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Freitag, 2. August 2019

Der Wille zur Apokalypse

Es gibt messianische Sekten, deren Programm nicht nur darin besteht, sich als Auserwähltes Volk Gottes zu betrachten, sondern diese Auserwähltheit die Pflicht einschließt, das Ende der Welt herbeizuführen. Sie deuten nicht nur die Torah, sondern sie sehen sie als Handlungsanleitung, die Apokalypse herbeizuführen. Und dazu gehört auch die Rolle Israels.

Wie das zusammenhängt beschreibt Wolfgang Eggert in einem interessanten Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Das Gespräch ist schon älter, die Inhalte aber nach wie vor aktuell. Sehr richtig weist der Historiker Eggert aber auch darauf hin, daß diese Problematik keineswegs nur ein jüdisches Thema ist. Im Christentum gibt es im Bereich der Evangelikalen Sekten und Gruppen ganz ähnliche Tendenzen.

Sie spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle innerhalb der amerikanischen Politik, und manche haben häufig und direkten Eingang in Beratungen des Weißen Hauses. Sogar Reagan oder Bush haben ihre Politik in einem nicht zu bestreitenden Glauben an das Armageddon, an die letzte Schlacht der Erde, ehe der Messias kommt, gesehen. Bush jun. sah sich sogar explizit als Handwerkszeug Gottes, sah sein Vorgehen gegen Afghanistan und den Irak als göttlichen Auftrag.

Die Neo-Konservativen spielen dabei ihre besondere Rolle, meint Eggert. Weil sie aus Gründen der Notwendigkeit, der Politik der USA eine Vorwärtsdynamik - auch hin zur Apokalypse - zu verschaffen, eine Politik eines "ständigen Krieges" treiben. Vieles in der amerikanischen (und israelischen) Politik ist erst verstehbar, wenn man es als Erfüllung einer Prophetie begreift. Deshalb sind Entwicklungen im Nahen Osten, die auf eine Entschärfung der dortigen Konflikte hinausläuft, kontraproduktiv und müssen (sogar aus religiöser Sendung heraus) verhindert werden. Also braucht man auch immer einen personifizierten Feind. Und sei es, daß man ihn wie bei Ahmadinejad in Persien ... selbst installiert. Und Persien ist ja bis heute in dieser Rolle - von den USA selbst dorthin geschoben.

Ohne einen vernichtenden Krieg, sagen prominente Rabbiner, kann der Messias nicht kommen. Und durch den Messias wird die Vorzugsstellung des jüdischen Volkes definitiv.

Aber wie kann man einen solchen Krieg dem eigenen Volk verkaufen? Aus den Erfahrungen des Vietnamkrieges heraus weiß man, wie eine Sache ausgeht, wenn man die Medien nicht in der Hand hat. Also wurden unter "Operation Mockingbird" seither massive Anstrengungen unternommen, die Medien weltweit in die Hände zu bekommen. Sei es durch Bestechung, sei es durch Kompromittierung Widerspenstiger. Wobei viele Politiker das ohnehin als Bestandteil normaler Politik sehen.

Den deutlich zu erkennenden Umschwung zugunsten amerikanischer Interessen in der deutschen Links-Presse 1991/92 sieht Eggert in Zusammenhang mit dem Mauerfall, wo große Stasi-Aktenbestände über Verwicklungen westlicher Journalisten in DDR-Geheimdienstaktivitäten von den USA und Israel einkassiert und als Druckmittel mißbraucht wurden.







Samstag, 20. April 2019

Juden - Eine Aufarbeitung in einem Brief (5)

Morgen Teil 5) Postscriptum 10 - Der letzte Stein im Puzzle



Und da haben wir den letzten Stein im Puzzle. Der Mann im Video erklärt die Jewish Messianic Movement. Und es wird ganz deutlich: Es ist aus dem Protestantismus (Anglikanisch) hervorgegangen! Damit schließt sich auch die Logik: Sie nennen sich "Follower of Yeshua". Das paßt natürlich hervorragend zum Judentum, DARUM die starke "Verjudung" der jüdischen "Bekehrten". Das ist psychogenetisch, charismatisch, subjektivistisch! Jesus wird zum Lehrer, das Christentum zur Lehre. Das ist ein Christentum, das die Inkarnation nicht braucht (Sakramente!).

Denn ein wirklich bekehrter Jude würde erkennen, daß der Tempel, auf den er wartet, in jeder katholischen Kirche besteht. Daß die Wiederkehr des Opfers (Tempeldienstes) im Hl. Meßopfer bereits DA ist.

Was soll das - "jüdisch" werden, für einen Christen? Was ist das für eine Bekehrung? Aber das wirst Du X nicht erklären können, meine ich. Denn die hat ja selber eben diesen subjektivistischen (protestantischen) Zugang. Und solche sind ja alle selber Judaisierer! Die haben das Problem der Stellvertretung (also der Universalien) nicht gelöst. Da steht jeder für sich, und hat "seine Beziehung" zu Christus. Da ist ganz ganz schwer zu argumentieren, eigentlich gar nicht, weil sie die dieselben Begriffe verwenden, aber völlig anders verstehen. Und - das hat einen starken eschatologischen Aspekt. D. h. da mischt sich die Endzeiterwartung (Apokalypse) deutlich hinein: Die Gründung von Israel IST das Zeichen der Apokalypse ... Beiden gemeinsam ist, daß sie nicht von der Vernunft als Quelle der Freiheit (und umgekehrt) ausgehen, sondern von der "Lehre".

Was zeigt, daß Israel das eschatologische Ziel war und ist? Dort gibt es Demokratie, Meinungsfreiheit, Gleichheit aller, und Religionsfreiheit. Muß man noch mehr sagen? Darum spricht da auch niemand von der Eucharistie, der fleischlichen, realen Präsenz Christi. Die gibt es bei den Protestanten nicht, schon gar nicht bei den reformierten Protestanten (Calvinern). Dort schaut auch die Kirche (hier gibt es eine, ich war schon drin) aus wie eine Synagoge. Bibel, zwei Predigtkanzeln, viele Sitzreihen. Was, bitte, soll das für eine Bekehrung sein, die sich nicht sofort und sehnsüchtig an den Erlöser im Sakrament wendet? Da wird die Erlösung zur psychogenetisch hervorgerufenen "Erlösungsstimmung". Das hat viel mit den Chassidim gemeinsam, dieser innerhalb des Judentums sehr bekämpften "charismatischen Bewegung" (Martin Buber; ich hab seine gesammelten chassidischen Erzählungen; ist ja schön zu lesen, auch poetisch, sogar humorvoll manchmal). Es ist deshalb auch kein Wunder, daß ein weit überdurchschnittlich hoher "Bildungsgrad" unter den "Yewish Followers of Jeshua" festzustellen ist, wie der Vortragende zeigt. Verkopft! Entsprechend hoch ist die Prozentzahl der "Neubekehrten" - 60 Prozent. Das Ganze ist eine Laienbewegung, bestenfalls "Pastoren", aber in der Minderheit der "Gemeinden". 90 Prozent feiern auch die jüdischen Festtage. Und 93 Prozent (so im Video) sehen sich als total identifizierter Teil Israels, sind Teil der Israelischen Verteidigungsallianz. Militärdienst ist ein Charakteristikum der "Messianischen Juden".

