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Freitag, 13. Januar 2023

Werkstattradio (Stunde 2)

Auch wer keinen Plan hat, hat am Ende, wenn alles Zerstörte aufgelistet wird, und das wird es immer, einen perfekten Plan in der Hand - den Spiegelplan des Zerstörten.So muß man diese inhaltlichen Gedankenstränge als das sehen, was sie sind: Sie sind nur einem einzigen Konzept, einer einzigen Verschwörung entsprungen, nämlich der, DAGEGEN zu sein. GEGEN das Sein, gegen den Menschen wie Gott ihn schuf, gegen Gott, darum geht es als allererstes. Deshalb ist das Konzept des Anti-Christen KEIN KONZEPT, das darf man sich nicht so vorstellen. Und damit schon gar kein Konzept, das EINHEIT schaffen könnte. Gerade die Dämonen sind unter sich TOTAL ZERSTRITTEN und unversöhnbar. 
Es bleibt also nur ein Konzept des Anti-Christen, das ENTLANG DER LINIEN DES SEINS verläuft, der Leser verseht? Wenn ich ein Land, sagen wir es so, angreife, dann muß ich gar nicht wissen, was da alles BESTEHT, und mich dann klug und vorsehend mit der Übertrumpfung dieses Bestehens, dem Sieg also, zu befassen. Dennoch wird mein Plan nach einem Plan aussehen, wenn ich einfach alles, was aus diesem Land kommt, zerstöre. Dann nimmt mein Nicht-Plan die Kontur des (positiven) Plans an, und schon sieht er aus wie ein genialer Gegenplan. 
Sun Tsu, den ich für DEN Strategen der Destruktion halte, war kein Stratege einer Gegenstrategie, um einen Krieg zu gewinnen. Er war der Stratete, dessen Plan die Konturen der Schwächen des Gegners annahm, und zwar vor allem der sittlichen Schwächen. Die er so lange vermehrte und verstärkte, bis sein Plan die Totalitarität des Feindes umschloß, der ihm dann zufiel. 
Menschen glauben dann an eine allmächtige Verschwörung, wenn sie sittlich verstorben sind und deshalb "Strategen" gegenüberstehen, die nihts tun als ihre Schwächen nützen. Mehr haben sie aber nicht mehr. Ihr Fleisch ist faulig geworden, aber sie rennen herum und klagen, daß die anderen stinken.

Donnerstag, 12. Januar 2023

Werkstattradio (Stunde 1)

Laut russischen Angaben waren es vier Raketen, die die Luftabwehr überwunden und eingeschlagen haben, zwei der HIMARS-Raketen wurden abgefangen. Aber die Wirkung war leider verheerend, und wurde auch mit Trimphgeheul in hiesigen Medien verbreitet. 400 jubelten die Blätter, 500 plärrten die Bildschirme. Also das wird der böse Buttin nicht aushalten. Die USA zeigen eben, was ne Harke ist.

Daß solche und ähnliche Treffer durch russische Raketen und Drohnen in ukrainischen Positionen fast zum Alltag gehören, wurde natürlich nie erzählt. Man verseht - kriegsstrategische Überlegungen. Der Westen und die noch in der Rstukraine verbliebenen Ukrainer selbst sollen möglichst nicht mitkriegen, wie katastrophal der Blutzoll ist, der dafür gezahlt wird, daß die Ukraine systematisch und seit 8 Jahren zu einem profitablen Unternehmen umgebaut wurde. 

Das - man muß es fast so sagen - Großanlegern wir Blackrock gehört. Die natürlich hohe Renditen wünschen. Und die liefert die Ukraine auch ab! Zelensky selbst hat es ja erst unlängst in Washington versprochen: Geld in die Ukraine zu schieben IST EINE RENTABLE INVESTITION.

Freitag, 2. Dezember 2022

Es geht um Adam

Wenn die Medien immer häufiger herausstreichen, daß die Zahl der Morde an Frauen zugenommen hätte (in absoluten Zahlen ist es nach wie vor erstaunlich gering, und ich werde gliech erklären, was daran erstaunlich ist) dann ist die Absicht darhinte rnatürlich strunzdumm. 

Kein Medium mehr, das nicht in Dummheit versunken ist, was seinen Grund in der Veränderung der Eigentümerstrutkuren hat, aber dazu ein andermal vielleicht mehr.

Aber die Tatsache des damit beklagten "Femicides" (in der diese Morde in eine Reihe mit Begriffen wie "Genozid" gestellt werden soll) hat in dieser Verallgemeinerung (in der die Einzeltat in einen größeren Begründungs-Zusammenhang gestellt wird) hat einen kräftigen Funken Wahrheit.

Denn wer den Mann beämpfen will, tut es nicht direkt, sondern indirekt. Und es geht um den Mann! Als Satan Eva verführte, sie dazu brachte, jemandem anderen anzuhangen als Adam, ging es ihm um Adam. Erst mit ihm fiel die Welt, denn bei ihm beginnt sie. 

Sonntag, 20. November 2022

Die Rückkehr der alten Dämonen (2)

Das heißt es eigentlich für uns, uns die Welt zurückzuholen. Wie müssen sie wieder in UNSEREN Besitz bringen -Nicht die Erfindung des Schießpulvers durch die Chinesen, nicht der Buchdruck, nicht egal welche technische Errungenschaft haben die Welt dann in die Kultur gehoben, die ihr Vorbild im Reich Gottes hatte und di eman "Abendland" nannte, und die den gesamten Erdenball zu umgreifen begann, sondern DIESE TATSACHE der Inbesitznahme der Welt DURCH DEN MENSHCEN - IM NAMEN GOTTES, im Namen Jesu Christi war das eigentliche Geschehen. NUR so konnte dann die Vernunft die Oberhand gewinnen, die nur Vernunft ist, soweit sie auf den Geist Gottes zurückgreift, und in der Beziehung zu Gott selbst je neu ihre Übereignung und Herrschaft klar macht. 

Dieser Ort gehört nicht mehr niemandem, ist also für egal welche Inbesitznahme offen und frei, sondern dieser Ort gehört nun (wieder, muß man sagen) Gott. Denn mit dem Sündenfall von Adam und Eva ist ja genau das geschehen: Die Welt, die am Menschen hängt, ist MIT IHM von Gott losgerissen worden, und wurde SOFORT vom Satan besetzt. 

