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Samstag, 17. Dezember 2022

Das muß jetzt sein

Kronen Zeitung
Lesen Sie nach,
werter Leser, ich habe es vor ein entlich Jahren vorhergesgt, und das war weer schewr, noch eine Sonderfähigkiet eines Propheten. Man muß nur ein wenig Ahnung haben, und Erfahrung. Ich habe hier gesagt, daß die Zusammenlegung der Krankenkassen in Österreich das nächste Desaster bedeutet. Und wer als einfacher Versicherter mchte diese Erfahrung nicht. Ich jedenfalls. 

Ein Desaster, das sich im täglichen Umgang mit einem nun nur noch kafkaesk zu nennenden, aber gigantische Gelder sinnlos verbrennenden Apparat. WEm is tdas eingefallen? Der Kujrz-ÖVP, Garant für Vertrotteltheit, und der FPÖ, Garant für Naivität und Ahnungslosigkeit aus der Dummheit des aufklärerischen Liberalismus.

Kurz nun gesagt. Der österreichische Rechnungshof hat die Zusammenlegung der dereinst 19 und seht STANDESSPEZIFISCHEN Kranken- und Pensionsanstalten auf nun nur noch FÜNF Anstalten heftig kritisiert. Aus der versprochenene Einsparung, der sogenannten "Patientenmiliarde!, wurde nicht nur nichts, sondern der Apparat frißt diese Miliarde locker zur Selbstbewältigung auf.

Montag, 31. Oktober 2022

Die Suppe für den Schnittlauch - Nachklang

Dieser Wahnsinn aber hat einen konkreten Namen, und ich bin erst kürzlich auf ihn gestoßen. Überrascht, daß wir es hier mit einer regelrechten Ideologie zu tun haben, die sich sogar vor siebzig Jahren als politische Partei in Kanada erfunden hat, und mittlerweile DIE Weltanschauung der Eliten ist. 
Ein Begriff, der auf den ersten Blick alles subsummiert, was ich als bereits gegenwärtige und noch viel stärker kommende Geißel des Menschseins herauszuarbeiten versuche. 
Eine Anschauung, die bereits so massiv die Gehirne und Strukturen unserer Kulturen und Gesellschaften durchdrungen hat, daß sie zur Grammatik des Denkens selbst wurden, sodaß sich schon darauf erklärt, warum es scheinbar kaum einen Widerstand dagegen gibt. Denn sogar seine Kritiker bedienen sich der Herkunftssprache, und verstärken sogar noch  DURCH ihre Opposition seine Wirkmacht.
Dieser Begriff, der etwas beschreibt, das sich in diesen Jahren und Zeiten nun offiziell in ein Bett legt, das längst gemacht ist, dieser neue Kopf aus dem Leib der immer selben Hydra des Materialismus heißt
TECHNOCRACY. TECHNOKRATIE. 
Und seine Funktionäre, die gläubigen Apostel, sind die Eliten, unter die auch ein Herr Kurz ebenso wie seine Zuträger von Anfang an erfaßbar sind. Es sind die 
TECHNOKRATEN. 

Dazu demnächst mehr.


Sonntag, 30. Oktober 2022

Die Suppe für den Schnittlauch (2)

      Peter Theil und PALANTIR
Endlich unter den Auserwählten. Wer nichts ist, der kann viel werden
 - Auf jeden Fall hat er dort die Fäden weiterverfolgt, die man ihm in Israel in die Hand gedrückt hat. Denn nun, werte Damen, werte Herren, fliegen uns die Namen und Querbezüge nur noch so um die Ohren. Wir wissen nämlich, in welchen Dunstkreis wir Peter Thiel einzordnen haben. 

Der mit seiner Firma Palantir seit 2003 am ultimativem Albtraum der Totalüberwachung arbeitet, und dabei in engstem Kontakt mit den US-Geheimdiensten arbeitet. Um etwa durch predictive profiling die Überwachung und Kontrolle über jeden Menchen der Erde zu vervollkommnen, und "aus dem Spiel" zu nehmen, wenn er dem System irgendwie nicht paßt. Wobei freilich keiner so richtig sagen kann, ob es sich bei den Software-Lösungen, mit denen Thiel sich bei den Geheimdiensten angedient hat, nicht nur um einen gigantischen Schwindel handelt. 

Das ist das Stichwort. Nun können wir uns definitiv vorstellen, wohin die Reise eines Herrn Kurz geht, die uns in zehn Jahren einen neuen Millionär präsentieren wird, der am Puls der Zeit klebt. Und der heißt "Blase", vulgo "feuchter Traum der allmächtigen AI." Der aber deshalb tonangebend wird, weil es immer mehr gelingt, die Menschen an seine Allmacht glauben zu lassen. Das reicht für die Milliarden an Steuergeldern, um loszumarschieren.
Denn immerhin sitzt die ganze Moderne doch auf einem einzigen Satz, der auch die Modernität des Herrn Kurz gut beschreibt: 
Wer nichts ist, der kann viel werden. 

Samstag, 29. Oktober 2022

Die Suppe für den Schnittlauch (1)

Das ist die Art von Meldungen, die MIR Sorge machen. Sorge, was da wohl alles im Hintergrund gemauschelt worden ist, worein Österreich als Staat und damit seine Bürger hineingezogen worden sind, ohne daß sie es wissen, noch mehr aber, ohne daß sie die Folgen abschätzuen können. Denn das können die Politiker sowieso nicht. Die gehören einer anderen Klasse an. Der der knisternden Strohköpfe und leicht rollenden Wassermelonen.

WEF lobt Österreich
Denn anders kann es nicht sein, und nichts verrät mehr über die Herkunft aus dem Reich der Sumpfplutzer, deren Intelligenz gerade reicht, um skruepellos egoistisch zu sein - denn das Schlechte kennt keine Grenze, es ist dem Guten, dem Sein, kurzfristig immer "überlegen", weil es das gar nicht kennt (und kennen will), was es zerstört, wenn man nun hört, daß das World Economic Forum eine Frau EUropa-Minister Karoline Edtstadler BELOBIGT, weil Österreich in den Jahren der Coronapandemie den Great Reset so weit vorangetrieben habe, daß man es auf Rang 5 reiht. 

Und was fällt der ÖVP-Tante dazu ein? Sie stellt sich vors Parlament und verkündet voller Stolz, was ihre Partei in der Koalition mi tden Grüänen nicht geschafft hätten, das nun vom WEF auch anerkannt worden wäre. Un wie kommt das WEF dazu? Es kommt dazu, weil diese Regierung nun regelmäßig Zustandsberichte abgibt, welche Ziele des Great Reset man bereits wie weit erreicht hätte! Da setzt einem beinahe der Gehirnventillator aus wenn man sieht, an wen und welchen Zielen uns diese Weiber und deren weibischer Anhang ausliefern.
Totalvernetzte Smart Cities, Gender-Mainstreaming, Digitalisierung der Gesundheit und natürlich der Kampf gegen “Hass und Extremismus” – sprich die Überwachung und Zensur aller Kritiker – werden als Leuchtturmprojekte Österreichs beworben. (Wochenblick)

Samstag, 26. März 2022

Gedankensplitter (2009b)

Die zerstörte, nicht "verlorene" Einheit. Wie John D. Rockefeller aus Schlangenöl eine Medizin neu erfunden hat. Und um es zu verkaufen den furchtbaren Irrtum recht verkaufsfördernd fand, fortan einen gesunden Menschen ZU MACHEN. Genau das macht die mRNA-Impfung exemplarisch - Die kulturelle Höhe eines Volkes, die politische Stärke eines Fürsten kann man auch daraus erkennen, ob Parallelgesellschaften zugelassen, ja sogar ermutigt und gefordert werden, OHNE DIE EINHEIT eines vitalen Organismus ZU VERLIEREN. Diese vielleicht für Sie durchaus überraschende Erkenntnis muß man sehr ruhig durch Lunge, Leber und Magen streifen lassen - weil IM HERZEN ERWÄGEN.

Noch bis Maria Theresie war "Deutschland" ein unermeßlich reicher Subkontinent der Kulturausfaltung. Bis zu ihr. Dann setzten ihre "Reformen" ein, auch und mit den allergrößten Auswirkungen ihre Rechtsreform, die sämtliche Teil- und Praallelgesetzeslandschaften mit Gewalt zerquetschte.

Freitag, 25. März 2022

Gedankensplitter (2009a)

Wenn man eine Weltdeutung vertritt, die NUR BEHAUPTET wird, die sich also NICHT in der Natur ("Evidenz"), damit in der Vernunft weil damit für das normale Erleben bestätigt findet, muß man Gegenaussagen, die die Behauptung gefährden, natürlich verhindern und wenn sie doch auftreten, bestrafen. Umso schärfer, je bedeutender die behauptete Geschichte eingestuft wird.

***

QR Buseks letztes Interview
Das letzte Interview mit +Erhard Busek, dem liniksliberale Aushängeschild der Wiener Öfaubeh in den 1970ern und prononcierten Motor des "Neuen Katholizismus" der Selbstauflösung. Ich schreibe das, weil er hier ganz offensichtlich einen Grundfehler in seinem Persönlichkeitsgrundhat. Aber das mag Gott nun bewerten, er starb vor zwei Tagen, r.i.p. Dabei war er doch noch gar nicht so alt. 

Das Zeitschicksal - So nenne ich das mittlerweile. Es betrifft SÄMTLICHE DERZEIT VORHANDENE Generationen, und wenn man will: Weltweit. Denn dieses Schicksal wird sie alle ereilen. Auch der ÖVP-Politikmensch hat das Durchschnittsalter der (männlichen) Bevölkerung nicht erreicht, wie so viele aus dem sogenannten "subjektiven Ereignishoriziont". Der auf "wissenschaftlichen" Uninn lieber verzichtet, um die Essenz der persönlichen Eindrücke für seine Urteile heranzuziehen. Zumindest in solchen Fragen. Und hier drängt sich erneut die Frage auf: Einmal zu viel geimpft, Herr +Busek, r.i.p.? Aber zugegeben hätte er das nie, jede Wette.

***
Bleibt nur noch die unsägliche, aber immer amüsantere Isabelle Daniel als Reibepunkt. Denn sie ist in Werde-Zustand, wie Frauen ja immer, die den Hafen, an den sie gebunde sind, um jeden Preis verheimlichen wollen, weil er sie aus einer Zugehörigkeit herausfallen lassen könnte. Der sie aber ihre gesamte Existenzkraft verdanken. 

