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Donnerstag, 5. Juli 2018

Der Darwinismus ist wissenschaftlich tot (2)

Teil 2)



Dem Darwinismus fehlt jegliche Evidenz

Es gibt keine Erklärung, wie Leben in die Welt gekommen sein soll. Vielmehr ist die Deszendenztheorie, in der mit phantasiereich ausgestalteten Stammbäumen die Deszendenz aller Lebewesen bewiesen werden sollen, quasi willkürliche Zusammenstellungen sind, in denen sich pausenlos Widersprüche ergeben.

Wobei hier leider eine heute sehr übliche Verwechslung zu beobachten ist: Daß nämlich die Anwendung (fach-)wissenschaftlicher Methoden und Verfahren auch schon wahre Ergebnisse und Theorien bringen würde.
Der Evolutionismus ist lediglich das Schöpfungsnarrativ der Atheisten.

Noch etwas aber sollte man dazu sagen: Es ist aufs erste gar nicht so wichtig, daß jemand a priori von einer Welt als Schöpfung überzeugt ist. Das ist nicht der Punkt, den man gleich fordern müßte. Vielmehr reicht es, wenn man verlangt - und konsequent verlangt! - daß sich die Naturwissenschaft auf das beschränkt, was sie ist und kann. Und mit sauberer, seriöser Forschung arbeitet, nicht sofort beginnt, Entstehungsmythen zu fabrizieren, weil sie die ersten Fragen eben nicht lösen können: Wie entsteht etwas aus Nichts? Und ohne einen Anfangspunkt ist nichts erklärbar.

Deshalb sind Theorien einer Entstehung üblich, die vorgeben einen Anfang zu erklären, dabei aber nur den Anfang in immer weitere Fernen zurückschieben. Dann führt sie zwar noch nicht direkt zu Gott und Schöpfung, aber das wäre der nächste Schritt der Vernunft. Und dazu würde es vorerst reichen, wenn man aufhören würde, die nüchternen Befunde die seriöse Forschung erhält, mit Spekulation dicht zu vermengen.
Also nicht, wie es sich heute in erschreckendem Ausmaß zeigt, aus Frustration* dazu übergeht zu sagen: Naja, offenbar ist die Welt ziemlich sinnlos. Wir können unsere Ansichten also zwar nicht belegen, womit wir aber zugleich behaupten, daß das niemand kann, ja sie werden sogar pausenlos falsifiziert. Aber weil diese Ansichten "gut" (und vor allem noch moralisch) sind, und wir davon überzeugt sind, pfeifen wir auf die wissenschaftliche Exaktheit und verhängen sie apodiktisch über jeden der forscht. Das nennt man dann postfactic science.** Und weil alles sinnlos ist, wird auch die Philosophie (Metaphysik) abgelehnt. Die aber die Denkvoraussetzungen für seriöse Wissenschaft liefern würde.

Und sich dazu erst einmal klar werden muß, daß es zwar Objektivität gibt, aber keine Voraussetzungslosigkeit, wie der so weitreichende Irrtum des Rationalismus à la Popper oder Whitehead behauptete. Der einen atheistischen, rein mathematischen Standpunkt als Voraussetzungslosigkeit gefunden zu haben vorgab. Selbst die Mathematik braucht aber Voraussetzungen, wie Poincaré oder Gödel - mathematisch - bewiesen. Weshalb allem Forschen erst einmal ein Klären seiner Voraussetzungen vorausgehen muß.







*Hier sei einmal mehr auf die Arbeiten von Jacques Monod hingewiesen, der schon vor 50 Jahren (mit Nobelpreis geehrt) gezeigt hat, daß die DNA invariant ist, sich also jede Genvariation nicht aus einer Mechanik der Biologie ableiten läßt. Eine Evolution im bislang verstandenen Sinn kann es also nicht geben. Die angeblichen Selektionsmechanismen gibt es nicht, somit ergeben sich keine mikrobiologischen Notwendigkeiten und erklärt sich nicht die Genetik. Weil es für Monod aber keinen Gott gab, leitete er in seiner Verzweiflung daraus ab, daß die Welt prinzipiell sinn- und ziellos und damit unverstehbar ist.

**In einem Zirkelschluß wird dabei behauptet - in diesem Fall beim Darwinismus - daß sich die Theorie zwar nicht beweisen lasse, sogar ständig falsifiziert werde, aber WEIL sie WAHR SEIN MUSZ wird jeder andere theoretische Ansatz als unwissenschaftlich abgelehnt, ja bekämpft. Wie zahlreiche Beispiele von Naturwissenschaftlern, die den Darwinismus auch nur bezweifeln, belegen lassen. Ein Vorgehen, wir wir es ja heute auf so vielen Gebieten feststellen müssen. Wir leben heute in einer Welt apodiktischer Dogmatik, das ist die Wahrheit. Die im übrigen eine Nachäffung der Offenbarung ist, das nur nebenbei.





*090618*

Mittwoch, 4. Juli 2018

Der Darwinismus ist wissenschaftlich tot (1)

Daß der Mythos einer Evolution sich so massiv ausgebreitet hat, ist einerseits ein Beispiel, wie sich die Menschen zu Weltdeutungen verführen lassen, die eine bloße Geschichte sind, der aber der innere Zusammenhang fehlt. Weil andererseits den allermeisten Menschen ein Zugang zur Wissenschaft fehlt. Das aber ist nicht das Problem, das war nie anders, und das soll auch gar nicht anders sein. Menschliche Gesellschaft ist immer hierarchisch, was schon jede einzelne zwischenmenschliche, nein jede Form von Begegnung zeigt (denn die ganze Welt ist eine Hierarchie, ein Aufeinander-Zugewiesensein in Geben hier, Übernehmen dort.). Jeder Mensch ist ein Gesellschaftswesen, das heißt, daß ihm Gesellschaft und Kultur konstitutiv sind. Nicht etwas, das dann auch dazukommen kann; Individuen selbst sind ohne Gesellschaft undenkbar, sie blieben unerfüllte Versprechen, unter dem die Individuen selbst am meisten leiden würden. (Und in Isolation sogar daran krepieren.)

Deshalb hier dieses kurze Gespräch, das im Vorfeld zu einer öffentlichen Diskussion mit Biologen in den USA stattfand. Denn hier werden einige Tatsachen knapp zusammengefaßt, die den meisten Menschen unbekannt sind. Chris Ferrara und Michael Matt gehen nämlich vom aktuellen (sic!) Stand der Biologie aus. Die in den letzten Jahrzehnten durch weiter entwickelte technische Möglichkeiten erst Bereiche erforschen konnten, die allen vorigen Wissenschaften noch verschlossen bleiben mußten, über die nur spekuliert werden konnte. Das betrifft den ganzen Bereich der Mikrobiologie, der Zellforschung, der Genforschung. Je weiter diese Teilbereiche voranschreiten, desto verblüffender und klarer wird die Erkenntnis, daß sich nichts, wirklich nichts darin findet, das für eine Evolution spräche. Das ist keine ausgesuchte fanatische "Glaubenstreue" bibelverfrömmelter, aber ansonsten strohdummer oder gar wissenschaftsfeindlicher Kreationisten, sondern das ist wissenschaftliche Basis.

Evolutionismus ist unvernünftig

Wer sich mit Evolutionsliteratur (und nicht mit evolutionskritischer!) wird umso mehr feststellen, daß sie eine einzige Kompilation von Spekulationen sind. Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz für einen Übergang der Lebenswesen auf makrobiologischer Ebene, es gibt keine wissenschaftliche Evidenz für eine Mutation der DNA durch Zufall. Vielmehr drängt sich das Prinzip einer allem immer vorangehenden Form auf. Und diese Form muß von außen kommen. Aus Nichts kann nichts entstehen, immer muß es Form sein, die Materie informiert.

Und hier erst trifft es sich direkt mit dem Glauben und der Bibel. Die im Grunde buchstäblich beschreibt, wie die Welt konstituiert ist und wie sie entstanden ist. Deshalb ist es ein groteskes Unterfangen, das leider viele Theologen seit Jahrzehnten versuchen, den Evolutionsgedanken (Darwinismus) mit der Theologie zusammenzubringen. Was zur schrecklichen Verirrung geführt hat, die Bibel als "Buch der Metaphern", als "Buch von Mythen" zu erklären. Weil man sich von einer angeblichen wissenschaftlichen Evidenz verführen hat lassen, in der physische Tatbestände vorlägen, die die biblische Erzählung (und die katholische Theologie) zum Gleichnis degradierten, denen aber jede konkrete Grundlage fehle.

