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Donnerstag, 9. April 2020

Worin wir alle Priester sind - und worin nicht

Pfarrer Hans Milch in einer großartigern Predigt aus dem Jahre 1978. In einer Tiefe und Weite, die kein weiteres Wort nötig macht. Aber als Besinnung, als Andacht dem Sinn des heutigen Tages angemessen ist.

Es geht nicht ums Anständig sein, es geht nicht ums Gutmenschentum, um "gute Taten", und es geht nicht um gelungene Gesellschaftsentwürfe und -formen. Das kann auch jeder Heide, oft sogar besser, und genau das haben die Heiden (die Juden) von ihrem Gott auch gefordert: Eine gelungene Welt. Das läßt sich sogar im Islam besser finden: Tue dies, tue das, und alles ist gut.

Aber das alles ist in sich sinnlos. Christus braucht den Menschen, der für ihn brennt, der Sehnsucht nach Gott hat. Und der findet sich an jedem Tisch. Deshalb setzt sich Jesus an jeden Tisch, und es ist ohne Bedeutung, welchen Rang dieser Tisch für die Gesellschaft hat.
"Dies alles habe ich beobachtet, von Jugend an." Da sieht ihn Christus traurig an. "Eines fehlt Dir noch - gib alles weg. " Also: Gib Dich ganz in Gottes Willen und Vorsehung, auch wenn sie zur Niederlage führt. Da ging der Jüngling traurig davon.






*080320*


Von der Gesellschaft zum eigenen Feind ausgebildet

Übertragung eines Artikels aus dem Boston Globe aus der Feder von Niall Fergusson aus dem Amerikanischen vom VdZ.

Baby-Haie gehen auf die Straße

Baby Shark, do do, do-do, do-do, Baby Shark, do do, do-do, do-do. . . . ”

Ich bin mir nicht sicher ob ich dieses Lied nicht auch phantastisch finden würde, wäre ich fünfzehn Monate alt, und befände mich in einem Auto umgeben von einer Menschenmasse politischer Protestierer wieder. Wobei man ihnen zugute halten muß, daß sie es taten, um einen kleinen Libanesenjungen zu beruhigen, dessen Mutter letzte Woche den Fehler begangen hatte, mit ihrem Auto mitten in einen Protestmarsch zu geraten.

Als Revolutionshymne ist "Baby Shark" jedenfalls etwas unüblich. Die blutdürstige "Marseillese" ist es nicht, nicht einmal die einst so furchterregende, nun jedes Schreckens bare "Internationale". Als die Hippie-Radikalen von 1968 auf die Straßen gingen, war ihre Hymne der klassische Rock' Roll: Das "Revolution" der Beatles oder das "Street Fighting Man" von den Rolling Stones. Wobei ... wenn man es genau überlegt paßt "Baby Shark" - in seiner inhaltsleeren, monoton-repetetiven, dummen, kindischen Art - als Revolutionshymne für unsere Zeit eigentlich doch nicht so schlecht als Hymne.

Die großen revolutionären Wellen der Vergangenheit hatten alle irgendwie die gleichen Ziele, denen kaum jemand widersprechen wird. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit im Jahre 1789; der nationalistische Frühling der Völker 1848 (und 1989); Friede, Land und Brot 1917; Macht Liebe statt Krieg 1968. Und Sie werden kaum Themen finden, denen so einfach zuzustimmen sein wird wie die in den vielfachen Protesten, die im vergangenen Jahr rund um den Erdball aufgetreten sind. 

In Hong Kong war der Auslöser ein Auslieferungsgesetz, das drohte, die Bürgergesetze der semiautonomen Provinz zugunsten der kommunistischen Partei des Mutterlandes zu überlagern.

In Barcelona, war es etwas anders. Hier nahmen die Protestierer Besitz von der Straße, nachdem über die Anführer separatistischer Bewegungen rigorose Strafen verhängt worden waren, weil diese dafür verantwortlich waren, daß Referenden über die Unabhängigkeit von Katalonien durchgeführt wurden. 


Die Proteste in Beirut wurden, so heißt es, ausgelöst durch einen Plan für Steuern auf WhatsApp. In Quito, der Hauptstadt von Ecuador, haben sie sich bewaffnet, um gegen jene Sparmaßnahmen zu protestieren, die der Internationale Währungs Fond IWF/IMF von der Regierung verlangt hatte. In Santiago, entzündete sich der Protest durch Fahrpreise für Bus und U-Bahn. In Kairo war es Korruption. 

Mittlerweile leidet aber auch London unter Verkehrschaos, weil eine Millenials-Sekte, die sich den Namen Extinction Rebellion gibt und daran glaubt, daß das Ende der Welt nahe ist, und gleichzeitig die Gegner des Brexit, die ihre Niederlage beim Referendum 2016 noch immer nicht überwunden haben abwechselnd auf die Straße gehen. 

Es gab zahlreiche Versuche, zwischen allen diesen bedrohlichen Erscheinungen ein Gemeinsames zu finden. Glaubt man dem BBC, dann protestieren alle und jeder gegen Ungleichheit und Klimawandel. Außerdem gegen Korruption und Unterdrückung. Der amerikanische Ökonom Tyler Cowen freilich schied die Bedeutung von Ungleichheit aus (die in Chile abgeschafft wurde), und meinte daß stattdessen die zu hohen Verbraucherpreise die Ursache seien. Auf derselben Linie fuhr John Authers von Bloomberg. 

Aber nichts davon überzeugt wirklich. "Wir sind nicht hier, weil es uns um WhatsApp geht," meinte einer der libanesischen Protestierer gegenüber BBC. "Wir sind hier einfach wegen allem." Und das scheint der Sache schon ziemlich nahe zu kommen. Was die Proteste im Jahre 2019 alle gemeinsam haben ist nämlich ihre Form, aber nicht ihr Inhalt. Und auf einen ersten, oberflächlichen Blick sind Proteste auch tatsächlich eines der winterharten Gewächse der Geschichte ... Naja, vielleicht nicht ganz.



Zum einen wurden die Proteste von 2019 sämtlich über Smartphones organisiert, die in hohem Tempo dabei sind, ein universelles Werkzeug zu werden. (Social Media haben schon in der Arabischen Revolution 2010-12 eine Rolle gespielt, aber da war sie noch weit geringer.) Smartphones ermöglichen heutigen Protestierern aber, mit minimalem Führungsaufwand auszukommen. Ja, klar, es gibt nach wie vor Individuen, die von den Massenmedien herausgehoben werden, um der Menge ein Gesicht und eine Stimme zu geben. Aber die Realität ist, daß diese Bewegungen acephalous - kopflos, führerlos - agierende Netzwerke sind. Sie sind weit mehr kollektiv improvisiert als angeführt. Sie sind Jazz, nicht Klassik.

Im letzten Sommer in Hong Kong, zum Beispiel, benutzten die Protestierer ein Reddit-ähnliches Forum (genannt LIHKG), wo Ideen "hinauf-gevoted" (über Zustimmungen nach oben befördert) werden konnten. Von der Menge (Crowd) finanziert und getragen, wurden so Regenschirme und Fahrten von und zur Stadtmitte zur Verfügung gestellt, wo alle Proteste ihren Brennpunkt hatten. Das Organisationsprinzip dieser sehr adaptiven Art des Vorgehens hatte sein Vorbild in einem Stehsatz des legendären Bruce Lee: "Sei wie das Wasser!"

Zweitens sind solche kopf- und führungslosen Netzwerke aus ihrer Natur heraus schwer zu besiegen, wie die Polizeichefin von Hong Kong, Carrie Lam, auf ihre Kosten erfahren mußte. Gleichzeitig hat es das Internet leichter denn je gemacht, Taktiken zu verbreiten. Mittlerweile weiß jeder Möchtegern-Protestierer, wie leicht man eine lokale Wirtschaft als Geisel nehmen kann, wenn man einen Flughafen blockiert.



In einem bestimmten, ja im entscheidenden Punkt ist aber die heutige Form des Protests sehr vertraut. Als ich vor zwanzig Jahren in Oxford Geschichte lehrte war einer meiner Lieblingsartikel über die 1848er Revolutionen der von Lenore O’Boyle, “The Problem of an Excess of Educated Men in Western Europe, 1800-1850.” Das Problem der Übertreibung der Bildung in Westeuropa, 1800-1850.  Ähnliches ist in den 1960ern geschehen, wie der zuletzt bedauerte Norman Stone in seinem unübertrefflich scharfzüngigen Buch über den Kalten Krieg “The Atlantic and Its Enemies." - "Der Atlantic und seine Feinde” feststellt. 

Und wissen Sie was? Wir haben es mittlerweile schon wieder getan. 

Diesmal aber in noch extremerem Ausmaß. In jedem Land, aus dem im Vorjahr Proteste in größerem Ausmaß gemeldet wurden, hat sich die Ausbildung zu noch nie dagewesener Höhe gesteigert.

Vergleiche der Leser dazu einmal die Daten der Weltbank aus dem Jahre 2016, die ungefähr die Zahlen für tertiäre (universitäre) Ausbildung festhalten (als Prozentsatz an der Gesamtbevölkerung bzw. an der relevanten Altersgruppen), verglichen mit den Zahlen für die späten 1980er Jahre. In Chile hat sich deren Anteil von 18 auf 90 Prozent gesteigert. In Ecuador von 25 Prozent auf 46 Prozent. Ägypten: Von 15 auf 34 Prozent. Frankreich: 34 Prozent zu 64 Prozent. Hong Kong: 13 Prozent zu 72 Prozent. Libanon: 32 Prozent auf 38 Prozent (der kleinste Zuwachs, im übrigen.) Spitzenreiter ist zweifellos die Türkei: Hier stieg der Anteil von 12 Prozent auf sagenhafte 104 (sic!) Prozent. (Die müssen also eine ganze Reihe etwas überalteter Studenten haben.) 