Warum sie dann nicht Christen werden? Weil "Jesus ist Jude". Bitte? Nein, nicht in diesem Sinn! Er war Jude, und wir Christen sind die eigentlichen jüdischen Erben, weil sich hier alles erfüllt hat. Aber "Jesus ist kein Jude" im heutigen "jüdischen" Sinn!!! Die messianischen Juden verstehen sich NICHT als Christen, sondern als Juden, mehr denn je! Und da sagt der Vortragende sogar den interessantesten Punkt: 63 Prozent der messianischen Juden sehen sich als Protestanten! Als Evangelikale! Na wenn das nicht alles erzählt ...  Und sie unterscheiden, so der Vortragende, auch klar zwischen der traditionellen Kirche und ihrer "Kirche". (Das fügt sich in ein anderes Videogespräch, das ich vorhin begonnen habe, anzuschauen, aber nicht fertigschaute, es war langweilig: Da hat ein messianisch geküßter Rabbi erzählt, daß das größte Problem der Juden, sich zu bekehren sei, daß die Kirche die Botschaft Jesu verfälscht habe.) Und der Rest sieht sich als Teil der "universalen Kirche", von der die Katholische Kirche ein Teil ist. Weitere erhellende Facette: In Israel sind zwei Drittel der Orte, wo sie sich treffen, also der Gemeinden, in gemieteten Häusern tätig. Signal? "Vorübergehend". Unverwurzelt. Kein Verhältnis deshalb zu Besitz, Eigentum und Verantwortung. Also - Weltverwandelung durch Verantwortung. Spiritualistisch alles.

Das weist alles auf ein weiteres Problem hin. Man spricht gerne von "Christenverfolgung". Du weißt aber schon, daß das vor allem die Evangelikalen betrifft, die (vor allem aus den USA kommend) die fanatische protestantisierte "christliche Botschaft" verbreiten? Welcher normale Mensch, welcher Katholik, kommt auf die Idee, ER sei das Zentrum weil Quelle einer "Missionierungssendung"? Wieviel Hochmut braucht es da? DESHALB verfolgt man sie. Katholiken werden weltweit kaum wo verfolgt, also nicht in dem Rahmen, den man als "Christenverfolgung" hochschaukelt, Du weißt das hoffentlich. Nicht jede "Christenverfolgung" ist eine Christenverfolgung. Sondern die berechtigte Gegenwehr gegen protestantische Fanatiker.

Während des gesamten Vortrags - nicht ein Wort über Heilige Messe, Eucharistie, Sakrament, nichts. Nur "Bibel". Und "Training on the Bible". Das ist dieselbe Rattenfängerei, wie sie in Südamerika und Rußland so "erfolgreich" ist. Glänzendes Blech für Gold. Wenn Du mich fragst: mit "Bekehrung" hat das alles nichts zu tun. Es ist eine psychogene Reaktion auf tatsächlichen Religionsverlust. Den die protestantischen Evangelikalen durch Schaumgebäck zu ersetzen vorgeben.

[...]

Schau Dir nur die letzten vier Minuten des Videos an. Gott hat die Follower of Yeshua mit den Charismen ausgestattet, daß sich die Führer finden, die mit den Gaben ausgestattet sind, um ihre Hörer zu Gemeinschaften der Follower Yeshuas heranzubilden. Die sind "winning souls", "building disciples", "building leaders". "We promote the kingdom of God für Yews and Arabs". "To bring peace and unity in the name of Yeshua."  Natürlich mit Hilfseinrichtungen für humanitäre Zwecke. Wie die Stelle, die sich um "Überlebende des Holocaust" befaßt. Total modern, mit Internet, Universitätsausbildungs-Zertifikaten, modernem Medieneinsatz hinten und vorne. Weil Israel mehr Internet-Konsumenten hat als jeder andere Staat der Welt, ist es ideal für die Evangelisierung. Wörtlich. Zionismus pur. Mir wird nur noch schlecht. Ich muß aufhören, mich damit zu befassen, es ekelt mich längst. Das ist eine blanke Sekte, und das ist noch gelinde gesagt. "Alles für Israel" sagt der Moderator am Schluß mit voller "Überzeugung".

Will uns (Dich) da jemand verarschen? Dir weismachen, daß das alles mit "Bekehrung" zu tun hätte? Sag X lieber, sie soll mit der unerträglichen, narzißtischen Simulation von "Glauben" aufhören, und endlich katholisch werden. Dann wird ihr auch das Judentum klar werden.






*040219*

Freitag, 19. April 2019

Juden - Eine Aufarbeitung in einem Brief (4)

Teil 4) Post Scriptum 7 bis 9 - Judentum und Magie





Post Scriptum 7) Und dann habe ich gerade das gefunden: Juden aus Israel geben Antwort darauf, wie sie erkennen, daß der Messias gekommen ist. Sie sehen das (bei enorm divergierenden Antworten) als reales Reich auf Erden, in dem alles in Ordnung kommt ... Einer sagt auch klar, daß das heutige Israel dieses Reich ist. Einer sagt zum Beispiel sogar, daß der Messias daran zu erkennen sein wird, daß Israel politisch und militärisch sicher ist. Wörtlich: Man wird ihn am Erfolg erkennen. (Dieselbe Haltung wie der Calvinismus, übrigens! Aus dem ja der Puritanismus hervorgegangen ist.) Er bringt dann den Weltfrieden, weil das alle (wörtlich: vereinten!) Nationen der Welt erkennen. Aber er wird sich beweisen, und nur aus dem Erfolg beweisen lassen. Manche meinen, daß es zu so einem Reich des Friedens (den sie sich ganz klar vorstellen: Kein Krieg, alle Unterschiede und Konflikte verschwinden etc.) auch gar keinen persönlichen Messias braucht. Witzig eine der Antworten: Er wird es selber ankündigen, der Messias, er wird sagen, daß er aus dem Stamm und dem Geschlecht Davids stammt. Man wird ihn auf jeden Fall erkennen. (Das wirkt angesichts der Geschehnisse um Jesus recht tragisch, denn genau das hat er ja gemacht. Aber sieh da - erkannt haben sie ihn nicht, zumindest nicht alle.)

Das ist tatsächlich die jüdische Haltung! Sie sehen das irdisch konkret und nach ihren Vorstellungen von "Paradies". Sie sehen sich eben als "besonderes Volk", als Licht für die Welt. Interessant ist ja, daß einige antworten, daß sie "ihn erkennen, wenn er da ist". Automatisch. Das war wohl bei Christus auch so ... ;-/ Und dann hat er ihnen nicht den Gefallen getan, ein "irdisches Paradies" zu schaffen, wie sie manchmal ja schon geglaubt haben (Wunder).





Post Scriptum 8) Übrigens habe ich schon lange den Verdacht, daß hinter der Entstehung des Islam ebenfalls das Judentum steht. Das ja noch lange mit den sich bildenden Muslimen problemlos lebte. Aber für die Juden ist Jesus bestenfalls eben Prophet. Wie der Arianismus es sagt. Nicht Gottes Sohn und damit Gott, sondern Prophet. Nicht Dritte Göttliche Person, sondern nur Prophet. Das schreit ja auch der Muezzin jeden Tag fünfmal vom Turm.

