Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Christentum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Christentum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 21. November 2022

Die Heranbildung einer Bruchlinie

In einem Gepsräch mit Martin Mosebach aus dem jahre 2018, abgehalten in einer Veranstaltungsreihe des Österreichischen Integrationsfonds, wird deutlich von ihm herausgearbeitet, daß Europa das Problem der Massenzuwanderung nicht bewätligen wird. Denn die einzigen Wege, wie das bewltigt werden könnte, werden allesamt ausgeschlossen. Damit bleibt nur noch Ratlosigkeit und Rückzug aus der Diskussion, weil die Diskussion jene Wege verbietet, die zu einer praktikablen Lösung führen würden. Noch mehr aber fehlen Voraussetzungen, die praktisch nicht mehr restauriert, shcon gar ncihtneu gegründet werden können. 

Mehr als neutraler Beobachte also kann man nicht mehr sein oder werden. Denn auch die bekannten Formen von Aktionismus werden angesichts der Tatschen lächerlich. Was kommen wird kann also nicht vorhergesehen werden, und dennoch wird mit Riesenschritten  die Lage unserer änder und Völker in einen Zuzstand vorangetrieben, wo er aus überraschenden, explosiven Kräften heraus vermutlich schlagartig einen veränderten Gesamtzustand annehmen wird. 

Samstag, 27. August 2022

Das Heidentum ist angekommen (2)

Ein falsches Geschichtsbild - auf mehreren Ebenen - Um etwas, das also dem rein irdischen Leben hinzugefügt wird. darum geht es in allem, was Kirche ist, in den Sakramenten, der Liturgie, ihrer Spiritualität, die zu allererst eine Spiritualität der Gottesnähe und deshalb der von diesem geschenkten Gnaden ist.
Damit ist der Film in seiner tieferen Substanz notwendig unhistorisch. Und in die Reihe der heute so allgemein gewordenen "Religionskritik" einzureihen, die in Wahrheit Ausweis der Dummheit und charakterlichen Verworfenheit und Bösheit dieser Zeit ist. 

Aber lassen wir nun einmal diese beiden Kriterien weg, trennen wir uns davon. Denn es gibt noch eine, eine noch bedeutendere Ebene, auf der dieses vermittelte Geschichtsbild irrt und diesen Irrtum verbreitet. Denn es geht um ein viel tieferes Problem.

Freitag, 26. August 2022

Das Heidentum ist angekommen (1)

Es fügt sich in die Reihe einiger letzter Artikel, was aus der britischen TV-Serie "The White Queen" heraus zu sagen ist. Formell wird die Geschichte der dem niedrigen englischen Adel entstammenden Elisabeth Woodville (die Stammmutter aller englischen Könige seither wurde, von ihr stammt auch die heutige Queen ab) erzählt, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert die Bühne der Weltgeschichte betritt. 

Die 10 Teile zu je einer Stunde schaffen einen Spanungsbogen, der die historischen Ereignisse nur wenig untreu werden. Wie beim Korrepetitor, der "einen vollständigen Eindruck" aus einem viel komplexeren Stück zaubert, wird die Geschichte fast nacherzählt, ohne dorhtin abzusteigen, nur illustierend zu sein. Das ist eine Leistung, die man schätzen muß.

Geschenkt deshalb das längst ins Lächerliche abgleitende Bemühen der von Ideololgie okkupierten Kunst, mit dem Bemühen eines fünfjährigen Muttinucklers das überwltigende Wirken der Frauen in der Weltgschichte zu beweisen. Erstens hat das nie jamand berstritten, und schon gar nicht tun das die Patrarchalisten - sie sagen wie ich: Die Welt liegt in dern Händen der Frauen! - und zweitens stimmt es nicht für die wirklichen historischen Ereignisse und Willensprozesse, die genuin männlich sind. Und wo Frauen nur auffallen, wo sie Männern nacheifern, sich dabei aber als Frauen verlieren. Gestalt, nucht Funktion ist das schöpferische Prinzip der Welt und der Geschichte. Dazu freilich gleich mehr.

Unserer Elisabeth Woodville aber sagte man offenbar nach, eine Hexe gewesen zu sein.