Dies sind also hier die Baby-Haie: Die Übertreibung der Ausbildung unter Menschen, die gegenwärtig die Straßen in den Städten der gesamten Welt erobern. Es ist dabei natürlich wenig hilfreich, daß so viele Professoren die Köpfe ihrer Studenten mit unzusammenhängendem, wirrem Zeugs über "soziale Gerechtigkeit" vollstopfen. Aber ich habe den Verdacht, daß es in Wirklichkeit um das Mißverhältnis zwischen einer noch nie gesehenen Masse von Akademikern und dem realen Bedarf danach geht. 



Ab einem gewissen Zeitpunkt wird aber klar werden, daß dieses künstlich geschaffene Wirtschaftshoch auf ein Chaos hinausläuft, das das Gegenteil von Arbeitsplatzschaffung ist. Bis dahin erwarten Sie ein größeres Verkehrschaos. Zumindest wissen Sie aber, was Sie singen können, wenn ihnen klar wird, daß Sie wenn Sie im Stau stecken von lauter Baby-Haien umgeben sind.



Niall Ferguson ist ein Senior Fellow an der Hoover Institution, Stanford University.



*120320*

Mittwoch, 8. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (9)

Teil 9) Anmerkungen und Fortführungen




²²In jedem Fall muß man davon sprechen, daß die Politik genau das Gegenteil von dem tut, was sie behauptet. Indem sie behauptet, daß sie Verantwortung übernähme, indem sie für die durch diesen Total-Shut-Down entstehenden sozialen und wirtschaftlichen Schäden "unkompliziert aufkommt", wie es in Österreich heißt. Sie tut dies auf Schulden, und sie tut dies damit, indem sie die kommenden Generationen mit mehr Steuern belastet. 

Damit wälzt sie sämtliche Last der Gegenwart, die von der Bevölkerung mit ihnen in Verbindung gebracht würde, die also noch einen Rest von Verursacherprinzip und Kostenwahrheit trüge, auf zukünftige Generationen ab, schafft sie aus der Gegenwart. Die Jungen sind es somit, die diese Schäden beseitigen werden müssen. Sie sind es, denen die Verantwortung zugeschoben wird. Keiner der heutigen Politiker, die das verordnen, trägt in irgendeiner realen Weise die "Verantwortung". Er wird weiterhin sein Gehalt beziehen, und in ein paar Jahren geruhsam und satt in Pension gehen und den Jungen beim Schuften zusehen.

³Warum aber dann Italien, wo "die Seuche" vorgeblich am heftigsten wütet? Weil dort die geheimen Kräfte aus Mafia und Freimaurerlogen den relativ größten Einfluß haben? Weil Italien als Schuhlöffel für Europa dient, weil es als finanziell totgeschossenes Wrack für das wirtschaftlich und finanziell eng verwobene Europa am gefährlichsten werden kann? - Moment, ist es wirklich Italien? Täuschen sich da nicht so viele? Denn immerhin sind doch gerade in Italien die Zahlen und Statistiken der Corona-Opfer am offensichtlichsten falsch, oder in höchstem Grad fragwürdig. 

Oder ist Italien deshalb ein Schwerpunkt der medialen Inszenierung (als "Beweis" der Schröcklichkeit der Seuche), weil vom entstehenden öffentlichen Druck auch der Vatikan massiv getroffen wäre? Weil in der Folge das öffentliche Opfer des Stellvertreters Christi, des Papstes in seiner Hauptkirche (diese deutlichste historische Kontinuität zum Tempelopfer des Volkes Gottes, das die Israeli bis heute entbehren müssen, so daß sie als Religion mangels Kult und damit Sühne eigentlich nicht mehr existieren) abgeschafft würde ... was tatsächlich geschehen ist? 

***Noch einmal: Wir sehen nicht "das Virus" als Übel, und deshalb auch nicht als Strafe "durch Krankheit". Wir sehen aber diese durch 
Manipulation und Fehlsteuerung des allgemeinen Narrativs - aus dessen christlicher, der Wahrheit verpflichteter, der Verantwortung unterliegenden Formung sich die Kirche auf tragische Weise (und wie es aussieht: ein für allemal) abgemeldet hat! -
zum Ungeheuer aufgeblasene Bedrohung als psychologisch strukturierten, an sich aber geistigen Vorgang. In dem die Strafe Gottes darin bestehen könnte, daß die Menschen ihren Willen erfüllt bekommen. Denn das ist dann HÖLLE. 

Die Krise wäre aber die Chance, daß so viel offenbar wird, daß die Menschen erkennen, wohin dieser autonome Wille, der nur die Übernahme fremder Willen ist, führt. Der nie auf wirklicher Freiheit, sondern nur auf Willkür durch triebgesteuerte Auslieferung an Begierden begründet war. Freiheit gibt es nur in Gott, weil der Mensch als Ebenbild Gottes auch an dessen Freiheit teilhat. 

Die Corona-Krise zeigt, daß wir in einer rationalistischen Sackgasse gelandet sind. In der wir keinen verstandesmäßigen Ausweg mehr aus dem Übel finden, und deshalb mit einem totalen und totalitären Rundumschlag reagieren "müssen". Weil der falsch verstandene Verstand (Aufklärung!) sich in unlösbare Widersprüche verstrickt hat. Was immer wir in diesem Geiste denken und planen, führt zwangsläufig zum Gegenteil. Die Erzählung, auf der wir unsere Urteilskraft aufgebaut haben, hält uns in einer Gedankenwelt gefangen, die nicht mehr in die Wirklichkeit greift, ja dieser widerstrebt.

³³Wenngleich der Hinweis von großer Bedeutung ist, daß nach wie vor jeder Priester täglich die Messe liest (oder lesen sollte), also das Opfer vor Gott FÜR DAS VOLK und die Menschheit darbringt. Für die Gnadenvermittlung - und diese Lektion könnten wir dadurch vielleicht erteilt bekommen - ist die physische Präsenz der Gläubigen, des Volkes, insofern bedeutungslos, als die Stellvertretung des Priesters vor Gott in der Realität des Universaliums "Kirche" und "Volk" eben den Einzelnen als immer Teil eines Volkes (bzw. des Volkes Gottes) an der Gnadenrealität des Meßopfers teilhaben läßt. 

Der Getaufte (Hinweis: IN der katholischen Kirche ist durch die aus historisch entwickelten, wohlüberlegten Gründen geteilte Ordnung des "Taufsakraments" in Taufe-Kommunion-Firmung etwas verdeckt, daß letztlich diese drei Sakramente doch zusammengehören) nimmt als Glied der Kirche an einem Blutkreislauf teil, dessen Gnadenfluß in der Hierarchie real wird. Sofern er an dieser Hierarchie eben (im allerminimalsten Fall "durch die Tendenz als unausgesprochene oder unbewußte Haltung einer Geneigtheit dazu") objektiv teilnimmt. 

Wenn nicht, dann aber auch zur Gänze nicht, wie bei der Todsünde, bei der öffentlichen Absage (siehe Kirchenaustritt, von vielen als Schlüssel zum Tor völlig unterschätzt), oder als von der obersten Hierarchie verhängt. Durch Kirchenbann wie dem Interdikt (das Einzelne oder Gruppen von den Liturgien/Heilmitteln ausschließt, wenn auch nicht von der grundsätzlichen Taufgnade, so doch von allen sakramentalen Handlungen als Gnadenquelle) oder gar der äußersten (auch "ipso facto", als einer Tat oder Haltung - wie der Abtreibung - implizit eintretenden) Form, der Exkommunikation.

Die persönliche Anwesenheit ist freilich für die fleischlich-persönlichkeitsbezogene Heiligung des Einzelnen (als Gestalt, und darin geht es in der Heiligung) von entscheidender Bedeutung, und deshalb letztlich doch unverzichtbar. Denn der Mensch ist Kulturwesen, fleischlich, und das ist keine Nebensache, auf die auch verzichtet werden könnte. Die Teilnahme an der Liturgie des Meßopfers ist (prinzipiell) heilsnotwendig, weil für die sehr reale Heiligung der Menschen notwendig.
Wobei sich der VdZ (der direkt neben einer Kirche wohnt) schon aber die Frage stellt, wenn denn dem so ist (und dem ist so), wenn also denn die Priester DENNOCH und ohne Volk die Messe läsen (und dem soll so sein), niemand noch auf die Idee gekommen zu sein scheint, DENNOCH die Kirchenglocken zu läuten! Noch wünschenswerter: Zu den bisherigen Meßzeiten zu zelebrieren, und die Glocken zu läuten! 
Weil die Messe eben die Welt erschüttert, und das symbolisieren (und realisieren auf so großartige Weise) eben die Glocken einer Kirche. So aufgerufen, könnte dann jeder Gläubige zuhause seine Andachtsstundehalten, eingebettet in seinen Lebensvollzug, usw. usf. Andere machen es doch auch? Schreit denn nicht sogar der Muezzin nach wie vor von den neben jeder Moschee aufgestellten Pershing-Raketen, pardon: den Meisterwerken der Fertigbeton-Gießarchitektur, den sogenannten Moscheetürmen? Stattdessen ... Corona-KZ für die Häuser, und plutztrumm ... schweigen die Kirchenglocken? Hat man die auch gelähmt? Oder per Gesetz stillgelegt? Gibt es sonst ein stärkeres Indiz für die Unterwerfung der Kirche unter die Zivil"gesellschaft", als das Einstellen des Geläutes?
³³³Nachtrag vom 27. März 2020: Muß auch diese Kritik weiterhin gelten, so muß ebenso mit vollem Herzen für die Segnung URBI ET ORBI an diesem Abend gedankt werden. Für einen Augenblick blieb die Zeit stehen, und die Ewigkeit des Himmels brach ein, als der Papst die Monstranz mit dem in der Gestalt des Brotes gegenwärtigen Gott, vor einem alten gotischen Gnadenkreuz, erhob, und zum Segen über die Welt schwenkte. Erst in diesen Tagen scheint sich die Kirche wenigstens auf die Macht der Heils- und Heilungsmittel besonnen zu haben, die sie verwaltet, und mit den für Notstände gedachten Mitteln der außerordentlichen Generalabsolution (vor allem für Kranke, Bettlägerige, aber auch für an der Beichte wirklich Verhinderte) und dem vollkommenen Ablaß (als Erlaß der zeitlichen Sündenstrafen) den Menschen in der Quarantäne der Unterdrückung Hoffnung gebracht. 

