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Samstag, 23. Juli 2022

Von fataler Romantisierung und noch fataleren Undifferenziertheiten (2)

Technizisten protestieren eben schneller als Substantialisten. Sind sie acher? Nein. Entwurzelter, universalisierter? Ja. Hier schreibt der Sohn eines der ersten Bauernbund-Politikers Österreichs nach 1945. Der die kommende Politik gehaßt, aber auch die Bauern wegen ihrer primitiven Gier verachtet hat. - Herrschaften, das sind reale Probleme, und deren gibt es noch mehr. Sie verlangen, daß man auch die unerträgliche Lgein den Niederlanden mit feiner Pinzette sortiert. Der Bauer hat sich in Europa nämlich schon in weiten Teilen - und zwar AUS POLITISCHEM WILLEN, es war gewollt, es war herausgefordert, es war gefordert und mit Milliarden udn Abermilliarden an Geld bewässert - zu einem Industrieunternehmer entwickelt, der kaum noch über die wahren Zusammenhänge von Leben und Lebendigem nachdenkt.

Freitag, 22. Juli 2022

Von fataler Romantisierung und noch fataleren Undifferenziertheiten (1)

Noch mehr als alles sonst fallen zwei Richtungen auf, in die die Gegenwart mit voller Fahrt gerast ist: Die eine ist die Aufdeckung der zahllosen Widesprüche, in die unser Denken (als öffentliches Sprechen) geraten ist, weil die Denkvoraussetzungen voller Widersprüche und Irratinalismen sind. 

Und zum zweiten ist der Widerpruch zwischen Rationalismus und dem Wirklichen selbst aufgebrochen, am deutlichsten erkennbar durch eine Elite, die jeden persönlichen, schöpferischen Bezug zur Welt verloren hat, und die Welt nach Modellen "denkt", und dabei an ihrem innersten Wesen zerschellt. Das ber die einfahcen Bürger nahc wie vor fühlen, und an das sie sich gebunden fühlen (denn wonach sollte ein Mensch sonst sein Leben orientieren), ohnd ber die Widersprüche im Denken und Sprechen och auflösen zu können. Weil das Denkwerkzeut nicht mehr zur Verfügung steht.

      Luftausnahme der Protestaufmärsche       
Am Beispiel der niederländischen Bauernproteste wird es ganz klar erkennbar. Denn die Art und Weise, wie in den Niederlanden Landwirtschaft betrieben wordne ist, ist keijneswegs der Weg eines gottverbundenen Lebens in der Ordnugn der Schöpfung, sondern ein brutales Ausbeuten der chemisch-physikalischen Mechanismen, soweit sie als "wisenschaftlich" erkennbar wurden. Nein, ich mölchte keine holländischen Tomaten und keine Massenproduktion von SChweinefleich, ganz einfach. Massenprodukte, die in eine Ausmaß den gewachsenen, gesunden europäischen Landwirtschaftskreislauf ruiniert haben, der sehenswert ist.

Samstag, 16. Juli 2022

Als die Büchse der Pandora endlich offen war (2)

Die Gefahren. Der Gegenentwurf. Die Notwendigkeit. Die Unternehmer. Die Freiheit. - Diese nüchterne Bestandsaufnahme führt aber zu einer Erkenntnis, die einerseits das Gefährliche deutlicher macht, adnerseits aber auch Hoffnung enthält. Daß das, was die "demokratische" Politk ohnehin schon seit je gemacht hat, nun zur offizhellen Doktrine wird, zur Grammatik der Kultur, der Gesellschaft, in der wir leben. 

Und das ist die persönliche Gefolgschaft, die im letzten nur eine Gefolgschaft sein kann, die Gott selbst gilt, der in Jesus Christus persönlich diese Erde bewohnt. Nicht, daß Gott einen Helm aufsetzen und ein Schwert ergreifen wird, wie es die Juden erwartet haben und bis heute erwarten. Sondern als der sanfte Hirte, der alle, die ihm folgen wollen, durch Umwandlung der eigenen Inneren Grammatik zur FREIHEIT der Kindschaft Gottes hin einen und in das mögliche dieser gefalenen Welt führen wird. IN der es Tod und Leid weiterhin geben wird, ja, weil jeder Mensch fehlbar ist und fehlen wird, gewiß, in der aber eine Logik - der logos der Schöpfung! - als unhintergehbare Grundlage von allem anerkannt wird. 

Freitag, 15. Juli 2022

Als die Büchse der Pandora endlich offen war (1)

Wie könnte es anders sein als daß man von der Realität der an sich staubtrockenen Analysen immer wieder überrascht wird. Wenn ich vor Jahren bereits geschrieben habe, daß diese Zeit sich nicht mehr denken kann, dann erleben wir jetzt, wie das aussieht. Erleben, daß sich eine Elite gebildet hat, die völlig entgeistet im Rationalismus gefangen ist, weil sie keine Gewissensverankerung im Ganzen, Wahren, Wirklichen hat. Also bleibt der Verantwortugn nur der rationale Schluß. Und der ist von den Grundlagen her bereits falsch, sodaß die politischen Maßnahmen in immer größeren Widerspruch zu den Bevölkerungen geraten.

Das hat sich über die "Krisen" der letzten Jahre (die bereits falsche Krisen waren und sind, die bei "normalem" Sein udn Denken gar nicht erst entstanden wären) mehr und mehr zu einer Kluft ausgewachsen, in der die Eliten einer Bevölkerung gegenüberstehen, die immer mehr in Bedrängnis geraten ist. Weil sich das normale Leben ganz anderen Gesetzen fügen muß, will es gelebt und lebbar sein. Denken freilich kann auch die Bevölkerung nicht, was da geschieht, sie kanns ich nur punktuell wehren, wenn eine Einzelmaßnahme bereits zu sehr in ihre Lebensbedürftigkeiten eingreift. 