Mittwoch, 13. Juli 2022

Regierung ist immer personal

Nicht zum ersten mal, wurde im Corona-Ausschuß 111 beklagt, daß staatliche Institutionen (Justiz, Polizei) durch private Interessensgruppen instrumentalisiert würden. Nun ist das zwar richtig, aber in einem größeren Zusammenhang gesehen ga rnicht anders sein kann. Denn wen nauch diese Corona-Aufklärer ständig von Demokratie reden, so bekritteln sie Zustände, die nicht die Demoikratie deformieren, sondern zu ihrem Wesen gehören. 

Das da wäre, daß sich auch in der Demokratie die wesensgemäß EINZIGE Organisationsform des Menschen - chthonisch, aber unvermeidlich weil ontologisch motiviert - ihre Bahn sucht. Und die ist nicht dmeokratisch, sondern monarchisch und hierarchisch, also ein System der persönlichen Gefolgschaft, die einer PERSON geleistet wird. 

Mittwoch, 8. Juni 2022

Im Prinzip dargestellt

Ein Prinzip - Ganz sicher kann man deshalb sagen, daß es keine Idee heidnischer, nicht-christlicher Religioen gibt, die Substanz hat, die sich nicht auch im Christentum wiederfindet, dort freilich in ihrer reinsten und vollkommensten Form. Man kann es durchaus abre auch so furmulieren: Es gibt praktisch kaum eine Idee im Christentum, die sich icht in einer mehr oder weniger abgeänderten Form auch in den Heidenreligionen findet.

Aber nicht in einem Sinne, daß der Katholizismus (kat-holon - das Allumfassende) wie ein synkretistisches, ekklektizistisches Unterfangen alles aufsammelt, wie der Staubsauger in meiner Wohnung, was da so herumliegt und -lag. Und auch nicht alles in völlig gleicher oder der direkt gleich zu verstehenden Weise enthält, wie alle diese Religionen und Weltanschauungen (die ja zu guten Teilen ebenfalls Religionen sind, so rational sie sich auch geben mögen - schon dieses Bekenntnis zur Rationalität kommt einem religiösen Bekenntnisse gleich) 

Dienstag, 12. April 2022

Man nannte sie "Rus" (2)

Man lernt eben nie aus. - Wer das Christentum als "Lehre" auffaßte, als Lebensweisheit, Weg zu einem guten Leben und vor allem viel Gutmenschentum, der fühlte sich immer schon überlegen. Das war dann so "vernünftig", und die Verünftigen haben die Aufklärer beileibe nicht erfunden, sie waren sogar in dieser Attitüde des Vernunftbezuges (und der Freiheit des Individuums) ihrer Grundgeste gleichgeblieben: Unverstnadnes Christentum. 

Das in Wahrheit natürlich Katholizismus war, der ja das Christentum als Teilmenge enthält (und nicht umgekehrt, wie es fälschlicherweise heute meist verwendet wird.) Aber die "Vernünftigen" waren schon immer nicht nur die "verfolgte Mehrheit", sondern so voller Irrtümer und Widersprüche, daß man gar nicht fertig wird, wollte man sie aufzählen und gar ordnen.

Das ist schon oft, ja sehr oft versucht worden, und oft sogar richtig tauglich und gut, wie mit der "Summa contra gentiles - Summe gegen die Heiden" durch Thomas von Aquin. Die so frisch und modern daherkommt, daß es so manchem die Gehirnwindungen durchputzen könnte wie nach einer kräftigen Prise schärfsten Seemanns-Schnupftabak. Aber der Irrtum ist eben kein Verstehensproblem, nicht zuerst zumindest, sondern eines einer individieullen Entscheidung und Charakterdeformation, die sehr menschlich ist, sozusagen, und das macht ihn auch unausrottbar, weil er mit jedem, wirklich jedem Menschen auch neu auftritt. 

Der eine aber läßt sich nicht über den Tisch davon ziehen, der andere benutzt die Rationalisierung seiner feststehenden inneren Geste gerne, so unterscheiden sich die Menschen eben. Jeder, dem eine Laus über die Leber gelaufen ist, findet dann seine "Gründe", warum der Katholizismus, der von ihm etwas verlangt (auch das trifft man immer wieder und wieder an, und jeder glaubt dabei, er habe das erfunden) das er nicht geben will, das genaue die eine welche Mühe kostet, die er nicht leiste will, ein Haufen gequirltes Schietenpürree ist.

