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Dienstag, 20. Juni 2017

Und da traf er es

Dennoch hat Reinhard Mey immer einen Weg "dazwischen" gesucht, und das spricht zweifellos für ihn. Und so ist ein Lied "Annabelle" viel relevanter, vie laussagekräftiger über diese Zeit der frühen 1970er, als mancher meine möchte. Und aktuell bis heute.









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Freitag, 16. Juni 2017

Alles, nur kein Kritiker

Lustigerweise wurde Reinhard Mey als "Gesellschaftskritiker" bekannt. Aber genau darin war er höchst leichtgewichtig. Seine Kraft lag immer im natürlichen Nahesein zum Schönen, zur Substanz. Wie lächerlich das war, wird uns heute bei Liedern wie diesem bewußt, wo alle meinten, er hätte den "Nerv der Zeit" als Kritiker getroffen. Hach, dürfen wir heute darob befeit lachen! Und uns seinen anderen Liedern zuwenden. Wo er wesentlich wurde. Und nicht meinte auch etwas "Gescheites" zu sagen zu haben, was er nie hatte. Und erst dort war er großartig.

Ein wunderbares Lied. Nur - sicher kein kritisch-relevantes! Und doch glaubten damals, aus der Generation und Zeitstimmung der 68er, so viele, daß sie "kritisch" und relevant wären.









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Sonntag, 11. Juni 2017

Nur das Alltägliche ist wichtig

Das Alltägliche, das eigentlich Wichtige im Leben, wird heute längst zur Nebenssache. Es gibt nur noch Weltprobleme, Probleme der großen Weltrettung ...Probleme, die in so seltsamer Undimensioniertheit zu unserem Alltag stehen, daß alles Alltägliche nur noch unwichtig wird. Wir schließen die Augen vor dem Nächsten, um in die Fernen zu blicken, die wir aber seltsamerweise nie erblicken.

So war es nicht vor 40 Jahren. Mehr wollen wir dazu gar nicht mehr sagen. Als: Wollten wir uns alle doch endlich um das kümmern, was uns wirklich betrifft. Und das wäre es auch, werte Leser, das diese ganzen Weltherrschaftsphantasien aushebeln würde. Dann würden wir wieder sehen, worum es wirklich geht.











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Freitag, 9. Juni 2017

Vielleicht gibt doch etwas Halt?

Und man suchte neuen Halt, man suchte auch neue Freude, Liebe, suchte was hält im Leben. In einer Welt, in der in den 1970ern alles auseinanderfiel. Ach, was wurde damals diskutiert, was wurde versucht zu klären. Man sucht nach neuen Haltepunkten. Wären das nicht - Freunde?









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Donnerstag, 8. Juni 2017

Traurigkeit als Punkt vor der Freude

Traurigkeit. Traurigkeit über die Erkenntnis des so begrenzten Vermögens des Menschen. Der an Grenzen stößt, die er aus eigener Kraft nicht zu durchstoßen vermag. Also klammert er sich an Begriffe, die er doch in ihrer Leere ahnt. Das ist tatsächlich die Kraft des Existentialismus. Er macht die Endlichkeit des Menschen so deutlich. Und er macht deutlich, daß wir nur traurig sein können. Als wichtigster Schritt zu Gott hin. Erst dort, erst dort liegt Freude.

Das war das Ehrlich, das Wahre an dieser Musik jener Zeit. 









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