Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Dienstag, 11. Oktober 2022
Der vorenthaltene Sinn (2)
Montag, 10. Oktober 2022
Der vorenthaltene Sinn (1)
Es wird seit Anfang 2020 immer weniger produziert.
Nachdem auch die zuvor weltweit bereits übervollen Lager (auch darüber wurde kaum laut gesprochen) geleert sind, die um mit Übergewinnen abgebaut werden zu knnen schon die Drohung mit einer Inflation reichte leiden die Märkte zunehmend unter Unterversorgung mit Produkten.
Mittwoch, 20. Juli 2022
Was aber ist es wirklich - das Geld? (2)
Das aber berücksichtigt der Zins nicht. Und deshalb ist er unmoralisch und schwer sündhaft, weil er somit IMMER und UNWEIGERLICH in eine Versklavung des Kreditnehmers führt, der mit der Zeit ruiniert wird. Denn die Natur ist NICHT (wesenhaft) mathematisch. Galileo et al. haben sich geirrt.
Dienstag, 19. Juli 2022
Was aber ist es wirklich - das Geld? (1)
Donnerstag, 13. Mai 2021
Einer neuerlichen Vergegenwärtigung wert (2)
Teil 2) Das Recht auf Wucher ist das Schmiergeld, um das Schweigen zur Geldbeschaffung der Politik zu erkaufen
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| QR Petr Bystron |
Somit entpuppt sich das Ganze als seichte Komödie. Man hat nur drei Jahre gewartet, das war alles. Und holt nun den "gerechten Grund" aus der Schublade, wo jener Kasperl für alles wartet, der für so viel schon hat herhalten müssen. Und noch heute taugt, um das Maul des Volkes mundtot zu schlagen: Die Verbrechen und ein zur Untat verabsolutierter Krieg des Dritten Reiches, mit dem sich jeder anständige Deutsche ja gehörig bis in alle Ewigkeit identifiziert.
Aber was damals geschehen ist, werte Leser, das sollte hier wieder einmal in aller Präzision vor Augen gestellt werden: Daß der Staat seit je und auch in diesen unseren Jahren nicht weniger einen Pakt mit dem Großkapital heilig hält. Wofür die Bürger gerne und nach Belieben am Nasenring in der Arena herumgeführt werden. Die aus ihren Steuern bezahlen, was die Großfinanz in Wahrheit eingesackt hat. Die gar nie ein Risiko trägt. Den sie werden auf jeden Fall gerettet.
Mittwoch, 12. Mai 2021
Einer neuerlichen Vergegenwärtigung wert (1)
E. Michael Jones faßt den Kapitalismus einmal zusammen mit: "State sponsored usury." Also als "vom Staat finanzierter Wucher." Der Leitsatz, der seit dem späten Mittelalter unausgesprochen, verschwiegen bis heimlich, aber immer selbstverständlicher Platz griff, wird an anderem Ort auch mit "Privatisierung der Gewinne - Öffentlichkeitshaftung für Verluste", also als Umlage von Verlusten auf den gemeinen Steuerzahler beschrieben.
Dieser Grundsatz herrscht bis zum heutigen Tag. Selbst in der Corona-Krise bleiben die Klagen vieler vieler Klein- und Mittelstandsunternehmer weitgehend ungehört. Denn es sind lauter Einzelfälle, lauter Komplikationen, die aus irgendwelchen Umständen eine Zuerkennung von Ausgleichszahlungen (die vom Staat direkt verursachte Schäden wenigstens soweit gutmachen sollen, als die Existenzgefahr der Mittelständler verringert wird) leider unmöglich machen.
Mittwoch, 6. Januar 2021
Als das große Schweigen begann (2)
Die Liebe verschwand, Atheismus und Reichtum kehrte ein,
Vor allem war das Prinzip des "Gemeinwohls" verschwunden, bestenfalls noch auf ein "freundliches, wohltätiges Verhalten" zwischen Individuen reduziert worden. In dem das erste Gebot der Nächstenliebe, in dem alle übrigen Gebote enthalten sind, schon durch "Krumen vom Tisch" erfüllt war.