Samstag, 19. November 2022

Die Rückkehr der alten Dämonen (1)

       Gnadenbild von Guadaloupe          
Vor dem Jahre 1531, also vor der der für Mexico und ganz Südamerika so entscheidenden Marienerscheinung von Guadaloupe, war Mexico beherrscht von vier Dämonen. 

Das ist die Aussage des Exorzisten Gabriele Amorth, der bei einem Exorzismus in Mexico diesen vier Dämonen begegnete, die eine Person besetzt hatten, und die Person kraft seines Amtes dann davon befreite. Sie, so die Dämonen, hätten aber wiederkehren können, weil die Menschen es ihnen ermöglicht hätten.

Eigentlich hatte die Tatsache, daß sich aufgrund der Erscheinung von Gudalaopue die Mexikaner zu Millionen bekehrten - man kann sagen: als Volk - diese vier Dämonen vom mexikanischen Thron gestoßen. Nun aber, da sich die Menschen in Mexico immer mehr vom katholischen Glauben ab- und den Geistern der Moderne zuwenden, erhalten sie wieder Zutritt. 

Und können so den einst verlassenen Thron - von dem die Mexikaner nun die Gottesmutter bzw. Jesus Christus stoßen - wieder besetzen. Und damit kehren Menschenopfer und Blutvergießen wieder zurück. Denn das waren die Vorlieben dieser Dämonen, ehe die Spanier (und die Bekehrung) gekommen waren: Sie hatten das Land damit in Angst und Schrecken gehalten.

Dies ist eine der bemerkenswerten Aussagen, die die US-Mexikanerin Patricia Sandoval in einem Gespräch auf LifeSiteNews macht. Sie war dereinst Angestellte bei Planned Parenthood, und hatte zahllosen Abtreibungen als Assistentin ("Die Augen") des Abtreibungsarztes beigewohnt. So selbstverständlich war ihr das, daß sie auf die Propaganda heriengefallen ist, daß Abtreibungen ein unbedeutender medizinischer Eingriff seien, der keinerlei Nebenwirkungen habe. 

Die Wahrheit ist ihr nach ihrer eigenen, dann schon dritten Abtreibung klar geworden, als sie schwer unter dem Post Abortiun-Syndrom zu leiden begann. Erst die Bekehrung, die Beichte, der Heilungsprozeßo durch die Sakramente hat ihr einen Weg zurück geebnet. Denn das äußere Auge "sieht" nichts, das ihm ds innere Sehen nicht vorstellt. Erst wenn die Seele mit der Klarheit der Ideen, mit der Höhenluft der Wahrheit gefüllt ist, ist damit auch das Auge bereit zu SEHEN. 

Montag, 31. Oktober 2022

Die Suppe für den Schnittlauch - Nachklang

Dieser Wahnsinn aber hat einen konkreten Namen, und ich bin erst kürzlich auf ihn gestoßen. Überrascht, daß wir es hier mit einer regelrechten Ideologie zu tun haben, die sich sogar vor siebzig Jahren als politische Partei in Kanada erfunden hat, und mittlerweile DIE Weltanschauung der Eliten ist. 
Ein Begriff, der auf den ersten Blick alles subsummiert, was ich als bereits gegenwärtige und noch viel stärker kommende Geißel des Menschseins herauszuarbeiten versuche. 
Eine Anschauung, die bereits so massiv die Gehirne und Strukturen unserer Kulturen und Gesellschaften durchdrungen hat, daß sie zur Grammatik des Denkens selbst wurden, sodaß sich schon darauf erklärt, warum es scheinbar kaum einen Widerstand dagegen gibt. Denn sogar seine Kritiker bedienen sich der Herkunftssprache, und verstärken sogar noch  DURCH ihre Opposition seine Wirkmacht.
Dieser Begriff, der etwas beschreibt, das sich in diesen Jahren und Zeiten nun offiziell in ein Bett legt, das längst gemacht ist, dieser neue Kopf aus dem Leib der immer selben Hydra des Materialismus heißt
TECHNOCRACY. TECHNOKRATIE
Und seine Funktionäre, die gläubigen Apostel, sind die Eliten, unter die auch ein Herr Kurz ebenso wie seine Zuträger von Anfang an erfaßbar sind. Es sind die 
TECHNOKRATEN

Dazu demnächst mehr.


Sonntag, 30. Oktober 2022

Die Suppe für den Schnittlauch (2)

      Peter Theil und PALANTIR
Endlich unter den Auserwählten. Wer nichts ist, der kann viel werden
 - Auf jeden Fall hat er dort die Fäden weiterverfolgt, die man ihm in Israel in die Hand gedrückt hat. Denn nun, werte Damen, werte Herren, fliegen uns die Namen und Querbezüge nur noch so um die Ohren. Wir wissen nämlich, in welchen Dunstkreis wir Peter Thiel einzordnen haben. 

Der mit seiner Firma Palantir seit 2003 am ultimativem Albtraum der Totalüberwachung arbeitet, und dabei in engstem Kontakt mit den US-Geheimdiensten arbeitet. Um etwa durch predictive profiling die Überwachung und Kontrolle über jeden Menchen der Erde zu vervollkommnen, und "aus dem Spiel" zu nehmen, wenn er dem System irgendwie nicht paßt. Wobei freilich keiner so richtig sagen kann, ob es sich bei den Software-Lösungen, mit denen Thiel sich bei den Geheimdiensten angedient hat, nicht nur um einen gigantischen Schwindel handelt. 

Das ist das Stichwort. Nun können wir uns definitiv vorstellen, wohin die Reise eines Herrn Kurz geht, die uns in zehn Jahren einen neuen Millionär präsentieren wird, der am Puls der Zeit klebt. Und der heißt "Blase", vulgo "feuchter Traum der allmächtigen AI." Der aber deshalb tonangebend wird, weil es immer mehr gelingt, die Menschen an seine Allmacht glauben zu lassen. Das reicht für die Milliarden an Steuergeldern, um loszumarschieren.
Denn immerhin sitzt die ganze Moderne doch auf einem einzigen Satz, der auch die Modernität des Herrn Kurz gut beschreibt: 
Wer nichts ist, der kann viel werden. 

