Ich wollte ihnen zeigen, daß es immer um den Sinnhorizont geht, nie um die "Details". Keinem Ding ist seine Botschaft immanent, "Ereignisse" sind keine Botschaften. Die muß man "machen".
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Donnerstag, 29. August 2024
Luthers social media
Mittwoch, 18. Januar 2023
Feierabendplauderei
Ein alter HUt, aber man sollte sich ab und an vor Augen führen, daß es ein Unfig ist sich die Geschichtseopochen, die zu aller meist Historiker erfunden haben, als je abgegrenzte, klare Phänomene vorzustellen. Vielmehr muß man Europas Vergangenheit als gigantisches Mosaik der unterschiedlichsten Epochen udn Zeitströmungen und Geisteserscheinungen sehen. Die auf allen möglichen Ebenen ineinander verwoben und verschachtelt waren.
Wenn man dennoch von "Mittelalter" oder "Neuzeit" sprechen kann dann nur, wenn man vorAugen hat, daß sich diese Epochen als geistige Treibkerne begreifen muß. Die sich dann recht gut auf einen einzelnen Strang verdichten lassen.
Der aber nicht "von unten heraus" entstanden ist, als "Graswurzelbewegung", sondern immer von oben her und aus den Gesetzen des Geistes stammt. WEnn man es so begreift, dann vermag man wirklich Epochen zu erkennen, auch wenn diese in der Realität kaum je als völlig eindeutige Kontur erkennbar geworden sind. Denn die Geschichte des Menschen tritt uns immer als Konglomerat entgegen. Dessen Konturen aber eben dort solche sind, wo sie Ideen als Ursache des Welthaften erkennen lassen.
Montag, 16. Januar 2023
Nachts weiter erzählt
Was war das, was alles in der Neuzeit auf den Kopf gestellt hat?)
Freitag, 18. November 2022
Zerstörung der Hierarchien aus dem Prinzip des Heidentums
Montag, 31. Oktober 2022
Die Suppe für den Schnittlauch - Nachklang
Dieser Wahnsinn aber hat einen konkreten Namen, und ich bin erst kürzlich auf ihn gestoßen. Überrascht, daß wir es hier mit einer regelrechten Ideologie zu tun haben, die sich sogar vor siebzig Jahren als politische Partei in Kanada erfunden hat, und mittlerweile DIE Weltanschauung der Eliten ist.
Ein Begriff, der auf den ersten Blick alles subsummiert, was ich als bereits gegenwärtige und noch viel stärker kommende Geißel des Menschseins herauszuarbeiten versuche.
Eine Anschauung, die bereits so massiv die Gehirne und Strukturen unserer Kulturen und Gesellschaften durchdrungen hat, daß sie zur Grammatik des Denkens selbst wurden, sodaß sich schon darauf erklärt, warum es scheinbar kaum einen Widerstand dagegen gibt. Denn sogar seine Kritiker bedienen sich der Herkunftssprache, und verstärken sogar noch DURCH ihre Opposition seine Wirkmacht.
Dieser Begriff, der etwas beschreibt, das sich in diesen Jahren und Zeiten nun offiziell in ein Bett legt, das längst gemacht ist, dieser neue Kopf aus dem Leib der immer selben Hydra des Materialismus heißt
TECHNOCRACY. TECHNOKRATIE.
Und seine Funktionäre, die gläubigen Apostel, sind die Eliten, unter die auch ein Herr Kurz ebenso wie seine Zuträger von Anfang an erfaßbar sind. Es sind die
TECHNOKRATEN.
Dazu demnächst mehr.
Sonntag, 30. Oktober 2022
Die Suppe für den Schnittlauch (2)
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| Peter Theil und PALANTIR |
Denn immerhin sitzt die ganze Moderne doch auf einem einzigen Satz, der auch die Modernität des Herrn Kurz gut beschreibt:
Wer nichts ist, der kann viel werden.
