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Samstag, 4. Januar 2020

Von wegen grüne Lunge

Auch das ein Märchen, zeigt Udo Pollmer in diesem jüngeren Beitrag. Es wird uns gerne erzählt, daß der Amazonas-Regenwald die "grüne Lunge" der Welt und damit verantwortlich für Sauerstoff sei. Nix davon ist wahr. Keine Pflanze gibt mehr Sauerstoff ab, als sie im Rahmen ihres natürlichen Kreislaufes auch verbraucht! Denn Sauerstoff entsteht nicht, weil er von den Pflanzen in die Atmosphäre freigesetzt wird, sondern entsteht durch die Aufspaltung des aufgestiegenen Wassers in großen Höhen durch das einfallende Sonnenlicht, das die H2O-Moleküle aufspaltet. In den leichter (ins Weltall flüchtigen) Wasserstoff, und eben Sauerstoff, der, weil schwerer, zur Erde zurücksinkt.








Donnerstag, 21. März 2019

Arteriosklerose ist schlicht eine Lebenserscheinung

Auch das ist eine der großen Plagen der Gegenwart. Nein, die Rede ist nicht von Arteriosklerose, also den berühmten Ablagerungen in den Blutgefäßen, die Herzinfarkt auslösen können, weil irgendwann die Arterien verstopft sind, die das Herz mit Blut versorgen sollen. Die Rede ist nicht einmal von den abscheulichen Aufklebern über Rauchwarenpackungen, mit denen wir schockiert werden sollen. Die Rede ist vom Mythos, der diese Alterserscheinung umgibt und der sie zur wahren Plage der Menschen macht, die Mediziner über sie verhängen. Denn sie gilt als Zivilisationskrankheit, die dem viel zu fetten Essen, dem Rauchen, der mangelnden Bewegung etc. etc. zugeschrieben wird.

Aber wie Untersuchungen ergaben, gab und gibt es die Arteriosklerose überall und zu jeder Zeit. Egal, ob die Menschen sich bewegten oder nicht, ob sie manuell arbeiteten oder nicht, ob sie dies oder ob sie das aßen, ob sie rauchten oder nicht. Es gab sie einfach immer, sogar im alten Ägypten, und auch dort nicht nur bei den Reichen, sondern auch bei den Armen. Und es gibt sie auch bei den primitivsten Indiostämmen am Amazonas, auch wenn sich diese nach heutigen Gesichtspunkten "gesund" ernähren. Überall ist überall. Wieweit und woran jemandes Arterien sklerosieren, und in welchem Alter, ist nicht vorherzusagen. Es hängt eng mit der spezifischen Lebenssituation zusammen, in der jemand steht, mit der individuellen Charakteristik mit der Welt zu interagieren, und insofern sogar mit Vererbung. Aber man kann nicht sagen, daß es dies und das "an sich" wäre, so, wie Wasser im Motorzylinder zum Absterben des Motors führt. Der Mensch ist keine Maschine, sondern ein Geheimnis, ein extrem komplexes Mit- und Ineinander von Faktoren, von Wahrheit und Welt.

Das macht Arteriosklerose zwar nicht weniger "gefährlich", verändert aber grundlegend die Art darüber zu denken. Man könnte sie somit sogar als Anzeichen dafür sehen, daß der Mensch eben ... sterblich ist. Und irgendwann eben sterben wird. Der eine früher, der andere später. Es macht damit auch die Drohungen, die ständig über uns verhängt werden, zum sinnlosen Dauerstress. Der nichts bewirkt als eine Verschlechterung der Herztätigkeit durch Dystress. Arteriosklerose ist eine schlichte Erscheinung des Lebensfortgangs, der Dauer, und insofern sogar des Alters. Die allgemeine Panik, die heute ständig und so rasch ausgelöst wird, dient nur der Dogmatisierung, und das ist sehr nützlich. Denn darin dient sie der leichteren Extrem-Besteuerung von allen möglichen Waren und Genußmitteln, weil der Konsument aus schlechtem Gewissen ohne Murren diese Steuern zahlt. Weil er sich als Belastung des Gemeinwesens fühlt.









*150119*

Mittwoch, 20. März 2019

Homöopathie und Alchemie

In einer kurzen Einführung behandelt Udo Pollmer den deutschen Mediziner und Chemiker Samuel Hahnemann, den "Erfinder der Homöopathie". Und er stellt ihn als "ersten deutschen Lebensmittelchemiker und Verbraucherschützer" vor, ohne auf seine Heilmethoden weiter einzugehen. Die aus der alchemistischen Idee entstanden, daß sich die Eigenschaften des einen Gegenstandes auf einen anderen durch zwei Methoden übertragen ließen: Hitze und Schütteln. 

Die Idee zu den niedrigen Dosen entstammt der richtigen Annahme, daß kein Stoff aus sich heraus giftig oder schädlich ist, sondern daß diese Wirkung mit der Dosis zu tun hat, in der man damit konfrontiert ist. Um diese zu messen, entwickelte Hahnemann als erster deutscher Chemiker Verfahren, die etwa den Bleigehalt im Wein testen konnten. Ein beliebtes "Weinsüßungsmittel", das aber in Gicht oder gar Tod verheerende Wirkungen hatte. In geringer Dosis aber konnte kein Stoff schaden. Also stellte er Substanzen her (die im wesentlichen Weingeistlösung waren), die diese Stoffe in ganz geringen Dosen enthielten. Im Grunde also ein rein allopathisches Denken!

Der Begriff "Potenzen" entstand erst Anfang des 19. Jahrhunderts, denn die farblosen Substanzen waren ihm zu wenig attraktiv. Also, so Pollmer, erfand er den Begriff "Potenzen", der sie fortan geheimnisvoller machte. Mit Erfolg. Bis heute ist diese alchemistische Vorstellung mit der Homöopathie verbunden. Sie ist aber mehr als bloßes "Image", das man bekämpfen sollte oder könnte. Sie ist "Wille".

Interessanterweise sah Hahnemann die Homöopathie als symptombezogene Medizin, in der gemäß dem alten alchemistischen Grundsatz Gleiches mit Gleichem bekämpft werden sollte. Während er die Allopathie als Kampf gegen die Ursache sah. Heute wird ja meist das genaue Gegenteil behauptet! 

Und man meint damit wohl den evidenzbasierten Ansatz, der der Schulmedizin zugrunde liegt. Hahnemanns Kritik an ihr bezog sich vor allem darauf, daß die Nebenwirkungen dieser Arzneien den Krankheitszustand des Patienten oft verkomplizierten. Und das war zum Wissensstand des auslaufenden 18. Jahrhunderts wohl auch tatsächlich oft der Fall. Ob es heute besser oder anders ist, wagt der VdZ freilich zu bezweifeln. Sie ist damit eher das oft unvermeidbare "geringere Übel". So meint man zu sagen. Aber - ist das wirklich so? Oder ist es nicht die Seite der völligen Überschätzung dessen, was man heute "Wissenschaft" nennt? Liegt die Wahrheit gar nicht in der Wahl zwischen den beiden, sondern liegt sie eher ganz woanders? Ist Rationalismus nicht eher die Erfüllung, nicht die Antithese der Magie?