****Wie Diebe in der Nacht - Folgt man verschiedenen Meldungen könnte zudem der Eindruck entstehen, daß die Regierungen Europas wie Diebe in der Nacht auch bei der Migrationsfrage handeln. Und die medial gewobene, blickdichte Decke der Corona-Hysterie nützen, um die Lage rund um die Migrationskrise, die bis vor Wochen noch das mediale Theater füllte, "zu entspannen". Also auf jene lange Bank zu schieben, auf der "zuerst das Vordringlichere, die Corona-Krise zu lösen ist". Und deshalb so rasch und still es geht Tag für Tag Hundertschaften von steuergeld-alimentierten Dauerversorgungsfällen - vulgo Migranten in unsere Länder holt. Hat nicht Kurz immer gesagt, daß er gegen "illegale Migration" vorgehen wird? Nun, das verlinkte Beispiel widerspricht dem nicht. Hier sind Migranten mit einem Federstrich "legal".

*****Diese ontologische (also das Seiende, das faktische Dinghafte bestimmende) Verfaßtheit - als Verwiesenheit auf ein Gesamtes, also eine übergeordnete Gemeinschaft in allen hierarchisch aufgebauten Organisationsgraden, bis zu Staat und Volk, ja bis zu "Menschheit" - drückt sich sogar in dieser regelrechten Sucht bei manchen aus, auch zu den Corona-Opfern zu gehören, somit AUCH DAZU ZU GEHÖRENeine Weise, in diesem Volksein, in diesem Allgemeinsein sogar aufzugehen um damit überhaupt zu sein, wie Greta Thunberg, deren Charakter sich in diesen Tagen einmal mehr auf eine Weise offenbart, die staunen macht, aber mehr noch amüsiert: Greta ist ihren eigenen Aussagen nach "wahrscheinlich auch" coronakrank ... Apropos Greta: In diesen Tagen haben die Jünger des Klimagottes vor Augen, was passiert und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, wenn sich ihr Wunsch, das totale Herunterfahren unserer Zivilisation, erfüllt. 




*250320*

Illustration des Grauens (3)

Teil 3)


Marx hatte in einem Punkt recht: Wenn er auf die inneren Widersprüche des Kapitalismus hinwies, diese auch darlegte, dann konnte er das deshalb, weil er damit die ideologische Verfaßtheit des Kapitalismus durchschaute. Der wie jede Ideologie letztlich in einer Rechtfertigungsstrategie gründet, die persönliches Versagen, Schuld und Schwäche durch ein angeblich ideales Ziel schön redet.

Diese inneren Widersprüche aber hatte auch und schon gar der Marxismus, der auf eine Weise die Irrtümer der Menschheit zusammenfaßte. Und auf der Grundlage des auf seine Weise genialen Weltsystems Hegels, der den Geist in die materialistische Weltanschauung integrierte, ja materialisierte, dieses angeblich ein für allemal selbstrechtfertigende System des Marxismus schuf. Auf den der Kommunismus zurückgriff, der diese Weltanschauung in die Realität umsetzen zu wollen vorgab. Und dabei elegant überging, daß die Bedingungen in Rußland, die ihm die Gelegenheit zum Putsch im Oktober 1917 in den Schoß fallen ließ, so gar nicht den Marxschen historischen Bedingungen und Voraussetzungen entsprach.

Diese Widersprüche waren und sind es auch, die jedes ideologische Weltsystem über kurz oder lang auf einen einzigen Punkt führt: Den der bloßen, nackten Angst, dem des nackten Terrors. Denn Ideologie zeigt über kurz oder lang ihr wahres Gesicht, und das ist das der fehlenden Vernunft.  Wo aber Vernunft fehlt bleibt nur innerweltliches, irdisches Tun. Und in diesem muß der Mensch scheitern. Dieses Scheitern kann man auf eine Weise tragisch nennen, denn es erfüllt deren Natur. Würde damit nicht etwas Erhabenes verbunden sein, das dem Marxismus in seiner Realitätsform nicht zusteht. Denn in dieser seiner Form ist er böse, ja "das Böse".

In einem solchen System der klandestinen Widersprüche kommt deshalb der böse Charakter nach oben. Auch im Kommunismus setzten sich von Anfang an die expliziten Verbrecher als Leitfiguren durch, fielen aber freilich nicht selten irgendwann ihrem eigenen System zum Opfer. Denn das Böse, das vom Schlechten nur einen Hauch entfernt ist, holt immer noch Böseres (und Schlechtes) nach oben.
Auch den Kommunisten blieb nur eines, was eben bleibt, wenn die Vernunft fehlt, wenn der Leitfaden fehlt, der durch die Welt und die Zeit führt. Ihm blieb nur die Angst als Mittel, das ein Volk und eine Gesellschaft zusammenhält.
Der Kommunismus hatte deshalb keinen schlimmeren Feind als die Vernunft. Die er zur bloßen, innerweltlichen, jede Transzendenz (die doch so evident, so empirisch ist!) abstritt und fernhielt, also zur bloßen Rationalität erniedrigte und verleumdete. Aber wo unterscheidet sich hier unsere Gegenwart, die Gegenwart des Westens davon?




Dienstag, 7. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (8)

Teil 8) Rockefeller, Gates, und anderes.
Fortsetzung der Anmerkungen



Denn es könnte auch die Realisierung eines in einem Papier von 2012 von der Rockefeller-Foundation ausgearbeiteten Szenarios sein, in dem ebenfalls "der Corona-Virus" Auslöser einer weltweiten Pandemie ist. (s. u. a. E. Michael Jones.) Der als rein psychologisch-massenpsychologisches Instrument nicht zufällig innerhalb der üblichen, jahreszeitlich zu erwartenden Grippeepidemie angesiedelt wird. Und als Instrument dient, der Weltbevölkerung nie dagewesene Kontroll- und Steuerungsmechanismen aufzuerlegen.

Ein weiteres Papier, das von der Gates-Stiftung federführend (unter Mitwirkung etlicher weiterer ähnlicher Einrichtungen und Personen) erst im Oktober 2019 unter dem Titel "Event 201" erarbeitet wurde, simulierte zu eben diesem selben, oben beschriebenen Zweck der Einführung totaler Kontrolle ... die pandemische Ausbreitung eines Corona-Virus, der durch Fledermäuse übertragen worden sei. Die Krankheit selbst orientierte sich an SARS. 

Vielmehr muß man sich also fragen, was aus den Maßnahmen der Politik zu schließen ist. Die betreffen uns, und daraus lassen sich geistige Dimensionen und Folgen ableiten.

Unter diesem Gesichtspunkt muß man sogar zu dem Schluß kommen, daß die Corona-Krise nur als Akt des Krieges zu sehen ist.

Der VdZ sieht ein "gesundheitliches" Problem, wenn es schon so eines real gäbe, ohnehin eher als Möglichkeit und sachlich darin begründet, daß die Widerstandsfähigkeit der Menschen in globalem Maßstab durch kulturelle Deprivation so herabgesetzt ist, daß aus bislang problemlos bewältigten Kontakten mit Fremd-/Außen-/wie bei der Autoimmunität vom Eigen- zur Außen- gewordenen Eiweißkonstellationen 
(Viren, Pollen, vielfältigste Allergiepotentiale aus bislang völlig harmlosen, normalen Stoffen; man denke dabei auch daran, daß heute, in der Ablehnung des Vaters und der Tradition als Quelle der Identität, eigene, ontologische Identitätsmerkmale zum Gegenstand der Ablehnung im Urteil wurden, Identität in sich also gespalten und damit aufgelöst wird)
plötzlich Gesundheitsgefährdung erwächst. Weil diese Außenstoffe, die Umwelt sozusagen, ihre Information dem Wirt, dem Menschen also, überträgt und, weil dieser schwach, weil nicht er selbst ist (weil seine proklamierte Identität nicht sein gesamtes Sein umfängt), aufzwingt. Diese Krise nennt man dann Krankheit, oder allergische oder autoimmune Reaktion.

**Der VdZ zweifelt nicht, daß "Oligarchen" und oligarchische Vereinigungen ("Verschwörungen") ihre Hände im Spiel haben. Aber nicht in der Freisetzung eines Virus, sondern in der medial inszenierten, von realen chinesischen Interessen und Mächten (die eng mit den Oligarchen verbunden, ja mit diesen identisch sind) real gebauten potemkinschen Kulissen einer schrecklichen Bedrohung. Die über "mediale Ansteckung" auf die Welt ausgreift und die Tatsache nützt, daß wir uns sämtlich bereits in Welten der Zweitwirklichkeit befinden, von diesen abhängig (und damit der Propaganda ausgeliefert) sind, aus denen wir kaum noch Kontakt zum Boden, also zur wirklichen Wirklichkeit bekommen. 

