Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Schizophrenie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schizophrenie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 14. Dezember 2022

Schizophrenie als Volkszustand


Soviel zur angeblichen Klimakatastrophe, vor der die Menschen "Angst" haben (sollen). Der Flugverkehr mitsamt seinem gewaltigen CO2-Ausstroß ist so massiv angestiegen, wie schon lange nicht. Nicht einen Augenblick glaube ich den Aussage, daß die Menschen tatsächlich eine Klimkatastrophe befürchten. NIcht nur die Durchschnittsbürger, die kreuz und quer durch die Welt jetten, sondern auch, ja gerade die "Wissenden", die "Eingeweihten",d ie etwas zu wissen vorgeben, das zwar keine Wissenschaft belegen kann, von dem überzeugt zu sien sie aber vorgeben. 

Samstag, 29. Mai 2021

Neues von der Gestaltsicht (3)

Teil 3) Und wir? Wir sehen einen Vatermörder, der als Lebenssituation mit Aufreißerschmäh um halb zwei an der Bar hängt


Denn hat sich die via Vererbung ähnliche bis gleiche Disposition zuerst noch in der Hinwendung zur Musik geäußert, greift ein Sohn (meist etwa zur Mitte seines Lebens) nach dem Vater. Eine folgerichtige Ablöse in der ontischen Ausrichtung des menschlichen Lebens auf Lebensphasen, die wiederum im Insgesamt des menschlichen Geschickes stehen, das generationenübergreifend IST.

QR Stefan Verra
Jetzt wissen wir somit, warum Stefan Verras jüngst erschienenes Buch den Titel trägt "Auch Leithammel sind nur Menschen" - als Zertrümmern der Vatergestalt! Und warum er dann mit Schopenhauer, diesem klugen Beobachter und Protokollisten der Eristik, der Kunst "im Gespräch zu siegen" daherkommt. 

Denn Evolutionisten müssen ja (sonst fehlt das unbedingt notwendige Prinzip des Fortschritts, des "warum" sich etwas entwickeln soll) das Leben als Kampf klassifizieren. Den sie selbst ja tatsächlich führen. Evolutionisten künden also (wie alle) nur von sich.

Dennoch rezipiert Verra manches gut. Das tun Liberale bekanntlich, die heute gerne diesen Zug zum "Konservativen" haben, wir haben oft schon darüber gehandelt. Was er übers Verkaufen sagt ist völlig richtig! Verkauf ist ein Seinsübergang, hat der VdZ (der ja nicht wenig Erfahrung mit dieser menschlichen Handlung hat) hier schon öfter formuliert. 
Der Kunde stimmt im "Verkaufsgespräch" einem Produkt zu, weil er es letztlich als in seine Seinssphäre zugehörig einstuft. Und somit ist sein "Kaufwille" als Wille, der als Verteidigungsgestus eines bereits Besitzenden (bzw. bereits Besessenen) am allerbesten beschreibbar ist.

Freitag, 28. Mai 2021

Neues von der Gestaltsicht (2)

Teil 2) Der eine liest, der andere sieht die Gestalt 


In eine ähnliche Kerbe, sogar noch direkter die des Gestaltsehens, schlägt dieses Gespräch desselben Senders mit dem Osttiroler, dessen Vater (nanonana, wie der Wiener da sagen würde) Bildhauer ist. Und was ist ein bildender Künstler mehr und anders als ein Gestaltseher! 

Was ist überhaupt ein Künstler mehr als ein Gestaltseher, der von dieser nur dem geistigen Menschen sichtbaren "Unsichtbaren" so gefangen ist, daß sie seine Lebensgrundlage ausmacht. Wenn sich also der im ersten Teil dieses Beitrages vorgestellte Eric Standop als Gestaltleser vorstellt, so stimmt umso mehr, wenn sich Stefan Verra als Gestaltseher bezeichnet. Er sieht, der andere liest, je nach Medium, in dem er tätig ist, aber immer ist es dieselbe Archetypik der Stellung zur Welt.

Sonntag, 23. September 2018

Von Traumata und deren Dramatisierung (2)

Teil 2)



Der normale Mensch (der Psychiater) weiß nicht mehr, ob sie ihn nicht verarscht: Da ist dieselbe Gestalt, und plötzlich soll sie eine andere Persönlichkeit sein, wo ein Name, eine Person nicht für die andere(n) verantwortlich ist? Wie soll man da noch ein Gespräch führen? Gespräch ist ohne Verantwortung, ohne geeinte, eine Person nicht möglich.

Es ist hervorragend dargestellt: Diese zweite Persönlichkeit, die sich der ersten übergelagert hat, sie also integriert, weiß natürlich, was die erste Eve kennt, weiß, fühlt, denkt. Sie erinnert sich deshalb auch an Personen, die Eve White, die erste Eve, kennt. Nur diese erste Eve weiß nichts von der zweiten. (Und die nicht von der dritten, usw. usf.)

Joanne Woodward hat den Oscar wohl zu Recht bekommen. Denn erstens ist das Schauspiel die Kunst der Multiphrenie, ohne sie als Pathologie zu "erleiden" - der Schauspieler ist der, der das "beherrscht", also immer alle Persönlichkeiten kontrolliert. Das macht der pathologische Fall nicht, auch wenn der meist glaubt, Schauspieler sein zu können. Und zweitens zeigt Woodward, daß sie eine wirklich gute, reife Schauspielerin (trotz der jungen Jahre, aber mit Alter hat das bei guten Schauspielern nichts zu tun) ist, weil sie diese spontanen Wechsel so perfekt umsetzen kann.

Der VdZ kann aber an den Leser gewandt nicht an sich halten, vor einer Dramatisierung solcher (oder egal welcher) Persönlichkeitsneigungen und -defekte eindringlich zu warnen. Es ist oft die Dramatisierung selbst, die solche Dissoziierung schafft - die Arbeiten von Aardtweg zum "Drama des Gewöhnlichen Homosexuellen" sind eine gewisse Einführung in die Thematik.

Denn Homosexualität (die eine Persönlichkeitsstörung ist, und die vor wenigen Jahren auch im offiziellen und internationalen Psychiatrischen Handbuch war, ehe political correctness verlangte, daß sie herausgenommen und "normalisiert" werde) zeigt GENAU DAS: Wie eine Pathologie überhaupt erst entsteht, INDEM man sie als "Ding für sich" akzeptiert, benennt, und damit zum "Ding an sich" macht.