Montag, 11. April 2022

Man nannte sie "Rus" (1)

So wirklich viel wissen wir nach wie vor nicht von den Wikingern. Aber was wir wissen ist doch recht zuverlässigen Quellen entnommen. Da sind einmal die vielen archäologischen Spuren, die sich von England bis Baghdad durchziehen, und dann sind da einige Berichte. Einer aus Byzanz, wo der Kaiser seinen Bruder im Westen, der damalige Ludwig der Fromme, Sohn Kaiser Karls, ganz offensichtlich in diplomatischer "Schönwetter-Mission" ganz herzlich grüßen läßt, ihm viele Geschenke schickt, und so nebenbei eine Gruppe von blonden Hünen übergibt.
 
Die entstammen einem Volk "von weit weg", schreibt er, mit dem die Byzantiner seit geraumer Zeit Handel treiben. Und die ihn gefragt hätte, ob er ihnen nicht weitere GeschäftskKontakte vermitteln könne. Das täte er hiemit, und wenn Ludwig mit ihnen nichts anfangen kann, na dann soll er sich halt einsperren (oder töten, das meinte er wahrscheinlich), er sei ihm dafür dann nicht böse.

Ich schreibe das, weil von diesem Bericht ausgehend einer der beiden Hauptströme ausgeht, woher denn der Name "Rußland" stammen könnte. Denn Theodosius VII. nennt sie in seinem Schreiben "Ros". Geht man dem Wort weiter nach, dann zieht sich eine Verbindung zu "rus/roa (norw.)/rur", quasi "die Ruderer". Auch die Islandsagas, eine wichtige Quelle, berichten von den Austrvegr, den Ostfahrern. Denn der Osten ist in der Geschichte der Vikinger ihr (fas möchte man es so sagen) größerer, wichtigerer Lungenflügel. 

Sonntag, 20. Februar 2022

Die Kultur im Fleische

Die Klageweiber [mit ihren violett angemalten Gesichtern] waren [trotz des in von niemandem erwarteten ausgreifenden Schritten erfolgten, langen Aufstiegs zum Berge Mose, dem Musa Dagh] hinreichend bei Kräften - nicht einer ging auch nur der Atem schneller - um sofort an die Arbeit zu gehen. Nunik [die Nasenlose, deren Schneidezähne aus dem lippenlosen Gesicht starrten, und deren Alter der Legende nach hundertfünzig und mehr Jahre betrug], Wartuk, Manuschak und die anderen hockten sich zu den Toten. Ihre schmutzigen Klauen enthüllten die schon erstarrten Gesichter. Und dann hub an ihr Gesang, älter vielleicht als die ältesten Lieder der Menschheit. Er wurde ohne Unterbrechnung wiederholt, bis der letzte Stern sich im ergrünenden Himmel löste. 

So arm der Text war, so reich veränderte sich die Melodie. Manchmal wars nur ein langes gleichlautendes Stöhnen, manchmal eine Kette heulender Koluraturen, manchmal ein ödes, schmerzverschlafenes Nicken derselben zwei Töne, endlos, manchmal ein schrilles Aufbegehren, und dies alles nicht etwa frei und der willkürlichen Eingebung foldend, sondern gesetzmäßig und überliefert von jeher. Nicht jeder der Sängerinnen, [denen nicht viel zu den Chorgestalten der antiken Tragödie fehlte], besaß die altbewährte Kunst und Stimme Nuniks. Es gab unter ihnen auch mäßige und daher eigennützige Künstlerinnen, deren Gedanken während der Arbeit ausschließlich mit dem Geldbeutel der Hinterbliebenen befaßten. Was nützten dem reichsten Manne hier obern seine Pfunde und Piaster?

Donnerstag, 6. Januar 2022

Von falschen Propheten vor Troja (3)

Was Wagner, Nietzsche, Hitler und Julius Apostata mit Evchen Herman gemeinsam haben ist derselbe Fehler im Verständnis von Natur. Der Rest ist Lüge. - Bringt es etwas, sich auf Herman zu berufen, wenn es um Gender geht, wenn man obigen Text liest, und daraus ihre Gesamtausrichtung ziemlich ernüchternd aufs Sonntagslätzchen gekotzt kriegt? Wie es ein Nietzsche, ein Wagner (man lese die Texte etwa im "Meistersinger") und nicht zuletzt ein Hitler (oder wie der Bürstenbartträger aus Braunau hieß) auch vertragen. Alles nicht neu, alles längst schon dagewesen, und alles eine wirklich sehr typische Erscheinung für Kultur in ihren Bewegungen.
 