Samstag, 29. Oktober 2022
Die Suppe für den Schnittlauch (1)
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| WEF lobt Österreich |
Totalvernetzte Smart Cities, Gender-Mainstreaming, Digitalisierung der Gesundheit und natürlich der Kampf gegen “Hass und Extremismus” – sprich die Überwachung und Zensur aller Kritiker – werden als Leuchtturmprojekte Österreichs beworben. (Wochenblick)
Freitag, 9. September 2022
Wie das Kapitall alles entleert hat
Samstag, 23. Juli 2022
Von fataler Romantisierung und noch fataleren Undifferenziertheiten (2)
Freitag, 22. Juli 2022
Von fataler Romantisierung und noch fataleren Undifferenziertheiten (1)
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| Luftausnahme der Protestaufmärsche |
Mittwoch, 20. April 2022
Von einer Abhängigkeit in die nächste
Ohne daß noch irgendjemand berücksichtigt hätte, daß das Wesen guter Beziehungen, ja überhaupt aller Beziehungen IST, SICH ABHÄNGIG ZU MACHEN. Erst so kann sich Einheit, also Gemeinsamkeit bilden bzw. ausformen.
Dorthin aber, wohin keine Verbindlicheiten bestehen, bestehen auch keine (sozialen) Beziehungen, und umgekehrt: Wer Beziehungen eingeht, ohne sich verbindlich zu machen, lügt, täuscht, betrügt, sodaß die höchste Vorsicht nicht ausreicht, mit der man ihn behandeln sollte.
Mittwoch, 30. März 2022
Die Teddybären sind diesmal für die Ukraine
Sonntag, 27. März 2022
Ein Sinn. Ein Werk. Ein All. Und viele kleine Stücke.
Vielleicht nirgendwo sonst kommt das Wesen der menschlichen Arbeit so zur Deutlichkeit wie im Überarbeiten einer "alten" Arbeit, eines bereits bestehenden, einmal herausgegebenen (also auch verkauften) Werkes. Das man damals natürlich für gut und zumindest als "das Beste" ansah, das unter einer bestimmten Idee herauszuarbeiten war.
Herauszuarbeiten, weil Arbeit immer heißt, aus einem amorphen "Allesmöglichen" ein konkretes "Dies" zu machen. Das im Falle des Künstlers - oder wie hier: Des mehr als Schreibenden, nämlich des Schriftstellers. - zu einem für sich stehenden, einzelnen Werk wird. Ein Werk, das im Laufe seines Lebens aber immer umfänglicher, immer allumfassender, immer komprimierter und immer endgültiger wird.
Also dessen, der wie der Gewerbetreibende auch die Idee zu seinem Werk herausschält, nicht eine "fremde" Idee (weshalb bis in die Renaissance erstensder Künslter als reiner Handwerker gesehen wurde, und zweitens es nie "dessen" Werk war, sondern das Werk des Auftraggebers. Der in diesen Zeiten, wo die Gesellschaften keine Kunst mehr BRAUCHEN, und also auch nicht mehr in Auftrag geben, der Künstler noch spezifischer und gequälter wurde. Er muß sich nun den Auftrag gewissermaßen SELBST auch noch herausarbeiten. Er muß in sich und aus sich und seinem Leben jene Botschaft finden, zu der er GEWORDEN ist.
Erstmals entstand dieses Problem eines gewissen Müßiggangs (und da bestehen Zusammenhänge, zweifellos, und das sind Gefahren) mit der Renaissance bzw. als Zerfallsprodukt der zuuvor noch existierenden kulturellen, gesellschaftlichen Geschlossenheit des Mittelalters. Künstler wird nun nur noch der, der sich "sonst umbringt", wie es Fritz Muliar einmal so unvergleichlich ausdrückte. "Ummm...", das zog er so.
Montag, 6. Dezember 2021
Was sind wir nicht gut
In dieser Wertung spielt ein Gedanke eine große Rolle, der die Eliten - jeden Universitäts- und Collegeabsolventen, jeden Politikerwählten, jeden Gutmenschen egal welcher Domination - bewegt wie uns das Sauerdrops beim abendlichen Abfüttern mit einem Netflix-Update für unser Moralmodul. Daß nämlich hinter der mRNA-Impfung eine Weltanschuung der Modernität selbst steckt. Die optimistisch in die Zukunft blickt, die sie in der Hand hat wie weiland nur Jahweh, als er das erste "Fiat Lux" sprach.