Und das wird im Drama der Pseudologie (HS ist eine Art Musterbeispiel für Pseudologie) vollzogen. Das heißt auch nichts anderes, als daß der Besuch beim Psychotherapeuten, wie er heute fast obligatorisch wurde, in der Regel erst den Beginn der echten Pathologie bedeutet. Erst in der Benennung, also erst in der "Gay-Bewegung", wurde Homosexualität zum echten Fall von Pathologie, unter dem in erster Linie die Betroffenen selbst - ausweglos! jetzt erst traumatisiert! - leiden. Ab hier gibt es in der Regel auch keine Heilung mehr. Da braucht es schon eine sehr starke erste Grundlage einer Person als Persönlichkeit (Kindheit), um da noch rauszufinden.

So nebenbei: Der Filmstoff wird vom Feminismus schwer mißbraucht, weil auf diesen ganzen Schwachsinn umgedeutet. Dazu gibt es im Drehbuch (Dialoge) manchen Hinweis, ihn dorthin zu lenken, was ihn als recht wahre psychologische Studie bis zur Lächerlichkeit schädigt. Aber darauf wollen wir hier nicht näher eingehen. Und dafür hat er ja den Oscar nicht bekommen.

Das jüdische Hollywood war damals, in der katholischen Beschränkung in den USA bis 1965, durchaus noch intelligent. Intelligenz ohne metaphysische Formierung wird aber primitiv und langweilig. Macht keine guten Filme, schon gar keine Kunst. Hollywood ist deshalb heute - wir kennen die Zahlen - schwer im Überlebenskampf mit amazon und netflix. Und Indien. Und China. Kein weltweiter Blockbuster-Hit mehr, seit vielen Jahren.





Hier der offizielle Trailer zum Film aus dem Jahre 1957, 
der im übrigen einer der besten Trailer ist, die der VdZ kennt - Hollywood hat sich durch den Bruch des "production code" 1965, den Verlust jeder sittlichen Kontrolle, keinen Gefallen getan:




Wer noch einige weitere Schlucke aus dem Film süffeln möchte, der möge den fünf auf Youtube verfüglichen Appetithappen folgen, deren erster hier als Schuhlöffel eingefügt sei.








*250818* 

Samstag, 22. September 2018

Von Traumata und deren Dramatisierung (1)

Für ihre Darstellung in "The three Faces of Eve" hat Joanne Woodward 1958 den Oscar für die beste Hauptdarstellerin bekommen. Der in deutscher Synchronisation als "Eva mit den drei Gesichtern" kolportierte Film behandelt eine Erkrankung der Persönlichkeit, die als "Multiphrenie" am greifbarsten etikettiert werden kann.

Sie ist vor allem zu beobachten, wenn ein Mensch schon in sehr jungen Jahren (drei, vier, fünf) ein traumatisches Erlebnis hat. Das wie alle traumatischen Erlebnisse keine Fluchtmöglichkeit bietet. Wobei das Wort Trauma oft zu schnell verwendet wird. Denn "Schrecken", irgendeine Furchtbarkeit alleine ist zu wenig, das ist noch kein Trauma. Um von Trauma zu sprechen muß eine existentielle Ausweglosigkeit bestehen, das heißt der das Schreckliche Erlebende muß auch keine Möglichkeit sehen, weiterzuleben. WENN er eben nicht eine Verarbeitung des Erlebten "in sich selbst" vornimmt. Und das heißt im Fall einer derartigen Persönlichkeitsstörung, daß er dieses, sein erstes Ich abschließt und durch ein nächstes Ich ersetzt. Dessen er sich dann bedient, um zu überleben.

Dieses erste Ich aber ist nicht ganz zu unterdrücken. Es sucht sich immer wieder Raum, und kommt nach oben. Die betroffene Person wechselt also übergangslos von einer in eine andere Persönlichkeit. Der gesunde (oder: geheilte) Mensch kann dieses Hochkommen als Erinnerung in ein einziges, gesamthaftes Ich integrieren. Was stark von der späteren Erfahrung, aber auch von individueller Stärke und Disposition (nicht jedes Erlebnis ist jedem ein gleich wirksames Trauma) abhängt, in der seine Persönlichkeit wachsen konnte. 

Das kann der pathologisch Traumatisierte nicht. Seine weitere(n) Persönlichkeiten haben diese Integrationsmöglichkeit nicht ausgebildet. Also wechselt er, wird Opfer dieses nunmehr nicht mehr der Vernunftsteuerung unterliegenden inneren Geschehens. Er kapselt diese Erlebenszusammenhänge in einer "fremden" Person ab, wird also buchstäblich zur "doppelten" (gespaltenen, "dissoziierten") Persönlichkeit.

Nun ist solches Erleben müssen eines Kindes keineswegs ein seltener Fall. Aber die meisten Kinder können kraft ihrer späteren Reifeprozesse dieses Erleben integrieren. (Wobei heutige Psychologie - die an sich ein Verbrechen ist; heutige Psychologen sind zu 95 Prozent Schwerverbrecher - damit arbeitet, durch Persönlichkeitsauflösung diese Schichten wieder zu desintegrieren, und das auch noch als "Erfolg" feiert.) Dazu gehört auch, solches Erleben abgeschlossen ruhen zu lassen, wenn seine Kraft für die Gegenwartssituation (welche auch schwankt, denn der Mensch "ist eine Amplitude") zu groß werden könnte. Es kann oft lange dauern, ehe man im Laufe seines Lebens nach und nach alle diese Erinnerungen, die meist auch Getriebenheiten bedeuten, also blinde Flecken in der Wirklichkeitsrezeption, gemiedene Wirklichkeitsareals gewissermaßen, vor sich stellen zu können, um sich ihnen zu stellen (und zu verzeihen, der entscheidende Schritt.) 

Aber die Verschließung solcher Traumata, die daraus hervorgehen könnende Multiphrenie, hat noch weitere Eigenarten, die, wie amerikanische Geheimdienste (im Wesentlichen unter Berufung auf "Forschungsergebnisse" der nationalsozialistischen "Forscher" Jahre zuvor, die solche Bedingungen in KZs an menschlichen Versuchskaninchen "erforscht" hatten) annahmen, und zu Recht sogar annahmen, für gewisse Geheimdienstaufgaben höchst nützlich ist. Denn diese Personen sind z. B. zu "triggern". Man kann ihnen also auf der Ebene des Traumas Geheimnisse anvertrauen, die sie dann an anderer Stelle durch Triggern wieder freigeben. In der Zwischenzeit "erinnern" sie sich nicht daran. 