Sonntag, 19. Juni 2022

Aber die böse Neigung will wirksam werden

Man muß das Sein von Gott* her betrachten. Nicht nur, daß er das Sein ist, sondern dieses Sein ist auch die unendliche Welt der Ideen in Gott (=Wissen, als reale, präsente Idee) als Bilder, als bildhfte Gestalten in diesem Sein. 

Diese Bilder sind somit wesenhaft auch getragene Liebe, und wollen (also: streben, logos, als "auf-zu") als diese Liebe zum Fleisch, zur Natur dessen kommen, das wir Schöpfung nennen, die selbst aber wieder von der Göttlichen Person Jesus Christus getragen und gehalten sind, in ihr gründen wie in sie münden. 

Somit können wir zum Begreifen der Schöpfung (also der Welt) als "gut" gelangen. Nichts kann somit auch sein, das nicht gut wäre, also ist alles gut "Und Gott sah, daß es gut war." Was der in Gott geeinte, sich ihm zugehörig Existierende Mensch tut, dient alles dem Guten, dem Endziel Gottes mit seiner Schöpfung - der unendlichen, ewigen Freude in der göttlichen Liturgie weil Kultischen Ordnung als der "Kultur" des Himmels. 

Das wäre so. Eine Welt, gehalten, geschaffen, geboren aus dem Wissen Gottes, aus seinen Ideen, die durch die Kraft der Liebe zum Fleischsein gelangen wollen. Aber dann kam es anders. Seither müssen wir auch anders handeln. Denn wir stehen nun einer präsenten Anderswelt gegenüber, einer Kraft, die diese Ideen vernichten will. Und sie tut es, indem sie die Ordnung angreift, in der sie stehen.

Donnerstag, 26. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (3)

Die Schöpfung ist auf den Menschen hin geschaffen, das heißt: Auf eine dem Leben gegenüber unendlich offene Menschheit - Aber alles das ist eine Welt des Menschen. Es ist nicht nur eine Welt des Menschen, sondern es ist eine Welt FÜR den Menschen! In der alles auf ihn zuläuft, und auf ihn ausgerichtet ist. In der NICHT für sich stehende Prozesse ablaufen, die auch auf uns verzcihten können, wie es eine mittlerweile geisteskrank gewordene "Gaia-"Religion verkünden will. In der wir Menschen nur ein Störfaktor sind, ohne den "die Erde" besser dran wäre. Sondern in der der Sinn des kleinsten STeinchens, der stacheligsten Muschel und des stuppigsten Wildesels nur auf eines ausgerichtet ist - und das ist der Mensche. Den sie selber wollen weil brauchen, und der alles in sich enthält, was auch in ihnen da ist, aber alles in weit umfassenderem Sinn, weil er es auch in den Geist und damit in die Ordnung Gottes, dre reiner Geist ist, überführen kann. 

Jede Schwalbe würde aufjubeln vor Glück, wenn sie bewußt wählen und dann in einer Umgebung leben könnte, die sich ganz in die göttliche Ordnung einfügt. Sodaß ihr Eigensein - und etwas anders kann sie nicht, das ist ja der Sinn und die Bestimmung aller nicht-freien Dinge und Lebewesen - nun auch seinen Sinn erfüllt: Sie können nur sie selbst sein, sie können kein Sinngefüge ablehnen oder anstreben, das muß ihnen übergestüolpt werden, gewissermaßen, und bruchen deshalb ein Geistwesen, daß sie in die große Ordung, die auch sie enthält, einfügt. Und das betrifft nicht nur die kleinen Dinge vor unseren Füßen, sondern auch die großen über unseren Häuptern: Die Sterne, die Planeten, das All. 

Mittwoch, 25. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (2)

Die verlängerte Sinnlosigkeit. Die Alten wissen davon: Es gibt einen Gegenentwurf. Werden sie getötet, wird er aber vergessen - Daß das heute kaum noch so erlebt und gesehen wird, hat zum überwiegenden Teil mit der Protestantisierung des Wirtschaftslebens zu tun, wie sie schon (der Protestant) Max Weber vor 150 Jahren als Eigenschaft des Kapitalismus festgestellt hat. Die - analog zum Wesen des Protestantischen - in die Dinge dieser Welt kein Vertrauen mehr zuläßt, sondern deren Gutheit von ihnen trennt, und zu einem positivistischen, also "zu setzenden" Ding macht. Das mit dem materialen Grund (dem Wohlstandserwerb etwa) nichts zu tun hat. 

Die Wirtschaft läuft dann nach eigenen Gesetzen, denen zu folgen ist, sonst "funktioniert" sie nicht. Das Seelenheil zu erwerben ist dann ein ganz anderer Bereich, den man nur durch gewisse Frömmigkeitsattitüde erwerben kann (soweit er überhaupt erwerbbar ist.) 

Das hat aber auch die eigentliche Volkstradition zerrissen - welche Rolle die Alten wirklich spielen, und wie ich sie zu guten Teilen noch in meiner Kindheit in den 1960ern gesehen und erlebt habe. Der alte Bauer widmet sich dann eben den Bienen, oder der Kaninchenzucht, mit der er seinen Beitrag zum Gemeinwohl leistet, sitzt abends dann eben vorm Haus und dengelt die Sensen, mit denen die Söhne und Töchter beim Morgentau die Wiesen mähen, und die Oma bäckt die Strudel nach altem Familienrezept, und schaukelt daneben die Babywiege. 

Dienstag, 24. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (1)

Es ist das einzige, das wirklich zählt: Die Beschränkung und Reduktion der Weltbevölkerung. Dieser Gedanke, der seit der Geburt des Übermenschen, seit der Konjunktur des Genies zu Anfang des 19. Jahrhunderts (und als Aftergeburt der Renaissance-Idee, die den viel zu wenig reflektierten Gednnken zum Programm machte, daß das Heil der Menschheit in der Neuaktivierung der - heidnischen! - Antike läge) die Köpfe und Agenden jener bewegt, die sich als Führer der Menschheit berufen fühlen, ist auch von Bill und Melinda Gates wieder und wieder betont.