Das Stichwort ist: Transhumanismus.
Sonntag, 5. Dezember 2021
Folgen der Lockdowns - Folgen politisch gewollter Moderne (2)
Wir können deshalb eindeutig erkennen, wie sehr die Möglichkeit der Politik, einen Lockdown zu verhängen, ohne daß ihnen alles um die Ohren fliegt, mit der aufgezwungenen Modernität der Gesellschaft zusammenhängt.
Denn die Lebensweise der Menschen in unseren Ländern ist nicht "in Akten gewollt", sondern sie ist in sich eine Geschichte des Mißbrauchs. Angefüttert durch jeweils winzige Schritte der "Erleichterungen" und "Wohltaten" und "Annehmlichkeiten" hat der Bürger jeden Sinn für das Insgesamt verloren weil verlieren müssen. Und kann das kleine Einzelne nicht mehr bewerten, mit dem sein Leben vollgestellt ist und ohne das der hochkomplexe Apparat, zu dem sein Leben wie über Nacht geworden ist, nicht mehr funktionieren kann.
Samstag, 4. Dezember 2021
Folgen der Lockdowns - Folgen politisch gewollter Moderne (1)
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| QR Podcast Deutschlandfunk |
Dienstag, 30. November 2021
Jawohl, beginnen wir die große Schmarotzerentsorgung! (2)
Wenn wir von Sozialproblemen sprechen, dann müssen wir nämlich eines berücksichtigen, und nur so können wir überhaupt etwas an der Gegenwart verstehen:
ES FEHLEN UNS ZWEI VON DREI, DREI VON VIER MENSCHEN.
Sie sind wie Teile eines Puzzles, die niemand mehr findet. Die zwar angekündigt, ja die per Heiligen Eiden versprochen, aber nie geliefert worden sind.
Um ein funktionierendes Sozialgefüge zu sein, fehlen uns alle die verhüteten und abgetriebenen Kinder, so schaut es aus. Das sind die realen Folgen eines Lebensstils des Schmarotzertums. Schmarotzertums an Volk, Solidargemeinschaft, Umwelt und Land und Meer.
Montag, 29. November 2021
Jawohl, beginnen wir die große Schmarotzerentsorgung! (1)
Aber ich bin nur einverstanden, wenn zugleich gilt, daß Kinderlose keine Rente mehr bekommen, und diese Rente nach der Zahl der Kinder gestaffelt wird. Was eine DRINGENDE Forderung der Gerechtigkeit ist! Denn dieser Staat, diese "Solidargemeinschaft", trägt die selbstverständlichste Solidaritätstat - die Selbsterhaltung des Volkes - nicht mit. Damit gibt es in diesem Land eine große Mehrheit, die schon seit Jahrzehnten jede Solidarität verweigert. Alleine wenn ich gegenrechne, was deren Renten und deren Alterspflege meine Kinder belasten wird und schon belastet, die unter großen Opfern und unter unzähligem Verzicht auf jene Lebensgüter, deren sich diese Mehrheit erfreut hat, aufgezogen wurden. Aber das völlig selbstverständlich, damit man mich nicht mißverstehe, und ohne DARÜBER zu klagen.
Wäre da nicht der Zynismus, mit dem diese Selbstverständlichkeit der elementaren Lebensweisen, in der die vollkommene Solidarität ein Nebenprodukt ist, das gar keiner weiteren Beachtung wert ist, skrupellos und ohne jede Moral ausgenützt wird. Wobei, sicher, ja, nattüalisch: Man tut alles, um auch sie noch zu jenem falschen Leben zu verführen, wie man es selbst führt. Was für eine Freiheit. Wer mit der Natur und in Schönheit lebt, in der sich alles in Gestalt und damit der Ästhetik der Weltenharmonie bewegt, in der die höchste Moral weil der Sachgerechtheit immanent enthalten ist, ist selber schuld.*
Freitag, 10. April 2020
Einem Drängen der Jugend entsprochen. Und andere News.