Es gibt da so schreckliche Geschichten, die noch dazu nachweislich wahr sind, also so geschehen sind, daß auch der VdZ nicht wirklich darüber sprechen möchte. Man muß sich vor manchen Schrecken einfach schützen. Also erwähnt er nur das Buch "Die TranceFormation" von Cathy O'Brian und Mark Phillips, das zu Ende zu lesen er nicht schaffte, so wie die Person, die es ihm in deutscher Übersetzung zu lesen gab (er hatte es in englischer Version noch nicht gelesen, vielleicht ist das leichter). Es gibt im Netz eine Videozusammenfassung, der Leser möge sie selbst suchen, sie ist erträglicher. Aber darin schildert Cathy O'Brian absolut glaubwürdig und belegt, wie sie von Kindheit an von ihren Eltern auf diese Geheimdienstaufgabe "vorbereitet" wurde. 

Die mit unfaßbaren Mißbrauchsakten begannen, die das Kind von sich selbst dissoziierten bzw. begann sie eine weitere Persönlichkeitsschichte darüber zu setzen. Später wurden diese Traumata durch satanische Rituale weiter vertieft bzw. nächste Persönlichkeitsspaltungen initiiert. Die sie dann "wie in Trance" erlebte. Wer immer dann diese Traumasituation "triggerte", also das Dahinter auslöste, konnte sie beliebig gebrauchen. 

Sie ist dabei kein Einzelschicksal, das ist das überhaupt Erschütterndste an dieser Geschichte. Diese Vorgehen waren Teil eines regelrechten CIA-Programms, mit dem man Experimente anstellte, wieweit Personen nützlich gemacht werden konnten, deren Geist man völlig beherrschte und manipulierte. Das Wort regelrecht hat schon deshalb seinen Platz hier, weil die Traumasituation noch dadurch perfektioniert wurde, als höchste, ja allerhöchste Politiker (die namentlich genannt werden) - die damit "wie Gott" wirkten und jede, wirklich jede Fluchtmöglichkeit endgültig absperrten, denn welche Appellationsstufe bliebe dann noch? - in diese Experimente und Menschenmißbräuche involviert waren. Und vermutlich bis heute sind, es gibt im Netz jede Menge Spekulationen darüber, die wir gar nicht geprüft wissen wollen, um ehrlich zu sein, zu schrecklich - ja, eben, traumatisch, ausweglos - ist die Vorstellung, es wäre wahr.

In diesem oscargekrönten Film wird eine solche Persönlichkeitspathologie portraitiert. Leider gibt es "The Three Faces of Eve" nicht zur Gänze im Netz abzurufen, auch auf Englisch finden sich nur Ausschnitte. Die aber seien hier vorgestellt, um einen Eindruck vom Film zu bekommen. In dieser Szene (9 min) wird Eve erst mit ihrer tieferen Seelengrundlage gezeigt. Als der Schmerz im Gespräch mit dem Psychiater zu groß wird, der sie an die Wahrheit heranführt, bricht schlagartig eine völlig andere Persona ("Maske") ein - Eve Black. 

Was zuvor galt, gilt nicht mehr. Diese Person, diese Eve Black, hat völlig andere Eigenschaften. Denn diese verschiedenen Persönlichkeitsprofile haben oft natürlich jeweils einen eigenen Namen, das ist das Vernünftigste daran. Aus der tief verletzten Eve White wird schlagartig eine überlegene, kokette, selbstbewußte Frau, der man problemlos glaubt, daß sie sich wohlfühlt und alles in Ordnung ist. War [der halbe Nervenzusammenbruch vorhin] nur mal Migräne, meint daraufhin der Psychiater? Nein, sagt Eve daraufhin, ich hatte keine Migräne. Sie aber schon.


Morgen Teil 2)






*250818*

Donnerstag, 7. Januar 2016

Was in Köln passiert ist (1)

Was ist in Köln zu Sylvester 2015/16 wirklich passiert? Im Video unten findet sich ein Augenzeugenbericht eines Türstehers zu einem Fünfsterne-Hotel am Domplatz. Das ist in der Nacht vom 31.12.2015 zum 1.1.2016 also wirklich passiert.

Der Bericht ist eine wichtige Ergänzung. Denn er macht deutlich, welchen Eiertanz Medien - die erst nach vier (!) Tagen zögerlich zu berichten begannen - wie Politiker aufführen, um das Erschreckende hinter den Ereignissen nicht sichtbar zu machen. Deutschland 2016! Berichte ähnlicher Vorfälle, wenn auch in erheblich kleinerem Umfang, gibt es aus Hamburg und Stuttgart. Berichte, die erst  nach Tagen nach und nach und vorsichtig ein Fenster auf die Wirklichkeit öffnen. Wie hier in der Welt. Wo eine Betroffene sagt, daß es sich ihrem Eindruck nach nicht um "organisierte kriminielle Banden" handelt - auch das wurde ja verschiedentlich berichtet. Es war die Entladung einer Spannung, die der Reibung unvereinbarer Haltungen zuzuschreiben ist. Nicht einmal Alkohol hätte da eine gorße Rolle gespielt, zumindet ihrer Beobachtung nach. (Was so nebenbei eine weitere Medienlüge entlarvt; Medien reagieren offenbar schon reflexartig mit Umdeutungen politcally correct, und man hat sie stets nur so weit, als man sie schiebt.)

Die Interviewte sagt aber noch etwas Bemerkenswertes, das für die Ausführungen weiter unten noch von Bedeutung wird: Sie sagt, daß sie den Eindruck hatte, daß die sie bedrängenden Männer (die ihr u. a. den Slip vom Leibe rissen) von ihrer heftigen abwehren wollenden Reaktion, von ihrer Wut überrascht, ja betroffen gewesen seien. Als hätten sie gar nicht damit gerechnet, daß sie das nicht wolle, so kann man tatsächlich ihre Schilderungen interpretieren.