(Wenngleich wir immer innerhalb dieser wirklichen Wirklichkeit existieren; nur ist dieses Geschehen nicht mehr mit unserem Denken und Wollen deckungsgleich, bzw. umgekehrt, sondern macht mit uns, was wir weder wissen noch bewußt wollen.) 

²Der VdZ kann es nur unter Anführungszeichen stellen. Denn in seinen Augen war und ist es eine Pseudo-Seuche, eine Seuche der Einbildungskraft und des öffentlichen (medial getragenen) Narrativs, in dem die Menschen "Dinge", Daten des sinnlich Erfaßten, einordnen und deuten. Deren Sinn (als Plan, vorgefaßt oder dem eigentlich automatisierten, unfrei ablaufenden, also nicht schöpferisch ablaufenden Geschehen immanent) sich erst bei einem Blick auf die Gesamtauswirkungen auf unser Leben und unsere Staaten erschließt.

Morgen Teil 9) Anmerkungen und Fortführungen



*250320*

Illustration des Grauens (2)

Teil 2)



Hier der zweite Teil der ARTE-Dokumentation, die übrigen Teile folgen in den nächsten Tagen. Behalte der Leser im Auge, daß sie keine Dokumentation ist, aus oben angerissenen Gründen, sondern lediglich eine interessante Illustration einer ansonsten etwas anderen Wahrheit. Die noch viel schrecklicher ist, als es scheinen mag (die Doku wirkt regelrecht verharmlosend). Und daß sich zur Gegenwart Parallelen ziehen lassen, die zu finden diese Doku sogar noch erschwert. Wenn aber das Ewige, das Bleibende, also auch das Gegenwärtige (oder in Teilen Gegenwärtige, das, was nur ein anderes Kleid hat, aber von derselben Wirklichkeit getragen und geschaffen wird) nicht erkennbar wird, wozu sollte Geschichte (und wozu sollten Geschichten) dann dienen?

Und wozu macht man dann eine Dokumentation? Vielleicht gar um zu belegen, daß man sich "davon" selbstverständlich distanziert?
Das "nie wieder", das im Falle des Kommunismus seinen Ton der Halbherzigkeit ohnehin kaum verbergen kann, ist heute doch kaum mehr als eine Frage um die Farbe der Uniformhemden, die Formation der Aufmärsche, und der gefälligeren Grußgeste.




Morgen Teil 3)

Montag, 6. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (7)

Teil 7) Grundsätzliches, Anmerkungen und Fortführungen


Man muß Jones Einsichtenwelt vor allem in der Gewichtung der einzelnen Einflußfaktoren zweifellos nicht immer zustimmen. Seine Argumentation zur Corona-Krise wird in diesem Fall auch erst klar, wenn man in Ruhe den Text liest, nicht nur dem Vortrag im Video zuhört. Allem voran steht und fällt alles bereits mit der Frage, ob es sich hier überhaupt um eine objektive, also als Außen-Ding existierende Krankheit und Seuche handelt. Und das wird bei Jones erst im Essay klar, wo er die wirklichen Zusammenhänge um diese weltweit proklamierte Corona-Krise sucht. 
Deshalb gibt es, bei aller Informationsüberflutung zu dem Thema, manches Überlegenswerte in den Ausführungen von E. Michael Jones. Für den Einsatz als Mittel der Kontrolle durch die Oligarchen braucht es keinen existierenden Corona-Virus, sondern es genügt, daß alle GLAUBEN, daß es diese Gefahr gibt. Und um diesen Glauben zu schaffen, genügen die Medien.
Wenn von einem Virus eine Gefahr ausgeht, man ihn also als "gefährliches Ding" ansehen muß, dann hängt das nicht mit dem Schaffen eines Virus, sondern mit dem kulturell bedingten Zusammenbruch der menschlichen Persönlichkeit zusammen. Dieser kann nicht ohne personifizierte, in Institutionen dingfest zu machenden Einflüssen begriffen werden. 

Wie stehen deshalb auch, wenn man das Ding - "Virus" - ernstnimmt, Gefahren gegenüber, die nicht deshalb bestehen, weil das Begegnende an sich gefährlich ist, sondern die Fähigkeit verdunstet ist, mit ehedem völlig ungefährlichen Dingen problemlos umzugehen. So daß plötzlich - wie bei Nahrungsmittelallergien, zum Beispiel - normalste, völlig ungefährliche, ja genuin menschliche Dinge zum Gesundheitsproblem werden. 

Ob das beim Corona-Virus endgültig der Fall ist, kann der VdZ nicht einschätzen. Die Tatsache, daß er offenbar ständig "mutiert", deutet für ihn eher auf eine genuin menschliche Eiweißkonstellation hin, die als "Corona-Virus" identifiziert wurde. Die aber vielleicht DESHALB "mutiert", weil sie in jedem Menschen natürlich anders sein muß. Und lediglich in bestimmten Merkmalen bei allen gleich ist. Es verhielte sich alles also ähnlich wie beim HI-Virus.

Nach wie vor ist der Informationsstand des VdZ so, daß es noch nicht gelungen ist, und zwar weder beim HI- noch beim Corona-Virus, diesen regel- und medizinisch definitionsgerecht zu isolieren und zu züchten. Vorher aber kann man von einem für sich bestehenden Virus nicht sprechen.

Anmerkungen zu Teil 1)

*Das überzeugendste Argument GEGEN eine solche Waffen-These sieht der VdZ darin, daß es lächerlich wäre, einen Virus zu entwickeln, der sich im Grunde von einem Grippevirus nicht nur nicht unterscheidet, sondern sich (seit 60 Jahren bekannt) im Spektrum der grippalen Viren-Infekte befindet. Außerdem würde sich einmal mehr das größte Problem von Biowaffen gezeigt haben: Ihr Einsatz ist nicht begrenzbar, träfe also auch den, der sie einsetzt. 

Freilich sind in diesen Zeiten der Verwirrung und Suche nach Ordnung (also: Erklärungen) die Stimmen nicht verstummt, die davon sprechen, daß irgendeine Seite in diesem Krieg versehentlich einen entwickelten Virus "verloren" und damit verbreitet habe. Auf Jones Seiten werden einige Beispiele für aufgedeckte Spionagefälle erzählt, die belegen sollen, daß der Corona-Virus aus amerikanischen Biolabors gestohlen, und in China eingelangt und dort schließlich aus einem Labor in Wuhan entwichen ist. 

In einer anderen These wird (wie immer unter vielfachen "Belegen") behauptet, daß die US-Regierung die Forschung an dieser Biowaffe nach Wuhan in China ausgelagert habe. Der Strauß blüht hier leider auch bei E. Michael Jones
Allen diesen Theorien widerspricht endgültig aber das stärkste Argument gegen eine "Biowaffen-These": Der Corona-Virus ist seit den 1960er Jahren als im Spektrum der grippalen Infekte befindliches Virus BEKANNT. Sieben bis fünfzehn Prozent der Grippekranken weisen dieses Virus auf.  Nicht erst jetzt, sondern schon immer. Es ist nicht einmal definierbar, wieweit ein Corona-Virus selbst und direkt Todesfälle auslösen kann. 
Dennoch hat schon 2012 die deutsche Bundesregierung an Szenarien arbeiten lassen, wie Pandemien (am Beispiel einer Corona-Virus-Pandemie!) bekämpft werden sollten.
Wenn Jones auch einräumt, daß diese Frage letztlich unerheblich ist, und man Waffe mit Strategie nicht verwechseln darf. Wir haben es, meint dazu auch der VdZ, in jedem Fall mit der festen "Vorstellung einer Pandemie" zu tun, wie immer diese begründbar ist, die wir aber nicht klären können. 

Morgen Teil 8) Rockefeller, Gates, und anderes.
Fortsetzung der Anmerkungen



*250320*

Illustration des Grauens (1)

Gegen die auf ARTE in diesen Monaten (zufällig mit dem Studium der Schriften von Solschenizyn durch den VdZ zeitlich zusammenstimmend) gebrachte Dokumentation über den GULAG hat der VdZ einiges einzuwenden.

Einmal wird derselbe Fehler begangen wie so oft, auch in der Betrachtung des Hitlerismus übrigens, daß eine posthoc-Interpretation, mit der man versucht, diese Zeit zu verstehen, die noch dazu die Ganzheit der Wirklichkeit weit verfehlt, über geschichtliche Ereignisse und Ereignisfolgen drübergestülpt wird.

So wird eine Linie der Idee und des Planes über Geschehnisse drübergestülpt, die die Geschehnisse selbst gar nicht getrieben hat. Sieht man davon ab, daß die "gefundenen" Ideen meistens gar nicht stimmen.

Und dann wird (oft vermutlich auch verlockt durch einfach eben vorhandenes Material) die zufällige, einzelne und vereinzelte Wahrheit der Tatsachen in den Materialien der Dokumentation zu einem falschen Wesensbild gefügt. Eine wirkliche Ideenlinie aber läßt sich durch den Kommunismus gar nicht finden! Vielmehr war die geschichtliche Abfolge - wie der Hitlerismus - von zufälligen, rein persönlichen und psychologisch Niedrigem und Niedrigstem motivierten Geschehnissen, die wie im Falle des Kommunismus oft einfach etwa von Neid, Eifersucht und Gier getrieben waren.

Von Motiven, die in jedem Fall aus einer zu geringen Wirklichkeitssättigung stammen, die den Menschen zu rationalistisch strukturiertem, falschem Weltbild führt, und durch das Bedürfnis bestimmt ist, ein Scheinbild von Welt zu erschaffen.