Weil die Heilung ganz woanders liegt. In der Gestalt. Damit wäre sie aber dem Menschen (als Arzt, als Heiler) ohnehin unzugänglich. Denn es gibt die vollkommene Gestalt nicht, sieht man von Jesus Christus (und seiner Mutter) ab. Und ist nicht Heil-sein eine Frage der Fähigkeit der Selbstaktivierung zum Reinen, Vollkommenen hin? Damit wäre die gesamte heutige Medizin - allopathisch wie homöopathisch - sobald sie meint, "heilen" zu können, purer Wahn.

(Wird fortgesetzt)






*150118*

Montag, 18. März 2019

Wer gesund ißt, stirbt früher

Noch einmal Udo Pollmer, der wieder gegen den Diätwahn unterwegs ist. Und wieder einmal die Dicken verteidigt, was wir dankbar und erleichtert annehmen. Es ist der Druck, sagt Pollmer auch hier, der einen Menschen je nach Konstitution dick (oder dünn) macht. Es sind die Cortisol-Hormone, die seelischer Belastung entspringen und die Fettbildung (oder das Abmagern) bewirken.

Auch die Rede vom Body-Maß-Index ist Unsinn eines Normierungswahns. Schon wer längere Oberschenkel hat oder breite Schultern, wer also einfach kräftiger gebaut ist, wäre dieser Norm gemäß übergewichtig. Aber jeder hat eben seine Veranlagung. Auch darin, seelische Eindrücke zu verarbeiten, möchte man hinzufügen. Denn Druck muß gar nicht immer von außen kommen, die Reaktion auf die Welt ist durchaus subjektiv, situationsgemäß und damit immer unterschiedlich. 

Abgesehen von der wie immer hanebüchenen Erklärungsmanie durch Evolution, bleibt die Aussage interessant, daß das Kochen eine hinausverlegte Verdauung ist, die Sinn hat. Anders als die Tiere müssen wir unsere Nahrung zubereiten, um sie verwerten zu können. Unser Verdauungstrakt, der darauf eingestellt ist, ist Zeugnis dafür, daß wir eben Kulturwesen sind. Auch unser Gebiß zeigt, daß es dafür ausgelegt ist, mit Hilfsmitteln (Löffel, Messer und Gabel) zu speisen. Wir sind eben keine Affen, die kurz mal von den Bäumen heruntergekommen sind und sich nun darum zu kümmern hätten, daß sie ihre rohen Nährstoffe möglichst "biologisch" serviert bekommen. Anders als Tiere, hat der Mensch einen langen Dünndarm (und einen kurzen Dickdarm), und dadurch kann er aus der Nahrung mehr Energie gewinnen. Und die ist für das (im Vergleich mit Tieren große) menschliche Gehirn unbedingt notwendig. 

Das Gehirn ist eben das Organ, das die meiste Energie braucht. Der Körper reguliert sich über zwei Dinge - die Zuführung von Energie, und die Abgabe über Verbrennung. Er gibt also über Körpertemperatur ab. Wer mehr abgibt, nimmt sozusagen ab. (Deshalb wohl auch die Verankerung der Grundregel im Typus; Anm.) Der Grund, warum Sport "schlank" machen kann, ist deshalb darin begründet, daß unsere Lebensweise heute oft zu wenig Energie verbraucht. 

Und das heißt, wenn wir mit unserer eigenen Gedankenreihe weiterbauen, daß es von der Selbstaktivierung abhängt. Wer sich wenig aktiviert, also etwa geistig-seelisch träge ist, vielleicht sogar depressiv, lethargisch ist, oder wie mancher Typ und Charakter ein eher beobachtender, nicht aktiv teilnehmender Mensch ist, oder warum auch immer sich innerlich wenig aktiviert, verändert deshalb sein Körpergewicht. In Zu- oder Abnahme. Worin wir den Hinweis auf Zustände in einer Kultur sehen müssen.*

Wird sie menschenfeindlich, menschenwidrig, haben wir die bekannten Gewichtsprobleme als Massenphänomen. Das läßt die vielen schwer Übergewichtigen in den USA (und anderen Ländern) recht einleuchtend deuten. Und macht auch eine recht stimmige, präzise Aussage dazu, wenn es heißt, daß die heutigen jungen Menschen immer häufiger Übergewicht haben. Das grob gesprochen weit mehr eine Erscheinung der Verwahrlosung, der fehlenden Einbindung in wesentliche Lebensantworten ist, als des sogenannten Wohlstands. Damit schließen sich viele Gedankenkreise!

Wir sollten uns um ideologische Nahrungslehren aber gar nicht kümmern, meint Pollmer. Noch dazu sind viele der heutigen Ernährungsrichtlinien blanker Unsinn, wobei das Übel vor allem in der mit Druck verbundenen Vorschrift einer angeblich "gesunden Norm" liegt. Denn zwar könne man nicht sagen, daß z. B. Rohkost an sich schädlich sei, das muß jeder für sich selber entscheiden, ob und wieviel er davon mag, aber schädlich ist auf jeden Fall zu sagen, daß man möglichst viel Rohkost essen sollte, weil man sonst krank würde.

Wie ist es jetzt mit der provokanten These, daß der, der gesund ißt, früher stirbt? Pollmer erklärt, daß der Mensch als junger den Körper aufbaut. Das geht im Älterwerden bis zu einem Zenit. Dann wendet sich das Blatt, und der Ältere beginnt wieder abzunehmen. (Wir können auch darin einen Hinweis auf die oben angerissene These der Selbstaktivierung und Kulturbedingtheit sehen; Anm.) 

Wer aber auf diesem Zenit zu wenig Substanz hat, stirbt somit auch früher. Ihm geht schlicht die Energie aus. Auf keinen Fall kann man also sagen, daß wir gesünder oder älter werden, wenn wir uns ängstlich an bestimmte selbst- oder fremdauferlegte Ernährungsvorschriften halten. Eine solche Wirkung läßt sich durch nichts belegen. Belegen lassen sich aber viele Gesundheitsschäden, die AUS solchen Ernährungsideologien stammen. Aus einer versuchten (und dann wieder aufgegebenen) Studie über die Lebensgewohnheiten von Menschen, die über hundert Jahre geworden sind, geht hervor, daß sie sich alle nicht um irgendein Geschwätz über "gesunde Ernährung" oder "gesunde Lebensweise" gekümmert hätten. Sie haben vielmehr ihr Ding durchgezogen, könnte man sagen, sich nur darum gekümmert, was sie für sich als richtig angesehen haben. Zwar heißt das nicht, daß nun jeder hundert Jahre alt wird, aber diese Unbekümmertheit und Selbststärke ist eben ein Merkmal der Hundertjährigen, meint Pollmer.






