Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Mittwoch, 7. August 2024
Nur nicht zu wichtig nehmen
Dienstag, 28. März 2023
Aussichtslos, aber nicht zum Verzweifeln
Nach rein irdischen Kriterien betrachtet ist die Lage hoffnungslos. Was Markus Krall im JF-TV sagt, gibt einen sehr nachvollziehbaren, realitätsadäquaten Einblick in das derzeitige Geschehen rund um die Banken und die Finanzströme der Welt. Ob es einen Totalcrsah gibt oder nciht ist hier ga rnicht die Frage. Es WIRD ihn geben.
Die Frage ist nur - WANN. Und was ihn auslöst, denn das ist nicvht so eindeutig vorherzusagen. Komplexe Systeme haben die Eigenschaft, Reaktionen zu zeigen, die mit der "letzten" Ursache in keinem Größenverhältnis stehen. Sie lösten nämlich nur eine Kette von Reaktionen aus, die dann immer unvorhersehbare weitere Kettenreaktionen auslösen. Nur eine ist sicher: Das System wird kollabieren.
Freitag, 12. August 2022
Man hat die Inflation kommen sehen
Montag, 4. April 2022
Anmerkungen zu Ohne Heilige Opfer kein Wert, ohne Wert kein Geld
Samstag, 2. April 2022
Ohne Heilige Opfer kein Wert, ohne Wert kein Geld
Dienstag, 9. November 2021
Internet und Business - Das Sterben am Geburtsfehler (2)
Um es noch weiter zu illustrieren, füge ich hier eine Nachricht ein, die ich im Zuge eines in diesen Tagen erfolgten Bücherkaufs an den Antiquar, der im süddeutschen Raum seine Geschäftsstelle hat, versandt habe. Sie können sich die Zusammenhänge selber dazudenken. Die Deutung der Aussagen bleibt aber ebenfalls nun Ihnen überlassen, werter Leser. Ich glaube, Sie können das.
Montag, 8. November 2021
Internet und Business - Das Sterben am Geburtsfehler (1)
Aber ist das so? Ich bezweifle es, und zuletzt sogar immer mehr. Denn es gibt ausgerechnet in einer Zeit, in der auch mein Kaufverhalten notwendigerweise aufs Internet ausgewichen ist. Das zeigt mir, daß es keine Bewegung gibt, die das Internet in einen menschlichen Prozeß - Kauf und Verkauf, Auftrag und Zahlung - einbinden würde. Vielmehr zeigt sich eine immer sturere, nacktere Reduktion des Geschäftsverkehrs im Internet auf einen technischen Vorgang, dessen Erledigungen, dessen Kompetenz zwangsläufig jedes Humane verdrängt, vertrocknen läßt und vermeidet. Bestenfalls wird das Technische kaschiert weil von zutiefst lächerlichen (und ohnehin gelogenen) "Personalisierungsmomenten" begleitet. Und sei es über Bewertungstabellen.
Das Problem hat zum einen mit dem Wesen des Internet selbst zu tun. Das in seiner Simulationskraft dazu geführt hat, viele, ja allzu viele zu täuschen. Der Leser findet dazu umfassende Analysen, die schon vor zehn und mehr Jahren hier zu lesen standen und immer noch abrufbar sind. Sie erklären, warum das Medium Internet (mit seiner Eskalation in den social media) in Wirklichkeit zwei Ebenen hat.
Freitag, 8. Januar 2021
Totalitarismus ist immer so natürlich (2)
Manche nennen das THE GREAT RESET - DEN GROSZEN NEUANFANG BEI NULL. Die Auswahl der neuen Figuren am Schachbrett wird nun Rettung genannt. Man brennt erst alles nieder, sodaß sich niemand mehr selbst helfen kann, und wählt nun diejenigen aus, die man zukünftig noch im Spiel haben will.
Viele erfahren heute ja zu ihrer großen Ermutigung, daß das Unternehmen, das sie mit aller Kraft von Monat zu Monat wuchten, um den "Bereinigungsprozessen des Marktes" zu entgehen, um sich und ihren Mitarbeitern ihre Arbeitsplätze zu erhalten, in den Augen der Experten nur ein verachtenswertes ZOMBIE-UNTERNEHMEN ist
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Anders als früher, in dieser sogenannten freien Welt, die aber zu so schlechten Ergebnissen geführt hat - Klima, Corona, Ungerechtigkeit, und ach noch so viel, denn es gibt doch so viele Probleme! - entscheidet nun ein Gremium von Wirtschaftsfachleuten, wie es sich die quasi Zunft-Verbindung WIRTSCHAFTSKAMMER aus dem Rockzipfel gesaugt hat, ob ihr Betrieb (den nur die Förderungen am Leben halten KÖNNEN, weil das Leben in Freiheit von der Politik völlig ausgelöscht wurde) noch weiter bestehen soll.
Wobei diese Experten sicher alle mit Wirtschaftsakademikerabschluß, sicher alle mit dem Zertifikat "globalisierungstauglich", und sicher alle mit erwünschtem oder wenigstens akzeptiertem Parteiausweis, pardon: Derselben Vision von Zukunft, ausgestattet sind.
DIESE GREMIEN - AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT UND EXPERTEN, die begründen, was die Politik will, sich aber nicht zu sagen oder zu wollen wagt - ENTSCHEIDEN ALSO NUN, welches Unternehmen überleben darf. Durch Corona-Hilfen. Um die es ansuchen, das heißt betteln darf.
