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Dienstag, 11. Oktober 2022

Der vorenthaltene Sinn (2)

Der Tod tritt ein, sobald so gedacht wird. Nur die Lüge wächst weiter. - Es gibt Teiluntersuchungen dazu, die sich mit den Folgen der Liberalisierung der Energiemärkte in Europa (Anfang der 2000er Jahre) und mit der folgenden Einführung einer europäischen Strombörse (Leipzig) befassen, und deren fatale Wirkung auf die Energiepreise (in dem Zusammenwirken mit der Förderpolitik für Erneuerbare) herausgefunden haben. Der Leser möge sich solche Details dort erlesen, sie sind im Netz problemlos abrufbar. Wir gehen hier einfach von deren Ergebnissen aus, zumalen sie höchst plausible Erklärungen liefern.

Denn ich weiß auch aus meiner eigenen Erfahrung als Führungskraft in Unternehmen, daß das Ende eines Unternehmens sich immer dadurch abzeichnet, wenn der Betrieb nicht mehr danach handelt, was wirtschaftlich sinnvoll ist, um die zum Bestand notwenigen laufenden Gewinne zu erzielen, sondern erst immer mehr, bald ausschließlich noch danach entscheidet, WAS (kurzfristig) AM WENIGSTEN VERLUSTE EINBRINGT. Wenn das notwendige Gleichgewicht zu den Kosten irgendwann in der Zukunft durch Konstellationen erhofft wird (sost müßte man bereits jetzt zusperren), die man jetzt aber noch nicht herstellen kann oder gar kennt. 

Montag, 10. Oktober 2022

Der vorenthaltene Sinn (1)

Vielleicht solte man diesen Punkt noch eimal herausgreifen, um ihn klarer vor sich zu stellen, und all das Beiwerk, all die Mythen, die darum gerankt werden, wegzuräumen. Die Inflation, die wir derzeit erleben, ist dennoch keine einfaches Ergebnis eines abgrenzbaren Ursache-Wirkungs-Spiels, aber sie steht auf einem Fundament, das sich seit 2008 aufgebaut, udn in den letzten drei Jahren massiv ausgebaut wurde. Bis das Gebäue zu ruschen begonnen hat.

Bleiben wir bei den letzten drei Jahren, die unter dem Stichwort "Corona" firmieren. Denn seit Anfang 2020 diese "Pandemie" aufgetauht ist, hat die Politik des gesamten Westens einen einzigen Grundzug. Der da lautet, daß einerseits durch die Lockdowns und beschränkende Maßnahmen aller Art (die meisten in jeder Hinsicht sinnlos, ja kontraproduktiv) die Produktion gedrosselt, ja abgewürgt worden ist.
Es wird seit Anfang 2020 immer weniger produziert. 
Nachdem auch die zuvor weltweit bereits übervollen Lager (auch darüber wurde kaum laut gesprochen) geleert sind, die um mit Übergewinnen abgebaut werden zu knnen schon die Drohung mit einer Inflation reichte leiden die Märkte zunehmend unter Unterversorgung mit Produkten. 

Mittwoch, 20. Juli 2022

Was aber ist es wirklich - das Geld? (2)

Angst, nicht zum Ganzen zu gehören, Angst dem Markt nicht beitreten zu können - das ist also die wahre Ursche der Geldangst die zur Vergötzung des Geldes führt - Leider ist das wahre Wesen des Wuchers und der Zinsnahme nicht wirklich oder zumindst sehr mangelhaft verstanden. Nicht dieser Selbstzweck ist seine Sündhaftigkeit, sondern ein reales moralisches Faktum, wir hben bereits darüber berichtet. Und das ist mit "Schmarotzerdasein" ebenfalls ur ungenügend beschrieben. 

Der Zinsnehmer ist unmenschlich und wider die Natur, weil er eine Logik anwendet (den mathematischen ZIns), wie er in der Lebensrealität des Schuldners nicht vorkommt. Im christentum kam dann dazu, daß es nur zwei Schuldenformen gibt, die gerechtferitigt (und nicht schon Kind der Sünde ist) sind, und deren erste, die Not, würde eigentlich das Geschenk erfordern, die Gabe des Geldbesitzers, um zu helfen 

Die andere, die sinnvolle Investition, in eine Erweiterung des individuellen Handelns aus bestimmten sinnvollen Gründen heraus, verlangte vom Geldleiher wiederum eine Risikobeteiligung, weil das Leben immer riskant ist. 
Das aber berücksichtigt der Zins nicht. Und deshalb ist er unmoralisch und schwer sündhaft, weil er somit IMMER und UNWEIGERLICH in eine Versklavung des Kreditnehmers führt, der mit der Zeit ruiniert wird. Denn die Natur ist NICHT (wesenhaft) mathematisch. Galileo et al. haben sich geirrt.

Dienstag, 19. Juli 2022

Was aber ist es wirklich - das Geld? (1)

Bei Karl-Heinz Brodbeck ist der VdZ endlich fündig(er) geworden. Denn er befaßot sich damit, WAS DENN GELD SEI. An diesem Punkt können wir deshalb schon einen Versuch starten, einige Gedanken zusammenführen. 

Brodbeck sagt dabei, daß Geld eine Denkform ist. Der VdZ glaubt, daß man aber noch einen Schritt tiefer gehen muß - denn Geld IST nicht einfach eine Denkgestalt! Sondern ALS Genkdgestalt gewordne, aber aus einer realen Kategorie.

Die sich (so wie das "Ich") allmählich - und zwar notwendig, über die menschliche Gefallenheit, die nachudn nach das "unschuldige Ganze" der Menschheit aufzulösen begonnen hat - gebildet hat. Das dann als "werten, gelten, gültig sein" den ursprünglich und in sich rein geistigen, zwischenmenschlichen Wert der "Leistung in der Welt" (Bedeutung, Wichtigkeit usw.) als Moment der Persönlichkeit meint. 

Donnerstag, 13. Mai 2021

Einer neuerlichen Vergegenwärtigung wert (2)

Teil 2) Das Recht auf Wucher ist das Schmiergeld, um das Schweigen zur Geldbeschaffung der Politik zu erkaufen 


QR Petr Bystron

Somit entpuppt sich das Ganze als seichte Komödie. Man hat nur drei Jahre gewartet, das war alles. Und holt nun den "gerechten Grund" aus der Schublade, wo jener Kasperl für alles wartet, der für so viel schon hat herhalten müssen. Und noch heute taugt, um das Maul des Volkes mundtot zu schlagen: Die Verbrechen und ein zur Untat verabsolutierter Krieg des Dritten Reiches, mit dem sich jeder anständige Deutsche ja gehörig bis in alle Ewigkeit identifiziert.

Aber was damals geschehen ist, werte Leser, das sollte hier wieder einmal in aller Präzision vor Augen gestellt werden: Daß der Staat seit je und auch in diesen unseren Jahren nicht weniger einen Pakt mit dem Großkapital heilig hält. Wofür die Bürger gerne und nach Belieben am Nasenring in der Arena herumgeführt werden. Die aus ihren Steuern bezahlen, was die Großfinanz in Wahrheit eingesackt hat. Die gar nie ein Risiko trägt. Den sie werden auf jeden Fall gerettet.

