Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Sonntag, 14. Juli 2024
Krieg als Dauerzustand
Samstag, 2. März 2024
Richtig ist nicht wichtig
Denn allzu oft wird die Wahrheit mit dem verwechselt, was ich besser mit "Richtigkeit" bezeichnen möchte. Denn wahris tnicht einfach, was richtig ist, sondern die Wahrheit ist weit mehr als rationales Denken und logische Richtigkeit. Vielmehr ist wahr erst dasnn wahr udn Wahrheit, wenn es als personale Begegnugn mnit der Wahrheit selbst verstanden wird. Wenn wir also zu Abbildern dessen werden, as eindeutig und ohne Möglichkeit des Mißverstehens die Person Gottes selbst ist. Der sich in seinem Sohn Jesus Christus als VIA - VITA - VERITAS, als Leben, als Weg, als Wahrheit in die Schöpfung einfügte. Nicht ALS Schöpfung, aber diese auf seinen Schjltern in Gott hineintragend. Die in ihm, dem Sein - Gott - ihr eienes Sein im Maß ihrer Teilhabe an ihm hat. Und das ist somit die Teilhabe AN EINER GESTALT. An einer Person. Und von kaum etwqaas spricht das Neue Testament häufiger als von der Grundlage, auf der diese Teilhabe stattfinden kann. VOM GEHORSAM.
Wie - vom Gehorsam? Und nicht von der Wahrheit?NNicht vom ... Richtigen? Gehört also die #Welt, die Zukunft, die Welt des wunderbaren NICHT dem, der Recht hat? Nidfcht dem, der nicht lügt? Nicht dem, der in einem offenen Diskurs beiträgt, daß nur die Wahrheit regiere, und allezeit dem Richtigen den diesem gebührenden Vorzug einräumt? Ist also nicht das Richtige - respektive "die Wahrheit" - das, was die Welt ordnet und formt? Und bedeutet dieser Vorragn des Richtigen nicht den Vorragn zu einer Gesellschaftordnugn, wie sie alle erträumen, und die dann "Demokratie" genannt wird?
Sagen wir es pvokativ. Sagen wir richtig. Ssagen wir es wahr. NEIN. Denn die Ordnugn geht dem Diskurs voraus. Das Wahre geht dem Richtigen voraus. Und nur das Wahre ist unbedingt. Aber das Wahre ist ... eine Gestalt. Kein diskursives Ergebnis. Kein Debattenresultat. Keine mathematische Lösung. Kein rechnischer Prozeß.
Montag, 27. Februar 2023
Kopfschütteln
Aber der Westen kann es nicht denken. Nachdem er also nicht in der Lage ist, konstruktiven geistigen Beitrag zu liesten, wird auch der Ukraine-Krieg ausgehen wie alle Kriege, die der US-Westen seit Jahrzehznten führt:
Mit einem totalen Desaster, das lediglich Wüste zurücklassen kann, aber nichts aufzubauen vermag.
Auf einem Schlachtenfeld, dessen Sieger längst feststeht, und der einzige Weg sein wird, den Krieg zu beenden.
Nur hat das der US-Westen nicht bemerkt. Der in seiner Sturzbewegung nur noch dadurch "siegen" kann, indem er alle anderen in seinem Stürzen nur noch früher aufschlagen wissen will. Ein konstruktives, schöpferisches Weltdenken ist ihm aber nicht möglich.
Das ist schon an einem Punkt exemplarisch zu zeigen.
Freitag, 9. Dezember 2022
Die Chance auf Verhandlungen ist verspielt (2)
So nebenbei geht das Gespräch auch auf das - in Wahrehit skandalöse! - Interview mides Spiegel mit Angela Merkel ein, das erst vor Wochen veröffentlicht worden ist.
Man muß es unerträglichen Zynismus nennen, wenn Merkel davon spricht, daß Rußland bzw. Putin immer aggressiver geworden sei - wo auch SIE ihn doch pausenlos angelogen und die reale Politik des Westens (und damit auch Merkel-Deutschlands) Rußland ständig weiter provoziert hat.
Putin hat immer und sehr präzise gesagt, wo seine Roten LInien liegen, aber das hat den Westen einfach nicht gekümmert. Man muß aber den Eindruck gewinnen, daß der Westen sogar so überheblich ist, daß er den Rest der Welt gar nicht ernst nimmt, und deshalb sogar offen lügt.
Wie im "Gaslighting" wird mit einer Wirklichkeitsillusion gearbeitet, der zuzustimmen der andere (gegen dessen eigener Wahrnehmung) dann verführt wird. Um die Schuld an deren Zerbrechen dann eben diesem in die Schuhe zu schieben.
Sonntag, 16. Oktober 2022
Die Geburt von Nationen aus dem Geist des Sozialismus-Kapitalismus (3)
Samstag, 15. Oktober 2022
Die Geburt von Nationen aus dem Geist des Sozialismus-Kapitalismus (2)
Freitag, 14. Oktober 2022
Die Geburt von Nationen aus dem Geist des Sozialismus-Kapitalismus (1)
Samstag, 25. Juni 2022
Bedrohungen des Weltfriedens
Samstag, 18. Juni 2022
Verblüffende - triviale - Wahrheit
Montag, 2. Mai 2022
Wer die Welt zerstört, zerstört sich selbst
Bie der Weltausstellung 1873 in Wien - dem damaligen Hauptkreuz der europäischen Eisenbahnen, mit Anbindung nach ganz Europa, und einer der fünf größten Städte der Welt - wurde er entpsrechend als "Wunder" vorgestellt. Weil es damals immer noch eine Kulturstimmung war, Fortschritt als Zugewinn an Lebensqualität zu sehen, nicht als simple Ablaufoptimierung oder Menscheneliminierung durch Technik.
