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Dienstag, 24. Januar 2023

Hintergrundrauschen (2)

Von der Propädeutik zum Konkreten. Warum die Taliban in Afghanistan Zukunft haben könntenUnd dabei stößt man immer wieder auf ein Problem, das umso größer ist, als es nur schwer ins Bewußtsein zu heben ist. Sich aber  in eigentlich vollkommen falschen Lehren am freiesten vorkommen. Wie in diesen Beispielen, die lustigerweise, siehe oben, am ehesten noch in sogenannten "feministischen" Thesen zirkulieren.

Denn womit wir es in diesem hier aufgegriffenen, aber so wesentlichen Problem zu tun haben, stößt auf Undenkbarkeit, weil es auf (nur je anders gestaltete) Tabuisierung der Frauenfrage bei ALLEN Seiten stößt, egal welchen Spektrums (links, rechts, usw. man sie zuordnen möchte. Keine der derzeit kursierenden Denkweisen, wie immer sie auch aussehen, sind dabei auch nur im Ansatz geeignet, die Frage zu lösen. Ausnahmslos alle gehen fehl, und ihr Streit ist deshalb das den Kern des Problem vermeidende Umkreisen als Ausweg und Flucht.

Was wiederum mit einer in allen diesen Richtungen enthaltenen, kulturellen Erscheinung kurzgeschlossen werden kann oder muß. Die (kurz und bündig formuliert) mit Männern zu tun hat, die es nicht mehr wagen, ihre Mütter als absolute (weil eigentliche oder einzige) Autorität infrage zu stellen. 

Montag, 23. Januar 2023

Hintergrundrauschen (1)

Wie immer auch Irrtümer verpackt sind, wie immer sie daherkommen, ist am besten als Anforderung an die Wahrhaftigkeit zu sehen, in der man sich zur sittlichen höhe durchringt, den wahren Kern in JEDER These zu suchen und zu sehen. Mir zumindest ist nochkeine Theorie untergekommen, die VOLLKMMMEN aus der Luft gegtriffen ist, und nicht irgndeinen Funken Wahrheit enthält. Wenn sie den eigentlichen Aussgen der Wahrehit widersprechen dann weil irgendwo auf ihre Entstehungs- und Vergbreitugnweg ein sittlicher Irrtum geschehen ist, der Ebenen durcheinanderschemißt, oder Theorien nicht an die richtigen Präpositionen rückzubinden vermag.

Wir schicken dies voraus, weil wir hier mehrere Ansätze aufgreifen werden, die eigentlich grob defiziös sind, aber aus bestimmten Aspekten ihre augenblickliche Dominanz in einem Kern begründet haben, der an ihnen wahr ist, und der anderseits die elementarste Schwäche es Abendlandes (v. a. des US-Westens) ins Mark trifft.

Donnerstag, 1. November 2018

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (6)

Teil 6)


Mittlerweile aber kann man den Begriff "Juden" nicht einmal mehr in den Mund nehmen, will man nicht eines "Haßverbrechens" beschuldigt werden. Schon gar nicht, will man über sie nachdenken und gar kritisch über sie nachdenken. Niemand würde zwar bestreiten, daß man "die Deutschen" sagen kann. Aber bei Juden darf das nicht geschehen. Den Beweis liefert ja, daß Deutschland (die Deutschen) nach 1945 hohe Reparationszahlungen an Juden und an Israel geleistet hat. Also sehen die Juden sich selbst auch als "die Juden", als Einheit, die sich in einem kollektiven Verhältnis zu einem anderen Kollektiv befinden, "den Deutschen". Und diese haben eine Schuld abzutragen. Auch wenn man ganz gewiß nicht davon sprechen kann, und zwar in beiden Kollektiven, daß "jeder Einzelne" Schuld hat oder Anspruch auf Gutmachung. Noch dazu sind die Juden weltweit sehr gut vernetzt und organisiert.

Medien, die Psychologie, die Pornoindustrie, das Glücksspiel - wer wollte bestreiten, daß ganze Branchen, die sehr direkt und maßgeblich an der moralischen Zersetzung der Kultur beteiligt sind, von Juden dominiert werden. Die heutigen Mißbrauchsvorwürfe, noch dazu selektiv (denn niemand spricht z. B. von ebenfalls gegenwärtig aufgedeckten Mißbrauchsskandalen im amerikanischen Schulwesen, wo man allein von 5000 weiblichen Lehrern spricht, die mit Minderjährigen sexuelle Kontakte hatten) ist schon deshalb besonders pikant, weil es - auch das bestreitet niemand, auch und schon gar nicht die Juden selbst - die "jüdische Operation Hollywood" war, die das gesamte moralische Klima in den USA als maßgebliche Waffe geformt und sexualisiert haben. Da muß es doch gestattet sein sich Gedanken dazu zu machen, daß heute auffällig viele jüdische Anwälte in Prozessen gegen die Kirche engagiert sind, um vor Gericht hohe und höchste Gutmachungszahlungen an Mißbrauchsopfer von der Kirche zu erstreiten. Erst verführt man - dann klagt man an.

Zurück zum Fall um Richter Brett Kavanaugh und dem, was hier so massiv versucht wurde. Was alles sich auf die Aussage eindampfen läßt, daß jemand, der glaubt oder ernst nimmt, was die Katholische Kirche sagt, nicht geeignet sein soll, das Amt eines Höchstrichters auszuüben. Weil die katholische Lehre und ihre Institutionen - immer noch! - als einzige dieser Moralzersetzung entgegensteht, die man durchaus als "jüdische Operation gegen die Mehrheitsgesellschaft" bezeichnen kann. Nicht nur potentiell steht die Kirche dagegen, was man zynischerweise einwerfen könnte. Wenn man ignoriert, wie viel in der Praxis der konkreten Kirche und des Klerus immer noch an Widerspruch gegen die Unmoral besteht. 

Die Medienlandschaft hat sich zum Lynchmob entwickelt. Und sie ist nur ein Instrument neben dem effektiven Werkzeug der Psychologie heutigen Maßstabs. Sie dienen beide einer Gruppe von Menschen, die es geschafft hat, zwar die Kirche anklagen zu können - als Ganzes, als Gruppe, mit einer Kollektividentität und Kollektivverantwortung - sich selbst aber quasi in Luft aufzulösen. Sich, sobald man sie kritisieren will sofort unter dem Nebel des Antisemitismusvorwurfs aufzulösen, und zu sagen: Es gibt uns ja gar nicht, wir sind für nichts verantwortlich. Denn wenn etwas vorfällt (Weinstein), waren es höchstens Einzelne. 