Mittwoch, 12. Mai 2021

Einer neuerlichen Vergegenwärtigung wert (1)

E. Michael Jones faßt den Kapitalismus einmal zusammen mit: "State sponsored usury." Also als "vom Staat finanzierter Wucher." Der Leitsatz, der seit dem späten Mittelalter unausgesprochen, verschwiegen bis heimlich, aber immer selbstverständlicher Platz griff, wird an anderem Ort auch mit "Privatisierung der Gewinne - Öffentlichkeitshaftung für Verluste", also als Umlage von Verlusten auf den gemeinen Steuerzahler beschrieben. 

Dieser Grundsatz herrscht bis zum heutigen Tag. Selbst in der Corona-Krise bleiben die Klagen vieler vieler Klein- und Mittelstandsunternehmer weitgehend ungehört. Denn es sind lauter Einzelfälle, lauter Komplikationen, die aus irgendwelchen Umständen eine Zuerkennung von Ausgleichszahlungen (die vom Staat direkt verursachte Schäden wenigstens soweit gutmachen sollen, als die Existenzgefahr der Mittelständler verringert wird) leider unmöglich machen.

Mittwoch, 6. Januar 2021

Als das große Schweigen begann (2)

Teil 2)
Die Liebe verschwand, Atheismus und Reichtum kehrte ein, 
und mit ihm der Sozialstaat

 

Vor allem war das Prinzip des "Gemeinwohls" verschwunden, bestenfalls noch auf ein "freundliches, wohltätiges Verhalten" zwischen Individuen reduziert worden. In dem das erste Gebot der Nächstenliebe, in dem alle übrigen Gebote enthalten sind, schon durch "Krumen vom Tisch" erfüllt war. 

Um es mit den Worten des Ethnologen Marcel Mauss zu sagen, veränderte sich die Art, wie die Menschen miteinander umgingen, von einer Gesellschaft der Verbindlichkeit weil wechselseitigen Gebens (sic!) zu einer Renn- und Kampfarena, in dem der "Vorteile" hatte, der am rücksichtslosesten mit den anderen verfuhr, der vor allem überlegen wurde, weil er "clever" auf die Momente wartete, in denen der andere das mathematische Prinzip außer Acht ließ ... weil er liebte. Weil er eben nicht "an sich" dachte. 

Denn mit Wettbewerb, mit dem Kampf aller gegen alle läßt sich eben keine gesellschaftliche Ordnung aufrichten. Wenn diese Ansicht im 18. Jahrhundert aufkam, dann nur deshalb, weil sie den monetär - worauf sich Größe und Reichtum bereits reduziert hatte - Mächtigsten, die längst nach den politischen Prozessen griffen, nützte. Weil sie die Gier und das unehrenhaft erworbene Gut absicherte.

Am deutlichsten wird das bei der Betrachtung des Begriffs "Reichtum". Der immer mit "Ehrenhaftigkeit" verquickt war, nun aber seine Bedeutung änderte: Nun war der Reiche der finanziell Mächtige, und ersetzte endgültig den Adel, wurde zur neuen Elite. Womit erstmals der dritte Stand zur Höhe des ersten aufrückte - das Zeitalter der Emporkömmlinge, der Neureichen, des Geldadels begann.

Denn längst hatte auch das Geld eine neue Stellung in der Kultur: Aus einem an sich bedeutungslosen Medium, das reines Mittel zum Zweck war, wurde nun ein Zweck an sich. Das als Geldkapital auf Opfer lauerte. Weil es durch die Zinsen als dem prägenden Merkmal der Hilfe, vor allem im Leihen, das jedes miteinander Leben und Arbeiten kennzeichnet, denn Gemeinschaft (bzw. Gesellschaft) ist immer eine zwischenmenschliche Gemeinschaft der wechselseitigen Verbindlichkeiten, also der Schulden - und das ist auch Geld: Ein Versprechen, eine Vereinbarung, eine "Fiktion".

Die wirkliche Katastrophe, die Nelson meint ist, daß im 18. Jahrhundert die Kirche den Widerstand gegen die Zinsnahme aufgab. Und zwar einfach dadurch, daß sie zu schweigen begann, wo sie aber laut aufschreien hätte müssen, weil die Zinsnahme selbst eine Todsünde war. Die nun aber zur Norm wurde, und damit eine ganze Kultur in rasendem Tempo zu einer Unkultur des Kampfes aller gegen alle machte. Der sich "Liberalismus" nannte, in welcher Lüge er das Wort "Freiheit" bis heute pervertiert.

Heute glaubt die überwältigende Mehrheit der sogenannten Christen auch tatsächlich, daß sich im Sozialstaat, diesem atheistisch-sozialistischen, antikulturellen Kretin, die christliche Nächstenliebe finde. Daß sie mit ihren Steuern und einem kleinen Spendenbeitrag zu Weihnachten ihre Pflicht zur Liebe erfüllt hätten. Während sie nicht nur den Rest des Jahres den Tod verbreiten, sondern über die habituellen Prägungen pervertierter Lebensvollzüge die nächsten Generationen heillos verderben.

Denn nicht nur erwuchs dieser Grundprägung der Gesellschaft heraus dann auch eine Überbevölkerungsideologie eines Malthus, und vor allem eine Evolutionslehre eines Darwin, sondern aus denselben immanenten Mechanismen heraus wurde er zur beherrschenden Ideologie des Abendlandes, dem er damit den Todesstoß versetzt hat.

Aber eine Todsünde ist diese Auffassung vom Wirtschaften als "Dienst an einem fremden Gott, als Dienst am Mammon" im moralischen Verständnis der Kirche bis heute. Auch wenn dieses Schweigen der Kirche bis heute anhält. Die sich lieber (weil es nicht so aneckt) auf den seicht-sentimentalen Verweis auf die "milde Gabe", das "Teilen" - siehe oben! - beschränkt. 

Anstatt auf das große, ja himmelschreiende Unrecht hinzuweisen, das diese "milde Gabe", dieses "großherzige, ach so gute Teilen" meist überhaupt erst notwendig macht. 

Oder (und man weiß nicht, was schlimmer ist, das Schweigen zum Kapitalismus oder dieses ideologistische Schreien) sie befördert einen menschenverachtenden Sozialismus, der auf derselben materialistischen, mechanistischen und evolutionistischen Anthropologie beruht wie der Kapitalismus.


*311220*

Dienstag, 5. Januar 2021

Als das große Schweigen begann (1)

William Paley (1743-1805)

Ich verwende den Begriff Nächstenliebe weder im allgemeinen Sinn der Gabe an die Armen noch im Sinne des heiligen Paulus als Wohlwollen allen Menschen gegenüber. Ich wende ihn vielmehr in einem Sinn an, der für meinen Zweck besser geeignet ist, in dem es um die Förderung des Glücks unserer Untergebenen geht.*

Wohltätigkeit in diesem Sinne halte ich für die Hauptprovinz der Tugend und der Religion: Während weltliche Klugheit unser Verhalten gegenüber unseren Vorgesetzten und Höflichkeit das Verhalten gegenüber den uns Gleichen bestimmt, gibt es neben der Berücksichtigung von Pflicht oder gewohnheitsmäßiger Menschlichkeit wenig, das sich der Überlegung aufdrängt, bemüht man sich um die Kriterien für ein angemessenes Verhalten gegenüber denen, die unter uns sind und von uns abhängig sind. 