Dazu wird dem Katholizismus unterstellt, er sei deshalb und nur dort "anti-darwinistisch" (und kreationistisch), weil und wo er dem Dogma widerspricht. Aber der Atheist kann sich eben nicht vorstellen, daß es für den Katholizismus gar keinen Widerspruch zwischen Glaubensinhalt und Wissenschaft geben kann! Denn alle Ideen (als Formen gedacht) stammen aus Gott. Seriöse Wissenschaft kann deshalb gar nicht anders als unterstützend für den Glauben wirken. Einen Grund vor ihr Angst zu haben gibt es nicht, ja genau das war der Grund für die Entwicklung der Wissenschaft im Abendland, die aus der Theologie heraus "erfunden" wurde. Nur - es muß eben Wissenschaft sein. Nur schlechte Wissenschaft wirkt auch glaubenszersetzend.

Deshalb zerstört der Darwinismus zwangsläufig den Glauben. Er ist schlechte und damit eigentlich gar keine Wissenschaft.

Schrecklich ist dies auch deshalb, weil den meisten dieser Theologen und Deuter nicht klar ist, daß mit dem kleinsten veränderten Detail das gesamte Glaubensgebäude zusammenbricht, sich in Staub auflöst. Ihnen ist nicht klar, warum diese Fakten dogmatisiert sein könnten. Aber es MUSZ eine Schöpfung gegeben haben (aus Nichts wird nichts), auch wenn diese in ein paar Stufen abgelaufen sein kann, wie es die Bibel in "Tagen" ausdrückt. Das geht erst mit den naturwissenschaftlichen und vor allem paläologischen Befunden zusammen. 

Es MUSZ erst den Mann gegeben haben, es MUSZ die Frau ("wo-man" - die vom Manne) aus dem Manne geschaffen worden sein, es MUSZ sein, daß die gesamte Menschheit von einem einzigen Paar abstammt (Adam und Eva), es MUSZ sein, daß diese im Paradies vom Teufel verführt und gesündigt haben, woraufhin sie das ewige Leben verloren und den Tod auf die Erde brachten, usw. Wenn auch nur eine dieser buchstäblichen Aussagen, wie sie dann im Buch Genesis zu finden sind, aufgegeben wird, bricht die Erlösungsnotwendigkeit zusammen, und die Erlösungstat Jesu Christi wird sinnlos. Damit wird der Katholizismus bestenfalls noch zu einer pragmatischen Moral- und Wohlgefühlslehre degradiert, die man "sonst erfinden" müßte, wenn es sie nicht gäbe.

Das ist leider vielen Theologen nicht klar, die nach wie vor versuchen, eine Art "deistische Evolution" anzunehmen. Genau so wenig wie ihnen klar ist, daß die Behauptung, daß der Darwinismus eine wissenschaftliche Theorie sei, gar eine bewiesene Theorie, völlig unhaltbar ist. Gerade aus wissenschaftlichen Gründen spricht NICHTS dafür, der Evolutionismus (Darwinismus) ist TOT. Nur - das war aus ebensolchen wissenschaftlichen Gründen schon in den 1930er Jahren klar, wir haben seither lediglich eine weitere "Ehrenrunde" gedreht, warum auch immer.


Morgen Teil 2)






*090618*

Dienstag, 1. Mai 2018

Die Welt in einer Nußschale (3)

Teil 3)



Aber kommen wir wieder zur Philosophie zurück, zu Aristoteles und Plato, über die wir oben bereits gehandelt haben. In diesen beiden Philosophen ist die Philosophie prinzipiell zu ihrem Höhepunkt wie Endpunkt gekommen. Was sich dann noch abspielte waren nur noch Seitwärtsbewegungen, aber keine wirkliche Entwicklung mehr, meint Jones. Es BRAUCHTE also die Inkarnation Gottes, weil er sie die menschliche Weisheit und Erkenntnis vorantreiben konnte. Also findet sich etwa im Evangelium nach Johannes mit seinem berühmten Prolog "Im Anfang war das Wort ..." die Hereinnahme der griechischen Philosophie, aber zugleich deren Weiterentwicklung unter dem neu nun Gewußten, weil Geoffenbarten.

Hier hat sich auch der Stoizismus endlich weiterentwickelt, denn Jesus Christus ist eben KEIN Stoiker, sondern sein Leiden war echt. Jones bezeichnet nämlich die typische amerikanische Haltung des Westens als die des Stoikers. Aber sie versuchen ein Konzept, das überwunden und obsolet ist, weil es mit einer echten Erlösung nicht rechnet, sondern eine Form der Selbsterlösung ist.

Wie kann man, führt Jones aus, "logos" erreichen? Ganz einfach - durch den Versuch, vernünftig und logisch zu sein. Auch der VdZ hat immer festgestellt, daß das vielleicht größte Problem der Gegenwart NICHT das ist, was sie vor sich herschiebt - sie sei so rational - sondern das Gegenteil: Sie ist tief irrational, und der heutige Mensch kann nicht mehr denken, das ist sein größtes Problem. Er kann bestenfalls Teillogiken zusammenschustern, zu einem Scheinweltbild zusammenstellen, das nur noch da und dort "Richtigkeiten" kennt. Aber einzelne Richtigkeiten sagen oft rein gar nichts über Wahrheit aus, ja führen in der Regel sogar zu Verwirrung über das große Ganze.

Es ist aber unsere Pflicht als Menschen, den der Welt zugrundeliegenden logos zu erfassen, und dann unseren Willen dieser Vernunft unterzuordnen. Das führt zu einem geglückten Leben. Und es steht diametral der heute so häufigen Haltung gegenüber, unseren Willen zu bemühen und der Welt mit Technik unseren Willen aufzuzwingen. Unser Vorbild müssen die Heiligen Drei Könige sein, die alles darauf verwandten, die Ordnung des Universums zu erkennen. Bis sie auf den Stern stießen, der ihnen Umwälzendes ankündigte, und daraufhin alles dieser Wahrheit unterordneten. Sie waren nicht einmal getauft. Aber sie ließen sich von der Ordnung führen, das ist entscheidend, denn die Ordnung der Welt - der logos - liegt AUSZERHALB. Und ihm muß sich der Mensch anfügen, dieser Ordnung muß er gehorchen, sonst scheitert er.

Die Punkte, die wir von den Hl. Drei Königen lernen können sind also, daß wir in dem Moment, wo wir erkennen, wie diese Ordnung ist, ihr auch zu folgen bereit sein müssen. Erst ist also der Intellekt, und dann muß der Wille folgen. Wenn wir das tun, finden wir in einem dritten Schritt den "logos incarnatus", also den fleischgewordenen Gott. Die Hl. Drei Könige, die Astronomen waren, haben sich dabei ganz sicher etwas anderes erwartet, kein armseliges Kind in einer Krippe, vermutlich einen großen Philosophen oder Weisen. Aber sie haben akzeptiert daß das, was sie fanden, nicht ihren Plänen - ja überhaupt niemandes Plänen - entsprach.

Und damit das gemacht, was die (meisten) Juden nicht zuwege gebracht haben. Als sie entdeckten, daß der angebliche Messias kein starker König David war, der mit großer Macht durchgesetzt hat, daß ihn alle respektieren, und das Land mit starker Hand geführt hat, haben sie ihn zurückgewiesen, weil sie nicht akzeptieren konnten, daß der inkarnierte Gott nicht ihren Plänen entsprechen sollte. Es war zu demütigend, einem Kind zu folgen, das man noch dazu "kannte" - man kannte seinen Geburtsort, seine "Eltern". Gott mußte doch zumindest "ihren Standard" erfüllen!? Wenn Gott wollte, daß man ihn anbetete, dann sollte er doch bitte auch tun, was man von ihm verlangte?!

Das festzustellen ist alles andere als Antisemitismus, es ist notwendig um die Position der Juden heute zu verstehen. Und löst diese Frage definitiv von jeder Frage um Rasse oder Hautfarbe! Die Mehrheit der Juden in Israel sind Ashkenazi, also nicht einmal Semiten.

Weil es eine religiöse Frage, eine Frage der tiefsten Logik ist. Solange die Juden das also nicht akzeptieren, sich dem stellen, wird auch ihre Logik über Instrumentalisierung und Teillogik, die sich aber immer mit dem Insgesamt der Welt spießt, nicht hinauskommen. Ihre Ablehnung des Messias ist eine Ablehnung (oder Unterdrückung) der Wahrheit selbst. Das hat den Juden seit Christus immer und überall einen revolutionären Charakter gegeben, das hat sie zu ständiger Produktion von Ersatzglück angetrieben, in Utopien, und auch im Rationalismus, der im Grunde eine Form von Utopie ist, der den logos nachzubilden versucht, über den man aber immer herrscht.