*Diese Aussage verändert sich nicht, wenn man sich der Tatsache zuwendet, daß viele, die eine Fasten- oder andere Diätkur machen, berichten, daß sie viel klarer und rascher denken könnten, sich geistig viel freier fühlten. Ganz frei und leicht wird sich der Geist nämlich fühlen, wenn Leib und Seele sich im Tod trennen, das nur als Hinweis. Die graduelle Lösung des Geistes von der Last des Leibes (den der Geist ja als Gestaltform bewegen muß) durch Mangel ist zwar zuweilen sinnvoll (weshalb Fasten immer eine geistige Vorbereitung auf einen Ewigen Gehalt früher sogar sehr häufig war, man denke an die vielen Fastenvorschriften, die auch die Kirche immer kannte), weil sie eine distanziertere, also geistigere Betrachtung ermöglicht, aber allgemein gesehen entspricht es nicht dem Wesen einer Gesellschaft. Die ja konkret, also fleischlich ist. Solche forcierte Geistigkeit kann immer nur ein Ergänzungsphänomen sein, nicht Allgemeinzustand. Als im 12. und 13. Jahrhundert Kasteiungsbewegungen als dauerhaftes - also nicht temporäres - Massenphänomen auftraten, überlegten Fürsten und die Kirche, was dagegen zu tun sei, denn es gefährdete real die Kultur. Spanien hat das ab dem 17. Jahrhundert auch tatsächlich vorgemacht (Cervantes/Don Quijote!)





*150119*

Freitag, 15. März 2019

Aufklärung eines Unsinns

Immer wieder eine Wohltat sind die fundierten Darstellungen von Udo Pollmer. Der mit Sachverstand und spitzer Zunge unermüdlich die zahllosen Irrtümer aufmischt, die die Bürger nicht viel weniger als die Fachwelt zu einem Narrenkabinett voller Widersprüche machen. So schießt eine Falschmeldung nach der anderen durch die Medien, und nicht nur durch sie, und verwirrt die Menschen. Die permanent von Hysterien geplagt werden, die induziert werden, von wem auch immer.

Diesmal geht es um die Hysterie rund um die "Fettleber". Jeder der Übergewicht hat (auch der VdZ gehört diesen an), weiß ein Lied davon zu singen. Sie ist eine Art Freibrief für manche Ärzte und Diätassistentinnen, daß sie den Dicken regelrecht quälen dürfen. Oft wirken die Ratschläge und Ermahnungen, denen man dann ausgesetzt ist, sogar wie blanker Zynismus. 

Dabei ist häufig die dagegen verordnete Therapie nicht nur blanker Unsinn, sondern sogar kontraproduktiv, sagt Pollmer. Und begründet es. Vielfach sind sogar gerade die Heilmittel die Ursache einer Leberschädigung. Nicht die Fettleber. Die, wie es meist heißt, auf Dauer zu Entzündungen und damit zu Leberkrebs führt und deshalb bekämpft werden muß. Aber das stimmt nicht. Es stimmt auch nicht, daß der Leberkrebs bei uns epidemieartige Dimensionen angenommen hat, er rangiert bei den Tumoren mit zwei bis drei Prozent am unteren Ende der Skala. 

Was Leberschädigungen hervorruft, sind in erster Linie Schimmelpilze und Viren, wie bei der Hepatitis C. Das ist auch der Grund, warum Afrika eine deutlich höhere Erkrankungsrate bei Leberkrebs hat als unsere Länder. Und es sind Wirkstoffe aus manchen Kräutern, die in unsere Nahrung, ja bis in manche angeblich besonders gesunden Tees gelangen.

Auf jeden Fall gilt, daß es nicht in erster Linie eine zu fette Ernährung oder Alkohol an sich sind, die eine Fettleber verursachen. Sondern es ist das, was auch Übergewicht (oder, bei anderer Veranlagung, Anorexie) verursacht: Dystress, hohe seelische Belastung, mit einem einfachen Wort: Kummer und Sorgen.* Die müssen einem nicht einmal bewußt sein, sollte man da ergänzen, denkt man an die kulturell bedingten Selbstentfremdungen und Wesenswidrigkeiten, denen der Mensch heute so oft ausgesetzt ist.** Aber sie sind es, die den Bauchspeck sowie eine Fettleber befeuern. Damit zeigt auch der Alkohol eher etwas an, als er solche Schäden bewirkt. In jedem Fall sind es Probleme, denen mit Hungerdiäten auf keinen Fall beizukommen ist, weil die zum Gegenteil den Stress sogar noch erhöhen.

Wer ständig so viel Unsinn in die Welt setzt, fragt Pollmer, wenn es um die Ernährung geht? Wenn wir das nur wüßten ...







*Damit kommen wir auch der Tatsache auf die Spur, warum Denker/Philosophen oft so mächtige Körper haben, um nicht zu sagen: dick sind. (Für Thomas v. Aquin mußte sogar die Tischplatte ausgeschnitten werden, damit er besser essen konnte.) Denn ihr Denken ist eine Reaktion auf Mangel, den sie rundum erleben, sodaß sie das Insgesamt, das gute Ganze rekonstruieren. Das ist im Wesentlichen dann auch die Philosophie, die historisch belegbar immer dann mit großen Systemen auftritt, wenn eine Kultur sich auflöst.

**E. Michael Jones weist z. B. darauf hin, daß die bekannte Fettleibigkeit bei Lesben, aber überhaupt die Fettleibigkeit bei vielen mit der zerrütteten, selbstfremden Identität etwa im Genderismus oder in der sexuellen Haltlosigkeit ("Befreiung") zusammenhängt.





*150119*

Montag, 11. März 2019

Ersatzrituale der Reinigung

Man sollte ja alle Dinge und Vorgänge immer danach beurteilen, welcher Archetyp sich dahinter zeigt. Darin kommt man den prinzipiellen Bewegungen und damit der Wirklichkeit oft recht nahe. Und so wird auch erkennbar, was hinter den ebenfalls wie ein Massenwahn bestehenden Vorstellungen von "Schlacken", "Ablagerungen" und "Unreinheiten" im Körper, die unter allem alle möglichen Diäten und Kuren motivieren. Der physiologische Effekt ist gleich Null, sagt Udo Pollmer auf die gewohnt nonchalante Art. Wirkliche Schlacken und Ablagerungen gibt es wenige, und die sind bekannt - etwa als Nierensteine. Die lustigerweise vor allem von als "gesund" bekannten Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln kommen.