Diese Zögerlichkeit der Medien aber, diese Scheu, erst unter dem zunehmenden Druck der Öffentlichkeit bereit zu sein, der journalistischen Pflicht nachzukommen, und auch dann nur so weit wei der Druck reicht, bildet erst recht eine erschreckende und illustrierende Aussage. Selbst noch nach einer Woche winden und windeln sich Journalisten und Medien vor der in hundeten Zeugenaussagen eindeutigen Wahrheit: Daß es sich hier um eine arabisch-nordafrikanische Tausendschaft gehandelt habe.

Nach wie vor wird zögerlich begrifflich gemacht, was oft genug geahnt und tatsächlich von vielen gewußt wurde. Und auch der Standardsatz "Das hat nicht mit ... zu tun" (wechselweise einzusetzen: Islam oder Flüchtlinge) greift nicht. "Flüchtlinge" gibt es nicht erst seit September 2015. Auch wenn diese tausend Männer schon seit drei Jahren in Deutschland leben - es ist dieselbe soziale Gruppe. Basta.

Und jeder Hund mit Fäustlingen weiß es. Und erst recht jeder Deutsche. Denn der Mensch weiß nicht "aus Beweisen". Er weiß aus Anschauung. Jede Rationalität und Rationalisierung hinkt dem Wissen immer nach, ja sie kann nur in Worte fassen, was bereits gewußt IST. Das liegt einem Allgemeinbewußtsein zugrunde, das die Medien längst überholt hat und immer schon hatte. (Nur die Medien wissen das nicht. Es ist schlimm, schreibt J. Ellul einmal, wenn die Propaganda selbst an ihre Propaganda zu glauben beginnt, daran zu glauben beginnt, daß Menschen wirklich beliebig manipulierbar seien. Das sind sie nicht! Das sollte man auch so manchem Kirchenmann, die mit dem schwersten anthropologischen Gerät überhaupt anfahren - Gott, Wahrheit, Gehorsam - gehörig um die Ohren schmalzen.)

Ein Wissen, in dem die Menschen immer stehen, aber nun immer häufiger auch sprachlich formulieren, also bewußt denken: Man hat es in der Berichterstattung, im öffentlichen und vor allem im politischen Diskurs mit absichtlicher, "pädagogisch  motivierter" Täuschung zu tun. Medien wir Politik berichten nicht mehr in offener Haltung, sondern sie wollen erziehen, manipulieren. Das wird als "Führung" verstanden.

Aber es degradiert die Menschen zu Objekten moralisierender Pädagogik. (Lesenswert offen zur abstoßenden Verbogenheit von ZDF und ARD dazu: ein Artikel in der FAZ. Denn es wird immer mehr Usus, die Medienkonsumenten zu beschimpfen und für unmündig zu erklären, als ihnen zu berichten.) Die wirklichen Konflikte werden dabei auf die Ebene der Differenz von "Sollens-Idealen" verschoben, in verstiegenste Höhen abstrahiert und pseudologisiert. Aber wie immer schätzt man dabei die Wahrnehmungskraft des Menschen völlig falsch ein. Niemand kann auf Dauer lügen. Die Kluft zwichen der Wahrnehmung der Menschen, ihrem Gewußten, und der offiziellen Lesart, zwischen dem Wissen um das zu Tuende und vor dem von allen Seiten geforderten Gesollten könnte kaum noch größer sein. Und die Folgen dieses grandiosen Versagens der Moralinstitutionen, das wir seit geraumer Zeit bereits erleben, könnten kaum dramatischer sein. Denn man folgt ihnen nicht mehr, sie werden zu Recht (!) als irrelevant abgelegt und haben ausgespielt.

Die Ereignisse aus Köln zu Sylvester 2015 mögen in ihrer Art erstmalig und einzigartig sein. Aber sie sind die Kulmination einer Tendenz und Latenz einer Realität, die die Verantwortlichen aus Medien, Staat und Kirche nicht einmal zur Kenntnis nehmen wollten, und immer noch nicht ganz wollen. Erst, weil es nicht mehr anders geht, werden nach und nach Realitäten eingestanden. Die Entwicklung von Parallelgesellschaften ist dabei kein einmaliges Versehen, das zu korrigieren wäre, wie man es dabei sogar noch oft hört. Der nächste Irrtum, oder ein und derselbe. Denn es ist die unausbleibliche Folge der realen Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte.

Und Köln zeigt noch etwas, das auch nicht Ausnahme oder einmaliger Zufall war: Der Staat hat Prozesse initiiert, denen er in überhaupt keinem Fall mehr gewachsen ist. Die praktisch schon zuständliche Überforderung der Sicherheitskräfte in Köln - wobei man nun noch so tut, als läge es in regionaler Kompetenz! der Staat hat dabei einfach seine Verantwortung nach untern ausgelagert! so wie ein Firmenchef sienen Lagerarbeiter maßregelt, weil er ohne Stapler die 5 Tonnen Papierrolle nicht verladen konnte, die der Chef aus Größenwahn kaufte ohne sich Gedanken zu machen, wie die abzuladen wäre - und anderswo ist schreckliches Indiz dafür. Wenn Merkel also sagt, daß der Rechtsstaat "mit aller Härte" zuzuschlagen habe, so muß man sich fragen, und nicht das erste mal, ob sie so dumm ist, ob sie so dreist lügt, oder ob sie geistesgestört ist. Und der Verdacht liegt zunehmend auf letzterem Umstand, denn Angela Merkel zeigt seit vielen Jahren eindeutige Anzeichen von Persönlichkeitsdissoziation. Im übrigen in einer Art, wie sie für Frauen, die nach der Macht greifen, sehr typisch ist.*

Für solche Vorgänge fehlen nämlich sogar die rechtlichen, also: die gesetzlichen Mittel - es wird in Köln zu keinen Verurteilungen kommen, sagt selbst die lokale Obrigkeit. Welche Taten sind denn greifbar? Auf welche Täter eindeutig eingrenzbar? Wer war es, wenn hundert Hände an "jede Körperöffnung" greifen? Wie ist das verfolgbar? Fehlanzeige. Lächerlich sogar.

Denn unsere Rechtslage, die wie jede Rechtslage Ausdruck eines Kulturzustandes ist und ohne ihn gar nicht auskommt, ist dem längst Hereingebrandeten, ja bewußt - von Frau Merkel! - ins Land Geholten, gar nicht gewachsen. Wer aber Handlungen setzt, deren Folgen zu tragen er nicht in der Lage ist, handelt unverantwortlich, wenn nicht verbrecherisch. Frau Merkel muß sich also dem dringenden Verdacht aussetzen, daß sie sich durch "wilde Reden" auf fast primitive Weise aus ihrer Verantwortung zu stehlen versucht.

