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Montag, 27. April 2026

Über die, die es immer schon gewußt hatten

Es macht mich staunen festzustellen, wieviele Menschen zu Zeiten von Corona KRITISCH oder sogar OPPOSITIONELL der Sache gegenüberstanden. Zum wenigsten seien sie dann nach einem halben, ganzen, eineinhalbten Jahr draufgekommen, daß "die staatlich verhängten Maßnahmen überzogen" seien. Ich würde lügen wenn ich nicht zugeben würde, daß es der Seele guttut sich nicht alleine zu wissen, zu sehen, daß man endlich einmal nicht bloß- und alleinegestellt ist und einer Gemeinschaft spürbar zugehört. Noch dazu einer Gemeinschaft, die in ihrer Kritik mit einer gehörigen Portion Mut aufgestanden sind, sodaß es (wie ich es immer formuliere) "ums Arscherl zieht". 

Dort ist ja erst der Punkt, an dem sich der Mensch wirklich zur Persönlichkeit entwickelt, wo die Freiheit beginnt, und der Einzelne sich seiner letzthinnigen Alleinstellung vor Gott bewußt wird. Viele Fragen beginnen ja erst dort, überhaupt Gewicht und den nötigen Ernst zuzulegen, und sich aus dem inhaltslosen, wertelosen (Werte werden ja dann nur behauptet) Geschnattere der allgemeinen Wortgewitter zu erheben.

Doch regt sich gleich auch eine gewisse Skepsis, die ich nur noch nicht ganz artikuliert habe, um sie kennenzulernen, indem ich ihr Gestalt gebe. (Und Existenz erhält bekanntlich etwas erst, wenn es zum Begriff geschmiedet wurde.) Mit Stirnrunzeln frage ich mich nämlich: "Wo sind die gewesen?" 

Was hat sich geändert, daß es nun so aussieht, als wäre die Mehrheit der Menschen unserer Völker der Coronakrankheit selbst, auf jeden Fall aber den Maßnahmen und in jedem Fall der Zwangsimpfung ablehnend, scharf differenzierend gegenüber gestanden? Warum habe ich während der gesamten Laufzeit der "Corona-Pandemie" - und zwar, wie es hier nachzulesen steht, von den ersten Monaten 2020 an, bis zur endgültigen, definitven Verkündigung deren Endes - den Eindruck, das Daseinsgefühl gehabt (und ganz real die Erfahrung gemacht), daß ich einer gewaltigen Masse an zum Angriff bereiten Rindern gegenüberstand, die die in einer Phalanx die Köpfe gesenkt hatte, um jedes kritische Wort augenblicklich auszutreten. 

Das ist mir wirklich am laufenden Band so geschehen, und es genügt eine einzige Hand um abzuzählen, wie vielen Menschen gegenüber ich mich nur mit allergrößter Vorsicht äußern konnte, wollte ich nicht bösartige, aggressive Reaktionen kassieren. Die absolut vorherssagbar waren! Nicht ein einziges Gegenwort, das mir irgendetwas Neues, wenigstens Interessantes oder  Bedenkenswertes gelehrt hätte. 

Obwohl ich jetzt, im April 2026, den Eindruck habe, daß fast jeder dem ich begegne ohnehin IMMER schon skeptischer "Selbstdenker", "Gegner des betreuten Denkens", "autonom" und mutig gewesen ist, sich auch gegen noch so viel Gegenwind zu stemmen. Also waren alle und immer schon Opfer einer Ungerechtigkeit, in der "die da oben", die Eliten, die Politik ihre Macht über den zur Freiheit berufenen Menschen ausgespielt haben, in der irgendjemand und irgendeine Instanz Herrschaft manifestierten, verdichteten und zum tiefen Leiden gestaltet hat.