Was an sich ja nicht verdammenswert wäre. Wie wollte man dem Blatt verdenken, daß es grün wird wie alle anderen Blätter? Haben wir denn nicht längst gelernt, daß das Prinzhipg der Einheit das Daseinsprinzip der Schöpfung überhaupt ist? Eben. 
Also müssen wir mit dem spitzen Bleistift differenzieren. Denn auch der Mythos des MASSENMENSCHEN ist in seiner negativen Konnotierung (einer Nicht-Freiheit) nur EIN TEIL des Versuchs, Gott aus der Welt hinauszuwerfen. Weil nichts sein kann, wenn es nicht DIE ANALOGIE DES EINSSEINS mit seinem Daseinsgrund ist. In dem es also einen "von außen" hereinkommenden Gott braucht, dessen Gnade wir alles verdanken. 
In wessen Interesse ist es also, die Einheit als Daseinsprinzip zu verbannen? Na? Na?!

Sonntag, 6. März 2022

Die neue ÖVP-Methode - Verhinderung des Überblicks (2)

Die Strategie der Lüge als Legitimationsgrund, der Ausnahmezustand als Normalzustand der Politik einer Partei. Und was Marx dazu gesagt hätte - Die ÖVP ist sozusagen mein familiärer und traditioneller Herkunftsstall, ich wüßte nicht warum ich mich dessen schämen sollte. So, wie sie der Herkunftsstall all der aufgeklärten Bürgerlichen ist, die sich in Liberale (nicht zu verwechseln mit "Freiheitlichen") und Grüne weiter aufgesplittert haben. Was nur eine Spaltung mehr war, denn alles Volk stammt letztlich aus dem Bauernstand.

Die ÖVP mit ihrem Bezug auf die christliche Soziallehre ist aber sogar mehr. Sie ist sogar als "Ursuppe" des Volkes und seiner "politischen Präferenzen" zu verstehen. Anders ist diese Weltanschauung nicht zu begründen, als durch ihren Anspruch auf das naturrechtlich definierte "Volk". Als Ursuppe.

Samstag, 5. März 2022

Die neue ÖVP-Methode - Verhinderung des Überblicks (1)

In der Berichterstattung der Massen- und Mainstrammedien (öffentlich-rechtliche Medien sind in diese Kategorie eingeschlossen) fällt aber neben der oft interessanten Sprachwahl noch etwas auf. Nämlich der "Verzicht" auf Überblicke und Gesamteinschätzungen, die bisherigen Kriterien folgen. Was damit gemeint ist? 

Man nehme die Ukraine. Nirgendwo ist ein Überblick zu erhalten, nirgendwo sieht man - wie früher, da konnten es nicht genug sein! - Gesamtkarten mit exakten Markierungen, wo wer steht, wie die russischen Kräfte voranschreiten, wie die Ukrainer im Ganzen kämpfen. Denn nur das ist ja interessant - das Reale. Nur daraus läßt sich ja eigenes Urteil - das immer vorausgeht, es geht also immer und in allem Denken und Urteilen um die alles Detailhafte (das sonst ein Amorphes "nichts" bliebe weil ist) erst ordnende (zu sich selbst machende) und erhellende Gestalt eines Insgesamt - schärfen und entwickeln. Und genau das scheint nun unerwünscht? 

QR Fake News zur Ukraine
Denn stattdessen werden wir mit Details Details Details überflutet. Die erschüttern und vor eine Stimmung erzeugen sollen. (Und wie viele davon sind mit kaum glaublicher Dreistheit erlogen; bitte, schon das macht doch zutiefst mißtrauisch.) 

Mittwoch, 29. Dezember 2021

Viele Wege führen ins Heute (2)

Wie wir die Prügelpolizei begrüßt haben. Wie die Exekutive eine fremde Identität annahm, ohne daß wir es merkten. Denn das Wirkliche ist unsichtbar. - Was so kompliziert umschrieben ist, ist einfacher gesagt. Die lokalen Ordnungskräfte waren immer ein bißchen menschlicher, und paßten sture Gesetze der menschlichen Ungefährheit an. Denn es spielt eine Rolle, in welcher -Situation jemand persönlich gerade steht, wie er sich dann öffentlich verhält. Weiß das der Beamte, der "einschreitet", kann er es berücksichtigen. Und als junger Mann habe ich so manches erlebt, wo (etwa bei der Maturafeier) eine jugendliche Ausgelassenheit leichtsinniges Verhalten (das am Rande eines Schadens spazierte, aber eben: noch am Rande blieb) mit sich brachte, das durchaus "nicht gesehen" werden muß, weil es eine Ruptur in ein Leben bringt, die völlig unnötig ist.
 
Speziell daran dachte ich immer wieder, als ich Videos über die seltsamen Eingriffe der Polizei bei den Anti-Corona-Demonstrationen der letzten Monate und Jahre sah. Einen eigentlich völlig friedfertigen jungen Mann, der nicht einmal keine, sondern eine "ungenügende" Mund-Nasen-Maske trägt, wie einen Schwerverbrecher zu Boden zu werfen, seines Besitzes zu berauben, und in Handschellen abzuführen entbehrt nicht einer gewissen Befremdlichkeit. 

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Ein Wetterleuchten der wahren Zustände

Wenn man im derzeitigen Desasterstadel Österreichischer Politik einen Wink Gottes sehen möchte dann läge er - leicht, sehr leicht - in der Wahl eines Grafen zum Repräsentanten der Politik als Kanzler. Also als über Lehen eingesetzten Tätigkeitsarm des Königs. Aber der Vergleich bricht rasch. Graf ist kein König. Wo ist also der Lehensherr? Wo der Machthaber? Liegt er nicht in dem, was nun der ÖVP vorgeworfen wird, was aber tatsächlich keine Partei unterscheidet? Nirgendwo, und zu keinem Zeitpunkt in Systemen, die sich "Demokratie" nennen, gibt es eine andere Form von Macht als die der Okkupation. 

Es ist also Illusion, blanke Illusion, im Umstand, daß Alexander Graf Schallenberg, der neue Kanzler der Republik Österreich Mitglied eines Hauses ist, das seit dem 17. Jahrhundert in den (Reichs-)Grafenstand erhoben ist, eine reale Wende zum Besseren zu sehen. Mehr als Camouflage, der sogar ein gewisser Zynismus nicht abzusprechen ist, ist es nicht. Vielleicht hat man sogar bewußt mit einem Umstand gespielt, den man offiziell verleugnet. Immerhin haben wir es ja mit "Demokratie" zu tun.

Aber die Reaktion der Öffentlichkeit darauf ist interessant*. Sie verweist auf das Verborgene, auf die Schollen des Seins, auf denen die Zeit treibt. "Ein Graf!" Es sagt viel über wahre Sehnsüchte in unseren Demokratien aus, und in Zeiten des Chaos bricht immer der Untergrund auf, auf dem man sich weiß, der aber nicht mehr dargestellt, also real wurde. 

Samstag, 6. März 2021

Kabarett von der niederen Donau

Man darf schon einmal schweigen und zurücktreten wenn das, was da so in Österreich und anderswo geschieht geeignet ist, einem den Atem zu nehmen.  Und Bilder für sich sprechen lassen. Doderer schreibt einmal in den Tagebüchern, die er auch zur Zeit des Zweiten Weltkrieges führte, daß es Zeiten gibt, in denen das Tagebuch die einzige mögliche Form weil Pflicht und Notwendigkeit ist, sich das Ereignende und damit den Perzeptiven Bewegenden durch diese mehr persönliche Form des Bewältigens immer wieder vom Leib zu halten. Wenigstens als Versuch, als Hygienemaßnahme, auch wenn sie den Vorkommnissen hinterherhinkt. Und auch nachträglich noch seine Zeit des Aufarbeitens braucht. 

Aber der Schriftsteller sollte zu Zeiten, in denen er in die Geschichte so verwickelt wird, daß er nicht zurücktreten kann, sondern "als Figur" auf die Bühne zum Mitspielen im aktuellen Stück gezwungen wird, nicht den Fehler machen und alles dieses in Werken aufzuarbeiten versuchen. Denn dann werden diese eben nicht zu Werken, sondern höchstpersönliche Aufarbeitungsversuche.

Nun, wenn sich die Literatur nach den Kriegen des 20. Jahrhunderts dann fällt auf, daß dies erstaunlicherweise für die Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg sicher, für die nach dem Ersten aber weit weniger zutrifft. Weil der Schock für den Totalzusammenbruch nach 1918 größer war? Oder die Schuldgefühle nach 1945 die Schuldgefühle überwogen? Oder könnte es nicht auch sein, daß die nach dem Zweiten Weltkrieg dominierende Literatur ohnehin von außen angeschoben, also überhaupt keine genuine, gültige Literatur eines Sprachraumes war (Club45)? Der Leser möge sich das selbst beantworten. 

Wir treten jetzt aber zurück und holen diese beiden Videos aus dem Programm des Senders "oe24" vor den Vorhang. In denen der Leser speziell des nicht österreichischen Landbereichs einen Eindruck bekommen mag, was derzeit an der Donau abläuft. Und mit welchem Schwung, dabei mit durchaus österreichischem "Schmäh", es recht offen zur Sprache kommt. Manchem könnte klar werden, was für ein Kabarett sich dem Betrachter bietet. Mit dem die Politik offenbar versucht, die verbotene Aufführungs- und Kunst-(Kabarett-)Szene dann eben selbst zu bieten. Damit dem Österreicher im Dauer-Lockdown wenigstens nicht fad wird.

Stell Dir vor, da teilt man einem Minister mit, daß die Untersuchungsbehörden auf richterliche Anordnung wegen des dringenden Verdachts auf Korruption noch in derselben Stunde seine Privatwohnung untersuchen werden. Daraufhin bittet dieser, ob er seine Frau anrufen dürfe, damit diese nicht allzu schockiert sei, ehe man ihm sein Handy zur Datensicherung abnimmt. Was man ihm menschlicherweise gewährt. Du Schatz, sagt der daraufhin, da werden gleich einige Beamte kommen, erschrecke nicht. Die würden dann die Wohnung durchsuchen. Aber mach Dir nichts draus. Dann überreicht er das Telephon den Beamten. 

Was der Minister freilich nicht wußte war, daß seine Wohnung längst streng überwacht wurde. Sodaß die Beamten vor Ort folgende Beobachtung machen konnten: Kaum war das Telephonat beendet, packte die Frau des hohen Politikers und sehr engen Vertrauten des Kanzlers Kind und Kinderwagen zusammen, um "spazieren zu gehen". Es war saukalt und regnerisch. 