Für den Juden ist der logos selbst nämlich ein Tyrann, der Gehorsam verlangt. Und das widerspricht seiner Vorstellung von Freiheit, die eine weltimmanente Freiheit der Willkür ist. Deshalb soll der Mensch alles tun und lassen können. Jede gesellschaftliche Ordnung, die im Sinne des Gemeinwohls auch den Schutz seiner Bürger als Aufgabe sieht, ist deshalb natürlicher Feind und Gegner, den es zu überwinden gilt. Das ist der Grund, warum die Juden seit je Gewerbe übernommen haben, die gesellschaftlich stabilisierende Präpositionen zu überwinden trachten. Ob das gewisse Formen der Unterhaltungsindustrie sind, oder Glücksspiel, oder Geldverleih (der wie hier bereits ausgeführt wurde in den allermeisten Fällen schon deshalb unsittlich ist, weil Bedarf nach Kredit fast immer menschlicher Schwäche entstammt und diese weiter fördert), oder Pornographie (es sind Aussagen von Juden die bestätigen, daß die Pornoindustrie weitgehend in Händen von Juden ist), Alkohol, Drogenhandel (auch und nicht zuletzt durch sogenannte Psychopharmaka!)

Und das macht sie tatsächlich zu Feinden der Menschheit, denn erst durch und im logos wird der Mensch zu sich selbst, ja das macht den Judaismus (als religiöse antichristliche Strömung verstanden) zum Feind der Vernunft. Das läuft als geistiges Urteil in der tiefsten Seele ab, und formt wie eine Matrix jeden weiteren Überbau des Selbst. Es macht sie auf eine Weise tatsächlich oft mehr "clever" als die Gesellschaften, in denen sie sich bewegen. Das hat keine "evolutionär-genetischen Gründe", wie etwa Jordan Peterson argumentiert (der, wir haben davon berichtet, eben Darwinist ist).

Das muß es somit auch für uns heißen: zu akzeptieren, daß der Plan Gottes nicht unbedingt der ist, den wir uns in den Kopf gesetzt haben. Wenn wir ihn aber annehmen, können wir endlich nach Hause zurückkehren.

Das heißt nicht, daß es einfach leicht ist. Der Mensch ist prinzipiell frei, das heißt aber auch, daß er das Nicht-Vernünftige wählen kann, daß er einem Begehren folgen kann, das ihn in seinem Willen zur Vernunft in Richtung Stillen der einzelnen, nicht in der Gesamtordnung (vernünftig) eingegliederten Begierde überwältigt. Dieser Kampf wird das ganze Leben über nicht aufhören, weil der menschliche Wille eben durch die Erbsünde (die man sich gewissermaßen als der Vernunft ausgegliederte, also immer wieder zurück zu gliedernden Neigung zum nur materialen, irdischen, vegetativen, sinnlichen Leben vorstellen kann) geschwächt ist.

Sexualität kann man sich, so Jones, wie Geld vorstellen, das einem gegeben ist. Der eine geht ins Casino und verpraßt alles, und der andere geht her und investiert ist. Und Sexualität zu investieren heißt, eine Familie zu gründen, die wiederum nur auf der Ehe basierend stabil und vor allem volle, wirkliche Matrix der Menschwerdung bleibt beziehungsweise wird. Eine Familie ist ein Mikrokosmos, der alles in sich birgt, was ihn bestehen und weiter bestehen läßt. Und deshalb muß es auch im Interesse einer Gesellschaft, eines Staates sein, zum einen die Ehe zu schützen, weil nur sie ihn überdauern läßt, und zum anderen Unsittlichkeit zumindest nicht zu propagieren und zu fördern, weil sie seinen Interessen zuwiderläuft.

Das Beispiel, das E. Michael Jones von seiner Familie erzählt - er hat eine ganze Welt "geschaffen", mit fünf Kindern und achtzehn Enkelkindern - erinnert den VdZ an den 80. Geburtstag seiner Großmutter. Zu dem mehr zweihundertdreißig direkte Nachfahren (also Cousins und Cousinen des VdZ) geladen waren, ein Stamm, zumal das vor fünfundzwanzig Jahren war. Und als seine eigene Mutter vor bald zehn Jahren verstarb, zählte sie über achtzig Nachfahren. Die alle würde es nicht geben, wenn sich diese Menschen nicht zu einer Ehe im Willen des Logos entschlossen hätten.

Dem steht heute bereits eine zweite Generation (nach der sexuellen Revolution der 1960er/70er) gegenüber, die mit dreißig, vierzig Jahren feststellt, daß sie zwar eine beachtliche Liste von Bettgenossen vorzuweisen haben, aber ... kein Leben, kein Werk. Sie haben nichts in ihren Händen, und außerdem noch berechtigte Angst um ihre Altersversorgung. Und, möchte man hinzufügen, Angst vor der massiven Zuwanderung, die von ihnen über kurz oder lang ihre Heimat übernehmen wird. Dabei aber nichts anderes ist als die Folge ihres eigenen Tuns, denn so muß man das nüchtern sehen.

Klar ist die Antwort von Jones auf die Frage des Moderators, ob es vorstellbar ist, daß jemand den logos findet bzw. übernimmt, ohne daß er es wollte. Nein, sagt Jones. Denn logos ist Gott, ein Wesen, und dieser hat alles aus Liebe geschaffen. Niemals würde er deshalb den freien Willen des Menschen korrumpieren, weil das hieße, daß er ihn in einem bestimmten Punkt doch nicht liebte! Gott mag locken, einladen, aber er respektiert immer den freien Willen, und überrumpelt niemals - es braucht die individuelle Zustimmung zum logos.

Der Mensch muß den logos suchen, das Gute zu tun braucht die Vernunft, und es braucht die rationale Bedingung (weil sie Wesensbestandteil des Menschen ist) um dem logos selbst zuzustimmen. Das Instrument Gottes, um der menschlichen Schwäche entgegenzukommen, ist die Kirche und sind die Sakramente als reale Wirkelemente.

Die Griechen hatten keine Kirche, deshalb war ihre Grundstimmung tragisch, denn was immer sie taten - es reichte nicht, sie blieben verdammt (Hades). Aber wir haben und kennen die Kirche.











*190418*


Montag, 30. April 2018

Die Welt in einer Nußschale (2)


Teil 2)




Einen interessanten Erklärungsansatz zur Dreifaltigkeit regt Jones aus Aristoteles heraus an. Der die menschliche Seele mit einer "Agora" (dem öffentlichen Marktplatz der Griechen) verglich. Sie bestehe aus drei Elementen, die in ständiger Kommunikation miteinander stehen: dem logos (Verstand), dem Willen als dem Ethos, und dem Begehren. Alle drei dieser Elemente stehen auf eine Weise für sich, auch wenn sie sich in einer Entität (dem konkreten Menschen mit einem Namen) befinden. Der Verstand reitet nunmehr (im Menschen) das Begehren, so wie ein Reiter sein Pferd bemeistert. Beide werden umfaßt, beziehungsweise umfassen sich im beziehungsweise vom Willen beziehungsweise dem Ethos, als dem Willen zu einem geglückten Leben, mit den Analogien als dem Guten - Wahren - Schönen also. Dies macht als Gleichnis den dreifaltigen Gott (Vater als reiner Geist - Sohn als Mensch und Gott - Hl. Geist als beide zusammenschließender Ethos) als Urbild des Abbildes des Menschen etwas begreifbarer. 

Das Aristotelische Konzept freilich fand in Gott keinen Beweger, keine Bewegung. Das erschließt sich erst, wenn man Gott als "Liebe" begreift, denn das ist das Element, das bewegt. So wird auch Gott als Bewegung in sich erst durch die Dreifaltigkeit begreifbar: als fortwährendes Gespräch, umfaßt von Liebe. Dieses Konzept hatte Aristoteles freilich nicht, das wurde erst über die Offenbarung und durch die Inkarnation Jesu Christi erkennbar. Aber so kommt diese Grundeigenschaftlichkeit Gottes (als in drei Personen, aber einem Gottsein, das alle drei Personen gleichermaßen umfaßt, also nicht auseinanderfällt in drei Götter, wie manchmal gemeint wird) auch in die Schöpfung (weil alles - wieder: Aristoteles - Geschaffene eine Analogie zum Schöpfer hat, also seine Eigenschaften rückfolgernd erkennen läßt) und bildet somit die Grundstruktur alles Seienden (aller Dinge in dem hier immer gemeinten umfassenden Sinn als Seiendes).* 

Aus der Verankerung im logos (als göttlichem Plan, als Zielgerichtetheit von allem also) ergibt sich auch, daß es für alle Dinge ein "Wesen" gibt, eine letztlich unveränderliche "Natur", weil alles im unendlichen Wissen Gottes (Vorsehung; Plan) eingeordnet ist, in einer Ordnung steht. Das betrifft auch die geschlechtliche Polarität, die Teil des göttlichen Planes für den Menschen ist, wo in dieser Haltung jeder Teil des Paares "zu sich" kommt - in der Form der Einigung (die wir als Ehe in die Geschichte beziehungsweise die Zeit setzen). Daß dieser Plan essentiell ist beziehungsweise besteht, läßt sich aus der Fortpflanzung ableiten, denn ohne diese würde der Mensch aufhören zu existieren. Während die Zuneigung beider zueinander (in Selbstüberschreitung, einer Art Tod also) die notwendige Haltung bewirkt, in der Gott gewissermaßen das Tor zur Schaffung des neuen Menschen (Kindes) geöffnet wird. (Dieses Prinzip des Todes als Tor zu neuem Leben läßt sich jedes Frühjahr in der Pflanzenwelt großartig nachvollziehen.)