Aber der wirkliche, der archetypisch-seelische Vorgang ist eindeutig real (sagen wir). Es steht ein unbewußtes Wissen von Sünde und Verfehlung dahinter, die unbewältigt ist und einen belastet, also "da ist", "Schlacke" ist. Dem somit eine Bewegung folgt, die versucht, sich davon zu reinigen. Der Mensch will rein sein, will sich wieder reinigen. Hat er keine geistigen/geistlichen Kulte, die das ermöglichen, wie die Beichte, fehlt ihm also auch der Glaube an Reinigung, dann sucht er Ersatzprozeduren. 

Dementsprechend ist das Essen - ein archetypischer Vorgang der Welterkenntnis und -aneignung, also auch des eigenen Handelns, das schon aus der Rangordnung der Nahrung als unbedingt lebenserhaltend umso mehr Schauplatz solcher Rituale ist - sogar begrifflich moralischen Zuständen, in denen man handelt oder in welchen Haltungen man sich findet, sehr nahe. Wörtlich wird ja sogar z. B. von "Eßsünden" gesprochen. Was und wie jemand ißt, zeigt, wie jemand zur Welt überhaupt steht. Wir kennen das, wenn wir etwa von "Appetit" sprechen. Und wer ein reines Gewissen hat, ißt auch viel freier. Haut rein, greift zu, läßt es sich schmecken, und so weiter. Essen und Gewissenszustand hängen eng zusammen, sind zwei Seiten derselben Medaille.

Im Fall der Reinigungskuren meint Pollmer aber sogar, daß diese Selbstreinigungen oft haarsträubend falsch sind. (So nebenbei: Dahinter verstecken sich oft absurd simplifizierte, interessanterweise aber wieder Archetypisches verdinglichende Phantasien von körperlichen Vorgängen.) Oft vergiftet sich der sich vermeintlich "Gesundreinigende" damit sogar. (Und da wird es natürlich besonders interessant, weil dahinter die Sehnsucht nach Bestrafung steht, die jeder Übeltäter - Sünder - hat.)

Der Lebensmittelchemiker meint deshalb, daß uns in den nächsten Jahren eine enorme Zunahme von Leberschäden ins Haus steht, weil mit diesem Trend Dinge gegessen werden, die der Mensch aus sich heraus niemals essen würde (wie z. B. Kartoffelschalen, oder mit den Inhalten vieler Smoothies), und die den Körper und vor allem die Leber auf Sicht schwer schädigen. Der meist gräßliche Geschmack (der vielleicht noch durch Zusatzstoffe oder Gewürze übertüncht wird) zeigte an, daß der Körper es ablehnt. Aber umgekehrt ist er - archetypisch gesprochen - die Pönitentia, die Strafe, als Schmerz, der die Wirkung der "Reinigung" als geleistete Sühne (=Wiederaufnahme in eine Zugehörigkeit vor der Sünde, die in der Übernahme jenes Schmerzes besteht, den man der Gemeinschaft zugefügt hat) quasi verankert. 

Auch Pollmer meint, daß der tiefere Grund für diese Reinigungshysterie, die derzeit zu beobachten ist, Schuldgefühle sind. Er meint aber damit nicht alleine objektive Schuld, sondern vor allem anerzogene, wie sie aus einer bereits übernommenen Ernährungsideologie entstanden sind. Wo bereits "Eßsünden" verankert wurden. 

Doch darüber hinaus führt er etwas Interessantes an: Es gehe um jene Schuld, die der Mensch empfinde, weil er in einem Land lebt, wo Lebensmittel jederzeit, überall und zu wenig Geld verfügbar sind. Während Pollmer es aber so erklärt, daß er meine, daß manche deshalb dächten, sie müßten dafür Buße tun, knüpfen wir an die Tatsache an, daß es für den Menschen - immer, aber heute besonders - ein generelles Problem ist, sich in jemandes Schuld zu wissen. Die Gesellschaft kann es aber kaum sein, denn der gegenüber empfindet heute jeder alles als Recht, so wird es ihm zumindest eingeredet. Also sucht man einen transzendenten, darüber hinausliegenden Grund. Und findet ihn in abstrakten, gewissermaßen objektiven Gesundheitsvorgängen, in Vorgängen, die man "spürt" (so, wie man die Beichte sinnlich erlebt). Gesundheit und Glücksgefühl ist ein Äquivalent zu Heil und Erlösung!

Hier geht es wieder mit Pollmers Sichtweise zusammen. Der meint, daß es auf jeden Fall mit dem Bedürfnis nach Reinheit und Sündenfreiheit zu tun hat, mit der einhergeht, daß Gesundheit mit Geglücktheit identisch ist. 

Der Sinn von Entgiftungsprozeduren ist nur dort gegeben, wo es um wirkliche Vergiftungen geht. Also z. B. bei Durchfallkrankheiten, die durch Bakterien im Darm entstehen. Hier ist eine Entgiftung oft angebracht, in dem Fall mit medizinischer Kohle, die die Gifte aufnimmt, sodaß sie mit der Ausscheidung den Körper wieder verlassen. Als weiteren Fall führt Pollmer die Anwendung von tierischem Eiweiß an. Man weiß, daß solches Eiweiß - Fleisch, Käse etc. - die Toxizität vieler Stoffe verringert. 

Befragt nach Methoden, wie solche aus dem Ayurveda, sagt Pollmer etwas recht Kluges: Diese Methoden sind kultur- und lokalspezifisch, das heißt, daß sie den Konstitutionen, Lebensgewohnheiten und Eßsitten der Länder entsprechen, in denen sie entwickelt wurden. Wieweit sie damit bei uns überhaupt sinnvoll sein können, steht auf einem anderen Blatt Papier.








*150119*

Freitag, 5. Oktober 2018

Ernährung und Gehirnwäsche

Udo Pollmer in einem hervorragenden Rundumschlag gegen den Ernährungswahn, in dem wir uns seit vielen Jahren befinden, nein, in den wir hineingetrieben wurden. Fast alles, was heute als Ernährung "empfohlen" wird, ist falsch, und der Witz dabei: Das weiß jeder, der sich damit ernsthaft wissenschaftlich befaßt! Aber es geht ums Marketing.

Dabei geht er auch auf Moden wie "vegan" ein. Oder "Gluten", vor dem heute seltsamerweise alle Angst haben.

Wobei tatsächlich die Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) zunimmt. Aber das hat ganz andere Zusammenhänge, wie in diesem Video erklärt wird. Es hat mit den heute abgekürzten Fermentationsprozessen zu tun. Und es hat maßgeblich mit Fleisch-Ersatzprodukten (wie Seitan) zu tun! Die angetan sind, eine solche Unverträglichkeit zu "züchten". Wir haben es also wieder mit einem Fall zu tun, wo man durch unsachgemäßes, meist universalistisches Denken das eine Übel bekämpft, und fünf andere Übel dadurch bewirkt.

Jeder Mensch weiß aber im Grunde selber am besten, was ihm gut tut und was nicht. Das Problem ist aber der Kopf. Und - die Herrschsucht vieler. Die jene ausleben, die ständig anderen erklären, was sie besser machen sollen. Sie treffen auf Menschen, die seit vielen Jahren systematisch fehlinformiert und verwirrt werden, sodaß sie sich nicht mehr zutrauen, ihrem eigenen Appetit zu trauen.

