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Mittwoch, 27. März 2024

Das Denken der Dummen

Es dauert mindstens zwei, oft weit mehr Jahrhunderte, bis sich sogenannte "wissenschaftliche Erkenntnisse" - also als allgemein gültige Aussagen über die Welt und Wirklichkeit geltende, autoritativen Status genießende Aussagen - als Volksmeinung durchgesetzt haben. Weit mnehr als Wahrheiten betrifft dies aber Irrtümer. Ja ich vermute sogar, daß letztere in erster Linie so lange brauchen, weil sie mehr natürliche Widerstände in der Erkenntnisfähigkeit des Menschen überhaupt zu überwinden haben. Oder: Indoktrinierung braucht weit mehr Zeit als eine natürliche Wahrheit udn Erkenntnis.

Für das, was wir als Aufklärung bezeichnen, gilt das allemal. Und hat dabei durchaus amüsante Seit3en. Was mir besonders bei der "Wahrheit" auffällt, die bis heute als "Durchbruch des wissenschaftlichen Erkennens gegen die dumme Glaubensindoktrinierung" gehandelt wird. Kaum ein Pantoffelheld, der nicht für sich in Anspruc nimmt, dem Glaubenden himmelhoch überlegen zu sein, indem er als Wahrzeichen dieser Überlegenheit den "Fall Galileo Gelilei" heranzieht. Der habe ja bewiesen, wie dumm die Kirche - Ausgangspunkt des Glaubens, denn jeder Glaube geht vopn einer Autoerität aus, DER geglaubt wird - .in den absurden Irrsinn getaumelt ist, an eine flache Erde einerseits, an den Geozentrismus andersetis zu glauben. Galileo habe bewiesen, was wir heute mit Sicherheit wissen, so die Mär: Die Erde drehe sich um sie Sonne, und sei mitsamt dem Sonnensystem (aus etlichen Sternen, die sich um die Sonne bewegen) nur ein winziges Teilchen eines gigantischen Weltalls.

Donnerstag, 22. Dezember 2022

Physik als nachgeordnete Hülle einer Matrjoschka (2)

Das Matrjoschka-Prinzip. Hierachie der Wissenschaften heißt, daß die Theologie der Physik die Grammatik des Sach-Erkennens liefert - Was bei Zeilinger noch stärker als bei Dürr auffällt, zumindst mir. Denn niemals kann sich Metaphysik (als Philosophie und Theologie verstanden) "von unten her" bzw. !aus der Biologie" heraus zu einer Aussage kommen. ZUERST muß die Theologie da sein, und DANN kann die Welt der Dinge begriffen werden. Däürr sagft das an einer Stelle sogar, ohne daß es aber die Verbindung zu SEINER nicht-katholischen (hath-holon heißot ja nichts anders als "ganz umfassend") Theologie erkennt.

Diese scheinbar ziemlich verwegen Aussage (wer bin ich, wer ist Zeilinger?) wird mit in einem weiteren Voirtrag von 2016 bestätigt, wo der Physiker vor Bischöfen referiert hat. Schon in einem der ersten Sätze bestätigt Zeilinger, daß er das nicht verstanden hat. Wo er sagt, daß die Theologie (udn die Physik) jeweils nur dann in Konflickte geraten sind, wo sie "ihre jeweiligen Grenzen überschreiten." 

Mittwoch, 21. Dezember 2022

Physik als nachgeordnete Hülle einer Matrjoschka (1)

Diesen Vortrag hielt Hans-Peter Dürr im Jahre 2007, und ich empfehle ihn zum aufmerksamen Studium. Selber möchte ich nicht viel zu den Inhalten sagen. Die üblichen Hinweise, daß Dürr gegen eine wirklich gegen Esoterik und religiösen Relativismus "undicht" ist, kennt der regelmäßige Leser ohnehin. 

