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Freitag, 30. Juli 2021

Gedankensplitter (1288)

er VdZ hat sich oft gefragt, woher diese Saturiertheit, diese Zufriedenheit der Jungen kommt. Woher sie diese Gewißheit hat, "Glück" zu besitzen, und glücklich zu leben. So glücklich, daß sie auf ihre Eltern, ihre Vorfahren, auf die Traditionen, auf die Religion (!), auf alles verzichten zu können meinen. Woher diese Ruhe stammt, in der sie alles, was diese Ruhe ablehnt, sogar einem Defekt des anderen zuschreiben, der ihn als Mensch, als Person aus dem Konzert des Relevanten ausscheiden läßt, zu Patienten macht, zu Objekten des Mitleids allerhöchstens. 

ch, was ist auch an dieser Stelle schon dazu geschrieben worden. Es stimmt alles, keine Frage, belegt sich täglich neu. Aber wenn etwas nichts nützt ist es angebracht, eine Frage noch einmal zu stellen. Und von der Rückseite gewissermaßen anzusehen. 

Schon gar hier. Denn der VdZ hat das seltsame Gefühl, daß in der Antwort auf diese Frage der Schlüssel zur Zeit liegt. Und mit allen bisherigen Antworten (Sozialstaat, und so weiter und so fort, auch in den Artikeln hier finden sich jede Menge höchst plausibler, guter, ja genialer und hochgeistiger Erklärungen) ist der VdZ in einem kleinen Rest nicht zufrieden. Ein Rest, der nach so vielen Jahren und so vielen (leider höchst) unerfreulichen Erfahrungen dazu nötigt, einen radikal neuen Ansatz zu suchen. 

Donnerstag, 29. Juli 2021

Unfähig, Gefahren abzuschätzen (3)

Einmal aber fahren wir noch aus dem Bild, und schauen der Richtung nach, in die der Pinsel ausschwingt - In einem kleinen Schwenker, so wie die großen Mahler ja auch mit ihrem Pinsel am Schluß immer ein bissel im Schwung sozusagen rausschießen aus dem Strich, wollen wir also doch noch eine Richtung aufzeigen, in die es weiter geht. Denn Herren und Damen aller Schaften und Gewerke, es geht NICHT um ein nächstes, langweiliges Lamento vom Massenmenschen und dessen tragische Wirkung auf den Untergang der Welt, nein. Auch das wollen wir den Liberalen überlassen, die ihre eigene Sicht von "Genie" haben, die nicht die unsere ist. 

Der Mensch, der einfache Mensch, der ist nämlich NICHT schuld an dem Schlamassel, in dem wir stecken, ganz sicher nicht. Und die, die ihm das einreden wollen, gehören samt und sonder mit geselcht, wenn einmal das große Gerichtsglockerl scheppert.

Mittwoch, 28. Juli 2021

Unfähig, Gefahren abzuschätzen (2)

Und wie dankbar sie sind, weil ihnen nun ständig andere vorsagen, wo es gefährlich wird. Der Arzt vor den tausendfachen Gesundheitsgefahren. Der Onkel Minister mit der Märchenstimme über brandgefährliche und tödliche Viren, die umso gefährlicher sind, weil man diese Biester NIE UND NIMMER SIEHT und - jetzt kommt's! - nicht einmal KRANK WIRD DAVON, so gefährlich sind die! Und die geben wir dann auch voll weiter! Das ist wissenschaftlich bewiesen, sagt dann die Chefredakteurin der größten wirklich kritischen Tageszeitung mit angeschlossenem Aufnahmekammerl (was sich heute Nachrichten-Sender nennt), und alle, die noch älter geworden sind, nicken und schimpfen, weil da draußen ein paar herumlaufen, die den Seher unsicher machen wollen - höre man doch nicht auf sie! Und von einer Impfung wollen sie abbringen, von der nicht einmal gesagt werden kann, wofür die gut sein soll, weil sie zwar "schwere Verläufe" abhält, vor allem von jenen, die sowieso nicht krank werden, dafür aber den kleinen Nachteil hat, daß sie tödlich sein kann, vor allem bei jenen, die sonst nie daran gestorben wären.

Der moderne, der liberale Mensch ist die Crux. Denn wer seine Gestaltgrenzen nicht kennt, der ist auch unfähig, eine andere Gestalt abzuschätzen. Dies reicht durch alle Ebenen durch, in die man "zufällig" (weil hineingestellt) hineinragt, und die einen betreffen.

Dienstag, 27. Juli 2021

Unfähig, Gefahren abzuschätzen (1)

Wir haben hier schon oft - und zwar wirklich oft - über das verdammte Wesen des Liberalismus feuchte Lehmpatzen mit verderblichem Verdauungsinnerem geschleudert. Regelmäßigen Lesern könnte das sogar bereits zuviel geworden sein.* Aber man kann es nicht genug betonen. Denn der Liberalismus hat eine entscheidende, ja dramatische Komponente, die nicht oft genug betont werden KANN. Und das ist die - Wehrlosigkeit des Liberalen. 

Was nicht weniger heißt als daß der moderne Mensch, der sich des Geschirrschranks voller Instrumente und Löffel und Kochbücher des Liberalismus bedient, um seine Mahlzeiten der Identität zu kochen, in seinem tiefsten Wesen ... wehrlos geworden ist. Wieviel gemacht, wieviel einfach geworden ist so eine Sache, die kaum entschieden werden kann. Beides trifft nämlich zu, das ist gewiß, und was die einen selber machen, dient den anderen. Die mit Menschen, die vorgeben (und damit vorgeben müssen), LIBERAL zu SEIN, die sich damit (wollen sie nicht aus der Gemeinschaft fallen, die ihnen ihre Identität abstützt und zuspricht) sogar des inkonsistenten, widersprüchlichen, aber saftig vollmundig klingenden liberalen Sprachwirrwarrs bedienen MÜSSEN. Der sie regelmäßig ohne Hosen dastehen läßt. Aber wen stört das schon, wenn das Wulliwulli stimmt.

Montag, 26. Juli 2021

Eine seltsam gewordene Welt

Es war ein maßgeblicher Funktionär des öffentlichen Lebens (das nur noch Funktionäre kennt, denn schöpferische Gestalten gibt es nicht mehr), der sich in einer der zahllosen Fernsehdiskussionen wahrhaftig in Rage redete. In der er deutlich spürbar nur noch Zentimeter vor körperlicher Gewalt stand, der, wer immer noch im Studio war zum Opfer fallen hätte können. Worum ging es?

Es ging um die angebliche Verantwortungslosigkeit (und wörtlich) Unmoral jener Mitbürger, die sich NICHT einer der an allen Ecken und Enden aufgedrängten Corona-Impfungen anheimstellen wollten. Es ging um die sogenannten Impfgegner und Corona-Leugner, dieser Menschengruppe, die als Verbrecher zu kategorisieren längst zu etablieren versucht wird. Dazu meinte dieser Funktionär Folgendes:

Sonntag, 25. Juli 2021

Die vorgeschriebene Lieblosigkeit

Im Feminismus wurde das Bild der Frau dermaßen verwirrt, verzerrt, bis zum völligen Abtauchen vernebelt, daß jeder, der sein Wesensbild aus der Erfahrung nimmt etwas ganz Seltsames erleben wird: Daß sein originäres Urteil (das im übrigen mit dem Urteil der Jahrtausende übereinstimmt) als "frauenfeindlich", ja er selbst sogar als "Frauenhasser" verdammt wird. 

Selbst die Frauen sind dieser Groteske bereits aufgesessen, und liefern ein bedauernswertes Bild ab. Auch dort, wo sich der Bezug auf die Natur in "überlieferten Wesensbildern" den Weg für dieses erfahrensbasierte, traditionelle Frauenbild freizumachen vorgibt, ist das mangels lebendiger Nahrung, von der sie sich durch die Ideologie selbst ausgesperrt haben, erstarrt. Das solcherart bewußte Wollen, das das Insgesamt des Alltags in Einzelhandlungen fragmentiert, die "fraulich" sind, wendet in Wahrheit die formal verdammten ideologischen Schemata zur Analyse der eigenen Seelenbewegungen an. Und führt deshalb ins Nichts, und zu Widersprüchen, die vor allem im drängenden Fall einer Krise etwa zu falschen Urteilen und Entscheidungen führen.

Samstag, 24. Juli 2021

Noch mehr Widersprüche

Tauchen wir wieder einmal im Dauergequatsche der Gegenwart unter, das sich wie eine Nebelschichte über unsere Länder gelegt hat und kaum mehr ist als eine gigantische Simulation von Leben und Welt. Die über das geringstmögliche Maß wahrzunehmen (gerade so, daß man irgendwie nicht zu sehr in Konflikte mit Scheinansprüchen gerät) notwendiges Gebot ist, um seine geistige Gesundheit wenigstens so halbwegs zu behalten. Anlaß war ein Video, das zufällig zu laufen begonnen hat, und dem der VdZ dann doch zugehört hat, weil er an einem Satz hängengeblieben ist.

Hans-Georg Maaßen hat in diesem Gespräch bei Tichys Einblick nämlich etwas bemerkenswertes gesagt: Bisher waren Eltern immer von dem Anspruch bewegt, daß ihre Kinder es besser haben sollten. Erstmals stehen wir nun vor der Situation, daß die Eltern für ihre Kinder wünschen, daß es ihnen einmal schlechter geht

Freitag, 23. Juli 2021

Als wäre das eine Lösung (2)

QR AUF1-TV
Aber wir sind nicht allein! Nur wir sind nicht allein! Die anderen, die sind es. Auf ewig. Die, die die Nicht-Ideen haben. - Das dachte der VdZ auch, als er ein Gespräch auf AUF1-TV sah. (Einem neuen Fernsehsender, der so professionell auftritt, daß der VdZ den Verdacht hat, daß sich dahinter "mehr Geld" verbirgt, und vor allem ein klarer Businessplan; sieh da: Wir sehen eine Idee, die so strukturiert ist, wie wir sie nur von Personen kennen, und sofort vermuten wir ...). Wo eine Psychologin auftrat und die psychologische Struktur hinter all diesem Corona-Geschehen zu sehen vorgab: Sie weise auf totalitäre Ziele hin. 

Das Corona-Geschehen weise auf Personen hin (was sie zwar nicht explizit ausspricht, aber implizit klar meint) die Interessen verfolgen. Es ist zu geplant, zu strukturiert, zu "geordnet". Und Ordnung kommt nur - eiderdautz! auch solche Wahrheiten sind zuhauf erkennbar! Dabei verlangte doch die Evolution als treibender Faktor der Geschichte das genaue Gegenteil, den Zufall, also die "Nicht-Person"! - von Personen. 

Donnerstag, 22. Juli 2021

Als wäre das eine Lösung (1)

Ideen sind Wesen, haben eine innerste, geistige Kraft, aus der die Schöpfung wurde, SOWEIT die Liebe diese treibende, einzig Wirkliches in die Realität treibende Kraft. Daneben gibt es aber auch Kräfte bei "bösen" Ideen. Bei Ideen, die für sich gestellt fast so etwas wie eine "Seele" bekommen bzw. den Charakter eines personalen Wesens annehmen. 

Das kann dazu führen, daß ein geschichtliches Geschehen aussieht, als sei es zentral und damit (!) personal gesteuert. Denn diese zentrale Steuerung hat eine Charakteristik, die wir nur vom "Personalen" kennen. (Per-sona: Durch sich selbst bzw. durchklingen; persona war die Maske im griechischen Theater, deren Charakteristik eben diese Ähnlichkeit/Analogie mit dem menschlichen Dasein des Einzelnen hat, aber auch im Gemeinsamen, im "Chor", als Stimme der Idee, die nicht ganz richtig als Stimme der "Masse" gesehen wird. Auch hier: Die Idee war zuerst, die Masse hat sie aufgenommen, und aus dem Gemeinsamen ist "Masse" entstanden, die aus verschiedenen Gründen her eine nächste, starke, psychologisch wirkende Kraft erhält.