In diesem Fall entsteht aber außerdem noch der Eindruck, daß der (letztlich vom selben Weltbild wie der Marxismus gestützte) Liberalismus der Filmemacher einen Ausweg sucht, wie trotz der offensichtlichen Greueltaten des Kommunismus doch ein Ausweg für eine sozialistische Welt (im Kleid des Liberalismus) besteht. Ganz nach dem altbekannten, ach so zynischen Spruch, daß "die Idee ja gut, die Ausführung aber halt schlecht gewesen war."

Teil 1)





Morgen Teil 2)


*Die Fragwürdigkeit der Motive hinter dieser Dokumentation erschließt sich auch aus dem im Film immer wieder verwendeten Lied über den "Heiligen Krieg", ein auch heute in Rußland beliebtes und oft gesungener Hymnus. Darin wird die Würde und das Heilige besungen, das ein Volk erheben läßt, um für sein Leben zu kämpfen. Stalin hatte nach 1941 bewußt an das patriotische Gefühl der Russen appelliert, eine immer gerne sprudelnde Quelle dieses Volkes. Das eben wie ein Bär aufsteht und droht, aber doch letztlich ein weiches Herz hat - für beides steht der Bär. Im "Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945", wie der Zweite Weltkrieg in Rußland heißt, hat sich dieser Bär aus Kraftquellen erhoben, die mit dem Kommunismus nichts zu tun hatten, von denen er sogar profitierte und dann schamlos ausnützte. Stalin wußte das, und wir wissen das. ARTE wohl auch, aber die Gründe, dieses Lied hier einzusetzen und damit Gegenwartsbezug zum heutigen Rußland zu schaffen, das sich erdreistet, patriotische Gefühle zu hegen, liegen auf der Hand.




*160220*
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Sonntag, 5. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (6)

Teil 6) Durch Nacht zum Licht


Wer die Augen öffnet wird nun vielleicht auch begreifen weil erleben, direkt erfahren (welch eine Gnade!), wie sehr der Mensch in eine Gemeinschaft hineingeboren wurde, hineingehört und hineinstrebt. Wie sehr seine Individualität also keineswegs autonom zu sehen ist, wie allen heute eingeredet wird, von der Schule an, sondern wie sehr sein Einzelschicksal vom Kollektivschicksal des Leibes, dem er zugehört, bestimmt wird. Vielleicht wird manchem sogar klar, was es heißen könnte, wenn von "Volk" gesprochen wird - er hat es jetzt, in diesen Tagen und Wochen, vor Augen!*****

Giovanni Gasparro (*1983) - Christus und der Mensch
Wer die Augen öffnet wird vielleicht auch begreifen, daß die seltsame Undurchschaubarkeit, in der wir stehen und in der uns die Welt entgegentritt, ebenfalls von Gott zugelassen sein könnte, und seinem Plan dient. Weil wir damit lernen, uns aller vermeintlichen Steuerbarkeit der großen Welt- und Geschichtsvorgänge zu begeben. Die Welt als Ganzes liegt nicht in unseren Händen, und wer versucht, ausreichend Beurteilungsgrundlagen für diese große Welt zu bekommen, wird erleben, daß er in seltsamer Dunkelheit versinkt. Gerade die Bösen müssen hier ein Scheitern erleben, und vielleicht ist dies sogar der Moment dafür. Weil das Böse niemals in der Lage ist, einen Plan zu entwerfen und zu verwirklichen, der über die irdisch-gottferne Natur eines naiven Wünschens hinausgeht. 
Weil Gott der Herr allen Gelingens ist, und seine Ordnung als Ordnung der Vorsehung jedes menschliche Streben buchstäblich unendlich übersteigt. Ja daß diese Ordnung so großartig ist, daß wir in ihr nur diese Unendlichkeit und Majestät Gottes sehen können. All die menschlich-allzumenschlichen Weltdeutungsmuster, die uns schon so lückenlos beherrschen, die das Narrativ, in dem wir leben und denken, so diktatorisch gestaltet haben, sind damit verglichen nur noch lächerlich armselig.
Wer die Augen öffnet wird sogar sehen, wie sich darin ein Muster wiederspiegelt, das alles über das Wesen der Geschichte erzählt. Das in der Geschichte Josefs, des Sohnes Jakobs, vor Augen steht, der neuerliche Rückgriff auf die Bibel ist keineswegs zufällig. Bei Josef wurde das Übel, das man ihm angetan hat, das Verkaufen als Sklave durch die neidischen Brüder, durch Gottes Hand in Gutes gewandelt. So daß dieser jüngste Sohn Jakobs, der zum pharaonischen Kanzler aufgestiegen war, letztlich sogar die Übeltäter, seine Brüder, in der Hungersnot retten konnte. Denn deren Lebensentwurf scheiterte, und zwar - wie heute - durch eine scheinbar "äußere" Ursache. Aber nie ist der Einzelne ohne alles, was ihn umgibt, ohne alle die "großen" Ereignisse zu verstehen. Alles hängt zusammen, alles ist in die Vorsehung Gottes einbezogen. Jedes Haar am Kopf.

Gott ist somit der einzige, der wahre Herr über die Geschichte, auch heute. Zu keiner Zeit der menschlichen Geschichte war nicht Gott der Herr über alles, hatte nicht Gott die letzthinnige Kontrolle über das Geschehen. Er kann und wird zwar niemals Schlechtes bringen, denn das wäre ein Widerspruch in sich, und Gott wäre damit nicht Gott, höchstens "ein" Gott, als Götze. Aber er hat den Menschen als nach seinem Ebenbild gestaltet und damit mit freiem Willen ausgestattet geschaffen. Und in diesem Willen kann dieser auch Schlechtes über die Welt bringen, denn ohne diese Wahlmöglichkeit hätte der Mensch keinen freien Willen (der wie alles Existierende erst in der Aktualisierung existiert; Anm.).

Giovanni Gasparro (*1983) - Folterwerkzeuge Christi
Was immer die Oligarchie versucht, mag zwar eine gewisse Zeit Leiden hervorrufen und schon gar das individuelle Urteil beeinflussen, also ein bedrohliches Bild erzeugen. Aber alles das ist eitel und wahnhaft. Es kann schon gar nicht verhindern, daß Gott das letzte Wort hat, und aus jedem Übel, das über die Menschheit gebracht wird, auf nur ihm vorhersehbaren Wegen Gutes schafft.

Letztlich können böse Menschen niemals ihren Willen der Welt aufdrücken. Sie müssen sich immer eines Seienden bedienen, und damit führt, was sie tun, immer Sein mit sich. Dieses Sein aber, als Anteil an Gottes Wissen und Ideen (meinetwegen: Informiertheit; Anm.), kann niemals zum Schlechten führen, und an diesem "Henkel" (sozusagen) führt Gott die Dinge letztlich wieder zu einer Ordnung des Guten.

Der Tod als Hinnahme des Leidens, als völliges Hingeben an den Willen und die Verfügungsmacht Gottes, ist jenes Tor, das durchschritten werden muß, damit dann die Auferstehung kommt. In diesem Zusammenhang wird die Herrschaft Gottes in der Welt aufgerichtet. Während das Übel immer zerfällt.
In diesem Sinn wünscht also der VdZ allen Lesern dieses Blog eine gesegnete, gnadenreiche, mit Erkenntnis übervolle Leidenswoche!

*** 

Die Chance in der Corona-Krise für uns liegt also darin, die verborgene Hand Gottes zu sehen. Für dieses Sehen ist freilich auch die Hilfe von Menschen wichtig, ja notwendig, die an jenen Plätzen in der Hierarchie der Schöpfung stehen, an denen ihre Aufgabe darin besteht, diese ihre Erkenntnis, dieses ihr Wissen um die Wahrheit weiterzugeben. Wir müssen also auch gut überlegen, welchen PERSONEN wir unser Vertrauen schenken. Denn das Nicht-Gewußte übersteigt nicht nur unser eigenes Denken, es erschließt sich erst (und erweitert gewissermaßen uns), wenn wir es im Glauben annehmen. Und so ausgestattet, die Welt in neuem, hellerem Licht sehen. Die Corona-Krise ist schon aus diesem Blickwinkel also eine Chance, unseren Glauben neu zu ordnen. Eine Hilfe dazu sind auch in den Augen des VdZ die Bücher von E. Michael Jones.

Sollte das Video mit dem Kommentar von E. Michael Jones zur Corona-Krise nicht abspielbar sein, findet es sich - zusammen mit dem eigentlich noch empfehlenswerteren Langtext - auf den Seiten des Cultur Wars Magazine.

Das Problem zu hoher Ausbildung von Staatsbürgern

Ein nächster Artikel von William M. Briggs, dem "Statistician to the stars", in der freien Übertragung durch den VdZ, mit freundlicher Genehmigung des Autors.


