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Donnerstag, 25. November 2021

Asozial, ungebildet und primitiv (2)

Wie am letzten Samstag erlebt. - Am Rande eines gesundheitlichen Kollapses, mußte ich nach drei Stunden den Demonstrationszug am Ring wieder verlassen, um in Höhe Landstraße Hauptstraße zum Bahnhof zu gehen. Schwer hinkend, unter wirklich großen Schmerzen, passierte ich den Gastgarten eines Cafés direkt vor den Bahnhofshallen. Es war kalt, und einige Tische waren frei. Wie gesagt: Gastgarten. Frischluft ohne Ende. Also setzte ich mich dankbar, drehte eine Zigarette, und wartete auf Bedienung, denn ich sah, daß nicht Selbstbedienung, sondern Service geboten wurde.

Die kam endlich, nach langen Minuten, und ich versuchte zu bestellen. Was nicht gleich gelang. Denn wegen des großen Serviceintervalls, machte der junge Mann eine lange Runde, in der er kassierte und Bestellungen aufnahm. Sodaß es lange Minuten dauerte, bis er endlich bei mir anlangte. Einen Cappuccino, ich weiß, sagte er dann in einem höchst vertraulichen, amikalen Ton, und in einem Akzent, der mir irgendwie türkisch, auf jeden Fall südöstlich schien. Verblüfft und amüsiert bestätigte ich die Bestellung, die er sogleich notierte. Plötzlich stutze er.

Mittwoch, 24. November 2021

Asozial, ungebildet und primitiv (1)

Was für primitives Gesindel wir mittlerweile an der Regierung haben, zeigen die Auswirkungen der sogenannten staatlichen Maßnahmen, die direkte Verhaltensregeln für den Alltag festlegen. Die allesamt darauf abzielen, das zwischenmenschliche Miteinander, also das Soziale, direkt und mit voller Absicht zu zerstören.

Warum? Weil eine neue Wertordnung des Verhaltens etabliert wird. Es wird nicht darauf abgezielt, den Sinn von Seinszuständen und damit deren fast magnetisches Eigensein zu erhöhen, in dem sich Ding für Ding fügt, das an eben diesen Ort gehört, auf dem auch "Impfen" und "Impfpflicht" steht (vorausgesetzt, es gibt solch einen Ort, und das ist wohl auch das Problem damit), sodaß - agere sequitur esse - nein, nun gilt eine neue gesellschaftliche Hierarchie, und deren Reihung kennt nur zwei Stufen: Unbedingtes Befolgen der Anordnungen, egal wie sinnhaft sie sind, oder ein Verhalten, das sich an der Vernünftigkeit in einer Situation orientiert. 

Sonntag, 21. November 2021

Der Unsinn wird allumfassend

Noch vor einem halben Jahr bis Jahr war klar (das reimt sich, merken Sie es?) daß der PCR-Test (und das steht - angeblich - sogar in der Packungsbeilage) in den sachgerechten Augen seines Erfinders NICHT für eine diagnostische Verwendung geeignet ist. Dafür ist er nie entwickelt, dafür hat sein Schöpfer nie den Nobelpreis erhalten. Vereinfacht: Man kann daraus alles und nichts beweisen, weil dieser Test - und das war das Geniale daran - durch aufeinander aufbauende Ableitungen so geringe Spuren eines Virus oder Bakteriums feststellen kann, daß man ihn im direkten Einzelnachweis niemals finden würde.

Das ist vereinfacht gesagt so, als würde man in einem Stadium der Frankfurter Eintracht im Schlage gegen Bayern München unter den 65.000 Zuschauern die Existenz von Hermann Huber nachweisen, indem man Schritt für Schritt so verallgemeinert, von Stufe zu Stufe, daß am Schluß aus der Existenz einer Haarschuppe in der Wahrscheinlichkeit X aussagbar ist, daß sich unter den 65.000 Brüllenden (weil Kimmich in der 90. Minute bei 1:0 für die Eintracht einen Elfmeter verschossen hat) ein Hermann Huber aus Albrechtshofen, Dingelweg 14, tatsächlich befindet.*

Mittwoch, 17. November 2021

Wer wen angesteckt hat (2)

*Eine Anmerkung zum Adel der Schallenbergs: Wer "Witiko" von Adalbert Stifter gelesen hat, sieht in jedem der Landadeligen des Mühlviertels des Dichters Vorbild. Der so herrlich und nachvollziehbar die Entstehung von Adel oder gesellschaftlicher Hierarchie generell anhand derer in der Mühlviertler-Böhmischen Landschaft darzustellen vermag.
 