In diesem Video werden Juden befragt, wer Jesus für sie ist. Es ist sehr aussagestark. Es zeigt tatsächlich, daß alles, was uns zerstört, sich auffällig mit jüdischen Vorstellungen deckt, so unterschiedlich die auch sind. Ich meine tatsächlich, daß sich im Judentum alles konzentrierte und fand, was gegen das Sein, gegen Gott gerichtet ist. Und es kommt nirgendwo so klar durch, weil sie mit Gott zu tun hatten - und ihn ablehnten. Und ablehnen. Das Reich Gottes muß irdisch sein. Friede, Freude, Eierkuchen, alle sind glücklich. Dann ist der Messias da. Die Schriften (Kabbala, Talmud) sind Werkzeuge, die die Juden überlegen machen. (Man sieht erneut die Nähe zur Magie.)





Post Scriptum 9) Dieser Rabbi im Video macht es deutlich: Für den Juden gilt die Gesetzeserfüllung, das Werk also, wie es in der Thora vorgeschrieben ist. Wer die Gesetze erfüllt lebt gerecht. Für den Christen gilt das nicht. (Denn das ist eine Seinsreligion; Anm.) Du siehst da die zwei unvereinbaren Herangehensweisen: Für den Juden ist die Welt und ihr Geschick immanent, und Gott wirkt über bestimmte Dinge und Worte (Kabbala; Geheimlehre), auf quasi magische Weise, die man sich aneignen und mit denen man wirken kann. Der menschliche Verstand reicht dazu. (Und er muß damit zwangsläufig zu einem technischen Geist werden, denn Verstand ruht ja auf Glauben auf! Etwas, das der Rationalismus bestreitet.) Eine Anwesenheit Gottes außerhalb des alten Tempels (die Neuerrichtung des Tempels gehört für die Juden deshalb zum Zeichen für die Ankunft des Messias) gibt es nicht, die Welt hat auf eine Weise nicht direkt mit Gott zu tun.

Während die christliche Metaphysik den Menschen ganz anders sieht: Er ist Vernunftmensch, deshalb vom Geist ausgehend. Und über den Geist - in der Haltung des Glaubens - erfolgt die (analoge, also: ähnliche) Anähnlichung an Gott und damit (über die Taufe) die Einwohnung selbst. So durchdringt Gott (noch einmal: in Analogie!) die menschliche Vernunft. Wer also nicht glaubt, versteht nicht nur Gott nicht, sondern auch die Welt nur sehr mangelhaft. Deshalb ist das Reich Gottes "nicht von dieser Welt", aber "in der Welt". In der Kirche. Weil aber Gott logos ist, ist das alles, was ich da sage, auch philosophisch zwingend ableitbar, weil logisch, und widerspruchsfrei.

Deshalb spielt für die Juden die "Interpretation" durch die Schriftgelehrten so eine große Rolle. Nicht Philosophie, nicht Vernunft reicht aus, sondern man muß die Thora auf die richtige Weise lesen. Und das Handwerkszeug dazu geben die Lehren. Die Kabbala (es gibt, glaube ich, noch andere Schriften) als definitive Geheimlehre für mystische Eingeweihte, der Talmud als Gebrauchsanweisung, wie man in der Welt leben soll und kann. Aber was gilt, wie was auszulegen ist, sagen die Rabbis.





Morgen Teil 5) Post Scriptum 10 - Der letzte Stein im Puzzle





*040219*

Donnerstag, 18. April 2019

Juden - Eine Aufarbeitung in einem Brief (3)

Teil 3) Postscriptum 2 bis 6 - Wie soll da ein Dialog möglich sein?




Post Scriptum 2) Daß das alles mit der Zeit auch eine gewisse fleischliche Prägung (also genetische Codierung) erfährt ist logisch. Genauso logisch wie daß sich geistige Haltungen physiognomisch ausprägen. Noch dazu, wenn man sich wie die Juden systematisch so abgeschlossen hat, und zwar schon immer. Nur ist es falsch, das "rassisch" zu definieren. Das ist eine pure Erfindung, vermutlich auch deshalb, weil es die Legitimität erhöht: Wir sind die, die aus der Zeit vor Christus dieses Land als Gottes ausgewähltes Volk bekamen, und wir sind immer noch dieses eine Volk, ganz real. Dazu auserwählt, der ganzen Welt das Heil und das Paradies zu bringen (Tikkun olam).

Es gibt ja genetische Untersuchungen. Die stärkste Unterscheidung besteht zwischen den sephardischen (spanischen) Juden, die dann nach Holland, England und an die Ostküste der USA gegangen sind, die auch den Sklavenhandel betrieben etc. etc., und den aschkenasischen Juden. Das sind die aus dem Städtel, aus Rußland, dem Kaukasus etc. Die haben sehr starke türkische Wurzeln, denn die Turkmenen nördlich des Kaukasus waren das erste Volk, das sich nach der Zerstreuung der Juden (weil sie immer revolutionär gesinnt waren) der Religion der eingewanderten Juden zugewandt und "bekehrt" haben. (Chazarenreich, etc.) 
 
Post Scriptum 3) Noch ein kleiner Satz, dann ist das Thema glaube ich vorerst erledigt: Wenn Gott etwas zuläßt heißt das bei weitem nicht, daß das dann auch "gut" wäre. Gott benutzt alles, keine Frage. Aber eben auch das Übel, das in sich ein Übel ist und deshalb um nichts weniger bleibt. Gerade deshalb leiden wir ja dann darunter: WEIL es ein Übel ist. Und dazu zähle ich auch das Judentum an sich. So wie jede andere Weltreligion. Wie sollte das für einen Katholiken auch anders sein? Für den doch jede Weltreligion (so sehr manches darin nicht einfach falsch ist, aber es ist immer nur "Vorstufe-zu-Gott", nicht "in-Gott") ein grundsätzlicher Schritt von Christus weg ist? Es kann höchstens für einen Missionar von Bedeutung sein zu verstehen, wie diese andere Religion "tickt", um dann dort anzusetzen und diese Fragmente zu benützen, um eine Rampe zur vollen Wahrheit zu bauen. So nach dem Motto "Ihr sagt doch auch daß ... also denkt nur weiter, schaut Eure (natürliche) Erfahrung einmal genauer an, dann wäre doch auch das logisch ... würde das die Erfahrung nicht viel begreifbarer machen, klarer herausstellen, und Sinn ergeben?"

Daß hier die Juden die besten Voraussetzungen HÄTTEN, weil sie in der Thora das Alte Testament in Händen haben, es nur nicht begreifen (wollen!), weil es sich in Jesus erfüllt, ist aber natürlich auch der Fall. Theoretisch würde ihr Glaubensgebäude (10 Gebote) der Gesetze dem Christentum nicht widersprechen, wie bei allen anderen Religionen. Es würde quasi hundertprozentig passen, dem Neuen Testament in keinem Punkt entgegenstehen, sondern ist in sich ja sogar eine Sehnsucht nach dem Christus des Neuen Testaments. Sie müßten es nur sehen wollen! Doch sie sind eben verstockt. (Die Synagoge wurde an den Kathedralen immer als "blinde Frau" dargestellt. Sie sehen, und sehen doch nicht.) Aber die Erlösungsreligion ist eben anders - erfüllt, gestalthaft, nicht als (moralistische) Gesetzesreligion, die dennoch nicht zum Heil reicht (sic! als Christus in das Reich des Todes hinabstieg, hat er dort die Seelen der gerechten Juden des Alten Testaments mit erlöst!), und auch nicht als Reich Gottes als irdisches Paradies, weil sie sich Erlösung und die Prophezeiungen so konkret vorstellen.

