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| Kronen Zeitung |
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Samstag, 17. Dezember 2022
Das muß jetzt sein
Montag, 31. Oktober 2022
Die Suppe für den Schnittlauch - Nachklang
Dieser Wahnsinn aber hat einen konkreten Namen, und ich bin erst kürzlich auf ihn gestoßen. Überrascht, daß wir es hier mit einer regelrechten Ideologie zu tun haben, die sich sogar vor siebzig Jahren als politische Partei in Kanada erfunden hat, und mittlerweile DIE Weltanschauung der Eliten ist.
Ein Begriff, der auf den ersten Blick alles subsummiert, was ich als bereits gegenwärtige und noch viel stärker kommende Geißel des Menschseins herauszuarbeiten versuche.
Eine Anschauung, die bereits so massiv die Gehirne und Strukturen unserer Kulturen und Gesellschaften durchdrungen hat, daß sie zur Grammatik des Denkens selbst wurden, sodaß sich schon darauf erklärt, warum es scheinbar kaum einen Widerstand dagegen gibt. Denn sogar seine Kritiker bedienen sich der Herkunftssprache, und verstärken sogar noch DURCH ihre Opposition seine Wirkmacht.
Dieser Begriff, der etwas beschreibt, das sich in diesen Jahren und Zeiten nun offiziell in ein Bett legt, das längst gemacht ist, dieser neue Kopf aus dem Leib der immer selben Hydra des Materialismus heißt
TECHNOCRACY. TECHNOKRATIE.
Und seine Funktionäre, die gläubigen Apostel, sind die Eliten, unter die auch ein Herr Kurz ebenso wie seine Zuträger von Anfang an erfaßbar sind. Es sind die
TECHNOKRATEN.
Dazu demnächst mehr.
Sonntag, 30. Oktober 2022
Die Suppe für den Schnittlauch (2)
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| Peter Theil und PALANTIR |
Denn immerhin sitzt die ganze Moderne doch auf einem einzigen Satz, der auch die Modernität des Herrn Kurz gut beschreibt:
Wer nichts ist, der kann viel werden.
Samstag, 29. Oktober 2022
Die Suppe für den Schnittlauch (1)
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| WEF lobt Österreich |
Totalvernetzte Smart Cities, Gender-Mainstreaming, Digitalisierung der Gesundheit und natürlich der Kampf gegen “Hass und Extremismus” – sprich die Überwachung und Zensur aller Kritiker – werden als Leuchtturmprojekte Österreichs beworben. (Wochenblick)
Samstag, 26. März 2022
Gedankensplitter (2009b)
Freitag, 25. März 2022
Gedankensplitter (2009a)
| QR Buseks letztes Interview |
Also müssen wir mit dem spitzen Bleistift differenzieren. Denn auch der Mythos des MASSENMENSCHEN ist in seiner negativen Konnotierung (einer Nicht-Freiheit) nur EIN TEIL des Versuchs, Gott aus der Welt hinauszuwerfen. Weil nichts sein kann, wenn es nicht DIE ANALOGIE DES EINSSEINS mit seinem Daseinsgrund ist. In dem es also einen "von außen" hereinkommenden Gott braucht, dessen Gnade wir alles verdanken.
In wessen Interesse ist es also, die Einheit als Daseinsprinzip zu verbannen? Na? Na?!
Sonntag, 6. März 2022
Die neue ÖVP-Methode - Verhinderung des Überblicks (2)
Samstag, 5. März 2022
Die neue ÖVP-Methode - Verhinderung des Überblicks (1)
| QR Fake News zur Ukraine |
Mittwoch, 29. Dezember 2021
Viele Wege führen ins Heute (2)
Mittwoch, 13. Oktober 2021
Ein Wetterleuchten der wahren Zustände
Samstag, 6. März 2021
Kabarett von der niederen Donau
Man darf schon einmal schweigen und zurücktreten wenn das, was da so in Österreich und anderswo geschieht geeignet ist, einem den Atem zu nehmen. Und Bilder für sich sprechen lassen. Doderer schreibt einmal in den Tagebüchern, die er auch zur Zeit des Zweiten Weltkrieges führte, daß es Zeiten gibt, in denen das Tagebuch die einzige mögliche Form weil Pflicht und Notwendigkeit ist, sich das Ereignende und damit den Perzeptiven Bewegenden durch diese mehr persönliche Form des Bewältigens immer wieder vom Leib zu halten. Wenigstens als Versuch, als Hygienemaßnahme, auch wenn sie den Vorkommnissen hinterherhinkt. Und auch nachträglich noch seine Zeit des Aufarbeitens braucht.
Aber der Schriftsteller sollte zu Zeiten, in denen er in die Geschichte so verwickelt wird, daß er nicht zurücktreten kann, sondern "als Figur" auf die Bühne zum Mitspielen im aktuellen Stück gezwungen wird, nicht den Fehler machen und alles dieses in Werken aufzuarbeiten versuchen. Denn dann werden diese eben nicht zu Werken, sondern höchstpersönliche Aufarbeitungsversuche.