Sehr erhellend. Sehr empfehlenswert.







*070818*

Donnerstag, 27. September 2018

Öl als nachwachsender Rohstoff

Die Argumente von Udo Pollmer sind in der Tat überzeugend. Er greift das gar nicht so seltsamerweise totgeschwiegene Thema auf, daß Erdöl keineswegs aus fossilen Hinterlassenschaften der (jüngeren) Erdgeschichte stammt. Vielmehr entsteht es aus einer chemischen Reaktion im Erdinneren. Diese Thesen sind nicht  neu, aber sie haben sich nie durchgesetzt. Die Gründe liegen auf der Hand. Denn ohne das Märchen vom "endlichen Öl" ließe sich viel Angst und Druck nicht aufbauen.







*070818*

Freitag, 21. September 2018

Pommes essen gegen Krebs

Gegen die meist verbreitete Meinung, ist Acrylamid für den Menschen - anders als für Ratten, bei denen man entsprechende Versuche gemacht hat - nicht nur nicht schädlich. Sondern es ist ein regelrechtes Anti-Cancerogen. Wie seriöse Studien belegen, wirken z. B. Pommes Frittes, also kross frittierte Kartoffeln, sogar auf bestehende Tumorzellen wachstumshemmend. Die Studienbefunden sind jedenfalls ganz eindeutig: Acrylamide, wie sie vor allem in Back- und Frittierwaren vorkommen, senken das Krebsrisiko, und das sogar beträchtlich.

Das ist vermutlich der Grund, warum vor allem Kindern Pommes Frittes so gut schmecken. Denn deren Geschmack ist noch nicht mit Vorurteilen verbogen und steht noch mehr mit dem Appetitus naturalis in Korrespondenz. Daß das so ist, hat, so Udo Pollmer, auch mit dem Umstand zu tun, daß das heiße Öl die in der Kartoffel enthaltenen Giftstoffe ("das Grüne") besonders effizient zerstört.








*070818*

Dienstag, 18. September 2018

An Soja ist schon so mancher verblödet

Nun ist der VdZ zwar sicher, daß die Rechnung "hier Soja - dort Chemie - dort Wirkung" nicht stimmt. Chemie ist letztlich nur der Ausdruck von ontologischen Vorgängen, von Wirklichkeiten. Dennoch ist interessant, was bei so vielen Untersuchungen über die Reaktion von Menschen auf Soja (so müßte man es richtiger ausdrücken, nicht: Wirkung auf Menschen) eindeutiges Ergebnis war.

Das da lautet, daß der Genuß von Soja nicht nur impotent, sondern auch dement macht. Weil bei stärkerem Konsum von Soja (Tofu) das Gehirn schrumpft.

Nettes Bonmot aus dem Video: "Ernährungsberatung ist Gewalt von Frauen an Frauen."









*070818*

Freitag, 14. September 2018

Dick wird man durch Druck

Bei Untergewicht wie bei Übergewicht ist der entscheidende Faktor - Druck. Seelischer Druck. Deshalb sind so gut wie alle "Empfehlungen" und "Diäten" von Grund auf verkehrt. Der einzige Unterschied ist, daß beides Veranlagungstypen sind, die auf Druck je umgekehrt reagieren: Dünne werde noch dünner, Dicke noch dicker. Während dasselbe bei Dünnen sogar zu Euphoriezuständen führen kann. Nun mixe man dazu noch, daß "Ernährungsberater" fast immer ... dünn sind. Grund ist das Hormon Cortisol, das der Körper selbst produziert.

Während man Dünne noch als "gut" und "chic" einstuft, hat die Art, wie mit Übergewichtigen umgegangen wird, schon viele Züge von Zynismus und Menschenverachtung. Sachlich ist das, was man ihnen sagt, was man ihnen auferlegt, aber praktisch immer kontraproduktiv und falsch.









*070818*

Dienstag, 11. September 2018

Tod durch Wassertrinken

Der nächste Pollmer: Die Zahl der Todesfälle durch Wasservergiftung (!) steigt deutlich in den letzten Jahren. Der Rat, den man überall hören konnte und kann, ständig Wasser zu trinken, ist ein Spiel mit dem Feuer. Schon gar, wenn es mit der "empfohlenen salzarmen Kost" einher geht.

Trinken sollte nur, wer Durst hat, und nur das, worauf man Appetit hat.








*070818*

Freitag, 7. September 2018

Noch nie genützt, aber oft geschadet

"Gesunde Ernährung", mit der wir seit einigen Jahrzehnten traktiert und gehirngewaschen werden, hat noch nie genützt, aber oft schon geschadet. Udo Pollmer mit dem nächsten Anti-Mythos. Und er stößt damit ins selbe Horn wie der VdZ, der dieselbe Aussage an dieser Stelle schon oft darzulegen versucht hat. 

Man kann, so Pollmer, hinter den Gesundheitsempfehlungen sogar ein zerstörerisches pseudoreligiöses Konzept erkennen, wo immer das aufs Korn genommen wird, was Menschen gerne essen und genießen. Oft steht hinter den sogenannten Ernährungsratschlägen der nur schwach geschminkte Wunsch, andere Menschen zu beherrschen. Der VdZ will sogar noch erweitern: Der Weg von Schwachen und Minderheiten, ihre libido dominandi zu realisieren.









*070818*

Dienstag, 4. September 2018

Nächste Mythenzertrümmerung

Manchmal könnte man meinen, man kommt mit dem Ausräumen von irrigen Ansichten in der öffentlichen Meinung gar nicht mehr nach. Udo Pollmer versucht es trotzdem. Hier geht es um den Irrtum, menschengemachte Chemie wäre eine große Gefahrenquelle. Dabei liefert er manch überraschende Erkenntnis. Wußten Sie, geneigter Leser, daß Raps, der angebaut wird, um die Atmosphäre zu schützen, das angeblich so schwer atmosphärenschädigende FCKW produziert und in die Atmosphäre abgibt? 

Keineswegs sind "natürliche Substanzen" stets besser für den Menschen.