Das Problem zu hoher Ausbildung von Staatsbürgern
von William M. Briggs, erstveröffentlicht am 14. Februar 2020

Leo K, einer unserer treuen Leser, übermittelte uns einen Link, der zu einer Arbeit von Lenore O'Boyle führt. “The Problem of an Excess of Educated Men in Western Europe, 1800 bis 1850 - Das Problem der Übersteigerung bei Ausgebildeten Bürgern in West Europa, 1800 bis 1850” Er tat dies in einem Kommentar zu unserem Artikel über überzogene Ausbildung.* Im Folgenden einige Auszüge aus dieser Arbeit. 
Der Zweck dieser Studie ist zu ermitteln, ob es tatsächlich so etwas wie eine Überproduktion von gut ausgebildeten Bürgern in England, Deutschland und Frankreich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gekommen ist. Die Annahme, daß es diese Überproduktion gab, ist auf den ersten Blick sehr stimmig und wurde auch weithin angenommen. Aber es hat nur wenige Anstrengungen gegeben, diese Behauptung auch durch Fakten zu untermauern.
Ausgebildete Bürger werden hier so verstanden, daß sie folgende Kriterien erfüllen. (a) Zugehörige zu allen Ausbildungsberufen, gleichgültig ob sie an einer Universität ausgebildet wurden oder nicht;  (b) alle übrigen Personen, die eine Universität besucht haben; (c) alle Personen, die eine höhere (älter als 14 Jahre) Schulausbildung im Rahmen der herkömmlichen, klassischen Schulwege genossen haben. 
Ich behaupte bekanntermaßen, daß es heute außer Zweifel steht, daß wir bei weitem zu viele ausgebildete bzw. "hoch gebildete" Menschen haben. 
Das Wort "Überproduktion" verlangt Erklärungen. Es ist vorerst nämlich ohne Sinn, wenn man sagt, daß es bezogen auf die Bedürfnisse der Gesellschaft zu viele ausgebildete Menschen gibt. Es könnte ja auch anders sein: Die Masse der Bevölkerung könnte ja auch - als Beispiel - weit mehr Ärzte und Lehrer gefordert haben, als von den Bildungssystemen geliefert worden sind. Das einzige, was sicher gesagt werden kann, ist, daß es zu viele Männer gab, die für eine begrenzte Zahl von Stellen, die hohes Prestige und Bedeutung haben, ausgebildet wurden. So daß einige dieser Männer sich entweder mit Unterbeschäftigung abfinden mußten, oder die mit Positionen zufrieden sein mußten, die man als weit unter ihren Fähigkeiten stehend ansehen muß. Es gibt bekanntlich eine Kluft zwischen der individuellen Einschätzung des eigenen Wertes und des damit verbundenen Verdienstes, und dem Stellenwert, den eine Gesellschaft diesen Personen zumißt.
Das war auch die These von Eric Hoffer's The Ordeal of Change - Die Angst vor dem Neuen,** die man mit der Eifersucht und der Rache der Schriftgelehrten zusammenfassen könnte. Es ist ein wenig wie die Reporteritis: Reporter berichten über wichtige Ereignisse und kommen dabei leicht in die Lage, sich selbst als bedeutend zu sehen, die für die wichtigen Ereignisse selbst wichtig sind. Nur verrückte Kulturen gestatten freilich, daß das passiert.
Es ging im Endeffekt darum, Bildung als Autobahn zu Wohlstand und Macht zu sehen. Das Ausbildungsdiplom sollte das liefern, was früher die Zugehörigkeit zum Adel garantierte. Gleichzeitig blieb höhere Bildung und Ausbildung mit den klassischen und literarischen Disziplinen verbunden, die man als die angemessene Vorbereitung für die klassischen Berufe ansah. Diese Bildungsberufe haben ihr traditionelles Prestige mehr oder weniger bewahrt. Im Gegenzug wurden dadurch kaufmännische Berufe und die ganze Reihe neuer Berufe abgelehnt und wenig geschätzt, so daß der Druck in Richtung Recht, Medizin, klerikaler und militärischer sowie verwaltungstechnischer Berufe gleichblieb oder sogar anstieg ... 
Diese Situation hat Deutsche in höheren Positionen beunruhigt. Schon im Jahre 1809 hatte Wilhelm von Humboldt den König davor gewarnt, zu viele Männer auszubilden, um dann feststellen zu müssen, daß der Staat unter dem moralischen Druck steht, diese auch in seine Dienste nehmen zu müssen ...
Viele Kritiker des bestehenden Gymnasial-Curriculums meinen, daß dessen Ausrichtung auf ein Studium der Klassischen Studien deshalb wenig klug ist, weil es Graduierte produziert, die jeder praktischen Tätigkeit eine Absage erteilen. Das behindert zum einen die Entwicklung der Wirtschaft des Landes, und steigert zum anderen die Zahl derer, die sich um Positionen beim Staat bewerben. 
Deshalb hat der liberale Reformer des Bildungswesens, Ignaz Heinrich von Wessenberg, schon 1835 geschrieben: "Die Konzentration auf klassische Studien gehört ohne jeden Zweifel zu den schwersten schädlichen Faktoren, die sozialen Zustände betreffend. Denn auf der einen Hand zieht es viele Mitglieder von den produktiven Klassen ab, füllt auf der anderen die Gesellschaft mit Leuten an, die Ansprüche auf Positionen im öffentlichen Dienst erheben, die nicht ohne Nachteile für die gesamte Gesellschaft erfüllbar sind. Denn einer großen Zahl dieser Aspiranten fehlt es an der wahren Eignung für das Beamtentum." 
Die Lage heute ist durch die Einführung von Quoten gemäß rassischer, geschlechterbezogener und auf sexuelle Neigungen bezogener Kriterien bei der Erwerbung von "Bildungsdekreten" noch deutlich schlechter geworden, wo die Fähigkeiten der Quotenleute im Durchschnitt schlechter sind. Bildungsdekrete sind kaum mehr als ein Stück Papier, wie die Erfahrung zeigt, das deren Besitzer aber zeigt, daß er besser ist als es der Wirklichkeit entspricht. Wenn die Anerkennung, die den Dekretbesitzern als Anspruch zugesprochen wird, sich aber dann nicht verwirklichen, entstehen schlechte Gefühle.

Hoffer schreibt, daß nachdem die Pest eine beträchtliche Zahl der Bevölkerung hinweggerafft hatte, einschließlich der Hälfte der europäischen Priester, "eine große Gruppe von nicht-klerikalen Lehrern, Studenten, Gelehrten und Schriftstellern entstand, die nicht mehr Mitglieder einer klar als solche gekennzeichneten privilegierten Klasse waren, und deren soziale Nützlichkeit keineswegs selbstevident war."

Nach wie vor blieb die Macht in den Händen der "handlungsfähigen Männer", und der "Intellektuelle wurde wie ein armer Verwandter behandelt, der die Krumen aufzulesen hatte, die vom Tisch fielen." Selbst "wenn seine Außergewöhnlichkeit anerkannt wird, fühlt er sich dennoch nicht der Elite zugehörig." 
Jeder Stich läßt aber das Pferd ausschlagen
Das ist der Grund, warum der Intellektuelle "auf jeden Hauch eines Reformationsvorhabens angesprungen ist, und zwar bis hin zur letzten nationalistischen oder sozialistischen Bewegung." Nach einem erfolgten Aufstand werden sie aber von anderen starken Männern wieder aus diesen Bewegungen entfernt und "in der Kälte stehen gelassen", denn Intellektuelle sind selten auch Führungspersönlichkeiten.
In Asien und Afrika führte das weitreichende Vordringen der Buchgelehrsamkeit nach westlichem Vorbild zum Aufstieg einer großen Zahl einzelgängerischer Männer des Wortes. Ihre Suche nach einem bedeutenden und nützlichen Leben führte sie - genau wie bei ihren Pendants in Europa - zur Propagierung sozialistischer und nationalistischer Bewegungen.
Hoffer zeigt, wie hebräische Schriftgelehrte und Lehrer, nachdem sie nach der Babylonischen Gefangenschaft in die oberen Schichten vorgestoßen waren, "ihre Vorliebe für die Massen schlagartig aufgaben. Sie schufen sogar ein Wort für den einfachen Bürger, "am-ha-aretz" [ungefähr "Bedauernswerter", "Elender"], ein Begriff, der Spott und Verachtung zum Ausdruck bringt. Soger der an sich sehr freundliche Hillel lehrte, daß "kein am-ha-aretz fromm sein kann." Das findet sich aber nicht nur in der hebräischen Kultur, wie aktuelle Erfahrungen belegen.

Intellektuelle sehen immer das Vordringen in ihr Territorium durch die Massen als "ein Unglück." Nur richtet sich diese Abneigung heute gegen den "Populismus". Der Haß der Intellektuellen auf einfache Leute ist dabei (und wie sollte es anders sein) eine Funktion der Größe der intellektuellen Kaste.

O'Boyle schreibt, daß die Überproduktion von Graduierten unausbleiblich ein großes Reservoir an Frustration und Voreingenommenheit schafft.
Der Literaturkritiker Hermann Marggraff beschrieb 1839 die jüngere Genration als sowohl besser ausgebildet als aber auch fordernder, und in der Folge unzufrieden, denn "bei aller Zusammenballung der Jungen in Bildungsinstitutionen werden nur einige wenige eine Anstellung finden, die ihren Forderungen und Ansprüchen genügt."
Die Ausbildung an einer Universität in Deutschland war kostengünstig. Diese "Kostengünstigkeit" bedeutete, daß selbst ein mittelloser, junger Mann mit halbwegs Verstand und Energie ohne große Probleme höhere Bildung erwerben konnte. Infolgedessen wurde die Universität das allgemeine Mittel zum Aufstieg in der Welt. Das Ergebnis war, daß zu viele junge Männer eine Universität besuchten, und zu viele von ihnen beim Staat eine Anstellung zu erlangen suchten.