Es muß in einer freien Gesellschaft möglich sein, Verantwortliche zu nennen und zu kritisieren. Und diese Verantwortlichen sind als Gruppe in einer kollektiven Identität und dieser zuschreibbaren Haltungen sehr wohl zu identifizieren. Die sich als erstaunlich stringente Abfolge präsentieren, die man ob dieser Stringenz als Strategie bezeichnen muß. Die sich in der ontologischen Verfaßtheit des Judentums nach Christus angelegt findet.









*071018*

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (5)

Teil 5)

 
Damit wird auch klar, daß diese Haltung und Sichtweise - der Mensch "muß" seine Triebe ausleben, eine andere Motivik und Chance gibt es nicht, will man zu Reife und Glück gelangen - das gesamte Bündel der "sexuellen Befreiung" aufknüpft. Mit Homosexualität und heute gar "Variabilität", mit Gender-Identitätsauflösung in LGBT, und so weiter und so fort. Bis hin zur Pädophilie, bis hin zur Pornographie. Die Folgen für jede Gesellschaftsordnung sind desaströs. Und Juden spielen eine bei weitem dominierende, als maßgebende Rolle dabei. Die ausschlaggebendsten Untersuchungen dazu, die genau das bestätigen, stammen übrigens gleichfalls ... von jüdischen Autoren und Intellektuellen. 

Natürlich gibt all das niemandem das Recht, Juden zu verfolgen, ihnen Leid zuzufügen. Das hat die Kirche mit ihrem "sicut Iudaeus non" eindeutig gesagt. Aber es muß das Recht einer Gesellschaft, einer Mehrheit geben, auflösenden, sie schwächenden Einfluß zurückzuweisen. Denn man kann diese Haltung zur Mehrheitsgesellschaft über die gesamte Geschichte seit Christi Geburt verfolgen. Schon die Römer haben sich mit diesem unerschöpflichen Widerspruchsgeist auseinandergeschlagen, bis sie zur radikalsten Lösung griffen - der Auslöschung einerseits, anderseits der Vertreibung der Juden, als Beginn der Diaspora. 

Über die moralische Aufweichung und deren Folge, der Folge der Unterwerfung unter Triebe ("Spontaneität"), der daraus folgenden Unfreiheit und Haltlosigkeit der jungen Menschen, geht der Weg zu Vereinzelung und Anonymität, zu Konsumismus, Glücksspiel und Spekulation, woraus nur Schulden einen Ausweg bieten. Der sicherste Weg, um die Hand auf jemandes Eigentum zu legen. Und wem gehören die größten Bankhäuser? Wenn man die Verschuldung der Privathaushalte in unseren Ländern ansieht, dann kann man doch kaum noch davon sprechen, daß wir "reich" wären oder "Eigentum" hätten. Das ist weitenteils nur noch Theorie. Bis hin zu Wirtschaftsformen, die eine Verschuldung der Unternehmen unausweichlich machen. Das war in Amerika nicht anders, es war und ist nur die spezifische amerikanische Variante. Aber sie hat eine nachvollziehbare Geschichte. Und das ist eine Geschichte mit den Juden. Im Video rund um Minute 30 führt es Jones in einem Parforceritt eines historischen Kurzüberblicks aus.

Iß die verbotene Frucht, dann wirst Du weise ...

Mittlerweile befinden wir uns in einer zweiten Phase, dem nächsten Schritt in einem Vorgehen, das man mit "seduce and accuse" - "verführe und beschuldige dann" zusammenfassen kann. (Wer ist für dieses Vorgehen bekannt? Eben. Der Teufel.) Erst hat man die Kirche beschuldigt, ihre Priester durch Triebunterdrückung krank zu machen. Diese hat das unglaublicherweise auf- und ernstgenommen, und die Tore zur Sexualität geöffnet. Nun steht sie in der Situation, daß sie genau diese "Befreiung" des Klerus (männlich wie weiblich) zu einer Gesellschaft mit vielen Missetätern gemacht hat und den Geist, den man freiließ, nicht mehr in die Flasche zurückkriegt.


Morgen Teil 6)



*111018*

Dienstag, 30. Oktober 2018

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (4)

Teil 4)



Ab Minute 21 geht E. Michael Jones auf die Verwirrungen ein, die Freudianische Psychologie angerichtet hat. Deren Weg von zahllosen jüdischen Proponenten gekennzeichnet ist. Einer davon war Eric Ericson (originaler Name: Salomon), dessen "Stufenlehre" als Merkmal der Persönlichkeitsentwicklung weithin akzeptiert wurde. Wo sich auf "Stufe 6" am Weg zu geistiger Gesundheit auch sexuelle Aktivität gesellt. Es ist einfach eine Behauptung, die sich auf ein evolutionäres Menschenbild stützt, das keinen Geist und keine Freiheit (nur Willkür) kennt. Die natürlich nur im Geist möglich ist. 

Ist die menschliche Psyche (Seele) an den Leib gebunden, weil einfach dessen Auswuchs (epiphänomenal, also nur ein anders erscheinendes, im Grunde aber materielles, mechanistisches Phänomen von Gehirnmasse als Nervenzentrum, samt dessen Synapsen), dann ist das menschliche Denken ebenfalls an einen Verstand gebunden, der rein als Bedürfnisbefriedigung aus dem Überlebenstrieb heraus gesehen wird. Einen tieferen Sinn für Selbstbeherrschung und Selbstbesitz - Freiheit als Freiheit sich zu sich zu verhalten, also nach Vernunft zu entscheiden - gibt es dann nicht. Und Kultur, Familie, Staat, ja Ordnung überhaupt wird zur Zwangsanstalt, die nur den Sinn hat, kein Chaos unter den Menschen in ihrem Kampf um Bedürfnisbefriedigung ausbrechen zu lassen. Jede geordnete soziale Struktur ist dann nur eine pragmatische, an sich aber sinnlose Organisationsform, die die Menschen deshalb wählen, weil sie das Überleben besser sichert als das Alleinsein. Der prinzipielle Antrieb aller menschlichen Aktivitäten aber ist der Trieb, also der "Wille des Fleisches", denn der Mensch "ist ja nicht mehr".

Diese als wissenschaftlich höchst erfolgreich kolportierten Thesen haben sich leider auch in der Kirche und speziell in der Priesterausbildung verbreitet. Gerade dort haben sie den Hauptgegner - im Zölibat (bzw. in der Keuschheit). Das nach dieser Vorstellung der durch Triebentwicklung gesteuerten Stufenentwicklung (mit "Stufe 8" als "Stufe reifer Erwachsenheit") natürlich nicht nur sinnlos wird, sondern den jungen Mann (bzw. den Menschen) sogar auf einer unterentwickelten, unreifen Stufe festhält. Gerade in der derzeitigen Mißbrauchskrise gibt es deshalb nicht wenige die behaupten, daß das Zölibat "Schuld" an der unreifen Sexualität der Priester habe und Mißbrauch geradezu unausweichlich mache. Denn außer Triebunterdrückung gibt es ja kein Mittel, um die sexuelle Betätigung in Zaum zu halten. Aber jede Triebunterdrückung drängt zur Explosion, zumal in einer Autoritätsstellung. 

