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Dienstag, 30. August 2022

Der immer dringendere Verdacht

Der Verdacht erhärtet sich von Woche zu Woche mehr. Die Gutmenschen und Weltretter spielen ein ganz übles Spiel mit uns. Die explodierenden Strom- und Energiepreise sind keineswegs den geschichtlichen Ereignissen zuzuschreiben, sondern die Auswiurkungen davon, daß die Grünen ihre vermaledeite Suppe kochen, und burtal und radikal die "Erneuerbaren Energiequellen" auf Kosten der Bevölkerung durchdrücken. Es könnten aber auch hellrosa Knallfrösche sein, die wir täglich zum Frühstück schlucken müssen, es geht ohnehin um etwas ganz anderes als um Wahrheit oder Wissenschaft.

Es geht darum, daß alle Grüne und Gutmenschen bösartige Gewaltcharaktere sind, die ihre zivile Inkompetenz durch Machträusche anderer Art kompensieren. In denen sie anderen die Lebensweise auf den Kopf stellen, und zwar egal, wie die auch nun aussehen würde. Denn Vernunft spielt da nie eine Rolle, es geht nur um subjektiven Machtrausch, um die libido dominandi.
Die Welt- und Klimaretter der hohen Moralkategorie werden deshalb alles daran setzen, daß die Gesprächskanäle mit Rußland für alle Zeiten geschlossen bleiben. Nur so können sie ihre Spiele der "wenn man alles enpreist, hohen Kosten konventioneller Energie" aufrecht halten. Nur so können Grüne ihre skrupellose Radikalität - anderen gegenüber - durchdrücken.

Montag, 13. Juni 2022

Triviale Fakten

Man kann Hans Werner Sinn sicher nicht vorwerfen, daß er ein alternativer Denker oder gar ein rechter Recke der Kritikasterheere wäre. Eher müßte man ihm vorwerfen, daß er vor allem bis zu seiner Pensionierung vor ein par Jahren viel zu wenig robust aufgetreten ist, und er sieht ja auch eher aus wie Heini Hasenfuß, und nicht wie Klaus Störtebeker.  Vielleicht hat er auch zu gerne glauben wollen, daß es noch Fachwissenschaft und Kollegen gibt, die wissenschaftlich seriös arbeiten, deren Aussagen er also glauben "darf", ohne den theoretischen Bodensatz aufzuarbeiten, in dem klar würde, daß Naturwissenschaft niemals URSACHEN, sondern immer nur TATSACHEN und PHÄNOMENE finden kann.

Es nimmt ihm nichts von der Schuld. Immerhin aber sagt er jetzt Dinge in einer Nücchternheit und Klarheit, die immer wiedre vor Augen geführt werdfen müßten, um endlich diese Hekatomben von Saftschleudern zurechtweisen zu können, die uns Tag für Tag die Luft zum Atmen nehmen und den letzen Penny aus der Tasche ziehen wollen. 

Mit absurden, geistesgestörten "Visionen", denen sie auch noch die Autorität umhängen, die vergangenen Ämterstrukturen entsprach, und die sie gestohlen, besetze, geraubt und mißbraucht haben, um nun ihre verantwortungslose Scheinwelt aufzubauen, die nur einem Zweck dient: Die alterantive Zeugungsmacht des Kastraten zu beweisen.

Diese Verwirrtheit kann in der Regel schon die Besinnung auf die trivialen Fakten aufhellen, vor allem wenn wir wie heute erleben, daß der ständig noch wachsende Schalldruck aus unserer Umgebung den Mündern Wirrer zu verdanken ist. 

Donnerstag, 24. September 2020

Die Auslöschung des Menschen ist das Ziel (2)

 Teil 2)


Etwas, das sämtliche Ideen "nachhaltiger Energieversorgung" unter Ausschaltung fossiler Verbrennung ganz sicher NICHT leisten können. Noch dazu, wo diese Arten der Energieherstellung von einem Wohlstandsniveau ausgehen, das ohne fossile Brennstoffe gar nicht erreichbar ist. 
Sie sind anderseits mangels Energiedichte (also dem Verhältnis von eingesetzter Ressource zu erzieltem Ertrag) auch nach technischen Standards so wenig effizient (verglichen mit fossilen Brennstoffen um Potenzen weniger!) daß MIT ihnen dieses Wohlstandsniveau gar nie erzielt werden kann. Geht man aber - umgekehrt - von geringerem Wohlstand aus (was immer heißt: Qualitative Verringerung) fehlen den Volkswirtschaften die Mittel, um solche teuren Energieformen überhaupt zu betreiben. 
DAS ist der Grund warum es moralisch unvertretbar ist, meint William M. Briggs, die von Weltrettern (darunter die UNO) vorgeschlagenen Maßnahmen (wozu auch die Propagierung von Verhütung und Abtreibung gehört) zu unterstützen, wie es unfaßlicherweise der Vatikan fordert und tut, die die geforderte Reduktion der globalen Erwärmung bewirken sollen. 
Völlig unabhängig davon, daß diese Maßnahmen sowieso auf wissenschaftlich unvertretbaren Annahmen über das Weltklima fußen, und ihre "moralische Dringlichkeit rein aus Gründen einer möglichen, das heißt irrationalen, rein "in der Phantasie ausgemalten Gefahr" beziehen. 
Noch ein paar Zahlen, immerhin ist Briggs ja Statistiker, und hier immer besonders ergiebig: Angenommen, wir sagen, wir würden auf das globale Wohlstandsniveau von 1970 zurücksteigen, dann hieße das eine Reduktion des weltweiten Wohlstandsniveaus um fünfzig Prozent! Im selben Zeitraum (1970 bis 2009) ist wegen des höheren Wohlstands die Kindersterblichkeit um neunzig Prozent gesunken, und die Lebenserwartung im globalen Mittel von vierzig auf sechsundfünfzig Jahre gestiegen.

Uff, daran hatten wir doch gar nicht gedacht. Aber was ist denn nun die Absicht der Weltretter durch Beendigung der Verbrennung fossiler Rohstoffe, um dadurch (sic!) die globale Temperatur zu senken bzw. an ihrer weiteren Erwärmung zu hindern? Dem Klima ist es einerseits ziemlich wurscht, ob die USA Öl und Kohle verbrennt oder nicht. Was kann man dann also wollen? 

