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Freitag, 8. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (5)

Dafür haben wir noch einen ganz besonderen Blick auf das Ruanda der Gegenwart. Denn Ruanda 1994 = Deutschland 1945. - Aber noch einen Blick wollen wir tun. Den in die Gegenwart von Ruanda, den seiner Geschichte NACH den furchtbaren Ereignissen von 1994. Nicht nur durch fremde Truppen, sondern durch internationalen Druck, den eine gewaltsam von Tutsi aufgerichtete "Befriedungsdiktatur" realisiert hat.
 

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (4)

Der Pogrom an den Tutsi war zwar nicht rechtfertigbar. Aber er ist verstehbar. Und das ist die Voraussetzung für ein Verzeihen. - Ja, es gab schon Spannungen, ja, es gab schon einmal gefährliche Verfolgungen durch Hutu, und die Älteren hatten das auch nicht vergessen, ja es gab Spannungen, aber NICHT bei ihr, nicht bei den Eltern, die unterschiedslos auch Hutus halfen (beide waren Lehrer, offenbar gut bestallt und bezahlt und in leitenden Stellungen, mit scheinbar nicht unerheblichem Grundbesitz, einem großen Haus, und vier Kindern, drei Söhnen und dieser einen Tochter.

Die Massaker überlebte nur ein Bruder, der (sic!) in Westafrika, fünftausend Kilometer entfernt, studierte. Wo erwähnen wir gar nicht, weil alle solche Realia in den Schilderungen der Tutsi kaum Erwähnung finden und unbedeutend sind. Alles schwebt eineinhalb Meter über dem Erdboden, und einer ihrer geschilderten festen Träume ist ja sogar, in einem fliegenden Teppich durch die Welt zu fliegen. Das erzählt doch alles? Wie überhaupt das, was man aus diesem Buch gewinnen kann, wenn man konzentriert sucht, in den Leerräumen zu finden ist, nicht in den Zeilen. 
 

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (3)

Der Haß auf die Schöneren ist uns bekannt. Dafür kann ein Hutu schon morden. Denn die Tutsi sind bei den Europäern beliebt, weil sie wie sie sind: Wurzellos, leistungs- und geldorientiert. Und schöner als die Breitnasenaffen, die sowieso ihr Recht - auf alles - im Blut der Opfer ertränkt haben. - Die Tutsi, dieses kainitische Volk der Jagd und der Stadt, konnten mit den europäischen Normen und Vorgaben einfach besser umgehen. So wie jedes entwurzelte Volk, jeder entwurzelte (universalistische) Mensch das eben "kann". Als Arrangement mit dem Zerfall, so muß man es bezeichnen, das jedem verwurzelten Menschen, der sich auch in seinem Volk verwurzelt sieht, in seiner Sprache, seiner Geschichte, seine Art und seinem Aussehen.
 
Ihnen stehen die Hutu gegenüber. Und die Tutsi und die Hutu unterscheiden sich deutlich im Aussehen, Immaculée schildert es immer wieder: Die Hutu erkannten die Tutsi deshalb sofort, und letztere konnten sich nicht "in der Masse" verbergen. Sie waren durch ihre Größe, ihre athletische Gestalt, ihre nach europäischem Begriff schöneren Gesichter weil nicht breiten Nasen von Hutu zu unterscheiden. Und sie waren (aus alle den schon genannten Gründen) im Durchschnitt gebildeter. Sie hatten damit im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil in Ruanda einen weit überproportionalen Anteil an Bildungsberufen und generell an Autoritätsstellungen. Ich gebe hier nur wieder, was Immaculée schreibt. 

Dienstag, 5. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (2)

Die Frage nach dem WARUMDie Tutsi sind bei den Europäern beliebt, weil sie wie sie sind: Wurzellos, leistungs- und geldorientiert. Protestantisch, nicht christlich. Protestantisch wie das Katholische an Immaculée. - Aber ich finde das nicht, was ich finden soll, und was auch angeblich Immaculée "weitergibt". Denn es geht nicht um das, was ein Katholik mit "Glaubensinhalten" bezeichnen könnte. Es geht lediglich um eine Art von "Gotteserfahrung", in der sich Gott in seiner unendlichen Vorsehung als zuständig für das Erlernen der Fremdsprache, für das Auftauchen von Kosmetik und Ohrringen (tatsächlich! aber gut, warum nicht?), für Liebesbeziehungen, Partnerwahl, Ehestiftungen, Karriere und Wohlstand in den USA zuständig zeigt. 

Er tut das auf Rezept, gewissermaßen, und Immaculée teilt das auch mit dem Leser. Man muß sich nur das Erbetene, schreibt sie (und ich bin mir nicht nur diesmal nicht sicher, eine Schrift von Prentice Mulford et al. in Händen zu halten) VISUALISIEREN. Und findet in ihrem Buch umso mehr Platz für Stimmen, die einer universalistischen, ja esoterischen "Gotteserfahrung" das Wort sprechen, als sie expliziten Katholizismusbezug verschweigt. An einer einzigen Stelle (als sie es als Kriterium für die Gattenwahl nennt) kommt das Wort katholisch überhaupt vor. 

So universalistisch wie überhaupt die Wertewelt der Ruandi ist. Die Karriereträume hat, die ihr Gott BEI DER UNO erfüllt,

Montag, 4. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (1)

Mit einiger Irritation habe ich das Buch "Aschenblüte" von Immaculée Ilibagiza zugeklappt, und seit Wochen, die schon zu Monaten wurden, überlege ich, was ich dem Dominikanerpater sage, der es mir lieh weil dringlich zu lesen empfahl. Zwar hoffe ich immer noch, daß er es selber nie gelesen, sondern einfach von irgendwem erhalten und (weil ich ihm als einziger Deutscher unter der im Kern immer gleichbleibenden Meßgemeinde eine halbe Stunde vor Mittag eingefallen bin) ohne weiteren Hintergedanken weitergab. Aber das Bedeutungsschwangere, die leuchtenden Augen, die seine Geste begleitete, in der er es mir in die Hand drückte, spricht dagegen: "Sie sollten das lesen," meinte er. Also habe ich es gelesen.

Und es danach in einer Mischung aus echter Sorge und nicht geringem Ärger zugeklappt. Denn was die mittlerweile wohl bald vierzigjährige Immaculée Ilibagiza geschrieben hat macht einen Konflikt sichtbar: Den zwischen einem GESOLLTEN Empfinden, und dem TATSÄCHLICH Gesehenen. Und die Fragen, die aufstehen, sind ganz anderes als die, die im Buch angeblich beantwortet werden. Schon gar die Frage nach Gott.

Die Handlung ist rasch geschildert: Immaculée (das Buch ist autobiographisch), geboren 1972, wird 1994 aus allen Lebensplänen gerissen, in denen sie von Karriere und Wohlstand in Ruanda träumt. Quasi über Nacht fallen die Hutu im ganzen Land über die Volksgruppe der Tutsi her und ermorden, wen immer sie zu fassen kriegen. Das "Ungeziefer" soll ausgelöscht werden. 

Samstag, 4. September 2021

Hält Przemysl? (4)

Der Ausbruch, der ein Zusammenbruch war. Przemysl war der Korken in der Flasche, deren Geist Osteuropa zu einem "bloodland" machen sollte. Die simpelste Erklärung dafür, daß die Russen alles, einfach alles zu wissen schienen, was in der Festung vor sich ging und was an Verteidigungsmaßnahmen geplant war, lag ... im Radiosender. Dessen Code war von russischen Ingenieuren geknackt worden, und jede Meldung von oder an die Festung wurde somit vom Feind mitgelesen. Jede Verlegung von Truppen wurde sofort vom Feind beantwortet, jede geplante Aktion unterbunden, und die russische Artillerie - ohnehin der österreichischen an Feuerkraft, Geschützqualität und Munition weit überlegen - schlug pünktlich und präzise los, sobald sich etwas zu treffen bot. 

Die russische Artillerie war ohnehin das Fallbeil für die österreichischen Armeen in diesem ersten halben Jahr des Krieges gewesen, wo sie von Niederlage zu Niederlage getrieben wurden und nur durch den Mut der Verzweiflung wenigstens halbwegs zurückgehalten werden konnten. Sodaß das Ziel, über die Karpaten Budapest zu erobern, nicht erreicht wurde. Sie konnten anders als die Habsburger Truppen mit den neuen Arten des Kampfes umgehen. Die die Österreicher nicht kannten, und deshalb vorsorglich für untauglich erklärt hatten; leider. Sie mußten nachvollziehen, was die Russen selber im Krieg mit den Japanern 1905 blutig lernen hatten müssen. 