Nun, wenn sich die Literatur nach den Kriegen des 20. Jahrhunderts dann fällt auf, daß dies erstaunlicherweise für die Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg sicher, für die nach dem Ersten aber weit weniger zutrifft. Weil der Schock für den Totalzusammenbruch nach 1918 größer war? Oder die Schuldgefühle nach 1945 die Schuldgefühle überwogen? Oder könnte es nicht auch sein, daß die nach dem Zweiten Weltkrieg dominierende Literatur ohnehin von außen angeschoben, also überhaupt keine genuine, gültige Literatur eines Sprachraumes war (Club45)? Der Leser möge sich das selbst beantworten.
Wir treten jetzt aber zurück und holen diese beiden Videos aus dem Programm des Senders "oe24" vor den Vorhang. In denen der Leser speziell des nicht österreichischen Landbereichs einen Eindruck bekommen mag, was derzeit an der Donau abläuft. Und mit welchem Schwung, dabei mit durchaus österreichischem "Schmäh", es recht offen zur Sprache kommt. Manchem könnte klar werden, was für ein Kabarett sich dem Betrachter bietet. Mit dem die Politik offenbar versucht, die verbotene Aufführungs- und Kunst-(Kabarett-)Szene dann eben selbst zu bieten. Damit dem Österreicher im Dauer-Lockdown wenigstens nicht fad wird.
Stell Dir vor, da teilt man einem Minister mit, daß die Untersuchungsbehörden auf richterliche Anordnung wegen des dringenden Verdachts auf Korruption noch in derselben Stunde seine Privatwohnung untersuchen werden. Daraufhin bittet dieser, ob er seine Frau anrufen dürfe, damit diese nicht allzu schockiert sei, ehe man ihm sein Handy zur Datensicherung abnimmt. Was man ihm menschlicherweise gewährt. Du Schatz, sagt der daraufhin, da werden gleich einige Beamte kommen, erschrecke nicht. Die würden dann die Wohnung durchsuchen. Aber mach Dir nichts draus. Dann überreicht er das Telephon den Beamten.
Was der Minister freilich nicht wußte war, daß seine Wohnung längst streng überwacht wurde. Sodaß die Beamten vor Ort folgende Beobachtung machen konnten: Kaum war das Telephonat beendet, packte die Frau des hohen Politikers und sehr engen Vertrauten des Kanzlers Kind und Kinderwagen zusammen, um "spazieren zu gehen". Es war saukalt und regnerisch.
Nach einer Stunde tauchte der Laptop wieder auf - bei Parteifreunden des Ministers. Wohin ihn die Frau gebracht hatte. Und wurde in die Wohnung gebracht und den staunenden Beamten überreicht. Was in dieser Zeit passiert war ist unklar. Angeblich war die Frau nur spazieren gewesen. So etwas passiert derzeit in Wien.
Und dieses regelmäßig am Mittwoch auf "oe24" stattfindende Rednerballett hat sich mittlerweile ohnehin fast schon zu einer eigenen Kunstform innerhalb des Kabaretts entwickelt. Es fand auch diese nunmehr vergehende Woche wie üblich statt.
Mittwoch, 24. Februar 2021
Menschenunwürdigkeit als Alltagshaltung
Fast muß man sagen: Im Gegensatz zu Deutschland. Fast muß man das sagen, wenn man die Lage der öffentlichen Diskussion zur Corona-Frage betrachtet. Denn immerhin gibt es in Österreich (und auch in der Schweiz), einige Außenseiter mit Gewicht, die in einer Offenheit das Leben der Vernunft befeuern, die bemerkenswert ist. Einmal mehr muß also Servus.tv vor den Vorhang geholt werden.
Das in diesen Tagen mit der Reportage "Geächtet und ausgegrenzt - Die Corona-Kritiker!" den bisherigen Höhepunkt im Fernsehgeschehen 2021 gesetzt hat. Konzentriert und ausgewogen werden die Positionen vorgestellt. Daß sich dennoch ein klares Bild ergibt, ist dieser Objektivität geschuldet. Und die legt ein Urteil nahe, das verheerend für die gegenwärtige Politik in unseren Ländern ausfällt.
Wir bringen auch diesen Film hier. Er soll zumindest als Archivordner die hier von Anfang an vertretene Linie ergänzen. Nicht zuletzt soll auf einige wunderbar herausgearbeitete Argumente hingewiesen werden, die im Alltag auftauchende Fragen in eine lichte Antwort heben. So die Frage, warum so viele Menschen in dieser kollektiven Hatz auf Corona-Kritiker mitmachen.
Der Psychologe und Verhaltensforscher Roman Braun gibt dazu eine einleuchtende Antwort, die weitere Facetten zu hier bereits angestellten Analysen liefern: Die Menschen erleben eine Bedrückung, der sie sich aus Angst vor der Obrigkeit (und vor der von dieser veranstalteten irrationalen, gigantisch aufgeblasenen und in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Krankheitsgefahr weit überdimensionierten Angst vor diesem Virus) unterwirft. Und damit Leid erfährt. Nun erlebt sie aber in den Corona-Kritikern eine Menschengruppe, die sich diesem Leid widersetzt. Und das macht aggressiv. Denn nun wird - mit dem Rückenwind der offiziell verhängten Bedrückungen - die Teilnahme an diesem ihrem Leiden verlangt. Gegen das aufzustehen sie selbst den Mut nicht haben.
