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Freitag, 20. Januar 2023

Als ich Häuptling Schüttelnder Kopf war (2)

Was der Biden Hans dem Scholz Ferdl ins Telephon flüsterte, und was der Ami-General den Ukrainern zugeraunt haben wird. Und was ich mir dachte, als ich Soldat war.  

Aber was soll man über Amerika denken? Was für Planspiele spielen die Kadetten an den US-Militär-Akademien und ThinkTanks durch? Handballschlachten - wer den Ball mit dem Fuß anrührt ist raus? Schützenreihen-Aufmärsche des Gen. Archibald Viscount of Winston, Count of Remfotty, gegen die Ubangigine-Sioux unter Häuptling Wieherndes Pferd  bei Leighton Creek,  1647? Wo sich die 134 Rotröcke am Vorabend des Treffens die Bleikugeln, die sie am nächsten Tag abschießen wollten, selbst gegossen haben, und dazu die Zinnfigurensammlung von Reverend Charles Neverlent enteigneten? Haben sie seither "dazugelernt"? Wir sind nicht sicher.
Ist Hodgens* Einschätzung vertrauenswürdiger, wenn man weiß, das man seit Februar 2022 "dazugelernt" habe? Was fehlt dann noch, das dazugelernt werden muß? Daß ein Leopard-Panzer 100 Liter Diesel - Diesel, in Rußland! Bei DER Kälte! ein Selbsmord! - für die ersten 100 km braucht, daß also drei Kanister pro Fahrzeug nicht mal reichen, um bis zum nächsten Borschtsch-Wirten zu kommen?

Donnerstag, 19. Januar 2023

Als ich Häuptling Schüttelnder Kopf war (1)

Gen. Ben Hodgens
Der mittlerweile im Ruhestand befindliche amerikanische General Ben Hodghes gibt auf einem amerikanischen TV-Sender seine Ansicht zum Ukrainekrieg kund. Und er ist ziemlich optimistisch, was die Aussichten er Ukraine anbelangt, noch 2023 den Krieg weitgheend für sich zu entscheiden. Die Krim, meint er, werde zurückerobert, und zumindest aus einem Teil des Donbas werden die Russen vertrieben sein. 

Er begründet das damit, daß viele der nun zu Rußland gezählte Menschen lieber seähen, wieder zur Ukraine zu gehören. Außerdem sei die Kampfmoral der Ukrainer weit höher als der Russen. Die noch zwar mit Masse wettmachen könnten, was die Ukraine durch die Qualität der Waffen des Westens aufbringe. Doch würde sich das drehen, wenn es dem Westen weiterhin gelänge, die Ukraine mit ihren Waffen effektiv zu unterstützen. 

Denn das Versorgungssystem der Russen sei so fragil, daß die Versorung der Truppen realtiv leicht zu kappen ist. Das zeige die Zerstörung der Krim-Kertsch-Brücke (der Genrasl nennt es so; wir wissen, daß die eine zerstörte Fahrbahn längst wiederhergestellt ist), und die erst jüngst zerstörte Brücke über die neben Kertsch einzige Landverbindung zur Krim über Mriupol. (Ein Ereignis, das mir und allen mir bekannten Kommentatoren überhaupt entgangen ist. Weiß jemand mehr von dieser unterbrochenen VErbindung? Und vor allem: 

Wissen das die Russen schon? Und kann mal jemand den Putin anrufen, und ihm das sagen? (Die Nummer ist irgendwas mit 555 oder so.)