Das Zauberwort hieß "kombinierte Waffengattungen", und bedeutete etwa, daß die Artillerie jeweils das Terrain vor der eigenen vorrückenden Truppe beackerte. Der Beschuß rückte dann jeweils mit weiter, die russischen Geschütze hatten anders als die österreichischen dazu auch die Reichweite. Unter solchen Bedingungen war oft an eine Gegenwahr durch die Österreicher kaum zu denken, man konnte nur fliehen. 

Aber da waren dann die russischen Scharfschützen mit ihren hervorragend geeigneten Gewehren.

Donnerstag, 2. September 2021

Hält Przemysl? (3)

Für den 18. März 1915 hatte der Festungskommandant von Przemysl, Generalleutnant Hermann Kusmanek von Burgneustädten, schließlich einen ultimativen Ausbruchsversuch angesetzt: Kämpfen muß das Ungarnheer, Siegen oder sterben, heißt es in der Operette - Es ging nur noch um die Ehre. 

Die Lage in der seit Oktober belagerten österreichisch-ungarischen Festung war völlig verzweifelt. Jede Hoffnung, daß Generalfeldmarschall Conrad von Hötzendorf von den südlich gelegenen Karpaten her eine Ersatzarmee schicken könnte, mußte endgültig aufgegeben werden. Der Winter war zu hart, und an ein Durchkommen im Schnee gegen die drei russischen Armeen, die Przemysl in weitem Umfeld umschlossen hielten, war nicht zu denken. Denn wie immer hatte Conrad Divisionen "befehligt", die es gar nicht gab. 

Donnerstag, 14. November 2019

Afrika wehrt sich (3)

Teil 3)



Afrikanische Bischöfe warnen eindringlich: Die grenzenlose Migration schädigt nicht nur Europa. Denn wenn die Zahl der Zuwanderer die der Geburten übersteigt, muß eine Gesellschaft in schwerste Spannungen und Konflikte fallen. Sondern sie schädigt auch Afrika selbst auf das Schwerste. Die Vorbilder, die so viele junge Afrikaner verwirren, kommen von außen. Sie kommen über social media, über westliche Filme und Medien. Ihnen folgen dann Millionen, die sich ein Paradies erwarten und meinen, es ginge nur darum, durch Auswanderung an diesem Wohlstand und diesem tollen Leben teilzunehmen. Die Illusionen enden in Enttäuschung und Elend. Dafür erlebt Afrika den schlimmsten Brain-Drain seiner jüngeren Geschichte, der dem Kontinent auf unabsehbare Zeit seine Zukunft weil seine Jugend raubt.

Speziell Europa handelt dabei verlogen und verantwortungslos. Denn es gibt für diese vielen Afrikaner, die nach Europa aufbrechen, weil sie ein leichteres, schöneres Leben erhoffen, weder Platz noch eine Möglichkeit, sich diesen Wohlstand zu erarbeiten. Europa hat für die vielen Migranten aus diesen Ländern keinen Platz, weil es ihnen keine Chancen bieten kann. All die sogenannten Integrationsprogramme sind lächerlich unrealistisch. Der bei weitem überwiegende Teil der Migranten aus unterentwickelten Ländern findet in unseren Ländern weder eine Arbeit, die ihm den erhofften Wohlstand bringen könnte, noch einen Lebensraum, in dem er sich verwurzeln könnte.


*So nebenbei: Wie praktisch immer ist die Abtreibungsidee aus der Ideenkiste der "Eugenik" entliehen, also der Idee, daß durch gezielten Einfluß auf die Weitergabe von Veranlagungen eine bessere Menschheit zu züchten wäre. Diese Idee war in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sehr populär, kam dann durch Hitler unter Verruf, ohne aber ihre Rolle zu verlieren. Sie wird nur heute verbrämt und verschwiegen, ist aber nach wie vor die treibende Kraft hinter allen Verhütungs- und Abtreibungskampagnen.

**Die Grundidee der "sexuellen Aufklärung" ist, eine Wahl vorzulügen, die es gar nicht gibt. Die Wahl, nach der Empfängnis noch über Schwangerschaft entscheiden zu können, die überhaupt die schreckliche Illusion impliziert, daß Empfängnis und Sexualakt zu trennen wären. Schon daraus erwachsen immense psychische Schäden, die nur deshalb wenig "bekannt" sind, weil man sie weggelogen haben will. Der nächste implizite Punkt ist der darin transportierte Feminismus. Die Idee, ein empfangenes Kind abzutreiben, ist in sich bereits eine Widernatürlichkeit, die durch "Aufklärung" eine zweitwirkliche Gedankenstruktur anregt, die von jedem natürlichen Empfinden abgekoppelt ist. Die Aufklärung über Verhütung und Abtreibung bringt also die Idee zur Abtreibung mit sich.  





Mittwoch, 13. November 2019

Afrika wehrt sich (2)

 Teil 2)



Die Dunkelziffer an "medizinischen Komplikationen" sogenannter "sicherer Abtreibungen" dürfte in Afrika noch weit höher liegen als in England, wo etwa das Marie Stopes Institut,* das sich in Afrika breitgemacht hat, in den letzten Jahren in die Schlagzeilen geraten ist. Dort macht man gar kein Hehl daraus, daß man sich um lokale Gesetze nichts schert, um "Frauen zu helfen". Oft genug erklärt man die Tätigkeit dann als "medizinische Hilfe nach illegaler Abtreibung". Und erhöht so den ideologischen Druck aus der Falschaussage heraus, es gäbe so viele illegale Abtreibungen, daß eine legislative Freigabe wenigstens aus medizinischen Gründen notwendig wäre.**

So ganz nebenbei ist Abtreibung auch ein Milliarden-Geschäft. Alleine Marie Stopes Institute, eine der führenden NGOs, neben Planned Parenthood etc., führt in England jährlich 70.000, weltweit 3,66 Millionen in 37 Ländern "sichere" Abtreibungen durch. Es gibt einen regelrechten Marketing- und Verkaufsapparat, der Abtreibungen propagiert, um Fördergelder zu lukrieren. Sie treten in all diesen Ländern meist als normale "Kliniken" auf - und sind in Wahrheit Abtreibungsstätten, und haben das auch als Ziel. Woher kommt das Geld? Von Regierungen. In Dänemark, Niederlande, Schweden, Finnland, Deutschland. Und von Einrichtungen wie der Bill and Melinda Gates Stiftung, die mehr Geld geben als die erwähnten Regierungen zusammen. Und alle rechtfertigen sich, indem sie behaupten, es gehe ihnen ums Wohl der Frauen. Was für eine Lüge!

Auch, wenn es nicht um Abtreibung geht. Die Verhütungsmittel, die in Massen verteilt, sehr oft dabei über Langzeitdepots wie Norplant (und teilweise ohne Zustimmung der Frau) subkutan injiziert, haben schwere physische, psychische und soziale Nebenwirkungen. Weshalb es sich im Westen nie durchsetzen konnte. Aber für afrikanische Frauen ist es in den Augen der Wohltäter der Menschheit (und westlicher Staaten, die diese Verbrechen mit vielen Millionen jährlich finanzieren) wohl noch gut genug.

Diese Programme sind ein Verbrechen, gegen Afrika insgesamt, und gegen die afrikanischen Frauen, mit verheerenden Folgen. Dessen Nemesis unausbleiblich ist, und dem Westen Schlimmstes bescheren wird. Die Zornesschale Gottes ist bereits gefüllt.
 
Der Trailer dazu.




Morgen Teil 3)




Dienstag, 12. November 2019

Afrika wehrt sich (1)

Nein zur Abtreibung, nein zur "reproduktiven Gesundheit", nein zur Lebensfeindlichkeit des "humanen Westens", nein zu diesem unerträglichen Zynismus, die Welt leide an Überbevölkerung, und würde außerdem das Weltklima zerstören, dem nächsten Hebel, der die Vernunft zugunsten einer Scheinmoral verdrängen soll.