In Wahrheit war und ist es eben umgekehrt. In Wahrheit haben wir aus dem Geschehen (im Laufe der Geschichte; wir dürfen also nicht die Vergangenheit vergessen, den Weg zur Gegenwart) in zahllosen Schritten (denn so gut wie ausgeschlossen ist, eine "große Idee" auf einmal anzunehmen; vielmehr ist jede große Idee das Fazit aus einer mehr oder weniger großen Menge kleiner Ideen, die in zahllosen Einzelurteilen west und lebt. Aber noch nicht bzw. nur von den Philosophen und Dichtern gesehen wird.

So haben wir es auch heute zwar mit zahlreichen Personen (als physische Menschen) und Vereinigungen aus Personen zu tun, die bestimmte Ziele verfolgen und diese sogar mit gehöriger Skrupellosigkeit (meist das Argument, in dem man solches rücksichtsloses Verhalten der Notlage zu schulden vorgibt) durchsetzen. Spuren deren Handelns finden sich zweifellos in Geschehen wie "Pandemie" oder "Klimakatastrophe". 

Aber im Wesentlichen ist das, was uns nun geschieht, all diese dämonische Logik, die sich in dieser Corona-Panik einmal mehr und um eine nächste Stufe ausgebildeter (sodaß sich die schon etwas ausgefaltete Idee der Klimapanik etwas zurückgezogen hat, um zuzusehen, und nun die von Corona ausgetretenen Pfade benützt, und sieh da, es geht tatsächlich ein gutes Stück voran!) ausgebildet hat und weiter bildet (!), nicht mehr als die zweifelhafte Frucht eines sich über Jahrhunderte, nein, über Jahrtausende (denn es ist nichts, wirklich gar nichts neu, nicht an Corona, nicht in den Köpfen der Menschen) abzeichnenden Geschehens in der Ideenbildung.

Mittwoch, 21. Juli 2021

Reformation als Bildungsnotstand

Im Grunde ist die ganze Reformation der Ungeduld Martin Luthers, also dem Ausfluß eines sittlichen Defekts, somit eines Tugendmangels, zuzuschreiben. Die dann mit den Jahren scheinhalber von einer Theologie überlagert wurde, die in nichts bestand als in einem rationalistischen, sophistischen Herausgreifen und Fortführen von theologischen Sätzen, die Luther in Erlangen zum einen zu wenig verstand, die er zum anderen mit Recht ablehnen mußte, weil sie einfach falsch oder Aberglaube waren. 

Es ist dies eine Ungeduld die jene haben, die der Wirklichkeit des Seins zu wenig vertrauen. Und sie tun dies vor allem deshalb, weil sie sich einerseits zumuten, ihre Vernunft selbständig darauf auszurichten, und anderseits die Verknüpfung zur religiösen Haltung übersehen. Die die Indefektibilität der Kirche nicht in einer utopischen "Reinheit" des faktischen historischen Zustands erkennt (denn dort ist sie nicht, nicht bis zum historischen Zweiten Wiederkommen Christi und der darauf folgenden Neuen Schöpfung), sondern in jener Wirklichkeit des Seins, in der alles Faktische auf eine nicht immer leicht zu erkennende, subtile, aber umso wirklichere, kräftigere, unüberwindlichere Weise zusammengehalten wird.

Dienstag, 20. Juli 2021

Über die Liebe der Frau (2)

Liebe hat Gründe - Lieben läßt sich nur das Geachtete - Was aber, wenn das Geliebte nicht geachtet werden darf?

*Wobei wir an dieser Stelle darauf hinweisen wollen, daß es keine Liebe "ohne Grund" gibt! Diese reine "abstrakte" Liebe gibt es nicht, sie hat immer einen realen Untergrund, eine Schicksalsfügung, in der zwei Menschen etwas "füreinander" sein können. DAS ist es, was sich sucht, was ist, was man empfindet, wenn man "den/die Bestimmte(n)" trifft, ohne damit sagen zu wollen, daß das "nur einer" sein könne. Ja, es hat sogar Bedingungen, die mit der Lebensphase, die man im Altern durchschreitet, Veränderungen unterworfen sind.

Aber: Liebende "ahnen", was sie einander sein können, und (sic!) sie "erwählen" einander, was immer ein Schritt über das Vorhandene hinaus, also eine mögliche "Aufgabe" ist. Niemals aber ist das zu denken ohne die konkrete Person, als wäre ein Zueinander ein technisches Apparatum. Es heißt somit "ich liebe Dich, WEIL du mir das und das bist ...", ja, aber es heißt gleichermaßen "ich liebe dich, weil DU es mir schenkst."

²Spätestens hier ist der Punkt erreicht, an dem aller Reflexion über die Liebe die Besinnung auf die sittliche Pflicht vorangestellt werden muß, sich selbst zu achten. Und zwar genau NICHT in dem, was ich "bin", sondern in dem, was ich vor Gott bin als "zu sein habe". Mangel an Selbstachtung ist ein Laster, eine Frucht der Acedia (Melancholie), und keine Wunde, die andere geschlagen haben!

Mangel an Selbstachtung ist immer ein Mangel an Achtung FÜR DEN ANDEREN.

Montag, 19. Juli 2021

Über die Liebe der Frau (1)

Daß Frauen dazu neigen - und wie! - ihr Seelenleben, ihre Motive, ihre Ziele und Vorstellungen als höchst kompliziert darzustellen, liegt daran, daß sie ihre Einfachheit zu verbergen suchen. Die in dem bloßen Verlangen nach Hingabe, in der Forderung an den Mann, diese Hingabe anzunehmen, ja sich zu nehmen, einer ungeheuren Verletzbarkeit ausgesetzt ist. Sodaß sie sich schützen wollen.

Zumalen diese Hingabe mit einer Forderung verknüpft ist, und zwar dem Wesen nach: Nicht nur nämlich, EINEM anzugehören, und DIESEM EINEN ALLES zu sein. 

Diese Selbstsucht, die eine Form des Geizes und der Gier der Habsucht ist, ist ihre Art der Selbstsucht, die unrealistisch und gefährlich ist. Sich von ihr zu reinigen ist ebenso geboten, wie sich der Mann von seiner Art der Selbstsucht reinigen muß. In der er undifferenziert nimmt, was ihm angeboten wird. Er muß somit eine Treue und Einzelzugehörigkeit lernen, die freilich der Frau wesenhaft ist.

Die Liebe ist rein, schreibt Thibon, wenn ihr Durst nach dem Glück vor der Leidenschaft nach dem Einssein zurücktritt. Daß hierin die Frau "keine Moral" kennt, ist - oh Quäkerseele, verschließe Dein Schandmaul - ihr wesensgemäß. Denn ihre Erfüllung ist die Hingabe, die nicht nach Kriterien fragt. Die Frau kann also jeden lieben, und sie fragt nicht mehr weiter.* Auch nicht nach Moral, denn Moral ist eine Sache des Mannes. 

Er ist es, dem das Gesicht nach außen ein erstes Anliegen ist, etwas das ihr (vom Wesen her, nicht nach dessen Verbildungen, wie sie die Gegenwart zeitigt) völlig gleichgültig ist. Was dennoch beiden eigen ist, ist die wohl schönste Eigenschaft einer Liebe zweier Menschen, und das ist die der Verschmelzung zweier Schicksale zu einem. Zwei Liebende sind keine Summe, sondern ihr Einssein bildet eine neue, unvorhergesehene Wirklichkeit, die sich in dem Maß realisiert, als beide über das Nichts des Sterbens der Selbstlosigkeit, das darin liegt, wenn man dem anderen gehört. Es bedeutet erst jene Öffnung für das Geschenkhafte, das der höhere Sinn ihrer Liebe ist und beide - in ihrer jeweiligen Eigenart - zu neuen Menschen macht.

Insofern ist EIN Merkmal der Liebe doch konstatierbar. Es ist das der Achtung. Denn man kann nur lieben, was man auch achtet. Daß man dann der Welt auch diese Achtung abverlangt ist der sicherste Aufweis der Fügung, von der oben die Rede ist. Denn im anderen werde ich insofern geachtet, als das was jemand für mich ist als "ich selbst" geachtet werden muß.²

Sonntag, 18. Juli 2021

Nie unterbrochenes Handwerk

Der VdZ hat sich aus der Erfahrung mit sich selbst heraus mit einem manischen Handwerker vergleichen gelernt, der Hammer und Meißel nie aus der Hand legt, und ununterbrochen an einem riesigen Granitblock arbeitet. An dem jene Gestalten (durch Entfernen des Unwesentlichen, der Schlacke, dem tauben Gestein) zu entwirken, die in diesem (noch nicht realisiert, also unsichtbar, nur dem Geiste sichtbar) vorhanden sind. 

Aus diesem Arbeitsfluß, der auf Müdigkeit, Erschöpfung, Stimmungen, was auch immer, keine Rücksicht nimmt, der mit diesen Zuständen also gar nichts zu tun hat, gibt es kein Heraussteigen. 

Samstag, 17. Juli 2021

Du aber schweige, damit der Engel dich höre

Nur mit Christus sollst Du reden, schreibt der Hl. Ambrosius an einer Stelle. Nur mit Christus. Denn wenn einst niedergeschrieben wurde, daß die Frauen in der Kirche schweigen sollten, um wieviel weniger ziemt es dann Jungfrauen und Witwen, bei jeder Gelegenheit den Mund zu öffnen? Den Mund, den er an anderer Stelle als Tor zu jenem Garten bezeichnet, in den der Bräutigam kommt, dem sie ihre Hand, voll der duftenden Öle und Myrrhen (als Symbol des Selbsttodes) lockend reicht (siehe Hohes Lied 5), der alles Grün der Blumen und Bäume mit dem frischen Tau des Lebens benetzt, worauf es sehnsuchtsvoll und vergehend in erfüllter Liebe trinket.

Aber ein falsches Wort, und er entschwindet wieder, vertrieben von der Häßlichkeit, und zeigte sie sich in kleinstem Körnchen von Staub und Moder. Ein törichtes, eitles Wort genügt. Darum soll der Mund sich nur öffnen, um dem Rufe des ewigen Wortes zu begegnen, so Ambrosius. 

Freitag, 16. Juli 2021

Das Wissen der Liebe

Heidnische und christliche Geschlechtlichkeit. - Von Catul bis Pierre Louys erblickt die heidnische Liebe die Seele in der Frau durch den Leib. Die christliche Liebe dagegen betrachtet und liebt den Leib durch die Seele. 

Die erstere verkleinert die Seele nach dem Maße des hinfälligen, sterbenden Fleisches - all ihr Klagen über die enttäuschende Kürze der Liebe und des Glücks hat keinen andern Sinn; die letztere erweitert, verewigt das Fleisch nach dem Maße der Seele - Dogma von der Auferstehung des Fleisches!

Wer schätzt folglich das Fleisch höher, derjenige, der ihm alles preisgibt, selbst den Geist, oder derjenige, der es mit der ewigen Reinheit des Geistes vermählt?

***
Zweifache Quelle der Trunkenheit. - Die Trunkenheit, die nicht lügt, ist nicht jene, die von den Lippen ins Herz hinabsteigt, sondern jene, die sich vom Herzen zu den Lippen erhebt. In einem Epigramm aus dem 18. Jahrhundert steht unter einer Darstellung des Liebesgottes der folgende Schlußvers:
 
"Und ich sterbe durch den Genuß."

Dieser banale Ausspruch erscheint heute tiefsinnig. In unserer Zeit einfältiger und hinfälliger Überschätzung der Wollust (ich sage nicht der Wollust an sich, sondern jenes üblen, armseligen Zerrbilds geschlechtlicher Erfüllung, die der moderne Mensch als Wollust beweihräuchert) stellt man gerne fest, wie gut man zu Voltaires Zeit noch wußte, daß es tödliche Vergnügen gibt.
 

