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Montag, 26. Dezember 2022

Transeamus usque Bethlehem! (2)

Die Zeit heilt keine Wunden. Sie läßt sie sogar erst aufbrechen weil sie jeden Versuch, Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit zu schaffen, als das ausblühen läßt, was es ist. - Man sagt, daß die Zeit alle Wunden heile. Als wäre das so einfach wahr! Hier hat sich vieles sogar wieder gedreht, das meinte nicht nur die Glatzerin vom Hotel am alten Preußischen Tor. Das rund um die Brücke eine Bieleumbauung bietet, die mehr an echter Romantik hat, als sich Filmregisseure je vorstellen konnten. Da unten meint man jeden Augenblick die Heidelinde zu sehen, die die Wäsche im Fluß spült, und da drüben den ollen Heinmück, der mit zerfleddertem Hut und löchrigen, hochgekrempelten Hosen einen Weißfisch im Flachwasser zu fangen versucht. Heute jedenfalls hat man denn auch wirklich den Eindruck, daß man sich allmählich wagt, das Deutsche zu hassen, das mit den nun so freizügig möglichen Besuchern (wir kannten aber damals noch nicht Corona; dieser Seitenhieb muß sein) daherkommt, als wäre er hier mehr zu Hause als ... ja, als was, als wer? Das Dumme ist nämlich, daß das tatsächlich so sein könnte. Aber wer würde das noch je zugeben wollen, der nicht in Gefahr geraten wollte, zum Revisionisten und Neo-Nazi gestempelt zu werden?

Die jungen Polen wollen davon aber aus anderen Gründen nichts mehr wissen, ja die kennen es gar nicht mehr. Die sind also an Nazi-Etiketten und den alten Deutschen überhaupt nicht mehr interessiert.

Sonntag, 25. Dezember 2022

Transeamus usque Bethlehem! (1)

War ich ergriffen, als ich nach Eisersdorf an der Biele kam, das heute Zselezno (stimmhaft gesprochen, ist das "Schelesno") geheißen wird? Es liegt in einer unglaublich üppig wirkenden, tiefgrünen, aber nicht sehr gepflegten Senke nahe Glatz an der (kleinen, der Grafschafter) Neiße, das in selber Transponierung Klotzko (sprich hier "Gwotzko") genannt wird.

Ich war viel nüchterner, fast kalt im Inneren, als ich im Sommer 2016 vor der schlichten und in seinen Anfängen weil vom Baukorpus her erkennbar gotischen, nun in frischem Geld des Spätbarocks gehüllten Dorfkirche stand. Die ich von den Erzählungen der Mutter her inhaltlich, von alten kleinen Schwarz-Weiß-Photographien (mit diesem ausgefransten Rand, Sie kennen das) kennen sollte. Aber wie anders wirkte nun alles. 

Auf den Bildern hatte sie nie so wenig barockisiert gewirkt. Diese Neigung zum Kitsch, die auf die heutigen Menschen hatte warten müssen, war typisch. Und erst im späten 18. Jahrhundert über das Alte gelegt worden, als der olle Fritz den bekannt starrköpfigen Glatzern den Glauben lassen mußte.

Freitag, 9. April 2021

Beim Lesen von Gerhart Hauptmann

Kein Millimeter, der nicht voll der Welt und Wirklichkeit wäre, keine Betrachtung, in der sich nicht die ganze Welt öffnete, keine Wendung, die nicht im Spiel des Wirklichen die Freude der Wahrheit atmet, die sich im Text auftut, als stünden alle Fenster offen. Ach, könnte man es doch auch ...

Wie dumm dagegen jene erscheinen, die meinen, es gäbe einen methodischen Weg, "gut schreiben" zu lernen. Das Handwerkzeug der Beherrschung der Sprache steht jedem zur Aneignung offen. Und mir graut sogar gerade vor jenen, die so "gut schreiben", die so geschickt mit Worten und Wendungen umzugehen wissen. Die aber nicht einen Augenblick lang die Sprache hinter der Sprache mit sich führen, um die es aber ausschließlich geht. Selbst das Ungelenke, gar nicht so Geschmeidige vermag da noch mehr an Bedeutung zu haben, also alle diese Texte. Die einen heute in Massen umgeben. 