Was kann die UNO wollen, die doch ganz offensichtlich von einer völlig anderen Wertebasis ausgeht als es der Vatikan und die Katholische Kirche tun? Denn die UNO sehen nicht ZUERST den Wert des menschlichen Lebens, wozu durchaus ein gewisser kultureller und güterbezogener Wohlstand gehört, und nur das kann das Bezugsmaß einer menschlichen Volkswirtschaft bilden. 
Das Bezugsmaß für menschliches Wirtschaften und Leben kann aber nicht, wie es die UNO offensichtlich fordert, die Ausschaltung jeder Auswirkung menschlichen Handelns auf die Erde sein! Was man ganz unbestreitbar durch das Herstellen globaler Armut erreichen will. 
Wo ist nun der Beweis für die Mär, in der Papst Franziskus sich als "Armut der Armen" bezeichnen läßt - ein Titel, den die Kirche übrigens seit je hatte, der also keine Erfindung dieses Papstes ist.
Wir müssen spekulieren, wenn wir nun endgültig darüber nachdenken, was also mit dieser Weltrettung durch Klimarettung beabsichtigt sein kann. Wir müssen vom Cui bono ausgehen, und wir tun das mit einer sehr realistischen Grundlage:

Als Ziel aller politischen Maßnahmen, die eine lokale Temperatur- und Wetterbezwingung als Folge einer Bezwingung eines globalen Klimas bewirken sollen, bleibt nur noch eines übrig: Der Mensch. Die Auslöschung des Menschen. Darum geht es, und sie ist das Ziel.


*Aus gegebenem Anlaß und unter Bezug auf Leser R: Die auf ihre Weise hochgradig aussagekräftige Absurdität des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen - aussagekräftig, weil sich Dämonie auch im Widersprüchlichen zeigt - um "das Klima zu schützen", zeigt in wunderbarer Klarheit ein Interview, das in diesen Tagen auf Servus TV erschien. Wo von einem der maßgeblichen Motoingenieure der Autoindustrie das Elektroauto - nachgerade zum Symbol der Weltrettung geworden - als sogar kontraproduktiver Holzweg in all seinen Aspekten aufgezeigt wird. 

Und die Kunden wie die Hersteller wissen das. "Was ist das für ein Produkt, das nur über immer mehr Förderung überhaupt verkaufbar ist?" Nach acht Jahren, so Prof. Fritz Indra, ist eine Batterie am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Sie kostet aber fast die Hälfte des Preises eines Elektroautos. Das bedeutet, daß nach acht Jahren das gesamte Kapital "Auto" verloren ist, denn eine neue Batterie wird niemand mehr kaufen, mit Recht. Im übrigen ist das Auto dann Sondermüll. Dazu kommen weitere (absurde) Bedingungen der Nutzung von E-Autos. So nebenbei weiß noch niemand was es für Folgen zeitigt, beim Fahren auf so hohen Spannungen zu sitzen ...

Heute und auf unabsehbare Zeit werden nämlich 50 % der Energie, die für die Herstellung eines Autos notwendig ist, für die Herstellung der Batterie verwendet. Die Rohstoffe benötigt, die unverantwortbaren Förderbedingungen unterliegen. Und deren Herstellung, so nebenbei, völlig in der Hand Chinas ist. Das dafür, so nebenbei, den Strom aus Kohlekraftwerken verwendet. Denn woher sollte er sonst kommen? Und woher sollte er kommen, wo doch das Elektroauto nichts anderes als ein ZUSÄTZLICHER Stromverbraucher ist? 

Sogar der Betrieb ist viel bis sehr viel teurer als der eines Autos mit fossilen Brennstoffen. Selbst die Plug-in-Antriebe sind ein grotesker Irrweg. 

Die gesamte Diskussion "E-Auto" wird somit von reinem Wunschdenken gesteuert und ist ein "Märchenland". Die Technik "E-Batterie" ist ein Irrweg. Nicht zufällig hat sich die Firma BOSCH vor einem Jahr aus der Forschung in diesem Bereich zurückgezogen: Das war richtig, meint Prof. Indra. Die Batterie ist keine realistische Perspektive. 

Und wer hat das längst erkannt? China. Das zwar für den Westen brav die geforderten Batterien herstellt, selber aber ganz offenbar auf Brennstoff-Autos setzt, die freilich mit einem Kraftstoff betrieben werden - der aber (synthetisch) aus Wasserstoff hergestellt wird.

Zumal auch das herkömmliche Wasserstoffauto, der Wasserstoffantrieb, keine Zukunft hat. Mercedes hat vor zwei Jahren aufgehört, Wasserstoffautos (von denen knapp 2.000 Stück gebaut wurden) zu produzieren. Es scheitert an der Wirklichkeit.



*170920*

Mittwoch, 23. September 2020

Die Auslöschung des Menschen ist das Ziel (1)

Ein Austausch von Werten solle stattfinden, so verkündete der Vatikan bei einer Weltkonferenz, bei der sich die katholischen Wichtigsten dieser Erde mit den klimarettungsbeflissensten Organisationen dieser Erde zusammensetzten. Ein Austausch von Werten? Oh, da geht es sicher um die Heiligkeit des Lebens, um die Berufung des Menschen unter Gott, dessen Abbild und Ebenbild der Mensch ist und deshalb vor allem sein soll und wollen soll (denn das ist "sein" und "ist": Eine Dynamik der Selbstüberschreitung auf ein Ziel zu, nicht statisch).

Aber wie soll man sich dafür einen Austausch von Werten mit Gesellschaften und Organisationen vorstellen, die explizit als wichtigstes Mittel zur Rettung des Weltklimas vorgeben, die Zahl der Menschen durch Verhütung, vor allem aber Abtreibung reduzieren zu wollen? 

Also muß man schon hier einmal kräftig schlucken und die Frage stellen, was da überhaupt läuft. Ob mit einem Mal doch die Mittel schlecht sein dürfen, um ein gutes Ziel zu erreichen? Ob nun die Intention einer Reduktion der Menschen ausnahmsweise erlaubt ist, weil das höhere Ziel die Rettung des Weltklimas sei. 