Freitag, 7. Juni 2019

Was man so von Venezuela erzählt

Was ist wirklich los in und mit Venezuela? Die Berichte im Netz, wo Augenzeugen nach Venezuela gefahren sind, um das in hiesigen Medien tagein tagaus erzählte Elend der Bevölkerung - angeblich kommunistischer Diktatur unterworfen - persönlich anzusehen und davon zu berichten, die aber ganz anderes fanden, sind mittlerweile kaum noch zu zählen. Auch wirken die interviewten Personen wieder und wieder kaum so, wie man sich "unterdrückte Opfer" vorstellt. Die auf die in den USA erzählte Notwendigkeit von "humanitärer Hilfe", wie Lebensmittellieferungen angewiesen sind und vom Hunger geplagt nur noch darauf warten. Aber nichts dergleichen ist zu beobachten. Keine Hungerschlangen vor Volksküchen, die US-Konserven verteilen, keine angstgeweiteten Augen unterdrückter Bevölkerung.

Nichts von den bei uns erzählten Schauergeschichten scheint sich in Venezuela zu finden, die, geht man den Berichten nach, Venezuela zu einer Hölle auf Erden machen sollen. Und die "landesweiten Proteste" gegen das "kommunistische Regime" beschränken sich (wie bei uns) auf ein paar Freizeitevents gelangweilter, fettgefressener "Upper-Middleclass"-Establishmentmitglieder, die nach einer Demo lustig gestimmt ins nächste Gourmet-Restaurant stapfen und sich ihre Heldentaten erzählen.

Die natürlich nur existieren können, weil, wenn und solange es den Liberalismus der USA gibt. Der gegen jede seiner Selbstaussagen in Wahrheit ein aggressives, menschenfeindliches Monster ist. Der in sich ein System ist, das freilich eine stets neue Klasse (seht, jeder kann es schaffen!) ungebrauchter, aber umso totalitärer herrschender Neo- und Pseudo-Eliten als Statthalter schafft, die die Interessen der Oligarchen vertreten, nötigenfalls mit Gewalt. Gebunden, weil sie von diesen Konstellationen ausschließlich lebt. Und gut lebt. Aus der Vollmacht, die die Militärgewalt der landesfremden Oligarchen gerne verteilt, wenn man diesen pDienstbarkeit gelobt.

Vorweg ein Faktum: Die USA haben mittlerweile mindestens ein Viertel der Weltbevölkerung durch Wirtschaftssanktionen - immer natürlich aus humanitären Gründen - mit Sanktionen und Embargos belegt. Alleine im Irak schätzt man die direkten Opfer des Pharma-Boykotts auf eine Million Tote. Was natürlich die betroffenen Staaten in oft größte wirtschaftliche Probleme stürzt, gerade wenn sie wie im Irak, Iran, Venezuela auf internationalen Handel (Öl) angewiesen sind.

Das so nebenbei weiter bedeutet, daß dieser beträchtliche Teil der Weltbevölkerung vom (ach so liberalen) Welthandel ausgeschlossen ist, und viele Produkte nicht mehr importieren oder exportieren kann. Angesichts der weltweiten Monopolisierung ganzer (lebenswichtiger) Bereiche wie Medizin (Pharmaunternehmen) oder Lebensmittel (Monsanto, als geschlossene und niemals mehr zu unterbrechende und sich stets wie von selbst perpetuierende Produktkette aus Pestiziden, Düngemitteln, Saatgut) durch US-Konzerne hat das zumindest so sein Geschmäckle. 

Dazu kommt aber vor allem noch das Kapital, als von London-City und USA, diesem ersten auf rein atheistischen Prinzipien gegründeten Staatengebilde, beherrschte Weltkapital, das den Geldfluß der Welt beherrscht. Wie zynisch könnte es also sein, wenn man die von Sanktionen niedergeknüppelten Staaten und Völker (wie hier nun Venezuela) so darstellt, als würden die Probleme, die sie haben - Versorgungsschwierigkeiten, Inflation, humanitäre Defizite - aus der selbstverschuldeten (beziehungsweise von der Regierung verschuldeten) Mißwirtschaft der Regierung stammen. Die deshalb doch, bitte schön, gestürzt gehört? Wo doch die Medien schön brav berichten, wie inhuman es dort zugeht? Alle, alle sind ja, wir wissen es, Verbrecher und Menschenmörder. Die anderen, wohlgemerkt, die Nicht-Liberalen.