Denn es können ja, wie gesagt, NICHT ALLE GERETTET werden.
Das wird nun von der Politik entschieden. Von einer Zentralregierung, die bis in den letzten Winkel des Landes entscheidet, welche Musik dort zukünftig noch gespielt wird. Die Gott spielt und sagt, was lebenswert und was es nicht ist. Und die ihr Korsett an Ordnungsvorstellungen in ein Korsett des Erwünschten und des Unerwünschten gespannt hat.
Diese Minderheit ist aber zu vernachlässigen. Denn im großen Ganzen, seien wir doch ehrlich, werter Leser, geht es uns doch wirklich gut? Und ist es nicht ein völlig natürlicher Vorgang, den wir in der Tier- und Pflanzenwelt UND DESHALB AUCH IN DER MENSCHENWELT Tag für Tag sehen (wo? ach, irgendwo, da aber sicher), daß das Starke über das Schwache siegt.
Haben wir diesem Prinzip der Welt nicht zu verdanken, daß wir heute an diesem herrlichen Punkt der Geschichte angekommen sind, in der wir unsere Zukunft endlich in die Hand kriegen? Also zumindest, wenn wir dieses und das noch korrigieren. Wozu wir diese Corona-Krise so kräftig wie möglich nützen sollten. Dann, nach ein paar Monaten oder Jahren des Leidens, dann aber werden wir es erreicht haben, das Paradies. So nennt man das ja heute.
Früher nannte man das, was heute alle so herzlich begrüßen, weil es unser aller Leben rettet (darum ging es ja angeblich von Anfang an), freilich TOTALITARISMUS.
Aber früher waren ja alle dumm, oder zumindest dümmer als heute, eh schon wissen. Und hätten wir gewußt, daß es so schmerzfrei geht - hätten wir es dann nicht schon immer so gewollt, nur anders genannt?
Donnerstag, 7. Januar 2021
Totalitarismus ist immer so natürlich (1)
Kinshasa bis Wien die Redaktionen mit Artikeln füttern. Und dafür noch kräftig in die Töpfe der Steuerzahler langen, die sie als Objekte ihrer Erziehung betrachten und gleich der Politik und gleich den Oligarchen als jene Sklaven behandeln, als die sie sie sehen.
Da sagt nämlich Frau Aschbacher, daß "wir nicht alle Betriebe retten können".
Aus dem Rechtsanspruch wurde mit Federstrich ein mit lauter und bunter Pressestimme unterstützter "Covid-Rettungsplan". Der angeblich dieselben Wirkungen habe, der also die Unternehmen für erlittene Schäden, die aus "höheren Interessen" von der Politik in Kauf genommen wurden, entschädigen solle.Ist das nicht dasselbe? Haben wir uns nicht längst daran gewöhnt, daß wir nur noch in "Endeffekten" rechnen und denken, der Weg, die Art der Entstehung des Effekts gleichgültig wurde? Ist nicht "Der Zweck heiligt alle Mittel" zum neuen Paradigma des Lebens geworden.
Schauen wir mal näher hin, ob es egal ist. Denn diese Änderung in der Entschädigung, die im "Effekt" angeblich gleich ist, hat seinen guten Grund. Wir werden nämlich einmal mehr sehen, daß die Mittel keineswegs gleichgültig sind, sondern einem anderen Gesetz des Zieles folgen, und daß durch die Wege zum angeblich gleichen Ziel in Wahrheit ein völlig anderes, übergelagertes Ziel erfolgt ist.
Der Zweck heiligt also nicht nur nicht alle Mittel, weil das irgendwie "moralisch" sein könnte, nein. Dieser Grundsatz der katholischen Morallehre gründet wie alle Moral in Sein und Wirklichkeit: Die Mittel entscheiden nämlich über den Zweck. So auch hier: Die veränderten Wege führen zu einem anderen, einem übergeordneten Ziel! Aus einem Rechtsanspruch wurde ein Mittel des Totalitarismus.
Mit der kleinen Änderung in der Gesetzeslage wurde aber nun nicht, wie verkündet und dahergelogen, DASSELBE bewirkt wie mit dem alten Gesetz. Sonst hätte man es ja nicht geändert! Nein, die Herrschaften haben schon gewußt, was sie machen. Dazu muß man nur all die Aussagen und Jahreswendebotschaften und Autobahneröffnungsreden dazuschustern, damit aus alledem ein komplettes Bild wird.Wo da überall von "zukunftsfähig" und "modern" gesprochen (und ab und zu auch, aber nur in Ausnahmen - "a jedes Schrifterl ein Gifterl" oder so - geschrieben) wurde. Von zeitgemäß und auf die Erfordernisse der Weltgemeinschaft ausgerichtet, auf internationale Standards und globale Freiheit zum Wirtschaften. Wovon ganz sicher der (leider leider schon längst geschlossene) Bäcker ums Eck am meisten profitiert hat, denn der hätte seine Weckerl auch nach Singapur liefern können, einfach so, wenn er die neuen Anforderungen kapiert hätte. (Vermutlich war er eben auch zu wenig gebildet.)
