Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Montag, 3. Januar 2022
Warum Bonelli dramatisch falsch liegt (2)
Sonntag, 2. Januar 2022
Warum Bonelli dramatisch falsch liegt (1)
| QR Vortrag Bonelli |
(Und, das wagen wir hier zu sagen, aus persönlichen Gründen auch nicht leisten kann, sonst wäre er kein Psychiater nach heutigem Zuschnitt geworden. Was eine so allgemeine Zustandsbeschreibung ist, daß man ohne viel Bedenken sagen kann, daß KEIN Absolvent der heutigen Psychologie in Europa zum Menschen überhaupt etwas Relevantes zu sagen hat. Alles, was dabei herauskommt sind Pseudolösungen, Pseudoerklärungen, die aber nie etwas erklären, sondern einen ganzen Rattenschwanz an Folgen hier, an ungeklärten Voraussetzungen dort mit sich führen, sodaß sie im Grunde in Sophistereien und Schlagworten - "Zwangsritual", "Narzißmus", "Paranoia", etc. etc. - ersaufen.)
Wobei nicht einmal das zu konnotieren ist, weil Bonelli sowieso im Relativismus erstickt,
Freitag, 26. November 2021
Beharren auf dem Geheimnis unserer selbst
Die davon ausgeht, daß jeder Mensch aus seinem direkten Gegenüber - Gott, das Sein, das personale Sein, das Sein das Person bzw. die Beziehungsdynamik von drei Personen mit unterschiedlicher Charakteristik ist - ein Geheimnis ist, und daß deshalb dieses Geheimnis auch eine Ansprache von Gott selbst (in Jesus Christus, den Gott-Menschen, der sich IM MENSCHSEIN als Ähnlichkeit widerspiegelt, was bis zur personalen Dynamik geht) an mich und an die Welt ist. Weshalb jeder dem Gegenüber mit Respekt und Wohlwollen begegnen sollte (wobei es eigentlich ein Müssen wäre, aber es verlangt unbedingt Freiheit), um ihn in Apperzeption aufzunehmen. ("Wer einen von diesen Kleinen in meinem Namen aufnimmt ...") Um ihn dann (nach-leidend, passum, im Erleiden) zu erkennen, das heißt sein Sein zu erfahren (und sich dazu dann zu stellen).
Deshalb reicht es bei weitem nicht, Menschenrechte zu fixieren, die sich aufs nackte Überleben beziehen, sondern es braucht den unbedingten Respekt vor der Ganzheit des Anderen als Begegnenden. Und als Kulturgut schon gar nicht. Denn hier braucht es diese Verankerung des "ertragenden Seinlassens" (soweit es nicht meine sachlichen Verantwortungsbereiche anbelangt, die aber eben einen Sachbezug, ein gemeinsam zu Tuendes brauchen) in dem ich dem anderen sein Geheimnis belasse.
Ex factis, non ex dictis amici pensandi - Achte auf das, was jemand tut, nicht auf seine Worte. Danach suche dann Deine Freunde, aus Ihrer Gestalt!
Wer trägt sich schon auf der Zunge? (Antonio della Caraffa, "Sentencas")
Dienstag, 21. September 2021
Die Maske verdeckt nur Zweitrangiges
Samstag, 3. Juli 2021
Veganismus als Schuld an der Erde (4)
Jetzt hat aber Schuld etwas Heimtückisches. Weil sie ein Widerspruch zum ontischen Gefüge dessen ist, was einerseits der Welt zugrunde liegt (also über die Idee durch die wollende Liebe Gottes "zum Weltwerden schiebt"), und anderseits den, der gegen diese Ordnung verstößt (weil allem Weltsein eine ideenhafte Ordnung zugrunde liegt, die jener Ort ist, an dem alleine sie bestehen kann), eine reale Spannung in sich verspürt. Die Abführung verlangt. Sei es, daß man sie in Alkohol und Drogen versenkt, sei es, daß man sie in Ersatzhandlungen abführt, WENN die Handlung, die diese Spannung auf natürliche Weise abführen würde, so tabuisiert und abgelehnt wird, daß sie nicht in Frage kommt.
