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Donnerstag, 9. Januar 2025

Von Erfolgen und wahren Vorgängen rund um Macht (2)

Sehr interessant dazu das Buch "Nomenklatura" von Michael Voslensky, das ich derzeit lese, und das mir endlich wieder einmal (als aktuelle Literatur; fast alles, was zur Gegenwart geschrieben wird, ist dünn und wenig sättigend, deshalb ärgerlich und verschwendete Zeit wie Geld) neue Erkenntnislichter einschaltet, viele Gedanken in ganz andere Wege leitet.

In dem Fall auf die Spur jener "Klasse" gebracht hat, die die gesamte Ideologie nur als Maskerade benutzt hat, um zu verbergen, daß ganz persönliche Verbindungen und vor allem Machtinteressen, vor allem diese typischen Rachegefühle (mit Vergeltungslust, weil man angeblich durch diese und jene zu wenig erreicht hat, zu wenig geworden ist, etc. etc.) Die auch heute extrem mächtige und wichtige gesellschaftliche Strömungen sind. Voslenskys Buch halte ich also für absolut aktuell und relevant und lesenswert, auch wenn er es 1980 veröffentlicht hat. 

(Man sieht übrigens da einmal mehr, was der Verlag Molden in Wien damals noch an relevanter Literatur publiziert hat. Man merkt an deren damaliger Verlagspolitik die geistige Substanz im Hintergrund. Ich vermute noch als Wirkung der Persönlichkeit eines Fritz Molden, eine der schillernden und brillanten Figuren, wie sie unser Volk früher in nicht geringer Zahl hatte.)

Jedenfalls - diese Nomenklatura, diese Klasse, hat mit heutigen Staatsgrenzen nichts zu tun. Das ging quer durch die Staaten, und war nur in den Personengruppen und -schichten existent, die den Staat als Instrument persönlicher, oft schwerer Defizite benutzt haben. 

Man muß sogar davon sprechen, daß sie den Rest der Bevölkerung wie Sklaven benutzt haben, und absolut parasitär einzustufen sind. Sie haben nie wirklich gearbeitet, nie Unternehmen gegründet, nichts Produktives getan, sondern VON diesen Dingen gelebt. Sie aber in absoluter Willkür und Bürokratie unter ihre Fuchtel gestellt und drangsaliert.

Freitag, 28. Oktober 2022

Der neu zu schaffende Mensch

(Weiteres Material) Wenn ich hier von "der großen Macht im Hintergrund" spreche, so ist das zum einen eine Metapher, zum anderen aber ganz konkret auch so gemeint. Handfest wird es vor allem dort, wo diese Mächte konkret mit Geheimdiensten usammenarbeiten, und das ist nachvollziehbar, das ist belegbar, und das ist eine Tatsache, keine Theorie. 

Nur einen Punkt daraus möchte ich herausgreifen, er liegt mir schon lange auf der Zunge. Und er betrifft eine nderung der Tatkik, die pars pro toto vieles erzählt. Auch, daß diese Kräfte "dazulernen". Denn ihr Gesamtplan ist nie perfekt gewesen, ja er war kaum je mehr als ein ungefähres Ziel. Die Schritte bis dorthin aber waren praktisch immer nur vage, und nur in Teilen realisiert.
Das Böse ist clever, "intelligent", scheinbar klug, weil vor allem skrupellos. Aber es hat den schöpferischen Geist nicht, der für einen Gesamtplan notwenig wäre. Denn das Böse ist kategorial vom Schöpferischen ausgeschlossen. Und das will es deshalb auch vom Neuen Menschen. Dazu braucht es dann die Politik.
Wie Einfluß auf die Politik zu gewinnen ist? Da gibt es viele Methoden. Von schlimmster krimineller Praktik und Gewalt bis zu Erpressung, direkte Erpressung oder indirekte durch entblößende, schädigende Daten. Und sei es als Möglichkeit - die Gratis- Pornoseiten etwas hatten zu einem großen Teil exakt diesen Zweck. Sie haben genau genommen bereits viele Hundert Millionen Menschen erpreßbar gemacht. Unser Zeit ist nahezu völlig von Schuld getrieben. Das alleine erklärte schon fast alles, wollte man es verstehen.

