Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Freitag, 14. Oktober 2022
Es bleibt nur, was im Kult ist (2)
Donnerstag, 13. Oktober 2022
Es bleibt nur, was im Kult ist (1)
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| Maria lactans |
Sonntag, 21. August 2022
Das grobe Mißverständnis (2)
Samstag, 20. August 2022
Das grobe Mißverständnis (1)
Samstag, 30. Juli 2022
Aut Deus - Aut Nihil (2)
Schon hier zeigt sich die völlig unvereinbare Antithetik des Christentums zu allem, was sich heute als Kritik am Zeitgeist geriert, oder gar Spiritualität nennt. Und ausnahmslos als "Selbstermächtigung" identifiziert wird, sodaß das Gute mit dem gleichgesetzt wird, "was ich will". Mehr als das. Nur das Christentum KENNT den Gott, dem es anhangt.
Donnerstag, 28. Juli 2022
Aut Deus - Aut Nihil (1)
Mittwoch, 8. Juni 2022
Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (7b)
Die vier Wirkungen der Sünde, zuvor aber noch einige Bemerkungen zu deren Abhängigkeit von der Schwere der Sündhaftigeit - Eine Sünde, die uns nicht als Teil unseres Seins betrifft, die also nur auf uns liegt wie ein Stäubchen am Mantel, gibt es zum einen nicht, und soweit doch, nennen wir sie läßlich. Dann ist sie also nur ein ausnahmsweises und kleines Verfehlen gegen das von uns Gesollte. Es bedarf dort aber auch keiner dezitierten Heilung und Wiederherstellung wie es das vereinte Zusmmenwirken von Gnade und Welt (im Beichtpriester, beides zeigt diese Doppelzugehörigkeit durch das an, was wir "Sakrament" nennen) an uns bewirkt.
Das Problem der Reinigung stellt sich vielmehr als Probme der nciht-läßlichen Süden dar, und hier haben wires mit einer graduellen Schwere zu tun. Das zeigt das Maß, in dem diese Sünde bereits zu unserer Natur geworden ist, und uns ontologisch betrifft, also eine seinsartige, seinsgemäße Hinneigung darstellt, die NICHT auf den Himmel weist.
Im vorangegangenen Teil haben wir versucht, die Reinigung zu begreifen, indem wir ihre Verhängung mit den Sinnen vor Augen gestellt haben. Und der Leser wird gewiß mehr und noch viel besser erfassen können, als uns hier von den Lippen kommen wollte.
Montag, 6. Juni 2022
Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (7a)
Montag, 30. Mai 2022
Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (6b)
Sonntag, 29. Mai 2022
Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (6a)
Samstag, 7. Mai 2022
Nur der Glaubende hat diese Evidenz
Diese alle könnten ersaufen in Gnadenerlebnissen - sie würden es dennoch nicht sehen.
Sonntag, 24. April 2022
Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (5)
Mittwoch, 20. April 2022
Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (4)
Freitag, 8. April 2022
Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (3)
Mittwoch, 6. April 2022
Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (2)
Dienstag, 5. April 2022
Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (1)
Montag, 20. September 2021
Fingerübung (3)
Sonntag, 29. September 2019
Warum das Universum alt aussieht
Der VdZ hat noch in seinen ersten Gymnasiumjahren Ende der 1960er Jahre in Naturgeschichte und Geschichte von einer Welt gehört, die sechs- bis achttausend vor Christus durch Schöpfung, deckungsgleich mit der Bibel, begann. Erst allmählich bekam er mit, daß generell bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Welt in den Narrativen als Teil der Geschichte der Wissenschaft immer älter wurde. Um heute zu wissen, daß das eine fast zwangsläufige Entwicklung mechanistischen Denkens ist.
Weil wir mit dieser Erkenntnisweise immer weiter vordrangen, die krebsartig (und vor allem quantitativ) immer mehr Daseinsbereiche durchdrungen hat, gestaltete diese geistige Matrix nach und nach auch die "Evidenz", als selektive Wahrnehmung gewissermaßen. Stück für Stück wurde danach versteinert. Was nicht mehr und weniger heißt, als einen Lebensbereich nach dem anderen unter diese Erkenntnisbedingungen gezogen hat, unter denen wir heute stehen.
Ohne uns aber Gewißheit zu liefern, vergessen wir das nicht. Wir haben nur "vor-definiert". Selbst was wir in unserer eigenen Lebensspanne überschauen können, ist deshalb eine einzige Geschichte von angeblichen Wahrheiten, die nach einigen Jahren widerrufen werden mußten, um nächsten Wahrheiten zu folgen. Die aber der Fülle der Weltgesamtheit immer nur ein klein wenig näher kommen, ohne sie je zu erfassen.
