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Mittwoch, 7. August 2024

Nur nicht zu wichtig nehmen

(Flatternde Kladde) - Börsensturz überall. Und die Medien sagen die Totalkrise an. Sie tun es routiniert, und wie eine feste Aufgabe verküneden sie den Weltuntergang, auf den ohnehin alle warten. Wieder einmal haben auf Youtube die Crash-Ankünder Hochsaison. Die sich zwar ständig getäuscht haben (aber viel Aufwand betreiben, das Gegenteil zu beweisen), aber wieder so tun, als stünden wir jetzt - diesmal aber sicher - vor der ultimativen Krise. 

Kein Wunder aber, daß jetzt passiert was passiert. Nachdem die Geldzuführung der letzten Jahre Blasen geschaffen hat, weil man das viele Geld irgendwo unterbringen muß, mit dem die Volkswirtschaften seit Jahren geflutet wird. Dazu die niedrigen Zinsen, mit denen man eine Wirtschaft anschieben wollte, die darauf aber nicht reagiert hat. Sogar die Banken habe Geld gehortet, weil nicht mit Krediten zu verdienen war. 

Jetzt weiß man nicht, was als nächstes passiert, und damit noch weniger, was man tun soll, weil vor allem der Staat so nicht verharren kann. Ihm fehlen vorhersehbar die Steuereinnahmen. Der Inflationseffekt ist zu rasch verpufft, und man fürchtet seien Unpopularität. Zinserhöhungen sind also zwar passender, Zinssenkungen aber wahrscheinlicher. Aktien werden ja auch oft auf Kredit gekauft, und von Aktienkursen hängen Investitionen und positive Erfolgsbilanzen ab, und vom Vertrauen der Märkte der Realitätswert von Vermögen.

Dazu kommt der Segen der KI, die - eiderdautz - Trends auf eine Weise verstärkt, die alles noch unberechenbarer macht. 

Dienstag, 28. März 2023

Aussichtslos, aber nicht zum Verzweifeln

Nach rein irdischen Kriterien betrachtet ist die Lage hoffnungslos. Was Markus Krall im JF-TV sagt, gibt einen sehr nachvollziehbaren, realitätsadäquaten Einblick in das derzeitige Geschehen rund um die Banken und die Finanzströme der Welt. Ob es einen Totalcrsah gibt oder nciht ist hier ga rnicht die Frage. Es WIRD ihn geben. 

Die Frage ist nur - WANN. Und was ihn auslöst, denn das ist nicvht so eindeutig vorherzusagen. Komplexe Systeme haben die Eigenschaft, Reaktionen zu zeigen, die mit der "letzten" Ursache in keinem Größenverhältnis stehen. Sie lösten nämlich nur eine Kette von Reaktionen aus, die dann immer unvorhersehbare weitere Kettenreaktionen auslösen. Nur eine ist sicher: Das System wird kollabieren.

Freitag, 12. August 2022

Man hat die Inflation kommen sehen

Dieses Gespräch von Hans-Werner Sinn mit Roland Tichy ist bereits Ende November gehalten, und Anfang Dezember 2021 veröffentlicht worden. Und es ist heute hörenswerter denn je. Denn der erfahrene Ökonom (der von sich freilich sagt "Ich bin kein Prophet!") sagt hier nicht nur voraus - im November 2021 - daß wir kurz vor einer Inflationswelle stehen, er erklärt auch, warum. 

So, wie er überhuapt so viele Details erzählt und Zusammenhänge zeigt, daß die 50 Minuten ein Erkenntnisgewinn sind. Denn die Einzelaussagen stehen ohne lange Vortrragserklärugen umso prägnanter da. Und aus ihnen läßt sich problemlos ein Bild des Zustands der Welt, der Weltwirtschaft, und unserer Länder zusammenstellen. Wo jedes Steinchen an seinem Platz liegt.

Montag, 4. April 2022

Anmerkungen zu Ohne Heilige Opfer kein Wert, ohne Wert kein Geld

Anmerkung* - Wie dumm deshalb auch dieses Gerede, jeder müsse "selbst denken", nicht "andere für sich" denken lassen. Was sonst, bitte! Welcher Narr meint wirklich, er könne alleine die Welt denken? Nur schon, daß er es KÖNNE ist krankhafter Wahn. Jeder lebt aus dem, was er von oben empfangen hat und zu empfangen hofft, und gibt in seinem Tun nach unten weiter, was durch ihn durch noch zu wirken vermag.

Das Spiel von oben nach unten hat auch eine Bedingungsseite - das von unten nach oben. Nur so sind beide in jenes Ganze getaucht, aus dem beide dann je ihren Teil zu erkennen vermögen. DENN SIE SIND AN IHREM ORT. Deshalb kann das Oben nicht ein Etwas denken, das für das Beziehungsfeld gilt, das beide umfaßt - jeweils in ihren Aspekten. Die von oben nach unten dekomprimieren, vereinzelter werden, spezieller, weniger universal. Denn das Universale ist durch das Oben gegeben, an das sie angebunden sind. keiner sagt, die Leben hätte den Menschen gerettet, wenn alle übrigen Organe versagen, mag sie noch so glänzen und frischen. Ist das Insgesamt tot, zerbrochen im Streit der Form mit der Materia, dem Akt mit der Potenz, ist alles tot.

Samstag, 2. April 2022

Ohne Heilige Opfer kein Wert, ohne Wert kein Geld

Einer der lächerlichsten Dummheiten zu folgen führt zu einer der tiefsten Einsichten. Die Rede ist vom liberalen Kartenhaus der Wertfindung, in die sich leider auch so potente Männer wie Ludwig Mises verstrickt haben. Sodaß auch seine Gebäude auf dem irrationalen Schwemmsand des sogenannten Liberalismus errichtet sind. Ohne Wert ist von einem Markt nicht zu reden, auf dem ja Werte getauscht - substituiert! - werden. Ohne Wert gibt es kein prästabilisiertes und diese Harmonie von selbst anstrebendes Wirtschaftssystem.
 
Aber Wert "findet sich" nicht, ex nihilo, und kann deshalb nur auf dem nächsten und noch größeren Schlammgebirge "grüden", der Evolution mit ihrem Kampf ums Überlben als oberste Wertmaxime, sodaß es der Nutzen ist und bleibt, der Wert bestimmen soll. 

Nichts wäre weniger wahr.

Dienstag, 9. November 2021

Internet und Business - Das Sterben am Geburtsfehler (2)

Die Zeit muß sein: Das Große ist im Kleinen, das Leben ist Philosophie, Philosophie aber Spiel des Geistes im Wind, der zwischen den Ruinen pfeift - Ein weiteres Merkmal, an dem wir alle es bemerken, ist, daß sich in jeder Branche Zahlungsmethoden ausgebreitet haben, die sämtlich auf Vorauszahlung hinauslaufen, und somit die völlige Verlagerung jedes Risikos auf die eine Seite eines Geschäftsvorgangs - den Kunden - bedeutet. Die "Vorauskassa", wie sie manchmal auftritt, ist dafür nur ein illustrierendes Beispiel.

Um es noch weiter zu illustrieren, füge ich hier eine Nachricht ein, die ich im Zuge eines in diesen Tagen erfolgten Bücherkaufs an den Antiquar, der im süddeutschen Raum seine Geschäftsstelle hat, versandt habe. Sie können sich die Zusammenhänge selber dazudenken. Die Deutung der Aussagen bleibt aber ebenfalls nun Ihnen überlassen, werter Leser. Ich glaube, Sie können das.

Montag, 8. November 2021

Internet und Business - Das Sterben am Geburtsfehler (1)

Die Paketlieferanten verkünden es, die Marketingseiten der Gazetten erzählen davon, und der Hausverstand verlängert das eigene Verhalten in Zeiten der Corona-Gefängnisse: Das Internet als technische Basis von Wirtschaft und Geschäften expandiert scheinbar ohne Ende, und man könnte den Eindruck bekommen, es wird nicht zum Stillstand kommen, bis es das gesamte Wirtschaften überschwemmt und aufgesogen hat.

Aber ist das so? Ich bezweifle es, und zuletzt sogar immer mehr. Denn es gibt ausgerechnet in einer Zeit, in der auch mein Kaufverhalten notwendigerweise aufs Internet ausgewichen ist. Das zeigt mir, daß es keine Bewegung gibt, die das Internet in einen menschlichen Prozeß - Kauf und Verkauf, Auftrag und Zahlung - einbinden würde. Vielmehr zeigt sich eine immer sturere, nacktere Reduktion des Geschäftsverkehrs im Internet auf einen technischen Vorgang, dessen Erledigungen, dessen Kompetenz zwangsläufig jedes Humane verdrängt, vertrocknen läßt und vermeidet. Bestenfalls wird das Technische kaschiert weil von zutiefst lächerlichen (und ohnehin gelogenen) "Personalisierungsmomenten" begleitet. Und sei es über Bewertungstabellen. 

Das Problem hat zum einen mit dem Wesen des Internet selbst zu tun. Das in seiner Simulationskraft dazu geführt hat, viele, ja allzu viele zu täuschen. Der Leser findet dazu umfassende Analysen, die schon vor zehn und mehr Jahren hier zu lesen standen und immer noch abrufbar sind. Sie erklären, warum das Medium Internet (mit seiner Eskalation in den social media) in Wirklichkeit zwei Ebenen hat. 

Freitag, 8. Januar 2021

Totalitarismus ist immer so natürlich (2)

Teil 2) Ein großer Reset braucht 
die alternativlose Bereinigung als Vorstufe


Dämmert es? Die Corona-Hilfe, 27 oder 30 Milliarden (oder mehr, wen kümmert's?) in der ersten Tranche in Wien beschlossen sind zuerst einmal der Steuerlast der Zukunft vorgeschossene Zentralbankgelder, die per Knopfdruck geschaffen sämtliche Schäden ausbügeln sollen. Sodaß die Politik in jeder Hinsicht saubere Hände hat. Die muß nämlich das Geld nicht mal mehr physisch in die Hand nehmen, ist also auch daran nicht schuld, sondern nur einer Notwendigkeit und "Alternativlosigkeit" - alternativlos welcher Vorstellung von Ordnung des Lebens gemäß? - gefolgt.
Manche nennen das THE GREAT RESET - DEN GROSZEN NEUANFANG BEI NULL. Die Auswahl der neuen Figuren am Schachbrett wird nun Rettung genannt. Man brennt erst alles nieder, sodaß sich niemand mehr selbst helfen kann, und wählt nun diejenigen aus, die man zukünftig noch im Spiel haben will.
Anders aber als früher kann nun nicht mehr JEDER daherkommen und sagen, daß seine Fertigungsbude mit alten Maschinen und gerade mal fünfundzwanzig Leuten, die dort ihre Monatsgroschen erschuften, oder daß sein - kurz gesagt - schon lange "zu wenig produktiver Betrieb
Viele erfahren heute ja zu ihrer großen Ermutigung, daß das Unternehmen, das sie mit aller Kraft von Monat zu Monat wuchten, um den "Bereinigungsprozessen des Marktes" zu entgehen, um sich und ihren Mitarbeitern ihre Arbeitsplätze zu erhalten, in den Augen der Experten nur ein verachtenswertes ZOMBIE-UNTERNEHMEN ist 
das Gesamtgeschehen im Land doch nur schädigt weil Kapazitäten bindet, die, frei geworden, die Produktivität in Zukunftsbranchen heben könnten, weil also so viele Betriebe und Unternehmen mit einem Wort gar keine Existenzberechtigung mehr haben, schon lange nicht mehr haben. Sondern daß sie wie Dreck und Kruste am wohlgeschmierten Staatsorganismus hängen und endlich ausgeschieden werden müssen. 