Somit gibt es drei Hauptmethoden, um das Glück unserer Untergebenen zu fördern. Erstens, durch die Behandlung unserer Hausangestellten und Angehörigen Zweitens, durch professionelle Unterstützung. Drittens, durch finanzielle Großzügigkeit.

Das schreibt der anglikanische Theologe und Philosoph William Paley in "Principles of Moral and Political Philosophy".

Daraus wird erkennbar, wie sehr mit dem 18. Jahrhundert die historische Interpretation der christlichen (Nächsten-)Liebe bereits zu einem Schatten seiner selbst geworden ist.

Und zwar genau in den Kreisen, von denen noch erwartet werden konnte, daß sie der Herausforderung der Weiterentwicklung des Kapitalismus begegneten, indem sie den Aufruf zur Liebe mit immer größerem Nachdruck bekräftigten. Stattdessen war aus dieser Heilsbedingung eine lauwarme Ermahnung geworden, "das Glück der Untergebenen zu fördern".

Mit diesen Sätzen beendet Benjamin Nelson sein Buch "Die Idee des Wuchers - Von der Stammesbruderschaft zu universeller Andersheit." Und beschreibt damit die Verwandlung eines Grundsatzes, der die Wirtschaft im Abendland bis zur Entwicklung des Kapitalismus geprägt hatte. Und dieser Grundsatz war die Nächstenliebe gewesen. 

*Siehe dazu Thomas Hobbes in "Leviathan", der zu jener Zeit das europäische Staatsverständnis grundlegend (und in diesem erwähnten Sinne) veränderte.


Teil 2) Die Liebe verschwand, Atheismus und Reichtum kehrte ein,
und mit ihm der Sozialstaat

 
*311220*

Sonntag, 28. Januar 2018

Da scheint der Kardinal etwas nicht zu wissen

Es ist ein wenig erschütternd, was Kardinal George Pell hier in diesem kurzen Video über den Wucher sagt. In dem er zeigt, daß er Wucher als prinzipielles Problem nicht verstanden zu haben scheint. Denn anders als Pell (und mit ihm wohl sehr viele) es darstellt, ist Wucher nicht einfach eine Frage "zu hoher Zinsen". Das ist er nur in zweiter Linie. Vielmehr gründet das Zinsnahmeverbot der Katholischen Kirche auf einem viel umfassenderen, prinzipielleren Tatbestand, wie ihn noch vor hundert Jahren Papst Benedict XIV. in seinem apostolischen Schreiben Vix pervenit als seit je und bis heute gültige Lehre der Kirche festgehalten hat.

Denn es geht um das Wesen des Kredits einerseits, und das Wesen menschlicher Handlung anderseits. Letzteres ist vielen Unwägbarkeiten unterworfen, so wie menschliches Leben eben Unwägbarkeiten unterworfen ist. Der Mensch ist nur verantwortlich für die Richtigkeit und moralische Korrektheit seines Tuns, nicht aber für das Ergebnis.  Einseitig vom Ergebnis her zu denken (das kann nur eine zweite Gedankenreihe sein, die aber niemals falsche Mittel rechtfertigt, wo der Zweck also die Mittel "heiligt") ist vielmehr sogar eines der Grundübel der europäischen Geschichte, wie es vor allem seit der Renaissance Einzug hielt. Seit der nicht nur der unmoralische Vertrag (der etwa entsteht, wenn eine Seite in Not handelt), sondern auch das Eigentumsrecht absolut gesetzt wurde. Übrigens: Um den Diebstahl von kirchlichem Gut (wie er in der Reformation in England und Deutschland erfolgte, die die Auslöser für den eigentlichen Kapitalismus waren, welcher Begriff ganz scharf vom "Freien Markt"* zu trennen ist, den es tatsächlich aus naturrechtlichen Gründen braucht) zu rechtfertigen. 

Ein menschliches Tun - hier: ein Tun, das nur mit Hilfe geborgten Geldes ausgeführt werden kann - kann deshalb niemals mathematischen Zwängen und Folgen unterworfen werden, wie es ein mit Zinsen (und seien sie noch so niedrig) verliehener Geldbetrag aber ist. 

Jeder Kredit muß vielmehr mit einer eingebauten Rückkoppelung vergeben werden, über die der Kreditgeber direkt am Schicksal des Kreditnehmers partizipiert.  Im Guten (zum Beispiel als Beteiligung am Gewinn, den eine über Kredit angekaufte Fabrik erzielt) natürlich ebenso wie im Schlechten (Verlusttrage).

Wird es einem Kreditnehmer durch Fälle des Lebens unmöglich, den Kredit zurückzuzahlen, hat der Kreditgeber sogar die moralische Pflicht (der Nächstenliebe), den Kreditbetrag oder die Rückzahlung entsprechend der neuen Lage anzupassen, oder die Schuld gar zu erlassen. 

Wird ein Kredit aber gar vergeben, um jemandes dringende Not zu lindern, so besteht sogar die moralische Pflicht durch den Verleiher, das Geliehene letztendlich "wie ein Geschenk" zu sehen. 

Während die Kreditvergabe an jemanden, der unsittlich damit handeln möchte (und das sind in der Tat die häufigsten Gründe), in sich unsittlich ist, weil sie den Kreditnehmer ja noch mehr ans Übel binden, seiner Unmoral weiteren Vorschub leisten, sein Unglück (und seine Sünde) weiter vertiefen würde.

Zinsnahme ist in jedem Fall unmoralisch. Hier hat sich die Kirche - leider! - von der Praxis des Kapitalismus der Neuzeit klammheimlich unterspülen lassen, als speziell aus den Verhandlungen mit den Fuggern heraus ein Zinssatz von 5 Prozent quasi "genehmigt" wurde. Das scheint heute überhaupt niemand mehr zu wissen. Kardinal Pell irrt also, wenn er meint, es sei "heute" legitim, gewissen "geringen Zins" zu nehmen. Was hätte die Kirche verhindern können, wäre diese ihre Lehre immer präsent geblieben!

Wie wir wissen entstand diese aufgeweichte, aber falsche Haltung vor 350 bis 400 Jahren aus nicht ganz uneigennützigen Gründen mancher Kardinäle und Päpste. So hat man sich der moralischen Autorität begeben, Wucher "laut" zu verurteilen, hat damit die eigene, immer sehr klare Position zunehmend verschwiegen. Sodaß Zinsnahme allgemeine Praxis wurde. (Insofern hat der Wucher als "moralischer Fall" auch von dieser Seite - nicht nur von der der "pseudofertilen Sterilität" des Geldes selbst - Parallelen mit der Empfängnisverhütung.) 

Es ist auch nach heutiger Lehre der Kirche nur legitim, entstehende Kosten (Verwaltung etc.) zu verlangen. In keinem Fall ist es legitim (weil naturrechtlich zwei verschiedene Dinge mit einem Maß gemessen werden) die Kreditvergabe vom Risiko des Kreditnehmers zu trennen. Und das ist der Knackpunkt, den der australische Kardinal Pell nicht zu kennen scheint. Vix pervenit zu lesen hätte ihn von diesem Irrtum befreit.