Nun kann man sagen: Bitte, weil ein Jude diese Thesen (die sich entsprechend publizistisch gefördert rasant ausbreiteten) aufgestellt und verkündet hat, kann man daraus doch nicht schließen, daß "die Juden" letztlich sogar verantwortlich für die Mißbrauchskrise sein sollen? Moment, meint Jones, so einfach ist das nicht. Denn es ist unbestritten, daß die Juden die Psychologie (vor allem in der Psychoanalyse) der letzten hundert Jahre dominieren. Mehr noch: Psychiatrie und Psychoanalyse sind eine Form jüdischen, revolutionären Denkens. Wir haben es hier also von der ganzen Art des Denkens und der Weltsicht mit einer "jüdischen Wissenschaft" zu tun. 

Und hier beginnt die Grundsituation des Judentums zu wirken. Das in der Situation steht, sich gegen das Sein (durch die Ermordung von Jesus Christus) und damit gegen Gott gestellt zu haben und in dieser Haltung verharrt. Damit ist es ein aufzeigbarer (und das haben auch, ja vor allem viele jüdische Schriftsteller und Denker getan) Impuls, eine gewissermaßen ontologische Geneigtheit, faktisch unterstützt durch die historisch bedingte Diaspora, die die Juden überall als Minderheit fand, die sich gegen eine Mehrheitsgesellschaft behaupten mußte. Die noch dazu und immer identisch mit Ordnung ist. Der Feind ist also die bestehende Ordnung, das gibt dem Judentum immer einen revolutionären Charakter. So wurden Juden überall und in jedem Volk als Feinde der Ordnung angesehen, und so wurde ihr Verhalten geprägt. 

Das sich in der Psychoanalyse genau dieser Motivik bedient. Denn die Psychoanalyse Freuds (als erster, der sie "erfand") zielt auf eine Auflösung der Gestalt ab. Und löst die Psyche und deren Bewegungen in neue Grundkonstellationen auf. Eben in Evolution, in einen Kampf aller gegen alle, statt wie die vormalige Psychologie als ontologische Situation des Menschen (mit einer Geist-Seele) vor dem Sein, vor Gott. Wahrheit wird damit relativ und zu einer bloßen "Absicht", zur Triebbefriedigung zu gelangen, die sich in der menschlichen Psyche ihre oft sehr verschlungenen Wege und vor allem Umwege sucht, um - gegen die herrschende Moralordnung als Waffe der Unterdrückung der Mehrheit und Macht - zum Ziel zu gelangen.

Nun ist das zwar in einem Funken wahr, vor allem dort, wo der Mensch mangels Wahrheit und damit Geist unfrei ist, weil dcr Mensch sich selbst sein bester Lügner ist. Aber es läßt die letzthinnigen Seelenkräfte und -bestrebungen nicht mehr begreifen. Stattdessen wird eine neue Weltsicht implementiert, wie der Fisch seinen Köder am Angelhaken schluckt, die den Menschen immer unverständlicher macht, einerseits, und ihm andererseits ein völlig neues Grundschema seines Denkens einpflanzt. Das ihn nicht mehr in die Lage versetzt, Sein und Welt und Ordnung zu begreifen. 

Die solcherart geprägten Sichtweisen sind vielmehr einem Korsett vergleichbar, das dem Menschen angezogen wird, in dem ein durch immer weiter notwendige Sophisterei (also Rhetorik in ihrer schlechtesten weil rein pragmatisch-relativen Variante) gebildete eigene Wirklichkeit "tragend" wird. Und die gesamte Weltsicht nach und nach verdunkelt weil die Wirklichkeit, das Begegnende falsch, in Wahrheit sogar denunziatorisch interpretiert. Denunziatorisch, weil es allem Begegnenden selbst wieder reine Triebbefriedigungsabsicht unterstellt, dem anderen also jede Freiheit und jeden Geist abspricht. Damit muß jede soziale Ordnung, jede Kultur mit der Zeit zerfallen, weil sie nicht mehr in der Lage ist, sich schöpferisch zu gestalten - ohne Wahrheit, ohne Sein, in (solipsistischer) Täuschung zerfällt alles. Wirklichkeitsgerechtes Handeln und Verhalten wird rein zufällig. 

Weshalb die bekanntesten jüdischen Psychoanalytiker - oder solche, die damit umgehen, wie Woody Allen - in Zynismus und andauernde Ironie fallen, weil die Welt definitiv sinnlos wird. Und wenn es einen Grundzug an Amerikanern heute gibt, dann ist es ja auch der: Sie sind in einem Maß selbst-/ironisch bis zynisch, daß es gar nicht mehr möglich ist, mit ihnen ernsthaft zu reden. Denn wird die Ironie/der Zynismus zur Grundhaltung, dann löst sich alles auf, das ist ja das Wesen der Ironie. Und erklärt, warum sie manchmal auch tatsächlich sinnvoll und befreiend ist, also dem Denken "frische Luft zufächelt". Aber eben deshalb, WEIL sie auflösend wirkt. Anders, als der Humor oder gar die Heiterkeit, die das Leben, die Welt als Spiel betrachten, in dem man zwar die Regel strikt befolgen muß, aber sich selbst und seine Absichten nicht so wichtig nimmt.


Morgen Teil 5) 





*101018*

Montag, 29. Oktober 2018

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (3)

Teil 3) Antisemitismus ist nicht einfach psychogener - also unwirklicher - Spuk.  
Viele Juden wissen das sehr wohl.




E. Michael Jones weist aber noch auf etwas hin: Daß es nicht wenige Juden gibt, die mit ihm in Kontakt stehen, die selbst begreifen, daß wenn sie diesen revolutionären, manipulativen Druck auf die amerikanische Gesellschaft aufrechthalten, in einer ähnlichen Situation landen werden, wie es in Deutschland zu Hitler führte. Wo in gewisser Hinsicht der Antisemitismus auch verständliche Reaktion war (wenn er auch nicht alles erklärt). Zumindest muß man doch sehen, daß die Bereitschaft großer Teile der Bevölkerung, Hitlers "Verschwörungsthesen" zuzustimmen sehr wohl auch auf realer Erfahrung der interessenbetont ausgeübten, aber gegen das deutsche Volk (bzw. der Mehrheitsgesellschaft) gerichteten Macht von Juden beruhte. Man sollte endlich aufhören den Fehler zu machen, daß der Antisemitismus eine bloß psychogene Erscheinung ist. Die Bevölkerung begreift sehr wohl, was ontologisch vor sich geht, auch wenn sie es nicht immer in Begriffe fassen kann. Faßt man es aber nicht in Begriffe, vermeidet der Sprachraum die konkrete Versprachlichung, mündet alles in irrationalen, diffusen Affekt.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts. schrieb der Onkel des späteren Papstes Benedict XVI., Georg Ratzinger, daß wenn man nicht zu einer Betonung der genuin christlich basierten Gesetzgebung komme, indem man den Wucher (Zinsen) für unmoralisch erkläre, was er ja ist, und der in erster Linie von Juden beherrscht wird, dann wird die Reaktion des Volkes in Gewalt bestehen.

