Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Mittwoch, 14. Dezember 2022
Schizophrenie als Volkszustand
Samstag, 29. Mai 2021
Neues von der Gestaltsicht (3)
Teil 3) Und wir? Wir sehen einen Vatermörder, der als Lebenssituation mit Aufreißerschmäh um halb zwei an der Bar hängt
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| QR Stefan Verra |
Denn Evolutionisten müssen ja (sonst fehlt das unbedingt notwendige Prinzip des Fortschritts, des "warum" sich etwas entwickeln soll) das Leben als Kampf klassifizieren. Den sie selbst ja tatsächlich führen. Evolutionisten künden also (wie alle) nur von sich.
Dennoch rezipiert Verra manches gut. Das tun Liberale bekanntlich, die heute gerne diesen Zug zum "Konservativen" haben, wir haben oft schon darüber gehandelt. Was er übers Verkaufen sagt ist völlig richtig! Verkauf ist ein Seinsübergang, hat der VdZ (der ja nicht wenig Erfahrung mit dieser menschlichen Handlung hat) hier schon öfter formuliert.
Der Kunde stimmt im "Verkaufsgespräch" einem Produkt zu, weil er es letztlich als in seine Seinssphäre zugehörig einstuft. Und somit ist sein "Kaufwille" als Wille, der als Verteidigungsgestus eines bereits Besitzenden (bzw. bereits Besessenen) am allerbesten beschreibbar ist.
Freitag, 28. Mai 2021
Neues von der Gestaltsicht (2)
Teil 2) Der eine liest, der andere sieht die Gestalt
In eine ähnliche Kerbe, sogar noch direkter die des Gestaltsehens, schlägt dieses Gespräch desselben Senders mit dem Osttiroler, dessen Vater (nanonana, wie der Wiener da sagen würde) Bildhauer ist. Und was ist ein bildender Künstler mehr und anders als ein Gestaltseher!
Was ist überhaupt ein Künstler mehr als ein Gestaltseher, der von dieser nur dem geistigen Menschen sichtbaren "Unsichtbaren" so gefangen ist, daß sie seine Lebensgrundlage ausmacht. Wenn sich also der im ersten Teil dieses Beitrages vorgestellte Eric Standop als Gestaltleser vorstellt, so stimmt umso mehr, wenn sich Stefan Verra als Gestaltseher bezeichnet. Er sieht, der andere liest, je nach Medium, in dem er tätig ist, aber immer ist es dieselbe Archetypik der Stellung zur Welt.
Sonntag, 23. September 2018
Von Traumata und deren Dramatisierung (2)
Der normale Mensch (der Psychiater) weiß nicht mehr, ob sie ihn nicht verarscht: Da ist dieselbe Gestalt, und plötzlich soll sie eine andere Persönlichkeit sein, wo ein Name, eine Person nicht für die andere(n) verantwortlich ist? Wie soll man da noch ein Gespräch führen? Gespräch ist ohne Verantwortung, ohne geeinte, eine Person nicht möglich.
Es ist hervorragend dargestellt: Diese zweite Persönlichkeit, die sich der ersten übergelagert hat, sie also integriert, weiß natürlich, was die erste Eve kennt, weiß, fühlt, denkt. Sie erinnert sich deshalb auch an Personen, die Eve White, die erste Eve, kennt. Nur diese erste Eve weiß nichts von der zweiten. (Und die nicht von der dritten, usw. usf.)
Joanne Woodward hat den Oscar wohl zu Recht bekommen. Denn erstens ist das Schauspiel die Kunst der Multiphrenie, ohne sie als Pathologie zu "erleiden" - der Schauspieler ist der, der das "beherrscht", also immer alle Persönlichkeiten kontrolliert. Das macht der pathologische Fall nicht, auch wenn der meist glaubt, Schauspieler sein zu können. Und zweitens zeigt Woodward, daß sie eine wirklich gute, reife Schauspielerin (trotz der jungen Jahre, aber mit Alter hat das bei guten Schauspielern nichts zu tun) ist, weil sie diese spontanen Wechsel so perfekt umsetzen kann.
Der VdZ kann aber an den Leser gewandt nicht an sich halten, vor einer Dramatisierung solcher (oder egal welcher) Persönlichkeitsneigungen und -defekte eindringlich zu warnen. Es ist oft die Dramatisierung selbst, die solche Dissoziierung schafft - die Arbeiten von Aardtweg zum "Drama des Gewöhnlichen Homosexuellen" sind eine gewisse Einführung in die Thematik.
Denn Homosexualität (die eine Persönlichkeitsstörung ist, und die vor wenigen Jahren auch im offiziellen und internationalen Psychiatrischen Handbuch war, ehe political correctness verlangte, daß sie herausgenommen und "normalisiert" werde) zeigt GENAU DAS: Wie eine Pathologie überhaupt erst entsteht, INDEM man sie als "Ding für sich" akzeptiert, benennt, und damit zum "Ding an sich" macht.