Donnerstag, 15. Juli 2021

Je jungfräulicher, desto mehr Kinder (2)

Weil es scheinbar auch ohne Tugend geht, und sich die Säue weiter in der Kloake suhlen können. - Sondern die noch viel viel weniger Prozent an Vätern (und Müttern, meinetwegen, obwohl die geschätzt zu weiteren 50 Prozent nur verlängerter Arm der Vampire und Marder sind, zu denen die Mehrheit wurde; beide Viecherlein laben sich bekanntlich am Blute der noch lebenden Opfer, bis die ausgesaugt und tot sind) die sechs, sieben, acht oder fünfzehn Kinder bejaht (und geschenkt bekommen) haben. Nur die sehen, wie ihnen am lebenden Leib die Organe herausgerissen, die Kinder enteignet und sie zu Bittstellern des Staates wurden, der jenen Teil am Einkommen "ergänzt", den er zuvor durch Steuern geraubt hat. Die er aber nur unter Auflagen gewährt, die eine strikte ideologische Ausrichtung an der staatlichen Doktrine zur Bedingung machen.

Sieht man von dem Umstande ab, daß wir uns doch bitte endlich mit dem Gedanken anfreunden sollten - und gerade die sogenannten "Konservativen" (und wieviele rühmen sich dessen, es ist täglich neu zum Wundern, aber vor allem zum Kotzen) scheinen hier die Mittel durch den Zweck geheiligt zu wissen - daß das Wohl und Wehe jedes Volkes, und damit auch sein Nachwuchs, ja vor allem seine Demographie!, in der Hand Gottes liegt. 

Mittwoch, 14. Juli 2021

Je jungfräulicher, desto mehr Kinder (1)

Man hat dem Heiligen Ambrosius von Mailand (339-397), einer der vier lateinischen Kirchenlehrer der Spätantike (also nicht dem VdZ ... ;-) 1295 zum Kirchenvater "erhoben", und man hat ihm seinerzeit den Vorwurf gemacht, er würde die Substanz des Volkes aushöhlen und den Männern die ihnen zustehenden und passenden Frauen vorenthalten. Weil er die Jungfräulichkeit als höchstes Ziel so glorifiziere. 

Dem entgegnet der Mailänder Bischof in seiner Schrift "De virginitateÜber die Jungfräulichkeit" daß nicht sein könne, daß im Christentum verpönt sei, was seit je her im Volke geübt und somit üblich, und bei den Heidenvölkern so hoch angesehen sei: Daß junge Mädchen, die noch keinem Manne gehören oder versprochen sind, sich Gott weihen. Oder den Heidengöttern, natürlich.

Der Kaiser hatte sogar das Recht, Priesterinnen (Vesta-linnen) auszuwählen, und niemand durfte dagegen Einspruch erheben, die somit zur Jungfräulichkeit ohne jede Eigenzustimmung verurteilt waren. Zwar haben die Ausnahmen mit der Zeit zugenommen, unter denen die Freigabe des erwählten Kindes gewährt werden konnte, oder sogar zum Recht wurde. Etwa, wenn bereits eine Schwester Vestalin, oder die Tochter das einzige Kind war; denn das Fehlen von Nachwuchs galt seit je bei den Menschen als Zeichen der Verfluchtheit durch Gott, der die Wurzeln eines Geschlechtes verdorren ließ. Niemandem aber wäre es eingefallen, dagegen zu opponieren! Jeder anerkannte die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieses Opfers vor den Göttern. 

Dienstag, 13. Juli 2021

Hält Przemysl? (2)

Immerhin 48 Kilometer war dieses System aus Bunkeranlagen, Geschütz- und Infanteriestellungen und -gräben lang. Das relativiert die den unbefangenen Betrachter vielleicht erschreckend hohe Zahl von Verteidigern. Die aber zum großen Teil sowieso aus nur bedingt kriegstauglichen Rekruten zusammengesetzt war, die, wie sich bald herausstellen sollte, nach den ersten Schüssen des Feindes auf und davon liefen. Das Durchschnittsalter der Soldaten lag bei Mitte dreißig bis Mitte vierzig. Unternehmer, Verwaltungsbeamte, Bankdirektoren, oft weit über "Soldatenfigur" und in einer katastrophalen körperlichen Verfassung (bald sollten sie freilich radikale Fasten- ja Hungerkuren durchmachen müssen) in zwei Dutzend Sprachen, wo oft ein Soldat den Kameraden neben ihm nicht verstand.

Das alles befehligt von Offizieren, die kaum besser ausgebildet, und schon gar nicht mutiger waren. Die ihre Soldaten später dann schon bei ersten gefährlichen Situationen sträflich im Stich lassen würden, sodaß Kompanien (oder das, was von ihnen noch übriggeblieben war) von beherzten Korporalen, und Regimenter von Vizeleutnants "befehligt" wurden, die das nur "taten", weil sie zu feige gewesen waren, wie seine Vorgesetzten im russischen Artilleriefeuer zurückzulaufen. Nach den ersten schweren Angriffen Anfang Oktober würde es sogar eine Division geben, die von nur noch einem einzigen Leutnant, dem letzten von dutzenden Offizieren, befehligt wurden, dem ein routinierter Vizeleutnant (ein Charge, also nicht einmal ein Offizier) zur Seite stand, der aber wenigstens wußte, wie Dinge realisiert werden konnten. 

Montag, 12. Juli 2021

Hält Przemysl? (1)

Als Dr. Jan Stock, der oberste Proviantoffizier und Vizekommandant der Festung Przemysl, es niederschrieb war er nach eigener Aussage selbst erschrocken. Denn er war doch ganz sicher immer liberal und weltoffen gewesen. Der durch zahlreiche Zeugnisse höchst vernünftige, gleichermaßen kühl denkende wie kluge Mann gestand sich nun aber etwas ein, von dem er nie geglaubt hätte daß er es eines Tages so sehen würde - daß nämlich die Vorurteile über Juden zuträfen. 

Denn was sich während der Belagerung dieser k.u.k-Festung, die vom 5./6. Oktober 1914 - mit einer dreiwöchigen Entsatz-Unterbrechung im November - bis zur Kapitulation am 22. März 1915, Schlag sieben Uhr morgens, dauerte und über enorme Härte, Notz und Hunger ging und die längste Belagerung (als wehrhafte Vollumschließung durch einen Feind) des Ersten Weltkrieges war, ließ auch in seinen Augen kein gutes Haar an ihnen. Und das sahen alle Eingeschlossenen so, die in ihrer völkischen und sprachlichen Vielfalt wie eine Widerspiegelung der zahlreichen Völker und Volkschaften der Habsburger Monarchie wirkten. Aber mitten in der zunehmend schneidender werdenden Lebensmittelknappheit aus der Not der Mitmenschen auch noch dermaßen brutal Profit zu schlagen, zeigte einen Grad an moralischem Verfall, den niemand sonst in Przemysl (wo über Jahrhunderte ein hoher Anteil an Juden nie wirklich geliebter Teil des Weichbildes der Stadt war) fassen konnte.  

Sonntag, 11. Juli 2021

Vermeidung der Selbstrettung - Zwischen Aufklärung und Dogmatistik

Man könnte sich schon die Frage stellen, ob - und warum - es in Frankreich, wo man in unseren Ländern gerne die Aufklärung* im 18. Jahrhundert beginnen läßt, nicht zu Gegenbewegungen gegen die Aufklärung gekommen ist. Denn wenn man an einem keinen Zweifel haben kann, dann daran, daß es speziell in der Kirche Stimmen und Denker gegeben hat, die so auf die Wahrheit geeicht waren und sind, daß sie buchstäblich das Gras wachsen hören. Also aus kleinsten Abweichungen im Anfang von Entwicklungen die Konsequenzen bei ausgewachsenem Phänomen vorhersehen können. 

In diesem Fall hätte man die Einflüsse aus England herüberkommen sehen müssen. Denn von dort ging der Umsturz der abendländischen Denkwelt aus, das heißt- auch gar nicht von dort, sondern von Amsterdam, wo - die Niederländer hatten die Rebellion gepachtet, und alles, was rebellieren wollte, floh dorthin, einschließlich der Juden Spaniens - alles gedruckt werden konnte, wurde dort gedruckt. Und von dort aus vor allem nach England geschifft. Wo man im stürmischen 17. Jahrhundert, wo es immer wieder Spitz auf Knopf stand, ob sich nicht doch der Katholizismus wieder reetablieren würde können, die Wirksamkeit in Massen gedruckter Schriften endgültig entdeckt und etabliert hatte. 

Das heißt, auch nicht von Amsterdam, sondern in seiner geographischen Eigenschaft, der Rheinmündung eingeschrieben zu sein. Und von dort kamen die Ideen, rheinabwärts, weil aus der Schweiz, dem Land der Calviner. Womit wir, gehen wir gegen den Strom, in Zürich und, nach einigen Kilometern durch die Täler der Westalpen, im französischen Geneve sind. Und womit wir erneut... in Frankreich wären. Wo man im 17. Jahrhundert die Calviner (Hugenotten) schwer verfolgt hat. Diese gottlose Geisteshaltung wollte nur der Preußenkönig, dem nützten sie, seine wurzellosen Ideen umzusetzen.

Samstag, 10. Juli 2021

Zu uns nur durchs Allgemeine (2)

In dem Wunsche, dazuzugehören, der wenn er ungesättigt oder verwirrt bleibt (wie bei einer Frau, die viele Männer hatte, die somit den einen nicht mehr erinnert, dessen Spuren sich verwischt haben weil von anderen, jeweils aktuell intensiver als in der Erinnerung präsent erfahrenen, überlagert wurden) dies aus Mangel an der Identifikationsfigur tut, drückt sich der Wunsch nach der Einheit des Menschengeschlechts überhaupt aus. 

Das somit als die richtige Ordnung erkennbar werden kann, wo sich das Einzelne aus dem Allgemeinen, das Individuum (das zugleich der Akt der Seinsergreifung überhaupt aber ist, der Weg des Allgemeinen ist also der des Individuums, der des Individuums aber der über das Allgemeine) aus der Zugehörigkeit zum Menschsein ergibt, jeweils als Bedingung. Diese Einheit aber kann nur über das personale Gegenüber hergestellt werden, weil sie eine Identifikation, die Wahrheit somit das Ausatmen, das Verströmen, das Auswehen des Trägers der Wahrheit ist. 

Freitag, 9. Juli 2021

Zu uns nur durchs Allgemeine (1)

Kultur ist im Wesentlichen die Institutionalisierung der Natur des Menschen (und natürlich im weiteren Sinn alles dessen, was ihm zu-, bei- und untergeordnet ist, als Eingliederung in seine Welt). Damit werden mit dem Wachstum einer Kultur die Menschen, die ihr zugehören, immer einfacher zu ihrer eigenen Natur geführt. Einfach, indem sie diese Institutionalisierungen annehmen und deren Prägekraft durchlaufen, werden sie (auf andere Weise betrachtet) früher reif. Denn der Einzelne, gezwungen sich "alles selbst" zu erforschen, wird damit (das kann man gleich sagen, die Geschichte lehrt es) "nicht fertig." Denn das Leben hat seine Phasen, und das Aufrichten gehört deren kürzerer zu, dem Juvenilen, der Jugend (bis 30 Jahre.) Ab da wird ausgebaut, geschmückt, weitergebaut. Aber die Grundweichen stehen. Und dann ist Schluß mit dem Aufrichten von Institutionen. 

Fehlen diese Institutionen, so wird also der Mensch gezwungen, um seiner eigenen Entfaltung willen Institutionen zu schaffen, die zuerst privatim sind, nur für ihn und sein engstes Umfeld gelten (allerhöchstens; denn auch dieses begegnet ihm mit demselben Anspruch, gehört und beachtet zu werden, was enorme Reibungsverluste mit sich bringt), damit er schließlich seine eigentliche Lebensaufgabe, die inhaltlicher, nicht struktureller Natur ist, vollziehe. Also etwas im Vollsinn "isset", "ist", und "als" dieser oder jener die Welt um ihn gestaltet. Wozu natürlich auch gehört, die angemessenen Wirkkreise und Reichweiten zu finden. 