Aber bleiben wir an dieser Stelle beim Thema der Taktik. Und richten wir unseren Blick auf deren Elemente und das Handwerkszeug. 

Samstag, 28. Mai 2022

Ein Krebsgewächs (2)

Ein Volk wird in den Wahnsinn getrieben - Sämtliche dieser Kriterien finden sich bei Elon Musk erfüllt. Dessen Ideen das Entscheidende zur Frage fehlt, ob eine Idee auch wirklich eine Idee ist. Es fehlt - und das ist Teil des "Gaslighting"! - die realitätsadäquat und wirklichkeitsentsprechend ist. Was immer diese Sphären tu und untenehmen, hat die Qualität einer Sonderwerkstatt mit betreutem Arbeiten. 

Und nicht nur einem rationalistischen Modell entspringt, das niemals der Weltsendung des Menchen entsprechen kann, sondern die Welt wird auf einem Nagelbrett aus zwei Dimensionen ausgespannt und zum perversen Zerrbild, zum lächerlichen Abklatsch reduziert. Und das wird dann als "die Welt" verkauft.

Freitag, 27. Mai 2022

Ein Krebsgewächs (1)

Ihn als "innovativsten Unternehmer der Neuzeit" zu feiern, wie manche das tun, ist regelrecht pervers. Denn Elon Musk ist weder das eine, noch das andere. Er ist einfach vom ersten Moment seines Auftretens an - warum immer das auch der Fall gewesen sein mag, Gerüchten oder Verschwörungstheorien darüber wollen wir uns (vorerst) nicht anschließen - in eine Grenzenlosigkeit versetzt, die niemals Innovaton und Entwicklung bedeutet, sondern Wildwuchs, den man ind er Medizin Krebs nennt. Denn vom ersten Moment an wurde Musk mit Milliarden zugeschüttet, die ausnahmslos bei allem, was er auch anfaßte, in hellleuchtendem Strohfeuer verbrannten. Aber das alles schien nie Bedeutung zu haben. 

Dahinter ein krankhaftes Umfeld zu vermuten ist aber nicht nur zu vermuten, es beweist sich auch, wenn man den Blick zu schärfen versteht. Nicht nur in dem, was man als "Geschäftsfeld" von Elon Musk ausmacht - die Produktion von Elektro-Autos der Marke Tesla. In welcher Idee sich schon alles offenbart, was es da zu sagen weil zu sehen gäbe.

Montag, 4. Dezember 2017

Die radikale Unvernunft der Politik zerstört die Wirtschaft

Die Energiewende ist ein gutes Beispiel - aber nur eines von vielen! - wie die Politik die Wirtschaft als Lebensvollzug entwirklicht. Sie zwingt durch irrationale Ziele die Menschen auf eine Art zu handeln, sie sich nicht mehr aus der eigenen Vernunft ergibt, sondern einfach der Entsprechung einer Logik der Faktizität zu folgen. Niemand aus der deutschen Fahrzeugwirtschaft, als Beispiel, hatte aus eigenem Wirtschaften und Erfahren Elektro-Mobilität im Visier. Viel zu viel spricht dagegen, vor allem Kosten und Handhabungsvernunft. Nun legte aber die Politik ein neues System fest, das über staatliche Gelder (also Steuergelder) neue Paradigmen festlegt, wie Wirtschaft zu funktionieren habe. Damit muß die Fahrzeugindustrie ihr eigenes Denken und Forschen aufgeben, und muß den Blick auf die Politik richten. 

Das bringt zwangsläufig einen Entwicklungsnachteil mit sich. Die deutsche Automobilwirtschaft, die bis zu 25 Mio. direkt wie indirekt Abhängige existentiell trägt - und es sind gerade Paradebranchen wie das Ingenieurswesen, die Werkzeugherstellung, die Maschinenbranche, die damit zusammenhängen - ist damit in einem unaufholbaren Rückstand. Vor allem kann sie aus Eigenem diesen Rückstand nicht mehr aufholen, sie ist auf Zurufe (und deren Zuwendungen) aus der Politik angewiesen.