Mittwoch, 17. März 2021
Politiker als Kriegshäuptlinge (3)
Teil 3) Zusammenfassend läßt sich somit sagen: Es zeigt einen strukturellen Fehler, daß der Stimme des Normalen die Macht fehlt. Dabei gäbe es sie. Dabei suchen die Kriegshäuptlinge sie selbst. Aber sie suchen sie am falschen Ort. Aber mehr noch: Sie können sie gar nicht finden.
Normale Regierung darf nur eines wollen, und sie muß es unbedingt: Normalität. Die Un-Normalität muß deshalb das Geschäft eines Kriegshäuptlings sein, sonst kann das Vertrauen nie bestehen und bestehen bleiben. Erledigt die normale Regierung auch dieses Geschäft gibt es keine Begrenzung - sie vollzieht immer alles, auch den Krieg, und tut es zeitlich undefiniert.
Weil es somit kein Maß mehr gibt, auf das wir, das Volk, vertrauen kann, gehen wir davon aus, daß diese Notbeschränkung, die uns unser Leben raubt, auch wieder einmal endet, bleibt nur eine Konsequenz. (Und darin täuschen sich die Politiker fundamental. Gleichzeitig läßt sich darin die zumindest unbewußte Neigung der gegenwärtigen Herrschaft erkennen, diese Corona-Pandemie so lange wie möglich, am besten auf immer auszudehnen.)
Jede Normalisierung, die wirklich eine solche ist wird mit der völligen Auswechselung der Politikerkaste begleitet sein müssen. Sonst wird sie nicht mehr normal sein können. Aber das muß sie sein, sonst werden wir unser blaues Wunder erleben. Weil die chronischen, also gewissermaßen unbewußten Kräfte in den Bevölkerungen auf Umsturz ausgerichtet sein werden. Diese Kräfte drängen, und werden sich, wenn sie nicht zur Bindung in eine normale, natürliche Kultur finden, sich sonst irgendwie äußern. Und das würde katastrophisch, unmenschlich und barabarisch sein.
Das Normale braucht jene Macht, das Ab-Normale zu beginnen ebenso wie es zu beenden. Es braucht also auch jetzt eine Stimme von außen, die mächtige Stimme des Normalen, die den Kriegshäuptlingen ihr Schwert aus der Hand nimmt. Notfalls mit Gewalt.****
*Thomas von Aquin sagt richtig "Agere sequitur esse." Aber er meint damit gar nicht so sehr (oder: nur), daß "das Handeln dem Sein folgt" und deshalb das Sein sich aus dem Handeln erschließt, sondern aus seinem Wissen um das Weltgefüge als Erkenntnisdynamik folgt, daß nur im Handeln der Mensch ISSET, weil er nur im Aktiven am Sein teilhaben kann. Und das Seiende ist nur Sein, weil es am absoluten Sein teilhat - im Akt. Was sich nicht bewegt, könnte man vereinfacht sagen, ist nicht. Es ist eben tot, und damit ist es nicht.
**Der Staatsrechtler und -philosoph Carl Schmitt hat es herausgearbeitet: Die wirkliche Macht in einem Staat zeigt sich im Notstand, nicht im normalen Leben.
***Umgekehrt "gibt" es diese Stimme des Normalen als Bedürfen der Kriegshäuptlinge. Weil diesen aber jede Entscheidung obliegt (wann das Normale aufhört, wann es wieder zu beginnen hat) sucht sie dieses begrenzende Maß in "Experten", in "Wissenschaft". Was eine völlige Verkennung dessen bedeutet, was Wissenschaft ist und leisten kann.
****Wie sehr strukturell eine ausreichend machtvolle Stimme des Normalen fehlt, zeigen die Proteste und Aufmärsche. Die an sich sinnlos sind, und diese Stimme nie sein können. Aber damit sind die Proteste als Verzweiflungsakte erkennbar. Auch auf die Gefahr hin, daß der Leser sich gelangweilt fühlt, aber diese Stimme war in früheren Zeiten die der Priester, die der Kirche (mit ihrer anderen Seite, prinzipiell gemeint: Dem König.) Sie zu entmächtigen war also der schwerste strukturelle Fehler, weil es keine Hand mehr gibt, die den Kriegern die Schwerter aus der Hand nimmt.
Konkret zeigt sich in dieser Notzeit, daß die zwei machtbegrenzenden Einrichtungen unserer Verfaßtheit nicht funktionieren: Die zweite Kammer, und die Einrichtung des Bundespräsidenten. Unsere Verfassungen sind ja so konstruiert, daß sie die Ausgewogenheit der Monarchie (wir sprechen hier nicht vom Absolutismus, der - grotesk und vielsagend genug! - zu allererst einem Wunsch der Völker (nach machtvoller Zentralmacht der Ordnung) entsprungen ist bzw. entgegenkam.