Und das war noch nie anders. So - und nur so - erklären sich die Judenprogrome der Vergangenheit Europas als christlichem Abendland, das vom dogmatisch verankerten Zinsverbot nicht anders bestimmt war als es der heutige Islam ist. Eine alte, der Menschheit gemeinsame Tradition, man könnte sogar sagen: Ein altes Menschheitswissen. Man leiht nicht Geld für Zinsen, stellt menschliche Leistung nicht unter das Gebot der Mathematik. Menschsein hat immer Unwägbarkeiten im Gepäck, es ist nie mathematisierbar und zu zwingen. Hier werden Äpfel durch Birnen ersetzt. Zinsen sind deshalb ein sicheres Mittel der Unterjochung. Immer gewesen.

Mit Rasse hatte das alles nie etwas zu tun. Diese Idee ist völlig neu im 19. und 20. Jahrhundert aufgetaucht, zur Rationalisierung einerseits, andererseits aus logischem Ausfluß aus dem Evolutionismus und Hegelianismus, wo die Herrschaft der Stärkeren als Weltprinzip dogmatisiert wurde. Was nichts anderes war als die Sanktifizierung des Kapitalismus, der Herrschaft der Oligarchen weil des Kapitals. (Der Liberalismus nennt das zynischerweise "Leistungsprinzip".)

Zinsen sind eine mathematische Behandlung von Leben, das sich dieser Mathematisierung aus seinem Wesen heraus niemals fügen KANN. Solche Weltsicht wird also immer unmenschlich sein bzw. enden. Und deshalb hat die Kirche die Zinsnahme immer und offiziell sogar bis HEUTE (sic!) verdammt. Vieles an der Haltung heutiger Juden ist deshalb von dieser begründeten Angst bestimmt, daß eine solche Reaktion wieder erfolgen könnte, ja - mit Sicherheit wird. Denn das Finanz- und Kreditwesen ist weltweit auch heute maßgeblich von Juden dominiert. Ja, Juden brachten diese Finanzgebarung in die westliche Welt, ihr Anteil am Kapitalismus (noch einmal, wieder und wieder: das hat mit "freiem Markt" nichts zu tun!) als "state sponsored usury" - als staatsgeförderter Wucher - ist und war entscheidend.


Morgen Teil 4) 






*071018*

Sonntag, 28. Oktober 2018

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (2)

Teil 2) Der mächtige Türöffner um eine Gesellschaft auszuhöhlen
Gesellschaft ist aber per se Mehrheitsgesellschaft



Die Geschichte des Kampfes der Juden gegen das Christentum hat aber noch eine weitere Komponente, die gesehen werden muß. Denn seit je hat das Judentum als Minderheit, die sie in jedem Land sind,  die Mehrheit über den Einsatz von "Stellvertreter-Kriegen" zum Einsturz bringen wollen und auch gebracht, indem sie eine revolutionäre Bewegung nach der anderen initiierten, die auf der Grundlage der Psychoanalyse, die die religiöse Rückbindung auflöst, kämpften. Deshalb ist auch die in Geschichte des Feminismus nichts als die erste Stufe dieses Kulturkampfes. Er war das Vehikel, unter dem die Abtreibung als "Moralbombe" in unsere Gesellschaften Einzug hielt.*

In dem die Entscheide des Obersten Gerichtshofes insofern eine verheerende Rolle spielten, als sie diese Unmoral per höchstrichterliche Entscheide über die gesamte US-Bevölkerung verhängten. Würde man diese obersten Rechtsentscheide aufheben, würden viele US-Staaten über Nacht die Abtreibungsgesetze wieder kippen (und Abtreibung als das einstufen, was sie ist: Mord.) Die Abtreibung ist der entscheidende Hebel, über den die Moral der Bevölkerung zerstört wird, weil sie das gesunde, natürliche Empfinden für Leben und Menschenwürde zerstört. Doch die Gesetzeslage zwingt gewissermaßen, sich an diesen Umstand zu gewöhnen, bis man abstumpft. 

Wer aber diese nachweisbaren, selbst von führenden jüdischen Intellektuellen niemals bestrittene Tatsache anspricht - die von jüdischen Forschern und Schriftstellern selbst (sic!) oft dargestellt wird, sodaß sich diese Kritik auch bei Jones in vielem auf jüdische Schriftsteller und Selbstaussagen beruft, ja, Jones berichtet (und wir glauben ihm), daß er viele Kontakte mit jüdischen Intellektuellen hat, die alles, was er sagt, nur bestätigen können - wird sofort dämonisiert.  Ja, schon allein die Verwendung des Wortes "Jude" wird zum Stigma von Antisemitismus verbogen. Den man nur dadurch vermeiden kann, indem man die Dinge beim Namen nennt, und auch Juden bzw. ihre Ideologie (die als Religion daherkommen möchte) ganz simpel und offen "kritisieren" kann.

Wir brauchen endlich und endlich das Recht, die Dinge beim Namen zu nennen, darauf kann man dieses Gespräch mit E. Michael Jones eindampfen. Wer hat Brett Kavanaugh attackiert? Es waren die Juden, die einen Katholiken im Obersten Gerichtshof der USA verhindern wollten. Das ist der Kern der gesamten Geschichte, die sich da vor unseren Augen abgespielt hat.


So nebenher wird noch etwas für den aufmerksamen Betrachter klar und es zeigt, wo sich Jones deutlich von jedem Verschwörungswahn (den es leider oft gibt) abhebt. Er bleibt auch darin Realist, wie solche Gruppeninteressen durchgesetzt werden. Sie geschehen in vielen kleinen, sehr alltäglichen Dingen. Deshalb an vielen Plätzen, kleinen Plätzen, wo kontinuierlich eingewirkt wird. Gesellschaftszersetzende Bewegungen und Gruppen haben deshalb eines, was verteidigenden, "konservativen" Kräften oft fehlt: Geduld. Und sogar ... Realismus. 