Im Kinderwagen aber war nicht einfach nur das Kind, sondern auch, wie sich später herausstellte, der Laptop des Ministers. Den die Frau also offenbar ebenfalls zum Luftschnappen mitführte. 

Nach einer Stunde tauchte der Laptop wieder auf - bei Parteifreunden des Ministers. Wohin ihn die Frau gebracht hatte. Und wurde in die Wohnung gebracht und den staunenden Beamten überreicht. Was in dieser Zeit passiert war ist unklar. Angeblich war die Frau nur spazieren gewesen. So etwas passiert derzeit in Wien.

Und dieses regelmäßig am Mittwoch auf "oe24" stattfindende Rednerballett hat sich mittlerweile ohnehin fast schon zu einer eigenen Kunstform innerhalb des Kabaretts entwickelt. Es fand auch diese nunmehr vergehende Woche wie üblich statt.



*050321*

Mittwoch, 24. Februar 2021

Menschenunwürdigkeit als Alltagshaltung

Fast muß man sagen: Im Gegensatz zu Deutschland. Fast muß man das sagen, wenn man die Lage der öffentlichen Diskussion zur Corona-Frage betrachtet. Denn immerhin gibt es in Österreich (und auch in der Schweiz), einige Außenseiter mit Gewicht, die in einer Offenheit das Leben der Vernunft befeuern, die bemerkenswert ist. Einmal mehr muß also Servus.tv vor den Vorhang geholt werden. 

Das in diesen Tagen mit der Reportage "Geächtet und ausgegrenzt - Die Corona-Kritiker!" den bisherigen Höhepunkt im Fernsehgeschehen 2021 gesetzt hat. Konzentriert und ausgewogen werden die Positionen vorgestellt. Daß sich dennoch ein klares Bild ergibt, ist dieser Objektivität geschuldet. Und die legt ein Urteil nahe, das verheerend für die gegenwärtige Politik in unseren Ländern ausfällt. 

Wir bringen auch diesen Film hier. Er soll zumindest als Archivordner die hier von Anfang an vertretene Linie ergänzen. Nicht zuletzt soll auf einige wunderbar herausgearbeitete Argumente hingewiesen werden, die im Alltag auftauchende Fragen in eine lichte Antwort heben. So die Frage, warum so viele Menschen in dieser kollektiven Hatz auf Corona-Kritiker mitmachen.

Der Psychologe und Verhaltensforscher Roman Braun gibt dazu eine einleuchtende Antwort, die weitere Facetten zu hier bereits angestellten Analysen liefern: Die Menschen erleben eine Bedrückung, der sie sich aus Angst vor der Obrigkeit (und vor der von dieser veranstalteten irrationalen, gigantisch aufgeblasenen und in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Krankheitsgefahr weit überdimensionierten Angst vor diesem Virus) unterwirft. Und damit Leid erfährt. Nun erlebt sie aber in den Corona-Kritikern eine Menschengruppe, die sich diesem Leid widersetzt. Und das macht aggressiv. Denn nun wird - mit dem Rückenwind der offiziell verhängten Bedrückungen - die Teilnahme an diesem ihrem Leiden verlangt. Gegen das aufzustehen sie selbst den Mut nicht haben.  

Sieht man die Gesamtheit der Angelegenheit fällt die Antwort beängstigend eindeutig aus: Wir sind auf dem Weg zu einer autoritären Staatsführung schon sehr weit fortgeschritten. Die Umerziehung der Bevölkerung ist schon weit vorangeschritten. 

Die Menschen sind an die Irrationalität, Unberechenbarkeit und Widersprüchlichkeit der Regierenden wie in einem pädagogischen Programm bereits gewöhnt worden. Sie sind somit von den willkürlichen Äußerungen abhängig gemacht worden und erwarten Erleichterungen nur von weiteren Einschränkungsmaßnahmen, die mit einer Süßkirsche verziert sind, die es zu genießen gibt, wenn man sich noch weiter für blinden Gehorsam entscheidet und der Vernunft den Laufpaß gibt. Nur - das ist eben genau nicht Gehorsam. Es ist bösartige Dressur.

Der VdZ hat das jüngst erschienene Buch "Inside Türkis" gelesen. Das heißt ... nach der Hälfte erbost ins Eck geschmissen. Buchstäblich. Denn hier liegt ein Machwerk vor, das einen Gipfelpunkt der Frechheit darstellt. Und ein beredtes Bild von der Perfidie der derzeitigen Regierung in Österreich entstehen läßt. Die den Leser verarschen. Die in diesem Buch dieselbe Taktik anwendet, die ihr Regieren auszeichnet: Die Verachtung der Menschen, die zu bloßen Objekten der Manipulation werden. In "Inside Türkis" wird der Leser, der sich diese reine PR-Geschichte durchliest, die rund um die Kurz-Clique einen Mythos aufbauen soll, für seinen Gehorsam mit (lächerlichen) Enthüllungen belohnt, die ihn an der Stange halten sollen, den ganzen übrigen Quatsch als ernsthafte Aussage zu lesen. 

Was in diesem Buch auffällt ist, daß es sich hier (also in der gesamten Regierungsmannschaft und den Menschen in deren engerem und weiterem Kreis) um eine Riege junger Menschen handelt, die in ihrem Leben nichts anderes gemacht haben als im Dunstkreis der Politik - in dem sie bereits aufgewachsen sind, sodaß sie schon als junge Menschen in ein ganzes Netzwerk der Macht eingebettet waren - ihre Karriere aufzubauen. Sich also Geltung zu verschaffen. Man ist es längst leid, als Berufsbezeichnung "Unternehmensberater" oder "Coaching" zu lesen, man ist es leid, als Legitimation für Führungsanspruch irgendwelche internationalen Hochschulen akzeptieren zu sollen, man ist es leid, sich von niederträchtigen Rotzbuben auf der Nase herumtanzen lassen zu sollen, die vom Ernst des Lebens nicht den Funken einer Ahnung haben. 

Und ... man ist es leid, ständig bei den Biographien dieser ÖVP-Leute zu lesen, sie seien "katholisch", oder gar "sehr katholisch". Das Schweigen der Kirche zu der Angelegenheit Corona, die eine Angelegenheit eines schweren Verbrechens gegen Mensch und Gott ist, ist dabei umso schmerzhafter, und ihre völlige Absenz aus dem öffentlichen Diskurs macht umso wütender. 

Wie diese Leute nach oben gekommen sind? Das ist einfach, und steht freilich nicht in "Inside Türkis". In den 1990er Jahren war allen etablierten Parteien und Institutionen (auch der Kirche) klar, daß sie die Jugend verloren haben. Also kam man mit schweren Erklärungen daher, daß es ein Zug der Zeit sei, "politikmüde" oder "institutionenmüde" zu sein, daß der heutige Mensch keine Bindung mehr wolle, sich seine Lebenspartner je frisch und spontan aussuche, die ihn dann ein Stück weit begleiten, aber alsdann wieder entlassen würden. So wurden alle diese Institutionen zunehmend von alten Männern beherrscht. 

Die sich aber wie Schneekönige freuten, wenn es doch junge Menschen gab, die Interesse an ihrem Lebenswerk bekundeten! So war es in den letzten drei Jahrzehnten extrem leicht geworden, mit Berechnung und Cleverness in bestehenden Instanzenzügen und Einrichtungen nach oben zu kommen, Karriere zu machen, und bedeutende Positionen zu erlangen. Und so kamen wir in die Situation, daß wir nahezu überall von Menschen beherrscht und bestimmt werden, die nicht nur fragwürdigen Charakters sind, sondern denen auch jede Empathie und Eignung für die Position fehlt, die sie innehaben. 

Weil wir aber in einer "Demokratie" leben, weil wir in einer Gesellschaft leben, die so tut, als wäre es nicht nur möglich sondern erforderlich, nicht DURCH STRUKTUREN, durch ORTE, sondern DURCH MENSCHEN Leben und Welt zu bewältigen, sodaß es ohne Menschen auch keine Strukturen mehr gibt. Weil also angeblich ein Staat, eine Gesellschaft ein rein funktionales Gebilde ist, das wie eine Maschine betrieben werden muß. Somit werden Junge zu Wettläufern um Zertifikate. Das nennt man dann Bildung. 

Aber in einem Staat, der nicht aus sich heraus besteht, sondern mit den Menschen steht und fällt, fehlen auch sämtliche objektiven Kriterien der Existenz. Diese werden nun durch Zertifikate ersetzt, die Qualifikationen ausweisen sollen. Diese wären es dann, die zu sämtlichen Positionen reichten und notwendig wären. Es ist also nicht mehr die Selbsttranszendierung HIN auf einen objektiven Ort, die Welt ist nicht mehr ein Spiel der Orte (damit: der Rollen), sondern eines der zufälligen Personen. Eines, dessen Gestalt beliebig veränderbar ist. (Deshalb mußte auch Sebastian Kurz eine "Bewegung" gründen, das nur als Hinweis.) Und das ist falsch! Nicht die Person macht das Amt, sondern umgekehrt.

Die faktische Realität ist aber mittlerweile anders. Und zwar nicht, weil sie (wieder) an sich anders wäre, sondern weil sie mit viel Kraft anders gehalten wird. Dieser Mythos der Fähigkeit, die die Institution ersetzt (weil die, wie gesagt, an sich keine Kraft habe), wird permanent aufrecht erhalten. In den Medien, an den Universitäten, einfach überall. Er hält somit alle, und zwar wirklich alle blind.

Aber damit haben wir, was wir haben: Eine Gesellschaft, die von Menschen bestimmt wird. Und damit von der Willkür und Fehleranfälligkeit dieser Menschen. Die nun alles tun, um diese Fehlerhaftigkeit zu verbergen, denn das ist die Frage des Überlebens: Die Untergebenen müssen glauben, daß man fehlerfrei ist.

Sie brauchen damit das, was in gesunden Gesellschaften, die sogar ohne Personen, die die Rollen einnehmen, bestehen und (zumindest eine Zeit lang, manchmal aber "ewig") funktionieren würden, ein unsichtbares, "heiliges" Gerüst, das aber alles trägt, erfüllt: Sie brauchen diese Saga der Heiligkeit. Sie brauchen den Mythos. Sie brauchen das Geheimnis (diesen Schlüssel zur Unsichtbarkeit, und das Wirkliche ist eben unsichtbar - nur nicht umgekehrt, aber das ist nicht immer gleich erkennbar) rund um sich. Sie brauchen den Glauben der Menschen, daß es rund um sie eine ganze Korona (sic!) von Verbindungen, Macht, Freundschaften und Know-How gibt.