Aber Afrika wehrt sich allmählich, daß ihm unter dem verlogenen Titel "Hilfe" ein Krieg gegen das Leben und die kulturelle Ausprägung aufgedrängt wird. Und die Ablehnung der Abtreibung in Afrika erreicht in den meisten Ländern bis zu neunzig Prozent. Trotzdem werden massive Programme der "reproduktiven Gesundheit" implementiert, in denen den Frauen schwere Verbrechen zugefügt werden. Von denen aber niemand spricht.

Das herkömmliche Narrativ ist, daß man Afrikas Frauen helfen müsse, deshalb müsse die Abtreibung legalisiert und "medizinisch sicher" gemacht werden. Deshalb müsse Verhütung etabliert, Aufklärung gestartet werden. Aber die Frauen Afrikas haben ganz andere Wünsche, ganz andere Träume. 





Ein aktueller Film dazu, "Strings Attached", ist nun unter der Original-Filmseite abrufbar. Er ist die sieben Euro allemal wert. Seine Aussage? Afrika liebt das Leben! Aber es erlebt mit Milliarden Dollar gestützte "Hilfsmaßnahmen", oft genug den Staaten aufgepreßt im Gegenzug gegen Kredite, in denen Verhütung und Abtreibung von geistigem Dünnschiß, Produkt von Jahrzehnten westlicher, versiffter Bildungsmisere, der sich nun "Elite" und "Establishment" nennt, den Afrikanern aufgezwungen werden.

Nennen wir es aber beim Wort: Es ist ein Genozid, der sich unter unseren Augen vollzieht, als Teil einer schon recht alten, lange geplanten, verabscheuenswürdigen, satanischen Strategie der Weltbeherrschungsphantasie. Und der sich zwar in erster Linie an "farbigen" Völkern vollzieht, aber nur scheinbar. 

Es ist ein totaler Krieg gegen die Schöpfung selbst, die ihren Sinn als Lobpreis Gottes in sich eingeschrieben trägt. Wo immer sie danach drängt, wird sie bekämpft.

Es ist darüber hinaus eine neue, eine ideologische Kolonisierung, die ein endgültig verrückt und pervers gewordener Westen hier betreibt. Und das sich den heuchlerischen Mantel der "humanitären Hilfe" umhängt. Leider durch den schweren Fehler der Kirche möglich gemacht, die in den 1960er Jahren ihre Missionsprogramme einstellte, und auf "neutrale Entwicklungshilfe" umstieg. Damit in den verheerenden säkularen Chor einstimmte.

Abgesehen aber von allen grundsätzlichen Einwänden. Die reale Praxis, die vorwiegend in Händen von NGOs liegt, die reich mit Geldern ausgestattet zum größten Teil illegal und gegen die Gesetzeslage in den meisten afrikanischen Staaten - nur zwanzig Prozent aller Staaten haben Abtreibung legalisiert - ihre dreckige Praxis ausüben, ist auch die Rede von "medizinischen Gründen" - wenn schon, dann wenigstens "ordentlich" gewissermaßen - allzu offensichtlich gelogen. Die Fälle von schweren gesundheitlichen Komplikationen sind keineswegs vernachlässigbare Kollateralschäden, sondern in Zahlen ganz beträchtlich.

Morgen Teil 2)




Mittwoch, 12. Dezember 2018

Das geschieht real, es ist keine Theorie

Über die Notwendigkeit, die Weltbevölkerung auf 1 Milliarde zu reduzieren, wird in höchsten Regierungskreisen der USA ganz real diskutiert. Das sind keine Theorien! Das sind in Buchform veröffentlichte Thesen von Beratern, die sich unter Barack Obama - und gewiß nicht nur unter ihm - am Busen der Steuergelder nährten. Und politische Strategien entwarfen und beeinflußten. Der Leser möge selbst seine Schlüsse ziehen, wenn heute - heute! - politische Berater amerikanischer Präsidenten Thesen darüber aufstellen, wie diese Bevölkerungsreduktion geschehen könnte. 

Es sind keine Verschwörungstheorien, wenn Gespenster auftauchen, die von einer Vergiftung des Trinkwassers, von "Geburtenlizenz" als Erlaubnis zur Vermehrung, gesetzlich verordnete Abtreibungen, sowie von den Voraussetzungen ("One World Gouvernment") zur Durchsetzung solcher Maßnahmen sprechen. Es ist Realität, daß alles, was die Menschen tun, und sei es noch so privat, vom Staat kontrolliert und beeinflußt wird.

Und mehr, als wir glauben wollen. In China hat das alles doch lange schon Programmform angenommen. Seit Jahrzehnten. Bevölkerung ist aber weltweit für die "Elite" höchstenfalls ein pragmatisches Machtmittel, das "Material", an dem sie am offenen Leib operieren. Ansonsten sind sie nur noch Klimaverschmutzer. und Wohlstandsparasiten, als Rechtfertigung einer gigantischen Unmoral.

Nur mit einem haben sie alle nicht gerechnet. Daß es nämlich eine Wahrheit gibt, die jeden Menschen niemals völlig unberührt läßt. Sie ist der Anker, der ihn davor bewahrt, sich wirklich GANZ zu verlieren. Denn was uns andererseits beruhigen kann ist, daß der Mensch nicht so ist, wie alle jene glauben. Sondern, daß er als Ebenbild Gottes auch mit Gaben bedacht ist, die ihn zwar unterdrückbar und bedrückbar und seine Sinne benebelbar machen. Doch kann man ihn nicht auf Dauer belügen und täuschen.









*251018*

Dienstag, 18. September 2018

Noch einmal Südafrika (2)

Teil 2) Eine Nachbemerkung zur Apartheid




Nachbemerkung: Die in Südafrika erst 1848 definitiv eingeführte "Apartheit" - also die völlige Trennung von weißer und schwarzer Bevölkerung, eine englische Idee, die bereits im 19. Jahrhundert auflebte - könnte als Gegenbeispiel gegen die vom VdZ hier vertretene Idee der Segregation gesehen werden. Die der VdZ als einzige Lösung für das Migrationsproblem sieht, denn eine Integration ist nicht möglich und oft genug sogar menschenunwürdig, weil es auf die Auflösung der Identität der Zuwanderer (und auch der Einheimischen, das nebenbei) hinausläuft. Gegen die sich auch die Migranten wehren. 

Nun, ist Südafrika ein Beispiel, daß diese Idee nicht greift? Nein. Denn Südafrika war nicht nur (als strategisch hoch wichtiger Posten) in die US-Front im kalten Krieg eingebunden, was zu einer Verhärtung der Stabilitätskriterien führte (Identität wurde zum Bestandskriterium einer viel größeren militärischen Auseinandersetzung, analog zum Amerikanismus), sondern die Lage in Südafrika war im Prinzip organisiert und gangbar. Sie wurde erst durch linke, falsche Vorstellungen von "Gerechtigkeit" zu einem System der Ungerechtigkeit stilisiert. Und nachweislich haben europäische Länder (Schweden!) Milliarden investiert, um die "Bürgerrechtsbewegungen" (sämtlich linker Provenienz) aufzubauen und zu finanzieren. Der ANC hat den nunmehr gnadenlosen Kampf gegen die weiße "Herrschaft" mit brutalen Mitteln durchgeführt und die Schwarzen mit Terror (wer mit den Weißen zusammenarbeitete, wurde als Verräter und Kollaborateur mit dem Feinde oft genug sogar hingerichtet) auf diese Linie hin gezwungen.

So hat die Linke den Staat Südafrika (auch aus strategischen Gründen!) ganz gezielt erst destabilisiert, und zwar mit "Menschenrechts-Argumenten", also mit "überlegenen moralischen Vorstellungen". Auf den international massiv aufgebauten Druck hat die weiße Führung 1991 mit einem Ende der Apartheid reagiert. Als logische Folge haben in den Wahlen von 1994 die Schwarzen (die ab den 1960ern durch enorme Geburtenraten die Bevölkerungsmehrheit erlangt hatten) Südafrika in die Hand bekommen. 

Dabei stehen die weißen Schichten in den Großstädten weniger vor einem Problem - sie sind meist Liberale und selber links. Diese "Engländer" waren auch nie wirklich mit Südafrika verwurzelt, die Bereitschaft auszuwandern ist unter ihnen sehr hoch. Sie sind im Laufe der letzten 100, 150 Jahren gekommen, und sie kamen in eine "Kolonie". Anders die Buren, die Nachfahren der im 17. Jahrhundert aus Europa eingewanderten Holländern, Deutschen, Franzosen, die eine neue Heimat suchten. Ihnen ist Südafrika die EINZIGE Heimat, und sie waren auch VOR den heutigen Schwarzen da, die die Landnahme der Buren, die ein Steppenland zu einer blühenden Landschaft kultiviert haben, das viele Begehrlichkeiten geweckt hat, als "Unrecht" darzustellen versucht.

