkleidern, schnarrender Stimme, die den Kommandoton des Offiziers nachahmte. Den Hochschulbetrieb verachteten sie, die kümmerlichen Prüfungsreifen erlangten sie durch sogenannte Pressen, ein feindseliges und herausforderndes Wesen trugen sie zur Schau, außer wenn es sich um Konnexionen handelte, ihre Zeit verbrachten sie mit Pauken, Saufen und Erzählen von Schweinereien. Solche Gestalten wurden geduldet, ja anerkannt; sie waren bestimmt, zu denen zu gehören, die das Volk regieren, richten, lehren, heilen und erbauen."
Walther Rathenau über den Typus, der um 1900 die Berliner Hochschulen als künftige Elite bevölkerte.Jener Typus also, der 1914 an der Spitze Deutschlands stand.Man konnte, schreibt Rathenau, dieser Schichte, ihren Vertreternin Beamtentum und Militär, nur von oben beikommen;von unten ließe sie sich nurstrategisch umgehen, nicht durchbrechen.
Samstag, 20. Juni 2020
Not und Elend (2)
Freitag, 19. Juni 2020
Not und Elend (1)
Das Argument einer objektiven Wissenschaft erfüllt seine Wahrheit nicht durch die angebliche "Voraussetzungslosigkeit", sondern über die Natur der Wahrheit als Universalität, die nur durch sittliche Bedingungen zugängig wird. Insofern ist Wahrheit als objektive Grammatik der Welt tatsächlich "subjektiv".
Aber nicht weil die Wahrheit (die immer eine konkrete Wahrheit "über oder von" etwas ist) selbst relativ, also nicht festmachbar, nicht definierbar ist. Sondern weil die Wahrheit sich erst über eine Beziehung zu ihr erschließt, ihre Reinheit und Darstellbarkeit - und damit ihre Objektivität - durch eine Person von deren sittlicher Reife abhängt.
*290520*
Montag, 25. Mai 2020
Kent State - Der Tag, ab dem geschossen wurde
Auch wenn dem Anschein nach die Proteste fortan eskalierten - es war nur Schein, während sich die Aggression gegen die innere Substanz wendete, mit einem neuen Feind vor Augen. Familie. Kirche. Ehe. Und ... Staat.
Denn das waren die Auswege, die nicht nur großzügig gestattet, sondern die sogar unterstützt wurden. Von eben diesem Staat, den zu okkupieren und dessen Instrumente für ihre Zwecke zu nützen das Ziel der wirklichen Feinde war. Weil sie halfen, den eigentlichen Feind auf dessen innerster Linie zu bekämpfen.
Die Verweigerung ging nach innen, auf die engsten sozialen und verbindlichen Verhältnisse, die damit aufgelöst wurden, die aber alleine einem Staat Stabilität und Freiheit geben, der auf Ernst und Verantwortung der Bürger beruhen muß. Auf Familie, Ehe, Kirche. Nur sie können die nötige Einheit als wahre Grammatik seiner Bürger geben. Der Staat als Tor zur Macht war Beute und Frucht, die reif wurde, wenn ihre Säulen fielen, und der fortan leicht zu kassieren war.
Kent State wirkte fort. In den nächsten zwei Wochen kam es im Mai 1970 folgerichtig zu zwei weiteren Schußübungen auf Studenten, denen auch halbe Kinder und zufällige Zuseher zum Opfer fielen. Insgesamt gab es zehn Tote und Dutzende Verletzte. Die Protestierer waren schockiert. Damit hatte niemand gerechnet.
Aber dieser Schock war beabsichtigt. Allen späteren Diskussionen zum Trotz, wer dafür verantwortlich, ob nicht sogar alles ein großes Mißverständnis einzelner übernervöser Soldaten gewesen sei. Wenn der Staat, der immer über Strukturen wirkt, seine Taten verbergen möchte, sucht er eben Einzeltäter.Aber es war die Politik hinter und in der Politik. Die mit einem Markstein - Soldaten schossen auf eigene Bürger - erfolgreich eine mögliche Gefahr im Kampf gegen eine andere mögliche Gefahr bekämpft hatte. Heute ist es die Angst vor dem nächsten Corona-Ausbruch, damals war es die Angst vor dem nächsten Erfolg der Kommunisten,* die in der Auslage standen, mit dem Etikett "Feind" darauf. Mit exakten Bildern, wie dieser Feind aussah, damit sie sich jeder einprägen konnte.