Post Scriptum 4) Also, noch einmal zusammengefaßt: Um einen Juden verstehen zu können, ist am erhellendsten, wenn ich begreife, daß er unter dem seelisch-geistigen Komplex steht, den Erlöser verleugnet und sogar getötet zu haben. Deshalb muß er jede christliche Gesellschaft und Kultur ablehnen, weil sie ihm vor Augen stellt, daß er Unrecht gehabt haben könnte. (Stell Dir mal die Konsequenzen vor! Das muß ja ein Schock sein draufzukommen, daß ich einer Religion angehöre, die genau den umgebracht hat, auf den wir warten und ich warte! Ich könnte mir deshalb vorstellen, daß bekehrte Juden zwei Probleme haben: Das der Sühne, die ihnen anhaftet, und das des Hasses auf die Juden selbst, die mich diesen Unsinn gelehrt haben.) Daraus erwächst folgerichtig, daß Juden überall und immer Revolutionäre waren, und ihre Ideen vom Charakter her Instrumente der Revolution, der Auflösung christlicher Kultur sind. Wenn man das einmal begreift, meine ich, begreift man auch unsere Geschichte zum ersten Mal. In der so viel "Dunkles", Unerklärliches ist - das zu einem großen Teil plötzlich hell wird.

Ich muß, wenn ich einen Menschen sehe, wenn ich ihm als Einzelnem begegne, immer das große Insgesamt sehen, in dem er steht. Das prägt ihn nämlich zu allererst und zutiefst fundamental. Es ist das Allgemeine, das die Matrix für das Individuelle stellt. Man entwickelt sich immer als Individuum ALS TEIL eines Kollektivs und in dieses hinein. Das Individuelle ist dann nur die Variante, die immer einzigartige Variante aus einem Allgemeinen, das das Material, aber auch die Gedankengrammatik und auch die Inhalte (Begriffe) sogar stellt.
Post Scriptum 5) Und noch etwas: Wie soll es einen "Religionsdialog" geben, wenn wie bei Judentum und Christentum die eine Religion der anderen sagt, daß das, woran sie glaubt, blanker Unsinn ist. Wie soll das Judentum das Christentum ernstnehmen? Wie soll das Christentum den Juden anders begegnen als in der Haltung: Bekehrt Euch, seht, hier ist er, der Erlöser!? Das geht nie auf Augenhöhe. Worüber redet man dann? Daß die Holzpreise für die Lesepulte gestiegen sind?

Im übrigen lebt im Katholizismus das Alte Testament laufend mit. Schau nur die Kirchenbauten, die ja dem Tempel in Jerusalem nachgebaut sind! Schau hier, in Szentlelek, wie das Meßopfer als Fortführung der Opfer des Abraham und des Melchisedek gesehen wird - eine Kontinuität, dort eine unerfüllte Hoffnung, hier Wirklichkeit (in der Hl. Messe.) Das geht bis hin zu den Meßgewändern. (Denk nur an das Manipel, Erinnerung an das Tuch, Präsenz dessen, was damals auch da war, wo sich im Alten Testament der Opferpriester die Hände nach der Opferschlachtung gesäubert hat.) Die Kirche hält sich nach wie vor an sämtliche wesentliche Vorschriften des Alten Testaments, hebt sie nicht auf, sondern erfüllt sie.

Evelyn Waugh schreibt einmal sinngemäß: "Wo die Quelle austrocknet, trinkt mancher aus der Fata Morgana." Die Quellen des Judentums sind Gesetz und damit nicht figural, gestalthaft, reale Welt. Also mußte es immer mehr zu einer Religion der immer strengeren Vorschriften werden. Nur die Gesetze haben das Volk Gottes noch zusammengehalten. In der Kirche ist es Christus selbst, als Person, der ich begegne - die Wahrheit. Also das, was immer dynamisch Geschichte als Welt in der Zeit, aus Gott heraus, hervorbringt.
Post Scriptum 6) Ich glaube nicht an die eine große jüdische Weltverschwörung, an die eine Gruppe, die alles geplant hat. Dazu gibt es unter den Juden selbst zu viel Uneinigkeit. Die Neocons etwa lehnen meist den Zionismus (als politische Konsequenz aus der Religion) ab, den viel orthodoxe Juden aber unabdingbar sehen. Und die Ostküstenjuden (aus England und Holland) haben die Städteljuden, die in Kalifornien eingewandert sind, immer verachtet. Und natürlich muß man sehen, daß die jüdische Versuchung darin besteht, die Schwächen der Menschen in unseren Kulturen (und weltweit) auszunützen. Ihre revolutionären Ideen sind immer ein Andocken des Versuchens an eigene Schwächen, denen eine "irdische Lösung" angeboten wird, sodaß die Schwäche nicht überwunden oder zumindest beherrscht werden muß. 

Es gibt nicht wenige Stimmen die meinen, daß die obere Schicht der Juden selbst die Masse der Juden in Geiselhaft hält, um ihre Interessen durchzusetzen. Indem sie ihre Interessen als Interessen "der Juden" ausgeben, sich einfach an die Spitze des Zuges setzen, der durch die Welt zieht und ihre Fahne vorantragen. Sodaß nun alle unter dieser Fahne zu marschieren scheinen. Dennoch bleibt die Grundsituation aller (!) Juden dieselbe: Opposition gegen den logos, den Erlöser. Daß da manchem dämmert, daß das Christentum das (alte) Judentum erst mit Sinn erfüllt, ist eine andere Sache. 

Daß es Bekehrungen gibt, vielleicht sogar viele, ist ja bekannt, wobei es die größten Bekehrungswellen auch bei uns vor erst hundert bis hundertfünfzig Jahren gab. 1933 waren 90 Prozent aller früher jüdischen Männer (und 30 Prozent der Frauen) in Deutschland entweder getauft, oder haben eine Getaufte geheiratet. Eine ähnliche Bekehrungswelle gab es in Spanien im 15. Jahrhundert, wo man sie vor die Wahl stellte: Entweder aus dem Land zu gehen oder sich taufen zu lassen. Die, die gingen, haben dann in Amsterdam unter anderem das europäische Bankenwesen zu organisieren begonnen. (Holland war bald das erste Land Europas mit Papiergeld, da konnte die Politik unbegrenzt Schulden machen. Und von dort sind sie nach London, das im 18. Jahrhundert zwei Drittel der Weltkredite bzw. an Staaten gehalten hat.)

Und ich glaube, daß es mehrere oder viele Gruppierungen gibt, die gezielt aus dem jüdischen Geist heraus, der in seinem Wesen ein Geist der Revolution ist, an der Zersetzung des Abendlandes, unserer Kultur, gearbeitet haben. Und sie sind durch ihre Macht sehr weit gekommen. Dazu kommt, daß aus bereits dargelegten Gründen die Juden ohne jeden Zweifel über sehr reiche, mächtige Figuren verfügen. Sie haben nicht zuletzt das weltweite Bankwesen in der Hand. Und darüber haben sie immer schon enormen politischen Einfluß kumuliert, weil Politik nie (und heute, schon gar im Sozialstaat noch weniger) ohne Kredit auskommt. Wenn man alles zusammenrechnet, kommt man auf astronomische Beträge, die wir alle täglich zahlen. In allem sind Kreditzinsen drin! Manche meinen, daß wir in unserer täglichen Leistung 45 Prozent Zinsen abzahlen! An wen? Und sie haben das Internet und die social media in der Hand, das effizienteste Mittel, um die Welt komplett zu überwachen und damit zu beherrschen, um 'Tikkun olam', das Paradies auf Erden zu schaffen. Ihre Vorstellung vom Reich Gottes, die ein irdisches Reich der Utopie meint.