Da sollte es doch stutzig machen, wenn sie sich wie so viele andere mit dem Bewußtsein, zu den Auserwählten der Moderne zu zählen, seit fünfzig Jahren in "Anthropophilie" engagieren, und offenbar Wege fördern, die die Gesundheit und damit die Lebenserwartung wie (dieser Anspruch wird schon lange kombiniert) Wohlstand und Lebensqualität (die auf die Gesundheit zugespitzt wird) erhöhen.
 
Wo ist hier der Pferdefuß versteckt?

Mittwoch, 16. Februar 2022

Die Archetypen des Wollens

Es gibt (also) auch im Menschen vorgebildete Archetypen, Handlungsschemate die in Wahrheit Gestaltwille sind, und von einer Gestalt, nicht von einer technischen Funktion oder einem Beitrag dazu, ausgehen. Man muß es als Bestandteil des Eins eines Menschen sehen, als ontologische Grammatik, die das, was fehlt - und im Begegnen mit einer Sache "die mich angeht" wachgerufen wird - ergänzen, also zur Darstellung bringen will. Menschsein heißt eben Fleischwerden, und in diesem Fleischwerden ist die Welt dann enthalten.

***

Welt ohne Mensch ist undenkbar, ist "nicht", ist unvollständig, und wäre ohne Mensch zum Verfall bestimmt. Was einen Gutteil der als "Ökologie" vorgestellten Gedanken und Konzepte, vor allem aber deren Begründungen, in sichzusammenfallen läßt. Die von einer Welt ausgehen, die prinzipiell ohne Mensch vorhanden, ja besser gestellt wäre, und der Menschen sich allerhöchstens "einordnen" kann, um möglichst nicht zu stören. Kultur als die einzige mögliche Existenzform des Menschen ist aber kein draufgesetzter Zuckerguß, sondern eben - die Krone, das, worauf alles ausgerichtet war, und auf das alles hoffte und wartet.

Weshalb der Teufel die gesamte Schöpfung trifft, wenn er den Menschen trifft. Weil die Schöpfung erst dann zu sich selbst kommt, also zu ihrer Vollgestalt kommt, wenn der Mensch eingreift bzw. sich die Natur an den Menschen anschmiegen kann (gewissermaßen) Nicht umgekehrt. 

Sonntag, 30. Januar 2022

Wo Rauch, da Feuer

Immer wieder kommt man an einen Punkt an dem man sich sagt: Das muß jemand gewesen sein. Das muß sich jemand ausgedacht haben. Denn es paßt mit einem Plan zusammen, und wie. Und wäre es keiner, er müßte erfunden werden, so perfekt paßt das reale Geschehen. Also fügt die Phantasie Bilder des Antinomischen zusammen, Bilder von Zuständen und Zukünften, die das Negative auf die Spitze treiben.

Aber damit schießt sie übers Ziel hinaus. Denn der Weg dorthin ist einfach zu komplex. Niemals wird so ein Plan gelinge, wie ihn George Orwell oder Aldous Huxley vorgeworfen haben. In der Phantasie - ja, da läßt sich das alles ausdenken. Aber die menschliche Realität ist zu verwickelt und verworren, zu sehr eine Mischung aus Gutem udn Schlechtem, auch beim Schlechten ist das Gute, auch beim Guten ist das Schlechte. Und Satan hat in Wahrheit keinen Gegenentwurf. Deshalb muß er letztlich doch dem Guten dienen.

Damit ist auch der Verursacher falsch gefunden. Wir brauchen auch kein Volk, das von einer Idee lebt, die aus einem "Dagegen", einem "Zuwider" existiert. Und fällt das Sein ins Nichts, fällt auch diese Anti-Idee ins Nichts.

Sonntag, 26. September 2021

Die drei Phasen der Weltgeschichte (3)

Die Dynamik der Welt zeigt sich in unseren nicht bewußten Antrieben. Weshalb eine Suche nach Ereignissen, die den archetypischen Topoi gleicht, sinnvoller ist als jede Alternative. Die Mythen der Welt sind (trotz der Notwendigkeit, sie von Überlagerungen zu reinigen) wahrer als unsere Geschichtswissenschaft. - Drei Phasen haben wir im Wesentlichen vor uns. Die alle unter einer einzigen Grundthematik stehen, die der tiefste Treibsatz der Menschheit und ihrer Geschichte sind. Und diese Geschichte ist das Verhältnis des Menschen zu Gott. Aber nicht nur das: Zwei dieser Phasen, wie ich sie oben in ganz ganz grobem Überflug aufreiße, haben ein Spezifikum. Es sind Menschheitsepochen, die "Satan" gehören. Er ist der Herr der Welt, er ist die Schlange, die die Menschheit (als ecclesia, als Braut Gottes) in die Ferse beißt. Was heißt, daß sie dort zubeißt, wo der Mensch es nicht bemerkt, daß er in seiner Standfestigkeit elementar getroffen wird. 

Die Tatsache, daß einem Menschen die für ihn schwersten, beeinträchtigendsten Sünden am schwersten erkennbar sind, weil sie zugleich sein rationales Erkenntnisvermögen BILDEN, wird hier bald aufgegriffen. Denn das ist mit dem Biß in die Ferse gemeint. Ohne Eingriff von außen - Gnade bzw. der Topos "der rettende Ritter", während die Menschheit (die ecclesia) und die ihr gehörende (=unter ihren Namen gestellte) Welt die jungfräuliche Prinzessin, die Braut des Retters ist - ist das Aufbrechen dieses Gefängnisses deshalb fast unmöglich. 

Ohne Gott ist der Mensch zu dem verdammt, was man nüchtern konstatieren muß: Der NORMALZUSTAND des Menschen - ALLER MENSCHEN und seit dem Sündenfall - IST DIE LÜGE. Noch im mildesten Format ausgedrückt ist es DER MANGEL AN WAHRHEIT. Das tägliche Bett, in das wir uns morgens beim Aufwachen legen, ist die Ruhestatt des verlogenen, eingebildeten Kranken, in der die Welt an uns vorbeidefiliert. Es würde mich nicht wundern, wenn Molière das auch erkannt hatte. Die Luft, die wir alltäglich atmen und zu der wir WELT sagen, ist vergiftet.