Zum Bild: Auf die Schnelle fand der VdZ kein treffenderes Bild von der Regierung als Experten- und Wissens- und Allmachtsgremium. Werter Leser, trifft es nicht die Realität? 

Auch darin: Wer dazugehören will, wer Teil dieses Arkanums aus Wissensträgern und Entscheidern werden will, der verhülle sich ebenfalls mit Kapuzen (pardon: Masken). So wird er zum Mitglied einer Geheimgesellschaft. 

Denn nicht nur sind die Masken nicht mehr als Symbol, wie die Politiker selbst öffentlich zugegeben haben, sondern sie verhüllen - symbolisch - das Menschsein als Person an einem Ort und machen es zu einer Funktion. 

DAS LEBEN WIRD MIT DER VERHÜLLUNG ZUM RITUS, DER DIE GESELLSCHAFT UND DAS SOZIALE ZUR GEHEIMGESELLSCHAFT MACHT.

Darum geht es. Das Leben mit Maske wird zu einer symbolistischen Bildlandschaft. Sie heben die Mitglieder auf die Ebene der durch das Arkanum - dieser verschworenen Gesellschaft der Wissensträger, die deshalb "geheim" genannt werden kann, weil ihre Absprachen Grundlage sind und außerhalb des "normalen Lebens" ablaufen, darunter liegen - repräsentierten Vorstellung von Rationalität entsprechender Entscheidungen, und machen alle Maskenträger somit zu dem, was die Menschen heute doch sein wollen: Zu Experten.
 
Anders als früher also entscheidet aber nun gar nicht mehr "der Markt", was immer das ist. Im großen Reset entscheiden nun nicht die Menschen und Unternehmer, ob sie sich das alles weiterhin antun, ob sie noch mehr Grundstücke oder Broschen von der Oma verpfänden, um Kredite zu bekommen, die ihren Betrieb am Leben halten sollen, auch in allen Krisen.
Anders als früher, in dieser sogenannten freien Welt, die aber zu so schlechten Ergebnissen geführt hat - Klima, Corona, Ungerechtigkeit, und ach noch so viel, denn es gibt doch so viele Probleme! - entscheidet nun ein Gremium von Wirtschaftsfachleuten, wie es sich die quasi Zunft-Verbindung WIRTSCHAFTSKAMMER aus dem Rockzipfel gesaugt hat, ob ihr Betrieb (den nur die Förderungen am Leben halten KÖNNEN, weil das Leben in Freiheit von der Politik völlig ausgelöscht wurde) noch weiter bestehen soll.

Wobei diese Experten sicher alle mit Wirtschaftsakademikerabschluß, sicher alle mit dem Zertifikat "globalisierungstauglich", und sicher alle mit erwünschtem oder wenigstens akzeptiertem Parteiausweis, pardon: Derselben Vision von Zukunft, ausgestattet sind.
DIESE GREMIEN - AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT UND EXPERTEN, die begründen, was die Politik will, sich aber nicht zu sagen oder zu wollen wagt - ENTSCHEIDEN ALSO NUN, welches Unternehmen überleben darf. Durch Corona-Hilfen. Um die es ansuchen, das heißt betteln darf. 
Denn es können ja, wie gesagt, NICHT ALLE GERETTET werden.
Und seien wir doch ehrlich, werter Leser, ist das nicht gut? Ist das nicht natürlich? Denn wer will ein nicht überlebensfähiges Unternehmen schon wirklich retten? Ist die Corona-Krise da nicht ein herzlich willkommener Anlaß, die lange schon benötigte Katharsis, die nach dem Ausbrennprozeß, der alle Schlacken bereinigt, dafür sorgt, endlich all die Betriebe und Unternehmen loszuwerden, die nur im Wege stehen, die den Gesamtwohlstand nur mindern, die eine prosperierende Wirtschaft - die wir ja hoffentlich bald, also nach erfolgter Impfung, oder nach der nächsten Impfung, also irgendwann jedenfalls, dann aber sicher, wieder haben werden - nur hindern?

Und können wir da nicht dankbar sein, daß nun Fachleute, Experten (sic!) entscheiden, welche Unternehmen von den Schäden der staatlich verhängten Totalzerschlagung der Wirtschaft für diese neue Vision tauglich sind? Der gemäß aus den Trümmern die Landschaft eines neuen Frühlings wieder errichtet werden wird, eine Landschaft voller Düfte und Sonnenschein, voller Güter und voller Glück, voller quicklebendiger Menschen und lachender Gesichter? 
Das wird nun von der Politik entschieden. Von einer Zentralregierung, die bis in den letzten Winkel des Landes entscheidet, welche Musik dort zukünftig noch gespielt wird. Die Gott spielt und sagt, was lebenswert und was es nicht ist. Und die ihr Korsett an Ordnungsvorstellungen in ein Korsett des Erwünschten und des Unerwünschten gespannt hat. 
Und zwar so geschickt, daß es die Menschen gar nicht merken. Außer die, die ... der Kategorie "zukünftig unerwünscht" zugehören. Aber die sind ohnehin nun pleite, und können nicht mehr viel Lärm machen, weil sie mit dem Rotz kämpfen, sozusagen, und froh sind, ihre täglichen Kreutzer zusammenzukriegen, die ihre Ruine von Leben noch irgendwie am Leben hält. Zumindest so lange, bis sie endgültig verschwunden sind. 
Diese Minderheit ist aber zu vernachlässigen. Denn im großen Ganzen, seien wir doch ehrlich, werter Leser, geht es uns doch wirklich gut? Und ist es nicht ein völlig natürlicher Vorgang, den wir in der Tier- und Pflanzenwelt UND DESHALB AUCH IN DER MENSCHENWELT Tag für Tag sehen (wo? ach, irgendwo, da aber sicher), daß das Starke über das Schwache siegt. 
Haben wir diesem Prinzip der Welt nicht zu verdanken, daß wir heute an diesem herrlichen Punkt der Geschichte angekommen sind, in der wir unsere Zukunft endlich in die Hand kriegen? Also zumindest, wenn wir dieses und das noch korrigieren. Wozu wir diese Corona-Krise so kräftig wie möglich nützen sollten. Dann, nach ein paar Monaten oder Jahren des Leidens, dann aber werden wir es erreicht haben, das Paradies. So nennt man das ja heute. 
Früher nannte man das, was heute alle so herzlich begrüßen, weil es unser aller Leben rettet (darum ging es ja angeblich von Anfang an), freilich TOTALITARISMUS. 
Aber früher waren ja alle dumm, oder zumindest dümmer als heute, eh schon wissen. Und hätten wir gewußt, daß es so schmerzfrei geht - hätten wir es dann nicht schon immer so gewollt, nur anders genannt?

 

*020121*

Donnerstag, 7. Januar 2021

Totalitarismus ist immer so natürlich (1)

Was meint der Leser? Meint er nicht auch (mit dem VdZ), daß der Totalitarismus ganz klammheimlich und auf der Schiene der "Selbstverständlichkeit", ja der "Natürlichkeit" liegt? Sodaß es einem lange Zeit gar nicht auffällt, daß die Kriterien des Totalitären längst erfüllt sind, und er wie immer erst nur ganz kleine "Randschichten" erfaßt. Randschichten, die sowieso böse, schlecht, schlimm sind, sich den "notwendigen" Kriterien nicht fügt? 

Oder meint er (mit so manchen, mit so vielen sogar), daß der Totalitarismus mit einem großen Schild in Schreckfarben daherkommt, auf dem geschrieben steht "wir sind totalitär"?

Die Lösung des Rätsels ist bereits geliefert, der Leser weiß, was der VdZ meint. Und er wird es gleich mit einem Beispiel belegen, das jüngst in den Zeitungen stand. Natürlich in Nebennotizen. Und unter ganz anderem Titel. Aber da haben die Proponenten des Totalitarismus ein wenig die Maske gelüftet. Und sie heißen nicht "Extremisten-Partei", nein, sie sind Minister und Funktionäre der "Guten", der ÖVP, der Grünen, unterstützt von den ach so vielen Gutmeinenden, vor allem aber von den Widerstandslosen der sogenannten Opposition. 

Die sehr natürliche Landwirtschaftsministerin von Österreich - Photo: Kronen Zeitung

Die ohnehin nie bei der Beurteilung der Politik der Regierungen von deren ontologischer Qualität ausgingen, also von dem, was WIRKLICH passiert, was WIRKLICH eingeleitet, durchgeführt, geplant ist. Denn dazu bräuchte es Geist und Ruhe und Abstand. Den eine Opposition sich angeblich ja nicht leisten kann, weil sie zuerst das Maul aufreißen muß, womit das Denken übertönt wird. Denken kommt dann später, heißt es seit hundert und mehr Jahren Parlamentarismus. Da gab also nun gleich zum 2. Jänner ein Minister der ÖVP-Regierungsriege ein Interview in der Kronen Zeitung. Die so wie alle Zeitungen (Medien) des Landes nicht nur von der Regierung kräftig bezahlt wird. 

Von der Regierung, nicht "vom Volk", denn solche Phrasen werden den Leuten nur erzählt, um sie weichzustopfen, damit sie den Unsinn von der Selbstbeteiligung an den Entscheidungsprozessen der Politik auch weiter schön glaubt. 

Und von den Medien wie der Kronen Zeitung. Die wie alle Zeitungen (Medien) des Landes in internationalen Redaktionsgemeinschaften verhangen sind, die von Bangkok bis San Francisco, von Redlife bis Berlin, von Nouknouk (Grönland) oder

Kinshasa bis Wien die Redaktionen mit Artikeln füttern. Und dafür noch kräftig in die Töpfe der Steuerzahler langen, die sie als Objekte ihrer Erziehung betrachten und gleich der Politik und gleich den Oligarchen als jene Sklaven behandeln, als die sie sie sehen.

Denn wir sind ja, der Leser weiß und schätzt es gewiß, in Zeiten der globalen, universalistischen, also über allem Lokalen und Verwurzelten schwebenden Meinungsbildung angelangt. Weil wir ja alle mit denselben Belangen und Beziehungen, mit denselben Problempunkten und Problemen zu tun haben, weil alles nur noch in globalem Maßstab zu sehen und zu bewältigen ist, und so weiter und so fort mit all dem Unsinn, eh schon wissen.