Somit brauchen sie auch eine Politik, die zunehmend alles bestimmen will. Egal ob sie das bewußt anstreben (was sie meist negieren würden), oder nur unbewußt (und somit davon getrieben sind): Jeder Mensch ist von seiner inneren Grammatik bestimmt. Aus dieser stammt sein Wille. Damit wird die Herkunft, die Geprägtheit des Geburtsmilieus doppelt bestimmend. Und damit die Willkür zum wesentlichsten Element der Politik. 

In gesunden Gesellschaften hat der normale Mensch kaum je etwas von Politik überhaupt mitbekommen. Er hat sein Leben gelebt, seinen Alltag durchgestanden, war geborgen, hat gearbeitet, geschaffen, gewerkt, hat gezeugt und sich fortgepflanzt, und ist im Wissen gestorben, daß seiner weiterhin gedacht wird.

QR zum Video
In kranken Gesellschaften bestimmt die Politik mehr und mehr jede noch so alltägliche Handlung, jedes noch so klandestine Verhalten, und knackt jede noch so intime Persönlichkeitssphäre. Und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn das braucht es in den Augen dieser jener (und sie sind davon tatsächlich überzeugt, und das ist von ihrer Warte aus sogar notwendig und folgerichtig), um so eine Herrschaft, ja so eine Struktur - weil damit "die" Gesellschaft, die ohne sie ins Nichts fällt! - überhaupt in der Welt halten zuu können. 

Man mache doch die Augen auf. Mehr Zeichen können kaum noch an der Wand stehen, und noch deutlicher kann der Spruch doch kaum noch ausfallen: Mene - mene - tekel - upharsin!


*200221*

Freitag, 8. Januar 2021

Totalitarismus ist immer so natürlich (2)

Teil 2) Ein großer Reset braucht 
die alternativlose Bereinigung als Vorstufe


Dämmert es? Die Corona-Hilfe, 27 oder 30 Milliarden (oder mehr, wen kümmert's?) in der ersten Tranche in Wien beschlossen sind zuerst einmal der Steuerlast der Zukunft vorgeschossene Zentralbankgelder, die per Knopfdruck geschaffen sämtliche Schäden ausbügeln sollen. Sodaß die Politik in jeder Hinsicht saubere Hände hat. Die muß nämlich das Geld nicht mal mehr physisch in die Hand nehmen, ist also auch daran nicht schuld, sondern nur einer Notwendigkeit und "Alternativlosigkeit" - alternativlos welcher Vorstellung von Ordnung des Lebens gemäß? - gefolgt.
Manche nennen das THE GREAT RESET - DEN GROSZEN NEUANFANG BEI NULL. Die Auswahl der neuen Figuren am Schachbrett wird nun Rettung genannt. Man brennt erst alles nieder, sodaß sich niemand mehr selbst helfen kann, und wählt nun diejenigen aus, die man zukünftig noch im Spiel haben will.
Anders aber als früher kann nun nicht mehr JEDER daherkommen und sagen, daß seine Fertigungsbude mit alten Maschinen und gerade mal fünfundzwanzig Leuten, die dort ihre Monatsgroschen erschuften, oder daß sein - kurz gesagt - schon lange "zu wenig produktiver Betrieb" 
Viele erfahren heute ja zu ihrer großen Ermutigung, daß das Unternehmen, das sie mit aller Kraft von Monat zu Monat wuchten, um den "Bereinigungsprozessen des Marktes" zu entgehen, um sich und ihren Mitarbeitern ihre Arbeitsplätze zu erhalten, in den Augen der Experten nur ein verachtenswertes ZOMBIE-UNTERNEHMEN ist 
das Gesamtgeschehen im Land doch nur schädigt weil Kapazitäten bindet, die, frei geworden, die Produktivität in Zukunftsbranchen heben könnten, weil also so viele Betriebe und Unternehmen mit einem Wort gar keine Existenzberechtigung mehr haben, schon lange nicht mehr haben. Sondern daß sie wie Dreck und Kruste am wohlgeschmierten Staatsorganismus hängen und endlich ausgeschieden werden müssen. 


Zum Bild: Auf die Schnelle fand der VdZ kein treffenderes Bild von der Regierung als Experten- und Wissens- und Allmachtsgremium. Werter Leser, trifft es nicht die Realität? 

Auch darin: Wer dazugehören will, wer Teil dieses Arkanums aus Wissensträgern und Entscheidern werden will, der verhülle sich ebenfalls mit Kapuzen (pardon: Masken). So wird er zum Mitglied einer Geheimgesellschaft. 

Denn nicht nur sind die Masken nicht mehr als Symbol, wie die Politiker selbst öffentlich zugegeben haben, sondern sie verhüllen - symbolisch - das Menschsein als Person an einem Ort und machen es zu einer Funktion. 

DAS LEBEN WIRD MIT DER VERHÜLLUNG ZUM RITUS, DER DIE GESELLSCHAFT UND DAS SOZIALE ZUR GEHEIMGESELLSCHAFT MACHT.

Darum geht es. Das Leben mit Maske wird zu einer symbolistischen Bildlandschaft. Sie heben die Mitglieder auf die Ebene der durch das Arkanum - dieser verschworenen Gesellschaft der Wissensträger, die deshalb "geheim" genannt werden kann, weil ihre Absprachen Grundlage sind und außerhalb des "normalen Lebens" ablaufen, darunter liegen - repräsentierten Vorstellung von Rationalität entsprechender Entscheidungen, und machen alle Maskenträger somit zu dem, was die Menschen heute doch sein wollen: Zu Experten.
 
Anders als früher also entscheidet aber nun gar nicht mehr "der Markt", was immer das ist. Im großen Reset entscheiden nun nicht die Menschen und Unternehmer, ob sie sich das alles weiterhin antun, ob sie noch mehr Grundstücke oder Broschen von der Oma verpfänden, um Kredite zu bekommen, die ihren Betrieb am Leben halten sollen, auch in allen Krisen.
Anders als früher, in dieser sogenannten freien Welt, die aber zu so schlechten Ergebnissen geführt hat - Klima, Corona, Ungerechtigkeit, und ach noch so viel, denn es gibt doch so viele Probleme! - entscheidet nun ein Gremium von Wirtschaftsfachleuten, wie es sich die quasi Zunft-Verbindung WIRTSCHAFTSKAMMER aus dem Rockzipfel gesaugt hat, ob ihr Betrieb (den nur die Förderungen am Leben halten KÖNNEN, weil das Leben in Freiheit von der Politik völlig ausgelöscht wurde) noch weiter bestehen soll.

Wobei diese Experten sicher alle mit Wirtschaftsakademikerabschluß, sicher alle mit dem Zertifikat "globalisierungstauglich", und sicher alle mit erwünschtem oder wenigstens akzeptiertem Parteiausweis, pardon: Derselben Vision von Zukunft, ausgestattet sind.
DIESE GREMIEN - AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT UND EXPERTEN, die begründen, was die Politik will, sich aber nicht zu sagen oder zu wollen wagt - ENTSCHEIDEN ALSO NUN, welches Unternehmen überleben darf. Durch Corona-Hilfen. Um die es ansuchen, das heißt betteln darf. 
Denn es können ja, wie gesagt, NICHT ALLE GERETTET werden.
Und seien wir doch ehrlich, werter Leser, ist das nicht gut? Ist das nicht natürlich? Denn wer will ein nicht überlebensfähiges Unternehmen schon wirklich retten? Ist die Corona-Krise da nicht ein herzlich willkommener Anlaß, die lange schon benötigte Katharsis, die nach dem Ausbrennprozeß, der alle Schlacken bereinigt, dafür sorgt, endlich all die Betriebe und Unternehmen loszuwerden, die nur im Wege stehen, die den Gesamtwohlstand nur mindern, die eine prosperierende Wirtschaft - die wir ja hoffentlich bald, also nach erfolgter Impfung, oder nach der nächsten Impfung, also irgendwann jedenfalls, dann aber sicher, wieder haben werden - nur hindern?

Und können wir da nicht dankbar sein, daß nun Fachleute, Experten (sic!) entscheiden, welche Unternehmen von den Schäden der staatlich verhängten Totalzerschlagung der Wirtschaft für diese neue Vision tauglich sind? Der gemäß aus den Trümmern die Landschaft eines neuen Frühlings wieder errichtet werden wird, eine Landschaft voller Düfte und Sonnenschein, voller Güter und voller Glück, voller quicklebendiger Menschen und lachender Gesichter? 
Das wird nun von der Politik entschieden. Von einer Zentralregierung, die bis in den letzten Winkel des Landes entscheidet, welche Musik dort zukünftig noch gespielt wird. Die Gott spielt und sagt, was lebenswert und was es nicht ist. Und die ihr Korsett an Ordnungsvorstellungen in ein Korsett des Erwünschten und des Unerwünschten gespannt hat. 
Und zwar so geschickt, daß es die Menschen gar nicht merken. Außer die, die ... der Kategorie "zukünftig unerwünscht" zugehören. Aber die sind ohnehin nun pleite, und können nicht mehr viel Lärm machen, weil sie mit dem Rotz kämpfen, sozusagen, und froh sind, ihre täglichen Kreutzer zusammenzukriegen, die ihre Ruine von Leben noch irgendwie am Leben hält. Zumindest so lange, bis sie endgültig verschwunden sind. 
Diese Minderheit ist aber zu vernachlässigen. Denn im großen Ganzen, seien wir doch ehrlich, werter Leser, geht es uns doch wirklich gut? Und ist es nicht ein völlig natürlicher Vorgang, den wir in der Tier- und Pflanzenwelt UND DESHALB AUCH IN DER MENSCHENWELT Tag für Tag sehen (wo? ach, irgendwo, da aber sicher), daß das Starke über das Schwache siegt. 
Haben wir diesem Prinzip der Welt nicht zu verdanken, daß wir heute an diesem herrlichen Punkt der Geschichte angekommen sind, in der wir unsere Zukunft endlich in die Hand kriegen? Also zumindest, wenn wir dieses und das noch korrigieren. Wozu wir diese Corona-Krise so kräftig wie möglich nützen sollten. Dann, nach ein paar Monaten oder Jahren des Leidens, dann aber werden wir es erreicht haben, das Paradies. So nennt man das ja heute. 
Früher nannte man das, was heute alle so herzlich begrüßen, weil es unser aller Leben rettet (darum ging es ja angeblich von Anfang an), freilich TOTALITARISMUS. 
Aber früher waren ja alle dumm, oder zumindest dümmer als heute, eh schon wissen. Und hätten wir gewußt, daß es so schmerzfrei geht - hätten wir es dann nicht schon immer so gewollt, nur anders genannt?