Die Arbeit des Schriftstellers ist aber nicht die "am Text". Dort wird sie zu einer solchen nur - da muß sie aber auch stattfinden - als es beim Schleifen des Textes darum geht, ihn "gehorsamer" zu machen. Ihn dem wirklich Wirklichen, das er mit sich führen und ans Licht bringen soll, anzuschmiegen wie der Hand den Handschuh, dem Bein den Nylonstrumpf, dem Fisch das Wasser. 

Nur insofern hat das Material (die buchstäbliche, werkzeugliche Sprache) seine Bedeutung, weil jeder Bildhauer weiß, daß die Gestalt einer Figur durch Weglassen, nicht durch Hinzufügen entsteht. Und daß sie im Material enthalten ist, sodaß das Schöpferische zur aufmerksamen Suche wird, wo die Wesenslinien des Materials liegen.

Die Arbeit des Schriftstellers ist die an seiner Haltung. An seiner Moral. An seiner Sittlichkeit. An seinem Selbstbesitz. Damit alles, was er in der Sprache an Material in Händen hat, dem von der innersten Seele ausgehenden Strahl des Wirklichen ins Wahre zu leiten vermag. 

Wieviel Geschmeidiges, Geschicktes, "gut formuliertes", das von vorne bis hinten eine Lüge ist. Das ein einziges Täuschungsmanöver sein soll, um die Abgründe der eigenen Seele zu verbergen. Und eine Figur in die Welt stellen soll, die nur in jenen Scheinwerfern zu glänzen beginnt, an deren Positionierung und Funktion das einzige ist, woran der Schreibende wirklich gearbeitet hat.


*260321*

Mittwoch, 5. Juni 2013

Vom Wesen des Schizoiden (2)

 Teil 2) Von Früchten, Scheinfrüchten und Früchtchen




Das Hauptleiden der Priester der Gegenwart, oder eines davon, ist ganz sicher - und liest man Bergoglio liegt es einem regelrecht auf der Zunge, denn dieses Konkrete fehlt dem ganzen Buch, ist in frommen Formeln aufgelöst - Funktionslosigkeit. Und damit: Langeweile. Das Kreuz, von dem der Papst spricht, ist kaum noch zu definieren, und auch er tut es nicht, so viel er auch davon redet.

Nur: Kreuz gibt es nur konkret! Es gibt kein "Kreuz an sich", an dem jemand leiden könnte, um so seine spirituelle Aufgabe an der Gemeinde, in der Kirche zu erfüllen. Genauso wenig wie es Freude oder Leid an sich gibt. Es ist immer konkret, so wie die Welt konkret ist, so wie Jesus konkret war und ist.

Drückt sich also diese Kreuzesbereitschaft dort aus, wo sie ihr Konkretes hat? Da bleibt ja fast nur noch die Liturgie. Denn ums Geld muß sich kein Priester in unseren Landen, in Europa Sorge machen. Das kommt vom Bankomaten.

Was Bergoglio da schreibt oder schrieb, wirkt in vielem wie ... wie an eine Personengruppe gerichtet, die es gar nicht gibt. Die er aber schaffen möchte. Wirkt wie der Versuch, etwas herauszugreifen, dem es aber an der Konkretion fehlt - deshalb nämlich gibt es all das nicht (mehr), das der seinerzeitige Vorsitzende der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz doch gerade an seinem Heimatort einmal erfahren haben müßte. Wo heute alles so aufgelöst ist, daß Katholiken nicht mehr sagen könnten, was sie von protestantischen Freikirchen unterscheidet. Gehen die nicht genauso vor? Ist nicht das das Gift, das man bei ihnen schluckt, wenn man sie frequentiert?