Samstag, 25. September 2021

Die drei Phasen der Weltgeschichte (2)

Die Epoche nach der Sintflut als finales Drama von Menschheit und Erde. Die Phase nach der Pause hat im vierten Akt die Peripetie der Schöpfung in der Geburt Gottes. Was wir seither erleben sind nur noch die verzweifelten Rückzugsgefechte des Herren der Welt. - Als nach der Sintflut die Wasser abliefen, und damit noch einmal enorme, aber - zur Erinnerung - der "Zeit" unterliegende Veränderungen in der Erdoberfläche - man denke an den Grand Canyon in den USA - sowie in den Meeren bzw. durch sie hervorriefen, fanden sich unter allmählicher Beruhigung der Erdoberfläche und des Lebenden, das auf ihr wieder Fuß faßte, im Gebiet der östlichen Türkei die letzten Überlebenden an Mensch und Tier. Noah und seine Familie, das heißt die drei Söhne Sem, Cham (der "Heilige"), und Japhet, die alle jeweils einen der drei großen Menschheitsströme begründet haben. Was? Drei? Auch wenn es aufs erste kaum glaublich scheint: Es ist eine statistische einfache Übung die zeigt, daß diese 4.000 Jahre reichen, um bis heute 7 Milliarden zu zählen. Beim berühmten Josefs-Groschen, der heute fünf Sonnen voller Gold wären, glauben Sie es ja auch, werter Leser.

Vom Fuße des Kaukasus aus begannen sie und die Tier- und Pflanzenwelt, diese teils durch menschliche Kultur, teils "wild", sich fortzupflanzen und über die Welt auszubreiten. Für Europa glaubt der VdZ immer mehr, daß sich ein exemplarischer Ablauf anzeigt. Ging Cham vom türkischen Hochland aus nach Westen, ging Sem nach Süden, und Japhet nach Osten. Diesen besonders merkwürdigen Ort, an dem schon Kain seine Stadt-Zivilisation der Hoffart und wurzellosen Unrast, der Schmiede, Waffen, Kriege und Macht begründete. Die in ihrer Kain-itischen Unrast dann sogar Amerika erobert hat. Und ... bis heute beherrscht.

Montag, 13. September 2021

Zeit, Tacheles zu reden (3)

Jetzt haben wir den Schuldigen. Und wir haben den einzigen, der alle Fäden zusammenfassen und zu einer Ordnung führen kann: Und das ist NICHT Bill Gates, und das ist nicht einmal Satan, die alle gerne "wären wie Gott". Aber es gibt nur einen Gott, das sagen sogar die Muslime. Und das ist jener GOTT, der in seiner Kirche da ist. - Herrschaften und deren Damen, lassen wir doch endlich dieses Herumgemache um den Schuldigen, der mal hier, mal dort sitzt, mal dieser, mal jener sein soll, mal dies oder jenes ist. Und in dem wir so seltsam auf keinen grünen Zweig kommen.
 
Warum? Weil er sich gar nie - als Mensch, oder als menschengemacht; das nur indirekt, im Sinne von (wieder: indirekt) "benützt dazu" - offenbaren kann, und wenn er das täte (sagen wir etwa wie wenn Bill Gates aufstehen und sagen würde YES, I AM AND I CAN) könnten wir lachen. Wie immer, wenn sich ein Mensch als DER GROSZE URHEBER bezeichnen würde, können wir sofort die Sache abhaken und ihn auf ein Kracherl zum MacDonalds einladen. Denn er lügt zum Herzerweichen. 

Sonntag, 12. September 2021

Zeit, Tacheles zu reden (2)

Worum es aber geht. Worum es nicht geht. Und was wir um Gottes Willen nicht ständig und deshalb bald total vergessen sollten! Ich meine - wir sind doch keine Heiden. Wie die Rechte. Oder? - Niemals. Wer die höchsten Sphären kennengelernt hat weiß, wie dilettantisch es sogar dort zugeht, mißt man sie an ihrer reduktiv-menschlichen Größe. Sodaß man nur hoffen kann, daß das Schicksal der von ihnen Beherrschten NICHT vom Persönlichen abhängt. Überall und immer. Man muß nämlich erkennen, wie zufällig die höchsten Personen und Gremien entscheiden, wie lächerlich falsch Urteile über Weltlagen, wie verbogen die Charaktere sind, die überall als Eliten maskiert haben, aber nie mehr sind als vorübergehende Revolutionsgarden. 

Warum ist das so? Weil der Mensch so ist, ganz einfach, und je mehr er sein Schicksal meint in "seine eigenen Hände" nehmen zu müssen, desto dramatischer ist er seiner eigenen Lächerlichkeit ausgeliefert. Lächerlichkeit, weil der Mensch so ist. Und überall sind Menschen die Träger, aber in postrevolutionären Bedingungen sind sie die, "auf die es ankommt." (In einer Monarchie sind die Eliten eher nebensächlich, einerseits, anderseits Merkmale von Gestalt und Volksnatur. Daß wir das vor 1918 kaum noch so erlebt haben hat historische Ursachen, die Zerstörung war bereits weitgehend vollzogen, der Zusammenbruch also nicht zufällig. Zur Illustration und Vertiefung dieses Themas kann "Die Merowinger" von H. v. Doderer wärmstens empfohlen werden.)

Deshalb würde es auch nicht anders, wenn Sie oder Sie, werter Leser, endlich "nach oben" kämen. Die Grünen liefern seit vielen Jahren das allerbeste Beispiel dafür ab, wie es - mit Verlaub, aber es muß gesagt sein - jenen ergeht, die da unten stehen und meinen, besser als die (natürlich immer: derzeit, nur derzeit, nicht immer, klar) da oben wissen, wie es geht. Plötzlich vor die Realitäten gestellt, knicken sie vor diesen auch jedesmal, wirklich jedesmal ein, und werden binnen weniger Atemzüge zu den schlimmsten Systemdienern und Sesselklebern, die überhaupt vorstellbar sind.

Samstag, 11. September 2021

Zeit, Tacheles zu reden (1)

So gut wie alle "Kritiker" sind der Meinung, und in diesem Punkt (aber auch nur in diesem) könnte man ihnen auch kaum widersprechen, daß sich hinter der Corona-Panikmie ein zentraler Kopf steht. Zu koordiniert, zu zielorientiert erscheint alles, und aus dem "cui bono?" lassen sich alle möglichen Menschen oder Gruppen als diese Köpfe identifizieren. 