 

*020121*

Donnerstag, 7. Januar 2021

Totalitarismus ist immer so natürlich (1)

Was meint der Leser? Meint er nicht auch (mit dem VdZ), daß der Totalitarismus ganz klammheimlich und auf der Schiene der "Selbstverständlichkeit", ja der "Natürlichkeit" liegt? Sodaß es einem lange Zeit gar nicht auffällt, daß die Kriterien des Totalitären längst erfüllt sind, und er wie immer erst nur ganz kleine "Randschichten" erfaßt. Randschichten, die sowieso böse, schlecht, schlimm sind, sich den "notwendigen" Kriterien nicht fügt? 

Oder meint er (mit so manchen, mit so vielen sogar), daß der Totalitarismus mit einem großen Schild in Schreckfarben daherkommt, auf dem geschrieben steht "wir sind totalitär"?

Die Lösung des Rätsels ist bereits geliefert, der Leser weiß, was der VdZ meint. Und er wird es gleich mit einem Beispiel belegen, das jüngst in den Zeitungen stand. Natürlich in Nebennotizen. Und unter ganz anderem Titel. Aber da haben die Proponenten des Totalitarismus ein wenig die Maske gelüftet. Und sie heißen nicht "Extremisten-Partei", nein, sie sind Minister und Funktionäre der "Guten", der ÖVP, der Grünen, unterstützt von den ach so vielen Gutmeinenden, vor allem aber von den Widerstandslosen der sogenannten Opposition. 

Die sehr natürliche Landwirtschaftsministerin von Österreich - Photo: Kronen Zeitung

Die ohnehin nie bei der Beurteilung der Politik der Regierungen von deren ontologischer Qualität ausgingen, also von dem, was WIRKLICH passiert, was WIRKLICH eingeleitet, durchgeführt, geplant ist. Denn dazu bräuchte es Geist und Ruhe und Abstand. Den eine Opposition sich angeblich ja nicht leisten kann, weil sie zuerst das Maul aufreißen muß, womit das Denken übertönt wird. Denken kommt dann später, heißt es seit hundert und mehr Jahren Parlamentarismus. Da gab also nun gleich zum 2. Jänner ein Minister der ÖVP-Regierungsriege ein Interview in der Kronen Zeitung. Die so wie alle Zeitungen (Medien) des Landes nicht nur von der Regierung kräftig bezahlt wird. 

Von der Regierung, nicht "vom Volk", denn solche Phrasen werden den Leuten nur erzählt, um sie weichzustopfen, damit sie den Unsinn von der Selbstbeteiligung an den Entscheidungsprozessen der Politik auch weiter schön glaubt. 

Und von den Medien wie der Kronen Zeitung. Die wie alle Zeitungen (Medien) des Landes in internationalen Redaktionsgemeinschaften verhangen sind, die von Bangkok bis San Francisco, von Redlife bis Berlin, von Nouknouk (Grönland) oder

Kinshasa bis Wien die Redaktionen mit Artikeln füttern. Und dafür noch kräftig in die Töpfe der Steuerzahler langen, die sie als Objekte ihrer Erziehung betrachten und gleich der Politik und gleich den Oligarchen als jene Sklaven behandeln, als die sie sie sehen.

Denn wir sind ja, der Leser weiß und schätzt es gewiß, in Zeiten der globalen, universalistischen, also über allem Lokalen und Verwurzelten schwebenden Meinungsbildung angelangt. Weil wir ja alle mit denselben Belangen und Beziehungen, mit denselben Problempunkten und Problemen zu tun haben, weil alles nur noch in globalem Maßstab zu sehen und zu bewältigen ist, und so weiter und so fort mit all dem Unsinn, eh schon wissen.

Also, zurück, da spricht nun denn der Minister für Arbeit, seines Zeichens eine Frau mit dem schönen lokalen Namen Christine Aschbacher, über die Zukunft des Landes. Über die Arbeitslosenzahlen, die nach Corona leider ein wenig höher bleiben werden, denn daß sie von derzeit fast 1,2 Millionen (bei neun Millionen Einwohnern) auf 500.000 zurückgehen werden, ist ja ausgemacht.

Und die Zeitung bringt Schaubilder, Statistiken, Zahlen, also "Fakten", die das belegen. So wird es sich entwickeln, so "ist" es, und so weiter. Aber dieses Wörtlein von den Arbeitslosenzahlen, die "nicht ganz auf Vorkrisenniveau zurückgehen werden" ist nur ein erster dezenter Hinweis, auf die wirkliche Bombe, die das Blondschöpfchen da liefert. Das sicher seinen Magister der Wirtschaftswissenschaften mit so viel Bravour hingelegt hat, daß aus ihrem Hobby - Studentenpolitik - ein Beruf wurde, sie von irgendeinem Funktionär "entdeckt" und in den Hafen der ÖVP-Partei geschleust hat.
Da sagt nämlich Frau Aschbacher, daß "wir nicht alle Betriebe retten können". 
Also, zum Mitschreiben: Da ist das erste, was die ÖVP macht (die Grünen haben sowieso von nix eine Ahnung, die nicken alles durch, wofür sie dann ein paar Leckerbißchen zugeworfen bekommen, auf denen "grün" und "nachhaltig" und "Welt retten" draufsteht, das reicht, auch für ihr Klientel), sobald eine sogenannte "Pandemie" auftritt, ein Gesetz in die Rundablage zu befördern, das seit je und immer verlautete, daß ein Unternehmen einen Rechtsanspruch auf Entschädigung erhalte, sobald die Regierung Maßnahmen beschließe, die landesweite Epidemien und so weiter bekämpfen sollten. 
Aus dem Rechtsanspruch wurde mit Federstrich ein mit lauter und bunter Pressestimme unterstützter "Covid-Rettungsplan". Der angeblich dieselben Wirkungen habe, der also die Unternehmen für erlittene Schäden, die aus "höheren Interessen" von der Politik in Kauf genommen wurden, entschädigen solle.
Ist das nicht dasselbe? Haben wir uns nicht längst daran gewöhnt, daß wir nur noch in "Endeffekten" rechnen und denken, der Weg, die Art der Entstehung des Effekts gleichgültig wurde? Ist nicht "Der Zweck heiligt alle Mittel" zum neuen Paradigma des Lebens geworden. 
Schauen wir mal näher hin, ob es egal ist. Denn diese Änderung in der Entschädigung, die im "Effekt" angeblich gleich ist, hat seinen guten Grund. Wir werden nämlich einmal mehr sehen, daß die Mittel keineswegs gleichgültig sind, sondern einem anderen Gesetz des Zieles folgen, und daß durch die Wege zum angeblich gleichen Ziel in Wahrheit ein völlig anderes, übergelagertes Ziel erfolgt ist. 
Der Zweck heiligt also nicht nur nicht alle Mittel, weil das irgendwie "moralisch" sein könnte, nein. Dieser Grundsatz der katholischen Morallehre gründet wie alle Moral in Sein und Wirklichkeit: Die Mittel entscheiden nämlich über den Zweck. So auch hier: Die veränderten Wege führen zu einem anderen, einem übergeordneten Ziel! Aus einem Rechtsanspruch wurde ein Mittel des Totalitarismus.
Wobei zuerst einmal der Grund dafür erklärt sein soll, aus dem der Staat entschädigen MUSZ. Denn ohne Unternehmen ist das Leben sämtlicher Bürger nicht aufrecht zu halten. Aber auch das Leben des Staates hängt davon ab. Weil dessen Handlungsfähigkeit und damit Bonität und somit natürlich auch dessen Geld (das hier "Währung" ist) immer von der Fähigkeit abhängt, ob er seine Ausgaben (oder Schulden, also die Zukunftsbelastungen) aus den Steuern und Abgaben bezahlen kann, die die Bürger leisten. Keine Abgaben - kein Staat, kein Staat - keine Währung, so einfach ist das. 

Zumindest keine Währung, weil kein Geld mehr da ist, dessen Beschaffenheit und Zahlungskraft weiter reicht als die direkten persönlichen, also die sozialen Vertrauensverhältnisse reichen, und somit nie einen Staat, sondern nur lokale, kleine Organismen durchbluten kann. Damit diese dem Wesen und Auftrag der Welt entsprechen können, wo es da kurz und bündig heißt, daß eines von der Gabe des anderen lebt. Somit alles von- und miteinander ab- und zusammenhängt. 

Daraus jedenfalls ergibt sich eine gewisse Priorität, die dem freien Wirtschaften der Menschen entspricht. Das frei sein muß, weil es nur dann produktiv und schöpferisch ist. Und zwar nicht einfach frei "von", sondern frei "für", wir haben davon schon oft gesprochen. 
Mit der kleinen Änderung in der Gesetzeslage wurde aber nun nicht, wie verkündet und dahergelogen, DASSELBE bewirkt wie mit dem alten Gesetz. Sonst hätte man es ja nicht geändert! Nein, die Herrschaften haben schon gewußt, was sie machen. Dazu muß man nur all die Aussagen und Jahreswendebotschaften und Autobahneröffnungsreden dazuschustern, damit aus alledem ein komplettes Bild wird. 

Wo da überall von "zukunftsfähig" und "modern" gesprochen (und ab und zu auch, aber nur in Ausnahmen - "a jedes Schrifterl ein Gifterl" oder so - geschrieben) wurde. Von zeitgemäß und auf die Erfordernisse der Weltgemeinschaft ausgerichtet, auf internationale Standards und globale Freiheit zum Wirtschaften. Wovon ganz sicher der (leider leider schon längst geschlossene) Bäcker ums Eck am meisten profitiert hat, denn der hätte seine Weckerl auch nach Singapur liefern können, einfach so, wenn er die neuen Anforderungen kapiert hätte. (Vermutlich war er eben auch zu wenig gebildet.)
Kurz und gut, die Wirtschaftsbonzen (oft genug gar keine Unternehmer mehr, sondern Manager), Experten (fast immer nur reine Ablaufoptimierer) und Politiker (oft genug ... ach lassen wir das) wissen, wo es langgeht. Sie wissen, wohin sich die Wirtschaft zu entwickeln HABE. 
Denn um dieses HABE - ein Imperativ, diminuiert zum Konjunktiv - geht es. Nur dann ist der Staat und sind die von ihm abhängigen Unternehmen zahlungsfähig, nur dann potent, nur dann ist ihr Hauptziel, das Geld (und damit die aufdiktierte Macht, denn das ist das Geld, das nun in wechselseitiger Abhängigkeit mit der sogenannten Wirtschaft das Blut ist, von dem alle zu trinken haben, das Blut des Lebens) vital und real.
Nur dann sind auch genug Steuern und genug Gewinne zu lukrieren. Sodaß es auch ein Wirtschaftsleben geben kann, das den von der Politik an die Wand geworfenen Schaubildern einer Menschheitszukunft entspricht. 
Und dazu gehören eben vor allem "Unternehmer", die diese Ziele mittragen und sogar erfüllen. Große Industrieunternehmen, für die Urumji wirklich ein lohnenswerter Markt ist, und die mit geifernden Händen nach dem Soja aus Brasilien greifen. 