Eine Sichtweise, eine Außenpolitik, die Venezuela besonders betrifft. Warum? Weil Öl in Dollar gehandelt wird. Weil Öl von internationalen Machtinteressen beherrscht wird. Nun ist Venezuela zufällig das Land mit den weltweit größten (sic!) Ölvorräten. Aber vor zwei Jahrzehnten kamen die Venezolaner drauf, daß der Schatz, den sie da unter ihren Füßen (in ihren Meeresbuchten) haben, in die Taschen anglo-amerikanischer Konzerne fließt. Also beschlossen sie einen Schritt, der sich wie überall als "fataler Fehler" herausgestellt hat: Sie verstaatlichten die Ölindustrie (wie Persien 1953) und machten die Erlöse aus dem Ölverkauf zu einer Wohlstandsquelle für das gesamte Land. Das nannte man dann sofort weltweit "Sozialismus". Ist aber der venezolanische Versuch wirklich Sozialismus?

Was passiert in Venezuela? Wir wissen es nicht, und werden möglicherweise bewußt desinformiert und damit dumm gehalten. Aber mehr und mehr zweifelt der VdZ daran, ob das in hiesigen Pruntzmedien kolportierte Bild stimmt. Ob dieses Bild nicht einfach Mittel amerikanischer Brutalo-Außenpolitik ist, die unter der Herrschaft der Oligarchen (Konzerne) steht, die saugrantig sind, weil ihre Geschäfte gestört werden. Weil ein Staat, ein Volk beschlossen hat, sich nicht mehr als dumme Anhängsel kapitalistischer Ausbeutung zu betrachten. Von deren Tisch sie ab und an eine Brotkrume erhalten, aber sonst rechtlos an ihrem eigenen Land sind, und am besten sowieso als Weltüberbevölkerungsproblem dezimiert werden sollten.

Vielleicht ist also das Bild, das vor allem von liberalen Medienmachern (dumm wie Bohnenstroh, pragmatischer Hebel primitiver Privatinteressen, das ist Liberalismus, mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen, dieses ganze Wortgeschwafel, das Liberale absondern ist nur Rationalisierungsnebel, damit man die wahren Hintergründe möglichst lange nicht sieht) verbreitet wird - Venezuela als abschreckendes Beispiel eines "failed state" durch Kommunismus etc. etc., wir erinnern uns: die Anti-Kommunismus-Schiene, die schon im Kalten Krieg so wunderbar verblödend funktioniert hat - total falsch. 

Wir wissen es nicht. Aber es gibt Verdachtsmomente, daß das so sein könnte. Daß es in Venezuela um einen der zahlreichen weiteren Fälle geht, wo sich ein Volk gegen die Herrschaft der Oligarchie auflehnt, und dafür gnadenlos bestraft wird. Ein Volk, das sich gegen den anglo-amerikanischen Liberalismus aufgelehnt hat, der das Land zu einer Armutsfalle gemacht hat - VOR allen "kommunistischen" Experimenten - und nun durch US-Außenpolitik wieder auf Schiene gebracht werden soll. Die wiederum nichts anderes ist als ein Instrument kapitalistischer Bösartigkeit (beide Worte sind gegeneinander austauschbar). Für die der Liberalismus, dieser angeblich so "humanistische" Liberalismus, der ja (mein Gott, wie edel, wie süß!) nur das Beste für die Menschen will, als Türbrecher erfunden wurde.

Wer immer sich dagegen wehrt, wer gar ein Gegenmodell installiert oder auch nur versucht (wie Libyen unter Gaddafi), bezahlt mit dem Leben. Und mit einer US-Militärintervention, die diesem Experiment das Licht ausbläst und dazu die Eigengestalt eines Volkes rücksichtslos und jederzeit auszulöschen bereit ist. Und mit totaler Destabilisierung. Was zurückbleibt, ist nämlich regelmäßig (und wohl auch in Venezuela beabsichtigt) Chaos, ist ein Volk, das sich nicht mehr selbst organisieren kann, weil Selbstorganisation, weil Natur eines Volkes mit anglo-amerikanischem Liberalismus unvereinbar, ja ein Widerspruch ist. Die Methodik ist auch hier so auffallend dieselbe wie in zahlreichen anderen Ländern, daß man diese Version zu glauben fast genötigt wird. 