Bei Bill Gates angefangen, geht das heitere Rätselraten (denn mehr ist es nicht) über George Soros, die Freimaurer (die ihre Bocksfüße scheinbar überall drin haben), die Rothschilds und vor allem die von Caroll Quigley so schlüssig und plausibel entschlüsselte, auf Cecil Rhodes, Rothschilds und Milner zurückgehende Gruppierung der "Kreis im Kreis im Kreis im Kreis ..."-Verschwörung. Denn als solche bezeichnen sich diese Leute ja sogar selber. Ihr Ziel ist es, unter der Flagge der Überlegenheit der englischen (als der blond-, rotschopfigen oder auch nicht, in jedem Fall aber der) anglo-amerikanisch-protestantischen "Rasse" und Zivilisation die Weltherrschaft an sich zu reißen. Aus Pflicht, aus Sorge um das Wohl der Menschen. Angeblich. 

Aber damit ist noch niemand zufrieden.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Filmempfehlung (2)

Teil 2) 


Alles im Film "Angel Heart" ist logisch, wenn man auch - wie für Logik überhaupt - Geduld braucht. Denn die wahre Frucht der Kunst ist immer eine Frage des richtigen Endes. Erst dann, wenn das bislang Unsichtbare, das Geheimnis, seine Masken ablegt. Das alles trug, und im Handlungsgeschehen eingebettet war bzw. umgekehrt alles einbettete. 

Die Handlung selbst ist dann nur Seziermesser, das das Skelett freilegt, das dem Auge nicht sichtbar ist. An dem alles hängt, das vor allem aber alle Einzelteile an ihren Platz, ihren Ort weist und dort hält. Kunst ist also Offenbarung, Freilegung. Weil alles letztlich Geheimnis ist, das erst im Letzten offenbar wird - und das nennt man ja "apokalyptisch": Die Offenbarung. Sie kommt am Schluß. 

Das Geschehen ist die Geschichte des Vorher, der Weg zum Ende. Wo man wie in Nebel und Nacht mehr tastend als wissend wandeln mußte. Und nur den Glauben an das von Gott selbst Geoffenbarte hat, das angeblich am Ende als Belohnung wartet. 

Alles andere als dieser treue Glaube sind Wege der Ausflüchte, Abschneider, vermeintlich kürzere, direktere Wege, und sie alle sind Ergebnis mangelnder Geduld. Und das wiederum ist eine Folge mangelnder Fähigkeit zur Spannung, was man gemeiniglich sogar deutlich benennt: "Laster".

Somit wird in "Angel Heart" die wahre Gestalt der Welt, die Symbolik, denn letztlich ist alles Dinghafte Symbol, erkennbar. Über das die Welt des Geistes aber zu uns spricht bzw. in der diese spricht. Das Geheimnis, der Geist kommt als Bild, als Gestalt zur bzw. in diese Welt, und das ist als solches dann Welt

Hier in einer filmischen Sprache. Wo sich Gemälde an Gemälde reiht, die in dieser Reihe, die man "Handlung" nennt, großartig kräftig bleiben, ohne je plump zu werden. 

Geheimnis um Geheimnis türmt sich also während der knapp zwei Stunden beim Zuseher auf. Er darf aber nicht säumen, die Bilder, die Spannungen wie einen Dottersack von Minute zu Minute mitzunehmen. Er darf nie ungeduldig werden. Dafür wird er zum Schluß belohnt, denn dann darf er die Nahrung aufzehren. Wenn alles klar wird! Und das ist letztlich wieder ein Geheimnis, so wie die Quelle der Welt eines ist, aber man sieht, daß alles logisch war. 

Denn wenn die Bilder - jedes für sich - wahr sind, treibt sich ein Geschehen als Geschichte dennoch zu einem logischen Ende. Als Fabel, die immer erst am Schluß wirklich vor Augen steht Die im Erlebten, Durchlebten in einem selbst Gestalt annimmt, was man dann Erkenntnis nennt. 
Und die hier heißt: Wer mit dem Teufel einen Handel abschließt und dann doch meint, ihm zu entkommen, weil er glaubt, diesen übers Ohr hauen zu können, hat sich geschnitten. Er entkommt ihm nicht, wenn er nicht die Hilfe der Gnade in Anspruch nimmt. 

Aber das verweigert unser Proponent konsequent. Warum? Wohl aus demselben Grund, warum jeder die Gnade verweigert, wenn er es denn tut: Er läßt sich von der Welthaftigkeit binden. 

Die in jenem Akt ihre Daseinsqualität erlangt, worauf der Blick in der Haltung gerichtet wird: Nach oben oder nach unten. Das erst kann man dann "irdisch" nennen statt "himmlisch", denn so einfach läßt sich Welt und Himmel ja gar nicht trennen. 

Was etwas ist, ist es aber nur aus dem, woraufhin es sich transzendiert! Alles Seiende ist ein Akt des Hinstreckens, der Gerichtetheit, ist eine Bewegung auf ein Ziel - den logos - zu. Nichts, das ist, ist starr und unbeweglich, außer es ist bereits tot und im Zerfall.

Letztendlich hängt deshalb sogar der Teufel am Sein, also an Gott, er blickt nur von diesem weg, ins Nichts sohin. Dieser Blick ist dann auch die Kraft, die ein Daseiendes bestimmt, und alles an ihm und alles, was er tut, hierhin oder dorthin ausrichtet und zieht. Ein Dazwischen der Blickrichtung gibt es nicht.

Die Welthaftigkeit als Orientierung ist aber auch die Unterordnung unter jene Kraft, die nicht zuletzt in der Sexualität das Seelenheil entscheidet. Wo sie, entfesselt und als Kraft für sich genommen, sich letztlich sogar jeder Persönlichkeit entschlägt (Amnesie! Dementia!).