Um die Zahlen des Fünf-Jahres-Plans (pardon, das heißt ja heute "Statistik" und "Wahrscheinlichkeit- und darauf folgender Entscheidungsgewißheit" und "Wissenschaft") für landwirtschaftliche und sonstige Güterversorgung zu erfüllen.

Denn darum geht es längst in diesen statistischen Querhirnen, die sich Politiker nennen. Und von der Statistik abhängen, weil die jede Verantwortung übernimmt und abnimmt. Weil jede Entscheidung gewissermaßen "notwendig" war. 

Man muß heute einfach weiter denken, umfassender, globaler, universalistischer, wissenschaftlicher, dann weiß man das. 

Also hat die Politik auch die Kriterien, die entscheidend für das Urteil sind, welche Wirtschaft erwünscht und welche nicht so ganz erwünscht (weil nicht zukunftsfähig) ist.
Morgen Teil 2) Ein großer Reset braucht 
die alternativlose Bereinigung als Vorstufe


Aktualitätsnachtrag vom 9. Januar 2021: Sehe der Leser selbst, was am selben (heutigen) Tag des Erscheinens dieses eine Woche zuvor erstellten Artikels über Frau Minister Christine Aschbacher in den Medien aufgetaucht ist. Die wir hier nun bewußt ohne "akademischen Titel" führen. 

Wie sagt im Video der Investigator so schön und richtig? Wissenschaft sei, wenn jemand eine Frage habe, der er nachgehe, und damit eine Aussage in seiner Arbeit. Leider aber ist es heute üblich, akademische Titel anzustreben, egal wie, weil man sich davon einen Aufstieg auf der sozialen Leiter erwartet.



*020121*

Montag, 1. Juni 2020

Vielleicht wollten alle nur noch lachen (3)

Teil 3) Und stelle Dir vor, wir leben in einer Komödie. 
Und tun so, wie Kinder beim Spiel, als sei das tief ernst. 
Stelle, werter Leser, Dir das nur vor - mußt Du da nicht lachen?
Und ist das nicht auffallend leicht? Was hat uns das zu sagen?


Und hier offenbarte sich erneut der Sinn der Österreicher für Witz. Dem derzeit freilich noch die Dichter zu fehlen scheinen, die ihn auf die Bühnen bringen. Oder sagen wir es doch anders, denn so ist es wahrer: Weil jenen Dichtern die Bühnen verweigert werden, die diesen offiziösen Ernst als das zeigen würden, was er ist: Witz.
Aber der logos hat sich dennoch Bahn gebrochen. Wie immer. Weil nur Sein, nur das Gute bleiben kann. Und das zeigt sich  in der Coronakrise umso deutlicher, je länger diese "Krise" dauert. Es ist der Logos, der den wahren Charakter, die Wirklichkeit hinter allem, offenbart. 
Denn logos inkarniert, sonst gäbe es überhaupt kein Ding. Und er ist erkennbar, weil auf den Menschen ausgerichtet. Sodaß er dem Willigen, dem Zustimmenden, den man "Vernünftigen" (oder Komödiendichter) nennt, die wirkliche Wirklichkeit hinter der Geschichtserzählung seiner Zeit zeigt - die wahre Geschichte somit offenbart. 
Die sehr sehr oft weitab von jener Wirklichkeit steht, als die sie von den Menschen erklärt ("geschaffen", oh, welch Luftding, welch herrliche Umfassendheit des Wortes Begriff!) und definiert wurde. 
Ganze Kapitel der Weltgeschichte sind schon deshalb in die Gestalt einer Komödie gerückt. Und so verstanden ist es wirklich aufregend, was wir derzeit erleben: Wir erleben etwas, das tatsächlich in die Geschichte eingehen wird. 
Denn das Gravierende, das in jedem Fall für die Geschichtsbücher ausreichen wird, ist der unermeßliche Schaden, der bereits angerichtet wurde. Also dieses Zeil ist von den "Auserwählten", den "Erlösergestalten" der Gegenwart, schon erreicht. Aber es wird eine Komödie sein. Über die spätere Generationen den Kopf schütteln, hoffentlich aber so herzlich lachen werden, wie über Lysistrata oder Samia.
Wenn hier als aktuelles Beispiel dafür eine der zahllosen Detailverordnungen und -erlässe dieser Regierung angeführt werden soll, ohne noch groß darauf einzugehen, weil sie von selbst spricht, dann nur, um genau diese wunderbare, geheimnisvolle Vorsehung Gottes, den logos der Welt und Schöpfung, zu belegen: 

Die Regierung aus Türkis-Grün vulgo ÖVP (die Entsprechung zur bundesdeutschen CDU/CSU), mit Kanzler Kurz an der Spitze, und Vizekanzler Kogler als Adlatus, hat nämlich wieder einmal Erlässe im Bündel herausgegeben, um der Coronakrise ein so wirklichkeitsähnlich wie möglich gefärbtes Kleidchen umzuhängen. (Sodaß man sich allen Ernstes fragen  muß, ob nicht die Regierung selbst ein ganz anderes Ziel hat als die Bevölkerung glaubt: Nämlich das, eine wirkliche Komödie realiter zu inszenieren, mit einem freilich nietzscheanisch-wagnerianisch gewaltigen Kulissen- und Kostümefundus, samt einer Staatskasse wie die von König Ludwig, die am Ende ebenso leer und überzogen ist.)

Welch Absicht sich aber in zahllose Ausführungsverordnungen ergießt, die manche entzückende Details festlegen. Denn ein Schöpfer eines Stücks sieht es ja vor sich, und ist manchmal bis ins Detail besessen von seinen inneren Bildern. Wie zum Beispiel jenem, wie sich inmitten von Abstandsverordnungen und Maskenpflicht ... Blasmusikkapellen, diese wunderbaren Instrumente österreichischer und bayrisch-süddeutscher Volkskultur beim Durchschlängeln der Gassen und Straßen ihrer Heimat zu verhalten und zu präsentieren haben.

Wo es da lautet: 
Blasmusikkapellen haben nur mit Mundschutz aufzutreten. 

Bild Unser-Mitteleuropa
Was eigent sich besser als Blasmusik, die dem Österreicher und dem Süddeutschen generell, dieses Wahlvolk per excellence, bis ins Blut vertraut ist, um den wahren Herren der Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen? Diesen Herren in seinen wahren Absichten zu zeigen, und gefälligste Ehrerbietung zu erheischen, die nötigenfalls sogar mit Polizeigewalt durchzusetzen ist? Was eignet sich besser als dem Bläser einer Tuba einen Gazevorhang vor den Mund zu gebieten, durch den er sein Humbdada zu pressen habe?

Freunde, wir haben den Witz gewollt, aber wir haben es nicht zugegeben, daß er uns beherrsche. Nun aber haben wir diese geheime Absicht erfüllt bekommen: Der Witz beherrscht uns! Deo gratias. Glücklich somit derjenige, der den wahren Charakter dieser Zeit erkennt. Gott schütze hingeben denjenigen, der das nicht tut, der an den Ernst dieser uns an die Gerufenheit seiner Stunde glaubt. Er ist der, über den in 50 und in 500 Jahren gelacht werden wird. Denn er ist  lächerlich. 

Das Lachen, das er verdient, haben zu seiner Zeit vielleicht noch nicht viele geerntet, und manchmal wissen überhaupt nur die Schreiber von Komödien darum. 

Aber auf jeden Fall haben es die Künftigen, als einer der vielen Schätze der Erinnerung, der ihnen eine Stunde des Witzes gewährt, wann immer sie diese Schatzkiste öffnen. Und in diese Kiste legen wir auch diese Episode, stellvertretend für eine Epoche. Alhamdulilah.



*140520*

Sonntag, 31. Mai 2020

Vielleicht wollten alle nur noch lachen (2)

Teil 2) Man kann es natürlich auch ganz simpel sagen: 
Stell Dir vor, ein ganzes Volk, ja die halbe Erde 
lebt in einer riesigen Komödie. 
Und warum tut sie das? Weil es niemand merkt!
Dabei ist es so offensichtlich!


Eines hatten aber Aristophanes und Menander sicher sowieso gemeinsam, und alle Komödiendichter seither: Beiden haben mache Zeitgenossen so manche ihrer Komos-odeion, dieser Gesänge der Zecher, nicht verziehen. Weil sie Ernst als Stimmung verlangten, aber etwas völlig anderes ernteten: Weil alle die Jahrhunderte und Jahrtausende später die Menschen herzlich über diesen "Ernst" lachten. 
Deshalb ist die Komödie immer eine Erscheinung, die der Philosophie folgt. Diese wiederum ist eine Folgeerscheinung auf den Zerfall einer Gesellschaft hin. Weil Philosophie immer der Versuch ist, eine heile, vollkommene Welt zu rekonstruieren. 
RE-konstruieren. Sie sucht also nach dem Anfang, nach dem Früher. Der Philosoph ist seiner Natur nach streng reaktionär, sozusagen, rückwärtsgewandt, von Sehnsucht nach dem Anfang zerfressen, daß er nichts tut als ihn in Gedanken suchen. Nicht arbeiten. Nicht nutzangewandt leben. Denken. Und das ist ein Suchen nach dem Anfang.
Ist der Philosoph (diese Vorstufe zum Dichter, den er nicht erreicht, denn der Dichter HAT den Anfang, aber das ist eine andere Geschichte) das nicht, also reaktionär, sehnsüchtig nach dem Früher, ist er Ideologe. 
So ist die Philosophie gleich der Frage, warum etwas nicht mehr so wie früher funktioniert, so einfach so selbstverständlich wie früher. Sondern warum es nun konstruiert werden muß. Was die Ideologie auf den Plan ruft. Die Philosophie ist die Antwort auf die Ideologie, sozusagen, die zeitgleich auftritt. 
Dieser (eigentlich sehr ernste, existentielle, als Notruf zu verstehende) Ernst wird aus der Natur der Philosophie, die im Unausschöpfbaren endet, in der Dauer überzogen. (Was die Ideologie als direktes Beispiel sogar vor Augen stellt: Die Ideologie ist immer lächerlich.) 
Deshalb folgt der Philosophie die Komödie. Wie gesagt: Lachen, weil der Ernst zu lange dauert und diese Dauer mit unerträglicher Intensität zu tun hat. Dazu ein andermal sicher noch mehr.
Herrschaften, so sehr lachten sie damals, so sehr lachen wir auch diesmal, daß wir allzu gerne vergessen, daß alles das, worüber wir lachen, an irgendeinem Punkt der Geschichte eben einmal ERNST genommen worden war. Und daß das, was wir heute ernst nehmen, von dem einen oder anderen schon jetzt, von der Geschichte aber auf jeden Fall, irgendwann, als das erkannt wird, was es ist: EIN WITZ.
Den Komödiendichter unterscheidet von seinen Zeitgenossen nämlich nur eines: Sie sind Schelme. Weil sie den wahren Charakter ihrer Zeit erkennen, während andere das nicht tun. Ohne deren Ernst gäbe es keine Komödie! Das müssen wir wissen, wollen wir noch lachen können und nicht selbst am Ernst, der gar keiner ist weil er diese Etikettierung nicht verdient, ersticken. 
Während also ihre Zeitgenossen Ernst zu sehen meinten wußten diese wenigen, daß das so gar nicht stimmte. Solche Schelme waren dieser Aristophanes und dieser Menander, wobei über die Wirkung des einen auf den anderen streiten Philologen bis heute, streiten also darüber, wer von beiden wirklich ernst zu nehmen ist, und wer ein Witz ist.