Donnerstag, 8. Juli 2021

Maschine der Läuterung

Die dramatischen Formen sind "Erkenntnis- und Reifungsmaschinen". Maschinen, um aus bestimmten Lebenssituationen die Hintergründe herauszukeltern, zu destillieren. Wie in einen Experimentierkolben füllt man eine Situation in eine Eprouvette, und hält diese dann über den Bunsenbrenner. Und schaut zu, was am Ende herauskommt, wenn das Wasser verdunstet ist, was am Boden der Eprouvette übrigbleibt. Das, was in der Flüssigkeit aufgelöst, das hat ihr diesen eigenartigen Geschmack gegeben, man erinnert sich nun.

Deshalb muß man, will man sie verstehen, bei dramatischen Formen (als überhaupt alle Formen in der Kunst) immer schauen, wie eine Zeit ist. Darin kann man dann deren Mechanismen erkennen, nach denen als Stein der Weisen gesucht wird. Denn muß man nicht auch danach suchen, ob eine Zeit dieselben Mechanismen anwendet, um den Menschen im Leben zu läutern? Ist nicht das Leben selbst diese Läuterungsmaschine, die am Ende das Reine, Pure herausbringen soll?

Mittwoch, 7. Juli 2021

Daran sehen wir, was uns fehlt (2)

Vor allem fehlen die Wunder als Erscheinungen der Großmächtigkeit und Barmherzigkeit im Alltag - Es ist ein lebhaftes Beispiel für den Niedergang einer Kultur, den wir da seit 150 Jahren beobachten und immer besser analysieren können. Während Aufstieg ein Zugewinn an Energieeffizienz ist, wenn auch nicht als vordergründiges Ziel (ja, das darf er gar nicht sein! Sondern es muß auch dies ein immanentes, beiläufiges, wie mit leichter Hand hingezaubertes Nebenergebnis zunehmender allgemeiner Klugheit und Weisheit sein) das heißt mit jedem Handgriff immer mehr - weil das fleischliche Leben vom Geist immer mehr durchdrungen wird, und Geist heißt nicht nur Lernen, er heißt auch Universalität, also das Immer-mehr-Fassen durch ein Wort, auf anderer Ebene: Durch einen Handgriff - die immer ein Mangel an Energieeffizienz ist.* 

Lassen wir der Trauer dann ausreichend Zeit, sie ist notwendig, um anderes ansetzen zu können, als Abschied ans Falsche, ans Vergangene als Irrtumsweg. Trauer über die Zeitvergeudung durch falsche Erziehung, durch fehlende Verantwortung weil fehlende Universalität der Eltern und Lehrer, die uns keine Einordnung in ein Allgemeines (Familie, Haus) VOR der individualisierten Herausprägung im Erwachsenenzustand**, als Senex, noch durch kluge Ausrichtung unserer Eigeninteressen und -ziele zugeführt haben. 

Dienstag, 6. Juli 2021

Daran sehen wir, was uns fehlt (1)

Man kann es bei alten Gebeten erfahren, am deutlichsten und eindeutigsten aber (weil frei von aller Zeitkomponente) ist es bei den Psalmen festzustellen, deren häufiges Beten, in dem sie (wie in der Liturgie) die Basis unseres Betens bilden sollten, man nur einmal mehr dringend anempfehlen kann. 

Die, wenn man sie betet, Haltungen ausdrücken (und damit in den Geist holen), die uns (also auch dem VdZ) bereits fehlen. Haltungen, Gefühle (als Anzeige wie als Motivationsenergie) und persönliche Neigungen, die uns schon so fremd scheinen, als wären sie gar nicht mehr vorhanden. 

Aber sie sind die wahre Natur des Menschen, und sie sind (weil ontisch nie auszulöschen, also in der Idee von uns immer auch Anspruch, Anruf und Forderung des Willens der Idee, reale, fleischliche Welt zu werden) damit auch der Boden unseres eigenen Menschseins, auch im Juli des Jahres 2021. 

Und es muß deshalb zu den vornehmsten Zielen gehören unser Leben in solche Bahnen zu lenken, daß sie uns in Klugheit und Weisheit zu diesen essentiellen Haltungen (ohne die wir zu gar keinem erfüllten Menschsein kommen KÖNNEN, deshalb auch das Ewige Heil mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlen) hinführt. Soll heißen: Wieder hinführt. 

Montag, 5. Juli 2021

Die Welt als Regal von Wachsmodeln

"Am meisten offenbaren wir von uns dort, wo wir etwas am verbissensten verbergen."

Thomas Merton

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Das die Welt Prägende ist der negative Abdruck, den alles Lebendige, alles Welthafte (das als solches Gestalthaft ist) im anderen hinterläßt. Deshalb müssen wir uns im anderen suchen. Und das einzig Lohnende am Leben ist, den Blick hinaus zu richten, und sich in das Begegnende zu vergeben.

Die Welt ist ein Arsenal von Models, in das wir fließen, um "etwas" zu werden, um überhaupt zu sein: Als einem Wachsmodel eingeprägtes Antlitz. 

Das in uns und in jedem Betrachter kraft des Heiligen Geistes Realität wird. Und so über uns aus uns Initial für diese Welt wird. Die also im Bilde Gottes wurzelt, aus diesem lebt, aus diesem geschaffen ist.

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Das ist das Geheimnis des "Schweißtuches der Veronika". Das ist das Geheimnis des Tuches von Manopello.

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Das Sein im Abdruck (negative Theologie), in der Spur, die es hinterläßt, ohne selbst sichtbar zu sein. Die Welt wird so zur Antwort, und darin erkennen wir die Frage.

Die Frau ist am meisten sie selbst, wenn in ihr das Bild der schönsten aller Frauen, der Frau an sich - der Gottesmutter - erkennbar wird. Sie wird so zum Negativ, zum indirekten Abbild des göttlichen Herren, sodaß jeder, der sich in ihren Mantel schmiegt, in Wahrheit von jenem Model Jesus Christus umflort wird, das einem im Ausmaß der Fügbarkeit (also des Gestorbenseins allen Eigenwillens, der also nicht Wille deshalb ist, weil er aus dem absoluten und absolut freien Willen Gottes stammt) selbst das Antlitz Christi aufprägt.

Sonntag, 4. Juli 2021

Gedankensplitter (1166)

ie Bürokratie wächst in dem Maß, als das Vertrauen verdunstet, daß der andere und ich dieselben Vorstellungen von Sachlichkeit, dieselbe Art von Zugang zu Sachverhalten (Erkenntnis ist eine Frage der Liebe; allgemeine Liebe ist somit allgemein hohe Kenntnis weil Offenheit für die Sachen der Welt) haben. Und deshalb im Rahmen der Bedingungen eines Ortes (an dem wir beide stehen; das heißt einer Aufgabe aus Beziehung, die wir beide annehmen und der wir beide treu bleiben) auch vom anderen gleichermaßen erfüllt werden.

Wenn sich der eine des anderen nicht mehr sicher sein kann, steigt die Notwendigkeit und die Bereitschaft, Abläufe und zu erzielende Eigenschaften zu beschreiben und deren Entstehung zu sichern. 

Nicht nur die Qualitätssicherungssysteme sind deshalb vor 30 Jahren aufgetaucht, sondern auch die "blitzschnellen) Kommunikationssysteme - nicht nur Mobiltelephone, sondern es begann beim Telefax, ging zu den Pagern (auch damals Ausdruck besonderer Wichtigkeit und autoritativer Stellung), ging übers Autotelephon, das Internet und schließlich die Cellphones, die Mobiltelephone, bis zu der nächsten Generation, den automatischen Kommunikatoren (als ins Gehirn eingesetzte Transistoren und Kleinstmaschinen), die zumindest über Teilbereiche "abstimmen"; das "intelligente Haus" ist im übrigen ebenfalls Teil dieses "Vertrauens-Ersatzsystems" - haben damals ihren Ausgang genommen. Der VdZ kann sich noch gut erinnern,

Samstag, 3. Juli 2021

Veganismus als Schuld an der Erde (4)

Was aber, wenn es ganz anders ist? Oder: Von der Heimtücke der Schuld. - Bislang hat sich das alles wie von selbst geschrieben. Erklärung folgte auf Erklärung, und die Logik der Sprache zog acht Seiten Manuskript aus dem tiefen Bauch der Verarbeitungsmaschinerien. Aber ist es wirklich so? Sind Veganismiker und Vegetarier tatsächlich Vertreter der Wiedereinführung des Matriarchats? Oder sollten wir es nicht zumindest einmal versuchen, die Sache viel stärker von der Schuld her aufzuziehen. Denn das Matriarchat zu wählen ist ja identisch mit der Vermeidung von Schuld. 

Jetzt hat aber Schuld etwas Heimtückisches. Weil sie ein Widerspruch zum ontischen Gefüge dessen ist, was einerseits der Welt zugrunde liegt (also über die Idee durch die wollende Liebe Gottes "zum Weltwerden schiebt"), und anderseits den, der gegen diese Ordnung verstößt (weil allem Weltsein eine ideenhafte Ordnung zugrunde liegt, die jener Ort ist, an dem alleine sie bestehen kann), eine reale Spannung in sich verspürt. Die Abführung verlangt. Sei es, daß man sie in Alkohol und Drogen versenkt, sei es, daß man sie in Ersatzhandlungen abführt, WENN die Handlung, die diese Spannung auf natürliche Weise abführen würde, so tabuisiert und abgelehnt wird, daß sie nicht in Frage kommt.

Freitag, 2. Juli 2021

Veganismus als Schuld an der Erde (3)

Zurück von der Pinkelpause, erschrickt der Vergewaltiger der Mutter vor sich selbst. Es wird ernst.Gott und Erde stehen also in einem Widerstreit, in dem Gott - natürlich ist er immer der Sieger! - die "Mutter Erde" zu vergewaltigen aufruft, als er den Ruf ausstößt: Macht Euch die Erde untertan! Was er nach dem Sündenfall im Fluch des Verstoßes aus dem Paradies noch einmal nachschärft. Als er der Frau das Schicksal zuspricht, daß sie vom Manne nicht nur beherrscht wird, sondern diese Herrschaft durch ein viel tiefer gehenderes Begehren herbeisehnen wird. 

Damit haben wir genug Material gesammelt, um die Aussage begreiflich zu machen, ja sie sogar zu unterstützen. Daß im Veganismus/Vegetarianismus** das Matriarchale als jener Lebensuntergrund wieder aufersteht, der ohne schöpferischen Eingriff auszukommen meint. Und dem Erlebnis des gottähnlichen Menschseins im Willen, der aus dem Vorhandenen "Neues" macht, der die Vorgänge der Natur düpiert und "ausnützt", eine Absage erteilt. Sodaß auch uns immer deutlicher wird, warum die bewußte Wahl von Pflanzen als Lebensmittel einen ganzen Kosmos an Weltanschauungen und Lebenshaltungen enthält.

Donnerstag, 1. Juli 2021

Veganismus als Schuld an der Erde (2)

Mutter, wo hast Du das Tabu hingelegt?Unter diesem Gesichtspunkt wäre auch die biblische Erzählung der Schuld Kains durch die Tötung seines Bruders Abel neu zu durchdenken. Denn natürlich hatte dann Abel, der eine reiche Ernte eingefahren hat, durch seine Schuld nicht nur eine stringentere Notwendigkeit zum Sühn- und Dankesopfer als Kain erworben, der in einem neutralen Verhältnis zu Gott geblieben war. Sodaß sich auch der "Neid" Kains in die Kategorie jenes Neides eingliedert, den Jesus selbst in der Geschichte vom verlorenen und wiedergefundenen Sohn darstellt. 

