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Freitag, 16. Oktober 2020

Und der muß es ja wissen!

Was Hans-Georg Maaßen da vorträgt, werter Leser, ist nicht nur hörenswert. Es spricht sogar aber etwas an, das längst in unseren Gehirnen präsenter sein hätte müssen. Daß es das nicht ist und war haben wir eben jener Unterwanderungsstrategie zu verdanken, auf die der KGB bzw. die kommunistischen Politrucks seit den späten 1950er Jahren umgestiegen sind. 

Was hier vorgetragen wird hat nicht nur die Glaubwürdigkeit aus Logik und Erhellungskraft, aus Offenbarungen wie die aus den Mündern abgesprungener ex-kommunistischer Geheimdienstleute - einige sind auch hier bereits vorgestellt worden - die eindringlich seit Jahrzehnten gewarnt haben. Sondern man muß bedenken, daß Maaßen ehemaliger Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes, also eines der Geheimdienste Deutschlands!, gewesen ist. 

Und er räumt mit so manchem Märchen auf, das uns aufgedrückt worden ist. Beginnen wir einmal bei der Wiedervereinigung. Die bei uns vorgestellt wird und wurde, als wäre sie ein rein demokratischer Akt eines Volkes, das sich erhebt, als logischer Schritt der Gesellschaft. Mitnichten! Es war ein Programmpunkt innerhalb der KGB-Strategie! Zu dem gehörte, die ehemalige SED-Landesführung der DDR abzusetzen, weil die die Theorie nach wie vor zu ernst nahm und das eigentliche Ziel dessen, was HINTER DEM KOMMUNISMUS steht, die Weltrevolution weil damit die Weltherrschaft, nicht wirklich verfolgten. 

IHR DÜRFT AUCH NICHT GLAUBEN; WAS IHR SEHT. Das muß jeder beherzigen, der meint, aus den politischen "Geschehen" auch die Motive und Ziele ableiten zu können. Mitnichten und -neffen! Wer vergißt, daß wir es mit einer politischen Vereinigung zu tun haben, die ganz klar das Ziel der Weltherrschaft verfolgt, und zwar von Anbeginn seines Bestehens an, und die daraus noch dazu nicht einmal ein Hehl gemacht hat, dem ist nicht mehr zu helfen. 

Und wir sind so weit. Maaßen sagt es: Im Westen meinte man, Kommunisten seien Sozialdemokraten, die halt ein bißchen mehr wollen. NEIN. Kommunisten sind Menschen, die ein anderes System wollen! Auch die DDR kann nicht auf zwei Sündenböcke reduziert werden, auf das MfS und die SED. Man vergißt, daß sogar die Ost-CDU und sogar die Kirchen überzeugte Kommunisten waren. Das heißt nach 1990 die Integration der Ost-CDU in die CDU einfach zu integrieren. Die Folgen - Merkel! - liegen auf der Hand. Plötzlich betreiben christlich-demokratische Politik Menschen, die in Wahrheit Kommunismus wollen (und das "mit menschlichem Antlitz" verhübscheln).

Man ist kein Verschwörungstheoretiker, wenn man aufhört, an den Weihnachtsmann zu glauben. Und dieser naive Glaube beherrscht nach wie vor unser Denken. Und das nicht zufällig! Sondern als Teil einer Strategie, die - hätte es die Wiedervereinigung nicht gegeben - zehn Jahre später Westdeutschland wie eine reife Frucht in den Schoß des Kommunismus fallen hätte lassen. Die Integration der DDR war aber der schnellere und elegantere Weg, als Taktik im Rahmen der Perestroika-Verwirrung, die man im Westen ausgelöst hat. 




Mittwoch, 30. Oktober 2019

Zwischenwurf zum Linksruck

Es ist fast amüsant, und bildet über Thüringen hinaus auch die Situation in Österreich ab. Und ist ein rhetorisch zu nennendes Problem. Denn die etablierte Parteienlandschaft hat sich die Lösung des Problems aus eigener Schuld verbaut. Die Signale, daß die Bevölkerung eine bestimmte Art von Politik wünscht beziehungsweise satt hat, sind durch den zunehmenden Mut, auch diese Forderung an der Wahlurne zu erheben weit größer als es selbst dieses Wahlergebnis vom vergangenen Wochenende zeigt. Die Bevölkerung will einen Ruck zur Vernunft! Der nur ein "Rechts-"ruck ist, weil die etablierten Parteien sämtlich nach links abgedriftet sind, ohne es zu merken.  

Wenn es also nun heißt, Thüringen zeige, daß es "keine Mitte" mehr gebe, sondern sich die Bevölkerung radikalisiere, in zwei Lager spalte, stark links und stark rechts, so ist das nur ein Wahrnehmungsproblem, aber keines der Wirklichkeit. Die AfD ist nicht die rechte Alternative, das ist sie nur relativ, weil alle anderen links stehen. Und für den, der links steht, ist alles rechter als sein Standpunkt. Sie ist die EINZIGE Alternative (und als solche ein fast undifferenzierbares Sammelbecken) für die Mitte geworden, die ist was sie immer war: Die Vernunftschichte.

Weil das nicht gesehen wird, versagen auch sämtliche soziologischen Analysen der AfD.