Sieht man die Gesamtheit der Angelegenheit fällt die Antwort beängstigend eindeutig aus: Wir sind auf dem Weg zu einer autoritären Staatsführung schon sehr weit fortgeschritten. Die Umerziehung der Bevölkerung ist schon weit vorangeschritten.
Die Menschen sind an die Irrationalität, Unberechenbarkeit und Widersprüchlichkeit der Regierenden wie in einem pädagogischen Programm bereits gewöhnt worden. Sie sind somit von den willkürlichen Äußerungen abhängig gemacht worden und erwarten Erleichterungen nur von weiteren Einschränkungsmaßnahmen, die mit einer Süßkirsche verziert sind, die es zu genießen gibt, wenn man sich noch weiter für blinden Gehorsam entscheidet und der Vernunft den Laufpaß gibt. Nur - das ist eben genau nicht Gehorsam. Es ist bösartige Dressur.
Der VdZ hat das jüngst erschienene Buch "Inside Türkis" gelesen. Das heißt ... nach der Hälfte erbost ins Eck geschmissen. Buchstäblich. Denn hier liegt ein Machwerk vor, das einen Gipfelpunkt der Frechheit darstellt. Und ein beredtes Bild von der Perfidie der derzeitigen Regierung in Österreich entstehen läßt. Die den Leser verarschen. Die in diesem Buch dieselbe Taktik anwendet, die ihr Regieren auszeichnet: Die Verachtung der Menschen, die zu bloßen Objekten der Manipulation werden. In "Inside Türkis" wird der Leser, der sich diese reine PR-Geschichte durchliest, die rund um die Kurz-Clique einen Mythos aufbauen soll, für seinen Gehorsam mit (lächerlichen) Enthüllungen belohnt, die ihn an der Stange halten sollen, den ganzen übrigen Quatsch als ernsthafte Aussage zu lesen.
Was in diesem Buch auffällt ist, daß es sich hier (also in der gesamten Regierungsmannschaft und den Menschen in deren engerem und weiterem Kreis) um eine Riege junger Menschen handelt, die in ihrem Leben nichts anderes gemacht haben als im Dunstkreis der Politik - in dem sie bereits aufgewachsen sind, sodaß sie schon als junge Menschen in ein ganzes Netzwerk der Macht eingebettet waren - ihre Karriere aufzubauen. Sich also Geltung zu verschaffen. Man ist es längst leid, als Berufsbezeichnung "Unternehmensberater" oder "Coaching" zu lesen, man ist es leid, als Legitimation für Führungsanspruch irgendwelche internationalen Hochschulen akzeptieren zu sollen, man ist es leid, sich von niederträchtigen Rotzbuben auf der Nase herumtanzen lassen zu sollen, die vom Ernst des Lebens nicht den Funken einer Ahnung haben.
Und ... man ist es leid, ständig bei den Biographien dieser ÖVP-Leute zu lesen, sie seien "katholisch", oder gar "sehr katholisch". Das Schweigen der Kirche zu der Angelegenheit Corona, die eine Angelegenheit eines schweren Verbrechens gegen Mensch und Gott ist, ist dabei umso schmerzhafter, und ihre völlige Absenz aus dem öffentlichen Diskurs macht umso wütender.
Wie diese Leute nach oben gekommen sind? Das ist einfach, und steht freilich nicht in "Inside Türkis". In den 1990er Jahren war allen etablierten Parteien und Institutionen (auch der Kirche) klar, daß sie die Jugend verloren haben. Also kam man mit schweren Erklärungen daher, daß es ein Zug der Zeit sei, "politikmüde" oder "institutionenmüde" zu sein, daß der heutige Mensch keine Bindung mehr wolle, sich seine Lebenspartner je frisch und spontan aussuche, die ihn dann ein Stück weit begleiten, aber alsdann wieder entlassen würden. So wurden alle diese Institutionen zunehmend von alten Männern beherrscht.
Die sich aber wie Schneekönige freuten, wenn es doch junge Menschen gab, die Interesse an ihrem Lebenswerk bekundeten! So war es in den letzten drei Jahrzehnten extrem leicht geworden, mit Berechnung und Cleverness in bestehenden Instanzenzügen und Einrichtungen nach oben zu kommen, Karriere zu machen, und bedeutende Positionen zu erlangen. Und so kamen wir in die Situation, daß wir nahezu überall von Menschen beherrscht und bestimmt werden, die nicht nur fragwürdigen Charakters sind, sondern denen auch jede Empathie und Eignung für die Position fehlt, die sie innehaben.
Weil wir aber in einer "Demokratie" leben, weil wir in einer Gesellschaft leben, die so tut, als wäre es nicht nur möglich sondern erforderlich, nicht DURCH STRUKTUREN, durch ORTE, sondern DURCH MENSCHEN Leben und Welt zu bewältigen, sodaß es ohne Menschen auch keine Strukturen mehr gibt. Weil also angeblich ein Staat, eine Gesellschaft ein rein funktionales Gebilde ist, das wie eine Maschine betrieben werden muß. Somit werden Junge zu Wettläufern um Zertifikate. Das nennt man dann Bildung.