Aber in diesem Vortrag gelingt Dürr eine Art der metaphysisschen Sprache, die mich verblüfft hat. Und vielleicht fällt dem Leser dieser meiner Seiten etwas auf. Vielleicht fällt ihm ((wie mir) auf, wie nahe sich diese Sichtweisen, in denen die Grenzen zwischen Physik, Philosophie, Theologie und Dichtung kaum noch gezogen werden können, gekommen einander sind. In denen ich mich von einer völloig anderen Seite wiederum genähert habe, als Dürr.* 


Das zu entdecken fällt mir mit den Aussagen Anton Zeilingers allerdings deutlich schwieriger. In diesem TV-Gespräch, das aus 2006 stammt, wechseln Passagen, in denen er völlig "dunkel" wird, mit Passage, die wirklich bemerkenswert sind. Denn aus seiner (vor Wochen mit dem Nobelpreis dekorierten) Einsichten in die Welt der Quantenphysik kommt der österreichische Physiker zur Aussage, daß aus naturwissenschaftliher Sicht ein mechanistisches Weltbild nicht aufrecht zu halten ist. 

Samstag, 3. Dezember 2022

Der Mensch im Zentrum des Universums

Das immer wieder neu Faszinierende an dem Film "The Principle" liefern die derzeit weltweit führenden Astrophysiker. Sie kommentieren die Entdeckung, die 2013 gemacht wurde, udn die das gesamte herkömmliche Modell des Kosmos, das die Physik seit Kopernikus müham zusammengeschustert hat, in sich zusammenfallen läßt. Denn man kann die Entdeckung nicht igrnorieren, daß eine exkate Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung - die bislang als älteste Strahlung im Universum vom angeblichen Big Bang, den Urknall also, zeugen soll - eine Struktur darin entdeckte, die jeder Annahme über eine Zufälligkeit des Kosmos widerspricht. 

Sie ist nämlich nicht gleichmäßig über das All verteilt, sondern zeigt klare Muster. Und diese Muster sind in Achsen angeordnet. Wenn man diese Achsen aber verfolgt kommt man zu der verrückten Tatsache, daß sie sich alle ... in der Erde schneiden. Das heißt, daß das Weltall, betrahtet man es nach Evidenz, einen handfesten Hinweis darauf liefert, daß die Erde tatsächlich das Zentrum des Universums ist. Und daß das Universum sich rund um die Erde dreht.

Donnerstag, 20. Oktober 2022

Existenz als Co-Existieren - Zur Verschränkung (2)

Zum Wesen der Verschränkung. Nobelpreisträger Zeilinger als Widerlegung der Schul- und Bildungstheorien. - Die Verschränkung von Teilchen spielt sich also ontologich in einer Hierarchie ab , deren Ausgangspunkt der Ort ist - das "Sein als Photon" (z. B.) Von diesem Wesen ausgehend, das aber keine "Zeit" hat (die tritt erst mit dem Weltwerden hinzu, also "nach" dem Verschränktsein), sind die als verschränkt auftretenden (Photonen-)Teilchen analog. 

Aber nicht wie Synchronschwimmer, die ZUSAMMEN EIN Muster bilden, und daran mit je gleichen Bewegungen teilnehmen, sondern als Einzelschwimmer, die jedes für sich das Ganze des Beziehungsumfassenden - die Ordnung, der alle Teilchen gleich gehorchen - darstellen. Und die mit dem Eintreten in die Zeit (die Phtonen bewegen sich) in je einen je neue Beziehungsordnung eintreten, mit der sie interagieren. 

Das dürfte der Grund sein, daß sie bisher einzige "Verwendung" für "Krypto-Informtion" tauglich ist. Weil nur der Empfänger alleien durch sein Empfangen, bei dem er an einen Ort mit dem einlangenden Photon tritt, damit auch den Schlüssel hat, unter dem er die einlangende Information deuten, als Informaton die Informaiton selbst erkennen kann. 

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Existenz als Co-Existieren - Zur Verschränkung (1)

Wenn man begreift, daß WESEN eines Dings nie isoliert zu denken ist, sondern immer AN EINEM ORT, dann erweitert sich das 'Begreifen aller Dinge zu einem DING IN EINEM BEZIEHUNGSNETZ. Aus dem es nie herauszureißen ist, sondern auf den es immer bezhogen bleibt.