Um glaubwürdig zu bleiben, mußte bei vielen eine niedrigere Anstellung ohne Prestige als schmerzhaft empfunden werden. "Edwin Chadwick merkte einmal an, daß zu viele Männer auf einmal eine Universitätsausbildung in Deutschland erhielten. Diese landeten im Endeffekt entweder im Ruin oder in der Unzufriedenheit, und waren zwar für private Dienste ungeeignet, aber auch nicht in der Lage, eine Stellung im öffentlichen Dienst zu finden."
Der Überschuß an gebildeten Männern ... zwingt zu dem Schluß, daß ihre Anwesenheit in einer Gesellschaft zu sozialer und politischer Instabilität sorgen wird ... 
Das Problem könnte sogar in jeder Gesellschaft mit großer Bevölkerung und einem relativ freien Markt chronisch werden. Das Streben nach Anerkennung und das Intellektuellen eigene Desinteresse an manueller Arbeit ist automatisch die Ursache eines permanenten Überschusses an gebildeten, aber ungebrauchten Talenten. 
Technische Übungen können gewiß einen gewissen Abbau dieses Überschusses bewirken, und diesen Menschen zu guter Letzt doch noch zu gewisser Nützlichkeit verhelfen.  Wäre da nicht auch das Problem, daß heute zu viele junge Leute STEM-Dekrete erhalten, die aber nur sehr mangelhaft den Anforderungen des aktuellen STEM (Science-Technology-Engineering-Mathematics) entsprechen. Man denke an den "Ökologie-Studiengang", oder was auch immer zwar heute den Namen "Studiengang" in sich trägt, aber alles andere als eine akademische Qualifizierung bedeutet.


*Der Leser findet Auszüge sowie Bemerkungen dazu auf den Links in diesem Blog, in Teil 1 (Richelieu) und Teil 2 (Briggs)

**Das Buch von Eric Hoffer ist auf deutsch unter dem Titel "Die Angst vor dem Neuen" in den 1960er Jahren bei Rowohlt erschienen, und antiquarisch zuweilen noch erhältlich.




Samstag, 4. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (5)

Teil 5) Hat Gott sein Volk also verlassen?


Die Oligarchen mögen diese Situation heraufbeschworen, ausgelöst und benutzt haben. Erfolg aber haben sie nur, weil die Kirche es zugelassen hat und einmal mehr das Feld den Feinden überlassen hat.

Wenn man diese Realität gewordene Bedrohung vor Augen hat, wenn man vor Augen hat, wie scheinbar lückenlos erfolgreich sich Vorgänge abspielen, die auf die Vernichtung unserer Freiheit und damit unseres Wohlergehens auf Erden (und zwar auch jener, die wir hier großzügig in die Kategorie der "Oligarchen" oder diesen anhängigen Kreisen, das sogenannte Establishment - keine Schichte umarmt das gegenwärtige Geschehen mehr als diese), könnte einem Angst und Bange werden.
Hat denn Gott die Welt, hat Gott sein Volk verlassen, in dessen Mitte er - in der Kirche - zu wohnen ja versprochen hat, und zwar bis zum Ende der Zeiten?
Keineswegs. Denn dieser gewollte Krieg, so Jones, geht einmal mehr nach hinten los. Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade, und wendet die Mittel der Unterdrückung in ihr Gegenteil um, nützt sie um Gutes zu schaffen. Die Effekte aus dem totalen Griff nach der Macht lösen die Bestrebungen der Globalisierung und Beherrschung der Menschen zu großen Teilen in ihr Gegenteil auf.

Das gleichzeitige Verhängen der Quarantäne über weite Teile der Weltbevölkerung ist, so der italienische Buchautor, Journalist und Kirchenkommentator Roberto de Mattei, sogar das Ende des Globalismus, dieser Bedingung der Oligarchie. Dazu kommt eine möglicherweise nun ausgelöste Weltwirtschaftskrise. In Holland werden sogar die Tiertransporte ausgesetzt, Satellitenbilder zeigen, daß sogar die Luftverschmutzung weltweit stark abnimmt - erstaunlich, was und wer da alles derzeit seine Ziele ins Osternest gelegt bekommt. Die Industrie ist weltweit massiv getroffen, die deutsche Automobilindustrie ruht fast zur Gänze. Und das träfe (so E. Michael Jones) auch die Oligarchen an der Achillesferse, konterkariere am klarsten deren Ziel des Globalismus. So, wie jeder rein innerweltlich gedachte, ausgeheckte Plan das Gegenteil des angestrebten Zieles bringt, ist es auch hier.

Selbst die Verringerung der Bildqualität, wie sie Netflix, Youtube und andere angekündigt haben, ist ein Schritt zum Guten. Weil mit der Perfektionierung technischer Vorgänge die schöpferische, weltformende Kraft des Menschen erlahmt. Mit einem Mal scheint ein Rückschritt möglich, den viele so ersehnt haben, meist ohne es zu wissen: Das Leiden an der Gegenwart, von der "gut zu sprechen" freilich unbedingtes Gebot war, ist stumm, doch es hat zum Himmel geschrieen. Es wurde so zum Ruf um Erlösung.
Giovanni Gasparo (*1983) - Die Bedrängnis Jesu
Aber die Erlösung braucht zuerst ... den Tod, das Leiden. Das ist und war die Strafe der Moderne: Gott hat erfüllen lassen, was wir angestrebt haben, und das ist der perfekte Zustand der Hölle - erbarmte sich Gott, und er ließ zu. Von Anfang an, als Gott uns uns selbst überließ, war aber auch das Ende dieser Hölle vorhersehbar. Denn das Böse muß irgendwann in sich zusammenfallen, ja es zeigt sich sogar, daß es letztlich dem Guten dienen mußte. Wo die Nacht am tiefsten ist, bricht zugleich der Tag an. Erst dann, sogar.
Das Corona-Virus, oder sagen wir besser: Die Zulassung dieser Corona-Krise, welch sachlicher Natur auch immer sie ist, ist also auf eine Weise somit zwar auch eine Strafe Gottes, E. Michael Jones sieht es wie wir so***. Die Wirkungsentfaltung der bösen Tat mancher ist aber nicht außerhalb der göttlichen Vorsehung und liebenden Planung für das Heil des Menschen zu sehen. Gott wendet auch hier letztlich das Übel in Gutes. Das Chaos und der Zerfall mag vorerst siegen. Aber die Mächte dahinter vermögen die Dinge der Natur nicht mehr zu einer (neuen) Ordnung zu führen. Das kann nur Gott. 
Wie jede Strafe soll aber auch diese Corona-Krise, die in keinem Fall "für sich" als medizinische Krise gesehen werden kann, sondern nur im Rahmen des geschichtlichen Schicksals der Menschen gesehen werden muß, die Menschen durch das Leiden in die Einheit mit Gott durch Sühne zurückführen, wenn er die Chance ergreift.
Wir erleben nun einen Rückzug der Welt, ein Fasten durch totalen Weltentzug. Auf uns geworfen wird diese Welt uns aber vielleicht wieder das wert, das sie in den Augen Gottes, das sie als Schöpfung für uns ist: Selbstoffenbarung Gottes, Mosaik, Grammatik und Wirkgleichung seines Wesens, und damit der Weg des Menschen zu Gott hin, der in seiner Kultur diese Welt in Gottes Wirklichkeit hineinholt.
Aber wir erleben auch, wie die falsche Entscheidung der Kirchenfürsten, dem Volk die Mittel des Heiles vorzuenthalten, in einem historischen Zug mit den oft so unseligen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte ihren Sinn offenbart. Wir erleben nun, was sich ohnehin abspielte - es wird nun nur "ausgesprochen", wird nun nur bildhaft real:
Der Entzug der Gnadenmittel hat sich in der Devastierung der Liturgie, die einem Rückzug der Kirche aus der Inkarnation gleichkommt, bereits abgespielt, er ist nun nur "durch die Coronakrise" vervollkommnet worden. Vielleicht wird uns durch dieses "Liturgiefasten" auch klarer, welchen Standort, welche Bedeutung die Präsenz Gottes mitten unter uns - in der Kirche, in ihrer Präsenz, in ihrer Liturgie, in ihrem Wirken - wirklich hat, und zukünftig wieder haben sollte. 
Wie sehr an diesem Verschwinden der Zeit, das wir alle erleben, der Verlust der äußeren (kulturellen) Ordnung ursächlich ist, der durch die Gesamtquarantäne hergestellt wird. Und wie sehr der Quell- und Angelpunkt dieser Ordnung - und zwar der gesamten Ordnung! - der Sonntag als Tag des Herrn ist. Und wie sehr wir erst leben, wie sehr unser Leben erst dann von der Idee zur Tat, vom Bild zum Ding schreiten kann, wenn wir in dieser einen Ordnung leben.
Wir leben mitten in einer Revolution, zu der der Shutdown aus medizinischen Gründen genutzt wurde - und sehen nun, daß eine Revolution nichts Neues zu schaffen vermag, sondern nur das Chaos des Nichts hinterläßt.

Sing vom Mond, und von der Liebe










Freitag, 3. April 2020

Doch eine Strafe Gottes? (4)

Teil 4) Machtübernahme "aus medizinischen Gründen" 


Man tut sich nicht schwer, Parallelen zu einer anderen - angeblichen! - Virus-Pandemie zu finden, nämlich der sogenannten "Aids-Pandemie" auf der Grundlage eines HI-Virus. Der bis heute nicht isoliert und gefunden wurde! Der aber weltweit zu massivsten Maßnahmen führte. Man kann das als Probegalopp für die Einführung neuer Paradigmen in das Leben der Bevölkerungen werten: Mit der Etablierung des homosexuellen Lebensstils nicht nur als normal, sondern ja sogar erstrebenswert und überlegen. 

Die Erschaffung eines idealen Konsumenten ist der eigentliche Hauptzweck der Übung. Denn niemand ist so leicht manipulierbar wie der Homosexuelle, der sexuelle "Befreite", der Porno-Konsument, die "befreite" und emanzipierte Frau. Die allesamt mit linker Hand über ihre Begierden und Triebe steuerbar sind.