Um es mit den Worten des Ethnologen Marcel Mauss zu sagen, veränderte sich die Art, wie die Menschen miteinander umgingen, von einer Gesellschaft der Verbindlichkeit weil wechselseitigen Gebens (sic!) zu einer Renn- und Kampfarena, in dem der "Vorteile" hatte, der am rücksichtslosesten mit den anderen verfuhr, der vor allem überlegen wurde, weil er "clever" auf die Momente wartete, in denen der andere das mathematische Prinzip außer Acht ließ ... weil er liebte. Weil er eben nicht "an sich" dachte.
Denn mit Wettbewerb, mit dem Kampf aller gegen alle läßt sich eben keine gesellschaftliche Ordnung aufrichten. Wenn diese Ansicht im 18. Jahrhundert aufkam, dann nur deshalb, weil sie den monetär - worauf sich Größe und Reichtum bereits reduziert hatte - Mächtigsten, die längst nach den politischen Prozessen griffen, nützte. Weil sie die Gier und das unehrenhaft erworbene Gut absicherte.
Am deutlichsten wird das bei der Betrachtung des Begriffs "Reichtum". Der immer mit "Ehrenhaftigkeit" verquickt war, nun aber seine Bedeutung änderte: Nun war der Reiche der finanziell Mächtige, und ersetzte endgültig den Adel, wurde zur neuen Elite. Womit erstmals der dritte Stand zur Höhe des ersten aufrückte - das Zeitalter der Emporkömmlinge, der Neureichen, des Geldadels begann.
Denn längst hatte auch das Geld eine neue Stellung in der Kultur: Aus einem an sich bedeutungslosen Medium, das reines Mittel zum Zweck war, wurde nun ein Zweck an sich. Das als Geldkapital auf Opfer lauerte. Weil es durch die Zinsen als dem prägenden Merkmal der Hilfe, vor allem im Leihen, das jedes miteinander Leben und Arbeiten kennzeichnet, denn Gemeinschaft (bzw. Gesellschaft) ist immer eine zwischenmenschliche Gemeinschaft der wechselseitigen Verbindlichkeiten, also der Schulden - und das ist auch Geld: Ein Versprechen, eine Vereinbarung, eine "Fiktion".
Die wirkliche Katastrophe, die Nelson meint ist, daß im 18. Jahrhundert die Kirche den Widerstand gegen die Zinsnahme aufgab. Und zwar einfach dadurch, daß sie zu schweigen begann, wo sie aber laut aufschreien hätte müssen, weil die Zinsnahme selbst eine Todsünde war. Die nun aber zur Norm wurde, und damit eine ganze Kultur in rasendem Tempo zu einer Unkultur des Kampfes aller gegen alle machte. Der sich "Liberalismus" nannte, in welcher Lüge er das Wort "Freiheit" bis heute pervertiert.
Heute glaubt die überwältigende Mehrheit der sogenannten Christen auch tatsächlich, daß sich im Sozialstaat, diesem atheistisch-sozialistischen, antikulturellen Kretin, die christliche Nächstenliebe finde. Daß sie mit ihren Steuern und einem kleinen Spendenbeitrag zu Weihnachten ihre Pflicht zur Liebe erfüllt hätten. Während sie nicht nur den Rest des Jahres den Tod verbreiten, sondern über die habituellen Prägungen pervertierter Lebensvollzüge die nächsten Generationen heillos verderben.
Denn nicht nur erwuchs dieser Grundprägung der Gesellschaft heraus dann auch eine Überbevölkerungsideologie eines Malthus, und vor allem eine Evolutionslehre eines Darwin, sondern aus denselben immanenten Mechanismen heraus wurde er zur beherrschenden Ideologie des Abendlandes, dem er damit den Todesstoß versetzt hat.
Aber eine Todsünde ist diese Auffassung vom Wirtschaften als "Dienst an einem fremden Gott, als Dienst am Mammon" im moralischen Verständnis der Kirche bis heute. Auch wenn dieses Schweigen der Kirche bis heute anhält. Die sich lieber (weil es nicht so aneckt) auf den seicht-sentimentalen Verweis auf die "milde Gabe", das "Teilen" - siehe oben! - beschränkt.