Die ganze Diskussion um eine Integration fördern sollende Verpflichtung auf hiesige Werte ist doch bestenfalls "niedlich", weil purer Schall und Rauch. Hier sind ganz andere Kräfte am Werk. Kräfte, die man aber offenbar nicht einmal mehr kennt, oder nicht kennen will. Und das macht erst recht Angst.

Unser Alltag wird längst von Angst bestimmt

Man halte einen kurzen Einblick in die Leserpostings im österreichischen Standard. Der auch erst jetzt nämlich bereit ist, solche Schilderungen über ein bereits alltäglich gewordenes Lebensklima auch in Wien zuzulassen. Binnen weniger Jahre wurde der Alltag von ganz realen und allgegenwärtigen Ängsten überschwemmt, in denen weitgehend über Selbstzensur klammheimlich ein Lebensform gekippt und noch vor fünf Jahren selbstverständlichstes Verhalten durch bewußte Gängelung verdrängt wurde. Pars pro toto.

Ein Vorgang, der seit Jahrzehnten bereits weite Bereiche des Lebens - und vor allem bis hinein in die Kunst - bestimmt. Die political correctness hat ein Klima der Angst geschaffen, und sie hat dabei das Rechtssystem namens einer "neuen Moral" marginalisiert, zur bloßen Formhülle ausgehöhlt, und mißbraucht es ungehemmt. Dieser Aspekt wird leider fast immer übersehen. Denn political correctness ist weit mehr als eine vielleicht lästige Angelegenheit.

Bedrohungen aller und meist subtilster Art haben uns nach und nach die Luft zum Atmen abgeschnürt. In Köln wurde nun eine Grenze überschritten, in der die political correctness mit sich selbst offen kollidiert, sodaß sie nicht mehr einfach darüber hinweggehen kann, wie sie es sonst tut. Und sei es, weil es die kindische Lächerlichkeit offenbart, mit der jeder Pograpscher, jeder unbeherrschte Blick, jedes ungeschickte Flirten zum Skandal stilisiert wurde, während die Hüter des Feminismus - denen sonst die Aushebelung unserer kulturellen Grundlagen geradezu ein Anliegen ist, denn ihr Feind IST diese Kultur - nun gegen ganz andere, diesmal tatsächlich wesentliche Dimensionen nicht einmal mehr Worte finden angesichts des Hereinbrechens der Realität.

Oder will man in Zukunft den Menschen, oder hier: den Frauen, abverlangen so zu tun, als wären solche Vorkommnisse einmalige Ausnahmen gewesen, mit denen zukünftig zu rechnen vielleicht rassistisch oder ausländerfeindlich, aber sicher nicht realistisch wäre? Abverlangen, daß niemand sein Verhalten ändern solle, weil niemals mit weiteren solcher Vorkommnisse zu rechnen sei? Dann lese man bitte die Standardpostings, die einen oberflächlichen Einblick geben, wie sehr die Menschen ihr Verhalten bereits geändert - und zwar: abgedrosselt - HABEN. Nur hat es bislang niemand zur Kenntnis nehmen wollen.



 Morgen Teil 2)Wie benimmt man sich in einem Swingerclub?
- Asyl als Eintrittskarte. Was das alles mit Flüchtlingen zu tun hat.
+ Der Augenzeugenbericht



*Daß Angela Merkel nicht allgemein ín ihrer Persönlichkeitsstörung (und der VdZ ist mittlerweile völlig davon überzeugt, daß eine solche vorliegt) als "abnormal" erkannt wird ist nicht verwunderlich. Denn das berührt ein Grundproblem der Gegenwart: Persönlichkeitsdissoziation bzw. -dissoziativität (man kann es auch Schizophrenie nennen) ist zur Norm geworden.² Worin auch die Ursache zu sehen ist, daß Merkel wieder und wieder gewählt wurde. Die Gründe sind deutlich aufzuzeigen. Der Mensch der Gegenwart IST nämlich bereits schizophren. Merkels Anomalie ist zur Normalität geworden, deshalb wird sie nicht als Abweichung wahrgenommen. R. D. Laing hat schon vor fünfzig Jharen aufgezeigt, wie eine andauernd schizoide Situation zur Pathologie Schizophrenie führt. Der VdZ kennt kaum noch einen aktuell lebenden Menschen, der sich NICHT zumindest in ersten Stadien der Schizophrenie befände. Wie sollte das auch anders sein, bitte schön?

²Man kann Schizophrenie auch als fehlende Fähigkeit bezeichnen, ein konsistentes Selbst durch alle Situationen durchzutragen, also ein gewissermaßen konstantes "Ich" zu bewahren. Diese Dissoziation der Persönlichkeit bewirkt, daß der Mensch je nach aktueller Situation in diese kippt, also immer "einer Situation nach dem Munde redet". Und dies in einer normalen  Menschen unerreichbaren "Überzeugungskraft" weil tatsächlichen "Echtheit". Ein gesunder Mensch kann sich nämlich in andere Persönlichkeitsstrukturen niemals so tief einfühlen, sich denen so hingeben, daß man nicht ihre Unechtheit wahrnimmt. (Im übrigen hat das viel mit dem Wesen des Schauspielers zu tun; nur ist er GENAU NICHT dissoziativ, also pathologisch, sondern er muß sich von einem innersten Punkt her immer noch beherrschen, bleibt konsistent, NUR allerdings nicht in seinem weltlichen Auftreten. Da ist er darzustellende Figur. Dem Schauspieler mangelt also "eigenes konkretes Material", aber er leidet nicht unter Dissoziation.)

Solche Geistesstörung äußert sich so gut wie immer durch besondere Fähigkeit, sich geänderten Situationen anzupassen, ja diese fast vorherzusehen und ihnen vorzubeugen. Dem Dissoziativen eignet ein ungeheures Vermögen, herankommende Anforderungen früh zu erkennen, und sie im eigenen Auftreten gewissermaßen "vorwegzunehmen".