Damit wird auch verstehbar, daß alle Dinge AN DIESEM ORT (der nicht irdisch reduktiv als "Ort" gedacht werden darf, sondern als Metapher für das Zusammensein jedes Dings mit anderen an einem Seinspunkt, einem Knotenpunkt von Bezogenheiten, die jedem Ding WESENHAFT anhaften, also auchnicht abzustreifen sind, was immer ein Mensch tut. )

Dienstag, 27. September 2022

Weil sich alles bewegen muß

Wenn es so leicht war, den Großteilo der Bevlkerungen unsere Länder zu einer leidenschaftlichen Parteinahme (meist: für die Ukraine, für dieses sich "heldenhaft verteidigende Volk") zu bewegen, so gibt es dafür wohl recht einfache Gründe. Gründe, die jedenfalls nicht in Politk oder Globalstrategie usw. liegen. Das sind posthoc-Rationalisierungen für ganz andere Bewegungsursachen.

Deren eine mit den gerade zurückliegenden zwei Jahren Coronalähmung zu tun haben. IN denen alles in Unbweglichkeit verharren mußte, was der Lage in einem Sarg gleichkommt, und zwar in sehr vieldeutiger Weise. Denn alles was ist, ist durch SELBSTBEWEGUNG.
 
Um das zu explizieren, greifen wir vorerst einmal auf die Frage nach dem zurück, was die Erde zusammenhält, wie es Hildegard von Bingen so großartig gesehen hat. Das ist nämlich voer allem DER WIND. Jene vier Hauptwinde, die die Erde umwehen, grob zu teilen nach Himmelsrichtungen (ausgehend vom Osten). SIE SIND ES, die bewegten Lüfte. Sie halten die Erde zusammen. Und sie tun es, weil sie das Einzelne, das Ding, WEG (vom Ort) treiben wollen, also aus der Ruhe hinaus. 

Das setzt ein "Spiel" in Bewegung, das aus dem Versuch besteht, etwas vom Ort wegzutreiben, dem dann das Sein als Entzündung des Selbstwillens (als Behauptung des eigenen Wesens, das damit aktiv - actu - wird) Widerstand leistet, sich aber genau damit in die Welt hinein errichtet UND SOGAR ERST SO WESENSGEMÄSZ VERWURZELT.

Freitag, 9. September 2022

Als würde das Wetter das Wetter erklären

Der Inhalt dieses Vortrags des ungarischen Geophysikers (und Klimatologen") László Szarka ist dermaßen umfassend und (hinter den Worten) tief, daß es mir fast die Sprache verschlagen hat. Ich will aber denoch einige Aussagen herausgreifen, weil sie die gesamte Klimafrage auf ihren Punkt zu bringen. 

Die erste ist, daß es ein unsinniger und bislang auch gescheiterter Versuch ist, von so etwas wie "Weltklima" zu sprechen. Der herkömmliche Begriff des "Klimawandels" hat deshalb überhaupt keinen Inhalt, und niemand kann ihn zufriedenstellend erklären. Wonach also wird dann beurteilt, Panik verbreitet, "Evidenz" angemeldet? Den derzeitigen Ansatz der "Erforschung des Klimawandels" läuft damit auf den simplen aber völlig unzulängiliche Umstand hinaus, daß Wetter mit Wetter erklärt wird, und das sei dann Klima.

Montag, 22. August 2022

Irrelevant, weil der Welt entfremdet

Die Vielzahl und Dichte der Belege für die hier vertretene Sichtweise, daß unser Zeit die Welt nicht mehr zu denken vermag, daß wir also nun den (bereits erfolgten, unumkehrbaren) Totalniedergang der Kultur des Abendlandes erleben, ist beeindruckend, wenn man einmal begonnen hat, diese Fenster zu öffen. Und es gibt uch aktuell Geister, die mit ihren Erkenntnissen in diese Fahrwasser gekommen sind. 

So sieht man plötzlich in den Aussagen von Alexander Unzicker, über den ich bereits vor etlichen Jahren hier berichtet habe, die selbe Diagnose, nur nicht in den ganzen Rahmen eingebettet, lediglich auf die Astrro-Physik (Physik) bezogen. 

Pohlmann - Unzicker
In einem jüngst mit Dirk Pohlmann geführten Gespräch nennt es Unzicker für sein Gebiet, die Astro-Physik, aber beim Namen:
Die bahnbrechenden Erkenntnisse der Physik sind schon 100 Jahre alt. Seit den 1930er-Jahren steht alles.
Was seither geschah ist nur noch der "Nachlauf" der Erkenntnisse, die um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erfolgt sind.