Vielleicht wird so klar(er), warum sich eine Opposition zwischen Oligarchie (als Schichte der Reichen und Mächtigen) und dem Gesetz Gottes (als letztlich gottgegebene, unveränderliche Moral) bilden muß und mußte! Denn ein in Gott verankertes Moralgesetz würde den Stärkeren eine Limitierung bedeuten, die ausgerechnet von jener Seite kommt, die sie als Objekte ihrer Tätigkeiten möglichst in einer Form "brauchen", in der sie alles tun, was ihnen von den Oligarchen selbst gesagt wird. Das ist der Grund, warum die Zersetzung der Moral (und, muß man hinzufügen, der natürlichen Hierarchie menschlicher Gesellschaften), wie sie im 20. Jahrhundert systematisch passierte, eine Agenda der Oligarchie war und ist. Und das läßt sich historisch belegen, das ist eben keine Verschwörungstheorie. Es sind handfest erklärte und belegbare Absichten. 

Das einzige, was diesen Moral-Oberdefinitoren noch bleibt, sind die Eigenschaften in den Dingen (Menschen), und diese benützen die Oligarchen ja auch mit mehr oder weniger großem Geschick - zu ihren Gunsten. Zumal in ihren Augen (Evolutionismus / Darwinismus) es sogar Gesetz der Welt ist, daß der Stärkere siegen SOLL, um so die Menschheit in der Evolution voranzutreiben. Einen Sinn der Dinge aus ihrer Herkunft aus Gott gibt es damit nicht, die Welt an sich ist sinnlos. Damit sind dem Umgang mit der Welt auch keine Grenzen außerhalb dieses Nutzens auferlegt. Es bleibt nur noch Lustgewinn als "Glück". 

Die perfekte Form für diese Lebensweise ist deshalb - der Homosexuelle. Der ein Leben führt, dass ganz dem Lustgewinn geweiht ist, und der keine Verantwortung für eine Familie zu tragen hat, die ihm somit weiteres Ausgreifen in die Zeit abverlangen würde. Was den Grund dafür bietet, daß die Zuordnung "Du bist homosexuell" zu einer omnipräsenten Schlagwaffe wurde, die Menschen in die (ehelose, nachwuchslose) Auf-sich-Bezogenheit treiben soll.

Und genau das wurde ja herrschendes (weil äußerst nützliches) Paradigma. Es dient den Oligarchien insofern perfekt, als sie auf der einen Seite den Menschen folgenlosen Genuß (Lust) zusichern (was vor allem sexuelle Lust und Konsumismus heißt), und den Oligarchen auf der anderen Seite erlauben, sich wirtschaftlich nach Belieben auszutoben und zu bereichern. Ja, es besteht so etwas wie ein Pakt, in dem der heutige Mensch sagt, daß er nur eines möchte: Lustbefriedigung. Dafür mischt er sich nicht in die Politik und in die Geschäfte der Oligarchie ein.**

Morgen Teil 3)



*Es ist an dieser Stelle angebracht auf die Rolle der Konzeption Gottes in den Religionen der Welt hinzuweisen. Zum einen wird damit auch begreifbar, warum es oft so ausgeprägte Mythologien gibt - um Bewegung in Gott "hineinzudenken", die aus der Schöpfung prinzipiell als notwendig weil erkennbar, aber nicht begreifbar wird, was die Mythologie ja versucht - oder (wie im Islam!) weil ein ohne Dreifaltigkeit statischer Gott übrigbleibt, dem man nur noch Willkür einschieben kann, weil sich sonst ja nichts in der Welt bewegt, er also ein "Deus absconditus" bliebe (ein abwesender Gott). Damit lassen sich direkte Rückschlüsse auf die von diesen Religionen durchwirkte Kultur (oder eben Nicht-Kultur) ziehen. Weil wie im Islam erkennbar, die Abwesenheit des logos als innerer Faktor eines (dort nicht dreifaltigen) Gottes auch die Welt letztlich unlogisch macht. Diese Entscheidung fiel im Islam im 9./10. Jahrhundert (mit dem damals enorm starken Einfluß der griechischen Philosophie, die aber, wie gezeigt, das Problem nicht lösen konnte), und sie hat sich so ausgewirkt, daß der Islam seither logischerweise "erstarrt" ist, und jede Kultur und jede Moral nur noch von Willkür getragen sein kann.

**Diese Ausführungen werfen ein bezeichnendes Licht, übrigens, auf die sogenannten "Freihandelsabkommen", die heute die Welt umspannen sollen. Die Nutznießer sind nämlich genau die Oligarchen. Die klarerweise den noch dazu so weitgehend staatsabhängigen, an dessen Tropf hängenden Konsumenten erklären, wie toll sie fortan profitieren, was glatte Lüge und Täuschung ist. In Wahrheit wird durch diese Abkommen sogar der Staat - wo der Einzelne wenigstens noch da und dort Einfluß hätte, wenn auch schon sehr wenig, und doch bleibt ja noch die Rechtsordnung! - mehr und mehr aus den Geschäften herausgelöst. Das ist der Sinn der Entstaatlichung, die wir allenthalben auch bei uns beobachten. Der Staat wird nur noch zur Verteilungsorganisation für Ausgleichszahlungen, zur Feuerwehr in sozialen Nöten als Folgen der oligarchischen Geschäfte, sozusagen.





*160418*

Sonntag, 29. April 2018

Die Welt in einer Nußschale (1)

(Hinweis: Wenn der VdZ sich auf Fremdtexte bezieht oder Fremdvideos einstellt, so begreift er sie stets als Ausgangspunkt und Anregung für eigene Gedankenwege. Wenn der Leser also wissen möchte, was - wie in diesem Fall - E. Michael Jones GENAU sagt oder gesagt hat, sei er gebeten, sich das Video, das wie immer am Ende der Ausführungen folgt, selbst anzusehen.)

Auf etwas sehr Wichtiges weist E. Michael Jones in diesem jüngst aufgezeichneten Interviewgespräch hin. Und er tut es mit einem einzigen Satz: "Darwinism wrecks rationality." Darwinismus zerstört jede Rationalität. Das beginnt bereits in den Volksschulen, wo heute schon Darwinismus als Theorie für Alles gelehrt wird. Das zerstört bereits im frühen Stadium jede Chance auf den Aufbau von Vernunft. Warum? Weil der Darwinismus auf einem irrationalen Paradigma aufbaut, wenn er sagt, daß die Entstehung der Welt "aus sich heraus" (aus dem Nichts) geschehen sei.

Das ist tief unlogisch. Denn etwas kann nicht aus Nichts werden, wenn nicht Etwas da war, das es in die Existenz brachte. Die heutige Wissenschaft hat deshalb das ernste Problem, daß sie nicht aus der hinduistischen Erklärung herausgestiegen ist, in der die Welt auf vier Elefanten, diese auf Schildkröten, und diese wiederum auf einer Schildkröte stünde, diese wieder, und so weiter. Das erklärt gar nichts und verweigert jede Logik.

Selbst wenn ein Hawkins (der unlängst verstarb) erklärt, daß vor dem Urknall eine Anti-Zeit bestanden habe, so fällt niemandem auf, daß das derselbe Unsinn eines nur immer weiter und bis ins Unendliche gezogenen Zirkelschlusses ist. Bleibt man dabei, dann gründet das gesamte Fundament des Denkens und der Logik auf ... dem Verzicht auf Logik. Das heißt, daß schon die ersten Prinzipien des Denkens eine irrationale (phantasieerzeugte, damit willkürliche) Matrix bilden, die sich späterhin bis in feinste Denkverästelungen auswirken.