Aber über einen gibt es nichts zu streiten, nämlich über den wahren Helden wie wahren Schelm der Welt und der Geschichte. Von dem auch Aristophanes und Menander abgekupfert haben. Denn der steckt in den Dingen selbst, weil er sie überhaupt erst Dinge sein läßt: Der steckt im LOGOS.
Sinn in den Dingen, weil deren innerster, Sinn aus und über den Dingen, weil zugleich deren äußerster, äußerlichster Charakter - ihr Sein als Seiende. Der durchwirkt von diesem logos ist, diesem Sinn von und in allem. Kompliziert? Vielleicht. Aber nur ein bißchen. Dem Heiteren, lieber Leser, und das vergesse er nicht, dem Heiteren ist alles leicht! Also lache er. Dann wird es sich ihm erschließen.
Jedenfalls ... dieser logos nutzte wie Aristophanes und Menander die Realität der Entscheidung einer Mehrheit der Bevölkerung Österreichs. (Zu welcher Entscheidung ihr die übrigen deutschen Völker herzlichst und berauscht gratulierten, immerhin war Wien seit einem Jahrtausend fast der Kopf dieser Völker, sodaß sie schon aus nicht erlahmender Gewohnheit hinblickten.)

Im Blick auf eine Bevölkerung ihren geheimen Willen zum Witz und zur Lächerlichkeit, diesen Vater so großer Dichter wie Johann Nestroy oder Karl Kraus (beide Seher des Wirklichen als Witz ihrer Zeit weil in völligem Gegensatz zu der geläufigen Erzählung) umsetzte. Einer Bevölkerung. Denn von Volk läßt sich hier nur bedingt sprechen. Das ist der Grund, warum der Österreicher lieber eine Komödie lebt, weil immer so tut, als sei das, was er tut, nicht ernstzunehmen. Zumindest distanziert er sich in jedem Fall davon. Außer es hat Erfolg und wird von den deutschen Völkern angesehen.

Diese Bevölkerung tat diesen Willen kund, indem sie eine an sich schon lächerliche Gruppierung aus lauter Etikettenschwindlern (Österreicher eben), mit einem lächerlichen Kanzlerjungen an der Spitze, zu Regierenden wählte. Und dann etwas erlebte, mit dem sie nicht gerechnet, das sie aber so gewünscht hatten. Was sich schon in der kurz zuvor getroffenen, seltsamerweise nahezu kontradiktischen Wahl zum Ausdruck gebracht hatte. Sodaß also ÖVP-FPÖ flugs ins Gegenteil, in ÖVP-Grüne rutschte.

Welch Beweis, daß Geschichte die Geschichte eines Seins ist, WEIL es dauert, und in der Dauer, die eine Aufeinanderfolge von Erkenntnissen ("Dingen") ist, seinen logos zeigt, seinen wahren Sinn.


Morgen Teil 3) Und stelle Dir vor, wir leben in einer Komödie. 
Und tun so, wie Kinder beim Spiel, als sei das tief ernst. 
Stelle, werter Leser, Dir das nur vor - mußt Du da nicht lachen?
Und ist das nicht auffallend leicht? Was hat uns das zu sagen?



*140520*

Samstag, 30. Mai 2020

Vielleicht wollten alle nur noch lachen (1)

Was ist der Witz? Streng zu unterscheiden von Heiterkeit, und auch nicht dasselbe wie Humor, lebt das Witzige aus der ... Zeit. Aus dem Nach- und Hintereinander, und dabei also von der Dauer. Es ist die Dauer, die aus ernster Regel den Witz und gar die Lächerlichkeit ergibt, ja macht. Welche beide erst wirkliche Schwestern sind. Machen, schaffen im Sinne der menschengebundenen Welt läßt sich aber nur, was bereits in den Dingen selbst angelegt war. Nichts läßt sich deshalb so wenig "erfinden", aus dem "Nichts" schaffen, wie der Witz.

Daß die in Wahrheit nie ernste, nur ernstgemachte und erst in den Folgen schwerwiegende, fatale und oft genug tödliche "Corona-Krise" nicht nur jedes Zeitmaß überzogen hat, sondern welcher Art sie von Anfang an war, zeigt sich deshalb im Charakter der Lächerlichkeit, den sie von Beginn an hatte, mittlerweile aber so deutlich erkennbar angenommen hat, daß man fast meinen müßte, sie bettele darum, endlich aus dem Verließ des Ernstes entlassen zu werden, und in ihre wahre Natur ausbrechen zu können - die der Lächerlichkeit, des Witzes. 
Freilich, was alles (und an durchaus Ernstem) sich daraus schließen läßt, daß die Bevölkerung so bereitwillig und in so überwältigem mehrheitlichen Ausmaß dieser Lächerlichkeit, diesem Programm des Witzes, zustimmte, läßt viel an Deutung zu. 
Aber auch die eine: Vielleicht wollten alle, ausgehungert vom langen trüben Winter, endlich nur noch lachen, wagten es aber nicht? Vielleicht setzten die Menschen ihren innersten Willen also auf eine Weise um, die wahrlich dem Wesen Gottes entspricht: Seinem Wesen als logos, der sich wieder einmal in der Geschichte in Zeit und Dauer als Meister des Hintersinns erwies, und dem Bösen, das stets das Böse will, das Gute entlockte weil dazu zwang: Auch das Böse kann sich nur deshalb als Welt zeigen, weil es in sich Sein, also ein Gutes trägt, das sie aber in ein anderes Licht stellt. 

Und wir sind es, die durch dieses Licht sehen. Nicht das Sein in den Dingen ist deshalb gut oder schlecht, es ist immer ein Gut. Aber Zeit und Dauer sind Elemente des Lichts, sie gehören nicht einer Essenz zu: Zeit hat kein Wesen, sie "isset" nicht, sie ist nur ein Element in der Sphäre des Geistes. Und also eines des logos. Also des "auf - zu", des Sinnes sohin.

In einer geschichtlichen Realität, in der sich der Witz als die uns bis ins letzte Knöchelchen beherrschende Bewegung erweist und etabliert, zeigt sich somit logos. Der sich in diesen Tagen und Wochen und Monaten so deutlich artikuliert, daß man es an prominenter Stelle den Archiven anvertrauen muß, die in fünfzig Jahren reiche Lieferungen an die Komödien- und Kabarett-Bühnen sein werden. 

Und dann zeigen, welche wirkliche Wirklichkeit hinter diesem Gespenst stand, das uns heute beherrscht, und uns "Ernst" entlocken will, der je länger er dauert und je mehr er sich damit entfaltet, seine wahre Bestimmungsart beweist: Den Witz. 
Er tut es so, wie es Aristophanes einst vorbildlich weil mimetisch abguckte, daß er zum Maßstab für den Witz seit dem 5. vorchristlichen Jahrhundert wurde, sodaß alle Komödien seither nur noch Plagiate sind. 
Der olle Grieche wußte wie alle Griechen, daß der Mensch nichts "ex nihilo schaffen" kann, sondern immer nur den logos, das in und hinter allem stehende Prinzip des Wortes, "imitieren" kann. Witz bedient sich also immer eines Seienden. 
Witz ist deshalb nie eine Frage des Seins, des Dings gewissermaßen, des Etwas, sondern der geschichtlichen Dimension alles Seins - dem, "was" etwas "für" und "in" einer geschichtlichen Zeit "bedeutet".
So schuf Aristophanes, dieser Meister des Faches, wie ihn jeder Altphilologe und jeder Liebhaber des Sommertheaters an lauen, grillenbezirpten Abenden nennen wird, seine Komödien.

Die wiederum selbst von jemandem abgeguckt waren, nämlich von dem in den Augen des VdZ wahren Genies der Komödie, von Menander. Von dem aber leider, und wirklich leider keine ausgeführte Komödie überliefert ist. Nicht ganz, bis auf eine; aber wichtiger in dem Fall, weil sie beweisen, wie sehr alle von ihm abgekupfert haben, sodaß man Menander fast als den Erfinder der Komödie bezeichnen könnte: Bis auf einige kleine Fragmentstückelchen.

Welch erschütternden archäologischen Befund wir dem für unsere eigene Geistesgeschichte so schrecklichen Brand der Bibliothek von Alexandria zu verdanken haben. Aber das ist eine andere Geschichte. Allah, der Allerbarmer, möge diese Bösewichte in die tiefste Hölle stoßen.

Auf welche Menander sich aber alle späteren Komödiendichter, die die Geschichte kennt, mehr oder weniger ehrenhaft weil mehr oder weniger demütig bezogen, oder dieses geistigen Diebstahls (der nur unehrenhaft ist, wenn sie ihn so gar NICHT erwähnt haben) überführt werden können. Wenn, nennen sie vor allem ... Aristophanes. Allah der Allerbarmer möge sich seiner Dichterseele erbarmen, den Dichterseelen sind Diebesseelen. Leider. Selbst Menander hat also nur abgekupfert, davon können wir ausgehen. Von wem? Gleich dazu.