 Morgen Teil 4) Postscriptum 7 bis 9 - Judentum und Magie




*040219*

Mittwoch, 17. April 2019

Juden - Eine Aufarbeitung in einem Brief (2)

Teil 2) Juden sind scheinbar kaum greifbar - Post Scriptum 1




Natürlich sind das auch generell Haltungen menschlicher Schwäche. Aber immer in eben dieser Konstellation: Wer sich gegen den Erlöser ausspricht, wer ihn ablehnt, muß auch die Logik - den logos als Sinn und Grundordnung der Welt - ablehnen. Er wird immer Rebell und Revolutionär sein. Wer sich zu Christus bekehrt, tut dies deshalb als Zustimmung zum logos der Schöpfung, und damit löst sich das alte Judentum ins Christentum hinein auf, weil die Thora erst im Licht des Neuen Testaments wirklich verstehbar wird. Aus dem Gesetz wird dort die lebendige Struktur, mit der Wahrheit als begegnender Person. Das Problem der Juden ist, daß sie zwar nicht allein mit ihren Haltungen stehen, aber es immer und immer wieder Personen gibt, die diese Haltungen massiv verbreiten und betreiben und damit subversiv sind. Und die sind in (mehreren, untereinander auch im Streit stehenden) weltweit bestehenden Netzwerken verbunden, haben also enorme Effektivität. Dabei werden ganz gewiß die Mehrheiten der einfachen Juden als Geiseln einiger eingesetzt, die "in ihrem Namen" sprechen.

Von "den Juden" zu sprechen ist deshalb schwierig, und sicher zum Teil Absicht, in jedem Fall Ausdruck eines bestimmten Gruppencharakters. Sie sind nicht greifbar. Und einen Rabbi herzunehmen, um dann "die Juden" zu verstehen, ist sicher problematisch. Das ist ja dann der Grund, warum sie sich sogar selber, wie Du schreibst, als "Rasse" verstehen. Aber das sind sie natürlich nicht. Sie sind eine soziale Gruppe, die sich abgrenzt und immer abgegrenzt hat. Das hat Eigenarten "gezüchtet", und das hat aber vor allem geistige Haltungen kultiviert. Und das sind Haltungen des Subversiven, der Gegenwehr gegen eine überlegene Mehrheitsgesellschaft. Aber schon das hat sie oft und oft zu Trittbrettfahrern gemacht, die alles ausgenützt haben, aber dann abgesprungen sind, wenn es brenzlig wurde.

Nachdem es keine klar einheitliche, eindeutige Religion des Judentums mehr gibt, muß es also etwas anderes geben, was die Juden eint, zu "Juden" macht. Und das ist wie immer und überall der geistige Zielpunkt, also das, worauf man sich ausstreckt. Und das sind ganz sicher bestimmte Eigenschaften, die s.o. erkennbar sind. Es gibt also ein Judentum, das ansprechbar ist. Daß das nicht religiös ist, ist auch mir klar. Aber das verstehen die Juden generell sehr gut, sich in Schleier der Ungreifbarkeit zu hüllen. Damit können sie sich immer allem entziehen. Das versteht man erst, wenn man ihre historische Situation heranzieht.

Aber erst wenn man diese Gruppeneigenschaften sieht, erst wenn man begreift, daß die Juden jede christliche Gesellschaft ablehnen müssen, weil diese ihr ein (unbewußter oder bewußter) Stachel im Fleisch sind (sie haben ja den Erlöser abgelehnt, und jeder Jude, der sich heute als Jude bezeichnet, tut das nach wie vor), wird plötzlich Licht auf das geworfen, was mit uns und der Welt passiert. Bis hin daß man plötzlich begreift, warum ein Jude das Internet für alle erfunden hat, warum Juden hinter Facebook stehen, warum Juden die social media erfunden haben und betreiben, etc. etc. So läßt sich die Natur der Dinge, mit denen wir zu tun haben, auch erst begreifen.

Auf der Ebene der rein persönlichen Begegnung freilich gilt "sicut Iudaeus non", da muß ich den anderen natürlich auch als Mensch und Gottes Geschöpf sehen, in einer direkten Begegnung. Aber es ist ein Gebot der Klugheit bei Juden vorsichtig zu sein. Sie zeigen meist sehr bald diese Subversionsstrukturen als Matrix all ihres Denkens und damit Handelns. Und das gibt ihnen auch eine sehr von der der Christen verschiedene Wertewelt, die sie ja aufgriffen und ihrer Matrix gemäß zu "Menschenrechten" machten, zu Gesetzen eben. Und um sich zu schützen, haben sie dem Abendland diese unsinnige Lehre von der Trennung von Kirche und Staat eingeredet. (Auch unter den Aufklärern waren ja jede Menge Juden. Rousseau, der Prototyp des heutigen Menschen, so muß man das bezeichnen, war Jude.)

DASZ es ein massives, mächtiges, organisiertes Judentum gibt, das uns gegenübersteht, läßt sich ja schon daraus erkennen, worüber wir diskutieren dürfen und worüber nicht. Und wo es in der öffentlichen Meinung hingeht. Wenn aber etwas geht wie eine Ente, quakt wie eine Ente, fliegt wie eine Ente - dann ist es wohl eine Ente. Das in "Gott hat alle lieb" aufzulösen hilft da nicht weiter. Hier geht es um unsere Freiheit und unsere Kultur und unsere Kinder. DAS ist dann das Gebot Gottes an mich: Mich gegen das Subversive zu wehren. Das bei den Juden aber (wie bei Muslimen etc.) nur ableitungsweise, induktiv greifbar wird. Weil sie eben keine zentrale Figur wie den Papst und das Lehramt haben, an dem sie sich definieren und erkennen lassen.

[...]

Post Scriptum 1) Noch ein paar Nachträge: Wenn X sagt, daß sie wissen möchte, "wie Juden ticken", dann ist das, was ich Dir geschildert habe, ja genau das! Ich wüßte nicht, wie man sie "besser" begreifen wollte - als aus dieser Grundkonstellation heraus: Leugner des logos. Da so zu tun, als gäbe es keine Universalien ist falsch (und im übrigen eben ... jüdisch). Das heißt also Kategoriebegriffe, die es "für sich" nicht dinghaft gibt zwar, aber die doch eine dazugehörige Gruppe definiert und begreifen läßt, also reale Wirklichkeit entfaltet weil wirkt. Das Judentum in Einzelfiguren aufzulösen, einzelne Menschen, führt da nicht weiter. Selbst wenn das im Alltag, auf der Straße, wo auch immer, natürlich geboten ist. Aber auch der Einzelne (auch als Katholik) läßt sich erst begreifen, wenn ich seinen Hintergrund kenne. Also das Universalium, auf das er sich bezieht, dem er zubehört. Und das trägt diese Tötung des Messias in sich, auf den sie immer noch "warten". (Deshalb die Affinität, hier und dort einen Messias zu orten, diese Neigung zu charismatischen Figuren als Messias.)