Wir haben es hier mit der stringentesten Erklärung dafür zu tun, daß die Gegenwart auf jede Vernunft verzichtet, daß alle unsere Lebensbedingungen immer irrationaler werden. Denn Rationalität läßt sich dann nur noch in mehr oder weniger vereinzelten Teilbereichen aufrechthalten, denen aber jede Dynamik fehlt, denn an ihren Grenzen stoßen sie auf Irrationalität. Dem gegenüber ist die (bereits von Aristoteles als denknotwendig angesehene) Annahme eines Schöpfers, eines Gottes, tief rational!  Zumal sich aus dieser Prämisse heraus die Welt in ein in sich komplett geschlossenes und alles, wirklich alles umfassendes logisches Feld auflösen läßt. 

Und das entspricht überdies der menschlichen Erfahrung, das begründet auch erst jede Form von Wissenschaft, die ohne eine Prämisse der Logik völlig sinnlos wäre. Denn nach welchen Kriterien ließe sich "Wissen" über die Welt erlangen, das nicht in zahllosen subjektiven Sichten untergeht? Denn das Argument stimmt natürlich nicht, daß alles subjektiv, Wahrheit deshalb unzugänglich wäre. Zwar hat alles den Menschen, ein Subjekt als Empfänger, das stimmt, und nimmt in jedem eine gewisse eigene Form an, auch das stimmt, aber daß es einen gemeinsamen Wahrheitskern haben muß zeigt der Umstand, daß wir darüber sprechen können - und beide Seiten wissen, worüber gesprochen wird, ja können sich über jeweilige Irrtümer etc. etc. unterhalten.

Ohne eine göttliche Vernunft - logos - also anzunehmen, ist jedes Denken, ja jedes Sprechen völlig sinnlos. Nun mag das zwar der Erfahrung von vom Darwinismus Überzeugten tatsächlich entsprechen, aber es entspricht nicht der prinzipiellen humanen Erfahrung. Auch nicht der der Darwinisten, die ja oft genug mit ungeheurer Vehemenz und hohem verleumderischem Potential (weil Darwinisten jeden, der an eine Schöpfung glaubt, für geistig minderbemittelt oder bestenfalls für einen bedauerlichen und unfreien Krückenpatienten darstellen) jeden, der nicht vom Darwinismus überzeugt zu sein vorgibt, von der Wahrheit des Darwinismus zu überzeugen versuchen.

Jones baut hier den Begriff der Zeit gemäß Aristoteles auf dem Umstand der Bewegung auf. Denn Zeit ist im Grunde der quantifizierte Ablauf von Bewegungen. Einstein hat dieser Frage bekanntlich einen unhaltbaren Schluß gewidmet, indem er Zeit überhaupt ins Relative auflöste, weil auch der Beobachter sich in einem Verhältnis zum Beobachteten befinde und damit bewege, so daß alles zueinander zwar in Verhältnissen stehe, aber eine Zeit an sich nicht gegeben sei. So umgeht er aber die Schlüsselfrage: Warum es überhaupt Zeit und Beziehung und Bewegung gibt, wo diese Reihe anfing! Er bleibt einfach beim Phänomen.

Die nächste Kernfrage des Darwinismus ist wie es denkbar sein soll, daß es zu Artenbildung kommt, ohne daß es eine unendliche Reihe von Zwischenformen gibt. Wie es also jedem empirischen (auch archäo-paläontologischen) Befund entspricht. Was den Menschen anbelangt kommt die Frage dazu, warum es dem Menschen möglich ist zu sprechen - und es aber kein "sprechendes Tier" gibt. Bei welchem jeder "Kommunikation" strikt in Ursache-Wirkungs- und Nutzen-Verhältnisse eingebunden bleibt. Dieses Konzept wurde zwar oft auch auf den Menschen angewandt, aber es widerspricht jedem Befund. Denn der Mensch kann denken und das heißt sprechen, OHNE daß sein Denken und Sprechen in direkte Nutzenverhältnisse eingebunden, ja abstrakt ist (sodaß das Abstrakte wiederum alles Konkrete durchdringen und lösen kann) - was man Geist nennt. Denn die Grundsätze der Logik sind auch in allem Konkreten vorzufinden, das ist empirisches Faktum: Die ersten Grundsätze der Logik sind in jedem Ding und Teil der Welt zu erkennen.

Wieder einmal wendet sich Jones auch gegen den Irrtum des "Gott Vater der Physik" Isaak Newton. Newton war in Wirklichkeit ein Alchemist, der eine nebulose Theorie als Ursache für alles und jedes erfand (Gravitation) und dabei auf das uralte gnostische Konzept der Welt als Kampf zwischen Licht und Dunkel, Liebe und Kampf (Wettstreit) - Trägheit und Gravitation (als Beweger; damit braucht man keinen Gott mehr) - zurückgriff. Das sich als hervorragende Rechtfertigung für alles eignete, was sich dann später über Kapitalismus (als Sieg des Stärkeren) und Darwinismus (ebenfalls: als Sieg des Stärkeren oder Fitteren, im Grunde beides dasselbe) im reinen Eigennutzen ausbildete. Newton verkündete keine Physik, sondern ein kosmologisches Modell! Jones nennt seine Wissenschaft eine Umformung der Wissenschaft in eine gesellschaftlich relevante Waffe.

Zur Situation der Kirche meint Jones, daß die Kirche immer Probleme hatte, das ist kein Kriterium. Während man aber bei der Kirche von einer "societas perfecta" ausgehen müsse, sind die Menschen darin das Problem. Und hier sei festzustellen, daß diese heute die Befehle ihrer Unterdrücker und Feinde internalisiert hätten. Der große Fehler des 20. Jahrhunderts war, daß sich die Kirche im Kreuzzug gegen den Kommunismus als Partei deklarierte. Das hat sie von der Wahrheit weg und zu einer Nützlichkeit für ein politisches, gesellschaftliches System hin transferiert, dem sich die Kirche sogar unterworfen hat. Die Auswirkungen sind katastrophal und heute klar erkennbar. Denn fortan ist die Kirche unfähig geworden, ihre Feinde und Gegner zu erkennen, weil sie sich mit der amerikanischen / (westlichen) Gesellschaft identifiziert hat und deren Erhalt sogar ihre Verkündigung und Lehre unterordnete.

Das hat zu den bekannten grotesken Entwicklungen geführt, weil das Konzept vom geglückten Leben disponibel und zeitbedingt wurde. Nur so kann man erklären, warum die Kirche groteske Konzepte wie das der sexuellen Befreiung übernommen hat. Das jeden (Kleriker) plötzlich zur gestörten Person erklärte, der keinen (mehr oder weniger zügellosen) Sex habe. Plötzlich stand kirchliche Anthropologie und daraus folgende Morallehre im Widerspruch zum "natürlichen Wissen". Die Folgen waren ein Desaster, denn nun wurde auch der Klerus demoralisiert und folgte dem Konzept der Befolgung von Lust und Begierden als Weg der menschlichen Erfüllung. Die Wellen von sexuellem Mißbrauch sind in diesem Zusammenhang zu sehen, in denen sich die fatalen Folgen solcher Haltung am deutlichsten zeigen. Neben dem Umstand, daß seit den 1970er Jahren zwei Drittel des Klerus sich laisieren ließ und heiratete.

Morgen Teil 2)






*190418*

Dienstag, 10. November 2015

Evolutionismus ist reine Ideologie (3)

Teil 3) Die wie üblich ausufernden Anmerkungen





*Leider ist Kardinal Schönborn ein philosophische Niete, und wohl noch mehr ist er das fachwissenschaftlich. An sich aber hatte er vor ein paar Jahren mit der (aufsehenerregenden) Aussage, daß der Evolutionismus die Intelligenz beleidige, völlig recht. Aus besagten Gründen aber konnte er seine Argumente in den zahlreichen Diskussionen, in die er dann vewickelt wurde, nicht aufrechthalten, und ist ins intellektuell Verwaschene eingeknickt. Dazu müßte man eben ein Mann sein.

²Nicht unerhebliche Stimmen behaupten sogar, daß es eine phylogenetische Morphologie gar nie gegeben hat, sondern daß der Darwinismus immer schon mit derselben idealistischen Methode arbeitet, wie die sich selbst so nennende (aber natürlich vom Darwinismus abgelehnte) idealistisch-typologische Morphologie. Ihre fiktiven "Kategorietiere" (a.a.O.) - Knotenpunkte der Stammbäume - sind um nichts weniger (dabei aber hypostasierte) idealistische Bildungen wie die Annahme einer Planhaftigkeit der idealistischen Morphologie (die zugleich die Struktur des Denkens überhaupt ist; Anm.) Die sie aber - und das ist unwissenschaftlich - zwanghaft ablehnt, weil nicht sein kann was nicht sein darf. Der Darwinismus wurde zur Massenpsychose, und das hat religiöse, psychosoziale Gründe. Wer heute naturwissenschaftliche Publikationen (schon gar wenn sie in die Massenmedien vordringen, da wird es meist endgültig zur humoristischen Groteske) liest, hat deshalb oft über weite Strecken mit Recht den Eindruck, es mit m. o. w. Phantasie erfundenen Deutungsmythen und -märchen zu tun zu haben, nicht aber mit Wissenschaft. Seriöse darwinistisch ausgerichtete Wissenschaftler geben auch unumwunden zu: Beweisen läßt sich ihre Theorie nicht, der Darwinismus ist ein Postulat. Aber eine Schöpfung wollen sie auch nicht annehmen, dazu ist ihr Wissenschaftsbegriff selbst bereits zu rationalistisch eingeschränkt.