Mitte-Rechts wählen und links regiert werden ist ein Schema der Diktatur

Wo immer diese Vernunft, die über weite Bereiche tatsächlich als "christlich-fundierte Vernunft" bezeichnet werden kann, sich noch in Parteien wie einer CDU hält, ist es nur ein Rest von Kadavergehorsam und pragmatischer Treue, aber die Vernünftigen auch in der CDU/CSU nehmen diese Treue längst mit einem tragischen Achselzucken als kleineres Übel auf sich. Aus Überzeugung sind sie sehr weitgehend nicht mehr treu. Das läßt sich sogar daran erkennen, daß heute von der AfD eingenommene Positionen noch vor zwanzig, dreißig Jahren offizielle Positionen der Christdemokraten/-sozialen waren, ja sogar der SPD.

Eben diese Vernunftpositionen wurden nun aber als rechtsradikal punziert. Damit hat sich das Establishment (in Thüringen, ja in Deutschland noch mehr als in Österreich) jeden Rückzugsweg abgeschnitten beziehungsweise kann nur noch unter Gesichtsverlust zurückrudern, um dem Volkswillen zu entsprechen, der angeblich ja Richtmaß ihres Handelns ist.

Dieses Verkennen der Wirklichkeit, das ausschließlich ein Problem der Linken und der verlinksten ehemaligen Mitte ist, hat weitreichende Auswirkungen. Sowohl in Thüringen (wie in Österreich) scheint innerhalb der bestehenden Rhetorik und Begriffsumdeutung eine weit mehrheitlich NICHT LINKE BEVÖLKERUNG (und die Bevölkerung war mehrheitlich NIE links) eine immer weiter linksdriftende Regierung zu erwarten.

Das wird auch bei einer in Österreich sich abzeichnenden ÖVP-Grüne-Koalition nicht besser, im Gegenteil. Es wird deshalb einen Linksruck bedeuten, weil die Grünen - selbst wenn man sie unter dem pragmatischen Einlenken auf eine angeblich notwendige "Klimapolitik" beschränken wollte - unter dem Mantel von vorgeblichen Umweltproblemen ganz klar einen sozialistischen Gesellschaftsumbau im Blick haben. Denn längst hat sich Klimapolitik offen - bislang nur unter der Oberfläche, seit den "Protestbewegungen" ist das für alle sichtbar - zu einer solchen bekannt. Und die Karten auf den Tisch gelegt, die belegen, daß Linke und Finanzoligarchie in ein und demselben Boot sitzen, an ein und demselben Strang ziehen.

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Womit erklärt sich übrigens der Zugewinn der Linken (nicht der Grünen!) in Thüringen? Ganz einfach. Die Linke, die immer eine Minderheit war und immer bleiben wird, hat sich stets "Massen" dadurch "errungen", in dem es auf bestehende Unzufriedenheiten gewartet hat. Um dann, wenn diese sich formiert, aus den Büschen zu springen und dem amorphen, nur selten in ein klares Gesamtbild gemünzten Unzufriedenheitsgefühl, plötzlich rote Fahnen voranzutragen. Um dann den Gesamtstrom in ihre Keller zu führen, noch ehe die Einzelnen merken, wie ihnen da geschieht. Denn die Linke hat die Lüge perfektioniert, die mit Teilwahrheiten agiert, aber den Gesamthorizont, in den alles gelenkt wird, verschleiert.*

Damit haben wir aber den Rest der Sache erklärt, wo die "Vernunft" noch ein Restchen an Erklärungsnotstand für Wahlergebnisse der "Rechten" (wie gesagt: ein Sammelbecken)** wie in Thüringen übrig läßt. Denn die Menschen, die Mehrheiten, die nicht links sind (aber auch nicht rechts), wählen (!) auch durchaus rechts, weil sie eines nicht sein wollen: Links. Sie wählen rechts, weil sie die Linken aber ernstnehmen, weil sie ihnen genauer zuhören als dezidierte Linkswähler. Und dazu wählen sie pragmatisch. Das heißt, auch jene Rechte, die im Ganzen ideologisch ist, aber im Einzelnen Eckpunkte der Vernunft, eigentlich Muränen aus dem realen Leben, nach oben getriebene Steine die im Schuh drücken, ansprechen. In dieser Kategorie fallen sie in dieselbe Kerbe wie die Linke: Auch hier springen Fahnenträger aus den Gebüschen.

Wobei diese Taktik ohnehin viel häufiger ist als man meinen könnte. Auch im alltäglichen Leben. Aber man nehme größeres wie die Reaktion der Klimafaschisten zum Vergleich - nach drei heißen Tagen im Sommer. Oder einem ganz ordinären Warmlufteinbruch im November. Die die Medien schier übergehen lassen von Beiträgen, die diese singulären Wettereignisse in ein ganzes Szenario bedrohlicher Erderwärmung hin ausdeuten. Wechselt das Wetter, verschwinden diese Berichte sofort wieder, als wären sie nie mehr als ein Spuk gewesen.

