Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Italien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Italien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 13. Oktober 2022

NIcht Schwarze, nicht Weiße sind wir (2)

Wem der Vater die Tochter gibt. Wer seinem Volk angehört. Und die Anmerkungen. - In der Überlegung, wem er also die Tochter zur Frau geben solle, sollte der katholische Vater wissen, wen er zu wählen hat. Sonst wäre ja - selbst wenn er in der Klugheit von "Die Gnade folgt der Natur", ja setzt die Natur voraus (und zerstört sie nie) handeln, also die Kraft der rein leiblichen Geprägtheit als kulturellen Faktor in der Prägung des Fleisches richtig einschätzen sollte - auch er Heide. (Und dieses kulturelle Erbe spielt in Mischehen eine immense Rolle, die ebenfalls fast immer völlig unterschätzt wird.³) Der nach dem Blut urteilt, nicht nach dem Geist der Einheit und damit der Ewigkeit.
So, wie es die Heiden machen, die sich am Traum eines Zustands festklammern, den uns Adam und Eva verloren haben, wo das Fleisch noch den Geist vollkommen trägt und führt und von ihm in ganzem Gehorsam gelenkt wird. Sie sind es, die das ewige Glück vom Fleisch erhoffen, und deshalb dne Ordnung für ihr Leben ganz davon bestimmen lassen. 

Mittwoch, 12. Oktober 2022

NIcht Schwarze, nicht Weiße sind wir (1)

Was theoretisch oft schwer auszusagen ist, ist es im Gleichnis umso leichter. Wenn man es denn findet. Das hat in diesem Fall E. Michael Jones, von dem ich es übernehme. Denn mit ihm bin auch ich der Auffassung, daß die Rede von "weiß" und "schwarz" eine künstliche Kategorie ist, die nur der Instrumentalisierung eines an sich bedeutungslosen Kriteriums ist - das der Hautfarbe. 

Das heißt aber NICHT, daß sie in der Realität keine Rolle spielt. Aber nur in einem beiläufigen Sinn (s.u.), so wie eine große Nase, ein geflügeltes Ohr, oder ein Fischerbuckel.*
Identität wird aber durch kulturelle, human-geistige Kategorien bestimmt.
Wenn also in diesem Artikel davon die Rede ist, daß eine Frau "schwarz", aber dennoch Italienerin sei, so ist sie eben NICHT EINE SCHWARZE FRAU ist, SONDERN ITALIENERIN, die aus bestimmten gründen eine schwarze Hautfarbe hat. ABER SIE IST KEINE SCHWARZE. Und die Frau daneben KEINE WEISZE. Beider Frauen Identität ist, Italienerin zu sein.
Weißsein und Schwarzsein sind keine einen Menshcn grunsäthzlich bestimmenden, dabei zwar nicht völlig bedeutungslose, aber höchst periphere  und nur nachrangig wirksame Merkmale von Identität. Menschen eines Kulturkreises können also NIE ihre Kultur, aber ihre Hautfarbe ändern. Alles andere ist heidnische Bluts-Ideologie, und unserer Kultur fremd, ja deren Todfeind.

Montag, 20. Juni 2022

Sie wollen ihn gar nicht, den Wohlstand

Die Art der Berichterstattung der Mainstream-Medien über die Unruhen, die Migranten am Gardasee konzertiert veranstalteten, überschreitet das Maß, udn geht von Unverantwortlichkeit durch Lüge bereits über zur bewußten Unterdrückung von Gewahrheiten über nachrichtlich höchst relevanter und gefährlicher Entwickungen. Damit werden die Menschen in unseren Ländern in die Irre geführt und angeleitet, sich falsch und selbstgefährdend zu verhalten.

Selbst den Stimmen der Migrantensprecher und Organisatoren des Terrorangriffs tausender (ursprünglich vermutlich sämtlich illegal eingewanderter) vor allem Afrikaner waren die Unruhen am Gardasee "gewaltsame Inbesitznahmen". Den Einheimischen sollte signalisiert werden, daß sie nciht mehr Herren im eigenen Land sind, sondern daß diese Herrschaft von den Migranten übernommen wurde. 

Die Geschehnisse gingen dabei längst über gefährliche Drohungen hinaus, sondern waren wirkliches Terrorregime. So wird, das die Aussage ihren eigenen Sprechern gemäß, die Zukunft der Einheimischen aussehen. Und hier wurden mehr Karten aufgedeckt, als uns lieb sein mag, denn wir verschließen zu gern die Augen vor dem Wirklichen. Es schmerzt, es verlangt Hinaustreten und Loslösen von der embryonalen Wohligkeit, in der alles im Traum versinkt. 

Dienstag, 12. Mai 2020

Eine mal locker gestrickte Indizienkette

Als es nach dem Corona-Alarm der WHO - der für alle WHO-Mitglieder hohen Verbindlichkeits- weil Rang in der Verantwortungskette der Politik hat - in Italien im Februar/März 2020 zum Ausrufen einer Corona-Epidemie kam, trat die Vorschrift auf den Plan, Opfer einer Seuchenepidemie (in die Corona somit fiel) zu verbrennen, nicht wie sonst am Friedhof zu begraben. 

Was in Italien, immer noch ein tief katholisch geprägtes Land, natürlich nach wie vor häufigste Bestattungsmethode ist. Deshalb gibt es in Norditalien zu geringe krematorische Kapazitäten, um so viele Tote in so kurzer Zeit zu verbrennen. Also haben die lokalen Behörden die Toten immer wieder gesammelt, und dann mit Hilfe des Militärs durch dessen Lastwagen nach dem Süden transportiert, damit sie dort verbrannt werden. 

So entstanden die berühmten Bilder, die riesige Sargmengen zeigten, die abtransportiert wurden, die von den Willigen als Alarmbilder verkündet wurden, die bewiesen, daß Corona eine hoch tödliche Epidemie ist, vor der nicht genug gewarnt werden kann. Und auf die sich auch unsere Politiker - offenbar auf dem Informationsniveau simpler Tagesmedienkonsumenten - immer wieder beriefen. 

Warum ist es aber - und das ist in der Tat der Fall gewesen - in diesem Frühjahr im Norden Italiens zu einer tatsächlich schlimmer ausgefallenen Grippesaison gekommen? 

Das hat zum einen mit dem Abbau der Spitalskapazitäten in Italien zu tun, was wiederum mit den maroden Staatsfinanzen zusammenhängt. Die Spitalskapazität in Italien beträgt heute nicht einmal mehr die Hälfte derjenigen in unseren Ländern (Österreich, Deutschland, Schweiz). Damit konnte diese Spitze nicht ausreichend beantwortet werden, die Spitäler waren überfüllt, und Behandlungen mußten nach Dringlichkeit sortiert, also auch einmal bei entsprechend von den Ärzten als geringer eingeschätzten Notwendigkeit abgelehnt beziehungsweise verschoben werden. Das alleine hätte aber noch nicht genügt.

Denn es kam zu höheren Spitalseinweisungsraten, WEIL Corona als gefährliche Seuche eingestuft die lokalen Ärzte, die Hausärzte dazu animiert hatte. Diese wußten nun selbst nicht so recht, wie sie die Symptome (auch das war unter anderem der Empfehlungsliste der WHO sowie der medial immer aufgeheizteren Berichterstattung geschuldet, die sich immer mehr der Ankündigung eines Armageddon näherte) einstufen sollten, und überwiesen zahlreiche Patienten häufiger als sonst in spitalsärztliche Pflege. 

Darunter viele Ältere und Alte, die aufgrund ihrer zahlreichen Vorerkrankungen (fast 99 Prozent der "Corona-Toten" in Italien sind älter als 80 Jahre) bereits in sehr moribundem Zustand waren. Einmal dort eingeliefert, stand jedes Spital unter dem Zwang, entsprechende Notmaßnahmen einzuleiten. Also auch an Patienten, die auf jeden Fall bald verstorben wären, medizinische Methoden anzuwenden, die nun nicht mehr als ein Hinauszögern des ohnehin bald eintretenden Todes waren. 

Warum aber gab es in diesem Frühjahr (vielleicht wirklich) höhere Moribundenraten unter den Kranken innerhalb einer jährlich zu dieser Jahreszeit auftretenden Grippeepidemie? Wir haben es hier sehr wahrscheinlich und zum anderen mit den Folgen der Grippeimpfung zu tun. Vor allem alarmiert durch die 2017/18 (oder war es 2018/19? es spielt hier keine Rolle, die anderen Eckdaten stimmen auf jeden Fall) schwerer als sonst ausgefallene Grippeepidemie im Übergang Winter zu Frühjahr (immer schon eine der Spitzen in den Statistiken der Todesfälle) hatte man massive Impfkampagnen gestartet. 

Die in manchen Provinzen durch die lokalen Regierungen angeordnet und mit viel Geld unterstützt der Bevölkerung anempfohlen oder sogar angeordnet wurden. So kam man in manchen Provinzen auf an die 80 Prozent Durchimpfungsrate, vor allem bei älteren Menschen. Denn diese waren ja laut Sterbestatistik die häufigsten Opfer. Nun stellt sich heraus, daß ausgerechnet in jenen Provinzen die "Covid19-Opferzahlen" besonders hoch sind, in denen diese Impfkampagnen am intensivsten ausgeführt wurden. Es ist aber bekannt, daß einmal Geimpfte bei einem neuerlichen Befall von Viren (gegen die sie angeblich ja geimpft worden waren) Krankheitsverläufe zeigen, die besonders starke Symptome aufweisen. 

Es mag also sein, daß die Grippeimpfung einen gewissen geringeren Prozentsatz an Neuerkrankten bewirkt, aber es ist sicher, daß trotzdem nicht alle geschützt sind, und es scheint noch mehr zu sein, daß neuerlich vom Virus (der sich ja ständig ändert) aus dieser Virengruppe Befallene einen besonders starken Krankheitsverlauf haben. Was das für eine Zielgruppe heißt, die durch Vorerkrankungen ohnehin besonders gefährdet ist, kann sich jeder ausmalen.

Woher aber stammen diese hohen Prozentzahlen von Vorerkrankungen im Bereich Herz-/Lunge? Sie kommen aus der hohen Luftbelastung in Norditalien! Es hat sich gezeigt, daß diese hohen Belastungen besonders in Städten und Landschaften auftraten, die durch eine besonders hohe Luftbelastung gekennzeichnet sind. Die Lombardei und Venetien, die Industriezentren Italiens, gehören weltweit zu den am meisten belasteten Regionen! Also war die Vorbelastungsrate an Symptomen, die dann durch einen Grippevirus neuerlich geschwächt wurden und diesem nicht mehr viel entgegenzusetzen hatten, in diesen Regionen besonders hoch ...

Dasselbe gilt möglicherweise für New York. Hier vertritt E. Michael Jones die These, daß es als Antwort auf die Frage, warum es in New York heuer so viele Tote gegeben hat ...
Wobei: Hat es die wirklich? Oder sind das nicht alles nur statistische Zahlen? Wir müssen auf jeden Fall noch einige Monate abwarten, vorher ist keine Aussage zu machen, um dann sagen zu können, ob es insgesamt tatsächlich eine höhere Sterbeziffer als zu erwarten gegeben hat.
... nur ein Wort kennt: 9/11. Warum? Die nächste Verschwörungstheorie? Nein. Jones begründet es mit der simplen Tatsache, daß das schwerste Behördenversagen damals im September 2001 war, daß gegen alle Proteststimmen von Ärzten schon zwei Tage nach dem Zusammensturz der Twin Towers von der Stadtregierung der Alarm und jede Ausgangsbeschränkung aufgehoben wurde. Weil, wie es hieß, keine Gefahr für die Bevölkerung herrsche. Das stimmte aber mit Sicherheit nicht, warum?