Aber in einem Staat, der nicht aus sich heraus besteht, sondern mit den Menschen steht und fällt, fehlen auch sämtliche objektiven Kriterien der Existenz. Diese werden nun durch Zertifikate ersetzt, die Qualifikationen ausweisen sollen. Diese wären es dann, die zu sämtlichen Positionen reichten und notwendig wären. Es ist also nicht mehr die Selbsttranszendierung HIN auf einen objektiven Ort, die Welt ist nicht mehr ein Spiel der Orte (damit: der Rollen), sondern eines der zufälligen Personen. Eines, dessen Gestalt beliebig veränderbar ist. (Deshalb mußte auch Sebastian Kurz eine "Bewegung" gründen, das nur als Hinweis.) Und das ist falsch! Nicht die Person macht das Amt, sondern umgekehrt.
Die faktische Realität ist aber mittlerweile anders. Und zwar nicht, weil sie (wieder) an sich anders wäre, sondern weil sie mit viel Kraft anders gehalten wird. Dieser Mythos der Fähigkeit, die die Institution ersetzt (weil die, wie gesagt, an sich keine Kraft habe), wird permanent aufrecht erhalten. In den Medien, an den Universitäten, einfach überall. Er hält somit alle, und zwar wirklich alle blind.
Aber damit haben wir, was wir haben: Eine Gesellschaft, die von Menschen bestimmt wird. Und damit von der Willkür und Fehleranfälligkeit dieser Menschen. Die nun alles tun, um diese Fehlerhaftigkeit zu verbergen, denn das ist die Frage des Überlebens: Die Untergebenen müssen glauben, daß man fehlerfrei ist.
Sie brauchen damit das, was in gesunden Gesellschaften, die sogar ohne Personen, die die Rollen einnehmen, bestehen und (zumindest eine Zeit lang, manchmal aber "ewig") funktionieren würden, ein unsichtbares, "heiliges" Gerüst, das aber alles trägt, erfüllt: Sie brauchen diese Saga der Heiligkeit. Sie brauchen den Mythos. Sie brauchen das Geheimnis (diesen Schlüssel zur Unsichtbarkeit, und das Wirkliche ist eben unsichtbar - nur nicht umgekehrt, aber das ist nicht immer gleich erkennbar) rund um sich. Sie brauchen den Glauben der Menschen, daß es rund um sie eine ganze Korona (sic!) von Verbindungen, Macht, Freundschaften und Know-How gibt.
Somit brauchen sie auch eine Politik, die zunehmend alles bestimmen will. Egal ob sie das bewußt anstreben (was sie meist negieren würden), oder nur unbewußt (und somit davon getrieben sind): Jeder Mensch ist von seiner inneren Grammatik bestimmt. Aus dieser stammt sein Wille. Damit wird die Herkunft, die Geprägtheit des Geburtsmilieus doppelt bestimmend. Und damit die Willkür zum wesentlichsten Element der Politik.
In gesunden Gesellschaften hat der normale Mensch kaum je etwas von Politik überhaupt mitbekommen. Er hat sein Leben gelebt, seinen Alltag durchgestanden, war geborgen, hat gearbeitet, geschaffen, gewerkt, hat gezeugt und sich fortgepflanzt, und ist im Wissen gestorben, daß seiner weiterhin gedacht wird.
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Man mache doch die Augen auf. Mehr Zeichen können kaum noch an der Wand stehen, und noch deutlicher kann der Spruch doch kaum noch ausfallen: Mene - mene - tekel - upharsin!
Freitag, 8. Januar 2021
Totalitarismus ist immer so natürlich (2)
Manche nennen das THE GREAT RESET - DEN GROSZEN NEUANFANG BEI NULL. Die Auswahl der neuen Figuren am Schachbrett wird nun Rettung genannt. Man brennt erst alles nieder, sodaß sich niemand mehr selbst helfen kann, und wählt nun diejenigen aus, die man zukünftig noch im Spiel haben will.
Viele erfahren heute ja zu ihrer großen Ermutigung, daß das Unternehmen, das sie mit aller Kraft von Monat zu Monat wuchten, um den "Bereinigungsprozessen des Marktes" zu entgehen, um sich und ihren Mitarbeitern ihre Arbeitsplätze zu erhalten, in den Augen der Experten nur ein verachtenswertes ZOMBIE-UNTERNEHMEN ist
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Anders als früher, in dieser sogenannten freien Welt, die aber zu so schlechten Ergebnissen geführt hat - Klima, Corona, Ungerechtigkeit, und ach noch so viel, denn es gibt doch so viele Probleme! - entscheidet nun ein Gremium von Wirtschaftsfachleuten, wie es sich die quasi Zunft-Verbindung WIRTSCHAFTSKAMMER aus dem Rockzipfel gesaugt hat, ob ihr Betrieb (den nur die Förderungen am Leben halten KÖNNEN, weil das Leben in Freiheit von der Politik völlig ausgelöscht wurde) noch weiter bestehen soll.
Wobei diese Experten sicher alle mit Wirtschaftsakademikerabschluß, sicher alle mit dem Zertifikat "globalisierungstauglich", und sicher alle mit erwünschtem oder wenigstens akzeptiertem Parteiausweis, pardon: Derselben Vision von Zukunft, ausgestattet sind.
DIESE GREMIEN - AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT UND EXPERTEN, die begründen, was die Politik will, sich aber nicht zu sagen oder zu wollen wagt - ENTSCHEIDEN ALSO NUN, welches Unternehmen überleben darf. Durch Corona-Hilfen. Um die es ansuchen, das heißt betteln darf.