*Der "freie Markt" baut auf dem Grundsatz auf, daß der Mensch mit Freiheit begabt ist. Ohne sie kann er nicht verantwortlich handeln, sie ist also auch essentiell für sein Seelenheil. Die Obrigkeit hat aber im Sinne des "Gemeinwohls" (das heute fälschlich etwa mit "Wohlstand für alle" gleichgesetzt wird) darauf zu achten, daß die Tätigkeit der einen nicht die Freiheit der anderen beschädigt. Deshalb hat sie auch darauf zu achten, daß einzelne Tätige nicht so viel Marktmacht kumulieren, daß sie die übrigen Teilnehmer am "freien Markt" in die Unfreiheit zwingen. 

Ferner hat sie Außenbeziehungen (die ihrem Ressort unterliegen) so zu gestalten, daß sie die gedeihliche - jeweils freie! - Entwicklung der eigenen Bevölkerung nicht unter eben solche Zwänge setzen. Liberalistische Freihandelsabkommen wie das TTIP, aber zuvor noch große Teile der EU-Bedingungen sind (und waren) deshalb in sich bereits unmoralisch. Und niemals darf ein Staat die Lebensweise seiner Bürger "umgestalten" oder zulassen, daß sie durch "internationale Marktzwänge" egal wie umgestaltet werden. Dabei  muß immer auch das Prinzip der "Subsidiarität" gewahrt werden, das die EU sogar direkt umkehrt: Sie gestaltet nicht, was die unteren Einheiten nicht vermögen, sondern sie unterwirft die unteren Einheiten der Anpassungspflicht für übergeordnete Entscheidungen.

Was aber bedeutet Freiheit? Eben nicht, wie es heute verstanden werden soll, als "jeder soll alles können", sondern sie geht von einem Wesen der Menschen und Völker und deshalb von einem möglichen "Gemeinwohl" aus. Innerhalb dessen, und darauf bezogen, heißt Freiheit die (sittliche, jeweils aktualisierbare) Fähigkeit das zu tun, was die Vernunft (nicht einfach eine mathematisch-logische Rationalität, aber auch nicht Irrationalität, also bloße "Situations-/Gefühlsethik") gebietet.





*060118*

Dienstag, 5. September 2017

Auch hier tut Neubewertung not

Was immer man den Staaten und deren Finanzpolitik vorwerfen mag - die Reduktion des Zinses aus NULL (oder sogar Minus) ist KEIN Ausweis der wirtschaftlichen Impotenz oder politischen Verbrecherei. Es ist die natürliche Gegenreaktion gegen die jedem Gemeinwohl zuwiderhandelnden Prinzip des Zinses ÜBERHAUPT.  DAZU hat die Entwicklung der letzten Jahre, die versuchte Rettung der Währung, gezwungen. Und - sie hat nicht zufällig gezwungen. Der VdZ kommt also zu ziemlich anderen Schlüssen als Albrecht Glaser, so sehr er dessen Faktentreue schätzt, die im unten anstehenden Vortrag deutlich wird.

Was immer man Merkel und der deutschen Politik vorwerfen mag - aber die Zinsen NIEDRIG zu halten ist ganz sicher nicht darunter. Und die Gewinne für die Staatskassen daraus als "Schein" schlechtzureden schlichtweg Unsinn.  


Das Problem liegt eben ganz woanders. Das deutsche Volk ist nicht um hunderte Milliarden Zinsgewinn GEPRELLT worden oder wird es derzeit. So zu argumentieren ist verstörend dumm und kapitalistisch-populistisch. Als läge plötzlich im Zinsgeschäft die gerechtfertigte Anspruchslandschaft des Menschen. Als wäre das Ziel aller Tätigkeit Wucher! Mitnichten und -Neffen. Vielmehr hat die Krise des letzten Jahrzehnts vermutlich unbewußt zu einer seltsam kohärenten Nihilierung des Wuchersystems überhaupt geführt. Anzuklagen ist also höchstens eine Politik, die den Deutschen einreden wollte, daß über eingelegtes Geld und Zinsen tatsächlich Geld und Wert zu retten und zu sichern wäre! Das ist es nicht! Und das zeigt sich jetzt. Und darin liegt nicht das geringste Unrecht! Hier schüttelt ein Kontinent vielmehr eine Last ab, die sowieso niemals und zu keiner Epoche der Weltgeschichte zu tragen war.

Den Menschen aber einzureden, daß Zinsgewinn ein "Recht" sei, ist simple und bösartig-dumme Sozialistenrhetorik der 1970er, in der der Gedanke aufkam, Einkommen stünde in keinem Verhältnis zur Seinssituation. Was impliziert, daß Zinsen ein Anrecht seien, was impliziert, daß Zinsen eine berechtigte, erworbene Funktion der Arbeit seien. Nichts stimmt weniger. Die Umverteilung der Sozialisten, die Anfang der 1970er so richtig Fahrt aufnahm, in ganz Europa, war vielmehr von Anfang an eine ganz schwere Lüge. NIEMALS kann ein Mensch seine Existenz, sein Einkommen auf Zinsen aufbauen. Das zu tun ist immer schweres Unrecht, ja eine Todsünde. 

Den Leuten also einzureden, sie könnten über Geldanlage ihre Zukunft sichern, ihre Existenz garantieren, DAS IST DIE LÜGE. Nur Menschen und Arbeit können Werte schaffen und erhalten, Geld ist immer steril. Aber das paßt alles wunderbar in die Rhetorik, die den Wahnsinn der Lebensverweigerung - die sexuelle Befreiung als "Lebensweg", die Verhütung, die Abtreibung als reale Alternativen - sanktioniert. 

Und das ist erschütternd, dies in einer angeblichen "Oppositionsbewegung" wie der AfD ganz genau so wiederzufinden wie in dem höllischen irrigen Müll, den die übrigen Parteien immer schon abgesondert hat. Die deutsche politische Landschaft ist eben eine einzige Kloake. Und das hat ... mit ihrem Geburtsfehler zu tun, der etwas Irreales real zu regeln, als Reales zu behandeln versucht, wir haben darüber längst gehandelt.

Wenn die europäische Politik, die die deutsche offenbar bereits institutionalisiert-garantierte Unfähigkeit genau deshalb erfaßt: ein Machtvakuum ausfüllt, nun aber plötzlich (weil notgedrungen) auf NULL Zinsen zurückkommt, so ist es viel mehr ein Rückschritt zum Richtigen, weg vom Wahn der Wucherei als wertschaffenden Wirtschaftsfaktor. Man könnte es fast hegelianisch mit "List der Vernunft" bezeichne, die letztlich nie überwunden werden kann. 

Damit ist die Sache zwar lange noch nicht in allen Aspekten abgehandelt, aber das ist der Ärmel, über den die Jacke einmal beschlafen werden muß. Der Niedrigzins, der die Konsequenz aus dem Euro-Raum auch für die schwächeren Staaten war, war somit auch ein Kampf gegen das Welt-Wuchertum. 