Also, zurück, da spricht nun denn der Minister für Arbeit, seines Zeichens eine Frau mit dem schönen lokalen Namen Christine Aschbacher, über die Zukunft des Landes. Über die Arbeitslosenzahlen, die nach Corona leider ein wenig höher bleiben werden, denn daß sie von derzeit fast 1,2 Millionen (bei neun Millionen Einwohnern) auf 500.000 zurückgehen werden, ist ja ausgemacht.

Und die Zeitung bringt Schaubilder, Statistiken, Zahlen, also "Fakten", die das belegen. So wird es sich entwickeln, so "ist" es, und so weiter. Aber dieses Wörtlein von den Arbeitslosenzahlen, die "nicht ganz auf Vorkrisenniveau zurückgehen werden" ist nur ein erster dezenter Hinweis, auf die wirkliche Bombe, die das Blondschöpfchen da liefert. Das sicher seinen Magister der Wirtschaftswissenschaften mit so viel Bravour hingelegt hat, daß aus ihrem Hobby - Studentenpolitik - ein Beruf wurde, sie von irgendeinem Funktionär "entdeckt" und in den Hafen der ÖVP-Partei geschleust hat.
Da sagt nämlich Frau Aschbacher, daß "wir nicht alle Betriebe retten können". 
Also, zum Mitschreiben: Da ist das erste, was die ÖVP macht (die Grünen haben sowieso von nix eine Ahnung, die nicken alles durch, wofür sie dann ein paar Leckerbißchen zugeworfen bekommen, auf denen "grün" und "nachhaltig" und "Welt retten" draufsteht, das reicht, auch für ihr Klientel), sobald eine sogenannte "Pandemie" auftritt, ein Gesetz in die Rundablage zu befördern, das seit je und immer verlautete, daß ein Unternehmen einen Rechtsanspruch auf Entschädigung erhalte, sobald die Regierung Maßnahmen beschließe, die landesweite Epidemien und so weiter bekämpfen sollten. 
Aus dem Rechtsanspruch wurde mit Federstrich ein mit lauter und bunter Pressestimme unterstützter "Covid-Rettungsplan". Der angeblich dieselben Wirkungen habe, der also die Unternehmen für erlittene Schäden, die aus "höheren Interessen" von der Politik in Kauf genommen wurden, entschädigen solle.
Ist das nicht dasselbe? Haben wir uns nicht längst daran gewöhnt, daß wir nur noch in "Endeffekten" rechnen und denken, der Weg, die Art der Entstehung des Effekts gleichgültig wurde? Ist nicht "Der Zweck heiligt alle Mittel" zum neuen Paradigma des Lebens geworden. 
Schauen wir mal näher hin, ob es egal ist. Denn diese Änderung in der Entschädigung, die im "Effekt" angeblich gleich ist, hat seinen guten Grund. Wir werden nämlich einmal mehr sehen, daß die Mittel keineswegs gleichgültig sind, sondern einem anderen Gesetz des Zieles folgen, und daß durch die Wege zum angeblich gleichen Ziel in Wahrheit ein völlig anderes, übergelagertes Ziel erfolgt ist. 
Der Zweck heiligt also nicht nur nicht alle Mittel, weil das irgendwie "moralisch" sein könnte, nein. Dieser Grundsatz der katholischen Morallehre gründet wie alle Moral in Sein und Wirklichkeit: Die Mittel entscheiden nämlich über den Zweck. So auch hier: Die veränderten Wege führen zu einem anderen, einem übergeordneten Ziel! Aus einem Rechtsanspruch wurde ein Mittel des Totalitarismus.
Wobei zuerst einmal der Grund dafür erklärt sein soll, aus dem der Staat entschädigen MUSZ. Denn ohne Unternehmen ist das Leben sämtlicher Bürger nicht aufrecht zu halten. Aber auch das Leben des Staates hängt davon ab. Weil dessen Handlungsfähigkeit und damit Bonität und somit natürlich auch dessen Geld (das hier "Währung" ist) immer von der Fähigkeit abhängt, ob er seine Ausgaben (oder Schulden, also die Zukunftsbelastungen) aus den Steuern und Abgaben bezahlen kann, die die Bürger leisten. Keine Abgaben - kein Staat, kein Staat - keine Währung, so einfach ist das. 

Zumindest keine Währung, weil kein Geld mehr da ist, dessen Beschaffenheit und Zahlungskraft weiter reicht als die direkten persönlichen, also die sozialen Vertrauensverhältnisse reichen, und somit nie einen Staat, sondern nur lokale, kleine Organismen durchbluten kann. Damit diese dem Wesen und Auftrag der Welt entsprechen können, wo es da kurz und bündig heißt, daß eines von der Gabe des anderen lebt. Somit alles von- und miteinander ab- und zusammenhängt. 

Daraus jedenfalls ergibt sich eine gewisse Priorität, die dem freien Wirtschaften der Menschen entspricht. Das frei sein muß, weil es nur dann produktiv und schöpferisch ist. Und zwar nicht einfach frei "von", sondern frei "für", wir haben davon schon oft gesprochen. 
Mit der kleinen Änderung in der Gesetzeslage wurde aber nun nicht, wie verkündet und dahergelogen, DASSELBE bewirkt wie mit dem alten Gesetz. Sonst hätte man es ja nicht geändert! Nein, die Herrschaften haben schon gewußt, was sie machen. Dazu muß man nur all die Aussagen und Jahreswendebotschaften und Autobahneröffnungsreden dazuschustern, damit aus alledem ein komplettes Bild wird. 

Wo da überall von "zukunftsfähig" und "modern" gesprochen (und ab und zu auch, aber nur in Ausnahmen - "a jedes Schrifterl ein Gifterl" oder so - geschrieben) wurde. Von zeitgemäß und auf die Erfordernisse der Weltgemeinschaft ausgerichtet, auf internationale Standards und globale Freiheit zum Wirtschaften. Wovon ganz sicher der (leider leider schon längst geschlossene) Bäcker ums Eck am meisten profitiert hat, denn der hätte seine Weckerl auch nach Singapur liefern können, einfach so, wenn er die neuen Anforderungen kapiert hätte. (Vermutlich war er eben auch zu wenig gebildet.)
Kurz und gut, die Wirtschaftsbonzen (oft genug gar keine Unternehmer mehr, sondern Manager), Experten (fast immer nur reine Ablaufoptimierer) und Politiker (oft genug ... ach lassen wir das) wissen, wo es langgeht. Sie wissen, wohin sich die Wirtschaft zu entwickeln HABE. 
Denn um dieses HABE - ein Imperativ, diminuiert zum Konjunktiv - geht es. Nur dann ist der Staat und sind die von ihm abhängigen Unternehmen zahlungsfähig, nur dann potent, nur dann ist ihr Hauptziel, das Geld (und damit die aufdiktierte Macht, denn das ist das Geld, das nun in wechselseitiger Abhängigkeit mit der sogenannten Wirtschaft das Blut ist, von dem alle zu trinken haben, das Blut des Lebens) vital und real.
Nur dann sind auch genug Steuern und genug Gewinne zu lukrieren. Sodaß es auch ein Wirtschaftsleben geben kann, das den von der Politik an die Wand geworfenen Schaubildern einer Menschheitszukunft entspricht. 
Und dazu gehören eben vor allem "Unternehmer", die diese Ziele mittragen und sogar erfüllen. Große Industrieunternehmen, für die Urumji wirklich ein lohnenswerter Markt ist, und die mit geifernden Händen nach dem Soja aus Brasilien greifen. 

Um die Zahlen des Fünf-Jahres-Plans (pardon, das heißt ja heute "Statistik" und "Wahrscheinlichkeit- und darauf folgender Entscheidungsgewißheit" und "Wissenschaft") für landwirtschaftliche und sonstige Güterversorgung zu erfüllen.

Denn darum geht es längst in diesen statistischen Querhirnen, die sich Politiker nennen. Und von der Statistik abhängen, weil die jede Verantwortung übernimmt und abnimmt. Weil jede Entscheidung gewissermaßen "notwendig" war. 

Man muß heute einfach weiter denken, umfassender, globaler, universalistischer, wissenschaftlicher, dann weiß man das. 

Also hat die Politik auch die Kriterien, die entscheidend für das Urteil sind, welche Wirtschaft erwünscht und welche nicht so ganz erwünscht (weil nicht zukunftsfähig) ist.
Morgen Teil 2) Ein großer Reset braucht 
die alternativlose Bereinigung als Vorstufe


Aktualitätsnachtrag vom 9. Januar 2021: Sehe der Leser selbst, was am selben (heutigen) Tag des Erscheinens dieses eine Woche zuvor erstellten Artikels über Frau Minister Christine Aschbacher in den Medien aufgetaucht ist. Die wir hier nun bewußt ohne "akademischen Titel" führen. 

Wie sagt im Video der Investigator so schön und richtig? Wissenschaft sei, wenn jemand eine Frage habe, der er nachgehe, und damit eine Aussage in seiner Arbeit. Leider aber ist es heute üblich, akademische Titel anzustreben, egal wie, weil man sich davon einen Aufstieg auf der sozialen Leiter erwartet.



*020121*

Mittwoch, 17. Juni 2020

Der Lockdown braucht keine Arbeit

Diese Graphik der Agenda Austria zeigt die durch die totalen Corona-Maßnahmen verursachte beziehungsweise verhängte Beschäftigungslosigkeit im europäischen Vergleich. Man beachte dabei, daß sich Österreich rühmt, durch wild entschlossenes Handeln ("Koste es was es wolle!") die Krise "so hervorragend" überstanden zu haben. Der Preis ist unter anderem Beschäftigungslosigkeit bei fast 40 Prozent aller Berufstätigen in Österreich. Für Deutschland schlagen rund 30 Prozent Arbeitslose zu Buche.

Wieviel Arbeitslosigkeit (bei zu erwartenden oder schon erfolgten Firmenpleiten und Umsatzrückgängen) als Mittel- und Langzeitfolge des Lockdown bleiben wird, bleibt abzuwarten. Die Kosten dafür trägt in jedem Fall die arbeitende, ja eigentlich sogar nur die produzierende Allgemeinheit. Bei gleichzeitigem Verlust riesiger Beträge nicht anfallender Steuern kann das nur heißen, daß das mit Schulden finanziert wird. 
Wer weitere Daten heranzieht wird feststellen, daß aber besonders die produzierenden Branchen nicht nur die mit dem größten Anteil am BIP sind, sondern auch bei weitem am schwersten vom Lockdown getroffen waren. 
Sodaß man durchaus sagen kann, daß die wirtschaftliche Wertschöpfung jeder Gesellschaft auf den Schultern von rund 18 Prozent der Bevölkerung ruht. Von denen nun fast die Hälfte ohne Arbeit dasteht. Genau diese Bevölkerungsgruppe wird es aber sein, die den Schaden aller, der zu dem, den sie ohnehin schon hatten, noch hinzukommt, nun beheben muß.
Nun heißt es freilich, daß der Lockdown die einzig vernünftige weil angemessene Maßnahme war, um "hunderttausende Tote" zu verhindern. Dann vergleiche man die Arbeitslosen in Schweden, das keinen Lockdown verhängt hat. Und belege vor allem einmal, woher dieser fiktive Schaden hätte kommen sollen. Denn er ist nicht belegbar. Also war der Lockdown nie vernünftig und angemessen.