Schon das zeigt die radikale Unvernunft der Politik, die sich nicht mehr nach seinem Volk und dessen Moment der Wirklichkeitsgerechtheit - Wahrnehmung, Rezeption, Vernunft, eigenes Urteil - richtet, sondern die Urteile festlegt, denen sich dann der Vollzug unterzuordnen hat. Ganzen Branchen hat man damit ihren Lebenszweig abgeschnitten, und damit die Stärke Deutschlands - Wirklichkeitsbezogenheit, als Motor der Innovationsfähigkeit - zur Schwäche gewandelt. Verursacht von Menschen, Politikern, Schreistimmen aller Art, die von Innovation nie eine Ahnung hatten, denen alles Schöpferische fehlte und fehlt.

Wenn es global gesehen Unternehmen gibt, die diesen "Herausforderungen" besser gewachsen scheinen, so sind sie immer stark staats- und politikabhängig, waren aber auf diese Unsittlichkeit besser "vorbereitet", weil sie überhaupt nie als Unternehmen agiert haben. Beginnend von der Industrie Chinas, die eine "Sammlerindustrie" ist, also die Reste der westlichen Selbstzerstörung (die eine Auflösung der Vernunft als Handlungsgrundlage zur Grundlage hat) verwertet (und die Zeit begünstigt diese Mentalität), bis hin zu Schauderfiguren wie Elon Musk, oder Konzernen wie Siemens, die schon vor fünfzehn Jahren mehr Geld mit Geldwirtschaft verdiente als mit dem früheren (ach, wie vorbildlichen!) Kerngeschäft. Sie sind insgesamt auch die entscheidenden ideologischen Mitspieler, für die PR weit mehr Bedeutung hat als wirklichkeitsrezeptives Arbeiten. 

Und Freiheit durch Schranken- und damit Sittenlosigkeit als Liberalismus ersetzt hat. Aus sich selbst heraus wird die deutsche, ja die westliche Wirtschaft nicht mehr in der Lage sein, als "Unternehmen" in Freiheit zu agieren. Der Weg zum Etatismus ist nicht nur eröffnet, er ist bereits irreversibel eingeschlagen.






*081117*

Mittwoch, 17. August 2016

Wucherei ist nicht Unternehmertum

Manche sehen in ihm ja einen Helden des Unternehmertums. Ander aber sehen in ihm einen Gauner und windigen Geschäftemacher, der ohne Verantwortungsbewußtsein auf eine Geschäftemacherei spekuliert, die voll und ganz auf die politische Karte des Klimawahns setzt. Die Rede ist von Elon Musk. Der in jedem Fall eines besitzt: eine ausgefeilte PR-Maschinerie. Das macht klar, daß er mit politischer Unterstützung in jeder Hinsicht nicht nur rechnet, sondern damit im wahrsten Sinn spekuliert. Alleine sein Vorzeigeunternehmen TESLA hat bislang von der Obama-Regierung 4 Mrd. Dollar an Subventionen erhalten, die Aktionäre mußten ebenfalls bereits 1,5 Mrd. Dollar nachschießen, und dennoch hat TESLA im Jahre 2015 mehr als 880 Mio. Dollar Verlust produziert.*

Elon Musk erweist sich als das, was die europäische Kultur seit je abgelehnt hat - er ist ein reiner Geschäftemacher, der (das aber vielleicht geschickt, man wird sehen) faktische Strömungen ausnützt. E. Michael Jones nennt diese Art der Geschäftemacherei überhaupt nur "Wucher" und macht diesen Wucher dafür verantwortlich, daß sich eine Form des Wirtschaftens bei uns durchgesetzt hat, die das Wirtschaften vom Lebensvollzug des Menschen zu einem bloßen technischen Geldschöpfen entwürdigt hat. Wo jemand ohne Rücksicht auf reale Wertschöpfung, ja im Fall Musk ohne Rücksicht auf realen Bedarf einfach faktische Verhältnisse gegeneinander ausspielt. Dessen Moral sich auf jene vorgeschobene "Moral der Zweitwirklichkeit" beruft, die einen Menschen voraussetzt, der nicht mehr den Boden der Vernunft kennt, der nicht mehr verwurzelt ist, sondern in universalistischen Pseudorationalitäten "denkt".