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Ein Narr Gottes
Durch die Briefe, die man kostenlos (gegen Spenden) abonnieren konnte, und die in seinem Vaterhaus ständig eintrudelten. Kaum aber überhaupt ein Haus in Österreich, kaum eine Gaststätte, kaum ein öffentliches Gebäude, in dem nicht seine bunten A2-Plakate mit ihren oft sehr eingängigen Verknappungen wichtiger Wahrheiten in Sprüchen hingen, mit denen er seine Wirkung in den 1980ern verstärkte. Eine tolle Idee! Es ist wohl bis heute niemandem aufgefallen, wie sehr die Mission dieses nur scheinbar so superfromm-frömmlichen Mannes, der oft so (fast abstoßend) schwülstig zu schreiben schien, das Land geprägt hat.
Was alles unter Kardinal Erzbischof Schönborn eingestellt wurde, weil es sich aus den Spenden nicht mehr getragen hat. Bis Madinger starb. Damit war ohnehin das Projekt gestorben. Seine Nachfolger oder wie immer man sie nennen mag, kamen über den lächerlichen Standard der Charismatik nicht hinaus.
Briefe, aber, die irgendwie trotz allem seltsam wirkten, was der VdZ später der eigentümlichen Nähe zur Charismatischen Erneuerung zuschrieb. Und die aber doch etwas hatten, was einen nicht kalt ließ. Denn sie hatten eine Tiefe, die dem VdZ erst allmählich aufging. Vielleicht war dieser Sonderling, als der er überall gesehen wurde, und der doch so viel bewirkte, mehr als nur ein Sonderling. Ein "Narr Gottes". Der nicht einfach "frömmlich ohne Substanz schrieb", sondern der wirkliche Frömmigkeit kannte.
Wer diesen Text liest und erkennt, der könnte auch diesen Mann mehr begreifen. Der Text, den der VdZ einfach und frech aus gloria.tv übernimmt, ist nicht einfach gut. Er zeigt etwas. Solche Texte entstehen nicht, weil jemand "gut schreiben" kann oder charismatisch-subjektivistisch-dämonisch "inspiriert" ist. Sprache, Schrift damit, konstituiert sich aus dem Dahinter. Der Sprache der Sprache. Und da wird etwas hörbar, ja das Wesen aller Mystik erkennbarer.
Die Folgen der vertieften Gotteserkenntnis:
Der Tiefe Glaube.
Wenn Gott den Menschen eine tiefere Erkenntnis Gottes schenkt, dann wird das Gebet zu einer erfahrungsmäßigen „Begegnung“ mit Gott. Gott wird nicht mehr als der Ferne, Fremde erlebt:
er erscheint nahe und gegenwärtig im Gebet.
Der Glauben an diesen gegenwärtigen Gott wird nun ganz anders: viel tiefer, inniger, greifbarer, lebendiger, persönlicher.
Auch die Liebe zu Gott wird nun intensiv. Dieser gegenwärtige Gott wird jetzt als der „Schatz im Acker“ erlebt, als der „Bräutigam“, als „der Herr“, als Urbild aller Werte, als Licht. Der Mensch ist jetzt bereit, eher sein Leben zu geben, als Gott zu verraten.
Die Unterwerfung unter Gott umfasst jetzt das ganze Leben. Das Leben wird eine einzige große Frage: „Herr, was willst du, dass ich tue?“ Eine neue Sündenerkenntnis: In ganz anderem Maß als früher merkt der Mensch jetzt jedes „Du sollst“. Je näher der Mensch daher zu Gott kommt, um so stärker erlebt er jede eigene Sünde.
Weil sich dieser Mensch unterwerfen will und auf Gott immer mehr horcht, deswegen sucht er jetzt immer häufiger die Verbindung mit Gott. So wird sein Leben zu jenem „immerwährenden Gebet“, zu dem die Bibel auffordert. Es ist jenes Leben „in der Gegenwart Gottes“, von dem die Heiligen reden. – Außerdem will ja Liebe immer gemeinsam sein mit dem anderen, und deswegen denkt dieser Mensch immer mehr an Gott, sogar während der Arbeit. Es ist wie unter Brautleuten.
Das Gebet erhält eine neue Dimension. Es ist jetzt eine Art „Begegnung mit Gott“, eine Art „Schauen Gottes“, daher auch der Name „beschauliches Gebet“. Der Geist des Menschen „schaut“ dabei den unendlichen Geist Gottes, wenn auch nur „wie in einem Spiegel!“, wie Paulus sagt. – Dieser unendliche Gott zieht den Beter nun so sehr in seinen Bann, dass keine Worte mehr notwendig sind, um den Kontakt mit Gott herzustellen; der Beter schaut vielmehr still und in inniger Liebe auf diesen Unendlichen, den er liebt.
Der Mensch lässt sich jetzt „vom Heiligen Geist führen“ und „leiten“ und drängen. Das Gewissen ist nämlich hochempfindlich geworden und zeigt sehr genau die Forderungen jedes Augenblicks. Außerdem bekommt der Mensch einen „Instinkt“ dafür, was die Situation gerade erfordert. Es sind das wohl übernatürliche Antriebe der Gnade, gnadenhafte „Erleuchtungen“. Jedenfalls hat dieser Mensch den sicheren Eindruck, dass Gott ihn führt. Und das gibt ihm Mut, Kraft, Sicherheit und Ausdauer.