Samstag, 20. August 2022

Gedankensplitter (1431)

Man kann mit Fug und Recht mit Robert Spaemann sagen, daß der heutige Mensch in Jean Jacques Rousseau seinen Protototyp hat. Nahezu seine gesamte Philosophie kann als Schale herangehzogen und mit den heute landläufigen und dominanten, auch "wissenschaftlichen" Anschauungen befüllt werden -es wird nahezu kein Rest mehr bleiben. Keine Leerstelle, und kein Rest. Es deckt sich verblüffend.

Offenbar dauert es also 200 Jahre, bis sich eine Philosophie verallgemeinert. Auch wenn das kein Automatismus ist, sondern wiederum ganz bestimmten (persönlichen!) Motivkämpfen unterliegt, so kann bei den Ieen von Rouseau doch gesagt werden, daß sie so fundamental in die menschliche Psyche eingreifen, daß sie tatsächlich "weltbewegend" waren, und diees Kultur zutiefst durchwirkt haben. 

Donnerstag, 30. Juni 2022

Gedankensplitter (1238c)

Mir will da scheinen, als baute sich aber noch ein weiterer Horizont der Entlarvung auf, der die gesamte Ökologiebewegung der letzten Jahrzehnte nicht einfach nur zu einem widersinnigen Verlangen. sondern sogar zu einem lebensfeindlichen Wahnsinn macht. Denn die Zunahme des CO2 in der Luft ist zweifellos ein Ergebnis der Zuname der Lebensfreundlichkeit der Erde. Das zeigt auch, daß Wärme die Freigabe von CO2 steigert, und Wärme ist lebensfördernd. Sodaß unsere Gegenwart praktisch ausschließlich (in klimatishen Hinsichten) als Auftauchen aus jenen Eiszeiten zu sehen ist, die vom 15. zum 19. Jhd. noch einmal eine Abendvorstellung gab. 

Wenn wir nun aber dem Kreislauf des Lebens auf der Erde unterbrechen, wo eins dem anderen dient, beginennd von "der Erde", dem Kot, der im Mineral kristallisiert und verfestigt, dann geht es uns wirklich an die Substanz. Denn dann sind wir es in diesem Wahn der Weltrettung tatsächlich, die unsere eigenen Lebensführugn in Elend und Not verwandeln.

Mittwoch, 29. Juni 2022

Gedankensplitter (1238b)

"Ich bin Grüne," meinte unlängst eine Dame zu mir, und meinte dies im Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoß bei Kohlekraftwerken, der angesichts des Ukraine-Konflikts samt dem Rattenschweanz an Lügen und Desinformation, der damit zusammenhängt, plötzlich keine Rolle mehr spielt. Weil man um Rußland zu bestrafen die eigene Energieversorgung annulliert, und nun zwangsläufig auf Kohle-Verstromung (und Atomenergie, auch bei uns nur noch eine Frage von Monaten, allerhöchstens) zurücksteigt.

Wie in Österreich, wo man das seinerzeit größte Kohlekraftwerk in Malnitz, das seinerzeit 80 Prozent der Fernwärme von Graz (samt Weichbild rund 500.000 Einwohner), das erst vor zuwei Jahren stillgelegt worden ist, nun wieder aktiviert. Was ein halbes Jahr und hunderte Millionen an Umrüstungskosten nach sich zieht, alles um Vladimir Putin zu bestrafen. 

Dienstag, 28. Juni 2022

Gedankensplitter (1238a)

Lisa Eckhart (über die ich demnächst wohl eimal handeln werde, denn die Kabarettistin schafft es immerhin, durch eine nächste Stufe der Substanzvermeidung - Stichwort "reden ums Überleben") sagte jüngst einmal den Satz, daß Globalisierung geheißen habe, überall auf der Welt das erwerben zu können, wo es am billigsten ist. Deshalb stehe unsere Wohlstandsexistenz auf jenen Wackelbeinen, die nun einzustürzen drohen. 