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Social Engineering. Wieviel an den wirklichen Problemen der Gegenwart, wieviel an der normalen Befindlichkeit der Menschen, wieviel vor allem an ihrer Vernebeltheit, aus der sie sich so mühsam freikämpfen müssen, sind Ergebnis des social engineering, also des gezielten und handfesten Versuches am lebenden Fleisch, die Lebenspraxis der Menschen zu "ändern", umzuerziehen. Durch Veränderung ihrer normalen Lebensumstände, durch Zwang, durch Zertrümmern ihrer Beheimatungen. Was in den 1970ern unter den Sozialisten massiv und in ganz Europa begann, aber aus Scham noch verschwiegen oder umgetauft, moralisch schön geredet wurde, wird heute offen diskutiert und als Handwerkszeug der alltäglichen Politik angesehen. Hier eine aktuelle Notiz aus der Zeit, dem vormal liberalen Flaggschiff.



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Deshalb ist es zum Teil ein Ahnen der Hintergründe (Verteilung von unten nach oben), wenn die Bevölkerungen weltweit, sobald sich die "Klimapolitik" austoben will und die angeblich notwendigen Maßnahmen setzt, zu rebellieren beginnen. Chile ist nach Frankreich (wobei auch die Bauernproteste in den Niederlanden oder anfanghaft in Norddeutschland in dieselbe Kategorie gehören) das nächste Beispiel, was da blühen könnte. Chile hat seit 2014 eine CO2-Steuer.

Darin zeigt sich sogar der wahre Grund für dieses Unbehagen, das sich anstaut und irgendwann durch Rebellion - also zivilen Ungehorsam - entlädt. Denn das, was als Klimarettungspolitik daherkommt, ist in höchstem Grad unvernünftig, ja grotesk widersprüchlich und pervers kontraproduktiv.

Keine gesunde Gesellschaft kann sich diesen extremen Produktivitätsverlust, diese absurde Zusatzmaschinerie, die "Klimarettung" ist, leisten. Und im Geldbeutel wird Unvernunft als erstes sichtbar. Denn die Klimarettung" ersetzt nichts, macht nichts anders oder besser. Sie ist eine reine Zusatzbürde, die lediglich so lange und so weit funktioniert, solange der normale Lebensbereich dieses Produkt des Luxus gelangweilter, lebensuntüchtiger Möchtegerneliten finanzieren und tragen kann. Wenn hier die Grenze erreicht ist, ab der man es substantiell "spürt", fliegt der Politik der Druckkessel um die Ohren.




*Daran zeigt sich am deutlichsten, daß die Liberalen seit je eine Vorfeldorganisation des Sozialismus waren und sind. Das sich noch dazu auf Unzufriedenheit beschränkt, ohne ihren Gesamthorizont je anzutasten. Wozu sie den Freiheitsbegriff völlig in die Nebel drängt. Gerade Zeiten der Unzufriedenheit sind deshalb Hochzeiten des Liberalismus, denn Unzufriedenheit - egal, aus welcher Ecke er kommt - ist das Einzige, worin er sich dem Menschenverstand annähern kann.

**Aber ist nicht jede Partei ein Sammelbecken? Wo sich nur mehr oder weniger von den Leitlinien der Programme überzeugte Menschen einfinden, mit mehr oder weniger divergierenden Teilmeinungen und -sichtweisen? Das ist sogar die wahre Crux der Parteien-Demokratie. Die diese Ambivalenzen auf die Geradheit eines Steckens bringt, die mit vielem Einzelnen in den Köpfen und Herzen der Menschen, die sie wählen, gar nicht mehr übereinstimmt. Die Formel von der Kompromißfähigkeit als Grundeigenschaft in einer Demokratie ist ja im Grunde eine einzige Lüge. Denn gerade dort, wo es ernst wird, sind Kompromisse gar nicht möglich, weil Verrat. Diese Formel ist also etwas anders: Der Wagen, auf dem eine ganze Gesellschaft in den Liberalismus - also in die Linke! - geschoben werden soll, ohne es zu merken.




Mittwoch, 1. Mai 2019

Dabei ist die Erklärung recht einfach

Es ist schon lange bekannt, und wenn es eines Beweises für das elementare Versagen unseres Bildungswesens der letzten Jahrzehnte bedarf, dann ist er hier zu suchen: Erstens sind die Grünen weit mehrheitlich Kinder aus christ-demokratischen (ÖVP, CDU) und oft auch überdurchschnittlich wohlhabenden Elternhäusern. Und zweitens ist die Frage, warum die CDU in Deutschland so weit nach links gedriftet ist, genau damit beantwortet. Bildungsversagen. Und daß es sich in politischen Haltungen äußert, ist nur die eine Seite derselben Medaille des bekannten Versagens, daß für unsere Völker die falschen Menschen das Falsche an "Bildung" erhalten. Unter der social-, psychic- und skills-engineering verstanden wird. So kann aber ganz sicher keine Bildung funktionieren. Nur Unfreiheit, ja, die zu implementieren funktioniert, und Identitätslosigkeit, die offen wie ein Scheunentor für alles macht, was die niedrigen Instinkte anspricht sozusagen.

Die bereits ver- und ungebildeten Generationen - sitzgepruntzt, dummgelobt und stummgestopft - haben dann die politische Landschaft "von unten her" durchsäuert und geistig zersetzt - was soll da noch bleiben? Die man eigentlich nicht ganz zutreffend als "links" bezeichnet. Mit welchem Begriff sie nur eines gemeinsam haben: Beide sind gegen die bestehende Ordnung gerichtet. Die aber eine, mittlerweile dominierende Richtung längst aus ganz anderen, weit radikaleren, fundamentaleren Zielrichtungen als die frühere, traditionelle Linke verfolgt. Die einfach bessere Lebensbedingungen für eine an sich aber traditionelle Lebensweise wollte, eben auf der Grundlage der Seinsordnung.