Anstatt auf das große, ja himmelschreiende Unrecht hinzuweisen, das diese "milde Gabe", dieses "großherzige, ach so gute Teilen" meist überhaupt erst notwendig macht.
Oder (und man weiß nicht, was schlimmer ist, das Schweigen zum Kapitalismus oder dieses ideologistische Schreien) sie befördert einen menschenverachtenden Sozialismus, der auf derselben materialistischen, mechanistischen und evolutionistischen Anthropologie beruht wie der Kapitalismus.
Dienstag, 5. Januar 2021
Als das große Schweigen begann (1)
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| William Paley (1743-1805) |
Wohltätigkeit in diesem Sinne halte ich für die Hauptprovinz der Tugend und der Religion: Während weltliche Klugheit unser Verhalten gegenüber unseren Vorgesetzten und Höflichkeit das Verhalten gegenüber den uns Gleichen bestimmt, gibt es neben der Berücksichtigung von Pflicht oder gewohnheitsmäßiger Menschlichkeit wenig, das sich der Überlegung aufdrängt, bemüht man sich um die Kriterien für ein angemessenes Verhalten gegenüber denen, die unter uns sind und von uns abhängig sind.
Somit gibt es drei Hauptmethoden, um das Glück unserer Untergebenen zu fördern. Erstens, durch die Behandlung unserer Hausangestellten und Angehörigen Zweitens, durch professionelle Unterstützung. Drittens, durch finanzielle Großzügigkeit.
Das schreibt der anglikanische Theologe und Philosoph William Paley in "Principles of Moral and Political Philosophy".
Daraus wird erkennbar, wie sehr mit dem 18. Jahrhundert die historische Interpretation der christlichen (Nächsten-)Liebe bereits zu einem Schatten seiner selbst geworden ist.
Und zwar genau in den Kreisen, von denen noch erwartet werden konnte, daß sie der Herausforderung der Weiterentwicklung des Kapitalismus begegneten, indem sie den Aufruf zur Liebe mit immer größerem Nachdruck bekräftigten. Stattdessen war aus dieser Heilsbedingung eine lauwarme Ermahnung geworden, "das Glück der Untergebenen zu fördern".
Mit diesen Sätzen beendet Benjamin Nelson sein Buch "Die Idee des Wuchers - Von der Stammesbruderschaft zu universeller Andersheit." Und beschreibt damit die Verwandlung eines Grundsatzes, der die Wirtschaft im Abendland bis zur Entwicklung des Kapitalismus geprägt hatte. Und dieser Grundsatz war die Nächstenliebe gewesen.
*Siehe dazu Thomas Hobbes in "Leviathan", der zu jener Zeit das europäische Staatsverständnis grundlegend (und in diesem erwähnten Sinne) veränderte.
und mit ihm der Sozialstaat
Sonntag, 28. Januar 2018
Da scheint der Kardinal etwas nicht zu wissen
Ferner hat sie Außenbeziehungen (die ihrem Ressort unterliegen) so zu gestalten, daß sie die gedeihliche - jeweils freie! - Entwicklung der eigenen Bevölkerung nicht unter eben solche Zwänge setzen. Liberalistische Freihandelsabkommen wie das TTIP, aber zuvor noch große Teile der EU-Bedingungen sind (und waren) deshalb in sich bereits unmoralisch. Und niemals darf ein Staat die Lebensweise seiner Bürger "umgestalten" oder zulassen, daß sie durch "internationale Marktzwänge" egal wie umgestaltet werden. Dabei muß immer auch das Prinzip der "Subsidiarität" gewahrt werden, das die EU sogar direkt umkehrt: Sie gestaltet nicht, was die unteren Einheiten nicht vermögen, sondern sie unterwirft die unteren Einheiten der Anpassungspflicht für übergeordnete Entscheidungen.