Wie nun auch in den Niederlanden oder in Ceylon, das sich auch als besonders braver Elitenschüler beweisen hatte wollen und nun einer noch viel wilderen Bevölkerung gegenbüersteht, die die aus dem Erbe des Christentums stammenden Selbstbeschränkungen (als Geformtheit, und das heißt: Existenz einer Grenz) der Menschen aber nicht kennt.

Dienstag, 22. Februar 2022

Von Schriftprache und Diebstahl (2)

Warum heute nicht Holland die Welt bestimmt? Es war Raub und Diebstahl, Neid und Gier. Es war das, was angeblich hinter einer Schrift steht, die Gott gestohlen wurde. - Nur zwei Faktoren war es zuzuschreiben, daß die Niederlande nicht zu einem Weltreich geworden sind, sondern wurden, was sie auch heute noch sind - ein europäischer Mittelstaat. Beide Faktoren haben mit dem zu tun, was man als Gier und Ehrgeiz bezeichnen muß. Sie HATTEN, deshalb rechneten sie nicht mit Neid. Sowohl finanziell, als auch geistig. Und beide Faktoren lassen uns wieder bei der Sprache ankommen, in der sich dieser Kampf zwischen Begabung und starrem Regelzwang als Kriterium am Beispiel Luthers und der Lutherischen zeigt.

Dabei kann man sogar sagen, daß - natürlich neben der Tüchtigkeit der Niederländer selbst - die niederländischen Hafenstädte geistiges und kommerzielles Zentrum West- und Mitteleuropas geworden waren, weil sich alle Ingredienzien zusammenfanden, die allesamt aus Ausstoßungsprozessen in Europa stammen, die nun die Rheinmündung als Ferment durchwirkten. 

Montag, 21. Februar 2022

Von Schriftprache und Diebstahl (1)

Ich hatte ganz vergessen - dabei ist es mehr als logisch - wie sehr Konrad Burdach gegen die Mär gekämpft hat, daß Martin Luther die neuhochdeutsche Sprache "erfunden" habe. Nicht nur ist das unwahr, sondern Luthers Schriften sind durch die Bank dem Stand der Zeit HINTERHER gewesen. Und es läßt sich nachweisen, wie viel an seiner "Sprache" die Buchdrucker und -setzer noch geändert, dem aktuellen Gebrauch angepaßt und modernisiert haben. Erst ab etwa 1530 hat Luther sich den neueren Stand der Schreibweise des Deutschen angeeignet, und seine Schriften angepaßt.

Die Verbreitung des Neuhochdeutschen ging vielmehr ohnehin von Thüringen aus. Das zur damaligen Zeit und Epoche das geistige und sprachliche Zentrum Deutschlands war. Der enorme Einfluß Luthers auf die deutsche Sprache, den natürlich niemand abstreiten kann, ist vielmehr indirekter Effekt gewesen. Er stammt aus der Übersetzung der Heiligen Schrift generell, die zu einer Aneignung der Heiligen Texte durch das Volk geführt hat.

Mittwoch, 31. Juli 2019

Ein Menetekel

Man glaubt es kaum, aber es ist andererseits viel zu logisch und Resultat des heutigen absurden, lächerlichen Menschenbildes: Eine 17jährige Niederländerin hat - nach traumatischen Erfahrungen sexuellen Mißbrauchs und Vergewaltigung seit ihrem 11. Lebensjahr - nun ihrem Leben durch aktive Sterbehilfe ein Ende gesetzt. 

Dieser Schritt war, schreibt die Zeitung, von ihr beschlossen worden, nachdem ihr ein Gutachten von Psychologen attestiert hatte, daß ihr durch diese traumatischen Erlebnisse ein Leben voller Qual und Schmerz bevorstünde. Mit diesem Gutachten hat sie die gesetzlichen Bedingungen erfüllt. Zackprack war sie "durch Konsens" tot.

Es fehlen einem die Worte. Und der Haß, der auf den Abschaum, der sich heute Psychologen nennt und massenhaft Gelder durch Betrug abgreift, muß irgendwo eine Kanalisierung finden. Es ist leider alles aber viel zu logisch. Wenn der Mensch nur noch Produkt ist, wenn er nur noch zufällige Erscheinung im Wechselspiel eines ebenso zufälligen menschlichen Zueinander ist, dann ist alles Mechanik. Damit ist auch Zukunft vorhersehbar. Und nicht mehr Ergebnis aktiver Gestaltung. 

Schuld an diesem Tod sind die, die diesem Mädchen das eingeredet haben. Die ohne je Entscheidungsreife erlangt zu haben, ihr Leben zu beenden "entschieden" hat. 

Man muß allmählich vor dem heutigen Universitätsabraum Abscheu bekommen. Wer das nicht tut, der ist schon nicht mehr normal.

Nebenbei: Wenn die Zahlen stimmen, die der VdZ las, werden heute bereits ein Drittel (!) der Tode in den Niederlanden, die die ersten "liberalen" Gesetze diesbezüglich erlassen haben, der "Sterbehilfe" zugeschrieben.




Dienstag, 8. März 2016

Das macht sprachlos

Man wird sprach- und ratlos, wenn man solche Bilder sieht. Sie kursieren derzeit angeblich im Internet. 