Aber mehr noch: Die Aids-Panik war der erste Beweis, wie man mit propagandistischer Aufbereitung "medizinischer Krisen" politische Ziele erreichen kann. Zumal sich die Oligarchie schon lange nicht mehr auf Wirtschaft und Industrie beschränkt, im Gegenteil. Ihr Ausgreifen auf die Politik, auf die geistige Verfaßtheit der Völker ist lange schon eigentlichstes Ziel. So ist Macht endgültig unbeschränkt und unbeschränkbar, so ist eine "Kultur" endgültig "stabil", in der die Oligarchen ohngefährdet eine Führungsstellung perpetuieren.
Das Ziel der Politik, das sie mit einer Corona-Krise wie nebenbei erreicht, ist klar und ergibt sich aus ihrer inneren Logik: Die Bevölkerung akzeptiert nicht nur totalitärste Maßnahmen, sondern sie gewöhnt sich im alltäglichen Lebensvollzug daran. Vieles von dem, was heute als "der Not geschuldet" eingeführt wird, wird deshalb dauerhaft BLEIBEN. Und das ist für unsere Betrachtung wichtig! Die Politik hat mit der Corona-Krise einen großen Schritt hin zu ihrer "naturhaften" Zielvorstellung getan: Den einer total kontrollierbaren, keiner Macht mehr gefährlichen Bevölkerung. 
Es wird zukünftig keinen relevanten Widerspruch mehr zu biometrischen Ausweisen, Gesichtserkennung, Überwachung der Bewegung und Bewertung von Individuen und Gruppen als Gefahrenpotential geben. Zwangsmaßnahmen in medizinischen Belangen (Impfungen, Medikamente) und durch die Exekutive, willkürliche Bewegungsverbote "bei Gefahren", zentralistische Regulierung von Schlüsselindustrien zwecks Stabilisierung der Volkswirtschaft aus nationalem Interesse werden wie selbstverständlich akzeptiert werden. 
Giovanni Gasparro (*1983)
Niemand wird sich überhaupt noch dafür interessieren, wenn - wie jetzt, in dieser willkürlich herbeigeführten Notlage - sämtliche Datensammlungen, die bisher noch damit warben, garantiert für sich zu stehen, eines höheren Interesses wegen, also nicht nur aus medizinischen Gründen, sondern aus jedem möglichen Notstand, schamlos ausgewertet und benutzt werden.
Die Regierungen benützen nun die selbst herbeigeführte Notlage wie Diebe in der Nacht****, um so viele vollendete Tatsachen wie möglich zu schaffen, um nach dem Notstand ein larmoyantes "nun ist es schon einmal so" auszustoßen, zumal so ein Notstand jederzeit wieder ausbrechen könnte.
Nicht zuletzt: Niemand wird noch Einwände gegen die Regulierung der Religionsausübung haben. Je mehr Widerstand von manchen wenigen Seiten dagegen kommt, umso weniger. 
Daß China mit seiner totalitären Art der Krisenbekämpfung nun ungeniert als Vorbild bewundert, akzeptiert und mit großer allgemeiner Zustimmung nachgeahmt wird, erzeugt Gänsehaut. 
So wie es Gänsehaut erzeugt den Eindruck zuzulassen, daß die Politik Gefallen am Gedanken findet, die verhängte Quarantäne wie eine Zuchtrute zu verwenden, die man aus medizinischen Gründen je nach Volksverhalten drei, vier, fünf oder fünfzehn Wochen aufrecht halten kann. Und sei es in Teilen, etwa beim Versammlungsverbot. 
Und was wird geschehen, wenn die Aufhebung der Quarantäne in (sagen wir) drei Wochen von einem Wiederanstieg der "Infizierten" beantwortet wird? Werden dann die Maßnahmen wieder verschärft, also auf den heute erreichten Punkt zurückgeschraubt? Wie oft ist dann dieses Zwangsschrauben-Jojo verwendbar, ohne der Erstanalyse - der Gefährlichkeit, die diese Maßnahmen rechtfertigt - zu widersprechen, und damit alles bisherige Handeln, mit allen Folgeschäden, als Irrtum zu bewerten? (An dieser Stelle sei auf eine aktuelle Diskussion im Fernsehen hingewiesen, die diese Fragen stellt.)

Die Kirche hat sich unterworfen

Giovanni Gasparro (*1983)
Daß in den Maßnahmen und Folgen Orwell'sche Dimension der Corona-Krise, die bei unverändertem Kurs nicht nur auf einen weltweiten Wirtschaftszusammenbruch zugesteuert wird, ist Mittel für einen ganz anderen Zweck. Der die Völker in ihrem Mark treffen soll. Das zeigt sich darin, daß sehr schnell die öffentliche Ausübung des Kultes durch die Kirche verboten wurde. Und die Kirche unterwirft sich anstandslos dem Staat. Diese Erfahrung der Rangordnung der Lebensdinge wird zweifellos eine der bleibenden Folgen aus dieser Coronakrise sein.
Der Aufbau der abendländischen Kultur, dem das Hineinholen der Menschen in das Reich Gottes zugrunde liegt, den wir somit der Kirche zu verdanken haben (so wie jede Kultur der Religion zu verdanken ist), war dem genauen Gegenteil zuzuschreiben. Die Reputation der Kirche war bis in die Neuzeit hinein ihrem unbedingten Willen geschuldet, auf der Seite der Menschen, auf der Seite des Volkes zu stehen.³³ 
In wenigen Resten (auch hier, in einer aktuellen Reaktion des Instituts Philip Neri in Berlin, das auf respektable Weise die öffentliche Messe per Rechtsweg (sic!) durchsetzte: Ein Gottesdienst, in dem die Gläubigen Mindestabstände einhalten, so die erfolgreiche Argumentation, gefährde die Menschen weniger als jeder Supermarkt, und sei außerdem psycholgisch unersetzlich wertvoll für die Immunreaktion; Anm.) ist das zwar auch heute noch erfahrbar, aber der Niedergang des Abendlandes (und damit der Welt!) ist zuerst ein Niedergang der Kirche - als Gott bei den Menschen - gewesen. Wir erleben heute deshalb nicht zufällig diese scheinbare Koinzidenz der Verdunstungen von Gesellschaft und Gnade. In der wir erschüttert vermerken müssen, daß der Papst nichts Relevantes zur Sinndeutung dieser Zeit zu sagen weiß. 
In der wir erschüttert dies als das Siegel des Zustands des Verfalls einer Kultur (und damit der Individuen) erkennen, in dem der Ort des Papstes verdunstet ist: Es wird gar nicht mehr erwartet, daß ein Papst Relevantes zu sagen hat.³³³
Leider hat die Kirchenhierarchie in den letzten Jahrzehnten immer weniger - und heute gar nicht mehr - begriffen, in welchem Kampf wir als Volk Gottes und als Menschheit stehen, und daß dieser Kampf ein Kulturkampf ist. Sie unterstützt sogar noch eine Einschränkung der Freiheit in der für den Menschen ERST-NOTWENDIGEN Angelegenheit, der Teilnahme am Kult, anstatt dagegen aufzustehen. Anstatt das effektivste Mittel gegen eine solche Seuche anzubieten: Das Gebet. Das Opfer vor Gott.

Stattdessen bleiben die Menschen zuhause und entziehen sich damit der kulturellen, dinghaften, institutionalisierten Ordnungsmacht des Lebens. Damit verdunstet das Handeln. Begleitend wurde der Zugang zu Medikamenten erleichtert. In dieser Flachheit der Langeweile, die die stärksten Antriebe zur Welt hin nicht mehr befriedigen, füllen sie die Herzen mit Ersatzwelten.

Nicht nur in der Propaganda, egal von welcher Seite, üben sie somit weiter die falsche Befragung der geistigen Ebenen ein, aus denen das Urteil über Lebensdinge stammt. In diesem Gewöhnen an rein gedankliche Weltbewegung spielt vor allem die Vorstellungswelt der Pornographie eine große Rolle, die auf eine der stärksten Kräfte im Menschen abzielt, die Sexualität. 
Wir haben hier den perfekten Spiegel der wahren Verhältnisse in der heutigen Welt vor Augen. Die Kirche hat sich dem Staat unterworfen, und eine sich als absolute Wahrheit aufplusternde "Wissenschaft" diktiert nun der Welt - im stillen Auftrag der Oligarchen - die Wahrheit. Diktiert, was zu tun und zu lassen ist, und scheucht die Kirche von der Bühne. Die Kirche auszuschalten gehört sogar zum Heilsprogramm der Menschheit.
Doch mehr noch. Die Dinge der Welt werden kategorial mit menschlichen Ideen vertauscht. Sie werden damit benutzt, um eine Situation der lückenlosen und umfassenden Unfreiheit zu schaffen, denn in den Medien wird die Herrschaft über die Ideen Realität. Die christliche Identität - in Italien exemplarisch sichtbar - wird zerstört, zugunsten einer "Versklavung unter eine Ideologie der Unmoral, als globalistische, malthusianistische Abtreibungs- und Migrations-Agenda, die der Feind der Menschheit und der Familie ist," wie Erzbischof Viganò es formuliert. 
Das gesamte soziale, öffentliche Leben ist aus medizinischen Gründen ausgeschaltet (wobei die Abtreibungskliniken in den USA geöffnet bleiben). Unsere Länder haben sich in riesige Konzentrationslager verwandelt, in denen die Exekutive als Wächter darauf achtet, daß alle in ihren Baracken bleiben, und die "sanitäre Diktatur" (Zitat Weihbischof Athanasius Schneider) der Oligarchen aufgeht.