Als nämlich der Sohn, der all sein Erbe durchgebracht hat, der durch Ungehorsam der Welt Gewalt angetan hat, und in Dreck und jener Verlorenheit geendet ist, in der jede menschliche Eigenmächtigkeit endet, weil sie sich außerhalb der Ordnung der Natur (!) stellt - was ja die eigentliche Beschreibung des Wortes "Sünde" ist, als also dieser Nichtsnutz und Verräter angesichts seines Elends bereut (und wer würde da nicht seine Tat bereuen?) zurückkehrt, wozu es allein schon eine Menge "Chuzpe", also Frechheit braucht, sondern wo der Vater ihn sogar mit einem Fest bewillkommnet, das die besten Früchte der harten Arbeit des verbliebenen treuen, rechtgläubigen weil gehorsam gebliebenen Sohnes im Opfer verbrennt.

Mittwoch, 30. Juni 2021

Veganismus als Schuld an der Erde (1)

Oh, singe den Zorn, oh Göttin des Peleïden Achilleus (oder auch des Hans Zurngreiter, den Buben vom Bert), darüber, wie man sich täuschen kann. Oh, wie oft leben wir in Verhältnissen, deren wahrer Hintergrund oft im selben Verhältnis anders und sogar kontradiktisch ist, als seine Deckmäntel in Wortgebilden errichtet eine stille Gegebenheit und Selbstverständlichkeit nützen, also ins Leere stoßen. Wo dann ein wortreiches Gebilde darüber gesponnen wird, das nichts weniger als eine Lüge, als der berühmte Mündungsrauch, der verhindern soll zu sehen, woher das Geschoß wirklich kommt. Genau das läßt sich über den Vegetarismus, noch deutlicher aber über das Veganertum aussagen. 

Dessen Ideologie (und kein Veganer bestreitet, daß seine Einstellung eine solche ist) nicht nur dadurch ihre matriarchalisch, matrizentrische Gründung verrät, daß sie wie ein Heißluftballon über der Erde schwebt und kein Loch in seiner Außendecke erlaubt, weil er sonst aus dem Gleichgewicht gerät, den existenznotwendigen Auftrieb verliert und abstürzt, nein - er verrät diese Herkunft durch seine Wiederspiegelung in der Mythologie.

Dienstag, 29. Juni 2021

Sklaverei, Afrika, Geld und Steuern (4)

Der erste, der einen schwarzen Sklaven als materiellen Besitz rechtlich verankerte, war ... ein schwarzer Sklavenhalter. Der etwa 1805 bei Gericht (und gegen den heftigen Widerspruch der europäischen örtlichen Bevölkerung!) durchsetzte, daß ihm das Eigentum an einem Mann zustand, der von europäischen Farmern aus den unerträglichen Lebensverhältnissen befreit wurde, die er zu erleiden hatte, und auf die Einhaltung eines Zeitvertrages pochte, der irgendwo einmal existiert hatte, aber nicht mehr aufzufinden war. Tatsache ist also, daß ein Schwarzer der erste Amerikaner war, der Sklaven und unbeschränktes Eigentum per Gesetz verankern ließ. (Damals mit der gerichtlichen Auflage, fortan für den Mann, das Streitobjekt also, besser zu sorgen.)

Denn die starke Gebundenheit an soziale Verhaltenscodes hat auch Schattenseiten. Dabei funktioniert Soziales nur, wenn es auf der Bereitschaft steht, sich zu verschulden oder jemanden bei sich verschulden zu lassen! Das führte aber bei Verschuldung zu oft schrecklichen Lebensschicksalen. Sich selbst bei Überschuldung zu verkaufen etwa war in Afrika gängige Praxis, und den nunmehrigen Sklaven erwartete kein schönes Leben, soviel kann man sagen; in Amerika wurden sie meist besser behandelt, und vor allem hatten sie dort sicher zu essen.

Aus einschlägiger Literatur sind einige Zahlen vorzutragen. Sie überraschen. Etwa um 1830 gab es im amerikanischen Süden rund 2,5 Millionen Sklaven, die meisten schwarz. Der Anteil von ihnen, der unter weißen Herren verglichen mit dem unter schwarzen Herren, beträgt knapp die Hälfte.

Montag, 28. Juni 2021

Sklaverei, Afrika, Geld und Steuern (3)

Wie generell Mitglieder von Nomadenstämmen, darunter Araber, darunter - man hört die Schläge auf den Rücken einprasseln, wenn der VdZ das sagt ... - viele Menschen türkischer Provenienz, die in ihren Hauptstämmen, sofern eben türkisch und nicht den vor der Zuwanderung der zentralasiatischen Türken ansässigen Bevölkerungen entstammend (seine wir ehrlich, es gibt defacto doch keinen Staat, der nicht ein Vielvölkerstaat ist), ebenfalls aus der Steppe kommen. Man sieht es nicht zuletzt an ihrer Architektur: Rund! Rund wie das Zelt, die Yurte, das Grabmal. Rund wie die Erde, die unbegrenzte Schöpfung des Erdkreises.

Aber so wird auch die Katastrophe erkennbar, die die Entwicklungshilfe (zu der sich die Mission in den 1960ern gewandelt hat) bedeutete. Die die sozialen Gefüge angriff! Und durch die Einführung von Steuern das Geld einführten. Denn wir sind uns dessen viel zu wenig bewußt, in welch hohem Maß es der Staat, die Obrigkeit war und ist, die Geld in eine Gesellschaft einführt. Denn die Herrschenden sind es, die Geld brauchen. Die ein neutrales Tauschmittel benötigen, um ihre Soldaten und Beamten zu bezahlen. Und ihren Lebensluxus durch internationalen Handel decken müssen.

Sonntag, 27. Juni 2021

Sklaverei, Afrika, Geld und Steuern (2)

Die Rolle des Geldes wird von Afrikanern selbst sehr kritisch gesehen. Und insofern ist die Einführung von Geld als Zahlungsmittel FÜR STEUERN die Primärkatastrophe gewesen. Plötzlich war der afrikanische Mensch nicht mehr in der Lage, so wie immer Abgaben an die Obrigkeit durch seine eigenen Produktionsmittel (Rinder, Handarbeitsprodukte, Arbeit) zu bezahlen. Plötzlich mußte er sich mit einem Markt beschäftigen, auf dem Geld Zahlungsmittel war, während die traditionellen Märkte immer Tauschmärkte waren?

Das können wir alles auch auf Europa umlegen. Die soziale Katastrophe des 13. Jahrhunderts war dieser totale Umbau der Gesellschaften durch die Geldwirtschaft. Sie war das "weg vom Feudalen", das "hin zu per Geld definierten Abhängigkeits- weil per Verordnung auferlegten Schuldverhältnissen", die nun dasselbe bedeuteten, wie es die Afrikaner im 20. Jahrhundert erlebt haben: Plötzlich mußte das Arbeiten und Lebensschaffen dem Erwerb eines Drittmittels dienen, dem Erwerb von Geld!

Samstag, 26. Juni 2021

Gedankensplitter 1167f

In dieser Frage aber liegt die Antwort eines gelungenen - oder gescheiterten Lebens verborgen. Und die Erklärung für die Tatsache, daß die heutigen Leben fast sämtlich scheitern, und noch dazu von Angst beschattet werden. Denn beides hängt zusammen. Die Angst, die noch dazu das Merkmal zeitigt, zu Entscheidungen auf "Veränderungen" zu drängen, obwohl diese gar nicht anstehen, ist eine Folge der Entsittlichung. Und werben nicht die Politischen Kräfte genau damit? Mit der Macht der Veränderung? Und locken damit nicht auch die Bewegungen des Revolutionären? Mit der Autorisierung des Einzelnen zu einer unerfüllbaren Macht Dinge zu verändern, die gar nicht in dessen Wesenskreis stehen? 

Und mangelt es nicht an jener Antwort an die Gegenwart, die ihr Kriterium wäre, aber in seiner läuternden Qualität das Schöpferische nur unter jener sittlichen Kraft gebären könnte, die sich Geduld und ausharrende Treue nennt?

Sklaverei, Afrika, Geld und Steuern (1)

Verblüffend wahre, hervorragender, gereinigter Wahrnehmung entspringende, inspirierende und mit der Metaphysik des Katholischen zur vollkommenen Deckung (bzw. Weiterführung) kommende Stellen finden sich im Schriftwerk des protestantischen Missionars Bruno Gutmann. Weil die Bücher, die dem VdZ vorliegen, 1966 datiert sind, und er damals seinen 90. Geburtstag beging, nehmen wir an, daß er bereits gestorben ist. 

Ob sich das Evangelische Missionswerk, das diese großartige Reihe über die Kirchen der Welt herausgab sich an ihn noch erinnern kann? Einige weitere Bände hat der VdZ bestellt, denn die ihm vorliegenden sind schon von den Themenstellungen so anregend weil so hervorragende, sachliche Archive, daß er sicher noch einiges daraus für die Leser der ambrosius.konnotationen bergen können wird. 

Darf er den Leser bei dieser Gelegenheit an die Notwendigkeit erinnern, daß er das ihm Vorliegende nur lesen kann, weil der VdZ sein Leben und Existieren in hohem Grad aus barmherzigen Zuwendungen fristet - sprich: Bittend erinnern, sich der Spendenmöglichkeit s. u. zu bedienen?

Freitag, 25. Juni 2021

Im Alter immer wirrer

Es ist seltsam einem Josef Hader in der Zeitung zu begegnen der verkündet, das allgemeine Klima würde immer irrer und bewege sich von der Vernunft weg. Wenn man gleichzeitig feststellt, daß der Kabarettist (den der VdZ vom frühesten Beginn seiner Karriere an kennt) in den letzten zehn Jahren immer (dürfen wir es so sagen?) dümmer, seichter und irrer, auf keinen Fall aber reifer in den von ihm kolportierten Ansichten wird. 

QR Interview Hader
Das einzige, was dabei objektiv stimmt ist, daß sich öffentlicher und eigener Standort immer weiter entfernen, wie immer man sich da auch festmachen möchte. Aber vermutlich wird Hader die Sichtweisen, die sich hier im Blog zeigen, als unvernünftig klassifizieren, während wir ihm in seinem dasselbe Etikett anhängen. Wer liegt nun richtig? Beide sagen immerhin dasselbe: Vernunft und öffentliches Klima entfernen sich immer weiter voneinander.

Gedankensplitter 1167e

Ich erinnere mich an eine Begebenheit, die dreißig, nein vierzig Jahre zurück liegt, mir aber seitdem nie schwächer vor Augen geriet. Sie blieb präsent, als wäre sie gerade geschehen. So eindrucksvoll war wohl das Archetypische, das unsichtbare Wirkliche, das dahinter erkennbar worden war. Und so als Grammatik erkennbar, die zeitlebens immer wieder an die Oberfläche trat.

Damals hatte ich zwei Katzen, graue Getigerte, um genau zu sein, die als Wunibald und Adele meinen Haushalt vergrößerten. Einen (früh kastrierten) Kater, ein (lange nicht kastriertes) Weiblein. Geschwister, von Geburt an also zusammen. Eines Tages nun wurde Adele - wie hätte es anders sein sollen - rollig. Wer Katzen hat weiß, wie sich das äußert. Und tatsächlich wurde ihr Gewimmere - wie oft doch die Tierwelt zeigt, daß das Paarungsverhalten vom Weiblichen, vom "Eros des Materialen" wenn schon nicht immer initiiert so doch angeregt wird - erhört. Von irgendwo kam ein bildschöner, tiefschwarzer, großer Kater. Und er erlöste das mit zunehmend heftigen Beckenstößen vor ihm am Boden rollende Geschöpf von seiner Not. Sie paarten sich, und zwar mitten am Platz vor dem Hause, und ebenso ausgiebig wie dermaßen lautstark, daß es peinlich war. Auch wenn es nur eine Katze war - man fühlte sich doch so, als wäre sie Repräsentantin des Hauses, des Namens, und damit der dort betehenden Moral. Zu deren Repertoire sicher nicht gehörte, öffentlich derart schamlos und begierig ... naja, der Leser weiß, worum es geht.