Denn um dieses HABE - ein Imperativ, diminuiert zum Konjunktiv - geht es. Nur dann ist der Staat und sind die von ihm abhängigen Unternehmen zahlungsfähig, nur dann potent, nur dann ist ihr Hauptziel, das Geld (und damit die aufdiktierte Macht, denn das ist das Geld, das nun in wechselseitiger Abhängigkeit mit der sogenannten Wirtschaft das Blut ist, von dem alle zu trinken haben, das Blut des Lebens) vital und real.Nur dann sind auch genug Steuern und genug Gewinne zu lukrieren. Sodaß es auch ein Wirtschaftsleben geben kann, das den von der Politik an die Wand geworfenen Schaubildern einer Menschheitszukunft entspricht.
Und dazu gehören eben vor allem "Unternehmer", die diese Ziele mittragen und sogar erfüllen. Große Industrieunternehmen, für die Urumji wirklich ein lohnenswerter Markt ist, und die mit geifernden Händen nach dem Soja aus Brasilien greifen.Um die Zahlen des Fünf-Jahres-Plans (pardon, das heißt ja heute "Statistik" und "Wahrscheinlichkeit- und darauf folgender Entscheidungsgewißheit" und "Wissenschaft") für landwirtschaftliche und sonstige Güterversorgung zu erfüllen.Denn darum geht es längst in diesen statistischen Querhirnen, die sich Politiker nennen. Und von der Statistik abhängen, weil die jede Verantwortung übernimmt und abnimmt. Weil jede Entscheidung gewissermaßen "notwendig" war.Man muß heute einfach weiter denken, umfassender, globaler, universalistischer, wissenschaftlicher, dann weiß man das.Also hat die Politik auch die Kriterien, die entscheidend für das Urteil sind, welche Wirtschaft erwünscht und welche nicht so ganz erwünscht (weil nicht zukunftsfähig) ist.
Mittwoch, 17. Juni 2020
Der Lockdown braucht keine Arbeit
Wer weitere Daten heranzieht wird feststellen, daß aber besonders die produzierenden Branchen nicht nur die mit dem größten Anteil am BIP sind, sondern auch bei weitem am schwersten vom Lockdown getroffen waren.
Sodaß man durchaus sagen kann, daß die wirtschaftliche Wertschöpfung jeder Gesellschaft auf den Schultern von rund 18 Prozent der Bevölkerung ruht. Von denen nun fast die Hälfte ohne Arbeit dasteht. Genau diese Bevölkerungsgruppe wird es aber sein, die den Schaden aller, der zu dem, den sie ohnehin schon hatten, noch hinzukommt, nun beheben muß.
Das einzige Argument, das gegen die freimütige Schwedische Art des Umgangs mit der Infektion auf den Tisch gelegt wird ist, daß es dort mit rund 175 pro Million Einwohner "mehr Tote" (rund doppelt so viele wie in Österreich) gegeben hätte. Um zu zeigen, wovon die Rede ist: Schweden hat irgendwas bei 1.800 Tote, die man Corona zuschreibt. Das sind aber nicht einmal mehr Tote, als statistisch gesehen auch früher (aus allen möglichen Gründen) in den fraglichen Zeiträumen zu verzeichnen waren (Stichwort "Gesamtsterblichkeit").
Apropos Tote, apropos Corona-Tote. Wäre es nicht ein zu delikates Thema, würde man der Frage hier weiter nachgehen, wie es sich diesbezüglich in unseren Ländern verhält, wenn Ärzte von Kalifornien berichten, daß es verschiedentlich in ihrem Land während des Corona-Lockdowns mehr Tote durch Selbstmorde (durch Menschen, die die Isolierung nicht verkraftet haben) als durch ein Corona-Virus gegeben hat.
Wie sähe dann ein Vergleich Österreich - Deutschland : Schweden aus?
Die ersten Erfahrungen mit einem Wiederanfahren der Wirtschaft nach einem Lockdown liegen ja bereits vor, und sie verheißen nichts Gutes. Aus Israel etwa (eines der ersten Länder mit Totalmaßnahmen) wurde bekannt, daß ein Viertel (das sind 2.000) der Restaurants nach dem Lockdown nicht wieder aufgesperrt, weil sie aufgegeben haben.
Es steht außerdem zu befürchten, daß die irrationalen, panischen Reaktionen der Politik, denen wir jenen Lockdown zu verdanken haben, weiteren Konzentrationsprozessen in der Wirtschaft auf mittlere und große Unternehmen (bei gleichzeitiger Eliminierung von Kleinunternehmen) größten Vorschub leisteten.
Was einen weiteren, diesmal aber großen Schritt weg von einem personenorientierten Unternehmen hin zu anonymen, mathematisch strukturierten Renditemaschinen bedeuten wird. Und das ist ganz real ein Schaden! Der nicht nur irreparabel, sondern riesig ist. Den allerdings keine offizielle volkswirtschaftliche Bilanz berücksichtigt, sondern diskret ignoriert.Denn diese Art von Unternehmen richtet zu guter Letzt immer - immer! - gesamtvolkswirtschaftlichen Schaden an. Weil Betriebe, die auf Mathematik beruhen (also nicht sich der Mathematik als Hilfestellung für Entscheidungen bedienen, sondern auf deren Modellen aufbauen), die also dem sprichwörtlichen Diktat des "shareholder value" unterliegen, erzeugen zwar fiskalisch gesehen kurz- und mittelfristig "Erträge", werden aber irgendwann und in jedem Fall von der Realität eingeholt, der sie sonst immer nachjagen, und explodieren.