Gesellschaften sind keine isolierten Mechanismen oder Maschinen, wie viele ja glauben oder annehmen. Das ist das wirksamste Argument gegen simplifizierende Verschwörungstheorien, die von einer Mechanistik ausgehen, als wäre Täuschung, Lüge, Irrtum so stringent wie Wahrheit. Als gäbe es eine direkte Linie, wie bei einer Maschine, wo man hier den Knopf drückt, und dort sich etwas bewegt. Nein, so funktioniert das nicht. Nie. Diesen Nachteil muß deshalb jeder Manipulationsversuch tragen. Er ist immer nur teilhaft, immer nur fragmentarisch, auch wenn er es anders glaubt (wozu der in Amerika entstandene Behaviorismus beitrug, der dieses mechanistische Gesellschaftsbild maßgeblich ausformte - ein Irrtum.) Deshalb muß man sich auch nicht wirklich vor dem Irrtum, der Lüge, der Manipulation fürchten! Er ist IMMER der Wahrheit unterlegen, und - er WEISZ das. Ohne zu wissen, daß er es weiß, übrigens.

Gesellschaften (die sich immer "als etwas" zeigen, also "an sich" gibt es gar keine "Gesellschaften", so wie es keine "Beziehungen" gibt, sie haben alle immer eine konkrete Form, eine konkrete Begriffsdefinition, die das leere Allgemeine "als etwas" zeigt) sind komplexe Gebilde, sehr komplexe Gebilde, die in zahllosen Wirk- und Rückwirkmechanismen ablaufen. Wo überall eigenmächtige Einzelpositionen vorhanden sind, die nur bedingt berechenbar bleiben. Weil es eben freien Willen gibt.  Aber man kann sie (immer übrigens über Schwächen, immer über Sünden, immer über diese verdammte Neigung zur Sünde, zur Selbstverfehlung, zur Verfehlung des Wirklichen) dennoch in einer Art Gesamtbewegung über mittlere oder kurze Frist beeinflussen. Nie auf Dauer, der Mensch ist eine lange Zeit lang täuschbar, nie aber immer, nie alle Menschen. Aber man kann viele Mechanismen implantieren, über Verblüffung, über kurzfristige Täuschungsmanöver, und so Tatsachen schaffen, mit denen die aufgewachten Menschen dann als Hürden zu tun haben. 

Morgen Teil 3) Antisemitismus ist nicht einfach psychogener - also unwirklicher - Spuk.
 Viele Juden wissen das sehr wohl. 





*Natürlich gab es immer Abtreibung, so wie es immer Diebstahl oder Verbrechen gab. Aber niemand bestritt jemals und nirgendwo, daß es sich dabei um Mord handelt. Menschsein ist eben mit dem "initio", mit dem geistigen Anfang gesetzt, und nicht eine Frage der Aktualisierung. Die weiteren Folgen von Abtreibung sind deshalb unweigerlich und überall beobachtbar, Euthanasie, Eugenik und Sterilität der Sexualität. Die Abtreibungsfrage ist also der mächtigste Türöffner zur Zerstörung des inneren Zusammenhalts (der nur auf einer natürlichen Moral und Wertelandschaft beruhen kann, die wiederum allen Menschen zumindest weitgehend selbstverständlich ist) einer Gesellschaft, die per se eine Mehrheitsgesellschaft ist (weil es sonst gar kein Rechtssystem als Ausdruck ihres Blutkreislaufs geben kann).






*071018*

Samstag, 27. Oktober 2018

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (1)

Einen Monat lang beherrschten die Medien jenseits wie diesseits des Atlantiks das Thema der Neubestellung eines der neun Richter des Obersten Gerichtshofes in den USA. In dem Augenblick, wo Donald Trump den Juristen Brett Kavanaugh nominierte, brach der Höllensturm über diesen los. Mit einer 35 Jahre zurückliegenden angeblichen sexuellen Vorwurfsgeschichte, die sich in keinem Moment als haltbar erwies. Sämtliche FBI-Untersuchungen brachten kein Ergebnis, es kann nicht einmal gesagt werden, ob Kavanaugh überhaupt auf jener Party war, auf der dieser Vorfall geschehen sein soll. Das angebliche Opfer verstrickte sich in Widersprüche, und der Lügendetektortest war wenig hilfreich, denn das Opfer als Psychologin war nachweislich geschult darin, dieses Wahrheitsinstrument zu unterlaufen. Auch der Senat hat sämtliche Berichte studiert, und kam zu dem Ergebnis, daß sie haltlos sind - er bestätigte also die Ernennung des neunten obersten Richters. Davon aber war seltsamerweise in den Medien nichts mehr zu hören und zu lesen. Weder dies- wie jenseits des Atlantiks.

Was war da wirklich passiert? Worum also ging es in diesem Versuch, einen an sich (wie von allen Seiten bestätigt wird) fähigen und integeren Richter zu verhindern? Noch dazu, wo die Folgen den Fall selbst weit übersteigen. Denn was hier geschah war ein nächster Anlauf, der die Legitimität der Regierung in Zweifel stellen sollte. Das ist das eine. Aber auch die Anklägerseite kam nicht ohne Schäden davon. Denn das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien ist deutlich weiter gesunken. Man glaubt mittlerweile wirklich keinen Geschichten mehr, die sie erzählen, zu offensichtlich ist deren Instrumentalisierung im Interesse bestimmter Gruppen des Establishments.

Um welche Gruppe handelt es sich nun? Wer steht Trump und Kavanaugh da gegenüber? Darüber darf man nicht sprechen, meint E. Michael Jones. Denn es fällt unter das "Jewish Taboo", unter die Unantastbarkeit, die sich die Juden geschaffen haben und die es nicht erlaubt, Roß und Reiter zu nennen, will man nicht unter dem Vorwurf des Antisemitismus (mit sofortiger Annotation von Auschwitz und Hitler und Rechtsradikalismus) nachhaltig zerstört werden. Wer aber die wahren Hintergründe nicht versteht, versteht überhaupt nicht mehr, was sich in den USA abspielt und seit Jahrzehnten abgespielt hat. Denn mit dem Kampf "Liberale gegen Konservative" oder "Demokraten gegen Republikaner" läßt sich das alles nicht erklären. Auch Katholiken sind oft Liberale, und unter den Wählern beider Parteien finden sich viele Katholiken.

Also muß man nach anderen Motiven hinter diesen Kämpfen suchen. Und dazu gehört es, daß man endlich begreift, daß seit einem guten Jahrhundert ein massiver Kampf des Judentums gegen den Katholizismus (nicht nur in den USA, dort aber besonders exemplarisch, denn wer die USA beherrscht, beherrscht oder beherrschte die Welt) stattfindet. Dieser Kampf wurde nicht einmal zu verhehlen versucht. Er wurde Ende der 1940er Jahre ganz offen eröffnet, freilich viel subtiler seither geführt (und begann mit dem unter dem Motto "Stadterneuerung" stattfindenden Aufbrechen ethnisch-religiös geschlossener Lebensräume.)