Aber lassen wir das einmal, meint William M. Briggs in einem Radiogespräch, das dieser Tage stattfand. Briggs war nämlich in Rom dabei, und er hat dort in einer Pressekonferenz eine Studie (mit) vorgestellt. In der es um eine interessante Annahme ging, nämlich um die Berechnung der Folgen, wenn die Welt und vor allem die USA alles so machen würde, wie die Klimaretter es fordern. Und wenn dazu alles das als wahr angenommen wird, was eben diese Gruppen und Personen als Fakten und Zahlen verkünden, die "Klimaleugner" also klein beigeben und sagen, daß diese "Fakten" stimmen.
  • Wenn wir als Amerikaner aber, sagt Briggs, so tun als wären die Forderungen gerechtfertigt. 
  • Wenn wir somit alles tun, was die Welterwärmungsapostel fordern, und die Verbrennung von fossilen Brennstoffen sofort einstellen, und zwar zur Gänze, 
  • wenn wir ferner so tun, als wären alle die Berechnungen richtig und der Klimaretter Modelle auch tatsächlich Modell der Wirklichkeit des globalen Klimageschehens in allen Faktoren, 
  • wenn wir außerdem vergessen, daß sich kein wissenschaftlicher Nachweis führen läßt, daß die Emission von Treibhausgasen einen Ausfluß auf die globalen Temperaturen hat, 
  • dann wird zum einen die Weltdurchschnittstemperatur bis zum Jahre 2105 um sage und schreibe 2/200tel Grad, also 0,02 Grad, fallen bzw. sich weniger erwärmen. ZWEI HUNDERTSTEL GRAD weniger globale Erwärmung werden erreicht, wenn man die amerikanische Volkswirtschaft total und sofort aus dem Rennen nimmt.
Daß die Amerikaner ihren Wohlstand verlieren werden - geschenkt. Wenn es sein muß, dann muß es halt sein. Aber wissen Sie, werter Leser, was dann laut Briggs bzw. der Studie, die er im Vatikan präsentierte, passiert, wenn Amerika arm ist? 
Tusch, Pauken und Trara, jetzt kommt's: Die Folge eines aus Mangel an Energie aus fossilen Brennstoffen verarmten Amerika wird sein, daß die Entwicklungsländer ihre Produkte nicht mehr nach den USA liefern werden. 
Und die Folge davon wird sein, daß der Wohlstandsverlust (wenn man das so nennen kann) in diesen Ländern so groß sein wird, mit allen dramatischen Folgen für Gesundheit und Lebensbedingungen dieser Milliarden von Menschen, daß er jeden Wohlstands- und Lebensqualitätsverlust - 
und das heißt auch, bitte schön, einen erheblichen Verlust der Standards in der Behandlung der Umwelt, denn die Befähigung zum Umweltschutz ist nachweislich von einem BIP von 6.000 Dollar pro Kopf und Jahr abhängig, etwas, von dem noch immer Milliarden von Menschen lediglich träumen können - 
durch eine (angenommene) Erwärmung des Weltklimas erheblich überschreiten wird. 
Das heißt, daß ein sofortiges Beendigen der Verbrennung von fossilen Brennstoffen* die Menschheit vor die Situation stellt, daß einerseits der Wohlstand in den USA mangels Energie entscheidend reduziert wird, und anderseits die übrige Weltbevölkerung eine gewaltige Einbuße an ihrem bereits erreichten Wohlstand erfahren wird. 
Man steht also bei der Reduktion der Energie aus fossilen Brennstoffen vor der Alternative, daß man entweder die Weltbevölkerung in Armut stößt, oder sie in der derzeitigen Armut beläßt.  
Es muß also Ziel jedes Bemühens um Humanität sein, der Weltbevölkerung MEHR, nicht weniger Energie zugänglich zu machen. Denn menschlicher Wohlstand hängt ganz ohne jeden Zweifel von der Verfügbarkeit billiger Energie ab, und die ist derzeit nicht anders als durch fossile Verbrennung (Gas, Öl, Kohle) herstellbar. 
Es gibt aus der Geschichte der letzten hundert Jahre ausreichend Daten aus denen sich erweisen läßt, daß Eckdaten des Gemeinwohls wie Kindersterblichkeit, Lebenserwartung, Versorgung mit (sauberem) Trinkwasser, Abwesenheit von Hunger und Verfügbarkeit medizinischer Versorgung direkt mit der Verfügbarkeit von Energie zusammenhängen. 

Morgen Teil 2)

Dienstag, 7. April 2015

Man gönnt sich ja sonst nichts (Forts.)

Schon vor Jahren stand an dieser Stelle zu lesen, von welchem Schalk getrieben Deutschland wohl sein möge, weil sich das Land ein doppeltes Stromversorgungssystem leiste. Denn darauf würde alles hinauslaufen. Nun, einige weitere Jahre energischen Ausbaus der erneuerbaren Energiequellen später, findet sich das Land in genau dieser Lage. Deutschland verfügt (nach kurzem Rückgang 2010 wegen der Abschaltung von Kernkraftwerken) heute über eine Strom-Produktionskapazität von nahezu 180 GW.

Wobei diese Kapazitäten nach wie vor steigen - und zwar nicht nur durch nach wie vor ungehemmtes Aufstellen von Windrädern und Solarpanelen (von 2002 bis 2012 stieg deren Kapazität von 20 GW auf 90 GW), sondern durch den Bau von Kohlekraftwerken, die notwendig sind, um die Fassade, nein, die Scharade der Energiewende aufrecht zu halten. 2014 war die Kapazität der installierten Kohlekraftwerke mit 77 GW so hoch wie noch nie. Denn die Volatilität der Erneuerbaren Energiequellen verlangt ein doppeltes Netz. Hinter jedem Windrad, hinter jedem Solarpanel muß ein Schattenkraftwerk stehen, das sofort einspringt, wenn das Vorzeigenetz nichts - oder zu viel* - produziert. Das ist mangels Dauerbetrieb nur mit Verlusten möglich. Wobei man nicht vergessen sollte, daß auch nahezu zwei Drittel der Windräder nur mit Verlusten betrieben werden können, weil die Effizienz hinter allen Prognosen zurückbleibt.

Da spielt der Sachverhalt, daß der Gesamtstromverbrauch Deutschlands mit rund 90 GW seit 13 Jahren nahezu gleichgeblieben ist, gar keine Rolle mehr. Ein Schildbürgerstreich, würdig für die Geschichtsbücher. Genau das wollten die Politiker ja erreichen: Man sollte noch in Generationen von ihrer Tatkraft sprechen. Versprochen - gehalten.

So nebenbei: Betrachtet man die preussisch-deutsche Geschichte der letzten 250 Jahre könnte man duchaus zu dem Schluß kommen, daß sich Deutschland immer unter Zeitdruck gesehen hat. Nicht zuletzt seine strategische Grundkonzeption, seine primäre Existenzfrage, ist seit Friedrich II., dem Preußen, auf dem Paradigma, "Erster im Handeln" sein zu müssen, aufgebaut. Nur, wenn man in der Lage ist, dem anderen das Gesetz des Handelns aufzudrücken, sei man in der Lage, angesichts einer permanenten Unterlegenheits- und Bedrohungssituation (Deutschland/Preußen "gegen alle") zu existieren. Mit der Energiewende hat Deutschland also lediglich diese Maxime einmal mehr befolgt.

Daß hier ganz grundsätzliche Fragen der Legitimität von Macht und Staat eine Hauptrolle spielen, liegt auf der Hand. Die früher eher nur strategisch-militärisch zu lösen gesehene, metaphysische, ontologisch aber (spätestens mit der Reichsgründung 1871) nicht zu klärende Frage hat sich in diesem Fall lediglich eines neuen, "moralisch eindeutigen" Bedrohungsbildes ("Klimakatastrophe"; "Atomkatastrophe Fukushima"**) als Maske bedient. Ein Zwang zur Moral, zum "Gutsein", dem sich Deutschland historisch nachvollziehbar in gesteigertem Maß ausgesetzt sah.