Weil die Twin Towers der Art der Zeit entsprechend mit Stahlträgern gebaut worden waren, die mit Asbest ummantelt worden waren, um die Feuerfestigkeit zu erreichen, die man für nötig hielt. Als die Gebäude zusammenstürzten, wurde dieses Asbest in gigantischen Mengen an die Umluft freigesetzt. Und dort blieb es auch, durch die Wahnsinnsmengen an Staub, die sich über die Stadt gesenkt hatten. 

Noch Monate nach dem 11. September hatten Messungen als schwer toxisch eingestufte Mengen von Asbest in der Luft festgestellt, und angeblich mißt man das noch heute. Diese Messungen, diese Berichte aber wurden - tatsächlich! - unterdrückt und unter Verschluß gehalten. Sie sind erst in diesen Monaten zusammen mit anderen hochbrisanten Tatsachen rund um diesen Terroranschlag (wer immer ihn initiiert hatte) an die Öffentlichkeit gelangt.  

Aber der Leser sei beruhigt. Es handelt sich auch hier nur um eine der üblichen rechten Verschwörungstheorien. 



*110520*

Dienstag, 5. Mai 2020

Weitere interessante Fragen

Was soll man dazu noch sagen? Möge der Leser diese geballte Viertelstunde (der der VdZ nicht in allem zustimmt, aber gut, der Rest ist ausreichend) selber hören und sehen, wie eine psychogene Panik sich in jeder, auch medizinischer Hinsicht aus sich selbst zur Pandemie steigert. Bestehen außerdem Zusammenhänge von schweren Verläufen von Covid19-Erkrankungen mit der Grippeimpfung? Immerhin betreffen sie dieselben Zielgruppen.

Daß Geimpfte von einer allfälligen "zweiten Welle" gleicher oder ähnlicher Krankheitserreger wie die, gegen die man vorgeblich immunisiert wurde, mit besonders schweren Verläufen reagieren, ist auch von anderen Impfungen bekannt. Warum haben aber auch so viele Medien - man denke an die österreichische Kronen Zeitung, ein besonderer Fall von Koordination und Einflußnahme durch global-transatlantische Kräfte ... - so gehorsam und rasch in den Lügenmodus geschaltet, um eine Pandemie herbeizuschreiben? Und wieviele Tote sind der puren Panik zuzuschreiben, in die die Mediziner durch medialen/öffentlichen Druck versetzt wurden, nur ja nichts "falsch zu machen"?






*150420*

Freitag, 27. März 2020

Honi soit qui mal y pense (2)

*Teil 2) Zu Norditalien - Kleiner Grundkurs
in der Geschichte des Kapitalismus



*Die Kultur- und Wirtschaftsgeschichte zeigt, daß weltweit Wohlstand und Reichtum auf Herstellung wie Handel von Textilien aufgebaut ist. Deren Wurzeln bis hinein in Landwirtschaft und Chemische Industrie - Stoffe und Fasern! - reichen. Sie entwickelt sich überall in derselben Dynamik einer Internationalisierung, aufgrund immer noch hoher Handarbeitsgrade zu niedrigen Löhnen und hoher Mechanisierung. Anderseits verfallen die Rohstoffpreise, was diesen Ertragsdruck bis in Landwirtschaft und Grundstoffindustrie weiterreichen läßt. Auch dort mit denselben Folgen einer Umwälzung der Folgen (soziale Folgen, Umweltzerstörung, Schwächung der Religion, Schwächung der Familie, etc.) auf die Allgemeinheit durch ein Zerreißen der Kostenwahrheit. 

Der Konkurrenzdruck erfordert aber auch einen immer höheren Kapitaleinsatz, macht wiederum Fremdkapitalien nötig, was zur Ablösung von Unternehmen von UnternehmERn führt. Umso leichtfertiger erfolgen Unternehmensentscheidungen, die die Kostenwahrheit zerreißen und Folgekosten auf die Allgemeinheit umwälzen. Was wiederum nur durch weitere Verflechtungen (INvestitionen in Medien und "Bildung", s. u.) Akzeptanz findet und verschleiert werden kann. 

Aufgrund der Zwänge aus Zinsen unterliegen lokal wie international (und heute global) Textilfabriken immer ausschließlicher denselben mathematischen Anforderungen wie Zinsrechnungen. Das hat unmenschliche Arbeitsbedingungen zur Folge, in denen sich die Löhne nicht mehr an (lokalen!) Gegebenheiten und Lebensformen orientieren. Was wiederum zur verstärkten Entwurzelung der Arbeitenden führt, die in Funktionen aufgelöst einerseits immer internationaler werden, anderseits die Frau als Billiglohn-Reservoir und somit Lohnkonkurrenz zum Mann etablieren, also Motor des "Feminismus" sind.

Die mathematische Logik, der aufgrund des immer stärkeren Konkurrenzdrucks bald sämtliche Unternehmen durch nötiges Fremdkapital für Investitionen in Maschinen unterliegen.

Zu immer geringeren, vor allem nicht mehr familien-nährenden Löhnen Arbeitende - die Folge ist ein Rückgang der Geburten, was wiederum einen Sog für zuwandernde Arbeiter aus Gebieten mit niedrigerem Wohlstand erzeugt - stehen einer immer kleiner (weil zentralisierter) und immer reicher werdenden Schichte von Kapitalbesitzenden gegenüber. 

Deren Interessen - getragen von entpersönlichten Kapitalerträgen - sich immer stärker auf von der eigentlichen, ursprünglichen Branche losgelöste Bereiche richten. Und deshalb starken Einfluß in Politik, Kunst und reinen Investitionsbereichen (Immobilien, Edelmetalle, Geldverleih), aber auch in Medien und (nutzenorientierte) Bildung gewinnen. Jeweils getragen durch die Macht des Kapitals als Macht gesellschaftlich-kultureller Bewegung.



*240320*

Donnerstag, 26. März 2020

Honi soit qui mal y pense (1)

Die Luftbedingungen in Norditalien gehören zu den schlechtesten in ganz Europa. Das untenstehende Photo zeigt den dortigen Wintersmog (NO2) im Februar 2020. Norditalien ist zudem stark überaltert. Schon bisher war die Zahl der Toten wegen Grippeviren höher als im Rest von Europa. Statistiken weisen deshalb schon lange hohe Zahlen von Kranken auf, die im höheren Alter stehen und durch die lange Jahre eingeatmete schlechte Luft unter respiratorisch-pneumatischen Symptomen leiden. Warum aber wird das gerade in diesem Gebiet Europas nicht besser? Das hat mehrere Gründe, die als "Folgen des hohen Industrialisierungsgrades" zu bezeichnen nicht die ganze Wahrheit trifft.

Norditalien, dieses reichste Gebiet Italiens, kann man neben dem Unterlauf des Rheins - mit fast identischer und sogar zeitlich paralleler historischer Entwicklung (was zugleich eine Mitbedingung durch die Überregionalisierung war) - als Urland des europäischen Kapitalismus bezeichnen. Der wie jeder Kapitalismus, aber überhaupt wie der Wohlstand einer Volkswirtschaft, auf der Textilbranche aufgebaut ist und war.*

Dort leben und arbeiten viele tausend chinesische Fremdarbeiter. Alleine in Prato sind es 40.000 (das sind 20 Prozent der Bevölkerung dieser Stadt in der Toskana), 15.000 davon illegal. Die zum überwiegenden Teil unter unmenschlichen, alle lokalen und behördlichen Sicherheits- und Arbeitsstandards unterbietenden Bedingungen und zu niedrigsten Löhnen für chinesische Firmen arbeiten. Ihre Löhne liegen zwei bis drei Euro unter denen italienischer Arbeiter, und ihre Lebensbedingungen sind haarsträubend. Viele schlafen sogar in der Fabrik.

Nur in den letzten sechseinhalb Jahren wurden über 1.900 chinesische Fabriken kontrolliert und 909 davon wegen grober Sicherheits- und Arbeitsplatzmängel geschlossen. Sanktionierte Fabriken machten sich aber selten die Mühe, die Probleme zu beheben, und ziehen es vor, unter einem neuen Namen wieder zu eröffnen. Viele Firmen öffnen und schließen so schnell, daß sich eine behördliche Prüfung schon zeitlich gar nicht ausgeht.
Viele Migranten gründeten ein eigenes Unternehmen und schufen eine Art Outsourcing, bei dem nicht Waren exportiert wurden, sondern Menschen.
Die dort Textilien herstellen, die "Made in Italy" nicht nur in China reißenden Absatz finden, sondern in ganz Europa gefragt sind. Und einen mörderischen Konkurrenzkampf in Norditalien entfacht haben, der die gesamte Textilbranche zu einem Kriegsgebiet gemacht hat.

Denn die Textilbranche ist heute von "fast fashion" gekennzeichnet, von Mode also, die oft nur wenige Male getragen wird und im Laden nur wenig kosten darf, weil die Trends im Verbraucherverhalten immer rascher wechseln. Oft ist dabei nur der Name italienisch ("Teresa Moda" etwa), die Produktion aber auf zahlreiche Subunternehmen in wechselnden Verflechtungen verlagert, die von Chinesen betrieben werden.

Außerdem werden von diesen chinesischen Produktionsclustern in riesigem Ausmaß Steuern hinterzogen, und Milliardengewinne nach China verschoben. Das ist den Behörden bekannt. Doch die sind nicht zuletzt deshalb machtlos, weil deren Verbindungen zur Mafia schützende Hände beinhalten. Auch ist mit den chinesischen Behörden kaum Zusammenarbeit möglich, die aber nötig wäre, um diese Machenschaften strafrechtlich verfolgen zu können.


*Morgen Teil 2) Zu Norditalien - Kleiner Grundkurs
in der Geschichte des Kapitalismus



*240320*

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Eine siegreiche Schlacht und ihre Helden (2)

Teil 2) Die Armee der Donaumonarchie hatte andere Probleme. 
Und selbst die Kaiser in Berlin und Wien brauchten einen Sieg.




Tatsache ist, daß die Monarchie damals dringend einen "großen Sieg" brauchte. Und nicht nur die Armee, sondern auch Feldmarschall Conrad von Hötzendorf, der durch die blutigen Niederlagen in Galizien und den nicht gerade prickelnd verlaufenden Feldzug am Balkan gegen völlig unterschätzte Serben schon nach den ersten paar Kriegsmonaten schwer in die Kritik geraten war. Tatsache ist, daß eine großartige Siegesmeldung die Stimmung in der gesamten Armee der Habsburger-Monarchie heben sollte, und das auch tatsächlich schaffte. Tatsache ist, daß sogar die russischen Generäle einen übermächtigen Gegner brauchten, um so manche eigene Fehlentscheidung zu vertuschen. 

Tatsache ist, daß der Kaiser, die Diplomatie in Wien und Berlin unbedingt einen Beweis der Stärke im Krieg brauchte, um die neutralen Balkanländer Bulgarien, Rumänien, und außerdem Italien zu beeindrucken und zu überzeugen, nicht doch auf der Seite der Alliierten in einen Krieg einzutreten. Denn ob Siebenbürgen oder die Provinzen Trento, Görz, Friaul und Triest (bis Fiume), diese Filetstücke waren von Rumänien respektive Italien fast offen gefordert. Vor allem Deutschland fürchtete einen Kriegseintritt Italiens, das dann Österreich angreifen würde. Daß die k.u.k.-Monarchie das überleben würde, glaubten selbst Optimisten in Wien nicht, und erst recht nicht der Kaiser. Der beim tatsächlich erfolgten Angriff auf Südtirol im Mai 1915 gesagt haben soll: Das ist nun das Ende. 