Weil Mathematisierung Jagd bedeutet. Die in kürzerer oder längerer Zeit jeden Arbeitsschritt in der Wirtschaft mathematisiert und damit die Arbeit entmenschlicht, weil sie der menschlichen Verfaßtheit immer weniger gerecht wird. Mathematik (Schuldzins und Ertrag als Prozentsatz) als einziges Telos eines Unternehmens bedeutet nämlich ununterbrochene Kontinuität, also Maschinenmentalität.
Dies erst bezeichnet man als Kapitalismus. Der periodisch so großen gesamtvolkswirtschaftlichen Schaden anrichtet, daß die zuvor erzielten Scheingewinne übertroffen werden. Was dann zwangsläufig von der Allgemeinheit getragen werden muß. Staaten beziehungsweise die Politik ist freilich solch eine Wirtschaftsstruktur höchst willkommen. Weil sie (und nur sie) eine schulden(=mathematik)basierte Politik als Klimax von Herrschaft möglich macht. Wenn man sich dazu illustrierend die Ankündigungen der österreichischen Regierung ansieht geht man nicht fehl im Eindruck, daß die Politiker dieser Generation mit Milliarden für "Große" umgeht, als würde sie Bonbons in die Menge werfen, oder eine Lotterie abhalten.
Es steht also zu befürchten, daß die hohen Arbeitslosenzahlen, die der Lockdown (NICHT Corona! Es war die irrationale Panik der Politiker!) die Regierungen weltweit dazu treiben werden, riesige Beträge in die Großunternehmen zu stecken, um "Arbeitsplätze zu schaffen" und die Mathematikmodelle wieder in Schwung zu bringen. Und damit ihre Volkswirtschaften in einem Ruck der Mathematisierung zu unterwerfen. Was in jedem Fall auf eine Zentralsteuerung der Weltprozesse und Totalglobalisierung zuläuft.
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| Quelle Agenda Austria |
Montag, 11. Mai 2020
Coronaverringertes Volkseinkommen
Vielleicht also sagen die Mobilitätsdaten etwas mehr aus. Und tatsächlich, betrachtet man die, muß man auch davon ausgehen, daß der Schaden erheblich größer sein könnte. Denn gerade sie zwingen zur Aussage, daß seit der Corona-Maßnahmen in Österreich die Volkswirtschaft praktisch stillsteht.
Die Mobilität ist praktisch zum Erliegen gekommen. Niemand im Land reist mehr. Die noch vorhandene Restmobilität fällt etwa auf die LKW, die Lebensmittelmärkte und Bauhäuser beliefern. Und nicht zu vergessen: Auf Polizeiautos und Militärkonvois.
Mittwoch, 15. April 2020
Zumindest ein Versprechen sei gegeben (2)
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| 3 Uhr 34 Minuten |
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| 3 Uhr 51 Minuten |
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| 3 Uhr 59 Minuten, oder schon kurz nach 4 Uhr? |
Wir erleben derzeit deshalb nicht das Ende des Weltsystems, keine End-Apokalypse. Wir erleben nur den Beginn eines nächsten Kapitels. Einen nächsten Schlag gegen das einzige Gegenmittel gegen den Wahnsinn der Totalkontrolle und -beherrschung, in den wir stürzen: Dezentralisierung, Lokalisierung, Integrität der sozialen wie gesellschaftlichen, kulturellen Einheiten in ihrer Hingezogenheit und Ausstreckung zur Heiligen Ordnung, der Hierarchie des Weltseins hin.
Auf der Basis dieser Gemeinschaft im wahrsten Sinn - auf einer Einheit beruhend, die nur die Wahrheit leisten kann; keinesfalls "Vergemeinung"!, diese bittere Simulation von Einheit; auch hier also: Unsichtbar! Indirekt! Melodie! Rhythmus! Schatten! nicht simpler gleicher Inhalt - kann sich eine Kultur dann auch wehren, ja: Ist sie unüberwindlich.Aber die derzeitigen Eliten sind praktisch nicht in der Lage, diese Gegenwehr zu leisten, wir sehen es derzeit erschreckend offen. Sie sind buchstäblich keine Gegner für unsere Feinde. Weil sie von ihrer eigenen Gutheit so überzeugt (und dabei wie heute jede Regierung kraft der demokratischen Auswahlprozesse, die solche Persönlichkeiten nach oben brachte, dumm, eitel, ehrgeizig, taten- weil selbstbeweisungssüchtig sowie realitätsfern genug) sind, daß sie meinen, es wäre durch "Kontrolle" zu beschränken - das aber auf rein technischem, mechanistischem Weg eine Totalkontrolle der Weltbevölkerung bewirkt. Bewirkt, nicht "möglich macht".
Das Gespräch währte noch lange, ich gebe es hier nur auszugsweise wieder, man hat ja auch anderes zu tun, auch der Leser. Denn noch viel Weiteres, Erhellendes, Erstaunliches, aber auch Komisches ... hat er mir gesagt. Ich werde es vielleicht ab und dann doch noch bringen. Oder in meine eigenen Versuche, die Wahrheit hinter allem zu finden, einfließen lassen.