Mir kommt es am meisten auf das Wort "billig" an, denn es hat so unversalen Inhalt. Etymologisch stammt es aus dem Bedeutungsbereich "mäßig", oder auch "angemessen", und wurde noch vor hundert Jahren eher als "positiv zustimmend", "geziemend" (wie der Weigand erwähnt) verwendet. In Zusammenhang mit Personennamen findet man es sogar mit "Billi-". Im Altgermanischen fand es als "bilewit" sogar noch positiver, als "einfach, unschuldig" Verwendung, udn findet sic in der Bezeichnung eines "guten Geistes", eines "Kobolds" wieder, dem bilewiz oder bilwiz.  Und die heutige Gesetzesprache kennt es nach wie vor nur positiv, als Billigkeit, im Sinne von Angemessenheit. 

Donnerstag, 16. Juni 2022

Reposting Freiheit, Masse und Gemeinschaft

Reposting vom 27. November 2013 - Wieder gebracht weil ich es in der Aufrufstatistik fand, und mal "nachschaute" - und mich dann gefragt habe: Was will ich nach DIESEM ARTIKEL noch sagen? Da ist ja alles enthalten!?

In der Masse ist der Einzelne seinsmäßig nicht unersetzlich, sondern lediglich unentbehrlich. Er ist nur in seiner Zuverlässigkeit aufgerufen, auf diese einesteils reduziert, und andernteils durch deren Inhalte definiert. Er gewinnt in der Masse neue Eigenschaften dazu, die er als Einzelner nicht hätte. Die "Massengesellschaft" verleiht also dem Einzelnen ihre Eigenschaften. Sie hat einen eigenen Ausdruck, den sie dem Teilen aufprägt. diese besitzen Ausdruck und Verhalten nur in der Masse und als Teil der Masse, gewinnen gleichsam ein zweites, ein Massen-Ich, wie Hans-Eduard Hengstenberg schreibt. Im Namen der Masse kann man etwas tun, was man selbst nie verantworten würde.

Masse hat keine Konstitution wie die Gemeinschaft, sondern nur eine Komposition. Auch im Organischen unterscheiden wir eine bloße Zell-Assoziation (z. B. bei manchen Algen-Arten) von einem eigentlichen Zellorganismus (z. B. der höher entwickelten Pflanze). Masse verleiht auch nicht eigenlich die Masseneigenschaft, sondern "zwingt sie auf", ohne Ansehen der Person. 

Freitag, 27. Mai 2022

Weitere Bausteine

Wenn wir uns zu einer bestimmten Tat entscheiden, zu Handlungen, in denen wir uns einem zu Tuenden hingeben (und diese Hingabe ist das Entscheidende, weil erst dann eine Handlung überhaupt gegenwärtig sein kann, und also aktiv zum Persönlichkeitswerden beitragen, was von der überhaupt dann entscheidenden Bedeutung ist, geht es um die Sinnfrage von Mensch und Schöpfung), handeln wir zwar im Kleinen, Detailhaften (und wo es daran mangelt, hat die Handlung ihren fundamentalsten Mangel, womit wir die eigentliche Bedeutung der Wissenschaft für das Menschsein ansprechen) Aber das WIRKLICHE HANDELN, das unserem Detailtun anhaftet, diesem eingeschrieben ist, liegt auf einer ganz anderen Ebene. Wir treten nämlich ZUVOR einer personalen Identifikationsform bei - einem Ort.
 
Agere sequitur esse - Das Sein ist zuerst, dem erst entsteigt dann das Handeln, ja das Sein gibt dem Handeln sogar seine Grenzen, sein Maß vor. Nun gibt es aber keinen Ort, der nicht - als Welt, als Erde, als Schöpfung, in aller Verschränkung bis hinein ins Himmlische - genuin ein menschlicher Ort ist. Nicht zu einem solchen "gemacht" sogar, sondern Welt und Schöpfung ist ZU ALLER ERST ein Manifestieren eines Persönlichen. 

Samstag, 21. Mai 2022

Als es fast so war, wie es sein sollte (7)

Ausblick und Zukunft. Was folgt einer mißbrauchten Uhr? - 1667, also mehr als einhundert Jahre nach dieser glücklichen Epoche, wird John Milton seine sarkastische, zynische Bilanz ziehen. In "Paradies lost - Das verlorene Paradies" bleibt nur noch ein nihilistisches Fazit, weil die Versuche eines Ersatzkozepts sämtlich gescheitert sind. 1660 war gerade Cromwells Utopie vom "Gutmensch als einzig legitimem Führer" gescheitert, als nächster Anlauf im Ringen um den besseren Staat, der seit Heinrich VIII. gebildet werden mußte, denn - England hatte etwas dafür aufgegeben. 