Donnerstag, 24. Juni 2021

Auch gegen dieses "Leisten" gewettert (2)

Aber war nicht im Anfang genau das: Das Wort? - Damit schließt sich diese furchtbare Lücke zwischen Rationalität und Vernunft, zwischen Ethik und Metaphysik, zwischen Welt und Gott (ohne in Pantheismus zu fallen) und zwischen menschlichem Erkennen und Denken. Diese Gegensätze sind jedoch nicht "eins", sondern sie sind einfach unzureichende Kategorien, mit denen das Ganze (erfolglos) einzufangen versucht wurde. Das eben nur als "Ort" zu denken ist, in und aus dem sich Wesen ergibt. 

Ein Ding (ein Seiendes, egal welches) ist somit nicht "für sich" zu denken, alleinstehend, als wäre es alleine im Raum, im Kosmos stehend. So kann es nie gedacht werden, so bleiben nur die oben erwähnten, aber völlig unzureichenden Antinomien. Die man durch Streit auszugleichen versucht hat, was ja überhaupt nicht geht. Ohne daß es deshalb "nicht erkennbar" wäre! Aber es ist es nicht.

Mittwoch, 23. Juni 2021

Auch gegen dieses "Leisten" gewettert (1)

Auf Funktionen zu gehen läuft genau im Gegensinn zur wirklichen Verfaßtheit der Welt. In der ein Sein stabil und auf "ewig" angelegt ist. Sodaß ein Ding, eine Maschine, nicht wegen einer temporären Funktion gewollt wird, sondern weil das Ding - nicht die Funktion! - zu meinem Lebensbereich gehört. Sodaß sich auch die Funktion nach der Potenz ausrichtet, in der ich für das Sein des Dings in meinem Hause sorgen kann.

Hier geht es aber um einen zweiten Sinn des Wortes "leisten". Nicht nur als Leistungsfähigkeit im Sinne von Talent oder Fähigkeit. Sondern im Sinne von "sich kaufen können", "sich beschaffen können", dafür sorgen zu können, daß mir etwas nach Lust und Laune zur Verfügung steht.

Dienstag, 22. Juni 2021

Morgendliche Werkstatt


Wie sagt man nur zu jenen stunden

späte nächte - frühe morgen?

wo ich mich des schlafs entwunden

welt und traum hält sich verbunden,

bleibt kein schicksal unverborgen.

weiter raum, in dessen runden

nun ich seh,

in des lichtes näh

stets verwunden

geistesstunden

sich zu ding quaen,

als gebunden

trauter mächte

spieles runden

welt zu grunden.


*170621*

Montag, 21. Juni 2021

Bleibt doch nur ein Elfenbeinturm

Sofern es darum geht, daß ein Leben als Dichter ein generelles Heben des Sprechens ist, dient auch jede sonstige Äußerung in Schriftform diesem Ziele: Mich durch Übung in einem permanenten Habitus des Dichtens zu versetzen, als Daseinsform, neben der es keine andere mehr gibt. So will ich leben. Und dafür muß ich arbeiten. Dies und das noch wegputzen, dies und das noch einbauen. Vor allem aber ... immer schreiben. Schreiben als Lebensform, das ist es schließlich.

Das ist der Grund, warum sich in meinen Äußerungen selbst banalster Angelegenheiten immer ein- und derselbe Formkampf abspielt. Selbst wenn ich die Bahnkarte bestelle, ringe ich um die Belebung der nackten Worte durch den Anschluß an die Sprache der Sprache, an den logos, dieses alles begründende Wort Gottes.

Sonntag, 20. Juni 2021

Achte die Hieroglyphen

Der Frühling ist, schreibt Novalis an einer Stelle, der stille weissagende Geist unendlicher Hoffnungen. (Nicht also die Farben oder die lustigen Töne oder die warme Luft sind es, die uns so begeistern.) Er liefert damit ein Vorgefühl kommender Feste, vieler froher Tage, und des gedeihlichen Zusammenseins so mannigfaltiger Naturen, die Ahndung höherer ewiger Blüten und Früchte, und die dunkle Sympathie mit der gesellig sich entfaltenden Welt.

Was also sollten wir uns denken, wenn wir einen dermaßen kalten Frühling erleben, wie er gerade mit dem ringt, was Sommer genannt wird, und hoffentlich das Bild seiner selbst in die Welt wirft? Wo wir aus einer Kälte kommen, die unseren Pflanzen interessanterweise eine Saftigkeit des Grün gab, die aus allen Poren Feuchte und Virilität zu tropfen schien, und nicht nur der kalten Luft trotzte, sondern sie sogar zu lieben schien. 

(Sogar ein angeblich einmaliger Virus, wie hieß der noch gleich ... Egal. Also ein Virus schien das kalte Wetter so gar nicht zu lieben, was eine seltsame Außernatürlichkeit darstellt, und vertschüßte sich stiller und leiser, als er gekommen war, sodaß man sich fragen konnte: War da jemals einer da? Die Mär, daß das warme Wetter die Ursache für sein Verschwinden sei, ist jedenfalls widerlegt. Aber das Impfen war es sicher auch nicht. Ist er einfach von selber verschwunden? Mit dem Stimmungsumschwung in der Bevölkerung vielleicht gar? Naja, eine Beute haben ja manche mitgenommen, den Impfpaß, als Brückenkopf, von dem aus in Richtung fernöstlicher Vorbilder weitergearbeitet werden kann. Damit kann selbst SunTsu zufrieden sein. Egal.)

Samstag, 19. Juni 2021

Der Atheist denkt kurzfristig erfolgreicher (3)

Warum war das den Deutschen selber nicht eingefallen?Weil man "das nicht tut". Niemals wäre es einer ehrbezogenen Armeeführung noch der Väterepoche - den Wahnsinn haben erst wir Söhne und wie erst unsere Söhne zum absoluten Schrecken perfektioniert - eingefallen, den Kopf der gegnerischen Armee abzuschlagen. 

Kein Feind (der ab dem Kriegsende wieder zum Freund, bestenfalls zum Gegner in Interessen wurde) wurde restlos vernichtet, und kein Krieg mit dem Ziel geführt, den gegnerischen Feindesstaat zu vernichten, ja auch nur zu destabilisieren. Wenngleich auch die Zeit der 1930er, 1940er Jahre das Edle, das erst auf der breiten Straße der Heiligkeit seinen Wert über das Hinweisende hinaus erreicht, bereits zum Singulären machte. Das System war auf anderes ausgerichtet. Auf Effizienz, auf Modernität, auf vollkommene Unmenschlichkeit und Naturwidrigkeit, die sich dann als "sozial" und "ökologisch-nachhaltig" tarnt.

Das Gesetz, daß der Zweck - der Sieg, und sonst nichts! - alle Mittel heiligt, war aber immer für einen Christenmenschen inakzeptabel. Denn das Ausgehen eines Krieges als eines großen Insgesamt liegt wie bei jedem komplexen System immer noch in der Hand Gottes. Jeder anständige Feldherr (darunter sogar Namen wie Napoleon) wußte, daß man in Schlachten nur den ersten Schlag planen kann. Ab da nehmen die Dinge ihren eigenen Lauf, und man kann nur noch reagieren.

Freitag, 18. Juni 2021

Der Atheist denkt kurzfristig erfolgreicher (2)

Der Versuch, einer banalen Erkenntnis mehr Allgemeines herauszupressenHitler hatte geschickt mit dem Wahnsinn Stalins gespielt, das scheint klar. Der nun das nächste Stadium auf dem Weg zur Paranoia erreichte, und großangelegte Säuberungen vornahm, mit denen er bei der Armee begann. Und in deren Zug er alleine bis 1939 geschätzte zwanzig Millionen Sowjetbürger beseitigen ließ. Aber nicht nur Tuchatschewski hatte zu kurz gedacht, auch Stalin. Die spektakulären Anfangserfolge der Wehrmacht 1941 waren nicht zuletzt der Unerfahrenheit der neuen Führungsriegen der Roten Armee zuzuschreiben.

Seine Paranoia hatte der sowjetische Diktator aber gar nicht zu Unrecht. Denn man darf nicht vergessen, daß auch er vor dem Sein stand, sodaß sich also auch sein Gewissen aus diesen tiefsten Tiefen in der Spannung zum Sein selbst befunden hat. Schon gar, wo er doch als gläubiger Orthodoxer aufgewachsen, ja sogar für kurze Zeit Zögling in einem Priesterseminar war. Weil es aber einer wirklichen Auseinandersetzung des Gewissens fehlt, sucht es Ersatzräume, in denen es sich archetypisch entfaltet. Bei Stalin war es ein immer paranoideres Verhältnis zu seiner Umgebung und zu seinem Land, das in immer zügelloseren Blutbädern Entlastung suchte.

Donnerstag, 17. Juni 2021

Der Atheist denkt kurzfristig erfolgreicher (1)

Die Kameraden nannten ihn wegen seines offenbaren militärischen Genies "Roter Napoleon", und er hatte sich einen so guten Ruf erworben, daß er sogar zweimal zu deutschen Generalstabskursen eingeladen wurde. Und das in einer Zeit, in der sich Hitler und Stalin als Todfeinde gaben. Hitler phantasierte von einer westlichen faschistischen Koalition, die der UdSSR den Garaus machen sollte, und Stalin träumte immer noch von einem Vorstoß quer nach Holland, der dem Westen das Genick brechen sollte? 

Die Rede ist von Marschall Michail Tuchatschewski, dem in der ersten Phase der Sowjetunion vielleicht begabtesten, sicher aber bekanntesten General der Roten Armee. Der bis in die Mitte der 1930er Jahre auch der deutschen Generalität ein Begriff war. Als Kamerad, wohlgemerkt.

Wie das? Man vergißt, daß sich seit dem Vertrag von Rapallo (1922) die sowjetischen und deutschen Generale bester Kontakte erfreuten. Sogar noch 1935 waren die Beziehungen der Generalissimae hervorragend, und die UdSSR hatte bis dahin nicht unerheblichen Anteil an der Wiederaufrüstung Deutschlands. Die Beziehungen zwischen deutschen und russischen (sowjetischen) Generälen waren also auch vor 1939 sehr gut.

Mittwoch, 16. Juni 2021

Mythen und Wahrheiten über Impfungen (2)

Die Faktensuppe ist suspekt und dünn - Und doch werden die Masern auch in jüngsten Jahren, wie wir alle feststellen konnten, durch die Medien (die beim Thema Masern ihre Probeläufe an Panikerzeugung gefahren sind, um sich bei Corona zur Meisterschaft menschenverachtender Volkserziehung und -verbildung zu steigern) zu einer Bedrohung hochgepuscht, um die Menschen zur Impfung zu nötigen. Panikerzeugung scheint überhaupt immer mehr das eigentliche Handwerk der Medien zu werden. Unmittelbar vor Corona wurde schon über die Masern im Stile eines Pferderennens berichtet, wo jeder Einzelfall zu einer globalen Bedrohung aufgeblasen wurde, mit kolportierten Zählern, wie wir es bei Corona kennengelernt haben. Sodaß man ernsthaft die Frage stellen muß, ob sich eine Gesellschaft, die als Kulturraum zu einer Lebens- und Geistessteigerung formen sollte, derartige Blutinfusionen von Lüge und Volksverwirrung überhaupt leisten darf.