**Diese Unableitbarkeit von Homologien aus der Empirik - eine, wenn nicht die wissenschaftliche Kernfrage des Evolutionismus, der eigentlich auf ihr (und dem von ihren Prämissen nicht lösbaren Artbegriff; s. u. a. P. Haeberlin) aufbaut - hat in dieser Zeit die Studiengemeinschaft Wort und Wissen in zahlreichen Publikationen dargelegt.

***Ein illusrtrieren sollendes Beispiel: Das typologische Gestaltmerkmal der Pranke des Löwen ist beim Maulword die Scherklaue, beim Vogel der Flügel, beim Pinguin die Flosse, beim Hasen der Fuß, beim Menschen die Hand. Sie alle weisen weitgehend ähnliche anatomische Strukturen auf, dienen aber völlig anderen Zwecken. Vielmehr weist hier die morphologische Betrachtungsweise auf einen organisatorischen Grundtypus hin, der sich in den jeweiligen Arten dann individuell verwirklicht, diese aber zuvor als Allgemeineres bestimmt. Im Embryonalstadium sind diese Merkmale zuvor ja kaum auseinanderzuhalten. Ihre jeweilige artenimmanente Entwicklung kann also nicht aus dem Stoff alleine hervorgehen. Die Experimente des für die Gentechnik so grundlgenden deutschen Forschers Spemann zeigen dies eindrücklich: Im Individuum wird ein morphologischer Typus je anders (artspezifisch) ausgeformt, ist aber von Anbeginn an - trotz scheinbarer Baugleichheit in bestimmten allgemeineren Phasen - artspezifisch definiert. Wenn man schon von Anpassungselementen sprechen möchte, so finden sich diese erst auf bereits sehr ausdifferenzierten Ebenen (Unterarten etc.), ja oft sogar erst im Individuum, als Gestalt, das sogar durchaus andere Aufgaben bewältigen kann als dieselbe Gestalt bei anderen Arten. (Dann als Analogien.) 

Ein genetischer gemeinsamer Ursprung, wie er dem Darwinismus zugrundeliegt, ist nie bewiesen worden. Eine kausale Ableitung der Formensysteme voneinander ist nicht möglich. Anatomie erklärt nicht den Körperbau, sie hilft nur, ihn sinnvoll zu begreifen. Die jeweilige Einheit der Arten ist nicht "geworden", quasi posthoc feststellbar, sondern sie ist ihr zureichender Grund. Die Morphologie bleibt aber letztlich (weltimmanent) irrational, ja ästhetisch. Von Gesetzen kann man nur sprechen, als man ihren Ursprung in einer ordnenden Vernunft annimmt, die ihnen vorausgegangen ist.  

Die Welt korrespondiert, kommuniziert - in Gestalten, in Formen, in Bildern. Nicht in rationalistischen Funktionen.



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Montag, 9. November 2015

Evolutionismus ist reine Ideologie (2)

Teil 2) Gendering als entscheidender Stoß des Evolutionismus - 
Die Welt korrespondiert in Bildern. Nicht in Funktionen




Endgültig an seinen Widersprüchen aber scheitert die Deszendenztheorie an der Tatsache der Geschlechts-Homologie. Dieses Problem konsequent (und anhand der Empirie) durchgedacht, wie Bernhard Steiner es tat, hebelt den Darwinismus definitiv aus. Denn der geschlechtliche Dimorphismus läßt sich als zeitliche Abfolge gedacht, wo eins aus dem anderen hervorgeht, nicht mehr  mit empirischen Tatsachen in Übereinstimmung bringen. Die Homologie der Geschlechtsorgane, die trotz Bauähnlichkeit völlig anderen Zwecken dienen, ist nicht mehr material-genetisch aus einer Ur-Stammform der Zelle ableitbar. Der Mythos vom androgynen Menschen ist evolutionstechnisch gesehen nicht begründbar, empirisch nicht ableitbar, evolutionstheoretisch ein auf einem logischen Fehler beruhender Notgriff. Indem Gedankendingen eine Form einer für sich stehenden, empirischen Realität zugedacht wird, die sie aber nicht haben. Solch ein Androgyn als Ausgangspunkt müßte nicht nur beiderlei Geschlechtsorgane tragen, sondern diese müßten auch funktionieren. Den Menschen nun noch als "Wiederholer der Evolution der Lebewesen" gedacht, kommt die Theorie in unauflösliche Widersprüche. Unabhängig davon, daß es auch bei Menschen mit gewissen hermaphroditen Merkmalen (als Folgen einer fehlgegangenen Individualgenese) nicht vorkommt - sie sind funktional immer eingeschlechtlich bestimmt.

Aber es verwundert überhaupt nicht, daß die geschlechtliche Polarität heute "angezweifelt" - eigentlich: wegbehauptet - wird. Daran hängt nämlich Wohl und Wehe des gesamten darwinistisch-mechanistischen Weltbildes. 

Deshalb wird dieses nicht mögliche Gedankending herbeibehauptet. Um eine Grundschwierigkeit des Evolutionismus zu beseitigen. Indem der Mensch überhaupt als beidgeschlechtlich-unimorph ("Geschlecht ist nur eine soziale Konstruktion" - Vorsicht dabei: Denn in gewisser Weise ist das auch richtig! Aber nicht auf dieser Ebene) behauptet wird. Diese Tragweite wird nur leider kaum noch erkannt - seine existentielle Bedeutung dafür umso mehr von Darwinisten geahnt, zu denen bereits fast alle heute geworden sind. 

Damit wird aber der entscheidende Schritt jedes einzelnen Menschen zur Menschwerdung, seine Grundmühe als Hinausstrecken zu seinem alles weitere Dasein erst gründenden Urbilds (primum in intentione - ultumum in executione!), argumentativ als unnotwendig beiseite geschoben. Von dieser dogmatisierten (weil in der Sage der Allgemeinheit und damit in der Gemeinschaft, von deren Anerkennung jeder aber abhängt, verankerten) Erkenntnismatrix aber ausgehend (!), wird die rationale Welterkenntnis fast unmöglich, wird die innere Widersprüchlichkeit, in die der Einzhelne gelangt, fast (fast!) nicht mehr auflösbar: Das Denken stimmt mit dem sinnlichen Eindruck nicht mehr zusammen, das Wahrnehmen wird unlogisch (und Realität verleugnend), der Mensch irrational und vom Geist wie von einem Dämon geplagt, die Wahrheit - nur aus ihrer Personalität und Gestalthaftigkeit kann sich Logik nähren - zum nie ruhenden weil nie ganz wegzuschiebenden Feind. Genderismus ist eindeutig eine anti-christliche Erscheinung!

Sämtliche Erklärungsversuche und -modelle des Evolutionismus scheitern an ihrer logischen Widersprüchlichkeit, in die sie sich angesichts empirischer Tatsachen verstricken. (Zur Rolle der "black boxes", in die diese Probleme "versenkt", mit der diese zahllosen Unstimmigkeiten verklittert werden, hat der VdZ hier bereits eingehend Ausführungen gemacht, man lese nach unter dem Stichwort "Michael Behe".)

Keine Funktion kann je Form erklären. Form geht immer voraus, und sie ist mit "Zweck" nicht ausreichend begründbar.*** Ein Funktionalismus, zeigt Cassirer in "Substanzbegriff und Funktionsbegriff", der seit der Renaissance, aus dem Nominalismus heraus, den Substanzbegriff in der gesamten Naturwissenschaft ersetzt hat.

Nur in typologischer Betrachtungsweise - Steiner zeigt großartig die Dramatik der bereits im Spätmittelalter erfolgten Verwirrung durch den Nominalismus (Begriffe ohne Realität) auf, der sich über Descartes bis zum heutigen realitätslosen Denken ausbreitete - und einer Analogie von Denken und Sein wird die Natur begreifbar. Homologien werden so zu Baugleichheiten, die aus Ideen stammen - deren Wesen keineswegs bloße Gedankendinghaftigkeit ist, das ist selbst bereits ein Zirkelschluß des Nominalismus - die in einem Bauplan (Schöpfungsplan) erkennbar werden.