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| 4 Uhr 32 Minuten |
Wie auch immer. Auf jeden Fall steht fest, dem Leser sei's versprochen, daß wir auf diesem Blog so lange Testläufe mit Deutungshorizonten machen, bis dieser Zustand erreicht ist. Daß sich ALLES erklärt. Null Rest. Wir werden so lange am Anzug nähen, bis absolut nichts mehr zwickt, er also dem Körper exakt angepaßt ist.
Er also eines bewahrt: Die Freiheit des besseren Ich. Der Leser erinnert sich an diese These? Erinnert sich, daß alles es selbst ist, wo und soweit es dieses bessere Ich anstrebt? (Sonst möge er es woanders - oder auf diesen Seiten - nachlesen.)
Keine Erklärung. Keine Ideologie. Keine Überzeugtheit. Keine Evidenz. Keine Bildbeweise. Keine sinnenbedingte Erzwingung. Nur eines: Nur die Wahrheit macht frei.
Ich fühle mich gut. Wie immer, wenn ich ein Versprechen einlöse.
Dienstag, 14. April 2020
Zumindest ein Versprechen sei gegeben (1)
Es geht, wenn einer sich so verhält, unter diesen Voraussetzungen, aber auch anderen, also gar nicht um objektiven Schutz durch Verborgenheit. Es geht um eine Positionierung einer Aussage in einem Stimmungsumfeld, das zur Aussage dazugehört, sie also gleichermaßen ist.
Wer einem Geflüstere zuhören will, der muß sein inneres Hinneigen mehr aktivieren. Und alle sinnliche Wahrnehmung hängt von der inneren Aktivierung und Hinneigung ab. Das Übel des Tauben ist, daß er sein Hören nicht nach außen neigt. Das Übel des Blinden, daß er das Sehen nicht nach außen richtet. Das Übel des Dementen, daß er sein Inneres nicht am Außen festmacht, sondern in sich verschließt. Usw. usf. Deshalb merkt man sich ein Gerücht unter Umständen leichter als die lauteste Vermeldung. Wobei die deshalb so laut sein will, weil sie genau diese innere Hinneigung als Aufnahme von Form, als Prägung somit, erzwingen will.
Der Leser möge sich etwas in dieser Art also über die kommenden Zeilen gelegt somit vorstellen. Denn darum soll es uns ja jetzt nicht gehen. Fahren wir einfach fort von dem zu berichten, was uns jetzt, unserer Zeitrechnung nach so mitten in der Nacht zu Ohren kam.
Es wird alles herbeigeredet. Es wird ein totales Bild gezaubert, das jedem Amerikaner so dicht vor Augen gehalten wird, daß er nichts mehr daneben sieht - also keinen Blick mehr auf die wirkliche Wirklichkeit machen kann. Und in dieser Verwirrung, die er erlebt, rauschen die Kurse der Börsen und Werte (Gold!) nach oben wie nach unten, täglich um ganze Sprünge. DAS, mein Freund, das ist immer ein Zeichen dafür, daß da die ganz Großen, die, die auch die Medien haben, Geld und Kleinvermögen abmelken und damit Volkswirtschaften zentralisieren.
Unter kräftiger Mithilfe der Zentralbanken, die hin- und herspringen wie die Ziegenböcke, sowie der Regierungen, die Opiumtabletten großflächig verschenken, die sie mit dem bezahlen, was sie uns nachts aus den Taschen klauen. Die Großen müssen das alles nur herbeireden. Markt? Freier Markt? Pah! Capitalism is state sponsored usury, schon vergessen? Die tun nur so, als sei diese ständige Abmelkerei des Gemeinwohls Zufällen geschuldet, die zufällig alle paar Jahre eintreffen. Was für eine Farce die Volkswirtschaftslehren liefern, die nur aus Konzepten bestehen, wie man diese Krisen vermeiden, abwehren oder ausbügeln könne - und gleichzeitig eine kapitalistische Wirtschaft bewahrt.
Corona ist nur der nächste programmierte Zufall, die nächste höhere Gewalt, ein wenig dekoriert mit menschlichen Fehlern, um das Bild farbiger zu machen, die eine immer einkalkulierte Staats- und Volksabmelkerei verschleiert. Aber wir leben in einem einzigen Katz- und Maus-Spiel der Großen. In dem hier die Gewinner und die von diesen gnadenhalber beschenkte Staffage, und dort die Zahler feststehen - wir, die Verlierer, das Gemeinwohl. Das alles läuft derzeit in einem historisch einmaligen Ausmaß, vor dem einem der Atem stocken könnte! In diesen Wochen sammeln sich in den USA dutzende Billionen Dollar, auf unglaublich perfide konstruierten Wegen.
Ich fühlte mich ein wenig genervt. Wieder dieser Trump. Wieder diese Corona-Krise. Wieder das irgendwie sowieso Gewußte, oder wenigstens Geahnte. Und das zu dieser Nachtzeit ... die für meinen Freund so bequeme Abendstunde war.
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| 3 Uhr 10 Minuten |
Die Corona-Krise, meinte er, wurde ganz gezielt zu diesem Zeitpunkt ausgelöst, an dem sie begann. So wie die Ibiza-Krise in Österreich. Beide hatten denselben Hintergrund: Bevorstehende Wahlen. Also einen Termin, zu dem ein Wahlkampf beginnen sollte. Dem man gleich tüchtig in die Parade gefahren ist, weil man das Thema zwingend macht.