Sie versuchen, diese monarchische, im Absoluten (Gott, Religion, Kirche) verankerten Strukturen (in der also die Normalität, die Moral der politischen Macht übergeordnet ist) durch "demokratische" Einrichtungen zu ersetzen. Und sie tun es, indem sie die innere, kulturelle (und immer in der Religion verankerte wie dort quellende) Kraft der Völker durch technische Einrichtungen ersetzen wollen.
Aber wie wenig das funktioniert, hat sich nun zum nächsten Mal gezeigt, hat sich (die Linie der unbegrenzten Macht der Kriegshäuptlinge könnte man noch viel weiter ausziehen) nach 1870/71 (diesem Rausch der Kriegshäuptlinge stand keine begrenzende Macht entgegen) und nach 1933 im nächsten Notfall erwiesen, der ein Regieren nach Notverordnungen und dem daraus folgenden Umbau des Normalen "erfordert": In der Corona-Krise.
Dienstag, 16. März 2021
Politiker als Kriegshäuptlinge (2)
Teil 2) Man erwürgt Kriegshäuptlinge, wenn man Frieden will.
Damit würden wir nicht mehr und nicht weniger tun als das nachvollziehen, was in früheren Zeiten tatsächlich anders war (weil der Monarch vom Kriegsherren unterschieden war), und in ethnologischen Gegebenheiten bei allen Völkern und zu allen Zeiten anders war. Wir brauchen eine strukturelle Teilung in Kriegs- und Friedensregentschaft.
Denn der Charakter einer Regierung im Krieg ist nicht graduell, er ist substantiell von der im Frieden unterschieden. Und darf deshalb nicht in einer Hand liegen. Ein Kriegshäuptling ist deshalb bei den Ngungdu in Zaire wie bei den Cheyenne in Ohio nicht auch ein Friedenshäuptling. Man kann Identitäten nicht wechseln wie Schuhe, je nach Wetter.
Und von der Situation des Staates her befinden wir uns in einer Kriegssituation. Das bedeutet, daß sich die Regierungen in ihrem Vorgehen nach Notstandsverordnung als Führer im Krieg deklariert haben. Bei welchem das Gebot des nackten Überlebens über alles gestellt wird und jedes normale Leben sistiert. Auch hier ist ja das Leben eines Volkes nicht graduell anders, sondern es ist substantiell anders. Und darf deshalb nur eine gewisse Zeit dauern, sonst stirbt das Volk!
Das ist nicht nur vielen Menschen bereits bewußt, sondern führt bereits zu aktiver Rebellion.
Warum aber fehlt den Regierenden offensichtlich die Empathie mit dieser Situation, in die sie das Volk gestürzt haben - indem sie das Volk töten wollen, um es zu retten?
Immer waren deshalb Kriegshäuptlinge personal von den Häuptlingen, den Königen unterschieden. Aber es waren nicht sie, die das Ende dieser Notsituation bestimmt haben. Es war die Diplomatie, die ihnen die Vollmacht wieder entzogen hat. Und gar nicht selten wurden die Kriegshäuptlinge sogar nach Beendigung des Krieges umgebracht weil in Normal- und Friedenszeiten zurecht als Gefahr eingeschätzt.
In deklarierten Notzeiten wie diesen ist nicht nur das Leben des Volkes, sondern auch das normale Handwerk des Regierens sistiert, ausgesetzt. In Zeiten wie diesen, in denen das Handeln der Politik nichts mit dem normalen Leben zu tun hat und bei weitem übersteigt, und zwar nicht einfach graduell, sondern kategorial, wird die blanke Macht der Regierenden so deutlich wie noch nie. Denn sie wird hier zur blanken Gewalt. So nimmt die Identität der Herrschaft den Charakter der für den Kriegsfall ausgerichteten Herrschaft an, und jeder, der an diesem Spezialhandwerk teilhat, wird in dieser Identität so real und gefestigt wie sonst nie. Er kann schließlich nur das.
Nie mehr kann es unter ihm deshalb ein normales Zueinander von Volk und Herrschaft geben, weil die einmal gefühlte Gewalt der Notherrschaft jede Friedensharmonie übertönt und erdrückt. Und ein selbstverständliches Zueinander von Kopf und Leib, wie es in Normalzeiten der Fall sein muß, will sich ein Volk in Freiheit und Lebensfreude entfalten, unmöglich macht.
In der gegenwärtigen Lage wird aber auch der Politiker, der eigentlich für Normalzeiten gewählt und gedacht war, im wahrsten Sinn zur privilegierten und aus der Not der Bevölkerung ausgenommenen Kaste. Und zwar so sehr wie noch nie. Denn ihm bleibt etwas, das er dem einfachen Mann per Federstrich entzieht: Leben.***
Dieses Leben aber entzieht man dem Volk. Und man tut es ohne jene innere Sicherheit der Wahrnehmung, die sich am Leben selbst orientiert. Wenn sich aber Regieren nicht daran ausrichtet und von diesem Rhythmus und Herzschlag ein eigenes Handeln bestimmen läßt, wird die Politik in jedem Fall (!) zur Schreckensherrschaft.