Könnte man aber nicht auch etwas ganz anderes annehmen? Könnte man dieses Phänomen, daß sich nun die Masse vom Jünger zum freischaffenden, opferbereiten Oppositionellen entwickelt hat und (garantiert) noch so weit entwickeln wird, daß man in ein etlich Jahren, gar Jahrzehnten (und die Zeit vergeht ja so rasend schnell!) retrospektiv die "Zeiten von Corona" ähnlich wie in den Jahrzehnten nach 1945 (etc. etc.) als eine Zeit "erinnert" wird, in der ein tyrannisches Regime ganze Völker und Kulturen unterdrückt, geschurriegelt und glattgebügelt hat. Sodaß die allermeisten Bürger mehr oder weniger schwer gelitten hatten. Die es "immer schon gewußt" hatten, deren Stille, bis zur inneren Emigration zurückgezogene Diskretion und Verschwiegenheit gehender (aber so falscher) Schein des "Mitschwimmens" mit der Vernunft entstammender Zurückhltung, also Klugheit begründet werden kann. Weil man für Kinder, Frauen, Verwandte, Bekannte, ein Volk, eine Kultur, Gott, Himmel und Vaterland Verantwortung zu tragen hatte. Man diese Herden an Schutzsuchenden ("Hikketiden" heißt ein Stück von Euripides, die "Schutzflehenden") weiterhin zu leiten, zu lenken und vor allem zu versorgen hatte und hat. Man stelle sich doch die einem entgegengereckten Kinderärmchen und offenen Schnäbelchen verzweifelt nach Atzung schreiender Scharen auf einen angewiesener Hilfloser. 

Müßte man diesen Bildern und Rechtfertigungen aber nicht Strukturen zuschreiben, die sich in ihren Reinformen als irgendeine Stufe des sogenannten "Liberalismus" identifizieren können? Sollte man sich deshalb nicht den Spaß machen, dem Kaiser die Kleider vom Leib zu reißen und ihn in seiner Nacktheit durch die Gassen zu treiben und in immer lauter werdendem Volksgerufe zu ächten, zu verspotten und letztendlich in allem bisherigen "als der und der, der man war und also auch jetzt zu sein und respektiert zu werden" zu vernichten?

Jener Liberalismus, dessen erste Grundeigenschaft (nicht Motiv, das ist etwas anderes) ist, die Grenzen und Außenhäute jeweils exakt dem anzupassen, was als Massenenergie, als Richtung des Kollektivwillens zur Gestalt der Gesellschaft wird, in der man sich bewegt. Der sich also wie ein Handschuh und überaus anpassungsbereit und -süchtig der Massenmeinung anschließt. Dessen Mut also allerhöchstens das bereits ganz offensichtliche ergreift und an den Fahnenmasten hochzieht. Flink, behende und laut. Letzteres vor allem. Um allen Opponenten gegenüber die eigene Führerschaft zu behaupten. Denn die hat immer noch der, der es "am frühesten gewußt" hat. 

Darin drückt sich ja die Wahrheit aus, daß der wirklich Freie, Starke, damit Väterliche, der Ritter und Todesbereite es ist, der in keiner Lage die Verbindung mit dem Himmlischen verliert, und dessen Verkündigung deshalb immer die absolute Wahrheit verkündet, zu dessen "persona", also Maske wird, die einen Trichtee in der Mundhöhle trägt, um den "Durch-tönenden" (sonare=tönen, klingen) DAHINTER, also den Geist (bzw. die Geister, also die höhere Jenseitswelt, die auch die Welt der auf Erden Toten ist) in die Welt zu rufen.

Den Einzelnen also als Schönen, Starken, der Berufung voll entsprechenden und zur Vollgestalt Gereiften zu offenbaren, der die Vollgestalt des Menschen darstellt - den Propheten, den Dichter und Poeten, der bzw. die mit ihrem Wort, ihrem "Dahinter", das ganze Völker und Massen tragen und bewegen.

Daß es so ist oder sein könnte, daß die Tatsache, daß 2026 offenbart, daß im Jahr 2020 (folgende) die immer größere Mehrheit der Menschen Opfer des Coronawahns der Eliten waren und sind (was ja in anderer Betrachtung gar nicht gelogen wäre), jener menschlichen Grundeigenschaft entspricht, in der jeder, der nicht die Rüstungen der Wahrheit anzieht, nicht "eine andere Gestalt" annimmt, sondern ... KEINE. Das ist er ja, der Liberalismus. Er ist die Behauptung, daß die durch Anschmiegen, durch feiges, ja niederträchtiges Anpassertum an allgemeine Stimmungen (worin sich ja durchaus Körner der Wahrheit befinden, zumindest theoretisch) ÜBRIG GEBLIEBENE KONTUR zur Maske hochstilisiert wird. Wo der vermaßte Mensch, der wie fließendes Wasser die Gestalt annimmt, die sich aus der Grenze zum Angrenzenden (egal was es ist) einfach ergibt. 