Deshalb hat sich ja das Judentum in Deutschland so weit schon aufgelöst, weil die strengen Gesellschaften mehr und mehr fehlten. Sie haben mit den Christen gelebt, und nach und nach sich assimiliert. Aber an sich ist es eine Strategie der Juden, ihre Kommunitäten sehr streng zusammenzuhalten und "zu beherrschen" (siehe den Film "A serious man", wo wir das ja gesehen haben!). Und das geht am besten mit "Lehren", nicht mit Vernunft. Schon aus praktischen Gründen also müssen sie den logos ablehnen. Der würde alle frei machen, auch aus den jüdischen Gemeinden entbinden.

Wenn Juden sich aber taufen lassen, dann - sind sie ja gar keine Juden mehr. Dann sind sie eben Christen, Katholiken. Und das ist das Volk Gottes! 

Morgen Teil 3) Postscriptum 2 bis 6 - Wie soll da ein Dialog möglich sein?





*040219*

Dienstag, 16. April 2019

Juden - Eine Aufarbeitung in einem Brief (1)

Liebe Y!
Ich weiß nicht, was ich zu X und dem Judenthema, wie Du es schilderst, sagen soll. Wie dabei die Frohbotschaft einzuschätzen ist, daß sich angeblich viele Juden bekehren, wie es sich in der "Jewish Messianic Movement" (oder "Jewish Followers of Yeshua") ausdrückt. Angeblich. Noch einmal - angeblich. 

Das Thema Judentum ist nämlich sehr schwer zu fassen, einerseits, gar nicht so schwer, andererseits. Aber das braucht eine Entscheidung zu einer Interpretation. Und ich will versuchen, Dir mit ein paar Stichworten zu sagen warum.

Es ist ja schon allein schwer über die jüdische Religion zu reden, weil es ja nicht, wie bei den Katholiken, ja weil es von überhaupt keiner Weltreligion eine einzige authentische Definition gibt. Auch bei den Juden gibt es jede Menge Richtungen und Interpretationen. Wo wäre aber ein authentischer Ansprechpartner? Jeder Jude hat seine Form von Judentum, die er als "einzig wahre Form" darstellt. Das hat auch der Islam nie hingekriegt, und im Hinduismus gibt es überhaupt so viele Religionen wie es Dörfer gibt (der Name selbst sagt nicht mehr, hat mir einmal ein Inder im Priesterheim in der Pfeilgasse in Wien, wo ich ja zwei Jahre logierte, erklärt) als "Religion derer, die in Indien leben". 

Und im Buddhismus gibt es ebenso zahllose Strömungen. Und erst recht zahllose Arten, wie die Leute ihn leben, die meisten mischen sogar eine Art Heidenreligion rein. Ich erinnere mich an ein Gespräch in einem Chinarestaurant, wo eine sichtlich um Kontakt bemühte Kellnerin mir erklärte, daß sie auch "an Buddha" glaube, und wie sie das im Jahreskreis begehe. Hätte ich ihr erklären sollen, daß das mit dem eigentlichen Buddhismus rein gar nichts zu tun hätte, ja diesem sogar widerspreche? Der Buddhismus, wenn wir schon einmal dabei sind, ist einfach keine Religion. Er erfüllt auch nicht das Bedürfnis des Menschen nach Religion. Er ist aber in so gut wie allen Varianten der Versuch, genau dieses tief Menschliche zu eliminieren, wenn man ihn schon charakterisieren will. Wobei man nicht den christlichen Einfluß auf diese Philosophie übersehen darf, der sich je weiter westlich man ihn betrachtet, umso deutlicher wird.

Das Problem ist aber m. E. auch gar nicht so die Religion selbst. Da hat X schon recht, das habe ich schon lange mal gehört, daß es nur noch wenige "gläubige" Juden geben soll und mit der Dauer der unerfüllten Erlöserhoffnung auch der Glaube an die Verheißung verdunstet ist. Aber das Judentum als Religion als Gegner zu sehen, hat etwas bemüht Abstraktes. Gerade die schlimmsten Judaisierer, die Neo-Conservatives, die liberalen Juden, sind meist auch Atheisten.

Das Problem ist die grundsätzliche Stellung der Juden als Gottesmörder. Das wirkt in jedem, der sich als "Jude" bezeichnet. Wirkt aber auf einer unterbewußten Ebene. Dazu kommt die über soziale Mechanismen weitergegebene Minderheitensituation, die eine Art Mentalität geschaffen hat, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Das Problem ist auch der Zionismus (Gottes Verheißung bezog sich auf ein Land, Israel), der auf einer ausgeprägten Messiasspekulation beruht und dem Volk seine "Auserwähltheit" als Ethos einimpft.  Er macht das Judentum endgültig zur Ideologie.

Es ist ein unbewußt angetriebener Mechanismus, eine unbewußte, aber grundsätzliche Haltung der Juden, bestehende Ordnungen zu unterminieren. Das ergibt sich aus allen diesen Faktoren, die ich erwähnt habe. Das läßt sich aus der Analyse jener Dinge erkennen, die unsere Kultur am massivsten ausgehöhlt haben. Pornographie, Hollywood, Entertainment, Glücksspiel, Relativismus, Psychologismus (Freud), Feminismus, Homosexuellenbewegungen, ethnische Aufweichung bestehender verwurzelter Sozietäten (Migration als Waffe), Humanismus, Kommunismus, Liberalismus, Kapitalismus, Aufklärung, ja bis zu den englischen Philosophen, bis zu dem holländischen Juden Spinoza und (dem nicht jüdischen, aber letztlich judaisierenden) Descartes ... alles das sind Auflösungsinstrumente. 

Und das alles ist ganz stark und real von Juden betrieben worden, und wird noch von ihnen betrieben. Und ich sehe solche Geisteshaltungen auch bei den Juden, die ich kenne. (Ich habe sogar für Juden gedreht - einen Rabbi gespielt, in englischem Jiddisch ;-). Sie haben eine Verwurzelung nie geschafft. Zumal sie den Boden ablehnen. (Sie haben nur einen Boden, das steckt tief in ihnen drin - Israel.) Selbst im Städtel-Gürtel (von Litauen bis zum Schwarzen Meer) sind sie nicht einmal richtig Bauern geworden. Diese subversive Haltung, dieses egal wo sie waren und sind "in Opposition zur Mehrheitsgesellschaft" stehen, hat ihre Haltung geprägt.

Die Subversion ist der Grund, warum sie auch nirgendwo in seriöse Gesellschaftsbereiche kamen. Viele Berufe waren ihnen verwehrt. Sie konnten nur die besetzen, die ohnehin unmoralisch oder fraglich waren. Und davon wirkt die Kreditvergabe gegen Zins schon aus sich heraus subversiv. Am schönsten sieht man das bei den Hollywood-Juden. Dort ist die Haltung der Ausgestoßenen, die endlich etwas gelten und anerkannt werden wollen, am deutlichsten erkennbar. Sie haben eine Art Parallelwelt geschaffen, die so stark wurde, daß sie die Hauptgesellschaft verändert und zersetzt hat. Und das hat ihre Eliten auch überdurchschnittlich mächtig gemacht.

Dazu gesellt sich eine sehr pragmatische Handhabung von Wissen generell. Denn eine Metaphysik wie im Katholizismus gibt es dort nicht. Kann es nicht geben, weil wenn man die Wahrheit von Jesus trennt, trennt man auch das Sein von der konkreten Welt. Für den Katholiken ist in jedem weltlichen Wissen auch eine Aussage über Gott gemacht, alles ist also auf eine Weise "gut". Es läßt sich nicht von Gott trennen, was mit einem Ding zu tun ist, sagt es quasi aus sich selbst heraus. Das tut es für die jüdische Wissenschaft nicht. Deshalb ihre Technikaffinität.