Morgen Teil 3) Zusammenfassend läßt sich somit sagen: Es zeigt einen strukturellen Fehler, daß der Stimme des Normalen die Macht fehlt. Dabei gäbe es sie. Die Kriegshäuptlinge suchen sie selbst. Aber sie suchen sie am falschen Ort. Mehr noch: Sie können sie gar nicht finden.
Montag, 15. März 2021
Politiker als Kriegshäuptlinge (1)
Die Politik tut gerne so als wäre sie im selben Ausmaß von den Not- und Ausnahmeverordnungen betroffen, die sie, die derzeit zu Kriegshäuptlingen werden, über die Bevölkerung verhängen. Aber das ist natürlich nicht im Entferntesten so. Weil sie kategorial (!) von dem, was sie den Menschen zumuten und das aus der Natur der Sache so gegen das Wesen des Menschseins geht, ausgespart bleiben.
Die Rede ist vom kollektiven Berufsverbot, das sich hinter Begriffen wie "Lockdown" oder "Maßnahmen" verbirgt. Die nicht einfach "Berufsverbot" bedeutet (mit dem Wissen, daß praktisch das gesamte Leben der Menschen an der Ausübung eines Berufes als Selbstvollzug hängt), sondern "Identitätsverzicht", also "Seinsverzicht". Und das heißt: Tod.
Was in dieser Weise auch jene sogar betrifft, die doch noch ihr Handwerk ausüben können, wie Apotheker oder Lebensmittelhändler. Auch diesen fehlt das vollumfängliche Fluidum des Normalen, und ihr Tun wird auf bloßes Geldeinwechseln reduziert. So, wie auch die Existenz der Bevölkerung auf solches Geldgeschäft reduziert wird.
Wenn aber die Psychologieambulanzen voll sind, so ist das nur die Spitze des Eisbergs. Und kann die Dimension dessen, was wirklich mit den Menschen passiert, nicht einmal ansatzweise deutlich machen. Weil die gegenwärtige sogenannte "wissenschaftliche" oder "Schul-"Psychologie vom Wesen des Menschen viel zu wenig Ahnung hat, und deshalb seelischen Deformationen und Beschädigungen mit ihrem Begriffsinventar gar nicht erfassen kann, ja mit ihren "Heilverfahren" sogar weitgehend den Schaden noch vergrößert, statt ihn zu verringern.
Und der Schaden, der uns, dem Volk, zugemutet wird, geht mittlerweile schon ins Mark der Überlebenskraft. Er ist bereits unermeßlich groß, und entspricht einer offenen Versklavung. Deren Wesen nicht Peitsche und Arbeit ist, sondern SOZIALER TOT als Reduktion auf ein menschliches Miteinander, das nicht mehr dem Wesen des Menschseins entspricht. Er ist politisch verursacht, und damit so schweres politisches Unrecht, daß es zunehmend "himmelschreiend" genannt werden muß. Weshalb eine schwere Reaktion, die sich gegen die Übeltäter richtet, nur eine Frage der Zeit ist.
Warum aber erkennt die Politik - und sie ist der Übeltäter - das nicht? Weil selbstverständlich den Regierenden diese Lebens- und Erlebensdimension fehlt. Sie wird auch dadurch nicht nachvollzogen, daß Politiker - sagen wir - das eine oder andere Lebens- und Kultur-(als Sozial-)reduktionsgebot MITvollziehen, das sie dem Volk auferlegen.
Denn ihr grundsätzlicher Lebensvollzug, also ihr Selbstsein in ihrer Identität (und darum geht es im Wesentlichen, das ist es, was den Menschen am tiefsten berührt und zu zerstören vermag) bleibt in jedem Fall unberührt. Weil (was auch immer sie sagen) eben diese ihre Identität unberührt bleibt. Die ein actu ist, die im Aktiven besteht und deshalb das Aktive, den vollen Vollzug braucht.*
Freiheit, die in Wahrheit eben solcher Selbstvollzug einer Identität ist bzw. zu einer solchen führt (weshalb nur im Aktiven der Mensch überhaupt IST), ist kein dingliches Etwas. Und das heißt im Vollziehen ihres Berufs. Im Gegenteil, noch nie wurde ihr Beruf so "erfüllend" wie in diesen Zeiten. Schon deshalb werden sie von sich aus kein wirkliches, völliges Ende der Beschränkungen, einen wirklichen Übergang zur Normalität (der natürlich weit mehr ist als ein "vor" der Corona-Zeit, denn wir sind nicht mehr dieselben wir vor einem Jahr), die die Möglichkeit zur Freiheit des Volkes bedeutet, herbeiführen und wollen.
DIESE Politiker (und wir kommen weiter unten noch auf den Hintersinn des "DIESE" an diesem Ort der Ausführungen) werden in irgendeiner Form einen Rest an Corona-Regime beibehalten, ja sie werden es sogar strukturell verankern, weil sie damit sich selbst verankern, und weil sie NUR so sich selbst verankern, also als Kaste, als soziale Gruppe in der heutigen Zusammensetzung bleiben können.
Hier zeigt sich das Fatale daran, daß in unseren Staatsordnungen Kriegs- und Friedenshäuptling in einer Person zusammenfallen. Worin sich eine eklatante Schwäche der Praxis unserer Rechtsordnung zeigt. Die strukturell nicht auffängt, was durch personale Qualität nicht erfüllt wird: Das Regime von Kriegshäuptlingen wird in unseren Ländern nicht begrenzt!