Ob auch Deutschland dem Vorbild der beiden Länder folgen wird, ist zum derzeitigen Stand noch unklar. Aus der Reichskanzlei in Berlin war keine Stellungnahme zu erhalten. Doch wächst der Druck von der Straße. Wo nach wie vor für das Tragen von Masken schwere Strafen drohen. Doch der Protest. Wie aus vielen Städten berichtet wird, provozieren viele Jugendliche durch selbstangefertigte Gesichtsmasken die lokalen Sicherheitskräfte.
Gewöhnlich gut unterrichtete Kreise sind deshalb der Meinung, daß das Gesichtsmaskenverbot in Deutschland spätestens nach Ostern fallen wird, wenn nicht noch am Karsamstag. Denn angesichts der traditionellen Osterparaden ist mit heftigen Protesten zu rechnen, sollte das Tragen der globalen Signatur für Zeitgeist und Hochmoral verboten sein. Angeblich soll im Ministerium am Landwehrkanal ein Papier existieren, das die Sicherheitskräfte anweist, am Ostersonntag und -montag in den Kasernen zu bleiben.
Aller guten Dinge sind drei: Wieder Österreich berichtet von einem tragischen Fall in England, der auch dem Corona-Virus zuzuschreiben ist. Eine 29jährige, mollige Krankenschwester hatte die Rettung gerufen. Doch "als diese kam, war sie tot." Leider berichtet Österreich nicht, wie es der vermutlich nun angerufenen zweiten Rettung ergangen ist. Sie berichtet auch nicht, ob das Corona-Virus die Verkettung tragischer Zufälle überlebt hat. Das immerhin eine eigene Krankenschwester hatte.
Sonntag, 16. Februar 2020
Irland - Die Mutter über den Vater gestellt (4)
Gerade als Publizist muß man neue Wege finden, ins Sprachbewußtsein der Menschen vorzudringen. Die herkömmlichen Wege werden mehr und mehr verlegt. Und sei es, daß man unter dem Titel "hate speech" gerichtlich verfolgt wird, wie die UNO nun unter Umkehrung der Beweislast (sic!) - der Beschuldigte muß nachweisen, daß die Beschuldigung zu Unrecht erfolgt, sonst ist er automatisch schuldig - festgelegt hat. Unsere nationalen Rechtssysteme schaffen keinen Schutz mehr. Sie befassen sich neuerdings vielmehr mit Dingen wie "Die Verantwortung der Iren für den Kolonialismus in der Karibik". (Was umso grotesker ist, als viele Sklaven dort ... Iren waren. Schwarze waren den Bedingungen auf den dortigen Plantagen gar nicht gewachsen.)
Für eines ist die emotionale Lage in Irland ohnehin bereits weit gediehen, es wird vermutlich ein nächster Punkt, in dem man die Verfassung außer Kraft setzen wird, ohne daß es jemandem auffällt oder stört: Das Recht auf freie Meinungsäußerung. Hier ist das subjektive Bewußtsein vieler bereits dergestalt, daß sie meinen, daß bestimmte Ansichten strafbar sein sollten. Es kommt heute bereits häufig vor, daß Menschen bei der Polizei anrufen, weil ihnen irgendeine Twitternachricht irgendeines anderen nicht gefällt, man solle das gefälligst unterbinden.
Die formale Rechtslage spielt immer weniger eine Rolle im Bewußtsein der Menschen, wird immer unwichtiger. Vielmehr sehen sie sich über den Hebel einer "Moral" dazu bemüßigt, ihre Mitmenschen zu maßregeln und anzuzeigen, wenn deren Denken nicht ihren Vorstellungen (bzw. den Vorstellungen der neuen Moral) entspricht. Das Rechtsbewußtsein der Menschen hat sich schon so weit verändert, daß die Rechtslage selbst unwichtig wird, sondern die Basis für "Unrecht" die subjektive Rezeption ist: Wo ICH mich angegriffen fühle, muß auch der Staat eingreifen. Die gesamte Konstruktion der "hate speech" dient dazu, zumal rechtlich gar nicht ausdefinierbar ist, was "Haßrede" (hate speech) überhaupt sein soll.
