Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Donnerstag, 20. Oktober 2022
Existenz als Co-Existieren - Zur Verschränkung (2)
Mittwoch, 19. Oktober 2022
Existenz als Co-Existieren - Zur Verschränkung (1)
Freitag, 7. Oktober 2022
Die Angst vor dem Schmerz
Die sogenannte Meinungsfreiheit, meinte sie, bedeutet in der Realität, daß jeder unter den Zwang gerät, unbedingt eine Meinung haben zu müssen.
Dienstag, 7. Juni 2022
Da stimmt vieles nicht mehr (2)
Montag, 6. Juni 2022
Da stimmt vieles nicht mehr (1)
Donnerstag, 10. März 2022
Der verdrängte Irrtum Rußlands (3)
Das würde nämlich heißen, sie wären auch katholisch geworden, und hätten sich IN DIE KIRCHE, die am Papst aufgehangen ist, EINGEFÜGT.
Mittwoch, 9. März 2022
Der verdrängte Irrtum Rußlands (2)
Freitag, 4. März 2022
Gedankensplitter (1219b)
Donnerstag, 3. März 2022
Gedankensplitter (1219a)
Sonntag, 26. Dezember 2021
Krieg gegen das Volk
Geirrt hat sich der Fürst nur darin, daß dies das erste Mal sei. Historisch ist keine Revolution je anders gelaufen, denn als Putsch der einen Führungsschichte (die sich aber benachteiligt sah) gegen die herrschende, sodaß jede Revolution der gewaltsame Aufruhr der Neider ist, mit dem Neid als eigentliches Motivans auch des aufgehetzten Volkes. Sofern das alles noch eine Revolution ist - und nicht eine Rebellion.
Sonntag, 2. Mai 2021
Im Brief weitergeführt und konkretisiert (3)
Es ist NICHT die Abgleichung über Rationalismus, wie die alle tun und behaupten. (Wenn ich das schon lese, wie die sich selbst bewerben: "Selbst denken" usw. usf.) Das ist alles die Irreführung der Menschen über die Aufklärung! Die wiederum ein Gnostizismus ist, Gnostik: Über "richtiges Denken" kann ich mich gewissermaßen erlösen. Und ich bin erlöst, wenn ich das Richtige WEISZ.
Dieses Wissen kann ich mir wiederum selbst aneignen. Da brauche ich keine Kirche! Da brauche ich genau diese direkte Anbindung an Christus IM GLAUBEN nicht. In der es AUF DEN GLAUBEN ankommt, als jene innere Haltung, in der ich auf Gott hin ausgerichtet bin. Und damit fehlt mir das positive Bild, das Seinsbild! Und gegen DAS muß alles gehen!
Samstag, 1. Mai 2021
Im Brief weitergeführt und konkretisiert (2)
Wahre Opposition kann sich nicht aus "Kritikastertum" ergeben, das ist das Entscheidende. Wahre Opposition ist ein FÜR sein, ein positives Konzept gewissermaßen, in dem man an der Wirklichkeit festhält, und alles was man tut daran ausrichtet: Am Unsichtbaren, das die Wirklichkeit eben ist.
Stattdessen "suchen" alle nach einem positiven Konzept. Was ist der Mensch, was ist der Sinn der Welt usw. usf. Und monieren, daß die Gegenwart nicht "erkenntnisoffen" ist, worunter sie meinen: Ergebnisoffen.
Sie sind nur "dagegen", eben - wo der Schuh drückt.
Freitag, 30. April 2021
Im Brief weitergeführt und konkretisiert (1)
(Aus einem Brief an R auf dessen Anraten hin herausgegriffen, es solle genau so und in diesem sehr erhellenden Bogen an die Leser gebracht werden.)