Es geht auch hier um Trump!
Weil nun eine Krise eintrifft, die Trump nicht lösen kann. Die niemand lösen kann! Nur so, aber so sicher, wird es zu einem offiziellen Umsturz kommen. Der Kandidat ist dabei nebensächlich, schau doch hin: Noch haben die Demokraten ja nicht einmal einen Kandidaten! Der ist ohnehin immer nur eine Marionette von Kräften, die zwar nicht direkt lenken, die aber ein Land so beeinträchtigen können, daß es einer Lenkung gleichkommt. Nicht nur in den USA. Auch bei uns.
Denn das Entscheidende, meinte mein Freund nun in beschwörendem Ton (so ein Lauser, dachte ich, der klaut mir doch glatt meine eigenen Sätze, und schiebt sie mir dann auf dem Tablett als Schnittchen mit einer Geste rüber, als habe er sie selber zubereitet) passiert doch immer indirekt! Das Wichtige ist immer ein scheinbarer Nebeneffekt. Denn das Wichtige ist immer die Kontur, nicht der Inhalt, auf den man abzielt.
Das Wichtige ist das, worein alles verpackt ist! Was, warf ich ein, um auch einmal etwas zu sagen, das Papier? Ah wa, warf er weg. Das Papier ist wertlos. Nein, die Information, die es trägt, das Unsichtbare, das im Drumherum steckt! Darin findest Du die Erzählung, darin steckt das, was man herschenkt. Unsere Omas wußten, warum sie das Geschenkpapier sorgfältiger als den Inhalt behandelt haben. Die Geschenke waren schon weg, das Papier aber findet sich noch im Nachlaß. Es erwärmt - wie jede Erzählung - in der Erinnerung ein Leben lang.
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| 3 Uhr 17 Minuten |
Die Corona-Krise (die mit einer Gesundheitskrise nicht das Geringste zu tun hat, sie nutzt das nur als trojanisches Pferd) hat dafür gesorgt und wird noch weiter dafür sorgen, denn sie ist jederzeit wieder aktivierbar, daß die Weltwirtschaft zur Gänze, bis in ihre kleinsten Unternehmensbereiche, von staatlicher Politik abhängig wird. Damit ist sie zentral gesteuert und zukünftig steuerbar. Und damit hat die Oligarchie leichtes Spiel: Ihr stehen zukünftig die gehirngewaschenen Eliten gegenüber, die sie selbst geschaffen hat.
All das, was wir derzeit erleben, was über uns hinwegbraust, daß uns die Ohren schlackern, so mein Freund (ich hätte so eine primitive Ausdrucksweise nie gewählt, der Leser sei dessen versichert), sei nämlich unter einer besonderen Note zu sehen. Meines Freundes Stimme wurde dabei noch leiser, ich hing mit meinem Ohr schon fast auf der Tastatur des Laptops, dessen Audiosystem endgültig überfordert war. China.
Sonntag, 29. März 2020
Der Krieg der Sekten (2)
Wie es vermutlich jede Verschwörung tut. Die wenigstens anfänglich (siehe Carroll Quigley in seiner Beschreibung der Anfänge der Verschwörungsgesellschaften im anglo-amerikanischen Raum) nicht "als Verschwörung" auftritt, sondern von Personen getragen wird, die reale Probleme zu sehen meinen, die sie bekämpfen wollen. Dieser Kampf erst macht mit der Zeit eine Verschwörung "notwendig", weil sie im Sinne der Problembekämpfung effizienter ist.
**Die Ähnlichkeit solchen Verhaltens mit dem Geschehen in einer Sekte ist augenfällig, und keineswegs Zufall. Sie hängt mit der Gespensterhaftigkeit der "Gefahr" zusammen: Dort ist es der Teufel, der immer und überall ist, hier ist es die Gefahr der Ansteckung durch den anderen (=jeder).
Man könnte also sogar sagen, daß wir uns derzeit verhalten, als wären unsere Länder und Völker zu einer einzigen Sekte geworden! Wenn jemand über Veränderungen spricht, die die derzeitige Corona-Krise für unsere Gesellschaften bedeutet, dann ist das praktisch immer unsinniges Gerede, stimmt aber in einem Fall: Die Veränderungen werden auffällig jenen psycho-sozialen Folgen gleichen, die Sektenmitglieder und -aussteiger aufweisen.
Samstag, 28. März 2020
Der Krieg der Sekten (1)
Wir leben real unter denselben Lebensbedingungen, die ein schrecklicher, weltweiter Krieg hätte.
die stetig steigende Rigorosität, mit der "Fehlverhalten" als "a- und antisoziales Verhalten" identifiziert und sanktioniert - weil bestimmtes Verhalten totalisiert** - wird,die Aktivierung der militärischen Ressourcen, das Versammlungs- und faktische Vereinsverbot, die Verhängung von Sondergesetzen, Ausnahmezuständen und die ganz selbstverständliche Inanspruchnahme von Sonderrechten durch die Regierenden, mit denen sie diktatorisch eingreifen, spricht eine ganz andere Sprache. Nämlich die eines Kriegszustands. Sogar Tote, "im Kampf Gefallene" liefert dieser Krieg.