So wurde eine Angst vor einem Feind geschürt, die es damals rechtfertigte (und die es heute rechtfertigt), neben anderen auch eines der bedeutendsten Grundrechte, das die US-Verfassung garantiert, außer Kraft zu setzen. Das Versammlungsrecht, das Recht auf freie Meinungsäußerung. Der Staat hatte gezeigt, daß er bereit war, Krieg auch gegen die eigene Bevölkerung zu führen, sollte er sein oberstes Ziel "Sicherheit" ("Gesundheit") in Gefahr sehen.
Das Beispiel war maßstabsetzend, und die Bürger verstanden die Botschaft. Die Partei der Freiheit fand keine Streiter des Willens mehr. Die USA aber weiteten den Krieg aus, bezogen nun sogar Kambodscha ein.Wer aber ist der wahre Feind? Das mußte damals und das muß heute beantwortet werden. Damals fand man die Antwort nicht, damals täuschte man sich, und jede Täuschung wird vom wahren Feind sofort genützt. Der wahre Feind wurde wie die Natter an der Brust weiter genährt, weil er unsichtbar blieb.**
Und heute? Ist es wirklich das Gespenst Corona, das wie ein Geist mal hier, mal dort auftaucht, und den Staat zu Maßnahmen aufstachelt, die eine Gesellschaft strukturieren, die nur noch seelenlos funktioniert, und jederzeit bis in die intimsten Ecken hinein gesteuert und entkernt werden kann? Oder ist es nicht vielmehr alles, was uns diese Intimität, diese Verantwortung weil Freiheit nimmt, und uns somit unserer schöpferischesten Kräfte (weiter) beraubt?
Aber vielleicht haben wir in der Corona-Krise diese Antwort bereits gegeben. Und sie ist auf die entscheidende Weise dieselbe wie damals nach Kent State. Sie bedeutet das Ende der Freiheit in einer Gesellschaft. Deren wahre Herren uns als Entgelt für unsere Freiheit Sex und Drogen und Rock'n Roll gewähren.Wie? Ach so, nein. Das nennt man heute anders. Man nennt es Gesundheit. Nan nennt es Weltrettung. Man nennt es Rettung von Leben.
Sie deuten Freiheit also um. So läßt sich Illusion "gerechtfertigt" an die Stelle der Wirklichkeit setzen. Heutige Studenten demonstrieren also friedlich und virtuell, weil es um die "Gesundheit" geht, die Staatsmaxime. Gegen letztere niemand mehr zu protestieren wagt, sonst wird er auf die eine oder andere Weise fertiggemacht. Also wird über Facebook und Twitter gestreikt, daß die Erde bebt. Heutige Protestierer sind besser als die Bösen.
Angeblich sollen sich in einer nächsten Eskalation Dutzende Studenten mit Filzstift "Streik" auf die Stirn gemalt haben.
Ärzte warnen vor den gesundheitlichen Folgen und Greenpeace vor den Auswirkungen auf das Klima. Woraufhin die Hälfte der Protestierer den virtuellen Streik abbrachen und sich die Stirne sauber rubbelten.
Im Gegensatz zu Demonstranten in Berlin und Wien, deren Protestaufmärsche gegen die Einschränkungsmaßnahmen der Regierung freilich gar nie "verboten" wurden. Sondern deren Proponenten schlicht deshalb mit Polizeigewalt entfernt worden waren, weil sie sich zu einem nicht unbeträchtlichen Prozentsatz nicht an gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen - Maskentragepflicht und 1,50 Meter Mindestabstand - gehalten hatten. Wogegen die Protestierer protestierten, denn sehr wohl hatten sie sich daran gehalten.