Noch was kurz zu Köppel oder wie der heißt: Ich höre/schaue den auch kaum noch, vielleicht einmal in der Woche, weil ich ihn nicht mehr aushalte und schon mit vorausnehmender Pein auf seine unerträgliche Weise zu sprechen reagiere. Aber er ist ja unheimlich beliebt, und ich glaube das auch. Und zwar gerade bei den "Kritischen", sozusagen. Die alle nur noch bestätigt werden wollen, an Erkenntnis gar nicht interessiert sind.
Mittwoch, 8. April 2020
Illustration des Grauens (3)
In einem solchen System der klandestinen Widersprüche kommt deshalb der böse Charakter nach oben. Auch im Kommunismus setzten sich von Anfang an die expliziten Verbrecher als Leitfiguren durch, fielen aber freilich nicht selten irgendwann ihrem eigenen System zum Opfer. Denn das Böse, das vom Schlechten nur einen Hauch entfernt ist, holt immer noch Böseres (und Schlechtes) nach oben.
Auch den Kommunisten blieb nur eines, was eben bleibt, wenn die Vernunft fehlt, wenn der Leitfaden fehlt, der durch die Welt und die Zeit führt. Ihm blieb nur die Angst als Mittel, das ein Volk und eine Gesellschaft zusammenhält.
Der Kommunismus hatte deshalb keinen schlimmeren Feind als die Vernunft. Die er zur bloßen, innerweltlichen, jede Transzendenz (die doch so evident, so empirisch ist!) abstritt und fernhielt, also zur bloßen Rationalität erniedrigte und verleumdete. Aber wo unterscheidet sich hier unsere Gegenwart, die Gegenwart des Westens davon?
Dienstag, 7. April 2020
Illustration des Grauens (2)
Und wozu macht man dann eine Dokumentation? Vielleicht gar um zu belegen, daß man sich "davon" selbstverständlich distanziert?
Das "nie wieder", das im Falle des Kommunismus seinen Ton der Halbherzigkeit ohnehin kaum verbergen kann, ist heute doch kaum mehr als eine Frage um die Farbe der Uniformhemden, die Formation der Aufmärsche, und der gefälligeren Grußgeste.
Montag, 6. April 2020
Illustration des Grauens (1)
*160220*
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Mittwoch, 11. März 2020
Aus Mangel an Verstehen
"... Dabei sprach aus der reizenden Wortmeldung ein Angebot, das man bei Strafe theologischer Irrelevanz auf dem Synodalen Weg nicht ablehnen durfte: dass nämlich alle Teilnehmer einander als Gleiche begreifen, ohne länger umständlich unterscheiden zu müssen, in Bezug worauf sie gleich sind und in welcher Hinsicht sie es mutmaßlich nicht sind.Blockaden lösen
Freundlicher lässt sich Theologisches nicht ausbremsen! Ist die flache Hierarchie im Sozialen erst einmal als Superkriterium etabliert, so wirkt sakramentales Hierarchiedenken als Anschlag auf die Gemeinnützigkeit, und Ämterfragen können nicht anders denn als Machtfragen aufgefasst werden. Die Offenbarungsidee hätte sich demnach durch ihre Tauglichkeit auszuweisen, im jeweiligen Heute „Gräben zu überbrücken“ (Bischof Bätzing), „Blockaden zu lösen“ (Pater Langendörfer), „authentisch und echt“ (Bischof Bode) zu sprechen. ...""... Solche Rückkopplung von Religion ans persönliche Wohlgefühl, an Bedürfnisse privaten Aufgehobenseins, versteht sich nicht von selbst. Sie ist ein peinlicher Zug derer, die sich im Umgang mit Weltfremdheit – zu welcher der Katholizismus naturgemäß gehört – als Absolutisten ihrer Gegenwart gebärden, und dies durchaus autoritär, wie bei der Regie der Frankfurter Versammlung zeitweise deutlich wurde. Man versteht insoweit Kardinal Woelkis Zwischenruf, als er, ähnlich wie Bischof Koch und andere, gegenüber dem sozial begründeten Durchgriff aufs sakramentale Kirchenverständnis davor warnte, dasselbe „als kalten Kaffee abzutun – weil ich es vielleicht nicht verstehe“. Mit anderen Worten: Die Satzungen des Synodalen Wegs sind keinesfalls voraussetzungslos lesbar, wie sie nahelegen. Sie sind an theologische Vorverständnisse gebunden, denen nicht im Happening-Stil der Ignoranz, sondern mit theologischen Gründen beizukommen ist.Glaubwürdigkeit statt Glaube
Warum Woelkis Ansicht, die Verfasstheit des Synodalen Wegs erinnere ihn typologisch eher an ein „protestantisches Kirchenparlament“, sogleich als Beschimpfung kritisiert wurde, erschließt sich unter analytischem Gesichtspunkt nicht, es sei denn, man möchte den „Geist des Miteinanders“ (Kardinal Marx) als Konsensbefehl auffassen, dem Widerspruch als Ruhestörung gilt. ..."