Wen wundert, daß sich gerade dort Priester politisch engagierten, mehr, als die Päpstlichkeit schließlich wollte und vereinbar war? Was meint denn Bergoglio, wenn er schreibt, daß der Priester "kämpfen" solle? Wo, und wofür, und worum? Um die Arbeitsbedingungen der Indios in Bananenplantagen? Oder sollen sie wie hierzulande das (gescheiterte) Experiment der Arbeiterpriester "Not und Bedrückung teilen" (solidarisch sein), und DOCH ans Fließband gehen? (Etwas das vor allem deshalb gescheitert ist, weil es ein prinzipieller Unterschied ist, ob jemand wirklich darauf angewiesen ist, Ösen zu stanzen, oder das tut, um zu sehen wie es ist, Ösen zu stanzen, er könnte aber jederzeit anders ... man kann Wirklichkeit und Kreuz eben nicht simulieren. Logisches Fazit: Fast alle diese Priester wurden Kommunisten, die seit Marx properste Form pseudologischer Gewissensberuhigung der Bourgeoisie.)

Ja, es stimmt, daß das "Ringen ums Kreuz die einzige theologische Siegesstätte" ist. Das schreibt er wieder und wieder, und er schreibt es (auch in der Übersetzung, oder gerade darin? Interpretiert nicht jede Übersetzung?) schön. Aber das ist es eben: WO LIEGT DAS KREUZ DES PRIESTERS? Darin, die Liturgie auszuräumen und auf eine propere Wohlfühlveranstaltung umzubauen, damit die Menschen "die Liebe Gottes erfahren"? Ist es nicht genau dieser Subjektivismus, dieses Herausgreifen des Spirituellen ins bloß subjektive Erleben - nur unter "richtigen" Worten, sagen wir mal - der die Kirche ins Niemandsland geschossen hat und schießt, und zur leichten Beute der Freikirchen macht? Weil es um die Liebe Gottes geht - nicht um die persönliche Liebe (soweit sie vorhanden ist) eines Priesters. Die soll und muß von der Liebe Christi durchdrungen sein, ja, gewiß, auch das ist ein Mangel. 

Aber ist es eben nicht deshalb ein Mangel, weil die Priester lieber ein Baby abschmusen, das ihnen auf die Altarstufen nachkriecht, als überhaupt noch eine Liturgie darzustellen, FÜR DIESE zu sterben, nicht nach Besucherzahlen und beifälligem Nicken der Familienrunde zu schielen? Wo ist der Gehorsam ... ähem ... des Papstes, der sofort die "Maskerade" ablegt und lieber zu Fuß durch Rom stiefelt - haben wir einen Jorge Bergoglio? Oder haben wir ... einen Papst und Priester? Oder haben wir da jemanden, der uns weismachen will, daß sein lumpiges Menschsein Abbild des Glanzes Gottes wäre, oder je sein könnte, und dabei Dinge identifiziert, die gar nicht in eins fallen?

Aber da scheint sich die Sache zu treffen. Genau da, in diesem Selbstverständnis des Priesters. Den Bergoglio mit allen nominellen Forderungen belädt und bezeichnet läßt, die aus seinem Priesterleben erwachsen sollten, die es von Grund auf tragen: Kreuz, Leiden, Sühne für seine Gemeinde, Einstehen vor Gott für die ihm anvertrauten Seelen, Ringen um Bekehrung, die jeder immer nötig hat.

Aber dieses Priestersein verschmilzt eben NIE mit der faktischen Person, diese ist nur ihr Träger, so daß persönliche Heiligkeit akzidentiell wird, verlierbar, brüchig. Das ist ja das Geheimnis des Sakraments, des Sakramentalen, ja der Schöpfung selbst. Es ist das Dahinter, das Wesentliche, um das es geht, das ist das wirklich Wirkliche. Deshalb verschwindet der Priester regelrecht unter seiner Albe - nicht mehr er Franz Pürsteleder, ältester Sohn der Hilde und des Hermann Pürsteleder, Priesterweihe am neunzehnten Sanktnimmeringstag, steht da, sondern Jesus Christus selbst. Und damit er als Franz Pürsteleder, der gerne mal zu viel trinkt und sogar schon mehr als einmal einen Porno angesehen hat, nicht die Reinheit Christi beeinträchtigt, nimmt er sich zurück, so gut es nur geht. Verschwindet hinter dem, was er in den Riten vollziehen muß - in persona Christi. Wo es nur um das geht, was er da macht, vollzieht. Und zu deren Ausleuchtung er sich so vieler bewährter Symbole bedient, wie es der über Jahrtausende gewachsene Reichtum der Kirche nur ansammeln hat können. Wo er sich jeden schlampigen Fuß im Schreiten vor dem Altar vorwirft, und jedes Wanken in der Kniebeuge, weil ihm sein Kreuz vom Tischtennisspielen noch wehtut.