Obwohl man keine Ahnung von Venezuela hat drängt sich somit eines auf: Das von unseren offiziellen wie sich als "alternativ weil liberal" gerierenden Medien kolportierte Bild könnte komplett falsch, die Medienmacher simple Marionetten sein. Denn wir sollten nicht übersehen, daß in den Augen des Liberalismus (dieser verlogenen, mystagogischen Ideologie des Brutalo-Kapitalismus) auch die katholische Soziallehre, die das "Gemeinwohl" als erstes Ziel aller Politik sieht, eine kommunistische Idee ist. Und die Jesuiten tun ihnen seit 150 Jahren den Gefallen, das zu bestätigen, um endlich auch wieder an den üppig gedeckten Tisch zu kommen, oder sonst aus Rache jeden Volkswohlstand und vor allem die einzigen Bastionen gegen den Kapitalismus - den autonomen, freien Mittelstand - zu vernichten.

Schauen Sie dazu einen der zahlreichen im Netz zu findenden Augenzeugenberichte aus dem Februar 2019, die erzählen, wie es in Venezuela wirklich aussieht. Er zeigt vor allem auch, wie die Venezolanische Regierung über eigene Märkte, die preislich gebundene (billige) Lebensmittel anbietet, versucht, die Inflation auszuschalten. Die keineswegs ein hausgemachtes Phänomen sein muß, sondern einfach Teil des Wirtschaftskrieges mit der USA sein könnte. Die kein Land vor der Haustüre dulden, das nicht dem Liberalismus als Ideologie des Amerikanismus folgt, weil der dem Gemeinwohlgedanken widerspricht und eine Lüge ist.





Hier ein Vieles zusammenfassender Kommentar.







*240319*

Montag, 23. Juli 2018

Wenn Fakten erzählen

Seit einiger Zeit gibt es in den Krankenhäusern von Venezuela das von der Regierung erlassene Verbot, daß "verhungert" als Todesursache nicht notiert werden darf.

Grund? Tausende Kinder verhungern. Die UNO schätzt, daß gut 1,5 Millionen Venezulaner (von 31 Millionen Einwohnern) unter extremem Hunger leiden. Fleisch gibt es defacto im ganzen Land nicht mehr.

Das Land wäre an sich ein äußerst fruchtbares Land. Dazu hat es entdeckte und ausgebeutete Ölvorkommen, die vielleicht die größten der Welt sind und je nach Rechnung 15 Prozent des amerikanischen Ölverbrauchs decken. Aber die Regierung von Nicolas Maduro, der als totalitäre Personaldiktatur eine kaum zu fassende Herrschaft einrichtete, die die Tradition des langjährigen vormaligen Präsidenten Hugo Chavez fortführt, der das Land in eine kommunistische Diktatur verwandelte. Sie gilt als eine der korruptesten der Welt.

Das Land ist von extremen Versorgungsnöten geplagt, Lebensmittel werden kaum noch produziert und wenn nur noch am Schwarzmarkt gehandelt. Zwar werden riesige Mengen Öl exportiert. Dennoch müssen fast alle Produkte importiert werden. Das Land ist folgerichtig extrem verschuldet, die Inflation beträgt 800 Prozent, die Währung ist defacto wertlos.

Seit einiger Zeit werden die Grenzen zum Ausland wieder für 12 Stunden am Tag geöffnet, damit sich die Menschen in den Supermärkten des Nachbarlandes Kolumbien wenigstens etwas versorgen können. In heimischen Märkten dürfen sich Erwachsene nach den Endziffern ihrer Paßdokumente geordnet, die je einem Tag zugeordnet werden, mit Lebensmitteln eindecken. Strom gibt es nur für vier Tage pro Woche. 