Das Paradies auf Erden, sozusagen, das England bis Heinrich VIII. "Reformen" hatte man zerstört, um ein noch besseres zu gründen. Aber wie weit war man dafür gekommen? Multon "mußte" also die metaphysische Fundierung der Menschheit entkräften, denn die Vergangenheit stand als Zeuge gegen die Gegenwart auf. England war bereits tief gespalten, und zwei Drittel seiner Menschen kämpften mit dem nackten Überleben, die Macht war in den Händen von immer Wenigeren konzentriert die sie einsetzten, um sich noch besser abzusichern, ja in die Ewigkeit zu retten. Die neue Theologie einer "anglikanischen", autokephalen Kirche, die den Umbrüchen nachgeliefert worden und - was war das nun erst für ein Paradoxon - Ausdruck tiefsten Hasses auf das Christentum war, war nicht mehr als die Bemäntelung vorausgegangener Todsünde, die ein Volk ins größte Unglück gestürzt, aber mit einem goldbestickten Scheinmantel winkender Weltmacht umgeben hatte.

Es fehlt also ein Wort zum weiteren Schicksal Englands, wie es der Zeit der Tudors folgte. Dessen glückliche, vielleicht glücklichste Phase der Geschichte nur zwei Generationen dauert. Zu wenige Widerstände, zu harmonischer Wohlstand lassen Begehrlichkeiten und Keckheiten aufstehen, die sich nach innen zu wenden beginnen. Schon für Heinrich VIII. enthielt die perfekte Welt, über die er herrschte, eigentlich alles, was er brauchte. 

Freitag, 20. Mai 2022

Als es fast so war, wie es sein sollte (6)

Ehe das große Filmen ausbricht, noch ein Epilog - Gerade unterbricht die Kirchenglocke von Szentlélek gegenüber mein Schreiben, zerreit die Dichte der Konzentration zur ebenfalls bestehenden Aufforderung zum "Angelus", und reißt mich so aus allem Werkhaften heraus. Werter Leser, meint er, daß das so sein sollte? Meint er nicht stattdesen mit mir, daß sich die Distanz zwischen Kirche und Lebensablauf schon daraus ergeben MUSZTE, weil sich nach und nach zwischen dem göttlichen Weltenlauf und der realen Kultur- und Zivilisationswelt immer größere, immer unverinbarere Kluft aufgetan hat, DIE VON DER ZEIT ALS BEGRIFF DER UHREN- UND MESSTECHNIK AUSGEGANGEN IST? Meint er nicht stattdessen mit mir, daß der Grund dafür, daß ir mittlerweile in separaten Welten leben müssen, deren eine die göttliche und von Gott qua Schöpfung VORGEGEBENE ORDNUNG DER WELT ist, und deren andere eine völlig mutwillig gewordene, zufällige, künstliche Welt der ent-gotteten, nur noch anthropo- bzw. ratio-genen Welt 

Vielleicht mag er darüber nachdenken, während er im Anschluß an so viel Text vielleicht doch beginnt, diese englischen Filme anzusehen. Die eine Welt vorstellen, die wir vor fünfhundert Jahren defnitiv zu verlassen begonnen haben. Als wir zum letzten mal eine Welt erlebt haben, in der sich der Mensch in der von Gott vorgegebenen Schöpfungsordnung entfalten konnte, und so eine Epoche erleben durfte, nach der man sich regelrecht sehen könnte.

Sonntag, 8. Mai 2022

Auf der Suche nach einer Ordnung (4)

Aber wissen Sie, geneigter Leser, wer diesem Rußland NOCH als Feind, und zwar als Todfeind - gegenübersteht? - Das ist ein großer Teil des amerikanischen Judentums. Das ist auf jeden Fall das Judentum in Kalifornien, das im 19. udn 20. Jahrhundert Hauptzielort der Juden des ehemaligen Kazariens war. Und das ist ein Teil des Judentums der Wallstreet, das sich freilich zu einem guten Teil vom Aschkenadse-Judentum Osteuriopas unterscheidet. Weil die Wall Street sich auf die viel ältere Kapitalkraft der sogenanten Sephardischen Juden, also der Juden des Mittelmeerraumes stürzt. Die also der Austreibung aus Spanien im 16. Jhd. über Amsterdam, London und New York gewandert und ihre Netzwerke viel früher als die Ashkenadse aufbauen hatten können. 