Und damit rücksichtslos in Kauf nimmt, daß ganze Wirtschaftsstrukturen, die bislang in gewisser ethischer Ausgewogenheit funktionierten, destabilisiert und letztlich zerstört werden. Viele der heutigen "Reichen" gehören dazu,  viele haben genau auf diese Weise - auf Kosten des Gemeinwohls - ihr Geld gemacht, indem sie einfach Grenzen überschritten haben, die verwurzeltem, ethisch-verantwortlichem Wirtschaften unüberschreitbar sind und waren. Die gesamte Kleingewerbestruktur, der Kleinhandel in unseren Ländern wurde so regelrecht ausgelöscht. Die "Energiewende", die in der einen oder anderen Form Grundbedingung für Geschäfte wie die von Musk bildet, greift noch tiefer und wird ganze Wirtschaftsstrukturen auslöschen, möglicherweise überhaupt die davon betroffenen Volkswirtschaften zu puren Anhängseln und Ausführenden der Interessen staatlicher Etats (=Etatismus, wie in allen totalitären Systemen der Geschichte etabliert) machen. In solchen Systemen werde die Unternehmer mit hohen Gewinnen abgespeist, wofür sie im Gegenzug eifrige Helfer des Systems werden.

Diese Art des Wirtschaftens spekuliert auch mit einer Nachfrage, die davon ausgeht, daß der Nachfrager nur noch technizistisch denkt. Ein Denken, das immer die Kollateralschäden auf die Allgemeinheit überwälzt und nur von Wirtschaftsbedingungen ausgeht, die lediglich innerhalb eines reduzierten Denkens funktionieren. Und deshalb auf eine gewisse Wirklichkeitsabschließung der Kontrahenden aufbaut. So wurde bei uns v. a. seit den 1970er-Jahren - begleitet von einer Staatspolitik, die Wirtschaft als mathematisch-manipulierbaren Apparatus sah - eine gesamte Wirtschaft umgebaut (und der Ruin des Mittelstandes eingeleitet.)²

Daneben begann mit dem Interventionismus der Staaten eine neue Schichte von Unternehmen aufzublühen. Es sind die typischen "staatsnahen" Unternehmen, von denen etwa Ludwig von Mises spricht. Sie verstehen sich als direkte Handlanger der Politik, und bieten ihr Hilfe bei der Umgestaltung des regierten Landes an.

So, wie Musk es tut. Dafür werden sie mit staatlichen (Steuer-)Geldern bedacht, und sind genau jene Schichte die davon profitiert, wenn der Staat "die Wirtschaft ankurbelt", indem er mit Steuergeldern künstliche Nachfrage schafft. Weil dieses Wirtschaften nicht auf einen primär vorhandenen Bedarf beim Konsumenten trifft, muß also der Konsument umso mehr "überzeugt" werden. Die Bedeutung der PR für das Wirtschaften stieg also im selben Maß. Und sie geht in ihren immer weiter ausgefeilten Strategien längst in das "public interest", das heißt: Sie greift die Weltanschauung der Menschen auf wie an, und bietet dann wie "zufällig" einem solcherart neu aufsteigenden Glauben an Bedarf die richtigen Produkte.

So lange lohnt es dann auch, wie bei Musk, zwar viele Unternehmen zu besitzen (die alle auf dieser politischen Situation aufbauen), aber mit jedem gewaltige Verluste zu schreiben. Denn nun verändert sich die Strategie. Musk spielt mit dem "too big to fail". Irgendwann ist sein Unternehmenskonglomerat derartig groß, daß es sich die Politik nicht mehr leisten kann, es dem Markt auszusetzen. Neueste Aquisition von Musk: Der Kauf der "solar city", jenem größenwahnsinnigen Solarprojekt, das bei 400 Mio Dollar Umsatz 750 Mio Dollar Verlust geschrieben hat. Da geht es nicht mehr um Kalkulation, um Unternehmensvisionen. Da geht es um die Spekulation mit politischen Verhältnissen.