Denn in den Verfassungen unserer Länder - in der österreichischen ist es sogar ganz deutlich - hat zwar der Bundespräsident die Kriegsvollmacht. Während die demokratisch gewählten Volksvertreter ausdrücklich nur das Friedensgeschäft in ihren Händen haben. Das heißt, daß auch der Bundespräsident - und nur er! - jene Notverordnungen erlassen müßte (und nur er dürfen dürfte) mit denen wir in jene Abschneidung von dem, was wir erst Leben nennen dürfen (denn das bloße Existieren, um das es im Krieg geht, entspricht diesem Kriterium nicht, und jeder weiß das auch), die uns längst bis ins Mark trifft. Aber die Praxis zeigt, daß diese strukturell angedachte, berücksichtigte Realität nicht zum Tragen kommt. Die Bundespräsidenten unserer Länder sind, um es zu extrapolieren, zu wenig KÖNIGE. Und Könige sind immer Repräsentanten, Stellvertreter des Volkes (und NICHT Regenten, NICHT die, die das praktische Handwerk der Politik ausüben.)
Aber warum erkennen die Herren Kurz und Anschober, die Damen mit Bart Merkel und Spahn denn so gar nicht von sich aus, warum "hören sie nicht auf" mit dem, was sie uns, dem Volk, antun?
Weil ihnen gar nie klar sein KANN, was sie tun. Und deshalb ist es so gravierend, daß es nichts gibt, das sie strukturell beschneiden könnte bzw. nichts gibt, das sie in der Praxis beschneidet.
Vielmehr erleben wir eine Orgie maßloser Regierungsgewalt, die sich somit aus einem strukturellen Fehler ergibt. Sodaß wir, wenn wir jemals wieder auf die Füße kommen sollten (und daran darf man bereits Zweifel haben), unbedingt lernen sollten, daß eine der Konsequenzen aus Corona sein muß, daß wir auch unsere Staaten umbauen.
Und die Macht der Legislative noch einmal teilen. Weil die übrigen Säulen der Staatsgewalt, Judikative und Exekutive, die Macht der Legislative genau dann nicht ausreichend zu beschränken vermag, wenn sich das Gesicht der Macht am deutlichsten zeigt: In Notfällen, im Notstand.**
Morgen Teil 2) Man erwürgt Kriegshäuptlinge, wenn man Frieden will.
Mittwoch, 13. Januar 2021
Von Selbstbetrug und anderem Betrug (5)
Teil 5) Klare Evidenz für Betrug
Daraus ergab sich eine frappierende Diskrepanz: Denn viele, viele hatten erklärt, ihre Stimme abgeschickt zu haben, doch war diese bei der Wahlbehörde "nie eingelangt".
Bei der Urnenauszählung hat sich ein bestimmtes Stimmenverhältnis ergeben. Das Pro-Trump lautete. Traditionell sind die Wahlkartenstimmen in den USA - anders als in Europa - keineswegs "links" (demokratisch), sondern entsprechen erfahrungsgemäß dem Stimmverhalten an der Urne selbst.
Doch dann kamen die Wahlkarten. Und die waren - eiderdautz - praktisch SÄMTLICH PRO-BIDEN. Teilweise in phantastischem Maß! Ist nun ein Schelm (oder Verschwörungstheoretiker), wer dies zumindest SELTSAM findet?
Schlüssel zum Wahlbetrug war also die Corona-Panik. In deren Nebelgranaten war solche Art von Betrug erst ermöglicht.
Denn sie hat bewirkt, daß so außergewöhnlich viele Wähler (er- und verschreckt durch die Ansteckungshysterie) per Briefwahl gewählt haben. ERST DAMIT war dieser massive, nach Meinung von Briggs wahlentscheidende Betrug möglich.
Doch dann kamen die "ausgezählten" Briefwahlstimmen. Und innerhalb weniger (Nacht-)Stunden ist die Wahl GEKIPPT. Die "abgegebenen" Briefwahlstimmen haben aus einem deutlichen Trump-Vorsprung einen "knappen Biden-Sieg" gemacht. Über diese Briefwahlstimmen ist somit der Betrug - ein gigantisches "Gaslighting" - am amerikanischen Volk erfolgt.
Immerhin sind Zahlen das Maß der Schöpfung, der Wirklichkeit, also dessen, was isset. Was soll man also von diesem viel angerufenen Frieden halten, wenn Friede einerseits auf der Harmonie der Ordnung, also auf Wahrheit beruht, anderseits dann nur durch Verzicht auf genau diese Ordnung zustande kommen soll?
Zu denen der hier und da bestehende Augenschein beleuchtende Evidenz geliefert hat: Da WURDE zumindest HÖCHST SELTSAM vorgegangen. Da GAB es merkwürdige Tatsachen in großer Zahl. Aber das schien die republikanischen Größen nur oberflächlich zu interessieren. Als es darum ging, diese Hinweise wirklich und ernsthaft zu prüfen, fehlte jeder Nachdruck und jenes Beharren, das doch dem Bereich der Tugend zugehört. Und damit dem Wertefeld von Konservativen, oder?