*070818*

Samstag, 1. September 2018

Plastik - Welt - Umwelt sind Fragen des Sinns (2)

Teil 2) Der Mensch steht wirklich gegen die Natur - aber anders, als es heute erzählt wird



Das reale Leben hat sich aus verschiedenen Gründen auf eine Weise entwickelt, daß es von unserem Verstand nicht mehr geborgen wird. Was wir offiziell "glauben", was wir als "so ist die Welt" aussprechen, hat sich von der ontologischen Struktur der Welt so weit entfernt, daß wir uns mit Recht immer weiter "von der Natur" (natus = geboren, und das heißt: "geboren (um) zu") entfernt haben. DAS ist der Grund, warum wir uns heute und zunehmend seit vielen Jahrzehnten als "Gegner der Natur" empfinden. Erinnern wir uns: Alles begann mit der Aufklärung, als erstmals das Verstandesgerüst die Natur eben NICHT mehr fassen konnte, sondern in den Irrtum abdriftete. (Ratio hatte ab da nichts mehr mit der inneren natürlichen Struktur der Welt als Dingwelt zu tun.) Plötzlich wurde auch der Mensch als der Natur  fremd, als ihr feindlich gegenüberstehend gesehen. Plötzlich war es möglich, daß der Mensch reale Dinge schuf, die die Natur "zerstörten".

Es ist diese Vorstellung, die uns dorthin gebracht hat, wo wir heute stehen. Der Mensch ist in unseren Augen der Natur Todfeind. Aber es ist nicht der Mensch. Es ist der Irrtum, der sich über uns ausgebreitet hat wie eine dunkle Decke. Denn die Ontologie - das Sein (und damit Gott) - ist uns tatsächlich näher, als wir selbst es uns sind.

Also werden wir in Wahrheit von unserer eigenen (gefühlten, geahnten) Verdrehtheit geplagt und setzen dieses Verfehltheitsgefühl auch prompt in Ersatztheater um. In Prozesse, Dinge wie das Plastik also, das wie Sündenböcke unsere Verfehlung symbolisch trägt und als Katharsis in der Bekämpfung wirken soll. Wir wollen aber von etwas ganz anderem, viel tiefer Liegendem befreit werden! Nur daran, an den Irrtum, daran klammern wir uns. Aber das ist schon das nächste Faß, das wir an dieser Stelle nicht (noch einmal) aufmachen wollen. In jedem Fall ist es kein Zufall, daß mit dem Verdunsten der Katholischen Kirche (was heißt: Dem Verdunsten des Rituals, des Kultes) andere Kulte diese Reinigung übernehmen müssen oder sollen.

Die Ökologie, die von ihr unseren Köpfen induzierte ständige Katastrophenstimmung ist unbestreitbar eine religiöse Veranstaltung. Oder besser. Pseudoreligiös. Eine Veranstaltung des Heidentums. Was immer wir für Rationalisierungen beifügen, sie sind legitimieren sollende Begründungen und mit Rubrikenbüchern zu vergleichen, Geheimlehren, die nur Priester ("Wissenschaftler"; spätestens seit Newton ist die Naturwissenschaft eine Fortführung der Alchemie, sind ihre Grundlagen magische Vorstellungen*) kennen.

Aber Tatsache bleibt auch hier, daß wir eigentlich keine Ahnung haben, warum Plastik (das nun die ganze Welt "verseucht" hat - siehe die Erfahrung des VdZ als Bauarbeiter) schädlich sein sollte. So sehr wir das "erklären". Die Gründe, die wir dafür angeben, sind rational nicht haltbar. Sie sind einfach eine irrational bleiben sollende Argumentekette (das Wort Gift eignet sich für sehr vieles!), die diese Ersatzfunktion legitimieren soll. Kommt der Tag, wo aus irgendwelchen Gründen uns jemand vertrauenswürdig mitteilt, daß diese Angst unbegründet war, etwa weil dies oder das doch kein Gift war, machen wir einen fliegenden Wechsel. Und springen auf die nächsten angeblich dräuenden, vor allem aber menschengemachten Katastrophenpferde auf.  Wie es bei vielen Ängsten ja schon war; man denke ans Waldsterben, wo wir einen völlig natürlichen Prozeß, den wir einfach nicht mehr kannten, für eine Apokalypse hielten.

Wir brauchen Katastrophen, wir brauchen vor allem dräuende Katastrophen. Ist es die nicht, ist es eine andere. Das ist der eigentliche Kern des Problems. Nichts sonst. Während wir die wirklichen Katastrophen, die sämtlich mit der Sittlichkeit und damit der Kultur zu tun haben, ganz sicher nicht sehen. Denn das ist eine Katastrophe, wenn es unsere Bestimmung als Mensch schädigt, und DAMIT der Natur also zuwiderläuft. Die gesamte Natur ist dem Menschen zugeordnet und beigetan, er muß sie mit seinen Händen, mit seiner Vernunft in jene Ordnung und Höherführung stellen, die sie sich selbst nicht geben kann. Denn es ist das Leben ohne Geist, das alles in Entropie und Unordnung fallen läßt. Und es ist menschliche Zulassung - aus Schwäche des Königs - wenn wir der Natur gestatten, in diese Unordnung zu fallen. Aber nicht das Ding selbst.

Deshalb ist auch jeder "Kampf gegen das Plastik" nur dort und nur insofern sinnvoll, wo die Menschen die Sittlichkeit nicht haben, die Artefakte in ihre Lebensordnung zu integrieren. Und sie einfach wegschmeißen. Daß es vor allem die (heidnischen) Entwicklungsländer sind, die den allergrößten Beitrag zu dieser Unordnung liefern - die wir als "Umweltverschmutzung" bezeichnen; es ist Unordnung! - und ihre Umwelt nicht als zu ordnende wahrnehmen. Es ist also eine Kulturerscheinung, ein Problem der Sittlichkeit, damit ein Problem der Religion (sic!), und kein "Zerstören der schönen guten Welt." Denn die Welt ist groß und wunderbar genug, um mit ihren Dingen selbst fertigzuwerden. Indem sie sie in Entropie fallen läßt, wenn sich der Mensch nicht darum kümmert und sie in den Kulturzustand hineinführt. Etwa, indem er sie zu Produkten und Artefakten veredelt.

Letztlich sind somit alle "Umweltprobleme" reine Probleme der Ästhetik, Kulturprobleme, keine "wissenschaftlich bewiesenen Katastrophen" einer "Naturmechanik". Der bloßen unmenschlichen Natur (die es ohne Menschen selbst nur noch rudimentär gibt) wieder überlassen (wie beim Müll, den aus einer Kultur desintegrierten Dingen), gibt es nichts, das nicht zerfällt, verrottet etc. Und nur insofern zeigen diese Probleme den Kampf des Menschen gegen die fortwährende Apokalypse an. Die eine stets präsente geistige Apokalypse ist. Als Ringen der Seele des Menschen um Sein und Geist - gegen das stets dräuende Chaos, für die diesem entrissene Kultur als dinglicher Raum des Menschen, als Weg der Erfüllung des Sinns der Welt. Mit dem einzigen Siegrezept: Dem der Schönheit. Dem des Königs.