Es ist nicht verwegen davon auszugehen, daß die ungeheure Lügen- und Faktenverdrehungslawine, die sich gerade beim Thema "Klimawandel" über uns ergießt, gerade von solchen Unternehmen, deren Wohl und Wehe (in jedem Fall) vom Glauben an diese angeblich nahende Katastrophe und der Fähigkeit, sie besiegen zu können, abhängt.** Die alles tut, um diese Sichtweise bei den Menschen zu verankern und zu vertiefen. Denn sie brauchen dieses Faktum. Ohne Angst vor Klimakatastrophen würde kein Mensch an ein ökonomisch (in seiner ganzen Kette der Bedingungen) absurd unsinniges Produkt wie Elektrofahrzeuge denken. Sonst wäre ihr unternehmerisches Bemühen sinnlos. Das nie mehr war als - Wucher, und auf einem freien Markt keine Chance hätte. Dessen erstes Kennzeichen deshalb ist, daß er sich der brutalen Gewalt bedienen muß, des Zwanges, weil er sonst keinen Boden hätte, auf dem er möglich wäre: der Beseitigung der Freiheit.

Waren es früher freilich die häufigen Mißernten, die den Startschuß für diese Art von Unternehmern gaben - weil sie etwa Getreide aus anderen Gegenden zu völlig überhöhten Preisen nun verkaufen konnten, weil den Konsumenten keine andere Wahl blieb - so sind es heute künstlich geschaffene Katastrophen, virtuelle Apokalypsen, vor allem aber staatliche, gesetzliche Zwänge, die denselben Effekt erzielen sollen. Die "Energiewende" hat auf diese Weise ein neues Wuchertum etabliert, eine Schichte skrupelloser Geschäftemacher, eine Gemütslage der Gier etabliert. Bezahlen muß es aber genau jener, den man zwingt. Das ist das Wesen des Wuchers.

Auch bei Elon Musk geht es nicht darum, die Welt und Wirklichkeit zu meistern, sondern sich Bedingungen zu schaffen, die die Wirklichkeit ausschalten. Gestützt von einer völlig außer Rand und Band geratenen Weltöffentlichkeit, die unter denselben Prämissen lebt und deshalb nur noch von Scheinproblemen geplagt die wirkliche Wirklichkeit ignorieren zu können meint und ihn zum Wunderwuzzi hochbläst. Was wunder, wenn solche "Unternehmernarzisse" - die man eigentlich auf ihre psychische Gesundheit untersuchen müßte - davon phantasieren, zum Mars zu fliegen. Wie symbolhaft, denn ihnen fehlt tatsächlich jeder Boden unter den Füßen. Es gilt wie überall: Willkürliche Einfälle sind noch lange keine Ideen, und narzißtische Getriebenheit keine Willenskraft, und Verantwortungslosigkeit und Leichtsinn sind kein Mut.

Mit freiem Unternehmertum, mit freiem Markt als Grundlage von Gemeinwohl, wo einer den anderen braucht, wo einer dem anderen persönlich verantwortlich ist, hat das aber rein gar nichts mehr zu tun. Denn diese Wucherwirtschaft braucht vor allem eines: Das Herauslösen des Wirtschaftens aus dem Bereich des Persönlichen. Und Persönliches ist immer Soziales.






*Amerikanische Geschäftszahlen - "Gewinne" oder "Verluste" - muß man mit großer Vorsicht genießen. Denn amerikanische Bilanzierungen weisen als "Gewinn" aus, was für solide Kostenrechnung nach europäischem Standard gerade einmal "Deckungsbeitrag 2", kaum mehr als Liquidität bedeutet. Sind also amerikanische Gewinne noch lange keine Gewinne in europäischem und realistischerem Sinn, so sind die ausgewiesenen Verlustzahlen gleichfalls nur ein Teil des Verlusts, den ein Unternehmen tatsächlich produziert. Der höher, manchmal sogar weit höher liegt.