Bildquelle: EIKE


Zur Erinnerung: Daß die Energiewende schon aus rein technischen Gründen nicht funktionieren kann, zeigt einmal mehr der Namensvetter des VdZ - der Energiefachmann Dipl. Ing. Eberhard Wagner - in einem weiteren seiner äußerst sachlichen Artikel auf.


*So mußte in der Karwoche 2015 wieder einmal ein großer Teil der deutschen Windräder stillgelegt werden, weil die Frühjahrsstürme das Leitungsnetz mit zu erwartenden 30.000 MW Windstromeinspeisung überlastet hätten. Die Stromversorgung war (nur 10 Tage nach der Sonnenfinsternis erneut) weitgehend auf konventionelle Kraftwerke sowie mit 4200 MW auf Speicherkraftwerke in Österreich, der Schweiz und Italien gestellt. Gleichzeitig mußte intensiv in den Strommarkt eingegriffen werden, wie es dann heißt, um Preissteigerungen zu verhindern. Alleine beim Versorger Tennet, der den größten Teil der erneuerbaren Energieen in Deutschland und den Niederlande einspeist, kosten solche Netz-Regulierungsmaßnahmen schon 250 Mio Euro jährlich. Bald wird Deutschland auch die Speicherkraftwerke in Schweden anzapfen, eine Leitung wird in den nächsten Jahren gebaut. Dafür bekommt Schweden "billigen" Windstrom, der natürlich nur am Markt billig ist, dem deutschen Steuerzahler durch garantierte und weit höhere Abnahmepreise aber tief in die Tasche greift.

**Der VdZ ist und war nie ein Verfechter der Atomkraft, er hat die sehr grundsätzlichen Überlegungen hier bereits dargelegt. Aber dennoch muß einmal mehr gesagt sein, daß die sogenannte "Atomkatastrophe Fukushima" keine Atomkatastrophe war, sondern Folge der Tsunami-Ereignisse, die auch das Atomkraftwerk trafen und dort zur bekannten Explosion in Reaktoren führte. Es gibt trotz dieser Ereignisse und wider alle öffentlich-medialen Simplifizierungen nicht ein einziges der insgesamt 21.000 japanischen Todesopfer, das (samt behaupteter "Spätfolgen") direkt oder indirekt als "Strahlenopfer" bezeichnet werden könnte. Bei aller prinzipiellen Ablehnung der Atomkraft, wurde aus millitärischen wie politischen Gründen die Gefahr selbst der Atombombe bzw. der atomaren Verstrahlung stets maßlos übertrieben.

  


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Sonntag, 16. November 2014

Da geht einfach alles schief

Nordholland hat nun beschlossen, den weiteren Ausbau der Windenergie zu stoppen. Zwar würde sich die Land-Meer-Kombination, die diesen Landstrich kennzeichnet, hervorragend für Windenergie eignen, aber erst einmal haben die Holländer genug von der Umweltverschandelung. Das wird auch offiziell gesagt. 

Mit handfesten Argumenten gestützt wird aber diese Entscheidung durch Studien, die nach nun doch schon einigen Jahren Praxiserfahrung Windenergie genauer untersuchen können. Und die Ergebnisse sind niederschmetternd.

Na gut, Geld kommt ja für die Weltretter der Gegenwart aus dem Bankomaten, oder aus Planwirtschaften, die man möglichst lückenlos über die Welt zieht. Wirtschaftlichkeit ist also kein Argument, schon gar nicht vor dem Hintergrund von Verschwörungstheorien. Es geht doch immerhin um die Rettung des Klimas, durch Senkung des CO2-Ausstoßes. 

Und das greift die holländische Studie auf: Alle Faktoren berücksichtigt, verursacht eine Windkraftanlage lediglich 1,6 % weniger CO2, als eine Stromplantage mit fossilen Brennstoffen! (Die Werte für Solaranlagen sind ja ähnlich desaströs.) Dabei sind nach Auffassung des VdZ ja nur die technischen, für den Betrieb notwendigen Faktoren berücksichtigt. Nicht berücksichtigt sind nämlich die Folgen, die die Belastung der Wirtschaft durch die Kosten, die Subventionen für eine Volkswirtschaft bedeuten. Eine weitere Studie der Bochumer Ruhr-Uni, die Szenarien aus acht spezifischen Studien auswertet, zeigt, daß sich das auch in absehbarer Zukunft nicht ändern wird.

Nimmt man erwirtschaftetes Einkommen (=BIP) als Äquivalent für Energieaufwand, der zur Erlangung eines bestimmten Nutzens zu leisten ist, so bedeuten Subventionen in "erneuerbare Energie" (wie es salbungsvoll, aber nichtssagend und falsch genannt wird) für eine Volkswirtschaft pauschal, d. h. für jeden Einzelnen der an der Generierung von Nutzen beteiligt ist (jeden Arbeiter, jeden Unternehmer etc.), MEHR notwendige Energie, um denselben Nutzeneffekt zu erzielen. Die Rechnung der Klugen geht ja deshalb dahin, diese Mehrbelastung durch Steigerung der Effizienz wettzumachen. Mit der "Energiewende", die Deutschland dem Kontinent mittlerweile aufgezwungen hat, ist man den exakt gegenteiligen Weg gegangen. Denn für die Produktion eines und desselben Stromquantums, das verbraucht wird, wird der volkswirtschaftliche Gesamtaufwand nahezu verdoppelt. Sie erzeugt kein Zusatzprodukt, für das sich Erlöse erzielen ließen, sondern der Aufwand zur Produktion derselben Produktmengen wird verdoppelt. 

Noch hat es niemand errechnet, weil es kaum zu berechnen ist, die Faktorengemengelage sind einfach zu komplex. Und die Kunst des Zerreißens von Kosten und Herkunft, des "Umlegens" von Kosten auf kostenaufkommensfremde Zahler, beherrschen ja die Regierungen mittlerweile perfekt, man nennt das (auch das: fälschlich und irreführend) "Sozialstaat". Aber Zusammenhänge mit Wirtschaftsrezession, einem Aufschwung der sich trotz gewaltiger Geldmanipulationen nicht und nicht einstellen will, sind zumindest hochgradig auffällig. Jedes Bein, das sich regt, rennt ja mittlerweile mit einem Fünfkilo-Gewicht herum, das um den Fußknöchel geschnallt ist - da läuft es sich nicht mehr so leicht im selben Tempo wie zuvor!