Die heutigen "Linken" wollen aber diese, ja jede Seinsordnung auflösen. Alles was Sein hat, ist ihnen unerträglich. Ihr Neues, das sie angeblich wollen, hat keine Form, sondern ist auf der Basis eines völligen Verlustes des Verstehens, was und wie Welt überhaupt ist, pures Märchen. Für das "Traum" oder "Mythos" zu sagen diesen Begriffen gar nicht gerecht wird. Damit fällt buchstäblich alles bis ins Kleinste ins Nichts. Jeder Versuch, noch Formen zu finden, ist unter pausenloser Kraftanstrengung ein zu erbringendes Hologramm.

Wir haben es deshalb auch bei einer CDU (in etwas geringerem Maß bei CSU und ÖVP) nicht mehr mit "Politik" zu tun, sondern mit Auflösungsstrategie, die die geistige Grundlage, die innere Denkgrammatik der jüngeren Generationen war und immer mehr wurde. Kein traditioneller Linker hätte das gewollt.

Jede weitere sozial-politische, wahltaktische Analyse, wie sie sich manche aus ihren Gehirnwindungen schwitzen, ist vollkommen überflüssig. Je länger Menschen in den Fängen der Ideologie-Institute, die sich Schulen und Universitäten nennen, bleiben, desto gründlicher wird ihre Gehirnwäsche und Identitätsauslöschung erfolgt sein. Das Ergebnis sind revolutionäre, ordnungssubversive Utopisten.

Gleichzeitig ist damit auch geklärt, warum die sogenannten "rechten" Parteien (AfD, FPÖ) so viel Zustrom aus ehemals linken Arbeitermilieus haben. Denn dort sind noch Menschen mit jenem Hausverstand, den geringere Zeit in den staatlich verordneten Umerziehungsanstalten proportional zur Kürze der Zeit darin noch übrig läßt.

***

Wie wenig der Liberalismus den wirklichen Wirklichkeiten der Zeit gewachsen ist, zeigt eine hanebüchene Aussage der Agenda Austria, seines Zeichens neoliberaler Thinktank. Der allen Ernstes die Qualität eines Bildungssystems von der Intensität der Beschäftigung von Schülern - je jünger, je länger, je intensiver, desto besser - mit Computertechnik abhängig macht. Denn die Beschäftigung mit Computern würde "ein neues Denken" bewirken. Was inhaltlich sogar stimmt. Auch die Kinder in unseren Schulen lernen ja schon seit langem ein "neues Denken". Das Ergebnis siehe oben. 

Beides steht damit im Gegensatz zu dem, was eigentlich Bildung ist, wenn man den Begriff schon über diesen Kamm schert: Es ist die Kenntnis des "alten Denkens", das eben nicht in aktueller Anwendungstechnik verdunstet, weil nur auf dieser Grundlage überhaupt Neues gedacht werden und entstehen kann.





*110219*

Mittwoch, 12. April 2017

Die Lügen werden immer sichtbarer

Das Interview mit dem Klimaforscher Fritz Varnholdt stellt die Lüge bloß, auf der die sogenannte "Energiewende" basiert. Und es braucht einen immer höheren Aufwand, diese Lüge zu verstecken. Wie nach und nach erst bekannt wurde, stand Deutschland ja in der Woche des 24. Jänner schon nur ganz knapp vor einem Totalausfall der Stromversorgung. Eine Woche Dunkelflaute (kein Solar- und Windstrom), bei gleichzeitigen Lieferengpässen der Nachbarländer, hatte das System an seine Grenzen gebracht. Das nämlich ohne Braunkohlekraftwerke schon längst zusammengebrochen wäre. Denn die Braunkohle bildet das Rückgrat der jetzigen Stromversorgung. Daß es noch nicht so weit gekommen ist, ist nur der deutschen Ingenieurskunst zu verdanken, die es bisher noch immer geschafft hat, die Probleme zu beseitigen. In jedem Fall "funktioniert" die Energiewende nur bei hoher Belastung der Nachbarländer, die bislang noch viel ausgleichen, was in Deutschland alleine schon lange nicht mehr funktioniert.

Aber die Probleme werden von Jahr zu Jahr dichter und größer. Varnholdt weist noch auf ein Paradox hin, das mit der Energiewende eintrat. Der volatile Strom (Wind und Solar) drängt auf die Strombörse, wo er teurere Energieproduktion wie Gas und Steinkohle vom Markt verdrängt. Damit bleibt nur die billige Kohle, die Braunkohle. Somit STEIGERT die Energiewende den CO2-Ausstoß, den zu reduzieren sie als Argument vorgegeben hat. Der entscheidende Punkt war zuerst einmal also noch gar nicht, aus der Atomenergie auszusteigen. Das wurde durch (billige) Kohlekraftwerke noch kompensiert. Die Energiewende hat also nun sogar eine Erhöhung des CO2-Ausstoßes bewirkt.