Nein, auch hier müssen viele Dinge endlich neu gedacht werden. Sie stimmen hinten und vorne nicht, es mischt sich auch hier Dummheit und Ahnungslosigkeit mit erstaunlich richtiger Konsequenz, die aus der ultimo ratio der Rettungsversuche des Falschen erfolgte. Wie sagte Goethe im Faust? "Ich bin der Geist der stets verneint, der Böses will, und Gutes schafft."

Noch etwas wird aber klar: Über die Euro-EZM-Haftungsunion (Merkel vorzuwerfen, sie haben gelogen übersteigt die Realität gewaltig: Diese Frau hat das nicht einmal gewußt, jede Wette: die ist so dumm wie es aussieht!) hat sich Deutschland durch eine verbrecherisch-narzißtisch betroppte Kanzlerin in eine militärische Zukunftsoption manövriert, die einen schaudern macht. Denn sie belädt zukünftige deutsche Politik mit einer Kriegspotenz, die als unausbleibliche Rechnung für eine derartig verantwortungslose Politik betrachtet werden wird müssen. Die deutschen Länder werden also in jedem Fall über Jahrzehnte, wenn nicht länger, den Dreck aufräumen müssen. Wer mit Verstand Deutschland betrachtet kann nur Verachtung für ein System empfinden, das solche Menschen an ihre Spitze bringt - und dann noch gutheißt.

Man könnte also die derzeitige Negativ-Zins-Politik als das betrachten, was sie ist: Der Staat holt sich zurück, was in den 1970ern ungerechtfertigt verteilt wurde. Geld, das der Staat sowieso nie hatte! Aber diese Wahrheit, diese völlig logische Gegenbewegung - denn dieses Geld, das da verteilt wurde, war nie da! es wurde nur gedruckt! - traut sich niemand zu formulieren. Wobei der derzeitige Korrektureffekt natürlich oft die Falschen trifft, weil nur von der echten Substanz getragen werden kann, aber das ist ein anderes Problem. Eines, das noch mehr deprimiert, aber lassen wir das.

Zu den am Anfang dieses Vortrags berichteten Zahlen und Fakten aus der Verbrechensstatistik - die wie jede Statistik sehr aussagekräftig ist, wenn sie denn die richtigen Fragen stellt, nach denen sie dann das "empirische Material" sondiert - ist nicht viel zu sagen. Außer, daß man ganz offen sagen muß: Die Zuwanderer der letzten Jahre kommen ganz bewußt mit der Absicht, unsere Länder zu bestehlen, zu berauben, und auszuplündern. Fast möchte man hinzufügen: und zu vergewaltigen. Mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen. 

Wer etwas anderes sagt muß unter den Verdacht der Verbrechensbegünstigung gestellt und der Mittäterschaft bezichtigt werden. Der Verbrechensanteil unter diesen Zuwanderern ist realistisch betrachtet dermaßen hoch, daß einem der Atem stockt und man sich fragt, was muß eine Politik, was muß Gutmenschen dazu bewegen, das sogar herauszufordern.

Was dazu herausfordert? Es ist ein Proxy-War, ein Stellvertreterkrieg. Hier führen vom Sein, aus der Vorsehung, aus Gott Ausgestoßene - die Gutmenschen, sie sind solche - hier führen die mit Schuld Beladenen, die keinen Weg zur Schuldbewältigung finden, einen Krieg gegen ihre ontologische Eingebettetheit. Hier führen Gutmenschen einen realen Krieg gegen die anderen, die sie bestrafen, die sie knechten, die sie berauben wollen, ohne dazu persönlich den Mut zu finden. Hier toben Perverse ihre perversen Motive aus. Die Aussagen daraus über den Zustand unserer Gesellschaften sind evident. Ihre Bewertung ist eine andere Frage. Denn der VdZ neigt mehr und mehr zu einem Gedanken, der diese Gutmenschenmischpoke als in Wahrheit eigentliche Opfer des Kapitalismus sehen könnte. Deren Haß auf die Heimat und Heimatgesellschaft einen tief wahren Charakter hat.

Aber jetzt kommt's: Wo die sogenannte Opposition, die sich um die Wahrung der "eigenen Kultur" Sorgen macht, meint, diese sei eine Folgeerscheinung, ja Bedingung der Säkularität unserer Gesellschaft (bzw. Kultur), legt einen Offenbarungseid ab. Diese Menschen werden es deshalb nicht sein, die unsere Kultur verteidigen oder bewahren. Sie verteidigen oder bewahren vielmehr das, was unsere Kultur ohnehin bereits so ausgehöhlt und letztlich bereits zerstört hat. Denn diese Kultur bringt offenbar nur noch Verteidiger hervor, die ihre Selbstzerstörung rechtfertigen, ja festigen und zum Gut erklären wollen. 

Wenn hier also dazu aufgerufen wird, "Europa" (als christliches Abendland) zu verteidigen, so muß ganz einfach gesagt werden: DIESE WOLLEN ES SELBST NICHT. Sie wollen etwas verteidigt wissen, das sie selbst weder kennen, noch wirklich verteidigen wollen. Auch in dieser Opposition wird nur wild und irrational um sich geschlagen.








*170817*

Sonntag, 27. November 2016

Wucherer und Sodomiten

Im 11. Jhd. erstmals artikuliert, im 12. bekräftigt, war die Haltung der Kirche bis ins 15. Jhd. hinein hinsichtlich Zinsnahme - "Wucher" - ganz eindeutig, allseits bekannt und akzeptiert: Sie war nicht nur verboten, sondern per Exkommunikation als Todsünde gebrandmarkt, die bei einer Beichte nicht vergeben werden konnte, sondern erst die Rückkehr zuhr Kirche brauchte. Samt einer Wiedergutmachung des angerichteten Schadens, also der Rückgabe der angenommenen Zinsen.

Es gab nur ganz wenige Ausnahmen. Etwa die, daß es erlaubt war, eine Art "Strafzahlung" zu vereinbaren, sollte ein Schuldner das ihm geliehene Geld nicht pünktlich zurückzahlen, und dem Gläubiger damit ein Schaden entstehen. Aber damit hatte man doch wieder eine Tür aufgetan, die geschickte Kaufleute und Bankiers mit viel sophistischem Geschick zu nützen verstanden. Denn man konnte einen Wechsel schon so ausstellen, Bedingungen schon so vereinbaren - zum Beispiel in anderen Währungen, oder an anderen Orten - daß er nicht pünktlich bezahlt werden KONNTE. Die Konstruktionen der Bankiers in Florenz oder Mailand und Siena wurden immer phantasievoller.

Das ewig gleiche Schema

Wie immer war die Entwicklung der Wirtschaft auch in Oberitalien im selben Schema verlaufen: Erst war da die Produktion, die immer arbeitsteiliger wurde, dann der Handel, damit die Konkurrenz von Gebieten mit unterschiedlichen Bedingungen, damit unmenschlich niedrige Löhne die man nur noch als "Kosten" betrachtete (also Wirtschaft nicht mehr vom Blickwinkel des Gemeinwohls her verstand, sondern als Veranstaltung zur individuellen Bereicherung), damit eine Verarmung breiter Bevölkerungssschichten, Arbeitslosigkeit und Unproduktivität, schließlich der Handel mit Geld.