Letztere waren einmal die Juden, die aus dem im Mittelalter aufkommenden Konflikt der (turkvölkischen) Juden des Kazan Reiches bzw. Kazariens, das sich im 7. Jahrhunder nördlich des Schwarzen Meeres gebildet hat. Der Name lebt ja noch heute in Kaz-achstan, Kas-pisches Meer, oder Kav-kas (russ.), also Kau-kas-us, dem früheren Bollwerk gegen die Muslime Arabiens. Einer der vielen Mongol- und Turkstämme, die diese je nach Betrachtungsweise fünd- bis achttausend Kilometer lange und zweitausend Kilometer breite riesige eurasische Steppe bevölkerten, und die ihren Ursprung (in Sem, einem der drei Söhne Noahs) eben vom nördlichen Kaukasus genommen hatten, und sich bis Korea, China, Vietnam, Japan ausgebreitet haben.  

Mittwoch, 4. Mai 2022

Ab dannen/da die Welt/in Widerspruch zerfällt

Wollen wir uns an dieser Stelle aber noch einmal genauer mit einen Themenbereich befassen, der das Kernstück der Thesen Walter von Lucadou's ist. Es iost mechanistisch wie dessen gesamtes Weltbild. Denn was immer er auch einschränkend dazu sagen wollte, er ist materialistisch und letztlich also a-theistisch. Das ist gewiß der Grund, warum er sich doch so großer Beliebtheit offizieller deutscher Stellen erfreut. 

Aber das schicken wir nur voraus, um eine gewisse Vorsicht einhzumahnen, weil eine gewisse Ideenstruktur bei ihm sehr brauchbar scheint, um etwas zu verstehen, was auch wir sehr ähnlich sehen, aber noch nicht so weit ausformuliert haben, sodaß uns Lucadour nun inspiriert hat, es in einem Teilschritt zu versuchen.

Lucadour unterscheidet demnach die physikalische Welt in zwei Bereiche, deren einer dem anderen übergeordnet ist, ohne aber auf ihn verzichten zu können. Den einen nennt er Verschränktheit, das heißt, hier werden Einzeldinge und -bereiche so synchron (jawohl, wir können hier C. G. Jung bereits anklingen lassen) beherrscht, daß sie ablaufen ohne daß man sagen könnte, was zuerst war. Sie verhalten sich, als gäbe es keine Ursache und Wirkung, als würden sie wie ein Teil eines übergreifenden Ganzen agieren.

Donnerstag, 28. April 2022

Ein Ganzes braucht das egoistische Teil-Sein (2)

Der springende Punkt aber ist der gesetzte Willensakt. Kausalität? Hier nein, dort aber sehr wohl. Nur auf einer anderen Ebene. Die Physik muß Gott in die Gleichung einführen. Sie braucht also die Metaphysik - Eine "generelle menschliche "Art zu Gehen" aber gibt es nicht. Sie hängt immer mit seinen Aufgaben zusammen. Der Bauer wird anders gehen, und durch seine Haltung vermag er tatsächlich mehr zu tragen, als der "Vielsitzer". Der mit der Zeit wenig zu trragen vermag, anderseits kann der Bauer aber auch nicht "lange sitzen". Das Gehen eines Menschen formt sich immer seiner Aufgabe (als der gewöhnlichen Bewegungsgestalt) zu. Vieles muß der Mensch also auch einüben. Aber in jedem Fall stellt sich die Art des Gehens darauf ein, und zieht die gesamte Umorganisation des Körpers nach sich.

Der Soldat geht "!aufrecht", und das wirkt sich auf sein Gehen, die Lnäge der Schritte usw. aus, weil er dazu die Rückenuskeln anspannt, in der Folge seine Gehmuskulaturen mit mehr Energie verrsorgt, mehr Leistungsvermögen hat, usw. - der Restr ist eine Reaktion des gesamten übrigen Mechanismus. Wodaß mit der Zeit bestimmte"typische" Gangweisen auch mit solchen Haltungen zu tun haben, sich den Leib gewissermaßen "darnach formen".