Dienstag, 15. Juni 2021

Mythen und Wahrheiten über Impfungen (1)

Der Mann ist gut, er kommt in die Suppe. Es ist bewundernswert, wie klar, sachlich und nüchtern der Wiener Universitätsdozent Dr. Gerd Reuther die Geschichte der Impfungen aufrollt, und dabei Problemstellungen anspricht, die auch bei der gegenwärtigen Corona-Panthemie eine entscheidende Rolle spielen. Die anders als medial vorgegaukelt keine Wirtweite von 95 Prozent, sondern nur von 1 Prozent hat. Was ziemlich genau dem effektiven Risiko entspricht, an Corona schwer zu erkranken. 

Betrachtet man die Geschichte der Impfungen kommt man aber generell zu der Einschätzung, daß die "Erfolgsgeschichte" ein Mythos ist, der nicht der Faktenlage entspricht. Von dem aber viele profitieren. Oder meinen, profitieren zu können. Allen voran die Ärzte, die Pharmaindustrie, die Pharmakologen generell, wie alle, die von einem Menschenbild ausgehen, in denen die Vorgänge im Körper rein chemisch-physikalischen Vorgängen zugeschrieben werden. Welches Bild in den 1950er Jahren durch eine unglaublich umfassende Zuwendung der Rockefeller-Stiftungen an Universitäten, begleitet vom aggressiv vollzogenen Aufkauf der maßgeblichen Medien, seine Durchsetzung erfuhr.

Montag, 14. Juni 2021

Geöffnete Schleusen der Rache

Aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, werden die Analogien zu den Vorgängen in Rußland 1920 und Deutschland 1933 bis 1945 noch schlagender. Denn wer nach Uniformen sucht, sieht sie in jedermanns Gesicht - denn die Masken sind die aktuellen Uniformen.* Sie statten jeden Einzelnen mit der absoluten Systemmacht aus. Er wird sogar zum Entscheidungsträger darüber, ob jemand zur Gemeinschaft gehört, oder nicht.

Und dieses Element des Dazugehörens ist für den Menschen immerhin essentiell. Wer glaubt, er könne sich davon absentieren, geht einer fatalen Täuschung auf den Leim. Denn das Wesen des Menschen ist nicht einfach nur "sozial" im Sinne der Soziologie, sondern auf Gemeinschaft mit dem Sein selbst, also Gott, ausgelegt. Deshalb muß jeder Mensch irgendwo dazugehören, und hat er Gott nicht, sind es auf jeden Fall menschliche Gemeinschaften und Gruppen. Nichts ist so dumm, lächerlich und langweilig wie dieses Gerede vom "emanzipierten Menschen", der "selbständig denkt."
Endlich kann die Kassiererin im Supermarkt, der Lagerarbeiter, der Portier die totale Macht verkörpern, gleichberechtigt mit allen, gleich mit allen gemacht. Endlich können sogar die Kinder, instrumentalisiert von Schulen und Kindergärten, ihre Eltern beherrschen, sich ihnen gleichstellen.
Aber noch ein Moment wird bedeutend,

Sonntag, 13. Juni 2021

Gedankensplitter 1165b (Einer von den ganz Wichtigen!)

Der Andere, der Fremde, der Bruder, der Kollege - Haben wir wirklich vergessen, was doch jeder selbst erlebt, der vom Dialekt oft so mühsam zur sogenannten Hochsprache erzogen werden muß? Ist uns nicht nachvollziehbar, daß "wir Deutschen" (als Glieder deutscher Völker) schon automatisch in zwei Sprachen hineingeboren werden? Die, gewiß, viel miteinander zu tun haben, ja. Die aber doch auch so unterschiedlich sind, daß sie jeweils extra erlernt werden müssen.
***
 Kommt nicht auch die heute so oft monierte Rechtschreibschwäche genau aus dieser Ecke? Daß in dem an sich nicht falschen Ansatz "nach der Rede zu schreiben", diese kleine Tatsache übersehen wird: Daß wir alle, zumindest wir alle, die noch bis zu den 1960er Jahren geboren sind, in den Schulen eben "Deutsch" gelernt haben, im fast täglichen Unterricht, und das war etwas völlig anderes als das, was wir nach der Schulglocke, die das Ende der Stunde anzeigte, sofort gesprochen haben? So anders, daß jeder aufgefallen ist.

Samstag, 12. Juni 2021

Gedankensplitter 1165a (Einer von den ganz Wichtigen!)

Es ist ERST das Allgemeine, dann das Individuelle, das die Gestalten der Welt konstituiert. Zwar ist eines ohne das andere undenkbar, und zwar wird ein Ding (=Seiendes) erst und nur durch das Einplatzen des Einzelnen in die Umgebung, an den Ort sohin, weil darin die Beziehungen bereits vordefiniert sind, denen der Einzelne beigestellt ist (was ja sein soziales Wesen ausmacht).

ber es ist das Allgemeine, auf das hin sich das Einzelne transzendieren muß, um DADURCH - DADURCH! - zu leben. Was heißt: Die Selbsttranszendenz zu vollziehen! So wie die Freiheit, gibt es nämlich auch das Leben nur im Vollzug. Was aufhört, sich zu transzendieren, stirbt. Meist, nachdem es zuvor eine Zeit lang krank geworden ist.

Das heißt, daß ZUERST das MANNSEIN oder das FRAUSEIN besteht, das aber dann nur im Individuellen existiert. Als Hans oder Friederike, als Bertram oder als s'Nießerl.

Freitag, 11. Juni 2021

Corona - Das Ende aller Diskussionen

DAS IST ES. Neidlos muß der VdZ anerkennen, daß Naomi Seibt es versteht, das worüber der VdZ schon so lange nachdenkt, perfekt und herrlich nachvollziehbar darzustellen. Das er von allem Anfang an, also vor über einem Jahr, als er begann, das Corona-Geschehen, das in seinen Augen nämlich derartig grotesk und offensichtlich in seiner Fehlerhaftigkeit war, daß er sich nicht hatte vorstellen können, daß es zu einer relevanten Erscheinung wird. 

Er hat sich getäuscht. Und hat deshalb mit etwas Verspätung begonnen, über Corona zu berichten. Dabei aber hat er das, was bei der ganzen "Corona-Virus"-Angelegenheit geschehen ist, nie so richtig zur Anschauung bringen können. Das auch zum Ausdruck bringt, WAS Corona überhaupt ist, nämlich:

Das Corona-Virus ist ein hypothetisches Konstrukt, in dem die "Wissenschaft" selbst zum Opfer ihrer Methoden wird. 

Donnerstag, 10. Juni 2021

Gedankensplitter 1164c

enn ein Leben ist nicht in Teile zerlegbar, sondern immer ein ganzheitliches Geschehen, in dem eine Person an einem Ort steht, an dem es seinen Kampf zu kämpfen hat. Und was ein Mensch wie verarbeitet, auch - ja, auch das! - er an Hilfen braucht (meinetwegen Alkohol, meinetwegen eine gewisse Ungezügeltheit in Ableitungsmitteln die der Zigarette, oder wer wollte bewerten, wie viele Leben nur dadurch nicht zusammengebrochen sind, weil sie sich am Gut einer hervorragend zubereiteten, hochwertigen Speise gestützt haben.
 
Was also ist hier das Archetyp, das sich zeigt, das sich rührt, das sich in die Welt hebt und gehoben wird? Das sich über alle Ebenen, durch alle Lebens- und Weltbereiche zieht?

Mittwoch, 9. Juni 2021

Gedankensplitter 1164b

Wieviel Genie in solch einer gesellschaftlichen, kulturellen Stimmung verloren ging ist kaum ermeßbar. Und es sind NICHT die Begabtesten, die ein Land verlassen, wie es so gerne heißt. Ich glaube nicht an einen "braindrain". Das Einzige, was ich an diesen Auswanderern bedauere, ist, daß sie tief undankbar sind, und ihr Herkunftsvolk brutal ausgenützt haben und ausnützen. Sodaß sie sogar ihre Eltern an den Schulden zahlen lassen, die ihr Leben bisher aufgeworfen hat.
 
enn jeder Mensch hat zwei Phasen, in denen er auf andere angewiesen, also in einer bilanziellen Schuld steht. Das ist die Phase des Kindes bis zum Erwachsenenalter, und das ist die Phase des Alters. Wo selbst jene, von denen man sagt, daß sie "vorgesorgt hätten", doch in Wahrheit ihr "Kapital" nur deshalb "arbeiten" lassen können, WEIL ES IHRE KINDER ERARBEITEN. Zinsen, Renditen müssen nämlich erarbeitet werden.

Dienstag, 8. Juni 2021

Gedankensplitter 1164a

uch das ist ein Archetyp - das Schöne, Begabte, Gute, Hehre verringert sich, weil das Untere, Häßliche, Unbegabte sonst in Neid ihre Nachberangtheit nicht erträgt. Es hat Mitleid, jeder Begabte kennt das, und jeder Begabte weiß darum wie es ist, in einer Gesellschaft zu leben, die Tag für Tag unter der Tatsache zu leiden hat, nicht dieselbe Höhe der Weltbewältigung zu haben.

us Mitleid, aus höchster Höflichkeit und Benehmenskraft verringert sich also das Hohe. Um dem weniger Hohen ein leichteres Existieren zu ermöglichen. Geschrieben während ich eine Diskussion über Covid19 höre, in der einer der Diskutanten etwas in seiner Klarheit fast Schneidendes spricht: Wir stehen bei Covid vor der Tatsache, daß ausgerechnet der, der gesund ist, der kräftig ist, der sein Leben in aller Weite leben möchte und kann, der auch keiner Gefährdung unterliegt.

Montag, 7. Juni 2021

Erzählungen aus dem Mhahghvhrebh

Da flossen nach den vierzig (anderen Berichten nach hundertfünfzig) Tagen der Sintflut allmählich wieder die Wasser ab. Und rissen riesige Schluchten und Flußtäler und solche, die keine Flüsse mehr enthalten würden, und hinterließen gewaltige Berge und Geschiebe an Schutt und Geröllablagerungen.

Als die Menschen der drei Stämme, die aus den Söhnen Noes - Sem, Cham und Japhet - entstanden waren, dem Auftrag Gottes gemäß - und es wäre ihnen am Anfang nicht im Traum eingefallen, Gottes Wort NICHT zu befolgen, hatten sie doch alle noch eine Erfahrung mit diesem Gott in den Knochen stecken, in der dieser die ganze Welt ersäufen konnte, wenn er wollte, als also die Menschen auszogen, sich niederließen mit den Mitteln, die sie noch hatten und ihr Wirtschaften wieder begannen, sich daneben (diesen Auftrag erfüllten sie natürlich alle recht gerne) auch noch kräftig vermehrten, da begann es wieder menschlich zu werden überall. Zwischen herumstehenden Pyramiden und alten Steinen, die niemandem mehr etwas sagten, weil sie auch in nun so ganz fremden Gebieten standen, von denen sich kein einziger Mensch mehr erhalten hatte, der noch erzählen hätte können, was sich da genau zugetragen hatte. 

Sonntag, 6. Juni 2021

Daß wir klüger sind ist wissenschaftlich bewiesen (2)

Es wird Ihnen den Sonntag versüßen, was das M. I. T. herausfand! wissenschaftlich bewiesen ist (Trommelwirbel) ...Wir sprechen hier vom natürlich "nicht verhängten" Impfzwang. Dem man nun ganz leise (und das Effiziente ist immer leise) etwa den "Grünen Pass" entgegengesetzt hat, der zum Ausweis der Freiheit wird. Während sich jeder, der sich diesen Vorgängen verweigert (warum auch immer, und wir berichten gleich dazu noch etwas sehr Interessantes!) mit massiven Einschränkungen des Lebens abfinden muß. Der VdZ erlebt es derzeit in Ungarn, wo man ohne Impfung nicht einmal mehr Restaurants betreten darf, die man gleichzeitig "ach wie freiheitsliebend!" und lautstark verkündet GEÖFFNET hat.