Morgen Teil 2) Man kann es natürlich auch ganz simpel sagen: 
Stell Dir vor, ein ganzes Volk, ja die halbe Erde 
lebt in einer riesigen Komödie. 
Und warum tut sie das? Weil es niemand merkt!
Dabei ist es so offensichtlich!



*140520*

Dienstag, 28. April 2020

Ein Daseinsgefühl und eine Eilmeldung!

Aus eigenem Erleben kann der VdZ berichten, wie sich sein Daseinsgefühl in den letzten Monaten durch die Anbindungen ins Umfeld verändert hat. Das bis vor der Corona-Krise als ein Dasein in einem ontologischen - und DESHALB - Rechtsraum empfunden worden war. Das ist ihm erst jetzt bewußt geworden. Denn, das ist es nicht mehr. Er fühlt sich nun nicht mehr in einem absoluten Rechtsraum, der (trotz aller Rechtssprechungspannen etc.) in jedem Fall maßgeblich ist und selbst der Exekutive vorausgeht. Weil er letztlich von keiner Person abhängt. Nun aber fühlt er sich in einem Rechtsraum, der von der Willkür von Menschen abhängt. Und das verursacht schlimmstes Unbehagen.

Das wurde ihm bewußt, als er eine Schlagzeile in der Zeitung las: "Trotz Ausgangsbeschränkungen Minister stellt klar: Private Treffen sind DOCH erlaubt." Es war seit 15. März legal (!), private Treffen abzuhalten, und jeder war unter Einhaltung von gewissen Vorkehrungen (Sicherheitsabstand) berechtigt, sich OHNE ANGABE VON GRÜNDEN im Freien aufzuhalten. 

Wissen Sie, geneigter Leser, warum das der Herr Minister gesagt hat? Weil ihm nun offenbar das große Muffensausen gekommen ist, weil er (und die Regierung) auf absurde, auf gotteslästerliche Weise gegen Recht und Verfassung des Staates verstoßen hat. Das ist normalerweise ein Grund, ins Gefängnis geschickt zu werden. 

ABER SO ETWAS IST NICHT NUR MÖGLICH, SONDERN ES IST OFFENBAR GANZ LEICHT MÖGLICH. Wir haben bisher also gar nicht in einem Rechtsstaat gelebt, sondern in einem Zustand, wo so etwas Ähnliches wie ein Rechtsstaat geduldet worden war, BIS ES JEMANDEM NICHT MEHR SO GEFIEL.

Wissen Sie, werter Leser, was da passiert ist? Da hat der Regierung irgendjemand geflüstert, daß bei den Maßnahmen, Erlässen und Verkündigungen (als Maßgabe der Gesetze, mancher nannte das "Twitter-Legislative" oder "Pressekonferenzen-Gesetze"), grobe Rechtsverstöße und Grundrechtsverletzungen vorlagen. Nun zieht die Regierung ÖVP-Grüne die Reißleine, weil das böse Konsequenzen haben könnte.  

Die alles entscheidende Frage in unseren Ländern (hier: Österreich) wird nun sein, ob es einen Rechtsmechanismus gibt, der diese Rechtsbrecher auch vor Gericht stellt und gegebenenfalls verurteilt. Oder ob wir - ganz real - in einer Diktatur leben.




*270420*

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Warum sich die FPÖ nicht durch Ibiza zerlegt hat (3)

Teil 3) Egal was gewählt wird. 
Es kommt immer antikatholischer Liberalismus heraus.



Ihr sind wie 1933 unter Papen die wahren Konservativen, die christ-katholischen Kernschichten, wieder einmal auf den Leim gegangen, indem sie sich der Illusion überließen, diese Bewegung "zu verchristlichen", um endlich die "konservative Revolution" als Rückkehr zur Vernunft zu schaffen. Was 1933 schiefging, scheitert nun regelmäßig auch in Österreich, wir erleben es laufend, und alle 16 Jahre, wie das FPÖ-Urgestein Andreas Mölzer (heute gesuchter Gesprächspartner in allen Medien, auch den öffentlich-rechtlichen Österreichs, während er vor zwanzig Jahren noch für alle der Vorzeigenazi war) sagte.

Sie aber haben sich durch inhaltliche Themen angesprochen gefühlt, waren realistisch genug, von den Spitzen der Partei nicht allzu viel zu erwarten. Und - nicht zu vergessen! - sie haben sich durch ästhetische Kriterien angesprochen gefühlt, auch wenn das kaum jemand zugeben wird. Denn die Einführung einer berittenen Polizei durch FPÖ-Innenminister Herbert Kickl - übrigens der einzige der FPÖ-Führung, der den typischen Fallen des Emporkömmlings bemerkenswert entflohen ist - war ein Akt, dessen Gestalt-Wirkung nicht zu unterschätzen ist, so klein, ja lächerlich klein er auch scheint. Kickl inszenierte Grenzmanöver der Polizei, die Symbolwert hatten, und textete die Schilder an den Zugängen der Asylantenheime um. Nur lächerliche Symbole? Nein. Wahrheit, die beim Wort beginnt. Herbert Kickl hat immerhin etwas begriffen, das dem VdZ in seiner Zeit bei der Diözese St. Pölten (unter Bischof Krenn) wie Kickl zum absoluten Haßobjekt gemacht hat: Er hat begriffen, daß das Gute im Kleinen beginnt. Im Kleinen muß man deshalb hart weil prinzipientreu bleiben, darf nicht den Fehler machen, alles in die großen Debatten abschieben zu wollen. Das Gute braucht Konkretion, richtige Konkretion.  Denn dort spielt die Musik.

Während aber die Berittenen noch so irgendwie weiterexistieren, zumindest vorläufig, hat man diesen Schichten nun die Inhalte vor der Nase weggenommen. DAS war der Grund, warum viele nicht mehr wußten, warum sie wählen gehen hätten sollen. Zumal die Konstellation nach der Wahl - haushoher Sieg der Kurz-ÖVP, Wiedereinzug der Grünen ins Parlament, damit Koalitionsfähigkeit dieser beiden Gruppierungen - für niemanden überraschend, also lange vorher abzusehen war. Es war ihre aktuelle Wahltaktik, die etwas geoffenbart hat, was sich aus diesen Kreisen niemand je gewünscht hätte: Daß auch die FPÖ bereit ist, sich dem Wahnsinn der Gegenwart so rückhaltlos auszuliefern.

Die nun zu übersehen scheint, daß sich ein Gutteil gerade ihrer konservativen, "rechten" Wählerschaft auch als Gegner der Moderne sehen. Man unterschätzt immer noch und immer wieder neu, daß sich Politik und politische Intention aus einer Gesamthaltung generiert. Wenn es so aussieht, als ließe sich über Sachfragen und Einzelthemen Politik machen, so hat das verschiedene Gründe, die aber immer wieder auf eine Basis zurückfallen, die viel grundsätzlicher weil eine ontologische Frage ist. Deshalb geht es auch in der Klimafrage nicht um Klima oder Klimarettung! Es geht um den Gesamthorizont der Vernunft!

Und das ist etwas anderes, als es die Aufklärung meinte. Auch der VdZ war eine Zeit der Meinung, daß die FPÖ das kapiert habe, so wie die AfD in Deutschland. Aber auch er hat sich getäuscht. Diese Alternative gibt und gab es gar nicht, ja es gab sie gar nie! Daß man sie in der FPÖ vermutet hat, und zwar weithin und vielfach, hat lediglich den Grund, daß sich diese Partei als "Rettungsinsel" angeboten hat, als Refugium gegen die Unvernunft der übrigen Ideologien. Aber das ist ein Irrtum, der nicht zum ersten Mal begangen wurde.

Hat noch nie jemand darüber nachgedacht, warum Norbert Hofer, einer der beiden Parteispitzen nach Strache, vom gesamten politischen Spektrum des Landes so als seriös gelobt und akzeptiert wird? Richtig. Weil er gar kein Widerspruchsträger ist, der wo er als solcher gesehen wurde von einer FPÖ-Linie profitiert hat, die er selber als falsch zu sehen scheint, die er nun "modernisieren" möchte. Er ist vielmehr der, als der er sich präsentiert hat: Der brave und niedliche Butzibutzemann, die charisma-schwächere Variante von Kurz, der aber der Moderne, die in ihrem Wesen links (und damit, damit! oligarchisch!) ist, gar nicht entgegensteht. DESHALB können speziell deutsche Bundesbürger oft nur staunen, daß man in Österreich (ganz anders als der AfD in Deutschland) doch recht breite Akzeptanz als politische Kraft entgegenbringt. Der VdZ hat das Staunen im Ohr, das ihm seine deutschen Freunde am Sonntag kund taten, als sie die Wahlsendungen verfolgten: Die Freiheitlichen werden hier von den Medien ja ganz "normal" behandelt!?


Katholiken sind strunzdumm-naiv

Ob also nun dieser Hofer, der das Wort von "moderner Partei" aufbringt, in der Lage sein wird, eine FPÖ anzuführen, die in der Oppositionsrolle steht in der sie bislang gemutet wurde, ist stark anzuzweifeln. Es sei denn man begnügt sich wieder mit der alten 5-Prozent-Partei, als die sich die FPÖ vor Haider, zuletzt unter dem Obmann Norbert Steger, der sich der eigentlichen Wurzeln der Freiheitlichen noch sehr deutlich bewußt war, regelrecht einbetoniert hat.

Aber es sind diese gar nicht zu vermeidenden Rückschläge, die Mölzer meinte, wenn er sagte, daß es die FPÖ alle 16 Jahre zerlegt, wenn den Konservativen, den Christlich-Konservativen bewußt wird, daß ihre Hoffnungen nicht erfüllt werden. Eine Wählerschicht, die leider - man sieht es am Beispiel USA, die seit je ein ähnliches Phänomen zeitigt - immer wieder so leicht täuschbar ist, weil sie an ihrer permanenten Niederlage im Zuge des Kulturzerfalls des Westens nach jedem Strohhalm greift, der sich ihnen bietet. Und darin immer wieder meint, daß sich mit dem Liberalismus, der Aufklärung, und damit - drauf laufen alle diese Ideen nämlich hinaus, die alle auf demselben Grund stehen - der Linken doch wenigstens über eine Strecke des Weges aus Pragmatismus gehen ließe. Bis der Weg frei ist für ein wirklich konservatives, traditionsverwurzeltes Land.