Als entscheidenden Punkt sieht Varnholdt aber die Entstehung einer neuen Grünbewegung. Denn die sogenannten "erneuerbaren Energien" verbrauchen enorme Flächen und Landschaften. Und sie dringen immer weiter in ehedem noch geschlossene Waldflächen und Landschaftsschutzgebiete vor. Allmählich regt sich nun Widerstand in der Bevölkerung, denn die Folgen der Energiewende sind nicht mehr zu übersehen. Dabei steht dieser Flächenbedarf erst am Anfang! Im Endausbau, wie er geplant ist, wird er um ein Mehrfaches größer. Gerade die bisherigen Grünbewegungen aber haben beschlossen, die Natur zu retten, egal wie hoch auch die Kosten der Naturzerstörung dabei sein werden. Es kommt also zur Konstituierung einer neuen Grünbewegung, der die bisherigen Grünen als Gegner gegenüberstehen.

Denn die Grünen unserer Länder waren gar nie Naturschutzbewegungen, das zeigt sich nun definitiv. Sie waren immer linke, antikapitalistische, antigesellschaftliche Bewegungen, die die Gesellschaft nach linken Utopien umbauen wollten. Der Hauptgrund für die "Energiewende" war und ist nie, die Natur zu bewahren oder das "Klima zu schützen". Es sind ausschließlich gesellschaftspolitische Gründe! Und das beweisen die realen Auswirkungen der Energiewende, wie sie nicht mehr zu vertuschen sind, die sogar den "Klimazielen" zuwiderlaufen, so sinnlos diese an sich schon sind.

Dafür wurde eine neue Schichte von Profiteuren geschaffen - über eine Million von "Kleinenergieerzeugern", die durch Steuergelder (die die übrige Bevölkerung über ihre Energiepreise aufbringen muß) bezahlt werden, sorgen für eine solide Schichte von "Verteidigern der Energiewende". In Wahrheit ist das politisch gewollte Umschichtung des Wohlstands von den Armen (alleine 2016 gab es über 300.000 Stromabschaltungen aufgrund unbezahlter Stromrechnungen in Deutschland) zu den neuen Wohlhabenden.

Aber der Diebstahl an Natur, an Wäldern, ist an eine Grenze in der Akzeptanz in der Bevölkerung gestoßen. Hier formiert sich eine Kraft, deren politische Relevanz man noch völlig unterschätzt, und die in spätestens fünf Jahren deutlich und artikuliert sein wird. Denn die Zerstörung der deutschen Landschaft geht natürlich unvermindert weiter. Die Energiewende wird die deutsche Gesellschaft deshalb politisch definitiv spalten.

Aber nicht nur in der Energiefrage werden die Folgen einer absurden, vernunftlosen und utopistisch-willkürlichen Politik (die meist sogar eine Politik der Nicht-Politik ist) immer sichtbarer. Nicht nur durch die Landschaftszerstörung, sondern überhaupt in der alltäglichen Lebensweise, die sich bis ins letzte Dorf hinein total verändert hat. Man denke nur an die Folgen des Migrationswahnsinns. Deutschland steht vor einem politischen Umbruch, der seinesgleichen suchen wird, auch wenn er noch ein paar Jahre brauchen wird, um sich zu manifestieren.






Für wache Augen ist diese Spaltung bereits jetzt auch politisch bemerkbar - sie ist eine Spaltung innerhalb der CDU. Wo sich die Merkelschen Alleingänge, die in ihrer Willkür eine zweite Führungsschichte zum echten nationalen Problem gemacht hat, zum Abhängen einer sich nach und nach formierenden Grundsatzschule ausgewachsen hat. Dieser "Bodensatz der eigentlichen Vernünftigkeit", die den christlich-sozialen/-demokratischen Parteien einmal zugrunde lag, formiert sich allmählich. Es ist auch ein simpler Überlebensimpuls. Hören Sie dazu den Vortrag des Mitglieds des deutschen Bundestags, Philipp Lengsfeld. Man beginnt endlich, die Wahrheit zu sehen und zu begreifen, daß eine Politik der Vernunftausschließung keine Zukunft hat. Lengsfeld nennt die Energiewende sogar ... "möglicherweise" verbrecherisch. Er kritisiert offen, daß eine simple Anfrage bei der Vernunft heute zum moralischen Ausschlußkriterium einer "verweigerten Weltrettung" wird, die immer aggressiver eines verlangt: Die Ausschaltung der Vernunft durch sturen Kadavergehorsam.

Lengsfeld weist übrigens auf einen weiteren Widerspruch hin, der es in sich hat: Die sogenannte Energiewende, Deutschland als Vorreiterland, hat nur dann überhaupt seinen Sinn, wenn gleichzeitig der Wohlstands- und Zivilisationsstand gleichbleibt oder noch weiter steigt! Das aber wendet sich derzeit ins Gegenteil: Die Energiewende verursacht Kosten, die die Volkswirtschaft so belasten, daß sie zum Problem werden. Und dieser Maßstab beginnt sich bereits durchzusetzen - in der Wirtschaft, die es sich nicht leisten kann, aus dogmatischen Gründen der Gutheit wirtschaftliche Sinnhaftigkeit auf Dauer zu ignorieren. Das Mindeste dabei wäre, endlich die Augen für die Realitäten zu öffnen, in denen wir stehen.

Lengsfeld berichtet sogar davon, daß es für die Industrie aus eben diesem Grund immer leichter werden wird, sich durchzusetzen. Weil die "andere Seite", die Ideologen und Dogmatiker der Weltrettung, den Bogen der Vernunftlosigkeit zugunsten der moralistischen Dogmen längst überspannt hat und schon jetzt nicht mehr sachlich argumentierend gegenhalten kann.