Was uns zu der These weiterführt zu sagen, daß man aus der gegenwärtigen Erscheinung von Mehrheiten und Massen, die "es immer schon gewußt" hatten, um Gottes Willen nicht ableiten soll, ein Volk, Menschen, Gruppen, der "andere" generell dazugelernt hätten. Daß sie sich wirklich VERÄNDERT hätten. Daß sie damit beweisen, daß sie wohl einmnal geirrt hätten. Was man aber verstehen und nachsehen müsse. Denn "am Anfang konnte man es ja nicht wissen"?! AM ANFANG mußte man ja abwarten, wie sich diese Pandemie entwickele (bis sich herausstellte, daß es DIESMAL keine Pandemie, zumindest keine tödliche, gefährliche Pandemie ist.) 

Aber all das ist nichts weiter, sagen wir hier, als eine nächste Maske des Liberalismus. Der bekanntlich deshalb und dort "wahr" spricht, wo den LiberalEN (konkret, in persona) ein Umstand (egal welcher) aus Welt und Gesellschaft AUF DIE ZEHEN FÄLLT UND deshalb WEHTUT. 

Der aber aus diesem Anpäßlerischen, Weichen (siehe woke-ness!) seiner innersten Natur heraus lediglich ein wenig nachrückt, die dünne Haut des Kostüms hier und dort den aktuellen Druckstellen anpaßt, weil die bisherige, die erste Form des Kostüms (der Haut analog) beginnt zu schmerzen, sich zum Gegendruck entwickelt hat, dem es nun wieder auszuweichen, durch Zurückweichen anzupassen gilt. 

Also muß man nun "coronakritisch" (und sein heißt: immer der wahren Natur gemäß und also immer gewesen) sein, weil der Massendruck in diese Richtung gewandert ist. 

Aber eines passiert nicht, und erst DAS wäre Merkmal von Stärke und Persönlichkeit und Reife. Es wird keine substantielle (also Gestalten in Existenz tragende) Gesellschaftsform der Liberalismus geben. Das laissez faire als Grundhaltung der Welt, dem ANDEREN gegenüber kann auch gar nicht anders sein. Es wird deshalb auch keinen Liberalismus geben der die innere Kraft weil in seinem Fundament treibende IDEE repräsentiert, wie die Menschheit im Anfange GEDACHT war, und was deshalb Leitbild sein muß, vor der als Hintergrund jede, wrklich jede Einzelfrage beantwortet werden muß. Die also heute bereits weiß oder wenigstens nicht leugnet, daß sie es wissen KÖNNTE (und nur an der eigenen Unfähigkeit scheitert), daß und wo sich "Coronaviren" befinden, aus der sich Gefahren für Völker und Gesellschaften ableiten lassen, die Maßnahmen wie diese katastrophalen Gesamtabschaltungen gesellschaftlichen Lebens, wie wir sie allerspätestens seit 2020 kennen, fordern und rechtfertigen könnten.

Und man sieht dem (Gegen-)Beweis ja am Schicksal liberaler Parteien. Betrachte der Leser doch das Schicksal der bundesdeutschen FDP, der österreichischen NEOS, also neoliberalen Partei. Die durch ihre kritischen Haltungen, die eiderdautz sehr oft sehr weithin akzeptierte "kritische Haltungen" zu vertreten vorgeben, zwar in die Parlamente kommen, also genug Menschen dazu übertölpeln können, ihnen in der Wahlzelle ihre Kreuzchen zu schenken), sich aber dort kaum halten können. Und nachhaltig verlieren, bis sie sich aufgelöst (bzw. NEUGEGRÜNDET) haben.

Man betrachte aber nicht nur die offiziell LIBERALEN Parteien, sondern ALLE übrigen Parteien (als fleischgewordene Haltungen und Ideologien als Denkweisen) Die IN DEM MASZ, als sie in ihren starken Stellungen in ihren Parlamenten von ihrer angestammten Denkrichtung (konservativ oder links usw.) zu liberalen Ansichten wandern, exponentiell voranschreitenden Wählerschwund erleiden. 