Waters meint, daß dies auch mit einem sehr schwach ausgeprägten Gefühl für Unabhängigkeit und Integrität bei den Iren zu tun hat. Zuletzt hat sich das 2008 gezeigt, wo als Folge des finanziellen Staatszusammenbruchs (der im übrigen durch die falsche Entscheidung erfolgt ist, die Schulden der privaten, überschuldeten Banken zu verstaatlichen) ausländische Kapitalgeber mit den niedrigsten Steuern der Welt eingeladen wurden, in Irland Einfluß zu nehmen weil zu investieren. In den 1970ern hat sich das mit der Pharmaindustrie abgespielt, wo Konzerne wie Pfizer ins Land geholt wurden, indem man ihnen jede Umweltauflage ersparte und niedrigste Steuern für Gewinne zusagte. Das hatte verheerende Auswirkungen! Ganze Landschaften wurden verwüstet, und die Iren selbst haben in keiner Weise profitiert, weil keine Steuern bezahlt wurden.
Diesmal werden wir kolonialisiert
Nicht zuletzt durch den EU-Beitritt wurde die irische Politik zur bloßen Empfangsstelle von Direktiven aus Brüssel. Das hatte zur Folge, daß sich nur noch bestimmte Charaktere dazu bereit fanden, in die Politik zu gehen - Personen mit dem niedrigsten Niveau irischen Individualismus und Willen zur Selbstbestimmtheit. Jeder schöpferische Mensch meidet solche demütigenden Bedingungen, die ihn zur Marionette machen. Politik wurde deshalb zu einer Art "Sport", wo man am Abend feine Essen und am Monatsanfang fette Gehälter genießt. Die gesamte Führungsschichte wandelte sich. Die zuvor größten Idioten wurden nun zu Führungsgestalten. Und diese Menschen haben natürlich auch keinerlei Widerstand gegen die Invasion mit neuen Werten, dieser neuen Moral der Moderne. Und sie haben keine Skrupel, das der Bevölkerung zu diktieren, ja im Gegenteil, sie können damit ihre Macht demonstrieren - als Dominanz, die alles bis in den letzten Winkel bestimmen will.
Was sich in Irland abspielt, und das ist wohl das Auffälligste, ist aber nicht einmalig. Vielmehr fällt auf, daß sich diese Vorgänge weltweit wiederholen. Irland ist nur eines von vielen Beispielen, wie ideologische Mächte höchst professionell und systematisch jede nationale, lokale Rechtsgrundlage - sowohl formal wie im Rechtsempfinden - außer Kraft setzen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Das geht so weit, daß man mittlerweile sagen muß, daß es gar keine Regierungen mehr gibt, die wirklich die Bevölkerung repräsentieren. Vielmehr sind es Umgestaltungsjuntas, die in fremdem Auftrag die eigene Bevölkerung vergewaltigen, allen sagen wie zu denken ist, und skrupellos die lokale, traditionelle Lebensweise umformen.
Übrigens fällt noch etwas auf - die Parallele zum Kolonialismus der Vergangenheit. Waters greift den Gedanken auf, indem er darauf hinweist, daß früher eintreffende fremde Mächte der einheimischen Bevölkerung erklärt haben, daß alles, was bisher geschehen ist, schlecht, alles was nun kommt gut ist. Daran mußte geglaubt werden, und so wurde auch vorgegangen, damit wurde alles legitimiert. Aber erleben wir heute nicht genau dasselbe?
Erleben wir nicht auch, daß ständig von außen kommende Kräfte uns erklären - man nehme doch das Klimawandel-Thema, hier wird es ganz offensichtlich! - daß alles, was wir bisher gemacht, gedacht, gelebt haben schlecht, ja katastrophal ist. So daß wir uns neue Regeln und neue Lebensweisen anbequemen müssen, wie sie uns von außen ("international", "Konsens" etc. etc.) entgegengetragen werden. Denen wir sogar das Recht übertragen, über uns zu bestimmen, und Regeln zu verhängen, die wir selbst gar nicht nachvollziehen können, die bei uns selbst auch gar nie entstanden wären. Was bis in die Wirtschaft geht, die Produkte herstellen und vertreiben soll, die von außen diktiert werden.
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