Der Hintergrund? Eine niederländische Volksschulklasse hatte eine Exkursion in eine Moschee unternommen, um den Islam kennenzulernen. Die Aufregung, die das Bild verursacht, hat man durch Beschwichtigungen und Betonung der Harmlosigkeit zu entkräften gesucht. Die Kinder seien freiwillig mitgegangen, niemand wäre gezwungen worden, und alles hätte sich in völlig entspannter Atmosphäre zugetragen. 

Das als Entkräftung zu sehen ist für sich bereits der Schock. Er offenbart einen haarsträubende Ahnungslosigkeit, und diese Ahnungslosigkeit - der nicht zufällig der verstiegene, ja absurde Glaube gegenübersteht, alles zu wissen - ist die größte Gefahr, der Europa heute unterliegt. Wörtlich. Unterliegt. Aber wo beginnen? Während die social media übergehen von Worten und Disputen, fährt der Wagen der Realität, des wirklichen Geschehens, der wirklichen Taten, völlig ungebremst weiter.

Wie sonst sollte man beten, wie sonst am höchsten Spiel des Menschen, der Heiligen Liturgie, teilnehmen, als in ungewzungener Atmosphäre? Früher wußte es die Kirche sogar noch: Lex orandi - lex credendi. So wie man betet, so glaubt man. Es ist die Körperlichkeit, die dem Geist die Basis gibt. Eine harmlose Teilnahme an Ritualen gibt es nicht. Das Abendland ist durch Rituale geformt worden, so wie es ohne Riten keine Kultur gibt. Es sind die Bewegungen, die Rituale, die Liturgie, die den Leib zur Schale für den Geist formen. Denn Beziehungen sind dynamische Bewegungsbilder. Und sie sind dann jene Bilder, die im ordo Gottes ruhen, die dem Kosmos zugrunde liegen.





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Sonntag, 16. November 2014

Da geht einfach alles schief

Nordholland hat nun beschlossen, den weiteren Ausbau der Windenergie zu stoppen. Zwar würde sich die Land-Meer-Kombination, die diesen Landstrich kennzeichnet, hervorragend für Windenergie eignen, aber erst einmal haben die Holländer genug von der Umweltverschandelung. Das wird auch offiziell gesagt. 

Mit handfesten Argumenten gestützt wird aber diese Entscheidung durch Studien, die nach nun doch schon einigen Jahren Praxiserfahrung Windenergie genauer untersuchen können. Und die Ergebnisse sind niederschmetternd.

Na gut, Geld kommt ja für die Weltretter der Gegenwart aus dem Bankomaten, oder aus Planwirtschaften, die man möglichst lückenlos über die Welt zieht. Wirtschaftlichkeit ist also kein Argument, schon gar nicht vor dem Hintergrund von Verschwörungstheorien. Es geht doch immerhin um die Rettung des Klimas, durch Senkung des CO2-Ausstoßes. 

Und das greift die holländische Studie auf: Alle Faktoren berücksichtigt, verursacht eine Windkraftanlage lediglich 1,6 % weniger CO2, als eine Stromplantage mit fossilen Brennstoffen! (Die Werte für Solaranlagen sind ja ähnlich desaströs.) Dabei sind nach Auffassung des VdZ ja nur die technischen, für den Betrieb notwendigen Faktoren berücksichtigt. Nicht berücksichtigt sind nämlich die Folgen, die die Belastung der Wirtschaft durch die Kosten, die Subventionen für eine Volkswirtschaft bedeuten. Eine weitere Studie der Bochumer Ruhr-Uni, die Szenarien aus acht spezifischen Studien auswertet, zeigt, daß sich das auch in absehbarer Zukunft nicht ändern wird.

Nimmt man erwirtschaftetes Einkommen (=BIP) als Äquivalent für Energieaufwand, der zur Erlangung eines bestimmten Nutzens zu leisten ist, so bedeuten Subventionen in "erneuerbare Energie" (wie es salbungsvoll, aber nichtssagend und falsch genannt wird) für eine Volkswirtschaft pauschal, d. h. für jeden Einzelnen der an der Generierung von Nutzen beteiligt ist (jeden Arbeiter, jeden Unternehmer etc.), MEHR notwendige Energie, um denselben Nutzeneffekt zu erzielen. Die Rechnung der Klugen geht ja deshalb dahin, diese Mehrbelastung durch Steigerung der Effizienz wettzumachen. Mit der "Energiewende", die Deutschland dem Kontinent mittlerweile aufgezwungen hat, ist man den exakt gegenteiligen Weg gegangen. Denn für die Produktion eines und desselben Stromquantums, das verbraucht wird, wird der volkswirtschaftliche Gesamtaufwand nahezu verdoppelt. Sie erzeugt kein Zusatzprodukt, für das sich Erlöse erzielen ließen, sondern der Aufwand zur Produktion derselben Produktmengen wird verdoppelt. 

Noch hat es niemand errechnet, weil es kaum zu berechnen ist, die Faktorengemengelage sind einfach zu komplex. Und die Kunst des Zerreißens von Kosten und Herkunft, des "Umlegens" von Kosten auf kostenaufkommensfremde Zahler, beherrschen ja die Regierungen mittlerweile perfekt, man nennt das (auch das: fälschlich und irreführend) "Sozialstaat". Aber Zusammenhänge mit Wirtschaftsrezession, einem Aufschwung der sich trotz gewaltiger Geldmanipulationen nicht und nicht einstellen will, sind zumindest hochgradig auffällig. Jedes Bein, das sich regt, rennt ja mittlerweile mit einem Fünfkilo-Gewicht herum, das um den Fußknöchel geschnallt ist - da läuft es sich nicht mehr so leicht im selben Tempo wie zuvor!