Das einzige Argument, das gegen die freimütige Schwedische Art des Umgangs mit der Infektion auf den Tisch gelegt wird ist, daß es dort mit rund 175 pro Million Einwohner "mehr Tote" (rund doppelt so viele wie in Österreich) gegeben hätte. Um zu zeigen, wovon die Rede ist: Schweden hat irgendwas bei 1.800 Tote, die man Corona zuschreibt. Das sind aber nicht einmal mehr Tote, als statistisch gesehen auch früher (aus allen möglichen Gründen) in den fraglichen Zeiträumen zu verzeichnen waren (Stichwort "Gesamtsterblichkeit").

Ein weiteres Argument hat sich gleichfalls als haltlos herausgestellt. Daß nämlich verhindert werden mußte, daß die jeweiligen Gesundheitssysteme kollabieren. Wie man mittlerweile im weltweiten Vergleich aber feststellen kann, hängen die Totenzahlen nicht mit Infektionsraten, sondern mit dem Zustand des Gesundheitssystems zusammen. Und der ist sowohl in Österreich wie in Deutschland und eben in Schweden trotz aller Einsparungen in den letzten Jahren nicht so schlecht.

Schwedische Regierungsvertreter halten auch entgegen, daß mit ihrem Weg sogar Herdenimmunität erreicht wurde, während ein Lockdown die gleiche Zahl an Toten lediglich über einen längeren Zeitraum streckt. Im Endeffekt werden es also auch in Österreich und Deutschland so viele Tote wie in Schweden sein.
Apropos Tote, apropos Corona-Tote. Wäre es nicht ein zu delikates Thema, würde man der Frage hier weiter nachgehen, wie es sich diesbezüglich in unseren Ländern verhält, wenn Ärzte von Kalifornien berichten, daß es verschiedentlich in ihrem Land während des Corona-Lockdowns mehr Tote durch Selbstmorde (durch Menschen, die die Isolierung nicht verkraftet haben) als durch ein Corona-Virus gegeben hat. 
Wie sähe dann ein Vergleich Österreich - Deutschland : Schweden aus?
Dazu hat man außerdem in Schweden keinen Totalschaden im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben voll willentlich und künstlich erzeugt, wie man ihn in fast ganz Resteuropa verursacht hat. Wo man offenbar davon ausging, daß "wenn alles erschlagen wird, auch jeder Corona-Virusträger dabei ist." Zwar sind die Wirtschaftsdaten Schwedens in der Corona-Krise auch nach unten gegangen, allerdings viel moderater. Und das ist eigentlich nur auf den zurückgegangenen Außenhandel zurückzuführen. 

Der durch den Lockdown in fast ganz Europa (und den USA) natürlich auch eingebrochen ist. Wenn in Rüpelshofen bei Salzburg oder in Freiberg in Oberfranken die Autohäuser geschlossen haben, kann eben kein Volvo geliefert werden. Wobei damit zu rechnen ist, daß ein Gutteil solcher Einbrüche durch Nachzieheffekte wieder weitgehend ausgeglichen werden kann. Bestellt man den Smörrebröd-Röster eben erst im Juli. Aber gebraucht wird er werden, denn in Ländern mit Lockdown wird die Eigenproduktion nicht so leicht wieder anlaufen können.

Die ersten Erfahrungen mit einem Wiederanfahren der Wirtschaft nach einem Lockdown liegen ja bereits vor, und sie verheißen nichts Gutes. Aus Israel etwa (eines der ersten Länder mit Totalmaßnahmen) wurde bekannt, daß ein Viertel (das sind 2.000) der Restaurants nach dem Lockdown nicht wieder aufgesperrt,  weil sie aufgegeben haben.
Es steht außerdem zu befürchten, daß die irrationalen, panischen Reaktionen der Politik, denen wir jenen Lockdown zu verdanken haben, weiteren Konzentrationsprozessen in der Wirtschaft auf mittlere und große Unternehmen (bei gleichzeitiger Eliminierung von Kleinunternehmen) größten Vorschub leisteten. 
Was einen weiteren, diesmal aber großen Schritt weg von einem personenorientierten Unternehmen hin zu anonymen, mathematisch strukturierten Renditemaschinen bedeuten wird. Und das ist ganz real ein Schaden! Der nicht nur irreparabel, sondern riesig ist. Den allerdings keine offizielle volkswirtschaftliche Bilanz berücksichtigt, sondern diskret ignoriert.
Denn diese Art von Unternehmen richtet zu guter Letzt immer - immer! - gesamtvolkswirtschaftlichen Schaden an. Weil Betriebe, die auf Mathematik beruhen (also nicht sich der Mathematik als Hilfestellung für Entscheidungen bedienen, sondern auf deren Modellen aufbauen), die also dem sprichwörtlichen Diktat des "shareholder value" unterliegen, erzeugen zwar fiskalisch gesehen kurz- und mittelfristig "Erträge", werden aber irgendwann und in jedem Fall von der Realität eingeholt, der sie sonst immer nachjagen, und explodieren.

Weil Mathematisierung Jagd bedeutet. Die in kürzerer oder längerer Zeit jeden Arbeitsschritt in der Wirtschaft mathematisiert und damit die Arbeit entmenschlicht, weil sie der menschlichen Verfaßtheit immer weniger gerecht wird. Mathematik (Schuldzins und Ertrag als Prozentsatz) als einziges Telos eines Unternehmens bedeutet nämlich ununterbrochene Kontinuität, also Maschinenmentalität.

Dies erst bezeichnet man als Kapitalismus. Der periodisch so großen gesamtvolkswirtschaftlichen Schaden anrichtet, daß die zuvor erzielten Scheingewinne übertroffen werden. Was dann zwangsläufig von der Allgemeinheit getragen werden muß. Staaten beziehungsweise die Politik ist freilich solch eine Wirtschaftsstruktur höchst willkommen. Weil sie (und nur sie) eine schulden(=mathematik)basierte Politik als Klimax von Herrschaft möglich macht. Wenn man sich dazu illustrierend die Ankündigungen der österreichischen Regierung ansieht geht man nicht fehl im Eindruck, daß die Politiker dieser Generation mit Milliarden für "Große" umgeht, als würde sie Bonbons in die Menge werfen, oder eine Lotterie abhalten.

Es steht also zu befürchten, daß die hohen Arbeitslosenzahlen, die der Lockdown (NICHT Corona! Es war die irrationale Panik der Politiker!) die Regierungen weltweit dazu treiben werden, riesige Beträge in die Großunternehmen zu stecken, um "Arbeitsplätze zu schaffen" und die Mathematikmodelle wieder in Schwung zu bringen. Und damit ihre Volkswirtschaften in einem Ruck der Mathematisierung zu unterwerfen. Was in jedem Fall auf eine Zentralsteuerung der Weltprozesse und Totalglobalisierung zuläuft.

Wer mehr wirtschaftliche Daten zur Corona-Krise sehen möchte, dem sei die Seite der Agenda Austria empfohlen. Wo durch Graphiken viele weitere Aspekte anschaulich werden.

Quelle Agenda Austria



*250520*

Montag, 11. Mai 2020

Coronaverringertes Volkseinkommen

Es gibt eine Zahl, die recht unverbrüchlich dafür steht, wie es einer Volkswirtschaft geht, und das ist ihr Energieverbrauch. Im gegenständlichen Beispiel ist am Stromverbrauch sehr direkt zu messen, wie es der Wirtschaft seit und durch die Beschränkungsmaßnahmen der Regierung geht. Daraus kann man (natürlich wie immer mit einer gewissen Schwankungsbreite) ableiten, wie das BIP (=die Summe aller Einkünfte des Landes) im Vergleich zum Status ante Corona-Maßnahmen, also der Zahlen des Vorjahres, verläuft. Die Graphik stammt von der Agenda Austria.


Grob gesagt: Die Einbrüche belaufen sich auf durchschnittlich ein Viertel der Wirtschaftsleistung, gehen zeitweise aber bis zur Hälfte. Das ist deshalb bedeutend, weil gerade eine Gesellschaft, die sich als Sozialstaat organisiert hat (der großzügig mit Geld um sich wirft, um den Geldfluß der Volkswirtschaft nicht zu unterbrechen, sprich: Individuelle Einkommensverluste durch Staatskredite zu mildern) von Steuereinnahmen abhängt, die wiederum nur anfallen, wenn die Volkswirtschaft aktiv ist. Hinweis: Der "geringe Rückgang des BIP", den die Graphik als Wellenberg ausweist, sind ... die Wochenenden. Wo die Volkswirtschaft natürlich immer zurückfährt.

Und diese Steuereinnahmen belaufen sich in Österreich auf rund 65 Prozent (bei veränderter Betrachtungsweise auf 80 Prozent) des BIP. Gerade bei Einkommensrückgängen leidet der Staatssäckel aber noch mehr. Der Steuerausfall ist außerdem umso größer einzuschätzen, als die Volkswirtschaft in Österreich (und damit das BIP als Parameter der Einkommen) ganz deutlich hin zu öffentlich Bediensteten (Beamte, Beschäftigte von Staatsbetrieben, Personal des Medizinbereichs, Beschäftige in Kurzarbeit - per Ende April schon 1,1 Millionen  Kurzarbeiter in Österreich, dazu 600.000 direkt Arbeitslose! -, etc.) verschiebt, also hier Steuereinnahmen real nur das Verschieben von einem Hosensack in den anderen sind. Daß diese verringerten Steuern noch lange über die direkte Krise hinaus anhalten werden darf man also aus zwei Gründen annehmen. 

Hier also deshalb die Graphik, die zeigt, wie sich das BIP verhalten wird, je länger die Beschränkungen des Lebens durch die Regierung noch dauert:



Das IWF rechnet, wie die Graphik auch zeigt, derzeit (bei neun Wochen mehr- oder weniger weit gehender Sperre) mit einem Gesamtrückgang des BIP Österreichs von 7 Prozent für 2020. Das ist ein stärkerer Rückgang als bei der Weltwirtschaftskrise 2008. 