Auch wenn man manche Segregationsmaßnahme aus dem Südafrika VOR dem Putsch durch den ANC als überzogen und letztlich menschenunwürdig ansehen muß, so war die Segregation, die vor 1948 eine im Alltag ganz unaufgeregt gelebte Selbstverständlichkeit war, der richtige und einzige Weg. Die Buren selbst, übrigens, waren den Schwarzen gegenüber viel offener, hatten nur selten Probleme mit ihnen; erst mit dem Zugriff der Engländer, vor allem aber mit dem Engagement des Großkapitals, das die Rohstoffe auszubeuten begann, wurde die Apartheit schärfer. Zuvor lebten die beiden Bevölkerungsgruppen in ihren Parallelgesellschaften sehr friedlich miteinander, und immerhin profitierten die Schwarzen gehörig von der Kultur der Weißen, die auf den Westen und den Weltmarkt ausgerichtet war und über diesen Weg ihren Wohlstand aufbaute.

Es gibt keine Multi-Kulti-Gesellschaften. Es gibt nur Frieden, wenn man Parallelgesellschaften zuläßt, die für sich gesehen nach ihren Wert- und Lebensvorstellungen prosperieren können, je nachdem, wie sie es zu leisten vermögen. Diese Parallelgesellschaften müssen durch eine starke staatliche Hand geschützt sein, so daß sie sich in Ruhe und Rechtsfrieden begegnen können. Dann kann ein Staat diese Gesellschaften in ein Insgesamt integrieren. Löst man diese Teile aber auf, wirft man sie in einen Topf, ist das der Beginn einer Hölle des Kampfes aller gegen alle.





*240818*


Montag, 17. September 2018

Noch einmal Südafrika (1)

Die "Gerechtigkeitsregierung" am südlichen Kap von Afrika hat nun begonnen, die Verfassungsänderung, die per Jänner 2018 in Kraft trat, umzusetzen. Und an einigen ersten Beispielen zeigt sich bereits, was da auf die Buren (und die meisten Farmer sind Buren, also nicht weniger "genuine" Südafrikaner als die Schwarzen, wir haben über die geschichtlichen Vorgänge seit 1652 vor einiger Zeit berichtet, der Film bringt sie ebenfalls, in geraffter Form) nun zurollt.

In einer ersten Entwicklung ist bereits ein massiver Preisverfall für Burenfarmen zu beobachten. Denn wer will Land kaufen, das möglicherweise bald wieder enteignet wird? Und so mancher wird wohl auch verkaufen mögen, was die Preise weiter drückt. Das Vorgehen der Regierung scheint genau darauf abzuzielen. Die ersten Fälle zeigen, daß die den zu Enteignenden angebotenen "Entschädigungen" kaum ein Zehntel des Marktwertes der Farmen ausmachen. Dabei kommt ein staatlich beauftragter Schätzer zu den Farmern und macht eine Bestandsaufnahme. Das rechnet er in einen Marktpreis um. Steigen die Farmer nicht darauf ein, wird trotzdem enteignet - nur: entschädigungslos. Die nächsten Fälle von Betroffenen (mittlerweile sind es ca. 140) zeigen, daß alles auf das hinausläuft, was ohnehin viele schwarze Politiker von Anfang an anstrebten: Entschädigungslose Enteignung, denn es handele sich ja sowieso nur um "Rückgabe von Diebesgut".

Währenddessen geht der Genozid an den Buren weiter, wie die jüngst fertiggestellte Reportage "Farmlands" der Kanadierin Lauren Southern zeigt. Sie mußte bei ihren Recherchen keine Nadel im Heuhaufen suchen, also Einzelfälle aufspüren. Sondern sie traf auf eine Bevölkerungsgruppe im Angesicht einer unausweichlich scheinenden, nahen Eliminierung. Unter der es mittlerweile niemanden mehr gibt, der nicht von (oft unfaßbaren) Gewaltexzessen betroffen war, sei es persönlich, sei es in der Familie, sei es bei Freunden. Wenn die Entwicklung so weitergeht - und es gibt nichts, das das stoppen zu können scheint - wird es in Südafrika bald einen ausgewachsenen Bürgerkrieg geben, in dem sich die rund drei Millionen Buren mit der Waffe in der Hand organisiert gegen die Auslöschung durch die schwarze Mehrheit zur Wehr setzen werden. Denn diese Buren kämpfen um ihre Heimat.

Mit zu den Entsetzlichkeiten, die das Unrecht in Südafrika noch tiefer machen, gehört, daß die Weltöffentlichkeit, die Weltmedien dazu wie auf Vereinbarung schweigen. Sieht man von einigen wenigen Ländern ab (Rußland, Australien), die sich angetragen haben, den Buren Land und Lebensmöglichkeit zur Verfügung zu stellen (was aber nur für einige tausend oder meinetwegen zehntausend eine Möglichkeit ist), werden die Buren völlig alleine gelassen und ignoriert.

Zu sehr widerspricht das, was sich nach 25 Jahren "Befreiung vom Joch der Weißen" dort abspielt, den verqueren Vorstellungen, in denen der African National Congress unter Nelson Mandela eine Utopie aufzustellen versprach, die sich nun in eine Hölle zu verwandeln beginnt. Denn komischerweise bricht nun immer noch nicht in diesem einst prosperierenden Land der Wohlstand unter den Schwarzen aus, im Gegenteil, das Land ist ökonomisch, aber auch im gesellschaftlichen Miteinander auf einem steilen Weg nach unten.

Die Währung (der Rand) ist auf Ramschniveau gefallen. Die Arbeitslosigkeit beträgt 50 Prozent, offiziell 36 Prozent. 16 Millionen Sozialhilfeempfänger stehen drei Millionen Einkommenssteuerzahlern gegenüber. Dem gegenüber die Augen zu öffnen aber würde so manches Weltbild hinterfragen, so manche Glaubwürdigkeit demontieren. In der Disziplin Realismus waren die Linken aber noch nie gut.

Dieses Schweigen kommt natürlich dem Versteckspiel der Regierung entgegen, die alles tut, um das Ausmaß des Chaos im Land zu vertuschen. Daß täglich drei Dutzend Revolten durchschnittlich geschehen, die die Infrastruktur des Landes in Klump und Asche schlagen. Daß es eine eigene Organisation gibt - die "Blutschwestern" - die die Farmen von den Verbrechensspuren reinigen, die die täglichen Überfälle auf Burenfarmen oder Gewerbebetriebe hinterlassen, die nur ein Motiv haben: Haß. Neid. Und nur ein Ziel: Zerstörung.

Von einem "offenen Multi-Kulti-Regenbogen-Land" ist keine Rede. Vielmehr haben sich Korruption und Gewalt ausgebreitet und sind Alltag. Auch unter den einzelnen Gruppen der Schwarzen gibt es enorme Spannungen. Wobei es sogar ein ausgewachsenes Migrationsproblem (die vielen Zuwanderer aus afrikanischen Staaten werden als Sündenböcke gesehen und abgelehnt) gibt.

Sehe der Leser nun selbst. Und mache er sich auf manche Erschütterung gefaßt.

"Farmlands" (2018), 
von Lauren Southern, 
in deutscher Übertragung






Morgen Teil 2) Nachbemerkung zur Apartheid




*240818*

Dienstag, 12. Dezember 2017

Knietief in Schuld watendes England (2)

Teil 2) Hunger als Politik der Menschenverachtung





In jedem Fall bleibt die durch offizielle Statistiken gesicherte Zahl von über 1,6 Millionen Iren, um die das Land 1850 verglichen mit 1845 weniger Einwohner hatte (was die Opferzahl auf ca. 2,5 Millionen schraubt, denn es wurden ja auch Menschen geboren. Und Katholiken gebären immer viele Kinder.) Das Londoner Parlament hat auch tatsächlich Gesetze verhindert, die bei ähnlichen Fällen (wie den Mißernten von 1780) die Häfen Irlands zu sperren erlaubten, um Lebensmittelexporte zu unterbinden und das irische Volk zuerst zu versorgen. Das Eigentum war seit dem 16. Jahrhundert absolut gesetzt, um die Raubzüge am Kirchengut (die man dann "Reformation" nannte) zu rechtfertigen und zu sichern, die das England Heinrich VIII. auf den Kopf stellten, und die Rechte der Landlords - nicht das Gemeinwohl, das soll sich ja laut Liberalismus von selbst einstellen - gingen auch 1840 bevor. Bis heute beharren die Briten aber darauf, daß die Geschichtsschreibung die Vorgänge damals als "Tragödie aufgrund einer Kartoffelkrankheit" verzeichnet.