Dennoch hat der VdZ beim Adel der Schallenbergs so seine Bedenken. Nicht zuletzt wegen deren Sproß, der jüngst ins Kanzleramt Österreichs geschossen wurde. Einmal mehr, weil damit ein Schallenberg in den Beamtenadel "vergoldet" wurde? Als der Adel nämlich begann, fraglich zu werden. 

Auch aus der Geschichte dieser Mühlviertler Adelsfamilie könnten sich Rückschlüsse auf einen gewissen Familiencharakter ergeben, der sich im jüngsten Sproß durchaus wiederfindet. Weil dieses Haus, wie man hört und liest, sich auch zu Zeiten im Kreise der sich um das berühmt-berüchtigte Freimaurerschloß Rosenau im Waldviertel sammelnden Landadeligen hervorgetan hat. Immerhin war ja auch ein Schallenberg einmal Landeshauptmann dieses Österreich unter der Enns, zu dem das Waldviertel gehört.

Dienstag, 16. November 2021

Wer wen angesteckt hat (1)

Clemens Arvay trifft in einer "Solidaritätsbotschaft für uns Ungeimpfte" sehr treffend den Nagel auf den Kopf, und zeigt, welche ungeheure Frechheit sich mit der leeren Anschuldigung, wir hätten es mit einer "Pandemie der Ungeimpften" zu tun verbindet. 

Kanzler Schallenberg, ein oberösterreichischer, genauer Mühlviertler Bauernbua und nicht zufällig Kurz-Mann jener ersten Stunde, als die in die Stadt gekommenen (weil nie verstehenden) Buben ihre Pläne ausheckten, dessen Lebensstellung er
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seinem Erbe und seinen Ahnen, seinem Stand und seiner Identität überlassen bleiben hätte sollen, anstatt durch sein nicht vorhandenes Leistungspotential (über das er viele durch die Taschenspielerei glatter, leerer Worte hinwegzutäuschen verstand - dürfen wir vermuten - ein Mutterbub, brav und kuschelig?) eine erschütternde Wahrheit mehr über unser Land gegossen und den Adel erneut desavouiert, und dessen Abschaffung (ohne König, ohne Lehnsherrn auch kein Adel) als Abschaffung persönlicher (nicht prinzipieller) Stellungen posthoc und traurig gerechtfertigt zu haben, verstieg sich sogar zu einem Duktus, der an Beschimpfungen erinnerte.*

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Ein Wetterleuchten der wahren Zustände

Wenn man im derzeitigen Desasterstadel Österreichischer Politik einen Wink Gottes sehen möchte dann läge er - leicht, sehr leicht - in der Wahl eines Grafen zum Repräsentanten der Politik als Kanzler. Also als über Lehen eingesetzten Tätigkeitsarm des Königs. Aber der Vergleich bricht rasch. Graf ist kein König. Wo ist also der Lehensherr? Wo der Machthaber? Liegt er nicht in dem, was nun der ÖVP vorgeworfen wird, was aber tatsächlich keine Partei unterscheidet? Nirgendwo, und zu keinem Zeitpunkt in Systemen, die sich "Demokratie" nennen, gibt es eine andere Form von Macht als die der Okkupation. 

Es ist also Illusion, blanke Illusion, im Umstand, daß Alexander Graf Schallenberg, der neue Kanzler der Republik Österreich Mitglied eines Hauses ist, das seit dem 17. Jahrhundert in den (Reichs-)Grafenstand erhoben ist, eine reale Wende zum Besseren zu sehen. Mehr als Camouflage, der sogar ein gewisser Zynismus nicht abzusprechen ist, ist es nicht. Vielleicht hat man sogar bewußt mit einem Umstand gespielt, den man offiziell verleugnet. Immerhin haben wir es ja mit "Demokratie" zu tun.

Aber die Reaktion der Öffentlichkeit darauf ist interessant*. Sie verweist auf das Verborgene, auf die Schollen des Seins, auf denen die Zeit treibt. "Ein Graf!" Es sagt viel über wahre Sehnsüchte in unseren Demokratien aus, und in Zeiten des Chaos bricht immer der Untergrund auf, auf dem man sich weiß, der aber nicht mehr dargestellt, also real wurde.