Ungarische Husaren, 
österreichische Dragoner 
im Gottesdienst, Sopron 2017
Das war es nicht. Was niemand geglaubt hatte, war eingetreten. Österreich-Ungarn war viel zäher, als alle geglaubt haben. Man mußte nur wenige Divisionen aus Galizien abziehen, denn es genügten improvisierte Brigaden, Standschützen, Freiwilligenkorps, um den Angriff der Italiener zu stoppen. Nur drei Divisionen wurden aus Rußland abgezogen und nach Tirol geschickt. Sich selbst herunterzuspielen ist nicht nur eine österreichische Eigenart, sondern auch ein Charakterzug, den nördlichere Völker nie verstehen werden. Auch Wien "machte sich arm", um in Berlin Unterstützung zu schinden und die eigenen Kräfte zu schonen. Die deutsche Armeeleitung war völlig von den Socken als sich Hötzendorf einmal verplapperte, und gestand, daß die tatsächlichen Truppenzahlen der Armee weit höher lagen als nach Berlin per Katastrophendrohung gemeldet.

1915/16 stand die Monarchie im Vergleich aller Kriegsparteien in Europa sogar gar nicht so schlecht da. Freilich, jetzt begann sich ein Grundmangel der österreichischen Armeeführung denn doch ernsthaft auszuwirken: Das Fehlen einer funktionsfähigen zweiten Linie. Man konnte die kampferprobten Soldatenregimenter des ersten Aufgebots, man konnte vor allem die Offiziere nicht ersetzen. Die Zahl der Divisionen ist während der gesamten Kriegsdauer gleich geblieben, zusätzliche Mannkontingente auszuheben ist nie gelungen. Während die nachrückenden Einberufenen, die die Gefallenen ersetzten, ohne jede Erfahrung, ja ohne jede Ausbildung in die Schützengräben geschickt wurden und das Problem verschärften. 

Husar und Dragoner
Jede Kriegspartei hat im Laufe des Krieges die Zahl der eingesetzten Soldaten nahezu verdoppelt. Nicht die Donaumonarchie. Nirgendwo war der Prozentsatz der Soldaten an der Bevölkerungszahl geringer als hier. Und das hat nichts mit Loyalitätsängsten der Vielvölkerarmee zu tun. Die hatte ganz andere Probleme - die der Sprache nämlich. Etwas, das gerne charmant lächelnd verklärt und romantisiert wird. Vielfach interessierten sich die Völker auch gar nicht füreinander, und schon gar Offiziere (was den hohen Anteil an Deutschen im Offizierskorps weit besser erklärt als Spekulationen über Loyalitätskonflikte). Oft mußte sogar mitten in Kampfhandlungen ein Dolmetscher geholt werden, weil eine Meldung von Truppenteilen kam, die niemand verstand. Es kam sogar gar nicht selten vor, daß man die eigenen k.u.k.-Soldaten beschoß (Husaren geschah das etliche Male, denn man hielt sie gerne für russische Tataren) oder für Feinde hielt, weil man ihre Sprache nicht verstand.

Das hat sich bis in die konkrete Kampftaktik ausgewirkt. Schnelle Kampfbewegungen, Merkmal des neuen Kriegs 1914, sind damit sehr erschwert, weil sich die Truppenteile gar nicht spontan absprechen können. Als alles im Grabenkampf erstarrte, wurde das wieder gleichgültiger.

Kaiserlich-königliche Husaren und Dragoner
Noch eine spezifische, interessante Problematik erwähnt Lothar Höbelt in einem Aufsatz, der sich nicht nur mit dem in seinen Augen kräftig aufgeblasenen Sieg von Limanova befaßt. Keine Armee in Europa hat in seiner Kriegstaktik derartig verschwenderisch das Leben seiner Soldaten geopfert. Während die Deutschen viel Material, viel Pulver, viele Geschoße gaben, um seine Soldaten zu schützen, machte es die Monarchie geradezu umgekehrt. "Nicht einmal in Japan wird so gestorben, wie in Österreich," schrieb ein Chronist deshalb. Angriff Angriff Angriff, koste es, was es wolle. Und so war der Verlust an Offizieren in der Armee der Donaumonarchie extrem hoch, der höchste im Weltkriegsvergleich. Mit der Besonderheit, daß die Offiziersränge dem (kaisertreuen) Adel vorbehalten waren. Diese Regel wurde erst 1916, und da nur ungern und nur wenig geändert. Man hegte überall an der Donau tiefes Mißtrauen gegen Emporkömmlinge und Standesverwischung. Nirgendwo in Europa gab es deshalb einen so geringen Anteil an Offizieren unter den Maturanten (Abiturienten) wie in Wien.

Die Kriegslage der k.u.k.-Armee hat sich jedenfalls nach Limanova und nach Monaten verheerenden Blutzolls (ein Viertel aller Opfer der Monarchie in den vier Kriegsjahren war den ersten Monaten zuzuschreiben) stabilisiert. Die Motivation der Truppen war deutlich gestiegen, und so konnte auch der nächste massive russische Angriff in der "Winter-Karpatenschlacht", die einige Wochen später begann, erfolgreich abgewehrt werden. Den Übertritt von Italien und später auch Rumänien ins Lager der Alliierten konnte die siegreiche Schlacht freilich nicht verhindern. 




Dienstag, 10. Dezember 2019

Eine siegreiche Schlacht und ihre Helden (1)

Über die kriegsstrategische Bedeutung und Einschätzung des österreichisch-ungarischen Sieges in der Schlacht von Limanova-Lepenko, die vom 1. bis 14. Dezember 1914 dauerte, gehen die Meinungen der Historiker weit auseinander. Für die einen war es der letzte originäre, rein österreichisch-ungarische, also gelb-schwarze Sieg der Geschichte, der in einer genialen Strategie einen Durchbruch der Russen über die Karpaten nicht nur stoppte, sondern diese zu einer Rücknahme ihrer Frontlinie zwang. Die dann eine perfekte Ausgangslage für den k.u.k.-deutschen Sieg im darauffolgenden Sommer bei Tarnów bildete, der die Russen fast aus Polen hinausgeworfen hat.

Das mit dem letzten gelb-schwarzen Sieg stimmt übrigens nicht ganz. Es war auch eine deutsche Division beteiligt. Ob es stimmt, daß es einer der größten Siege der k.u.k.-Armee im Ersten Weltkrieg war, da sind sich die Historiker nicht einig. Dem Österreicher ist es ohnehin egal, er nimmt meist nicht einmal mehr zur Kenntnis, daß er eine Geschichte hat, und daß die direkt mit ihm zu tun hat. Den Ungarn ist es schon weniger egal, dort ist auch das Geschichtsbewußtsein ausgeprägter. Wie und warum das in diesem Fall mehr als sonst zutrifft, sagen wir unten.

Zurück zu Limanova-Lepenko. Es war klar, daß die Russen das Ziel verfolgten, mit ihren massierten Heeren, die die doppelte Zahl von Divisionen aufwiesen wie die k.u.k.-Armee und mit ihrem Aufmarschtempo alle überrascht hatten, über die Karpaten Budapest und Wien einzunehmen. Und so den deutsch-österreichischen Bund zu sprengen, und Deutschland entscheidend zu schwächen. Mit ungeheurer Wucht hatten sie im September 1914 in Galizien angegriffen, und waren bis Ende November 300 Kilometer tief in das Territorium der Monarchie eingedrungen. Nun standen sie vor den Karpaten, und hielten nur an, um umzugruppieren und frische Truppen heranzuführen. 

Generalfeldmarschall Franz Graf Conrad von Hötzendorf
In dieser Zeit gruppierte auch der österreichische Oberbefehlshaber Franz Graf Conrad von Hötzendorf um. Das war ihm durch das hervorragende Eisenbahnnetz im Raum südlich von Krakau leicht möglich. Und am 1. Dezember griff er für die Russen überraschend mit der 3. und 4. Armee an. Der Vorstoß der nördlicheren 4. Armee lief bestens, aber der der südlicheren 3. verlief zäh, und das Operationsziel, die belagerte Festung Przemysl zu entsetzen, mußte bald aufgegeben werden. Erst allmählich aber wurde deutlich (die Kommunikationsmöglichkeiten und Nachrichtengeschwindigkeiten waren damals noch weit schlechter), daß zwischen den beiden Armeen eine Kluft von gut dreißig Kilometern klaffte. Das wäre die perfekte Einladung an die Russen gewesen, hier durchzustoßen. Dann wäre Ungarn, Böhmen, ja Schlesien offen gewesen. 

Insgesamt standen sich auf beiden Seiten am 1. Dezember je 250.000 Mann gegenüber, mit leichten quantitativen Vorteilen bei den Russen (die k.u.k.-Armee war zu Anfang des Krieges sehr schlecht ausgerüstet, es fehlte an Gewehren, an Maschinengewehren, an Kanonen, an Munition ... das wurde erst ab 1916 besser; warum nicht früher? weil man in Wien mit Rüstungsaufträgen zögerte, denn man dachte, daß der Krieg doch bald zu Ende sein würde). Die Russen landeten außerdem weitere 200.000 Mann in den nächsten Tagen an, die aber nicht mehr in die Schlacht eingriffen. So die eine Version. Die andere meint, es sei eine typisch Hötzendorfsche Übertreibung und Ausschmückung gewesen, in Wahrheit habe es sich um ein zweitrangiges Gefecht in Limanova gehandelt, wo einige Zehntausend in (nicht: um) der bizarren Landschaft der dortigen Ölförderanlagen kämpften. Insgesamt war alles so chaotisch, daß die österreichischen Kampfverbände in Bahnhöfen ausgeladen wurden, die die eigenen Vortruppen erst eine Viertelstunde zuvor erobert hatte. Am Ende gab es rund zehntausend gefangene Russen, und hundert erbeutete Geschütze. Dennoch, das bestreitet niemand, die Offensive der Russen war erstmals zum Stehen gekommen.

Soproner Husarenregiment Nr. 9 - Traditionstreffen
Die ungarische Legende sieht das naturgemäß anders, sagen wir: paprizierter. Und weil wir die archetypische Wahrheit prinzipiell höher schätzen als gezählte Erbsen, wollen wir sie gerne an die Österreicher und Deutschen weitergeben, wo mittlerweile ein Gedenken an Heldentaten fast zur verdammenswerten bösen Tat wurde und Myriaden von Gutmenschen nach schwarzen Bommeln suchen, die jeden aromavollen Tee versalzen sollen. Dabei fehlen doch gerade diesem Land die Helden! Und ein Volk, dem die Helden fehlen, geht zwangsläufig in den Barbarismus über.

Die Ungarn, die um Wert und Wesen von Identität besser wissen, sehen das auch so. Ihre Variante der Schlacht von Limanova hat deshalb ihre Helden, deren man auch regelmäßig, ja jährlich gedenkt. Sie beschreibt, was mit dem Angriff der k.u.k.-Armeen geschah, die nun voneinander gefährlich getrennt waren. Denn weil rasches Handeln nötig war, wurden ungarische Husaren, darunter das 9. Husarenregiment aus Ödenburg/Sopron, sowie ungarische Honved-Truppen damit beauftragt, diesen Raum so rasch als möglich zu füllen. 