Somit gewann ein Kandidat, der noch vor drei Monaten gefordert hatte, man müsse die Polizei finanziell austrocknen. Und der jeden Corona-Shutdown mit offenen Armen begrüßt hatte. Während er, so Briggs in einem sehr launigen Kommentar,
im Keller seiner Mutter saß und sich nur höchst angelegentlich bei Massenveranstaltungen sehen ließ, in denen ihm Fans im hohen einstelligen Bereich zujubelten ...
He sat in his mother’s basement most of the year, emerging occasionally to address crowds in the high single digits, all appropriately socially distanced. In one or two cases, there were even as many as two dozen non-media people.
Was um alles in der Welt, so andere Kommentatoren, wäre jenes Moment gewesen, das Biden zu seinem Wahlsieg geholfen hatte? Der nicht einmal ein richtiges Programm hatte. Der sich nie sehen ließ. Der, wenn er überhaupt auftrat, intellektuell wie körperlich so massiv gestützt werden mußte, daß er sich nahezu in Luft auflöste, wenn diese Stützen einmal nachließen. Dessen Namen viele Amerikaner nicht einmal kannten!
Das alleine ist doch Evidenz genug, zu sehen, wie massiv Joe Biden eine reine Marionette von Interessensgruppen war, die nun alle politische Macht in den USA an sich gerissen haben.
Hier also endlich weiter mit
Teil 4 bzw. jetzt 5) The Election Fraud is a Color Revolution (E. Michael Jones)
Und zwar mit einem Link zum Interview mit Jones vom 16. November 2020. Den Videoaufnahmen kann der Leser nämlich nur auf dessen Seiten (oder alternativen Plattformen) folgen. Denn Youtube hat Jones längst von jeder monopolartig aufgebauten Öffentlichkeit abgeschnitten.
Das nächste katastrophale Politikversagen, und was für eines! Es lautet, diesen globalen Monopolbildungen erst tatenlos und schließlich hilflos zuzusehen.
Wie so oft wird somit im Namen der Freiheit eine Konstellation gestattet, die genau diese Freiheit außer Kraft setzt. Die sogar genau darauf ausgerichtet ist! Denn Monopol, dieses vornehmste Ziel des Kapitalismus, bedeutet genau das.
Der Literaturprofessor und Autor zahlreicher historischer, teils auch investigativer Bücher (darunter Maßstabswerke wie "Der Medjugorje-Betrug" oder "The Jewish Revolutionary Spirit") ist der Meinung, daß der Wahlbetrug bereits Akt einer Revolution ist. Die einem Muster folgt, das zum ersten Mal bei der Farbrevolution im Iran ist.
Als 1953 der CIA den demokratisch gewählten Präsidenten Mohammad Mossadegh nach einem Schema aus dem Amt putschte (und den demokratischeren ... oder? ach so ... Kaiser Schah an seine Stelle setzte), das sich seither weltweit wieder und wieder gefunden hat.
Der in "Massenprotesten" (durch gesteuerte, oft sogar bezahlte Wander-Protestierer) beginnt, über False Flag-"Furchtbarkeiten" des herrschenden Regimes, künstliche Medientheater samt Verbreitung von Angst und Schrecken vor "Terror" durch den "Gegner", und in einem direkten Putsch mit dem Ergebnis des durch "freie demokratische Wahlen erfochtenen" Sieges des Wunschkandidaten - einer gut bezahlten Marionette - endet, der dann in Stellvertreterfunktion den Interessensgruppen dient. Die ... auch den CIA, diesen "Staat im Staate USA" und nachweislich der größte Drogenhändler* der Welt, bezahlen.
*Wie Sexualität (heute in der Pornographie) sind auch Drogen ein direktes politisches Mittel, einen politischen Gegner substantiell zu schwächen. Und zwar nicht erst seit dem 20. Jahrhundert, sondern seit sehr sehr langer Zeit. Man denke an Ereignisse wie den Opiumkrieg zur Mitte des 19. Jahrhunderts, in dem England den "freien Markt" in China mit Militärmacht erzwang. Der aber nur freien Zugang der britischen (!) Drogenhändler nach China meinte. Womit das Land der Mitte in einen furchtbaren Abgrund der Wehrlosigkeit (samt Plünderung durch die Briten), Apathie und Sittenlosigkeit stürzte.
Dienstag, 12. Januar 2021
Von Selbstbetrug und anderem Betrug (4)
Teil 4 bzw. dann Teil 5) The Election Fraud is a Color Revolution
(E. Michael Jones)
Wir bringen nun den 4. Teil der Artikelreihe, in der sich ein Interview mit E. Michael Jones vom 16. November 2020 findet. In dem dieser selbstverständlich davon ausgeht, daß die Wahl zwischen Trump und Biden "gestohlen" war, der Wahlsieg Bidens also durch Wählerbetrug zustande kam. Eine Behauptung, der sich immerhin vierzig Prozent der Amerikaner anschließt, wie Radio Vatikan am 8. Jänner d. J. berichtet.
Dem Tag nach der Entscheidung BEIDER Häuser des US-Parlaments (Senat und Kongress, Senatoren und Abgeordnete, je mit hier Republikaner-, dort Demokraten-Mehrheit) dem Kandidaten der Demokraten, Joe Biden, den Wahlsieg zuzusprechen. Am nächsten Tag kam es zu einem "Sturm aufs Capitol." Was davon zu halten ist? Der VdZ muß sich auch hier auf das Urteil von Gewährsleuten verlassen, sofern er überhaupt ein eigenes Urteil bilden will.
