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Mittwoch, 27. Juli 2022

Höchste Zeit, das Internet zu verstaatlichen

Weil das Internet als Verkehrsmedium, auf das sich weiteste Teile unserer Lebensvollzüge verlagert haten, über eine Machtakkumulation verfügt, die Trusts oder Monopolen vergleichbar ist, muß es insofern verstaaticht werden, als einzig staatliche Regeln und Gesetze des Gemeinwohls zur Benützung dieses Mediums gelten dürfen. Mehr noch, muß der Staat auch darauf achten, daß seine  Hierarchien und Möglichkeiten dem Gemeinwohl förderlich sind, weil es nämlich gemäß einer eigenen Ordnungsvorstellung in die Gesellschaft eingreift.

Niemals darf ein Staat zulassen, daß private bzw. einzelne Interessen zuungunsten der Lebensführung seiner Bürger Platz greifen, diese ausnützen und sogar ausspionieren und durch sich selbst, "als Medium", manipulieren. Das gilt auch dann, wenn das nur eine "reale Möglichkeit" ist. Und daß diese Mögihckeit real ist, darüber streitet wohl niemand.

Der einzige Grund warum das nicht (wie beim Telephon) längst der Fall ist war, weil vor dreißig, vierzig Jahren niemand begriffen hat, was mit dem Internet alles verbunden ist, und wie es im sozialen Gefüge wirken wird. 

Donnerstag, 17. Februar 2022

Jeff Bezos wußte, warum er ging

Präambel: Was Jeff Bezos tat, hätte kein Staat, der das Gemeinwohl hegen und pflegen und schützen muß, zulassen dürfen. Durch eine grenzenlose Fähigkeit, Schulden zu machen, wurden am Markt Bedingungen etabliert, die kein Einzelhändler erfüllen kann. 
So wurde aus einem mittelständischen Lebensbereich eine monopolistische Macht, die die Lebensweise von Milliarden Menschen beeinflußt, und von Tag zu Tag mehr Druckmittel dem Staat gegenüber besitzt. Und jetzt nach Belieben Gewinne generiert, die sie sämtlichen Marktteilnehmern abpressen. Corona hat gezeigt, daß diese Art von Versandhandel sogar schon Bedeutung für die Grundversorgung der Menschen hat. Corona ohne Bezos wäre gar nicht möglich gewesen. 
Die schlimmste Fratze des Kapitalismus wird in Unternehmern sichtbar, die ihre Tätigkeit selbst gar nicht lieben, sondern diese Liebe (anderer) mißbrauchen, um ein Instrument aufzubauen, das seinen Wert nur noch besitzt, weil es eine Machtstruktur ist. Das dann jederzeit verkauft werden kann, und ganze Volksstrukturen als Leichen hinterläßt. 
Kein Staat hätte das zulassen dürfen. 

Arthur C. Finnley in "Haimstetten Global Review" 

Darf ich wieder einmal eine Vorhersage wagen? Sie bezieht sich auf den Online-Handel, der derzeit alle verrückt macht. Aber das kann er nur, weil es kaum noch Menschen gibt, die "based" genug sind, die also in der Gesamtheit der Wirklichkeit ankern, und so die einzelnen Dinge auch vom Ganzen her sehen weil in ein erstes, alles umfassendes Sinngefüge einordnen können. So treibt nicht nur die Lebensweise allgemein, sondern vor allem der Online-Handel in immer mehr Widersprüche. 
Der Online-Handel, den heute so viele für "die Zukunft" halten (was eine Frucht der Propaganda ist, die es zu einer "selffulfilling prophecy" macht) wird deshalb in 10+ Jahren eine Nebenerscheinung sein. 
Vielleicht wird er sich in Sequenzen mit ganz simplen, einfachen und im wahrsten Wortsinn "ein-fachen" Produkten halten, die kein Verfallsdatum haben, die keine menschlichen Faktor benötigen, wenn auch immer noch dem Mittelstand die Umsatzbasis rauben. 

Ich komme zu diesem Schluß durch meine Erfahrungen damit. Denn ich bin 1.) durch meinen Wohnsitz Ungarn (aber dem deutschen Sprachraum als Lebensmittelpunkt) und 2.) durch Coronaerschwernisse in den leztten zwei, drei Jahren zu einem relativ intensiven Online-Käufer geworden. Aber ich würde es gerne und sofort ändern, und werde das ändern, sobald sich Alternativen bieten. Denn die Erfahrungen legen das nahe.