Sie ist besonders bei der Frau (aber auch beim schwachen, also sein Selbst verfehlt habenden Mann) häufig, wenn und soweit diese die Identitätsbestimmung durch den (ihr im Natürlichen unerläßlichen) Mann ablehnt (Feminismus führt zur Schizophrenie, ja IST Geisteskrankheit) oder durch Selbst-Definition übersteigen will.

Der VdZ legt Wert auf die Feststellung, daß er diese Äußerung weder invektiv meint, noch im übertragenen Sinn - sondern buchstäblich weil analytisch.  




***

Montag, 6. Oktober 2014

Wirklichkeit ist immer zeitlos (2)

Teil 2) Der Traum, Alkohol und Masturbation




Was aber im Zeitlosen bleibt, hat keine Gestalt, und es ist deshalb nicht (direkt) sinnlich erkennbar. Das im Traum "Gesehene" ist also das aus der unbewußten Phantasietätigkeit zum nur Gefühlten Hinzugefügte. Das Wahrgenommene wird durch das Gewußte ersetzt, sieht man von jenen Bereichen und Fällen ab, in denen sich die reale Alltagswelt - als Geflecht von Gestalten, von realen Körpern, und damit von Zeit und Raum - bereits einzumischen beginnt. (Der Mensch bleibt ja auch im Traum realer, auf einem Bett, in einem Zimmer etc. liegender Körper.) Deshalb werden die meisten Träume wie in der Dämmerung wahrgenommen, in der sich ja jeden Tag neu die Welt auszublenden beginnt.

Umgekehrt braucht der Mensch dieses ungehemmte Aufsteigen des in ihm Wirkenden, das sich nur sichtbar machen kann, wenn es sich an den Strukturen der Persönlichkeit im Wachsein, eingebunden in dieses Weltgeflecht, vorbei zur Kenntnis bringt. An ihrem Ort, zu ihrer Zeit. Denn jedes Alltagsgeflecht ist immer mangelhaft. So tritt er mit einem Paket an Erfahrenem als Aufgabe im nächsten Aufwachen in die Welt hinein - als Welt, und als Aufgabe. (Schlafentzug wirkt deshalb direkt dissoziierend.) Als einer der Pole, zwischen denen sich Menschsein erst vollziehen kann. Hier hat jede Kulturdroge (in gewissem Sinn, zumindest in ihrer Intention, auch Zustände wie Trance) ihren sehr berechtigten, ja notwendigen Platz.**

Aber die Welt des Menschen ist Gestalt. Der Mensch träumt also immer im Rahmen seines Seins, im Rahmen seiner wirklichen Wirklichkeit, in ihren Berührungspunkten mit der begegnenden wirklichen Wirklichkeit. Traum ist deshalb Gespräch.
 



**Sieht man von möglichen Ausnahmefällen ab - dem VdZ fällt hier nur höchste Heiligkeit ein - ist deshalb zu Vorsicht vor allen jenen geraten, die jede Kulturdroge, deren Wesen Steuerung und rechte Platzzuweisung ist, strikt ablehnen. Fanatismus ist nur eines der Gesichter, die solcher Puritanismus zeigt. Aber erst in dieser (temorären) umhegten Selbstauflösung kann sich Neues zeigen und geboren werden. Deshalb ist der kultische Wert des Weines, wie er alle Kulturen zu allen Zeiten kennzeichnete, mehr als logisch. Ohne diese temporäre, partielle Selbstauflösung kann Kultur gar nicht geschaffen werden, sie bleibt ein immer enger werdendes menschliches Konstrukt. Das Weinverbot im Islam erzählt also eigentlich viel mehr, als manchem lieb sein mag, und beleuchtet vieles an seiner Geschichte.

Gleichzeitig erhellt sich aus dieser Perspektive viel über den Alkoholiker. Der meist schon aus Disposition der Schwäche, der fehlenden seelischen Spannkraft (und hier soll nicht von "Schuld" gesprochen werden), das Alltagsgeflecht in einer selbst getragenen Ordnung nicht zu ertragen vermag. (Das gilt auch für Zeiten starker Bedrückung, die die normale Fassungskraft überbeanspruchen.) Wie im Fall des Drogensüchtigen noch deutlicher wird, schwächt er so Disponierte oder Präparierte aber damit erneut seine Fassungskraft, und gerät in einen spiralförmigen Abwärtssog. Sinngemäß gilt dieser Hinweis natürlich auch für Partialspannungen (man denke an die Masturbation, oder an ungehemmten Sex, logische Folge eines Zerfalls der Repräsentationskraft von institutionalisierten Partnerschaften, bei gleichzeitig hohem und vom Einzelnen zu wenig verhinderten Niveau an Anregung - auch das eine spiralförmige Bewegung). 





***



Sonntag, 5. Oktober 2014

Wirklichkeit ist immer zeitlos (1)

Der faszinierendste Aspekt des Träumens ist, daß in ihm die Wirklichkeit der Welt zur Reinform kommt. Denn wenn im Traum Sprünge über Raum und Zeit keine Rolle spielen, so zeigt sich darin das wirklich Bewegende: als immer Gegenwärtiges, Wirkendes, zeigt sich das Wesen der Wirklichkeit.

Während sich im Alltag, im wachen Bewußtsein, die Verflechtung an das Hintereinander zeigt, das sich jeweils einen Raum schafft bzw. diesen hat. Dort muß es im Nachdenken, im Durchdringen des Vereinzelten auf seine Grundzüge reduziert werden, um so zur Wirklichkeit von Geschehnissen zu gelangen.

Darin liegt das Wesen der dramatischen Dichtung begründet. Die genau das tut. Und damit die Welt der zeitlich und räumlich gebundenen Erscheinungen auf das Ihnen zugrundeliegende führt, das an sich keine Zeit und keinen Raum kennt. Sich aber zur Gestaltwerdung in diese hinein entfalten muß. Ohne diese Auseinanderfaltung gienge es nicht. Aber in ihr zeigt sich nur jeweils im Ringen und Anpochen, was zur Reingestalt kommen will. Das Drama legt es frei, stellt es dar, als Ergebnis des Ordnens der zuerst wie freie Assoziationen auftauchenden Einzelerscheinungen, die sich erst in Teilbündeln finden, ehe sie zum Insgesamt zusammenfaßbar weil im Einzelnen vom Einzelnen geläutert werden.