Freitag, 2. Juli 2021
Veganismus als Schuld an der Erde (3)
Damit haben wir genug Material gesammelt, um die Aussage begreiflich zu machen, ja sie sogar zu unterstützen. Daß im Veganismus/Vegetarianismus** das Matriarchale als jener Lebensuntergrund wieder aufersteht, der ohne schöpferischen Eingriff auszukommen meint. Und dem Erlebnis des gottähnlichen Menschseins im Willen, der aus dem Vorhandenen "Neues" macht, der die Vorgänge der Natur düpiert und "ausnützt", eine Absage erteilt. Sodaß auch uns immer deutlicher wird, warum die bewußte Wahl von Pflanzen als Lebensmittel einen ganzen Kosmos an Weltanschauungen und Lebenshaltungen enthält.
Montag, 11. Mai 2020
Psychische Folgen enormen Ausmaßes
Somit ist mit einem extremen Ansteigen von Psychopathologien dieser Kategorie zu rechnen. Am häufigsten wahrscheinlich in der Form von Selbstverletzungen als unlenkbarer, irrationaler Äußerungsdrang. Sei es direkt durch handgreifliche Wundenerzeugung, sei es indirekt durch ungerechtfertigt defensives, ja selbstrestringierendes Verhalten.
In jedem Fall fehlen unseren Gesellschaften jene Kräfte, die gerade nach so einer Wirtschaftskrise, die folgen wird beziehungsweise unausbleiblich ist, gegenhalten oder einem Wiederaufbau zugewendet werden könnten.
Montag, 22. April 2019
Der Mann bittet nicht um Anerkennung seiner Stellung
Denn schöpferisches Leben ist ein Leben in der Haltung des Gehorsams. In jede Richtung. Gehorsam, als Tor zum Schöpferischen, als das was die Dinge aus sich heraus- in die Welt hineintreibt, damit zur Welt macht, die eine Welt der Gestalten (nicht der Plaudereien) ist, kommt aber nicht dort in die Welt, wo der andere sich überlegen soll, ob er nun gehorsam ist.
Dieses entscheidende Element kommt in Petersons Sichtweisen gar nicht vor. Dieses Element wird sogar - unmännlich! - zum posthoc sich findenden Ausfluß von "Kompetenz", von Leistung umdefiniert. Aber genau das ist es nicht, und genau das ist auch nicht das, was das Leben gelingen läßt. Das ist Materialismus. Leistung trägt zum Leben bei, gewiß, aber sie ist nicht der Ausgangspunkt. Agere sequitur esse - das Handeln folgt dem Sein. Das Sein ist also die Frage. Und das Sein ist eine Frage des Ausgespanntseins auf einen Ort, der einem vorausgeht. Nicht folgt, weil man "fähig", "kompetent" etc. ist.
Dort erst wird die Bedingung erfüllt, der Boden bereitet, auf dem Leistung und Kompetenz wachsen und aufstehen können. Aber selbst wenn man inkompetent ist - die wesentliche Haltung ist auf den Ort bezogen, an dem man steht. Nicht auf die Leistung. Dort liegt auch der Sinn des Lebens! Und dort liegt das Kreuz, aus dem einzig neues Leben in die Welt strömt.
Deshalb ist auch sein Urteil falsch, wenn es darum geht, das aggressive Verhalten von Männern einzuschätzen, sagen wir: wenn sie Rocker werden, mit Harley Davidsons herumgurken und Stahlketten schwingen. Es ist die berechtigte, ja richtige Reaktion von Männern inmitten einer Gesellschaft, die die konkrete, äußere Ordnung aufgelöst hat und verweigert, sodaß sich das Mannsein nicht mehr bewähren und damit wirklichen kann. Rocker repräsentieren deshalb die Sehnsucht nach einer vorausliegenden, konkreten, sozialen Ordnung, nicht individuelles psychisches Stolpern oder Psychopathologie.
Das macht aber wohl einen Gutteil seines enormen medialen Erfolges aus: Daß die Männer sich vorsagen können, daß sie Männer sind, ohne es sein zu müssen, weil sie den wirklichen Schritt zur Gestalt nicht machen müssen. Und daß Peterson ihnen vormacht, daß das so bleiben kann. Indem er eine Wohlfühlstunde nach der anderen anbietet.
*Diese Unmännlichkeit, weil Figurlosigkeit in der Welt, ist bestenfalls dem Künstler oder Philosophen vorbehalten. Wie Rilke (der VdZ glaubt: in einer seiner Duineser Elegien) schreibt: Der Dichter gehört eigentlich der Welt der Mädchen an ... Wir wollen freilich einschränken: Wenn er jung ist. Wenn sein immer eigenes, originales Archetyp noch nicht Gestalt angenommen hat.