Aber noch ein Faktor wird nicht berücksichtigt: Denn der Betrieb dieser Windkraftanlagen macht den für ihren Betrieb notwendigen Aufwand INSGESAMT, also im Rahmen einer Volkswirtschaft berechnet, nicht mehr reduzibel! Das heißt, daß der CO2-Ausstoß in absoluten Mengen, der für Aufbau und Betrieb einer Windkraftanlage notwendig ist, in einer Gesamtrechnung in absoluten Mengen unweigerlich STEIGT. Und sieh da - stellt man nicht genau das auch fest? Man argumentiert es nur mit "Profitgier", die den Anstieg von Kohle als Energieträger in Deutschland bewirkt hat. Den es ja gab und weiterhin gibt. In Wahrheit aber bestehen da ganz andere, sehr handfeste Zusammenhänge, die man so zusammenfassen könnte: Wind- und Solarenergie STEIGERT den Gesamtausstoß an CO2 einer Volkswirtschaft, weil sie zu ihrem Betrieb (und schon gar zur Aufrechterhaltung der Energieversorgung) WEITERE, zusätzliche fossile Brennstoffe benötigt. In welchen Mengen, dazu müßte man fachkundige Rechnungen anstellen. Aber daß es so ist, ist ein zwangsläufiger Schluß aus der prinzipiellen Logik der Dinge.

Argument dafür? Die durch CO2 verursachte Klimaerwärmung würde in Zukunft noch weit höhere volkswirschaftliche Kosten produzieren. Hochgerechnet mit Computersimulationen - egal ob "klimatechnisch" oder ökonomisch - die davon ausgehen, daß diese globalen Prozesse tatsächlich steuerbar sind. Was jedem, wirklich jedem kybernetischen Grundsatz völlig widerspricht, denn hochkomplexe Systeme haben bestenfalls noch Wahrscheinlichkeiten auf Gesamtereignisse (aus vergangenen Ereignissen wahrscheinlich) bezogen, aber keine Vorhersagbarkeit. Unabhängig davon, daß mit Modellen gerechnet wird, deren Faktoren bereits gesteuert (also bekannt), auf ein Ergebnis und auf Zeit bezogen sein müssen, sonst sind sie überhaupt wertlos. Der oft zu hörende Satz - na, wenn schon tatsächlich keine Klimaerwärmung stattfindet, so schadet der Umstieg auf Erneuerbare Energie ja nicht, sondern im Gegenteil - ist ja ohnehin wertlos. Denn man hat die "Umwelt gerettet", indem man sie in einem nie gewesenen Totalitarismus zerstört. Auch das also: Gegenteil des Zieles erreicht ...

Denn man muß die CO2-Bilanz (noch völlig unabhängig davon, wir relevant sie real ist, nur nach den Überlegungen der CO2-Krieger gerechnet, also nach Erreichung der von ihnen vorgegebenen Ziele) sogar noch anders sehen. Denn zwar wird 1,6 % weniger CO2 bei der Produktion eines und desselben Elektrizitäts- (und Wärme-)Quantums ausgestoßen, als mit fossiler Energieproduktion. Aber in der Gesamtrechnung ergibt sich mit einem mal eine enorme Steigerung des Gesamtausstoßes von CO2, denn gleichzeitig wird auch die Produktionskapazität enorm erhöht, weil die Erneuerbaren Energien ein Backup-Netz benötigen, das ihre Unberechenbarkeiten ausgleicht. Simpel formuliert: Zwar bringt Windenergie etwas (!) weniger CO2-Belastung, die Gesamtbelastung durch ein doppeltes Netz aber steigert sich dennoch.

Wenn es in Europa aber ein geringeres Wachstum des CO2-Ausstoßes in absoluten Mengen gibt, wie vermeldet wird (nur - welchen kolportierten Meldungen kann man denn noch trauen, wenn hinter jeder Informatio mittlerweile Interessen stehen?) dann geht das nicht auf das Konto von Effizienzsteigerungen, sondern das der Abwanderung von Industrien nach Asien oder Amerika, der Verlagerung von "schmutzigen" Arbeitssschritten nach Afrika oder Bangladesh.

Nun stelle man sich aber auch noch vor, diese Klimaerwärmung (zumindest nicht in der kolportierten Form) gäbe es gar nicht?

Da geht einfach alles schief.

Freiheit heißt, daß der Mensch in der Lage ist, ein Ziel zu erreichen, weil er - in der Wahrheit - die richtigen und zweckdienlichen Mittel dafür findet und einsetzt. 

Wie nennt man nun aber eine Situation, in der ein Ziel ausgerufen wird, das nicht nur nicht erreicht wird, sondern dessen Gegenteil man bewirkt?

Und wie nennt man Menschen, die mit immer höherem propagandistischem Druck vollendete Tatsachen herbeizwingen wollen, ehe deren immer drängender werdende Sinnhaftigkeitsfrage ausbricht, deren Folgen aber "andere" (in jeder Form) tragen müssen?

Der VdZ nennt es beim Wort: Böse.



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Montag, 28. Oktober 2013

Zum Wesen des Geldes (2)

Teil 2) Nur die Juden haben Geld




Nur Juden bleiben noch internationale Händler von Waren (und Sklaven), sie können sich auch in der islamischen Welt problemlos bewegen. (Sie  haben deshalb auch noch eher Gold.) Und fast alle der wenigen Kaufleute, "Berufsspezialisten", die noch geblieben sind, die vom Handel leben, sind tatsächlich Juden. In enorm vielen Aufzeichnungen und Urkunden ist "Jude" mit "mercator" (Kaufmann) verbunden. Sie genießen im Frankenreich bald zahlreiche Vorrechte, weil die Könige sie als notwendig erkennen. Wer sie erschlägt, muß eine hohe Bußabgabe leisten. Nicht selten leisten sie sogar diplomatische Dienste, sind Verbindungsglied zur islamischen Welt, zumalen über Spanien. Schon um 830 tauchen erste Niederschriften auf, in denen man ihren Reichtum und ihre Privilegien beklagt.