Darf nun etwas Interessantes eingefügt werden? Natürlich, der Leser nickt, er kennt ja diese endlosen Zusammenhänge. In den USA hat nun eine der maßgeblichsten Arbeitnehmervertretungen einer Rechtsmeinung zugestimmt, auch das laut und gut zu hören, daß ARBEITGEBER, die ihre Mitarbeiter zum Impfen zwingen, indem sie ihnen sonst Entlassung androhen, DIREKT UND SOGAR PERSÖNLICH (Manager!) für sämtliche NEBENWIRKUNGEN und gesundheitlich abträgliche Folgen aus der Impfung (sogar die Beweislast ist hier längst umgekehrt!) HAFTBAR GESTELLT SIND

Samstag, 5. Juni 2021

Daß wir klüger sind ist wissenschaftlich bewiesen (1)

Dieses unten gezeigte, hier besprochene Video sollte der Leser rasch ansehen, es wird nicht lange auf Youtube bleiben. Denn es enthält ... James Corbett. Der seit vielen Jahren sein Leben und Arbeiten sehr seriös (soweit eben seine Gesamtsicht "gesund" ist) der Untersuchung der damit in Zusammenhang stehenden Tatsachen erforscht, die dafür sorgen, daß wir in einer Überwachungs- und Steuerungswelt leben, wie sie sich George Orwell nicht in seinen kühnsten Träumen hätte ausdenken können. 

Aber das paßt manchen nicht. Und natürlich jenen nicht, die mit nicht wenig Energie (und das ist buchstäblich gemeint) daran arbeiten, daß das Zu-Erkennende, die Wirklichkeit, uns durch immer mehr Denkverbote, neuen Tabus und Verbergungshüllen nicht mehr möglich machen sollen, in dieser unserer Welt jenen Selbststand zu erlangen, den man "Vernunft" nennt. Sodaß viele von uns, ja (schön demokratisch gesehen) die meisten schon heute in tief existentiellen und höchst persönlichen (weil die Basis unseres Selbstseins in der Welt bildenden) Abhängigkeiten stehen, die bereits jetzt atemberaubend sind.

Freitag, 4. Juni 2021

Ausgespanntheiten und andere Spannungen (2)

Es ging beiden nur ums Auflösen ontischer Strukturen. Um eine neue Welt zu schaffen, die ihrer Grammatik entsprach.Mit Generaloberst Ludwig Beck haben sich ja auch die meisten deutschen Generale schon aus taktischen Gründen gegen einen Krieg ausgesprochen, weil sie vorhersahen, und darin völlig richtig lagen, daß ein Krieg nur in eine deutsche Katastrophe münden konnte: Das Heer war zu diesem Zeitpunkt noch hoffnungslos unter-rüstet. Sodaß die aus der Geographie folgende, einzig mögliche strategische Ausrichtung, die eine Doppelfront aus Ost und West einkalkulieren mußte. Wenn nicht noch Nord und Süd. Österreich zum Beispiel war als Kaiserreich von Deutschland Gegner und Konkurrent gesehen worden, und war von 1933 bis 1938 erklärter Gegner des Nationalsozialismus. So viel Feind, bei einer relativ gesehen geringen Landtiefe. (Wir haben vor etlichen Jahren bereits einmal ausführlich über die verzwickte strategische Lage eines Gesamt- bzw. Großdeutschland am Kontinent gehandelt, der Leser möge nachschlagen.) 

Über Beck hatte sich die Unzufriedenheit der deutschen Generale schon 1938 ausgedrückt. Und erst recht, als Hitlers "raumgreifende Visionen" einerseits (Pläne waren es ja nicht, vielmehr Phantasien), und seine Bereitschaft zum Hazard anderseits in ihrer gesamten Dimension bekannt wurden.

Donnerstag, 3. Juni 2021

Ausgespanntheiten und andere Spannungen (1)

QR Doku General Halder

Warum verwundert es nicht sonderlich, wenn man hört, daß von Generaloberst und ab 1938 Chef des Generalstabs des Deutschen Heeres Franz Halder erzählt wird, er habe "nahe am Wasser gebaut", das heißt, er wäre sehr rasch in Tränen ausgebrochen? So berichtet sein Umfeld. Halder habe rasch mal geweint, was für einen Mann seiner Position doch recht ungewöhnlich war. 

Warum verwundert es aber nicht, daß über eben diesen General zu erzählen ist (und von der in der Filmdokumentation, auf die hier verwiesen wird, mit dem Beiton des "Gutseins" berichtet wird) daß er in seinen Putschgelüsten gegenüber Hitler am weitesten (wie am frühesten und langandauerndsten) gediehen war.

Mittwoch, 2. Juni 2021

Leistungsprinzip - umflort von Leichengeruch (2)

Leistung heißt nicht "Ziel", sondern sogar "kein Ziel". Menschliches Entfalten aber ist eine Frage des Zieles, dem dieses Entfalten dientWie sehr diese Feststellung stimmt, also Tatsache der Natur des Menschen ist, zeigt sich gerade in dieser Zeit. Wo wir vor der Situation stehen, daß das Funktionieren der Organismen zunehmend von Einzelpersonen und deren Kompetenz abhängt. So einem Prinzip könnte (dürfte) man nur vertrauen, wenn diese Person Gott selbst ist, also Person und Struktur in ihm zusammenfällt (Jesus: "Ich BIN der Weg, die Wahrheit und das Leben.")

Das ist nicht nur so, weil Leistung in eine solche (als Sachgerechtheit definiert;  wie auch immer diese selbst gesehen wird, weil schon sie nicht "abstrakt" und für sich stehend ist und somit unabhängig von allen realen, historischen Bedingungen existiert, sondern nie aus dem Naturganzen herausnehmbar ist), aber auch in ein Leistungserkennen (und damit -anerkennen) auseinanderfällt. Jedes Kriterium trägt aber seine Er- und Anerkenntnis wiederum in sich selbst, und zwar demnach, wie sie ihm gemäß ist.*** 

Dienstag, 1. Juni 2021

Leistungsprinzip - umflort von Leichengeruch (1)

Man kann der Frage kaum genug Gewicht beimessen, wieweit das "Leistungsprinzip" als "Prinzip der Hierarchie" eine Gesellschaft vollkommen aus den Angeln zu heben und deren notwendige Gemeinschaft unwiederbringlich aufzulösen vermag.

Diese Bedeutung ist aber eine Gefahr. Die deshalb so groß ist, weil es nicht nur eine der mächtigsten Kräfte einer Gesellschaft ist, sondern in seinen wahren Wirkungen völlig verkannt und deshalb in seinem Wesen unerkannt bleibt. Sodaß wir sogar vor der erschütternden Tatsache stehen, daß das Prinzip Leistung den Rang eines obersten Prinzips nicht nur eingenommen hat, sondern von unseren Völkern vollauf akzeptiert wird. 

Montag, 31. Mai 2021

UFOs gibt es stets zu bestimmten Zeiten

Weil Gott Geist ist, weil Gott Liebe (und Geist der Liebe) ist, ist jede Idee eine Idee in Gottes Wissen, und deshalb vom Geiste Gottes bewegt. Diese Bewegung ist (im Archetyp der Dreifaltigkeit) in ihrem einen Ende eine der Weltschöpfung. Denn der Heilige Geist ist auch ein Geist der Schöpfung, und insofern er von Gott dem Vater und Gott dem Sohne ausgeht (und von diesem zu diesem, und zurück, gehaucht wird - Geist ist Wind, ist Luft) enthält er auch (wie Christus Pantokrator) der Christus, der die Weltkugel in der Hand hält.

Der Geist will Welt werden. Und somit stellt jedes Archetyp als Idee (denn Ideen Gottes sind Beziehungsorte, die ihr Wesen als Wesen der Beziehung ebenso sind wie enthalten) einen Beziehungsarchetyp dar. Denn jede Gestalt, alles was wir als Dinghaftes vor unseren Sinnen haben, ist immer Beziehungsausformung und -absicht.

Sonntag, 30. Mai 2021

Erst im Darstellen isset Welt

Das 19. Jahrhundert hat vom Museum gelebt; auch wir tun dies noch, ohne dabei zu bedenken, daß es dem Besucher eine vollkommen neue Beziehung zum Kunstwerk aufgezwungen hat. Ihm ist es zum guten Teil zuzuschreiben, wenn die Kunstwerke [...] ihrer eigentlichen Funktion enthoben und dafür in Bilder verwandelt sind: selbst die Bildnisse sind diesem Verwandlungsprozeß nicht entgangen. 

Sind Cäsars Büste oder Karl V. zu Pferde immer noch Cäsar und Karl V., so ist der Herzog von Olivarez nur noch Velazquez. Was kümmert es uns noch, er der Mann mit dem Goldhelm, wer der Mann mit dem Handschuh gewesen ist? Sie heißen für uns Rembrandt und Tizian. Ein Portrait ist nicht mehr in erster Linie Abbild eines bestimmten Menschen. 

Samstag, 29. Mai 2021

Neues von der Gestaltsicht (3)

Teil 3) Und wir? Wir sehen einen Vatermörder, der als Lebenssituation mit Aufreißerschmäh um halb zwei an der Bar hängt


Denn hat sich die via Vererbung ähnliche bis gleiche Disposition zuerst noch in der Hinwendung zur Musik geäußert, greift ein Sohn (meist etwa zur Mitte seines Lebens) nach dem Vater. Eine folgerichtige Ablöse in der ontischen Ausrichtung des menschlichen Lebens auf Lebensphasen, die wiederum im Insgesamt des menschlichen Geschickes stehen, das generationenübergreifend IST.

QR Stefan Verra
Jetzt wissen wir somit, warum Stefan Verras jüngst erschienenes Buch den Titel trägt "Auch Leithammel sind nur Menschen" - als Zertrümmern der Vatergestalt! Und warum er dann mit Schopenhauer, diesem klugen Beobachter und Protokollisten der Eristik, der Kunst "im Gespräch zu siegen" daherkommt. 

Denn Evolutionisten müssen ja (sonst fehlt das unbedingt notwendige Prinzip des Fortschritts, des "warum" sich etwas entwickeln soll) das Leben als Kampf klassifizieren. Den sie selbst ja tatsächlich führen. Evolutionisten künden also (wie alle) nur von sich.

Dennoch rezipiert Verra manches gut. Das tun Liberale bekanntlich, die heute gerne diesen Zug zum "Konservativen" haben, wir haben oft schon darüber gehandelt. Was er übers Verkaufen sagt ist völlig richtig! Verkauf ist ein Seinsübergang, hat der VdZ (der ja nicht wenig Erfahrung mit dieser menschlichen Handlung hat) hier schon öfter formuliert. 
Der Kunde stimmt im "Verkaufsgespräch" einem Produkt zu, weil er es letztlich als in seine Seinssphäre zugehörig einstuft. Und somit ist sein "Kaufwille" als Wille, der als Verteidigungsgestus eines bereits Besitzenden (bzw. bereits Besessenen) am allerbesten beschreibbar ist.

Freitag, 28. Mai 2021

Neues von der Gestaltsicht (2)

Teil 2) Der eine liest, der andere sieht die Gestalt 


In eine ähnliche Kerbe, sogar noch direkter die des Gestaltsehens, schlägt dieses Gespräch desselben Senders mit dem Osttiroler, dessen Vater (nanonana, wie der Wiener da sagen würde) Bildhauer ist. Und was ist ein bildender Künstler mehr und anders als ein Gestaltseher! 

Was ist überhaupt ein Künstler mehr als ein Gestaltseher, der von dieser nur dem geistigen Menschen sichtbaren "Unsichtbaren" so gefangen ist, daß sie seine Lebensgrundlage ausmacht. Wenn sich also der im ersten Teil dieses Beitrages vorgestellte Eric Standop als Gestaltleser vorstellt, so stimmt umso mehr, wenn sich Stefan Verra als Gestaltseher bezeichnet. Er sieht, der andere liest, je nach Medium, in dem er tätig ist, aber immer ist es dieselbe Archetypik der Stellung zur Welt.