Aber hüte man sich vor jenen, die ES GLEICH GEWUSZT HABEN (auch wenn sie es nicht gleich zeigten). Hüte man sich vor jenem neuen Gewand des Liberalismus, der auch jetzt nur das tut, was Liberalismus immer getan hat: POSTHOC (nachträglich) zu beweisen, daß er alles APRIORI wußte. Der sich damit nur als das zeigt, was er ist: Ein Werkzeug der Machtallokation. Eine Methode des Sammelns von Zufallsprodukten, denen ein Mäntelchen des Seins umgehangen wird. 
Dessen wahre Gestalt sich aber dort zeigt, wo es WIRKLICH um Zustände, um Denk- und Verhaltensweisen geht, die die Axt WIRKLICH an die Wurzel der Seinsverfehlung legt. An diese WIRKLICHEN Mißstände kann und wird der Liberalismus nämlich NIE rühren. 
Er TUT NUR SO, als sei er gegen Wokeness (als Beispiel), während er in Wahrheit die Bereitschaft zur Wokeness stärkt, ja gründet. Er tut nur so, als sei er gegen Genderismus, während er nichts dagegen hat, daß die Inklusivsprache täglicher Sprech-Standard wird, es auch den Liberalen das Zerhacken der Allgemeinbegriffe in Geschlechterseiten ("Zuschauerinnen und Zuschauer", "Wählerinnen und Wähler", "Expertinnen und Experten", usw. usf.), ja das gesamte Auffassen der Welt den Allgemeinbegriff (also das Wort generell!) großzügig verschenkt (und wie so viele andere das verschenkt, das einem gar nicht gehört) und das VERMEIDEN DES SEINS mit der Maske der größeren Liebe und Toleranz begründet.
Er hat auch in der GESAMTEN Coronaproblematik nur so getan (und tut auch heute nur so), als hätte er die negativen Folgen der "Maßnahmen" zu verhindern gewußt. Während er alles das stärkt und implementiert, was genau diese Maßnahmen rechtfertigt, weil es hier wie überall nur darum geht, daß DER EINZELFALL zu vermeiden wäre, und als ginge es immer nur um Einzelfälle. Sodaß das erlittene Leid ebenfalls zum Einzelfall wird, der aber zu vermeiden gewesen wäre.
Weil das Prinzip des "jeder so, wie er es möchte", das so tut, als gäbe es eine Einzeltat, deren Wirkfeld auf den Einzelnen beschränkt werden könne, gar keine andere Einschränkung kennt als die Begrenzung im Einzelfall. Der Liberalismus kennt eben kein Sein, kennt kein allgemeines Weltsein eines ALLEM vorausgehenden Planes, Gesamtbildes, DEM das Einzelne entnommen werden kann. 
Nicht umgekehrt, und schon gar nicht zufällig. Denn wo immer etwas IST, wo immer Sein im Spiel ist, gibt es auch Plan, Vorsehung, Ort und konkrete, benennbare Beziehung. All diese Wege genen dem Einzelnen voraus, liegen ihm ZU GRUNDE, und steigen nicht posthoc aus dem Faktischen heraus.
Die Falschheit der Coronamaßnahmen ist deshalb kein Ergebnis der Wirklichkeit, das sich "so ergeben" hat, sodaß die Kritik wiederum nur den Einzelfall betrifft. Der Coronawahn war IN NUCE erkennbar, so wie allem Sein die Idee vorausgeht. Und wo keine Idee, da keine Welt. 
DESHALB lösen sich alle und alles in dem Maß auf, wo diese vorausgehenden Ideen, denen gegenüber GEHORSAM unbedingt und notwendig zu leisten ist, fehlen. Wo nur so getan wird, als sei dieser Mangel an Idee durch Verhaltensregeln zu ersetzen. Hier KANN gar keine Zustimmung durch Menschen - also hier: Wähler - geben. Denn der Wähler stimmt einer Idee zu! Immer. Und wenn es nicht immer gleich so aussieht dann mittel- und langfristig auf jeden Fall. 
Das ist der Grund, warum alles und damit auch Parteien in dem Maß, in dem sie LIBERAL sind, auch die Zustimmung durch den anderen verlieren.  

Und wohin wandern die Stimmen? Richtig, zu den nächsten Liberalen, die nichts tun als das aktuellere Instrumentarium der Schmerzdetektion anzubieten, und zu versprechen, die wirklichen Schmerzen zu nehmen. Die aber ganz sicher nicht das Kreuz schultern, das es heißt, die wahre Gestalt der Wahrheit, die rein geistig ist und die zu detektieren wahrhaftige Hingabe, Demut, Opferbereitschaft, GEHORSAM (Gott, dem Sein gegenüber), also die wahre Gestalt des fleischgewordenen Gottes - Jesus, des Sohnes, diesem Alpha und Omega der Welt an sich - zu errichten, um so zur Stadt auf dem Berge zu werden. Zu jenem himmlischen Jerusalem, das eines näheren oder ferneren Tages die endgültige leuchtende, ewig währende Stadt der unübertrefflichen, alles uns Bekannte weit weit übertreffende Stätte des Glücks sein wird. Als die eigentliche Stätte des Menschseins, die uns von Anbgeinn an für uns vorgesehen war. 


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