Das, was man als "Schematik" der Naturwissenschaft ("Stammbäume der Lebewesen") bezeichnen könnte, ist prinzipiell kein leerer Schematismus, es ist das Symbol des (geistigen) Wesenshintergrundes der Natur. Wo man aber zu historischen Aufeinanderfolgen umgedeutet hat, was ein Grundgesetz der Welt überhaupt ist: Daß sich Spezielles immer aus Allgemeinem, in bestimmten vertikalen wie horizontalen Hierarchiestufen, entwickelt, das Spezielle aber jeder dieser Entwicklungen vorausgeht. Denn etwas kann sich nur in das wandeln, was es zuvor als Möglichkeit bereits war. Wer diese Pfade verläßt, endet in logischem Niemandsland, jede Logik, jedes Denken zersetzt sich damit.

Steiner knüpft dabei ohne es zu wissen (beide kannten wohl einander nicht) augenfällig an die (20 Jahre später erfolgten) logischen Analysen zu Aussagen der Deszendenztheorien durch Paul Haeberlin an. (Nur geht Haeberlin bewußt nicht in naturwissenschaftliche Fakten, er bleibt rein innerhalb der philosophischen Logik, klärt also auch nur, unter welchen Bedingungen ein Evolutionismus zulässig sein könnte - die dieser aber nicht erbringt.)

Wie kann man sich die Logik außerhalb der Mathematik vorstellen? Durch die Stellung der Teile zueinander und vor allem im Ganzen - und das ist gewissermaßen "ästhetisch" zu sehen. Das Wahre ist auch das Schöne (und das Gute)! Der Mensch erkennt primär durch die Gestalt, Gestalt ist ausgesagte Qualität. Und er selbst ist zuerst Gestalt, aus der dann die Handlung erfließt. (Ein simples Beispiel, das illustrieren soll, wie real so ein Denken ist: Jede Bewegung des Menschen kommt aus einer gewissen gestaltlichen Disposition. Man nehme einen Sportler, der bestimmte ästhetische Maße braucht, um gut laufen zu können. Etc. Agere sequitur esse - Das Handeln folgt dem Sein!)

Die Evolutionstheorien sind eine Massenpsychose, die jedem, der den Boden seiner Wahrnehmung wiederzufinden vermag, augenblicklich zerfällt, weil sie mit keiner Naturtatsache übereinstimmen, macht man sie vorher nicht nahezu unkenntlich und vor allem primitiv-reduktiv-simplifiziert. Punkt. Wer die Genese dieser Psychosen studiert wird deshalb unweigerlich auch auf die heutige Klimahysterie stoßen. Denn an Massenpsychosen, viele davon eine reine Folgewirkung desselben verfehlten, lückenhaften und unlogischen Weltbildes, an dessen einer Pforte der Evolutionismus und sein dogmatisierter Wissenschafts(fehl)begriff steht, haben wir heute wahrlich keinen Mangel. In welcher sich aber der Nominalismus selbst besiegt. (Wie ein Irtum sich gegen sich selber wendet, darüber werden wir an dieser Stelle noch mehr handeln.)

Die Lebewesen der Erde hängen zusammen, das ist richtig. Aber sie tun es nicht abstammungsmäßig voneinander. Sie sind vielmehr verbunden über ihr Urbild, das sich in je gestufter Weise in den Geschöpfen verwirklicht bzw. von diesen in die historische Situation hinein jeweils verwirklicht wird. Und dort zu einem unendlich komplexen In- und Miteinander verwoben sind. Ein Abbild der Ideenwelt Gottes, des reinen Geistes. Wo jedes einzelne Seiende wiederum in der trinitaren Polarität existiert, in Tod und Leben, in der sie als materiale Leiblichkeit an den Ideen Gottes teilhaben, sich von dort nähren, und zwar nur im Geist, in dem sie ineinander verschlungen sind. Und als Analogie Gottes, des Dreifaltigen, mit ihm mit sind, weil so am Sein (weil von diesem abhängig, der ungeschuldet sich gibt) teilhaben.



Morgen Teil 3) Die wie üblich ausufernden Anmerkungen





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Sonntag, 8. November 2015

Evolutionismus ist reine Ideologie (1)

Für ein wahres Debakel der Verbildung der Menschheit hält der VdZ die Deszendenztheorie Darwins. Mit enorm weitreichenden, leider noch immer unterschätzten Folgen, die so lange unterschätzt werden, bis diese "Annahmen über die begegnende Wirklichkeit" die Prinzipien jedes logischen Denkens endgültig und allgemein zersetzt haben. Die heutigen Generationen sind dafür bereits lebendiger Beweis. Der Darwinismus dient lediglich einem bestimmten Zeitbedürfnis: der scheinbaren Erklärung einer Welt ohne Gott. Er ist keine in sich stimmige, logische wissenschaftliche Theorie, wie er behauptet. Er ist ein Glaubenspostulat, und Merkmal einer Entwicklung in der Wissenschaft, die heute fast schon allgemein wurde: Der Beeinflussung der Wissenschaft von außerwissenschaftlichen Momenten.

Die eigentliche Fragestellung aber reduziert sich auf den "Universalienstreit" im späten Mittelalter, der in der Einflußstärke (aber keineswegs in der Wahrheit) zugunsten des Nominalismus ausging. In dem es um die Wirklichkeit hinter universalen (allgemeinen) Begriffen geht. Werden die zum bloßen Gedankending degradiert, fällt die Welt auf sich selbst zurück, und es bleiben nur noch jene kausal-mechanistischen Zusammenhänge, die vermeintlich die anorganische Dingwelt kennzeichnen.

(Vermeintlich. Weil wir heute aus der Quantenphysik wissen, daß es dort diese mechanistische Kausalität auch nicht gibt, ein mechanistisches Weltbild also nicht aufrechtzuhalten ist. Friedmann weist übrigens in "Wissenschaft als Symbol" nach, daß die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse bildhafter Art sind, nicht mathematisch-rational, nicht haptisch/tasthaft, worauf sich die Naturwissenschaft aber seit Galilei und Descartes beschränkt hat. Sie können Gestalt nicht als Qualität erfassen. Den Weg zur "optischen Kausalität" hat die Quantenphysik, die sich nach wie vor einem mathematisch-rationalistischen Wissenschaftsideal verpflichtet fühlt, aber noch nicht gefunden.)

Diese Auffassung belegt die großartige Schrift Bernhard Steiners, "Der Schöpfungsplan". Anders, als der Titel verheißen könnte, handelt er nicht Religions- oder Glaubensaspekte ab, sondern analysiert die philosophisch-logischen Voraussetzungen wie Implikationen vor dem Hintergrund der naturwissenschaftlichen Befunde. 

Und daraus kommt er zu dem eindeutigen Schluß: Die Evolutionstheorie(n) sind pure positivistische Postulate, denen es an der entscheidenden inneren Logik (der sie nämlich ausweichen), noch mehr an jeder Empirik (!) fehlt. (Umso eifriger sind deren Vertreter ja bemüht, eine solche "aufzutreiben".) Sie sind ein Zirkelschluß, in dem postuliert wird, was als "Beweis" herauskommt. Sie sind reine Ideologie und Weltanschauung, als Versuch, eine Welt auch ohne Gott zu erklären. Doch die bleibt damit auch unlogisch, weil sich eine logische Struktur der Welt ohne vernünftigen Hintergrund nicht begründen läßt.* (Wir können nur wissen, weil wir selbst gewußt werden. Wissen ist das Resultat einer persönlichen Beziehung. Eine Welt, die sich nicht mehr gewußt wissen will, verliert also ihr Wissen; Anm.)

Steiner geht von der Homologie der natürlichen Erscheinungen aus. Und er beweist, daß sie nicht physiogenetisch entstanden sein KÖNNEN. Sie sind vom Material, dem Träger der Erbanlagen, unabhängig. Das Material gibt nicht die Gesetze, es gibt nur die Begrenzungen. Die Morphologie (und damit die Homologie) selbst ist autonom. Homologien - biologische Organe, die in ihrem Bauplan und in ihrer Funktion (Lagebeziehung), in ihrer Gestalt einander gleichen - tauchen art- (und je weitere Stufen) übergreifend auf, können aber nicht auf gleiche Abstammung zurückgeführt werden. Vielmehr ziehen sich morphologische Gleichheiten durch sämtliche Stufen der Naturkategorien, von Stamm über Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art bis zum Individuum, ohne voneinander (genetisch) ableitbar zu sein.