Aber der Spruch erhält seine Begründung: daß jene Städte aufblühen, die zwei Dinge in ihren Mauern haben - Klöster und Juden. Es ist auch eine Tatsache, daß sie die Kirchenschätze ausbeuten (Geld!), und neben dem Gewürz- auch den äußerst lukrativen Sklavenhandel mit dem Orient betreiben. So manche Legende führt sich darauf zurück - etwa "Kinderraub". Aber nur dort gibt es noch Großhändler. "Jude" und "Kaufmann" wird sinngleich verwendet.

Doch verglichen mit der Zeit VOR den Sarazenenangriffen ist das Handelsvolumen bescheiden. Auch das für landwirtschaftliche Produkte. Vorher hatten auch Großgrundbesitzer Geld, zahlten ihre Steuern damit - nun nicht mehr. Weihrauch und Öl verschwinden aus den Kirchen, werden durch Wachskerzen ersetzt. Gegenden, wo Wein wächst, sind heiß begehrt - kaufen kann man ihn nicht. Klöster werden zu autarken Selbstversorgern.

Etwas Gold kommt auch noch über die Nadelöhre, die geblieben sind: Venedig und Süditalien mit ihrer Anbindung an Byzanz (wo es nach wie vor Gold und Geld gibt), und die Niederlande, als Knotenpunkt zwischen Skandinavien und Britannien. Über die Flüsse gibt es auch noch geringen Warenstrom ins deutsch-gallische Binnenland, wenn auch zunehmend schwer bedrängt von den Normannen, die alles plündern und verwüsten. Zunehmend werden die Städte deshalb zu Festungen, das Umland ist ja ständig verwüstet und "Niemandsland". Bis Otto dem Großen (bis 955) fallen auch ständig die Magyaren vom Osten her ein und rauben und brandschatzen, was ihnen in die Finger fällt.

Wie kamen die Skandinavier zu ihrem Gold? Über den Handel mit Byzanz und den Arabern - über die Wolga und das Schwarze Meer. So kommen auch noch geringe Mengen Gewürze, oder Seide, oder kunstgewerbliche Gegenstände nach Europa. Und ägyptischer Papyrus. Der bis ins 7. Jhd. allgemein Schreibmaterial war. Das viel teurere, aufwendiger herzustellende Pergament, fein geplättetes Leder, kommt deshalb auf.

Es gelang Karl allerdings nicht, die Geldprägung zu zentralisieren, obwohl er sie wieder als Königsrecht reklamierte. Nach ihm fiel es überhaupt wieder an Grafen (als Landesherren) und auch an die Kirche. Die Zeit der reichen Könige in Europa ist vorerst zu Ende. Wobei - bei so geringem Warenaustausch, war auch ein überregionales Zahlungsmittel kaum notwendig. Jede Stadt prägte also ihr eigenes Zahlungsmittel, es wurde ja nur regional umgesetzt. Das ging so weit, daß die Alpenpässe, die in die Provence führten (eines der von den Sarazenen am meisten heimgesuchten Gebiete) verödeteten, weil nicht mehr gebraucht wurden.

Auch mit dieser Silberwährung spaltete sich Orient vom Okzident, wo es nach wie vor Gold als Zahlungsmittel gab.




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Sonntag, 27. Oktober 2013

Zum Wesen des Geldes (1)

Interessante Einblicke in das Wesen des Geldes erhält man, wenn man die Geldreform unter Karl dem Großen an der Wende vom 8. zum 9. Jhd. betrachtet, wie sie Henri Pirenne - unter diesem Blickwinkel - überzeugend darstellt. Durch das Wegbrechen des Mittelmeeres als Wirtschaftsraum war kaum noch Gold (in Münzenform) im Umlauf. Nur über die Ostsee und Skandinavien kam noch etwas Geld ins Land.

Der internationale(re) Handel brach weg, der Stand der Kaufleute, und speziell der der Großhändler verschwand. Von ihm ist nirgendwo mehr die Rede. Die Wirtschaft ging auf einen Naturalientausch zurück, der überall auf eigene Art geregelt wurde. Damit aber brach auch das Steuerwesen weg - es gab sie nicht mehr, nur noch in Form von Fronarbeit, oder als Naturalienabgabe. Vor allem die Zölle waren es ja gewesen, die die Königshäuser finanziell ausgestattet hatten. Unter Karl gab es erstmals keinen Königsschatz mehr.

Wie waren diese Goldmünzen zuvor entstanden? Fast jede größere Stadt hat sie geprägt. Woraus? Aus Dingen, die die Leute zum Einschmelzen brachten - Klöster, Kirchen etwa zahlten oft mit umgeschmolzenen Kultgeräten, die oft bewußt als Geldreserve aufbewahrt worden waren. Goldfunde und -abbau natürlich nicht zu vergessen.

Warum war Geld (Münze) notwendig geworden? Wegen der Eintauschfähigkeit im Mittelmeeraum bzw. international. Damit konnte auch in Bagdad gekauft werden, was zu erwerben wiederum in Europa gleichfalls Geld brauchte. Ware wurde also gegen Gold getauscht - und so kam Gold als Zahlungsmittel auch in Europa in Umlauf und Gebrauch. Bis Karl.