Beginnend mit Ausleihen an Fürsten, die ihre Kriege und ihren Lebenswandel finanzieren mußten, damit die Solidarität der Macht mit ihren Interessen, und endend in Ausleihen an die armen Schlucker, die nur noch mit Krediten überleben konnten und die man selbst produziert hatte und die mit staatlicher Macht niedergehalten wurden, was man mit Schutz des Eigentums begründete. Selbst Hungerrevolten konnte man so bekämpfen. Oder wie im Fall Siena, wo die Arbeiter aus Protest auszogen und nach Florenz gingen, um dort Arbeit zu niedrigen Löhnen anzunehmen. Siena ist danach aus dem Konzert der Großen ausgeschieden. Geblieben sind Familien wie die Medici, reiche Häuser bis heute.*

Geld verdrängte in ganz Europa den alten, feudalen Adel, der noch mit dem Volk eine Einheit gebildet hatte, aber nun verarmte und jeden Einfluß verlor, und die Stadt mit ihrem neuen Patriziertum aus Beamten und Reichen unterwarf sich das Land, das ihm nur noch billige Grundstoffe liefern sollte, um sie veredelt teuer zurückzukaufen. Dem stand ein Fürst gegenüber, der sich das einfache, verarmte Volk mit fallweisen "Wohltaten" gewogen hielt. Nur die Kirche stand noch an der Seite der Menschen und bot mit ihrem Besitz, den Arbeitsmöglichkeiten sowie Sozialeinrichtungen, aber natürlich vor allem mit ihren Lehren, wichtigen Gegenpol. Was sich erst mit der Reformation änderte, der der sittliche Verfall des Klerus den Weg bereitet hatte und den der Kapitalismus eiskalt ausnützte.**

Wucher ist der Sodomie gleich

Das Hauptargument der Kirche war, daß Zinsnahme contra naturam war, also: gegen die Natur. Geld war an sich steril, es konnte also aus sich heraus auch keine Vermehrung nach sich ziehen. Dante stellt dieser Auffassung gemäß auch den Wucherer in dieselbe Hölle wie den Blasphemiker und - den Sodomiten, den Homosexuellen. Beide machten ein Naturelement steril, beide stahlen dem Volk die Zukunft. Der Unterschied ist bei Dante nur so dargestellt, daß der Sodomist pausenlos in Bewegung ist, weil sein Begehren kein Ziel findet, keinen telos hat, also nie zur Befriedigung findet. 

Der Geldleiher als Wucherer hingegen ist statisch, vollkommen unbeweglich. Er sitzt hinter seinem Tisch und nimmt dem Volk dadurch seine Zukunft, als der "Gottes Enkelkind" (wie die Industrie genannt wurde; "Gottes Kind" war die Natur) die Zukunft durch die Zinsbelastung raubt, die ja zusätzliche Arbeit erfordert bzw. deren Frucht vom Arbeitenden ableitet. Geld an sich hat eben keinen Wert, es hat nur Wert durch Arbeit, durch menschliches Tun. Ohne das gibt es praktisch keine Sachwerte, jedes Haus, jedes Grundstück, jedes Stück Gold hat nur Wert in Bezug auf diese Leistung.

Entsprechend schwer waren beide Vergehen, Sodomie und Wucher, zu gewichten. Sie waren nicht nur Diebstahl, sondern Gewalt an der Gesellschaft. Denn auch der Zins entzieht einer Gesellschaft Gemeinwohl und leitet es in die Taschen einiger weniger. Wucher ist deshalb immer eine direkte Ursache eines mittelfristigen Zusammenbruchs einer Volkswirtschaft, wie E. Michael Jones in "Barren Metal" zu zeigen versucht.

Das große Problem waren aber nun Bevölkerungskreise, die diesen Moralcodex der Kirche nicht anerkannten. Das wußte man aber nicht, wenn man mit ihnrn zu tun hatte. Es sei denn - man kennzeichnete sie. Weil sich von der Antike herauf im gesamten Mittelmeerraum vor allem Juden als Geldleiher etabliert hatten, die sogar im Sklavenhandel ungebrochen aktiv geblieben waren, ja teilweise von Kaisern und Königen bewußt und bewußt deshalb nach Europa geholt worden waren, war damit auch Wucher und Jude bald zu einem Synonym geworden. Das Zinsverbot galt ja sogar für die Muslime. Nicht aber für Juden. Also begann man von ihnen zu verlangen, daß sie ein Kennzeichnen trugen - der Judenstern wurde sehr gebräuchlich. Und er wurde ernstgenommen.

Bernhard v. S.
Der Heilige Bernhard von Siena kam 1419 das erste mal in die Lombardei, dem Zentrum des europäischen Frühkapitalismus, und predigte dort, zwei Jahre von einer der reichen Städte nach der anderen und bis hinauf in die heutige Schweiz ziehend. 

So kam er auch nach Padua, und beklagte in seiner dortigen Predigt speziell die zu große Nähe, die sich zwischen Juden und Christen gebildet hatte, sodaß sogar die Kennzeichnung mangelhaft geworden war. Das brachte aber Christen in ernste Gefahren, predigte er. Zumal er sich bei seiner Reise in die Lombardei intensiv mit deren Wirtschaft auseinandergesetzt hatte. Und zu dem Schluß gekommen war, daß der Wucher die häufigen Krisen bewirkte. 

In Siena gab es schwere Probleme, weil sich die weithin berühmten schönen Frauen verschmäht fanden - weil die Homosexualität so verbreitet war. Auch hier stellte Bernhard die deutlichen Zusammenhänge dieser beiden Phänomene fest: Wucher und Sodomie. "Erfolgreiches Geldmachen" führt zu Gier, Stolz, Eitelkeit und Geiz, und das ist der charakterliche Boden für sexuelle Sterilität.

Dabei berief sich die Zinsnahme u. a. auf die Praxis der (späten, hoch kapitalistischen) Antike, die zwar ursprünglich auch den Zins abgelehnt hatte, aber in der Praxis vom Zins bis ins Mark durchdrungen war. Auch das römische Reich war steril geworden.

Viele bekehrten sich, in Perugia gar 17 Geldverleiher auf einmal, und leisteten die entsprechende Gutmachung und Buße. Seine Predigergabe war bald weithin gerühmt. Als Bernhard das erste mal nach Mailand kam, drängte ihn ein Mann, er müsse schärfstens auch gegen den Wucher in der Stadt predigen, der weit verbreitet (und dabei extrem geschickt durch komplizierte Geldprodukte getarnt) war. Bernhard zog Erkundigungen über ihn ein. Es war ein Geldverleiher. Der auf diese Weise hoffte, daß er seine Konkurrenz aus dem Feld stechen konnte.





*Eine erst heuer durchgeführte Untersuchung der Vermögensstrukturen in Florenz erbrachte das erstaunliche Ergebnis, daß sich die wohlhabenden Schichten dieser Stadt 2016 zum allergrößten Teil auf einige dieser spätmittelalterlichen Familien zurückführten.