Oberst Othmar v. Muhr, HR 9
Durch dichtesten Schneefall kämpften sich die ungarischen Reiter durch die Winterstürme der Karpaten, und tatsächlich gelang ihnen noch vor den Russen, die beiden Armeen wieder zu vereinen. Besonders die vierhundert Reiter des 9. Regiments unter Oberst Othmar von Muhr taten sich mit der Eroberung des Hügels von Jabloniec hervor. Othmar von Muhr fiel dabei. Ihm ist im heutigen Soproner Deak-Ter, dem größten Park der Stadt und dem längsten Stadtpark Mitteleuropas, eine erst vor einigen Jahren aufgestellte Büstenstele gewidmet.

Die legendäre Bedeutung dieser militärischen Heldentat wird aber schon dadurch unterstrichen, daß es noch ein zweites Denkmal in eben diesem Park gibt, das der Schlacht bei Limanova gedenkt. Wo es, so die ungarische Lesart, dem heldenhaften Kampf der Husaren des 9. Husarenregiments, stationiert in Sopron, und den Honved-Truppen aus dem Raum Sopron-Szombathely zu verdanken ist, die im gesamten Kriege alleine über achttausend Tote zu beklagen hatten, daß die Heimat Ungarn schon 1914 vor den Russen gerettet worden war. 


Morgen Teil 2) Die Armee der Donaumonarchie hatte andere Probleme. 
Und selbst die Kaiser in Berlin und Wien brauchten einen Sieg.





Freitag, 6. Dezember 2019

Eine unsanierbare Ehe

Diesen Film hat der Südtiroler Schützenbund produzieren lassen. In einer Metapher will sich eine Frau von ihrem ungeliebten Ehemann scheiden lassen. Eine Umfrage einer Südtiroler Zeitung hat erst in diesen Wochen ergeben, daß der Wunsch der Südtiroler, sich von Italien zu trennen, überwältigend groß ist. Aber der Ehemann dieser Zwangsheirat von St. Germain-Trianon 1919 will sie nicht freigeben. Eine Ehe, in der es von Anfang an an Liebe gefehlt hat.

Doch die Südtiroler haben nie aufgegeben. Noch ist das Deutsche dominierende Landessprache, und pflegen die Menschen ihre alten Bräuche und Sitten. Die Italienisierung, wie sie v. a. unter Mussolini brutal vorangetrieben wurde, ist nicht geglückt. Heute leben in Südtirol drei Völker in Parallelgesellschaften mit drei Kulturen. Österreicher - Ladiner - Italiener. Und sie tun es friedlich, stören einander nicht. Aber das reicht allen Seiten nicht. Das Kirchenrecht weiß, daß eine nie gültig geschlossene, erzwungene Ehe nie fruchtbar wird. Sie ist unsanierbar.







Montag, 23. September 2019

Säulen der Identität im Meer

Er starb, wie es für viele Helden auf ihre Weise typisch ist, mit erst 43, also noch jungen Jahren. Admiral Wilhelm von Tegetthoff. Von den Österreichern quasi vergessen, und wer den vor etlichen Jahren neu gestalteten Praterstern in Wien ansieht, mit seinem absurden, verwirrenden, keinen Ort mehr definierenden Gewusel von Stangen und Linien, wo man "na lassen wir ihn halt" die Denkmalssäule des österreichischen Helden irgendwie am Rande noch stehen hat lassen. Und mehr Ausdruck dafür, daß der heutige Österreicher, verblödet bis zum Exzeß, gar nicht mehr weiß, was er mit der eigenen Geschichte und schon gar solchen Leuten anfangen soll.

Wilhelm von Tegethoff war ein Kriegsheld. Ein wirklicher Kriegsheld, der uns heutigen Österreichern viel zu sagen hat. Der VdZ kann es nur bestätigen, denn er hat im Rahmen seiner Unternehmerstätigkeit immer wieder direkte Vergleiche zwischen bundesdeutschen und österreichischen Menschen anstellen können oder sogar müssen. Tegethoff war ein Musterbeispiel dafür, was man - wenn denn schon! - dem "Österreicher" als seine wichtigste Eigenschaft zuschreiben muß. Es ist die Fähigkeit, aus Nichts etwas zu machen. Es ist die Fähigkeit, immer zu improvisieren. Es ist die Fähigkeit, einen Spagat auszuführen, der keinem Bundesdeutschen möglich ist.

Was Tegethoff zum Helden machte, ist wiederum nicht denkbar, wenn man nicht begreift, endlich wieder begreift", wie sehr Österreich ohne Meer niemals denkbar wäre und gewesen wäre. Für unsere bundesdeutschen Leser muß das wohl näher dargestellt werden. Denn Österreich war IMMER ein "Land am Meer". Triest, der auch heute noch wichtigste Hafen für Österreich, war schon "Österreich", da gab es noch gar kein Tirol (als Kronland der Habsburger, und das definiert letztlich auch das heutige Österreich).

Und er begriff schon Mitte des 19. Jahrhunderts die Zeichen der neuen Zeit, und begriff damit, daß der immer weitere Kreise ziehende Welthandel auch eine militärische Konsequenz hatte. Jeder Staat, der Welthandel betrieb, mußte auch eine Flotte haben, die die aus den rein ökonomischen Getrieben auch Rechtssicherheit schaffen konnten. Auch Österreich brauchte also eine global agierende, potente Militärflotte (nicht nur Deutschland).  Denn es war über seine Herzogtümer Triest und Krain (der westliche Teil des heutigen Slowenien) quasi seit Gründung ans Meer angebunden. 

Aber ... das ist doch Slowenien? Leutel, nur der heutige Trottelkopf begreift nicht, daß Sprache niemals ein Kriterium für Volk oder Staat gewesen ist. (Und wer einmal mit Slowenen geredet hat, wird mit gewisser Verwunderung feststellen, wie sehr die sich über ihre "eigene Sprache" definieren. Diese genuin französische Innovation (um gierige Ansprüche auf Brabant/Lothringen darstellen zu können, hat Kardinal Richelieu die dort meist gesprochene Sprache als Legitimation erfunden) hat sich dann später als Merkmal etabliert. Und endgültig im 19. Jahrhundert, als die kapitalistisch-neutralistische, universalistische Definition von Volk und Mensch - für die niedrigsten Instinkte die idealste Vorwandargumentation - Raum gewann, weil die Verwurzelung der Menschen (von dem noch Simone Weil 1950 schreibt, daß sie der erste, wesentlichste Moment des Menschenseins überhaupt ist) regelrecht zu verduften anfing. Also begann man mit irgendwoher gezogenen Argumenten, wie Sprache. 

Nein, es ist ein Kulturraum, und er war seit über tausend Jahren (und noch weit mehr) ein einziger Kulturraum. Und in diesem Kulturraum hat sich ein Herrschergeschlecht mehr und mehr als Dominante durchzusetzen begonnen, das ist alles, was zu den Habsburgern zu sagen ist. Triest oder Istrien oder Rijeka/Fiume ist deshalb österreichischer als Innsbruck oder Eisenstadt. Und wer dorthin fährt, wird das nur bestätigen können. 

Österreich, das nur als Rest- und darin Nachfolgeland des Habsburger-Reiches überhaupt definierbar ist, denn das "Deutsch sein" hat nie gereicht, nicht vorher, und nicht nach 1918, als die siegreichen Alliierten dieses Kriterium der Identität verboten haben (Österreich hat sich nach dem Friedensdiktat Trianon und St. Germain nur noch als "Teil Deutschlands" definieren können, also noch im ersten Parlamentsbeschluß in Wien 1918/19 den Anschluß an das Deutsche Reich proklamiert) war immer ein "Land am Meer". Und das sollte deshalb nie vergessen werden, weil sich der Österreicher nicht nur durch seine Urlaubs-Vorliebe für die Strände in Lignano und Caorle an der Adria oder seine nostalgischen Gefühle Venedig gegenüber diffus definiert, sondern sich seiner Wurzeln bewußt werden müßte. Die ihm erst erklären, warum er so empfindet, wie er heute empfindet. 

Und dazu gehört auch, einen Helden wie Admiral Wilhelm von Tegetthoff, in Marburg* geboren, zu ehren, zu achten, und zu wissen, zu erinnern, daß er so richtig "Österreicher" war. Der aus Nichts viel machte. Und Italiens technisch weit überlegene Flotte vor Lissa (dem heute "kroatischen" Vis) auf den Grund der Adria schickte. Er hatte es ja immer gesagt: Egal, wie unterlegen wir sind. Gebt mir einfach Schiffe, ich mache was draus. Er hat sein Versprechen eingehalten.

Natürlich - es ist ja eine offizielle Produktion publikums-zwangsfinanzierter Fernsehproduktionen - bleibt das politisch korrekte Moment nicht aus. Aber denken wir uns das einfach mal weg ... dann bleibt ein identitätsstiftender Held, dessen historische Bedeutung neu gehoben werden muß, um uns über uns selbst klar zu werden. Und die Säule am Praterstern in Wien neu zu sehen. Dann haben wir eine ganz neue Aussage. Wo wir nicht mehr so tun (und freudianisch umerklären) müssen, als wäre alles normal mit unserem Empfinden in einem Raum, an einem Ort, wie wir es seit 1918 erdulden müssen. Wo wir nicht einmal mehr wissen dürfen, warum die Triester Straße in Wien Triester Straße heißt. Sie war Jahrhunderte lang die natürlichste Anbindung ans Meer, von dem der Österreicher keine zwei bis fünf Stunden entfernt ist, ohne das Österreich auch heute aber gar nicht verstehbar ist.







*Der VdZ gesteht, daß er neuzeitliche Staaten wie "Slowenien" (und Italien, zumindest im Norden, betrifft das kaum minder) nur mit sarkastischem Lächeln angesichts eines ontologisch unmöglichen, ja geisteskranken Unterfangens betrachten kann, dem diese "Staaten" ihre Existenz zuschreiben. Mitleid, das ist alles, was man Slowenen, die sich als "Staatsbürger" betrachten, empfinden kann. Die müssen zu so einem großen Prozentsatz ihre eigenen Wurzeln verleugnen, daß sie nur noch bedauert werden können. Mehr als amerikanistische Konsumtrolle, oder nationalistisch neurotisierte "Slowenen" kann aus denen nicht werden.





Sonntag, 7. April 2019

Was wir von Israel lernen können

Russia Today bringt das Ergebnis einer interessanten Umfrage. Interessant heißt hier: Weil das Ergebnis interessant ist. Eine weltweite Umfrage hat ergeben, daß mehr als die Hälfte der Israeli eine Zuwanderung von Nicht-Juden NICHT MÖCHTE. Und zwar - jetzt kommt's! - auch, wenn sie sogenannte "Hochqualifizierte", also Menschen mit Hochschulabschluß etwa, sind. In dieselbe Kerbe schlägt angeblich auch das italienische Volk, wo die Umfrage gleich ausging.

Herrschaften, diese Umfrage zeigt nicht nur, daß da noch etwas stimmt bei den Menschen, auch wenn man den Glauben daran längst verlieren könnte. Zumindest in unseren Ländern. Sondern sie zeigt noch etwas: Sie zeigt, sie macht bewußt, wie menschenverachtend es ist davon zu sprechen, daß Migration dann gut oder von Vorteil sei, wenn die Zuwandernden "der Zielgesellschaft etwas bringen" können, wenn sie also Hochqualifizierte sind. Und das sind noch dazu oft dieselben Leute, die von "Verteidigung der eigenen Werte" faseln. Welche Werte? Die der Beurteilung des Menschen nach momentanem Nutzen?