Der Kampf gegen die Bestellung von Kavanaugh war also ein Kampf des Judentums gegen den Katholizismus, der in seiner Selbstverfaßtheit dem Judentum entgegensteht, weil er anders als der Protestantismus (noch mehr: des Puritanismus) "realistisch" ist und deshalb Kultur, Raum, Verwurzelung als wesentlichen Teil der natürlichen, menschengerechten Verfaßtheit sieht. 

Aber dann wären es (und sind es nun) vier von neun Richtern, die katholisch (und damit prinzipiell gegen die Abtreibung) wären. Gegenüber drei Juden, übrigens, die für die Abtreibung sind. Denn die Abtreibung ist ein sehr spezifisches "jüdisches Unternehmen", wie Jones immer wieder und plausibel darstellt, und wie es Juden selbst (sic!) bestätigen. In diesem höchsten Rechtsgremium, das 1973 in die Verfassung der USA ein verborgenes Recht der Frauen auf Abtreibung hineinlasen (wo man es aber freilich bis heute nicht fand.) Klar, und Jones zitiert hier eine Satire eines bekannten Universitätsprofessors (und Muslim), wenn der Katholik Kavanaugh zum Judaismus konvertieren würde, würde das der gesellschaftlichen Situation in den Staaten tatsächlich gerechter. Denn dann kämen die Juden den 65 Prozent näher, den ihr Anteil am führenden Establishment der Staaten innehaben. (Bei einem Bevölkerungsanteil von gerade einmal 2 Prozent.)

Aber es hängt sehr viel dran an diesem künstlich geschaffenen Tabu. Denn unter ihm wird nicht verständlich, was sich auch in allen übrigen gesellschaftlichen Bereichen abspielte. Wie die Zusammenhänge aussehen, die zum Zusammenbruch der Moral an katholischen Universitäten (allen voran: Notre Dame) als intellektuellen Leitinstitutionen und Formern der Eliten führten. 

Die dazu führten, daß eine rein als gesellschaftspolitisches Instrument von Juden (Freud, Reich, Foucault) erfundene Psychoanalyse eine Lehre implementierte, dergemäß der Mensch in seiner Persönlichkeit unentwickelt bleibe, wenn er sich nicht "sexuell frei" verhalte. Was als unheilvolle Folge mit den Mißbrauchsskandalen der Kirche mehr zu tun hat, als sich viele träumen lassen (und bis zum heutigen Tag in der Priesterausbildung eine verheerende Rolle spielt.) Sodaß heute allen Ernstes diskutiert wird, ob es nicht das Zölibat - die letzte Bastion der Keuschheit - sei, daß jene psychische Abnormität bewirke, die dem Mißbrauch Vorschub leiste.  Die Parallele zum Sündenfall im Paradies, der Versuchung, den Folgen ist offenkundig.


Morgen Teil 2) Der mächtige Türbrecher, um eine Gesellschaft auszuhöhlen





*071018*

Sonntag, 21. Oktober 2018

Päpstlicher Aufruf zur Schamlosigkeit (2)

Teil 2) Es ist sogar noch schlimmer




Die mit vielen Worten vom Papst noch erwähnte Sendung der Fortpflanzung, der Verweis auf das Böse der Pornographie als Ökonomisierung der Sexualität, ist nur der entweder der Ahnungslosigkeit, vielleicht aber der Bösheit entsprungene Versuch, den wahren Charakter solcher zuvor gemachter verderblicher und schamloser Aussagen vor dem Hintergrund faktischer Rezeption (und die Medien zeigen, daß genau das auch der Fall ist) zu verschleiern. Es ist ein Aufruf zur Schamlosigkeit, es ist der Aufruf zur Häßlichkeit, an der die Welt der Kultur tatsächlich zugrunde geht, dem wir hier begegnen. 

Der um nichts besser wird, weil es heute - und was wäre mehr Ausdruck des kulturellen Verfalls? - so üblich ist, über alles "freimütig zu sprechen", überall und zu allen Zeiten. Auch vor ein paar hundert Jugendlichen also von "Sexualität" zu sprechen. Mein Gott, wie einfühlsam. Seht, ich bin ja einer von Euch. Nein. Diese "freimütige Quatscherei", die häufig im Gewande der "Selbstironie" daherkommt, ist bereits Ausfluß einer alles zersetzenden Schamlosigkeit. Ja, schon darüber in der Art von Bergoglio zu reden IST schamlos.***

Mut bedeutet etwas anderes. Mut wäre es, der Jugend mit Gestalt entgegenzugehen, auch wenn diese es oft nur noch schwer erträgt. Aber gelungenes Leben bedeutet zuerst, Spannung aufbauen zu lernen. Weil sich nur innerhalb dieser Spannung, die Form bedeutet, auch das Wesentliche der Akte erfahren läßt. 

Wer von den Freuden einer Sexualität außerhalb von Tabus redet, schmälert sie um eine ganze Dimension und fragmentiert den Menschen, macht ihn krank. Der macht das Sexuelle zu einem bloß technischen Saturierungsvorgang, den kein noch so eloquentes Gefasel der Ästhetisierung mehr zur Schönheit zu retten vermag. Auch Schönheit ist nicht graduell, sondern kategorial. Wer sie wahrnehmen möchte, muß sich innerhalb ihrer Kategorie - Wahrheit und damit Gutheit - bewegen.

So daß außerhalb dieser Kultur, damit außerhalb der Kirche, in der Schamlosigkeit und Entstaltung, nur Chaos und Schrecken stehen. Dort ist sie dann, die Hölle. Ganz real.





*Deshalb erleben wir heute ja in der political correctness, den politischen Agenden der LBGT, des Klimakatastrophismus, etc. etc. zuallererst, wenn nicht ausschließlich, einen Kampf um Tabus! Als neue Riten des Heiligen, nicht mehr hinterfragbaren, das alles nachfolgende Tun heiligt. Vieles von dem, was als "Kampf um die Meinungsfreiheit" bezeichnet wird, ist in Wahrheit ein Kampf um Tabus, nicht um "Freiheit". Und gerade die Jugend von heute ist mehr als bereit, Tabus zu akzeptieren - weil jeder Mensch das ist. Weil jeder Mensch wesensgemäß Kulturmensch ist, also ein Mensch des Ritus des Heiligen. Dieser Jugend mit Tabulosigkeit als Lockmittel zu begegnen wird deshalb nicht einen einzigen Hund hinter dem Ofen hervorlocken, sondern wertet sich und was er zu sagen hat gegenüber aller übrigen Welt schlichtweg ab. Wer eine Aussage entwerten will, greift deshalb ihre Tabuisierung an, ihren Ritus, ihre heilige Gründung, der Leser möge einmal genauer hinsehen.