**E. M. Jones vertritt die Ansicht, daß ein klarer Zusammenhang zwischen der Pest im 14. Jhd. und dem daraufhin einsetzenden geistigen wie sittlichen Verfall des Klerus besteht. Weil sich die Pest überall dort am verheerendsten auswirkt, wo Menschen auf engstem Raum leben, traf es vor allem die Städte - und die Klöster. Ganze Städte, aber auch ganze Klöster wurden entvölkert. Als Folge senkte man die Eintrittskriterien und erleichterte die Ordensregeln, nahm oft "jeden". Das wirkte sich innerhalb weniger Jahrzehnte verheerend aus, und drang über den einfachen Klerus bis zum Papst.





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Mittwoch, 17. August 2016

Wucherei ist nicht Unternehmertum

Manche sehen in ihm ja einen Helden des Unternehmertums. Ander aber sehen in ihm einen Gauner und windigen Geschäftemacher, der ohne Verantwortungsbewußtsein auf eine Geschäftemacherei spekuliert, die voll und ganz auf die politische Karte des Klimawahns setzt. Die Rede ist von Elon Musk. Der in jedem Fall eines besitzt: eine ausgefeilte PR-Maschinerie. Das macht klar, daß er mit politischer Unterstützung in jeder Hinsicht nicht nur rechnet, sondern damit im wahrsten Sinn spekuliert. Alleine sein Vorzeigeunternehmen TESLA hat bislang von der Obama-Regierung 4 Mrd. Dollar an Subventionen erhalten, die Aktionäre mußten ebenfalls bereits 1,5 Mrd. Dollar nachschießen, und dennoch hat TESLA im Jahre 2015 mehr als 880 Mio. Dollar Verlust produziert.*

Elon Musk erweist sich als das, was die europäische Kultur seit je abgelehnt hat - er ist ein reiner Geschäftemacher, der (das aber vielleicht geschickt, man wird sehen) faktische Strömungen ausnützt. E. Michael Jones nennt diese Art der Geschäftemacherei überhaupt nur "Wucher" und macht diesen Wucher dafür verantwortlich, daß sich eine Form des Wirtschaftens bei uns durchgesetzt hat, die das Wirtschaften vom Lebensvollzug des Menschen zu einem bloßen technischen Geldschöpfen entwürdigt hat. Wo jemand ohne Rücksicht auf reale Wertschöpfung, ja im Fall Musk ohne Rücksicht auf realen Bedarf einfach faktische Verhältnisse gegeneinander ausspielt. Dessen Moral sich auf jene vorgeschobene "Moral der Zweitwirklichkeit" beruft, die einen Menschen voraussetzt, der nicht mehr den Boden der Vernunft kennt, der nicht mehr verwurzelt ist, sondern in universalistischen Pseudorationalitäten "denkt".

Und damit rücksichtslos in Kauf nimmt, daß ganze Wirtschaftsstrukturen, die bislang in gewisser ethischer Ausgewogenheit funktionierten, destabilisiert und letztlich zerstört werden. Viele der heutigen "Reichen" gehören dazu,  viele haben genau auf diese Weise - auf Kosten des Gemeinwohls - ihr Geld gemacht, indem sie einfach Grenzen überschritten haben, die verwurzeltem, ethisch-verantwortlichem Wirtschaften unüberschreitbar sind und waren. Die gesamte Kleingewerbestruktur, der Kleinhandel in unseren Ländern wurde so regelrecht ausgelöscht. Die "Energiewende", die in der einen oder anderen Form Grundbedingung für Geschäfte wie die von Musk bildet, greift noch tiefer und wird ganze Wirtschaftsstrukturen auslöschen, möglicherweise überhaupt die davon betroffenen Volkswirtschaften zu puren Anhängseln und Ausführenden der Interessen staatlicher Etats (=Etatismus, wie in allen totalitären Systemen der Geschichte etabliert) machen. In solchen Systemen werde die Unternehmer mit hohen Gewinnen abgespeist, wofür sie im Gegenzug eifrige Helfer des Systems werden.

Diese Art des Wirtschaftens spekuliert auch mit einer Nachfrage, die davon ausgeht, daß der Nachfrager nur noch technizistisch denkt. Ein Denken, das immer die Kollateralschäden auf die Allgemeinheit überwälzt und nur von Wirtschaftsbedingungen ausgeht, die lediglich innerhalb eines reduzierten Denkens funktionieren. Und deshalb auf eine gewisse Wirklichkeitsabschließung der Kontrahenden aufbaut. So wurde bei uns v. a. seit den 1970er-Jahren - begleitet von einer Staatspolitik, die Wirtschaft als mathematisch-manipulierbaren Apparatus sah - eine gesamte Wirtschaft umgebaut (und der Ruin des Mittelstandes eingeleitet.)²

Daneben begann mit dem Interventionismus der Staaten eine neue Schichte von Unternehmen aufzublühen. Es sind die typischen "staatsnahen" Unternehmen, von denen etwa Ludwig von Mises spricht. Sie verstehen sich als direkte Handlanger der Politik, und bieten ihr Hilfe bei der Umgestaltung des regierten Landes an.

So, wie Musk es tut. Dafür werden sie mit staatlichen (Steuer-)Geldern bedacht, und sind genau jene Schichte die davon profitiert, wenn der Staat "die Wirtschaft ankurbelt", indem er mit Steuergeldern künstliche Nachfrage schafft. Weil dieses Wirtschaften nicht auf einen primär vorhandenen Bedarf beim Konsumenten trifft, muß also der Konsument umso mehr "überzeugt" werden. Die Bedeutung der PR für das Wirtschaften stieg also im selben Maß. Und sie geht in ihren immer weiter ausgefeilten Strategien längst in das "public interest", das heißt: Sie greift die Weltanschauung der Menschen auf wie an, und bietet dann wie "zufällig" einem solcherart neu aufsteigenden Glauben an Bedarf die richtigen Produkte.

So lange lohnt es dann auch, wie bei Musk, zwar viele Unternehmen zu besitzen (die alle auf dieser politischen Situation aufbauen), aber mit jedem gewaltige Verluste zu schreiben. Denn nun verändert sich die Strategie. Musk spielt mit dem "too big to fail". Irgendwann ist sein Unternehmenskonglomerat derartig groß, daß es sich die Politik nicht mehr leisten kann, es dem Markt auszusetzen. Neueste Aquisition von Musk: Der Kauf der "solar city", jenem größenwahnsinnigen Solarprojekt, das bei 400 Mio Dollar Umsatz 750 Mio Dollar Verlust geschrieben hat. Da geht es nicht mehr um Kalkulation, um Unternehmensvisionen. Da geht es um die Spekulation mit politischen Verhältnissen.

Es ist nicht verwegen davon auszugehen, daß die ungeheure Lügen- und Faktenverdrehungslawine, die sich gerade beim Thema "Klimawandel" über uns ergießt, gerade von solchen Unternehmen, deren Wohl und Wehe (in jedem Fall) vom Glauben an diese angeblich nahende Katastrophe und der Fähigkeit, sie besiegen zu können, abhängt.** Die alles tut, um diese Sichtweise bei den Menschen zu verankern und zu vertiefen. Denn sie brauchen dieses Faktum. Ohne Angst vor Klimakatastrophen würde kein Mensch an ein ökonomisch (in seiner ganzen Kette der Bedingungen) absurd unsinniges Produkt wie Elektrofahrzeuge denken. Sonst wäre ihr unternehmerisches Bemühen sinnlos. Das nie mehr war als - Wucher, und auf einem freien Markt keine Chance hätte. Dessen erstes Kennzeichen deshalb ist, daß er sich der brutalen Gewalt bedienen muß, des Zwanges, weil er sonst keinen Boden hätte, auf dem er möglich wäre: der Beseitigung der Freiheit.