*Sie glauben das nicht? Wußte der Leser, daß die heutigen kosmologischen Modelle über 70 sogenannte "Naturkonstante" haben weil brauchen? Vergleichbar den "blackboxes" der Evolutionstheorien, sind das willkürlich gesetzte Zahlen- oder Formelgrößen, von denen man zwar nicht weiß, was sie sind, die es aber geben muß, weil sonst das ganze kosmische Modell (als Baustelle von "partiell Gewußtem") zusammenbrechen würde. Wo immer das Röckchen der Theorie zu kurz wurde, wird ein nächstes "aber dann muß das halt irgendwie so sein" eingeführt. Der Münchner Astrophysiker Alexander Unzicker kämpft deshalb seit langem für eine Re-Rationalisierung der Astrophysik und verlangt, diese Naturkonstanten zu entfernen, um so einen neuen, frischen Blick auf die Physik wiederzugewinnen, deren Gesamtgebäude wie eine willkürlich zusammengeschusterte Bretterbude wirkt. Was freilich manche "Gewißheiten" und feste Annahmen neu zu hinterfragen verlangte.





*080818*

Freitag, 31. August 2018

Plastik - Welt - Umwelt sind Fragen des Sinns (1)

Es macht richtig Vergnügen, die erhellenden Videos von Udo Pollmer von Zeit zu Zeit zu Gemüte zu führen. Auch hier räumt er mit einer der vielen Unsinnsaussagen auf, die unsere Medien kolportieren und die keine sachliche Grundlage haben. Sondern nur dem Schüren von Katastrophenstimmungen dienen.

Es geht diesmal ums Plastik. Und die angebliche Verseuchung der Meere mit dessen Mikrobestandteilen. Alles nicht wahr, sagt Pollmer. Und nicht nur er. Sein Video, das Anlaß für die folgenden Gedanken gab, folgt morgen.

Am Beispiel Plastik

Dahinter scheint aber etwas ganz Bestimmtes zu stecken - der Mensch vertraut sich nicht mehr. Und das ist immer sicherstes Zeichen einer anstehenden Revolution, wenn der König seiner selbst unsicher wird. Denn mehr als durch aktives Tun, entstehen Revolutionen durch Zulassung, durch Schwäche. Weshalb eine Revolution immer darauf hinausläuft, daß dieselben - nur deutlich schlimmeren - Zustände an die Macht kommen, die zuvor herrschten, nur die Eliten wurden ausgetauscht, und weil es ihnen an Legitimation fehlt, müssen sie diese durch Gewalt ersetzen.

Der VdZ möchte da eine Geschichte erzählen: Als er vor gut 35 Jahren als Schriftsteller zu leben versuchte, mußte er, um auch etwas zu beißen zu haben, über Jahre als Monteur am Bau arbeiten. Schwer arbeiten, das nebenbei. Aber er erinnert sich, daß er zu Anfang nur mit größter Unsicherheit und weichen Knien die Leitern bestieg, die Dächer erklomm, oder auf schmalen Wänden lief. Er hatte ein ausgeprägtes Gefühl, menschlichem Tun nicht zu trauen. Das hieß nicht, das würde durchbrechen, das würde nicht ausreichend befestigt zu sein. (Ähnlich empfindet er heute bei Brücken oder hohen Bauwerken.) Das hat sich aber mit der Zeit gehörig geändert.

Wodurch? Je öfter er selbst diese Bretter nagelte, diese Balken befestigte, diese Dachvorsprünge montierte, desto sicherer wurde er, und jeder Gedanke an menschliche Unzuverlässigkeit verflog von selbst. Dabei hat er doch den einen oder anderen Unfall erlitten, weil er unvorsichtig wurde, oder weil dann doch etwas zu wenig festmontiert worden war. Aber das hat das Grundgefühl nicht mehr belästigt.

Später, als er zunehmend nur noch am Schreibtisch arbeiten konnte (denn die manuelle Arbeit war ja wirklich schwer gewesen, und ihm fehlte einfach auch das Geschick dafür), kam dieses Gefühl jedoch wieder. Heute würde er nicht mehr auf ein Dach steigen und am First spazieren, nur wenige Zentimeter breite, schwankende Holzlatten unter seinen Füßen. Er vertraut menschlichen Artefakten nicht mehr. Nicht mehr am Bau.

Was will der VdZ damit sagen? Daß der Plastikwahn, der nur ein nächster Wahn in einer langen Reihe von Zuständen ist, die uns seit vielen Jahrzehnten umtreiben (und umtreiben sollen), nur einer der vielen Beispiele dafür ist, daß wir in Bereichen unsicher werden, die vom Menschen ausgedacht, hergestellt, fakturiert werden, deren Entstehungsprozesse uns nicht mehr alltäglich sind. Deren Wirklichkeit (und das hat mit Entstehung zu tun, denn Wirkliches ist immer ein actu, ein Aktuelles, ein "Werden um zu sein") uns somit nur noch als abstrakte Datenlandschaft vor Augen steht.

Deshalb sind die Wahnvorstellungen heute beliebig austauschbar. Mal ist es das Klima, mal ist es Feinstaub, mal ist es Öl, mal ist es Nahrung, mal ist es Plastik. Wer Schafe hält (wie es der VdZ viele Jahre getan hat) kommt gar nicht auf den Gedanken, daß dieses Mäh, das da herumläuft und gehegt und gepflegt werden muß, NICHT eines schönen Herbsttages in ein wunderschönes Rippensteak übergeführt werden könnte.

Sämtliche heute so verbreiteten Vorstellungen von "Gefahren durch ..." tragen auffallend das Merkmal, daß es sich immer um Gefahren "durch menschliche Artefakte" oder menschliches Tun handelt. Und das ist das deutlichste Zeichen, worum es hier überhaupt geht: Solche Vorstellungen entwickeln nämlich Menschen, deren Wirklichkeitserfahrung vom herstellenden, konzipierenden Umgang mit realen Dingen weit weit weg geprägt wurde. Deshalb sind alle diese Ängste, mit denen wir es heute zu tun haben, in allererster Linie Ängste, wie sie in so hochentwickelten Gesellschaftssystemen entstehen wie sie der Westen darstellt.

Die es erlauben, nein, die es mit sich bringen, daß ein exorbitant hoher Prozentsatz der Bevölkerungen mit realen Herstellungs- und Dingprozessen, ja mit Dingen überhaupt, nichts mehr zu tun haben. Außer sie zu konsumieren, zu gebrauchen, mit ihnen zu leben, meist ohne von ihnen zu wissen. (Plastik wird ja in so hohem Maß und überall eingesetzt, daß wir niemals daran dächten, wie oft wir damit zu tun haben - wir sehen es kaum einmal.) Umso mehr stürzen wir uns dann auf jene Bereiche, wo wir es sehen, wenn wir denn wollen.