Hunger als Politik? England hat diese Politik traditionell, möchte man sagen, und über die Jahrhunderte verfolgbar skrupellos angewandt. Sie hat die Bevölkerungen besetzter oder bekämpfter Länder immer wieder ausgehungert. Man tat in Irland (aus einem Katholikenhaß, der sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen läßt) also vermutlich nichts anderes, als man in Amerika oder in Indien (wo man von 7 bis 10 Millionen Hungertoten in den Aufständen der Inder um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhundert spricht) anwandte. Burma oder Südafrika (Buren) schlagen in dieselbe Kerbe, auch sie waren Auslöschungsaktionen gegen ganze Bevölkerungen. Denn kraft der höheren Sendung war man zu allem berechtigt. Wie heute. Noch die Hungerblockade gegen Deutschland 1914/18 (die in Wahrheit bis 1920 andauerte) hat mindestens einer Million deutscher Zivilisten das Leben gekostet und den Boden für die Widerstandsunfähigkeit gegen die Spanische Grippe bereitet, die bis 1919 noch einmal Millionen Deutsche hinwegraffte.*

Es ist der Macht der anglo-amerikanischen Presse (Cecil Rhodes wußte schon sehr gut, daß zu einer Machtorganisation vor allem die Medien gehören) zu verdanken, daß bis heute von einer "Kartoffel-Hungersnot" in Irland 1845 bis 1850 gesprochen, die Geschichte brutal auf eine "Kartoffelseuche" umgelogen wird (die es auch gab). 

In Wahrheit war es aber wohl ein Genozid. Wer das so nennt, wird freilich bis heute medial verfolgt (wir werden darüber noch berichten). Selbst (auch vom VdZ) hoch zu schätzende Schriftsteller schrieben damals in der Londoner Times, daß es ohnehin an der Zeit sei, diese irischen - weil katholischen - Bastarde auszurotten.

Hier von "Opfern der Kartoffelknappheit" zu sprechen, wie es die Briten in ihrer Geschichtsschreibung bis heute tun, ist aber wohl so, als würde man von den Toten in KZ-Vergasungskammern als von "Opfern von Sauerstoffknappheit" sprechen. Und der Kampf gegen die Iren - mit den Polen das wohl katholischste Land Europas - ging ja auch auf anderen Wegen weiter. So wurden immer wieder per Regierungserlaß irische Katholiken von öffentlichen Ämtern ferngehalten. Während die zugelassenen irischen Verantwortlichen regelmäßig Protestanten waren.

Hier greift leider auch ein keineswegs rühmliches Kapitel in der Geschichte der Katholischen Kirche. Denn die meisten Bischöfe (bis auf zwei) hatten sich auf die Seite der Engländer gestellt, die ihnen dafür hohe Ehren zukommen ließen. Sie hatten sich also über Ehren und Anerkennung kaufen lassen. England hatte sie einfach seit 1829 rechtlich hoch und damit ruhig gestellt. Die Bevölkerung war schon damals fast allen Bischöfen gleichgültig.**












*Und in diesen unseren Tagen des späten Herbst 2017, spielt sich im Jemen genau dasselbe ab, auch hier hat England/USA die Finger im Spiel. Die UNO warnte eindringlich, daß durch die Blockade der Seehäfen, die das schiitische Land in seiner Opposition gegen das sunnitisch-wahhabitische Arabien brechen soll, Millionen Tote drohen. Hier werden nicht Kriege geführt, sondern Völker ausgelöscht, weil man deren Grundhaltungen auslöschen möchte.

**"Damals schon" ist eine Reminiszenz auf die unglaublichen Mißbrauchsskandale durch kirchliche Institutionen in Irland, wie sie bekannt wurden, die eine Menschenverachtung, eine Verachtung der Iren zeigen, die sprachlos macht.




*101117*

Montag, 11. Dezember 2017

Knietief in Schuld watendes England (1)

Der irische Konflikt mit den Briten hat ja noch ganz andere, tiefe Gründe, die uns seit je vorenthalten wurden. Denn was sich in Irland in der legendären Hungersnot von 1845 bis 1850 abspielte, war so beispiellos, daß man dafür nur den Begriff "Völkermord" verwenden kann. Ausgangspunkt war die Tatsache, daß die irische Bevölkerung, die traditionell von der Landwirtschaft lebte, durch England praktisch enteignet worden war. Ihr Wohl und Wehe lag in den Händen der englischen Besatzer, der protestantischen - eigentlich noch mehr: antikatholischen - Landlords. Die Iren selbst waren buchstäblich und jahrhundertelang entrechtet, Objekt britischer Willfährigkeit und Mitleidlosigkeit, die seinesgleichen sucht. Die 8 Millionen Iren im Jahre 1845 waren unter der englischen Fremdherrschaft Sklaven im eigenen Land.

Nunmehr kam es in den Jahren vor 1840 auch in England durch eine Reihe von Mißernten (man spricht heute von der "kleinen Eiszeit", also wetterbedingten Umständen) zu einer Lebensmittelverknappung. Die britischen Landlords auf der grünen Insel nützten ihre Rechte, und schifften nunmehr rücksichtslos die in Irland produzierten agrarischen Produkte aus. Die Folge für Irland war jene unfaßbare Hungersnot, der neuesten Forschungen zufolge vielleicht sogar 5,25 Millionen Iren zum Opfer fielen. Daß es nicht mehr wurden war einerseits der Auswanderungswelle zu verdanken, die heute mehr Iren in den USA sein läßt, als im Mutterland, anderseits immerhin einsetzende Hilfslieferungen, auch aus Amerika.

Mit insgesamt 100.000 Soldaten - mehr, als zur Unterwerfung Indiens notwendig waren - wurden die Iren niedergehalten, die Lebensmittelexporte durch englisches Militär (und ihnen gleich gestellte Milizen der Grundbesitzer, die meist von englischen Offizieren angeführt wurden) geschützt. Die Schreckensberichte über verhungernde Iren sind wahrlich erschütternd. Brutal wurde jede Volkserhebung, ja sogar das Betteln unterdrückt, das den Wahnsinn offenbar gemacht hätte.

Die Erforschung hunderter, bisher nicht erforschter Massengräber hat nun ergeben, daß nicht ein- oder zweieinhalb, je nach bisheriger gut dokumentierter Ermittlung, sondern fünf und ein Viertel Millionen Iren ums Leben gekommen sind. Die Hälfte also, nicht ein Viertel der Bevölkerung.

Das ergab die Ausforschung von (meist verheimlichten, vergessenen, verborgenen) Massengräbern. Chris Fogarty, mit dem der VdZ in Kontakt steht, hat dazu ein bahnbrechendes Werk verfaßt, das aber nicht einmal öffentlich erhältlich ist, weil kein Verlag sich die Finger verbrennen möchte. (Wer Interesse hat, der VdZ kann den Kontakt vermitteln. Dieser historische Skandal sollte doch bekannt werden.)

Dieser Meinung, daß es sich in der sogenannten (quasi schicksalshaften, wetterbedingten) "Kartoffelbleiche" in Irland 1845 bis 1850 um einen unfaßbaren Genozid der Engländer handelt, sind auch Persönlichkeiten wie der amerikanische Professor für Völkerrecht, Dr. Francis Boyle. Der die Briten (bzw. Anglo-Amerikaner) anklagt, dieselbe Waffe sogar noch im Bosnien-Krieg angewandt zu haben. (Die Amerikaner sind mit dem Irak-Boykott noch im 21. Jahrhundert ihrer englischen Linie treu gefolgt; auch hier spricht man von mindestens einer Million Toten.) Der Leser möge seine Argumente auf dem verlinkten Video anhören. Eine bei uns wenig bekannte Tatsache ist ja, daß die britische und die amerikanische Außenpolitik mehr im gemeinsamen Bett liegen, als wir wahrhaben wollen.