Aber der Leser möge sich zumindest als Alternative zu Mainstream-Berichten einmal diese Analyse des Chefredakteurs der Schweizer Weltwoche ansehen.
Vorgänge, die der VdZ wie gesagt nicht selbst zu beurteilen wagt. Zu weit weg ist er von diesem Geschehen, schon rein geographisch, aber (bei allem Bemühen) auch in der intimen Kenntnis der amerikanischen politischen Verhältnisse. Also hört er lieber auf Amerikaner, denen er in ihrem Urteil mehr oder weniger traut, weil sie in anderen Fragen die Korrektheit ihres Denkens bewiesen haben.
Auch bei diesen ist die Meinung aber einhellig. Und wenn William M. Briggs, der "Statistiker bis zu den Sternen", davon spricht, daß somit ein guter Kampf verloren wurde, der Ausgang des Krieges aber noch keineswegs feststeht, nimmt der VdZ das mit gewisser Präferenz, sozusagen, zur Kenntnis.*
Ein Kampf, der zuletzt sogar in einer symbolischen "Besetzung" des Kapitols kulminierte. Und den ausgerechnet jene Demokraten als empörenden Ausbruch von Gewalt klassifizierten, der jeder demokratischen Meinungsäußerung widerspreche. Dieselben hatten noch vor einem halben Jahr die mit extremer Gewalt revoltierenden, plündernden, landesweit Chaos und Höchstschaden verursachenden Massen einer nachweislich zentral initiierten "Black Lives Matter - BLM"-Bewegung zur "demokratischen Meinungsäußerung" getauft.
Leben wir nicht längst mit der Tatsache, daß jene die Macht und die Meinungsmacht besitzen - vor allem einmal als Macht Interpretationen zu oktroyieren, erst in zweiter Linie als Macht, Meinungen zu "ändern" - die ohne Scham lügen und je nach Interesse gerne zweierlei Maß anlegen?
Das Mißtrauen der Amerikaner in ihr System sitzt jedenfalls tief. Und die Einschläge rund um die Vorgänge um die Wahl vom November 2020 lagen diesmal den Fundamenten des Staates USA beängstigend nahe.
Was die dem VdZ bekannten Personen aber einhellig sagen ist, daß wieder einmal bemerkenswert ist,
wie leicht, ja wie leichtfertig gerade die als konservativ eingeschätzten, sich auch so verkaufenden amerikanischen Leitfiguren und Repräsentanten ihre Positionen aufgäben, sobald diese angegriffen würden.
Diese "Konzilianz" gewinnt aber auch in diesem Fall den Charakter des VERRATS. Des Verrats an der Wahrheit.



Sonntag, 10. Januar 2021
Jeder Friede entsteht nur aus Ordnung
"The peace of the body then consists in the duly proportioned arrangement of its parts. The peace of the irrational soul is the harmonious repose of the appetites, and that of the rational soul the harmony of knowledge and action. The peace of body and soul is the well-ordered and harmonious life and health of the living creature. Peace between man and God is the well-ordered obedience of faith to eternal law. Peace between man and man is regulated fellowship.
The peace of a home is the well-ordered concord between those of the family who rule and those who obey. Civil peace is a similar concord among the citizens. The peace of the celestial city is the perfectly ordered and harmonious enjoyment of Got and of one another in God. The peace of all things is the tranquility of order. Order is the distribution which allots things equal and unequal, each to is own place."
Der VdZ bringt diese Stelle aus dem 19. Buch (Kapitel 13) von "Der Gottesstaat" von Augustinus erst einmal in der englischen Übersetzung, in der sie ihm am schönsten erscheint. Sie vermag das Wesentliche weit besser herauszuarbeiten als die ihm vorliegende Übersetzung aus der Ausgabe, die im Johannes-Verlag erschienen ist. Und in diesem Sinne übersetzt er sie auch selber, und zwar so:
"Der Friede eines Körpers besteht somit in der sinngerechten Anordnung seiner Teile. Der Friede der irrationalen Seele ist die harmonische Ruhe der Antriebe und der der rationalen Seele die Übereinstimmung von Wissen und Handeln. Der Friede von Körper und Seele ist somit ein geordnetes und harmonisches Leben und die Gesundheit des Lebewesens.
Frieden zwischen Mensch und Gott ist der im Gehorsam auf das ewige Gesetz ausgerichtete Glaube. Frieden zwischen Mensch und Mensch ist geregelte Gemeinschaft.
Der Frieden eines Hauses ist die Ordnung aus der Übereinstimmung zwischen denen der Familie, die herrschen, und denen, die gehorchen. Der bürgerliche Frieden ist die dieser familiären Ordnung adäquate Harmonie unter den Bürgern.
Der Frieden der himmlischen Stadt (und das ist die Kirche; Anm.) ist der vollkommen geordnete und harmonische Genuss von Gott und der in Gott geordnete Genuß von einander.
Der Frieden aller Dinge ist somit immer die Ruhe der Ordnung. Denn Ordnung ist jene Anordnung aller Dinge, gleichgültig ob gleich oder ungleich verteilt, die sich aber alle an dem ihnen zugemessen Platz befinden."