Was aber bedeutet Freiheit? Eben nicht, wie es heute verstanden werden soll, als "jeder soll alles können", sondern sie geht von einem Wesen der Menschen und Völker und deshalb von einem möglichen "Gemeinwohl" aus. Innerhalb dessen, und darauf bezogen, heißt Freiheit die (sittliche, jeweils aktualisierbare) Fähigkeit das zu tun, was die Vernunft (nicht einfach eine mathematisch-logische Rationalität, aber auch nicht Irrationalität, also bloße "Situations-/Gefühlsethik") gebietet.
Dienstag, 5. September 2017
Auch hier tut Neubewertung not
Man könnte also die derzeitige Negativ-Zins-Politik als das betrachten, was sie ist: Der Staat holt sich zurück, was in den 1970ern ungerechtfertigt verteilt wurde. Geld, das der Staat sowieso nie hatte! Aber diese Wahrheit, diese völlig logische Gegenbewegung - denn dieses Geld, das da verteilt wurde, war nie da! es wurde nur gedruckt! - traut sich niemand zu formulieren. Wobei der derzeitige Korrektureffekt natürlich oft die Falschen trifft, weil nur von der echten Substanz getragen werden kann, aber das ist ein anderes Problem. Eines, das noch mehr deprimiert, aber lassen wir das.
Aber jetzt kommt's: Wo die sogenannte Opposition, die sich um die Wahrung der "eigenen Kultur" Sorgen macht, meint, diese sei eine Folgeerscheinung, ja Bedingung der Säkularität unserer Gesellschaft (bzw. Kultur), legt einen Offenbarungseid ab. Diese Menschen werden es deshalb nicht sein, die unsere Kultur verteidigen oder bewahren. Sie verteidigen oder bewahren vielmehr das, was unsere Kultur ohnehin bereits so ausgehöhlt und letztlich bereits zerstört hat. Denn diese Kultur bringt offenbar nur noch Verteidiger hervor, die ihre Selbstzerstörung rechtfertigen, ja festigen und zum Gut erklären wollen.
Wenn hier also dazu aufgerufen wird, "Europa" (als christliches Abendland) zu verteidigen, so muß ganz einfach gesagt werden: DIESE WOLLEN ES SELBST NICHT. Sie wollen etwas verteidigt wissen, das sie selbst weder kennen, noch wirklich verteidigen wollen. Auch in dieser Opposition wird nur wild und irrational um sich geschlagen.
Sonntag, 27. November 2016
Wucherer und Sodomiten
Das ewig gleiche Schema
Wie immer war die Entwicklung der Wirtschaft auch in Oberitalien im selben Schema verlaufen: Erst war da die Produktion, die immer arbeitsteiliger wurde, dann der Handel, damit die Konkurrenz von Gebieten mit unterschiedlichen Bedingungen, damit unmenschlich niedrige Löhne die man nur noch als "Kosten" betrachtete (also Wirtschaft nicht mehr vom Blickwinkel des Gemeinwohls her verstand, sondern als Veranstaltung zur individuellen Bereicherung), damit eine Verarmung breiter Bevölkerungssschichten, Arbeitslosigkeit und Unproduktivität, schließlich der Handel mit Geld.