Man könnte diesen Krieg mit einem Computerspiel vergleichen, in dem die Teilnehmer plötzlich begonnen haben, ihr ganzes Leben in diese Auseinandersetzung am Bildschirm und auf den Festplatten mit hineinzuziehen. Und ihre Sinnhorizonte gemäß den Prämissen des Spieles neu zu modellieren.
Woher das Gefühl einer seltsamen Unwirklichkeit kommt, das so viele bei sich feststellen, blieb zwar vorerst ein Rätsel. Aber es wird daran gearbeitet, es zu lösen. Das Meiste von dem, was sich vor allem in den Medien tut, ist nur unter diesem Blickwinkel verstehbar: Die Medienwelt wurde einem Generalversuch, die erste, unbedingte Realität dieses Spieles zu beweisen. Und man muß ernsthafte Sorge haben, daß sie damit durchkommen. Mit jedem Tag, mit jeder Maßnahme, mit jeder Folge mehr wird die Unmöglichkeit der dafür verantwortlichen, mittätigen* Autoritäten zunehmen, diese Fehlannahme zuzugeben und zu korrigieren.
Daß somit die nächste Zukunft von Annahmen getragen sein wird, die unser alltägliches Leben nach den Regeln dieses Spieles neu ordnen, und durch weitgreifende Entscheidungen den Lauf der Welt ändern. Weil das aber nur in einem gesellschaftlichen Chaos enden kann, ist die stetige (und schließlich exponentielle) Zunahme von Zwangsmaßnahmen der Staaten gegenüber ihren Bevölkerungen so gut wie sicher.
als Normalzustand geworden
Samstag, 21. März 2020
Es geht auch vernünftiger
Fellner! LIVE wurde in den letzten Jahren (fast schon) einer jener Orte, die Gesellschaften unbedingt brauchen, damit sich ein Denk- und Sozialklima bilden kann, an dem die Vernunft eine Chance hat. Fast muß man deshalb sagen, weil der alte Fellner als Senior-Herausgeber der Tageszeitung "Österreich" es selbst ist, der hier eine Decke abhängt, mit der er das wirklich Hohe niederzieht und Vernunft auf die Ebene seiner etwas reparaturbedürftigen "Bildung" herunterreißt. Und damit wäre auch ein Land auf diese Ebene "des Richtigen" heruntergerissen, wie Fellner sich das eben vorstellt, damit auf Vergemeinung beschränkt und nicht auf Gemeinschaft ausgerichtet. Deshalb reicht dieses Magazin noch nicht, um so ein Raum für Österreich zu sein. Aber es ist ein kleiner Anfang, nicht der falscheste Schritt.
Gemeinschaft, Einheit kann es nur unter der Vernunft geben. Gar nicht, "weil alle dasselbe denken und meinen." Denn Vernunft braucht nicht "das Richtige". Sie braucht auch nicht die Zustimmung, dieses "gut = so gedacht wie man selber denkt", und kann mit Meinungen leben, die alles andere als die eigene sind. Vernunft ist vielmehr die Ausrichtung auf das Wahre, das immer unerreichbar ist, das aber als Sonne dient, deren Schatten der Vernunftwillige, der Mensch guten Willens, auf die Erde werfen kann. Sie braucht dazu aus dem Nutzengeflecht der Gesellschaft herausgenommene, immune, sakrosankte Räume des Narrentums, will sie überhaupt in einer Gesellschaft als einzig konstruktive Kulturkraft entstehen und bestehen.
[cit ... So hat der Risikoforscher Gerd Gigerenzer errechnet, dass in den Wochen nach 9/11 die Amerikaner vom Fliegen auf das Autofahren ausgewichen sind, dadurch aber etwa 1600 mehr Verkehrstote gezählt wurden.
Ähnliches kann uns heute mit der Angst vor dem neuen Coronavirus passieren: Die Menschen steigen vom öV auf Autos um, die Nachfrage nach Mietautos boomt. Es ist möglich, dass es dadurch mehr Verkehrstote als Corona-Opfer geben wird. Die Menschen spenden aus Angst weniger Blut. Die Tafeln für Arme erleben einen Einbruch, weil weniger Lebensmittel zur Verfügung gestellt werden, die gehortet werden.
Wir gehen einer Weltwirtschaftskrise entgegen, verursacht durch Unterbrechung der Lieferketten oder den Einbruch des Fremdenverkehrs in Ländern wie Italien, wo der Tourismus 13 Prozent des Bruttoinlandproduktes ausmacht. Das könnte im Vergleich zum relativ geringen Risiko, am Coronavirus zu sterben, höhere Sterberisiken für die Armen erzeugen. Arme, die sich – wie heute schon in den USA – nicht mehr leisten können, zum Arzt zu gehen. .../cit] NZZ vom 12. März 2020
Dienstag, 17. März 2020
Gedankenspäne. Auch kleine Schatten werden zum großen Bild (2)
In Anbetracht der Auflösung allen Sozialen ist der "Aufruf zur Nachbarschaftshilfe" (der eigentlich in Widerspruch zum Grundaufruf ist, die sozialen Kontakte möglichst einzuschränken), dem man noch etwas Positives abgewinnen könnte, wie eine Mogelpackung: Als Etikett auf einer Schachtel, die eine Praline am Deckel trägt, innen aber das Gegenteil enthält.