Freitag, 4. Oktober 2019
In welcher Wirklichkeit leben sie?
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Dienstag, 17. September 2019
Zu nichts gut
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Samstag, 8. Juni 2019
Schnuller-Bildung ist keine Bildung, sondern Latzkacke
Dabei ist es nur um ein Haar schlechter als - Oxford und Cambridge hin, Oxford und Cambridge her - das System Großbritanniens.*
Als der VdZ vor mittlerweile fast 40 Jahren in einem der wenigen sinnvollen Seminare an der Universität Graz ein Referat ausarbeitete, in dem die Bildungssysteme zahlreicher Staaten verglichen werden sollten, war ihm beim Studium des US-Systems nicht klar, wie daraus etwas Vernünftiges entstehen sollte. Er sollte - wiewohl damals "stramm links" - recht behalten. Aber es reicht ja nicht. Denn der gesamte anglo-amerikanische Raum versinkt schon in unsäglicher Verblödung. Und offensichtlich konkurrieren die Bildungssysteme beider Länder nur noch darum, wer schneller und endgültiger zu gequirlter Scheiße wird.
William M. Briggs bringt fast täglich Zeitung, was sich gegenwärtig an den anglo-amerikanischen Universitäten abspielt. Legendär seine "Week in Doom" und, weil das einfach nicht mehr ausreicht, zu zahlreich werden die Zeugnisse des einzigartigen geistigen Niedergangs eines ganzen Kulturraumes, seine mittlerweile ergänzenden "Wednesday in Doom". Es stockt einem tatsächlich nur noch das Hirn. Jeder dieser zahllosen Berichte ist Teil einer unfaßbaren Bankrotterklärung. Selbst der (nicht universitär verbildete) Schwager des VdZ, ein gestandener Berliner, hatte seinerzeit offenbar jedes Recht seinen Eindruck als prophetisch und relevant zu reklamieren: Die Amis sind blöde. Die gegenwärtigen Erfahrungen mit Amerikanern in seinem Umfeld möchte der VdZ an dieser Stelle gar nicht erst heranziehen, sie könnten zu sehr Verachtung induzieren.
Jüngst berichtet Briggs etwa davon, daß es aktuell auf der Trinity Universität von Leeds ein Rundschreiben an die Professoren gibt. Darin fordert die Universitätsleitung die Lehrbeauftragten auf, in ihren Papieren für Studenten die Verwendung von Großbuchstaben zu vermeiden. In wortreichen Erklärungen und absurd wirkenden Beschreibungen von Zusammenhängen wird dann dargelegt, warum die Verwendung von Großbuchstaben die Studenten einschüchtern und damit abhalten könnte, sich einem Stoff überhaupt zu nähern.
Es ist von heutigen Studenten nicht mehr zu erwarten, daß sie im Gebrauch von Großbuchstaben ausreichend gebildet sind. Also würden sie möglicherweise die Verwendung von Großbuchstaben in Papieren als eine Hürde empfinden, der sie sich nicht gewachsen fühlen, weil sie als einschüchternd empfinden. Das könnte ihr Leistungspotential möglicherweise unfüglich schmälern.
*By the way: Der VdZ hat vor bald zwanzig Jahren das Stück "The History Boys" von Alan Bennett übersetzt bzw. ins Deutsche transferiert. Es behandelt unter anderem die Folgen des "modernen" Umbruchs im britischen Bildungssystem, die Bennett völlig richtig vorhersah. Übrigens auch in ihrer Fundierung im Sittlichen, was so manchen dazu verführt hat, das Stück als "Homosexuellen-Charade" mißzuverstehen. Als der VdZ einmal diesbezüglich angeschrieben wurde, war er völlig verblüfft. Denn nichts ist es weniger. Oh Herr, laß Geist regnen!
Dienstag, 7. August 2018
Und so schaut es wirklich aus
Muß extra erwähnt werden, daß sich die Schulden der Stadt Wien in den letzten zehn Jahren verVIERfacht haben? Eine Partei kauft sich ihre Wähler. Mehr gibt es zu den Sozialisten auch nicht zu sagen.