Der Terror im Land wird vor allem von einer privaten Militärmiliz ausgeführt, die ganz offenbar dem Präsidenten untersteht und durch eine höchst fragwürdige Wahl 2017 sogar ins Parlament gelangen sollte.








*150618*

Montag, 18. September 2017

Liebe baut auf der Gerechtigkeit auf

(Zu Kolumbien und Venezuela) Es gibt keine Liebe, und es gibt schon gar keinen Frieden, der nicht auf der Gerechtigkeit aufbaut. Und das heißt Sachgerechtheit, die gerade für begangene, vergangene Taten Opfer wie Täter umfaßt. Frieden zu verlangen, zu proklamieren, ohne die Sachgerechtheit wiederherzustellen, Friede über eine sachlich ungeklärte, unausgewogen bleibende Sachlage drüberzustülpen kommt einem ungerechten "Maul halten!" gleich, das Opfer wie Täter neue Ungerechtigkeit auferlegt. 

Das bedeutet, daß jeder Friede, der einen Krieg beenden soll, auch verlangt, daß beiden Seiten - Opfern wie Tätern - Zutritt in diese neue Sachgerechtheit gewährt wird. Dies bedeutet in jedem Fall, daß der Täter Sühne zu leisten hat, also Strafe braucht (sic!), um so auch dem Opfer Zutritt zu jener Sachlage zu gewähren, die Frieden bringen oder bedeuten kann.

Solange der Täter seine Strafe nicht anerkennt und annimmt, kann es keinen Frieden geben. Stille zu halten, dies vom Opfer zu verlangen, kann nur bedeuten, daß man vom Opfer verlangt, daß es sich selbst auslöscht "um des Friedens willen". Welchen Friedens aber dann?

In keinem Fall kann also Frieden bringen, wenn im Namen einer angeblichen höheren Moral, eines "Verzeihens", dem Opfer ein Stillhalten diktiert wird, ohne daß es zustimmt und den Täter wieder in die Ordnung aufnimmt (sic!). Das liegt also in den Händen der Opfer, das liegt in jedem Fall in den Händen einer gerechten Gesellschaftsordnung (wie sie ein Sozialismus in keinem Fall sein kann, weshalb sozialistische Systeme niemals Frieden bringen können).

In keinen Fall kann Frieden bringen, wenn die Schuld des Täters undefiniert und ungesühnt bleibt, das ist ein Gesetz der Ordnung, und nur Ordnung (in der Vorsehung Gottes) kann Frieden sein. Schon gar nicht kann also Frieden bringen, wenn eine ungerechte Situation unbereinigt (aufrecht) bleiben oder durch eine neue ungerechte Situation (etwa ein ungerechtes Regime oder Gesellschaftssystem) abgelöst werden soll.

Ohne Sühne und ohne Gerechtigkeit kann es keinen Frieden geben. Nicht unter Menschen, und nicht mit Gott. Das ist der erste und vornehmste Grund der Menschwerdung Gottes in Jesus, der sich selbst zum Sühneopfer machte, das Priester und Opfer zugleich Gott versöhnt.





*130917*

Montag, 4. September 2017

Internationaler Handel heißt: Internationaler Krieg

Man könnte sich fragen, was die USA motiviert, Venezuela als Fall der systemischen Verletzung der Menschenrechte anzuklagen, und neuerdings sogar mit Krieg zu drohen. Nur völlig Naive können das glauben. Den USA geht es vielmehr um etwas anders. Es zeigt sich beispielhaft, was hier längst dargelegt wurde, daß Handels- und Wirtschaftsinteressen eines Landes im internationalen Warenaustausch keineswegs friedbringende Wege der Völker sind, sondern im Gegenteil: Jedes Wirtschaftsinteresse von Bürgern eines Landes werden automatisch, ja sind, Angelegenheiten des Staates. Und sie sind deshalb der Boden für militärische Konflikte. Denn wann muß ein Staat mehr als die Interessen seiner Bürger schützen?