**Was im übrigen gar nicht wirklich gelingt, was viel aussagt. Denn der Großteil des Pornokonsums geschieht wohl erst recht unter dem Schleier einer privaten - tabuisierten - Atmosphäre. Offensichtlich verlangt der Akt selbst die Tabuisierung als Vorgang der Zuweisung an ihren Ort. Das Wesen der Pornographie ist deshalb gegen die tabuisierte Sexualität von Mann und Frau und damit gegen die Ehe gerichtet! Das gibt ihr ihre kulturzerstörende Dimension. Aufzurufen, Sexualität "ohne Tabu" zu sehen, weil sie ja so toll ist, ist deshalb gleichbedeutend damit, die Sexualität zu pornographisieren und auf subjektives Erleben zu reduzieren. Was immer sonst noch dazu geredet wird, ist nur ein Schönreden dieser Wahrheit. Damit verwundert es überhaupt nicht, daß gerade unter diesem Pontifikat geradezu offiziell die Homosexualität derartige Mißdeutungs- und Bewertungsdesaster weil Akzeptanz erfährt, als deren einziger (aber längst so irgendwie zumindest behebbare) Makel noch eine fehlende Fortpflanzung bleibt. 

***Und der VdZ hat hier seine eigenwilligen Ansichten - aus Erfahrung. Es waren katholische Priester, damals in den frühen 1970er Jahren. Namentlich erinnert er sich an die Religionsstunden mit einem Priester im Gymnasium, das muß 1973 gewesen sein. Von diesem Priester, der später durch besondere Schamlosigkeit Skandal in einer ganzen Marktgemeinde erregt hat, auf die die Diözesanleitung ... mit der Erhebung desselben Skandalpriesters zum Monsignore reagiert hat. Von diesem Priester, der später mit einer Frau zusammenlebte, deren Lebensdetails man nur noch als schamlos bezeichnen kann, dennoch seine Sonntagsmessen hielt, hörte der VdZ erstmals in seinem Leben von "Penis", "Vagina", "Vorhaut" und so weiter. Mit hochrotem Kopf brach dieser Priester Tabus und maß sich an, eine ganze Jugendklasse zu schockieren. 

Die einzige in der Klasse, 3. Gymnasium, die damit etwas anfangen konnte, war ein frühreifes Mädchen, mit diesen 13, 14 Jahren voll entwickelt, das dem Herrn Professor mehr als schöne Augen machte. (Was dann der unverheiratete Lateinprofessor aufgriff, aber das ist ein anderes Faß, das wir hier nicht aufmachen wollen.) Die Religionsstunde jedenfalls wurde so zu einem seltsamen Zwiespiel zwischen zwei sexuell Elektrisierten. 

Niemand sonst unter den Lehrern hätte dies gewagt, weil die Kirche auch die moralische Instanz war. Diese Tabubrüche, die sich so verheerend ausgewirkt haben, waren von der Kirche selbst eingeleitet worden. Unvergessen die Veränderungen den Jugendgruppen in der Pfarre ... Herrschaften, die Sache rund um unseren Kulturverfall ist viel komplizierter, als manche meinen. Die sich zu Anfang der 1970er verändernde, sexualisierte, öffentliche, alltägliche Atmosphäre völlig verändernde Atmosphäre wurde maßgeblich davon bestimmt, daß die Priester sie nicht nur zuließen, sondern sogar propagierten. Ehe sie ihren Beruf in Massen an den Nagel hängten. So schaut's aus.




*210918*

Samstag, 20. Oktober 2018

Päpstlicher Aufruf zur Schamlosigkeit (1)

Eine ganz gefährlich, falsche, aber darüber hinaus der Wahrheit tief widersprechende Meldung kursierte in Zusammenhang mit einer Ansprache, die Papst Franziskus im September vor französischen Jugendlichen hielt. Wenn auch die meisten Zeitungen "nützlich verkürzten", bleibt doch auch bei Studium der wirklich getätigten Aussagen höchste Bedenklichkeitsstufe. 

Denn der Papst hat zu einer Bewertung der Sexualität aufgerufen, die diese - zeitgeistkonform - deutlich falsch gewichtet, und das wird durch seine Bemerkung, man solle sich ihr "ohne Tabus" nähern, noch deutlicher. 

Denn das Gegenteil ist richtig. Sexualität muß unter Tabu gestellt sein. Das ist und war in allen Kulturen der Fall. Denn nur so bewahrt sie jene Heiligkeit, die ihr zukommt. Der Zugang zu einem Tabu ist nur über den Ritus möglich. Über sie erst wird von Menschen jene Realisierung von Räumen geschaffen, innerhalb deren - und nur innerhalb deren! - eine "Enttabuisierung" erfolgen darf. Erst und nur das Tabu schützt das Heilige, das sich mit diesen Akten verbindet. Und das Bewußtsein, innerhalb eines Tabus zu agieren - wie es Eheleute tun - hilft, sich im rein "technischen Vollzug" einem Übergeordneten zuzurechnenden Akt (wie es die eheliche Sexualität ist) von der Heiligkeit des Ritus (der der sexuelle Akt ist) nicht zu entfernen. Sich also von einzelnen sinnlichen Reizen nicht aus der geistigen Mitte fortziehen zu lassen.

Dem ist die seltsame päpstliche Aussage, daß Liebe "Leidenschaft" bedeute, gleichfalls zuzuordnen, so ergibt sie im Paket einen gefährlichen, irrtümlichen Sinn. Denn der Mensch hat so viele Herren, sagt schon Augustinus, als er Leidenschaften hat. Sie sind es, die ihn immer wieder aus dem Heiligen fortziehen, die seine Freiheit als Freiheit der Person beschädigen, weil sie einen Teil ermächtigen, die Gesamtführung zu übernehmen. Es sind die Leidenschaften, die also den Menschen seiner Integrität berauben und genau das bewirken, was der Papst - nun muß man es so nennen: scheinheilig! - dazu an "Richtigem" dann noch nachschiebt. Indem er genau diese Fragmentierung des Menschen "anprangert". 

Das Richtige, das Gute ist aber keine Frage irgendwelcher Etiketten, die man posthoc einer Sache anhängt. Es ist eine Frage des wirklichen Geschehens, das immer bei der Widmung - im Ritus, letztlich also einem der Archetypen des Menschseins als Weltsein - beginnt. An die Schönheit des sexuellen Aktes zu appellieren, ohne diesen in Tabu und Vernunft eingebettet, in jenen Ritus, den die Ehe an sich darstellt, ja diesen nachgeordnet und als dessen Erfüllung zu sehen, ist nichts als eine Täuschung über diese Wirklichkeit.