Alledem liegt natürlich eine tiefe, gewissermaßen ontologische Wahrheit zugrunde. Und wie wir wissen sind ontologische (also in der geistigen Struktur angelegte) Gegebenheiten das, was allem wie eine Matrix untergelegt ist. Die Dinge bewegen sich allesamt wie von "Geisterhand" (Geisteshand) bewegt und gehalten entlang solcher ontologischer Linien. Werden diese aber nicht in die Vernunftstruktur als Ratio, im Verstand also, aufgehoben, eingebettet, so drängen sie im Rationalen auf andere Weise an die Oberfläche. Und eine dieser unerfüllten, ungeborgenen ontologischen Strukturen ist - der Sinn der Welt, der Sinn des Menschen. Zumal im Verstande auch das Reich der Irrtümer beginnt.


Morgen Teil 2) Der Mensch steht wirklich gegen die Natur - 
aber anders, als es heute erzählt wird 





*300818*

Samstag, 30. Juni 2018

Veganismus. Eine einzige Verlogenheit

Es ist im Grunde nur noch widerlich, was mit dem sogenannten Veganismus zusammenhängt, sobald man seine Augen einmal wirklich darauf richtet. Pollmer zeigt Fakten, die einem den Magen über einen dieser gegenwärtigen Wahnsinnsformen umdrehen. Die Frage kann nur noch lauten: Wem dient der Schwachsinn "Veganismus"?










*070618*

Donnerstag, 28. Juni 2018

Bitte, bleibt doch Menschen. Bleibt bei Verstand!

Udo Pollmer zur angeblichen Totalverseuchung durch Plastik. Vereinfacht: Habt ihr noch alle Sinne beisammen? Der Wahn "Plastikvermeidung" ist nur ein nächster Ast am Baum des kollektiven Irrationalismus, nein, der kollektiven Dämonie der Gegenwart.

Der Mensch ist kein Störfaktor der Natur! Er ist ihr Herrscher, und sie ist auf ihn ausgerichtet. Und erledigt gerne, was er ihr als Kulturfolge wie -aufgabe auferlegt. Nicht widerwillig. Sondern sie findet darin (endlich!) ihre Bestimmung. Die nur der Mensch ihr mitteilen kann. DAS ist Welt.










*070618*

Mittwoch, 27. Juni 2018

Wir erleben eine geistlose Zeit

Wir haben es heute mit einem völligen Aussetzen der Vernunft zu tun. Punkt und Strich. Mehr gibt es über diese geistlose Zeit nicht zu sagen. Wahrscheinlich war noch nie in der Geschichte eine Welt derartig verblödet wie die, die von der "Bildungssschichte" der Gegenwart angeführt wird.










*070618*

Samstag, 19. Mai 2018

Doch ein bißchen differenzierter zu sehen (2)

Teil 2) Wenn alle auf BIO umstellen, sinken die Erträge noch mehr




Und gleich noch ein weiterer, recht bedeutender Aspekt spricht recht deutlich gegen die sogenannte biologische Landwirtschaft, wie sie derzeit auf rund ein Prozent der weltweit zur Lebensmittelproduktion genutzten Flächen stattfindet. BIO-Landbau hat weniger Ertrag pro Hektar, und produziert damit höhere Kosten pro Lebensmitteleinheit. Der erste Faktor, der zu höheren Verkaufspreisen führt. 


Vor allem wird nun der zusätzliche Flächenbedarf, der auf Kosten von heute unberührten Naturlandschaften gehen muß - wie Regenwälder - schlagend. Die aber, davon können wir ausgehen, für Klima und Artenvielfalt von enormer Bedeutung sind.

Wenn man nun also annimmt, daß man weltweit den Anteil der BIO-Landwirtschaft entscheidend erhöht, weil die ja angeblich "nachhaltig" ist und das Klima schützt und außerdem die BIO-Produkte gesund sind und und und ... muß man zusätzlich sogar noch davon ausgehen, daß die Erträge auf die Fläche gerechnet noch weiter sinken. Warum? Weil BIO sehr hohen Kenntnisstand verlangt. Derzeit sind es ja eher diese Kenntnisträger, die besten Pioniere sozusagen, die BIO durchziehen. Viele Enthusiasten darunter, die von ihrem Tun auch deshalb überzeugt sind, weil es ihnen um eine Art der Lebensführung und ethische Aspekte oft mehr geht als um Erträge.

Das würde sich realistischerweise bei gestiegener Zahl der BIO-Bauern aber ändern. Das werden auch noch so viele Schulungen von Normalo-Bauern nicht ändern. Die durchschnittlichen BIO-Erträge pro Flächeneinheit würden somit noch weiter sinken. 

Nimmt man nun die unweigerlich höheren Preise, muß man nun davon ausgehen, daß sich ein recht großer Teil der Weltbevölkerung die benötigten Lebensmittel gar nicht mehr leisten kann. 

Damit haben wir die Faktoren beisammen, um Schlüsse zu ziehen: Stellt man weltweit große, bislang konventionell bewirtschaftete Flächen auf BIO um, kommt man aus der Schere "höherer Landverbrauch", "geringere Erträge" und "gestiegene Preise" - noch dazu bei steigender Weltbevölkerung - sehr rasch auf den Umstand, daß in verschiedenen Gebieten der Welt speziell, aber im Durchschnitt weltweit, Unterversorgung entstehen würde.

Das Fazit der Studie ist somit recht ernüchternd: Biologische Landwirtschaft erfüllt bei genauerer Betrachtung und gegen die weit verbreitete Meinung NICHT das Kriterium der "Nachhaltigkeit", um die es heute allen angeblich geht. Sie kann im Einzelfall etwas zur Qualität der Versorgung beitragen, ja, aber nur im klugen Zusammenwirken mancher ihrer Methoden mit einer herkömmlich geführten Landwirtschaft. Nur die ist nämlich in der Lage, die Weltbevölkerung zu ernähren und sich ernähren zu lassen. Denn sie verwendet das Land effizient. Immerhin gibt es derzeit so wenig Hunger wie noch nie in der jüngeren Geschichte.**






**Was zu dem simplen Schluß führt, daß wenn es in der Vergangenheit zu Hungersnöten kam, dies zu großen Teilen der geringen Effizienz - also dem geringen Ertrag pro Flächeneinheit - zuzuschreiben war. Und in der Tat: Viele Länder haben ihre Lebensmittelversorgung erst ab dem Moment sichern können, wo durch effizienzsteigernde Methoden (Dünger, Pflanzenschutz durch Fungi- und Insektizide, Maschineneinsatz) mehr Lebensmittel auf der selben Fläche produziert werden konnten. Da muß man gar nicht an China denken, das erst in den späten 1960er Jahren seinen Hunger besiegt hat. Oder an Indien mit seinem methodisch verbesserten Reisanbau. Da genügt Preußen. Wo der Hunger erst unter Friedrich II. besiegt wurde, weil der die (an Kalorien) ertragreicheren, damit effizienteren, wenn auch quantitativ natürlich bodenziehenderen, aber auch gut lagerfähigen südamerikanischen Pflanzen (vor allem Kartoffeln, später auch Mais) anbauen ließ. Denn die Flächen ließen sich nicht vermehren. Aber deren Ertragskraft.





*080518*