Spiel der Assoziationen wie im Traum. Dem allerdings die konkrete Gestalt fehlt, der im Gefühl bleibt bzw. aus diesem auftaucht. Der Punkt, von dem aus die andrängenden, jeweils aber zeitlosen Wirklichkeiten geordnet und gereiht und bewertet werden können. Im Traum zu verharren würde deshalb heißen, die Welt zu verlieren. Eine Erscheinung, wie sie in extremis dem Schizophrenen eigen ist. Und sämtlichen (auch temporären) Dissoziationserscheinungen, etwa im Drogenrausch, aber auch dem (immer entwicklungsbedürftigen) Kind* vergleichbar. Als Unfähigkeit zur Gliederung in Sinn, die heute in so mannigfachen Formen auftreten, als Folge der Auflösung (bzw. Verweigerung) der Identität. 



Morgen Teil 2) Der Traum, Alkohol und Masturbation



*Nur insofern kann man von der Wahrheit des Kindermunds sprechen, und insofern spricht man auch von der Wahrheit des Berauschten. Denn natürlich kann diese Ungeordnetheit, in der sich diese äußern, sogar verborgene oder verheimlichte Wahrheiten - als Hilfestellung - ans Tageslicht bringen. In allen Gefahren, auch jener, ein vorhandenes Interpretationsnetz zu sprengen und den Menschen erst recht in Unordnung zu versetzen.

Anderseits zeigt es Unreife von Persönlichkeit, Werkunfähigkeit, solche frei aufsteigende Assoziationen oder Antriebe ungeordnet abzusondern. Vieles also, was man heute zurecht als allgemeine Unhöflichkeit beklagt - und es ist längst eine allgemeine Erscheinung - ist in Wahrheit Vorstadium zu einer dissoziativen Persönlichkeitserkrankung. Es ist tragisch und Folge von Dummheit, daß diese Erkrankung (in egal welchem Stadium) heute sogar oft noch als "(Hoch-)Begabung" dargestellt wird.




***

Mittwoch, 12. März 2014

Erkenntnis durch Autorität (2)

 Teil 2) Gut gedacht, aber in der Darstellung gescheitert - "A Beautyful Mind"




Nash ist der impliziten Ordnung einer losgerissenen Logik gefolgt, die Welt hat er sogar dadurch ausgeschaltet als er während seines Studiums gar keine Vorlesungen mehr besuchte, die ihn aus sich herausgeholt hätten. Genau das wollte er ja nicht. Und das hat ihn zu einer Logik geführt, die zunehmend keine Realität mehr mitführte. Der Figurenvorlage, dem wirklichen Nobelpreisträger Nash, ist es über Jahrzehnte nicht mehr gelungen, wirkliche mathematische Probleme zu lösen. Er brabbelte nur noch sinnloses Zeug. Seine Logik hatte sich autonomistisch losgelöst.

Das Problem ist nicht einmal in der Herstellung von Ordnung zu suchen - denn jeder Mensch, und das zeigt auch der Film, baut eine Ordnung. Und der intellektuell begabte Mensch nicht weniger, sondern umso schneller, das ist ja sogar das Wesen der Intelligenz. Die Frage ist nur, woraus sich diese Ordnung speist, woraus sie ihre Grundsymbolik übernommen hat. Und hier sind wir bei der Autorität, bei der eigentlichen Thematik. Nash ließ anderes Autorität gewinnen, auf das hin er seine Ordnung ausrichtete, von wo her er sie beleuchtete.

Erst mit dieser Gesundung (s. o.), soweit ist der Film biographisch treu, mit dieser Verankerung im Fleischlichen, grundsätzlich Sinnlichen, hat sich auch seine Problemlösungskraft für wirkliche mathematische Probleme - die nämlich genau diese Verankerung in der einen Wirklichkeit brauchen, die sie ja beschreiben - wiedereingestellt. Denn erst hier beginnt die Wahrheit: unter der Autorität des Seins, das das Wort enthält, ja das Wort IST, das man aufnimmt. Und dieses Sein ist ganz konkret in den konkreten Dingen der Welt (als Analogie) ablesbar. Nicht mangelnde systemische Logik ist das Problem der Schizophrenie, sondern das Problem der Verankerung des Denkens, das dann wie ein Ensemble von Luftballonen im Kopf herumschwirrt und in seiner Eigenmechanik immer weniger Realität enthält, im Sein - die Vernunft.

Nashs Heilung aber passiert nicht durch einen Schritt zum Irrationalen, sondern im Gegenteil: Erst jetzt (und auch zuvor: nur dort) wird seine Logik logisch, wo sie sich auf das Sein, die Wirklichkeit bezieht. Die Hand seiner Frau auf seiner Brust hat ihn erst wieder zu logischem Denken gebracht. Denn die Logik baut auf den tiefsten Seinsgrundsätzen auf. Ohne diese, seinsvergessen, wird sie irrational, wie Gödel gezeigt hat. Der Film stellt also nicht dar, was passiert, wenn man "zuviel denkt", wie manch einer sentimentalisch meinen möge. Sondern er stellt dar was passiert, wenn man unter falschen Prämissen denkt, und das heißt: rationalistisch, ohne Rückbindung zum Sein denkt. Dann wird das Denken, wiewohl "immer logisch geblieben", plötzlich unlogisch, und treibt den Menschen in Abspaltung von der Wirklichkeit.

Wobei der Film in diesem Darstellen leider versagt, mehr behauptet als darstellt. Das macht ihn wie gesagt zu einem nicht wirklich guten Film, sein Versuch den Zuschauer durch "reale Figuren" in die Lage Nashs zu bringen, funktioniert einfach nicht, bleibt reines Gedankending. Er vermag nicht zu erschüttern. Deshalb wird er v. a. gegen Schluß hin sentimental, der übliche Notgriff - eigentlich: eine schizoide Lüge! Und das ist bei einem wirklich tragischen Stoff ein doch bemerkenswertes Scheitern. Wahrscheinlich war es einfach Überforderung. 

Wobei es gar nicht anders sein kann als daß ein solcher Film, der "theoretisch" die Schizophrenie so gut aufarbeitet, aus den USA kommt. Die Reihe von hervorragenden Psychiatern (man denke nur an R. D. Laing), die dort über dem Problem arbeiten, haben ja das Urfeld der Schizophrenie, dieses Land der Wurzellosigkeit, der Willen und der gewaltvollen Behauptungen, täglich vor Augen.