Auch ein Kaiser Julius Apostata (+366) fällt darunter, der noch einmal versucht hat, das Ruder herumzureißen, und sein Volk vor der Zerstörung alles Natürlichen durch das (knapp fünfzig Jahre zuvor erst von seinen Vorgänger Konstantin zur Staatsreligion erklärte) sich so herrisch gebärdende Christentum (also die Kirche) zu retten. Das die doch jedem Menschen quasi ins Geburtsbett spendierte natürliche Gottesempfinden und -glauben verdrängt, zerstört und überhaupt damit alles Gute Wahre Schöne verhindert.  
Oder folgen wir einem falschen Schiff, weil wir uns von den bunten, lockenden Fähnchen im Wind blenden lassen? 

Mittwoch, 5. Januar 2022

Von falschen Propheten vor Troja (2)

Vom Giftmischen, vom Natürlichen, und vom Natürlichsein, dem das Übernatürliche aber fehlt. Das nur von Gott selbst vervollständigt werden kann. Nicht von falschen Propheten. - Man muß das ja verstehen, oder? Denn das Geistige ist halt nicht sichtbar, tut mir leid, Jesus. Und gehört halt wirlich nicht zu dem, das anerkannt wird, wo man täglich geliebt und gehätschelt wird, und vor allem "gesellschaftlich anerkannt relevant" ist, also auch zur gehaßten und kritisierten Minderheit gehört. Was alles sich leicht ertragen läßt, wenn man sich nicht allein weiß und wissen darf. Wenn man etwa einen ehemaligen Fernsehstar hört, der DAS JA AUCH SAGT.

Ich habe es häufig erlebt, wie bei einem Kennenlernprozeß das Gegenüber regelrecht eine Checkliste abarbeitete um zu prüfen, ob ich zum selben Stall gehöre wie er. Darunter eben Namen wie Herman. Oder Kelle. Und vor allem dieser ... na wie heißt dieser Ex-DDR-Junkie, mit seinem Blog und seinem schmierig-charmanten Glatzkopf-Schöngeistschmalz? Genau, Klokonovsky oder wie sich der schreibt. Die sagen doch alle dasselbe (wie unsereiner), und die sind sowas von, aber sowas von. Unlängst hat er zum Beispiel geschrieben ... genau, so ist es nämlich, endlich sagt es einer. 

Dienstag, 4. Januar 2022

Von falschen Propheten vor Troja (1)

Auf der Suche nach einem Buch von Madeleine Delbrel fand sich seltsamerweise als Empfehlung in einer Nebenspalte (Spiritualität und so irgendwie Rechts- und Nationalistentum, denkt wohl der große Bruder amazon in den Algorithmen, die ihm zu mir einfallen, und sucht Dazupassendes aus seinem Angebot) stieß ich auf ein Buch von Eva Herman. Die sich in den mittlerweile über 10.000 Blog-Beiträgen nicht zufällig nicht einmal als Stichwort niedergeschlagen hat; zumindest fand ich nichts.
 
      QR Buch Eva Herman      
Und wohl nicht zufällig. Denn das Nordblondchen, das nun die Mutteraufgabe neu entdeckt hat (nur ist sie dazu leider schon ein bissel alt; zur Umkehr ist es zwar nie zu spät, denn Herman war früher ein Nüttchen am NDR-Strich, bis sich ihr die Augen öffneten, und sie aus dem Sender rausflog, was zur "Partei der diesmal aber wirklich Guten weil Verfolgten" der Kritiker und Contradenker endgültig qualifiziert). Sie ist in meinen Augen immer das gewesen, was sich in diesem Buch zu entdecken scheint: Ein Trojanisches Pferd. 

Samstag, 20. November 2021

Die Vorstellungen von Vikingern (3)

Die späte Phase der Vikinger. Erst wird der Christ in der Schlacht besiegt, dann wird er ausgeplündert. - Aber in diesem Stadium beginnt ein Faktor aufzustehen, den es bisher im Leben eines Volkes nicht gegeben hat. Weil die einen in einem Gesamtsystem des An-sich-reißens schwächer werden, sobald sie das Schwert aus der Hand legen, sobald sie die andere Wange auch hinhalten, sobald sie dem Hemd auch noch den Rock hinterdrein werfen, ab diesem Moment beginnt die Ausplünderung und der Diebstahl das bestimmende Element zu werden. Und ab diesem Moment - auch bei den Vikingern, ist archäologisch binnen kurzer Zeit die Zunahme von Migration festzustellen.