Samstag, 26. September 2020
Was allem zu Grunde liegt (2)
Teil 2)
Man sagt oft, daß Rußland der falsche Ort für die kommunistische Revolution gewesen sein soll, weil das Land ja gar nicht in der für eine Revolution (lt. Marx) notwendigen spätkapitalistischen Phase gewesen war, ja es war noch nicht einmal voll kapitalistisch. Nichts ist aber unwahrer. Es war der richtige Ort.²
Denn Rußland war die passende Idee zum inneren Wesen eines Landes und seines Kernvolkes, das sich zur Weltherrschaft berufen fühlte und bis heute fühlt. Nicht einmal die Staatsidee hat sich geändert, als die eines zentralistisch, autokratisch regierten Landes, das Rußland seit je gewesen ist.
Niemand geringerer als Lenin hat das gewußt, und die alten Grundzüge russischer Herrschaft aufgegriffen: Marxismus war für Lenin Werkzeug, nicht Ziel, für eine andere Universalidee von Herrschaft. Und die besteht unverändert bis heute. Sie baut auf eine radikale Verjüngungsfähigkeit eines leidensfähigen Volkes, auf der Bereitschaft der Führung (siehe Peter d. Große!), Überholtes und Unnützes über Bord zu werfen, und Neues zu integrieren.
Auf dem Boden des russischen Messianismus steht auch die alte Tugend epochenüberspannender Geduld, die sogar bereit ist, vorübergehend schwache Positionen vorerst aufzugeben (um sie später wieder an sich zu reißen), sowie der unentwegte Wille, sich mit dem Gefühl der Legitimität in die inneren Angelegenheiten anderer Völker zu mischen.
Rettung aus dem Chaos und Befreiung unter ein "mildes Joch" (das nur hart wird, wenn der Befreite sich wehrt) sehen sich nicht nur die Menschen des westlichen Europa, die ihrer Kultur müde sind. Es sind auch alle jene, die im Laufe der letzten Jahrzehnte von einem "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" sprachen, der die Menschheit befreien soll - und damit eine Idee verfochten haben, die demselben Anspruch unterliegt: Die Befreiung und messianische Rettung der Menschheit.**
Freitag, 25. September 2020
Was allem zu Grunde liegt (1)
Rußland hat sich, schreibt der Historiker Platanow, in seiner Geschichte seit den Anfängen des 10. Jahrhunderts, wo es defacto Konstantinopel niederzwang, immer als einzig legitimer Erbe des universalen Reiches und damit auch des Abendlandes verstanden. Demselben Gedanken entspringt die russische Nationalkirche, die Orthodoxie, die sich als einzig legitime Kirche versteht, die natürlich dem Gebot unterliegt, sich über die ganze Erde auszubreiten. Zumal sie auch der Garant ist, ethnische und völkische Charakteristika zu überwinden und unter einem neuen Zentrum zu einen.
Seit damals hat sich aber Rußland weniger als gewaltsamer Eroberer dargestellt, sondern stets als Befreier und Eroberer, der das Chaos bei den Nachbarvölkern in Ordnung zu verwandeln zum Auftrag gesehen hat. Diese Situation ist auch für Rußland angesichts eines todesfahlen, kulturmüden Europa gegeben bzw. wurde diese Kulturzerstörung von innen, aus eigenem "Wollen" heraus, betrieben, war Kernstück der neuen Strategie des Kreml seit den frühen 1960er Jahren. Und es hat darin seit eben diesen Jahren die Unterstützung Chinas.
Montag, 6. Januar 2020
Zum Tag der Epiphanie
Und sei der Wust der Ärmel, in denen man steckt, noch so groß - für einen Tag darf man ausfädeln, zum spurenlosen Kind werden. Für ein paar Stunden darf alles neu beginnen, und das Chaos der Welt, in das wir uns getrieben haben, eine Ordnung atmen, die uns dereinst verheißen ist. Deshalb eignen sich Geschichten aus dem Krieg so hervorragend, um Weihnachten verständlich zu machen. In ihnen wird der Kontrast am deutlichsten.
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Montag, 30. Dezember 2019
Wer nur glättet, rührt Explosivstoff an
Daß der VdZ mit seiner Einschätzung nicht ganz in der Luft hängt, zeigen Nachrichten, die belegen, daß es in breiten Teilen der äthiopischen Völker großen Widerstand gegen Abiy gibt. Erst 2018 mußte er einem Putsch durch Militärs zuvorkommen, und große Teile der Armeeführung auswechseln. Ist also da wirklich "Friede im Land"?
*Und der verlinkte Andreas Unterberger ist ein relativistischer Liberaler. Der sich wie so viele Liberale zwar gerne als "konservativ", ja "rechts" ausgibt, aber das nur aus Bequemlichkeit und Denkschwäche tut. Und zum Beleg anführt, daß er "gegen" so viele Mißstände auftritt. Wir haben es schon oft gesagt: Liberale haben die Gesichter von Chamäleons. Sie jammern immer dann und darüber (und deshalb in regelmäßigen Abständen von ein paar Jahrzehnten, wo die Liberalen ihre Positionen neu konstituieren, weshalb liberale Konzepte alle zwanzig Jahre völlig wechseln), und dann treten sie als "konservativ" und "voll Menschenverstand" auf, wenn ihnen die Umstände, die sie selbst zu verantworten haben, auf die Zehen fallen.
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