So denken nur Satanisten. So denken nur Geisteskranke, die den Menschen nach Nützlichkeit beurteilen. Das gute, das einfache Volk tut es aber nicht. Es weiß, was ein Leben gelingen läßt. Und das ist von Nutzen und irgendwie technisch bewerteter Leistung, schon gar in der Moderne, völlig verschieden. Der Mensch ist um seiner selbst willen da und schätzenswert. Und genau das trifft auch auf ganze Völker zu. Ob das irgendwelchen Ökonomie- oder Technikkriterien entspricht ist völlig schnurz.  

Es zeigt noch etwas: Eine Urteilsfindung, die meint, einen anderen Zugang zur Frage der Migration als den über Volk und Religion finden zu können - wobei zuerst die Religion gilt, denn sie ist die Quelle des Menschseins - kann nur schiefgehen. Sie landet bei der Nützlichkeit. Und sie landet damit bei der Verachtung des Menschen. Denn der Mensch hat seinen Wert in sich, nicht weil er einen Nutzen hat. Nur wenn er diesen Wert in sich hat, hat er - wenn schon - auch einen Nutzen. Denn Menschsein ist immer ein Sein inmitten eines sozialen Kreises, also inmitten eines Volkes. Und sei es nur hundert Personen groß.

Grotesk, wenn nicht pervers, daß wir das alles seit geraumer Zeit von den Juden vorexerziert bekommen. Na gut, die wissen eben, was einem Volk schadet.




*280119*

Donnerstag, 14. Februar 2019

Aber den wahren Feind erkennen wir nicht

Der große Fluß der Konversation, die hier E. Michael Jones mit einem albanisch stämmigen Immigranten führt, der in Rom lebt, ist wohl dem Leser dieser Seiten bekannt. Aber ein paar Aspekte sind doch weiter und neu belichtet, und deshalb wird auch dieses Video hier gebracht.

Da geht es einmal um die Rolle der Mafia in Italien. Die vom Staat gerne als Sündenbock herangezogen wird, wenn es um Probleme mit gewissen öffentlichen Diensten gibt, etwa mit der Müllentsorgung. Aber diese Probleme sind hausgemacht, und einer versagenden Verwaltung zuzuschreiben. Diese Sündenbockrolle läßt sich die Mafia natürlich gut bezahlen. Und immerhin wird hier auch viel Geld wieder an die Politik "zurückgeschoben". Hier sitzen also zwei im selben Boot, die nach außen so tun weil so tun müssen, als ruderten sie in verschiedene Richtungen, aber in Wahrheit gemeinsame Sache machen.

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Migrantenproblem. Es spielt derzeit die gravierendste Rolle als Sündenbockthema. Aber die wirkliche Gefahr kam und kommt nicht von den Migranten. Hier wird von den Oligarchen ein künstlicher Feind geschaffen, so schwerwiegend auch manche Probleme sind, die damit zusammenhängen. Es geht aber um die Ursachen.

Und die hängen eng zusammen, ja haben immer eine Quelle: Die USA, präziser: die Oligarchen. Die uns einen Kriegsschauplatz liefern, der uns intensiv beschäftigt - Kampf gegen die Entfremdung durch Massenzuwanderung. Aber die Ursachen dafür sind in der Außenpolitik der USA zu suchen, die maßgeblich von einer Handvoll Juden geprägt wurde und wird. Es begann mit der künstlich geschaffenen Unruhe in muslimisch geprägten Staaten, und fand sein Meisterstück darin, Libyen zu destablisieren. Damit wurde der Pfropfen aus der Flasche gezogen, und heute ist Libyen das Tor der afrikanischen Migranten nach Europa. Die alle von demselben geprägt sind, wie wir, die von einem Leitbild angetrieben werden, das auch uns entwurzelt hat: Die über social engineering implementierte amerikanisch-jüdische Sicht- und Lebensweise.

Die maßgeblich in einem Aufbrechen der Moral - und hier vor allem der Sexualmoral - bestand. Jones führt als Beleg "La dolce vita" von Fellini an. Worin diese Zusammenhänge ganz deutlich gezeigt werden. Hier wird das genuin Italienische, die althergebrachte Lebensweise, die auf einer großen Tradition aufruht, durch die neue, amerikanische Lebensweise verdrängt. Die einen klaren Hebel hat, den Anita Ekberg so hervorragend zur Darstellung bringt. Die nicht zufällig den großen amerikanischen weiblichen Filmidolen so ähnlich sieht. Mit ihren großen Brüsten, ihrer Schamlosigkeit, ihrer hollywoodesk verzerrten, neuen Herangehensweise an Sexualität und Liebe. "Wie haben Sie ihre Rolle bekommen," fragt im Film ein Reporter? Anita Ekberg greift an ihre Brüste: "Durch großes Talent."

Es ist Teil eines großen Projekts des social engineering, dem Italien in den 1950er Jahren - wie ganz Europa - unterworfen wurde. Man hat ganze Kulturen von innen her zerstört. Von den USA ausgehend. Deren Ziel es war, die Europäer von ihrer eigenen Kultur zu entfremden, und damit - als neues, unhinterfragbares Ideal - zu beherrschen. Heute haben wir nur noch die Wahl zwischen dem Dasein als Lagerinsasse oder als Wärter.

Die erste und augenfälligste Folge der sogenannten sexuellen Befreiung, die die Menschen zu Sklaven ihrer Begierden gemacht hat, war der Zusammenbruch der Geburtenrate. Damit sind die europäischen Länder nahezu zerstört worden, sie können aus sich heraus nicht mehr überleben. Eine niedrige Geburtenrate ist immer das erste Anzeichen für die Zerstörung der Sexualmoral eines Staates. Diesen Einbruch des Amerikanismus, diese Selbstentfremdung und ihre Folgen - den Zusammenbruch der Moral - zeigt Fellini in "La dolce vita".

Damit wurde ein Kriterium eingeführt, das an sich sinnlos ist. Das des "Weißen". Denn was "ist" ein Weißer? (Jones meint einmal an anderer Stelle etwas launig, daß ein Weißer ein Protestant ist, der aufgehört hat, in die Kirche zu gehen.) Es gibt nur Identität auf der Grundlage eines Volkes, einer Ethnie, einer verbindenden Sprache, und einer Religion, die die allgemeine Wertebasis ausmacht, in welchem allen man Wurzeln hat. "Weiß" liefert keine Wurzeln, man kann es nicht einmal definieren. Es ist bestenfalls eine Unterscheidung von "Schwarzen", hat aber keine Eigenschaften. Oder will man ernstlich behaupten, daß ein katholisch geprägter Afrikaner oder Amerikaner wirklich der Feind der Weißen ist? 

Erst in einer solchen echten kulturellen, religiösen, moralischen Verwurzelung aber kann sich ein Staat in Frieden entwickeln und prosperieren, weil erst eine solche Basis auch ein Rechtssystem möglich macht.

Italien hat man nach dem Zweiten Weltkrieg etwas weniger hart bestraft als Deutschland, das mit der gezielten ideologisch-amerikanistischen Umerziehung nach 1945 jeder Identitätsbasis, ihrer Tradition, ihrer Verwurzelung, ihrer Bildungstradition verlustig gegangen ist. Hier gab es mehr das Zuckerbrot als die Peitsche. Und mit den "Kindern", die Italiener auf irgendeine Weise ja sind (was sie ja so sympathisch macht), hatte man auch leichteres Spiel. Man mußte nur ihren Spieltrieb animieren. Alle Italiener wollten dann tatsächlich Amerikaner werden. Ihre eigene Kultur und damit die Italiener als Ethnie wurden darüber immer schwächer.

Warum hat sich die Kirche so leicht täuschen lassen, und den Amerikanismus als "das Gute" akzeptiert, ja gefördert? Weil, so Jones, sie sich vom Anti-Kommunismus hat überrumpeln lassen. (Daran trägt, sagt Jones an anderer Stelle, auch der Papst aus Polen seinen Anteil. Das geht bis hin zum völligen Versagen im Fall Medjugorje, das ebenfalls im Kampf gegen den Kommunismus seine Gründe hat.) 

Plötzlich wurde der Amerikanismus zum Guten selbst, der im Kampf gegen das Böse Priorität sogar über katholische Prinzipien bekam. Die Kirche hat sich dem Amerikanismus untergeordnet. Das war ihr Todesurteil. Es war der Grund, warum sie ihren Rang als Kontrollinstanz gegenüber dem Staat verloren hat. Denn der Staat hat ja nun auch die religiösen Prinzipien übertroffen. Und es war der Grund bzw. der Türöffner dazu, daß sie ihre eigenen Institutionen (wie Hochschulen) dem amerikanistisch-jüdischen System unterworfen hat, das in seiner Grundnatur aber subversiv gegenüber einer christlichen Gesellschaftsordnung ist.

Mittlerweile hat die Kirche, haben wir Europäer (nicht nur die Deutschen und die Italiener) die Befehle unserer Bedrücker sogar verinnerlicht, und merken unseren Selbstverlust nicht einmal mehr. Die einzigen Kriterien, die uns zur Verfügung stehen und standen, die Fremdherrschaft zu erkennen, haben wir in der Entwurzelung verloren. Stattdessen haben wir die Kriterien und Wertmaßstäbe der Bedrücker angenommen, und damit können wir den wahren Unterdrücker, der uns zu Sklaven macht, natürlich nicht mehr erkennen.

Der italienische Film, gleichfalls von Hollywood beherrscht, der nach dem Krieg einen so großen Aufschwung erlebte, war ein Nebenprodukt des Umstands, daß die Löhne in Italien weit unter denen der Amerikaner lagen. Also war es leichter, hier auch große Filme zu produzieren. Und Hollywood mußte sich damals gegen das Fernsehen wehren, das aufkam und den Kinos den Rang abzulaufen drohte. Wie aber kriegt man die Leute in die Kinos, vom Fernsehen weg? Durch zwei Dinge - aufregende Spektakel (wie "Ben Hur" etc., es war die Zeit der Monumentalfilme), und Sex. Und in Europa hatte man nicht mit Beschränkungen durch die Kirche zu kämpfen wie in den USA (die man freilich dann 1965 definitiv überwand).

In dieser Übereinstimmung aber findet man noch heute die gesamte europäische Politik, auch dort, wo sie als "rechte Opposition" auftritt. Die sich maßgeblich um die Migranten als Feinde kümmert - aber den eigentlichen Feind nicht sieht: Die Zerstörung der Lebensweise durch Amerikanismus und globalistischen Liberalismus, durch eine zerstörte Moral, und vor allem darin durch eine selbstmörderische Sexualmoral, die uns zu Sklaven unserer Leidenschaften macht. 

Wie kann man sich daraus befreien? Der erste und einzig mögliche Punkt ist zu beginnen, sich wieder an der Moral zu orientieren, aus der (so leicht manipulierbaren) Steuerung durch Begierden ("Triebe") auszusteigen und sich nach Moral- und Vernunftprinzipien zu richten. Was erst dann möglich wird. Nur so kann man frei werden. Und nur der Freie kann auch vernünftig handeln, weil nur er aus dem Rauschen zufälliger Gegenwärtigkeiten auszusteigen und vernünftig zu denken und zu urteilen und damit zu handeln vermag. Nur das kann der erste Schritt sein, wieder zu uns selbst zu finden, und das geht nur mit Hilfe der Gnade. Denn nach menschlichem Ermessen ist die Lage freilich aussichtslos. Aber wir haben eben die Hoffnung auf die Hilfe durch Gott.