Schlechten Menschen geht es immer gut. Guten Menschen sehr oft schlecht. So hat es meine Mutter oft formuliert. So resigniert sie das auch meinte, es steckt ein Funke Wahrheit drin, nimmt man den "kurzen Blick". Der feststellt, daß scheinbar der Christ in Nachteile gerät.

Freitag, 19. November 2021

Die Vorstellungen von Vikingern (2)

Was aber bleibt? Der Sand in unseren Augen. Nicht nur die Vikinger gingen freilich unter, als sie Christen wurden, und damit bleibend. Aber vielleicht sehen wir genau deshalb deren letzte - aber nur die - in Walhalla. - Man muß sich in vielem eben fragen, wie es damit aussieht, wie viel bei bloßem Sand bleibt, den man uns in die Augen streut, oder der uns durch überzogene Vorstellungen angeblich möglicher weil nötiger Freiheit unzufrieden und kirre machen soll. Bewußt gesagt: Soll. Um unsere Gesellschaften zu destabilisieren, die sicherste Methode der Kriegsführung, man lese SunTsu.

Werter Leser, beantworte er sich doch einmal, wieviel von seiner Arbeit von anderen (nicht zuletzt: vom Staat, der mindestens die Hälfte des Wertes einkassiert) abgeschöpft wird. Oder wie es etwa mit der berühmten "Freizügigkeit der Ortswahl" aussieht, betrachtet man die Lebensrealität des allergrößten Teiles unserer Bevölkerungen ganz nüchtern. Nicht nur ist es oft aus sozialen Gründen nicht möglich und erwünscht, unser Leben ist doch in der Regel schon durch offene, freiwillig einzugehende (weil "zum Leben dazugehörende") Zwänge und Verbindlichkeiten so festgezurrt, daß wir uns kaum noch einen Millimeter bewegen können. 

Montag, 5. Juli 2021

Die Welt als Regal von Wachsmodeln

"Am meisten offenbaren wir von uns dort, wo wir etwas am verbissensten verbergen."

Thomas Merton

***

Das die Welt Prägende ist der negative Abdruck, den alles Lebendige, alles Welthafte (das als solches Gestalthaft ist) im anderen hinterläßt. Deshalb müssen wir uns im anderen suchen. Und das einzig Lohnende am Leben ist, den Blick hinaus zu richten, und sich in das Begegnende zu vergeben.

Die Welt ist ein Arsenal von Models, in das wir fließen, um "etwas" zu werden, um überhaupt zu sein: Als einem Wachsmodel eingeprägtes Antlitz. 

Das in uns und in jedem Betrachter kraft des Heiligen Geistes Realität wird. Und so über uns aus uns Initial für diese Welt wird. Die also im Bilde Gottes wurzelt, aus diesem lebt, aus diesem geschaffen ist.

***


Das ist das Geheimnis des "Schweißtuches der Veronika". Das ist das Geheimnis des Tuches von Manopello.

***

Das Sein im Abdruck (negative Theologie), in der Spur, die es hinterläßt, ohne selbst sichtbar zu sein. Die Welt wird so zur Antwort, und darin erkennen wir die Frage.

Die Frau ist am meisten sie selbst, wenn in ihr das Bild der schönsten aller Frauen, der Frau an sich - der Gottesmutter - erkennbar wird. Sie wird so zum Negativ, zum indirekten Abbild des göttlichen Herren, sodaß jeder, der sich in ihren Mantel schmiegt, in Wahrheit von jenem Model Jesus Christus umflort wird, das einem im Ausmaß der Fügbarkeit (also des Gestorbenseins allen Eigenwillens, der also nicht Wille deshalb ist, weil er aus dem absoluten und absolut freien Willen Gottes stammt) selbst das Antlitz Christi aufprägt.

Samstag, 3. Juli 2021

Veganismus als Schuld an der Erde (4)

Was aber, wenn es ganz anders ist? Oder: Von der Heimtücke der Schuld. - Bislang hat sich das alles wie von selbst geschrieben. Erklärung folgte auf Erklärung, und die Logik der Sprache zog acht Seiten Manuskript aus dem tiefen Bauch der Verarbeitungsmaschinerien. Aber ist es wirklich so? Sind Veganismiker und Vegetarier tatsächlich Vertreter der Wiedereinführung des Matriarchats? Oder sollten wir es nicht zumindest einmal versuchen, die Sache viel stärker von der Schuld her aufzuziehen. Denn das Matriarchat zu wählen ist ja identisch mit der Vermeidung von Schuld. 