Donnerstag, 1. November 2018
Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (6)
*071018*
Mittwoch, 31. Oktober 2018
Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (5)
*111018*
Dienstag, 30. Oktober 2018
Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (4)
Mittwoch, 9. November 2016
Das Denken einer Minderheit
Der Grundimpuls der gesamten Frankfurter Schule wurde sohin immer maßgeblicher: Wissenschaft wurde durch Politik (Moral) ersetzt, und wir stehen heute vor einem ultimativen Schritt dazu: In der Post Normal Science wird Wahrheit auf den Universitäten immer durchgängiger durch neue Wertdogmen, schöpferisches, freies Denken durch Zweckoptimierung auf diese Moraldogmen hin ersetzt. Was Adorno so wirkmächtig in die Welt setzte, war also nicht neu. Neu war nur die mediale Kraft, die er sich zu Nutze machte, und in der er in Deutschland auf eine tief traumatisierte, wehrlose, von zahlreichen Denkverboten bereits gelähmte geistige Landschaft traf. (Seine so wirkmächtige Schrift "Der autoritäre Charakter" wurde übrigens von der Jüdischen Gesellschaft erstmals herausgegeben.
Darin könnte man tatsächlich den Selbstverteidigungsimpuls einer Minderheit (der Juden) erkennen, den dieser (unser) gesamter Kulturraum mittlerweile internalisiert hat. Und der sich gegen alles richtet, was Identität als zugesprochenen Ausgangspunkt des Menschseins überhaupt je ausgemacht hat.
Speziell in unseren Ländern war ab 1945 sogar mit Militärgewalt durchgesetzt alles Selbstsein zensiert, und alle Gestalt nur noch dem "Nicht-Antijudaismus" eingegliedert, als oberstes Prinzip von Politik und Denken. Auf weltweiten Maßstab in Form eines Super-Dogmas ausgeweitet, wurde es zu einem Impuls der Auflösung jeder völkischen Gruppe ("ethnic cleansing", wie es jüngst im UN-Abkommen "Habitat III" weiter beschlossen wurde), die auch in Amerika (wo sich Judaismus und "Black Movement" verbanden) brutal durchgesetzt wurde - der Multikulturalismus hielt überall Einzug, mit seinem vornehmsten Mittel der Umsetzung: der Migration, die überhaupt nur "funktionierte", wenn alle religiösen und ethnischen Gruppen ihre Identität und wechselseitige Bezogenheit dieser Faktoren aufgaben. Fällt die Identität, fällt die Gestalt, fällt die Religion, wird zur Pseudologie, zur subjektiven Psychodynamik.
Welche Ausrichtung deshalb den Katholizismus (den man durchaus als Haupt- weil eigentlichen Feind betrachten kann) in seinen Grundfesten erschütterte. Den man aus genau diesem Grund zu einer Art universalistischen, ortslosen, ja virtuellen Heilsgefühligkeit umzubauen, weil irgendwie in diese neue Wertewelt hinein zu retten versucht hat. (Kirche ist ohne Kultur undenkbar, denn ihre Gestalt IST jeweilige Kultur.) Immerhin fehlte ihm nun (wie sich spätestens mit dem 2. Vatikanum zeigte) seine ontologische Position in der Welt, die man nun aufzulösen begann: Als allein-seligmachende Kirche, ohne welchen Anspruch sie sich ja selbst widerspricht. Aber die Botschaft des Kreuzes als Weg zum Heil ist ohne Verwurzelung, ohne sehr konkrete Verortung und Einbindung überhaupt nicht begreifbar, und im entwurzelten, entschränkten Zustand wird sie regelrecht ausgelöscht. Denn Gestalt IST autoritative Herrschaft von Form über Materia. Und Gestalt ist der Hauptangriffspunkt der Frankfurter Schule.
Das geschah und geschieht durch die Auflösung der Liturgie, denn sie IST diese Botschaft, die alle andere Gestalten zeugende Gestalt. Das Christentum wurde aber weitgehend liturgie-befreit und ist notwendig zu einer Verhaltenslehre und -moral verkommen, ist damit gar kein Christentum mehr, denn Religion kann nur im Kult und aus ihm bestehen. Wo kein Kult - da nicht einmal ein Begriff von Gott. Um wieviel mehr muß dies für die Heilige Messe der Kirche gelten, die als ihr Zentralgeheimnis den unvereinbaren Gegensatz zum Judaismus tagtäglich erneuert? (Damit muß sich Judaismus sogar gegen die Kunst selbst wenden, und das ist auch passiert.)