Ist es außerdem Zufall, daß sich dieses Argument mit dem der "Omas als Umweltsäue" deckt? Ist es Zufall, daß die Argumente zur "Eindämmung der Pandemie" nicht nur hier mit denen zur "Eindämmung der globalen Klimakatastrophe" zusammenfallen, also gewissermaßen zwei Säue mit einer Klappe erschlagen werden könnten?
Vergessen wir an dieser Stelle einmal jene, die - wie immer und überall - versuchen, aus einer Stimmung der Not Kleingeld zu schlagen, das ihre morbiden, destruktiven Absichten auf eine neue Ebene der Gutheit heben soll. Wie jene twitterverbreitete Widerlichkeit, die der Masturbation (die Wichsseite Pornhub hat mittlerweile und zynischerweise ihr Portal für Italiener kostenfrei gestellt, denn all die Isolierten werden ja jetzt viel Langeweile haben, warum also das nicht nutzen, um neue Abhängigkeiten zu schaffen, die irgendwann, aber sicher, gutes Geld bringen?) eine immunsteigernde Wirkung zuschreibt. So nebenbei: Wie wir auf unserer tour-de-force noch sehen werden, hat die Wirkung von Corona nichts mit dem Immun-, sondern alles mit einer Überforderung des Kreislaufsystems (durch eine an sich leichte, aber nun dazukommende Erkrankung) zu tun.
Wie klug es die Natur doch eingerichtet hat: Während sich die Zahl der Corona-Toten in Italien täglich exorbitant erhöht, geht ebendort im selben Maß die Zahl der normalen Sterbefälle zurück. Es gibt auch viel weniger Grippetote. Man stelle sich vor, die Influenza-Pandemie wäre heuer nicht milder ausgefallen ...
"Oberlausnitzer Medizinbote - Das ärztliche Fachwochenblatt" vom 15. März 2020
Aber England fährt offenbar nicht nur beim Brexit, sondern auch hier eine andere Strategie als Resteuropa. Es gibt kaum offizielle Einschränkungen, Premier Johnson setzt auf Freiwilligkeit. Die alten Menschen, die am höchsten gefährdet sind, schwere bis tödliche Krankheitsverläufe zu erleben, werden angehalten, im Erkrankungsfall sich selbst zu isolieren. Während man die Jungen weitgehend unbehelligt läßt, weil dort die Krankheit einen sehr milden Verlauf nimmt. So soll bzw. kann die Restbevölkerung zwar erkranken, aber zugleich Immunität (vielleicht sogar fürs Alter) aufbauen.
Aber gleich zur nächsten Frage: Ist es wirklich Zufall, daß Italien - der große, kranke Mann was die Staatsfinanzen anbelangt, der große Mafiapatient, wollen wir es so nennen - DER Corona-Brennpunkt Europas wurde? Alle übrigen Euro-Staaten mit seinen Maßnahmen zum "Schutz" der Bevölkerung in den Schatten stellte? Und nun schon die nächsten Milliardenberge versprochen erhielt, weil nun die unerwartbare Seuche eine Krise ausgelöst hat, die natürlich nur mit großer Solidarität zu bewältigen ist? Ging es nicht zuletzt darum, daß die Öffentlichkeit nicht sehr überzeugt war, Italien weitere Billionen zuzuschieben - jetzt aber wohl nichts mehr dagegen haben wird?
Haben nicht überhaupt alle von einer bevorstehenden Weltwirtschaftskrise (zumindest was den Westen anbelangt) gesprochen, die eigentlich nur noch mit noch mehr Billionen per einmal mehr "weiter" auf der Tastatur, per einfacher Fortschreibung der Schuldenliste zu bewältigen gewesen wäre - und es wohl nun auch sein wird? Die steigende Hörigkeit der Bevölkerung von der veröffentlichten Meinung kann da sicher nicht schaden. Und Moment, einen Moment noch, apropos Totalitarismus: Ist nicht auch China schon lange ein Kandidat der Staatsüberschuldung, jenes China, wo der "Virus" so vehement zuerst ausgebrochen ist?
Noch ein Seitenhieb, ehe die Seite endet: Der Umstand, daß selbst roteste Rote, grüneste Grüne samt den Fraktionen der Schubidu-Christen aller Volksparteien der Erde (CDU, CSU, ÖVP, und wie sie alle heißen) mit der größten Selbstverständlichkeit davon ausgehen, daß ein Staat Grenzen nicht nur braucht, sondern bei Bedarf sogar schließen muß (wenn nötig - sic! - mit Schußwaffengebrauch, was nun sogar der ORF verkündet hat), hat doch gewissen Charme. Ebenso wie die - ein Gerücht, dem der VdZ nicht näher nachgegangen ist - öffentliche Rundfunkanstalt Österreichs ein Interview mit dem präliminaren Goldkehlchen Sebastian Kurz ausgestrahlt haben soll, in dem dieser, danach am letzten Sonntag, nach Verkündigung der schärfsten Ausgehverbote in ganz Österreich, danach befragt nett daherplaudert, daß, wenn er nicht mit seiner Freundin zusammenleben würde, sich ans Ausgehverbot nicht hielte. Ist's nicht wahr, ist's immerhin gut erfunden. Und träfe das Herz des Österreichers im Zentrum. Denn wie wir alle wissen: "Na ausschwitz'n kon a's joa a ned."