Und das wird im Drama der Pseudologie (HS ist eine Art Musterbeispiel für Pseudologie) vollzogen. Das heißt auch nichts anderes, als daß der Besuch beim Psychotherapeuten, wie er heute fast obligatorisch wurde, in der Regel erst den Beginn der echten Pathologie bedeutet. Erst in der Benennung, also erst in der "Gay-Bewegung", wurde Homosexualität zum echten Fall von Pathologie, unter dem in erster Linie die Betroffenen selbst - ausweglos! jetzt erst traumatisiert! - leiden. Ab hier gibt es in der Regel auch keine Heilung mehr. Da braucht es schon eine sehr starke erste Grundlage einer Person als Persönlichkeit (Kindheit), um da noch rauszufinden.
So nebenbei: Der Filmstoff wird vom Feminismus schwer mißbraucht, weil auf diesen ganzen Schwachsinn umgedeutet. Dazu gibt es im Drehbuch (Dialoge) manchen Hinweis, ihn dorthin zu lenken, was ihn als recht wahre psychologische Studie bis zur Lächerlichkeit schädigt. Aber darauf wollen wir hier nicht näher eingehen. Und dafür hat er ja den Oscar nicht bekommen.
Das jüdische Hollywood war damals, in der katholischen Beschränkung in den USA bis 1965, durchaus noch intelligent. Intelligenz ohne metaphysische Formierung wird aber primitiv und langweilig. Macht keine guten Filme, schon gar keine Kunst. Hollywood ist deshalb heute - wir kennen die Zahlen - schwer im Überlebenskampf mit amazon und netflix. Und Indien. Und China. Kein weltweiter Blockbuster-Hit mehr, seit vielen Jahren.
Samstag, 22. September 2018
Von Traumata und deren Dramatisierung (1)
Donnerstag, 7. Januar 2016
Was in Köln passiert ist (1)
Die Interviewte sagt aber noch etwas Bemerkenswertes, das für die Ausführungen weiter unten noch von Bedeutung wird: Sie sagt, daß sie den Eindruck hatte, daß die sie bedrängenden Männer (die ihr u. a. den Slip vom Leibe rissen) von ihrer heftigen abwehren wollenden Reaktion, von ihrer Wut überrascht, ja betroffen gewesen seien. Als hätten sie gar nicht damit gerechnet, daß sie das nicht wolle, so kann man tatsächlich ihre Schilderungen interpretieren.
Nach wie vor wird zögerlich begrifflich gemacht, was oft genug geahnt und tatsächlich von vielen gewußt wurde. Und auch der Standardsatz "Das hat nicht mit ... zu tun" (wechselweise einzusetzen: Islam oder Flüchtlinge) greift nicht. "Flüchtlinge" gibt es nicht erst seit September 2015. Auch wenn diese tausend Männer schon seit drei Jahren in Deutschland leben - es ist dieselbe soziale Gruppe. Basta.
Und jeder Hund mit Fäustlingen weiß es. Und erst recht jeder Deutsche. Denn der Mensch weiß nicht "aus Beweisen". Er weiß aus Anschauung. Jede Rationalität und Rationalisierung hinkt dem Wissen immer nach, ja sie kann nur in Worte fassen, was bereits gewußt IST. Das liegt einem Allgemeinbewußtsein zugrunde, das die Medien längst überholt hat und immer schon hatte. (Nur die Medien wissen das nicht. Es ist schlimm, schreibt J. Ellul einmal, wenn die Propaganda selbst an ihre Propaganda zu glauben beginnt, daran zu glauben beginnt, daß Menschen wirklich beliebig manipulierbar seien. Das sind sie nicht! Das sollte man auch so manchem Kirchenmann, die mit dem schwersten anthropologischen Gerät überhaupt anfahren - Gott, Wahrheit, Gehorsam - gehörig um die Ohren schmalzen.)
Ein Wissen, in dem die Menschen immer stehen, aber nun immer häufiger auch sprachlich formulieren, also bewußt denken: Man hat es in der Berichterstattung, im öffentlichen und vor allem im politischen Diskurs mit absichtlicher, "pädagogisch motivierter" Täuschung zu tun. Medien wir Politik berichten nicht mehr in offener Haltung, sondern sie wollen erziehen, manipulieren. Das wird als "Führung" verstanden.
Für solche Vorgänge fehlen nämlich sogar die rechtlichen, also: die gesetzlichen Mittel - es wird in Köln zu keinen Verurteilungen kommen, sagt selbst die lokale Obrigkeit. Welche Taten sind denn greifbar? Auf welche Täter eindeutig eingrenzbar? Wer war es, wenn hundert Hände an "jede Körperöffnung" greifen? Wie ist das verfolgbar? Fehlanzeige. Lächerlich sogar.