Freitag, 9. Dezember 2016

Aber das Wirkliche liegt ganz woanders

Das CDU-Urgestein Wolfgang Bosbach, der zur AfD gewechselt ist, im Interview. "Das, was vor vielen Jahren noch gemeine CDU-Position war, ist heute zum Feindbild der Partei geworden. Das, was die Menschen fühlen, kommt in der offiziellen Politikdiskussion nicht einmal mehr vor." Vor allem die Migrationspolitik der Regierung Merkel hat seinen Seitenwechsel bewirkt.

Denn die Position der CDU war seinerzeit völlig anders. Heute unterscheidet sich die CDU nicht einmal mehr von den anderen (linken) Parteien. Dafür herrscht Angst und Panik, mit der AfD (die heute vielfach nur die Positionen vertritt, die vor 20 Jahren noch Position der CDU war, Anm.) auch nur zu diskutieren. Gerade die CDU-Wähler der Vergangenheit sind heimatlos geworden. Die CDU hat auf der Suche nach neuen Wählerschichten die Stammwähler vertrieben.








*211016*

Sonntag, 27. November 2016

Wenn ein Papst nicht politisch denkt

Dem gerade zum Papst Johannes XXIII. gewählten Kardinal Roncalli stand Konrad Adenauer sehr distanziert gegenüber. Seiner "menschlichen Art", die ihn in der Weltpresse so beliebt machten, konnte der deutsche Kanzler nichts abgewinnen. Es sei für einen Papst unpassend, wird er zitiert, der habe vielmehr politisch* zu denken, das entspräche seiner Stellung und seiner Aufgabe. Als Adenauer nach dem Besuch beim Papst 1960 auch noch hört, daß Roncalli Johannes XXIII. das Zweite Vatikanische Konzil "aus dem Gefühl der Eingebung heraus" einberufen habe, wird er noch zurückhaltender. So berufe man kein Konzil ein, sagte er, das enorme politische Auswirkungen habe. Noch kritischer wurde er, als er die Veränderungen in der Kirche wahrnahm, die schon zu Zeiten des Konzils einsetzten. Auf den "Verbands- und Vereinskatholizismus" eine Modernisierungswelle zu setzen, würde unabsehbare Folgen der Auflösung haben.**

Die gesellschaftspolitischen Folgen der Art des Roncalli-Pontifikats hat Adenauer (und viele mit ihm) ebenfalls richtig vorhergesehen. Schon 1962 gewinnt in Italien die Kommunistische Partei eine Million zusätzlicher Stimmen, und auch in Deutschland, Frankreich und einigen anderen Ländern verlieren die christlich-demokratischen/-sozialen Parteien deutlich Stimmen an die Sozialisten, die durch allfällige Sympathien für den Papst aus genuin antikatholischem Milieu nicht wettgemacht werden. Adenauer gibt dem Papst Mitschuld für die gesellschaftlichen Entwicklungen, nicht nur in Deutschland, der auf eine Annäherung an die Sozialisten und Kommunisten setzte, ohne die höchst problematischen und mit dem Katholizismus unvereinbaren, dabei prinzipiellen Punkte ihrer Parteiprogramme anzusprechen. Ludwig Erhard wird ihm später zustimmen. Natürlich müsse man dem Einzelmenschen Sympathie entgegenbringen, aber das könnte doch niemals für die Doktrin gelten!***

Es gehe da um eine schwere Beschädigung des katholischen Milieus, meinte er. Die politischen Folgen seien desaströs. So würde den Sozialisten Tür und Tor geöffnet, um im katholischen Milieu unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Stimmen zu fischen, vor allem aber die geistige Identität der Menschen aufgelöst, von denen man niemals verlangen könne, daß sie große philosophische Debatten führen und geistige Unterschiede erkennen. Deshalb brauchen sie Identifikationspunkte und -figuren. Man kann die Rolle der Kirche und den Glauben selbst nicht ohne kulturelle Bedingungen sehen.

"Wie ich gesagt habe -  er denkt nicht politisch, und das geht einfach nicht. Man kann die Kirche mit ihrer enormen gesellschaftlichen Bedeutung nicht aus dem Gefühl leiten."




*"Politisch Denken" heißt nicht, ständig irgendwelche "Aussagen zur Politik" zu machen (denn die ist Aufgabe der Laien und Politiker, NICHT des Klerus), sondern das eigene Tun und Sagen und Dasein im Rahmen eines Netzes gesellschaftspolitischer Wirkungen, Konstellationen und Gegebenheiten zu sehen. Deshalb ist etwa Papst Franziskus ebenfalls KEIN politischer Denker, handelt aber ständig DIREKT politisch, und tappt dementsprechend von einem Desaster ins nächste.

**Er wird später bestätigt werden; schon 1973 äußert sich Kardinal Frings erschrocken über das, was er, der selbst so "konzilsbegeistert" gewesen war, nun beobachtete.