Somit ist das Gegenteil des Tabus, der Aufruf zur Tabulosigkeit, der Aufruf zu jener Gestaltlosigkeit und Entstaltung, die man mit "Schamlosigkeit" bezeichnen muß. Denn die Scham bezieht sich in ihrem Gefühl, einem Anspruch nicht gerecht worden zu sein, auf das, was diesen Bezugsmaßstab real macht: Den im Tabu, im Ritus realen, dem einzelnen Tun übergeordneten Sinn. Genau dazu ruft also der Papst die Jugend NICHT auf. Die ohnehin von allen Seiten zu eben dieser Schamlosigkeit, zu dieser Enttabuisierung aufgerufen wird. Nun gibt ihnen der Papst dazu auch noch den kirchlichen Freibrief. Denn es geht ja nur um die 'pöhse' Ökonomie dabei. Das ist aber gar nicht der Knackpunkt bei der Pornographie! Die Ökonomisierung wäre nicht möglich, wenn man nicht zuvor eben genau das macht, wozu der Papst aufruft: Die Sexualität zu enttabuisieren!**

Nein. Spricht man von Sexualität, muß man zuerst von Ehe sprechen, muß man zuerst von Tabu sprechen. Ja muß man nur von Ehe sprechen. Das hat nichts mit Moralismus zu tun, es ist eine ontologische Wahrheit. 

Und dann muß man von Sexualität gar nicht mehr sprechen. Zumal schon das Sprechen darüber so gut wie immer bereits ein Verstoß gegen die Heiligkeit des Lebensvollzugs ist - Sache von Mann und Frau im Sonderraum, den das Tabu als Grenze schützt. Weshalb sogar die "Erotik", so sie Erotik und nicht Pornographie ist, genau von dieser Geheimnishaftigkeit wesenhaft lebt. Die im Tabu gründet. Und nur im Tabu.*


Morgen Teil 2) Es ist sogar noch schlimmer





*210918*

Freitag, 20. November 2009

Gemeinschaftsstiftende Kunst

Ilmar Tammelo über "Gerechtigkeit und Kommunikation": "Gerechtigkeit ist ein wertbestimmter Zustand; Gerechtigkeitsurteile werden getroffen, wenn ein entsprechendes Wertfühlen vorhanden ist. Die Eigenschaft "gerecht" ist nicht in Gegenständen, wie etwa "Verhalten" oder "Recht", vorzufinden, sondern wird ihnen durch gewisse gefühlsbezogene Akte beigemessen. So kann man Gerechtigkeitsurteilen im strengen Sinne keine Objektivität zusprechen; ihre Vernünftigkeit erweist sich daran, ob sie intersubjektiv vertretbar sind. Um Intersubjektivität zu erreichen, ist eine Klärung der einschlägigen Sach- und Wertlage unerläßlich. Dies heißt aber, daß Gerechtigkeit in entscheidender Weise auf die menschliche Kommunikation angewiesen ist.

In einer Gemeinschaft, in der Kommunikation ohne Störungen oder Hindernisse stattfindet, werden gerechtigkeitserhebliche Werteinsichten gefördert; sie bringt Kriterien hervor, die die "Verfassung" der Gerechtigkeitsordnung bilden. Ferner führen diese Einsichten auf verschiedenen Gebieten menschlicher Betätigung zu runtergeordneten Normen der Gerechtigkeit, die dazu dienen, jeweils einheitliche Gerechtigkeitsurteile zu erzielen. 

Kommunikationshindernisse rufen Verwirrungen in den Werthaltungen und in den entsprechenden Bewertungen hervor; sie führen zu Kämpfen im Namen der Gerechtigkeit, die im Dunkeln geführt werden müssen. Einigen unheilstiftenden Kommunikationshindernissen haftet ein tabuartiger Charakter an.

Über manche die Gerechtigkeit zutiefst berührende Probleme ist es sehr schwer, ja sogar gefährlich zu sprechen, weil man auf diese Weise auf zähe Vorurteile prallt. Sogar die bloße Erwähnung solcher Probleme ruft feindselige Haltungen hervor; das Sprechen über sie trifft bestenfalls auf verschlossene Ohren. Wer darauf besteht, diesen Problemen nachzugehen, wird als Sonderling oder gar als gemeingefährlicher Abtrünniger betrachtet und auch so behandelt."

Soviel auch aus diesem Blickwinkel zur Aufgabe der Kunst, und zur Stellung des Künstlers in einer Gesellschaft.




*201109*

Donnerstag, 19. November 2009

Tabus heutiger Tabulosigkeit

Bereits vor Jahren habe ich in Zusammenhang mit meinen Stücken "Keiner hört auf Harvey", "Wer gewinnt" und "Frauenwahl" von den neuen Tabus der heutigen Tabulosigkeit geschrieben. Und dasselbe meine ich, wenn ich immer wieder von immanentisierter Zensur als neuer Form zeitgemäßen Totalitarismus spreche. Dem insbesonders die Pädagogik heute (schon gar wo sie institutionalisiert ist) so fatal den Boden bereitet, damit gegen alle Beteuerungen, ja dort umso mehr, den heute so subtilen Totalitarismus erst ermöglicht - durch eine Form der Erziehung, die die rationalen Urteilsforen, den Aufbau der Persönlichkeit, insbesonders über Ausschalten der Synderesis ("common sense") zur Schizoidität hin umgeht, und Ideologien über Todesangst (dem Stoßen ins Nichts der realen Existenz über Hörigkeiten dem Sozialstaat gegenüber; man kann es hier nur andeuten) verankert zu auf Tabuisierungen aufbauenden Verhaltensdressuren mutiert.

In exakt dieselbe Kerbe schlägt Gerd-Klaus Kaltenbrunner, in dessen bereits 1978 erschienenen Schrift "Der innere Zensor" ich nun las:

"Enttabuierung erweist sich dem aufmerksamen Beobachter als eine vortreffliche Methode, neue Tabus an die Stelle alter zu setzen. Die Zensur, heißt es, findet nicht statt. Doch möglicherweise bleibt ihr Ausmaß durchaus konstant; es wechseln nur die Mächte, die sie ausüben und die Themen, auf die ihr Schatten fällt."

Und Vilfredo Pareto schreibt um das Jahr 1920: "Es gibt heute eine humanitäre Religion, die den Gedankenausdruck der Menschen reguliert, und wenn sich zufällig einer dem entzieht, dann erscheint er als Ungeheuer, wie jemand im Mittelalter als Ungeheuer erschienen wäre, der die Göttlichkeit Jesu geleugnet hätte."


*191109*