Aber dieser Rückgang könnte auch gravierend höher (aber so gut wie auszuschließen geringer) ausfallen, und er könnte auch erheblich länger anhalten. Letztlich weiß man eben nicht wirklich, wie die Räder ineinandergreifen, und wie lange die Wirtschaft braucht, um sich wieder auf Normalniveau zu erholen. Jenes Niveau, von dem der derzeitige Sozialstaat ausgehen MUSZ, weil sein Ausgabenniveau (das derzeit ohnehin nur durch ausgiebige Kreditvernaschung aufrecht bleibt) sonst nicht durchzuhalten ist. 
Vielleicht also sagen die Mobilitätsdaten etwas mehr aus. Und tatsächlich, betrachtet man die, muß man auch davon ausgehen, daß der Schaden erheblich größer sein könnte. Denn gerade sie zwingen zur Aussage, daß seit der Corona-Maßnahmen in Österreich die Volkswirtschaft praktisch stillsteht
Denn Stromverbrauch gibt es ja auch, wenn z. B. Maschinenanlagen oder Lageranlagen stillstehen, aber weiter (sagen wir) beheizt werden müssen. Hier die Daten (auch diese Graphik stammt von Agenda Austria):
Die Mobilität ist praktisch zum Erliegen gekommen. Niemand im Land reist mehr. Die noch vorhandene Restmobilität fällt etwa auf die LKW, die Lebensmittelmärkte und Bauhäuser beliefern. Und nicht zu vergessen: Auf Polizeiautos und Militärkonvois.





*290420*

Mittwoch, 15. April 2020

Zumindest ein Versprechen sei gegeben (2)

Teil 2) China hat nicht nur den Handelskrieg gewonnen. Der über China gespielte Corona-Plan war Mittel, die ökonomische Weltherrschaft zu konzentrieren. Er wird außerdem Trump aus dem Amt schießen, der unabsichtlich im Weg ist.


China hat den von Trump ausgerufenen Handelskrieg gewonnen, mit dem er gar nicht China, sondern ganz anderen Kräften an den Bart gefahren ist. Zuerst einmal hat China gewonnen, weil es den Krieg mit mehr als mit bloßen Worten geführt hat. Daraus wird mit quasi intakten Strukturen hervorgehen, weil sich dort nichts verändert hat. Die chinesische Volkswirtschaft war immer das, was sie auch weiter sein wird: Staatswirtschaft, die sich des Kapitalismus lediglich bedient bzw. von diesem benutzt wird. Kein Volk ist leichter zu zähmen und zu melken wie ein sozialistischer Staat - der in Wahrheit vom Kapital abhängt, weil die eigene Produktivität für den Aufwand, den er treibt, nicht ausreicht. 

Dazu gehört, daß sich der Sozialismus der westlichen, christlichen Werte bedient. Der Sozialismus hat sich auch der Demokratie immer nur bedient. Er hat sie in einer Pappmacheversion sogar bald als die für ihn ideale Ausgangsbasis entdeckt hat. Sogar die DDR war demokratisch und hatte Wahlen, eiderdautz!

China hat mit einer perfekten Marktstrategie - die Corona-Krise ist eine globale Marktstrategie! - sämtliche Konkurrenz aus dem Weg geräumt. Europa genauso, wie die USA, genauso wie Südamerika und Australien (das es ohnehin schon in der Tasche hatte, aber das ist ein anders Kapitel).

China hat dabei lediglich weitergedacht als bloß primitiv mit Zöllen und Einfuhrbeschränkungen auf den Cowboy aus den USA zu agieren, der glaubt, es genüge für eine Wiedererstarkung, John Wayne auferstehen zu lassen.

China hat seiner uralten strategischen Weisheit gemäß - liest sich nicht das Rote Buch von Mao wie eine toskanische Sibylle aus dem Jahre 1510? - den Feind im Rücken erwischt, auf einer Seite, wo er entblößt war. China ist doch nicht in eine offene Feldschlacht gelaufen, wo die bis an die Zähne bewaffneten amerikanischen Kämpfer nach chinesischem Blut lechzten!

3 Uhr 34 Minuten

China, das ein Epigonentum nie notwendig gehabt hat, weil es anders als die USA eine Originalkultur ist, hat seine Schwerter niedergelegt und getan, was es immer getan hat: Es hat freundlich gelächelt. 

Dieses Lächeln ist aber dem Feind bis in den kleinsten Knochen gekrochen. China hat binnen weniger Tage 90 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts niedergefahren!

Es hat damit in Rekordzeit ein Loch geschaffen, in das die Welt geplumpst ist.  Was zeigt, welche geballte Kapitalkraft hinter diesen Maßnahmen steht. Dieselbe geballte Kapitalkraft, die sich derzeit vor unseren Augen in den USA zeigt.

Aus diesem Material, das es aufgesogen hat, hat China einen Luftballon gewoben. Es hat eine Gesundheitskrise mit vielen Bildern erfunden, deren Bedrohlichkeit für die Welt bewiesen, und den Ballon dann in den Himmel geschickt, wo seine Teile wieder in die Heimaten zurückgetrieben sind. Dort angekommen, hat er sich wie eine Atombombe verhalten und sich zum Riesenpilz aufgebläht, bis er platzte. Daraufhin hat eine so große Fülle von Puzzleteilchen den Horizont bedeckt, daß es - fast! - lückenlos war, und so die Erde mit einer neuen Farbe überspannt.

Schau nach oben, meinte nun mein Freund, wieder lauter, es war die Dramatik mit ihm durchgebrochen. Sieh nach oben, jetzt! Ich wendete verwirrt den Kopf. Ein blauer Himmel? Nein. Es ist ein chinesischer Himmel, der sich Covid19 nennt. Es ist ein roter Himmel. Man sieht kaum noch die kleinen blauen Stellen vom wirklichen Himmel dahinter. Den sehen nur wir, Du und ich, meinte er nun.

Ich fühlte mich irgendwie wieder innerlich aufgewärmter als zuvor.

3 Uhr 51 Minuten
Wirklich, meinte ich nun? China? Nicht ... die Oligarchen, oder das Weltjudentum, oder die Dosenlychee-Mafia? Pah, ah wa, verriet mein Freund seine Pforzheimer Herkunft. Ah wa!

Was meinst Du, wer China beherrscht? Glaubst Du, daß sich die Weltoligarchie noch mit einem Ort aufhält? Die ist ohne Ort, die ist überall und nirgends! Die ist auch in China. Die besitzt auch China. Was meinst Du, woher China das Geld hat, diesen gigantischen Wirtschaftsaufschwung, wie er in den letzten fünfzehn Jahren dort stattfand, und der zur Gänze auf Pump basiert, aufbauen hätte können? Woher kamen denn die Kredite? Aus den Ziehbrunnen vor den Toren von Pjöngjang? Mitte April werden im Westen die Supermarktregale leer sein und niemand kann sie mehr füllen, außer ... China. Der Westen wird noch auf Knien liegend China anflehen, ihn zu beliefern! Mein Gott, stöhnte er nun, bist Du naiv ...

Ich muß zugeben, ich fühlte mich nun ein wenig verletzt.

3 Uhr 59 Minuten, oder schon kurz nach 4 Uhr?
Der ganze Westen. Zugleich mit den USA, fuhr mein Freund (ich gestehe, im Eindruck der letzten Worte von ihm war ich einen Augenblick versucht, diese Tatsache in Frage zu stellen, aber er ist das für mich, auch jetzt, und Schluß) nun gelassener als zuvor fort, kann man nämlich in einem Aufwaschen sämtliche Regierungen der Welt auf eine Seite drücken, die ein Instrumentarium installiert, das sie selbst in seiner Tragweite gar nicht durchschauen.
Wir erleben derzeit deshalb nicht das Ende des Weltsystems, keine End-Apokalypse. Wir erleben nur den Beginn eines nächsten Kapitels. Einen nächsten Schlag gegen das einzige Gegenmittel gegen den Wahnsinn der Totalkontrolle und -beherrschung, in den wir stürzen: Dezentralisierung, Lokalisierung, Integrität der sozialen wie gesellschaftlichen, kulturellen Einheiten in ihrer Hingezogenheit und Ausstreckung zur Heiligen Ordnung, der Hierarchie des Weltseins hin. 
Auf der Basis dieser Gemeinschaft im wahrsten Sinn - auf einer Einheit beruhend, die nur die Wahrheit leisten kann; keinesfalls "Vergemeinung"!, diese bittere Simulation von Einheit; auch hier also: Unsichtbar! Indirekt! Melodie! Rhythmus! Schatten! nicht simpler gleicher Inhalt - kann sich eine Kultur dann auch wehren, ja: Ist sie unüberwindlich.
Aber die derzeitigen Eliten sind praktisch nicht in der Lage, diese Gegenwehr zu leisten, wir sehen es derzeit erschreckend offen. Sie sind buchstäblich keine Gegner für unsere Feinde. Weil sie von ihrer eigenen Gutheit so überzeugt (und dabei wie heute jede Regierung kraft der demokratischen Auswahlprozesse, die solche Persönlichkeiten nach oben brachte, dumm, eitel, ehrgeizig, taten- weil selbstbeweisungssüchtig sowie realitätsfern genug) sind, daß sie meinen, es wäre durch "Kontrolle" zu beschränken - das aber auf rein technischem, mechanistischem Weg eine Totalkontrolle der Weltbevölkerung bewirkt. Bewirkt, nicht "möglich macht".

Das Gespräch währte noch lange, ich gebe es hier nur auszugsweise wieder, man hat ja auch anderes zu tun, auch der Leser. Denn noch viel Weiteres, Erhellendes, Erstaunliches, aber auch Komisches ... hat er mir gesagt. Ich werde es vielleicht ab und dann doch noch bringen. Oder in meine eigenen Versuche, die Wahrheit hinter allem zu finden, einfließen lassen. 

4 Uhr 32 Minuten
Der Leser möge sich in einem Selbstversuch aber nun doch einfach selbst ein Bild dieser wüsten Art machen. Und für einmal eine Brille - die Brille, die der VdZ im selben Selbstversuch trug - aufsetzen, deren Färbung der Welt ihn erschrecken könnte. Um dann eine Frage zuzulassen, einfach nur probeweise: Erklärt sich nun nicht doch so manches mehr, weil solch ein Deutungshorizont schon deutlich weniger Ränder und Lücken frei läßt, die unerklärt bleiben? Wird das Rot nicht langsam aber sicher durch ein Blau ersetzt, weil der Hintergrund, also das wirklich Wirkliche, durchkommt?
Wie auch immer. Auf jeden Fall steht fest, dem Leser sei's versprochen, daß wir auf diesem Blog so lange Testläufe mit Deutungshorizonten machen, bis dieser Zustand erreicht ist. Daß sich ALLES erklärt. Null Rest. Wir werden so lange am Anzug nähen, bis absolut nichts mehr zwickt, er also dem Körper exakt angepaßt ist.  
Er also eines bewahrt: Die Freiheit des besseren Ich. Der Leser erinnert sich an diese These? Erinnert sich, daß alles es selbst ist, wo und soweit es dieses bessere Ich anstrebt? (Sonst möge er es woanders - oder auf diesen Seiten - nachlesen.) 
Keine Erklärung. Keine Ideologie. Keine Überzeugtheit. Keine Evidenz. Keine Bildbeweise. Keine sinnenbedingte Erzwingung. Nur eines: Nur die Wahrheit macht frei.