Aber noch ein Faktor wird nicht berücksichtigt: Denn der Betrieb dieser Windkraftanlagen macht den für ihren Betrieb notwendigen Aufwand INSGESAMT, also im Rahmen einer Volkswirtschaft berechnet, nicht mehr reduzibel! Das heißt, daß der CO2-Ausstoß in absoluten Mengen, der für Aufbau und Betrieb einer Windkraftanlage notwendig ist, in einer Gesamtrechnung in absoluten Mengen unweigerlich STEIGT. Und sieh da - stellt man nicht genau das auch fest? Man argumentiert es nur mit "Profitgier", die den Anstieg von Kohle als Energieträger in Deutschland bewirkt hat. Den es ja gab und weiterhin gibt. In Wahrheit aber bestehen da ganz andere, sehr handfeste Zusammenhänge, die man so zusammenfassen könnte: Wind- und Solarenergie STEIGERT den Gesamtausstoß an CO2 einer Volkswirtschaft, weil sie zu ihrem Betrieb (und schon gar zur Aufrechterhaltung der Energieversorgung) WEITERE, zusätzliche fossile Brennstoffe benötigt. In welchen Mengen, dazu müßte man fachkundige Rechnungen anstellen. Aber daß es so ist, ist ein zwangsläufiger Schluß aus der prinzipiellen Logik der Dinge.

Argument dafür? Die durch CO2 verursachte Klimaerwärmung würde in Zukunft noch weit höhere volkswirschaftliche Kosten produzieren. Hochgerechnet mit Computersimulationen - egal ob "klimatechnisch" oder ökonomisch - die davon ausgehen, daß diese globalen Prozesse tatsächlich steuerbar sind. Was jedem, wirklich jedem kybernetischen Grundsatz völlig widerspricht, denn hochkomplexe Systeme haben bestenfalls noch Wahrscheinlichkeiten auf Gesamtereignisse (aus vergangenen Ereignissen wahrscheinlich) bezogen, aber keine Vorhersagbarkeit. Unabhängig davon, daß mit Modellen gerechnet wird, deren Faktoren bereits gesteuert (also bekannt), auf ein Ergebnis und auf Zeit bezogen sein müssen, sonst sind sie überhaupt wertlos. Der oft zu hörende Satz - na, wenn schon tatsächlich keine Klimaerwärmung stattfindet, so schadet der Umstieg auf Erneuerbare Energie ja nicht, sondern im Gegenteil - ist ja ohnehin wertlos. Denn man hat die "Umwelt gerettet", indem man sie in einem nie gewesenen Totalitarismus zerstört. Auch das also: Gegenteil des Zieles erreicht ...

Denn man muß die CO2-Bilanz (noch völlig unabhängig davon, wir relevant sie real ist, nur nach den Überlegungen der CO2-Krieger gerechnet, also nach Erreichung der von ihnen vorgegebenen Ziele) sogar noch anders sehen. Denn zwar wird 1,6 % weniger CO2 bei der Produktion eines und desselben Elektrizitäts- (und Wärme-)Quantums ausgestoßen, als mit fossiler Energieproduktion. Aber in der Gesamtrechnung ergibt sich mit einem mal eine enorme Steigerung des Gesamtausstoßes von CO2, denn gleichzeitig wird auch die Produktionskapazität enorm erhöht, weil die Erneuerbaren Energien ein Backup-Netz benötigen, das ihre Unberechenbarkeiten ausgleicht. Simpel formuliert: Zwar bringt Windenergie etwas (!) weniger CO2-Belastung, die Gesamtbelastung durch ein doppeltes Netz aber steigert sich dennoch.

Wenn es in Europa aber ein geringeres Wachstum des CO2-Ausstoßes in absoluten Mengen gibt, wie vermeldet wird (nur - welchen kolportierten Meldungen kann man denn noch trauen, wenn hinter jeder Informatio mittlerweile Interessen stehen?) dann geht das nicht auf das Konto von Effizienzsteigerungen, sondern das der Abwanderung von Industrien nach Asien oder Amerika, der Verlagerung von "schmutzigen" Arbeitssschritten nach Afrika oder Bangladesh.

Nun stelle man sich aber auch noch vor, diese Klimaerwärmung (zumindest nicht in der kolportierten Form) gäbe es gar nicht?

Da geht einfach alles schief.

Freiheit heißt, daß der Mensch in der Lage ist, ein Ziel zu erreichen, weil er - in der Wahrheit - die richtigen und zweckdienlichen Mittel dafür findet und einsetzt. 

Wie nennt man nun aber eine Situation, in der ein Ziel ausgerufen wird, das nicht nur nicht erreicht wird, sondern dessen Gegenteil man bewirkt?

Und wie nennt man Menschen, die mit immer höherem propagandistischem Druck vollendete Tatsachen herbeizwingen wollen, ehe deren immer drängender werdende Sinnhaftigkeitsfrage ausbricht, deren Folgen aber "andere" (in jeder Form) tragen müssen?

Der VdZ nennt es beim Wort: Böse.



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Samstag, 8. November 2014

Am Pannenstreifen überholt

Der VdZ mußte herzlich lachen ... da meldet nun Lockheed, daß man unmittelbar vor einem Durchbruch stehe, ja, ihn bereits erreicht habe. In zehn, fünfzehn Jahren wäre man in der Lage, einen (auch: Mini-)Fusionsreaktor zu bauen. Der übrigens durch die Verschmelzung von Wasserstoffatomen funktioniert, so, wie die Sonne im Prinzip: Unter enormer Hitze werden Wasserstoffatome miteinander verschmolzen. Die Reaktion ist - enorme Freisetzung von Wärmeenergie. (Die sogenannte "Wasserstoffbombe" benützte für diese Fusion ja eine Atombombe.) Ohne Risken, daß sich der Prozeß wie bei der Atombombe verselbständigen könnte. Denn bricht die Energieversorgung durch einen Störfall zusammen, hört der Verschmelzungsprozeß sofort auf.

Nehmen wir an, Lockheed hat das nicht nur lanciert, um seinen Börsenkurs in die Höhe zu treiben. Nehmen wir an, das stimmt. Nehmen wir an ...

Das nämlich - und von daher der Heiterkeitsausbruch, der freilich einen sehr bitteren Zug hat - möge sich einmal jemand vorstellen: In zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren stellt die Welt auf Wasserstoff-Fusionsreaktioren um, um Stromturbinen zu betreiben. TROTZ und NACH dieser unsäglich dummen und aberwitzigen, ja größenwahnsinnigen Energiewende. 

Dann können wir uns die eine ganze Kultur traumatisierenden Windräder und schon gar diese Fahne der Häßlichkeit, den Solardreck, in die Haare schmieren. An denen wir, und nach uns noch Genrationen um Generationen, im Namen eines umfassenden Wahns - Klimawandel und Energiewende - zahlen.

Zeit für einen Schluck Bier ...




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Montag, 24. März 2014

Unbeherrschbare Größe

Es ist eine "Weisheit" der Kybernetik, mathematisch sicher, aber man ignoriert sie weiterhin, gefangen im Kurzdenken der versammelten Strohköpfe der Welt, die meinen, Welt sei summarisch aufgebaut. Oder: die bewußt lügen. Die Probleme von komplexen Systemen (Systemen aus Faktoren, die jeder für sich auf Einflüsse zurückwirken) steigen mit der Größe der Systeme aber nicht linear, sondern progressiv, ja sprungprogressiv, damit unplanbar, und sind ab einer gewissen Komplexität überhaupt nicht mehr beherrschbar.