*211218*

Samstag, 12. Januar 2019

Wären wir doch Amerikaner (2)

Und wie erst wollten die Italiener Amerikaner sein! Hunderttausende wanderten dorthin aus. Und die 1960er waren eine Art Höhepunkt des Italo-Amerikanismus. Mit einer berückenden Sophia Loren an der vordersten Front. Der italienische Film ging sogar so weit, den Western neu zu erfinden. Amerikanischer, als die Amerikaner es je geschafft hatten. 

Ok, wir wissen, daß es nicht New York ist, sondern Neapel. Aber wir können auch Baseball spielen, Whisky mit Soda trinken, und Rock'n Roll tanzen und selbst Frauen konnten Zigaretten rauchen. Sie wollen Amerikaner werden, obwohl sie in Italien geboren sind? Dann nehmen Sie deren Lebensweise an. Dann kann jede Landpomeranze einen amerikanischen Superhelden und Millionär (denn alle Amerikaner waren Millionäre) angeln. Selbst die Russen waren so beeindruckt, daß sie Autos und Hochhäuser bauten wie die Welt sie von Detroit und New York kannte, denn man wollte sich als das noch amerikanischere Amerika präsentieren.

Wir alle waren damals Amerika. An der Wiener Ringstraße, mitten im ältesten Teil Wiens, wo Römerfragmente aus der Erde ragen und die älteste katholische Kirche Wiens (die Rochus-Kirche) steht (eine Gründung von Karl dem Großen), entstand das erste Hochhaus nach amerikanischem Vorbild, als politisches Manifest gegen die Sowjets.

Die an sich tief katholischen Gesellschaften von Spanien und Italien waren das bevorzugte Ziel des CIA. Man mußte die Kirche drehen, ihre auf Naturrecht basierende Moral und Lehre umdeuten. Man mußte die Kirche instrumentalisieren. Dann hatte man die Welt in der Tasche. John D. Rockefeller fuhr höchstpersönlich zu Paul VI., um ihn zu überreden, die Empfängnisverhütung, die Trennung von Liebe und Empfängnis, zur Doktrine als Türöffner zur sexuellen Befreiung, diesem Schlüssel zur Entselbstung der Gesellschaften und damit deren amerikanistisches Beherrschbarkeitskriterium, zu erklären, aufgescheucht durch "Dignitatis Humanae" (1965), in dem sich das Konzil noch einmal an die Katholizität erinnerte.

Aber dann - erinnert uns das an etwas? - in seinen Fußnoten dem Amerikanismus die "theologische Konformität" indirekt bestätigt hat. Das Naturrecht wurde mit einem Schlag zum Instrument des Amerikanismus gemacht. Plötzlich wurde die "amerikanische Proposition" - die Religionsfreiheit, das Privatime, nicht den Staat Tragende des Religiösen - zum katholischen Prinzip erklärt. Das katholische Prinzip der Untrennbarkeit von Staat, Gesellschaft und Religion wurde damit verheerend untergraben.

Heute glauben die meisten Katholiken (und auch die meisten Bischöfe) der reinen Medien-Propaganda. Sie glauben, daß die Trennung von Kirche und Staat "katholisch" wäre, führen das sogar ins Treffen "gegen" den Islam. Das war es aber nie, das kann es gar nicht sein!

Dem CIA war es freilich trotz massiver Interventionen vorerst nicht gelungen, das Dokument in seinem Haupttext "zu drehen". In dessen Folge sich Papst Paul VI. 1968 mit "Humanae Vitae" sogar noch einmal aufraffte und die vielleicht letzte tief katholische Enzyklika veröffentlichte. Ehe ihn seine Kräfte weil aller Mut verließen, so daß er der Liturgierevolution nicht einmal mehr ansatzweise wehrte, obwohl er sie persönlich zutiefst ablehnte, wie man liest.

Aber der PR-Coup war über die Beherrschung der Medien ("Time Life" als das meinungsbildende Magazin weltweit war vom CIA gegründet wie finanziert; den Rest der Medien beherrschte das jüdisch-protestantische Establishment und tut es bis heute) gelungen. Über den "Geist des Vatikanums", der mit all seiner Undefinierbarkeit - man kann ihn nur fühlen, oder auch nicht, wer ihn aber nicht fühlt gehört nicht zur Elite - den literalen, an die Tradition gebundenen Sinn überlagerte. Aus der einstigen Opposition des liberalistischen Amerikanismus wurde deren Missionar. Die Folgen waren unmittelbar zu spüren, der VdZ hat sie ab den 1970er Jahren direkt als den Aufbau einer neuen zu erfüllenden persönlichen Norm erlebt.

Der nächste Papst kam schon plangemäß aus dem Osten, und sein Ziel war der Sturz des Kommunismus, der Sturz eines politischen Systems. Augenblicklich brach folgerichtig die katholische Mission zusammen, weltweit. Nun war man Botschafter des Amerikanismus, und korrumpiert bis ins Mark.

Man war nicht mehr Opposition und Kontrolle einer Gesellschaft, wie sie die Kirche immer war, welcher Aufgabe sie ihre Reputation verdankte, und die sie hätte weiterhin sein müssen, nein. Nun ging es um Regimewechsel, um bessere Gesellschaften, um Utopien, ab 1980 direkt um das Programm Reagans. Der den Kommunismus endgültig stürzen wollte. Und das effektivste Mittel war - Amerikanisierung. Medjugorje entstand zeitgleich mit dem Besuch des Papstes in Danzig und dem Einbruch der "charismatischen Erneuerung", diesem Gipfelpunkt des Subjektivismus, der fortan das objektive Denken zugunsten des "Lebensgefühls" verdrängte.

Die Kirche war gefügiges politisches Subversionsinstrument geworden. Danzig und seiner Solidarnosc 1980 folgte sofort das nächste politisch effektive Mittel einer Marienerscheinung am Balkan. Wer konnte da noch widersprechen, wenn selbst der Himmel eingriff? Eingesetzt. Ja geschickt erfunden, unter Ausnützung persönlicher Schwächen, wie immer eben, um die Feinde im Kalten Krieg zu stürzen und Dollars für den Widerstand ins Land zu schleusen.

Einige Sequenzen aus diesem Zusammenschnitt von Filmszenen mit Sophia Loren - wer verköperte diese italienische USA-Sehnsucht mehr? - entstammen übrigens dem Film "Die Gräfin von Hongkong" (mit Marlon Brando), dem letzten Film von Charles Chaplin (der in einer kurzen Szene sogar selbst - als Putzpersonal - mitspielt.) Worin er noch einmal versucht hat, mit den neuen technischen Möglichkeiten des Films (Ton, dann sogar noch Farbe) Freundschaft zu schließen. Und seinen Pinzipien gemäß ein schauspielerisches Gustostückerl als Kammerspiel inszenierte. Das prompt ein finanzieller Mißerfolg wurde. Chaplin selber aber war auch so unzufrieden, daß er es danach gehen ließ, und nie mehr einen Film machte.









*201118*

Dienstag, 8. Mai 2018

Aus der Exportchance wurde Tierquälerei

Als es um den Beitritt Österreichs zur EU ging, waren vor allem die Bauern zu überzeugen. Denn die haben - völlig zu Recht! - geahnt, daß es vor allem sie treffen wird. Und das tat es. Heute ist nur noch ein Drittel der damaligen Höfe aktiv. Die Zahl der Vollerwerbs-Bauernhöfe in Österreich sank von zweihundertfünfzigtausend im Jahre 1994 auf mittlerweile nicht einmal mehr hunderttausend. Wie prognostiziert.  Da haben sie einmal Wort gehalten, die EU-Demagogen, kann man nix sagen.

Aber darum soll es nicht gehen. Auch nicht darum, daß bei der Abstimmung 1994 gut 60 Prozent der Bauern Österreichs FÜR einen EU-Beitritt gestimmt haben. Fast so viele wie unter den Akademikerstrohköpfen, nein doch nicht, bei dieser "Elite" waren es 80 Prozent, wie sich später herausgestellt hat. Aber erst hieß es so, die haben ja auch gute PR-Leute. Und die Pauren waren sicher stolz auf diese Parität, haben ja immer gerne vergessen, daß SIE die eigentliche Elite im Land sind. Ach was reden wir ...

Denn die dümmsten Kälber wählen eben ihre Schlächter selber. Am meisten verloren haben nämlich ohnehin die Akademiker, die Eliten, nur wissen die es nicht einmal. Die tun einem auch nicht leid. Leid tun dem VdZ die vielen älteren, oft so berührend braven Bauern mit oft sehr kleinen Höfen, wie es eben Niederösterreich kennzeichnet, mit den großen, reichen Höfen in den (wenigen) Ebenen, mit den vielen vielen kleine Höfen in den oft kargen Mittelgebirgslandschaften, die er damals als Diözesansekretär so oft besucht hatte. 

Und darum geht es hier schon mehr. Damals traten nämlich alle möglichen Vertreter von EU-Behörden und Bauernvertretern, eifrig unterstützt von Kirchenvertretern, die sich endlich auch in wichtiger Aufgabe sahen (nämlich die Bauern zum "richtigen Verhalten" zu manipulieren, und die EU wurde von diesen Sumpfdeppen ja als effizientestes Mittel für den offenen, demokratischen Staat und vor allem: "gegen rechts" angesehen, was praktisch immer hieß: damit sie nicht katholisch sein müssen), und erklärten den oft so verdammt, ja schmerzhaft gutmütigen, leider oft aber so ungebildeten, viel zu vertrauensseligen ("Die Großkopferten werden es schon wissen!") Bauern die Vorteile. 

Zum Beispiel, daß die Lebensmittelpreise sinken würden. Das erklärt ein Politiker der ÖVP den Bauern, die vor ihm sitzen, der VdZ war dabei und dachte, nicht recht zu hören. Und diese Strohköpfe von Bauern (die den VdZ sogar um Beistand gebeten hatten, um ihnen in der Versammlung - und deren gab es damals sehr viele - argumentativ zu helfen) sitzen damals, wenige Wochen vor der EU-Abstimmung, da ... und nicken zustimmend, als dieser sichtlich nur für diesen Zweck geschulte ÖVP-Jungspund das verkündet. Bauern aus dem Mostviertel, die im privaten Gespräch völlig einer Meinung mit dem VdZ waren. Und DIESELBEN jammern heute über niedrige Lebensmittelpreise ... Da fällt einem nur ein Wort ein: Sühne. Und ... Strafe.

Aber auch darum geht es nicht, den Irrsinn schlucken wir auch hier runter. Diese Mostplutzer (pardon ...) haben ja sogar den glatten Lügen geglaubt, daß sie den Schilling behalten könnten. Denn das wollten sie alle unbedingt. Dabei war der Euro schon im Beitrittsvertrag ausgemacht, und fünf Jahre später kam er auch. Tausend Rosen.