Noch ein Versprechen füge ich hinzu, es ist klein, aber sei manchem zur Beruhigung gegeben. Ich werde auch weiter ab und dann von meinem Freund berichten. Davon, was er mir eventuell wieder einmal flüstern wird. Ach ja. Hier ist das weiter oben versprochene Video. Wie ich mich jetzt fühle? 

Ich fühle mich gut. Wie immer, wenn ich ein Versprechen einlöse.





*010420*

Dienstag, 14. April 2020

Zumindest ein Versprechen sei gegeben (1)

Es sei, meint der amerikanische Freund des VdZ (der immer behauptet, er arbeite in den Docks von New York - ehrlich, werter Leser, glaubt ER das?), von Tag zu Tag evidenter, was sich vor unseren Augen abspiele. Nun blickte er links und rechts, was ich bei einem sowieso niemals verborgenen Skype-Gespräch eigentlich lächerlich finde. Ebenso wie den Umstand, daß er nun seine Stimme senkte und im Ton gesottener Verschwörer zu flüstern begann. Während ich doch gerade meine Pfeife stopfen wollte, denn ich ahnte: Das würde länger.

Es geht, wenn einer sich so verhält, unter diesen Voraussetzungen, aber auch anderen, also gar nicht um objektiven Schutz durch Verborgenheit. Es geht um eine Positionierung einer Aussage in einem Stimmungsumfeld, das zur Aussage dazugehört, sie also gleichermaßen ist.

Wer einem Geflüstere zuhören will, der muß sein inneres Hinneigen mehr aktivieren. Und alle sinnliche Wahrnehmung hängt von der inneren Aktivierung und Hinneigung ab. Das Übel des Tauben ist, daß er sein Hören nicht nach außen neigt. Das Übel des Blinden, daß er das Sehen nicht nach außen richtet. Das Übel des Dementen, daß er sein Inneres nicht am Außen festmacht, sondern in sich verschließt. Usw. usf. Deshalb merkt man sich ein Gerücht unter Umständen leichter als die lauteste Vermeldung. Wobei die deshalb so laut sein will, weil sie genau diese innere Hinneigung als Aufnahme von Form, als Prägung somit, erzwingen will.

Der Leser möge sich etwas in dieser Art also über die kommenden Zeilen gelegt somit vorstellen. Denn darum soll es uns ja jetzt nicht gehen. Fahren wir einfach fort von dem zu berichten, was uns jetzt, unserer Zeitrechnung nach so mitten in der Nacht zu Ohren kam.

Es geht, meinte er, dessen Namen ich hier nicht noch öffentlicher mache als er selbst es durch die benützten social media ohnehin macht, um Donald Trump. Es geht um den Wahlkampf. Man hat alles getan, um zu verhindern, daß er im Herbst wiedergewählt wird. Schau doch mal, fügt er beweisend hinzu, entsprechend ändert sich sein Ton, wird selbstbehauptender, schau doch mal auf den medialen Zirkus, der sich nun in den USA abspielt. Wo mit einer Macht, die mich doch noch staunen läßt, eine Totalkrise herbeiredet, die Amerika regelrecht verwüsten wird. Herbeiredet!

Es wird alles herbeigeredet. Es wird ein totales Bild gezaubert, das jedem Amerikaner so dicht vor Augen gehalten wird, daß er nichts mehr daneben sieht - also keinen Blick mehr auf die wirkliche Wirklichkeit machen kann. Und in dieser Verwirrung, die er erlebt, rauschen die Kurse der Börsen und Werte (Gold!) nach oben wie nach unten, täglich um ganze Sprünge. DAS, mein Freund, das ist immer ein Zeichen dafür, daß da die ganz Großen, die, die auch die Medien haben, Geld und Kleinvermögen abmelken und damit Volkswirtschaften zentralisieren.

Unter kräftiger Mithilfe der Zentralbanken, die hin- und herspringen wie die Ziegenböcke, sowie der Regierungen, die Opiumtabletten großflächig verschenken, die sie mit dem bezahlen, was sie uns nachts aus den Taschen klauen. Die Großen müssen das alles nur herbeireden. Markt? Freier Markt? Pah! Capitalism is state sponsored usury, schon vergessen? Die tun nur so, als sei diese ständige Abmelkerei des Gemeinwohls Zufällen geschuldet, die zufällig alle paar Jahre eintreffen. Was für eine Farce die Volkswirtschaftslehren liefern, die nur aus Konzepten bestehen, wie man diese Krisen vermeiden, abwehren oder ausbügeln könne - und gleichzeitig eine kapitalistische Wirtschaft bewahrt.

Corona ist nur der nächste programmierte Zufall, die nächste höhere Gewalt, ein wenig dekoriert mit menschlichen Fehlern, um das Bild farbiger zu machen, die eine immer einkalkulierte Staats- und Volksabmelkerei verschleiert. Aber wir leben in einem einzigen Katz- und Maus-Spiel der Großen. In dem hier die Gewinner und die von diesen gnadenhalber beschenkte Staffage, und dort die Zahler feststehen - wir, die Verlierer, das Gemeinwohl. Das alles läuft derzeit in einem historisch einmaligen Ausmaß, vor dem einem der Atem stocken könnte! In diesen Wochen sammeln sich in den USA dutzende Billionen Dollar, auf unglaublich perfide konstruierten Wegen.

Ich fühlte mich ein wenig genervt. Wieder dieser Trump. Wieder diese Corona-Krise. Wieder das irgendwie sowieso Gewußte, oder wenigstens Geahnte. Und das zu dieser Nachtzeit ... die für meinen Freund so bequeme Abendstunde war.

3 Uhr 10 Minuten
Als er mir dann aber dieses Video (unten bzw. morgen, im zweiten Teil) zuschob, war ich schon nach wenigen Minuten angefixt, wie man so schön sagt. Denn bereits nahe dran, seinen Thesen möglicherweise meinen Glauben zu schenken.

Die Corona-Krise, meinte er, wurde ganz gezielt zu diesem Zeitpunkt ausgelöst, an dem sie begann. So wie die Ibiza-Krise in Österreich. Beide hatten denselben Hintergrund: Bevorstehende Wahlen. Also einen Termin, zu dem ein Wahlkampf beginnen sollte. Dem man gleich tüchtig in die Parade gefahren ist, weil man das Thema zwingend macht.

Es geht auch hier um Trump!

Weil nun eine Krise eintrifft, die Trump nicht lösen kann. Die niemand lösen kann! Nur so, aber so sicher, wird es zu einem offiziellen Umsturz kommen. Der Kandidat ist dabei nebensächlich, schau doch hin: Noch haben die Demokraten ja nicht einmal einen Kandidaten! Der ist ohnehin immer nur eine Marionette von Kräften, die zwar nicht direkt lenken, die aber ein Land so beeinträchtigen können, daß es einer Lenkung gleichkommt. Nicht nur in den USA. Auch bei uns.

Denn das Entscheidende, meinte mein Freund nun in beschwörendem Ton (so ein Lauser, dachte ich, der klaut mir doch glatt meine eigenen Sätze, und schiebt sie mir dann auf dem Tablett als Schnittchen mit einer Geste rüber, als habe er sie selber zubereitet) passiert doch immer indirekt! Das Wichtige ist immer ein scheinbarer Nebeneffekt. Denn das Wichtige ist immer die Kontur, nicht der Inhalt, auf den man abzielt.
Das Wichtige ist das, worein alles verpackt ist! Was, warf ich ein, um auch einmal etwas zu sagen, das Papier? Ah wa, warf er weg. Das Papier ist wertlos. Nein, die Information, die es trägt, das Unsichtbare, das im Drumherum steckt! Darin findest Du die Erzählung, darin steckt das, was man herschenkt. Unsere Omas wußten, warum sie das Geschenkpapier sorgfältiger als den Inhalt behandelt haben. Die Geschenke waren schon weg, das Papier aber findet sich noch im Nachlaß. Es erwärmt - wie jede Erzählung - in der Erinnerung ein Leben lang.
3 Uhr 17 Minuten
Wollen wir aber erst einmal festhalten, was wir sehen. (Was ärgerte er mich dann, wenn er in solcher Lehrerpose daherkam ... als wäre ich sein Schüler. Oder ist das nicht zuweilen jeder einmal? Wechselt das nicht ständig in einer Beziehung, egal wozu, egal zu wem? Egal, also :-)

Die Corona-Krise (die mit einer Gesundheitskrise nicht das Geringste zu tun hat, sie nutzt das nur als trojanisches Pferd) hat dafür gesorgt und wird noch weiter dafür sorgen, denn sie ist jederzeit wieder aktivierbar, daß die Weltwirtschaft zur Gänze, bis in ihre kleinsten Unternehmensbereiche, von staatlicher Politik abhängig wird. Damit ist sie zentral gesteuert und zukünftig steuerbar. Und damit hat die Oligarchie leichtes Spiel: Ihr stehen zukünftig die gehirngewaschenen Eliten gegenüber, die sie selbst geschaffen hat.

All das, was wir derzeit erleben, was über uns hinwegbraust, daß uns die Ohren schlackern, so mein Freund (ich hätte so eine primitive Ausdrucksweise nie gewählt, der Leser sei dessen versichert), sei nämlich unter einer besonderen Note zu sehen. Meines Freundes Stimme wurde dabei noch leiser, ich hing mit meinem Ohr schon fast auf der Tastatur des Laptops, dessen Audiosystem endgültig überfordert war. China


Morgen Teil 2) China hat nicht nur den Handelskrieg gewonnen. Der über China gespielte Corona-Plan war Mittel, die ökonomische Weltherrschaft zu konzentrieren. Er wird außerdem Trump aus dem Amt schießen, der unabsichtlich im Weg ist.




*010420*

Sonntag, 29. März 2020

Der Krieg der Sekten (2)

Teil 2) Eine Situation des Generalmißbrauchs 
Zu einer riesigen Sekte als Normalzustand geworden


*Analog zum Verhalten in Mißbrauchssituationen - der VdZ verweist auf Artikel auf diesen Seiten, in denen er unsere Zeit als getragen von der Methodik des Mißbrauchs klassifizierte - wird deshalb alles getan, um ALLE zum MITTUN zu animieren. Niemand soll ausgenommen werden, niemand soll später einmal sagen können, er hätte die Folgen nicht mitverursacht. Was übrigens KEINE Verschwörung ist, davon kann man sicher ausgehen, sondern ein psychisch-sozialer Effekt, den man bei nur etwas Menschenkenntnis annehmen darf. Dieser freilich kann dann tatsächlich zu Verschwörungen führen, die sich freilich anders nennen weil selbst anders sehen.

Wie es vermutlich jede Verschwörung tut. Die wenigstens anfänglich (siehe Carroll Quigley in seiner Beschreibung der Anfänge der Verschwörungsgesellschaften im anglo-amerikanischen Raum) nicht "als Verschwörung" auftritt, sondern von Personen getragen wird, die reale Probleme zu sehen meinen, die sie bekämpfen wollen. Dieser Kampf erst macht mit der Zeit eine Verschwörung "notwendig", weil sie im Sinne der Problembekämpfung effizienter ist.