Also gibt es auch nichts, was die Wissenschaft von innen her durchformt, logoszentriert macht. Also ist die Haltung eines jüdischen Wissenschaftlers sehr rationalistisch, hat keine Begrenzung (außer in einer aufgesetzten Moral, bestenfalls). Das würde den logos brauchen, und weil das Judentum sich dem logos nicht mehr stellen will (Christus), muß auch die Metaphysik abgelehnt werden. Also ist das tiefe Judentum sehr "okkult", eine Art esoterischer (= technizistischer) oder magischer Geheimlehre (Kabbala).

Deutlich zeigt sich das in Strömungen wie den Chassidim-Bewegungen, also "charismatischen" Bewegungen, die ohne Metaphysik auskommen. Ähnlich den metaphysiklosen (protestantischen) Pfingst- und Charismatikbewegungen, die auch eine Fundierung in der Vernunft als Freiheitsschlüssel ablehnen. Gleichzeitig steigt die "messianische Komponente", es gibt immer wieder und überall "Auserwählte". (Deshalb die Parallelen und Affinitäten zu Puritanern, Calvinisten etc., die "Judaisierer" sind. In den USA arbeiten ja Juden und Protestanten eng zusammen.) Nicht zuletzt hat das Judentum seit je eine starke Strömung des "tikkun olam" - das heißt: die Welt zu einem Paradies zu machen. Und diese Haltung trägt sämtliche Utopien. Bis hin zu protestantischen Sekten (denke an die Wiedertäufer; an die Mormonen; an die Amish ... und dann an die Kommunisten.)

Mangels Opfer (nach der Zerstörung des Tempels etc.) fehlt den Juden die liturgische, real vollzogene Religion, die ein Sühneopfer braucht. (Umso mehr, als das Judentum auf Realisierung Gottes in der Welt Wert legt; im übrigen sind das aber die Probleme jeder sogenannten "Religion": Der Incarnationsgedanke Gottes bzw. des Transzendenten, der Erlösungsgedanke als Hoffnung, der Entsühnungsgedanke als Lebensmittel).

Also ist das Judentum (seit der Verschleppung durch Nebukadnezar nach Babylon im 4. Jahrhundert v. Chr.) zu einem Debattierclub geworden (Synagogen). Und also hat es sich in Sophistereien verstiegen, wo die Rabbis die einfachen Menschen als Geiseln halten. Weil die fehlende Vernunftbasis (Metaphysik) den einzelnen unfähig macht, den Willen Gottes selbst zu erkennen. Der Rabbi muß es ihm auslegen. Der Talmud geht angeblich auf diese Zeit in Babylon zurück, dort wurde er angeblich erstmals aufgesetzt. (Manche meinen freilich, daß er erst im 4. Jahrhundert n. Chr. neben anderen Schriften zur Auslegung des Judentums entstanden ist - der logische Kreis bleibt aber auch dann derselbe.)



Morgen Teil 2) Judentum ist scheinbar kaum greifbar - Post Scriptum 1




*040219*

Mittwoch, 11. November 2015

Aus dem Nichts, und doch so vertraut

Fast alle politischen Dispute - ob auf den Ebenen der Verantwortlichen, oder in der Bevölkerung - leiden unter dem Verlust der Begrifflichkeiten, die anzeigen könnten, worum es überhaupt geht. Das betrifft vor allem Dispute, die mit Kultur und Volk zu tun haben. Das ist in deutschen und österreichischen Landen gewiß historisch begründet, aber nicht nur. Denn es ist vor allem eine Frucht einer zwar nicht explizit, aber immanent sozialistische Politik. Die eine Frucht des Nominalismus ist, der Europas Völker am Eingang der Neuzeit - Renaissance - erst allmählich, spätestens seit dem 18.19. Jhd. exponentiell zu erfassen begann. Das Merkmal des Sozialismus, der insofern fälschlich als "Kind des Christentums" bezeichnet wird, ist genau das, was damals Einzug hielt: Das Umlegen von personhaften Kategorien, dem menschlichen Leben also, auf technisch-dinghafte Kategorien. Der Mensch wurde zum Ding. Weshalb der Sozialismus eben KEIN Produkt des Christentums ist, sondern Diebesgut einer Konkurrenzveranstaltung.

Mit ebensolchen technischen Begrifflichkeiten wird deshalb auch die Frage der Flüchtlinge diskutiert. Während das integrale Denken, das grundlegend dem Menschen eigen ist, das Denken in geschauten Bildern, aus Gründen dieses Rationalismus, der als einziger Modus des Denkens, der Wahrheitsfindung anerkannt wird, verleumdet und überhaupt ausgeblendet wird. Damit grenzt man aber den Menschen selbst aus. Weil aber die Begrifflichkeiten mittlerweile sogar fehlen, sind die meisten Menschen nicht mehr in der Lage, das immer diffuser nur noch "Gefühlte" als gerechtfertigt darzustellen.

Damit wird der öffentliche Disput - die Sprachlandschaft - zu einer Parallelveranstaltung, in der sich ein großer Teil, in Wahrheit: die gesamte Bevölkerung nicht mehr angesprochen sieht. Es bleibt nur die Wahl, den Mut zum als "irrational" definierten Denken aufzubringen, mit der immensen Gefahr, das Gefühl  nicht mehr sortieren, beurteilen zu können, oder die Aufgabe der Eigenverantwortlichkeit.

Deshalb ist es überhaupt nicht verwunderlich, ja folgerichtig, daß dieser Disput vor allem von den "gebildeten Schichten" geführt und getragen wird. Denn sie sind in diesen Rationalismen gefangen genug, um die Verbindung mit dem eigentlichen Denken nicht mehr zu finden. Zumalen ihre Existenz von der Bedienung dieser mathematischen Denkmechanismen (nur das sind sie nämlich) abhängt. Dieses nominalistische Denken (aufgefettet bestenfalls mit Karikaturen von Religosität, wie dem "neuen Christentum", oder der gnostischen Esoterik) aufzugeben ist für sie also mit der Gefahr verbunden, ins Nichts zu fallen.

Aber ebenfalls nicht grundlos wächst in der Bevölkerung der Eindruck, daß dieser Disput nicht geeignet ist, ihre - gefühlten, insofern nur gewußten - Sichtweisen zu treffen. Dies mündet in einen noch wenig sichtbaren, aber latenten und immer  mächtigeren Affekt gegen diese bzw. alle bestehenden Eliten. Weshalb sich - im Internet nachzusehen - zwar durchaus neue Eliten gebildet haben und bilden, doch fehlt ihnen die ontisch verankerte Legitimität. Was schon aus der Art des Mediums hervorgeht, das das Wesen von Autorität völlig auf den Kopf stellt und damit verfehlt.

Doch ist es heute nicht anders als immer und überall: Völker, Gemeinschaften egal welcher Art, werden nur durch Personen, durch Gestaltgefüge konstituiert wie verwirklicht. Und zwar durch reale Gestalten eines realen Gegenüber. Weshalb der VdZ der Auffassung ist, daß der Weg nicht mehr weit dazu ist, daß Personen, an die niemand dachte, praktisch "über Nacht" auftauchen werden, die unsere politische Landschaft sowie die Landschaft unseres Sprechens (als Landschaft des Denkens) dramatisch umwälzen werden. Das wird uns allen so natürlich weil vertraut erscheinen, daß niemandem die grundlegende Veränderung, die damit verbunden ist, auffallen wird. 