Beginnend mit Ausleihen an Fürsten, die ihre Kriege und ihren Lebenswandel finanzieren mußten, damit die Solidarität der Macht mit ihren Interessen, und endend in Ausleihen an die armen Schlucker, die nur noch mit Krediten überleben konnten und die man selbst produziert hatte und die mit staatlicher Macht niedergehalten wurden, was man mit Schutz des Eigentums begründete. Selbst Hungerrevolten konnte man so bekämpfen. Oder wie im Fall Siena, wo die Arbeiter aus Protest auszogen und nach Florenz gingen, um dort Arbeit zu niedrigen Löhnen anzunehmen. Siena ist danach aus dem Konzert der Großen ausgeschieden. Geblieben sind Familien wie die Medici, reiche Häuser bis heute.*
Geld verdrängte in ganz Europa den alten, feudalen Adel, der noch mit dem Volk eine Einheit gebildet hatte, aber nun verarmte und jeden Einfluß verlor, und die Stadt mit ihrem neuen Patriziertum aus Beamten und Reichen unterwarf sich das Land, das ihm nur noch billige Grundstoffe liefern sollte, um sie veredelt teuer zurückzukaufen. Dem stand ein Fürst gegenüber, der sich das einfache, verarmte Volk mit fallweisen "Wohltaten" gewogen hielt. Nur die Kirche stand noch an der Seite der Menschen und bot mit ihrem Besitz, den Arbeitsmöglichkeiten sowie Sozialeinrichtungen, aber natürlich vor allem mit ihren Lehren, wichtigen Gegenpol. Was sich erst mit der Reformation änderte, der der sittliche Verfall des Klerus den Weg bereitet hatte und den der Kapitalismus eiskalt ausnützte.**
Wucher ist der Sodomie gleich
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| Bernhard v. S. |
**E. M. Jones vertritt die Ansicht, daß ein klarer Zusammenhang zwischen der Pest im 14. Jhd. und dem daraufhin einsetzenden geistigen wie sittlichen Verfall des Klerus besteht. Weil sich die Pest überall dort am verheerendsten auswirkt, wo Menschen auf engstem Raum leben, traf es vor allem die Städte - und die Klöster. Ganze Städte, aber auch ganze Klöster wurden entvölkert. Als Folge senkte man die Eintrittskriterien und erleichterte die Ordensregeln, nahm oft "jeden". Das wirkte sich innerhalb weniger Jahrzehnte verheerend aus, und drang über den einfachen Klerus bis zum Papst.
Mittwoch, 17. August 2016
Wucherei ist nicht Unternehmertum
So, wie Musk es tut. Dafür werden sie mit staatlichen (Steuer-)Geldern bedacht, und sind genau jene Schichte die davon profitiert, wenn der Staat "die Wirtschaft ankurbelt", indem er mit Steuergeldern künstliche Nachfrage schafft. Weil dieses Wirtschaften nicht auf einen primär vorhandenen Bedarf beim Konsumenten trifft, muß also der Konsument umso mehr "überzeugt" werden. Die Bedeutung der PR für das Wirtschaften stieg also im selben Maß. Und sie geht in ihren immer weiter ausgefeilten Strategien längst in das "public interest", das heißt: Sie greift die Weltanschauung der Menschen auf wie an, und bietet dann wie "zufällig" einem solcherart neu aufsteigenden Glauben an Bedarf die richtigen Produkte.
So lange lohnt es dann auch, wie bei Musk, zwar viele Unternehmen zu besitzen (die alle auf dieser politischen Situation aufbauen), aber mit jedem gewaltige Verluste zu schreiben. Denn nun verändert sich die Strategie. Musk spielt mit dem "too big to fail". Irgendwann ist sein Unternehmenskonglomerat derartig groß, daß es sich die Politik nicht mehr leisten kann, es dem Markt auszusetzen. Neueste Aquisition von Musk: Der Kauf der "solar city", jenem größenwahnsinnigen Solarprojekt, das bei 400 Mio Dollar Umsatz 750 Mio Dollar Verlust geschrieben hat. Da geht es nicht mehr um Kalkulation, um Unternehmensvisionen. Da geht es um die Spekulation mit politischen Verhältnissen.
Auch bei Elon Musk geht es nicht darum, die Welt und Wirklichkeit zu meistern, sondern sich Bedingungen zu schaffen, die die Wirklichkeit ausschalten. Gestützt von einer völlig außer Rand und Band geratenen Weltöffentlichkeit, die unter denselben Prämissen lebt und deshalb nur noch von Scheinproblemen geplagt die wirkliche Wirklichkeit ignorieren zu können meint und ihn zum Wunderwuzzi hochbläst. Was wunder, wenn solche "Unternehmernarzisse" - die man eigentlich auf ihre psychische Gesundheit untersuchen müßte - davon phantasieren, zum Mars zu fliegen. Wie symbolhaft, denn ihnen fehlt tatsächlich jeder Boden unter den Füßen. Es gilt wie überall: Willkürliche Einfälle sind noch lange keine Ideen, und narzißtische Getriebenheit keine Willenskraft, und Verantwortungslosigkeit und Leichtsinn sind kein Mut.