**Die Ähnlichkeit solchen Verhaltens mit dem Geschehen in einer Sekte ist augenfällig, und keineswegs Zufall. Sie hängt mit der Gespensterhaftigkeit der "Gefahr" zusammen: Dort ist es der Teufel, der immer und überall ist, hier ist es die Gefahr der Ansteckung durch den anderen (=jeder). 

Man könnte also sogar sagen, daß wir uns derzeit verhalten, als wären unsere Länder und Völker zu einer einzigen Sekte geworden! Wenn jemand über Veränderungen spricht, die die derzeitige Corona-Krise für unsere Gesellschaften bedeutet, dann ist das praktisch immer unsinniges Gerede, stimmt aber in einem Fall: Die Veränderungen werden auffällig jenen psycho-sozialen Folgen gleichen, die Sektenmitglieder und -aussteiger aufweisen.






*240320*

Samstag, 28. März 2020

Der Krieg der Sekten (1)

... und keiner weiß davon!


Was auch immer man James Corbett vorwerfen kann, dessen Gedankenwelt durch die Konzentration auf Verschwörungen ein wenig darunter leidet, nicht immer das Maß deren realer Auswirkungen richtig einzuschätzen - seine journalistische Tätigkeit ist bemerkenswert und immer zumindest originell. So meint er diesmal, in der "Corona-Krise", daß wir uns mitten in einem Krieg befinden, von dem seltsamerweise aber niemand etwas zu wissen scheint. Denn er trägt ein anderes Etikett. Er heißt "Corona-Pandemie". 

Wer sich ansieht, was als Gegenmaßnahmen verhängt wurde, welche sozialen wie politischen Folgen diese vermeintliche Pandemie hat, nimmt verblüfft zur Kenntnis, daß sich die Folgen für die Lebensweise zahlreicher Länder und Völker einer ganz bestimmten Situation absolut gleichen: 
Wir leben real unter denselben Lebensbedingungen, die ein schrecklicher, weltweiter Krieg hätte.
Volkswirtschaften brechen ein, Grenzen werden dicht gemacht, Menschen flüchten in eine Bunkersituation und richten sich auf Bedingungen ein, in denen es zu Verknappungen lebensnotwendigster Produkte kommt. Die Medien werden zentral gesteuert - wie in einem Krieg - und Zensur ist nicht nur üblich, sondern von den Menschen akzeptiert. Deren soziales Leben sich im Zustand des Krieges gegen jeden anderen Menschen befindet, der zur tödlichen Gefahr hochstilisiert wurde. 

Wie überhaupt alle diese Einschränkungen akzeptiert werden, weil wie in einem Krieg alles unter die Maxime des "Überlebens des Ganzen" gestellt ist, wo Kollateralschäden in Kauf genommen werden müssen. 

Auch die Gräben der Entfremdung fehlen nicht. Sie verlaufen zwischen jenen, die "ansteckend" sind (und das sind ganze Länder wie China, Persien, Italien) und wo sich die Epidemie mehr ausgebreitet hat, und jenen, die sich durch völligen Abbruch der kollateralen Beziehungen einigeln. Die Schuldigen und damit die Aggressoren sind dabei klar. Ihre Aggression rechtfertigt jede diplomatische Katastrophe, die solches Verhalten noch vor wenigen Wochen gewesen wäre.

Gleichzeitig steht die Staatsmacht gegen ihre Bevölkerungen. Zwar verkünden die Medien und Pressemitteilungen von "Gemeinschaft und Solidarität", doch jeder Augenschein, die Polizeipräsenz auf den Straßen,
die stetig steigende Rigorosität, mit der "Fehlverhalten" als "a- und antisoziales Verhalten" identifiziert und sanktioniert - weil bestimmtes Verhalten totalisiert** - wird, 
die Aktivierung der militärischen Ressourcen, das Versammlungs- und faktische Vereinsverbot, die Verhängung von Sondergesetzen, Ausnahmezuständen und die ganz selbstverständliche Inanspruchnahme von Sonderrechten durch die Regierenden, mit denen sie diktatorisch eingreifen, spricht eine ganz andere Sprache. Nämlich die eines Kriegszustands. Sogar Tote, "im Kampf Gefallene" liefert dieser Krieg.

Die Liste der Parallelen zu einer realen Kriegssituation wäre noch weit, weit verlängerbar. Kann also jemand sagen, worin sich der gegenwärtige Zustand von dem eines weltweiten Krieges unterscheidet? Es fehlt nicht einmal die Ausrufung!

Man könnte diesen Krieg mit einem Computerspiel vergleichen, in dem die Teilnehmer plötzlich begonnen haben, ihr ganzes Leben in diese Auseinandersetzung am Bildschirm und auf den Festplatten mit hineinzuziehen. Und ihre Sinnhorizonte gemäß den Prämissen des Spieles neu zu modellieren. 

Woher das Gefühl einer seltsamen Unwirklichkeit kommt, das so viele bei sich feststellen, blieb zwar vorerst ein Rätsel. Aber es wird daran gearbeitet, es zu lösen. Das Meiste von dem, was sich vor allem in den Medien tut, ist nur unter diesem Blickwinkel verstehbar: Die Medienwelt wurde einem Generalversuch, die erste, unbedingte Realität dieses Spieles zu beweisen. Und man muß ernsthafte Sorge haben, daß sie damit durchkommen. Mit jedem Tag, mit jeder Maßnahme, mit jeder Folge mehr wird die Unmöglichkeit der dafür verantwortlichen, mittätigen* Autoritäten zunehmen, diese Fehlannahme zuzugeben und zu korrigieren.

Daß somit die nächste Zukunft von Annahmen getragen sein wird, die unser alltägliches Leben nach den Regeln dieses Spieles neu ordnen, und durch weitgreifende Entscheidungen den Lauf der Welt ändern. Weil das aber nur in einem gesellschaftlichen Chaos enden kann, ist die stetige (und schließlich exponentielle) Zunahme von Zwangsmaßnahmen der Staaten gegenüber ihren Bevölkerungen so gut wie sicher.

Morgen Teil 2) Zu einer riesigen Sekte 
als Normalzustand geworden



*240320*

Samstag, 21. März 2020

Es geht auch vernünftiger

Da muß man gar nicht viel dazu sagen. Kaum etwas, das nicht angesprochen wird. Alles ein Riesentheater? Möglich. Wahrscheinlich. Auf jeden Fall: Sehens-, hörenswert, was die zwei eher abgeschobenen Politiker Josef Cap (SPÖ) und Peter Westentaler (FPÖ) da von sich geben. Fellner schafft es immer wieder ein Gesprächsklima zu schaffen, in dem wirklich jeder sagt, was er sagen zu müssen glaubt.

Fellner! LIVE wurde in den letzten Jahren (fast schon) einer jener Orte, die Gesellschaften unbedingt brauchen, damit sich ein Denk- und Sozialklima bilden kann, an dem die Vernunft eine Chance hat. Fast muß man deshalb sagen, weil der alte Fellner als Senior-Herausgeber der Tageszeitung "Österreich" es selbst ist, der hier eine Decke abhängt, mit der er das wirklich Hohe niederzieht und Vernunft auf die Ebene seiner etwas reparaturbedürftigen "Bildung" herunterreißt. Und damit wäre auch ein Land auf diese Ebene "des Richtigen" heruntergerissen, wie Fellner sich das eben vorstellt, damit auf Vergemeinung beschränkt und nicht auf Gemeinschaft ausgerichtet. Deshalb reicht dieses Magazin noch nicht, um so ein Raum für Österreich zu sein. Aber es ist ein kleiner Anfang, nicht der falscheste Schritt.

Gemeinschaft, Einheit kann es nur unter der Vernunft geben. Gar nicht, "weil alle dasselbe denken und meinen." Denn Vernunft braucht nicht "das Richtige". Sie braucht auch nicht die Zustimmung, dieses "gut = so gedacht wie man selber denkt", und kann mit Meinungen leben, die alles andere als die eigene sind. Vernunft ist vielmehr die Ausrichtung auf das Wahre, das immer unerreichbar ist, das aber als Sonne dient, deren Schatten der Vernunftwillige, der Mensch guten Willens, auf die Erde werfen kann. Sie braucht dazu aus dem Nutzengeflecht der Gesellschaft herausgenommene, immune, sakrosankte Räume des Narrentums, will sie überhaupt in einer Gesellschaft als einzig konstruktive Kulturkraft entstehen und bestehen.




***

In der Schweiz braucht es zu dieser Vernunftgewaltleistung wie oben freilich keinen Narrenraum. Da kommt sowas durchaus noch im Alltag vor. Wie in der Neuen Zürcher Zeitung, oder im Journal 21. Bei den Eidgenossen kommt Menschenverstand offenbar auch auf der freien Wildbahn vor. In einer Kostprobe hier einige Zeilen aus der NZZ, der Leser möge den Rest selbst nachschlagen. Der Text hat mit einer Woche Abstand in keinem Punkt seine Relevanz geschmälert.
[cit ... So hat der Risikoforscher Gerd Gigerenzer errechnet, dass in den Wochen nach 9/11 die Amerikaner vom Fliegen auf das Autofahren ausgewichen sind, dadurch aber etwa 1600 mehr Verkehrstote gezählt wurden. 
Ähnliches kann uns heute mit der Angst vor dem neuen Coronavirus passieren: Die Menschen steigen vom öV auf Autos um, die Nachfrage nach Mietautos boomt. Es ist möglich, dass es dadurch mehr Verkehrstote als Corona-Opfer geben wird. Die Menschen spenden aus Angst weniger Blut. Die Tafeln für Arme erleben einen Einbruch, weil weniger Lebensmittel zur Verfügung gestellt werden, die gehortet werden. 
Wir gehen einer Weltwirtschaftskrise entgegen, verursacht durch Unterbrechung der Lieferketten oder den Einbruch des Fremdenverkehrs in Ländern wie Italien, wo der Tourismus 13 Prozent des Bruttoinlandproduktes ausmacht. Das könnte im Vergleich zum relativ geringen Risiko, am Coronavirus zu sterben, höhere Sterberisiken für die Armen erzeugen. Arme, die sich – wie heute schon in den USA – nicht mehr leisten können, zum Arzt zu gehen. .../cit] NZZ vom 12. März 2020


*210320*

Dienstag, 17. März 2020

Gedankenspäne. Auch kleine Schatten werden zum großen Bild (2)

Merkwürdigkeiten zur "Corona-Pandemie"
Teil 2 (Teil 1 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5)



Wem dient denn die Isolierung des Individuums, in der er zum einen an die Stimme des Großen Vaters, zum anderen an die Verlagerung dessen, was man "Denken" nennt, in die Ebene der Propaganda, also der Zweitwirklichkeit verlegt, weil den Wurzeln der Wirklichkeitsanbidung entreißt?
In Anbetracht der Auflösung allen Sozialen ist der "Aufruf zur Nachbarschaftshilfe" (der eigentlich in Widerspruch zum Grundaufruf ist, die sozialen Kontakte möglichst einzuschränken), dem man noch etwas Positives abgewinnen könnte, wie eine Mogelpackung: Als Etikett auf einer Schachtel, die eine Praline am Deckel trägt, innen aber das Gegenteil enthält. 
Ist es außerdem Zufall, daß sich dieses Argument mit dem der "Omas als Umweltsäue" deckt? Ist es Zufall, daß die Argumente zur "Eindämmung der Pandemie" nicht nur hier mit denen zur "Eindämmung der globalen Klimakatastrophe" zusammenfallen, also gewissermaßen zwei Säue mit einer Klappe erschlagen werden könnten?
Denn fällt nicht auch (und es ist eine gewichtige Sache) auf, daß wieder einmal die "Überbevölkerung" (Pandemien als zukünftiger Normalzustand, weil einfach mehr Menschen mehr Dichte im Sozialen bedeuten) der stille Hauptverursacher solcher Menschheitsgefahren ist?