Das heißt,  daß solche Großsysteme nur noch nach Wahrscheinlichkeitstermini agieren, damit nachträglich "vorhersagbar" (weil ableitbar) sind, aber in keinem Fall mehr vorhersehbar sind. Auch besagt dieses Gesetz, das als Naturgesetz betrachtet werden muß, daß Ursache und Wirkung in keinem Zusammenhang der Größenordnung mehr stehen. Kleinste Ursachen können für das Gesamtsystem katastrophische Auswirkungen haben.

Eines der Gebiete, wo sich dies bewahrheitet, nur hat man es nie zur Kenntnis nehmen wollen, ist die Errichtung von Großkraftwerken, von Fluß-, Staukraftwerken. Eine Untersuchung der Said Business School hat ergeben, daß - bis auf wenige Ausnahmen - sämtliche der in 65 Ländern untersuchten 345 Großkraftwerke (von Itaipu bis zum Hoover-Damm, eine der Ausnahmen) gesamtvolkswirtschartlich betrachtet völlig unwirtschaftlich laufen. Grund: Die Errichtungskosten, und damit die Folgekosten in Wartung wie Finanzierung, wurden um 90 bis zu 300 % zu niedrig projektiert. Und das so regelmäßig, daß man von Gesetzmäßigkeit sprechen muß.

Damit stimmen die volkswirtschaftlichen Rechnungen sämtlicher dieser Energieprojekte nicht. Trotzdem wird weiter an solchen Großprojekten gebaut, obwohl man heute schon oft weiß, daß sie sich nie rechnen, immer Sparkassen bleiben werden. Weil es immer noch, was heißt: immer mehr Narren der gesamten Fraktionen gibt, die ohne jede Ahnung von Wirklichkeit bei Geld vor allem die Menge bewundern.

Aber noch etwas fällt auf: Es handelt sich hier um Wasserkraftwerke, Stau-/Fließwerke. Und die sind das andere Ende der "Engergiewende", der "nachhaltigen Energieproduktion" aus Wind uns Sonne. Die die gleiche volkswirtschaftliche Katastrophe bedeuten.

Vielleicht rechnet sich also Elektrizität in ihrem direkten Zusammenhang mit Massengesellschaft und Zentralismus ÜBERHAUPT nicht?




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Montag, 29. April 2013

Dem Raum hinterher

Einer der Kernsätze Johann Wilhelm Richters findet sich in seinen Fragmenten, und es ist ein Satz der im 19. Jhd. seinen tragischen Siegeszug beginnt.

"Die Unendlichkeit der Elektrizitätsquellen ist nichts als zu Tage gelegte Quelle des Seins. Das Geheimnis der Natur ist aufgetan."

Vergißt man, daß dieser Satz nur eine Metapher ist, nimmt man ihn literal, so wird Sein, Leben und Elektrizität in eins gesetzt. Elektrizität zeigt aber nur etwas an, es ist die Äußerung eines dahinterstehenden Prozesses, nicht eine Kraft an sich. Sie zeigt die lebendige Polarität eines Dings an, in seiner Spannung selbst zu sein. Erlischt deshalb im Toten.*

Deshalb ist auch Elektrizität nur als aktive Kraft möglich, seine Speicherfähigkeit nur im Rahmen aktiver Prozesse der Selbstwerdung gegeben, die sich auch verbrauchen, sobald diese Prozesse zu einem Ende kommen.

Aber sie IST nicht das Leben, führt sich selbst auf das Leben bzw. den aktiven Seinsprozeß zurück.

In der Nützung der Elektrizität für technische Zwecke werden somit lebendige Prozesse gewaltsam - in Übertretung der "Eigenzeit" der Dinge - forciert, in der Gewinnung wie in der Anwendung, und in Bewegung umgewandelt. Damit werden aber, metaphorisch gesprochen, die Dinge einer Reife unterworfen, die lediglich ihren Raumaspekt erweitern, ohne aber den Zeitprozeß zu berücksichtigen. Salopp formuliert: Die Dinge reifen über ihr Reifestadium hinaus.

Genau das ist unser Problem. Wir stehen in einer Raumbeherrschung, der keine geistige Reife entspricht, die ein personaler Vorgang ist, keine Frage der "Informiertheit". Alle unsere heutigen Strategien beziehen sich deshalb auf eine Raumweite, die sich allmählich unserer Beherrschung entzieht, die uns beherrscht, weil unsere Erkenntnis ihr schon lange nicht mehr gewachsen ist.

Zeit und Raum müssen aber im Gleichklang stehen. Tun sie es nicht, wuchert eines der beiden aus, haben wir ein Problem. Entweder im materiellen Zwang den ausgewucherten Raum zu bewahren, das tatsächlich nur ein scheinbares Problem der Informiertheit ist, oder bzw. gleichzeitig in Langeweile, Schuldgefühlen und Verwirrung.





*Der Frankenstein-Mythos zeigt, wie man zu denken begann: Zusammengesetztes, vollständiges Fleisch, mit Strom verlebendigt. Außer im Roman aber hat es nie funktioniert. Doch der Mythos war geschaffen, und hat sich bis heute gehalten, ja weiter ausgefaltet. Bis hin zur "Ursuppentheorie", wo anorganische Verbindungen durch elektrische Entladungen zum Leben erwacht sein sollen. Eine Theorie, die noch nie verifiziert wurde, dennoch als "Hoffnung", als "black box" hartnäckig ihr Unwesen treibt. Leben IST aber kein energetischer Vorgang, es äußert sich, als gerichteter Vorgang, lediglich darin. Dennoch ist es heute fast schon allgemeine, aber irrationale Sichtweise geworden, das Leben mit energetischen Vorgängen zu identifizieren.






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Samstag, 13. April 2013

Dolchstoßlegenden auf die Plätze, fertig, los ...

Die Presse bringt ein Interview mit den Audi-Entwicklungschef Heinz Hollerweger. Der Genfer Automobilsalon 2013 zeigt nämlich, daß kein Hersteller von Fahrzeugen noch weiter groß auf Elektro-Autos setzt. Die Euphorie von vor ein paar Jahren ist geschwunden. Die hohen Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Grund: Die Akku-Technik ist nicht ausgereift genug, um das, was an ein Auto an Anforderungen gestellt wird, technisch wie von den Kundenwünschen her zu erfüllen. Akkus sind derzeit einfach nicht leistungsfähig genug, und zu teuer, die Nachfrage für derzeitige Modelle ist einfach nicht vorhanden. Autobesitzer möchten mit ihren Autos 7-800 km fahren, E-Antriebe haben dagegen nur einen Bruchteil der Reichweite. Außerdem ist die Gesamt-CO2-Bilanz von E-Antrieben Bezinmotoren gegenüber kaum besser . 