Ein neues erfahrungsmäßiges Verständnis für alle Glaubensarbeiten und für alle sittlichen Forderungen stellt sich ein. Die meisten Wahrheiten des Glaubens „erlebt“ man nun selber: dass es Gott gibt und eine innere „Offenbarung“, einen „sich schenkenden Gott“, Gnade, Dämonie, Erlösung. Vereinigung mit Gott, sinnvolles Leiden usw. . . . All diese Glaubenswahrheiten versteht dieser Mensch jetzt viel besser; er kann sie somit auch besser den anderen erklären. – Auch die sittlichen Werte erlebt man jetzt viel tiefer, weil man das Unendliche, das hinter diesen Werten steht, viel klarer erkennt: Liebe, Hingabe, Glaube, Schuld, Pflicht, Verantwortung, Recht, Gemeinschaft, Wahrheit, Autorität usw. Dieser Mensch kann daher auch viel besser entscheiden, was Sünde ist und was nicht.
Freude und Friede erfüllt nun das Herz, denn das tiefste Verlangen des Menschen, das Verlangen nach dem unendlichen Gott, kann sich jetzt erfüllen. Das Herz kann jetzt lieben und sogar ständig Lieben, und das macht glücklich. Jetzt hat der Mensch ein Zuhause gefunden, Geborgenheit, Heimat, Zuflucht, Sicherheit; daher Friede und die Freude, besondere Geschenke des Gottesgeistes.
Neue Kraft zu allem Guten strömt ein. Es fällt jetzt viel leichter als früher, das Gute zu tun: Liebe und Gnade beflügeln den Menschen.
Die Welt hat nun nicht mehr dieselbe Verführungskraft wie früher. Im Vergleich zu Gott erscheinen jetzt die Dinge, die früher fasziniert haben, geradezu als wertlos; wie „Kehricht“, sagt Paulus.
Der „Heilige“ liebt diese Dinge nicht mehr, weil sie verlocken, sondern weil sie Bild jenes Unendlichen sind, den er liebt.
Wahrhaftig: Ein neuer Mensch ist geworden. Der „Heilige“ ist wahrhaftig „wiedergeboren aus dem Heiligen Geist“, wie Jesus sagt.
Ob Du Lust hast, dieses Leben zu wagen? Alle sind zu dieser vollen Liebe berufen, auch Du. Denn für uns alle gilt das Gebot: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken“. Wer sich Gott ganz und völlig unterwerfen will, den wird Gott in den Bann seiner immer tieferen Liebe hineinziehen: „Die sich vom Geiste Gottes treiben lassen, die sind die Kinder Gottes.“
Quelle: Die 10 Gebote Gottes – Dr. Herbert Madinger – Auflage 1992 – Erzdiözese Wien – Katholische Glaubensinformation
Mittwoch, 8. Juli 2015
Es ist erschütternd (1)
Daß sich nichts (und alles) herauslesen läßt, weil - sich ein Papst, der es nicht schafft eine innere Mitte zu finden (und das in dem Alter!), gerne schwafeln hört, und in seinem narzißtischen Wahn meint, er hätte so unendlich viel Wichtiges zu sagen. Vielleicht trifft das auch über argentinischen Tango zu (nicht einmal das glaubt der VdZ), ganz sicher aber nicht über die in der Enzyklika angerissenen Themen, und eigentlich schon gar nicht über Glaubensdinge. Denn auch dort verfährt er wie mit dem Umweltthema - er plappert Stehsätze nach, die nur aufnahmebereite Gehörgänge finden, weil sie der Papst sagt. Jedem anderen am Biertisch würde man übers Maul fahren, weil er im Suff faselt.
Wie, bitte schön, will man der "Umweltproblematik" auf den Grund gehen, wenn man vom Wort "Vorsehung Gottes" scheinbar nicht einmal gehört hat? Das Wort kommt nicht ein einziges mal vor. Dabei ist es der Dreh- und Angelpunkt jeder katholischen "Ökologie". Nur von ihr aus läßt sich das Thema der Lebensweise überhaupt reflektieren.
Eine Enzyklika, das sei allen jenen gesagt, ist wie jede sprachliche Arbeit eine Gesamtaussage, ein Ganzes. Sie hat eine Spitze, eine Stoßrichtung, ein Ziel. Und aus der Wirkung läßt sich erkennen, wo dieses Ziel liegt, und wie es um den Redner bestellt ist. Nicht an einzelnen Sätzen, die "natürlich nicht gelesen werden," wie ein Sandro Magister bereits wenige Tage nach dem Erscheinen von Laudato Si schwächlich moniert, um zu beweisen, daß er doch eh den Papst verteidigt, man solle ihm doch die Akkreditierung bittebitte wieder zustellen. (Die ihm der Heilige Stuhl entzog, nachdem Magister eine ihm zugespielte Entwurfsfassung des päpstlichen Schreibens vor dessen offiziellem Präsentationstermin online stellte.)