Und deshalb gibt es auch einen stufenmäßigen Zusammenhang der hierarchischen Ebenen in der Kirche. Deshalb gibt es so etwas wie ein "Papstamt", das mit der Person so überhaupt nichts zu tun hat - außer daß unbedingt einer da sein muß, bereit sein muß, hinter diesem Modus des Priestertums zu verschwinden. Na selbstverständlich, wie ein Schauspieler, der nicht als Erwin Schuppnig den Graf von Montechristo spielt, sondern ganz auf diese Figur hin durchscheinend werden muß.

Deshalb ist man auch nach spätestens siebzig Seiten ständig versucht, das Buch Bergoglios zur Seite zu legen. Denn ja, ja, es ist alles richtig, was er da schreibt, irgendwie. Aber ... WAS SOLL ES HEISZEN! Was soll das bedeuten? Es sind tausende Buchstaben und Worte, die wahr sind, also richtig, zumindest irgendwie, keine Frage. Aber man muß sich ständig den Rahmen, in dem sie wahr sein könnten, selbst zimmern.

Sie sind als würden sie über der Welt schweben. Wer als Entschwebter aber auf Widerstand stößt, erleidet kein Martyrium, auf das der Autor (und alles in richtiger Weise) hinweist, für Christus, sondern die völlig richtige Ablehnung, die die Menschen einem Narren ( der "Narr in Christo" von Hauptmann zeigt ein sehr wahres Bild) entgegenbringen. Wenn heute die Priester so oft nicht mehr ernstgenommen werden, nicht mehr gehört werden, dann doch genau aus diesem Grund! Nicht Franz Pürsteleder zelebriert da vorne, sondern Christus selbst, in dem sich der Himmel mit der Erde verbindet und sichtbar und real anwesend wird.

Ja, die Kirche wird abgelehnt, stößt auf Widerspruch und Haß. Alles richtig, was Bergoglio schreibt. Aber werden die Priester wirklich DESHALB abgelehnt, weil sie die Liebe Christi in die Welt tragen? In der ontologischen Bewegung gewiß. Aber in der faktischen Realität könnte manch einer auf den Gedanken kommen, daß die Priester für etwas leiden, das sie fast zufällig repräsentieren, dem sie ohnehin zu entkommen versuchen. Indem sie zum Beispiel pausenlos um Beifall heischen: seht her, wie zeitgemäß wir sind! Heute haben wir sogar eine Rockband zur 11 Uhr-Messe geladen, und Mädchen stehen rund um den Altar wie die Abgeordneten der himmlischen Engel, dürfen auch garantiert die Kommunion verteilen, denn wir sind auch feministisch, und ach wie tolerant.

Wo soll also diese Liebe Christi ZUR WELT KOMMEN - wenn nicht am Kreuz HINTER dem Rücken, ein tief metaphysisches Bild der Wahrheit von Wesen und Sein im Seienden, das hinter allem Faktischen sichtbar wird? Meint der Papst DAS, wenn er sagt, daß die Kirche ENTWELTLICHT werden müsse? Meint er gar damit, daß sie mit der Welt gar nichts mehr zu tun hat? Gewiß, sagen wird er das nie so. Aber daß er es so meinen könnte, das beschleicht einen zunehmend bei der Lektüre, die einen, wie so vieles, was er twittert und sagt, ratlos macht.