Jetzt hat aber Schuld etwas Heimtückisches. Weil sie ein Widerspruch zum ontischen Gefüge dessen ist, was einerseits der Welt zugrunde liegt (also über die Idee durch die wollende Liebe Gottes "zum Weltwerden schiebt"), und anderseits den, der gegen diese Ordnung verstößt (weil allem Weltsein eine ideenhafte Ordnung zugrunde liegt, die jener Ort ist, an dem alleine sie bestehen kann), eine reale Spannung in sich verspürt. Die Abführung verlangt. Sei es, daß man sie in Alkohol und Drogen versenkt, sei es, daß man sie in Ersatzhandlungen abführt, WENN die Handlung, die diese Spannung auf natürliche Weise abführen würde, so tabuisiert und abgelehnt wird, daß sie nicht in Frage kommt.

Freitag, 2. Juli 2021

Veganismus als Schuld an der Erde (3)

Zurück von der Pinkelpause, erschrickt der Vergewaltiger der Mutter vor sich selbst. Es wird ernst.Gott und Erde stehen also in einem Widerstreit, in dem Gott - natürlich ist er immer der Sieger! - die "Mutter Erde" zu vergewaltigen aufruft, als er den Ruf ausstößt: Macht Euch die Erde untertan! Was er nach dem Sündenfall im Fluch des Verstoßes aus dem Paradies noch einmal nachschärft. Als er der Frau das Schicksal zuspricht, daß sie vom Manne nicht nur beherrscht wird, sondern diese Herrschaft durch ein viel tiefer gehenderes Begehren herbeisehnen wird. 

Damit haben wir genug Material gesammelt, um die Aussage begreiflich zu machen, ja sie sogar zu unterstützen. Daß im Veganismus/Vegetarianismus** das Matriarchale als jener Lebensuntergrund wieder aufersteht, der ohne schöpferischen Eingriff auszukommen meint. Und dem Erlebnis des gottähnlichen Menschseins im Willen, der aus dem Vorhandenen "Neues" macht, der die Vorgänge der Natur düpiert und "ausnützt", eine Absage erteilt. Sodaß auch uns immer deutlicher wird, warum die bewußte Wahl von Pflanzen als Lebensmittel einen ganzen Kosmos an Weltanschauungen und Lebenshaltungen enthält.

Donnerstag, 1. Juli 2021

Veganismus als Schuld an der Erde (2)

Mutter, wo hast Du das Tabu hingelegt?Unter diesem Gesichtspunkt wäre auch die biblische Erzählung der Schuld Kains durch die Tötung seines Bruders Abel neu zu durchdenken. Denn natürlich hatte dann Abel, der eine reiche Ernte eingefahren hat, durch seine Schuld nicht nur eine stringentere Notwendigkeit zum Sühn- und Dankesopfer als Kain erworben, der in einem neutralen Verhältnis zu Gott geblieben war. Sodaß sich auch der "Neid" Kains in die Kategorie jenes Neides eingliedert, den Jesus selbst in der Geschichte vom verlorenen und wiedergefundenen Sohn darstellt. 

Als nämlich der Sohn, der all sein Erbe durchgebracht hat, der durch Ungehorsam der Welt Gewalt angetan hat, und in Dreck und jener Verlorenheit geendet ist, in der jede menschliche Eigenmächtigkeit endet, weil sie sich außerhalb der Ordnung der Natur (!) stellt - was ja die eigentliche Beschreibung des Wortes "Sünde" ist, als also dieser Nichtsnutz und Verräter angesichts seines Elends bereut (und wer würde da nicht seine Tat bereuen?) zurückkehrt, wozu es allein schon eine Menge "Chuzpe", also Frechheit braucht, sondern wo der Vater ihn sogar mit einem Fest bewillkommnet, das die besten Früchte der harten Arbeit des verbliebenen treuen, rechtgläubigen weil gehorsam gebliebenen Sohnes im Opfer verbrennt.