Spätestens seit Cecil Rhodes und seinen Geheimorganisationen - keine Verschwörungstheorie, sondern eine öffentlich bekannte Verschwörung - ist die britische Außenpolitik inspiriert vom Gedanken einer "besseren Rasse", einer "überlegenen Kultur", die deshalb auch Sonderrechte und -pflichten zu einer ganz besonders definierten "Humanität" hat. Wie der darin involvierte Caroll Quigley in seinen Büchern schon vor fünfzig Jahren veröffentlicht hat, führt seit hundert Jahren der Gedanke, beide Länder, London und New York/Washington zu verschmelzen, zumindest in ihren Interessen zu vereinen, ein höchst einflußreiches Leben.

Die offizielle, politische englische Geschichtserzählung behauptet freilich bis heute, daß es sich 1845 bis 1850 in Irland um eine Kartoffelkrankheit (und als deren Folge Mißernten und damit Hungersnot), also um einen Unglücksfall gehandelt habe, ja daß Irland weit mehr Lebensmittel als Hilfeleistung erhalten als abgeliefert habe. (Es stimmt insofern, als sogar aus Amerika Hilfslieferungen eintrafen, als die Katastrophe dort publik wurde.)

E. Michael Jones stellt die Hintergründe so dar, daß England 1841 per Parlamentsbeschluß das absolute Privateigentum der Landlords gerade angesichts der Hungersnot in Irland bestätigt habe. Sodaß diese in der Lage waren, die tatsächlich auf der Insel geernteten Kartoffeln und Nahrungsmittel (die ihnen prinzipiell gehörten, denn in Irland gehörte offiziell alles, was wuchs, dem Landeigner) zu exportieren. Vor allem, weil es die Grundlage für den größten Gewinnbringer - Gin - war. Dazu waren diese Landeigner freilich sogar fast gezwungen, weil sie alle bei (jüdischen) Londoner Bankhäusern hoch verschuldet waren und die Erträge als Pfand eingesetzt hatten. Aber lassen wir das.


 Morgen Teil 2) Hunger als Politik der Menschenverachtung





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Dienstag, 19. Mai 2015

Unbequeme Tatsachen

Die Ausführungen des niederländisch-türkischen Historikers Prof. Ugor Ungor sind schon deshalb interessant, weil sie die Systematik des Genozids am armenischen Volk  zeigt, die als Folie für Völkermord überhaupt gelten kann.* Höchst systematisch wird dabei anhand eines sich immer mehr spezialisierenden Volksmerkmals - "rassisch" - von der Führungselite ausgehend, auf alle Männer, dann auf die Angehörigen, indem man alle verwandtschaftlichen Bande durch Separation unterbricht, und schließlich auch auf die Gruppen übergegangen, die im Dunstkreis dieser Gruppe leben, oder (in der Türkei: zum Islam konvertierte Armenier; in Deutschland später: getaufte Juden) einmal dazugehörten. Dann wird die kulturelle Grundlagen vernichtet, Klöster und Gotteshäuser eingeebnet, Kunstgegenstände geplündert, Bücher und Schriften und die Sprache vernichtet und verboten.

Ausgangspunkt und nicht unwesentlicher Zielpunkt aber ist die lt. Ugor Ungor (der sich in mehreren Büchern mit dem Werden der modernen Türkei und den Zusammenhängen mit dem Genozid an den Armeniern befaßt) nachweislich zentral geplante Enteignung dieser Bevölkerungsgruppe, die im Fall der Armenier bislang aber noch wenig untersucht ist. (Anders, als fürs spätere Hitler-Deutschland.) Immerhin war der Anteil der Armenier an der gebildeten, wohlhabenden Mittelschicht überdurchschnittlich hoch.** Interessant dabei ist auch, daß (und es war in Deutschland ja nicht anders; Hitler hebelte ja das deutsche Rechtssystem über die Notstands-Ermächtigungsgesetze aus) diese Erlässe türkischen Gesetzen, ja sogar der Verfassung widersprachen. Aber sie waren belegbar von Istanbul aus geplant und koordiniert.

Der Genozid an den Armeniern begann also mit der Enteignung, deren Widerstand man mit wohlklingenden Versprechen möglichst hinauszuzögern versuchte. Auch das kennt man aus unserer eigenen Geschichte.

Die Motive kann man in drei Ebenen teilen: Die türkische Führungsschichte hatte ideologische Gründe. Dem Mittelstand ging es schlicht um Eigentums- und Konkurrenzvorteile. Die Motive der unteren Schichten, des "gemeinen Volkes" einzuschätzen, sei aber dem Leser überlassen.

Nicht zuletzt wurden offiziell-inoffiziell Flüchtlinge aus dem Balkan bedacht (von wo nach dem verlorenen Krieg 1912 als Ergebnis der "Entislamisierung" der Balkangebiete hunderttausende Muslime in die Türkei geflüchtet waren.)

Geheime Erlässe aus Istanbil bereiteten diese Übernahme armenischer Unternehmen und armenischen Vermögens durch türkische Bürger gezielt vor. Das konfiszierte Vermögen wurde anschließend zu niedrigsten Preisen an die Zielgrupen veräußert. Darüber gibt es sogar Verzeichnisbücher, in denen die Provinzen den Fortschritt dieser Vermögenstransaktionen meldeten. Das war der eher geordnete Teil des Vermögenstransfers. 

Dem ein weit größerer Anteil unterer Schichten von Türken folgte, der sich armenisches Vermögen schlicht durch Plünderung aneignete. Dorf für Dorf, Ort für Ort wurde systematisch durchgekämmt, und zwar auch durch offizielle Polizei. Eine von Ungors Thesen ist deshalb, daß besonders die Osttürkei einen Schub an aggressivem Nationalismus erlebte, der zu besonders brutalen Ausschreitungen führte. Aus den Zusammenhängen mit den Enteignungen kann man also davon ausgehen, so der VdZ, daß eine Aufarbeitung von Schuld durch Sperren des Schuldbewußtseins behindert wird, weil sie die gegenwärtige Lage in Frage stellen.

Natürlich war der "unkontrollierbare Volkszorn", den man entschuldigend anführte, nicht offiziell organisiert, so wie später in Hitler-Deutschland. Aber es gab inofizielle, organisierte Banden, die sich aus der lokalen Bevölkerung rekrutierten, und mordeten und plünderten, und deren Anführer dadurch reich wurden. Der Anteil an Toten bei der Armenieraustreibung ist in der Ost- und Südosttürkei besonders hoch.

Ungors Fazit: Ein beträchtlicher Teil der späteren und heutigen türkischen Eliten verdankte seinen Aufstieg dem Genozid, der zu einem der größten Vermögenstransfers der jüngeren Geschichte wurde. Vorzeigeindustrien der heutigen Türkei - etwa Baumwolle und Textilien, oder Haselnüsse, Tomaten, überhaupt landwirtschaftliche Produkte - gehen zu einem nicht unerheblichen Teil auf konfisziertes armenisches Vermögen zurück.








*Daß Hitler die Umgestaltung durch die Türkei, die Nationalisierung des Atatürk eingehend studierte und als Vorbild für die Umgestaltung Deutschlands heranzog, ist ja bekannt.

**Als der VdZ vor Jahren ein Gespräch mit einem österreichischen Architekten führte, erzählte ihm dieser von einer Studienreise in die Türkei, wo die "türkische Architektur" in ihrer Großartigkeit studiert wurde. Bei näherem Betrachten der genannten oder am Bild gezeigten Objekte stellt sich zu dessen Überraschung aber heraus, daß der überwiegende Anteil dieser Gebäude - wenn nicht sogar ausschließlich - entweder armenischen, oder christlichen, orthodox-griechischen Ursprungs, oder von westeuropäischen (auch österreichischen) Architekten geplant war.  Daß die Hagia Sofia, die zum Vorbild sämtlicher Moscheen der Welt wurde, bis 1452 ein christlicher, eigentlich katholischer Bau war, muß da gar nicht extra erwähnt werden. Wir haben uns an dieser Stelle ja bereits mit den katholischen Wurzeln des Islam (Koran) befaßt, weshalb diese Affinität ohnehin nicht verwundert.