Denn es können ja, wie gesagt, NICHT ALLE GERETTET werden.
Das wird nun von der Politik entschieden. Von einer Zentralregierung, die bis in den letzten Winkel des Landes entscheidet, welche Musik dort zukünftig noch gespielt wird. Die Gott spielt und sagt, was lebenswert und was es nicht ist. Und die ihr Korsett an Ordnungsvorstellungen in ein Korsett des Erwünschten und des Unerwünschten gespannt hat.
Diese Minderheit ist aber zu vernachlässigen. Denn im großen Ganzen, seien wir doch ehrlich, werter Leser, geht es uns doch wirklich gut? Und ist es nicht ein völlig natürlicher Vorgang, den wir in der Tier- und Pflanzenwelt UND DESHALB AUCH IN DER MENSCHENWELT Tag für Tag sehen (wo? ach, irgendwo, da aber sicher), daß das Starke über das Schwache siegt.
Haben wir diesem Prinzip der Welt nicht zu verdanken, daß wir heute an diesem herrlichen Punkt der Geschichte angekommen sind, in der wir unsere Zukunft endlich in die Hand kriegen? Also zumindest, wenn wir dieses und das noch korrigieren. Wozu wir diese Corona-Krise so kräftig wie möglich nützen sollten. Dann, nach ein paar Monaten oder Jahren des Leidens, dann aber werden wir es erreicht haben, das Paradies. So nennt man das ja heute.
Früher nannte man das, was heute alle so herzlich begrüßen, weil es unser aller Leben rettet (darum ging es ja angeblich von Anfang an), freilich TOTALITARISMUS.
Aber früher waren ja alle dumm, oder zumindest dümmer als heute, eh schon wissen. Und hätten wir gewußt, daß es so schmerzfrei geht - hätten wir es dann nicht schon immer so gewollt, nur anders genannt?
Donnerstag, 7. Januar 2021
Totalitarismus ist immer so natürlich (1)
Kinshasa bis Wien die Redaktionen mit Artikeln füttern. Und dafür noch kräftig in die Töpfe der Steuerzahler langen, die sie als Objekte ihrer Erziehung betrachten und gleich der Politik und gleich den Oligarchen als jene Sklaven behandeln, als die sie sie sehen.
Da sagt nämlich Frau Aschbacher, daß "wir nicht alle Betriebe retten können".
Aus dem Rechtsanspruch wurde mit Federstrich ein mit lauter und bunter Pressestimme unterstützter "Covid-Rettungsplan". Der angeblich dieselben Wirkungen habe, der also die Unternehmen für erlittene Schäden, die aus "höheren Interessen" von der Politik in Kauf genommen wurden, entschädigen solle.Ist das nicht dasselbe? Haben wir uns nicht längst daran gewöhnt, daß wir nur noch in "Endeffekten" rechnen und denken, der Weg, die Art der Entstehung des Effekts gleichgültig wurde? Ist nicht "Der Zweck heiligt alle Mittel" zum neuen Paradigma des Lebens geworden.
Schauen wir mal näher hin, ob es egal ist. Denn diese Änderung in der Entschädigung, die im "Effekt" angeblich gleich ist, hat seinen guten Grund. Wir werden nämlich einmal mehr sehen, daß die Mittel keineswegs gleichgültig sind, sondern einem anderen Gesetz des Zieles folgen, und daß durch die Wege zum angeblich gleichen Ziel in Wahrheit ein völlig anderes, übergelagertes Ziel erfolgt ist.
Der Zweck heiligt also nicht nur nicht alle Mittel, weil das irgendwie "moralisch" sein könnte, nein. Dieser Grundsatz der katholischen Morallehre gründet wie alle Moral in Sein und Wirklichkeit: Die Mittel entscheiden nämlich über den Zweck. So auch hier: Die veränderten Wege führen zu einem anderen, einem übergeordneten Ziel! Aus einem Rechtsanspruch wurde ein Mittel des Totalitarismus.
Mit der kleinen Änderung in der Gesetzeslage wurde aber nun nicht, wie verkündet und dahergelogen, DASSELBE bewirkt wie mit dem alten Gesetz. Sonst hätte man es ja nicht geändert! Nein, die Herrschaften haben schon gewußt, was sie machen. Dazu muß man nur all die Aussagen und Jahreswendebotschaften und Autobahneröffnungsreden dazuschustern, damit aus alledem ein komplettes Bild wird.Wo da überall von "zukunftsfähig" und "modern" gesprochen (und ab und zu auch, aber nur in Ausnahmen - "a jedes Schrifterl ein Gifterl" oder so - geschrieben) wurde. Von zeitgemäß und auf die Erfordernisse der Weltgemeinschaft ausgerichtet, auf internationale Standards und globale Freiheit zum Wirtschaften. Wovon ganz sicher der (leider leider schon längst geschlossene) Bäcker ums Eck am meisten profitiert hat, denn der hätte seine Weckerl auch nach Singapur liefern können, einfach so, wenn er die neuen Anforderungen kapiert hätte. (Vermutlich war er eben auch zu wenig gebildet.)