Mittwoch, 30. Juni 2021

Veganismus als Schuld an der Erde (1)

Oh, singe den Zorn, oh Göttin des Peleïden Achilleus (oder auch des Hans Zurngreiter, den Buben vom Bert), darüber, wie man sich täuschen kann. Oh, wie oft leben wir in Verhältnissen, deren wahrer Hintergrund oft im selben Verhältnis anders und sogar kontradiktisch ist, als seine Deckmäntel in Wortgebilden errichtet eine stille Gegebenheit und Selbstverständlichkeit nützen, also ins Leere stoßen. Wo dann ein wortreiches Gebilde darüber gesponnen wird, das nichts weniger als eine Lüge, als der berühmte Mündungsrauch, der verhindern soll zu sehen, woher das Geschoß wirklich kommt. Genau das läßt sich über den Vegetarismus, noch deutlicher aber über das Veganertum aussagen. 

Dessen Ideologie (und kein Veganer bestreitet, daß seine Einstellung eine solche ist) nicht nur dadurch ihre matriarchalisch, matrizentrische Gründung verrät, daß sie wie ein Heißluftballon über der Erde schwebt und kein Loch in seiner Außendecke erlaubt, weil er sonst aus dem Gleichgewicht gerät, den existenznotwendigen Auftrieb verliert und abstürzt, nein - er verrät diese Herkunft durch seine Wiederspiegelung in der Mythologie.

Samstag, 29. Mai 2021

Neues von der Gestaltsicht (3)

Teil 3) Und wir? Wir sehen einen Vatermörder, der als Lebenssituation mit Aufreißerschmäh um halb zwei an der Bar hängt


Denn hat sich die via Vererbung ähnliche bis gleiche Disposition zuerst noch in der Hinwendung zur Musik geäußert, greift ein Sohn (meist etwa zur Mitte seines Lebens) nach dem Vater. Eine folgerichtige Ablöse in der ontischen Ausrichtung des menschlichen Lebens auf Lebensphasen, die wiederum im Insgesamt des menschlichen Geschickes stehen, das generationenübergreifend IST.

QR Stefan Verra
Jetzt wissen wir somit, warum Stefan Verras jüngst erschienenes Buch den Titel trägt "Auch Leithammel sind nur Menschen" - als Zertrümmern der Vatergestalt! Und warum er dann mit Schopenhauer, diesem klugen Beobachter und Protokollisten der Eristik, der Kunst "im Gespräch zu siegen" daherkommt. 

Denn Evolutionisten müssen ja (sonst fehlt das unbedingt notwendige Prinzip des Fortschritts, des "warum" sich etwas entwickeln soll) das Leben als Kampf klassifizieren. Den sie selbst ja tatsächlich führen. Evolutionisten künden also (wie alle) nur von sich.

Dennoch rezipiert Verra manches gut. Das tun Liberale bekanntlich, die heute gerne diesen Zug zum "Konservativen" haben, wir haben oft schon darüber gehandelt. Was er übers Verkaufen sagt ist völlig richtig! Verkauf ist ein Seinsübergang, hat der VdZ (der ja nicht wenig Erfahrung mit dieser menschlichen Handlung hat) hier schon öfter formuliert. 
Der Kunde stimmt im "Verkaufsgespräch" einem Produkt zu, weil er es letztlich als in seine Seinssphäre zugehörig einstuft. Und somit ist sein "Kaufwille" als Wille, der als Verteidigungsgestus eines bereits Besitzenden (bzw. bereits Besessenen) am allerbesten beschreibbar ist.

Freitag, 28. Mai 2021

Neues von der Gestaltsicht (2)

Teil 2) Der eine liest, der andere sieht die Gestalt 


In eine ähnliche Kerbe, sogar noch direkter die des Gestaltsehens, schlägt dieses Gespräch desselben Senders mit dem Osttiroler, dessen Vater (nanonana, wie der Wiener da sagen würde) Bildhauer ist. Und was ist ein bildender Künstler mehr und anders als ein Gestaltseher! 

Was ist überhaupt ein Künstler mehr als ein Gestaltseher, der von dieser nur dem geistigen Menschen sichtbaren "Unsichtbaren" so gefangen ist, daß sie seine Lebensgrundlage ausmacht. Wenn sich also der im ersten Teil dieses Beitrages vorgestellte Eric Standop als Gestaltleser vorstellt, so stimmt umso mehr, wenn sich Stefan Verra als Gestaltseher bezeichnet. Er sieht, der andere liest, je nach Medium, in dem er tätig ist, aber immer ist es dieselbe Archetypik der Stellung zur Welt.