Hier der Trailer zum Film "A Beautyful Mind"







Nun, geneigter Leser, lesen Sie die ersten Absätze des gestrigen ersten Teils dieses Blog-Eintrags vielleicht noch einmal.

Ah ja, damit man es nicht vergißt: Oh nein, das ist kein Aufruf zum Subjektivismus, genau eben nicht. Es ist ein Aufruf  zur Verankerung im Sein. Der einzigen Autorität, der alle Erkenntnis innewohnt. Eine Menschheit ohne Gott muß zwangsläufig in den Wahnsinn verfallen. Eine Gesellschaft ohne Bindungen zerfällt nicht nur, sondern in ihr nehmen die Wahnbilder überhand.




***

Dienstag, 11. März 2014

Erkenntnis durch Autorität (1)

In einer Zeit der aufgelösten Bindungen klammert sich der Mensch, der sich im Tiefsten in der Menschheit selbst, in seiner Umgebung, in der Familie gegründet weiß, der er sich verdankt - an die er durch das natürliche System der Autorität (das aus Abhängigkeit, Zuordnung der Dinge zueinander entsteht, man vergesse nicht: das Primärerleben des Menschen ist immer das völliger Abhängigkeit! als Analogie zur Abhängigkeit vom Sein, von Gott also) gefügt war - in solcher Zeit also sucht er verzweifelt nach dem, was Autorität verheißt - Mehrheit, Behauptung, Gewalt und (scheinbare) Kraft. Deshalb schützt der Geist der Zersetzung, der in sich keinen Bestand weil keine Substanz hat, immer diesen Zugang, durch Aufweis der Mehrheit, durch Beweis der Autorität ("alle Wissenschaftler", etwa). Er behauptet Autorität, als Köder, mit dem die Menschen die Saat der Zersetzung schlucken.

Getrieben und im wahrsten Wortsinn verblendet durch die trotzige Behauptung, daß der Gedanke, der in ihm entsteht, "sein eigener" wäre dem Inhalte nach, daß er selbst sich also die Inhalte gebe. Nicht wissen wollend, daß die Arbeit des Denkens eine des Herzens, der Sittlichkeit selbst ist, eine Arbeit AN den inhaltlichen Bildern, Zeichen, Symbolen, die seine "Gedanken" letztlich ausmachen. 

Denn das verspricht man dem Menschen von heute ja: ihm eine Welt zu schaffen, in der ihm seine eigentliche Arbeit der Selbstwerdung abgenommen wird. Und verbirgt, daß der Mensch die Wahrheit immer empfängt, als einzige Autorität, an der er sich festmachen kann (und: will!), denn menschliches Leben heißt wie alles Seiende: Sich im Bestand halten, sich also selbst, aus dem Empfangenen heraus inhaltlich zusammengesetzt, ergreifen und in die Welt ausstrecken. 

Damit spaltet sie ihn in sich, reißt sein Bewußtsein los, und dreht es durch die Mangel, schließt es durch behauptet logische Schlußsätze ab. Denn ohne diese Zentrum der festen Verwurzelung in der Schöpfung, im Allernächsten und Fleischlichen seiner nächsten Umwelt der Beziehungen, ist der Mensch hilflos ausgeliefert.

*

Der an sich nicht unbedingt überwältigende Film "Beautyful mind" hat eine Stelle, deretwegen den Film anzusehen doch lohnt. Eine Stelle, die recht am Anfang fast nebenbei vorbereitet wird, und den Wahn, in den der Proponent dann verfällt, eigentlich bereits erklärt: "Meine Mutter hat mir immer gesagt: Du hast zwei Gehirne, aber nur ein halbes Herz." Ihr folgt später im Film eine völlig unsentimentale Stelle, und nur so muß man sie auch lesen: Als John Nash endgültig in seiner Welt der Wahnideen verlorenenzugehen droht. Als ihm seine Frau in einer letzten Anstrengung gegenübersitzt, und mit ihrer Hand seine Wange berührt: "Das ist Realität," sagt sie, nimmt dann seine, führt sie an ihre Wange: "Und das ist Realität. Vielleicht mußt Du aufhören, die Realität in den Gedanken zu suchen, sondern da ..." Und sie legt ihre Hand auf sein Herz. Und so, in dieser Verankerung, die auch der Schwerkranke noch fühlt, weil er ja noch seine Sinne hat, vermag er sich letztlich so weit wieder zu fassen, indem er sich an seinen Sinnen immer wieder aufzieht, daß er sein Leben wieder aufnehmen kann, auch wenn die Wahnbilder nicht aufhören. Aber er kann sie aus dieser Verwurzeltheit heraus von sich ablösen, muß ihnen nicht mehr folgen. Es tut es selbst, mit starkem Willen, indem er sich immer wieder an diese Stimme des Seins erinnert.

Dann ist auch erhellend, was sich an einer Stelle des Film im Gespräch Nashs mit einem angesehenen Mathematiker äußert. Wo er angesichts eines fulminanten Erfolgs eingesteht: "Um ehrlich zu sein: Ich wußte das Ergebnis BEVOR ich es berechnet habe." Und der (ältere) Kollege antwortet: "Mir ist es nie anders gegangen."

Hier zeigt sich, daß das Wesen von Beziehung nicht "Beziehung an sich" ist, sondern ihre Güte im Zielpunkt liegt, auf den hin Beziehung sich ausrichtet - als Urteil. Als Ja, auf dem dann auch das Ich sein Selbst entfaltet. Und das ist eine Frage ... der Autorität, die man über sich bestimmen läßt, indem man sie aufnimmt. Dann erschließt sich auch der dahinterstehende Logos. In der Autorität, die hören läßt.

Denn von dort kommt das Sein, und nur darauf kann sich Denken beziehen. Jede Beziehung aber ertrinkt in der Relativität, wenn sie nicht auf Gott, das Sein, mit Autorität ausgerichtet ist. (In diesem Punkt, übrigens, offenbart sich auch die letztlich nur halbe, letztlich verzweifelte Aufarbeitung der Thematik im Film.) Dem ersten und letzten, aus dem und in dem alles ist. Hier aber zeigt sich auch, daß der Mensch alleine aus Gedanken heraus (im Rationalismus also) nicht zu diesem Ziel kommt. Daß er daran zugrundegeht. Weil ihnen die Ordnung fehlt.



Morgen Teil 2) Gut gedacht, aber in der Darstellung gescheitert - "A Beautyful Mind"




***