Damit ziehen wir sofort den Bogen zur Globalisierung. Nur die Backgammongruppe eines Irrenhauses in Wien Kalksburg kann glauben, daß die Verstärkung des internationalen Warenaustausches Frieden bringe. Sie verstärkt zum Gegenteil die militärischen Konfliktpotentiale. Wenn ein Staat seine Bürger zu internationalem Handel und Warenaustausch ermutigt, wie es derzeit überall passiert, dann handelt er in dem Moment fahrlässig und im besten Fall katastrophal naiv, wo er nicht in der Lage ist, die Interessen seiner Bürger im Ernstfall zu schützen, und das auch und sogar vor allem militärisch, und sie es durch Wirtschaftskrieg (wie die Schweiz, die dieses Potential hat. Von österreichischen Politikern beziehungsweise österreichischer Politik kann man also entsprechend nichts halten, sie sind verantwortungslose Idioten, das war's. Sie glaubt, Politik ohne Macht betreiben zu können.) 

Genau das zeichnet sich am Welthorizont ab. Denn die großen Länder wissen darum. Dafür kann man sie nicht tadeln. Die USA, China - sie wissen, daß Wirtschaftsinteressen nur umgewandelte militärische Interessen sind. Entsprechend bauen sie ihre Militärpräsenz aus, oft sogar VOR wirtschaftlichen Aktivitäten. Was also die USA macht, ist bestenfalls "heuchlerisch". Aber wer nimmt das von großen Mächten nicht an? Es ist logisch, es liegt in der Logik eines Staates! An das Märchen von Friedenspolitik durch Wirtschaftsliberalität glauben ohnehin nur europäische Blau-blitzer, die EU bietet da keinen Ausweg, selbst wenn sie NATO heißt, sie kann dies nicht garantieren. Und die großen Mächte (pardon: "Handelspartner") der Welt nehmen dieses Geschenk dankbar an.* Und nur Blaublitzer können überrascht über die Nachrichten sein, daß China seine globale Militärpräsenz mächtig ausbaut. (Der VdZ hat es schon vor Jahren hier angekündigt.) 

Das trifft speziell dann zu, wenn mit internationalem Wirtschaftsaustausch auch Kapitalaustausch verbunden ist. Also Investitionen in einem fremden Land. Deshalb ist die Globalisierung auch der sicherste Weg in einen unabsehbar ausufernden internationalen Krieg.

Verzichtet ein Staat auf diese Entsprechung - wirtschaftliche Interessen seiner Bürger und militärische beziehungsweise exekutive Potenz - so zielt er nämlich bewußt darauf ab, daß seine Bürger seine politische Impotenz auch konkret bezahlen, durch ihr Vermögen. Dumm also die Bürger, die das ignorieren. Verbrecherisch die Politiker, die ihre Bevölkerung darauf angewiesen machen, obwohl sie das dem entsprechend militärische Gewicht nicht herstellen können. 

Der Propagandaapparat, der diese Absurdität zu verkaufen vermag, muß enorm sein. Die Folgen sind es ebenso. Die UNO oder ähnliche Organisationen stehen wie zu erwarten und wie oft bewiesen ja letztlich immer unter dem Diktat dieser Mächtekonstellationen. Es wäre unverantwortlich für eine Staatsmacht, dies nicht zu sehen. Es ist deshalb naiv von kleinen Staaten, dies zu ignorieren und an "höhere Moral" oder gar den Mythos der "demokratischen Entscheidung = richtige Entscheidung" zu glauben. 

Die USA demonstrieren es derzeit.