²Plötzlich kaufte selbst der einfachste Haushalt nicht mehr nach momentanem Bedarf, sondern über "Preisvorteile", plötzlich kalkulierte die einfache Hausfrau wie ein Großeinkäufer eines Industrieunternehmens. Fünf Seifen zum Preis von zwei. Ein Kilo Süßwaren zum Preis von Kleinpackungen, wie sie dem momentanen Bedarf eben entsprachen. Entsprechend entstand "Bedarf" nach ganz neuen Produktgruppen - Tiefkühltruhen, Lagerschränke verändertn die Kürchenarchitekturen, und das Kochverhalten änderte sich, wurde notwendig "systematischer". Und das private Wirtschaftsgebahren der Familien ordnete sich mehr und mehr nur noch dem Geld-Umlauf unter. Die Frau geht heute ja nicht arbeiten, weil es "notwendig" ist, sondern weil der ökonomisch in Wahrheit völlig sinnlos aufgeblähte Geldumfluß der Lebensweise eine hohe Durchflußmenge braucht. Heute gehen Frauen meist nur deshalb arbeiten, weil die Infrastruktur, die die Haushalte brauchen, um überhaupt noch zu funktionieren, so viel Geld verschlingt, sodaß sie arbeiten um sich das leisten zu können, was ihnen einmal angeblich Arbeit abnehmen sollte. Den Staaten war das nur recht, denn ihr Steueraufkommen richtet sich nach ... Geldumfluß.

Wie in Kapitalunternehmen, die sich im 19. Jhd. mehr und mehr umbauten: Man produziert nicht mehr, was man braucht, sondern muß brauchen (und im Betrieb bezahlen), was man produziert, weil die Maschine (der Vorrat) sich nur rechnet, wenn ihr Ausstoß auch entsprechend technisch-kontinuierlich abgerufen wird. Lief eine Windmühle früher nur, wenn gerade Getreide zu mahlen war, so mußte sie nunmehr (unter völlig veränderten, kurzfristigeren, dabei zu früher umgekehrten Kalkulationsbedingungen) stetig laufen, um "sich zu rechnen", und ensprechend mußte das Produkt verkauft werden. Dessen Preis wurde nun "kontinuierlich", und damit dem früheren Wirtschaften nach Anlaß "überlegen". Entsprechend veränderten sich auch die Löhne. Man konnte nun nicht mehr arbeiten, so viel man brauchte oder wollte, sondern mußte sich selbst als "kontinuierliche Ware" anbieten. Das Proletariat - der kulturlose Mensch, die menschenförmige Maschine - entstand. War zuvor noch mehr oder weniger jeder sein eigener Unternehmer (Marx: "im Besitz der Produktionsmittel"), war er nun abängiger Lohnsklave, der sich selbst nicht mehr helfen konnte.

Und dennoch, und unausweichlich: Schlagartig stiegen in den 1970ern die Mengen des Weggeworfenen. Untersuchungen haben gezeigt, daß westliche Haushalte heute bis zu einem Drittel ihrer eingekauften Produkte entweder gar nie gebraucht haben, oder wegwerfen weil sie den Bedarf übersteigen. Heute wird geschätzt ein Viertel der in Haushalten gekauften Lebensmittel weggeworfen.

**Was alles mit der Zeit natürlich ganz neue "Marktsituationen" schafft. Wenn sich nun etwa VW entschlossen hat, ebenfalls ein Elektrofahrzeug zu entwickeln, so sicher nicht, weil danach ein Bedarf bestand, oder VW technisch darin eine Zukunft gesehen hätte, sondern weil die Politik mit gigantischen Steuergeldern die Marktbedingungen derartig aus dem Gleichgewicht (und aus der Freiheit) gebracht hat, daß sie gar nicht mehr zurück wird können. Too big to fail. Damit wurde und wird mit Steuergeldern ein willkürlicher, künstlicher Markt geschaffen und etabliert, und jedes freie Unternehmen muß dies irgendwann zur Kenntnis nehmen - und sich auch darauf einstellen, das in seine Überlegungen integrieren.






*240616*