Waren es früher freilich die häufigen Mißernten, die den Startschuß für diese Art von Unternehmern gaben - weil sie etwa Getreide aus anderen Gegenden zu völlig überhöhten Preisen nun verkaufen konnten, weil den Konsumenten keine andere Wahl blieb - so sind es heute künstlich geschaffene Katastrophen, virtuelle Apokalypsen, vor allem aber staatliche, gesetzliche Zwänge, die denselben Effekt erzielen sollen. Die "Energiewende" hat auf diese Weise ein neues Wuchertum etabliert, eine Schichte skrupelloser Geschäftemacher, eine Gemütslage der Gier etabliert. Bezahlen muß es aber genau jener, den man zwingt. Das ist das Wesen des Wuchers.

Auch bei Elon Musk geht es nicht darum, die Welt und Wirklichkeit zu meistern, sondern sich Bedingungen zu schaffen, die die Wirklichkeit ausschalten. Gestützt von einer völlig außer Rand und Band geratenen Weltöffentlichkeit, die unter denselben Prämissen lebt und deshalb nur noch von Scheinproblemen geplagt die wirkliche Wirklichkeit ignorieren zu können meint und ihn zum Wunderwuzzi hochbläst. Was wunder, wenn solche "Unternehmernarzisse" - die man eigentlich auf ihre psychische Gesundheit untersuchen müßte - davon phantasieren, zum Mars zu fliegen. Wie symbolhaft, denn ihnen fehlt tatsächlich jeder Boden unter den Füßen. Es gilt wie überall: Willkürliche Einfälle sind noch lange keine Ideen, und narzißtische Getriebenheit keine Willenskraft, und Verantwortungslosigkeit und Leichtsinn sind kein Mut.

Mit freiem Unternehmertum, mit freiem Markt als Grundlage von Gemeinwohl, wo einer den anderen braucht, wo einer dem anderen persönlich verantwortlich ist, hat das aber rein gar nichts mehr zu tun. Denn diese Wucherwirtschaft braucht vor allem eines: Das Herauslösen des Wirtschaftens aus dem Bereich des Persönlichen. Und Persönliches ist immer Soziales.






*Amerikanische Geschäftszahlen - "Gewinne" oder "Verluste" - muß man mit großer Vorsicht genießen. Denn amerikanische Bilanzierungen weisen als "Gewinn" aus, was für solide Kostenrechnung nach europäischem Standard gerade einmal "Deckungsbeitrag 2", kaum mehr als Liquidität bedeutet. Sind also amerikanische Gewinne noch lange keine Gewinne in europäischem und realistischerem Sinn, so sind die ausgewiesenen Verlustzahlen gleichfalls nur ein Teil des Verlusts, den ein Unternehmen tatsächlich produziert. Der höher, manchmal sogar weit höher liegt.

²Plötzlich kaufte selbst der einfachste Haushalt nicht mehr nach momentanem Bedarf, sondern über "Preisvorteile", plötzlich kalkulierte die einfache Hausfrau wie ein Großeinkäufer eines Industrieunternehmens. Fünf Seifen zum Preis von zwei. Ein Kilo Süßwaren zum Preis von Kleinpackungen, wie sie dem momentanen Bedarf eben entsprachen. Entsprechend entstand "Bedarf" nach ganz neuen Produktgruppen - Tiefkühltruhen, Lagerschränke verändertn die Kürchenarchitekturen, und das Kochverhalten änderte sich, wurde notwendig "systematischer". Und das private Wirtschaftsgebahren der Familien ordnete sich mehr und mehr nur noch dem Geld-Umlauf unter. Die Frau geht heute ja nicht arbeiten, weil es "notwendig" ist, sondern weil der ökonomisch in Wahrheit völlig sinnlos aufgeblähte Geldumfluß der Lebensweise eine hohe Durchflußmenge braucht. Heute gehen Frauen meist nur deshalb arbeiten, weil die Infrastruktur, die die Haushalte brauchen, um überhaupt noch zu funktionieren, so viel Geld verschlingt, sodaß sie arbeiten um sich das leisten zu können, was ihnen einmal angeblich Arbeit abnehmen sollte. Den Staaten war das nur recht, denn ihr Steueraufkommen richtet sich nach ... Geldumfluß.

Wie in Kapitalunternehmen, die sich im 19. Jhd. mehr und mehr umbauten: Man produziert nicht mehr, was man braucht, sondern muß brauchen (und im Betrieb bezahlen), was man produziert, weil die Maschine (der Vorrat) sich nur rechnet, wenn ihr Ausstoß auch entsprechend technisch-kontinuierlich abgerufen wird. Lief eine Windmühle früher nur, wenn gerade Getreide zu mahlen war, so mußte sie nunmehr (unter völlig veränderten, kurzfristigeren, dabei zu früher umgekehrten Kalkulationsbedingungen) stetig laufen, um "sich zu rechnen", und ensprechend mußte das Produkt verkauft werden. Dessen Preis wurde nun "kontinuierlich", und damit dem früheren Wirtschaften nach Anlaß "überlegen". Entsprechend veränderten sich auch die Löhne. Man konnte nun nicht mehr arbeiten, so viel man brauchte oder wollte, sondern mußte sich selbst als "kontinuierliche Ware" anbieten. Das Proletariat - der kulturlose Mensch, die menschenförmige Maschine - entstand. War zuvor noch mehr oder weniger jeder sein eigener Unternehmer (Marx: "im Besitz der Produktionsmittel"), war er nun abängiger Lohnsklave, der sich selbst nicht mehr helfen konnte.

Und dennoch, und unausweichlich: Schlagartig stiegen in den 1970ern die Mengen des Weggeworfenen. Untersuchungen haben gezeigt, daß westliche Haushalte heute bis zu einem Drittel ihrer eingekauften Produkte entweder gar nie gebraucht haben, oder wegwerfen weil sie den Bedarf übersteigen. Heute wird geschätzt ein Viertel der in Haushalten gekauften Lebensmittel weggeworfen.

**Was alles mit der Zeit natürlich ganz neue "Marktsituationen" schafft. Wenn sich nun etwa VW entschlossen hat, ebenfalls ein Elektrofahrzeug zu entwickeln, so sicher nicht, weil danach ein Bedarf bestand, oder VW technisch darin eine Zukunft gesehen hätte, sondern weil die Politik mit gigantischen Steuergeldern die Marktbedingungen derartig aus dem Gleichgewicht (und aus der Freiheit) gebracht hat, daß sie gar nicht mehr zurück wird können. Too big to fail. Damit wurde und wird mit Steuergeldern ein willkürlicher, künstlicher Markt geschaffen und etabliert, und jedes freie Unternehmen muß dies irgendwann zur Kenntnis nehmen - und sich auch darauf einstellen, das in seine Überlegungen integrieren.






*240616*