Heil EU - Exportchance Parma Schinken - Photo KRONEN ZEITUNG
Es geht nämlich hier um einen ganz konkreten Fall, wo einer der Politiker, die sich damals alle gerne ihrer kirchlichen Wurzeln erinnerten, denn die Katholische Männerbewegung (KMB) mit ihren 70 Prozent Bauern als Mitgliedern (damals noch gut elftausend in der Diözese St. Pölten, das war bitte jeder achte männliche Kirchgeher) stellte brav und pflichtschuldig jede Menge an Versammlungen, wo also eines Abends, zu dem man die Mitglieder der KMB wieder einmal zu einem wichtigen Termin vergattert hatte, (die braven Männer folgen, wie Männer es nämlich immer tun, wenn sie was taugen) wo also ein routinierter Scheiß-Politiker den Bauern erklärte, daß die EU für hiesige Landwirte große Chancen hätte. 

Da würde zum Beispiel Italien - das ist aus dem Gedächtnis quasi wörtlich zitiert! - großen Bedarf nach Schweineschlögeln für den berühmten Parma-Schinken haben. Die Bauern müßten sich nur ein wenig umstellen. Dann wäre halt ein Ende mit der schlampigen Art, Schweine "irgendwie" zu halten. Denn das Rohmaterial für Parma würde - waggonweise dringend benötigt! - nur in exakten Maßen abgenommen. Dann ginge es darum Schweinestelzen zu produzieren, die im Maß um kaum mehr als einen halben Zentimeter von einer vorgegebenen Norm abwichen. Sagten wörtlich Politiker (und/oder Bauernvertreter).  

Und die Bauern nickten wieder einmal

Nur WIE man das bewerkstelligt, hat sich offenbar niemand überlegt. Oder doch? Egal. Nun ist es ein Skandal, den die Zeitungen (die alle damals selbst kräftig desinformiert haben, pardon, "die richtige Meinung zu bilden geholfen" haben) "aufdecken".  Nun stellt sich heraus, daß diese Sauen, die die so maßgenauen Rohstoffe für den Schinken aus Parma darstellen, diese Maßgenauigkeit natürlich nur erzielen, indem man sie an jeder Bewegung und Aktivität hindert. 

Exportchance EU - Photo KRONEN ZEITUNG
Was dabei herauskommt kann sich der Leser selber denken: Erbärmliche, im Verdacht der Tierquälerei stehende Lebensbedingungen. Unter denen genug Tiere krepieren. Während man den Rest mit Sedativen und Schwanzkupieren irgendwie zumindest so lange hinhält, bis der Kunde (quasi: die Schinkenräucherei in Parma, die uns dann in Lidl und Aldi und Billa und Spar mit bestem Schinken um 1,99 pro 100 g im Sonderangebot verwöhnt) abgemessen hat. Und der LKW vor der Tür die letzte Reise zum Schlachthaus ankündigt. Und die Waage verkündet, daß es sich bei ausreichender Stückzahl irgendwie am Jahresende ausgeht, mit Kreditrückzahlungen und allem Chichi, vor allem der Studienkosten für den Sohn, weil Bauer WERDEN, den Hof übernehmen will sowieso schon lange so gut wie niemand mehr. Na bitte, reguliert sich eh von selbst.

Bitte, bei den Überlebensperspektiven? Die EU-Stumpfschädel, die jeden Krautacker verschandeln und nur Geld der Allgemeinheit als politisches Programm haben, kündigten den Bauern ja zudem an, daß ein Betrieb trachten müsse, zukünftig mindestens siebzig Mastsauen zu halten, darunter sei ein Hof zukünftig unrentabel. Die durchschnittliche Tierzahl damals, 1994, betrug nicht einmal fünfunddreißig Sauen, bei starker Streuung. Was heißt: Sehr viele Betriebe hatten DEUTLICH weniger Tiere, wenige freilich schon damals deutlich mehr. Kredite für die neuen Ställe und den elektronischen Mastmechanismus gab es beim Ausgang, gleich beim Raiffeisenschalter links sozusagen. Und sie sprachen von "Maisfurche", also von Monokulturen, bestens geeignet für Saumast, zwischen Tulln und Wels. Usw. usf., es gehen einem die Worte aus. Und die Bauern nickten auch hier. Auch die mit ihren steinigen Äckern im Jauerlinggebiet bei Pöchlarn.

Nun ist diese "Chance des EU-Beitritts" sogar ein Fall für den Tierschutz. Und gar nicht zu Unrecht. Bauern als Tierquäler. Ob das einen EU-Geld-abhängigen Bauern vor Gott und seinem Gewissen zufrieden macht? Ob sie heute noch zu den erwürgenden Schlagworten vom "Feinkostladen Österreich - für Europa" nicken würden? Der Bio-Landbau hierzulande - damals ein Fünftel, Rekord in Europa - geht zurück, es ist einfach nicht rentabel, die Bauern könnten kaum davon leben, gäbe es nicht einen Bauernmarkt in Bad Ischl oder in Purbach, die alle mit Augenzwinkern von der lokalen Obrigkeit geduldet werden, obwohl sie kaum einer EU-Vorschrift entsprechen, weil die Bauersfrauen mit ihren groben, gewiß nie manikürten Arbeitshänden in der Käsemolke oder im Krauttopf herumpantschen, daß es eine Freude fürs Immunsystem ist. Glückliches Österreich. Wo man heute leider schon über einen türkischen Halal-Fleischer am Viktor-Adler-Markt in Wien-Favoriten dankbar ist, der noch vernünftiges Kalbfleisch oder knackfrische Lammkeule anbietet, die ganz sicher nicht aus Neuseeland stammt. Denn ein regulärer österreichischer Fleischer kann sich da gar nicht mehr halten.*

Wissen Sie was, geneigter Leser? JA. Würden sie. Die zahlenmäßig sehr reduzierten Bauern würden auch heute mehrheitlich nicken. Aus den Exportchancen wurde ein ehemaliges Agrarland, das sich heute - und das ist einmalig! - nicht einmal mehr selber mit den Grundnahrungsmitteln versorgen kann. Nach den Rußland-Boykotts sind die Lebensmittel-Exporte sowieso auf einem historischen Tiefstand. Getreide, von dem wir noch in den 1970er Jahren hunderttausende Tonnen exportierten, wird heute versprittet (ein Sechstel des in Österreich und Deutschland in extrem wasserziehenden Monokulturen - der "Klimawandel" läßt grüßen! - angebauten Getreides wird Bio-Sprit; eine reine und sinnlose Ausrede!) und das Schweinefleisch und die Milch kommt wie in Deutschland aus den Niederlanden oder Spanien.

Die machen bekanntlich ja sogar aus einer Handvoll Hühnerscheiße Tonnen von Tomaten (der VdZ hat einmal als Schauspieler in einer deren Werbekampagnen gespielt und sah alles) oder tausende Schweinehälften, und verklappen die Gülle in den Atlantik. (In Österreich darf man Gülle nicht einmal mehr als Dünger ausbringen, wie es immer war. Wahrscheinlich verkochen die Bauern sie zu Original Marillenschnaps aus der Wachau. Dafür verfüllen wir unsere nicht mehr gebrauchten Gebirgstäler mit Müll aus Neapel und Rom, wenn Touristen ausbleiben. Das sind keine Fake-News, das ist EU-Realität.)

Die Politiker und die Kirchensauschädel sind sowieso schon in der Hölle. Die können uns hier egal sein. Aber die Bauern können einem oft schon Sorgen machen.





*In dem 2.000-Einwohner-Ort im Mostviertel in Niederösterreich, in dem der VdZ gut fünfzehn Jahre lebte, gab es vor dem EU-Beitritt Österreichs FÜNF Fleischereien, alle mit absolut überzeugender, ja oft grandioser Qualität der Produkte. Der hatte legendäre Leberknödel (sogar täglich ausgekocht und als Suppentopf angeboten), der das beste Schweinskarree, der die besten Bratwürste, und der die großartigsten Rindersteaks. Und alle mit Eigenschlachtung. Samt dem VdZ, der über viele Jahre Schafe, Kaninchen, Ziegen und sogar Truthühner hielt. HEUTE gibt es im selben Ort nur noch EIN Fleischvertriebsgeschäft (neben dem Billa, der nunmehr gebaut wurde), das nicht einmal mehr selber schlachtet, weil die Hygieneauflagen der EU zu streng sind. 

Will einem da einer der Politikerschädel allen Ernstes einreden, daß die Lebensqualität gestiegen sei? Haben die sie noch alle, wie ein Bekannter des VdZ es ausdrücken würde? Wir Österreicher haben doch VOR dem EU-Beitritt viel besser gelebt! Samt den Bauern. Auf die paar Software-Start-Ups, die der VdZ mit seinem mühsam erarbeiteten Geld über Steuern auch noch finanzieren muß, die die "große Welt" vorgaukeln, in deren Ozon sich die Politiker ihre Freizeiträusche holen, obwohl sie allesamt lächerlich sind, kann das Land gerne verzichten. Und Zuwanderer braucht auch niemand. Buchstäblich.





*300418*

Freitag, 13. April 2018

Der italienische Stil (2)

 Teil 2) Mussolini-Italien bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges



Der Zusammenbruch Italiens unter Mussolini begann, als es ernsthaft versuchte, ein Großreich zusammenzuschustern. Sich also der italienische Stil, in dem die Welt im Spiel aufging, ja sich begründete, angesichts der unzweifelhaften innenpolitischen Erfolge selbst ernst zunehmen begann, also die Distanz zu sich selbst verlor.

Genau da sahen die prinzipiell humorlosen Briten ihre Positionen gefährdet, und reagierten entsprechend. Gleichzeitig brach 1936 Hitler Österreich aus der Nähe zu Mussolinis Italien - mit dessen Duldung - heraus.

Begünstigt durch die immer weiter voranschreitende Annäherung Italiens an Deutschland, das erst jetzt - eigentlich durch seine sich abzeichnende militärische Kraft, während die innenpolitische Zustimmung zum Faschismus in Italien abnahm - beginnt, den Ton anzugeben. Dennoch war Europa noch eher in Sympathie gestimmt, denn die Angst vor dem Kommunismus ging mächtig um. Anfang November 1936 verkündet Mussolini sogar die "Achse Berlin-Rom".

Österreich war damit verloren. Aber auch für Mussolini-Italien brach das Ende an, auch wenn es vorerst noch eine eigene außenpolitische Linie verfolgte. Aber die Humorlosigkeit Hitlers - als absolute Unfähigkeit zum Spiel - riß das verspielte Italien ins Verderben. Mussolini will Macht real machen, und da bricht notwendig seine militärische Potenz zusammen.  Ja, in Abessinien (Äthiopien) verstößt er endgültig gegen jede Humanität, die sein ästhetischer Stil erst verhieß. Ab da bricht auch die Zustimmung im Volk ein, und er macht sich die Briten zum Todfeind, denen er den Weg nach Indien absperren will.

Und genau da reißt er auch das erst jetzt kongeniale Hitler-Deutschland in entscheidende Kalamitäten: Die notwendige deutsche Intervention erst in Jugoslawien, dann in Griechenland (was sich noch als besonders folgenreich erweisen sollte) und dann in Nordafrika (Libyen ist ab 1911 italienisch, aber zwischen den Engländern am Suez-Kanal in Ägypten und den anlandenden Amerikanern in Algerien eingekeilt) ist einer der definitiven Sargnägel an Hitlers Bestrebungen. (Denn von Plänen kann man nicht wirklich sprechen.)

Es mag Träume gegeben haben, aber nie Pläne. Das verzögert den Rußlandfeldzug 1941 entscheidend. Nämlich um genau die paar Wochen, die für die Eroberung Moskaus angesichts des einbrechenden Winters und der viel zu dünnen Versorgungsmöglichkeit (die deutschen Armeen hatten nicht einmal Winterkleidung, die der eigentlichen deutschen Taktik der Beweglichkeit hohnsprechende völlig unzureichende Mobilisierung ist ohnehin nicht mehr erwähnenswert) gefehlt haben.