Denn um dieses HABE - ein Imperativ, diminuiert zum Konjunktiv - geht es. Nur dann ist der Staat und sind die von ihm abhängigen Unternehmen zahlungsfähig, nur dann potent, nur dann ist ihr Hauptziel, das Geld (und damit die aufdiktierte Macht, denn das ist das Geld, das nun in wechselseitiger Abhängigkeit mit der sogenannten Wirtschaft das Blut ist, von dem alle zu trinken haben, das Blut des Lebens) vital und real.Nur dann sind auch genug Steuern und genug Gewinne zu lukrieren. Sodaß es auch ein Wirtschaftsleben geben kann, das den von der Politik an die Wand geworfenen Schaubildern einer Menschheitszukunft entspricht.
Und dazu gehören eben vor allem "Unternehmer", die diese Ziele mittragen und sogar erfüllen. Große Industrieunternehmen, für die Urumji wirklich ein lohnenswerter Markt ist, und die mit geifernden Händen nach dem Soja aus Brasilien greifen.Um die Zahlen des Fünf-Jahres-Plans (pardon, das heißt ja heute "Statistik" und "Wahrscheinlichkeit- und darauf folgender Entscheidungsgewißheit" und "Wissenschaft") für landwirtschaftliche und sonstige Güterversorgung zu erfüllen.Denn darum geht es längst in diesen statistischen Querhirnen, die sich Politiker nennen. Und von der Statistik abhängen, weil die jede Verantwortung übernimmt und abnimmt. Weil jede Entscheidung gewissermaßen "notwendig" war.Man muß heute einfach weiter denken, umfassender, globaler, universalistischer, wissenschaftlicher, dann weiß man das.Also hat die Politik auch die Kriterien, die entscheidend für das Urteil sind, welche Wirtschaft erwünscht und welche nicht so ganz erwünscht (weil nicht zukunftsfähig) ist.
Montag, 1. Juni 2020
Vielleicht wollten alle nur noch lachen (3)
Und tun so, wie Kinder beim Spiel, als sei das tief ernst.
Stelle, werter Leser, Dir das nur vor - mußt Du da nicht lachen?
Und ist das nicht auffallend leicht? Was hat uns das zu sagen?
Und hier offenbarte sich erneut der Sinn der Österreicher für Witz. Dem derzeit freilich noch die Dichter zu fehlen scheinen, die ihn auf die Bühnen bringen. Oder sagen wir es doch anders, denn so ist es wahrer: Weil jenen Dichtern die Bühnen verweigert werden, die diesen offiziösen Ernst als das zeigen würden, was er ist: Witz.
Aber der logos hat sich dennoch Bahn gebrochen. Wie immer. Weil nur Sein, nur das Gute bleiben kann. Und das zeigt sich in der Coronakrise umso deutlicher, je länger diese "Krise" dauert. Es ist der Logos, der den wahren Charakter, die Wirklichkeit hinter allem, offenbart.
Denn logos inkarniert, sonst gäbe es überhaupt kein Ding. Und er ist erkennbar, weil auf den Menschen ausgerichtet. Sodaß er dem Willigen, dem Zustimmenden, den man "Vernünftigen" (oder Komödiendichter) nennt, die wirkliche Wirklichkeit hinter der Geschichtserzählung seiner Zeit zeigt - die wahre Geschichte somit offenbart.
Die sehr sehr oft weitab von jener Wirklichkeit steht, als die sie von den Menschen erklärt ("geschaffen", oh, welch Luftding, welch herrliche Umfassendheit des Wortes Begriff!) und definiert wurde.
Ganze Kapitel der Weltgeschichte sind schon deshalb in die Gestalt einer Komödie gerückt. Und so verstanden ist es wirklich aufregend, was wir derzeit erleben: Wir erleben etwas, das tatsächlich in die Geschichte eingehen wird.
Denn das Gravierende, das in jedem Fall für die Geschichtsbücher ausreichen wird, ist der unermeßliche Schaden, der bereits angerichtet wurde. Also dieses Zeil ist von den "Auserwählten", den "Erlösergestalten" der Gegenwart, schon erreicht. Aber es wird eine Komödie sein. Über die spätere Generationen den Kopf schütteln, hoffentlich aber so herzlich lachen werden, wie über Lysistrata oder Samia.
Wo es da lautet:
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| Bild Unser-Mitteleuropa |
Freunde, wir haben den Witz gewollt, aber wir haben es nicht zugegeben, daß er uns beherrsche. Nun aber haben wir diese geheime Absicht erfüllt bekommen: Der Witz beherrscht uns! Deo gratias. Glücklich somit derjenige, der den wahren Charakter dieser Zeit erkennt. Gott schütze hingeben denjenigen, der das nicht tut, der an den Ernst dieser uns an die Gerufenheit seiner Stunde glaubt. Er ist der, über den in 50 und in 500 Jahren gelacht werden wird. Denn er ist lächerlich.
Aber auf jeden Fall haben es die Künftigen, als einer der vielen Schätze der Erinnerung, der ihnen eine Stunde des Witzes gewährt, wann immer sie diese Schatzkiste öffnen. Und in diese Kiste legen wir auch diese Episode, stellvertretend für eine Epoche. Alhamdulilah.