*Das war der Fehler Bismarcks, das war das Verhängnis Deutschlands vor 1914: Es hatte durch Auslandsinvestitionen und -verflechtungen eine internationale Wirtschaftspotenz aufgebaut, die militärisch zu schützen es nicht in der Lage war. Das gibt dem Ruf Wilhelms II. sogar eine gewisse Berechtigung, als er aufrief, Deutschland müsse Seemacht werden. Nur - das konnte es gar nicht.






*140817*

Sonntag, 3. September 2017

Ist die Vatikandiplomatie nur naiv oder bösartig?

Woran hat sich die Kritik an der päpstlichen Diplomatie im Falle Venezuelas denn nun entzündet? Der Venezueler Carlos A. Casanova faßt es auf OnePeterFive noch einmal zusammen: Im April 2014 hatten die Venezolanischen Bischöfe in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Stimme erhoben und gegen den von Präsident Nicolas Maduro (Sozialisten) eingeschlagenen Weg heftig protestiert. Er führe das Land in den Totalitarismus. Ein Weg, der mittlerweile bereits weit gediehen ist und durch eine Volksabstimmung legitimiert wurde. 

Die mit "acht Millionen Stimmen Zustimmung" heuer tatsächlich weit mehr Stimmen FÜR das Regime brachte, als überhaupt zu den Urnen gegangen waren, denn das Referendum wurde weitgehend von der Bevölkerung boykottiert. Es läßt sich durch Videoaufnahmen beweisen, daß viele Abstimmungslokale bei diesem Verfassungsreferendum weitgehend oder sogar völlig leer geblieben waren.

Das war absehbar, und wurde auch so vorhergesagt: daß diese Abstimmung in jedem Fall eine Farce ist und weitgehend boykottiert wurde, weil die Lösung, über die abzustimmen war, in jedem Fall dem Totalitarismus alle Wege bereitet, ja ihn beschließt. Es ist der Weg in den totalitären Kommunismus, den schon Maduros Vorgänger Chavez eingeleitet (und damit das alleine durch das Öl reiche Land in den Bankrott geführt) hatte. Trotzdem wurde dieser Weg nun "mit überwältigender Mehrheit angenommen"?

Völlig überraschend, und als schallende Ohrfeige gegen die lokalen Bischöfe, hatte aber 2014 der Nuntius des Vatikan, Erzbischof Aldo Giordano, kurz nach der Stellungnahme der Bischöfe (die auf der Seite der Bevölkerung stehen) eben diese "Lösung" des Präsidenten gelobt. Und zugleich die Katholiken aufgefordert, jeden Widerstand aufzugeben und dieses "Dialogangebot" (weil kein Dialogangebot) auszuschlagen. Gewaltsamer Widerstand sei nämlich in jedem Fall zu verwerfen und sündig.

Das hatte auf die Bevölkerung wie eine Verhöhnung gewirkt. Denn trotz der größten Öllagerstätten der Welt, ist das Land völlig am Boden. Die Bevölkerung hungert mittlerweile, und zwar wirklich, und das durch das direkte Verschulden der Politik, die Land und Leute unterdrückt. Es ist aber gute katholische Lehre, daß gewaltsamer Widerstand gegen einen politischen Tyrannen gerechtfertigt ist! Genau dieses Naturrecht wurde so dargestellt, als sei es gegen das Gemeinwohl. Während sich beim Präsidenten offenbar niemand fragt, ob ihn dieses Gemeinwohl überhaupt schert. Denn der Kommunismus ist niemals ein Weg des Gemeinwohls! Heute wird das Land aber sogar von Kuba kontrolliert.