***In dieser Hinsicht muß man klare Verbindungen zwischen der 68er-Revolution und dem Zweiten Vatikanum ziehen. Nicht nur in den USA stammten die Umbrüche von Jungen vorwiegend aus dem ehedem katholischen Milieu. Die ausdrückliche Aufweichung des "Katholischen", die man dem Zweiten Vatikanum ohne jeden Zweifel zuschreiben muß (was sich schon in den Formulierungen vieler Konzilstexte ausdrückt), und die auch der VdZ ganz genau so erlebt hat, hatte eine wahre Explosion der Identität der Menschen zur Folge. Die nun neue Haltepunkte suchten und durch die Selbstverweigerung der Kirche der Verwirrung regelrecht in die Arme getrieben wurden. Francis Wheen spricht in seinem bemerkenswerten Buch über die 1970er sogar von den "Strange days indeed" - einem Ausbruch von Verrücktheiten, der bis in die hohe Politik reichte.




*051016*

Dienstag, 22. November 2016

Wie sich die Zeiten ändern (2)

Die Auflösung des gestrigen Quiz


Die gestern hier veröffentlichten Aussagen stammen aus einer Rede vom Abgeordneten Wolfgang Schäuble, damals Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die dieser 1991 im Deutschen Bundestag hielt. Bundeskanzler war Helmut Kohl, CDU, Vorsitzender der CSU war Finanzminister Theo Waigel.





*091016*

Montag, 21. November 2016

Wie sich die Zeiten ändern (1)

Zur Abwechslung einmal ein Quiz:  
WER HAT DIESE ANSPRACHE GEHALTEN?


Auch die Widerstände in der Bevölkerung wachsen. Das hat überhaupt nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun. (Beifall bei der CDU/CSU)
Wieso eigentlich wollen wir von unseren Mitbürgern verlangen, daß sie ertragen und verstehen sollen, daß Hunderttausende von Asylbewerbern mit erheblichen finanziellen Belastungen für die Steuerzahler für Jahre untergebracht und versorgt werden sollen, obwohl von vornherein klar ist, daß die allermeisten nicht als politisch verfolgt anerkannt werden können und daß sie nach jahrelangen Verfahren am Ende unser Land dennoch nicht verlassen? (Freimut Duve [SPD]: Das ist die Ethik des Innenministers!)
Ich will die Mißstände, die sich im einzelnen in den Städten und Dörfern unseres Landes zutragen, hier gar nicht schildern, weil ich ja wirklich dafür bin, diese besonders schwierige Debatte behutsam zu führen. Aber niemand darf doch bestreiten, daß es diese Mißstände zuhauf gibt und daß sie natürlich eine wachsende Zahl unserer Mitbürger besorgen, die zunehmend daran zweifeln, ob die Verantwortlichen in Bund und Ländern überhaupt noch wissen, was sich in den Gemeinden abspielt, und die im übrigen in Gefahr geraten, zunehmend an der Handlungsfähigkeit unseres Staates bzw. derjenigen, die in Bund und Ländern Verantwortung tragen, zu zweifeln. […]
Ich kann doch nicht darüber hinwegsehen, daß der Vertreter des nordrhein-westfälischen Sozialministeriums bei einer Anhörung, die ich im Innenministerium gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz der Länder, dem Kollegen Läpple, durchgeführt habe, erklärt hat, daß in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens, in denen Asylbewerber untergebracht werden, zum Teil bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten. Das ist doch die Wahrheit. (Widerspruch bei der SPD)
Das ist Kern des Problems. Das hat — ich sage es noch einmal — nichts mit Ausländerfeindlichkeit unserer Bevölkerung zu tun.


Die Auflösung gibt es morgen an dieser Stelle.




*091016*

Mittwoch, 21. November 2012

Handlangerdienste mangels Mut

Birgit Kelle bestätigt in ihrer Kolumne im "The European" eine interessante Beobachtung des Verfassers dieser Zielen und seiner Leser. Indem sie die Familienpolitik der CDU/CSU unter der Ministerin von der Leyen aufgreift. Eine Beobachtung, die auch zu Zeiten bürgerlich-konservativer Parlamentsmehrheit in Österreich zu machen war, die aber die Gesellschaftspolitik der Christlichsozialen seit Jahrzehnten kennzeichnet.

Ihre Politik ist nämlich nicht nur eine konsequente Fortsetzung der Familienpolitik ihrer sozialdemokratischen Vorgängerin, sondern sie überträfe diese noch bei weitem, erfüllt deren Vorgaben. Sozialdemokraten haben sich diese Radikalität in der Umsetzung gar nicht getraut. Dies demonstriert, so Kelle, eine fatale Konzeptlosigkeit, die christlichsoziale Politik seit langem kennzeichnet.

So wie die ganze Politik der "christlichen Demokraten" nur noch hinter faktischen Entwicklungen hinterherläuft, besteht auch ihre Familienpolitik nur noch aus einem Hinterherhüpfen hinter faktischen Entwicklungen, meist auf Zuruf von Medien und vermeintem Druck öffentlicher Meinung. Der an sich von christlichen Politikern erwartete Bezug auf menschliche Natur, die zu erfüllen auch den Weg zu Geglücktheit bedeutet, ist Familienpolitik zur Reparaturmaßnahme für die Folgen des Nicht-Gelingens verkommen. Mit den Zielgruppen Patchworkfamilien, Alleinerzieher und Karrierefrauen. Man meint also, den demographisch überlebensnotwendigen Mut zum Kind dadurch anzufachen, indem man signalisiert, daß die Folgen dieser Entscheidung ohnehin vom Staat aufgesogen würden.