"... Das wirklich Verstörende war in Frankfurt etwas anderes: die Ersetzung des Glaubensbegriffs durch jenen der Glaubwürdigkeit. Tatsächlich beschwört der Synodale Weg die persönliche Glaubwürdigkeit der Glaubenszeugen wie ein Heilsversprechen. Was in der Marketing-Abteilung eines Wirtschaftsunternehmens überzeugt, wirkt in Gottes Namen dann doch leicht blasphemisch ..."
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Samstag, 7. September 2019
Wo der Genderismus begann (3)
Interessant noch eine Geschichte, die sie im Anschluß zum Vortrag auf eine Frage hin erzählt: Sie hat sich Anfang der 1970er mit Feministinnen geprügelt. Denn sie hat "Under my thumb" von den Rolling Stones verteidigt. Der Text mag sexistisch sein, aber nur in der provokanten Schlagzeile. Denn wenn man ihn genau ansieht, stimmt das gar nicht. Aber das Lied ist Kunst, ein großartiger Song. Daraufhin war sie von einer feministischen Funktionärin bespuckt und beschimpft worden: Ein Lied, das sexistisch ist, könne niemals Kunst sein! Das, so Paglia, sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen, denn es ist blanker Stalinismus.* Und damit habe sie auch als Feministin nie etwas zu tun haben wollen. Kunst darf sich niemals solche moralischen, politischen Gesten und Ideologismen leisten!
Noch ein letztes von ihr sei herausgegriffen, es beschließt diesen Bericht, und es sagt viel aus: Sie würde sich wünschen, sagt Camille Paglia, wenn sie einmal eine Feministin anträfe, die aus einer guten, bürgerlichen Familie mit Bildungshintergrund käme. So gut wie alle feministischen Leitfiguren kommen stattdessen aus katastrophalen, zerrütteten familiären Verhältnissen.
Sie würde sich vor allem wünschen, wenn der Feminismus endlich aus der "Anti-Männer"-Ecke käme. Sie würde sich also nicht nur endlich starke, gesunde Feministinnen wünschen, sondern auch solche, die die Freiheit haben, Männer die es verdienen, offen zu bewundern. Die Männer sahen, wie sie sie kannte: Die in den Krieg zogen und für ihr Vaterland kämpften, die im Wald Holz schlugen und Feuer machten, die Frauen respektierten und im Hinterhof Körbe flochten, die wie ihr Vater und ihr Großvater arbeiteten, arbeiteten, arbeiteten, sich für ihre Familien aufopferten und allen alles gaben, was sie geben konnten. Man sollte also nicht ständig, wie heute, auf Bilder von irgendwelchen bösartigen Lumpen starren. Die gibt es überall. Auch unter Frauen.
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Freitag, 6. September 2019
Wo der Genderismus begann (2)
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Donnerstag, 5. September 2019
Wo der Genderismus begann (1)
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