Denn unsere Rechtslage, die wie jede Rechtslage Ausdruck eines Kulturzustandes ist und ohne ihn gar nicht auskommt, ist dem längst Hereingebrandeten, ja bewußt - von Frau Merkel! - ins Land Geholten, gar nicht gewachsen. Wer aber Handlungen setzt, deren Folgen zu tragen er nicht in der Lage ist, handelt unverantwortlich, wenn nicht verbrecherisch. Frau Merkel muß sich also dem dringenden Verdacht aussetzen, daß sie sich durch "wilde Reden" auf fast primitive Weise aus ihrer Verantwortung zu stehlen versucht.
Die ganze Diskussion um eine Integration fördern sollende Verpflichtung auf hiesige Werte ist doch bestenfalls "niedlich", weil purer Schall und Rauch. Hier sind ganz andere Kräfte am Werk. Kräfte, die man aber offenbar nicht einmal mehr kennt, oder nicht kennen will. Und das macht erst recht Angst.
+ Der Augenzeugenbericht
Solche Geistesstörung äußert sich so gut wie immer durch besondere Fähigkeit, sich geänderten Situationen anzupassen, ja diese fast vorherzusehen und ihnen vorzubeugen. Dem Dissoziativen eignet ein ungeheures Vermögen, herankommende Anforderungen früh zu erkennen, und sie im eigenen Auftreten gewissermaßen "vorwegzunehmen".
Sie ist besonders bei der Frau (aber auch beim schwachen, also sein Selbst verfehlt habenden Mann) häufig, wenn und soweit diese die Identitätsbestimmung durch den (ihr im Natürlichen unerläßlichen) Mann ablehnt (Feminismus führt zur Schizophrenie, ja IST Geisteskrankheit) oder durch Selbst-Definition übersteigen will.
Der VdZ legt Wert auf die Feststellung, daß er diese Äußerung weder invektiv meint, noch im übertragenen Sinn - sondern buchstäblich weil analytisch.
Montag, 6. Oktober 2014
Wirklichkeit ist immer zeitlos (2)
Sonntag, 5. Oktober 2014
Wirklichkeit ist immer zeitlos (1)
*Nur insofern kann man von der Wahrheit des Kindermunds sprechen, und insofern spricht man auch von der Wahrheit des Berauschten. Denn natürlich kann diese Ungeordnetheit, in der sich diese äußern, sogar verborgene oder verheimlichte Wahrheiten - als Hilfestellung - ans Tageslicht bringen. In allen Gefahren, auch jener, ein vorhandenes Interpretationsnetz zu sprengen und den Menschen erst recht in Unordnung zu versetzen.
Anderseits zeigt es Unreife von Persönlichkeit, Werkunfähigkeit, solche frei aufsteigende Assoziationen oder Antriebe ungeordnet abzusondern. Vieles also, was man heute zurecht als allgemeine Unhöflichkeit beklagt - und es ist längst eine allgemeine Erscheinung - ist in Wahrheit Vorstadium zu einer dissoziativen Persönlichkeitserkrankung. Es ist tragisch und Folge von Dummheit, daß diese Erkrankung (in egal welchem Stadium) heute sogar oft noch als "(Hoch-)Begabung" dargestellt wird.
Mittwoch, 12. März 2014
Erkenntnis durch Autorität (2)
Nun, geneigter Leser, lesen Sie die ersten Absätze des gestrigen ersten Teils dieses Blog-Eintrags vielleicht noch einmal.
Ah ja, damit man es nicht vergißt: Oh nein, das ist kein Aufruf zum Subjektivismus, genau eben nicht. Es ist ein Aufruf zur Verankerung im Sein. Der einzigen Autorität, der alle Erkenntnis innewohnt. Eine Menschheit ohne Gott muß zwangsläufig in den Wahnsinn verfallen. Eine Gesellschaft ohne Bindungen zerfällt nicht nur, sondern in ihr nehmen die Wahnbilder überhand.
Dienstag, 11. März 2014
Erkenntnis durch Autorität (1)
Dann ist auch erhellend, was sich an einer Stelle des Film im Gespräch Nashs mit einem angesehenen Mathematiker äußert. Wo er angesichts eines fulminanten Erfolgs eingesteht: "Um ehrlich zu sein: Ich wußte das Ergebnis BEVOR ich es berechnet habe." Und der (ältere) Kollege antwortet: "Mir ist es nie anders gegangen."
Denn von dort kommt das Sein, und nur darauf kann sich Denken beziehen. Jede Beziehung aber ertrinkt in der Relativität, wenn sie nicht auf Gott, das Sein, mit Autorität ausgerichtet ist. (In diesem Punkt, übrigens, offenbart sich auch die letztlich nur halbe, letztlich verzweifelte Aufarbeitung der Thematik im Film.) Dem ersten und letzten, aus dem und in dem alles ist. Hier aber zeigt sich auch, daß der Mensch alleine aus Gedanken heraus (im Rationalismus also) nicht zu diesem Ziel kommt. Daß er daran zugrundegeht. Weil ihnen die Ordnung fehlt.