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Freitag, 15. Mai 2015

Der erste Genozid des 20. Jahrhunderts

And the winner is ... Nein, werte Leser, nicht die Türkei mit ihrer brutalen Armenierlösung. Nicht einmal England mit seiner Burenlösung, die Buren sind ja kein Volk, es gab ja nur zehntausende Tote. Es ist ... die USA. Nein, auch nicht mit ihrer Endlösung für die Indianer, in der sie ein Volk, dem sie ihr Land abgenommen hatten, jeder Lebensgrundlage beraubten - Land, Bestreitung des Lebens, Sprachverbot, die in den letzten Vollendungszügen lag. Diese Episode unterlag in der Wahl zum "First genocide of century" knapp, weil sie schon vor vielen vielen Jahrzehnten und Jahrhunderten begonnen hatte. Es ist auch nicht Bulgarien und Serbien mit ihrer Türken- und Makedonienlösung geworden, das war erst 1912. Japan mit seinem Wüten in China. Und Italien mit seiner Äthiopienlösung war überhaupt erst 1935, da könnte man ja gleich mit Hitlerdeutschland und den Juden, oder der Sowjetunion und den Ukrainern kommen, obwohl beide mit 5-6 Millionen die Rotlisten des 20. Jhds. quantitativ anführen, aber erst weit weit nach dem China MaoDseDongs.

Es ist [Trommelwirbel] die USA mit ihrer Philippinenlösung geworden.

Als 1898 der amerikanisch-spanische Krieg mit einem Sieg der USA endete, damit Spanien seine letzten überseeischen Kolonien, die letzten Reste des Reiches Karls V., in dem die Sonne nicht unterging, verlor, hatte sich zuvor die philippinische Befreiungsbewegung, hinter der die Bevölkerung der Philippinen stand, mit den USA verbündet. Dafür war ihnen Unabhängigkeit versprochen worden.

Aber es kam anders. In einer Nacht des Ringens um den Willen Gottes, so wird es beschrieben, hatte der amerikanische Präsident eine Erleuchtung: Er sah die wirtschaftlichen Interessen er USA direkt mit dem amerikanischen Christianisierungsauftrag einer Dank Gott überlegenen Zivilisation verbunden, und da waren die Philippinen das ideale Tor nach China. Ein Land, das zivilisatorisch weit weit unter "Gods own country" lag. Udn damit ist für Puritaner bzw. Calvinisten sowieso jedes Gottesurteil gesprochen. 

Also war Schluß mit lustig, und die ehedem recht nützlichen Freunde waren über Nacht die Feinde des Willens Gottes. Ja, schon, man hatte Bedenken, da und dort, aber die waren ob der Vorteile bald beiseite geschoben.

Also begannen die USA rege militärische Aktivitäten auf den Philippinen zu entwickeln, und die mündeten recht rasch in einen handfesten Krieg, den philippinisch-amerikanischen Krieg von 1899-1902. Und dort machten die USA die nächsten jener Erfahrungen, die dann ihr ganzes 20. Jahrhundert sowieso versalzen sollten: Mit Soldaten, die in Guerillataktik kämpfen, ist nie gut Kirchen essen, sie sind einfach nicht zu besiegen! Und genau das passierte ihnen erstmals (im 20. Jhd.) auf den Philippinen. Das Land war trotz technisch-militärischer Totalüberlegenheit einfach nicht unter Kontrolle zu bringen.

Also erinnerte man sich der Erfolgstaktik aus dem Sezessionskrieg - pardon: dem Humanitätsvollzug zur Wahrung der Rechte der Schwarzen Bevökerung - gegen die Südstaaten 1861-65. Der sich da "verbrannte Erde" nannte: einen materiell unterlegenen Feind, der aber mit hoher Kampfmoral und lokaler Verwurzelung nicht zu besiegen war, konnte man nur niederringen, indem man das ganze Land, seine Güter und vor allem seine Menschen, alle seine Wurzeln also, wenn nötig: das ganze Volk, mit Stumpf und Stiel ausrottete, und alles vernichtete. So wurden damals dank unendlicher materieller und logistischer Überlegenheit die Südstaaten "besiegt".

Und nun die Philippinen. Nach ersten offiziellen Kämpfen erkannten die Philippinen, daß sie der Überlegenheit der USA nicht gewachsen waren. Also ging man zum Guerillakrieg über. Und damit wurden ise nicht mehr faßbar. Wie aber so einen Feind besiegen? Ach, da war doch was ... so ging es.

Systematisch wurde also auch dieses Land plattgewalzt. Man forderte systematisch die Bevölkerung Insel für Insel auf, sich in dafür vorgesehene Camps (!) zu sammeln, und erklärte jeden, der das nicht tat, zum Feind. Dann ging man daran, Felder, Ernten, Wälder, Dörfer, einfach alles niederzubrennen, und jeden zu massakrieren, der sich noch auf freiem Fuß zeigte. Man schätzt, daß etwa 1.000.000 Philippinen, fast ausschließlich Zivilisten jeden Geschlechts und jeden Alters, ein Fünftel der damaligen Gesamtbevölkerung, Opfer dieser Massaker wurden. Die sogar in den USA wegen der Brutalität, mit der sie durchgeführt wurden, gewisses Unwohlsein in den Mägen der Heiligen in Gottes besonderer Sendung hervorrief, als Nachrichten darüber die Morgenzeitungen verunzierten. Auch die Folter, das Waterboarding hat den Traditionssinn der Amerikaner weiter gefestigt.

Schließlich haben die USA auch dieses Ziel erreicht. Die ausgebluteten Philippinen kapitulierten stillschweigend, wenn es auch vereinzelt noch zehn Jahre lang Widerstand gab. (Wie ist uns das doch alles bekannt!) In einem Krieg, der nie ein solcher war - ach, ganz was Neues! - und der deshalb auch nicht in einem Friedensschluß "endete", sondern einfach in vollendeten Tatsachen auslief. Die USA erklärten den nie erklärten Krieg 1902 für beendet, die Philippinen zum Teil ihres Reiches.

Ein Friedensvolk führt keine Kriege. Kriege sind inhuman. Es erfüllt göttliche Missionen. Die sind human.

An Soldaten, an regulären Kämpfern waren in den drei Jahren insgesamt nur etwa 25.000 Opfer zu beklagen, aufgeteilt im Verhältnis 4 : 1 zuungunsten der ehemals spanischen Kolonie. Der militärische Erfolg war also dürftig, aber es reichte durch den Gesamteindruck den sie hinterließen, daß sich die USA 1902 die Philippinen als Kolonie einverleiben konnten. Gerade die USA, die als Land der Freiheit von kolonialer Bedrückung keine 130 Jahre zuvor gestartet waren, angeblich, hatten also Kolonien. Die natürlich anders genannt wurden. Und das blieb im Fall der Philippinen bis 1946 so.

Aber vor allem hatten sie sich ausgezeichnet, den ersten Genozid, die erste Völkervernichtung des 20. Jhds. durchzuführen. Der darauf abzielt, einem Volk nicht nur in seinen Vertretern, Personen nach dem Leben zu trachten, sondern ihm auch jede Existenzmöglichkeit zu nehmen. Die Amerikaner aber haben damit ihre Visitenkarte abgegeben, und sind das gesamte 20. Jhd. ihrer damit proklamierten Sendung treugeblieben. Manche meinen, daß das im 21. Jhd. auch so sein soll.





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Mittwoch, 6. August 2014

Das Bild rundet sich allmählich

Jetzt - erst, muß man sagen - berichtet die Presse, daß laut einem UN-Bericht (!) bereits 730.000 "Ukrainer" (es sind wohl Russen aus der Ukraine) nach Rußland geflüchtet sind. Die Flüchtlingsströme seien damit, so die UNHCR, "weit größer als bisher angenommen". Nach Rußland, wohlbemerkt. Weitere 117.000 Menschen seien innerhalb der Ukraine auf der Flucht. Oft nur mit ein paar Plastiksäcken, in denen die wenige Habe ist, die sie auf ihre Flucht mitnehmen wollten oder konnten. Während der Westen bzw. die westlichen Medien - in einem seit langem seltsamen Schulterschluß der Haltungen - von einer Provokation Rußlands sprechen, das nun 17 Brigaden, das sind etwa 20.000 Soldaten, zusammengezogen hat und Luftmanöver durchführt.

Was sich in der West-Ukraine (="die Ukraine") abspielt, könnte ein auf dem allgemein als regierungskonform bewerteten TV-Sender ausgestrahltes Interview mit einem ukrainischen Journalisten weiter beleuchten. Denn allmählich rundet sich da ein Bild, das jeden Ärger über die nicht begreifbare Politik der EU - die laut einer jüngeren Umfrage 80 % der Deutschen NICHT für gut heißen - in Schrecken verwandelt. Denn hier liegt tatsächlich das Wort "Genozid" am Fensterbänkchen. Vor allem, wenn man dazu die Worte Bogdan Boutkevichs stellt.