Und dann selbst strengste Tabus brechen kann, ohne es zu "wissen", weil ohne Fähigkeit zum Urteil. Der Wille wird inhaltslos und zufällig. Auch Angel Heart findet den scheinbaren und gesuchten Gipfelpunkt der weltlichen Ekstase zwar in einer jungen Frau ... aber er weiß (in der Erinnerungslosigkeit, also in der Gestaltlosigkeit, zu der die Welt degeneriert) nicht, daß es seine eigene Tochter ist.

Was immer Angel Heart also tut und tat, um sich die Erinnerung zu verwehren, um damit dem Teufel zu entkommen - mit jeder weiteren Verstrickung (Achtung, Spoiler: Verstrickung, weil er alles zu töten und auszulöschen versucht, das diese Erinnerung auslösen könnte) kommt er dem Punkt näher, an dem er sich schließlich doch erinnert. Dann kann (weil muß) er dem Teufel gegenüber seinen Vertrag erfüllen.

Hier aber nun der Trailer.




Mittwoch, 14. Oktober 2020

Filmempfehlung (1)

Daß der Film unter dem Genre "Horror" eingeordnet war hat der VdZ erst ganz am Schluß bemerkt. Denn dann hätte er ihn gar nicht angesehen. So ließ er sich lediglich von der Handlungsbeschreibung, dem "Teaser", verlocken, und er hat die zufällige Entscheidung nicht bereut. Denn nur, weil es um eine weitere (und immer interessante) Adaptierung der Faustlegende geht, in der natürlich der Teufel vorkommt, ist ein Drama noch kein "Horrorfilm." 

Daß es um den Faust geht hat auch Wikipedia nicht bemerkt. Das sich stattdessen in eine endlos lange Handlungsbeschreibung verliert, die aber kaum mehr als eine Aneinanderreihung dessen ist, "was passiert". Weil der Verfasser offenbar keinen Faden durch die vielschichtige Handlung fand. Der VdZ hat jedoch auch sonst keine brauchbare Rezension dieses Films gefunden, und das ist anderseits auch nicht überraschend. Denn die Kunstszene hat vielfach von dem, womit sie sich eigentlich befaßt, keine Ahnung mehr. 

Es geht hier um den Film "Angel Heart" (1987), der dem Leser nahegelegt werden soll. Mit Mickey Rourke, Charlotte Rampling und Robert DeNiro als Stars. (DeNiro wurde für seine Leistung sogar für den Oskar für die beste Nebenrolle vorgeschlagen.) Samt einer Reihe weiterer Darsteller, die in dem Film von Alan Parker, der geheimnisvoll und durchaus beängstigend, aber alles andere als ein Horrorfilm ist, glänzen. 

Glänzen, weil glänzen können. Das großartig "okkulte" (okkult=verborgen) Drama bietet in Bild und vor allem Drehbuch so schlüssige Rollenbilder und Charaktere, daß der Schauspieler wirklich seiner Kunst gewahr werden kann - und einfach jener Brillant sein darf, der vom Licht (nicht durch ein "Machen", das von ihm ausgeht) in die jeweilige Farbe versetzt wird. 

Leistung kann deshalb bei einem Schauspieler nur in der Arbeit ABSEITS der Bühne (bzw. des Films) gesehen werden. Im Leben, das seine Facetten prägt und schleift und schlägt und glättet. Max Reinhardt hat deshalb in seinen Gedanken zum Schauspieler immer gefordert, daß dieser je ein halbes Jahr "leben" solle, um dann ein halbes Jahr auf der Bühne zu stehen und "sich in einer Rolle sehen zu lassen".

Insgesamt bleibt der Akteur immer eingebettet in einen Archetyp, als Landschaft und Handlung, als Figur. Das alles ist in "Angel Heart" echt weil analog zu einem der sieben Archetypen, die in einem dramaturgischen Werk bzw. in jedem Kunstwerk nur möglich sind. Dann aber baut sich eine ganze Weltbühne auf, die fesselt und beängstigt, weil man tatsächlich das Nichts, vor dem jeder Mensch steht - und das sich als Hölle weltlicht, sozusagen - ahnt.  Das Wahre ist ja immer auch furchtbar, das vergißt man leider und gerade heute schon habituell. Man fordert heute sogar das Gegenteil: Die geglättete "Wahrheit", also die "Information", die man bereits besitzt, in der Gestalt der Richtigkeit.

Aber hier? Bilder, meine Herren, Bilder! Die gibt es jede Menge! Sie überwältigen sogar immer wieder, erinnern an die hohe Kunst der Holländer, an Caravaggio, an den safttriefenden, trankvollen amerikanischen Süden. Der seine Wurzeln im tiefsten katholischen Frankreich, in einer nirgendwo auf der Welt so dichten Verwobenheit von Afrika und Europa hat. 

Man wird dabei an die Herkunft des Filmes aus dem Theater ebenso wie von der bildenden Kunst, der Malerei erinnert. An eine Welt der Gestalt. Der VdZ, der den Film auf einer Streamingplattform gesehen hat, mußte sogar immer wieder die Pausetaste betätigen, um ein nächstes großartiges Gemälde in Ruhe auf sich wirken zu lassen, weil es ihn überwältigt hatte.

Die Handlung ist zwar komplex weil lange nicht recht durchschaubar, aber sie ist wie bei einem guten Drehbuch (Drama) doch so einfach. Denn sie ist eine Variante des Faust-Mythos, der so oft und oft in der Literatur gebraucht wird. Man findet die Fabel hier somit als nächste Emanation. Diesmal im Süden der USA situiert, namentlich in dem phantastischen, pittoresken New Orleans. Das dem VdZ wie so viele Orte der Welt wohl lieber in den Bildern ist, die er in der Realität gar nicht besuchen will. 

Denn bei diesem Universalismus der Gegenwart, der alles auf der Welt wie eine Dampfwalze niedergewalzt hat, was soll man aus Reisen noch lernen, was hilft es heute noch? Die wahren Fluchtpunkte heute liegen ganz woanders als in solchen Reisen, die früher noch so ein probates Mittel zur Bildung (im wahrsten Sinne) waren. Aber heute? Die x-te Variante universalistischen Konsumismus? Nein, danke. Als Geschichte ist ihm New Orleans aber sehr lieb und teuer.