Sämtliche Autohersteller haben vorerst das Elektro-Antriebskonzept zurückgestellt. Genf 2013 quillt von hübschen, flotten Cabrios über. Wie die Entwicklung der Batterie- bzw. Akku-Technik in fernerer Zukunft aussieht, wagt er nicht vorherzusagen. Davon wird abhängen, wie sich die Antriebstechnik entwickeln wird. Vorerst hat man aber das Konzept Vollantrieb mit Strom aufgegeben, setzt auf andere Antriebsarten.

Hollerweger glaubt, daß die fernere Zukunft eher kombinierte Antriebe bringen wird - Benzin, Gas, Wasserstoff. Elekrizität aber eher nur für Kurzstreckeneinsätze, etwa für Fahrten in Stadtzentren, in Hybridmotoren.

Wieweit die von der Politik vorgegebenen Ziele von in Deutschland 600.000 (das ursprüngliche Ziel von 1 Mio. hat man bereits reduziert) und Österreich 200.000 Einheiten erreicht werden wird, wird vor allem von Förderungen der öffentlichen Hand abhängen. Und davon, wie sich das derzeit zu lückenhaft vorhandene Versorgungsnetz entwickelt.

Der Boden für Dolchstoßlegenden - mit der berühmten Formel "man müßte nur", dazu fünf Deka Verschwörungstheorie "Benzinlobby" - ist also bereitet. "Es hätte können, wenn ... aber ....", kräftig mit ein paar Gesetzesforderungen und einem kräftigen Fluch auf die bösen "anderen" geschüttelt - fertig. Die Geschichte der Narrheiten der Menschheit ist voll davon.




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Dienstag, 19. Februar 2013

Geld kommt vom Bankkonto (2)

2. Teil) Es geht um das Phänomen Elektrizität selbst




Dieselbe Entwicklung also wie in den USA. Dort stehen sie ja bereits, die Todeslandschaften durch Subventionsstop unrentabel gewordener und damit stillgelegter Windräder, weil die Kosten für Wartung und Betrieb nicht  mehr gedeckt werden konnten. 8000 waren es bereits 2011. Aber gut, die USA haben ja ausreichend Raum für Nicht-Orte. Sie haben nur keine Konsumenten, die jeden Abnahmepreis zahlen weil zahlen müssen. Schon jetzt liegt der Preis für Strom in den USA bei der Hälfte dessen, was die Deutschen zahlen. Der Einfluß derer, deren Geld einfach vom Bankkonto kommt, hat dort noch engere Grenzen.

Copyright FAZ
Der Preis an den Strombörsen aber fällt weiter. Der Markt braucht diese Produkte nicht, und das drückt sich aus. Eon macht derzeit pro produzierter Kilowattstunde 9 Euro Verlust, schreibt die FAZ. 2012 wurde der Strom aus Erneuerbaren Energien in Deutschland alleine mit 20 Milliarden Euro gefördert, erzielte aber auf der Strombörse einen Verkaufserlös von 3 Milliarden. 17 Milliarden, die die Verbraucher ausgleichen müssen. Und das soll an dieser Stelle gar nicht skandalisiert werden. Es könnten hier ganz andere Grundmechanismen - indirekt - ihren Weg finden. Darüber an anderer Stelle.

Dies alles geschrieben aus Sorge um die Energieversorgung, oder gar um Atomstrom zu fordern? Nein. Das Grundproblem ist viel komplexer, und anders zu befragen. Hier geht es nur darum, den Irrsinn anschaulich zu machen, in den der Klimawahn (und auch der ist nur exemplarisch) die halbe Welt bereits sehr real gestürzt hat und noch weiter stürzen wird. Getragen vom Motto: "Man müßte nur ... dann würde ..." So, wie Ingenieure um einen Technikblock herum stehen und rätseln, wie er doch noch laufen könnte. Die Lösung aber ist nicht A oder B. Sie liegt ganz woanders.

Und DAS drückt sich darin aus, daß die "Lösungen", die man schuf, nur noch mehr Chaos anrichten. Sie versuchen Probleme zu lösen, die (in dieser Form) nie welche waren. Die aber einen interessanten Grundimpuls aufleuchten lassen. Es geht tatsächlich um Naturgemäßheit***. Aber auf ganz andere Weise, und viel tiefgreifender. Andere Formen der Stromerzeugung zu finden ist der Versuch, sich um die wirklichen Lösungen zu drücken, indem man Scheinlösungen implementiert. Aber die wirklichen Lösungen sind keine Momente eines Mechanismus Erde und Leben, den ein Staat reparieren könnte, indem er grüne statt rote Knöpfe drückt. Aber darüber breitet sich eine immer dichtere Decke der Angst.

Denn die Elektrizität ist die Lebensenergie unserer gesamten technisierten Lebensvollzüge geworden, und umfaßt in krebsartiger Auswucherung schon selbst persönlichste Bereiche. Wir kämpfen heute mit schon im 19. Jhd. falsch gestellten zivilisatorischen Weichen. Als wir den Golem erschufen, den Homunkulus, und uns als Magier des Lebens selbst zu bemächtigen suchten. Genau dort stehen wir heute, vor dem nackten Leben, dem wir seit 200 Jahren alle Kleider entrissen haben, das Ausgangspunkt wie damit Ziel der Entwicklungen war. Von uns selbst hineingestoßen in die pure Weltimmanenz, werden wir darin umkommen. Die rationalistischen Mechanismen, die wir seither (und in einer einzigen Bewegung seit der Renaissance) aufgebaut haben, beginnen nun ihr wahres Gesicht zu zeigen. Sie werden unsteuerbar. Weil menschliche Vernunft nicht ausreicht, um die Welt zu verstehen.

Die einzige Kennziffer, die in diesem Zusammenhang deshalb überhaupt von Belang ist, ist die des jährlichen Wachstums des Gesamtenergieverbrauchs. Für Deutschland prognostiziert: 0,6 % (statt 1,2 % wie bisher), bei schärfsten Energiesparmaßnahmen ...

Was sich vor unseren Augen vollzieht - wir sehen es nur deshalb nicht deutlich genug, weil wir mitten drin stecken, verstrickt, involviert sind - ist das Scheitern eines gesamten Kulturentwurfs, als Afterkultur der abendländisch-christlichen, zu der er sich im 19. Jhd. formiert hat, als das Abendland in Wahrheit nach langer Krankheit endgültig zerfallen war. Wir betreiben seither nur noch Resteverwertung.