Karl hat das Goldgeld abgeschafft. Es war ja ohnehin kaum welches noch in Umlauf. Und hat die Währung auf das viel leichter zu beschaffende Silber umgestellt. Ausgehend vom Silber, wurde es in Gewichtseinheiten unterteilt zu Münzen umgeprägt. (Das englische "Pound Sterling" - Pfund - hat diese Erinnerung bis zum heutigen Tag bewahrt.) 

Man brauchte ja keine so großen Werte mehr, es gab ja seit den arabischen Eroberungsfeldzügen keinen Großhandel mehr. Zuvor war es auch üblich gewesen, daß sich mehrere Kaufleute zusammentaten, um größere Warenmengen zu kaufen und zu handeln - mit geliehenem Geld. Oder ... Sklaven. Heidnische Friesen oder Sachsen waren besonders beliebt, denn wenigstens den Handel mit Getauften hatte die Kirche erfolgreich bekämpft. Die Städte hatten ihre patrizische Bürgerschaft verloren, also gab es auch keine Absatzmärkte mehr.

Wie kam die Kirche zu dem Geld, zu Gütern? Vor allem durch Schenkungen, auch seitens der Kaufleute. Das fiel nun gleichfalls weg. Auch die Kirche also hatte (in Westeuropa zumindest) kein Geld mehr. Es gab keine Kapitalisten mehr, die Steuererträge pachteten (und damit dem König Geld ablieferten), keine Bürger die den Armen stifteten, keine Geldverleiher, die Geld verliehen. Das sogenannte "Zinsverbot", das die Kirche für ihre Diener ausgesprochen hatte, wird vom Staat übernommen. Aber das ist nicht primär Zeichen hoher Moral, sondern bezeugt nur den völligen Niedergang des Großhandels. Wen sollte es berühren? Als es sich bei Wiedererstarken der Wirtschaft hemmend ausgewirkt hatte, wurde es ohnehin wieder fallengelassen.

Das Explodieren der Zahl kleiner Marktflecken und Märkte, die, wenn sie nicht auch Münzen prägen, ohne königliche Erlaubnis abgehalten werden können, ist kein Zeichen florierenden Handels, sondern eher Notbehelf einer auf Naturalientausch und Handel in kleinstem Umfang ausgerichteten Wirtschaft, wo Nähe für Produzenten wie Verbraucher noch bedeutender wurde. Es gibt an Fertigwaren fast nur solche der bäuerlichen Wirtschaft, wie Töpfe, Schmiedearbeiten, Bauernleinen, was eben der örtliche Bedarf war. Die Zunahme von Märkten besagt also hier Verfall, nicht Prosperität.  Schon gar bei den vielen Normanneneinfällen in Gallien, die auch das Wirtschaftsleben schwer treffen. Und viele haben kleine Münzschlagestätten, so viel eben der örtliche Bedarf war.

Denn königliches Geld, ja allgemeines Geld überhaupt war kaum im Umlauf. Die oft unausweichliche Notwendigkeit zum kaum aber möglichen Handel wird zur beklagten Last.

Nur wenige überregionale, vielfach fahrende Händler kommen gleichfalls dorthin, und weil darunter viele Juden sind, verlegt man sie ... auf den Sonntag, um ihnen den Besuch zu erleichtern. Auch. Nicht nur deshalb. Die Verbindung von Kirchenfesten mit Märkten, beides Anlaß zur gesellschaftlichen Versammlung, zum Austausch, ist damals generell und häufig. Von dort stammt die Bezeichnung "Messe" für "Markt". Richtige internationale Märkte, richtige Messen, gibt es nur noch eine einzige im 9. Jhd. - in St. Denis. Einzig der Königs- bzw. Kaiserhof unterhält ein überregionales Versorgungsnetz, zum Teil durch privilegierte Kaufleute unterhalten.



Morgen Teil 2) Nur die Juden haben Geld






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Freitag, 30. August 2013

Stromimperialismus

Deutschland exportiert so viel Strom wie noch nie, schreibt die Welt. Der Stromexport stieg alleine 2013 bereits um 50 %. Das hat zwei Ursachen: Zum einen muß der als Erneuerbare Energie hergestellte überschüssige und temporäre Strom abgeführt werden. Er drängt beim Entstehen aufgrund physikalischer Gesetze in überregionale Stromnetze. Das betrifft vor allem die Niederlande und Dänemark. Denn nach Osten zu ist das Netz durch Polen abgeriegelt. Dazu gleich mehr. Tatsache bleibt, daß dieser per Abnahmeverpflichtung und garantiertem Preis eingespeiste Strom zu sehr niedrigen Preisen exportiert wird, ja wenn nicht überhaupt dafür bezahlt wird, daß er abfließen darf. So wie MItte des letzten Juni, wo der internationale Strompreis bereits negativ war.

Exporterfolge, die also alles andere als ein Geschäft sind. Aber das macht wenig. Das gleicht der zweite Posten nämlich wieder aus, auf den der Export zurückgeht, und er hängt direkt mit dem ersten zusammen. Die niederländische Stromproduktion ist nämlich dabei, zusammenzubrechen. Die (luftfreundlichen) Gaskraftwerke werden wie in Deutschland aus dem Markt gedrängt, können nicht mehr kostendeckend produzieren, und müssen geschlossen werden.

Da tritt nun also Punkt zwei der deutschen Exportoffensive auf Plan: Denn der zweite Grund für die Export"erfolge" ist deutschen Kohlekraftwerken zuzuschreiben, die durch die am Weltmark billige Kohle (v. a. aus den USA) jenen Strom produzieren und nach den Niederlanden liefern, der dort als Grundlaststrom - Stromversorgung funktioniert nur dann, wenn es zu jeder Zeit eine gewisse Grundspannung anbieten kann - dem Netz nun fehlt. Der Kohlenstoffausstoß in Deutschland, vorgebliches Ziel der gesamten Energiewende, ist damit so hoch wie noch nie. Dem Gasboom in den USA ist es zu verdanken, daß Kohlenstoffzertifikate, die Anrechtsscheine auf Luftverschmutzung, mit denen der Staat sich ursprünglich jene Gelder holen wollte, mit denen er die Erneuerbare Energie subventioniert, sehr sehr billig sind. 