²Der Antisemitismus des Hitlerismus ist das schlagendste Indiz für die geistige Impotenz eines in sich gar nie konsistenten Ideologie-Eklektizismus, des sogenannten Nationalsozialismus. Selbst Mussolini hat 1933 Hitler in einem Brief dazu aufgefordert, den Antisemitismus aufzugeben. Er hat aber verdeckt, daß es Hitler nie gelungen ist, die wirklichen geistigen und kulturellen Probleme des Judaismus zu adressieren und politisch-gerecht zu lösen. Nicht zufällig fiel der Hitlersche Antisemitismus in eine Zeit, in der die Assimilierung der Juden in Deutschland enorme Dynamik angenommen hatte (90 Prozent der jungen jüdischen Männer heirateten 1932 bereits christliche Frauen, 30 Prozent der Jüdinnen christliche Männer, jeweils mit enormen Taufkonversionsraten), der Judaismus also dabei war, weitgehend überhaupt zu verschwinden. Hitler selbst hat den Judaismus (als Gruppenphänomen) neu belebt und aufgeblasen. Erst sehr vorsichtig, weil (ethnischer) Antisemitismus in Deutschland so gut wie nicht bekannt war, wie selbst ausländische Botschafter in ihre Heimat berichteten. Die Judenprogrome Europas in der Geschichte zuvor waren ebenfalls nie ethnisch-rassisch begründet, sondern soziale und sozialpsychologische Phänomene des Judaismus. (Wir werden an dieser Stelle in den nächsten Wochen und Monaten noch sehr eingehend darüber berichten.)
Sonntag, 16. Oktober 2016
Die Generation der Überzähligen (2)
Samstag, 15. Oktober 2016
Die Generation der Überzähligen (1)
Dienstag, 7. Juli 2015
Ex factis, non ex dictis amici pensandi (2)
Könnte nicht die Stoßrichtung "carbonfree" auch aussagen, daß sie sich gegen das "nie verlöschende Herdfeuer" wendet, das die Frau zu hüten hat - ihre seit Menschengedenken eigentliche Aufgabe, in alle Dimensionen des Weltseins umfassende Realsymbolik für das einzig Lebensspendende, die Liebe? Sie finden das übertrieben, werter Leser? Der VdZ nicht. Denn man muß die Welt so denken. Nur so ist sie human, nur so ist sie in der Vorsehung - dem Wissen, der Vernunft - des personalen Gottes geborgene Schöpfung. Nur so ist sie schöpferisch.
Die wirkliche Botschaft, einen Schellnhuber in den päpstlichen Rat der Wissenschaften einzuladen, liegt dort: In einer Entheiligung durch (moralistischen) Technizismus. Mit einem Papst, der sich fast offen (wie immer ist er auch hier zurückgezuckt, jede Festmachungsmöglichkeit ist ihm ja feind) gegen die Vernunft (aber dafür für eine rationalistische, auf Denkzwänge umgebrochene Wissenschaft) ausspricht - und das heißt: Gegen den Vater, dafür pausenlos Verhaltensmaßregeln für kleinste Alltäglichkeiten in die Welt schießt. Die eigentümlichen Berichte über das bis heute nicht ganz geklärte Verhalten Bergoglio's während der argentinischen totalitären Militärdiktatur könnte hier eine weitere erhellende Note zufügen. Sucht er prinzipiell, in wirrem Instinkt, die Nähe zur - faktischen, als Moral starken - Macht, um von ihrem Schatten zu profitieren, wie Frauen es eben tun?
Montag, 6. Juli 2015
Ex factis, non ex dictis amici pensandi (1)
Damit aber wehrlos gemacht, weil existentiell an diese Moral gebunden (die es sprachlich-gedanklich nicht mehr aufzulösen wagt, weil es sonst ins Nichts fiele), wendet sich die Wut gegen die Mutter - aber auf ganz andere Weise. Und richtet sich gegen das Wesensbild des Mütterlichen selbst, das im selben Atemzug, im Doppelschlag, auf ein Wesen zurückgestutzt werden soll. Dazu bietet die Natur perfektes Objekt.