Es ist das Scheitern des Traumes, die Welt aus eigener Kraft, aus eigenem, rein weltimmanentem, endlichem Verstand eine Welt nach unserem Maß zu bauen. Das Ergebnis ist ... eine Hölle. Und keine Ökologiebewegung der Welt wird daran etwas ändern können, im Gegenteil. Sie ist selbst rationalistisch, ja noch weltimmanenter als "Marktmechanismen", und wer genau hinsieht bemerkt, daß sie gar nicht ändern WILL. Sie möchte nur den Fortbestand des gegenwärtigen Zustands sichern, indem sie ihn weiter perfektioniert****. Was auch immer noch wirkliche Lebensfreude bewirkt, sind jene Reste, nach denen wir nach und nach aber gleichfalls greifen und zur Technik profanieren - es sind die Reste der sakralen Welt.

Doch es bleibt eine andere Hoffnung. Der Mensch aß zwar vom Baume der Erkenntnis*****. Aber Gott ließ nicht mehr zu, daß er auch vom Baume des Lebens nahm. Nur der Rationalist glaubt, daß das Leben der Menschheit in unserer Hand liegt oder als "Überleben" unsere Aufgabe sein könnte, die wir nun zu lösen hätten. Und in deren Namen wir einstweilen auch  manches Ungemach auf uns zu nehmen hätten - als Bedrängung des Lebens selbst.


Ein abschließender Literaturhinweis: Eine kompendiumartige, sehr sachliche Zusammenfassung der konkreten Argumente und Fakten aus der Feder von Günter Keil bietet die Seite "Die Energiewende ist bereits gescheitert", die das Ausmaß des Desasters, die Verfehlung sämtlicher (!) Ziele dieser "Energiewende" deutlich vor Augen führt. Das Dossier stärkt die bisherigen Darstellungen des Verfassers dieser Zeilen, der als Grundargument ansieht, daß es INNERHALB einer elektrizitätsgetriebenen Zivilisation ÜBERHAUPT keinen Ausweg "zum Besseren", einen Weg zu einer menschengerechten Gesellschaft gibt. Das geht aus dem Wesen der Sache hervor, und ist nicht durch Funktionsveränderungen doch noch zum Guten wendbar. Innerhalb dieses Systems ist nur noch eine Auswucherung zur Unsteuerbarkeit möglich. Es GIBT KEINE "naturgerechte Energie namens Elektrizität" als Treibstoff einer Zivilisation, und jeder Verbrennungsmotor ist noch naturgemäßer. Wir befassen uns deshalb nicht mit "Natur", sondern lediglich mit der Verhinderung, die Folgen der Verwendung der Elektrizität zur Kenntnis nehmen zu müssen. Darum sind wir mit allem einverstanden, wenn sie uns nur aus dem Blickfeld rückt. 

In ihrer zivilisatorischen Nutzung haben wir uns aber die Natur als das, was ALLEN Dingen zugrundeliegt, als Wesen aus Form und Inhalt, zum Objekt der Vergewaltigung gemacht, und damit stehen wir in direkter Wesensfeindschaft. Wir können nur über die Art der Kriegsführung entscheiden. In der der Sieger aber immer schon feststand. Und der ist nicht die Zivilisation

Gleichzeitig geht es hier (einschränkend sei es gesagt) nicht ums "Überleben der Menschheit", das uns als Aufgabe anheimgestellt wäre. Auch dieses Denken stammt aus exakt denselben Gespenstern des Größenwahns des Technizismus und steht jenseits aller unsere Möglichkeiten als Mensch. Aber es geht rein menschlich gesehen um viel Leid, das wir uns und den kommenden Generationen antun.





***Es geht mit Sicherheit um die Technik "Elektrizität" als Ganzes. Kaum je hat eine Technik das gesamte Lebensgefüge der Menschen so tiefgreifend beeinflußt und mechanistisch verändert, wie Elektrizität, keine Technik (sieht man vom Transport ab) die Umwelt so nach ihren Anforderungen geprägt. Das zeigt sich schon alleine aus der Tatsache von "Stromnetzen", in denen jede Abnahmestelle zu einer bloßen Schaltstelle eines Gesamtmechanismus wurde. Elektrizität, die von Anfang an als Lebensenergie angesehen, weil sämtliche Prozesse der organischen wie anorganischen Welt von Erscheinungen der Elektrizität begleitet und getragen sind, sodaß sie mit dem Leben selbst gleichgesetzt wurden. Heute werden vielfach Leben und physikalische Energie überhaupt gleichgesetzt. Viele Menschen sprechen von Gott wie von einem elektromagnetischen Feld, aus dem alles hervorgeht, das allem zugrundeliegt, es ginge nur darum, die Verwendbarkeit zu beherrschen.

Und diese nihilistische Sichtweise, die sich sogar oft als Religion ausgibt (was sie in Wahrheit sogar ist, den sie hat einen Gott ...), Leben als technischer Prozeß, hat einen werkhaften Organismus hervorgetrieben, der in Analogie zu seinem Hervorbringer, dem Menschen, mit allen Wesensmerkmalen des Werkhaften, menschliches Gesamt abbildhaft (analog) zu reproduzieren sucht, einschließlich dem Faktor Geist, der sich in der Informationstechnologie findet. Elektrizität wird zu jener Kraft, die die Welt schafft. Selbst Mythen werden damit umgedeutet. Da wird dann Solarenergie zur Verwirklichung des Zusammenhangs Licht & Schöpfung, 3-D-Drucker zum Schöpfungsprozeß selbst, die die Gottwerdung des Menschen unmittelbar vor der Vollendung stehen läßt.

****Interessant und in Wahrheit wirklich zukunftsorientiert bleiben lediglich jene Strömungen innerhalb dieser Bewegungen, die auch wirklich begonnen haben, ihre Lebensvollzüge selbst fundamental zu ändern, indem sie die Teilhabe am System verweigern. Von unserer zivilisatorisch-technischen Höhe aus gesehen, kann das freilich nur als Rückschritt und Verweigerung gesehen werden. Der freilich oft noch rein in sich bleibt, eine Gesamtlösung als Kulturentwurf meist noch verweigert. Aber sicher ist auch, daß solch ein Entwurf nur aus religiöser Fundierung ernstzunehmen sein kann. Und in der Verwirrung um das, was überhaupt religiös ist, liegt auch seine größte Gefährdung. In einer Zeit, in der der technizistische Rationalismus selbst in Wahrheit nihilistische Scheinformen des Religiösen auszubilden begonnen hat. Verweigerung von Kultur und damit Form selbst ist die Folge. Fahrradfahrende, schlapprige Jeanshosenträger sind da keine Hoffnung. In der Kulturverweigerung, in die sich heute manches flieht, zeigt sich lediglich ein Grundimpuls - als Sehnsucht nach Abschütteln.

*****Über die Natur menschlichen Erkennens, das als immanentistischer Denkprozeß gesehen aus einem fundamentalen Negationsprozeß stammt, demnächst mehr.







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