Ein Schelm, wer deshalb Arges dabei dächte, daß in Deutschland Kohle als Energieträger nicht nur boomt, sondern ohnehin eine ganze Reihe weiterer Kohlekraftwerke bereits in Bau sind. Irgendwo müssen ja die mittlerweile 18 Cent, mit denen in Deutschland jede Kilowattstunde Erneuerbare Energie subventioniert wird, sowie die Verluste aus deren Export, wieder hereingeholt werden. Und irgendwie muß die fast doppelte Produktionskapazität im Vergleich zum Verbrauch (weil die Energiewende ohne Backupsystem nicht funktioniert) finanziert werden.

Endlich gerettet: Die Umwelt; Solaranlage in der Uckermark
So wird dafür Sorge getragen, daß Wind- und Solaranlagenbetreiber weiter ihr Sträußlein der Weltrettung an ihren Rockaufschlag stecken können, weil die wirkliche Stromversorgung ohnehin von der Kohle kommt, sie damit ungehindert mit ihren Phantastereien, die so nebenbei ein gutes Geschäft sind, herumspielen können.

Etwa wie bei jener Weltrettungsmaßnahme für Berlin, wo nun unter Vorspiegelung falscher Tatsachen - "36.000 Haushalte können versorgt werden" (in Wahrheit wird nur die zusätzliche Produktion in diesem Umfang gemeint, von versorgt kann keine Rede sein) - auf einem 212 Hektar großen Gelände 1,5 Millionen Solarpaneele das umweltrettende Kraftwerk der Zukunft eingeweiht wurde. Aber wahrscheinlich kommt nun als nächste Stufe der Argumentation der Ökologen, daß es ja gar nicht um die Umweltrettung gehe, nie gegangen sei, sondern um die Rettung des Menschen. Das ist denn doch etwas anderes. Und, bitte, wer wohnt denn (noch) in der Uckermark, dem bereits am dünnsten besiedelten Gebiet Deutschlands? 200 Mio Euro wurden investiert, in nur 4 Monaten die aus den USA importierten Glasflächen montiert. Ein weiteres Wunderwerk deutscher Ingenieursleistung. Die auch in Zukunft dafür sorgen wird, daß im fernen Ausland produzierte Produkte sinnvoller Verwendung in Deutschland zugeführt werden. Wird doch wirklich Zeit, daß wir uns - alle! - von diesen gräßlichen Ökonomiezwängen befreien.

Während man die kurzfristigen Netzschwankungen durch okkupierte Speicherkraftwerke in Österreichs Alpen, zum Teil aber auch durch dort bestehende alte Ölkraftwerke, wahre Rußschleudern, ausgleicht. Denn Österreich hat man ja auch längst überredet - wie immer war das nicht schwer - sich an diesem Energieschwachsinn zu beteiligen. Immerhin wird dafür kräftig gezahlt. Und durch die Nähe zu Atomkraftwerken rundherum ist die Energieversorgung im Land am Strome ohnehin gut abgesichert. Was das für österreichische Landschaften wie das nördliche Burgenland bedeutet, die gar nicht mehr existieren sondern zu Ventilator-Landschaften umgeprägt wurden, zeigt Helmut Grosina in einer Betrachtung auf seiner Webseite in eindrucksvollen Bildern.

Die Niederlande sind also am besten Weg, völlig von deutschen Energielieferungen abhängig zu werden. Nächstes Opfer in der Liste ist Dänemark. Die Windanlagen an der Ostsee sind dank neu errichteter Stromtrassen im Norden Deutschlands nun in der Lage, auch deren lokalen Energiemarkt zu ruinieren. Der Export nach Dänemark ist 2013 um 480 % gestiegen.

Und was hat das mit Polen zu tun? Die lassen sich wie die Tschechei die regionale Stromproduktion gar nicht erst durch die aggressive (!) und widersinnige deutsche Strompolitik zerstören. Die riegeln ihr Stromnetz durch Phasenschieber an der Grenze ab - und der unberechenbare Strom aus Windrädern und Solaranlagen, den niemand je gebraucht hat und braucht, muß wieder zurückfließen.




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Donnerstag, 7. Februar 2013

Und willst Du nicht mein Bruder sein ...

Amsterdam hat nun beschlossen, berichtet die Welt, "Ausländer- und Homosexuellenhasser" offiziell zu schikanieren (wörtlich: Treiteraanpak). Wer aggressiv gegen Ausländer ist, oder Schwule/Lesben diskriminiert, kann zukünftig für ein halbes Jahr das Wohnrecht in der Stadt verlieren. Gleichgültig, ob ihm die Wohnung oder das Haus gehört oder nicht, in dem er nun wohnt. Solche Personen sind offiziell unerwünscht, und werden vorerst für ein halbes Jahr in Container am Stadtrand umgesiedelt. Dort "können sie nachdenken", so der Bürgermeister Eberhard van der Laan. So sollen die vielen latenten Herde von Nachbarschaftskonflikten in der Stadt bereinigt werden. Die Kosten für die Maßnahme wurden auf 1 Million Euro geschätzt, man geht vorerst von jährlich 7 bis 10 Fällen aus.