Während Unsummen ausgegeben werden, um die Wunden aus diesen Fehlformen zu kaschieren, sind "normale" Familien - die nach wie vor den bei weitem überwiegenden Anteil an der Lebensform der Bundesbürger ausmachen - nur noch jene Reserve, die belastbar genug ist, um diese Kosten mitzutragen. Familienförderung besteht seit Jahrzehnten (auch in Österreich, Anm.) nur noch darin, Geld, das man den intakten Familien zuvor abgenommen hat, als "Sozialleistung" - nach umfangreichen Umverteilungsmaßnahmen an Fehlformen - wieder zuzuführen.* 

Dabei verlangt, so auch Kelle, niemand Almosen, im Gegenteil. Aber Steuergerechtigkeit muß heißen, daß Leistungen, die (und sei es durch Nichtinanspruchnahme, wie Kindertagesstätten bei intakten Familien, wo die Frau zuhause bleibt) für den Staat erbracht sind, steuerliche Berücksichtigung zu finden haben. 

Es ist grotesk (der Verfasser dieser Zeilen erlaubt sich fortzuführen), wenn Lebensformen, die ihren Charakter schon dadurch aussprechen, daß sie so gut wie nie freiwillig gewählt wurden, sondern die Ruinen und Reste mißglückter Lebensform sind, regelrecht zu verlockenden Zielen ausgebaut werden, und Familienpolitik sich nur noch an diesem Scheitern orientiert.
Von den Kosten einer durch solche Lebensform notwendigen aufwendigen Infrastruktur - vom Bedarf nach mehr kleinen Wohnungen, bis zu den Energiekosten - gar nicht zu reden. Anstatt bestehende Familien schon nur dadurch zu stärken, indem man sie wenigstens nicht noch mehr belastet.

Staatliche Familienpolitik hat sich aber mit ihren Zielsetzungen längst eine Verantwortung angemaßt, die der Staat gar nicht tragen können, Das zeigt sich nicht zuletzt im und am Geld. Denn der Anreiz, mit dem gescheiterte, nicht geglückte - und damit auch "teurere" - Lebensformen, die somit sogar privilegiert werden, ausgestattet wurde, trägt maßgeblich gerade zu diesem Scheitern bei.** Es wird völlig übersehen, daß das Gelingen einer "normalen" Familie sehr wohl eine persönliche Leistung ist, denn auch eheliches Leben, mit allen Implikationen und Anforderungen, ist kein simples Ereignis, das mal kommt, mal geht, das niemand in der Hand hätte. Liebe IST etwas zu Erbringendes, nicht einfach Kismet. Die Staaten hätten sich also vielmehr zu fragen, warum so viele Familien auseinanderbrechen. Anstatt das Auseinanderbrechen zu fördern, auch die Gestalt der Familie mitbestimmen zu wollen, vor allem aber: die Rezeption von "Normalität" so maßgebend zu verändern. Denn darin, ganz konkret, wird die Moral der Bevölkerung nachhaltig zerstört. Während kein Staat der Welt, der in dieser Scheinnormalität leben würde, schon alleine die Kosten dafür tragen könnte. Denn DAS, die direkten und indirekten Folgen der Gesellschaftspolitik haben unsere Staatsfinanzen ruiniert. Nicht irgendwelche Immobilienblasen in den USA.





*Auch der Verfasser dieser Zeilen, Vater von acht mittlerweile großen Kindern, hatte seinerzeit mehr an Lohnsteuern und Sozialabgaben zu bezahlen, als er umgekehrt, nach umfangreichen bürokratischen Ansuchprozeduren, wieder als "Familienförderung" zugesprochen bekam. von den übrigen Steuerbelastungen, die ohnehin zu tragen sind - Mehrwertsteuern etc. etc. - gar nicht zu reden. Man macht aber damit an sich integre, selbsttragefähige Lebenseinheiten nicht nur direkt staatsabhängig, sondern man löst ihren inneren Zusammenhalt auf, indem man ihre Angehörigen emanzipiert, herauslöst, unabhängig macht. Denn meist sind diese Hilfen an die Frau adressiert, sie ist in vielen Fällen die alleinige Anspruchsberechtigte. Familienförderung ist also in so gut wie allen Fällen getragen von einem gesellschaftspolitisch-ideologischen Ziel, der Enteignung des Mannes zugunsten einer jeder Verantwortung enthobenen, autonomen Frau. Und dieses Ziel wird von den Christlichsozialen ohne Wenn und Aber nicht nur mitgetragen, es wurde und wird gerade von ihnen noch weiter perfektioniert.

**Gewiß nicht nur der Verfasser dieser Zeilen kann auf Anhieb eine Reihe von familienähnlichen Lebensgemeinschaften aufzählen, die ganz bewußt die Vollform der Familie vermeiden, weil ihr Leben so, als Fehlform, deutlich angenehmer, vor allem finanziell bequemer verläuft - weil vielfach gefördert, ja für damit "individualisierte" Förderung Fehlform sogar vorausgesetzt wird. Der Staat, die Politik, macht sich dadurch sogar schuldig, indem er Familie - die nur auf Ehe gegründet Bestand hat - einebnet, zum Verschwinden bringt, ja sogar unterprivilegiert. Selbst als Kosten-Nutzen-Rechnung ist das fatal, da ist von christlichsozialen Ansätzen noch gar keine Rede.




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