Sonntag, 31. Mai 2020
Vielleicht wollten alle nur noch lachen (2)
Eines hatten aber Aristophanes und Menander sicher sowieso gemeinsam, und alle Komödiendichter seither: Beiden haben mache Zeitgenossen so manche ihrer Komos-odeion, dieser Gesänge der Zecher, nicht verziehen. Weil sie Ernst als Stimmung verlangten, aber etwas völlig anderes ernteten: Weil alle die Jahrhunderte und Jahrtausende später die Menschen herzlich über diesen "Ernst" lachten.
Deshalb ist die Komödie immer eine Erscheinung, die der Philosophie folgt. Diese wiederum ist eine Folgeerscheinung auf den Zerfall einer Gesellschaft hin. Weil Philosophie immer der Versuch ist, eine heile, vollkommene Welt zu rekonstruieren.
RE-konstruieren. Sie sucht also nach dem Anfang, nach dem Früher. Der Philosoph ist seiner Natur nach streng reaktionär, sozusagen, rückwärtsgewandt, von Sehnsucht nach dem Anfang zerfressen, daß er nichts tut als ihn in Gedanken suchen. Nicht arbeiten. Nicht nutzangewandt leben. Denken. Und das ist ein Suchen nach dem Anfang.
Ist der Philosoph (diese Vorstufe zum Dichter, den er nicht erreicht, denn der Dichter HAT den Anfang, aber das ist eine andere Geschichte) das nicht, also reaktionär, sehnsüchtig nach dem Früher, ist er Ideologe.
So ist die Philosophie gleich der Frage, warum etwas nicht mehr so wie früher funktioniert, so einfach so selbstverständlich wie früher. Sondern warum es nun konstruiert werden muß. Was die Ideologie auf den Plan ruft. Die Philosophie ist die Antwort auf die Ideologie, sozusagen, die zeitgleich auftritt.
Dieser (eigentlich sehr ernste, existentielle, als Notruf zu verstehende) Ernst wird aus der Natur der Philosophie, die im Unausschöpfbaren endet, in der Dauer überzogen. (Was die Ideologie als direktes Beispiel sogar vor Augen stellt: Die Ideologie ist immer lächerlich.)
Deshalb folgt der Philosophie die Komödie. Wie gesagt: Lachen, weil der Ernst zu lange dauert und diese Dauer mit unerträglicher Intensität zu tun hat. Dazu ein andermal sicher noch mehr.
Den Komödiendichter unterscheidet von seinen Zeitgenossen nämlich nur eines: Sie sind Schelme. Weil sie den wahren Charakter ihrer Zeit erkennen, während andere das nicht tun. Ohne deren Ernst gäbe es keine Komödie! Das müssen wir wissen, wollen wir noch lachen können und nicht selbst am Ernst, der gar keiner ist weil er diese Etikettierung nicht verdient, ersticken.
Sinn in den Dingen, weil deren innerster, Sinn aus und über den Dingen, weil zugleich deren äußerster, äußerlichster Charakter - ihr Sein als Seiende. Der durchwirkt von diesem logos ist, diesem Sinn von und in allem. Kompliziert? Vielleicht. Aber nur ein bißchen. Dem Heiteren, lieber Leser, und das vergesse er nicht, dem Heiteren ist alles leicht! Also lache er. Dann wird es sich ihm erschließen.
Im Blick auf eine Bevölkerung ihren geheimen Willen zum Witz und zur Lächerlichkeit, diesen Vater so großer Dichter wie Johann Nestroy oder Karl Kraus (beide Seher des Wirklichen als Witz ihrer Zeit weil in völligem Gegensatz zu der geläufigen Erzählung) umsetzte. Einer Bevölkerung. Denn von Volk läßt sich hier nur bedingt sprechen. Das ist der Grund, warum der Österreicher lieber eine Komödie lebt, weil immer so tut, als sei das, was er tut, nicht ernstzunehmen. Zumindest distanziert er sich in jedem Fall davon. Außer es hat Erfolg und wird von den deutschen Völkern angesehen.
Diese Bevölkerung tat diesen Willen kund, indem sie eine an sich schon lächerliche Gruppierung aus lauter Etikettenschwindlern (Österreicher eben), mit einem lächerlichen Kanzlerjungen an der Spitze, zu Regierenden wählte. Und dann etwas erlebte, mit dem sie nicht gerechnet, das sie aber so gewünscht hatten. Was sich schon in der kurz zuvor getroffenen, seltsamerweise nahezu kontradiktischen Wahl zum Ausdruck gebracht hatte. Sodaß also ÖVP-FPÖ flugs ins Gegenteil, in ÖVP-Grüne rutschte.
Welch Beweis, daß Geschichte die Geschichte eines Seins ist, WEIL es dauert, und in der Dauer, die eine Aufeinanderfolge von Erkenntnissen ("Dingen") ist, seinen logos zeigt, seinen wahren Sinn.
Samstag, 30. Mai 2020
Vielleicht wollten alle nur noch lachen (1)
Freilich, was alles (und an durchaus Ernstem) sich daraus schließen läßt, daß die Bevölkerung so bereitwillig und in so überwältigem mehrheitlichen Ausmaß dieser Lächerlichkeit, diesem Programm des Witzes, zustimmte, läßt viel an Deutung zu.