Mussolinis Verwechselung von Spiel und der Realität der Moderne kostet schließlich aber auch Deutschland enorme Kräfte, das Dritte Reich überdehnt sich endgültig. Und sie entscheidet die Invasion in der Normandie, die genau von jenen britischen Armeen getragen wird (die amerikanischen Landeabschnitte sind ja teils furchtbar verblutet), die erst in Dünkirchen entkommen lassen wurden, dann aber - immer unter demselben Befehlshaber, Bernard of Montgomery - in Nordafrika über Rommels vereinte Deutsche und Italiener im Mai 1943 gesiegt hatten.

Aber auch umgekehrt: Man muß Mussolini zugute halten, daß er mit gewisser Vernunft gerechnet hatte. Denn nicht nur Italien war 1939 nicht zu einem nächsten Krieg bereit, sondern auch Deutschland. Das wußten alle Militärfachleute. Auch in Deutschland, weshalb Hitler die Generäle der Wehrmacht absetzte und selbst die Fäden in die Hand nahm.

Aber Hitler stellte Mussolini nach und nach einfach vor vollendete Tatsachen. Die gewaltigen Erfolge der deutschen Armeen in Polen 1939 und in Frankreich 1940 überrumpelten auch den Italiener. So entschließt Mussolini sich zum Angriff auf das britische Ägypten, der fatal verläuft, und sogar für den Angriff auf Griechenland.

Naja, immerhin, er hielt den Pakt, wenn er auch erst hinterherhinkte. Aber er verlor alles. Weil Italiens bereits in Abessinien angeschlagene Militärkraft - im Stahlpakt devot verkauft und in ein gemeinsames Schicksal verhangen - nichts mehr vermochte. Italien war nicht mehr kriegsfähig, und wurde so zum Gehilfen Deutschlands, das schließlich in Stalingrad endgültig verblutete. Es konnte damit der Invasion der Amerikaner in Sizilien 1943 nichts mehr entgegensetzen. Aber es hat damit Deutschlands Armeen, die ständig Feuerwehr spielte, endgültig überlastet.

1943 wird Mussolini in Italien vom König abgesetzt und inhaftiert. Dann von der SS befreit, und "regiert" von deutschen Gnaden noch einige Monate ein Restitalien am Gardasee. 1944 wurde er von Partisanen ermordet.

















*300318*

Donnerstag, 12. April 2018

Der italienische Stil (1)

Was immer man gerade als Österreicher gegen Italien vorbringen kann: Die Ära unter Mussolini hat ihre Faszination. Und sie war nicht zufällig Objekt der Bewunderung sämtlicher politischen Bewegungen der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, und zwar in ganz Europa. Immerhin auch hatte der österreichische Ständestaat gegenüber Hitler-Deutschland nur deshalb und so lange Bestand, als Mussolini den Bestand der Alpenrepublik garantierte, ja sogar mit Militärmacht - auch gegenüber Hitler! - behaupten half.

Die hier vorgestellten jeweils kurzen Filmchen - ein geschichtlicher Abriß der Zeit Italiens unter Mussolini - sind ganz erstaunlich informativ und neutral gehalten. Sie sollen deshalb auch gar nicht weiter kommentiert werden. Der Leser möge sich selbst ein Bild machen. Von einem Staat, der einen erstaunlichen Weg versuchte, der nicht zufällig die größten Poeten begeisterte: Den der Ästhetik, den eines Stils. Hitler hat das zu imitieren versucht, aber es gelang ihm nie derartig überzeugend, wie Mussolini.












Morgen Teil 2) Mussolini-Italien bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges





*300318*

Freitag, 24. November 2017

Wenn das Warum ausgeht (1)

In Medien waren drei Meldungen aus völlig unterschiedlichem Umfeld zu finden, die aber eine Gemeinsamkeit haben, denen wir uns widmen wollen. Denn der VdZ las sie mit der Skepsis, ob die angeführten Zusammenhänge und Gründe tatsächlich so einfach zutreffen. So manche Erfahrung läßt auf einen gravierenden anderen Aspekt schließen.

Da ist zunächst einmal die Meldung, daß seit einigen Jahren (namentlich seit 2008, der großen Finanzkrise) in Italien ein bislang völlig neues Phänomen auftritt. Die Caritas Italiens berichtet, daß sich der Anteil der Jugendlichen und jungen Menschen unter den Hilfesuchenden drastisch erhöht hat und weiter erhöht. Erstmals tauche das Phänomen von jungen Menschen - Italienern - auf, die in "absoluter Armut" leben. Auf ganz Italien umgelegt, spricht man von 1,2 Millionen. Entscheidend sei, so die Caritas, "daß die jungen Menschen keine Möglichkeit mehr haben, ihre Zukunft und ein eigenes unabhängiges Leben zu planen." Bereits jetzt wandern jährlich 50.000 junge Italiener in der Hoffnung aus, daß es ihnen in einem anderen Land besser gehen werde. Zum erstenmal in der Geschichte Italiens ist die jüngere Generation auch die materiell ärmste.

Dann gibt es diesen Geheimdienstbericht, der jüngst veröffentlicht wurde. Der davor warnt, daß wir Europäer es ab dem Jahre 2030 mit bis zu einer Milliarde Wanderungswilligen zu tun haben werden. Die Gründe sind in allererster Linie wirtschaftlicher Art. Das Besondere daran ist, daß das Konzept der europäischen Politik, die meint, man könne diese Wanderungen abwehren, indem man beitrage, daß sich die wirtschaftliche Lage in den von dieser Abwanderung betroffenen Ländern bessere, sodaß die Menschen auch in ihrer Heimat Zukunftsperspektiven hätten, das genaue Gegenteil bewirken werde als man annimmt. Denn es sind nicht die wirklich Armen, die auswandern. Die können sich das gar nicht leisten. Es sind gerade die, denen es besser geht. Die brächten endlich die Mittel auf, ihr Land zu verlassen und sich woanders niederzulassen. Verbessert sich also die Wirtschaftslage in (vor allem afrikanischen) Ländern, wird der Strom der Auswandernden gewaltig anschwellen. Man spricht von 850 Millionen Afrikanern, die zur Jahrhundertmitte auswandern werden.

Und dann ist da noch ein dritter Bericht. Er handelt von Deutschland und spricht von der Frustration, die weite Teile der Bevölkerung beschlichen habe, weil sie erlebt habe und immer mehr erlebe, daß sich die Rechtsstaatlichkeit auflöse. Immer mehr Deutsche trauen dem Rechtsstaat und der Staatsführung nicht mehr zu, daß er sie gerecht vertrete. Zu oft hätten sie schon erlebt, daß sie angelogen würden, zu oft, daß ihre Interessen mehr ein störender Faktor als das eigentliche Objekt für die Politik sei. Sie fühlten sich in Deutschland als in einem Land, in dem keine Regeln und Gesetze mehr gälten. Stattdessen würden sie sich als Objekte einer Erziehungsabsicht erleben.

Was diese drei Berichte über alle Augenfälligkeiten hinaus wirklich eint? Es ist das Element der Sinnlosigkeit. Wenn dem VdZ nämlich schon lange etwas auffällt ist es genau dies: Die Menschen wissen nicht mehr, wozu sie auf der Welt sind, und was ihr Leben mit ihrem Land, ihrem Volk zu tun hat. Stattdessen tragen sie im wahrsten Wortsinn Bilder von etwas mit sich herum, das sie sich als Lebensversprechung vorstellen, das aber nie wirklich wird, weil werden kann. 

Es sind Vorstellungen von einem Leben, in denen jeder Hollywood-artige Zustände erwartet. Bilder von sich und seiner Zukunft hat, die das normale Leben niemals deckt. Es ist der Wahn, aus dem rein anthropologischen Befund, daß jeder Mensch "individuell" sei, darauf zu schließen, daß jeder zu etwas Besonderem, und zwar buchstäblich, also im Rahmen der Sozialordnung und deren Hierarchien berufen ist. Das betrifft über die social media längst nicht nur Europa oder den Westen, sondern die ganze Welt. 

Und hier sogar ganz besonders Afrika, wo es auf eine enorme Naivität trifft, sodaß die Vorstellungen der Afrikaner ganz besonders realitätsfern sind. Sie erleben über die Medien den Westen als etwas derartig Fremdes, Glänzendes, Fernes, daß sie ihre Träume mit so gut wie keinem Erfahrungswert mehr zusammenbringen können. Deshalb wirken Schlagworte besonders kräftig. 

Alle diese Vorstellungen können aber nur deshalb so mächtig werden und Prioritätsrang annehmen, weil die bisherigen (und natürlichen) Prioritäten immer schwächer wurden oder fast ganz fehlen. Und dabei spielt der Staat eine große, ja eine entscheidende Rolle. Denn es ist der Staat, der zu allererst eine Mission repräsentiert, die ein Volk, und über dieses dann das Individuum hat. Es ist die Identität eines Staates, in dem sich ein Volk zu einem Organismus zusammenbindet und -findet, der jedem seinen Platz zuweist und ihm implizit - nicht "behaupten", nicht explizit sagen, sondern indirekt, als realen Erfahrungswert - sagen muß, daß er genau dort gebraucht wird.

Tut das der Staat nicht, was vor allem eine Sache der Außenpolitik ist, über die sich ein Volk in seiner historischen Stellung erkennen können muß, werden sämtliche unteren Ebenen, von oben nach unten, aufgelöst. Das heißt, daß die über diese Gliederung passierende Konkretisierung und Spezifizierung der Aufgabe, die schließlich über die Familie bis in das einzelne Individuum wirkt, schlichtweg fehlt. Und sie ist nicht ersetzbar, auch nicht, wie oft getan, wird, über besondere Religiosität. Denn Religiosität ist zwar entscheidend, aber sie ist entscheidend, weil sie auf etwas Konkretes bezogen ist. Religiosität ist also das Aroma, die innere Qualität - einer konkreten Aufgabe. Wer die innere Haltung hat, sich ganz in eine Aufgabe hinzugeben, wird selbst als tief Religiöser dann und so gut wie immer scheitern, wenn er gar keine Aufgabe (die dann "Sendung" ist) sieht. Und diese Aufgabe ist zu allererst eine Frage der Identität.

Es geht also gar nicht so sehr um die "Möglichkeiten", auf die sich vor allem die beiden Berichte über materielle Zustände einzudicken versuchen. Es geht um Sinn, um real erfahrenen Sinn, und dieser erschließt sich über Identität. Die als definierte Beziehung, als Ort der zu anderen Orten in qualitativen Beziehungen steht, also als "Raum", auch die Aufgabe vorgibt. Erst dann läßt sich auch jeder Zustand als Herausforderung annehmen. 

Wir haben es heute also nicht einfach mit sozialen Mißständen zu tun. Wir haben es mit Heranwachsenden zu tun, die aus Identitätslosigkeit NULL BOCK haben, für sich keine Aufgabe mehr sehen, und zu bloß noch Vegetierenden werden, von denen die einen noch die Chance haben, ihre innere Leere durch Konsum scheinbar zu füllen, die anderen aber auch darauf pfeifen, und möglicherweise sogar aus dem richtigen Gefühl heraus pfeifen: Weil sie im Unwesentlichen keinen Sinn erkennen können.



Morgen Teil 2) Man muß auch hier ganz neu ansetzen




*211117*