By the way: Das Gebiet mit der prozentuell höchsten "Infektionsrate" in Österreich ist NICHT Wien, wie man meinen könnte, sondern Tirol, wo es gar keine große Großstadt gibt. Angeblich ist es in England ähnlich, ist nicht London das eindeutig identifizierbare Epizentrum. Und was ist mit Kärnten, diesen Pseudoitalienern, mit engen Verbindungen ins obere Italien? Stand 15. März gibt es dort ganze 7 (sieben!) "Infektionen".

Vergessen wir an dieser Stelle einmal jene, die - wie immer und überall - versuchen, aus einer Stimmung der Not Kleingeld zu schlagen, das ihre morbiden, destruktiven Absichten auf eine neue Ebene der Gutheit heben soll. Wie jene twitterverbreitete Widerlichkeit, die der Masturbation (die Wichsseite Pornhub hat mittlerweile und zynischerweise ihr Portal für Italiener kostenfrei gestellt, denn all die Isolierten werden ja jetzt viel Langeweile haben, warum also das nicht nutzen, um neue Abhängigkeiten zu schaffen, die irgendwann, aber sicher, gutes Geld bringen?) eine immunsteigernde Wirkung zuschreibt. So nebenbei: Wie wir auf unserer tour-de-force noch sehen werden, hat die Wirkung von Corona nichts mit dem Immun-, sondern alles mit einer Überforderung des Kreislaufsystems (durch eine an sich leichte, aber nun dazukommende Erkrankung) zu tun.

Gehen wir nun ganz woanders hin, nach England. Es ist interessant, daß dort der erste Fall rund um den 10. Februar 2020 (lt. Department of Social Care) aufgetreten ist. Einen Monat war dann weitgehend Ruhe, einen Monat lang gab es praktisch keine Neuinfektionen. Wäre da nicht der 3. März gekommen. Ab diesem Tag explodierten die (in absoluten Maßstäben, verglichen mit der Grippe, aber nach wie vor kleinen) Zahlen. (Wobei: Das fällt in allen "befallenen" Ländern auf.)

Mit exorbitanten "Steigerungsraten". 7 auf 14 - das sind 100 Prozent. An einem Tag. Mit einer wunderschönen "erklärenden" Graphik, übrigens, die sicher das Fernsehen gerne zeigt. Die den Briten aber wenig Angst zu machen scheinen. Wie man von England-Rückkehrern hört, ist dort die Haltung in der Bevölkerung eher entspannt zu nennen.

Wie klug es die Natur doch eingerichtet hat: Während sich die Zahl der Corona-Toten in Italien täglich exorbitant erhöht, geht ebendort im selben Maß die Zahl der normalen Sterbefälle zurück. Es gibt auch viel weniger Grippetote. Man stelle sich vor, die Influenza-Pandemie wäre heuer nicht milder ausgefallen ...

"Oberlausnitzer Medizinbote - Das ärztliche Fachwochenblatt" vom 15. März 2020

Weil wir beim Fernsehen sind: Im schon oben verlinkten Artikel des BBC gibt es noch ein Detail, das interessant ist, bewertet man die "Statistiken", die herumgeistern, hinsichtlich ihrer Relevanz. Der britische Gesundheitsminister hat nämlich jüngst verkündet, daß "nur die Kranken mit schweren Symptomen" einem Test auf Coronavirus unterzogen werden (und damit in der Statistik aufscheinen). Der Leser möge sich nun selber ein Bild machen, wie sich diese selektive Wahl auf die "Sterberate durch den Coronavirus" (man beachte hier wie anderswo vor allem das Wort DURCH) auswirkt.
Aber England fährt offenbar nicht nur beim Brexit, sondern auch hier eine andere Strategie als Resteuropa. Es gibt kaum offizielle Einschränkungen, Premier Johnson setzt auf Freiwilligkeit. Die alten Menschen, die am höchsten gefährdet sind, schwere bis tödliche Krankheitsverläufe zu erleben, werden angehalten, im Erkrankungsfall sich selbst zu isolieren. Während man die Jungen weitgehend unbehelligt läßt, weil dort die Krankheit einen sehr milden Verlauf nimmt. So soll bzw. kann die Restbevölkerung zwar erkranken, aber zugleich Immunität (vielleicht sogar fürs Alter) aufbauen.
Fällt nicht weiters auf, daß dieses vorrangigste (und deshalb erst als letztes, nach Verhütung und Abtreibung und Euthanasie auftauchende) Argument der Lebensfeindlichkeit per se, diese Emanation einer von Grund auf lebensfeindlichen Haltung, regelrecht zurechtgemacht und -geschmückt wird, bis es eines Tages wie eine Erlöserstatue auf den Altar der Vernünftigkeit gehoben werden wird? Es ist, so nebenbei, auch das Hauptziel des Satans - der Mensch, das Ebenbild Gottes, ist sein wahres Schlachtfeld gegen Gott.


Aber gleich zur nächsten Frage: Ist es wirklich Zufall, daß Italien - der große, kranke Mann was die Staatsfinanzen anbelangt, der große Mafiapatient, wollen wir es so nennen - DER Corona-Brennpunkt Europas wurde? Alle übrigen Euro-Staaten mit seinen Maßnahmen zum "Schutz" der Bevölkerung in den Schatten stellte? Und nun schon die nächsten Milliardenberge versprochen erhielt, weil nun die unerwartbare Seuche eine Krise ausgelöst hat, die natürlich nur mit großer Solidarität zu bewältigen ist? Ging es nicht zuletzt darum, daß die Öffentlichkeit nicht sehr überzeugt war, Italien weitere Billionen zuzuschieben - jetzt aber wohl nichts mehr dagegen haben wird? 
Ein Detail am Rande: Warum gibt es ausgerechnet in Italien dermaßen viele Tote? Hm, könnte es sein, daß man dort einfach zu wenige Spitalsbetten hat, und Erkrankte heimschickt und oft genug "einfach sterben" läßt, wie der Tagesspiegel schreibt? Nach dem Motto: Wenn der Coronavirus schon mal da ist, kann man ihn auch für jedwedes Versagen (im Gesundheitswesen) und politisch falsch gelagerte Sparmaßnahmen schuldig sprechen. Leidtragender ist ohnehin nur die Statistik.

Nebeneffekt: Es ist gut fürs Image des unschuldigen Kindleins, dem die EZB aber sowas von kräftig unter die Arme greift. Zumal davon ausgegangen werden kann, daß ganz Europa empathisch mitheult mit den Söhnen des Apennins und nix einwenden wird.
Haben nicht überhaupt alle von einer bevorstehenden Weltwirtschaftskrise (zumindest was den Westen anbelangt) gesprochen, die eigentlich nur noch mit noch mehr Billionen per  einmal mehr "weiter" auf der Tastatur, per einfacher Fortschreibung der Schuldenliste zu bewältigen gewesen wäre - und es wohl nun auch sein wird? Die steigende Hörigkeit der Bevölkerung von der veröffentlichten Meinung kann da sicher nicht schaden. Und Moment, einen Moment noch, apropos Totalitarismus: Ist nicht auch China schon lange ein Kandidat der Staatsüberschuldung, jenes China, wo der "Virus" so vehement zuerst ausgebrochen ist?
Wird die "schröcklich-förchterlöche Coronakrise", mit der die westliche Welt kämpft, nicht zur gelungenen, ganz zufällig ("Schwarzer Schwan") dahergekommenen Gelegenheit, die Billionenstellen der Staatsschulden überall und weithin noch einmal um ein paar Ziffern hochzuschreiben? Mark Friedrich ist auf Tichys Einblick jedenfalls der Meinung.



Und er wäre nicht der erste, der - an sich völlig richtige! - Prognosen, die auf richtige Analysen zurückgehen, in den Mülleimer stampfen muß, weil der Einfallsreichtum der "Verantwortlichen" (wer bitte ist heute wem überhaupt noch verantwortlich?

Da greifen wir aber tüchtig in den Topf der Oxymorone, welches weitere Substantiv wir dem Adjektiv "verantwortlich" auch anhängen) unerschöpflich scheint. Wie immer, wie überall: Die Möglichkeit des Sittenlosen wird die Denkmöglichkeiten des Sittlichen immer weit und noch weiter übersteigen. Drum, und nur darum, glaubt auch der VdZ nicht an einen bevorstehenden Totalcrash mit apokalyptischen Dimensionen.

Noch ein Seitenhieb, ehe die Seite endet: Der Umstand, daß selbst roteste Rote, grüneste Grüne samt den Fraktionen der Schubidu-Christen aller Volksparteien der Erde (CDU, CSU, ÖVP, und wie sie alle heißen) mit der größten Selbstverständlichkeit davon ausgehen, daß ein Staat Grenzen nicht nur braucht, sondern bei Bedarf sogar schließen muß (wenn nötig - sic! - mit Schußwaffengebrauch, was nun sogar der ORF verkündet hat), hat doch gewissen Charme. Ebenso wie die - ein Gerücht, dem der VdZ nicht näher nachgegangen ist - öffentliche Rundfunkanstalt Österreichs ein Interview mit dem präliminaren Goldkehlchen Sebastian Kurz ausgestrahlt haben soll, in dem dieser, danach am letzten Sonntag, nach Verkündigung der schärfsten Ausgehverbote in ganz Österreich, danach befragt nett daherplaudert, daß, wenn er nicht mit seiner Freundin zusammenleben würde, sich ans Ausgehverbot nicht hielte. Ist's nicht wahr, ist's immerhin gut erfunden. Und träfe das Herz des Österreichers im Zentrum. Denn wie wir alle wissen: "Na ausschwitz'n kon a's joa a ned.

Coronakrise? Kein Mensch weiß, was das wirklich ist. Interessiert das aber überhaupt jemanden? Geht es nicht um ganz anderes?

Fragen wird man ja noch dürfen.

Wird möglicherweise fortgesetzt

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