Montag, 27. Oktober 2014
Fehlerhafte Triebe (3)
Oder zum Irrsinn der "freien Wahl" des Geschlechts
Ebenfalls aus diesem Blickwinkel läßt das ADHS-Syndrom ganz andere Schlüsse zu, als gemeinhin gezogen werden. Denn hier sind ungeformte Antriebe die Ursache für eine für den Betroffenen - den man als "verwahrlost", meist sogar wohlstandsverwahrlost bezeichnen muß - nicht kanalisierbare Antriebskraft.
Oder wie viele Beispiele aus seiner Erfahrung soll der VdZ anführen, wo selbst Endzwanziger einfach keine Lebensform gefunden haben, weil sie einer "Nicht"-Erziehung ausgesetzt waren die ihnen zumutete, sie könnten in jeder Lebensphase nur aus ihren Antrieben heraus erschließen, was sie in ihrem Leben zu tun hätten. Und damit auch selber entscheiden könnten, welche Schulen oder welche Ausbildungen oder welche Gewohnheiten sie wie lange oder wie oft wahrzunehmen bedürften? Denen dann ihre tief existentielle Verwirrtheit - nicht selten von größenwahnsinnigen, eitlen und ehrgeizigen, dabei selbst gescheiterten, und in Wahrheit nur trägen, zutiefst unreifen,l also in juvenilen und infantilen Stadien festsitzenden Eltern - auch noch als "kreative Veranlagung" schöngeredet wurde und wird, worauf sie gerne zugreifen, weil sie ihr Leben einfach nicht (mehr) ordnen und damit vernünftig gestalten können?
Sonntag, 26. Oktober 2014
Fehlerhafte Triebe (2)
Erwachsenwerden heißt also, die jeweils an sich noch ungeistigen (aber auf Geist ausgerichteten, deshalb mit dem Lebensalter ansteigend und fordernder in Vernunftstrukturen einzugliedernden) Lebensstufen zu formen zu lernen, und dem höheren Gesamtziel dienend - der Freiheit des Geistes - als Persönlichkeit einzufügen.
Jedes Tier erwartet vom Menschen nämlich, daß er seine Herrschaft über es wahrnimmt und es selbst somit zur höchstmöglichen Erfüllung führt. Denn auch das bloße Tier, der bloße lebende Organismus der Pflanze, ist auf Geist ausgerichtet, insofern ontologisch transzendent, ohne dieses Ziel aber - mangels Vernunft als Selbstverhältnis - selbst erfüllen zu können. Denn alles Leben will zum Einen, zu Gott. Und der ist Geist. Und was die Welt rägt ist LOGOS, ist Sinn. Nur aus Sinn aber nährt sich Leben. Alle unteren, sagen wir: rein vitalen Ebenen sind zu diesem (Welt-)Sinn nur Analogie.
**Deshalb gibt es eben Unkultur, ja Anti-Kultur, denn hier wird die Frage nach der Wahrheit (und der nur in ihr möglichen Klugheit, ja Weisheit) entscheidend. Nicht alles, was also institutionalisiert ist, ist auch zugleich Kultur im Vollsinn, sondern kann auch kulturalisierte Unkultur sein, die den Menschen von sich wegführt. Johannes Paul II. hat also sehr richtig von der "Kultur des Todes" gesprochen, in die sich der Westen entwickelt hat. Die Stellung der Sexualität in der faktischen Öffentlichkeit ist etwa als klare Neurotisierung zu verstehen.
***Gerade in den Perversionen findet sich deshalb erstaunlich klar ein höheres, allgemeineres, geistiges Prinzip ausgedrückt, das um Durchsetzung, um Leibprägung - weil auf Gesamtwirklichkeit des Menschen ausgerichtet - kämpft und dabei mit viel Kraft nach Verwirklichung (nach außen, in Gestalt) drängt, und auf einen Leib und ein Selbst (als psychische Struktur im Verhältnis nach außen) mit dieser und jener Prägung, manifestierter Haltung, Neigung, Gewohnheit oder auch Denkmöglichkeit etc. trifft.
Samstag, 25. Oktober 2014
Fehlerhafte Triebe (1)
Der "Todestrieb" Freuds findet eine gewisse Analogie jallerdings in der Erscheinung der Reife, die nämlich tatsächlich ein Selbstvergessen - insofern: ein Sterben - bedeutet, in der sich das Ich dann je neu aus den transzendenten Quellen erhält.