Kurz und bündig nun die Tektonik des Dramas: Ein Mann verkauft Mitte der 1950er Jahre seine Seele an den Teufel, um Ruhm zu erlangen. Der nimmt den Pakt an, der Ruhm folgt auf den Fuß. Aber als eines Tages der Herr der Finsternis kommt, um die Bezahlung zu verlangen, will der arme Tropf, der nun in die Hölle fahren soll, den Meister der Lüge selbst belügen, und ihm eine fremde Seele unterjubeln. 

Das funktioniert aber nicht. Um aber trotzdem abzutauchen und sich dem Satan entziehen zu können, taucht der Sünder (der sich nun Angel Heart nennt) in Amnesie ab. 

Was eine kluge und intelligente Route der Dramaturgie ist! Denn tatsächlich ist das Menschsein vom Erinnern abhängig, von der Präsenz des Geschichtlichen. Wer sich nicht erinnert, verliert sein Persönlichkeitssein, seine Zurechnungsfähigkeit, und löst (oder versucht, das zu tun) die Verbindlichkeit seines Handelns auf. Man nimmt den Erinnerungslosen ja auch im Alltag nicht ernst, stellt ihn sogar in die Reihe der Kinder.

Der Drehbuchschreiber beweist damit erstaunliche Tiefe des Denkens. Und der Regisseur Alan Parker mindestens ebenso. (Bitte, wo hat man schon einen Drehbuchschreiber oder ein Filmset, das überhaupt eine Ahnung vom Katholischen hat, das weiß, wie man ein Kreuzzeichen macht, oder sogar Liturgie kennt, das Tantum Ergo kennt, usw. usf.! Man wird da schon so bescheiden ... Hier aber darf man im Symbolischen wühlen, richtig wühlen.)

Alan Parker wollen wir hier aber aus einem bestimmten Grund noch weiter herausheben. Denn es hängt von so vielen weiteren Dingen ab, ob die Idee des Drehbuchs (und ein Drehbuch kann wie jedes Kunstwerk nur EINE Idee haben) durch die Dramaturgie des endlichen Films auch herausgearbeitet wird. Sodaß der Film - als Ganzes, als Eines, und das ist eines der essentiellen Merkmale der Kunst - sie noch darstellt. 

Ob das aber so geschieht liegt dann tatsächlich und in erster Linie (so viele sonst noch bei einem Film mitreden wollen) in der Verantwortung des Regisseurs. Er entscheidet die Bilder, die dann aussagen (und den späteren Schnitt hilflos machen, wenn er der Linie der Regie nicht folgen will) - oder nicht. Er entscheidet die Farben, die Aspekte, die in den agierenden Schauspielern aufblitzen oder nicht, und muß während der oft extrem hektischen (und "praktischen", oft genug furchtbar banalen) Arbeit am Filmset doch immer und in allen den vielen Entscheidungen, die minütlich zu treffen sind, an dieser Idee haften bleiben, die als jenen Magnet bewahren, der letztlich alles ausrichtet, auch wenn man gar nicht "daran denkt".

Aber zurück zur Handlung von "Angel Heart": Als es ans Zahlen geht, will sich unser Angel Heart drücken. Natürlich findet der Teufel ihn. Der ihn aber nicht mehr kennt. Weil er sich eine andere Identität zugelegt hat, die er durch Amnesie "sichert". Doch in einer klugen Handlungsvariante  - er tritt als Kunde mit dem Namen Louis Cyphre (ausgesprochen wird es klarer: Lu-cifer!) - schickt der Teufel ihn, der sich als Detektiv mehr schlecht als recht in New York über Wasser hält, auf die Suche nach einem Verschwundenen. Aber nicht nur wo, sondern auch wer ist das überhaupt?

Die Suche führt ihn recht bald nach New Orleans. Dort taucht er dann tief in die Seelenlandschaft des Menschlichen ab, die teils wie Traum, teils wie ein Einblick in die Landschaften des Geistigen selbst wirken, die Ebenen verschwimmen. Verschwimmen, wie es doch auch im Leben ist! Was sich im Süden der USA offenbar besonders zeigt. Dessen Oberfläche lediglich wie eine Kruste über einer brodelnden Landschaft des Geistigen und Religiösen wirkt. 

Großartig etwa die Szene in einer Kirche (und unser Proponent fühlt sich seltsamerweise in Kirchen stets unwohl, na warum wohl? herrlich die Reaktion des Teufels alias Robert deNiro darauf!), als eine Choralsschola das Tantum Ergo (des Aquinaten) intoniert, während sich der Detektiv mit seinem rätselhaften Auftraggeber, der sich bis zum Schluß nicht identifiziert, in einer der hinteren Bänke bespricht. 

Ein Süden, in dem sich alles zeigt, was unter der Oberfläche des Menschseins wuchert und brodelt. Von Voodoo und allen Formen von Magie und Aberglauben bis zur wirklichen katholischen weil liturgischen Gestalt. Die sich hier - denn sie ist und wäre die einzige Gegenkraft, bitte schön! - so natürlich einfügt, wie es ihrer Natur entspricht. In der Welt, und doch nicht von ihr, doch als Brücke zwischen beidem, im Kampf mit dem Herren der Unterwelt, der ihr alles entreißen will.
Man ist aber noch aus einem Grund fast dankbar für diesen Film, der, wie man liest, 1987 entstanden, gerade einmal seine Herstellungskosten in den Kinos einspielte. Der zwar bestaunt und bewundert, aber nie so richtig einen Durchbruch erfuhr. Dabei bildet er sogar eine Analogie, zum Leben des damals noch recht jungen Mickey Rourke. Als hätte auch der seinen Pakt geschlossen. Und den Preis dafür bezahlt ...
"Angel Heart" läßt den Zuseher aber endlich wieder einmal richtig ins Wirkliche ein- und abtauchen. Und der Leser (als erst künftiger Seher dieses Films sei er jetzt noch so angesprochen) sei deshalb gewarnt, wie vor jeder richtigen Liturgie als Teilnahme an einem Kunstwerk: Er erlebt etwas ... Echtes. 
So, wie es Kunst eben tut, die Kunst ist und nicht so tut als ob. "Angel Heart" ist auch aus diesem Kriterium heraus tatsächlich ein Kunstwerk, und das ist beim Film die buchstäbliche Nadel im Heuhaufen.

 

Morgen Teil 2)


*290920*