Was soll man von Passagen halten wie: "Die Verfolgung ist ein Normalzustand im Leben eines Christen; er muß sie mit der Demut des unnützen Dieners leben und darf sie sich nicht als Verdienst anrechnen, denn das wäre vermessen." Ist damit das gemeint, das der Verfasser dieser Zeilen erlebt hat, wie jemand tagaus tagein mit der Bibel in der Hand durch das Betriebsgelände lief - tatsächlich, wortwörtlich so vorgefallen - anstatt seine Aufgabe als Entwicklungsingenieur zu erfüllen, das war doch lächerliches Zeug der Welthaftigkeit, er hatte Größeres im Sinn? Der, als man ihn zur Rede stellte, lächelte, weil er zeigen wollte, wie ein Christ liebt ... Ist DAS das Martyrium des Christen, die Liebe, die er der Welt auch in der Verfolgung entgegenbringen muß? Der erwähnte Mann hätte Christus gepredigt, wenn er seine Aufgaben im Labor mit größter Sorgfalt und Hingabe erledigt hätte, sodaß man ihn gefragt haben würde, woher er diese Kraft, dieses Licht habe.

Könnte man - so manches zusammenschauend - nicht durchaus zu dem Schluß kommen, daß das, was dem ganzen Buch auf eigentümliche Weise fehlt, nicht expressiv, sondern implizit, die konkrete Aufgabenanalyse des Priesters in dieser Zeit, auch das eigentliche Problem des ... Papstes selbst war und ist? Gewiß, weit hinausgelehnt, aber deshalb weniger plausibel? All seine Art sich "als Papst" zu geben, der Verzicht auf jede "Formalität", könnte der Versuch sein, das gefühlt mangelnde Konkrete durch expliziertes "Inneres" zu kompensieren. Das klingt dann noch so gut. Da werden Kommissionen eingesetzt, die beraten sollen, denn jetzt wird reformiert, wir werden aber erst sehen wie, wonach. Wie will man reformieren, wenn das Bild, die Form noch nicht da ist, auf die hin reformiert werden soll?

Und das ist uns Zweiflern doch aus so vielem als Zug der Gegenwart mehr als bekannt? Diese Explizierung des dem Konkreten eigentlich bloß Immanenten!? Wie "liebt" man - unkonkret? Wie "nimmt man das Kreuz an" - unkonkret? Wie übt man Solidarität mit den Leidenden - durch Aufgabe der eigenen Form? Heißt "werden wie sie" Knöpfelpuschen und schludrige Verschleißhemden anzuziehen? Könnte man nicht versucht sein zu denken, daß hinter dem Schlagwort der "Mitbestimmung" (durch Kommissionen) nicht mehr steckt als die feige Flucht vor der Verantwortung, die nur "der Chef" persönlich tragen kann?

Machen wir es - ganz frech - noch konkreter: Man erzählt doch landauf landab von der Volkstümlichkeit des damaligen Kardinals in Buenos Aires. Der sich mitten im Volk befand. Lassen wir da mal die inhaltlichen Vorwürfe über den Verrat von Priestern an die Militärjunta beiseite. Das war ja nicht so, wie es heißt. Aber es erhielte die Grundbewegung einen neuen Sinn ... Wäre es nicht Aufgabe des Bischofs, seine Priester zum einen dazu zu bringen, sich unter die Leute zu mischen, zum anderen, als IHR Vater, sie zu erbauen und zu stärken? Sie in Gottesdiensten, die die Quelle aller Quellen sind, neu zu befruchten, immer wieder am Vollkommeneren, zu dem ihre Pfarre die Möglichkeiten nicht bietet, dieses Gold auch in ihre - armseligen - Gottesdienste auf Campingtischen und Vereinsstühlen weiterglänzen zu lassen, weil nicht mehr möglich ist, so gut es eben geht also, immer mit der inneren Qual der Inadäquatheit, weil für Gott nichts gut genug sein kann? Ist es wirklich die Aufgabe des Bischofs von Rom, diese Campingtische in die Sixtinische Kapelle zu holen, und den Leuten Vereinsstühle anzubieten?



Teil 3 morgen) Braucht die Kirche einen frommen Papst?



Teil 1) Der Ausgangspunkt
Teil 2) Von Früchten, Scheinfrüchten und Früchtchen
Teil 3) Braucht die Kirche einen frommen Papst?
Teil 4) Wahrheit ist eine Frage des Lichts, das auf etwas fällt. Zitate, und wie man sie auch deuten könnte.
Teil 5) Komm sie jetzt, die tiefe Nacht des Verstandes?





*050613*