Er tut es so, wie es Aristophanes einst vorbildlich weil mimetisch abguckte, daß er zum Maßstab für den Witz seit dem 5. vorchristlichen Jahrhundert wurde, sodaß alle Komödien seither nur noch Plagiate sind.
Der olle Grieche wußte wie alle Griechen, daß der Mensch nichts "ex nihilo schaffen" kann, sondern immer nur den logos, das in und hinter allem stehende Prinzip des Wortes, "imitieren" kann. Witz bedient sich also immer eines Seienden.
Witz ist deshalb nie eine Frage des Seins, des Dings gewissermaßen, des Etwas, sondern der geschichtlichen Dimension alles Seins - dem, "was" etwas "für" und "in" einer geschichtlichen Zeit "bedeutet".
Die wiederum selbst von jemandem abgeguckt waren, nämlich von dem in den Augen des VdZ wahren Genies der Komödie, von Menander. Von dem aber leider, und wirklich leider keine ausgeführte Komödie überliefert ist. Nicht ganz, bis auf eine; aber wichtiger in dem Fall, weil sie beweisen, wie sehr alle von ihm abgekupfert haben, sodaß man Menander fast als den Erfinder der Komödie bezeichnen könnte: Bis auf einige kleine Fragmentstückelchen.
Welch erschütternden archäologischen Befund wir dem für unsere eigene Geistesgeschichte so schrecklichen Brand der Bibliothek von Alexandria zu verdanken haben. Aber das ist eine andere Geschichte. Allah, der Allerbarmer, möge diese Bösewichte in die tiefste Hölle stoßen.
Auf welche Menander sich aber alle späteren Komödiendichter, die die Geschichte kennt, mehr oder weniger ehrenhaft weil mehr oder weniger demütig bezogen, oder dieses geistigen Diebstahls (der nur unehrenhaft ist, wenn sie ihn so gar NICHT erwähnt haben) überführt werden können. Wenn, nennen sie vor allem ... Aristophanes. Allah der Allerbarmer möge sich seiner Dichterseele erbarmen, den Dichterseelen sind Diebesseelen. Leider. Selbst Menander hat also nur abgekupfert, davon können wir ausgehen. Von wem? Gleich dazu.
Dienstag, 28. April 2020
Ein Daseinsgefühl und eine Eilmeldung!
Wissen Sie, geneigter Leser, warum das der Herr Minister gesagt hat? Weil ihm nun offenbar das große Muffensausen gekommen ist, weil er (und die Regierung) auf absurde, auf gotteslästerliche Weise gegen Recht und Verfassung des Staates verstoßen hat. Das ist normalerweise ein Grund, ins Gefängnis geschickt zu werden.
ABER SO ETWAS IST NICHT NUR MÖGLICH, SONDERN ES IST OFFENBAR GANZ LEICHT MÖGLICH. Wir haben bisher also gar nicht in einem Rechtsstaat gelebt, sondern in einem Zustand, wo so etwas Ähnliches wie ein Rechtsstaat geduldet worden war, BIS ES JEMANDEM NICHT MEHR SO GEFIEL.
Wissen Sie, werter Leser, was da passiert ist? Da hat der Regierung irgendjemand geflüstert, daß bei den Maßnahmen, Erlässen und Verkündigungen (als Maßgabe der Gesetze, mancher nannte das "Twitter-Legislative" oder "Pressekonferenzen-Gesetze"), grobe Rechtsverstöße und Grundrechtsverletzungen vorlagen. Nun zieht die Regierung ÖVP-Grüne die Reißleine, weil das böse Konsequenzen haben könnte.
Die alles entscheidende Frage in unseren Ländern (hier: Österreich) wird nun sein, ob es einen Rechtsmechanismus gibt, der diese Rechtsbrecher auch vor Gericht stellt und gegebenenfalls verurteilt. Oder ob wir - ganz real - in einer Diktatur leben.
Donnerstag, 3. Oktober 2019
Warum sich die FPÖ nicht durch Ibiza zerlegt hat (3)
Die nun zu übersehen scheint, daß sich ein Gutteil gerade ihrer konservativen, "rechten" Wählerschaft auch als Gegner der Moderne sehen. Man unterschätzt immer noch und immer wieder neu, daß sich Politik und politische Intention aus einer Gesamthaltung generiert. Wenn es so aussieht, als ließe sich über Sachfragen und Einzelthemen Politik machen, so hat das verschiedene Gründe, die aber immer wieder auf eine Basis zurückfallen, die viel grundsätzlicher weil eine ontologische Frage ist. Deshalb geht es auch in der Klimafrage nicht um Klima oder Klimarettung! Es geht um den Gesamthorizont der Vernunft!
Und das ist etwas anderes, als es die Aufklärung meinte. Auch der VdZ war eine Zeit der Meinung, daß die FPÖ das kapiert habe, so wie die AfD in Deutschland. Aber auch er hat sich getäuscht. Diese Alternative gibt und gab es gar nicht, ja es gab sie gar nie! Daß man sie in der FPÖ vermutet hat, und zwar weithin und vielfach, hat lediglich den Grund, daß sich diese Partei als "Rettungsinsel" angeboten hat, als Refugium gegen die Unvernunft der übrigen Ideologien. Aber das ist ein Irrtum, der nicht zum ersten Mal begangen wurde.
Katholiken sind strunzdumm-naiv
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