Es handelt sich in diesen Systemen und Schemata nur um Ordnungen, die von je allgemeineren Stufen ausgehen und bis zum Individuellen gehen (sich nur insofern "entwickeln", als in die immer individualistische Geschichte hinein, in Dialog mit dem Individuellen im Individuellen das Allgemeine "auswickeln"), das Individuelle aber in jedem Individuum als Vertreter der Art etc. von Beginn an als Bestimmung tragen. Diese schematischen Homologien hat man aber unzulässigerweise und willkürlich als historische Aufeinanderfolge gedeutet. Eine Willkür, die heute bereits wie eine dogmatisierte Neurose wirkt, der sich kaum noch jemand zu widersetzen wagt. Die Gründe sind psychologischer, nicht wissenschaftlicher Art.²

Diesen Befund stützt auch die Paläontologie. Es ist ein logisch nicht nachvollziehbarer und schon gar nicht begründbarer Schritt, also ein willkürlicher Akt, aus Homologien eine paläogenetisch gemeinsame Herkunft abzuleiten. Keine Empirie deckt das.** (Die notwendigen "Zwischenglieder", je an den Kreuzungspunkten der "Stammbäume", fehlen natürlich, und es kann sie auch gar nicht geben. Uns treten immer vollständig ausgebildete, eigene Arten entgegen, mit je der eindeutigen Tendenz - eine nächste Aporie der Evolutionismen - sich zu erhalten; schon das ein prinzipieller Widerspruch zur behaupteten omnivalenten, mechanistischen Anpassungsneigung, die gar keine Haltepunkte findet, so daß es eigentlich gar keine "Arten" geben dürfte.)


Morgen Teil 2) Gendering als entscheidender Stoß des Evolutionismus -
Die Welt korrespondiert in Bildern. Nicht in Funktionen.



*081115*

Samstag, 29. Juni 2013

Transzendenz Darwins

Aus 2010) Man unterschätzt sehr leicht die Transzendenz des Darwinismus. Denn er führt unweigerlich zur Idee, daß aus dem (heutigen) Menschen sich eine diesen übersteigende, neue, höherer Art entwickelt. Ja: daß wir dafür verantwortlich sind, DASZ sie sich entwickelt. Denn wir haben nur die Wahl, so sagt es die Evolution: uns zu entwickeln, oder im Kampf zu unterliegen. Somit geht der Streit um das Bild des Guten, des Erstrebenswerten - dem dann alle Dringlichkeit zugeschrieben wird.

Man spürt die treibende Kraft, die Aggression dieses schweigenden Untergrunds.

Dienstag, 1. November 2011

Umwandlungen

Mit der zwangsläufigen Umwandlung des Religiösen, in der Religiosität des Mittelalters zur Vernunft- und Aufklärungsreligion des Protestantismus, zum blanken Deismus, zum blanken Hochmut also, im 19. Jahrhundert, mit dem Primat der ethischen Sphäre. Das bedeutet nichts als den Durchbruch des individuellen Machtwillens (aus dem Ursprungsimpuls der Renaissance, dem Individualismus) in unverblümter Ausdrucksideologie.

Die Idee der Freiheit und Selbstbestimmung des einzelnen Individuums wird nun die eigentliche Ideologie des Bürgertums, also der führenden Klasse des sich entfaltenden Kapitalismus. Dessen psychologische Grundlage, der individuelle Machtwille, dehnt sich damit als demokratisches Prinzip auf alle Einzelnen aus. In den nüchternen Ausdrucksideologien des Darwinismus und Marxismus, wissenschaftlich frisiert als Lehre vom Kampf ums Dasein und vom Klassenkampf, wird der Machtwille seiner ethischen Maskierung entkleidet.  
 
Alfred Seidel in "Bewußtsein als Verhängnis"

Diese Ideologien, die in intellektuellen Kreisen durchaus dem 19. Jahrhundert zugehören, sind (wie jede Leitidee der Eliten) erst viel später zur Massenideologie abgesunken. Und nachdem der Darwinismus seine ganze wissenschaftliche Unzulänglichkeit (in den 1920er Jahren galt er bereits als überwunden und widerlegt) bewiesen hatte, begannen diese Weltanschauungen ihre volle Kraft im Arbeiterstand zu entfalten.


*011111*

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Darwin'sche Kastrationswünsche

Fügt man die Untersuchung von Albrecht Erich Günther "Totem. Tier und Mensch im Lebenszusammenhang" - Ernst Jünger nennt das Büchlein eine kleine, feine Arbeit, und da untertreibt er mit äußerstem Understatement, denn Günther hat ein phantastisches und wohl vergessenes, aber bestenfalls von den Papiermaßen her kleines Buch vorgelegt - in ein psychoanalytisches Gesamtbild ein, so ergibt sich die frappierende Erkenntnis, daß die Evolutionstheorie Darwin'schen Zuschnitts ein Ausfluß ödipaler Vaterkastrationswünsche ist. (Und der von seinen Schwestern aufgezogene Darwin hatte einen Konflikt mit dem Vater, soviel steht fest.)

So wie jede wissenschaftliche Hypothese brachte Darwin (und parallel Marx) den Zeitgeist zum Ausdruck, wie er sich sogar in jedem, auch heutigen, Jugendleben Gestalt sucht: im Protest gegen die überkommene Gefügtheit des Lebens und der Kultur in Kategorien und Dimensionen, die zu einem stetigen Fließen von Gestalten im Rahmen von Gestaltsuche von reinen Prinzipien (bei Darwin: Überlegen) werden.

Gemäß dieser pubertären Rebellion, die ihre Suche nach gemäßer Gestalt von einem Aufweichen bestehender ausgehen lassen muß. In der Popularisierung dieser Weltanschauung, in der Transformierung in eine Daseinsgefühl (das als Ressentiment wertebestimmende Dimension erlangt, wie Max Scheler so schön zeigt), wurde nach und nach das gesamte Volk in diesem unreifen Stadium festgenagelt. Der populistisch, direkt politisch eingesetzte Darwinismus war eine Waffe einer solchen Grundstimmung, die sich im Kirchenkampf des 19. Jhds. ihr definitives Ventil suchte.

Von der Analogie mit dem seit dem späten Mittelalter alles über den Haufen werfenden Kleinbürgertum gar nicht erst zu reden. Denn der Darwinismus der Nützlichkeit ist ja blankes Abbild des Spießbürgertums, mit seiner Moral des Nutzens: tue, was auch der andere tun soll, damit Moral dir also nutzt.

(Und machen wir uns nichts vor, lassen wir uns vom Zentralismusstreben der Gegenwart nicht täuschen, wie er nicht nur die Kirche, sondern auch den Staat funktional-totalitär zu ersetzen sucht: weil sich dieser Antiautoritarismus, über den Totalitarismus, auf subtile Weise gegen den Staat gleichermaßen richtete und richtet, weil es ein Streben gegen jede Autorität ist. Als Usurpation von Macht, die auf dem Weg der väterlichen Struktur nicht erreicht wird. Totalitarismus ist der Weg der Muttersöhnchen zur Macht über andere, in der Form einer reformierten Mütterlichkeit als Weg sich doch zu sich selbst zu heben.)

Damit wurde die geistige Grundlage des Daseins der Dinge - Sein, Wesen und Entelechie (Gestaltnahme von vorausgehender Form) - und ihre materielle Existenz auseinandergerissen, entstand die scheinbare Notwendigkeit für die Menschen, sich zwischen simplem Materialismus, der den Anspruch "Wissenschaft" für sich und gewaltsam behauptete, und in Abwehr befindlichem bald fideistischem Idealismus (der aus dem Wissen erwachsen war, daß alles materiale Geschehen schöpferische Entwicklung und nicht richtungslose zufällige Abwicklung mechanischen Geschehens war) zu entscheiden, die nicht mehr vereinbar waren. Noch dazu, wo der abendländische Grundkonflikt ohnehin ödipale Archetypik hatte: und der Schöpfungsglaube mit der Vaterreligion des Judentums zusammenfiel! Antisemitismus und Evolutionismus sind ja nur zwei Seiten einer Medaille, sind nur historische Gestalten eines ungelösten, ersatzweisen Vaterkonflikts.

Und so hat sich den Menschen gleichermaßen der Weg zur Wissenschaft wie zur Religion verbaut. Die Folgen haben wir heute in vollem Ausmaß vor Augen. Religion war zum entzauberten Utilitarismus verkommen, während die Wissenschaft am Altar der Propagandistik verblutete, von welchem dem Volk verwertbare "Wissenshappen" zugeworfen wurden.

Die europäische Geistes- und Wissenschaftsgeschichte selbst ist ja seit dem 16. Jhd. eine einzige Rebellion gegen den Vater (und damit: Gott), so wie das Abendland eine Entwicklung zum Vater hin gewesen ist, den es dann in seiner Wende wieder mordete, und zeichnet eine allmähliche Regression auf die Ebene der Rebellion und Vaterdepotenzierung nach. Jeder Pubertierende erlebt sie, und findet heute keine weitergehende, ihn herausfordernde Umwelt mehr, sodaß er in diesem Stadium verharrt.


*301210*