Die Idee selbst kommt aus dem skandinavischen Raum. In Dänemark gibt es längst "Skaeve Huse", Häuser außerhalb der eigentlichen Städte, die oft schon "Dörfer des Abschaums" sind, in die Menschen, die für das normale Sozialleben nicht mehr "tauglich" sind (psychische Auffälligkeiten, Kriminelle etc.), ausgesiedelt und psychosozial betreut werden. Meist sind es übrigens Männer ab 40.

Auch in Utrecht soll so ein Haus entstehen. Das Projekt scheitert aber noch am Widerstand der Bevölkerung. Niemand will diesen Abschaum in seiner Nähe haben.

Historisch gesehen ist daran freilich nichts Sensationelles. Immer gab es unerwünschte Bevölkerungsgruppen, manchmal mehr, manchmal weniger offen. Unter dem Schock der Hitler'schen Konzentrationslager hat man im Westen diese Idee nur einige Jahrzehnte eher abgelehnt. Sie kommt nun immer rascher und mit neuen inhaltlichen Prämissen wieder: Wer dem offiziellen Wertegefüge aber nicht entspricht, wird erst nicht beteiligt*, und schließlich dezidiert ausgeschlossen.

So, wie man in allen Kulturkreisen, auch in der Antike, Scharfrichter, Gewerbe die mit Blut (als Träger des Lebens) oder Schmutz und Gestank (wie Gerber und Färber) zu tun hatten, oder schlicht "unreine Gewerbe" oder Stände - häufig mit eingeschränkten Bürgerrechten (u. a. Recht auf Eigentum an Grund und Boden) - außerhalb der Stadtmauern ansiedelte. Vor allem auch jene, die zu wenig Ambitionen zeigten, sich durch Verwurzelung auch als Verantwortungsträger in einer Gemeinschaft zu etablieren.

Derselbe Gedanke steckt hinter Sklavenkolonien, Galeerenstrafdienst, Konzentrations- oder Arbeitslagern, ja ist eine der Grundintentionen des Gefängnisses.

Interessant ist also, daß die political correctness als voluntaristisches Wertegefüge die frühere immanente, weltanschaulich-religiöse Geschlossenheit und Wertegemeinschaft der Bevölkerung sehr präzise nachbildet, ja teilweise regelrecht uralte Strukturen wieder etabliert. Aber sie pervertiert sie: nur die Begriffe bleiben gleich, ihre Inhalte werden ausgewechselt.

An sich ist die Ausschließung Andersdenkender, anders Lebender, ja weder neu, noch wäre sie gar verwerflich, und sie kam nie außer Gebrauch. Schon Kain wurde nach dem Mord an Abel verstoßen, und irrte fortan umher, ruhelos, ohne Wurzeln. Das ethische Problem kann aber nur in Zusammenhang mit dem erfaßt werden, was eine Norm konstituiert. Denn hier gibt es in der Tat eine Natur, die zu schützen legitim ist, und etwas das sich zwar als Gemeingut ausgibt oder von allen als solches angesehen und dargestellt werden kann, aber in Wahrheit widernatürlich und destruktiv, also gar nicht in der Lage ist, Wertebasis eines Volkes zu sein.

Die political correctness, die ohne Medien und Propaganda überhaupt nicht existieren könnte, zeigt also keineswegs eine "neue Wertebasis" der Gemeinschaften an, sondern bleibt eine unnatürliche Zwangsjacke, in die man freilich ein Volk durchaus stecken kann. Sie wird also über den schizoiden Zwangscharakter (u. a. durch Umdeutung der Begrifflichkeit) nie ablegen können, wird schon aus prinzipiellen Gründen nie wirkliche Wertebasis sein können.

Deshalb zeigen ja Erhebungen oft so erstaunliche Wirkungslosigkeit des Werteumbaus, wie er politisch gewünscht wäre. Worauf meist (siehe die Reaktionen auf die periodisch erstellten Wertestudien über Jugendliche) mit noch mehr Herauslösung aus traditionellen Umfeldern, die rasch als Übeltäter diagnostiziert sind, reagiert wird. Das einzige aber, was man durch solche Umerziehung wirklich bewirkt, ist die Verflüchtigung der Liebe, die Herstellung eines Klimas absoluter menschlicher Kälte. Genau das Gegenteil also, was man behauptet. Und die Zunahme dieser Kälte ist empirisch eindeutig. Maßnahmen wie die obigen belegen es nachdrücklich. Sie liegen in der klaren Tendenz der Gegenwart, alles, was "mühsam" ist, auszuschließen. Alles. Aber Mühe ist das Kriterium der Weltgewinnung überhaupt. Die Ausschließungen früherer Zeiten waren Gegenwehr gegen Destruktion. Heute sind es solche, die die Destruktion durch Eliminerung des Natürlichen zu einem "Ding" festigen sollen, das ohne Zwang, vor allem aber ohne Laster, also durch Tugend, sofort zerfallen würde.






*Seit einigen Jahren wird z. B. die Kultur- und Kunstförderung der Stadt Wien explizit (implizit ohnehin schon länger) an Thematiken und Wertentsprechungen (Hauptpunkte: Migration/Integration - Homosexualität - Feminismus) gebunden. Entspricht ein eingereichtes Projekt nicht diesen Anforderungen, wird es automatisch abgelehnt und kann deshalb meist gar nicht oder lächerlich eingeschränkt stattfinden. Das Kulturbudget der Stadt Wien für 2013 nennt ganz offen diese Kriterien, und erhebt sie zu "kulturpolitischen Zielsetzungen". Dem Verfasser dieser Zeilen ist kein einziger Kunstausübender bekannt, der sich offiziell gegen diesen massiven Angriff auf die Freiheit der Kunst ausgedrückt hätte.




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