Diese Person wird wie ein Messias auftauchen, noch mehr aber von den Menschen als Messias behandelt werden, selbst wenn es nicht so genannt wird. Und er wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit aus der Peripherie des Sprachraumes kommen, weil der feste Leib dieses (menschlichen) Raumes immer zu sehr in sich selbst verfestigt ist.* Und wir werden mit Dingen (und Begriffen) zu tun haben, die wir heute längst meinen vergessen zu haben, oder nicht mehr verstehen weil mit der dahinterstehenden Realität, ihrer wirklichen Wirklichkeit nicht mehr in Zusammenhang bringen können.

Wie weit wir (zeitlich) noch bis dorthin haben, kann der VdZ nicht sagen. Es ist schon deshalb zeitlich schwer vorherzusagen², weil solche Umschläge sich lange aufbauen, um sich dann - meist durch einen für sich gesehen eher unbedeutendem, noch innerhalb des bestehenden Disputsklimas bewegendem Anlaß, also noch dem Alten, nicht dem Neuen zugewandt - zu entladen. Im konkreten Fall heißt das: Wir stehen in der Endphase der republikanischen Demokratie. Die Frage ist, wie zäh wir daran festhalten, wie gut es weiterhin gelingt, Wesenskonturen zu verbergen oder die Auswirkungen deren Reibungen aus der faktischen Situation heraus wegzubeschwören (wie es etwa die Pädagogik oder die Psychologie tut, die als "Heilung" die Auflösung der Gestalt sieht, aber natürlich nicht mit der Kraft der ontologischen Entelechiestrebungen rechnet, die also ihrem Menschenbild auf den Leim geht). 

Je länger dieser Umbruch (den niemand bewußt in die Hand nimmt, denn das würde den derzeitigen und dogmatisierten wie tabuisierten politischen Strukturen widersprechen) sich hinausschiebt, desto heftiger (weil um- oder unterfassender) wird er passieren. Denn es ist ein Erdbeben der unsere Gesellschaften tragenden Schollen.**

Mit der nicht gerade unwahrscheinlichen Möglichkeit, daß es sich um einen lediglich "cleveren" Messias handelt, der die ihm Vertrauenden, ihm Zugewandten in ein definitives Desaster führt, das die Substanz auslöscht. Ob das so sein wird hängt aber in erster Linie mit dem Schicksal zusammen, das sich die betreffende Gemeinschaft, das betreffende Volk als (fast nur monadisch zu begreifende) Ganzheit "erwirkt" hat.***




*Josef Nadler zeigt in seiner "Geschichte der Literatur der deutschen Völker", die ja eine Geistesgeschichte des Sprachraumes ist, daß so gut wie alle Anstöße und Neuerungen aus Randgebieten (auch geographisch gesehen, was mit der Gesetzlichkeit der Verortung zu tun hat) oder von Außenseitern kamen und kommen. Vermutlich ohne es zu wissen, hat er ein biologisches Gesetz darin wiedergefunden, das alle Lebewesen sogar in sich selbst kennzeichnet. Die gleichfalls in dieser Polarität zwischen (oft winzigen, meist scheinbar unbedeutenden) Peripherien (Momente kurz vor dem Verlöschen) und dem Zentralen stehen. Insbesonders die Fortpflanzung, zuvor die Blütentrage ist von dem gekennzeichnet, wovon jedes Frühjahr immer wieder neu erzählt. (Vgl. auch das neutestamentliche Gleichnis vom Senfkorn, oder vom "Stein, den die Bauleute verwarfen".)

²Der VdZ hat die im Grunde gleiche Prognose - aus einer Weiterführung von beobachteten Wirklichkeiten - schon vor 30 Jahren gestellt, sieht sei mittlerweile nur noch klarer und begründeter. Er hat damals aus Überlegungen zum Generationswechsel (nein, sicher nicht wegen des Maya-Kalenders, den kannte er damals gar nicht ;-) den Umbruch "um das Jahr 2013" prognostiziert. Mittlerweile hält er es aber für möglich, daß er sich noch etliche weitere Jahre hinziehen kann. 

Das ist aber nicht unbedeutend für seinen Ausgang. Denn NOCH existiert eine Generation, deren Geburtsdatum bis in die Mitte der 1960er Jahre reicht, in der rudimentär das Erbe unserer Kultur - EINER Kultur - wenn auch verwüstet, noch besteht. Sodaß gewisse Regenerationskraft, Tatkraft für einen geordneten Neuaufbau von so vielem, noch da ist. Diese Potenz sieht der VdZ in den später Geborenen aber nicht mehr. Die bereits (und immer mehr) in kultureller und vor allem religiöser Wüste (Verfall des Kults!) aufwuchsen. Ein Umbruch der noch lange auf sich warten läßt würde uns also gewissermaßen in eine kulturelle Steinzeit, in barbarisch-heidnische Zustände zurückwerfen, in der keine Gefüge mehr bestehen, sondern nur noch durch Kampf ("try and error") bestenfalls verdinglicht - nennen wir es ruhig beim Wort: das ist das Wesen der Faschismen - entstehen können, nicht mehr durch Rückgriff und (leiblichte) Erinnerung. Denn die Jugend zumindest unserer Lande (die Entwicklung in Osteuropa ist teilweise wenigstens noch nicht so weit fortgeschritten) IST mittlerweile barbarisiert. Und das heißt, daß sie vom leiblich gewordenen Habitus her (in dem sie sich gegen ihre eigenen Grundlagen wenden, selbst wenn sie noch "Richtiges denken" können) nicht mehr in der Lage ist (von wenigen Ausnahmen abgesehen, es mag sie geben), Geist zu entwickeln. 

Weniger düster könnte so eine Entwicklung nur verlaufen, wenn noch auf diese älteren Generationen zurückgreifende, dann aber hierarchische Gefüge entstehen. Woran der VdZ aber nicht glaubt, weil die nachfolgenden Generationen, die diese Entscheidungen zu treffen hätten, bereits zu sehr in Narzißmen verhangen sind. Aber wie heißt es so schön? "Man hat schon Pferde kotzen gesehen."

**Es ist aus der Erdbebenforschung bekannt, daß sich Spannungen in der Erdkruste sehr lange aufbauen können, ohne sich zu entladen. Und Spannungen entstehen aus der Reibung von realen Bausteinen, das heißt: den Reibungen zwischen je natürlichen Seinsstrebungen (als Gestaltbeharrungsmomente). Folgen keine kleineren Entladungen, baut sich ein immer größeres katastrophisches Ereignis auf, ohne dessen Zeitpunkt vorhersagen zu können.

***Der VdZ sieht also zwei Möglichkeiten: Entweder wird es ein "Monarch" sein (mit dem schwer zu lösenden Legitimitätsproblem), oder ein Diktator. Beide - eine dritte Variante sieht er nicht - könnten auch direkt "von außen" kommen, beide Varianten gibt es als "gut" oder "schlecht". In jedem Fall ist eine gewisse "Konvertitencharakteristik" (Positivismus bzw. Voluntarismus) damit verbunden.





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