Der Journalist analysiert in diesem Interview die Lage im Donbass, einem der Zentren der Schwerindustrie der ehemaligen Sowjetunion. Seiner Ansicht nach seien dort mit 4 Mio Einwohnern viel zu viele Einwohner, das sein eine Frage der Gesamtukraine. Der Donbass hat ausgebeutet zu werden, das ist seine Funktion. Was zu tun sei? Boutkevich wörtlich: "Es mag brutal klingen. Aber man muß 1,5 Mio Menschen auslöschen."




Ob das noch mit "ungeschickte Ausdrucksweise" zu rechtfertigen ist? Wird da nicht vielmehr ein Sinngebäude erkennbar, dem gemäß sich hier nicht "ein Staat verteidigt", sondern eine bestimmte Gruppe sehr überlegt eine sehr gezielte Politik verfolgt, die ein Drittel der Bevölkerung als Störenfriede betrachtet, die entfernt zu werden haben? Sind am Ende die Separatisten gar keine oder nur folgeweise "Separatisten", denen die Nähe zu Rußland letzter Ausweg ist?

Denn wenn Stimmen aus Rußland der seit dem Sturz Janukowitsch' im Amt befindlichen Regierung bzw. der westlichen Ukraine "Faschismus" vorgeworfen haben, so könnte dieser Begriff hier tatsächlich seine Berechtigung haben. Hier versucht sich ein Land willentlich und nach Programm zu konstituieren. Versucht das zusammenzustellen, was einem Sollensbild eines ukrainischen Staates - den es bis zur Wende 1989/91 historisch nie gab -  mit einem entsprechend gesolltem Volk samt entsprechend gesolltem kulturellem und wirtschaftlichem Leben entspricht. 

Der Rest soll ausgeschieden werden. Wie die Russen der Ostukraine. Deren Gebiete man freilich behalten möchte. Wie den Donbass mit 3/4 Russen. Dieses Industriebecken ganz im Osten, das mit seinen Bodenschätzen in der Sowjetzeit sogar als das "Herz Rußlands" bezeichnet wurde.

Tatsache ist ja auch, daß in der Ukraine nun auch "russische Kultur und russische Sprache" - in Form von Literatur, Filmen etc. - verbannt, deren Einfuhr reglementiert werden sollen. Das schreibt kein russisches Putin-Leibblatt, das schreiben Zeitungen wie die FAZ, alles andere als ein Putin-Freund. In einem Land mit einem Drittel Russen als Einwohner, mehrheitlich im Osten wohnend, in einem Land dessen Geschichte von der Rußlands gar nicht zu trennen ist, weil beide gewissermaßen jahrhundertelang "eins" waren, ja das selbst "Rußland war" (die Kiewer Rus war gewissermaßen der erste Staat Rußland), in dem das Russische aus dem Alltag gar nicht wegzudenken ist, sogar in Kiew (mit 30 % Russen) zumindest in Form der Mischsprache, die in der Ukraine häufigste Umgangssprache ist, mehrheitlich gesprochen wird, eine gewiß noch seltsamere Maßnahme.

Als wäre das, was da innerhalb der Ukraine EIGENTLICH passiert, und offenbar viel systematischer passiert, als man bislang dachte, als wäre das alles bislang im Westen entweder verschwiegen oder ignoriert worden. Denn da passiert etwas Grundsätzliches. Da geht es nicht einfach um russisches Einflußgebiet vs. EU-Annäherung, und da geht es auch nicht um "Demokratie", die den Ukrainern der Ukraine ohnehin kein Anliegen war, das haben sie ja längst bewiesen. 

(Wobei, das macht sie ja an sich nicht einmal unsympathisch, so wie die Bewohner der ehemaligen Ostblockstaaten von großem Realismus geprägt sind. An die Demokratie glauben im Westen ja nur die manipulierten Wähler; nicht einmal aber die Politiker und Parteien, für die es nur ein Umweg ist, den es zu nehmen gilt, um an die Macht zu kommen.)

Währenddessen hat die EU nun beschlossen, jede Beschränkung für Rüstungslieferungen an die Ukraine, wie sie gegen Janukowitsch verhängt worden waren, aufzuheben. Dabei hat man alle Lieferungen gesperrt, die die Ukraine "gegen das eigene Volk" anwenden könnte. Das ist nun, nicht unter Janukowitsch,auch tatsächlich eingetreten. Wie die UNHCR feststellt, sind der überwiegende Teil der Toten der bisherigen Kämpfe Zivilisten. Getötet aus den bisherigen Kampfhandlungen, und zwar durch Beschießungen und Bombardements von Zivilgebieten durch die ukrainische Armee. Auch die Flüchtlinge gehen darauf zurück. Das ursprüngliche "humane" Ziel der EU ist also nun offenbar einem höheren Ziel zum Opfer gefallen.

Insgesamt zeichnet sich aber das Bild einer typischen "Revolution" ab. Wie alle Revolutionen, getragen von einer kleinen Schichte Intellektueller und bisheriger Eliten, die die Seiten gewechselt haben, vor allem aber massiv gestützt von wirtschaftlichen Interessen (es sein an das erhellende Buch von J. Ellul erinnert, es wurde hier eingehend vorgestellt) seitens von Geschäftsleuten, will das Volk etwas ganz anderes - ein ganz normales, bisheriges Leben, an das es sich mit der Zeit, die die Wirren andauern, wieder einnert. Erst hat es sich von den Parolen noch mitreißen lassen, doch bald verlieren diese ihre Kraft. Und so findet sich das Volk auf seiten der ursprünglichen Gegner der Revolution, ist bald mit allem einverstanden, will nur eines: Ordnung.

Das wird auch durch verschiedene weitere Berichte gestützt. In einem ORF-Beitrag zum Ö1-Mittagsjournal berichtet der Korrespondent aus Lugansk, das seit Wochen von der ukrainischen Armee belagert wird. Ohne militärischen Erfolg! Aber dafür sind gut und gerne 250.000 der ursprünglich 450.000 Einwohner geflohen, der Rest (Pensionisten, Kinder, Menschen die nicht fliehen konnten) hält sich etwa in Kellern verborgen. Jede zivile Versorgung, jedes Transportsystem, die Kommunikationsmittel sind zusammengebrochen. Lugansk ist eine Geisterstadt - die von den "Separatisten" aber felsenfest gehalten wird. Zwar wird die Stadt permanent durch die ukrainischen Streitkräfte beschossen, aber ohne jeden erkennbaren militärischen Sinn, berichtet der ORF-Korrespondent.

Dasselbe Bild einer chaotischen Führung durch die Ukraine vermittelt auch, so der ORF aus Lugansk, die Tatsache des Überlaufens eines ukrainischen Bataillons auf russisches Gebiet, von dem zu hören und über TV-Berichte zu sehen war. Der ukrainische Major berichte, daß seit einer Woche nicht einmal mehr Befehle eingelangt seien, von Versorgung gar nicht zu sprechen.

Mittlerweile ist die ukrainische Armee, die nicht nur vom Staat, sondern auch von Oligarchen finanziert wird (lt. Aussage von ORF-Berichterstatter Christian Wehrschütz), im Vormarsch auf Donzek, einer Stadt mit 1 Mio Einwohnern. Aber der Vormarsch dürfte drastisch an Schwung verloren haben. Offenbar sinkt bei den Ukrainern selbst nicht nur die Begeisterung, sich zur Armee zu melden, sondern auch die Unterstützung der Bevölkerung für die Politik der eigenen Regierung dürfte rasant abnehmen. Die ohnehin am Boden liegende ukrainische Wirtschaft muß sich aber auf einen womöglich noch Monate dauernden militärischen Konflikt einstellen.

Gleichzeitig wird in der EU überlegt, schreibt die Welt (?), die ukrainischen Gastanks mit russischem Gas, das in diese Lager "zürückgepumpt" wird, das von der EU bezahlt wird, zu befüllen. Und man muß rasch handeln, weil anders die Gasversorgung der EU (und gewiß auch der Ukraine) für den Winter nicht gesichert werden wird können. Man muß im Sommer Vorräte anlegen, weil die Leitungen für die Verbrauchsmengen im Winter zu wenig Kapazität haben.





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