Kommunismus ist in sich schlecht. Er ist in sich (intrinsisch) gegen das Gemeinwohl gerichtet. Ihn als "gangbaren Weg" zu bezeichnen, der geeignet sei "Frieden" zu bringen, ist blanke Verhöhnung einer Bevölkerung. Wie also kann ein Vatikanvertreter einen "Weg des friedlichen Dialogs" vorschlagen, wo doch völlig klar ist, daß es einen solchen gar nicht geben kann, weil doch gerade einem Vertreter der katholischen Kirche (und ihrer Soziallehre) klar sein muß, daß totalitäre Systeme NIEMALS einen Weg des "Dialogs" gehen wollen und können? Der Vorschlag des Vatikan wirkt also - gegen den Willen der Bevölkerung noch dazu, das endlich ein Ende des Elends, das Freiheit verlangt - wie blanker Hohn und Beihilfe für ein kommunistisches Regime, indem der Vatikan scheinbar dafür Sorge tragen möchte, daß die Kritiker des Systems neutralisiert und kaltgestellt werden sollen. Wie es sogar seit Chavez auf gar unverschämte Weise ganz offen und mit Mord und Unterdrückung passiert war.

Trotzdem hatte der Vatikan nun die Chuzpe, die schwer darbende, unterdrückte, hungernde Bevölkerung zu einem "friedlichen Dialog" und zur Teilnahme an der Abstimmung aufgerufen, und dann sogar noch gewaltsamen Widerstand als unmoralisch erklärt? Fordert "alle" auf, die menschliche Würde und die Verfassung zu respektieren, so als hätte auch die Bevölkerung Unrecht? Bisher hat nur die linke Regierung diese Würde und die Menschenrechte verletzt, und zwar unausgesetzt seit vielen Jahren. 

Fast dasselbe läßt sich über das Nachbarland Kolumbien sagen, die Lage dort ist genauso klar. Dort hat sich die vatikanische Diplomatie sogar dafür ausgesprochen, die linke Terrorbewegung FARC (die man mit der SS Hitlers vergleichen kann, auch hier dient sie der Regierung als Unterdrückungsinstrument) in die Regierung zu holen, die sich vom Drogenhandel und Erpressung der Bevölkerung (unter Terrorandrohung) finanziert. Die Bevölkerung soll also ihre brutalen Unterdrücker als "Gesprächspartner" akzeptieren, denn sonst wäre sie gegen das Gemeinwohl? Soll zur Verfassungsänderung zustimmen, weil angeblich eine Zukunft Kolumbiens nur auf dem Boden einer "Versöhnung aller Seiten" stattfinden könne, die zu stärken der Papst das Land sogar in Kürze offiziell besuchen wird? Soll also die Bevölkerung etwa auch zu den radikalen Genderplänen der Linken zustimmen, nur um den Frieden zu wahren?

Wenn mancherorts zu hören ist, daß die (überwältigend mehrheitlich katholischen) Bevölkerungen dieser beiden Länder eine tiefe Kluft zur Kirche sieht, kann einen das nicht verwundern. Zur Kirche? Nein, die erleben die Menschen auch heute als ihre Verbündeten. Vielmehr ist es eine Kluft zum Papst, der diese linken Regime unter seltsamen rhetorischen Floskeln (von denen man nur hoffen kann, daß sie der Naivität zuzuschreiben sind, nicht wirklicher Absicht) auch noch zu stützen scheint.


*110817*

Mittwoch, 5. Juli 2017

Dialog als Niederschlagung

Das Volk Venezuelas wird ausgehungert. Buchstäblich. Die Menschen essen schon Ratten, es gibt  nichts mehr. Ausgehungert von einer kommunistischen Regierung, die jedes Wirtschaftsleben vernichtet und das Land von Erdöl abhängig gemacht hat, und unter kubanische Kontrolle kam, was nun definitiv zurückschlägt. Einer Regierung, die von Papst Franziskus offiziell ihren Segen erhielt, und dem Selbstverteidigungsimpuls der Volkes eine Absage erteilt hat, weil angeblich nur im Dialog die Lösung läge.

Der Bericht von Alberto Rodriguez aus Venezuela, übermittelt durch einen Professor an der Universität von St. Thomas in Chile, der auch die unglaubliche Rolle der Jesuiten in Südamerika aufzeigt, ist bewegend.







*080617*